Weik und Friedrich zu den Notenbanken

von am 8. Juni 2014 in Allgemein

Passend zur aktuellen Zinssenkung der EZB präsentiert Querschuesse einen weiteren exklusiven Auszug aus dem neuen Buch von Matthias Weik und Marc Friedrich “Der Crash ist die Lösung”, welches bereits auf Platz 9 der Spiegel-Bestseller Sachbuch liegt und damit einem größeren Publikum gut verständlich geschrieben die Thematik Finanzkrise und deren Implikationen nahebringt:

Die Enteignung geht weiter!

Er hat es tatsächlich getan. Wie von uns in unserem Buch „Der Crash ist die Lösung! vorhergesagt, hat Mario – seines Zeichens Chef der Europäischen Nationalbank – die Zinsen gesenkt und sogar die Minuszinsen installiert. Die Einführung negativer Einlagezinsen sowie die Senkung des Leitzins auf ein historisches Tief unterstreicht lediglich die Ratlosigkeit der Notenbanken und sollte uns allen zeigen, dass die wirtschaftliche Lage in der Eurozone und der Banken verheerender denn je ist und alle bisherigen Maßnahmen doch zu nichts geführt haben. Leider wird das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ex-Goldman Draghi hat uns auch schon weitere Maßnahmen angedroht.

Alle Entscheidungen der EZB waren bisher gegen die Menschen gerichtet und dienen nur dem Finanzsektor. Dieser Marschlinie bleibt Draghi treu und tut seinen ehemaligen Kollegen einen Gefallen nach dem anderen. Die Profiteure jubeln und der DAX überschreitet erstmal die 10.000 Punkte Marke. Der einzige der bei diesem Wahnsinn offensichtlich vergessen wird sind wir – ein Großteil der Menschen welcher dabei gnadenlos auf der Strecke bleibt. Denn die Zeche für Draghis desperate und äußerst fragwürdige Entscheidung bezahlen wir, die fleißigen Sparer welche tagtäglich enteignet werden und die Besitzer von Lebensversicherungen welche in Zukunft noch mit unvorstellbaren Verlusten konfrontiert sein werden. Auch hiervor haben wir bereits in unserem ersten Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“ sowie in unserem zweiten Buch abermals explizit gewarnt. Mehr denn je bestätigt es sich, dass die Zeit der Papierwerte vorbei ist und die Zeit der Sachwerte begonnen hat.

Hier ein exklusiver Auszug aus unserem neuen Bestseller „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“.

Das Dilemma der Notenbanken (S. 212 ff)
Was die Notenbanken 1929 bei der Großen Depression falsch gemacht
haben, nämlich den Geldhahn zuzudrehen und die Wirtschaft
sowie den Konsum damit abzuwürgen, wollten sie 2001 und
2008 mit dem anderen Extrem richtig machen – ohne an die verheerenden
Nebenwirkungen zu denken. Die Märkte wurden massiv mit
Geld geflutet. Noch nie war mehr Geld im Finanzsystem als aktuell.
Noch nie waren die Verschuldung der Staaten höher und die Zinsen
der Notenbanken auf globaler Ebene niedriger. Aus dem Leitzins
wurde sozusagen ein Leidzins. Niemals zuvor waren die staatlichen
und währungspolitischen Eingriffe verzweifelter. Dadurch wird die
Schere zwischen Arm und Reich immer größer, und die sozialen und
gesellschaftlichen Spannungen nehmen enorm zu.

1a

1a

1a

Die Notenbanken (in der Grafik oben sind das: FED: Federal Reserve
System, Zentralbank der USA; EZB: Europäische Zentralbank; BoJ:
Bank of Japan; SNB: Schweizerische Nationalbank; PBoC: Peoples
Bank of China, Zentralbank der VR China; BoE: Bank of England)
haben die Rolle eines Drogendealers eingenommen und müssen
die Märkte bis zum bitteren Ende mit ihrer Droge Geld versorgen.

Weltweit haben sie durch falsche Entscheidungen, Gesetzesbrüche
und ein immer wieder am eigenen Interesse ausgerichtetes Handeln
den Nährboden für die nächsten Krisen geschaffen. Sie haben aber
auch Unglaubliches geleistet. Immerhin stand das System seit der
Insolvenz der Lehman Brothers 2008 mehrmals nachweislich am
Abgrund und wurde immer wieder gerettet. Die Zentralbanker
stecken in einer fatalen Zwickmühle, in der sie die Wahl haben
zwischen Pest und Cholera: Zinsen anheben oder Zinsen endgültig
auf null senken. Oder sogar Wege zu einer Negativverzinsung zu
ebnen.

