USA: Wage Statistics for 2012

von am 5. November 2013 in Allgemein

Die U.S. Social Security Administration veröffentlichte heute an Hand der Employer W-2 Filings (Lohnsteuerkarten) die Lohnstatistik für das Jahr 2012. Die daraus hervorgehenden Details sind wie schon in den letzten Jahren ein Hammer. Die Einkommensungleichheit auf Basis der Arbeitnehmerlöhne (Arbeiter, Angestellte, Beamte und aller anderen die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden) nimmt immer noch absurdere Ausmaße an.

2aWie der Chart verdeutlicht, die größte Gruppe der US-Arbeitnehmer, 23,303 Millionen, verdienten weniger als 4‘999 Dollar im Jahr 2012, darunter befanden sich fast ausschließlich prekäre Beschäftigungsverhältnisse. In der Summe kumulierte sich in dieser Gruppe ein nominaler Jahreslohn von 47,184 Mrd. Dollar.

Die zweitgrößte Gruppe entsprach weiteren 13,840 Millionen Arbeitnehmern die zwischen 5’000 und 9’999 Dollar im Jahr verdienten, sie erzielten 102,501 Mrd. Dollar an Löhnen und Gehältern.

Insgesamt waren im Jahr 2012 bei 37,143 Millionen Arbeitnehmern bzw. 24,4% aller abhängig Beschäftigten die erzielten Jahreslöhne unter 9’999 Dollar und dies waren damit Armutslöhne.

3aDie kumulierten Lohnsummen in Mrd. Dollar der einzelnen Arbeitnehmergruppen.

Sieht man auf das andere Ende der Lohnskala und addiert die höchsten drei Arbeitseinkommensgruppen zusammen, erhält man ein sehr plakatives, nahezu unglaubliches Ergebnis. Die 2‘915 US-Amerikaner mit den höchsten Löhnen, verdienten im Jahr 2012 kumuliert unglaubliche 64,319 Mrd. Dollar und damit deutlich mehr, als die 23,303 Millionen US-Amerikaner am unteren Ende der Einkommensskala mit einer kumulierten Lohnsumme von insgesamt 47,184 Mrd. Dollar.

Aber es ist noch perverser, die 20’164 “Arbeitnehmer” (in der Regel hohe Führungskräfte/Angestellte) in den obersten 8 Lohngruppen kumulierten 147,752 Mrd. Dollar, während die untersten beiden Lohngruppen mit 37,143 Millionen Arbeitnehmern fast auf dieselbe Lohnsumme mit 149,685 Mrd. Dollar kamen. Die 20’164 Angestellten machen nur 0,013% der gesamten Arbeitnehmer aus und diese generierten die gleichen Einkommen wie die untersten 24,4% der Arbeitnehmer.

Erweitert man die höchsten nominalen Lohneinkommen auf die obersten 1% der Arbeitnehmer “verdienten” diese soviel wie die untersten 53% der Lohnempfänger bzw. die “untersten” 81,69 Millionen Arbeitnehmer! Noch 2009 entsprach die Lohnsumme der obersten 1% nur der Summe der untersten 40%. Die Einkommensungleichheit nimmt immer weiter zu und erklimmt immer absurdere Ausmaße!

Insgesamt gab es 2012 in den USA 153,632290 Millionen Arbeitnehmer mit einer kumulierten Lohnsumme von 6,529 Billionen Dollar. Der durchschnittliche Lohn je Arbeitnehmer betrug 42’498 Dollar, aber 67,1% aller Lohnempfänger lagen unter diesem Durchschnitt. Der mediane Durchschnitt betrug dagegen nur 27’519 Dollar. Der mediane Durchschnitt ist genau der Punkt, wo 50% der Arbeitnehmer darunter oder darüber liegen. Ein deutlich tieferer Median als der Durchschnitt weist auf die Einkommensungleichheit hin.

Die 166 Top-Arbeitnehmer verdienten 2012 im Durchschnitt 97,455 Millionen Dollar! 119’400 US-”Arbeitnehmer” verdienten 2012 mehr als 1 Million Dollar (kumuliert 299,463 Mrd. Dollar), in etwa soviel wie untersten 49,455 Millionen Arbeitnehmer zusammen, welche unter 14’999 Dollar im Jahr verdienten und auf eine kumulierte Lohnsumme von 303,106 Mrd. Dollar kamen.

Einige Daten wie die durchschnittlichen Löhne der einzelnen Arbeitnehmergruppen weisen eine solche Spreizung auf, von 2’025 Dollar bis 97,455 Millionen Dollar, dass man dies eigentlich grafisch nicht mal sinnvoll darstellen kann.

