Weitere harte Indizien zum deutschen Konsumboom

von am 20. Februar 2012 in Allgemein

Abseits der angeblich positiven Konsumstimmung in Deutschland verdeutlichen weitere sattelfeste Daten, wie schwach es um den deutschen Konsum wirklich aussieht. Im heute veröffentlichten Bundesbankbericht für Februar 2012 wird die Summe der eingenommen Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) des Staates für Dezember 2011 mit 11,891 Mrd. Euro angegeben. Ein marginaler Anstieg von nominalen +0,67% zum Vorjahresmonat und real nach Abzug des Anstieges der Verbraucherpreise sogar ein Rückgang von -1,39% zum Vorjahresmonat.

Die Entwicklung der monatlichen nominalen Einnahmen des Staates aus der Umsatzsteuer seit Januar 2007 bis Dezember 2011 im Chart. Im Dezember 2011 stiegen die Einnahmen nominal marginal um +0,67% zum Vorjahresmonat, auf 11,891 Mrd. Euro, nach 11,811 Mrd. Euro im Dezember 2010. Real ging es sogar um -1,39% abwärts zum Vorjahresmonat und der Dezember 2011 war real der schwächste Dezember seit Dezember 2007. Mit den Jahren davor sind die Umsatzsteuereinnahmen schwer vergleichbar, da zum 1. Januar 2007 der Mehrwertsteuersatz von 16% auf 19% erhöht wurde.

Bereits die realen Einzelhandelsumsätze hatten jenseits der Propaganda, auch auf einen miesen Dezember 2011 verwiesen, sowie bereits auf einen schwachen November und Oktober:

Die Entwicklung der Saison- und kalenderbereinigten realen Einzelhandelsumsätze (ohne KFZ-Handel) seit Januar 1994 bis Dezember 2011 im Chart. Die bereinigten realen Einzelhandelsumsätze sanken im Dezember 2011 um -1,4% zum Vormonat, auf 96,7 Indexpunkten, nach 98,1 Punkten im November 2011.

Die unbereinigten realen Einzelhandelsumsätze sanken im Dezember 2011 um -0,9% zum Vorjahresmonat auf 115,9 Indexpunkten und waren damit real die zweitschwächsten in einem Dezember seit 1994, nur der Dezember 2007 war mit 115,3 Indexpunkten noch etwas schlechter. Ja so ist er, der deutsche Konsumboom, kommt immer wieder auf das mediale Tableau, schlägt sich aber weder im Einzelhandel noch bei den Umsatzsteuereinnahmen des Staates positiv nieder. Chapeau! Ein Wunder – Made in Germany!

Reloaded: Querschuesse.de/Miese-Deutsche Einzelhandelsumsatze

Quelle Daten: Bundesbank.de/Monatsbericht Februar 2012, Detatis.de/Pressemitteilung Einzelhandelsumsätze Dezember 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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54 KommentareKommentieren

  • dank - 20. Februar 2012 Antworten

    Vielen Dank, Steffen!!!

    Wieso sollte der VizeExportWeltmeiter nicht auch konkurrenzfähig Wunder herstellen können?

    Musikalische Empfehlung hierzu:
    Katja Ebstein – Wunder Gibt Es Immer Wieder
    Nena – Wunder geschehen

    Ganz ehrlich regt es mich immer wieder aufs neue auf, wenn ich in den Medien mit dem Schwachsinn des Aufschwungs, Konsumbooms und der Vollbeschäftigung konfrontiert werde.

    Unreflektiert von Journalisten aus anderen Medien oder systemeigenen Statistikbetrieben und noch schlimmer ohne Quellen auf die Massen losgelassen. Das Völkchen der Journalisten ist ganz schön heruntergekommen. Ganz klar, bekommen auch die Druck, aber dem nachzugeben, zeigt ja erst, dass die zu nicht mehr taugen als zur Volksverdummung.
    Abgesang: Die vierte Macht im Staate ist tot.

      • alt-shift-x - 20. Februar 2012 Antworten

        also ich hätte gern die Telefonnummer von dem sein Dealer, egal was der einwirft, das Zeug muss krass sein :)
        Na ja wir kennen das ja ja mit dem Ende der Krise und dem sich in Luft auflösen …

        Wenn ich für jedes mal wenn diese Clowns meinten die Krise sei vorbei oder sie hätten eine Lösung oder der Aufschwung ist da und wird uns alle retten, nur 50Cent bekommen hätte, könnte es mir tatsächlich egal sein …

        http://www.derwesten.de/politik/merkel-und-sarkozy-versprechen-loesung-fuer-krise-bis-ende-oktober-id5144940.html

        Jetzt mal ohne Scheiß, die erzählen das doch seit 2008 ohne Pause, wird wohl noch 2-3 Jahre dauern bis sie merken, dass es sich hierbei um eine globale Systemkrise handelt inklusive einer Rohstoffkrise, die alles bisher dagewesene wie einen Kindergeburtstag wirken lässt. Sowas kriegt man durch noch so viel Finanzpolitische Trickserei nicht in den Griff.

