USA: Arbeitsmarktbericht August 2014

von am 5. September 2014 in Allgemein

Das Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichte heute den Arbeitsmarktbericht für den Monat August 2014. Zwar entwickelt sich in den USA die Wirtschaft besser als die in der Eurozone und auch die Beschäftigung wächst, aber genau genommen bleibt der US-Arbeitsmarkt schwach, denn in der Relation zum Bevölkerungswachstum verharrt der Arbeitsmarkt eindeutig im Krisenmodus. Im August 2014 wurden +142’000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft (nonfarm payroll employment) geschaffen, die Arbeitslosenquote sank gemäß den Household Data um -0,1 Prozentpunkte auf 6,1%. Nur hinter den aufgehübschten Headlines verstecken sich miese Details, auf die es wieder einen Blick zu werfen gilt.

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Ein echtes Wachstumssegment innerhalb des Arbeitsmarktberichtes stellt erneut der Anstieg bei Not in Labor Force dar, dieser steht aber eben nur für die miese Qualität der berichteten Headlines:

A86Die saisonbereinigte Zahl der dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung stehenden Erwerbsfähigen, Erwachsene ab 16 Jahre (Not in Labor Force) seit Januar 1977 bis August 2014 im Chart! Im August 2014 stieg die saisonbereinigte Zahl der Erwerbsfähigen in Not in Labor Force auf 92,269 Millionen und damit auf ein neues Allzeithoch! Ein Anstieg von +268’000 zum Vormonat, während die Zahl der Erwerbsfähigen nur um +206’000 zum Vormonat stieg. Schneller als das Wachstum der erwerbsfähigen Bevölkerung ab 16 Jahre, wächst die Zahl der Erwerbsfähigen in Not in Labor Force. Das kann nur Ergebnis kreativer Statistik sein, nie eines in der Realität.

Praktischer Weise spielen alle potentiellen Erwerbsfähigen ab 16 Jahren, die dem Arbeitsmarkt angeblich nicht mehr zur Verfügung standen (Not in Labor Force) bei der Ermittlung der offiziellen Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote keine Rolle. Denn relevant für die Ermittlung der Arbeitslosenquote und der Arbeitslosenzahl sind nur die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte (Civilian Labor Force Level) und die Beschäftigungszahlen (Employment Level) aus der Haushaltsbefragung!

Civilian Labor Force Level – Employment Level = Unemployment Level (Anzahl der Arbeitslosen)

Verhältnis aus Unemployment Level und Civilian Labor Force Level = Unemployment Rate (Arbeitslosenquote)

A87Das saisonbereinigte Verhältnis aus Not in Labor Force (Erwerbsfähige, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen) und dem Civilian Noninstitutional Population Level (erwerbsfähige Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren) im Chart seit Januar 1990. Am Ausgang der Wirtschafts- und Finanzkrise bricht das Verhältnis nach oben aus, im August 2014 liegt es bei 37,2%. Immer mehr Erwerbsfähige entscheiden sich am “eintönigen Erwerbsleben” nicht mehr teilzunehmen, ein Schelm wer hier einen direkten Zusammenhang zu den offiziell ausgewiesenen, verbesserten Arbeitslosenzahlen und -quote sieht :)

Damit ist der Kern der guten US-Arbeitsmarktdaten bereits offengelegt, primär statistische Verzerrungen und in Folge eine sinkende Arbeitslosenquote. Schön zeigt die Erwerbsquote (Civilian Participation Rate), analog umgekehrt zum Chart darüber, immer noch den wahren Zustand des US-Arbeitsmarktes:

A88Die saisonbereinigte Erwerbsquote (Civilian Participation Rate) aus Civilian Labor Force Level (Erwerbsfähige, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen) und dem Civilian Noninstitutional Population Level (erwerbsfähige Gesamtbevölkerung ab 16 Jahre, ohne US-Armee und Inhaftierte in den Gefängnissen) im Chart seit Januar 1975. Die saisonbereinigte Erwerbsquote sank im August 2014 auf 62,8% und liegt damit unverändert auf Krisenniveau. Ein ähnlich schwaches Niveau gab es zuletzt 1978! Nur 1978 gab es noch Millionen Frauen, die nicht arbeiteten wollten (mussten) und Männer mit deren Gehalt (Lohn) man eine Familie ernähren konnte.