Die Zahl des Tages ist, dass die 2’915 US-Amerikaner mit den höchsten Löhnen mehr verdienen, als die 23,303 Millionen US-Amerikaner am unteren Ende der Lohnstatistik 2012. Diese Zahl ist ein klarer Beleg, dass die enorme Ungleichheit schon bei den Arbeitseinkommen, wie auch bei den Vermögen zu einem Exzess mutiert sind und zu einem gravierenden Hemmschuh jeglicher positiven wirtschaftlichen Entwicklung geworden sind. Die Dimension des US-Niedriglohnsektors mit 37,143 Millionen Arbeitnehmern bzw. 24,4% aller abhängig Beschäftigten, die unter 9’999 Dollar im Jahr verdienten, wird wohl selbst kritische Betrachter der USA noch verblüffen. Diese Sektor lässt sich noch ohne zu übertreiben locker erweitern auf 49,455 Millionen US-Arbeitnehmer, die unter 14’999 Dollar im Jahr verdienten, denn auch davon kann man mehr schlecht als recht bei den heutigen Preisen leben.

Es ist ein unfassbar pervertiertes System, aber immerhin, mit in Teilen vorbildlicher Datentransparenz, die es ermöglicht diese klaren Fehlentwicklungen für jeden zu offenbaren :)

Jeder kann es wissen und jeder kann seine Schlüsse daraus ziehen!

Quelle Daten: Socialsecurity.gov/Wage Statistics for 2012

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

Print article

21 KommentareKommentieren

  • Georg Trappe - 6. November 2013

    Die merkwuerdigen Spruenge auf der rechten Seite der Verteilung haengen damit zusammen, dass die Breite der abgetragenen Gehaltsklassen sich an diesen Stellen veraendert. Von 0 bis 199999,99 $ sind die Klassen jeweils 5000$ breit, ab 200000 bis 499999,99 50000$ , ab 500000 bis 4 999 999,99 500000$ und ab 5000000 vergroessert sich die Breite der dargestellten Klasse von Klasse zu Klasse.
    -
    Wenn ich diese Statistik richtig lese beinhaltet sie Loehne und Gehaelter (….is based on compensation (wages, tips, and the like) subject to Federal income taxes) und KEINE! Kapitaleinkommen.

    Vielen Dank Steffen fuer dieses grossartig Fundstueck.

    • Querschuss - 6. November 2013

      Hallo Georg Trappe,
      ja, nur Löhne und Gehälter – keine Vermögenseinkommen, die kommen noch als Sahnehäubchen bei einigen Wenigen (obersten 10%) oben drauf.

      Gruß Steffen

  • Suzann - 6. November 2013

    Verarmung und Verelendung. Ich war selber in de U$A vor kurzem und war geschockt vom aktuellen Zustand.

    Sehr sehenswert:

    http://www.youtube.com/watch?v=QgDjpQbG6_A&feature=c4-overview&list=UUOBeUW5srwoc_bS5CYcWMIQ

  • Ben - 6. November 2013

    Wie viele “Arbeitnehmer” betrifft denn die automatische Steuererhöhung auf 39,4% bei Einkommen (Lohn- oder/und Vermögenseikommen?) über 400000$, wirkliche viele scheinen das nicht zu sein, die durch die ein paar Prozentpunkte höheren Abgaben für einen Haushaltsüberschuss sorgen.
    Nimmt die Steuer der Entwicklung die Spitze oder berührt das die Betroffenen nur am Rande?

    Mir fällt es schwer den ersten Chart mit Demokratie und Marktwirtschaft in Übereinkunft zu bringen. (ohne Vermögenseikommen wohlgemerkt)
    aber wenn die das sagen ;)

    • Querschuss - 6. November 2013

      Hallo Ben,
      nur 0,42% aller Arbeitnehmer bzw. 650’562 von 153,632290 Millionen Arbeitnehmern verdienten 2012 mehr als 400’000 Dollar im Jahr.

      Insofern war klar, dass sich die negativen Auswirkungen auf die Konjunktur in Grenzen halten, auch wenn es zum Jahresanfang als drohende Gefahr durch die Medien beschrieben wurde. Denn viel zu klein ist der Kreise der Betroffenen, um dass deren höherer Spitzensteuersatz von nun 39,4% die Konjunktur abwürgen könnte, sie verkonsumieren es eh nicht, aber es leistet einen Beitrag zu den besseren Steuereinnahmen des Staates, wie das Budgetdefizit schön aufzeigt, siehe:

      http://www.querschuesse.de/usa-haushaltsuberschuss-von-75-mrd-dollar-im-september/

      Die enorme Einkommens- und Vermögenskonzentration ist dagegen der Hemmschuh für eine nachhaltige positive wirtschaftliche Entwicklung. Sozusagen das real gelebte Gegenkonzept einer sozialen Marktwirtschaft und deren Wohlstand für Alle!