Zinssenkung in Richtung null
Wenn die Notenbanken die Zinsen im Keller belassen, wird es
eine heftige Inflation geben. Niedrige Zinsen führen immer wieder
zu Blasen, ob es sich nun um Aktien, Immobilien oder Rohstoffe
handelt. Letztlich sind sehr viele wirtschaftliche Verwerfungen und
Krisen der neueren Zeit seit Auflösung des gedeckten Geldsystems
auf eine falsche Notenbankpolitik und auf zu niedrige Leitzinsen
zurückzuführen.
Die Technologieblase im Jahr 2000/2001 am NASDAQ und am
Neuen Markt in Deutschland wurde durch die Immobilienblase in
den USA, England, Irland, Spanien etc. abgelöst (die dann 2008
platzte) und diese dann wieder von der gegenwärtigen Aktienblase,
Immobilienblase usw. Eine Blase muss immer durch eine neue und
noch größere Blase aufgefangen werden. Das bedeutet: 2008 haben
wir eigentlich nur den Anfang der Katastrophe gesehen. Bildlich
gesprochen sind wir 2008 mit 120 Stundenkilometern gegen die
Wand gefahren. Aber es war noch keine echte Wand, eher eine
Theaterkulisse. Trotzdem haben viele ziemlich heftige Schrammen
abbekommen. Seitdem hat man jährlich mehr und mehr aufs monetäre
Gaspedal gedrückt und fährt aktuell 250 Stundenkilometer.
Zusätzlich wurden parallel noch die Airbags deaktiviert und der
Gurt gelöst. Und die Wand besteht diesmal aus Stein. Der Aufprall
wird definitiv tödlich für das Finanzsystem sein.
Die nicht von uns Bürgern gewählten Mitglieder der Notenbanken
haben sich für die Zinssenkung entschieden. Damit können sie
vor allem erst mal für gute Nachrichten sorgen. Zudem hat die Zinssenkung
einen schönen und sehr nützlichen Nebeneffekt: Solange
es funktioniert, sind die Hauptprofiteure einer Inflation immer der
Staat und die Banken. Der Staat kann sich auf Kosten der Bürger
entschulden, und die Banken können sich günstig Geld von der
Notenbank leihen, das sie teuer an den Staat, Bürger und Unterneh-
men weiterverleihen. Ein geniales Geschäftsmodell und ein Garant
für bombensichere Gewinne. Eine klassische Win-win-Situation für
die beiden Protagonisten – zu unser aller Nachteil.
Die EZB hält die Zinsen ebenfalls im Keller und hat neben dem
rechtlich fragwürdigen Aufkaufprogramm OMT (Outright Monetary
Transactions) auch noch ihren Status als vorrangige Gläubigerin
der von ihr gehaltenen Papiere ad acta gelegt. Das bedeutetet, wenn
ein Land pleitegehen sollte, haftet nicht mehr die EZB mit ihrem
limitierten Stammkapital von 7,5 Milliarden (davon zirka 2 Milliarden
von der Deutschen Bundesbank) für die aufgekauften Anleihen,
sondern die Bürger Europas.14 Jens Weidmann, seines Zeichens Chef
der Deutschen Bundesbank, war der Einzige der 17 Notenbankchefs,
der gegen diese Regelung gestimmt hat.15 Vielleicht auch deshalb,
weil er ahnt, dass vor allem die Deutschen noch den einen oder anderen
Spargroschen besitzen – und sie durch eine Haftungsunion im
Notfall zur Kasse gebeten werden.
Wir alle erleben gerade live das größte Notenbank- und Geldexperiment
der Geschichte. Es dürfte inzwischen deutlich geworden
sein, dass die Chance eines Gelingens bei diesem Experiment gleich
null ist, das Ganze vielmehr in einem Ausmaß scheitern wird, das
sich unserer Vorstellung entzieht. Denn durch die enge Verbindung
zwischen Wirtschaft, Banken, Staaten, Währungen auf der ganzen
Welt, die durch die Globalisierung entstanden ist, kann ein einziger
rollender Stein heute eine riesige Lawine auslösen.

Es liegt in der Natur des Kapitalismus, dass es periodisch
zu Ausbrüchen des Wahnsinns kommt.
John Kenneth Galbraith, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler

Bevor das System in die Knie geht, erwarten wir zunächst einen deflationären
Schock, bei dem sich viele Güter massiv verbilligen werden.
Erste Tendenzen einer Deflation sind bereits zu erkennen, und
die EZB reagiert darauf äußerst allergisch. Das viele billige Geld
schwirrt derzeit vor allem im Bankensektor und in den genannten
Blasen der Immobilien- und Aktienmärkte herum. Unternehmen und
Bürger halten sich dagegen mit Investitionen und Konsumausgaben
zurück. Folge: Die Preisspirale rotiert tendenziell nach unten. Wenn
die Geldflut die Realwirtschaft dann doch unter Wasser setzt – und
irgendwann muss und wird das passieren – dann ist auch beim Letzten
das Vertrauen in die fatale monetäre Rettungspolitik zerstört.
Alle Hoffnungen der Zentralbanken, sie könnten ihr billiges Geld
irgendwann wieder »einsammeln«, sind pure Illusion. Wir werden
daher im Anschluss an eine deflationäre Phase eine Inflation erleben,
die schließlich in einer Hyperinflation enden wird. Danach werden
ein Währungsschnitt und eine Währungsreform durchgeführt. Wer
Augen hat zu sehen, kann dies heute schon erkennen.
Denn ökonomisch ist der Euro eigentlich schon gescheitert und
wäre in einem freien Markt längst von der Bildfläche verschwunden.
Vermutlich ist er überhaupt nur deshalb noch am Leben, weil
die Verbissenheit im politischen Lager so extrem stark ist. EZBChef
Draghi zum Beispiel zementierte dies mit seiner nachgerade
fanatischen Botschaft, der Euro sei »irreversibel«. Eventuell wird
es in Zukunft noch einen Kern-Euro und daneben einige Parallelwährungen
geben. Auf der regulativen Ebene werden wir es mit
1a
Maßnahmen wie zum Beispiel Abhebungs- und Barzahlungsbegrenzungen,
Steuererhöhungen oder Zwangsabgaben zu tun
bekommen. Politik und Finanzsektor wird im Zweifel jedes Mittel
recht sein, um Zeit zu gewinnen. Wir Bürger werden uns bis zum
finalen Crash an todernste Politikerminen, hektische Krisengipfel,
undemokratische Entscheidungen, verzweifelte Rettungsaktionen
und partielle Enteignungsmaßnahmen so gewöhnt haben, dass viele
Vorzeichen der sich anbahnenden Katastrophe gar nicht mehr auffallen.
Doch wenn die Menschen erst begreifen, dass ihr Geld und
auch ihre Rente zum großen Teil weg sind, wird man Ausschreitungen,
bürgerkriegsähnliche Zustände und Revolutionen nirgendwo
mehr ausschließen können. Der Zorn wird unbeschreiblich sein.
Schauen wir uns die einzelnen Szenarien und Entwicklungen genauer
an.

Matthias Weik und Marc Friedrich sind Ökonomen, Querdenker, gefragte Redner, Honorarberater und Bestsellerautoren. Die beiden haben zusammen das Buch „Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ geschrieben, das im Mai 2012 erschienen ist. Das Buch ist seit fast 2 Jahren in allen wichtigen Bestsellerlisten vertreten und erschien am 15. April als aktualisiertes und überarbeitetes Taschenbuch:

Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch im deutschsprachigen Raum 2012 & 2013.

Ihr neues Buch „Der Crash ist die Lösung“ hat es auf Anhieb in die Top 10 der Spiegel Bestsellerliste geschafft:

Ein aktuelles Interview zur EZB Entscheidung finden Sie hier:

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/6806936-finanzmarktwelt-de-der-euro-scheitern

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

 

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57 KommentareKommentieren

  • RedMoe - 8. Juni 2014

    “Es liegt in der Natur des Kapitalismus, dass es periodisch
    zu Ausbrüchen des Wahnsinns kommt.
    John Kenneth Galbraith, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler

    Bevor das System in die Knie geht, erwarten wir zunächst einen deflationären
    Schock, bei dem sich viele Güter massiv verbilligen werden.”

