USA, NATO, Russland – das Bermuda-Dreieck der EU im Ukraine-Konflikt

von am 2. September 2014 in Allgemein

Lassen wir einmal für einen Moment das Verhalten der russischen Regierung und der russischen Staatsmedien außer Betracht, die ihre eigene Sicht und Interpretation der Ukraine-Krise haben und verbreiten, die, wie zu betonen ist, ganz sicher keineswegs immer objektiv ist. Denn bisher sind sowohl die außenpolitische „Auseinandersetzung“ – diese Begriffswahl erscheint angemessen – zwischen dem Westen und der Ukraine auf der einen sowie Russland und den Separatisten auf der andere Seite als auch die Schlacht in den Medien zugunsten der westlichen Allianz verlaufen.

Eine wahre Flut von Berichten und Meldungen, aber wenig Information

Dabei spielte eine wesentliche Rolle, dass es auch oder vielleicht sogar ganz besonders auch der Westen mit der vorherigen Prüfung und Verifizierung von Informationen keineswegs sehr genau genommen hat. Daran hat sich im Übrigen im Wesentlichen nichts geändert. Verlautbarungen von offiziellen Stellen, der Nato und von Politikern werden uns auch ohne Belege nach wie vor als unerschütterliche Tatsachen verkauft.

Der Westen führt, wenn man so will, nach Punkten in der Beeinflussung des Bildes, das die Weltöffentlichkeit von den Motiven und Antrieben der Ukraine-Krise sowie vor allem auch in der Schuldfrage hat. Russland und die Separatisten, die von Beginn an als verlängerter Arm Moskaus bezeichnet wurden – gerade so, als hätten sie überhaupt keine eigenständigen Interessen –, sind die Schuldigen. Nur sie allein können die Krise deeskalieren. Der Westen und vor allem die Regierung in Kiew, brauchen und können dafür praktisch so gut wie nichts tun.

Das mag man so akzeptieren. Tatsache ist jedoch, dass viele Menschen – ganz besonders in Russland, aber beispielsweise auch in China und selbst im Westen – Probleme haben, das so zu schlucken, wie es ihnen über die Medien angeboten wird.

Das ist vereinfacht zusammengefasst die Situation.

Die essentielle Botschaft des Westens im Ukraine-Konflikt

Wenn es so etwas wie einen roten Faden gibt, der sich als westliche Botschaft über die gesamte Zeitspanne der Ukraine-Krise hinweg durch die Berichterstattung im Westen zieht, dann ist es das in den westlichen Medien transportierte Bild vom aggressiven, expansionistischen und unaufrichtigen Russland.

Wer zu dieser Schlussfolgerung gelangt, der kommt in der Bewertung und Einordnung der Botschaft nicht daran vorbei festzustellen, dass dies ein grobschlächtiges, plakatives und emotionalisierendes Bild von einem Gegner ist, mit dem man sich kurz vor oder bereits in einem Krieg oder einer Art von Krieg befindet. Es dient der Legitimation von „Vergeltungs-“Maßnahmen und zielt darauf ab, in der Bevölkerung und vor allem auch unter den Parlamentariern den erforderlichen Rückhalt dafür zu bekommen.

Wer ein solches Bild in der breiten Öffentlichkeit prägt, auch und gerade durch fortlaufende Wiederholungen, dem geht es nicht um Deeskalation, nicht um eine nüchterne und objektive Bewertung einer Konfliktsituation.
Man kann es auch anders sagen: Es handelt sich um Stimmungsmache, um Propaganda.

Das gilt im Grundsatz selbstverständlich für Russland und den Westen gleichermaßen.

Das personifizierte Feindbild im Ukraine-Konflikt

Es ist dabei absolut zweckmäßig, ein personalisiertes Feindbild zu prägen, weil so der Zorn und mithin auch der Hass der Menschen viel effektiver geschürt werden kann. George Orwell hat das in seinem Buch „1984“ mit den „Hass-Sendungen“, die regelmäßig und in kurzen Abständen erfolgten und an denen alle Parteimitglieder teilzunehmen hatten, sehr treffend und genau beschrieben. Die sogenannten Hass-Sendungen begannen stets mit der Einblendung des Gesichts des Staatsfeindes Nummer 1, Emmanuel Goldstein. Im Irak war, wie sich gewiss jeder erinnern wird, Saddam Hussein das von Politikern und in den Medien kommunizierte Feindbild. In Libyen war es Muammar Gaddafi. Im Ukraine-Konflikt, der in den westlichen Medien inzwischen immer öfter als Russland-Ukraine-Konflikt bezeichnet wird, ist der russische Präsident Putin das personifizierte Feindbild.

Dass es so ist und wie sehr dabei ein spezifisches, keineswegs objektives Bild von Putin gezeichnet wird, kann jeder einmal selbst anhand eines exemplarischen Vergleichs von zwei Skizzen Putins und seiner Absichten nachvollziehen, in denen jeweils sogenannte Russland-Experten, nämlich der Journalist und Buchautor Boris Reitschuster (1) und Sharon Tennison, Präsidentin der in Russland tätigen Nicht-Regierungs-Organisation „Center for Citizen Initiatives“ (CCI) (2), ihre Sicht und ihr Verständnis dieses Mannes darlegen.

Von mir dazu nur so viel: Wenn man beides gelesen hat, dann fragt man sich unweigerlich, ob die beiden Experten von derselben Person sprechen.

Die Initiatoren der westlichen Medien-Botschaft

Bezogen auf den Ukraine-Konflikt gibt es keinen Zweifel darüber, wer dieses Bild vom aggressiv expandierenden und unaufrichtigen Russland/Putin in die westlichen Medien forciert und immer wieder neu auffrischt. Insbesondere die Regierung in Kiew, aber vor allem auch die Nato sowie die US-Regierung sind immer wieder zuerst mit nicht oder nicht ausreichend belegten schweren Vorwürfen gegenüber Russland an die Öffentlichkeit gegangen.

Auf diese Weise wurden die Europäer, die der „Informationsfront“ im Ukraine-Konflikt stets hinterherhechelten und sich zudem eher halbherzig darum bemühten, eine unabhängige und den eigenen Interessen angemessene Position einzunehmen, regelmäßig unter Zugzwang gesetzt. Es scheint so, als sei am Ende der Debatte auch immer nur die Position der USA in Europa mehrheitsfähig gewesen. Denn letztlich folgten die europäischen Staats- und Regierungschefs stets dem Drängen der USA.

Die gesendete Botschaft hat die politische Ausgangslage in Europa verändert

Damit hat sich Europa auf einen Ukraine-Krisenkurs begeben, der sukzessive die politische Ausgangslage in Europa verändert hat und zwar durchaus im Sinne der USA.

Das wird für Europa auf dem anstehenden NATO-Gipfel in Wales nicht ohne Konsequenzen bleiben. Denn bedingt dadurch muss jetzt dort über Maßnahmen entschieden werden, die vor allem außen- und verteidigungspolitischen Kerninteressen der USA entsprechen, aber bisher von der US-Regierung in der EU nicht erfolgreich vorangebracht werden konnten.

Es geht konkret darum, die Aktivitäten der NATO in Osteuropa auszuweiten, was als Politik der Eindämmung (Containment) Russlands interpretiert werden kann. Ferner sollen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dafür auch ihre Verteidigungsausgaben erhöhen.

NATO-Gipfel: Die USA ernten die Früchte ihrer Arbeit im Ukraine-Konflikt

Die USA würden davon erheblich profitieren. Denn die außen- und verteidigungspolitischen Ziele der USA mit Blick auf Russland würden dann mit mehr Nachdruck verfolgt als bisher. Gleichzeitig würden den USA dadurch keine oder zumindest kaum zusätzliche finanziellen Belastungen entstehen.

China ergeht es im asiatisch-pazifischen Raum mit den USA schon seit längerem nicht anders als Russland seit kurzem in Europa. Das darf bei der Bewertung des Ukraine-Konflikts nicht außer Acht gelassen werden. Präsident Obama hatte auf seiner jüngsten Asien-Reise den Nachbarländern Chinas vor dem Hintergrund der Insel- sowie zahlreicher Grenzstreitigkeiten versprochen, dass die USA im asiatisch-pazifischen Raum weiterhin ihre Rolle als Schutzmacht aktiv wahrnehmen werden. (3) Das hat er jetzt vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts und kurz vor dem NATO-Gipfel auch den Ländern des Baltikums versichert. (4)

Hier ist es das übermächtige, expansionslüsterne und aggressive Russland, dem sich die USA entgegenstellen. Dort ist es das übermächtige, aggressive und expansionistische China.

Die USA hatten China, aber nicht Russland auf ihrer geopolitischen Rechnung

Geopolitisch betrachtet ist Russland aus der Perspektive der USA jedoch ein offensichtlich unerwartetes, neues Problem. Denn eigentlich hatte Präsident Obama den wirtschafts-, außen- und verteidigungspolitischen Schwerpunkt bereits Ende 2011 von Europa in den asiatisch-pazifischen Raum verlegt. (5)

Allerdings fährt er trotzdem die Kosten für den US-Verteidigungshaushalt deutlich zurück. In Anbetracht der rasant gestiegenen Staatsverschuldung der USA und der Notwendigkeit, die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen, ohne bei den innenpolitischen Zielen Abstriche machen zu müssen, bleibt ihm auch kaum eine andere Wahl. Gerade erst hat das überparteiliche Congressional Budget Office (CBO) seine Prognose für das Wachstum der US-Wirtschaft in diesem Jahr nach unten und die für das US-Haushaltsdefizit nach oben korrigiert. Die US-Wirtschaft soll demnach 2014 nur um 1,5 Prozent wachsen. Die Defizitprognose wurde von 492 auf 506 Milliarden Dollar erhöht. (6)

Kosten für internationale Sicherheit abwälzen, strategische Verantwortung behalten

Deswegen sollen sich die Partnerstaaten stärker als bisher engagieren oder besser gesagt einbinden lassen und damit auch einen größeren Teil der Kosten für die internationale Sicherheit übernehmen, für die die USA jedoch strategisch die Gesamtverantwortung behalten wollen. Das dürfte auch das Ziel der USA für den Nato-Gipfel in Wales sein.

Im asiatisch-pazifischen Raum ist die Regierung von Shinzo Abe bereits auf diese neue außen- und verteidigungspolitische Linie der USA eingeschwenkt. Japan rüstet nicht nur massiv auf, wofür 230 Milliarden Dollar für die nächsten fünf Jahre eingeplant sind. (7) Vielmehr hat die Regierung jüngst – nach langen und zähen Verhandlungen mit dem zuvor ablehnend eingestellten Koalitionspartner (8) – auch den pazifistischen Artikel 9 der Verfassung zwar nicht aufgehoben, aber eine neue Auslegung desselben beschlossen (9), die den verteidigungspolitischen Aktionsspielraum deutlich erhöht hat und Japan eine aktivere Rolle in der regionalen Sicherheitsarchitektur ermöglicht (10).

Game Over: Europa kann nicht mehr zurück

Der NATO-Gipfel in Wales strebt jetzt für Europa offensichtlich ebenfalls eine aktivere Rolle in der regionalen Sicherheitsarchitektur an. Weil die ewig uneinigen, streitenden und zaudernden Europäer das von den USA, der Ukraine und der NATO selbst über die westlichen Medien erfolgreich geprägte neue Feindbild vom aggressivem, expansionistischen Russland nicht nur akzeptiert, sondern mitgetragen haben, werden sie sich einer aktiveren Rolle für die regionale Sicherheit unter der Führung der USA kaum mehr verschließen können.

Aus Sicht Washingtons wäre das die denkbar beste Lösung. Europa zahlt für die Ukraine und für die Eindämmung Russlands und trägt obendrein auch noch die Hauptlast der negativen wirtschaftlichen Folgen der forcierten Sanktionsspirale, die Teil der Eindämmungspolitik ist. Mehr noch wird Europa, wenn es so läuft, politisch und wirtschaftlich geschwächt aus der Ukraine-Krise hervorgehen. Zu einer anderen, unabhängigen und den eigenen Interessen dienlichen Politik ist es scheinbar aber auch gar nicht in der Lage.

In einer alten Regionalstudie für das Bergische Städtedreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid, in dem es bekanntermaßen sehr oft regnet, findet sich eine wunderbare Metapher als Erklärung dafür, warum seinerzeit für eine ökonomisch sinnvolle und nutzbringende politische Kooperation die Einsicht nicht vorhanden war, nämlich, dass dort die Menschen schon mit dem vielleicht blickverstellenden Regenschirm zur Welt kommen.

Auch in Europa insgesamt scheint es sehr oft zu regnen.

Politisch betrachtet mutiert der Ukraine-Konflikt für die Europäische Union immer mehr zu einer Art Bermuda-Dreieck: Sie verschwindet im politischen Powerplay des Kräfte-Dreiecks USA – NATO – Russland. Eigentlich ist es so betrachtet kein Wunder, dass auch der Euro schwächelt.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

Print article

105 KommentareKommentieren

  • Alex - 3. September 2014

    Schade, zukünftig hat Querschüsse einen Kunden weniger, wegen mangelnder Seriosität.

    • Huse24 - 3. September 2014

      Ich antworte jetzt mal nur, weil ich Deinen Namen sympathisch finde!
      Welche mangelnde Seriösität vermisst Du denn? Die der FAZ, Spon, SZ, Welt?

    • Wolfgang - 3. September 2014

      Lieber Alex,
      vielleicht solltest Du mehr lesen:
      http://www.youtube.com/watch?v=W9rr1S5RDpo

      oder vielleicht ein Video anschauen:
      http://www.youtube.com/watch?v=W9rr1S5RDpo

      um seriöser zu werden.

    • Frankenfurter - 3. September 2014

      Erinnert sich noch jemand an den GAU in dem ukrainischen Atomkraftwerk von Tschernobyl vom 26.April 1986? Ein Wink mit dem Zaunpfahl muss an dieser Stelle reichen.

      “Derzeit sind in der Ukraine 15 Reaktoren an vier Standorten in Betrieb. Sie decken rund die Hälfte des Strombedarfs des Landes. Nur rund 200 Kilometer von der Kampfzone entfernt stehen die sechs Reaktorblöcke der Nuklearanlage Saporischschja. Sie gilt als größte Atomanlage Europas.” WAZ

  • Holly01 - 3. September 2014

    Hallo SLE,
    mein Eindruck ist geringfügig anders. Ich sehe zwischen den US-Politikern und den EU-Politikern nicht einmal Platz für ein dünnes Blatt Papier.
    Ich habe den sicheren Eindruck, daß die gesamte strategische Planung ausgesprochen einvernehmlich abgelaufen ist.
    Der gesamte Vorgang zeichnet sich doch durch einen amerikanischen Schubs am Anfang aus und durch die gleitende Übernahme der Situation durch die EU.
    Die wirksamen Sanktionen hat doch die EU verabschiedet. Die USA haben doch nur Lippenbekenntnisse vorgebracht.
    Die harten Maßnahmen in Form von Bankenmaßnahmen wurden Tage vorher angekündigt.
    Da wurden doch nur leere Konten gesperrt.
    Die EU hat sich auch zu keinem Zeitpunkt gewehrt.
    Die NATO Länder östlich von Deutschland betteln doch geradezu um ihre Besetzung durch die NATO.
    Die EU will doch offensichtlich ihre militärische Grenze bis zur russischen Grenze voranschieben.
    Die EU hat doch gerade erst das Assoziierungsabkommen mit Georgien abgeschlossen.
    Georgien liegt auf der anderen Seite vom schwarzen Meer.
    Die Inhalte sind identisch mit dem was die Ukraine unterzeichnen sollte.
    Die EU schiebt ihre Klammer doch um Russland herum in Richtung kaspisches (Öl) Becken.
    Die EU hat doch south stream gestoppt.
    Die EU hat die Pipe die durch die Ukraine nach Südeuropa führe zugedreht. Angeblich wollte man die Förderrichtung drehen, von EU nach Ukraine.
    Es gibt aber auf EU seite nur Abnahmeterminals, keine Pumpenstationen. Es gäbe auch kein Gas zum Pumpen, wir sind ja selbst bekannter Massen Importeure.