An der Erwerbsquote gemessen, hat es seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise 2007, nie eine Erholung am US-Arbeitsmarkt gegeben, dafür eine an der Wall Street und nur das zählt im Wunderland :)

A89Die Entwicklung des S&P500 Aktienindex (blau) und die saisonbereinigte Civilian Participation Rate seit Januar 1975 bis August 2014, jeweils auf Monatsbasis. Die hässliche Fratze der Realität.

Nimmt man die Erwerbsfähigen in Not in Labor Force und die Arbeitslosen zusammen, jeweils unbereinigte Originaldaten, dokumentiert sich nur eine minimale Erholung, die aktuell primär dem ganz normalen saisonalen Effekt geschuldet ist:

A90Im US-Paradies ohne Erwerbseinkommen tummeln sich 101,581 Millionen Erwerbsfähige ab 16 Jahre im August 2014. Der Anteil der Erwerbsfähigen ohne Erwerbseinkommen an der erwerbsfähigen Bevölkerung betrug 40,9%!

Der Blick auf das Civilian Employment-Population Ratio:

A91Das saisonbereinigte Civilian Employment-Population Ratio, im Chart seit Januar 1975, also das Verhältnis der Beschäftigten (Employment Level) zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (Civilian Noninstitutional Population Level). Dieses Ratio lag im August 2014 unverändert zum Vormonat, bei 59,0%.

Denselben Sachverhalt nur anders dargestellt zeigt dieser Chart:

A93Die Entwicklung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ab 16 Jahre (Civilian Noninstitutional Population Level – blau) und der Beschäftigtenzahlen (rot) in Millionen seit Januar 2000 bis August 2014, jeweils unbereinigte Daten. Zum Hoch bei der Beschäftigung im Juli 2007 beträgt der Rückgang noch -668’000 Beschäftigte, aber die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ist seitdem um +16,271 Millionen angestiegen.

Die Zahl der Beschäftigten steigt tatsächlich, nur muss man dies eben auch oder gerade in Relation zum Zuwachs der erwerbsfähigen Bevölkerung betrachten. Seit dem Jahr 2000 bis August 2014 nahm bei den unbereinigten Daten die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ab 16 Jahre um +35,652 Millionen zu, die unbereinigten Beschäftigtenzahlen nur um +9,756 Millionen.

Abseits der Headlines zeichnet sich immer noch ein ganz anderes Bild, eines von Ernüchterung und Relativierung der bisherigen “Erfolge”.

Quelle Daten: Bls.gov/PDF US-Arbeitsmarktbericht August 2014, Bls.gov/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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14 KommentareKommentieren

  • Erino - 5. September 2014

    Ein Teil der Not in Labor Force stehenden Leute kommt von dem gestiegenen Rentneranteil. Auf der anderen Seite sind die neu hinzugekommenen Arbeitsplätze eher von schlechter Qualität. Insgesamt zeigt sich, dass vom QE für die kleinen Leute nichts dazugekommen ist, es diente nur der Umverteilung von unten nach oben. Die kerninflationsrate ( ohne Nahrungsmittel und Energie) sieht zwar gut aus, schließt aber eben die Posten aus, die stärker gestiegen sind.