    Da fehlt wohl noch irgendwas. ;)

    Na ja, das ganze Rumgehacke auf der Notenbank ist ja schön und gut, aber was sollen die denn sonst machen? Vielleicht geht hier auch der Kontext verloren und im Buch steht dann noch mehr dazu, aber – ich wiederhole mich – die Aufgabe der Notenbank ist NICHT die Regulierung von Teilmärkten (Immobilien, Aktien), sondern sie hat die Gesamtwirtschaft im Auge und ihre Instrumente richten sich auch immer gegen bzw. für die Gesamtwirtschaft. Die Regulierung einzelner Märkte ist Aufgabe des Gesetzgebers, diesen sollte die Kritik treffen.

    Also lasst doch mal den “Ex-Godlman” Draghi in Ruhe. Und das Mitleid mit dem “deutschen Sparer” werden wir auch nicht mehr totkriegen…

    • Lottchen - 8. Juni 2014

      Ich weiß zwar auch nicht, was Draghi sonst machen könnte, und mir geht das EZB-Bashing auch auf die Nervcen. Genauso auf die Nerven geht mir aber von anderer Seite das Herumgehacke auf den egoistischen deutschen Sparern, denen es nur um ihre Moneten geht, auch nicht mehr hören. Das sind Leute, die oft kümmerliche gesetzliche Renten zu erwarten haben, wenn überhaupt welche (siehe Selbstständige) und die auf eine funktionierende private Altersvorsorge angewiesen sind. Die oft ihr Leben lang gearbeitet und gespart haben und denen nun ihre Altersvorsorge in den Händen zerrinnt. Die sich Sorgen machen, ob sie in 10, 15 Jahren vielleicht ihren Lebensunterhalt durch Einsammeln von Pfandflaschen bestreiten müssen. Mag ja sein, dass solche Sorgen mit Anfang oder Mitte 20 weit weg sind. Oder dass sie für Beamte und hochbezahlte Angestellte unverständlich sind. Das ist aber kein Grund, sich über Leute, die 30 Jahre älter und nicht in priviligierten beruflichen Positionen sind, lustig oder verächtlich zu machen. Leute, die nun vor der Aussicht stehen, in ihrem Lebensabend verfehlte politische Entscheidungen auf bittere Weise ausbaden zu müssen, für die sich nichts, aber auch wirklich nicht das Geringste können. Die sich nicht einmal vorwerfen können, selber gravierende Fehler gemacht zu haben, und die auch nichts tun können, um diese Aussichten abzuwenden. Es ist völlig verständlich, wenn diese Leute verärgert sind.

      • Frankenfurter - 9. Juni 2014

        hi Lottchen: von den großen Zahlen her, dürfte es in Deutschland kein Rentenproblem geben. Denn während das deutsche Sozialprodukt zu konstanten Marktpreisen 2000-2013 um 14,9 Prozent stieg (1), nahm die Zahl der Rentner im gleichen Zeitraum nur um 8,7% zu (2).

        (1)http://www.sozialpolitik-aktuell.de/europa-datensammlung.html#i-gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen
        (2)http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61845/rentenbestand

  • Bubblegum - 8. Juni 2014

    @RedMoe

    “Na ja, das ganze Rumgehacke auf der Notenbank ist ja schön und gut, aber was sollen die denn sonst machen?”

    Das ist der entscheidende Satz, der das ganze Dilemma der Notenbanken beschreibt.
    Im Zeitalter des Derivatewahns von verschiedenen Swaparten, CDOs, MBS usw. sind die Instrumente der Notenbanken wirkungslos geworden. Da können Draghi, Yellen und wie die ganzen Handlanger des Internationalen Finanzkapitals noch heißen, so viel Bazookas in Stellung bringen wie sie wollen, es wird nutzlos bleiben. So lange das marode Schattenbankensystem nicht drastisch reguliert wird, passiert da gar nichts, sondern das billige Zentralbankgeld wird dazu benutzt, die Bilanzen dieser Schattenbanken aufzupäppeln.
    Indiz dafür:
    Der massive Rückgang der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes!
    http://www.propagandafront.de/1219250/deflationsschock-us-geldumlaufgeschwindigkeit-bricht-auf-neues-allzeittief-ein.html
    Erst, wenn das Privatbankensystem umgangen wird und Verbraucher und Unternehmen direkten Zugang zu Zentralbankgeld erhalten, wird sich die Lage bessern.
    Aber das werden die Bankster niemals zulassen, dass die Völker dieser Welt wieder die Herrschaft über ihr Geldwesen zurück erlangen werden!
    Bubblegum

  • Julian Steiner - 8. Juni 2014

    Ich habe diesen Beitrag über Google auf der Suche nach den Autoren gefunden, da ich ihr neues Werk gelesen haben und für absolut brillant finde. Ich habe von Wirtschaft wenig Ahnung, aber das Buch ist verständlich und dessen Inhalt sowohl empörend als auch äußerst hilfreich.

    Red Moe: Ich habe schon lange das Gefühl, daß die Notenbanken nur den Banken helfen, dies ist im Buch auch sehr gut beschrieben, wie die Märkte Schritt für Schritt mit Unsummen nach oben gehievt werden..

    P.S.: An die Webseiten Betreiber: Der letzte Link funktioniert nicht sondern führt ins Nirgendwo

  • Systemfrager - 8. Juni 2014

    Thomas S. Kuhn zusammengefasst:
    Die logischen System des homo sapiens sind immer so etwas wie Klein-im-Klein. Es sind Paradigmen.
    Wenn man im Rahmen eines Paradigmas denkt, muss man auf eine Weise denken, wie unsere Ökonomieversteher pardon Experten: Draghi & Co.
    Wenn man im Rahmen desseben Paradigmas kritisiert, kann man es auch nur so kritisieren wie die offiziellen Ökonomieversteher zB Matthias Weik und Marc Friedrich
    Beides ist nur eine mittlerweile nutzlos gewordene “normale Wissenschaft” (Kuhn) also Käse
    Der Fotrschritt kommt erst, wenn man ein neues Paradigma statuiert
    Schönen Tag noch

    PS

    Mit einem Wort: die alten Götter werden alt und andere sind noch nicht geboren … Aber dieser Zustand der Unsicherheit und der verwirrenden Unruhe kann nicht ewig dauern. Ein Tag wird kommen, an dem unsere Gesellschaften aufs neue Stunden der schöpferischen Erregung kennen werden, in deren Verlauf neue Ideen auftauchen und neue Formen scheinen werden.