    Ne, ich denke dei Amis haben den Ball nur angespielt. Treiber sind nun die EU-Polis selbst. Und das war wohl auch genau so abgesprochen.
    Die ganze MH17 Geschichte stinkt zum Himmel, aber die EU hat das ganz locker Hand in Hand abgespult.
    Selbst die Holländer mit ihren vielen Toten haben wacker den Mund gehalten und eine riesen show mit den Opfern geliefert, aber gleichzeitig alle Beweise an die Briten weiter gegeben.
    Das ganze sieht mir nach rechts blinken und links abbiegen aus.
    Die EU braucht einen äusserten Druck, um die “Vertiefung” zu Hause rechtfertigen zu können.
    TTIP wird jetzt als “besonderes Zeichen” durchgewunken, man braucht ja Freunde bei der russischen (räusper) “Bedrohung”.
    Die Medien haben auch wieder angezogen.
    Nach ein paar Tagen Pause, sind alle (widerlegten) Lügen, auf einmal Tatsachen. Die Russen sind wieder die Agressoren. Die EU wurde von den Russen herausgefordert.
    bla fasel blubb …. Propaganda halt …..

  • kosh - 3. September 2014

    - Geopolitisch betrachtet ist Russland aus der Perspektive der USA jedoch ein offensichtlich unerwartetes, neues Problem.

    Wohl kaum, die 5Mia “Investitionen” in die Ukraine, der “Raketenabwehrschirm gegen den Iran”, das permanente Russen-Bashing etc. etc. kann man wohl kaum als unerwartet taxieren. Es sei denn die linke Hand weiss nicht was die rechte tut.

    - Denn eigentlich hatte Präsident Obama den wirtschafts-, außen- und verteidigungspolitischen Schwerpunkt bereits Ende 2011 von Europa in den asiatisch-pazifischen Raum verlegt.

    Das hat er wohl, offiziell, 1. weil damit eine Ablenkung erreicht wurde und 2. weil den EUSraEliten die Zeit davon läuft. Nicht von ungefährt haben seit über 100 Jahren US-Strategen ihr Mantra wiederholt, dass an Russland kein Weg vorbei führt. Wer China unterwerfen will, muss vorher Russland neutralisieren oder ganz aus dem Weg räumen.

    Wirtschaftlich betrachtet hat die Stabübergabe längst stattgefunden. Die neue Lokomotive heisst China und wer sich auf eine Art US-Naturgesetz beruft, welches da heisst, dass der Westen sich alles erlauben kann, dem halte ich entgegen: Wenn es ein Naturgesetz gibt, dann ist dieses nicht an die US gebunden. Im Gegenteil, die US haben sich dem ebenso zu unterwerfen wie jedes Imperium, welches diesen Status für sich in Anspruch nimmt. Die US haben die Marktkräfte nicht mehr im Griff. M.a.W. die MARKTPHYSIK fordert den ihr zustehenden Tribut. Selbst das US-Abonnement für Demokratie und Freiheit ist abgelaufen.

    - Kosten für internationale Sicherheit abwälzen, strategische Verantwortung behalten.

    Kosten auf die PRovinzen abwälzen, ja, ein bewährtes altrömisches Konzept mit bekanntem Ausgang. Ergo nicht wirklich bewährt, bloss insolvenzverschleppend.
    Strategische Verantwortung, na ja, so verantwortungslos wie das US-Imperium agiert, da hat sich wohl mancher gedacht mit “nie wieder” hätte sich das erledigt. Eingebildete Verantwortung und die Aufrechterhaltung des Mythos derselben per PRofessioneller PRopaganda käme in etwa hin. Dennoch, die kognitive Dissonanz der westlichen Wertegemeinschaft scheint ihren Peak noch nicht überschritten zu haben. Das kann sich noch Jahrzehnte hinziehen bis auch der Hinterletzte begreift, wem die Stunde geschlagen.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann un man kann was man tut.

  • Huse24 - 3. September 2014

    Klasse Beitrag!

    Nun aber dazu nicht im direkten Zusammenhang:
    Ist Euch hier auch aufgefallen, dass die Kommentarfunktion bei den MSM (z.B. Faz, Spon – gestriger Blome-Kommentar) z.T. angeboten, aber nichts veröffentlicht wird? Die Propaganda-Schlacht im vollen Gang.
    Gestern auch mal wieder das ZDF im Heute Journal mit dem Herrn Kleber. So langsam glaube ich, dass der entweder senil wird oder sonstwie getrieben ist. Ich meine hierbei auch Ukraine-Geschichte und Isis. Die kommen ja bekanntlich aus dem Nichts oder von einem anderen bewohnten Planeten.

    Nochmals, klasse Beitrag!

    • Sbend - 3. September 2014

      SPON ist mittlerweile richtig auf Linie gebracht. Witzig, manchmal rutscht noch ein Beitrag durch, wird dann aber spaeter rausgenommen. Die koennen noch so objektiv sein, wenn da zuviel Verstaendnis fuer Russland und zu wenig fuer West-Europa ist, dann wird es geloescht. Hoechstens ein paar offensichtliche Trollposting gehen noch durch, aber nichts das zum Nachdenken anregt.
      Der Unterschied zur DDR ist nur, dass man noch keine Angst haben muss, wenn es an der Tuer klingelt.

  • Roland - 3. September 2014

    Die EU-Politik spielt natürlich nicht nur den “nützlichen Idioten” der US-Regierung. Sie hat sich offensichtlich entschieden, ihre eigenen imperialistischen Ziele immer aggressiver zu verfolgen. Und dies nicht nur in Richtung Russland (Ukraine et al.), sondern auch gegen China (in Afrika) – und auch den Nahen Osten (Libyen, Syrien, Irak) hat sie zu ihrer Einfluss-Sphäre erklärt.
    Es lohnt sich mal wieder, den guten alten Lenin zu lesen und seine hervorragende Analyse: “Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus”.

    ps.
    Auch die russische und zunehmend die chinesische ist selbstredend eine imperialistische Politik- auch wenn beide im Augenblick noch aus der Defensive heraus agieren.
    Weltweit schlimme Aussichten.

    • SLE - 3. September 2014

      Hallo Roland,

      Lenin hat sich bei seinem etwa 100-seitigen Werk – wie er selbst sagte – insbesondere auf die Arbeit von Rudolf Hilferding (“Das Finanzkapital” (1910)) gestützt.

      Letztere ist m.E. gerade mit Blick auf unsere westlichen Industriestaaten noch interessanter, weil sie die zentrale Rolle des Finanzsektors im “letzten” Stadium des Kapitalismus (systemische Instabilität) beschreibt. Hilferding meinte auch, dass in diesem Stadium der Staat zum “ständigen Reparaturbetrieb” des Kapitalismus würde, was ziemlich exakt das trifft, was wir heute sehen (Stichworte: bankenrettung, Too big to fail)

      Viele Grüße
      SLE

    • Basisdemokrat - 14. September 2014

      “I….m Jahr 1916, als der Weltkrieg in sein drittes Jahr eintrat, fasste Lenin den Charakter des Imperialismus präzise zusammen:
      Die Ablösung der freien Konkurrenz durch das Monopol ist der ökonomische Grundzug, das Wesen des Imperialismus.
      [...] Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus Amerikas und Europas und in der Folge auch Asiens hat sich in den Jahren 1898 bis 1914 voll herausgebildet. Der Spanisch-Amerikanische Krieg (1898), der Burenkrieg (1899-1902), der Russisch-Japanische Krieg (1904-1905) und die Wirtschaftskrise in Europa im Jahre 1900 – das sind die wichtigsten historischen Marksteine der neuen Epoche der Weltgeschichte.
      [...] Zweitens zeigt sich der Fäulnisprozess des Kapitalismus in der Entstehung einer gewaltigen Schicht von Rentiers, Kapitalisten, die vom ,Kuponschneiden‘ leben. [...] Drittens ist Kapitalexport Parasitismus ins Quadrat erhoben. Politische Reaktion auf der ganzen Linie ist eine Eigenschaft des Imperialismus. Korruption, Bestechung im Riesenausmaß, Panamaskandale jeder Art. […] die Ausbeutung der unterdrückten Nationen […] durch ein Häuflein von ,Groß‘mächten [...] [13]
      In Der Krieg und die Internationale bezeichnete Trotzki den Konflikt 1915 als „Aufruhr der Produktivkräfte… gegen ihre nationalstaatliche Ausbeutungsform“. Der Krieg bedeutete „die Zertrümmerung des nationalen Staates als eines selbständigen Wirtschaftsgebiets“.
      Der Krieg verkündet den Zusammenbruch des nationalen Staates. Doch zugleich auch die Zertrümmerung der kapitalistischen Wirtschaftsform. Aus dem nationalen Staat heraus revolutionierte der Kapitalismus die gesamte Weltwirtschaft, indem er den ganzen Erdball zwischen den Oligarchien der Großmächte verteilte, um welche sich ihre Trabanten, die Kleinstaaten, gruppieren, die von der Rivalität der Großen leben. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft auf kapitalistischer Grundlage bedeutet einen unaufhörlichen Kampf der Weltmächte um neue und immer neue Gebiete der einen und selben Erdoberfläche als eines Objektes kapitalistischer Ausbeutung. Die ökonomische Rivalität unter dem Zeichen des Militarismus wechselt mit Raub und Zerstörung, die die elementaren Grundlagen menschlicher Wirtschaft auflösen. Die Weltproduktion empört sich nicht nur gegen die national-staatlichen Wirrnisse, sondern auch gegen die kapitalistische Wirtschaftsorganisation, die sich zu deren barbarischer Desorganisation umgewandelt hat.[14]
      In diesen Schriften tritt uns die Wortwahl und Terminologie der heutigen internationalen Geopolitik entgegen. Wir erkennen diese Welt als unsere eigene wieder. Es ist die Welt des Kapitalismus, der herrschenden Oligarchien, der riesigen Konzerne mit ihren globalen Interessen und der autoritären Regime. …. ”
      http://www.wsws.org/de/articles/2014/09/09/unvo-s09.html

  • Asetzer - 3. September 2014

    Den Vergleich mit China finde ich nicht ganz zutreffend dahingehend, dass der Status Quo in der Ukraine durch die ukrainischen Ultranationalisten aufgekündigt wurde, ob dies geplant oder mit aktiver Unterstützung des Westens geschah, ist mir nicht klar, jedoch hat die EU mit dem Assoziierungsabkommen, dem Druck, keine Freihandelszone mit Russland etc einzugehen, eindeutig die falschen Signale an die Pro-EU Fraktion in der Ukraine gesendet,ein geradezu klassischer Fehler, siehe Kuwait-Invasion Saddams, und das Beistandsgelübde Deutschlands an die KuK Monarchie vor Ausbruch 1.WK. Im pazifischen Raum ist China die Macht, die den Status Quo aufkündigt, Druck auf die von Japan, Vietnam etc verwalteten Inseln ausübt durch Eindringen in die Gewässer dort, dazu von Staatsmedien gesteuerte Medien (es gab sogar ein Bild einer Audi-Filiale mit einem Spruchbanner auf dem Gebäude “Wir töten jeden Japaner, der die Inseln besetzt”, das ich dann auf der Audi-Facebook Seite postete. Die haben natürlich nur wachsweich geantwortet.”) . Ich kann Abe auch dahingehend verstehen, dass er das bisherige Modell “USA schützt Japan, Japan darf wie die wahnsinnigen nach USA exportieren, der Überschuss wird wieder in US Staatsanleihen “investiert”, ansonsten ist man treuer Vasall”) nicht fortsetzen kann/will, und auch bei den USA ist schon erkennbar, dass man die Interessen Japans angesichts der gewaltigen Interessen der US-Wirtschaft etc in China etc, nicht mehr um jeden Preis verteidigen will.

    • SLE - 3. September 2014

      Hallo Asetzer,

      Sie haben natürlich genau genommen recht. Allerdings beziehe ich mich bei dem Vergleich nur auf das Verhältnis China-USA und Russland-USA. Die Ukraine ist zwar die eigentliche Konfliktzone, aber andererseits auch lediglich Auslöser und Nährboden für einen Konflikt, der im Kern zwischen den USA und Russland ausgetragen wird.

      Im asiatisch-pazifischen Raum sist die Lage schon ganz anders. Auch das stimmt. Sie ist es schon deswegen, weil Japan ein gewichtiger Kontrahent Chinas und ein starker Partner der USA ist.

      Ich mag die Frage, wer der Agressor im Konflikt zwischen Japan und China ist, nicht entscheiden. Im Falle der Streitigkeiten mit den übrigen, kleineren/schwächeren Nachbarn würde ich China indes sehr wohl als Aggressor sehen. In Japan wie in China gibt es indes sehr starke nationalistische Tendenzen in der Politik und der Bevölkerung und zweitens Shinzo Abe ebenso wie Xi Jinping die Position der regionalen Führungsmacht an. Ich denke, gerade das erklärt die besondere Konkurrenzsituation und die konfliktträchtige Stimmung dort.

      Auf der wirtschaftlichen Ebene sieht es allerdings wieder anders aus. Wenn es darum geht, sind China und Japan wesentlich offener für Gespräche und Verhandlungen. Gleichzeitig haben beide Vorbehalte gegen das von den USA vorangetriebene TTP-Handelsabkommen – China hält davon gar nichts, Japan ist nicht bereit, den USA so weitreichende Zugeständnisse zu machen, wie Washington es gerne hätte. Deswegen liegt das Abkommen in der Warteschleife und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vor den Wahlen in den USA auch nicht mehr ratifiziert werden.

      Mein Eindruck ist, dass Abe sich zwar zur engen Partnerschaft mit den USA bekennt. Offensichtlich will er sich aber sowohl wirtschafts- und handelspolitisch als auch außen- und verteidigungspolitisch von den USA emanzipieren.

      Ob ihm das gelingt, dürfte in hohem Maße davon abhängen, ob seine Abenomics erfolgreich sind oder scheitern. Eine Bruchlandung mit seinen Abenomics dürfte er nach meiner Einschätzung politisch nicht überstehen. Schon jetzt – das heißt, heute – hat er sein Kabinett umgebildet, um den stark gesunkenen Zustimmungswerten und der Skepsis gegenüber seinen Abenomics entgegenzuwirken.

      Nächste Woche kommt in Japan die zweite Schätzung des BIP-Wachstums fürs zweite Quartal. Wir werden sehen, ob es bei den zunächst geschätzten -6,8% bleibt. Doch entscheidend dürften eher die Daten fürs dritte Quartal sein.

      Viele Grüße
      SLE

  • dank - 3. September 2014

    1/2 OT:
    400 + 400 + …
    “US-Präsident Barack Obama hat die Entsendung von 400 zusätzlichen US-Soldaten in den Irak angeordnet.” http://bit.ly/1BaVMak
    Wo laufen Sie denn, POTUS? Zuerst Bombardieren und Berater schicken. Dann Bombardieren und noch mehr Berater schicken. Wieso kommt einem das so bekannt vor? Was war da nochmal – 400 Berater – das ist die Wunderzahl:
    “Darum ordnete Kennedy einige verdeckte Militäroperationen gegen Nordvietnam an und erhöhte die Zahl der US-Militärberater in Südvietnam bis 1962 von 400 auf 16.575.” http://bit.ly/1rM3qa9 Oder auch diese Berater (Neusprech eben): http://bit.ly/1mO88xh Aber nicht das da im 5-Eck wieder einer im 3-Eck springt, dass dieses alte Positionspapier der Falken mit den 400 nicht klappt. Immer die gleiche Masche.

