Währungsunion der Narren

von am 11. August 2011 in Allgemein

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaft (EUROSTAT), liefert mit der bereits aktualisierten Datenbank für Juni 2011 zur Industrieproduktion der Mitgliedstaaten der Eurozone, einen Beleg für die fundamentale Fehlentwicklung, der unter dem Euro versammelten Länder. Nicht nur, dass schon zu Beginn der Währungsunion die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder viel zu stark auseinanderlag, die Entwicklung lief in Folge sogar weiter kräftig auseinander, wie die Daten zum Output der Industrieproduktion zeigen, wenn man den monatlichen Durchschnitt des Outputs des Jahres 2000 mit gleich 100 ansetzt.

Zum Vergrößern bitte die Grafik 1x anklicken. Die prozentuale Entwicklung der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren – Jahr 2000=100). Während Deutschland seinen Produktionsoutput um +18,2% von 2000 bis Juni 2011 steigern konnte, lag der Output in Frankreich um -6,5%, in Portugal um -16,2%, in Italien um -14,4%, in Griechenland um -29,8% und in Spanien um -14,5% unter dem Niveau des durchschnittlichen Produktionsoutputs aus dem Jahr 2000! Im Juni 2011 geht es erstmals gemeinsam in Richtung Süden.

Der Chart ist für Querschuesse-Leser nichts Neues, aber trotzdem gilt, niemals hätte man den Output der breit gefassten Industrieproduktion soweit auseinander divergieren lassen dürfen. Dies wies eindeutig auf eine Ausweitung der Unterschiede der Leistungsfähigkeit hin und führte u.a. zwangsläufig zur heutigen Situation (Stichwort Leistungsbilanz), gepaart mit dem Bailout des Bankensystems und der in Folge enormen Erhöhung der Staatsschulden (Stichwort Staatshaushalt – und Zweifel an der künftigen Zahlungsfähigkeit).

Quelle Daten: Eurostat.ec.europa.eu/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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