    Emile Durkheim

    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

    Albert Einstein

    Die Volkswirtschaftslehre ist eine Wissenschaft von Denken in Modellbegriffen, verbunden mit der Kunst, Modelle zu wählen, die anwendbar auf die gegenwärtige Welt sind.

    John M. Keynes

  • Vwl`er - 8. Juni 2014

    Die beiden Ökonomen sind überaus clever und smart. Das neue Buch ist sehr vielschichtig und die beiden verstehen es in den kursierenden Denkmustern aufzuklären. Zudem sind ihre Bücher unterhaltsam und wirklich allgemein verständlich. Man kann ihre Aufklärungsarbeit gar nicht hoch genug anrechnen und ich wünsche ihnen Millionen Leser.

  • Michael - 8. Juni 2014

    Seit Jahren beweisen die Schweiz und Japan, dass die Theorien der Volkswirte falsch sind. Niedrige Zinsen führen weder zwangsläufig zu Inflation, noch zu ewig steigenden Aktienkursen.

    Das Problem bestand darin, dass sich die Banken von der Realwirtschaft abkoppelten und rein fiktive Vermögenswerte schafften. Rund 60% der Großbankbilanzen sind nur heiße Luft. Nicht etwa Aktien und Staatsanleihen, die verkauften sie seit 2010.

    http://www.bundesbank.de/SiteGlobals/Forms/Statistik/ItsCharts/Its_Charts_Formular.html?resourceId=9220&input_=9180&pageLocale=de&comparedTo=diffToPrevValueRel&comparedTo.GROUP=1&startDate=2000&endDate=2013&searchIssued=0&searchIssued.HASH=072e782ae1e614068b16&frequency=M&frequency.HASH=318a298ba613d52aa6e3&tsId=BBK01.OU0345&tsId.HASH=ac87dfcb5285a36a5475&listId=www_s100_bh54_07&listId.HASH=35205bd5aa810774ae71&submit=Grafik+aktualisieren

    Sondern Kredite an andere Banken und Derivate. Das sind nur bei den EU-Großbanken fast 30 Billionen €. Die “Bankenrettung” bedeutete ja, dass die Nichtsnutze für ihr Spielgeld Zentralbankgeld bekämen. Niemand hat ein Rezept, wie die Heißluft abgelassen werden kann. Gewöhnlich durch einen Crash, auf Kosten der Gläubiger, nicht Staaten. Das bedeutet weder Welt- noch Gelduntergang, sondern Bankenabwicklung statt “Rettung”.

    • Lottchen - 8. Juni 2014

      Kein Mensch hat seit fast 80 Jahren je behauptet, dass niedrige Zinsen zwangsläufig zu mehr Inflation führen. “Liquiditätsfalle” ein Begriff?

  • RedMoe - 8. Juni 2014

    Was mir noch eingefallen ist, passend zum Thema “überdimensioniertes Bankensystem”: http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/34932/europas-fettleibige-zombies/

  • JL - 8. Juni 2014

    Hallo zusammen

    Den Beitrag von Weik und Friedrich habe ich mit großem Interesse gelesen.

    Das wir uns in einer deflationären Phase befinden ist sicher unbestritten. Das es anschließend zu einer inflationären Phase kommen muß sicher auch. Das es aber zu Hyperinflation kommt ist wenig wahrscheinlich.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Sophie - 9. Juni 2014

    Ihr erstes Buch war eine erfrischende und wertvolle Wucht! Auf das neue bin ich sehr gespannt.
    Die beiden haben eine respektable Trefferquote bisher die mehr als Glückstreffer sind.
    Ich befürchte sehr, hoffe aber nicht, dass sie mit ihrem Titel recht behalten werden.

  • Roland - 9. Juni 2014

    Die beiden Autoren erwarten durch die Zinssenkung zunächst einen deflationären “Schock”, der dann von einer “Hyperinflation” abgelöst wird.
    Eine esotherische Prognose ….. ?

    • Systemfrager - 9. Juni 2014

      Eine esotherische Prognose …… ?

      Wie sagt man: Man plaudert viel, wenn der Tag lang ist.
      (Ökonomische Astrologie)

    • Querschuss - 9. Juni 2014

      man muss einer anderen Sicht nicht folgen, auch nicht deren Argumentation, aber man braucht auch nicht latent beleidigend werden. Ich habe ein paar …. eingefügt.

      Gruß Steffen

  • Mammon - 9. Juni 2014

    Roland und systemfrager:

    Ich muss Sophie beisteuern: bislang haben sie vieles richtig vorhergesagt. Im 1. Buch z.b die zypernkiste, finanzielle repressionen oder die überbewerteten Social Media Aktien.

    Großartig das anscheinend die Charts dieser Seite im Buch verwendet werden. Ich muss es erst noch kaufen (aber nicht bei Amazon)

  • Basisdemokrat - 9. Juni 2014

    Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass im Falle des “Großen Knalls ” so eine Art “Mad Max” Situation erwartet wird. Mit der Zerstörung des Finanzsystems geht ja nicht automatisch eine Vernichtung der Produktionskapazitäten einher. Die kapitalistischen Staaten können also in einer Übergangsphase über Zwangsregulierungen sprich Planwirtschaft versuchen noch größere Eskalationen zu begrenzen. Vielleicht lernen sie dann eventuell vorhandene Vorzüge einer vernünftigen kollektiven Planung kennen ;-) .
    Befinden wir uns in einer klassischen kapitalistische Krise?
    Wenn Ja, am Beginn, am Kulminationspunkt, im freien Fall?
    Da wird alles nicht so heiß gegessen wie gekocht!
    Die wenigsten werden sich in eine “Steinzeitselbstversorgerhöhle” zurück ziehen müssen.

    Die viel größere Gefahr geht mE von den “Militärisch – Industriellen Komplexen” aus.
    Deren Geschäftsmodell benötigt die systematische Zerstörung von Rüstungsgütern (Krieg), um Gewinne abzuwerfen.
    Daneben scheint die Sorge um Erspartes, Altersversorgung etc. eher nachrangig.

    Das geflutete Geld erhalten ja die Banken. Können diese überhaupt im Falle eines Crashs beim Löcherstopfen in Sachwerte Flüchten? Oder geht es im Falle eines Falles so schnell, dass nichts mehr geht?
    Noch glaube ich an das kreative Potenzial meiner Mitbürger/Genossen.
    Gruß BD

    • Holly01 - 9. Juni 2014

      “Die” müssen nicht in Sachwerte flüchten.
      Fiat money (“es werde Geld”) ist immer mit realen Sicherheiten hinterlegt.
      Kommt es zum crash, dann sind die Kunden (Kreditnehmer) illiquide und die Banken stellen die Sicherheiten fällig.
      Das ist doch das Kernkonzept des Bankensystems:
      Die vorhersehbare komplette Enteigung der Gesellschaften. Dafür gibt es das Zinseszinsystem, damit die Gesellschaften nicht auf die Idee kommen, den Zahltag zu umgehen.
      Der Zinseszins zwingt das System in Knie, alles andere ist schon lange vorher gelaufen.

      Das currency board sorgt dann dafür das die Notenbank der Notenbanken alle Werte in ihren Büchern hält.
      Der “Aufschwung” danach, erfolgt doch über die Neu Verteilung der Werte.

      Für “Die” läuft alles genau im Zielkorridor.

      • Basisdemokrat - 9. Juni 2014

        Wenn ich die Sache richtig verstanden habe, dann scheint es doch so zu sein, dass die Banken kaum noch jemand finden, der bei entsprechenden Sicherheiten bereit ist, sich zu verschulden – mangels Gewinnerwartung, mangels Nachfrage mangels Lohnsteigerung……
        Geht nicht deswegen das viele Geld in “Spekulationsbereiche” und findet nicht dort eine Art Inflation schon statt?
        Gruß BD

        • Holly01 - 9. Juni 2014

          In einem Finanzsystem (Dollarraum, denn der Euro ist mit 80% Anteil an den Dollar gebunden, was bedeutet, die EZB muss für 4 Dollar Waren in den FED Raum liefern, um 1 Euro schöpfen zu dürfen),
          bei dem einem Welt BIP von (je nach Quelle) 70-100 Bill. Dollar ein Derivatemarkt von (ebenfalls je nach Quelle) von 700 – 1100 Bill. gegenüber steht, kann man getrost davon ausgehen, daß alle materiellen Rechte und imateriellen Rechte vom Geldsystem per Sicherheiten Aquise erfasst wurden.

          Einer Geldmengenausweitung ohne realer wirtschaftlicher Expanssion steht immer eine Aktienhause gegenüber, die geht auch immer mit Immobilenpreissteigerungen und einem gewissen Anstieg des Kunstmarktes Hand in Hand.
          Was wir sehen ist weder überraschend noch besonders originell.

          Überrascht hat mich die Aussage Soros würde seine Bankanteile der 4 Investmentbanken abstossen, die auf US Seite den Derivatmarkt kontrollieren.
          Der Herr sieht da offensichtlich auf lange Frist keine Ausschüttungen in adäquater Höher.
          Ist aber auch kein Wunder, die Bonisysteme fressen imo mehr als 50% der Bankgewinne, bei einigen Banken sind es sogar mehr als 75%, mit steigender Tendenz.

          Die Banken schlagen sich noch einmal den Bauch (respektive das Konto) voll, so lange das noch läuft.

  • Holly01 - 9. Juni 2014

    Hallo,
    im Kern sehe ich 2 wichtige Dinge:

    1- Der Euro als Gegengewicht zum Dollar sollte auf jeden Fall erhalten werden. Krise und Krisenverlauf hin oder her.
    Das Dollarregime sollte auf jeden Fall beendet werden und eine Rückkehr zu nationalen und damit erpressbar/angreifbaren Währungen wäre extrem dumm.
    2- Das Bankensystem sollte verstaatlicht werden. Das Risiko liegt sowieso bei den Steuerzahlern. Dann sollte der Gewinn ebenso bei den Steuerzahlern landen.
    Die Boni und die Verhaltensweisen der Vorstände könnte man dann auch sehr viel effektiver nachfragen und korrigieren.
    Das Geldschöpfen käme dann auch wieder in die Hände in die es gehört, in die Hände der Gesellschaft.
    Man könnte dann auch ein effektives Netting ausführen. Staatsschulden die der Staat über die dann staatseigenen Banken hält gegenrechnen und nullen.

    Wen die Notenbanken keine Gewinne mehr ausschütten können, dann sollte die Gesellschaft (wir) diese Gewinne dort holen, wo die Flußgrößen sie erzeugen: bei den Banken selbst.

    Ansonsten sollte sich der Euro von der Dollarbindung lösen und das schnell.

    • Systemfrager - 9. Juni 2014

      Das Bankensystem sollte verstaatlicht werden. Das Risiko liegt sowieso bei den Steuerzahlern. Dann sollte der Gewinn ebenso bei den Steuerzahlern landen.

      Bingo!
      Chinesen machen es so. Und alles funktioniert bestens.

      Die einzigen Geschäftszweige, die eine Aktiengesellschaft auch ohne Monopol mit Erfolg betreiben kann, sind diejenigen, deren Tätigkeiten sich auf sogenannte Routine, d. h. auf so gleichförmige Regeln zurückführen lassen, daß Schwankungen mehr oder weniger ausgeschlossen sind. Von dieser Art sind erstens die Bankgeschäfte, zweitens die Versicherung gegen Feuer- und Seegefahr und gegen Kaperei im Kriege, drittens die Anlage und Unterhaltung schiffbarer Kanäle, viertens die Wasserversorgung einer großen Stadt. Wenn auch die Theorie des Bankgeschäfts etwas verwickelt zu sein scheint, so läßt sich doch seine Praxis auf strenge Regeln bringen, von denen, verführt durch lockende Gewinnaussichten, abzuweichen immer äußerst gefährlich und für die Bankgesellschaft, die es wagt, oft verderblich ist.