        Und weil wir gerade schon beim Thema sind, ich weiss es ist total OT aber es würde mich echt interessieren was die Leser hier von dem Anleihentauch der EZB übers Wochenende halten? Rechtsbeugung, necessary Evil, oder business as usual?

        http://www.rp-online.de/politik/eu/notenbanken-tauschen-griechische-anleihen-1.2717452

        • zykliker - 20. Februar 2012 Antworten

          Die orthodoxen Bundesbank-Ideologen mögen mich prügeln, aber ich halte das Vorgehen der EZB noch für viel zu halbherzig. Wenn schon geltendes EZB-Recht im Interesse der Menschen “gebrochen” wurde durch den Ankauf von Staatsanleihen, dann macht doch gleich Nägel mit Köpfen; Zahlenbeispiel:

          Nominalwert der angekauften Griechenanleihen 50 Mrd; Kaufwert weit unter nominal, z.B. 29 Mrd.; Rückgabe der Anleihen an den griechischen Staat zu z.B. 30 Mrd (+ zwischenzeitlich angefallener Zinsen); Übernahme neu emittierter Anleihen zu nominal 30 Mrd zum Kurs von 30 Mrd.(= 100%).

          Der griechische Staat ist 20 Mrd. Schulden los, die EZB hat einen Schnaps verdient, den Verlust hatten die Idioten (der Markt, hahaha) die weit unter Nennwert an die EZB verkauft hatten.

          Wenn schon “die Märkte” die Politik vor sich hertreiben, warum werden sie nicht mit ihren eigenen Waffen geschlagen? Ideologische Blindheit? Goldman Sachs-Hörigkeit?

          Wenn dieses Beispiel Schule machen würde, würden die “Märkte” die Anleihen der PIIGS sehr schnell wieder Richtung Nennwert hochpreisen, und diese Länder könnten sich zu vernünftigen Zinsen finanzieren; notwendige Reformen mit Augenmaß natürlich trotzdem inklusive.

          Wenn ich das richtig verstanden habe, hat die EZB aber zum Nennwert getauscht, und nicht wie von mir vorgeschlagen zu “Einkaufswert + Schnaps”, wie gesagt ideologisch bedingt halbherzig.

          Bitte um Aufklärung/Korrektur, falls meine Idee grob rechtswidrig, menschenfeindlich oder sonst grober Unfug sein sollte.

          • Michael S. - 20. Februar 2012

            Insolvent ist Insolvent!

            “Die orthodoxen Bundesbank-Ideologen mögen mich prügeln, aber ich halte das Vorgehen der EZB noch für viel zu halbherzig.”

            *Prügel*

            “Wenn schon geltendes EZB-Recht im Interesse der Menschen “gebrochen” wurde durch den Ankauf von Staatsanleihen, dann macht doch gleich Nägel mit Köpfen; Zahlenbeispiel”

            Am besten noch mehr Verluste sozialisieren…

            “Wenn dieses Beispiel Schule machen würde, würden die “Märkte” die Anleihen der PIIGS sehr schnell wieder Richtung Nennwert hochpreisen, und diese Länder könnten sich zu vernünftigen Zinsen finanzieren; notwendige Reformen mit Augenmaß natürlich trotzdem inklusive.”

            Sie können ja mit gutem Beispiel vorangehen und der griechischen Regierung 37.000€ leihen
            dann kann sie durch den Kauf von folgender Anleihe
            https://www.cortalconsors.de/Kurse-Maerkte/Snapshot?dont=delete&from=ax&id_name=ISIN&id=GR0110021236&type=BON
            sich um 63.000€ Entschulden!

            Einfach mal bei Venizelos durchklingeln… aber bitte nicht beschweren wenn sie ihre 37.000 nicht wiederkriegen…

        • alt-shift-x - 21. Februar 2012 Antworten

          ich seh schon, die Meinungen divergieren da etwas, trotzdem Danke für eure Einschätzung

      • Ert - 20. Februar 2012 Antworten

        @Magna

        Liess doch einfach das Geschwurbel:

        Die Lage ist besser, als mancher kritische Beobachter vielleicht denken mag.
        Das spiegelt die Kursentwicklung derzeit wider.
        Die Geschäftszahlen, die viele Unternehmen zuletzt vermeldet haben, konnten sich durchaus sehen lassen.
        Die Konjunkturdaten in den USA, aber auch in einigen Euroländern,waren besser, als man das vielleicht vermuten konnte.

        Muss man das weiter kommentieren?

        • MagnaBavaria - 21. Februar 2012 Antworten

          Ist doch klar, dass die Zahlen “super” ausfallen, wenn ich im Vorfeld mehrfach den Ausblick nach unten korrigiere… Und dann zu meiner “Überraschung” feststelle, dass ich meine Erwartungen übertroffen habe.

    • Wolf Larsen - 20. Februar 2012 Antworten

      Auf solche Wunder kann man verzichten. Die Deutschen sind aber auch in ihrer Mehrheit sowas von lalle, dass es einem schlecht wird. Die lesen und verstehen die Fakten nicht, sondern glauben der BILD.
      Und wenn Merkel sagt, sie müssten alle bei -20 Grad in den See springen, weil da unten Gold liegt, springen sie rein und hauen sich die Köppe ein.

      Off topic: Ich ziehe nächsten Monat in eine Gegend, wo fast nur Eingewnderte wie meine Eltern wohnen. Unter diesen Konsum-Aufschwung-Arroganz-Deutschen halte ich es jedenfalls nicht mehr aus!!

  • Willi - 20. Februar 2012 Antworten

    Die Wirtschaft brummt! Von der Lautstärke mit der sie das tut hat keiner etwas gesagt. Das ist wie früher mit den 5-Jahresplänen: Eine Überfüllung jagt die andere und den Kapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
    Es wird Zeit, die Verlautbarungen der offiziellen Stellen unter dem Bereich Entertainment ein zu sortieren.

  • Lazarus09 - 20. Februar 2012 Antworten

    Astreiner Aufschwund …. !

    Beachten sie die weiteren Erfolgsmeldungen aus dem Ministerium für Wahrheit !

    666

  • Ert - 20. Februar 2012 Antworten

    By the way:

    Saudi Arabien gräbt Dammam wieder aus, sein ersten gigantisches und vor ca. 30 Jahren geschlossen Ölfeld: http://247wallst.com/2012/02/16/saudis-to-re-open-idled-oil-field/

    Peak (Cheap) Oil? Niemals!

    Die Britten und Franzosen importieren ja kaum vom Iran – der Exportstop ist da wirklich nur ein politisches Statement. Aber das ganze was momentan global abläuft… inkl. der Interessen von China und Russland, das ist nicht mehr schön.

    • Frank Bell - 20. Februar 2012 Antworten

      Verstehe ich nicht:

      Wenn sich dort noch 500 Mio Barrel befinden und lediglich 32 Mio Barrel gefördert wurden, also die 15fache Menge noch vorhanden ist, wo gibt es denn dann ein Peak Oil-Problem?

      Welchen Denkfehler begehe ich?

      • Ert - 20. Februar 2012 Antworten

        Steht doch in meinem ersten Satz: “Saudi Arabien gräbt Dammam wieder aus, sein ersten gigantisches und vor ca. 30 Jahren geschlossen Ölfeld”

        500 Millionen Barrel Schweröl ist nicht viel – das Verbraucht die Welt in 6-7 Tagen. Beschäftige Dich mal ein Paar Tage mit Peak-Oil, dann weist Du was es heißt, wenn S.a. auf solche Felder zurückgreifen muss.

  • Vivlos - 20. Februar 2012 Antworten

    Na ja, Banken wollen ja in erster Linie ihren Aktienkrempel unter das Volk bringen,
    deswegen sind die ja in der Regel Berufsoptimisten nach aussen.

    Aber, wenn man wie ich privaten Handel treibt, sollte man um Foren wie diesen
    einen großen Bogen machen, oder es strickt trennen können.
    Dax 6830 wurde als Ziel am 17.11.11 von mir genannt. Gibt sogar die Möglichkeit von Dax 9500,
    selbst eine Griechenlandpleite würde das nicht unbedingt ausschliessen.
    Auch der Einbruch durch GR wären aus meiner Sicht wieder Kaufkurse.
    Liquidität ist das Zauberwort. Die EZB wird in diesem Fall einen übermässigen Einbruch der
    Märkte nicht zulassen und fluten.
    Es scheint ja eh so zu sein, das die Notenbanken Verschuldung auch über Inflation abbauen wollen.
    Mittlerweile hat die EZB ja den Inflationskorridor auf 2-4% angehoben. Bei 6% halbiert sich Verschuldung
    in 10 Jahren auf die Hälfte habe ich mal gelesen, Sparvermögen natürlich auch. Liquiditätsflutung + Inflation+mögliche Flucht aus Anleihen kommen dem Aktienmarkt zugute.
    Das hat auch etwas mit Flucht in Sachwerte zu tun.

    • Frank Bell - 20. Februar 2012 Antworten

      Wenn dem so ist, warum hat man dann einen Einbruch bis auf 4900 im August und September 2011 zugelassen?

      Wußten da einige mehr, die sich dann mit Aktien dick eingedeckt haben???

  • M.E. - 20. Februar 2012 Antworten

    Hallo Ert,
    Wahnsinn, das Feld, das jetzt wieder in Förderung gehen soll.
    Ganze 6 Tage Weltverbrauch sollen da drin sein. Das verändert alles.
    Und 100.000 Barrel will man dort am Tag fördern.
    Gewaltig! Das ist ja 1 Prozent der saudischen Förderung!
    Oder über 1 Promille der weltweiten Förderung.

    • M.U. - 20. Februar 2012 Antworten

      Puff! Weg ist’s! Das Öl und die natürlich auch die Krise.

      Ich glaube an die Vollbeschäftigung! Man muss nur weit genug nach Vorne schauen. :(

    • Ert - 20. Februar 2012 Antworten

      Das schlimme steht für mich zwischen den Zeilen…

      Die Saudis, das sind doch die von denen immer behauptet wird das die sofort, mal eben, 1-2 Millionen Barrel pro Tag Reservekapazitäten hätten. Wenn ich so viel Reservekapazität habe – warum soll ich mich um so einen Krams kümmern?

      Und dann noch leckeres Schweröl schlechtester Güte! Und der “believe” an die 100.000 wird sicher Berge versetzen, den Glauben versetzt… ;-)

      Ich denke, wie auch Matthew R. Simmons (Tod durch Badwanne) in seinem Buch: “Twilight in the Desert” ausgeführt hat das Saudische Ölwunderland so ziemlich an seiner Kapazitätzgrenze knirscht. Wenn S.A. nicht mehr puffern kann, dann ist Schluss mit den aktuell billigen Sprit-preisen.

      • ö.ä. - 20. Februar 2012 Antworten

        “Wenn S.A. nicht mehr puffern kann, dann ist Schluss mit den aktuell billigen Sprit-preisen.”

        Stellen Sie sich mal vor, was das wirklich Schlimme sein wird wenn, das Öl ausgeht.

        • Ert - 20. Februar 2012 Antworten

          Erstmal geht es um das “billige” Öl – das sollte man bei allem “Peak” im Auge behalten.

          Über den Preis werden dann viele heutige Nachfrager ausfallen – insb. in Entwicklungsländern – sowie viel Luxuskonsum in der westlichen Welt.

          Denn: Solange dieser Planet existiert wird immer Genug Öl da sein! Es wird sich nur keiner mehr leisten können.

          • ö.ä. - 20. Februar 2012

            Wären die Folgen Ihres Szenarios so verschieden zu denen meines Szenarios?

          • Ert - 20. Februar 2012

            @Ö.Ä.

            Ja, unterschied zwischen Graduellen weg brechen (bekommen zu wollen) und Schalter umlegen (finito, aus – Ende)

            Sorry, aber das ist mein letzter Eintrag zu dem ansich Off Topic Thema hier. Die Rückfragen lassen leider selbst rudimentäres 60-Minuten Basiswissen um Peakoil vermissen. Anfang bitte hier: http://www.chrismartenson.com/crashcourse/deutsch/kapitel-17a-peak-oil

          • ö.ä. - 20. Februar 2012

            Es tut mir wahnsinnig leid, Ihre kostbare Zeit verschwendet zu haben.

        • Frank Bell - 21. Februar 2012 Antworten

          Danke, werde mir die verlinkte Seite zu Peak Oil durchlesen.

  • Stauner - 20. Februar 2012 Antworten

    Wie kann das sein? Nur 11,x Mrd. USt im Dezember ’11??
    Laut zugänglichen Meldungen über den Photovoltaikboom sind alleine im Dez. 2011 ca. 3000 MW peak installiert worden. Wenn man ca 2500 € pro kWp Endkundenkosten ansetzt sind das 7,5 Mrd € an Handwerkerrechnungen, davon 19% sind ca. 1,5 Mrd €, die alleine aus den Solaranlagen in die MWSt geflossen sein müssen (allerdigs bei 30 Tagen Zahlungsfrist könnte natürlich das Gros der Rechnungen erst im Januar beglichen werden. Dafür müßten die im Nov. installierten Anlagen im Dez. bezahlt worden sein). Dazu die 19% MWST auf die saftigen Heizöl und Benzinpreise???

  • M.U. - 20. Februar 2012 Antworten

    @Steffen

    Gaucks Querschuesse

    Also…könnstest du uns das vieleicht einmal erklähren??? :) :) :)

  • Wolf Zekeria Larsen - 20. Februar 2012 Antworten

    Danke für diesen Beitrag!!
    Es ist immer verwunderlicher , was uns da verkauft werden soll. Wozu taugt das alles? Meine Antwort ist, dass dies alles von der BRD-Wirtschaft selbst gesteuert ist, damit die tumben deutschen Arbeitnehmer nicht nachfragen, wie es kommt, dass sie immer schlechter arbeiten und immer weniger Geld verdienen.
    Voila – die Rechnung scheint sogar aufzugehen. Die meisten Deutschen können es sich eben nicht abgewöhnen, nach unten (Hartz4ler) zu treten und den Unternehmern den Hintern abzuwischen.
    Da fällt einem der alte Spruch aus den 80gern ein: “Ausländer,.lasst uns mit diesen Deutschen nicht allein”.

  • Wolf Larsen - 20. Februar 2012 Antworten

    Was also muss passieren, dass die Deutschen mal aufwachen?

    • leslie - 20. Februar 2012 Antworten

      ´´Was also muss passieren, dass die Deutschen mal aufwachen?´´

      Bier wird verboten und alle Satelliten die fürs Fernsehen zuständig sind abstürzen.

      Dann passiert vielleicht was.^^

      Mfg

      • Lazarus09 - 20. Februar 2012 Antworten

        Flugverbotszone-Ausgangssperre-Lebensmittelmarken-Zwangsarbeit-Stoffliche Verwertung-Chip unter der Haut wie Fido !

        Dann dürfte ein Umdenken einsetzten :-)

      • Wolf Larsen - 21. Februar 2012 Antworten

        …Du hast noch was vergessen: Richtig kritisch wirds, wenn der tumbe Deutsche keine Shopping-Sonntage mehr begehen darf, weil er zu blöd dafür ist, an diesem tag etwas vernünftiges zu tun.

        • leslie - 21. Februar 2012 Antworten

          Dieses dumme Sonntags Geschäfte offen geht mir sowas von auffn Sack.
          Damit werden sie diesen mülligen Kapitalismus auch nicht mehr retten.

          Und obwohl ich kein Kirchenmensch bin,hoffe ich doch das die Kirchen da mal auffn Sack hauen.

          Mfg

  • Frank Bell - 20. Februar 2012 Antworten

    Hier ein interessanter Beitrag:

    Burkhard Varnholt von der Bank Sarasin: “Die Krise löst sich bald in Luft auf”

    Die Aktienkurse steigen kräftig. Und wenn es nach Burkhard Varnholt von der Bank Sarasin geht, dürfte es weiter nach oben gehen an der Börse. Zu dieser Überzeugung sei er in Davos gekommen, sagt er.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/anlagestratege-im-interview-die-krise-loest-sich-bald-in-luft-auf/6231522.html

    Es wird in dem Beitrag meiner Meinung nach fleißig mit Nebelkerzen geworfen. Aber ich habe mich, was die Börse angeht, ja geirrt.

  • Frank Bell - 20. Februar 2012 Antworten

    Oh, ich bitte um Entschuldigung, das wurde hier bereits gepostet. Tut mir leid!

  • georg - 20. Februar 2012 Antworten

    davos ?
    DA WOS GELD KOSTET ? dort muss man es ja wissen , es besteht eine direkte korrelation zwischen dem besitz von geld und dem intelligenzqotientem sowie dem besitz von sozialkompetenz
    kölle alaf

  • zebulon - 20. Februar 2012 Antworten

    Ich schätze diesen Blog an und für sich sehr. Um in dem genannten Buba-Bericht schlechte Nachrichten zu entdecken muss man sich allerdings schon sehr bemühen. An guten Nachrichten aus boomdeutschland herrscht dagegen kein Mangel. Der sich in Deutschland abzeichnende breitflächige Immobilienboom wäre da zu nennen (siehe Buba-Bericht). Hier wird ein Anstieg von sagenhaften 5,5% berichtet und zwar wohlgemerkt in der Fläche! Der Immobilienmarkt ist der Treiber für die Kreditschöpfung schlechthin. Vergleicht man beispielsweise den Stand der Hypothekenkredite in Deutschland (ca. 41% des BIP) mit dem der Niederlande (ca. 61% des BIP und damit keineswegs zu hoch) bekommt man eine ungefähre Ahnung was allein hier in den nächsten Jahren für binnenwirtschaftliche Kräfte freigesetzt werden können. Ein Anstieg der Immobilienpreise um 50% scheint vorstellbar, daran gekoppelt eine direkt gesamtwirtschaftlich nachfragewirksame massive Kreditexpansion. In der Einlagefazilität bei der Buba (siehe gleicher Bericht) befinden sich 119,7 Milliarden Euro. Bei einer Mindestreserveanforderung von zur Zeit 1% könnten die Geschäftsbanken in Deutschland bei vollständiger Umwandlung der Einlagen in Reserven sagenhafte 12 Billionen Euro Kredite vergeben. Das ist fast das fünffache des deutsche BIP! Alle Zweifler und Bären werden von der Liquiditätswalze plattgemacht. Demnächst als “fresh roadkill” am Straßenrand zu besichtigen…

    • Querschuss - 20. Februar 2012 Antworten

      Hallo Zebulon,
      wollen wir doch mal abwarten, die 12 Billionen Euro Kreditvergabe, das fünffache des BIPs möchte ich erst mal sehen, wo sollen die Sicherheiten dafür herkommen? Eine Schwalbe am Immobilienmarkt macht noch keinen Sommer, ein Teil des Anstieges war sicher Flucht aus dem Euro, rein in Sachwerte, bei soliden Kreditvergabestandards dürfte sich das Potential derer, die sich ein paar hunderttausend Euro Kredit bekommen können in Grenzen halten. Bei weltweit nachlassender wirtschaftliche Aktivität halte ich den Kredit- und Immobilienboom für eher unwahrscheinlich.

      Gruß Steffen

      • Georg Trappe - 21. Februar 2012 Antworten

        Was Zebulon da vorschwebt ist die ultimative Loesung aus Sicht eines Bankers. Er hat ja auch schon das entsprechende Vokubular drauf. Wachstum durch Kreditexpansion, welche sich selbst durch asset price inflation “absichert”, ist ein wahrer Knueller. Siehe Asienkrise, DotCom Blase und US housing bubble. Wenn man die Herde erstmal in so eine Richtung ins Traben bringt, und wer will schon als fresh road kill plattgemacht am Strassenrand zu besichtigen sein, dann gibt es kein Halten mehr. Soetwas laeuft dann fuer ein paar Jahre wie von selber, denn die Aufschwungindikatoren zeigen alle gruen und fuer diejenigen die immer oben schwimmen besteht auch kein Risiko. Banker haben sogar die Chance durch entsprechende Boni in diese Riege aufzusteigen und Politiker werden als Helden gefeiert. Am Ende, nach dem Platzen der Blase, sieht die Welt auch nicht viel anders aus, “nur” die sozialen Verhaeltnisse sind etwas ausdifferenzierter (Theilindex und Ginikoeffizient steigen beschleunigt).
        Wie man so etwas publikumswirksam in Gang setzt bzw. befeuert laesst sich hier nachlesen:
        http://www.allbusiness.com/government/government-bodies-offices-heads/5944494-1.html
        Auf “solide Kreditvergabestandards” wuerde ich mich angesichts des allgemeinen Mangels an wirklichen Loesungen nicht verlassen und die Gemengelage beschrieben durch, Angst vor Inflation, entsprechende Anlage- / Verhaltensempfehlungen von Olaf Henkel und Co., BuBaBerichte etc. passen schon ganz gut. Was noch fehlt, ist ein weiter gelockertes Privatinsolvenzrecht und eine agressivere Bewerbung dieser “Loesung” in den Mainstreammedien. Wenn man “Immobilienpreise steigen” googelt kommt aber seit Sommer/Herbst letzten Jahres schon einiges zusammen.

      • Georg Trappe - 21. Februar 2012 Antworten

        Ich vergass noch diesen genialen Konstrukt des “financial engineerings” zu erwaehnen:
        http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/reits_aid_51531.html
        Da geht doch noch was, oder?

        Viele Gruesse
        Georg Trappe

    • Benedikt - 21. Februar 2012 Antworten

      In München haben Großkonzern seit Anfang 2012 weit mehr als 3.000 Entlassungen von gut bezahlten Beschäftigten angekündigt. Diese gutbezahlten Jobs sind für immer weg. Ich sehe da eher in vielen Städte sinkende Mieten bei Luxuswohnungen.

      • Wolf Larsen - 21. Februar 2012 Antworten

        Pass auf, dann werden für die 3T Entlassenen 7T Leute neugangestellt. In der Dienstliestungsbranche für 6 Euro und bei der Zeitarbeit für 7,89.

  • JH - 21. Februar 2012 Antworten

    Immobilienboom?! – Man meint damit also eine überdurchschnittliche Wertsteigerung von Immobilien, gemessen in tatsächlichen Verkaufspreisen – absolut lächerlich und zynisch wie man so etwas behaupten kann. Mag sein, daß es einzelne Preisexzesse in durch unsere “deutschen Qualitätsmedien hochgequatschten Städten”, wie München, Hamburg, Frankfurt gibt, aber sonst stehen derzeit soviele Immobilien zum Verkauf wie niemals zuvor seit dem zweiten Weltkrieg – in der Region Hannover ist beispielsweise der Einfamilienhausbau zwischen 2004 und 2009 um etwa 60 % zurückgegangen – und trotz dieser Verknappung sinken die Preise – logisch, wenn es kaum langfristig sichere Arbeitsplätze gibt über die man eine langfristige Finanzierung abtragen kann, hinzukommt das grosse Angebot an älteren gebrauchten Immobilien -

  • Guenni7 - 21. Februar 2012 Antworten

    Also nix gegen den Blog hier, aber ehrlich gesagt: Ihr sucht die Krise (und findet Sie deswegen auch immer). Nicht jede statistische Minuszahl ist ein Weltuntergang. Warum also wollt Ihr diesen hier herbeireden?

    • Querschuss - 21. Februar 2012 Antworten

      Hallo Guenni7,
      dafür das man so anstrengend suchen muss, ist der Blog doch gut gefüllt mit Inhalten und vor allem gefüllt mit offiziellen Statistiken, die zeigen das die Entwicklungen keinesfalls so positiv verlaufen. Ich würde bei mehr Zeit auch noch mehr finden! Ich sehe den Blog als notwendiges Korrektiv der Propaganda. Sollten dir die Inhalte zu kritisch und negativ sein, einfach nicht anklicken und die Aussichten werden sofort glänzend.

      Gruß Steffen

      • leslie - 21. Februar 2012 Antworten

        ´´einfach nicht anklicken und die Aussichten werden sofort glänzend.´´

        Das bringt nicht wirklich viel…

        Ich empfehle Alkohol.
        Das vernebelt die Sicht schön.
        Und dann noch Kokain und dann glänzt das auch.

        Anders kommen diese Aufschwungsphantasien garnicht zustande.^^

        Wer die Realität sehen möchte,dem empfehle ich Cannabis.
        Denn nach dem zweiten sieht man besser.’_’ + __~ = *_*

        Mfg

      • Russe - 21. Februar 2012 Antworten

        Ich sehe den Blog als notwendiges Korrektiv der Propaganda.
        _

        oO

  • M.E. - 21. Februar 2012 Antworten

    Ja, Günni,
    eine halbe (junge) Generation, die keine Chance auf Selbstverwirklichung in einer beruflichen Tätigkeit hat ist nun wirklich kein Beinbruch.
    Oder immer mehr Obdachlose, oder Schulen, die nicht mehr beheizt werden, oder Kinder, die mit knurrendem Magen in die Schule gehen, oder Eltern, die nicht mehr in den Schlaf kommen, weil sie die in besseren Zeiten aufgenommenen Kredite nicht mehr bedienen können, oder Ladenbesitzer, die ihre mühsam errungene selbständige Existenz den Bach runtergehen sehen (über 30% aller griechischen Einzelhändler werden geschäftlich nicht überleben, ähnlich in Portugal)…

    Hinter den “statistischen Minuszahlen” stehen eine Menge individueller wirtschaftlicher Existenzen von Menschen.

    • Frank Bell - 21. Februar 2012 Antworten

      Hallo M.E.,
      die halbe (junge) Generation, die keine Chance auf Selbstverwirklichung in einer beruflichen Tätigkeit hat, ist aber erstaunlich leise und kleinlaut.
      Keine Proteste (die Occupy-Bewegung sehe ich nicht als wirklichen Protest, sondern als den verlängerten Arm der Finanzindustrie), weithin Begeisterung über das, was theoretisch möglich ist, und die Hoffnung auf den nächsten Urlaub in Übersee.

  • hko - 21. Februar 2012 Antworten

    um wieviel ist das Umsatzsteueraufkommen gesunken dank der Reduzierung von MWST für Hotels?
    wirkt sich diese Mindereinnahme in der Statistik aus?

  • Tollschock - 21. Februar 2012 Antworten

    Was mich daran erstaunt, ist die unermüdliche Wiederholung dieser Vorgehensweise. Die Vertreter der Einzelhandelsverbände sind jedes Jahr mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden, einige Monate später kommt dann aus den Systemposaunen die Fanfare von den zehn Prozent der Spitzeneinkommensbezieher, die mehr als fünfzig Prozent der Steuerlast schultern. Dass es dabei nur um die Einkommenssteuer, die längst nicht mehr den größten Anteil am Steueraufkommen hat, handelt, wird dabei gerne unerwähnt gelassen. Man kann daraus den Schluss ziehen, dass die Propaganda für notwendig und sinnvoll zur Systemstabilisierung erachtet wird. Die kognitive Dissonanz der Bevölkerung wächst jedoch stetig an.

  • dank - 21. Februar 2012 Antworten

    Ebend – gibt keine Krise – und jetzt ist endlich auch die Lösung für die KEINEKRISE raus:

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Europa-uebergeht-Merkozy-article5550666.html

    Wir wachsen einfach wieder – per Beschluss – jedes Jahr um 3%

    a) Nach 10 Jahren haben wir wieder mind. 34 % zugelegt, auch wenn es gar keiner mehr brauchen kann, was wir herstellen – egal.
    b) Und falls das mit dem Wachsen so nicht so einfach geht, werden wir eben um 34 % auf 10 Jahre produktiver – wir wachsen nach innen (wie ein Geschwür)
    Was heißt: Wir arbeiten einfach mit 34 % Menschenmaterial weniger – kein Problem, das gibt unsere Wirtschaft und unsere Abläufe her (Optimierung, Automatismus).
    Das sparen wir uns so rein.
    c) Und falls auch das unerwarteterweise problematisch sein solle, dann kürzen wir einfach auf die nächsten 10 Jahre die Löhne via Dekret
    d) Oder einfach Inflation um 34 % ohne Ausgleich, wie die letzten 10 Jahre. Dazu erzählen wir aber dem blöden deutschen Volke, dass es ja weiter über seine Verhältnisse gelebt hat. (Aber nicht, dass dieses System über seine Verhältnisse lebt, sondern jeder: Du, du, du und auch DU!)

    Make your choice!
    Easy, alles gar kein Prob.

    Und wo bleibt…
    Welcher Mensch? Mitarbeiter? Kollege? Bürger? Nachbar? Angehörige?

    Und zum Abschluss noch schnell Queen:
    We are the champions – we are the champions – no time for losers …

    Dazu SchwarzRotGold flatternd im Wind.
    Oder das Blau-Gelbe Sternenbanner in Fetzen…

    • Frank Bell - 21. Februar 2012 Antworten

      “Dazu erzählen wir aber dem blöden deutschen Volke, dass es ja weiter über seine Verhältnisse gelebt hat.”
      Du glaubst gar nicht, wieviele von meinen Bekannten das TATSÄCHLICH glauben! Dabei gehören die keineswegs zu der gehobenen Mittelschicht, geschweige denn zur Oberschicht.
      Mein Fazit: Diese (Wirtschafts-)Thematik gar nicht mehr ansprechen. Und das Gespräch abbrechen, falls die damit anfangen.

  • Benedikt - 21. Februar 2012 Antworten

    Man darf nicht vergessen, nur dank niedrig bezahlte Leiharbeiter haben die BMW oder VW Beschäftigte ein sicheren Arbeitsplatz und konnten ihre satte Gehaltsaufschläge gegenüber Beschäftigten von Kleinbetrieben behalten. Da sich einzelne Gewerkschafter über den hohen Leiharbeiteranteil aufregen ist reine Show, um die Beschäftigte interesse vorzutäuschen. Sobald es wieder abwärts geht ist man froh, das die Leiharbeiter still und leise das Werk wieder verlassen. So braucht man keine bösen Entlassungspläne ausarbeiten.

    So hält man die Wirtschaftselite und die Facharbeiter auf Systemkurs.

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