      Gruß Steffen

  • M.E. - 6. November 2013

    Refeudalisierung ist das richtige Wort.
    Die bürgerliche Revolution trat einst an, um den Zustand des Feudalismus zu überwinden, in dem jedem Neugeborenen der soziale Status mit einer Zwangsläufigkeit von 100% in die Wiege gelegt wurde.
    Und heute?
    Verdienen Deine Eltern schlecht, dann hast Du fast keine Chance auf eine höhere oder gar universitäre Ausbildung. Mit sehr große Wahrscheinlichkeit wirst Du auch Geringverdiener werden.
    Du lebst in schlechteren Wohnquartieren und bewegst dich in völlig anderen sozialen Millieus, die keinerlei Lobbygewalt haben.
    Du hast keine Chance zur Vermögensbildung und bist von den überdurchschnittlichen Teuerungsraten bei Mieten, Energie und Lebensmitteln stark überproportional betroffen, die deine Möglichkeiten noch weiter einschränken..
    Die soziale Spaltung ist fast so perfekt, wie im Feudalismus. Und sie schreitet weiter voran.

    Der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, ist nahezu ausgeträumt. “Jeder kann es schaffen” stimmt schon längst nicht mehr.
    Noch nehmen es die Menschen mit erstaunlichem Gleichmut hin. Die Datensammelwut der NSA hat neben vielen anderen Zwecken auch den Hauptzweck, diese Zustände zu konservieren. Wer auffällt, wird mit drastischen Konsequenzen bedroht.
    Und gerade auch viele Minderpreviligierte und absteigende Mittelständler laufen dem populistisch-demagogischen Verein der milliardenschweren Koch-Brüder hinterher.

  • Rolmag - 6. November 2013

    Aber dafür haben es dei Amerikaner wirklöich geschafft, mit den Ärmsten die nichts haben geld zu verdienen.
    Ich hing bislang an der übersichtlichen Logik, dass man einem der nichts hat auch nichts nehmen kann, weil rein physikalisch nichts da ist.

    Ein großer Irrtum, der allerdings ein gerüttelt Maß an Dummheit und Gutgläubigkeit voraussetzt.

    Finazdienstleister wie GS uind AIFG haben den Ärmsten Kredite um 30.000$ für eine Bretter-Bruchbude geliehen, wahrscheinlich wissend, dass die nicht zurückzahlen konnten. Dann haben sie diese Schulden in Wertpapiere umgewandelt und unter ein paar guten Papieren versteckt. Diese Pakete voller Shit haben deutsche Banken bis zum Erbrechen und regelrecht aggressiv aufgekauft, für hunderte von Milliarden laut Arte. Daran sind die deutschen Banken konsequenterweise fast verreckt und wurden mit hunderten Steuermilliarden vorm Tode bewahrt.

    Wieder haben es die Vollidiotenpolitiker es vergessen, strengere Regeln vorzugeben. Nun sind die Banken mächtiger als zuvor und lassen das die Staaten spüren. Der GS-Boss sollte nach den Staatshilfen zu einer Befragung im Weißen Haus erscheinen, der ist glatt daheim geblieben und hat die grenzdebilen Politiker herzlich ausgelacht.

    Das Prinzip die Armen abzuziehen ist zwar abgefuckt und die mussten wissen, was sie damit anrichten, dennoch ist es genial.

    Jetzt haben die Amis Gefängnisse als Wirtschaftsmodell als Alternative zu Windrädern entdeckt, die Knäste schießen aus dem Boden und die Richter geben für ein paar Gramm Chrystal lebenslänglich, wenn es das dritte Vergehen ist. Die drehen völlig durch!

    Refeudalisierung kann man dazu fast nicht sagen, denn nur sehr wenige Feudalherren waren derart grausam und rücksichtslos zu den Menschen (gut, die wollten ihren Nachkommen etwas vererben, also nicht wegen der Menschen) und die wurden nicht selten vorfrüh in den kalten Zustand befördert.

    Es würde wieder mehr Hoffung für die Menschheit bestehen, wenn diese Knäste mit einigen tausend Finanzzockern belegt würden.