      Und jetzt komm die “Mutter aller Fragen”. War das
      1: Marx
      2: Lenin
      3: Mao Tsedung
      4: Adam Smith
      Nun wer wagt es zu beantworten

  • Holly01 - 9. Juni 2014

    Bevor nun jemand anfängt von Kommunismus oder so zu erzählen:
    Sparkassen unf Volks- und Reifeisenbanken sind auch quasi in öffentlicher und privater Hand und da spielen sich die Probleme in weitgehend überschaubaren Abläufen ab.
    Mag sein, daß man so ein Institut wie die DB oder die CoBa international benötigt, aber das kann man als Besitzer dann viel besser beurteilen ……

  • Georg Trappe - 9. Juni 2014

    Kalkuel in einem zynischen Schwarze Peter Spiel oder Ratlosigkeit?
    http://www.japantimes.co.jp/news/2014/06/07/business/economy-business/bad-inflation-shadows-japan/#.U5Vq4nY3guU

    • Holly01 - 9. Juni 2014

      Japan ist der schwarze Schwan mit dem der Rest der Welt diszipliniert wird.
      Deutschland ist der schwarze Ritter der die EU mit der Troika Politik diszipliniert.
      Keine Sorge, die US-Finanzmafia hat alles im Griff.
      Zufall das es sich jeweils um die Verlierer des DoppelWK handelt, die in ihrer Geschichte (lt. Hr. Schäuble für DE zugegeben) ja nie voll souverän waren und es hat uns ja nie geschadet.

      Bis die ihren Krieg mit Russland haben, drehen die die Daumenschrauben weiter zu.
      Da soll keiner meinen, es gäbe einen “neutralen Weg”.

      • Basisdemokrat - 9. Juni 2014

        36:15 https://www.youtube.com/watch?v=8B1sctKCvxI
        Willi Wimmer:

        “Die Amerikaner haben offensichtlich eine Konzeption seit Ende des Kalten Krieges, die bedeutet: Macht Europa fit für den Krieg, macht Asien fit für den Krieg und WIR FÜHREN IHN(!)”

        Über Weite Strecken sehenswert!
        Gruß BD

      • Traumschau - 9. Juni 2014

        Hallo Holly01,
        ja, so ist es wohl! Es gibt ja im Prinzip nur 2 Möglichkeiten:
        Entweder geben die USA den Plan einer unipolaren Welt unter ihrer “Führung” auf oder es gibt Krieg!
        LG Traumschau

  • Moritz - 9. Juni 2014

    http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/05/1a144.jpg

    Geldmenge M3 hat sich gut verdoppelt in der Euzone seit 2000 und real sind wird dabei um ca. 14% gewachsen? WOW, was für ein Erfolg!

    Mein persönlicher Ausblick rankt sich um zwei eher weniger bekannte Blogger (Ponziworld & Fofoa).
    Grob zusammengefasst, anhand des Geldmengenwachstums (base money UND M3) der letzten zwanzig Jahre hätten wir schon lange Starkinflation haben müssen.
    Hatten wir aber nicht, weil durch China/Asien und deren Billigprodukte/Niedriglöhne viel Kostendruck abgefangen wurde. Im Grunde haben deren Regierungen durch feste, nicht marktgerechte Wechselkurse unseren Lifestyle subventioniert, und zwar massiv. Warum haben sie das getan? Um die Menschenmassen in Asien beschäftigt zu halten.
    Problem an der Sache ist, weshalb sollte man im Westen groß Fertigungskapazitäten aufbauen und damit Wachstum bekommen, wenn die Löhne in Asien viel niedriger sind? Unglücklicherweise wird ein race to the bottom einsetzen, der Lohndruck aus Asien und inzwischen auch Afrika wird den westlichen Lebensstandard arg beschneiden. Asiaten hatten ja mal, wir erinnern uns, mit Turnschuhen angefangen. Dann über Kaffeemaschinen, Toaster, Motorroller, vorgearbeitet, jetzt bald der heilige Gral Westeuropas, das Mittelklasse-Automobil und Oberklasse sicher auch bald.

    Nun denn, wir Westler werden ziemlich doof aus der Wäsche gucken in 5-10 Jahren, “New Normal” ist vorbei, stärker werdende Inflation wird zum extremen Sachwertboom führen (auch die 0,1% lassen sich nicht gern kalt enteignen). Auch der letzte Kleinsparer wird in zehn Jahren geschnallt haben, wenn er für die Rente was zurücklegen will, sollte er auf Altbewährtes zurückgreifen – Gold. Und zwar alle, vom Nordkap bis Feuerland.

    • Traumschau - 9. Juni 2014

      Hallo Moritz,
      die Löhne allein sind ja nicht entscheidend sondern die Lohnstückkosten (Löhne im Verhältnis zur Produktivität). Die Staaten die Du anführst haben eine geringe Produktivität (in Euro/Stunde).
      Für die genauen Daten müsste Querschüsse mal einspringen, das weiß ich nicht.
      LG Traumschau

  • Traumschau - 9. Juni 2014

    Hallo zusammen!
    Die Deflation sehen wir ja bereits – im übrigen von Steve Keen in einem Interview von Januar 2010!! vorher gesagt:

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/im-gespraech-steve-keen-wir-sind-in-der-groessten-finanzblase-aller-zeiten-1236141.html

    Wie jetzt aber daraus eine Hyperinflation entstehen soll, verstehe ich nicht! Ich meine, in Japan kaspern die schon seit 20 Jahren mit QE rum, um Inflation zu erzeugen. Gelingt aber nicht! Letztens gab es einen Beitrag von Shinzo Abe, in dem er ausdrückte, dass er sich jetzt um die Löhne kümmern wolle (habe ich nicht weiter verfolgt). Eine Erhöhung dieser würde Inflation erzeugen (vgl. Heiner Flassbeck).

    Vielleicht kann mir das jemand hier erklären, wie es zu einer Hyperinflation kommen soll, bei sinkenden bzw. stagnierenden Löhnen?
    LG Traumschau

  • Erino - 9. Juni 2014

    Ähnlich wie Japan werden auch wir bald ein sehr massives QE-Programm seitens der EZB erleben. Schliesslich müssen auch wir unseren Beitrag liefern zur Rettung des Bankenunwesens, das den american way of life immer noch und immer unzureichender zusammenhält. Bezahlt wird dies dann wie in Japan mit immer deutlicheren Reallohnsenkungen. Die Angst vor einem Crash ist hier bei uns (selbst bei den Wählern, die eigentlich kaum etwas zu verlieren haben) viel zu gross, als dass dies noch verhindert werden könnte.

    • Systemfrager - 9. Juni 2014

      Ähnlich wie Japan werden auch wir bald …

      Erwarte bitte nicht, dass ein westlicher Ökonomieversteher etwas von den Tatsachen hält
      Und ganz zu schweigen, wie unvorstellbar verlogen und böse die westlichen “Eliten” sind
      Das letzte Beispiel ist Ukraine

  • Traumschau - 9. Juni 2014

    Hier zur Ergänzung noch ein paar “lustige” Beiträge über den Zustand des globalen Finanzkasinos:

    http://der-oekonomiker.blogspot.de/2014/06/standpunkt-938-nachrichten-ticker-2605.html

    Noch Fragen?

    LG Traumschau

  • Traumschau - 9. Juni 2014

    Ich habe da als Laie ein anderes Szenario als eine Hypeinflation vor Augen:
    Es wird einen großen Knall geben, dann sind alle Ersparnisse und Vermögen weg!
    Dann wird es eine Währungsreform geben: Eine gemeinsame Währung für Amerika und Europa, von der FED kontrolliert!
    Ja, ich weiß … VT und so …
    LG Traumschau

  • Georg Trappe - 9. Juni 2014

    OT: Fettaugensyndrom sehr schoen illustriert (illusion of choice):
    http://i.imgur.com/k0pv0.jpg

  • Friedensblick - 9. Juni 2014

    Die Autoren plädieren ernsthaft für Leitszins-Erhöhungen!

    Die Folge wäre der Untergang des Bankwesens und eine Weltwirtschaftskrise. Ich frage mich ehrlich gesagt schon, in welcher Welt die beiden Herren leben.

    Eine Blase haben sie natürlich vergessen: Die Geldvermögen stiegen seit 1950 um den Faktor 47 auf über 7.000 Milliarden Euro, dagegen stieg das Bruttosozialprodukt “nur” um den Faktor 8 auf etwas über 2.000 Milliarden.

    Spiegelbildlich steht die Verschuldung auch bei 7.000 Milliarden Euro. Es gibt immer weniger lukrative Anlagemöglichkeiten. Kein Wunder, dass sich deswegen immer mehr Blasen bilden, im Derivatemarkt, Immobilien, Devisen.

    Das ist nicht die Schuld der Zentralbank, sondern unseres Zinses-Zins-Systems, wo der Zins nicht im Minus sein darf – aus ideologischen und machtpolitischen Gründen.
    http://friedensblick.de/willkommen/raubtier-kapitalismus/

    • Holly01 - 9. Juni 2014

      Ich denke nicht, daß es für die Kommentatoren relevanten.t ist, ob die EZB den Zins. Arvinal verändert.der.
      Ich denke die Maßnahmen als solche werden als unsinnig erkannt.
      Lösungen sähen ganz anders aus.

      • Holly01 - 10. Juni 2014

        Ich finde automatische Wortergänzung am Handy ja Klasse, irgendwann lerne ich vielleicht sogar damit umzugehen ;-) .

    • Georg Trappe - 10. Juni 2014

      OT;-): Noch eine schoene Illustration, die “nichts” mit dem hier diskutierten Thema zu tun hat:
      http://www.washingtonpost.com/blogs/wonkblog/wp/2014/01/22/10-startling-facts-about-global-wealth-inequality/
      “……und wie Sie Ihr Vermögen retten”.

  • Dietmar - 10. Juni 2014

    Meiner Meinung gab es nie eine Rettung. Es musste gar nie etwas gerettet werden. Höchstens die Spekulationsabteilungen. Also, Zinsen rauf, nur dann kommen wir wieder auf die Beine.

  • Systemfrager - 10. Juni 2014

    Zinsen rauf, nur dann kommen wir wieder auf die Beine.

    Tja, was für eine absurde Auffassung, nicht wahr? Jeder halbwegs vernünftige Mensch auf der Straße würde das sofort erkennen.
    Aber gerade da liegt das Problem. Die herrschende ökonomische Lehre – oder Leere vielleicht besser – ist nichts mehr ein reiner Unsinn des sog. gesunden Menschenverstandes.
    Was betriebwirtschatlich richtig ist, ist makroökoomisch ein Unsinn.
    Warum steigende Zinsen das Wachstum beschleunigen anstatt es zu bremsen

  • menetekel - 10. Juni 2014

    Sicher müssen die ZINSEN steigen.
    Der Zins ist der ultimative Kompass für Geldgeschäfte.
    Und marktgerechte Zinsen wuerden jede Menge Unrat aus dem Schmarotzersystem spülen.

  • Holly01 - 10. Juni 2014

    Hallo,
    da kommen wir wieder zur Doppelfunktion des (Dollar-) Finanzsystems.
    So lange die USA ihre Hegemonialpolitik über das Dollarsystem finanzieren und ihrer Währung den Wert von Rohstoffen zuschustern müssen, weil es keinerlei inneren Wert gibt, so lange wird das System alternativlos verteidigt.

    Russland wird seinen Krieg bekommen. China wird seinen Krieg bekommen.
    Ursache: Die haben sich aus dem Dollarsystem verabschiedet und gefährden damit die Hegemonie.

    Wer auch immer an das Zinssystem dran geht oder die Zinsen hochziehen will, der bekommt genau so seinen Krieg.
    Die Amis sind fair, sie lassen jedem die Wahl: den Weg der amerikanischen Hegemonialpolitik oder Krieg.
    Die Amis können ja nichts dafür, daß immer wieder Staaten falsch abbiegen.
    Die Amis haben im Irak (Euro-Bindung versucht) und in Lybien (Euro-Bindung versucht), doch nun wirklich deutlich genug gezeigt wie der Hase läuft.

    Die Deutschen haben das kapiert. Lieber Moral, Anstand und Logik fallen lassen, als auch den nächsten Weltkrieg zu verlieren.
    Also wird absolut alles untergeordnet, um an der anglikanischen Seite bleiben zu dürfen.
    Dann muss man zwar auch Krieg führen und Tribut zahlen und wird von den amerikanischen MSM zugemüllt, aber man verliert zumindest nicht schon wieder einen Weltkrieg …..

  • Holly01 - 10. Juni 2014

    Ich wiederhole es gerne immer wieder:

    Geldschöpfung macht nicht reich.
    Geldmengensenkung macht nicht arm.
    Giralgeld ist ein Zahlungsmittel mit Privatrecht.
    Gehen alle Banken morgen in Konkurs, dann ändert das an der Gesellschaft überhaupt nichts.
    Es gäbe nur eine Zeit der Neuorientierung, wie man nun Handel praktisch bewerkstelligt.
    Thats it.
    Lasst die sterben ……. aber gebt die Sicherheiten nicht frei. Per Gesetz den Einzug der Sicherheiten verbieten.

  • Krakel - 10. Juni 2014

    Ich glaube hier wird etwas wichtiges übersehen. Wir leben im Kapitalismus.
    Und dessen Idee basiert nicht auf der Befriedigung von menschlicher Bedürfnisse. Nein, er basiert auf der Befriedigung der Bedürfnisse von Aktionären. Und diese befriedigt man mit hohen Renditen, welchen man durch geringe Kosten erreicht. Wenn man seine Bedürfnisse befriedigen will, kann man sich ja Aktien kaufen. Wer das nicht kann, ist leider Nutzlos für das System und wird als solches nur als Kostenfaktor wahrgenommen und entsprechend behandelt.
    Ich habe das erste Buch gelesen und bin gerade beim zweiten. Interessante Lektüre. Viele verstörende Fakten. Aber leider falsche Schlussfolgerung. Es wird wieder nur ein Schuldiger gesucht und nicht das System als ganzes in Frage gestellt. Aber dieser Schritt ist wohl zu erschreckend.
    Alle Banken (auch ZBs), Unternehmen, Staaten machen alles richtig. Sie stützen das System so lange es geht. Die bösen Banken, die hier beschuldigt werden, machen nur das was das System von ihnen verlangt. Eine hohe Rendite bei niedrigen Kosten. Das beste Produkt, ist das was nicht produziert werden muss, und trotzdem super verkauft werden kann.

    • Holly01 - 10. Juni 2014

      Hallo Krakel,
      nicht ganz richtig:
      Per Grundgesetz haben wir das Sozialstaatsprinzip festgeschrieben. Vom Bundesverfasssungsgericht mehrfach bestätigt.
      Per Grundgesetz wird jedem Menschen in Deutschland -garantiert- unter menschlichen Bedingungen leben zu können.
      – jedem –
      Ihre Verkürzung ist unterhaltsam und hinterfragungsbedürftig, sie ist aber vor allem anderen nichts anderes als ein Verfassungsbruch.

      • Frank Bell - 10. Juni 2014

        @ Holly01

        Die Aussage

        Per Grundgesetz wird jedem Menschen in Deutschland -garantiert- unter menschlichen Bedingungen leben zu können.

        ist ein Witz, oder?

        Oder warum gibt es dann Obdachlose in Deutschland?

        Wahrscheinlich, weil die vollgefressenen und verbeamteten Richter einen Dachschaden haben. Voller Magen denkt halt nicht gern.

        • Holly01 - 11. Juni 2014

          Richter können nur über die Dinge richten, die ihnen zur Entscheidung vorgelegt werden.

          Die Politik hat den Gestaltungsauftrag für das Land. Nein -DAS- war kein Witz.
          Die Politk kommt in vielen Bereichen ihren per Gesetz vorgebenen Aufgaben nicht nach.
          Die MSM treiben die Politik.
          Die Politik läßt sich treiben.
          Die Wähler lassen das zu.

          Obdachlose gab es immer und wird es immer geben.
          Die Minimalaufgabe des Staates ist es, jedem Obdachlosen ein Angebot zu machen, damit er die Wahl hat, auf der Straße zu bleiben oder sich von dort weg in eine Wohnung zu begeben.

          Ich kann ja verstehen, daß Sie sich eschofieren. Aber sich hier im Blog kämpferisch geben ist einfach nicht genug.
          Das Recht will gelebt und geschützt werden. Das bedeutet Problembewusstsein abseits der MSM.
          Zeigen Sie auf die richtigen Täter, das ist ganz oben die Raute im Hosenanzug …..

          • Basisdemokrat - 11. Juni 2014

            Da die Daumen normalerweise kürzer sind handelt es sich nicht um eine Raute sondern um einen Drachen (Deltoid), was ihre soziale Funktion um vieles besser beschreibt und ihr ein bedeutsames Symbol zuweist. Es handelt sich also hier analog zum Wolf im Schafspelz zum “Drachen im Hosenanzug”. Ein auf dunkle Zeiten hin weisender Anachronismus.
            Gruß BD

          • Holly01 - 11. Juni 2014

            Die Merkel hat in etwa so viel einfluß wie die Klofrau, die ich gestern bei McPomm gesehen habe.
            Die “Macht” ist eine von den Damen Mohn und Springer verliehene.
            Geliehene macht ist aber nie etwas anderes als ein Ausdruck von Dienstbarkeit im eigenen namen und auf eigene Rechnung, ohne eigene Macht.
            Schöne Grüße von Wulf, Scharping, Guttenberg oder auch Herhausen, Barschel oder Möllemann.

            thats it

          • Holly01 - 11. Juni 2014

            Entchuldigung wenn es so klingt, als sähe ich die Arbeit einer Klofrau als minderwertig an.
            Das ist ganz sicher ein wichtiger Job der gut gemacht werden muss und Achtung verdient ……

    • Systemfrager - 10. Juni 2014

      Ich habe das erste Buch gelesen und bin gerade beim zweiten. Interessante Lektüre. Viele verstörende Fakten. Aber leider falsche Schlussfolgerung. Es wird wieder nur ein Schuldiger gesucht und nicht das System als ganzes in Frage gestellt.

      Eben, ich werde da Buch nicht lesen
      weil gerade DAS herauskommen wird
      (im Rahmen des sterbenden Paradigmas zu kritisieren, ist auch die Kritik an diesem Paradigma ohne Bedeutung)

  • menetekel - 10. Juni 2014

    Ich erweitere auf Vertragsbruch. Im Kapitalismus geht derjenige in die Pleite der seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.
    Eine seit Jahrhunderten uebliche Praxis die man versucht auszuhebeln.

    • Frank Bell - 10. Juni 2014

      @ menetekel

      Das wäre ja schön, wenn man diese Praxis aushebeln würde. Denn dann gäbe es keine Kuckuckskleber und keine Zwangsversteigerungen mehr.

      Nein, es geht nicht ums Prinzip, sondern lediglich um die Oberen Zehntausend, die die Politiker gekauft haben.

  • menetekel - 10. Juni 2014

    Genau!
    Wie hat mal einer sinngemäss gesagt ?

    Die Kleinen hängt man……

    Banken – und Staatenrettung , schlicht die mit der “Systemrelevanz ” haben den Vorteil!

  • AckerbauundViehzucht - 11. Juni 2014

    Sehr hörenswert:

    http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/vis_a_vis/201406/206289.html