    Aber hier werden wir ja vielleicht bald “aufholen”

    • Querschuss - 5. September 2014

      Hallo Erino,
      54,920 Millionen in Not in Labor Force sind zwischen 16 und 64 Jahre, von 91,749 Millionen insgesamt, jeweils unbereinigte Originaldaten. Nur egal wie hoch der Anteil von Rentner ist, nie kann der Zuwachs einer steigender erwerbsfähigen Bevölkerung ab 16 Jahre kleiner sein als der Zuwachs in Not in Labor Force.

      Übrigens auch über 65 Jahre sind nicht alle automatisch in Not in Labor Force, es gibt auch genug arme Alte die jobben müssen und sicher auch welche die noch gerne arbeiten, offiziell laut Household Data waren im August 2014 7,775 Millionen Beschäftigte über 65 Jahre.

      Letztendlich sind immer mehr Erwerbsfähige ohne Erwerbseinkommen, immer eine schlechte Indikation für eine Volkswirtschaft, selbst unabhängig von der Genese.

      Sieht man sich nicht nur die erwerbsfähige Bevölkerung an (248,229 Mio.), sondern die Gesamtbevölkerung (318,864 Mio.) dann erscheinen die 146,368 Millionen Beschäftigte noch ein Stück bescheidener. Statt 59,0% der erwerbsfähigen Bevölkerung sind dann nur 45,9% der Gesamtbevölkerung beschäftigt und erzielen Erwerbseinkommen.

      Gruß Steffen

  • Olaf23 - 6. September 2014

    Also mal echt Steffen… da sind 100 Millionen Menschen, die keinen Spass an Arbeit haben und du machst hier so ein Fass auf! :P

  • M.E. - 6. September 2014

    Um so erstaunlicher, dass das US-BIP pro Kopf deutlich höher sein soll, als das in Deutschland.
    Bei so relativ wenigen (prozentual), die durch Arbeit etwas zum BIP beitragen.

    Statistiken sind schon eine rätselhafte Angelegenheit…

  • Erino - 6. September 2014

    Naja, wenn 40% des BSPs durch Finanzdienstleistungen “erzielt” werden, und dafür unsere Finanzdienstleister Verluste erzielen, ist das schon denkbar. Irgendwie müssen die Tribute ja rüber kommen.

  • Dieter Meyer - 6. September 2014

    @ Steffen

    Immer wenn ich in Diskussionen das Thema Hartz IV anschneide, kommt als Argument, man müsse Hartz IV nur zeitlich befristen, z.B. 3 oder 5 Jahre, und danach fänden die Menschen auch wieder Arbeit, da sie sonst obdachlos würden oder verhungern müssten (da kein Geld mehr).

    Als “Begründung” wird mihr serviert, dass in den USA jegliche Hilfe zeitlich begrenzt wäre (SNAP auch?), und GENAU DAS dazu führen würden, dass die Menschen schneller Arbeit fänden.

    Wie argumentiert man dagegen an?

    Auch wenn ich darauf hinweise, dass es vielleicht sinnvoll wäre, weniger Überstunden zu leisten (und rigoros von Gewerkschaftsseite darauf hinzwirken, tun die Gewerkschaften überhaupt noch etwas?), begegnet man mir mit Unverständnis: Einsatz zeigen, eventuell Ausgleich durch Geld/Freizeit, etc.

    Auch hier: Wie argumentiert man dagegen an?

    • Holly01 - 7. September 2014

      @ Dieter Meyer;
      ich bin nicht Steffen, aber ich kenne das Problem ebenfalls.
      Mein Umgang mit dem Gegenüber wurde sehr viel erträglicher, nachdem ich die Gesprächssituation besser einordnen konnte.
      Es geht um Glauben/Weltanschauung. Um diese Leute zu verstehen, muss man sich den Puritanismus, den Calvinismus und die Reformation ansehen.
      Ganz grob lautet der Inhalt:
      Gottgefällig (gesellschaftsdienlich) wer viel schafft und damit seinen Glauben sichtbar für andere umsetzt.
      Es ist der Ursprung von “schneller und mehr” also Wachstum”.

      Man hat nur 2 Möglichkeiten: Man argumentiert innerhalb dieser Sicht, was ausgesprochen schwierig ist, denn Arbeiten wird zur ideologischen Daseinsberechtigung.
      Arbeiten ist Lebenszweck und Lebensinhalt.
      Oder man akzeptiert den Streit als einen Alten und vertritt die Gegenposition. Also Fragen wie: Wir sind aber alle noch Menschen?
      Soziales Leid und persönliches Elend während Andere nicht wissen wohin mit ihrem Überfluß?
      Da nicht genug Arbeit vorhanden ist und geschaffen wird, muss es immer Menschen geben die Arbeitslos sind, eine Befristung der Leistung löst nicht das Problem als solches.

      Leider prallen die sozialen und logischen Argumente zumeist ab. Die Sicht dieser Leute lautet ja gerade:
      Wer mit aller Macht arbeiten will, dem ist der Lohn und der Arbeitsinhalt egal.
      Das ist nicht kompatibel zu:
      Wenn ich arbeite dann für ein ordentliches Auskommen und die Arbeit sollte schon halbwegs etwas mit meinen Interessen zu tun haben.

      In Deutschland haben wir nach 30 Jahren Krieg den westfälischen Freiden geschlossen. Inhalt: wir können und nicht einigen und trennen die beiden Lebensweisen räumlich, nach dem Motto “wessen Brot ich ess, dessen (Kirchen-)lied ich sing.
      Die Anglikaner haben eine Entscheidung für uns getroffen. Die Reformation hat Deutschland in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts überrollt und vereinnahmt.
      Der Streit ist alt, eine Lösung ist schwierig, aber der Ressourccenmangel führt die Reformisten an die Systemgrenzen.
      Das ist ein guter Teil unserer aktuellen Probleme …….

      • Holly01 - 7. September 2014

        Nur als denkswerter Punkt:
        alle derzeitigen “Krisenländer” sind klassisch nicht reformierte Gesellschaften ………
        Irland als reformiertes Land hat einen anderen Verlauf und einen schnellen Ausweg gefunden.

        Die Decke der “Aufklärung” die wir über die Problematik gelegt haben, um den säkularen Staat zu begünden ist sehr kurz und sehr dünn.

    • Querschuss - 7. September 2014

      Hallo Dieter Meyer,
      dies in einem oder ein paar Sätzen aufzudröseln ist kaum machbar, aber es steht eh zu befürchten das Desinformierte oder Lebende in der Neolibs-Matrix sich nicht von ihren Meinungen, gefühlten Weisheiten abbringen lassen.

      Die vielen in Not in Labor Force zeigen doch, dass der US-Arbeitsmarkt in der Relation zum Bevölkerungswachstum eben nicht gut läuft und Millionen keine Chance haben einen Job zu finden, gut bezahlt noch weniger. Die Wohlfahrtsprogramme in den USA sind umfangreicher als viele annehmen, nach gerade veröffentlichten Daten für 2012 waren 109,631 Millionen US-Amerikaner Empfänger aus mindestens einem Wohlfahrtsprogramm. Siehe:
      http://www.cnsnews.com/commentary/terence-p-jeffrey/354-percent-109631000-welfare
      Oder hier die Datensätze beim Censusbureau:
      http://www.census.gov/programs-surveys/sipp/publications/tables/hsehld-char.html#

      Erwachsene mit Kindern im Haushalt oder mit pflegebedürftigen Personen, fliegen nicht aus SNAP heraus, nur alleinlebende Erwachsene. 76% der Lebensmittelmarken gehen aber an Familien mit Kindern, davon 61% an Kinder mit nur einem Elternteil.

      Zum Themenkomplex passend:
      http://www.querschuesse.de/usa-wage-statistics-for-2012/
      http://www.querschuesse.de/usa-daten-der-schande-2012/

      Gruß Steffen

  • Olaf23 - 7. September 2014

    Wau, 109,631 Millionen… also 1/3 der Bevölkerung. Das ist echt mal eine krasse Zahl.

  • JL - 7. September 2014

    Diese über 100 Millionen sind sicher auch ein sehr gutes Druckmittel gegenüber denen, die Arbeit haben.

    http://www.focus.de/finanzen/news/fast-food-streik-in-den-usa-burger-krieg-polizei-nimmt-mcdonalds-mitarbeiter-fest_id_4110665.html

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Matthias S. - 8. September 2014

    Wie groß ist den in Deutschland der Anteil an Personen zwischen 16 und 65, die nicht arbeiten?

    Dass das BIP in den USA so hoch ist, liegt zum einen daran wie Erino schon gesagt hat dass es dort einen sehr “produktiven” Finanzsektor gibt.
    Immer produktiver wird jedoch auch der Energiesektor, insbesondere das Fracking, das zur Folge hat, dass bei tausenden von US-Haushalten giftiges Wasser aus dem Wasserhahn kommt, das sogar brennt wenn man ein Feuerzeug dran hält.
    https://www.youtube.com/watch?v=jV-bENteDiE

  • Stefan - 8. September 2014

    Spannender Artikel!

    Was Sie jedoch komplett ausklammen ist die demographische Entwicklung
    von 1970 – 2014 ist die Einwohnerzahl der USA von rund 203 Mio. auf 317 Mio. gestiegen ein
    Anstieg von 56%. 1975 waren es 215 Mio. Einwohner, gewichtet man z.b. die
    “USA Not in Labour Force” Zahlen damit ergibt sich für 1975 ein Anteil von
    27% und für 2014 30%.

    Damit sehen die Zahlen weitaus weniger dramatisch aus als dargestellt aus dem scheinbar 60%igem Anstieg der absoluten Zahlen wird ein 11%iger Anstieg des Anteils an ‘Persons not in Labour force”. Über einen Zeitraum von 39 Jahren hat sich diese Kennzahl gerade mal um 11% verschlechtert obwohl die Einwohnerzahl um mehr als 50% angestiegen ist.

    Viele der Statisiken lesen sich damit weitaus undramatischer als es die absoluten Zahlen suggerieren.

    • Querschuss - 8. September 2014

      Hallo Stefan,
      sorry, ihre Kritik kann ich nicht wirklich nachvollziehen, gleich der zweiter Chart zeigt den Anteil von Not in Labor Force an der erwerbsfähigen Bevölkerung, zwar erst ab Januar 1990, aber er soll ja auch den Ausbruch am äußeren Rand des Charts gezeigt werden, eine Anomalie in einem positiven wirtschaftlichen Umfeld. Auch die Erwerbsquote (Civilian Participation Rate) ist dargestellt, seit Januar 1975, dass Gegenstück ist Not in Labor Force im Verhältnis zur erwerbsfähigen Bevölkerung. Ebenso ist das Employment-Population Ratio dagestellt und im Chart darunter die Entwicklung der erwerbsfähigen Bevölkerung zur Zahl der Beschäftigten.

      Immer ergeben Arbeitslose + Beschäftigte + Nichterwerbspersonen die erwerbsfähige Bevölkerung, fast alles im Artikel steht im Kontext dazu. Immer wird die erwerbsfähige Bevölkerung als Gradmesser verwendet, nicht die Einwohnerzahl mit Kindern und Erwerbsunfähigen. Die demografische Entwicklung ist eben nicht ausgeklammert, sondern in Form der erwerbsfähigen Bevölkerung berücksichtigt.

      Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen, aber vielleicht habe ich ja einen anderen Artikel geschrieben, als sie gelesen. Tenor ist übrigens nicht, es schlechter zu machen als es ist, sondern das es nicht so toll aussieht, wie die offiziellen Headlines suggerieren.

      Gruß Steffen