  • Traumschau - 6. November 2013

    Absoluter Wahnsinn!! Vielen Dank für den Beitrag!
    Unser “großes Vorbild USA” zeigt eindrücklich wie man vorgehen muss, wenn man eine Bevölkerung versklaven will. Das machen wir in Europa ja jetzt auch! Wenn die derzeitige Politik fortgesetzt wird, dann werden wir den USA schon bald in nichts nachstehen.
    LG Traumschau

  • Joachim - 6. November 2013

    Eine Welt voller Widersprüche tut sich vor uns auf!

    Ein Wirtschaftswachstum der USA von über 2% wird generiert, gepaart mit einer stetig steigenden Heerschar unterbezahlter Arbeitnehmer.
    Selbst reale Verbrauchsdaten wie das schnöde Verbrennen von Benzin in den Fahrzeugen deuten eindeutig auf Kontraktion hin.
    Alles egal, wie weggebürstet!
    http://www.eia.gov/dnav/pet/hist/LeafHandler.ashx?n=PET&s=A103600001&f=M
    Der Verbrauch im Juni 2007 betrug 60865 Gallons per Day, er reduzierte sich permanent bis zum August 2013 auf mittlerweile nur noch 24111 Gallons per Day. Das sind 36754 Gallons weniger Verbrauch! Mehr durch weniger?

    Und warum auch nicht?
    Wer sagt denn, dass die geldgemachte Party enden muss? Vielleicht hat ja tatsächlich eine neue Ära der Menschheitsgeschichte begonnen. Eine fabelhafte Epoche, in der Wohlstand nicht mehr durch schwere und den Menschen überdrüssig scheinende Arbeit entsteht, sondern durch die magischen Kräfte von Professoren, die die Kunst des Geldschaffens in eine völlig neue Dimension gehoben haben.

    Immerhin gab esschon Zeiten, in denen Menschen viel absurdere Dinge zu glauben bereit waren.
    Zum Beispiel das die Erde keine Kugel sei sondern eine Scheibe .
    Oder ein Pharao ein Gott.
    Oder gar die sagenumwobene Deutsche Bahn ein dynamisches Wachstumsunternehmen.
    Tja, der Glaube versetzt ganze Berge!

    Von diesen Glauben profitieren unsere neuzeitlichen Götzen .
    Die ZBs setzen in einem historisch einmaligen Ausmaß das „elektronische Äquivalent“ der Druckerpresse ein, um ihren Kumpels in Regierungen und Großbanken eine helfende Hand zu reichen – natürlich auf Kosten des Steuerzahlers und des kleinen Mannes.

    Ben Bernanke sprach neulich eine interessante Wahrheit aus. Allerdings nicht über die kleinen feinen Unterschiede in der Kunst des Gelddruckens, sondern über den aktuellen Zustand der US-Wirtschaft, zu dem er aber dank seiner geldpolitischen Machenschaften einen entscheidenden Beitrag geleistet hat:

    „Wenn die Fed ihre Geldpolitik strafft, dann wird die Wirtschaft Schiffbruch erleiden.“

    Eine Lagebestimmung die man in vollem Umfang zustimmen darf. Im Unterschied zu Bernanke sehe ich die Ursache dieser bestürzenden Situation allerdings in einer dramatisch verantwortungslosen Geldpolitik ,angefangen mit Greenspan den Matt Taipi unlängst als the Biggest A-hole in the Universe betitelte, ebenso Bernanke, Draghi, Kuroda und ihren Handlangern haben durch ihre ultra-expansive Geldpolitik eine Wirtschaftsstruktur geschaffen, die nur existieren kann, solange ohne Unterlass, also ständig neues Geld gedruckt wird…

    Was ist das nur für eine Welt, in der der Status quo nur aufrecht erhalten werden kann, solange eine rücksichtslose Umverteilung von unten nach oben stattfindet, indem ständig legalisiertes Falschgeld in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust wird? Auf Dauer wird dieser Zustand nicht bestehen, das müsste selbst ein Professor aus Princeton wissen.
    Langfristig entsteht Wohlstand nur durch harte Arbeit, Sparen und sinnvollen Investitionen.

  • Peel - 6. November 2013

    Die USA sind schon da, wo Merkel mit ihrer marktkonformen Demokratie hinwill. Und der Mittelstand in Deutschland ist sooooo zufrieden.

  • Eurelios - 6. November 2013

    Nun also Feuer frei für Anregungen und Kritik zu diesen Thesen!

    Ordentliches Gedankenspiel. Ich glaub nicht dran. Ich denke das die FED und
    Co gar nicht mehr anders können. Der Geldhahn wurde beim öffnen einfach
    überdreht und dabei das Gewinde zerstört. Somit ist das zudrehen nicht
    mehr möglich.