    Vielleicht wäre es sinnvoller drei echte Diplomaten loszuschicken:
    Einen zu Assad (ohne ihn wird es ein Zurückdrängen nicht gehen)
    Einen in den Iran (Ausbreitung verhindern)
    Einen in die Türkei (um den ISIS das Einsickern von Europäischen Boden aus zu erschweren)
    Auch wenn der Ausgangspunkt ein ganz ein anderer ist – wären zwei weitere Diplos gen Kiew und Moskau durchaus zu begrüßen. Diese fünf Mann könnten bei weitem mehr bewirken als das jetzigen halbseidene Geschwurbel. Ach ja und bitte keine Diplos ala Economic Hitman, dafür sind die selbst gezüchteten Probleme jetzt schon zu groß…

  • Delta120 - 3. September 2014

    Es wäre traurig für die Propaganda der EU, wenn diese nicht auch ihrgendwo Früchte trägt im eigenem Land. Denn wer ließt schon fremde Meiden in der Orginalsprache, denn die Berichte unter ENG sind immer alle bereinigt.

    Tatsache ist, dass wir kaum Länder außerhalb der EU oder Nato zum mitmachen bei den Sanktionen überzeugen konnten (z. B. nur teilweise Schweiz).

    Hier wird nur versucht dass von Ost nach West gezogende Land zu halten. Ost West spielen das selbe Spiel wie damals in Yugoslawien mit vertauschten Rollen: Diesesmal West: Territoriale Integrität gegen Ost Selbstbestimmungsrecht der Menschen.

    Wie stark Propaganda sein kann auch unter dem oberen IQ 10tel hat man unter Hitler gesehen, der sein Ermächtigungsgesetz durch das Parlament schob.

    Propaganda hat ihren Nutzen nur im Inneren aber entscheident ist immer die Wirtschaftliche und Militärische Stärke im Kampf mit dem äußeren Feind.

    Schlussendlich kann sich unsere Propaganda als Erfolg verbuchen, dass sie die Friedensbewegung klein gehalten halten aber eine Begeisterung wie zu Beginn des WK1 hat sie nicht hervor gebracht.

    • kosh - 3. September 2014

      - Propaganda hat ihren Nutzen nur im Inneren …

      … beider Seiten. Deshalb müssen Russland und China zwingend ihre eigene PRopaganda-Schiene fahren und tunlichst jegliche Einmischung in die innere PRopaganda verhindern.

      Angesichts westlicher Flammwerfer-Hysterie genügt es oft schon, dem Westen den Spiegel vorzuhalten oder westliche Passagen 1:1 zu übernehmen, m.a.W. sich auf Campingkocher-PRopaganda zu beschränken. Deshalb klingen russische / chinesische Spitzenpolitiker meistens sehr viel vernünftiger als unsere Pendants, die Steilpässe zuhauf liefern.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  • Systemfrager - 3. September 2014

    Super!
    Was wird passieren wenn Russland in der Ukraine interveniert?
    Wird dann Russland für alles Verantwortlich gemacht?!
    Natürlich!
    Und wer braucht den Krieg?
    Wie immer: Der Westen
    Es gab nie eine Lösung der ökonomischen Krise des westlichen Kapitalismus ohne KRIEG.

    Der Grund warum Russland in der Ukraine nicht intervenieren darf!?
    weiter >>>

    • RedMoe - 3. September 2014

      “Was wird passieren wenn Russland in der Ukraine interveniert?”

      Wieso “wenn”? Russland hat längst eigene Streitkräfte auf ukrainischem Gebiet, das gibt Putin ja inzwischen selber zu, Deswegen sind die Putin-Fanboys ja inzwischen auf dem Trichter, dass man RT und dem Kreml bloß auch nix glauben soll, weil die selbstverständlich auch alle lügen, während noch vor ein paar Wochen behauptet wurde Putin würde ja stets nur die Wahrheit sprechen.

      • RedMoe - 3. September 2014

        Sorry, ich glaube ich habe das verwechselt. Putin bzw. das russische Verteidigungsministerium hat nur zugegeben, dass russische Soldaten da en masse im Urlaub sind. Das ist natürlich ganz harmlos.

        Die Youtube-Videos von russischen Fahrzeugkolonnen sind natürlich alle NATO-Fälschungen.

        • RedMoe - 3. September 2014

          Nein warte, das mit den Urlaubs-Eroberern waren die Separatisten selber, die das gesagt haben. So oder so gibt es wenig Grund, die Glaubwürdigkeit der Quelle in diesem Fall zu hinterfragen. warum sollten die Separatisten fläschlicherweise behaupten, dass Russland sie unterstützt? Die würden dadurch nichts gewinnen.

          • SLE - 3. September 2014

            Hallo RedMoe,

            aber zwischen Unterstützung aus “Russland” und Unterstützung der “Regierung Russlands” besteht wohl schon ein Unterschied. Leider wird in den Medien hier kein Unterschied gemacht und das ist das Problem, weil damit suggeriert wird, Moskau stünde hinter allem. Dass die Separatisten aus “Russland” unterstützt werden, wird niemand bezweifeln wollen. Es ist klar, dass auch Putin mit Tricks arbeiten kann und es sicher auch tut. Aber das muss man ihm dann jeweils auch beweisen können und genau das geschieht bisher so gut wie nicht.

            Grüße
            SLE

        • RedMoe - 3. September 2014

          https://www.youtube.com/watch?v=Uisl4gqfIl0 (Link ist inzwischen aber leider tot bzw. “private”) In einem anderne Forum wurde aber von den militärkundigen Usern gesagt, dass da Russki-Militär in der Ukraine klar bestätigt wird.

          Zu russischen Soladen im “Urlaub” gibt es, wie gesagt, keinen Grund den Wahrheitsgehalt der Separatisten-Aussage anzuzweifeln. Welchen Grund hätten die ihren einzigen Verbündeten durch solche Lügen anzuscheißen? Außerdem wäre Russland das erste Land der Weltgeschichte das in einer solchen Situation tatsächlich NICHT mitmischt und sich seine Felle zu sicher versucht. Hat Onkel Vladimir ja erst vor ein paar Monaten bei der Krim gezeigt, wo hier der Hase langläuft und bzgl. Ostukraine kann man da auch schon erahnen wo es nach seinen Wünschen langgehen soll (“Neurussland”).

        • kosh - 3. September 2014

          - … dass russische Soldaten da en masse im Urlaub sind. Das ist natürlich ganz harmlos.

          Richtig, russische Soldaten im Urlaub sind genauso harmlos wie Blackwater-Söldner im Auftrag des Imperiums.

          Die Amis auf Kurs
          Grüsse
          kosh

        • dank - 3. September 2014

          Zum Konvoi-Beweisfoto vom 21.08.2014 (angeblich für schweres Gerät aus Russland):
          Beweisfoto http://bit.ly/W4Uo9L Hier die Gegend in Google – angepasst in Entfernung Neigung etc pp. http://bit.ly/1q90KRr
          Warum richtet die NATO “ihre” Satelliten-Bilder nicht gen Norden (wie oben) aus? Schlechteres Zurechtfinden gewünscht?
          Warum “Beweis-Sat”-Karten vom 21.08.? Sehr alte Daten in digitalen Zeiten. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den Seps der Kessel zwischen Luhansk und Sverdlovs’k (http://bit.ly/1pIhtv5) geschlossen. Nähe Novoannovka (wo auch die Sataufnahme entstand)
          Was auf den Bildern zeichnet die Einheiten als russische aus? Die Kolonnen bewegen sich in einer Zangenbewegung nach oben (Norden, da die Karte verdreht ist). Und http://bit.ly/W51drK ist auch nicht zu vergessen. Das gibt diese Kolonnen mehrfach her… Dazu benutzten UA, Seps und RU die gleiche Militärtechnik.
          Wieder Aufnahmen einer privaten Firma…
          Poroschenko sagt in der Gegend von Mariupol’ gehts gerade (durch RU Militär) zur Sache – was hat das mit den “heutigen” Satellitenbildern zu tun?! Das ist weit weit weg und gerade viel aktueller als 21.08.
          Wenn die Zahlen von Lostarmour (http://bit.ly/W51drK) stimmen, dann ist eine Unterstützung von RU nicht nötig – also auf alle Fälle nicht mit schwerer Militärtechnik, denn bei den Bildern handelt es sich nur um die bekannt gemachten; eindeutigen. Teils auch mit Anzeige der Serien- und Militär-Nummern.
          T-72 Panzer in der Ukraine, obwohl die nie an die UA geliefert wurden?! Die Lösung: http://bit.ly/Z5pRKP und schon kann die NATO von Kriegsgerät letztens geliefert aus RU fabulieren… oder auch Videobilder mit diesem Typ lancieren: http://bit.ly/1lvCTLr ab 1:38. Woher kam die Invasion in Mariupol/UA: http://on.fb.me/1lj4I9Q
          Russische Panzer zerstören ganzen Ort – Poroschenko warnt vor “umfassendem Krieg” http://bit.ly/1ucgoe9 Ja, alles russische Panzer, russisches Fabrikat – keine russischen Truppen oder Verbände. Zu beachten ist, wie geschickt der Schreiber mit den Aussagen und Worten wie “mutmaßliche” und Anführungsstrichen (“hunderte”, ”tausende”, usw.) spielt – entweder um damit anzuzeigen, dass sich auch die Presse neu justiert oder um später eine weiße Weste zu haben, wenn die Rechnung kommt. Zur Wiederholung – in der UA fahren fast nur russische Panzer und russische Militärfahrzeuge durch die Gegend. Das bezieht sich zuerst einmal auf das Fabrikat. Historisch bedingt, aber dass mag bei einigen am Alter liegen, dass sie das nicht wissen können und bei anderen an bodenloser Ignoranz gegenüber den Fakten.
          Es bliebt dabei: „Die OSZE hat mitgeteilt, dass es dafür keine Beweise gebe.“ Nein: http://bit.ly/1qjFPeD Und nein: http://bit.ly/W2Uq1Y

          Beim dilettantischen Vorgehen des UA-Militärs war ein aktives Eingreifen des RUS-Militärs nicht nötig, die standen (in Lagern) “nahe” (20-50km) an der Grenze – Grenz- und Militär-Patrouillen waren sehr wohl auch Nähe der Grenze unterwegs, also alles sehr normal für ein Krisengebiet dieser Art. Poro und Jaz glaubten da mal einen Blitzkrieg hinlegen zu können, die Seps spielten mit, jammerten, und waren nach Aussage Kiews und MSM (die blöd genug sind, das alles so zu übernehmen – das trifft es nicht, die müssten, siehe Atlantikbrücke) bereits “vernichtet” und “gesäubert” – und kamen aus dem Nichts und des Nachts “plötzlich” zurück. So “plötzlich” das etliche Blogger aus UA und RUS seit Wochen ständig neue Karten anfertigen konnten und darüber berichteten, wie UA aufgehalten und zurückgedrängt wurden, wie bei den Seps umstrukturiert und neu formiert wurde und auch wie die Bevölkerung der Ost-UA sehr wohl hinter den eigenen Männern steht. (Links sind vorhanden und können gerne nachgereicht werden, falls die Seiten noch nicht bekannt sind)
          Die Strategie der Seps ist nachzulesen in: Die Kunst des Krieges (Sunzi) und damals war auch kein Putin und russisches Militär dazu nötig um damit Erfolge zu feiern – dazu haben einige Berater der Seps noch zu (sowjet)russischen Zeiten die Militärschulen der UdSSR/RUS/etc. besucht – die wissen genau was sie machen, denn die sind zu genau dem Ausgebildet worden was seit Monaten im Osten der UA herrscht: Krieg. (auch wenn EU/Nato/MSM/Kiew, das als ATO laufen lassen wollten -) Es ist ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung, noch schlimmer, zu Teilen gegen Bevölkerungsgruppen. Mitten in Europa (das ist das Kontinent, nicht der “Euroraum”).

        • SLE - 3. September 2014

          Hallo Steffen,

          ja, zu den Ermittlungen im Falle MH17 hört man nichts. Die letzte wirklich aufschlussreiche Meldung dazu – inklusive konkreten Angaben zum Ermittler-Team, zum Ablauf und den Aktivitäten desselben und ungefähren Zeitangaben – habe ich in der Süddeutschen vom 8. August gefunden. Hier der Link:

          http://www.sueddeutsche.de/politik/absturz-von-mh-wilde-verschwoerungstheorien-1.2082149

          Nicht abschrecken lassen vom irreführenden Titel!

          Darüber hinaus habe ich nur noch die Meldung gefunden, dass Fachanwälte – nach dem letzten Stand der Ermittlungen – es für kaum möglich halten, Russland oder die Separatisten für den Abschuss (den sie mutmaßlich begangen haben sollen) haftbar zu machen.

          Interessant ist i.d.Z. aber auch der Brief, den eine Gruppe von ehemaligen US-Geheimdienstlern (u.a. auch William Binney (NSA)) wegen MH17 an Obama geschrieben haben.

          http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP12614_180814.pdf

          Die kommen zum gleichen Ergebnis wie Du und ich sowie auch viele andere hier, nämlich dass es keine konkreten Hinweise auf einen Abschuss durch die Separatisten und/oder Rusland gibt.

          Grüße
          SLE

        • kosh - 4. September 2014

          Heute, 4. Sept., NZZ-Edel-PRopaganda. Auf S.5 ein ausschweifender Artikel über phöse russische Soldaten in der Ukraine und irgendwo mitten im Müll der leise Hinweis:

          - … Russen … von ukrainischen Truppen umzingelt und beschossen. Sie verloren die Orientierung, auch weil offenbar der Funkkontakt ausgefallen war. Es gebe amerikanische Brigaden, die den Funkverkehr störten. “Sie machen sofort alles stumm”, heisst es in den Protokollen.

          Alles ganz harmlos, oder? Keine Einmischung der EUSraEliten in den KRIEG gegen Russland. Weder US, EU, Nato noch der IWF. Weder mit Geld noch mit Truppen – alles ganz harmlos. Und die MH-17, die der Westen da runter geholt hat, ist keine Einmischung in den ukrainischen KRIEG, weil der KRIEG gegen Malaysia eine vollkommen andere Hausnummer ist.

          Die Amis auf Kurs
          Grüsse
          kosh

      • dank - 3. September 2014

        “Russland hat längst eigene Streitkräfte auf ukrainischem Gebiet, das gibt Putin ja inzwischen selber zu, ”
        Ist das so? Diese Verlautbarung wäre mal sehr interessant; ein Link ebenso – aber bitte nicht die 10 Fallschirmspringer – die nicht mal richtig bekleidet waren. Die haben die Ukies sicherlich nicht neu angezogen vor den Fotos:

        10 “Fallschirmjägern”: Warum die Anführungsstriche? Die Bilder der Luftlandeeinheiten http://bit.ly/1udBfPc tragen unterm Tarnzeug immer ein blau weiß gestreiftes Unterhemd (dies sind da richtig stolz drauf) – die Telnjaschka http://bit.ly/1tq594T – das machen die Gefangen aber nicht. Hier nicht http://bit.ly/1rEVpUF und hier nicht http://bit.ly/1qNKMfC –> andere Einheit, wenn überhaupt Kampftruppe, da keine einheitliche Kleidung. Analyse der Aussage der 10: http://bit.ly/1q60keY Die 10 “Fallschirmjäger” dürfen ohne Anklage (die großmundig angekündigt wurde) nach Hause: http://bit.ly/1tLbrL6 Vermutlich wurden beim Treffen von P&P im Hintergrund diskrete direkte Worte gesprochen.

        Das Gerede von Fanboys ist sicherlich nicht zielführend – also trieft vor Voreingenommenheit.
        Wer Krieg spielen will, kann sich gerne eine Waffe in UA aushändigen lassen und gegen die angeblichen russischen Truppen marschieren. Aber dann nicht enttäuscht sein… Poroschenko wird sich trotzdem bedanken.

        Daran ist dann zu erkennen, ob und wenn Russland in der Ukraine einmarschiert ist: http://bit.ly/1qjQrKu

      • dank - 3. September 2014

        Das Thema des Interviews… – und ja, es gibt Medien die sich bei einer Falschmeldung berichtigen.
        Mit Videomitschnitt und Erläuterung darunter. http://bit.ly/1pJoJru
        Auffällig ist hier wieder Shaun Walker – der schon die 23 Fahrzeuge starke Phantomarmee über die UA-RUS Grenze phantasierte (oder auch nur schob). http://bit.ly/1pbRpYg & http://bit.ly/1ClB9Ka und danach wieder zurückrudern lies: http://bit.ly/1vHqZlq
        Starker Mann, denn Namen sollte man sich merken, wenn Regierungen einen neuen linientreuen Pressesprecher suchen, solange Beweise fehlen.

  • leser - 3. September 2014

    Die Russen, bzw. Putin sind sehr schlaue Schachspieler und die EUSA Dumpfbacken können nicht mithalten. Man will mit aller Gewalt die Ukraine zu einem NATO-Land machen. Erst die “orangene Revolution” mit der Gas-Prinzession Timoschenko, klappte nicht, dann halt Georgien und die Untersützung der radikal-Islamisten. Dann wieder die Ukraine mit ihren Clowns Jaz und Klitschko.
    Was mich echt ärgert: Es ist so durchschaubar und verlogen und man gibt sich nicht mal mehr Mühe es professioneller zu tarnen. Vermutlich hat man aus 9/11 gelernt. Man scheibe 100 Verschwörungstheorien nach und schon sind alle verwirrt.

  • Rolmag - 3. September 2014

    Mittlerweile ist es nur noch Propaganda, mit dem ÖR als Vorreiter.

    So durfte gestern ein Herr Breitschuster ein übles Hassinterview gegen Putin und Russland geben und wurde als Russlandexperte verkauft.

    Aber kleiner sagt einem, dass Herr Breitschuster Preisträger des reaktionären Erika Steinbachs Vereins der Heimatvertriebenen ist. Die Steinbach, die bei uns immer in die Nähe von Hitler gerückt wird aber deren Paladine sind gut genug um, hier antirussische Propaganda zu machen.

    Noch schockierender als diese verbrecherische Verantwortungslosigkeit ist für mich die Tatsache, dass die Deutschen mehrheitlich darauf hereinfallen!

    In Bezug auf seine Mächtigen ist das Volk der Deutschen derart naiv und blöde, dass es brummt mit eher zunehmender Tendenz, nichts gelernt aus der Vergangenheit!

    Wer seine Bürger so mit Propaganda zumüllt, um sie besser ausbeuten zu können und sich gefügig zu machen verblödet sie und wird in nicht allzu ferner Zukunft große Probleme bekommen, den Hypersozialstaat weiterhin mit den nötigen wachsenden Unsummen zu füttern!

  • Hunsrückbauer - 3. September 2014

    Rusland muß fallen um dem bestehenden Geldsystem weitere Expansion zu ermöglichen. Das Kreditvolumen in Europa sind rückläufig, Europa ist in der Deflation gefangen, das ist der drohende Kollaps des bestehenden Systems inkl. seiner Machtstrukturen. Weniger Kredit = weniger Schulden = weniger Schuldner = weniger Möglichkeiten Macht auszuüben und welcher Zwingherr läßt sich seine Macht beschneiden? Die Zwingherren (Staaten sind nur die Administratoren) suchen nach Möglichkeiten, das zwingen können, aufrecht zu erhalten, gar auszuweiten, dazu gehören Propaganda und Feindbild und letztlich Repressionen, vermeintlich gegen RUS, in Wirklichkeit treffen die von USrael initiierten Sanktionen das deflationäre Europa und damit Merkels Austeritätspolitik. Es werden weitere Repressionen folgen, von der Zwangsfianzierung der illegalen NATO-Osterweiterung, über mögliche Zwangsrekrutierungen, Renten- und Pensionskürzungen, etc. Die Zwingherren lassen sich ihre Macht nicht nehmen es sei denn, wir entziehen ihnen die Grundlage – unsere Mitarbeit und das geht so: sich kollektiv für einen Monat dem System verweigern, gelber Schein, Konsum verweigern, Liquidität der Banken kappen durch Abheben des “überschüssigen” Lohns unmittelbar nach EIngang, etc. Machbar wäre das aber eben auch schmerzhaft…..denn es gälte eine kurze Frist wild um sich schlagender Zwingherrschaft (staatliche Organe) auszuhalten. Die Angst davor läßt uns weitermachen und so werden wir eine lange Zeit zunehmender Zwingherrschaft ertragen müssen……

    • Eurelios - 3. September 2014

      Europa ist in der Deflation gefangen, das ist der drohende Kollaps des bestehenden Systems inkl. seiner Machtstrukturen. Weniger Kredit = weniger Schulden = weniger Schuldner = weniger Möglichkeiten Macht auszuüben und welcher Zwingherr läßt sich seine Macht beschneiden?

      Schaut man in der Geschichte zurück so kommt man doch zu der Erkenntnis das es
      schon immer so war das ein Kollaps des Geld/Wertesystem verhindert wurde das
      man einen militärischen Konflikt anzettelt. Denn Krieg zerstört die realen Werte und
      macht die Masse der Menschen willig für einen Neuaufbau (nach Vorgaben der
      der Geldeliten) danach.
      Das dies zur Vernichtung sehr vieler Menschenleben führt ist den wenigen Oligarchen
      (ob West oder Ost) egal.

  • Skyjumper - 3. September 2014

    Money makes the world go round!

    Die ganze westliche Welt (und nicht nur die) sucht verzweifelt nach weiteren Investitions- und Konsumausgaben um ihren knirschendes Systemgebilde am Laufen zu halten. Und welches bodenlose Fass würde sich am stärksten anbieten? Richtig: Die Rüstungsausgaben. Völlig sinnbefreit und jedes Jahr aufs neue lassen sich hier gigantische Summen versenken. Auch das dürfte mit einer Aspekte sein die man beachten sollte wenn man sich das seit einigen Jahren wieder deutlich zunehmende Säbelgerassel betrachtet.

    USA, Japan, die meisten Schwellenländer sowieso (letztere aber eher im bedeutungslosen Maßstab) steigern die Militärausgaben. Auch das doppelböse, aggressiv-expansive Russland hat es durch deutliche Steigerungen in den vergangenen 3 Jahren geschafft auch endlich wieder soviel Geld für die Rüstungs auszugeben wie das doppelgute, pazifistisch-neutrale Deutschland (nämlich beide rund 600,- $/Kopf in 2013).

    Aber das ist sicherlich noch steigerungsfähig. 1985, also kurz vor Ende des kalten Krieges, hatte Deutschland einen Verteidigungshaushalt in Höhe von 26 Mrd.€ bei einem Gesamtetat von 131,5 Mrd.€, also 19 %..
    Um da wieder hinzukommen müssten/sollen/dürfen wir den aktuellen Verteidigungshaushalt von 31 Mrd.€ immerhin fast verdoppeln. Da hüpfen die Rüstungsindustrie und die Finanzindustrie aber vor Freude.

    Und wenn ich jetzt ganz böse bin, dann stelle ich in den Raum, dass das ja nur der Verteidigungshaushalt ist. Hör ich mir diese unsäglichen Kriegstreiber wie Gauck, Brok, Röttgen u.a. aber so an, dann brauchen wir zusätzlich zum Verteidigungshaushalt schnellstens noch einen Angriffshaushalt. Dazu vielleicht noch einen “Waffen-Verschenke-Haushalt” – hach, es ist doch herrlich wie man mit solchen Summen die Konjunktur ankurbeln kann. Und das völlig ohne Nachhaltigkeit. Immer wieder und immer wieder.

  • dank - 3. September 2014

    Gelogen und gedruckt – so läuft das jetzt:
    “Zuvor hatte sich Poroschenko in Kiew überraschend zu einer Waffenruhe bereiterklärt.”
    Überraschend?! Ja, vielleicht haben die massiven Geländeverluste in der Ostukraine und auch die Tausenden von Toten UA-Soldaten damit zu tun – oh, also die Vermissten und Desertierten (in Kiew-Neusprech) sind natürlich gemeint.

    “Um den Waffenstillstand hatte es stundenlange Verwirrung gegeben. Zunächst hatte der Kreml mitgeteilt, dass Putin und Poroschenko bei ihrem Gespräch über einen Ausweg aus der Krise beraten hätten. Details wurden dabei nicht genannt. Wenig später überraschte Poroschenko mit der Mitteilung, er habe mit Putin “eine dauerhafte Waffenruhe” vereinbart.”
    Wäre Poro ehrlich geblieben, dann häts wohl keine Verwirrung gegeben – aber er braucht jetzt dringend Erfolge, wie auch Jaz diese benötigt.

    Wann der waffenproduzierende Schokoladenlügenbaron wohl auf die Nase fällt:
    “Nach einem Dementi aus Moskau milderte Kiew seine Mitteilung unkommentiert ab. Das Präsidialamt strich den Zusatz “dauerhaft” und informierte nur noch über ein vereinbartes “Regime der Feuerpause”, wie wenig später auf der Internetseite der Behörde zu lesen war. Die Änderung auf der Webseite wurde nicht kenntlich gemacht, und die Uhrzeit der Veröffentlichung blieb unverändert.”
    Wie immer – danach noch rummanipulieren.

    Schnapsidee einer Mauer – 2000 km lang – wer soll das bezahlen, wer hat… Halt, die EU macht das mit der NATO.
    “Zugleich wurden Pläne der Ukraine laut, entlang der Staatsgrenze zu Russland eine rund 2000 Kilometer lange Mauer zu bauen. “Wir wollen einen echten Schutz”, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk.”
    Ja, ja, die DDR hat damals auch einen antifaschistischen Schutzwall errichtet – mit Mauer und den ganzen Tötungsgerät. Zum Schutz seiner Bürger (vor unfreiwilliger versehentlicher Ausreise). Jaz ist irgendwie nicht auf der Höhe der neuzeitlichen Militärtechnik – das war vielleicht in China damals noch ein toller Vorteil, aber jetzt gibt es Flugzeuge. Aber das wissen die auch schon, wie MH17 bewiesen hat…
    Bei diesem Mann muss es sich um Fanatismus (oder Todesangst) handeln – so etwas Unausgegorenes in der Öffentlichkeit verlautbaren zu lassen. Außer den Errichtungskosten, muss das Ding auch bewacht, besetzt usw. usf. sein und ins Meer kippt er dann Seeminen und Schiffsperren. Gehts noch?

    http://www.n-tv.de/politik/Putin-haelt-Einigung-schon-in-Kuerze-fuer-moeglich-article13542176.html

    Bin sehr gespannt wie sich die Nato und EU aus der Gemengelage winden ohne Gesichtsverlust – aber sollte andererseits bei den MSM-Lesern kein Problem sein… Freu mich schon auf die Enthüllungen, die alle nach einem Waffenstillstand, samt Frieden kommen werden. Aber mehr freu ich mich, wenn da wieder Frieden eingekehrt ist – das System wird sich danach auch selbst reinigen. Wer keinen Erfolg für die Sache (des Westens) verbucht hat, wird sich aus der Geschichte verabschieden dürfen. Gründe finden sich immer.

    • SLE - 3. September 2014

      Hallo dank,

      ich denke, für das plötzliche Einlenken Poroschenkos gibt es eine viel profaneren Grund, nämlich den neuen IWF-Bericht zur Lage der Ukraine.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/iwf-befuerchtet-immense-wirtschafts-risiken-fuer-die-ukraine-a-989517.html

      Der sieht die ukrainische Wirtschaft – vor allem wegen der abstürzenden Produktion im Osten – dieses Jahr bei einem Minus von bis zu 7,25% und – jetzt kommt das Entscheidende – bis Ende 2015 über die bereits bewilligten Kredite im Volumen von 17 Mrd Dollar hinaus einen zusätzlichen Bedarf an finanziellen Hilfen im Umfang von 19 Milliarden Dollar, WENN die Kämpfe im Osten andauern.

      Wie ich bereits im Post “Desaster mit Ansage: Wann platzt die Politik-Blase der Ukraine” festgehalten habe, führt Kiew einen Krieg, den es sich überhaupt nicht leisten kann. Jetzt haben wir es vom IWF amtlich.

      Viele Grüße
      SLE

  • JL - 3. September 2014

    Seit Jahren versucht die USA nun schon den Eurasischen Raum unter Druck zu setzen.

    Auf der einen Seite versuchte man schon länger über die Ukraine (z. B. orangene Revolution) dauerhaft einen Fuß zurück in die russische Tür zu bekommen, auf der anderen Seite glaubt man China durch Inselstreitereien und Nationalitätenkonflikte (Tibet) Destabilisieren zu können.

    Der amerikanische Sinn dieser „Übung“ ist letztlich nichts anderes, als verlorenen Einfluß in Russland und China zurück zu erlangen. Dieses Bestreben ist- aus amerikanischer Sicht- umso wichtiger, da die BRICS eine politisch wie finanzwirtschaftlich tatsächliche Bedrohung amerikanischer Interessen darstellen. Es ist sicher Unzweifelhaft, daß Russland auf dem internationalen Parkett zurückgekehrt ist, aber auch Chinas Einfluß im asiatischen Raum stetig zunimmt. Hier steht also zum einen die bisherige amerikanische politische Übermacht zur Disposition. Das andere-genauso dramatisch- ist die Unterwanderung des Dollars als Weltreservewährung. Fällt die amerikanische Währung in die Zweitklassigkeit zurück, ist das Vertrauen weg- und damit das einzige, was nun mal eine ungedeckte Währung hat.

    Bemerkenswert ist aber die erfolgreiche Einbindung Europas und Japans in amerikanische Interessen. Das scheint Sinnwidrig. Streicht man aber das „amerikanische“ bleiben nur noch Interessen übrig. Und schon wird es wieder Logisch. Man versucht also gemeinsam die De- Globalisierung (wirtschaftlich wie währungstechnisch) aufzuhalten, offenbar schafft es der selbsternannte Weltpolizist allein nicht mehr.

    Dabei hat sich die Entwicklung in der Ukraine zu einem direkten Kräftemessen zwischen China und Russland auf der einen Seite und dem Westen auf der anderen weiterentwickelt. Ein Rückzieher, von wem auch immer, bedeutet dabei einen erheblichen „Gesichtsverlust“.

    Im Sinne vereint wird man sich also zukünftig gemeinsam ruinieren- es sei denn, es regnet Hirn.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • JL - 3. September 2014

    Bemerkungen zu MH17:
    http://www.epochtimes.de/MH-17-Update-Endbericht-ueber-die-Tragoedie-erst-im-Sommer-2015-a1179213.html

    Bis dahin dürfte das Thema weitgehend in Vergessenheit geraten sein. Das eine BUK-M1 Rakete sich aber nicht 10.000 Meter hochschrauben kann, sollte mittlerweile auch bekannt sein.

    Aber wenn man nur den Fernseher einschaltet…..

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Querschuss - 3. September 2014

      Hallo JL,
      eine BUK M1 kann sich sogar deutlich über 10000 Meter hochschrauben.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Buk_M1

      Gruß Steffen

      • Frankenfurter - 4. September 2014

        Viktor Timtschenko hat in seinem Kommentar auf “Hintergrund.de” gestern eine Frage an die Flugsicherheit in Kiew gestellt, auf die ich zuvor noch nicht gestoßen bin.
        “Zufälligerweise ist so ein ukrainischer Komplex [BUK -Waffensystem] in der in Frage kommenden Zone stationiert, und Russen präsentierte Beweise, dass dessen Radare zur Tatzeit arbeiteten. Russische Medien stellten auch etwas kniffligere Fragen: Wenn ukrainische Machthaber schon viel früher wussten, dass die zu allem fähigen Separatisten über „Buk“ verfügen, warum haben sie nicht den Raum über den betreffenden Gebieten für den zivilen Luftverkehr gesperrt? Wenn sie diesen Raum aber nicht gesperrt haben, spricht das vielleicht dafür, dass Separatisten nie „Buks“ besaßen?”

      • dank - 4. September 2014

        Hallo Frankenfurter,
        der Gedanke dazu stammt aus dem hier verlinken Video http://bit.ly/1pJoJru und diese Gedanken wurden vom Separatistenkommandeur Aleksandr Khodakovsky ausgesprochen – was später durch die MSM als Tatsachenaussage verrissen wurde. Er spielte durch, was gewesen wäre wenn die Seps Buk besäßen hätten, wie der Transport hin und zurück aus RUS, wie die Reaktion aus Kiew hätte sein müssen, die es angeblich ja dann gewusst hätten (weil es ja diese angeblichen Beweisvideos gab), und wie es insgesamt abgelaufen wäre. War der Versuch, den Beschuldigungen mit Logik zu begegnen. Es handelte sich da nicht um einen Tatsachenbericht, sondern um eine Hypothese, die von Reuters dann ausgeschlachtet wurde. Dazu kamen noch diverse Übersetzungsfehler und (beabsichtigte) Auslassungen und schwups war das Geständnis produziert – wie die Massenvernichtungswaffen (schöner Film hierzu: Fair Game – Nichts ist gefährlicher als die Wahrheit – kam “zufällig” gestern abends in der ARD + Aktion Curveball: http://bit.ly/1oeHKlg) oder die Brutkastenlüge http://bit.ly/YdrFkP. Ferner die Giftgas-Geschichte gegen Assad (die 1:1 so ablief wie bei Saddam – mit BND [der sich niemals schämt], mit einen Außenministerschreihals aus USA, ohne Beweise, nur mit Vermutungen und Indizien, mit zweifelhaften Telefonmitschnitten). Aber das sind alles andere Geschichten.
        Grüße&
        dank

    • SLE - 3. September 2014

      Hallo JL,

      aber immerhin steht in dem Artikel auch, dass nächste Woche ein vorläufiger Bericht veröffentlicht werden soll, der sich auf Auswertungen der Blackbox sowie von Satelliten- und Radaraufnahmen u.ä. stützt.

      Viele Grüße
      SLE

    • Skyjumper - 4. September 2014

      @ JL
      Eine der negativen Begleiterscheinungen dieser ganzen medialen Propagandashow durch alle Seiten ist, dass man mittlerweile zum “Fachmann” für militärisches Gerät mutiert.

      Ich nehme an Sie verwechseln dort was. Die BUK M1 hat eine Abfanghöhe von deutlichst über 20 km. Die Reichweite beträgt 35 km (beide Angaben bezogen auf den ersten M1 genannten Typ). Was dagegen tatsächlich nicht so hoch fliegen kann sind die, auch immer wieder als mögliche Abschußursache genannten Kampfflugzeuge vom Typ SU25. Und um den ganz genauen Lesern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ja, es gibt EINE Modifikation der SU25 die das schafft, aber über diesen Typ verfügt die Ukraine nicht. Wenn also ein Abschuss durch Jagdflieger, dann entweder durch einen anderen Typ (die Ukraine hat da durchaus genug), oder aber, wenn es denn unbedingt eine SU25 sein sollte, dann durch eine russische.

      Letztlich spielt das aber gar keine so große Rolle. Entscheidend erscheint mir: Das Verwirrspiel hat funktioniert. Jeder (gilt natürlich auch für mich) weiß was, glaubt noch mehr zu wissen, und kann kaum noch erkennen wo und wann er in die Irre geleitet wird.

      • dank - 4. September 2014

        Nur kurz zum Verwirrspiel Su-25:
        Hat Moskau angegeben, evtl. auch mit Hintergedanken des Outings von Kiew “War aber keine Su-25 sondern eine…”. (Zudem zeigte RUS nie sein ganzes Wissen) Das mit der Dienstgipfelhöhe ist soweit korrekt. Inwieweit in der Ukraine diese aufgemotzten Modelle herumstanden, ist nicht bekannt. Schließlich gabs auch die alten modifizierten T-72 Panzer vor dem Import dort nicht http://bit.ly/Z5pRKP. Dazu kann die Su-25 mit der richtigen Bewaffnung ein ziviles Flugzeug auf 10 km Höhe ohne weiteres zur Landung zwingen (Luft-Luft)… oder dann vorher auf Augenhöhe komplett abschießen.
        Das ein zweites Flugzeug bei MH17 war ist nach dem russischen Zivilradar sicher – Typ – Flughöhe etc. nicht. Da es keine weiteren Veröffentlichungen über dieses Flugzeug gibt, hat einen faden Beigeschmack.

      • JL - 4. September 2014

        Hallo Skyjumper,

        ja, da haben Sie Recht. Nicht die BUK- Systeme haben eine beschränkte Höhe unter 10.000 Meter, sondern die Raketen der Separatisten. BUK- Raketen haben die gar nicht. Deshalb sollte ja auch Russland die heimlich (oder Unheimlich?) mal irgendwie hin- und zurück geschmuggelt haben, was sich dann mal wieder als unwahr entpuppte.

        Man kommt schon ganz durcheinander bei diesen ganzen Lügengebäuden.
        Danke

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

    • dank - 4. September 2014

      Zu den 10 km: ManPADs kommen nicht so hoch – das ist soweit korrekt und mit diesen haben die Seps auch etliche, meist Bodenkampfflugzeuge, Hubschrauber etc. abgeschossen. da war etwas zwischen 4-6 km als maximale Höhe angegeben.

  • Hartwig - 3. September 2014

    Bemerkenswerte Diskussion.

    Hier ist meine Version:
    Den USA ist TTIP und TISA viel wichtiger. Fällt die EU darauf herein, haben ihre Mitgliedstaaten via Lissabon ihre Souveränität aufgegeben und dann hat zusätzlich via TTIP/TISA das EU Recht auch aufgehört zu existieren. Das ist ein unconditional surrender ohne Krieg.

    Insgesamt stimme ich dem Artikel daher zu.

  • dank - 3. September 2014

    hier das Interview mit dem Rebellenkommandeur Aleksandr Khodakovsky – in voller Länge. Ein anderes hat er in den Tagen nicht gegeben. Ist alles schön im Artikel erklärt, über was gesprochen wurde. http://bit.ly/1pJoJru Bei Zweifeln einfach mal einen Muttlersprachler fragen und schon ist die MSM-Story nur noch verdrehte Wahrheit – also Lüge.
    Auffällig ist hier wieder der “Journalist” Shaun Walker – der schon die 23 Fahrzeuge starke Phantomarmee über die UA-RUS Grenze phantasierte (oder auch nur schob). http://bit.ly/1pbRpYg & http://bit.ly/1ClB9Ka und danach wieder zurückrudern lies: http://bit.ly/1vHqZlq Starker Mann, denn Namen sollte man sich merken, wenn Regierungen einen neuen linientreuen Pressesprecher suchen, solange Beweise fehlen.

    “Um zu sehen, was man von den “Separatisten” oder neuerdings “Föderalisten” :) zu halten hat empfehle ich übrigens den Weltspiegel von gestern Abend – besonders die Demütigung der gefangenen Soldaten.”
    Aha, zu dem Thema soll jetzt eine youtube-Schlacht losgetreten werden, oder was soll das? In der Ostukraine herrscht Krieg. Es wird nach diesem Krieg sehr interessant werden, was über die Freiwilligen-Bataillone bekannt werden wird, und nicht nur über diese. “Demütigung der gefangenen Soldaten”? Wir sprechen hier von in Wohngebieten zerrissenen Zivilisten, teils in den letzten Atemzügen mit dokumentiert – weil es sonst Betonköpfe im Westen nicht glauben. Beispielsweise werden hier Ukie-Soldaten die Ergebnisse ihrer Beschüsse vorgeführt: (18+) http://bit.ly/1tudPYd “Sie erklären daraufhin, dass sie das nicht wussten, die Befehle befolgten und niemand ihnen gesagt hätte was da wirklich geschah. Einfach blind geschossen.” (ruhig mal von einem Muttersprachler übersetzten lassen). DAS sind Bilder, die in die Netzhaut brennen. Soldaten sind Menschen, aber trotzdem williges Werkzeug ihrer Herren. Diese Demütigungen sind sicherlich nicht angenehm doch gegen Verstümmelung und Tod als mild zu bewerten. Zivilisten sind Menschen, ohne Wenn und Aber. Das der feine Unterschied. Die einen haben das in ihren Job mit einzukalkulieren (nein?) – Zivilisten aber nicht in ihr Leben.

  • DL - 4. September 2014

    In der Beschreibung zum Weltspiegel in den Links von Querschuss (“hüpfende Gefangene”) wird angegeben, das Film-Material sei von einem ARD-Kamerateam, welches eine Woche lang mit ATO-Kämpfern in Ilovaysk im Kessel saß.

    Es scheint, dass größere Teile der Weltspiegel-Sendung mit russisch/ukrainischen youtube-Filmen identisch sind.

    Arbeitet die ARD mit nicht exklusiv filmenden lokalen ATO-Mitgliedern zusammen, die auch auf youtube veröffentlichen dürfen?

    Oder ist das alles ARD-Studio-Arbeit auf der Basis frei zugänglicher zusammengesuchter youtube- Quellen….?

    Viele Grüße DL

  • dank - 4. September 2014

    Nachgelegt:
    Russland vs. NATO: Droht ein neuer Kalter Krieg? | Monitor | Das Erste | WDR http://bit.ly/1rNe4NZ zum letzten Satz des Moderators: Die Krim und das Völkerrecht
    Kühle Ironie der Geschichte http://bit.ly/1iP99WA
    Die Invasions-Ente http://bit.ly/WcMY49
    Grüße&
    dank

  • Georg Trappe - 4. September 2014

    NATO Invasion in der Ukraine geplant:
    http://www.dw.de/moskau-nato-man%C3%B6ver-eine-provokation/a-17898190

    Ich fasse es nicht!
    Die Idiotie beginnt aus allen Ecken und Ritzen zu quillen.

  • Holly01 - 4. September 2014

    Schön, daß sich hier beide Seiten begegnen, also beide Positionen der Diskussion.
    Schade, daß der Stil so sehr schwach ist.
    Die Inhalte der Befürworter waren von Anfang an sehr schwach. Es fehlt an Ehrlichkeit. Die pro Argumente sind wirtschaftlicher Art und erscheinen damit eher unmenschlich.
    Ich denke sie sollten trotzdem benannt werden.
    Diese (für mich und meinen Eindruck) kindlich verstockte Form des Diskurses finde ich ansonsten sehr sehr aufschlussreich.
    Zum einen entlarvt es meine eigene Schwäche. Ich unterstelle oft (und gerne) es seien auf der pro Seite Agitatoren, die wider besserem Wissen pro seien. Ich fühle mich ein gutes Stück weit erwischt.
    Erwischt, weil es mir selten in den Sinn kommt, wie sehr sich die Menschen, die der Argumentation der Medien folgen, von mir beleidigt fühlen — müssen –.
    Schliesslich ist die Grundposition die ich einnehme sehr einfach:
    Pro sind nur Agitatoren und Idioten.
    Damit mach ich jeden, der pro ist und selbst kein Agitator/Verführer/Propagandist ist zum Idioten.
    DAS ist dumm von mir.
    DAFÜR möchte ich mich hier entschuldigen.
    Es tut mir vor allem deshalb leid, weil ich es aus mangelnder Einsicht so Rücksichtslos betrieben habe.
    Es GIBT Menschen, die einfach nur der Meinung sind, der Westen und Deutschland seien das bessere System. Und wenn sich andere dem besseren System anschliessen möchten, dann ist das legitim. Die Unterstützung dieser Anschlusswilligen ist ebenfalls legitim, es ist schliesslich kein Grund zur Trauer, wenn man Zulauf von Befürwortern hat.
    Das es da immer 2 Meinungen gibt (bei den Ländern, die mögliche Aufnahmekandidaten wären), überrascht wahrscheinlich niemanden.
    Das der Umgang der beiden Lager in den jeweiligen Ländern auch einmal zweifelhafter Natur ist, das kann sein, aber es ist nicht unser Problem.

    Ich möchte den Befürwortern nur eines an Herz legen:
    Lassen Sie vielleicht einmal den Gedanken zu, daß es abseits der bedauerlichen Vorkommnisse mit ungeklärtem Hintergrund, vielleicht eine rote Linie gibt, einen Handlungsfaden. Vielleicht sind die Befürworter nicht pro westlich, sondern nur egoistisch und suchen den fetteren Futtertrog.
    Das wäre ja noch legitim, denn das tun wir alle.
    Aber die Befürworter in der Ukraine tun das auf unsere Rechnung und (nach meiner Meinung) gegen die Interessen ihrer eigenen Bevölkerung. Dazu kommt, daß diese Befürworter in der Ukraine ihre egoistische Agenda in Blut schreiben, es ist das Blut ihrer eigenen Bevölkerung.
    DAS ist seit dem DoppelWK in Europa unüblich und das finde ich gut und ich denke das sollte in Europa auch nicht akzeptiert werden.

  • Holly01 - 4. September 2014

    Background von Hr. Flassbeck zur Frage: Wem gehört die Welt …. ich denke sehenswert:

    https://www.youtube.com/watch?v=7ONqIpU1UfI

  • MFK - 4. September 2014

    Das erstaunliche an der Berichterstattung im MSM ist doch, dass hier die Ukraine als Hort der demokratischen und zivilisierten westlichen Welt aufgebaut wird, die es gegen Russland zu verteidigen gilt. Kein Wort darüber, dass Jazenjuk ein Ministerpräsident von Nulands Gnaden ist, kein Wort darüber, dass Poroshenko unter Ausschluss der russischsprachigen Bevölkerung im Osten gewählt wurde, kein Wort darüber dass die sog. Übergangsregierung als erste Amtshandlung russisch als regionale Zweitsprache abschaffen wollte, kein Wort über die Rolle des Rechten Blocks beim Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten, kein Wort über die rechtswidrige Absetzung des Verfassungsgerichts, kein Wort über die Rolle der Oligarchen, Korruption im Lande u.s.w. Nein, die Ukraine ist kein Hort westlicher werte, die es zu verteidigen gilt.

    • Holly01 - 4. September 2014

      Deutschland auch nicht ……………………..

      Es gibt aber nun einmal eine riesige Menge Menschen, die sich das alles nicht fragen. Es gibt eine riesen Menge an Menschen, die sich informieren, indem sie nur die MSM konsumieren.
      Es gibt eine riesige Menge Menschen, die davon ausgehen (es voraussetzen) das sie durch die MSM mehr oder weniger adäquat informiert werden.
      Sollte das nicht der Fall sein, setzen diese Leute daraus, daß sich das MSM-System selbst reguliert, d.h. dann werden sie es wo anders lesen.

      Viele wollen, können nicht den Schritt gehen, sich selbst und die Umgebung zu fragen: funktioniert das Alles auch?

      Wir sind in der Situation vom 14. Jahrhundert. Die Alphabetisierung der Mittelschicht (großartig Renaissance genannt).
      Der Informationssprung hat Europa direkt in die Reformation und in 200 Jahre Glaubenskrieg gestürzt.
      Das Internet ist eine Renaissance der Neuzeit. Der Informationshorizont von vielen Leuten springt nach hinten weg. Man sieht mehr.
      Es ergibt sich aber auch eine ganz neue Front. Ein Informationsriss in der Gesellschaft.
      Es geht — nicht — um Inhalte, es geht um den Erwerb der Inhalte.

      Die Grundsatzfrage laute also :
      Wenn ich mich im Internet informiere weiss ich mehr, aber weiss ich nur mehr Lügen und Müll oder weiss ich mehr Wahrheit?
      Wahrheit ist aber nicht definiert, sie ist nicht allgemein, sie ist nicht fest gelegt.
      Wahrheit ist individuell. Wahrheit ist das was ich in meinem Wertesystem als “wahr” kennzeichne.
      Mein Wertesystem ist aber nicht übertragbar.
      Meine Wahrheit — kann — garnicht die Ihre sein. Denn Sie haben selbst verständlich Ihr Wertesystem.

      Wir machen eine Front auf, die vom Inhalt : “kein Krieg!!” wegführt.
      “Kein Krieg” muss auch für MSM-Leser möglich sein.

      • Holly01 - 4. September 2014

        Ein Beispiel für Wertesysteme und ihre Verankerung in Gesellschaften und Einzelpersonen:

        http://www.heise.de/tp/artikel/42/42683/1.html

        Man hört, was man hören will, das ist menschlich nachvollziehbar.

      • Skyjumper - 4. September 2014

        “Wir machen eine Front auf, die vom Inhalt : “kein Krieg!!” wegführt.
        “Kein Krieg” muss auch für MSM-Leser möglich sein.”

        Ist das so? Meines Erachtens nach führen wir bereits längst einen Krieg. Zwar wird in diesem Krieg zwischen Russland und dem Westen noch nicht unmittelbar mit Gewalt agiert, aber wir befinden uns längst im Medien-, Wirtschafts- und Finanzkrieg. Die Anwendung physikalischer Gewalt ist da “nur” eine weitere Eskalationsstufe. Und auf diese Eskalationsstufe werden wir gedanklich und moralisch vorbereitet durch die derzeit durchgeführten Kriegsstufen.

        Krieg bedeutet das Durchsetzen eigener Ziele eines Kollektives gegen den Widerstand eines anderen Kollektives. Also eine Nichtberücksichtigung/Akzeptanz anderer Ziele/Moral- und Wertevorstellungen. Und genau diesen Krieg führt der Westen mit zunehmender Intensität. Wir erheben unseren Werte- und Moralkodex zum Dogma für die Welt. Wer sich dem in den Weg stellt wird isoliert und/oder vernichtet.

        Warum treffe ich diesen Vorwurf primär gegenüber dem Westen? Weil der Westen im Moment das einzige Kollektiv ist welches nicht nur den Willen zu einem solchen Vorgehen hat, sondern auch die Mittel es umzusetzen. Und diese Mittel werden brachial umgesetzt.

    • zykliker - 4. September 2014

      Missverständnis: Die Westlichen Werte der Bergpredigt und der Aufklärung gibt es schon eine Weile und bis auf weiteres nicht mehr (oder nur noch in den Vorstellungen von uns “Kleinkindern der Macht”); warum?

      Eine Gesellschaft, die so erfolgreich war wie die westliche in den letzten 200 Jahren (nicht nach objektiven, aber nach den Maßstäben der Oberschicht, und selbst für viele aus dem Rest ist der erreichte Wohlstand ein sowohl rückblickend als auch vorausschauend singulärer Sonderfall), hat keine neuen Horizonte mehr, hinter denen neue Herausforderungen locken könnten. Ein “Gutes Leben für alle” ist für die Oberschicht kein lohnenswertes Ziel – da viel zu preistreibend für die eigenen materiellen Annehmlichkeiten- und kommt auch aufgrund intellektueller Beschränktheit nicht auf den Schirm. Auch diese Schicht definiert Erfolg nach primitiven vulgärmaterialistischen Kriterien. Vermeintlich geistreiches Parlieren wie im alten Feudalismus und seinen bildungsbürgerlichen Nachäffern ist ersetzt durch die Länge der Yacht. Wer sich nicht mehr anstrengen muss, um für ein noch besseres Leben zu kämpfen, stumpft ab und verblödet, wie man das auch an vielen verwöhnten Individuen besichtigen kann. Wenn man also “an seinem eigenen Erfolg erstickt,” dann nennt der kontemplative Beobachter das Dekadenz.

      Obendrein befindet sich der Westen an allen Fronten in der Defensive: Der status quo kann nur noch durch immer schnelleres Schuldenwachstum aufrecht erhalten werden. Rohstoffe und Energie werden immer schneller verbraucht und ihre Beschaffung wird immer aufwändiger; aufstrebende hungrige Gesellschaften im Osten und Süden treten immer offensiver als Konkurrenten um knapper werdende Resourcen auf und werfen zur Finanzierung ihrer Nachfrage die latent wertlosen Schuldtitel des Westens auf den Markt.

      Ein rohstoff- und energiereiches Russland, das unter Jelzin schon fast einkassiert war, muss – als Billiglieferant – unter allen Umständen wieder gefügig gemacht werden; das sind die “Westlichen Werte,” die die Agenda bestimmen. Die Ukraine ist auf dem Weg dahin Schlachtfeld und darf als “verbrannte Erde” zurückbleiben. Die Medien haben als “gekaufte Herolde” die Aufgabe, schon vorab die “Geschichte der Sieger” zu schreiben.

  • kaelo - 4. September 2014

    Hallo zusammen,

    ich bin weder Russenfreund noch Amifreund, aber ich finde es traurig, dass alles erreichte der letzten 25 Jahre im Moment durch Eskalationspolitik beider Seiten in Luft aufgelöst wird, ich prophezeihe jetzt schon ein massives Aufrüsten auf westlicher Seite, was Unsummen an Geld kosten wird. Am größten wird in dieser Phase die USA profitieren, den wer baut den die ganze Abwehrraketennetze die kommen werden…die US Unternehmen reiben sich jetzt schon die Hände.

    man hätte das Geld auch in neue Energietechnik und Speichertechnik investieren können, das würde der Menschheit mehr bringen, als diese sinnlosen Sandkastenspiele, aber die Menschheit lernt nichts dazu…

    Gruß Kaelo

  • frank_meck - 4. September 2014

    Die Rada hat heute den 4. Verteidigungsminister der Ukraine seit Februar diesen Jahres ernannt.
    Noch eine Bemerkung zum Springen lassen von gefangenen Soldaten der ukrainischen Armee. In der Maidan-Bewegung ist das gemeinschaftliche Springen unter der Losung : Wer nicht springt ist ein Moskauer” sehr beliebt. Ich persönlich finde das nicht gut, aber nach 2600 toten Zivilisten und zerstörter Infrastruktur sind die Reaktionen der Rebellen ein wenig verständlich.

    • MFK - 4. September 2014

      Es soll wohl morgen ein Bericht der Niederlande zu MH 17 erscheinen.

      • JL - 4. September 2014

        Hallo MFK,

        nach meinen Infos soll dieser Bericht am 09.09.2014 vorgetragen und veröffentlicht werden. Bis dorthin muß man sich wohl in Geduld üben.

        http://de.ria.ru/politics/20140904/269466633.html

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

      • thewisemansfear - 4. September 2014

        Zu diesem Thema folgende zwei Links:
        http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2014/meinungs-und-pressefreiheit-vom-grundgesetz-garantiert-in-der-medialen-praxis-nur-bedingt-realisiert/
        und
        http://www.paulcraigroberts.org/2014/09/04/25636/

        Kenner der Medienwelt wissen, dass es bei geäußerten Behauptungen (ohne stichhaltige Beweise) nur noch auf das Vertrauen in die – und damit die Glaubwürdigkeit der – Nachrichtenquelle ankommt. Als jemand, der nicht blind all das “schluckt”, was einem da vorgesetzt wird und zudem die eigenen Gehirnwindungen über die Großgemengelage anstrengt, darf man sich nicht in die VTler Ecke oder ähnliches drängen lassen. Berechtigte Zweifel dürfen nicht einfach weggewischt werden, aber die konsenssüchtige Masse wird natürlich versuchen, die Zweifler auf Kurs zu bringen. Kritik ist halt nicht gern gesehen.
        Die Parallele, die sich auftut, hat etwas von der Wahl zwischen roter und blauer Pille…

        • dank - 5. September 2014

          Ebenfalls Paul Craig Roberts analysiert Alexander Zachartschenko, Vorsitzender des Ministerrates der NRD – und das völlig richtig: deutsch: http://bit.ly/1AbLAvZ, original: http://bit.ly/1qhU8QZ

        • SLE - 5. September 2014

          Hallo thewisemansfear,

          mittlerweile werden immer öfter nur noch der persönliche Ruf und das persönliche berufliche Ansehen von Journalisten wie etwa Rolf-Dieter Krause in die Waagschale geworfen, um Glaubwürdigkeit vermittelter Botschaften herzustellen, was aber, wie man in solchen Fällen an der Flut kritischer Leser-Kommentare immer wieder sieht, nicht mehr gelingt. Die einzige Möglichkeit der Medien, die Bloßstellung zu unterbinden, scheinen die Nicht-Zulassung von Kommentaren (Zensur) und die Schließung der Kommentarfunktion zu sein.

          Hier ein aktuelles Lehrbeispiel für einen solchen Fall im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und dem NATO-Gipfel, nämlich ein Kommentar von Rolf-Dieter Krause mit dem Titel “Putin ist kein Partner – er ist Gegner”:

          http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-krause-100.html

          Ehrlich gesagt kann ich mir eigentlich nicht so richtig vorstellen, dass er – wie auch andere namhafte Kollegen in anderen Fällen – das alles wirklich so ganz freiwillig und mit ganzer Überzeugung sagte bzw. schrieb. Aber das macht auch keinen Unterschied. Er nimmt einen schweren Reputationsschaden offensichtlich in Kauf. Linientreue scheint immer noch mehr Vor- als Nachteile zu haben, so lange sie nicht allzu oft in dieser Weise eingefordert wird.

          Viele Grüße
          SLE

        • thewisemansfear - 5. September 2014

          Gerade noch auf einen Beitrag vom Niederländer Karel von Wolferen zum Thema gestoßen:
          http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/2014/09/the-insidious-power-of-propaganda-by-karel-van-wolferen/

  • Systemfrager - 4. September 2014

    Eine kleine Digression:

    Die geheime Strategie aus dem Irrenhaus

    Bald kauft Draghi auch alte Fahrräder und gibt den Banken dafür frisches Geld

    Harald Wozniewski

  • JL - 4. September 2014

    Hallo zusammen

    Hier mal ein Link mit einem weiteren Link.

    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=322088

    Möglicherweise interessiert es den ein oder anderen.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Berta - 4. September 2014

    OT Sie nennen die Stadt nun “Krematorsk”
    http://donbassfront.livejournal.com/18015.html

    “Sofort als die Tauchergruppen zusammengestellt und in Slawjansk angekommen sind wurden sie unter die Kontrolle des ukrainischen Geheimdienstes (SBU) gestellt. Alle wurden gewarnt: sollte die Information über ihren nächsten Einsatz öffentlich werden, werden sie dafür strafrechtlich verfolgt.
    Die schlimmsten Befürchtungen der Bewohner umliegender Dörfer haben sich bestätigt.”

  • dank - 4. September 2014

    S an.
    #
    BREAKING NEWS! * BREAKING NEWS! * BREAKING NEWS! * BREAKING NEWS! * BREAKING NEWS! * BREAKING NEWS!
    IS hat US-Militärausrüstung, es ist bewiesen!!! Waffen, schweres Gerät! Schutzpanzer! Panzer! Geschütze!
    Auch wurden Berater der USA im Irak gesichtet! Also rüstet die USA die ISIS aus und Amerikaner kämpfen anscheinend Seite an Seite mit diesen – ebenso wie europäische Länder ISIS mit Kämpfern und Waffen unterstützt! Selbst Waffen aus Deutschland sind dokumentiert! Die ISIS-Kämpfer haben Pässe aus westlichen Ländern bei sich! Einige verbringen Ihren Urlaub unter den Kopfabschneidern. Die Einreise der Kämpfer wird von der Türkei und damit Europa geduldet – nur wenige werden festgenommen. Dies lässt nur einen logischen Schluss zu:
    –> Die NATO, allen voran die USA unterstützt ISIS mit schweren Waffen und Personal im Kampf gegen dort lebende Menschen und gegen das irakische und syrische Militär.
    #
    Sarkasmus aus.

    Na ja, das würden wohl fast alle für Schwachsinn halten, bei soviel Verdrehung und Halbwahrheiten; total verwürfelt. In anderen Konflikten scheint die Logik nicht ganz so zu funktionieren, bei dem was weiterhin durch MSM und Webforen, Kommentarbereiche geistert – denn wir sind ja die Guten. Das war in der Geschichte schon einige Male der Trugschluss.
    Schluss mit Lügerei – Ende mit Krieg(sgeschrei) – - – besonders gen NATO.Kriegswerber AFR.
    Ganz davon abgesehen, dass ISIS leider aus den unterstützten Milizen in Syrien (gegen Assad) und dem Irak (gegen die Sunniten) entstanden. Saudis und anderen Sponsoren sei Dank, weil Religion ist ja wichtig und da darf man schon mal für die Bevölkerung das Tor zur weltlichen Hölle öffnen… :-(
    Anstatt hier mal richtig vorzugehen, versteigt sich Oberschicht der Kriegmeierei in so einer blöden Socialmediabeweiserei. Ist “Neuland” und da glauben die anscheinend, dass es hier noch Land zu erobern gibt, Aber die Hoheit ist hier noch nicht zu haben. Bei den Themen “Neuland”, als auch “Neurussland” sollten die Herren doch bitte ein wenig martialischer Vorgehen – falsches Verhalten kann in beiden Gebieten sehr schnell einholen.

  • Hartwig - 5. September 2014

    In diesem Kommentar möchte ich unbedingt noch den Namen Andres Rassmussen nennen.
    Als dänischer Ministerpräsident war er Friedensbewegter und gegen die Kriege der USA.

    Dann begriff er, dass die USA viel besser zahlen. Und heute hat er als NATO Generalsekretär Schaum vorm Mund. Man beachte das plötzliche Geld des Tony Blair, man beachte den Aufenthaltsort und die Äußerungen gegenüber US Mdeien des zu Guttenberg.

    Da wird direkt Posten und Geld versprochen. Mit Sicherheit.

    • Holly01 - 5. September 2014

      Hallo Hartwig,
      ja ich rechne auch fest mit dem comeback des Hr. von und zu ….

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frueherer-verteidigungsminister-guttenberg-rechnet-mit-deutschland-ab-13135817.html

      • SLE - 5. September 2014

        Hallo Holly01,

        ehrlich gesagt denke ich, dass den niemand mehr ernst nimmt. Schon die Tatsache, dass er als Verteidigungsminister die größte Verkleinerungs- und Kostensenkungsaktion der Bundeswehr in der Geschichte der Bundesrepublik startete und jetzt der Bundesregierung Vorhaltungen wegen Kürzungen bzw. mangelnder Verteidigungsfähigkeit und -bereitschaft macht, zeigt, wie schwach “auf der Brust” Herr zu Guttenberg ist.

        Viele Grüße
        SLE

        • Holly01 - 5. September 2014

          Wenn Qualität und Intellekt ein Auswahlkriterium für Politker wäre, dann sähe die Welt und Deutschland anders aus…….. ;-) .

        • Holly01 - 5. September 2014

          Ich fürchte wir (ich meine die Leute, die das System immer mehr kritisch sehen und hinterfragen) müssen viel mehr zur Kenntniss nehmen, daß die Medien jeden in jedes Amt bringen können.
          Genauso können die Medien jeden aus jedem Amt entfernen.

          Postdemokratische, unfreie, rechtslose Gesellschaft würde ich das Alles nennen.
          Ich könnte es auch Diktatur nennen. Denn ein “Primärrecht” gibt es in unserer Rechtsordnung genau so wenig, wie Geheimabkommen, die im geheimen verhandelt werden.
          Es gibt in unserer Rechtsordnung auch keine Abgabe von Souveränität, das gibt es nur in den verwirrten Köpfen unserer (gekauften) Politiker.

          Es gibt aber eine breite Schicht der Bevölkerung, die das nicht zur Kenntniss nehmen will. Teils ganz bewußt, aber zum Teil auch, weil das den Leuten zu viel und zu kompliziert ist.
          Einigen ist es auch schlicht weg egal.
          Ist so, muss man akzeptieren, ist ein Teil der persönlichen Freiheit.

    • SLE - 5. September 2014

      Hallo Hartwig,

      das sehe ich sehr ähnlich. Wenn´s ums Geld und um den Job oder Karriere und den erreichten beruflichen Status geht (z.B. auch für Journalisten!), geraten Werte, Berufsethik und persönliche Überzeugungen offensichtlich allzu leicht unter die Räder. Gegen den Strom zu schwimmen, dazu muss man das Zeug, sehr viel Mut und vor allem von den Lebensumständen her auch die Möglichkeit haben (mit Familie wird´s z.B. schon schwer; mit hohen Schulden praktisch unmöglich).

      Viele Grüße
      SLE

  • SLE - 5. September 2014

    Hier zwei – wie ich finde – überraschend US-kritische Spiegel-Artikel (ein Kommentar zum Nato-Gipfel, ein Bericht zur russlandkritischen Rede von Obama imRahmen seines Estland-Besuchs), weil´s zum Thema meines Posts auch gut passt:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-in-estland-kritik-an-putin-versprechen-an-baltikum-a-989672.html

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-merkel-und-europa-muessen-in-frieden-fuer-ukraine-investieren-a-989742.html

    SLE

    • Frankenfurter - 5. September 2014

      Der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg soll lt. SPON “… begreifen, dass der Kontinent nach Wladimir Putins offener Aggression “erhöhte Verteidigungsbereitschaft” braucht, wie Bundespräsident Joachim Gauck bei den Gedenkfeiern zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mahnte. Dazu gehört, endlich gemeinsame Strategien zu zimmern und diese in Teamarbeit umzusetzen.”

      Sie haben SPON gelobt, aber was soll das heißen SLE? An welchen Stellen sollen denn die bestehenden Nato-Direktiven gegenüber Russland verschrärft werden?

      • dank - 5. September 2014

        Au weh der Stolte – Die Nähe Stoltenberg jun. zur Nato ist alles andere als Zufall. Dessen Papa namens Thorvald Stoltenberg – hatte der nicht…. :-) – ja er hatte:
        http://www.voltairenet.org/article183064.html Punkt 31 auf http://bit.ly/1qtIr9M
        In einem Atemzug: Gladio, Stay Behind und Thorvald Stoltenberg.
        Mit Hilfe Rechter sollte nach einem Überlaufen durch die Rote Armee eine europäische Partisanenarmee (aus bevorzugt Braunen) hinter den feindlichen Linien in den Heimatländern operieren – organisiert durch die NATO.

        • Frankenfurter - 6. September 2014

          Hallo dank, wollen Sie ernsthaft Jens Stoltenberg für die Taten und die Gesinnung seines Vaters verantwortlich machen? Pfui.
          Mir ist der ehemalige norwegische MP zuletzt angenehm aufgefallen. ” auf das grausame Massaker des rechtsextremen Attentäters Anders Behring Breivik im Juli 2011, reagierte Stoltenberg besonnen. Rachegelüsten in seinem Volk trat er mit der Ankündigung entgegen, es werde jetzt noch mehr Demokratie und Offenheit geben.” SPON

      • SLE - 5. September 2014

        Es geht doch dabei nicht so sehr um Russland, sondern darum, dass – im Grundtenor der Texte – die USA in der Nato weniger, Europa aber mehr Einfluss haben soll(te).

        Wenn es primär Rasmussen und die USA sind, die in der Ukraine-Krise – wie hier im Blog immer wieder festgestellt – den aggressiven und nicht mit Belegen untermauerten Kurs gegen Russland fahren und Rasmussen gerade deswegen von nicht wenigen Politikern in der EU (u.a. Martin Schulz) dafür kritisiert wird, dann kann doch ein größerer Einfluss der Europäer (respektive geringerer Einfluss der USA) auf die Nato nur positiv bewertet werden. Oder irre ich mich da?

        Grüße
        SLE

    • JL - 5. September 2014

      Hallo SLE

      Bemerkenswert ist, daß sich die EU gegenüber weiteren Sanktionen in Richtung Russland nun selbst „Einbremst“. Scheinbar erkennt man nun diesen „Bumerangeffekt“ der bisher verhängten Sanktionen.
      http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/09/66049/

      Dieses überraschende politische Einlenken hat aber vermutlich vorwiegend mit den politisch zunehmend heiklen Gegebenheiten zu tun. Eine Reihe von Staaten ist vehement gegen weitere Sanktionsverschärfungen (z. B. Slowenen, Slowaken). Ungarns Präsident benennt dies neuerdings als „Zirkus“ und Hollande in Frankreich steht zunehmend auf der Abschussliste, bei den Türken dagegen ist dies der Dollar.

      http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/07/503526/dollar-ade-erdogan-will-eine-allianz-mit-putin-schliessen/

      Für die politisch/ medial trainierten „Kettenhunde“ hierzulande ist dies natürlich unerfreulich- schlimmstenfalls muß man dort bald seine „Beißgewohnheiten“ ändern

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

      • SLE - 6. September 2014

        Hallo JL,

        auf tagesschau.de wird Merkel nach Verkündung der Feuerpause wie folgt wiedergegeben:

        Aufgrund der aktuellen Entwicklung erwägt die EU, Sanktionen gegen Russland auszusetzen. Dazu müsse es aber zu einer deutlichen Entspannung der Lage in der Ostukraine kommen. Für einen echten Waffenstillstand reiche ein Beschluss allein aber nicht aus, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Nato-Gipfel in Newport. Es müsse geklärt werden, ob die Waffenruhe eingehalten werde, ob sich russische Truppen, so sie vor Ort seien, zurückzögen und ob Pufferzonen eingerichtet würden.
        “Deshalb muss man damit rechnen, dass diese Sanktionen durchaus in Kraft gesetzt werden könnten”, sagte Merkel. “Aber dann auch mit der Maßgabe, dass sie auch wieder suspendiert werden können, wenn wir sehen, dass dieser Prozess wirklich abläuft.”
        (Link: http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-650.html)

        Also ich würde dieses Geeiere jetzt so verstehen, dass sie gerne keine weiteren Sanktionen verhängen und die bestehenden Sanktionen im Übrigen nach Möglichkeit auch gerne zurückschrauben würde.

        Ansonsten: Klar, die Kräfteverhältnisse sind in Bewegung geraten und verändern sich. Und ja, Erdogan hat seine Ausrichtung unmissverständlich klar gemacht – hier übrigens eine empfehlenswerte Analyse zur außenpolitischen Linie und Erdogans Vision: http://www.sueddeutsche.de/politik/neuer-akp-chef-davutolu-erdoans-williger-nachfolger-1.2106112

        Im Übrigen haben – laut RIA Novosti – vier EU-Staaten, nämlich Tschechien, Slowakei, Ungarn und Zypern, mit einem Veto gegen neue EU-Sanktionen gegen Russland gedroht (siehe: http://de.ria.ru/zeitungen/20140901/269440700.html). Und auch der Chef von Total, de Margerie, hat jetzt Sanktionen gegen Russland als Irrweg bezeichnet. In der Südeutschen wird er darüber hinaus mit den folgenden, höchst bemerkenswerten Worten zitiert:

        “Wir dürfen uns nicht einreden lassen, Russland sei ein Feind – obwohl unsere Energieversorgung großteils von diesem Nachbarn abhängt”, sagte der Chef des größten französischen Industriekonzerns. “Wenn die Amerikaner aus historischen Gründen oder aus innenpolitischen Motiven den Konflikt schüren wollen, ist das ihre Entscheidung. Wir Europäer müssen diese Krise anders lösen, ohne Schwarz-Weiß-Malerei.”
        (Link: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/total-chef-ueber-frankreichs-wirtschaft-es-hilft-uns-nicht-wenn-die-deutschen-uns-jeden-tag-heruntermachen-1.2115537)

        Fast hätte ich´s vergessen: De Margerie glaubt auch nicht, dass Putin plant, sich die Ukraine einzuverleiben.

        Viele Grüße
        SLE

        • JL - 6. September 2014

          Hallo SLE

          Putin wird sich mit Sicherheit nicht die Ukraine, oder den Rest davon, einverleiben. Wer holt sich schon faule Pflaumen in den eigenen Keller?

          Putin hat Zeit.
          Einerseits werden wir den Ruin dort in der Ukraine noch sehen, andererseits wird der Westen zunehmend schwächer. Die Rezessionsgefahren steigen und damit auch absehbare zukünftige Mehrbelastungen der verschiedenen Staatshaushalte zum Beispiel in Europa.

          Zum anderen verschärfen sich die Ausfallrisiken in der westlichen Welt bei Banken. Ob dies Studentenkredite, Autokäufe, Immobilien oder Anleihen gegenüber Staaten sind ist dabei fast schon egal. Dieses Dilemma- bestehende Schulden mit noch höheren Schulden staatlicherseits zu bekämpfen- erinnert an Selbstmord aus Angst vor dem eigenem Tod.

          Grundsätzlich bestehen hierzu also genau zwei Möglichkeiten. Entweder entscheidet man sich für weitere Verschuldungen, oder aber man setzt auf wirtschaftliche Entwicklungen.

          Und dies wiederum bedeutet Ost oder West- zumindest für Europa.

          Mit freundlichen Grüßen

          JL

      • JL - 6. September 2014

        Deutsche Übersetzung hierzu:

        Wir können nicht beweisen wer wo ist, aber wenn wir schon nicht beweisen können wo wer ist, hat der/ die/ das sich gefälligst zurückzuziehen.

        Reklame für freudsche Versprecher- auch sehr hübsch.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • dank - 5. September 2014

    http://www.n-tv.de/politik/Waffenruhe-soll-am-Abend-in-Kraft-treten-article13555086.html
    “Einem ukrainischen Militärsprecher zufolge sind im Ukraine-Konflikt bislang etwa 2000 russische Soldaten getötet worden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war nicht möglich.”

    2000 wer oder was?! Was bekommen die in dieser Redaktion dafür? Ru(h)m und Ehre?
    Einem UNBEKANNTEN UNGENANNTEN (wie immer in diesen Tagen) ukrainischen Militärsprecher zufolge… Da will sich nie einer haftbar machen, mit solchen “Vermutungen”.

    Wie wohl Die Bataillone Asov & Aidar und der Rechter Sektor zu der Waffenruhe stehen?! Außer das gute Teile davon in Kesseln sitzen oder gefangengenommen sind/waren.

    Wette eins zu zehn, dass jetzt schon bekannt ist, wer die Waffenruhe bricht. Wäre es denn nicht an der Zeit für eine richtige False Flag während einer dieser Feuerpausen? Irgendetwas wirklich abgrundtief Böses in Kiew würde sich gut machen, damit die Nato doch endlich mitmischt – denn sonst wird aus dem neuen Stern Poroschenko am Politikfirmament schnell ne Sternschnuppe, wenn die abgekämpften Reste der Freiwilligenbataillone nach Kiew zurückkehren sollten – ein Maidan 3.0. Aber das konnte ja keiner ahnen…
    Bin gespannt und zuerst einmal froh, dass es nun wenigstens zu einer Waffenruhe reichen soll. (btw: Der angebliche angewiesene Rückzug der Ukries lässt eher ein wie eine Flucht an.)

    • thewisemansfear - 5. September 2014

      Sehenswerter Zusammenschnitt aus der gestrigen Maybritt Illner Sendung: http://www.youtube.com/watch?v=PqIhiRz6LdA

      • Frankenfurter - 7. September 2014

        In der Zusammenfassung der Maybritt Illner Sendung kommt ein aufschlussreiches Detail nicht heraus: Wie Martin Schulz anfangs den Abschuss von MH17 durch die Seperatisten verurteilte, und etwas später den Ex-General Kujat für dessen Worte lobte, dass man leider den Worten Kiews und leider auch des Westens nicht trauen könne. Als sich anschließend der Hausphilosoph des ZDF über die Verhängung verschärfter Sanktionen ggü. Russland nach dem MH17-Absturz erregte, für den man, ohne Beweise vorlegen zu können, Putin verantwortlich gemacht hatte., murmelte Schulz kaum hörbar so etwas wie ” die Sanktionen sind wegen der Krim-Annektion eingeleitet worden”.

    • SLE - 6. September 2014

      Hallo dank,

      das mit der Zahl der Toten auf ukrainischer Seite ist natürlich so eine Sache – jedenfalls wenn das hier stimmt: https://donbassfront.livejournal.com/18015.html

      Ich denke aber, gerade seit Beginn der Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk ist klarer geworden, dass es in Kiew zwei unterschiedliche Lager gibt, die offensichtlich nicht dasselbe wollen. Poroschenko ist ja auch wegen seiner ersten Äußerungen zum angeblich vereinbarten “Waffenstillstand” von eigenen Leuten als Verräter bezeichnet worden. Es sieht für mich auch überhaupt nicht danach aus, als lägen Poroschenko und Jazenjuk auf einer Linie – im Gegenteil!

      Mein Eindruck ist, dass es in Kiew eine bisher sehr einflussreiche Gruppe von Politikern gibt, die möglicherweise eine besondere Unterstützung der USA genießen. Poroschenko hingegen scheint mir eher den Europäern näher zu stehen.

      Wie jeder neue Staatschef in politisch zerstrittenen oder wackeligen Ländern muss auch Poroschenko erst eine Machtbasis aufbauen, um fest im Sattel zu sitzen und das politisch tun zu können, was er wirklich tun will. Insofern ist es möglich, dass er inzwischen etwas fester im Sattel sitzt und die – für mein Empfinden überraschend flott und glatt – vereinbarte Feuerpause ein Ausdruck dessen ist.

      Es sollte ja auch nicht vergessen werden, dass Jazenjuk nur ein Interims-Premier ist und im Oktober ein neues Parlament und eine neue Regierung gewählt wird. Jazenjuks Stern sinkt, denke ich, und diese Vermutung hatte ich ja auch schon in einem früheren Post (Wann platzt die Politik-Blase der Ukraine) geäußert. Und nicht zu vergessen: Poroschenko ist derjenige, der sich von Beginn an für rasche Neuwahlen stark gemacht hatte! Warum wohl!?

      Viele Grüße
      SLE

  • DL - 5. September 2014

    Verluste der Ukrainischen Armee:

    Ukrainian forces casualties and losses 2 May – 21 August
    Casualties
    Total: 32.702
    Dead and wounded: 20.274
    Prisoner, deserters and missing: 12.418
    (aus: http://www.armchairgeneral.com/forums/showpost.php?p=2877864&postcount=1091)

    Obige Quelle enthält noch nicht die Verluste der letzten zwei Wochen (aus den großen Kesseln), aber deckt sich in etwa mit den Erkenntnissen hier:
    http://acloserlookonsyria.shoutwiki.com/wiki/Ukrainian_Armed_Forces
    (hier findet sich sogar die Aufschlüsselung nach Batallionen)

    Sehr lesenswerte Beurteilung der gegenwärtigen Situation aus Sicht Neurusslands:
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/sitrep-ukraine-4-september-kann-es-sein-echt-sein/#comment-1195

    Alles in Allem wächst meine Hoffnung, dass Donbass und Rußland sich weiterhin klar, kühl und besonnen verhalten werden und dadurch vielleicht irgendwann (rechtzeitig?) EU und deutsche Regierung aufwachen um den westlichen aggressiven Motivationen von USA/NATO allmählich entgegen zu treten.

    Viele Grüße, DL

  • dank - 6. September 2014

    Feuerpause – die Richtung stimmt. Merkel wirkt auch entspannter und dieser “Versprecher” war keiner – schätze es als Signal gen Moskau ein, dass nicht alle einfach glaubten, was aus den Lautsprechern, Mattscheiben und Käseblättern quoll. Würde sie sich unabsichtlich so versprechen? Der heutige Wandel im Ton & dieser kleine Satz waren hoffentlich endlich die Wendung. Es scheint auch als hätten die ziemlich besten Freunde von übern Teich ein wenig ruhig gestellt werden können. Hoff einfach, dass die jetzt das alles an den Tischen regeln und nicht wieder wegen irgendeinen Vorfalls das Ganze mit erhöhter Kraft weitergeht. Aber da werden da schon ein paar Beobachter unterwegs sein, die hier ein Auge drauf haben…
    Welch Ironie in diesen Tagen – welches Flugzeug von welcher Airline bringt das Militärequipment aus D in den Irak: http://bit.ly/1uDgege
    Zu glauben, dass alles sich in den Lagerhäusern stapelt… http://www.taz.de/!136935/ passend dazu: Die “Mitarbeiter des Woentorg” http://bit.ly/1nRlGI1
    Wikileaks zu Ukraine, Russland & NATO: http://bit.ly/1uDh3FT aus 2009. Große Pläne, die dieses Jahr anliefen und jetzt gestoppt sind.
    Zu Putins “zwei Wochen”: EU Official Says Comments Were Made Public Out of Context USA: http://on.wsj.com/1uoUDsH RUS: http://bit.ly/YimWyp
    Soldatenmütter: UA: http://bit.ly/1lMehP9 http://vk.com/ucsmr Finanzierung durch: http://bit.ly/1pcaNQl Suchstring (bspw.) :”Soldiers’ Mothers of St. Petersburg” Dann wird es wieder durchsichtiger, was da für Strippen gezogen wurden.
    UA-Brainwasch: http://bit.ly/1Cz9WDT In den Berichte der OSZE der letzten 10 Tage ist keinerlei Rede von Beschuss von RUS nach UA: http://bit.ly/QzW2Oj
    The West Paves The Road To War With Lies — Paul Craig Roberts: http://bit.ly/1vYbyVT
    27000 PR-Berater polieren Image der USA auf / Mass Manipulation: http://bit.ly/1tamnQ7 http://fxn.ws/1oNVuxF http://bit.ly/1k6dHGh (!)
    Zu Mass Manipulation: Interessante Seite im Bezug auf den Hintergrund http://www.mamasoldata.org/ – Registrierung mit Hilfe eines Anonymisierungsdienstes in den USA: http://bit.ly/1tzt55T – Im Seitenquelltext wird http://stats.wp.com/e-201436.js genutzt welches wiederum die datei g.gif auf pixel.wp.com nutzt. pixel.wp.com = wordpress.com. Auf dem Server sind nur 2 Seiten gehostet: http://bit.ly/1qmk3XG und mamasoldata
    Zusammenfassend im Klartext: Eine angebliche InfoSeite über/für russische*1 Soldatenmütter, die Ihre Söhne (Angehörigen) bevorzugt in der Ukraine*2 suchen. Die Seite welche in der USA*3 mit einem amerikanischen*4 Anonymisierungsdienst registriert wurde, nutzt zum Link tracken eine Routine des amerikanischen*5 WordPress. Aha. Unter http://bit.ly/1o8bfzZ Meta Description: Гражданская организация «Солдатская Мать» (Bürgerliche Organisation “Soldatenmutter”) – die Orga heißt in Wirklichkeit Союз комитетов солдатских матерей России (Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands).
    Angebliche heutige (2.Sep.) Beerdigung von 13 russischen Soldaten: Bäume ohne Laub – Soldaten gekleidet wie im Spätherbst… FAKE http://bit.ly/1xmRCO4
    Ein Thema – zwei sehr unterschiedliche Berichte: Seps: http://bit.ly/1tzySIT Ukies: http://bit.ly/1wbW26l
    Paul Craig Roberts: Donetsk Republic Sends Captured Ukrainian Soldiers Home to Mothers and Wives http://bit.ly/1vYCdlz

    • Holly01 - 6. September 2014

      Hallo dank,

      die Anglikaner werden -nicht- nachgeben. Die ganze Kampagne wurde nicht gestartet, damit das in einem Hinterzimmer beendet wird.
      Ein Zusammenbruch dieser Kampagne wäre auch für die deutschen Atlantiker eine Katastrophe. Auch diese Seite hat absolut kein Interesse an einer Befriedung.
      Es geht um eine Militarisierung der europäischen Gesellschaften im Allgemeinen und der deutschen im Besonderen.
      Die ganze Neuorientierung hat gerade erst angefangen.
      Mag sein, daß man die Ukraine vorübergehend in die zweite Reihe stellt, aber dann ist es IS (also das CIA Konstrukt, das gerade so passend Israel entlastet und die irakischen Ölreserven sichert.
      Es ist ein viel größeres Anliegen, als nur die Ukraine.
      Dahinter stehen die Ressourccenforderungen der europäischen Industrie. Die deutsche Industrie ist da auch ganz vorne mit dabei.
      Das Ziel ist eine Kriegsfähigkeit der EU herzustellen. Das Umfeld wird so gestaltet, daß man dies erzwingen kann. Das bedeutet eine Rüstungsindustrie mit Nachfrage, die diese Rüstungsindustrie lebensfähig macht.
      Das bedeutet eine gemeinsame Armee die kriegsfähig ist. Das bedeutet eine Unterordnung der nationalen Interessen, unter eine EU-Aussenpolitik.
      Der Binnenmarkt wird nun auf die Aussenpolitik übertragen. Kriegsfähigkeit ist ein zentraler Part der Politikfähigkeit.
      Ich erwarte keine Entspannung in der Sache, ich erwarte immer schnellere Wellen von “Krisen”, die eine Militarisierung der EU im Rahmen der NATO (unter US-Kontrolle) “erzwingt”.
      Die nächsten Krisengebiete sind bereits destabilisiert und vorbereitet: Nordafrika (ehemals arabischer Frühling), der gesamte nahe Osten, aber auch die Reibereien mit China (Japan, Korea, Indien) und auch die “Reste” in Afghanistan oder die Folgen der Drohnenpolitik der USA.

      Die USA sind finanziell und wirtschaftlich am Ende. Es gibt nur militärische Güter die exportiert werden können und wir werden sie kaufen.
      Die Dollarhegemonie wird ohne “wenn und aber” geschützt. Europa hat kein Vertrauen mehr zu den USA (Ausnahme die Briten, als eines der 5eyes).
      Der Betrug durch die NSA, die IT und auch die Politik geht einfach zu weit. Es geht um die Selbstständigkeit der EU.
      Die werden nicht locker lassen. Die show wird uns weiter beschäftigen.

      • dank - 6. September 2014

        Hallo Holly01,
        sehr ich genauso, dass die Vereinigten Staaten von Teilnordamerika/NATO (Rohstoffbündnis)/”TOPs des Westens” nicht aufhören werden, zu versuchen, (Ganz)Europa unten zu halten (wirtschaftlich als auch monetär) und zwischen China, Rus und Europa keine zu guten dauerhaften Beziehungen entstehen zu lassen, die das Imperium (des Raubtiers) lahmlegen könnten – mein Post bezog sich insgesamt mehr auf die Waffenruhe in UA. Wurde Zeit. Das welt-/geopolitisch der Tanz weiter geht steht außer Frage. Finde, dass Indien sehr sehr interessant werden wird…
        Grüße&
        dank

        • Holly01 - 6. September 2014

          Ich weiss nicht ob Steffen das bringen wird, aber ich werde versuchen einen “Hintergrund” zur Basis hinzubekommen.
          Also die Grundlagen dieser Streitigkeiten. Damit mein ich weniger Politik sondern mehr Religion, Weltanschauung und Geschichte.
          Der “Streit” ist überhaupt nicht lösbar. Was da auf einander prallt, ist mehr als der Wunsch nach Fracking in der Ukraine.
          Im Übrigen denke ich, es kann nicht sein, daß in Stellvertreterkriegen ganze Gesellschaften wie in Jugoslawien und jetzt in der Ukraine willkürlich aufgerieben werden.
          So geht das einfach nicht weiter.
          Wird bis Dienstag dauern, aber ich versuche das zu formulieren, wie ich das empfinde.
          Vielleicht ist das ja ein winziger Gedankenanstoss für Andere.

    • SLE - 6. September 2014

      Frau Merkel ist schon öfters mit Versprechern ins Fettnäofchen getreten. Insofern wäre ich mir da nicht so sicher.

      Grüße
      SLE

      • JL - 7. September 2014

        Hallo SLE

        Frau Merkel ist überdies in der Lage andere für eigene Fehler verantwortlich zu machen.

        http://www.geolitico.de/2014/09/05/merkels-katastrophale-eu-rede/

        Das Frau Merkel ihre politische Meinung zuweilen schneller ändern kann als der Mond um die Erde rotieren kann ist spätestens seit dem Atomenergieeinstieg nach dem Ausstieg für den erneuten Einstieg zum späteren Ausstieg bekannt.

        Frage hierzu: Was ist das einzige was sich bei Politikern nicht ändert?
        Antwort: Die Haarfarbe.
        :-)

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • uluie - 6. September 2014

    Hallo Herr Holly,

    Sie haben Recht es geht um “Mehr” ,es geht ganz einfach um den Menschen um jeden von uns. Um unsere menschliche Freie Entscheidung.Das ist eine Riesen Spiel, man kann alle Bereiche unseres Lebens mit einbeziehen Geburt, Schulsystem Gesundheit Ernährung Regierungsform u.s.w.
    Aus der Antroposophischen Sichtweise die von Rudolf Steiner gegründet wurde, wird diese Weltentwicklung schon 100Jahre vorausgegriffen. Ich bin kein Antroposoph oder gehöre dieser Gesellschaft auch nicht an, aber ich schlage diese Seite an, da ich deren Texte kennen und dies ist beileibe nicht die einzige Quelle. Es wird eine neue sozial, menschliche Entwicklung entstehen und dies wird in Russland stattfinden. Oder im Russischen Raum. Dies ist dem “Westen” bekannt. Dies versucht die Kraft des “Westens” zu verhindern. Darum die umschließung Russlands. Man hat dies mehrfach versucht zu stoppen oder einzugreifen. Schauen Sie sich z. B. den Link http://www.tekos.org an. Ich teile bestimmt nicht alle Ansichten die darin gezeit werden, aber man kann eine Richtung daran erkennen.

    • Holly01 - 7. September 2014

      Hallo Hr. Uluie,
      ich danke Ihnen für den Hinweis.
      Da ich sowieso gerade auf der Schiene der Weltanschauungen fahre, freue ich mich über eine weitere Sichtweise.
      Weltanschauungen sind aber selten räumlich begrenzt und selten zwingen in ihrer Entwicklung.
      Russland ist eine Versuchung für die Gier. Gier ist irrational.
      Ich werde mich in der Sache informieren, vielleicht ergänzt es meine Inhalte zum Thema “Reformation” und “selbsttragender Aufschwung”.
      Ich wurde zwar gestern böse auseinander gepflückt und in einigem klar widerlegt, aber ich hoffe ich bekomme trotzdem noch ein stimmiges Bild zusammen.

  • Berta - 7. September 2014

    ARD Monitor: Die NATO als Kriegstreiber in der Ukraine (22.8.14)

    https://www.youtube.com/watch?v=qpw5qIZ7QeM

    Mehrere Beiträge des ARD Magazin Monitor wurden
    zu einem Video zusammen geschnitten. Um zu verdeutlichen
    um was es im Ukraine Krieg tatsächlich geht.

  • dank - 8. September 2014

    (:) Russian Embassy, UAE #NATO’s latest evidence of #Russian armor invading #Ukraine has been leaked! Seems to be the most convincing ever! http://bit.ly/1rfsssi :-)
    Maybrit Illner: Harald Kujat (Ex-General) warnt vor Desinformation im Ukraine Konflikt http://bit.ly/1oVSO0J
    Kiew kann also auch in die andere Richtung lügen: Ukraine-Krise: Westliche Staaten dementieren Waffenlieferungen http://bit.ly/WBq1YJ
    Entlarvend: ZDF: Stefan Meister von der DGAP freut sich über die Rückkehr des Kalten Kriegs http://bit.ly/1xv4FgB
    Interessant, wie sich die MSM nun rauswaschen wollen aus dem Kriegsgezeter,dass vorher statt fand: Bundesregierung zu Flug MH17: Keine “gesicherten Erkenntnisse” über Abschuss SPIEGEL: http://bit.ly/1CGsmTa WELT: http://bit.ly/1rqXmxH PRESSTV: http://bit.ly/1pFbUbz
    Gleiches Horn, wie die beiden Links vorher: SÜDDEUTSCHE: Historiker werfen Gauck Eskalation vor http://bit.ly/1rXwhq5 Der Wind dreht.
    Olena Biloserka: Bloggerin des Rechten Sektors: http://bit.ly/1nEEavA
    Katrin Eigendorf: Bataillon Azov am Stadtrand von #Mariupol. Wollen die Stadt verteidigen. http://bit.ly/1tDq5W8 http://bit.ly/1CGQ4ic Na ja, da weiß man wenigstens wen die GEZ-Gebühren unterstützen. Ab wann ist Dummheit strafbar (auch wenn sie nur gestellt ist)?

    @SLE
    Es hies: IWF-Bericht: Ukraine benötigt bei anhaltenden Kämpfen weitere Milliardenhilfen http://bit.ly/1rSEVrV – doch nun: http://bit.ly/1ucSiSC Auf Kritik des IWF folgt der Geldfluss des IWF. IWF der Finanzier des Bürgerkrieges?

    Zu Is(is) (vielleiccht weiß dazu jemand mehr?!): French Report ISIL Leader Mossad Agent Simon Elliot, aka Al-Baghdadi, son of Jewish parents, Mossad agent http://bit.ly/1otOGJa

    Rückblicke – refresh:
    100 Prozent Grupp Wladimir Putin ist kein Kriegstreiber http://bit.ly/1pFZpBl
    Nicht von der Überschrift irritieren lassen: Verheugen zur EU-Russlandpolitik: Warum Helmut Schmidt irrt http://bit.ly/1tdLrq4
    Ukraine crisis: the neo-Nazi brigade fighting pro-Russian separatists http://bit.ly/1uhzLpw#
    Victoria Nuland Admits: US Has Invested $5 Billion In The Development of Ukrainian, “Democratic Institutions” http://bit.ly/1mbhUtN
    Poroschenkos “Wahl”: Battlefield losses, politics push Ukraine leader to seek peace http://reut.rs/1q3vLYc Die Frage lautet: Was erwartet Reuters in den nächstem Tagen, wenn solch ein Artikel erscheint?
    Ost-West-Konflikt um die Ukraine: Merkel kämpft für Klitschko http://bit.ly/18OZbBU
    Witali Klitschko – Im Auftrag der Adenauer-Stiftung http://bit.ly/1psyuHL
    The not-very-nice things U.S. officials used to say about Ukraine’s new president http://wapo.st/1k8qNoS
    (!!! Interessant die ersten 6 Min – Standbilder von Jaz sind aus dem Bildfluss gerissen und zerstören nur die Aussage) Wahnsinn!!USA/EU support Ukraine-Nazis!Krieg beschlossen? http://bit.ly/1wdxCt4

  • dank - 8. September 2014

    Bemerkenswertes zum neuen Kalten Krieg und warum die NachDenkSeiten einseitig berichten und kommentieren (und warum das viele ebenso sollten): http://bit.ly/WEq8CQ
    Wie macht man ein friedliebendes Volk kriegslüstern? http://bit.ly/1rtjd7T

2 Trackbacks