    Es ist nur eine Frage der Zeit wann der Absturz kommt.

  • Hubertth - 6. November 2013

    @ Suzann:

    Danke für den Link zu dem guten Interview!

    Wie klein die Welt ist:

    Heute bei uns in der Tageszeitung bei uns:

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/wirtschaft/artikel/warum-der-euro-wahnsinn-ist/981114/warum-der-euro-wahnsinn-ist.html#981114

  • JL - 6. November 2013

    In 2013 haben die 100 reichsten Leute etwas über 200 Milliarden US$ an Vermögen hinzugewonnen.

    http://www.format.at/articles/1345/929/368948/die-100-menschen-welt-2013-200-milliarden-dollar

    Das sind „magere“ 2,82% der globalen Produktionsleistung (etwa 71 Billionen US$) an Gewinnen- nach Steuern.

    Viele mittelständische Unternehmen würden eine Sektparty für ihre Mitarbeiter veranlassen, wenn diese Rendite vor Steuern erreicht werden könnte.

    Und die FED? Wenn der größte OP- Saal aller Zeiten seine Infusionen auch nur ansatzweise senkt sterben den Professoren die Patienten Namens Wall Street, Banken und Realwirtschaft unter den Händen weg. Und das umso eher je mehr „Pflegekräfte“- sprich Anleihekäufer- fehlen. Ergo wird man wohl die Infusionen erhöhen müssen, bis die Patienten nicht nur Klinisch, sondern auch Biologisch Tot sind.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Eurelios - 6. November 2013

      Und die FED? Wenn der größte OP- Saal aller Zeiten seine Infusionen auch nur ansatzweise senkt sterben den Professoren die Patienten Namens Wall Street, Banken und Realwirtschaft unter den Händen weg. Und das umso eher je mehr „Pflegekräfte“- sprich Anleihekäufer- fehlen. Ergo wird man wohl die Infusionen erhöhen müssen, bis die Patienten nicht nur Klinisch, sondern auch Biologisch Tot sind.

      Bingo. Genau auf den Punkt gebracht. :-)

      Wie das alles “ funktioniert“ hier:

      http://www.youtube.com/watch?v=WYWfQC9RpkA

      • JL - 6. November 2013

        Hallo Eurelios,

        Danke für den Link.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • Achim23 - 7. November 2013

    Das ist ja wohl ein Hammerargument für einen Mindestlohn in Europa ….

    Damit das nicht ganz so ausartet hier. in der guten alten Welt

    • Querschuss - 7. November 2013

      Hallo Achim23,
      die USA haben einen Mindestlohn, von 7,25 Dollar je Arbeitsstunde. Ein Mindestlohn allein, gar ein niedriger, ist ein Garant für “nichts”. Letztlich kann man als prekär Beschäftigter in Teilzeit auch bei Mindestlöhne kaum leben, wenn die Wochenarbeitszeit UNGEWOLLT entsprechend niedrig ist und man nicht in die Lage versetzt wird die Stundenanzahl zu erhöhen.

      Gruß Steffen

  • Achim23 - 7. November 2013

    Steffen – das ist klar – aber immerhin ist bei “Vollzeit” eine Grenze unten mit der man wenigstens leben sollte können. Wohlgemerkt Konjunktiv – die realität ist immer anders – aber besser als das Lohnniveau immer weiter zu drücken bei immer steigenden Preisen

  • JL - 7. November 2013

    Diese unglaublichen Ungleichgewichte an sich sind schon erschreckend. Noch bescheidener wird es, wenn man sich die Zustände verschiedener Städte dort anschaut.

    Hier mal ein Zustandsbericht von Detroit:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/07/die-grosse-pluenderung-nach-der-pleite-detroit-faellt-an-die-glaeubiger/

    Da haben wohl demnächst auch Rentner und Pensionäre dort zukünftig ein ernsthaftes Problem, da Städte und Gemeinden wohl die Renten- und Gesundheitsbeiträge zahlen, dies aber nicht mehr können. In Chicago beugt man vorsichtshalber schon mal vor, dort wurden dieses Jahr 54 Schulen geschlossen.

    Und der scheitende Oberbürgermeister von New York, Bloomberg, hat bereits vor 3 Monaten vor einer drohenden Überschuldung seiner Stadt gewarnt:

    http://terragermania.com/2013/08/08/new-york-steht-vor-insolvenz/

    Schon toll wenn man Schulden macht und nachträglich davor warnt.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL