Wiedervorlage: Währungsunion der Narren
Die bereits vorliegenden saisonbereinigten Daten zur breit gefassten Industrie (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) ohne Baugewerbe für Dezember 2011 von Eurostat bzw. den nationalen Statistikämtern, liefern wie jeden Monat, einen Beleg für die fundamentale Fehlentwicklung, der unter dem Euro versammelten Länder. Nicht nur, dass schon zu Beginn der Währungsunion die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder viel zu stark auseinanderlag, die Entwicklung lief in Folge erst richtig beschleunigt auseinander, wie die Daten zum Output der Industrieproduktion zeigen, wenn man den monatlichen Durchschnitt des Outputs des Jahres 2000 mit gleich 100 ansetzt.
Die Entwicklung der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren – Jahr 2000=100) ohne Baugewerbe. Während Deutschland seinen Produktionsoutput um +16,06% von 2000 bis Dezember 2011 steigern konnte, lag der Output in Frankreich um -8,3%, in Portugal um -19,68%, in Italien um -15,91%, in Griechenland um -31,18% und in Spanien um -17,12% unter dem Niveau des durchschnittlichen Produktionsoutputs aus dem Jahr 2000! Seit zwei Monaten in Folge geht es nun auch in Deutschland abwärts, den anderen folgend in Richtung Rezession! Besonders dramatisch, die im Dezember 2011 ungebremste Talfahrt des Outputs der Industrieproduktion in Griechenland und Portugal.
Mit diesen aktuellen Daten wird ein erneutes Mal dokumentiert, dass die Eurozone mit der gemeinsamen Währung nicht für Konvergenz bei der Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, hier gemessen an der Industrieproduktion sorgte, sondern für brachiale Divergenz. Die starke Divergenz der Leistungsfähigkeit der Wirtschaften in der Eurozone, die seit der Euro-Einführung zunahm, ein Zinssatz für sehr unterschiedliche Wirtschaftsräume, gepaart mit den NICHT harmonisierten Steuer-, Rechts- und Sozialstandards, musste fast zwangsläufig zum heutigen Status der Schuldenkrise führen, die letztlich auch die Fehlkonstruktion des Euro reflektiert.
Gerade die kräftige Ausweitung der Unterschiede der Leistungsfähigkeit, bei der Herstellung von Waren, war die Grundlage der ausgeweiteten Ungleichgewichte im Außenhandel, die zu den hohen Leistungsbilanzdefiziten der Südperipherie führten.
Niemals lassen sich die aufgebauten Schuldenpyramiden von 2012 mit industrieller Wertschöpfung des Jahres 1995 oder noch weiter zurückliegend auflösen. Nichts zeigt deutlicher, dass die Rettungspakete, die Austeritätsmaßnahmen und die Liquiditätsflutungen der EZB am entscheidenden Punkt vorbeizielen, dem Organisieren von Wertschöpfung, Jobs und den Einkommen daraus. Ohne diese Komponenten gibt es jedoch kein Entrinnen aus der Krise.
Reloaded:
Spanien: Output der Industrie – der schwächste Dezember seit 1993
Italiens Industrieproduktion: zweitschwächster Dezember seit Beginn der Datenreihe 1990
Französische Industrieproduktion mit drittschwächsten Dezember seit 1996
Griechische Industrieproduktion mit -11,3% im Dezember
Deutsche Industrieproduktion im Dezember mit -2,9% zum Vormonat
Quelle Daten: Eurostat.ec.europa.eu/Datenbank
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
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Achim Hase - 11. Februar 2012
Was sich so schnell so stark auseinanderentwickeln kann, müsste sich auch genauso schnell wieder zusammenbringen lassen. Politischer Wille und adäquates Handeln vorausgesetzt.
Außerdem ist Industrieproduktion nicht das allein Seligmachende. Bis vor einigen Jahren galt die Industrie als Auslaufmodell auf dem Weg in die Dienstleistungsgesellschaft. UK galt als besonders weit entwickelt. Aktuell tönt es wieder genau andersrum.
Ich sehe die aktuelle Austerität als Schritt 1. Ohne ordentliches Aufräumen der strukturellen Probleme ist kein Wachstum möglich. Klientelpolitik und Nepotismus machen vernünftige Reformen unmöglich, daher jetzt mit dem Holzhammer und ordentlich Kollateralschaden. Der Schritt 2 ist dann die Transferunion mit einem Aufbau Süd.
Mark - 11. Februar 2012
Die Austeritätspolitik ist GIFT für die maroden Länder, die schon zur Euro-Einführung nicht wirklich wettbewerbsfähig waren. Dies wurde aber zuvor durch die regelmäßigen Abwertungen kaschiert; in der ersten Zeit unter dem Euro wurde dies über Schulden finanziert, dank viel zu niedriger Zinsen.
Das von Ihnen geforderte “ordentliche Aufräumen” erinnert mich verdächtig an die “blühenden Landschaften”, die Helmut Kohl prophetisch für die Ex-DDR sah. Wir wissen heute, dass die Ex-DDR zu einem Fass ohne Boden wurde. Noch heute zahlen wir den “Solidaritätszuschlag”, und die “neuen Bundesländer” florieren keineswegs. (Dies ist keine Kritik an der Wiedervereinigung oder an den Mitbürgern, die dort wohnen! Vielmehr geht es um Visionen von Politikern, die den Bürgern versprochen wurden und sich inzwischen als unrealistisch herausgestellt haben.)
Wenn Sie also die “Transferunion mit einem Aufbau Süd” wünschen, dann sollten Sie auch den Zahlern (also uns!) erklären, was uns dieser Aufbau kosten wird. Ein Zeithorizont wäre auch gut, und vielleicht auch eine stichhaltige Begründung, warum wir das alles bezahlen sollen?
lazarus09 - 11. Februar 2012
d’accord ….. alles nicht neu, und alles schon gesagt ,zig-mal und inzwischen auch fast von jedem.
” Und taeglich gruesst das Murmeltier”
lazarus09 - 11. Februar 2012
Die Austeritätspolitik ist GIFT für die maroden Länder,
Leider keine EDIT Funktion …meine Zustimmung bezieht sich auf diesen obrigen Abschnitt !!
Nicht auf den Rest !
MFK - 11. Februar 2012
Wer glaubt, Wirtschaftswachstum staatlich verordnen zu können, soll mir einmal erklären, wohin die ca. 140 Milliarden EURO Strukturhilfen verschwunden sind, die Griechenland bis heute von der EU erhalten hat.
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo MFK,
eine gemeinsame Währung wurde doch auch staatlich verordnet! Vielleicht funktioniert ja beides nicht
Wenn klar war das Strukturhilfen in Griechenland verschwinden bzw. versanden warum haben die Eurokraten dann weitere gewährt?
Gruß Steffen
Roland - 11. Februar 2012
Es haben zu viele Leute mit Beziehungen daran verdient, einschließlich der Eurokraten vor Ort.
Angefangen von den Projekt-Entwicklern mit ihren Mondpreis-Ansätzen über die mitbeteiligten Begutachter, die absahnenden Berater, die geschmierten Beamten, die Bauleute mit ihren fingierten Rechnungen, die Rechtsanwälte mit Backschisch……usw.
Die Griechen sind uns in dieser Beziehung aber nur um einige Jahre voraus.
Beispiel:
Z. Zt. wird auch hierzulande über eine EU-gesteuerte Privatisierung von Notariaten für eine spezielle Berufsgruppe wieder ein Selbstbedienungs-Laden aufgemacht.
mitwisser - 11. Februar 2012
Selbige Transfers haben sehr wohl dort zu Wachstum geführt. Leider ging das ganze aber zu grossen Teilen in den Konsum, auf welchen Wegen auch immer. Etwas (Infra)Struktur wurde sicherlich geschaffen. Aber leider mit erheblichen Abflüssen durch überteuerte Projekte, als auch unsinniges, welches primär zur Geldschöpfung gewisser Kreise diente, anstatt es nach objektiven Kriterien auszuführen. Das Heer der Eurokraten hätte hier gerne mal genauer hinschauen dürfen. Im Sinne des sogenannten “Grossen Ganzen” wurde aber bewusst weg geschaut.Das ist den Griechen natürlich auch gleich aufgefallen.
hko - 11. Februar 2012
… Achim Hase – 11. Februar 2012 Antworten
Was sich so schnell so stark auseinanderentwickeln kann, müsste sich auch genauso schnell wieder zusammenbringen lassen. Politischer Wille und adäquates Handeln vorausgesetzt.
..
vollkommener Gedankenfehler – nie und nimmer kann es genauso schnell wieder zusammengebracht werden –
Die Lösung ist die, dass die Welt in der Zukunft anders aussehen wird -
selbst wenn auch jährlich 80 Millionen neue Menschen auf die Erde kommen, deswegen gibt es noch lange nicht Arbeit für 80 Millionen — also es entsteht nicht jedes Jahr ein Konzern wie VW, Siemens oder BASF oder dergleichen, diese Konzerne erhöhen einfach ein bisschen ihr Output und wubsch hat man 80 Miillionen Menschen von denen 40 Millionen nix zu tun haben …
das heisst es geht nix zurück, die Produktivität ist einfach zu hoch – man braucht keine Arbeit mehr! — erst dann wieder wenn das Öl alle ist — also bald – doch dann wird die Welt eh und je anders sein.
Frank Bell - 12. Februar 2012
Dienstleistungsgesellschaft:
Ich wasche dein Auto und du wäschst mein Auto.
Wo liegt da der Sinn? Wie soll man da einen Wert schöpfen?
Roland - 11. Februar 2012
Excellente Darstellung.
Es gibt jetzt zwei unangenehme Möglichkeiten:
1. Auflösung des EURO und Rückkehr zu einer dann vermutlich um 40 % aufwertenden DM
2. Transferunion, “Marshallplan”, abgestimmte Lohn- u. Produktivitätspolitik
Welches Schweinderln hättn Se denn gern ?
Robert - 11. Februar 2012
“Gerade die kräftige Ausweitung der Unterschiede der Leistungsfähigkeit, bei der Herstellung von Waren, war die Grundlage der ausgeweiteten Ungleichgewichte im Außenhandel, die zu den hohen Leistungsbilanzdefiziten der Südperipherie führten.”
Ich sehe das eher als Folge des starken poltischen Drucks auf die Löhne und des Steuerwettstreites nach unten. Auf offenen Märkten bestimmt nun mal der Preis die Nachfrage. Eine von vorneherein gut dastehende Industrienation kann am schnellsten über diese beiden Faktoren Handelsvorteile erlangen. Über Produktivitätswachstum lief es ja bis zur Krise nicht (kranker Mann Europas).
Ansonsten bin ich natürlich voll d’accord mit der hier vertreteten Meinung, dass das deutsche Kürzungsdiktat (ich nutze ungern das Wort sparen, da es einen positiven Unterton hat, was in diesem Fall nicht zutrifft) absolut verheerend ist für ganz Europa.
Dieser Blog hat sich in kürzester Zeit zu einem meiner Lieblingsblogs entwickelt, da hier wirklich harte Fakten behandelt werden und nicht Einschätzungen aus diversen Parallelwelten, wie z. B. GfK-Index. Einfach spitze!!!
dicke Bertha - 11. Februar 2012
Welche Waren sollten zukünftig vermehrt in Griechenland, Farnkreich, Spanien, .. produziert werden.
Oder ergibt sich alles von selbst wenn deutsche Arbeitnehmer mehr für den heimischen Markt produzieren?
Was stösst diesen Prozess an?
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo dicke bertha,
eine Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Südperipherie ist dringend nötig, um Jobs zu schaffen, Einkommen, Staatseinnahmen, um die Schuldenkrise zu entschärfen und einen Beitrag zum Abbau der Ungleichgewichte im Handel beizutragen. Die Ausweitung der Produktion von Waren und Güter in der Südperipherie bis zu einer ansatzweisen ausgeglichenen Handelsbilanz wäre das A und O und im Gegenzug die Erhöhung der Arbeitnehmerentgelte von 3 x 4% Brutto in Deutschland (innerhalb von 3 Jahren 150 Mrd. Euro Kaufkraft, Lohnsteuereinnahmen und Sozialabgaben) um wenigstens die Spitze der deutschen Wettbewerbsfähigkeit zu kappen und im Gegenzug einen Aufschwung der seit 2 Jahrzehnten darniederliegenden Binnennachfrage zu erzielen. Alles x-mal durchgekaut. Wenn man im Falle z.B. Griehenlands zu dem Ergebnis kommt, dass eine Leistungsfähigkeit Griechenlands innerhalb des Euro nicht hergestellt werden kann, muss eben ein koordinierter Ausstieg für Griechenland vorbereitet werden, besser vor einem Jahr, als heute, aber besser heute als in einem Jahr, da Monat für Monat die Schäden weiter maximiert werden.
Man kann es auch natürlich auch wie Murksel und die Troika versuchen und die Südperipherie mit Einkommens- und Konsumschrumpfung zu ausgeglichenen Handelsbilanzen treiben, nur leider ist dies wenig erfolgreich, wie man sieht und treibt die gesamte Eurozone in die Rezession, was wiederum die Lösung der Probleme fatal erschwert.
Es müsste im Interesse aller Nationen sein, Finanzkrisen zu verhindern, nach einem Gleichgewicht im Handel zu Streben, erst Recht innerhalb einer Währungsunion. Ansonsten sind Finanzkrisen unabwendbar, da die zu Grunde liegende Ursache dieser Krisen eben im Ungleichgewicht aus dem Handel begründet sind, der Finanzierung der Leistungsbilanzdefite und in Folge der geringen Leistungsfähigkeit und zu niedrigen Steuereinnahmen eben auch der Finanzierung der Staatshaushalte. Soweit war ich im Blog schon 2007, leider sind im neuen Querschuesse-Blog nur wenige Artikel von damals verfügbar und ich scheue die Mühe sie wieder einzustellen.
Gruß Steffen
Achim Hase - 11. Februar 2012
Steffen, stimme zu. Allerdings ignorierst Du, dass in Griechenland sehr viel im Argen liegt. Der Staatsapparat ist korrupt und inkompetent. Das muss sich ändern, sonst wirkt weitere Unterstützung genauso kontraproduktiv wie bisher. Griechenlands Gesellschaft ist nicht in der Lage, die Verkrustung aufzulösen, das Land ist vollständig in der Hand von Partikularinteressensgruppen. Daher kann die aktuelle Radikalkur ein Weg sein, dies aufzulösen.
Roland - 11. Februar 2012
Da müsste man “Radikalkur” genauer definieren.
Wenn wie in Libyen neue CIA-Ganoven die alte Mafia ablösen, bringt das gar nichts.
Wenn in Griechenland die Mittel- und Unterschicht nicht an die Macht kommt, werden viele clevere Grüppchen und Cliquen der Oberschicht auch in und nach der Krise wieder absahnen.
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Achim,
nein ignoriere ich nicht, sondern stimme dem zu, nur wie durch sinkende Löhne, sinkende Renten, weniger Investitionen, weniger Konsum und weniger Wertschöpfung ein inkompetenter und korrupter Apparat erfolgreich bekämpft werden soll, erschließt sich mir nicht. Der Apparat ist der gleiche wie zum Beitritt in die Eurozone und bis 2010 hat das niemand bei den Eurokraten gestört, was vielleicht auch daran liegt, dass der Unterschied zwischen den Apparaten nicht so groß ist und sich in Brüssel durchaus ähnliches tut wie in Athen, wenn vielleicht/bestenfalls auch nicht in derselben Dimension.
Gruß Steffen
Vivlos - 11. Februar 2012
@dicke Bertha
Wird sich schon jemand finden, der das anstösst und damit Geld verdient.
Im Binnenmarkt Europa kommt man nur durch Umverteilung weiter, also Schliessung deutscher
Zulieferfirmen für die Automobilindustrie in D, das dürfen dann die Griechen machen.
Ich habe noch keine schlüssigen Konzepte gesehen für GR.
Ja ja Solar, immer wenn einem nichts mehr einfällt kommt Solar, mag ja sein.
Russenterrorismus a la Türkei, also den “gehobenen Tourismus” ausbauen.
Pfiffig auch die Idee, das die Griechen ihre Oliven selbst eintüten sollen und das nicht den Italienern überlassen, dass dadurch wieder Arbeitsplätze in I verloren gehen,na ja, Umverteilung halt.
Dazu kommt, GR hatte mal eine Textilindustrie, machen jetzt die Chinesen.
D hatte mal eine Solarindustrie, machen jetzt die Chinesen.
D hatte mal eine Autoindustrie, machen noch nicht die Chinesen.
Aus meiner Sicht kann man Europa nicht isoliert betrachten, mir fällt für GR nichts ein, was auf dem Weltmarkt bestand hätte.
Achim Hase - 11. Februar 2012
Wenn die Arbeits- und Bürokratiekosten in GR nachhaltig sinken, dann wird es schon einmal per se interessanter dort zu investieren.
Dazu eine intelligente Förderung, die nicht nur Infrastruktur bezahlt, sondern Arbeitsplätze fördert. Wie wäre es damit, Energie zu subventionieren und damit energieintensive Produktion anzuziehen? Man müsste nur eine Solarförderung etablieren, die sich nach der Menge an einem Ort eingestrahlter Sonnenenergie richtet. Die Produktion der Solaranlagen müsste natürlich in der EU erfolgen.
Griechenland hat so viele Einwohner wie Baden-Württemberg, sollte uns also nicht überfordern, diese einige Zeit mit intelligenten Transfers zu unterstützen.
Ich bin hier zwar in der Minderheit, halte die EU/IWF-Austeritätspolitik jedoch nach wie vor in der aktuellen Situation angemessen und notwendig. Allerdings muss die nächste Stufe ein Marshallplan sein und der darf uns durchaus etwas kosten.
Übrigens zum Thema Griechenland ist der Blog von Dr. Andreas Koutras sehr zu empfehlen: http://andreaskoutras.blogspot.com/
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Achim,
“Ich bin hier zwar in der Minderheit, halte die EU/IWF-Austeritätspolitik jedoch nach wie vor in der aktuellen Situation angemessen und notwendig.” ….Wenn niemand investiert und eine Produktionstätte bei einem Mindestlohn von 750 Euro Brutto im Monat hinstellt, tut es auch niemand bei 586 Euro Brutto. Die alleinge Absenkung der Löhne bringt nichts, führt nur noch tiefer in die Depression und innerhalb des Euro reduziert sich nun mal die Abwertung nach innen auf die Löhne, alle anderen Ressourcen die in Griechenland in Euro zur Verfügung stehen sind genauso teuer und teurer als in Deutschland. Wenn bei 20,9% Arbeitslosigkeit und willigen Facharbeitern, die bereit sind zu Mindestlöhnen zu arbeiten, von denen man in Athen nicht leben kann, keine Investittionen fließen, dann eben auch nicht bei -164 Euro Brutto weniger im Monat pro Arbeitnehmer.
“Allerdings muss die nächste Stufe ein Marshallplan sein und der darf uns durchaus etwas kosten.” ….Nachdem die Eurozone in die Rezession gemurkselt wurde, macht dies Marshallpläne nur unwahrscheinlicher, da die Staaten alle selber mit Einnahmeeinbußen zu kämpfen haben werden und das Pulver bereits 2008/2009 zur Rettung des Finanzsystems verschossen wurde bzw. auch die EZB längst hyperventiliert.
Die Roßkur ist neoliberaler Unsinn und stürzt Europa in die Rezession und leistet damit keinen Beitrag zu irgendetwas.
Gruß Steffen
dacisco - 11. Februar 2012
” Die Roßkur ist neoliberaler Unsinn, stürzt Europa in die Rezession und leistet damit keinen Beitrag zu irgendetwas. ”
Diesen Satz in den ARD 20 Uhr Nachrichten und 21:45 heute wäre mir eine Wohltat.
Leider bleibt das ein Traum. Die Propagandamaschine läuft derzeit wie geschmiert. Der Schäuble blubberte auf Phoenix sein ” wir wollen doch nur helfen ” und der Tag war im *rsch.
123 - 12. Februar 2012
Ein relevanter Grund für die Investition in Produktionsstandorte ist die Erschließung der dortigen Absatzmärkte. In Griechenland werden die Absatzmärkte gerade massiv zerstört.
Der Staat macht übrigens mehr als korrupt sein. Er stellt auch Infrastruktur (Verkehrswege, Ausbildung, Krankenversorgung, Sicherheit), welche für die Investitionen sehr wichtig sind. Die Austeritätsmaßnahmen sind da alles andere als förderlich. Und wenn man sich die Entwicklung der Investitionen anschaut (wurde auf diesem Blog schon dokumentiert), sinken die gerade massiv. Das ist doch der beste Beweis für die angebliche Herstellung von Wettbewerbsfähigkeit.
onepiece - 11. Februar 2012
Dass die Griechen nicht mehr wettbewerbsfähig sind (und daher auch keinerlei Industrie mehr haben) liegt wohl v.a. in den viel zu hohen Lohnstückkosten begründet.
Im Vergleich mit anderen Ländern “lohnt” die Produktion da nicht, die Qualität ist nicht besser als z.B. aus China, soll aber 2-3x so viel kosten. Das geht nicht zusammen. Die Griechen haben extremst “aufgewertet” (was für den einzelnen Bürger sicher auch eine willkommene Besserstellung der Verhältnisse war), jedoch rächt sich das nun mit zu hohen Preisen und einem viel zu gering repräsentierten Privatsektor. Dass der öffentliche Dienst mehr als überdimensioniert ist, braucht wohl nicht nochmal erwähnt werden…
lazarus09 - 11. Februar 2012
….wobei wir wieder bei dem Dummgeschwaetz sind das die Voelker gefaelligst am Rande des Hungertodes im Erdloch leben sollten damit das Kapital traumhafte Renditen einfahren kann denn nur so geht Wirtschaft .!
Manchester Kapitalismus eben…
…………………………………………………………….
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onepiece - 11. Februar 2012
Anstatt unflätige Kommentare abzugeben, sollte vielleicht richtig gelesen werden…
Zumindest kann ich nicht sehen, dass in meinem Kommentar irgendwo steht, dass das AUS MEINER SICHT besser gewesen wäre.
Ich habe nur versucht herzuleiten, warum die Divergenzen so dramatisch angestiegen sind. Natürlich ist eine konsequente “Abwertung der Löhne” unsinnig, weil man damit nur immer mehr die Kaufkraft beschneidet, von der Situation der Menschen gar nicht erst zu reden und die Wirtschaft dadurch nicht nachhaltig gefördert wird. Sie können aber gerne weiter rumpöbeln, vielleicht versuchen sie es mal in Athen oder Berlin, da treffen sie dann auf Gleichgesinnte…
@Querschuss: Ich verstehe durchaus was sie sagen, wie oben bereits geschrieben war dies nicht ein Vorschlag, sondern eine Art Analyse, die aber keine Schlussfolgerungen ziehen sollte. Ich hatte ja die Qualität erwähnt, da ich mich aber nicht allzu gut auskenne, wollte ich es bei einer einzigen “Baustelle” belassen. Da dies aber scheinbar nicht gewünscht ist, werde ich mich in Zukunft bemühen, zurückhaltend mit Kommentaren umzugehen, um die allgemeine Befindlichkeit nicht zu belasten.
Schönes Wochenende
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo onepiece,
ich habe nur auf deinen Kommentar geantwortet, meine Meinung dazu dargelegt und mit ein paar Daten bezüglich Chinas unterfüttert. Meine Meinung muss nicht richtig sein und relevant ist sie schon gar nicht, da dies hier nur ein Blog ist und von den Stellen, wo Weichen gestellt werden bzw. Entscheidungen getroffen werden weit entfernt ist.
Lazarus09 Kommentar habe ich mit ……………….entschärft. Lazarus bitte sachlich bleiben. Danke.
Gruß Steffen
Lazarus09 - 11. Februar 2012
Der Kommentar ist von Inhalt sachlich … wer hier ernsthaft von “liegt wohl v.a. in den viel zu hohen Lohnstückkosten begründet.” schwadroniert und mit dem Abstand eines Außerirdischen meint Lebensbedingungen vergleichen zu können zwischen GR und China der hat den abschließenden Gruß verdient …
Ich hatte das vermeintliche Vergnügen vor Jahren China zu besuchen ..auch außerhalb der Trabantenstädte und mit Menschen da zu sprechen …. So will kein Europäer leben glaube mir ..und dann da herkommen und in feinstem Neolib Neusprech zu labern von wegen “bessere Investitionsbedingungen und tiefere Lohnstückkosten ” ist einfach nur weltfremd und menschenverachtend …
Steffen sorry
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo onepiece,
hohe Lohnstückkosten und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit lassen sich bei einer unterentwickelten Volkswirtschaft nicht mit Lohnkürzungen erfolgreich bekämpfen, sondern nur mit Investitionen in eine höhere Wertschöpfung durch moderne Maschinen und Anlagen, welche die Produktivität steigen lassen.
Die Sicht auf China verkürzt auf die niedrigen Löhne stimmt nur bedingt, ersten wie auch in Südkorea stiegen die Bruttoanlageinvestitionen nahe 30% jährlich und darüber seit zwei Jahrzehnten und diese Investitionen fließen eben auch in moderne Produktionstätten mit hoher Produktivität. Die Löhne sind zwar niedrig, in Kaufkraftparität aber nicht mehr so schlecht und in China und mit dem kommenden Mindestlohn in Griechenland von schlappen 586 Euro Brutto locker vergleichbar. In Shenzen liegt aktuell der Mindestlohn bei 240 Dollar im Monat (lokal unterschiedlich). Die Mindestlöhne in China sollen laut dem Fünf-Jahres-Wirtschaftsplan Pekings bis 2015 im Durchschnitt um jährlich +13% steigen, während sie in Griechenland um -22% und für Jugendliche um -32% gekürzt werden sollen in 2012!
Im Fünf-Jahres-Zeitraum 2006 bis 2010 sind die durchschnittliche Mindestlöhne in China 12,5% pro Jahr gestiegen. Selbst der durchschnittliche Monatslohn von Chinas 158 Millionen Wanderarbeiter stieg im Jahr 2011 um +21,2% zum Vorjahr auf 2049 Yuan (325 Dollar) im Monat und diese sind in Kaufkraftparität sicher nicht niedriger als die avisierten 586 Euro in Griechenland.
Quelle Daten: http://www.reuters.com/article/2012/02/08/us-china-economy-jobs-idUSTRE8170DY20120208
Gruß Steffen
SLE - 11. Februar 2012
Hallo Steffen,
deinem Fazit kann ich nur zustimmen:
“Nichts zeigt deutlicher, dass die Rettungspakete, die Austeritätsmaßnahmen und die Liquiditätsflutungen der EZB am entscheidenden Punkt vorbeizielen, dem Organisieren von Wertschöpfung, Jobs und den Einkommen daraus. Ohne diese Komponenten gibt es jedoch kein Entrinnen aus der Krise.”
Der ARD-Korrespondent Bernhard Wabnitz hat heute in einem Bericht zu Griechenland auch nochmals sehr deutlich gesagt, was das Problem mit den Sparbeschlüssen ist. Man kann also nicht sagen, dass das nicht gesehen würde – nur eben nicht von den Entscheidern.
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1060756.html
Mit der Frage, wie man Wachstum und Beschäftigung generieren kann, habe ich mich ja viele Jahre lang befasst. In allen Industriestaaten wird diesbezüglich im Kern dasselbe gemacht. Deswegen läuft die Entwicklung im Prinzip in allen Industriestaaten seit vielen Jahren in dieselbe Richtung und die Finanzmarkt- sowie nun die Schuldenkrise haben als Katalysator gewirkt und es ist, wie auch Dein Chart zeigt, die falsche Richtung. Es ist mir auch klar, warum.
Ich muss allerdinsg zugeben, dass ich mir von Loukas Papadems mehr erhofft hatte. Aber er ist wohl doch ein beinharter Mainstream-Ökonom, wie sich jetzt deutlich zeigt. Er hat den Griechen nun versprochen, wenn die Sparmaßnahmen durchgesetzt würden, käme 2013 der Aufschwung. Argumente hat er nicht genannt. Es gibt auch keine. Ansonsten hätte er den Troika-Forderungen etwas entgegengesetzt. Die Aussage zeigt deswegen, dass er nicht weiß, wie er Wachstum und Beschäftigung in Griechenland generieren kann. Er glaubt schlicht daran, dass es so kommt, wenn er den alten, liberalen Grundsätzen folgt. Das erinnert in der Tat immer fataler an Heinrich Brüning.
Und so bleibt die Frage, was getan werden kann und muss, damit innerhalb der EU die Volkswirtschaften wieder prosperieren – denn eine Reihe anderer EU-Staaten befindet sich auf demselben Weg wie Griechenland -, einstweilen weiter ungelöst, weil – man glaubt es kaum – sie einfach gar nicht gestellt wird. Das gibt ein böses Erwachen.
Grüße
SLE
Roland - 11. Februar 2012
Der Vorteil einer Abwertung einer eigenen Währung zur Herstellung von Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den jetzigen Maßnahmen ist folgender:
Bei den jetzigen Maßnahmen (Lohnsenkungen…) sinken Lohnstück-Kosten, aber die interne Nachfrage bricht ein.
Bei einer Abwertung sinken die Lohnstück-Kosten im Außenverhältnis, die internen Relationen bleiben aber gleich. Es gibt keinen internen Nachfrageschock.
Achim Hase - 11. Februar 2012
Wirklich Roland? Die interne Nachfrage nach Gütern wird zu einem gewissen Teil aus dem Import gedeckt, bei Griechenland leider zu einem sehr großen Teil. Daher würde eine Währungsabwertung auch intern zu einer massiven Kaufkraftabsenkung führen.
Ich meine, dass eine Abwertung innerhalb des Euros (Lohnsenkungen etc.) von der Wirkung nicht wesentlich anders als eine Abwertung der eigenen Währung ist, nur ist sie schwieriger umzusetzen, da an allen Stellen die Zahlen gekürzt werden müssen.
Papademos hat schon Recht, dass ein Austritt aus dem Euro auch in Verbindung mit einem Schuldenerlass wohl zu einer wesentlich stärkeren Senkung des Lebensstandards führen würde als die aktuelle Zwangsschrumpfung-gegen-Kredite-Politik.
Nepumuk - 11. Februar 2012
Sehr geerter Herr Hase,
bitte entschuldigen sie wenn ich ihnen an dieser Stelle wiederspreche.
Denn ein im Aussenwert sinkendes Einkommen bewirkt keine
( zumindest nicht wie die Amputationen die jetzt durchgeführt werden) so deutliche Absenkung des Lebensstandarts.
Vielmehr werden natürlich die Importe sinken,
allerdings wird sich die Nachfrage heimischen Gütern zuwenden ( falls vorhanden ) oder sogar zu Firmen Neugründungen führen um die nun einsetzende Nachfrage zu bedienen.
Durch die sinkenden Importe und, den durch die, dann wieder mögliche Drachmen Abwertung, steigenden Export,wird sich auch das Handelsbilanzdefizit verringern bzw ausgleichen.
Durch die Politik der Rettungsschirme, Austerität und EZB Flutung wird sich allerdings die Todesspirale nur weiter fortführen und beschleunigen.
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
Nepumuk
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Nepumuk,
korrekt und je kräftiger man abwerten würde umso stärker sind die von dir beschriebenen Effekte.
Gruß Steffen
Tourist - 11. Februar 2012
Hallo Steffen,
Ja…das denkt man sich so marktgleichgewichtstheoretisch^^ , aber eben nur da und was ich von dieser Theorie halte …weg damit, auch beim Wechselkurs funktioniert der Marktmechanismus nach Papier nicht!
Einer meiner größten Kritikpunkte an Dir, aber du willst ja nicht auf hören!
Was ja auch gut ist, so kann ich meine Argumente immr mehr schärfen
Das bspw. – um nur mal auf einem Punkt rumzuhacken – die Importe nach Griechenland dauerhaft nachlassen und dadurch die Inlandsnachfrage wächst, ist mehr als fragwürdig.
3 Argumente dagegen:
1. Können die Exoporteure bis zu einem gewissen Grad die Abwertung verkraften, dass nehmen die Zähne knirschend hin, wenn keine alternativen Absatzmärkte als Griechenland sich mal eben auftun! Fabrikanlagen, die sich also auf einen Absatzmarkt eingeschossen haben, lassen sich nicht mal eben neuausrichten! Also die Abwertung muss schon määächtig sein und von Dauer, bis diese Euroexportfabriken darauf reagieren!
2. Sind auch andere Exporteure aus dem Nichteuroraum (!; bspw. aus einem Billigwährungsland) durchaus in der Lage in Griechenland fischen zu gehen. Und den marginalen Ausfall der Euro-exporteure dadurch zu ersetzen!
3. Stehen die begründeten Neuunternehmer als Hoffnungsträger einer post-euro-prosperierenden Wirtschaft, einem Weltmarkt gegenüber, der die Messlatte vorgibt!
4. Devisengeschäfte, die sowieso jeglichen Aussenwert und Wechselkurs verwässern und damit die theoretischen objektiven Anreize des Aussenwertes bzw. des Wechselkurses dahin sind!
So einfach wird das nicht funktionieren, mit dem theoretischen Zauber des Wechselkursmechanismus!
Schönes Wochenende
Grüße Tourist
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Tourist,
wer redet von einfach, einig sind wir uns doch wohl, dass es so wie jetzt, unter dem Korsett des Euro und der Troikafuchtel erst recht nicht funktioniert oder?
Bei 1. kann ich kaum folgen, Exporteure Abwertung verkraften? Griechische Exporteure profitieren von der Abwertung, je höher abgewertet wird umso besser. Die binnenorientierte griechische Industrie ebenso, da nur noch wenige Griechen sich dann die aufgewerteten Importe leisten können.
Gruß Steffen
Tourist - 11. Februar 2012
“Bei 1. kann ich kaum folgen, Exporteure Abwertung verkraften?”
Die “deutschen” Exporteure, die die Mitgliedschaft als Euroexporteure nach Hellas innehaben, die, die so viel Ärger verursachen und Hellas ein konstantes Aussenhandelssdefizit bescheren! Von wem hast du gedacht, rede ich?
Nun, wenn es so nicht funzt und so aber leider auch nicht, dann bleibt nur eins.
Gruss Tourist
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Tourist,
alles klar, bei einem Exportvolumen von aktuell monatlich 500 Millionen Euro bei Waren und Güter nach Griechenland wird das Exportwunderland Deutschland ganz sicher die Aufwertung gegenüber Griechenland überleben.
Gruß Steffen
Roland - 11. Februar 2012
Durch Abwertung entsteht früher oder später immer eine Substitution von Importen.
Natürlich nicht alles und sofort, Hochtechnologie oder Autos… auch nicht, aber je nach Grad der Abwertung immer mehr. Sie könnten z.B. wieder eine eigene Lebensmittel-Industrie aufbauen. In den griechischen Supermärkten gibt es z.B. ja praktisch nur noch deutsche Milch.
So haben die Russen z.B. die 1998er Krise überwunden. Indem durch massive Abwertung des Rubel ein Großteil der Importe rausgeschmissen wurde – und auch sehr veraltete Fabriken wieder angefahren werden konnten.
Achim Hase - 11. Februar 2012
Russland ist ein gutes Beispiel. Das Volk hat unter der 1998er Krise extrem gelitten, da ging der Lebensstandard enorm zurück. Ich bin völlig d’accord dass eine Abwertung nach einer gewissen Zeit die inländische Produktion erhöht, dasselbe kann jedoch auch nach einer Abwertung innerhalb des Euros passieren. Irgendwann muss die griechische Kuh konkurrenzfähig zur deutschen werden. Nur das Instrument Handelsbeschränkungen gibt es nicht innerhalb der EU, das könnte helfen ist aber eher unrealistisch.
Meine Vorstellung ist: Griechenland innerhalb des Euros abwerten lassen und dann massiv mit einem Marshallplan eingreifen, der die Revitalisierung der griechischen Produktion als Ziel hat. Ich hoffe, dass Merkel & Co. das so planen.
Nepumuk - 11. Februar 2012
Sehr geehrter Herr Hase,
leider ist die von ihnen bevorzugte Abwertung innerhalb des Euros, die das in den oben genannten Zahlen Desaster auslöst.
Sprich mit Lohnverzicht wird Griechenland sich zwar in ein Armenhaus verwandeln aber nicht wettbewerbsfähig.
Denn die Exporte werden durch Lohnverzicht nicht angekurbelt, da z.B. in Deutschland ein erheblich höheren Grad an Arbeitseffizienz aufweist.
Selbst wenn die Griechen ohne Entlohnung arbeiten würden könnten die nur schwerlich mit deutschen Roboterstrassen mithalten.
Deswegen kann nur der einzige Ausweg eine Stärkung der Binnennachfrage nach heimischen Produkten sein.
Und da wir ja in Griechenland eine westliche Volkswirtschaft haben ist dieser Weg nur über eine Absenkung der Aussenkaufkraft zu erreichen.
Wer sich keinen Mercedes ( wahlweise einen anderen Produktnamen einsetzen ) mehr leisten kann, wird auf heimische Marken ausweichen.
Lassen sie mich es auf die knappe aber einprägsame Formel bringen.
Der Euro ist nicht die Lösung, er ist das Problem.
Mit freundlichen Grüßen.
Nepumuk.
PS:
@Querschuss Vielen dank für die immer sehr erhellende Aufbereitung der Daten.
Diese sind bei ihnen immer so erfrischend neutral ohne den Einfluß des Wahrheitsministeriums.
Ich hoffe es ist ihnen recht, das ich auf viele ihrer Artikel verlinke.
Schönes Wochenende
Schmitz - 11. Februar 2012
Mit diesen aktuellen Daten wird ein erneutes Mal dokumentiert, dass die Eurozone mit der gemeinsamen Währung nicht für Konvergenz bei der Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, hier gemessen an der Industrieproduktion sorgte, sondern für brachiale Divergenz.
Zur Abstellung dieses Problems soll ja die deutsche Industrie in ganz Europa verteilt werden, wenn ich das richtig verstanden habe.
Finde leider die Artikel nicht mehr dazu.
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Schmitz,
“Finde leider die Artikel nicht mehr dazu.” …so einen Artikel wirst du hier nicht finden.
Gruß Steffen
Dom - 11. Februar 2012
@ onepiece
Mit der Mär vom übertriebenen öffentlichen Dienst in Griechenland sollte endlich mal aufgeräumt werden. Im OECD-Vergleich steht Griechenland sehr gut (ob das gut ist, darüber lässt sich streiten) dar. Siehe http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=2032 oder http://www.oecd.org/dataoecd/60/3/48214177.pdf, S. 2. Mangelhaft in der Diskussion ist die institutionelle Verankerung einer funktionierenden Marktwirtschaft. Und diese wird durch staatliche Institutionen erreicht, ob es einem gefällt oder nicht. Falls man bei diesem die Angestelltenanzahl massiv kürzt, hat dies negative Folgen für das Wachstum der Privatwirtschaft aus verschiedenen Gründen wie z.B. Bearbeitung von Genehmigungen oder Rechtsfällen. Deutschlands Vorteil, neben der breiten Industrieproduktion, ist die effiziente öffentliche Verwaltung, auch wenn diese in den letzten Jahren zunehmend geschwächt wird. Siehe z.B die Schwächung der Steuerverwaltung oder der Aufsichtsorgane wie der Bankenaufsicht. Ehrlich gesagt müsste diesen Institutionen in Greichenland gestärkt (also mehr öffentliche Stellen in bestimmten Bereichen geschaffen werden) und nicht weiter erodiert werden, wie es momentan der Fall ist.
aristo - 11. Februar 2012
Griechenland braucht einen 100%igen Schuldenerlaß, muß aus dem Euro raus und die Drachme einführen. Die in Griechenland für das Debakel Verantwortlichen gehören verhaftet. 100 Milliarden der griechischen Schulden sind in den Militärhaushalt geflossen.
ö.ä. - 11. Februar 2012
Woran allerdings die Rüstungsindustrien anderer Länder verdient haben, soweit ich weiß.
Lazarus09 - 11. Februar 2012
100 Milliarden der griechischen Schulden sind in den Militärhaushalt geflossen.
Wovon der Exportweltmeister fürstlich profitiert hat will ich meinen …
Die deutsche Rüstungsindustrie und ihr Finanzier Deutsche Bank sollten Dankschreiben versenden
an ” die Griechen” die über ihre Verhältnisse gelebt haben …
mitwisser - 11. Februar 2012
Den griechen haben aber noch einige andere all die überflüssigen Rüstungsgüter verkauft. Wieviel da tatsächlich aber hängen blieb, nach Abzug all der Schmiergelder und der noch immer unbezahlten Rechnungen in Milliardenhöhe, kann ich nicht sagen. Vermutlich wirds aber kein so ein Bombengeschäft gewesen sein, wie man ursprünglich dachte. Die eigentlichen Profiteure waren hier die Provisionsempfänger. Die meisten Rüstungsprojekte wurden sicher auch von denen erst angeschoben, mit der primären Absicht, selbst abzukassieren. Der HDW wärs heute sicher lieber, nie U-Boote dahin verkauft zu haben. Mit Glück konnten die Teile davon bei der KfW abladen. Bezahlt sind sie dadurch aber trotzdem nicht wirklich.
Lazarus09 - 11. Februar 2012
ö.ä
…..selbe Gedanken
King Balance - 11. Februar 2012
Nun glaube keiner das hier etwas besser wird, die Politik kann ohne die Zustimmung der Bankster keinen Schritt selbständig gehen. Das ganze Theater endet mit der Erstürmung der Parlamente durch das Volk.
Demokrat trifft SPD-Genossen!!!
der Bauer vom Hunsrück - 11. Februar 2012
@ Mark
es gibt noch vile mehr Parallen. “Das Volk” der DDR sollte unbedingt die DM haben im Verhältnis 1:1 obwohl alle wußten und warnten, dass das das Aus der DDR-Wirtschaft bedeutete.
Anschließend wurde die Treuhand zur Abwicklung eingerichtet, was die Transferleistungen erforderte.
Analoges heute mit EU. Die Völker der EU sollten den Euro bekommen, wohlwissend, dass das Probleme bringen wird und viele warnten davor, dass das das Aus einiger EU-Länder-Wirtschaften bedeuten wird.
Anschließend wurde die Troika zur Abwicklung eingerichtet, was die Transferleistungen erfordert.
Man wußte also sehr genau was man tat, als man den € einführte….das Verbechersyndikat um Kohl hat uns beide Male in die Scheiße geritten….
Achim Hase - 11. Februar 2012
Sagt sich alles sehr locker aus der Warte des saturierten Westdeutschen. Der Ostdeutsche war dann doch nicht mit der volkswirtschaftlichen Erklärung, warum er eine schwache Ostmark braucht wenn es keine Mauer mehr gibt, zu überzeugen. Warum er weiterhin vorwiegend Ostprodukte kaufen sollte hat er makroökonomisch eingesehen, wollte mikroökonomisch aber doch lieber frei entscheiden.
Der Grieche ist auch schon ganz heiß auf die neue Drachme und freut sich auf die wirtschaftsfördernden Abwertungen der Zukunft.
In unserer Welt mit Freizügigkeit der Personen, des Kapitals und der Informationen funktionieren viele Dinge nicht mehr.
Roland - 11. Februar 2012
Unterschätzen Sie den “Ossi” nicht. Er ist sicher nicht dümmer als die Saarländer.
Das Saarland wurde 1954 in die Bundesrepublik eingegliedert, hatte aber noch bis 1957 den französichen Franc als Zahlungsmittel.
Die Umstellung war, da die beabsichtigte Eingliederung auch vorher schon in Vorbereitung war, also über einen relativ langen Zeitraum organisiert.
Im Osten wollte die westdeutsche Bourgeoisie aber nicht den “saarländischen Weg” gehen. Die Gier nach Schnäppchen war zu groß.
mitwisser - 11. Februar 2012
Erhebliche Teile des früher mal noch in gewissem Umfang vorhandenen mittelständischen Gewerbes wurde aber schlicht von der lokalen Bürokratie schlicht aus dem Land getrieben, indem man sie mit allerlei Schikanen zum eigenen Vorteil auszunehmen versucht habt. Ironischerweise hat selbst der ungeliebte Nachbar von der Flucht dieser genötigten Unternehmen profitiert.
Diesen fest etablierten Saustall der sich durch Verwaltung, Justiz und Politik zieht,auszumisten, dürfte aber selbst den guten alten Herkules überfordern.
Ich bin irgendwie ratlos. Ein Lichtblick wäre, wenn man in den Bereichen Steuereintreibung und Kapitalflucht endlcih mal in die Gänge käme. Leider sind die “Entscheider” dort zutiefst verstrickt und handlungsunwillig.
Roland - 11. Februar 2012
Es ist eine über einen sich längeren Zeitraum hinziehende revolutionäre Umwälzung zu erwarten. Das Land ist noch lange nicht ganz unten und muß noch durch ein tiefes Tal.
Nepumuk - 11. Februar 2012
Bitte lassen sie mich noch einige Worte an die gesamte Runde richten.
Ich hatte in den vorgehenden Kommentaren ein bissle den Eindruck das immernoch nach einer “Einfachen” Lösung gesucht wird.
Diese wird es im Falle Griechenlands nicht mehr geben.
Die Uhr tickt seit mehr als 2 Jahren und mit jedem Monat verinkt das Hellenische Volk ein stück mehr.
Der Euroaustritt Griechenlands ist mitnichten eine “Ideallösung” auch diese wird erhebliche Verwerfungen nach sich ziehen.
Allerdings ist es eine Lösung.
Im gegensatz zu den anderen Wegen, die immer nur noch weiter in die falsche Richtung gehen.
Sicher ist das griechische Problem nicht auf einfache Zahlen zu reduzieren.
Diese sind nur ein teil des Problems.
Es begint im fehlenden Grundbuch/Kataster, setzt sich bei der Behörden willkür fort und endet sicherlich nicht bei der alltäglichen Korruption ( Felaki) und den geschlossenen Berufen.
Aber diese Probleme können erst angegangen werden wenn sich die Wirtschaft wieder erholt und sich nicht in einer gallopierenden Depression befindet.
Aber bevor sich die Hellenen nicht aus dem Euro Korsett befreit haben, werden sie nur mehr zum Armenhaus Europas degenerieren.
Nepumuk
ö.ä. - 11. Februar 2012
““Das Volk” der DDR sollte unbedingt die DM haben im Verhältnis 1:1 obwohl alle wußten und warnten, dass das das Aus der DDR-Wirtschaft bedeutete.”
Der Wechselkurs betrug 1:3
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_%28DDR%29#Umtausch_und_W.C3.A4hrungsreformen
Michael S. - 11. Februar 2012
““Das Volk” der DDR sollte unbedingt die DM haben im Verhältnis 1:1 obwohl alle wußten und warnten, dass das das Aus der DDR-Wirtschaft bedeutete.”
Entscheidend für die “Wettbewerbslücke” gegenüber der BRD war die Umstellung der Löhne und diese erfolgte 1:1 (ökonomisch Sinnfrei, politisch wohl ohne Alternative)
Michael S.
Roland - 11. Februar 2012
Der “Vater” diese katastrophalen Wechselkurses war übrigens der bekannte “Schlaumeier” Sarrazin.
Damals Abteilungsleiter unter Finanz-Staats-Sekretär Köhler. Letzterer breitete später als gescheiterter Bundespräsident seine Einfältigkeit vor einem größeren Personenkreis aus.
wonko - 11. Februar 2012
Lohnstückkosten und Know-How…
Für die produzierende Industrie in Deutschland war der Euro – in Kombination mit der Agenda 2010- natürlich ein Segen.
Allerdings: bei jenen Staaten mit dem sinkenden Industrieoutput ist nicht die “Leistungsfähigkeit” gesunken, sondern die Wettbewerbsfähigkeit.
Das Spanische BIP beispielsweise ist von 2001 bis 2008 von 610MRD USD auf 1600MRD USD gestiegen!
Das ist zwar USA-like auf Basis einer Immobilienblase, aber auch der so errungene “buying-power” ist “Leistungsfähigkeit”.
PS: der Chart zur BIP-Entwicklung der im Ind.output genannten Länder wäre auch eine nette Ergänzung, ist der Anstieg doch der selben Ursache geschuldet ….
… und stellt mangels weiterer Finanzierung nun das real existierende Abschwungpotenzial dar …
Italien im genannten Zeitraum: 1,1 auf 2,3 Billionen USD
bzw. komplett:
http://www.google.com/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=ny_gdp_mktp_cd&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:ITA:DEU:GRC:ESP:FRA&ifdim=country&tstart=-312080400000&tend=1265842800000&hl=de&dl=de
… verglichen mit den anderen Kandidaten ist Griechenland da noch recht moderat gewachsen,
müssen also nicht ganz so brachial runter wie Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland …
Griechenland ist nur der Anfang – um auszutesten, wie weit man gehen kann …
… das wird noch lustig.
Und da einjeder weiß, wohin ein brüning’sches Sparen in der Krise führt, ist das Ergebnis offensichtlich forciert.
Michael S. - 11. Februar 2012
@wonko
“verglichen mit den anderen Kandidaten ist Griechenland da noch recht moderat gewachsen,
müssen also nicht ganz so brachial runter wie Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland”
Nunja in dem von Ihnen angegeben Zeitraum 2001-2008 betrug das prozentuale nominale BIP Wachstum:
Griechenland: +165%
Spanien: +162%
Italien: +105%
Frankreich: +112%
Deutschland: +92%
Michael S.
wonko - 12. Februar 2012
ich ging davon aus, es fällt eh keinem auf …
(nein: ich hatte mich von der Kurve täuschen lassen – und erst nach dem Beitrag die Punkte 2001 und 2008 bei Griechenland abgefahren … mangels edit-Funktion und in Anbetracht der sehr viel größeren Volumina der anderen Kandidaten, wars mir dann auch keinen Ergänzungskommentar mehr wert …)
Michael S. - 12. Februar 2012
“ich ging davon aus, es fällt eh keinem auf …”
Danke für das implizite Kompliment
“Griechenland ist nur der Anfang – um auszutesten, wie weit man gehen kann …
… das wird noch lustig.”
Ja denke ich auch – leider
Michael S.
Hajo - 11. Februar 2012
In den süditalienischen Provinzen sind über lange Jahre Strukturhilfen Roms und Brüssels für deren “Industrialisierung” in Höhe von vielen Milliarden Lire/EUR im wahrsten Sinne des Wortes “versickert”. Vor drei Jahren konnten meine Frau und ich bei einem dreiwöchigen Urlaub in Kalabrien, Apulien und Sizilien uns ein recht gutes Bild davon machen. In diesen italienischen Regionen wurden zwar etliche große und eine Vielzahl kleinerer Industrieprojekte begonnen bzw. auch in Gang gebracht, doch die meisten mündeten in “Bauruinen” oder bereits nach wenigen Jahren im Konkurs. Die Produktionshallen der Pleiteunternehmen verfallen seither ohne Chance auf einen Verkauf oder eine Vermietung. Süditalien ist für eine Industrialisierung mE völlig ungeeignet, da der in produktions- und handelsmäßiger Hinsicht bereits seit der Renaissance entwickelte Norden Italiens übermächtig ist. Im Süden haben Mafia (Sizilien) und N´Drangheta (Kalabrien und Apulien) bei den Strukturhilfen für Großprojekte mächtig abgesahnt. Italien ist mE ein Paradebeispiel für regionale Fehlinvestitionen – und auch für EU-Fehlinvestionen an der Südperipherie Europas. Die meisten Strukturhilfen der EU für Italien sind nämlich laut Aussage einer Bekannten, einer italienischen Ökonomieprofessorin an der Universität von Bologna, nicht im Süden, sondern – dank Berlusconi – im Norden Italiens, u.a. bei FIAT und den dort ansässigen Großbanken, gelandet.
MfG
Hajo
wonko - 11. Februar 2012
Laut Porter’s Cluster-Theorie (in “Competitive Advantage of Nations” ) macht es auch wenig Sinn, in die Brache hinein zu investieren, wenn bereits andernorts im Lande ein funktionierendes Cluster existiert. Kapital ohne Know-How macht wenig Sinn, bzw. ist wesentlich ineffektiver und ineffizienter als in ein bestehendes Cluster erweiternd zu investieren – eben dort, wo sich die Strukturen und die Köpfe bereits befinden.An das Cluster orientierte Hochschulen, Zulieferer, Mitarbeiter mit Erfahrung zum Abwerben …
Bubblegum - 11. Februar 2012
“Achim Hase – 11. Februar 2012 Antworten
Sagt sich alles sehr locker aus der Warte des saturierten Westdeutschen. Der Ostdeutsche war dann doch nicht mit der volkswirtschaftlichen Erklärung, warum er eine schwache Ostmark braucht wenn es keine Mauer mehr gibt, zu überzeugen. Warum er weiterhin vorwiegend Ostprodukte kaufen sollte hat er makroökonomisch eingesehen, wollte mikroökonomisch aber doch lieber frei entscheiden.”
Sehr geehrter Herr Hase,
ich hatte Ihnen schon einmal den Kalauer unter die Nase gerieben: Mein Name ist Hase ich weiß nicht Bescheid….
Zu jeder Ihrer Äußerungen in diesem Blog könnte ich Ihnen nachweisen, dass Ihre Kenntnisse der realen Sachverhalte rudimentär und im Wesentlichen nachgeplappertes Wissen sind, über das Sie nicht gründlich genug nachgedacht haben. Ich mache das jetzt mal exemplarisch an dem obigen Zitat fest:
Der DDR Einzelhandel wurde auf Betreiben der Westkonkurrenz systematisch platt gemacht das galt insbesondere für den DDR-Konsum. Die lukrativsten Verkaufsstellen verleibten
sich die großen Westeinzelhändler ein und listeten die ganzen DDR-Produkte aus.
Beispiele gefällig: Tutower Senf, Leipziger Halloren, Rotkäppchen-Sekt, Spee Waschmittel und
und… Da war nix mit mikroökonomisch freier Entscheidung.
Den DDR-Markenprodukten, den es irgendwie gelang in einer Art Nische zu überleben, war dann nur zum Teil ein bundesweiter Aufstieg beschieden wie Rotkäppchen Sekt und Spee
deren Marke und Rezeptur sich Henkel krallte!
Hochachtungsvoll Bubblegum
P.S.: Für die Piratenpartei hoffe ich, dass Sie nicht mit dem Pressesprecher dieser Partei
identisch sind! Denn halbverdautes Wirtschaftswissen liefern uns schon die
Bundestagsparteien ab! Von den Piraten erwarten die Wähler mal was Neues und vor
allem Intelligentes!
Tourist - 11. Februar 2012
Hallo Steffen, Fortsetzung von oben,
Ich frag mal böse!
Du schreibst:
“alles klar, bei einem Exportvolumen von aktuell monatlich 500 Millionen Euro bei Waren und Güter nach Griechenland wird das Exportwunderland Deutschland ganz sicher die Aufwertung gegenüber Griechenland überleben.”
Stimmt 500 millio. sind nicht viel!
Wofür brauchen wir denn dann Wechselkurse, wenn es die Euroexporteure (nach Griechenland) sowieso nicht juckt????
Oder ist das Lastenverteilung auf die Euro – Importeure zu Hellas über ne Abwertung? Meinst du bei einer Lastenverteilung werden die zurückschrecken nicht mehr an die Griechen zu verkaufen?
Im Gegenteil, wenn sich die Euro-Exporteure (also wir reden von den Leuten, die ihren Kram nach Griechenland schicken und in Griechenland verhökern) die Abwertung TEILEN, denkst du wirklcih die hören jeweils (pro Land) auf ihren Kram nach Griechenland zu schicken und dort zu verkaufen?
Umso größer die Streuung, umso mehr können die einzelnen Exporteure (nach Griechenland) die Abwertung verkraften und das Spielt läuft weiter wie bis her! Und der Effekt der Abwertung verpufft ins Nirvana!
Querschuss - 11. Februar 2012
Hallo Tourist,
die relevanten Exportvolumen in die Eurozone entfallen auf Frankreich, Italien, Spanien und Niederlande, insgesamter deutscher Export in die Eurozone im Dezember 2011 31 Mrd. Euro, nach 37 Mrd. Euro im November. Auch am BIP der Eurozone hat Griechenland einen geringen Anteil, realwirtschaftlich wäre ein Austritt Griechenlands aus dem Euro kein Problem. Problem sind die hohen Schulden, der Ausfall dieser und die damit verbundenen Bankenrekapitalisierungen, die griechischen Staatsanleihen in Händen der öffentlichen Haushalte der Eurozone, der Vertrauensverlust in den Euro (EZB), die Volatilität der Finanzmärkte darauf usw.
Gruß Steffen
Benedikt - 11. Februar 2012
Den Euroretter gehen immer mehr die Optionen aus. Weitere Bailouts per EFSF sind Politisch nicht durchsetzbar. Ohne EZB Zugang wird der ESM nur Bailouts in geringen Umfang durchführen. Per ESM wird man Italien oder Spanien nicht helfen können. Das mit den IWF war von Anfang an eine Schnapsidee. Die FED wird die Swapkredite auch nicht mehr ausweiten. Denen bleibt weiterhin nur die Rettung via EZB. Das funktioniert aber nur so lange, wie der € Kurs stabil ist. Wenn der Kurs bei jeder QE zuckung einbricht, ist die Option EZB auch tot.
Achim Hase - 12. Februar 2012
Spanien/Italien scheint doch wieder ganz gut zu laufen. Außer Griechenland hört man bei Bailouts nicht mehr viel, Portugal kommt wahrscheinlich noch. Der IWF ist in sofern gut, als dass Merkel & Co nicht die ganze Schelte auf sich nehmen müssen. Außerdem zahlen alle EU-Länder in den IWF ein, da sollte man sich in der Not auch bedienen dürfen.
lesefuchs - 12. Februar 2012
Diejenigen, die immernoch denken das hohe Löhne das Übel sind, sollten sich mal fragen wo denn das Ende der Fahnenstange sein soll. Das Optimale bei dieser Denke wäre ja dann die Löhne komplett abzuschaffen. Dann wird alles gut – oder vielleicht doch nicht…? Alles was auf der Welt produziert wird, ist letztlich immer für Konsumenten produziert. Wenn die aber null Geld zum Erwerb haben (keine Löhne), erübrigt sich auch die Produktion und damit auch der Umsatz, der Gewinn und und und. Hier ist ganz einfach zu erkennen, dass sich mit Lohnsenkungen letztlich die Firmen den Ast absägen auf dem sie sitzen. Aber das ist nachhaltiges Denken, wovon (bis auf Floskeln) keiner wirklich etwas hören will, weil – ja weil kurzfristiger Profit belohnt wird – keine Nachhaltigkeit. So einfach ist das aus meiner Sicht…
Achim Hase - 12. Februar 2012
Deutschland hat die Arbeitskosten mit der Agenda 2010 um ca. 20% relativ zu den Nachbarn gesenkt (bzw. sie haben stagniert während sie andernorts stark angestiegen sind). Der Effekt hat sich eingestellt. Somit bleibt zu hoffen, dass es in ähnlicher Größenordnung auch bei den Schuldenländern hilft. Was Steffen jedoch immer zu Recht sagt ist, dass es in diesen Ländern leider keine breite industrielle Basis gibt, die auf solche Änderungen schnell reagieren kann.
Hardy - 12. Februar 2012
Wir sind doch nicht die einzigen Lebewesen auf dieser Erde!
Miliiarden von Tieren werden gedankenlos durch die Fress-Sucht der Spezies Mensch grausam gequält und getötet.
Vielleicht ist das alles der Anfang vom Ende der Raubtierart Mensch, wie die Dinos wird es uns eines Tages blitzartig treffen, nur werden wir die Ursache dafür selbst verursachen.
Mehr denken, weniger Unter-halten.
Mehr handeln, weniger reden.
Wenn viele kleine Änderungen ihrer Lebensweise vornehmen kann Großes bewegt werden.
Wenn sehr viele den Wahnsinn nicht mehr mitmachen, dann wird sich was änern.
Joerg Buschbeck - 12. Februar 2012
Die Sachen sind alle mit meinem Konzept der Monetative lösbar, neben der Rückzahlung der Staatsschulden und der Verhinderung der Vergesellschaftung von Bankverlusten kann Sie auch dies:
Aufgabe 3 der Monetative: Herstellung außenwirtschaftlichen Gleichgewichts
National gilt für ein Exportüberschussland wie Deutschland:
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen abzgl. Exportüberschüsse
National gilt für ein Importüberschussland wie Griechenland:
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen zzgl. Importüberschüsse
Dauerhafte Exportüberschüsse sind deshalb keine gute Sache – sie haben schon einige Kriege ausgelöst. Heute wird auf uns Deutschen deswegen wohl nicht geschossen werden, vielmehr wird man uns zu einem Transfer der „überschüssigen“ Einnahmen zwingen. Spätestens an diesem Punkt sollten wir keine Zeit mehr auf Diskussionen verschwenden, wer denn nun an dieser Situation des Ungleichgewichts schuld sei. Wir haben jetzt mit der Monetative das bisher fehlende Instrument, binnenwirtschaftliches Gleichgewicht auch ohne Exportüberschüsse oder extreme Staatsschulden herzustellen. Mit Werkzeug E, der variablen Ausfuhrumsatzsteuer, können wir mit der Besteuerung von Exporten eine Einnahme schaffen, die wir direkt über Werkzeug B wieder der Stärkung der Binnennachfrage zuführen können.
Dabei ist vorerst bedächtig mit kleinen Steuersätzen vorzugehen, denn die etwas stärkere Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf den Binnenmarkt ist ein längerfristiges Projekt. Wichtig ist jetzt vor allem, dass es überhaupt ein Mittel und einen Plan für dieses Projekt gibt. Mit einer internationalen Umsetzung der Monetative-Reform in der gesamten Euro-Zone haben wir dafür auch sehr viel Zeit – die Euro-Krise wäre endlich beendet.
Nullzinsfinanzierung von Staatsschulden erlaubt Prolongierung statt Abschreibung
Unbedingt sollten wir deshalb die Monetative als Lösungsansatz auch in den EU-Krisenländern vorschlagen. Eine Sanierung von deren Staatshaushalten ist mit dem vorgeschlagenen Lösungsansatz ebenso möglich. Die Nullzinsfinanzierung der neuen Staatsschulden verhindert die Abschreibung der bestehenden Schulden. Die Staatsschuldenstände selbst Griechenlands liegen noch deutlich unter der Japans, und es gibt bei Nullzins keinen Grund, dort Forderungsabschreibungen vorzunehmen – Nicht nur wegen des wirtschaftlichen Schadens, sondern auch wegen der moralischen Demütigung der Schuldnerländer und unnötiger Vorwürfe der Gläubigerländer. Dies alles kann einer erfolgreichen europäischen Entwicklung nicht zuträglich sein.
das ganze Konzept – bitte auch “bei Mutti” voten:
http://www.global-change-2009.com/blog/ein-grundlegender-losungsansatz-fur-die-systemkrise-%E2%80%93-notenbanken-werden-zur-%E2%80%9Emonetative%E2%80%9C/2012/01/
Lazarus09 - 12. Februar 2012
Leider ist die Erklärung wie bei den meisten Problemen simpel .. denn Lösungsvorschläge ,auch ausführbare gibt es zu Hauf und wie auch schon Steffen sagte gibt es nichts was sich nicht Schritt für Schritt beheben und Rückgängig machen lassen würde ..
WENN MAN DENN WOLLTE !!
..man will aber nicht denn dass ist der so einträgliche Zustand auf den man jahrelang hat hinarbeiten lassen und an dem die Veranstalter so göttlich verdienen … da bringen auch eine abgehobene Sichtweisen und die x-te Analyse und Vergleiche nichts .
Das ist der gewünschte Zustand Man pflegt wie zu jeder Epoche nur den schnellen Reibach,Machtausbau und Erhalt, und aggressivem Kapitalaufbau auf Kosten der in Abhängigkeit gehaltenen Massen dank hohem Erpresserpotential mit egoistischer ” nach mir die Sintflut ” Einstellung … Das ist die traurige Geschichte die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht ..Fall and Rise Zyklen
666
Tourist - 12. Februar 2012
Also ich muss da nochmals einhaken bzgl. aussenwirtschaftliches Gleichgewicht!
Bisher wurde argumentiert, dass Greichenland und einige EU Länder ihre Defizite bzw. Übeschuesse aufrechterhalten und nicht abbauen könnten, wegen der gemeinsamen Währung Euro. Diese ließe flexible Wechselkurse nicht zu und verhagele so die Anreize mehr oder weniger zu exportieren bzw. zu importieren.
Warum ich dem widerspreche!!!!!!!!!! (Ich bin deswegen nicht FÜR den Euro!!!!!!)
Wenn das Geheimnis zur Lösung eines Aussenwirtschaftlichen Gleichgewichts, dass zweier Währungen sein sollte, warum existieren dann in Ländern MIT EIGENEN Währungen dauerhafte aussenwirtschaftliche bzw. Leistungsbilanzungleichgewichte?
Der erste, der mir da einfällt ist die USA…..oder Großbritannien mit Defiziten.
Überschuesse zum Teil seit Jahrzehnten werden erwirtschaftet von Ländern mit eigener Währung. Da sind Japan, China, Russland…
Ich führe das auf, da ihr mit dem Glechgewichtsgedanken der Irrlehre der angebotsorientierten Wirtschaftslehre aufsitzt! Die Empirie zeigt, dass diese Annahmen dieser Irrlehre mit eigenen Währungen FALSCH ist.
Damit bezweifle ich sehr stark, das eine falsche Lehre vom aussenwirtschftlichen Gleichgewicht ne Lösung für Griechenland sein kann!
Mehr will ich nicht sagen.
Schönes Restwochenende
Tourist
lazarus09 - 12. Februar 2012
Ich bin Mächtiger als alle Armeen der Erde
Ich vernichte mehr Güter als Bomben
Ich töte mehr Menschen als Kriege
Ich verstümmele Jahr für Jahr unzählige
Männer und Frauen
Ich bringe Siechtum und Tod
Ich verschone nicht Kind noch Greis
Ich schenke Nichts aber ich nehme Alles
Ich bin dein Schlimmster Feind
DIE GLEICHGÜLTIGKEIT
that’s it … FACE THE REALITY !!
Michael S. - 12. Februar 2012
@Tourist
Um nicht in volkswirtschaftliche Grundsatzdiskussionen zu geraten verweise ich hier auf wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Wechselkurs
“Grundsätzlich entstehen Wechselkursänderungen durch Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktakteure. Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen. Als Marktakteure treten dabei sowohl Großinvestoren (z. B. Zentralbanken aller Länder, internationale Großbanken und Unternehmen) als auch Kleinanleger auf.”
EIN Beispiel: Ein schwedischer Möbelhersteller exportiert Küchen in die USA, er erhält hierfür Dollar als Bezahlung.
A: Kauft er mit diesen Dollar amerikanische Staatsanleihen hat dieser ganze Vorgang Keinen Einfluss auf den Wechselkurs Dollar/Schwedische Krone.
B: Verkauft er jedoch seine Dollar für Schedische Kronen sinkt dadurch der Dollar-Schwedische Krone Wechselkurs
“Wenn das Geheimnis zur Lösung eines Aussenwirtschaftlichen Gleichgewichts, dass zweier Währungen sein sollte, warum existieren dann in Ländern MIT EIGENEN Währungen dauerhafte aussenwirtschaftliche bzw. Leistungsbilanzungleichgewichte?
Der erste, der mir da einfällt ist die USA…..oder Großbritannien mit Defiziten.”
Bernd Klehn würde wohl sagen, dass die beiden (USA GB) ein Finanzcasino haben welches ständig (dummes) Kapital anzieht und dadurch den Wechselkurs stabil hält. Nebenefekt: Dadurch dass die Marktteilnehmer immer einen Teil “verspielen” steigt die Netto Auslandsverschuldung dieser Länder auch nur geringfügig.
Griechenland mit eingeführter Drachme dürfte wohl wenig Kapital anziehen, was den Wechselkurs der Drachme bei den bestehenden Leistungsbilanzdefiziten solange sinken lässt bis ein Leistungsbilanzüberschuss einstellt.
Michael S.
Tourist - 12. Februar 2012
Ja, laut falscher Theorie!
Habe ich nicht klar gemacht, dass diese Theorie empirisch falsch ist?
Und wikipedia, also bitte!
Das Zitat ist nen bissel unsinnig!
““Grundsätzlich entstehen Wechselkursänderungen durch Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktakteure. ”
Ja wie denn sonst?
“Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen.”
Ja wo denn sonst auch^^
“Als Marktakteure treten dabei sowohl Großinvestoren (z. B. Zentralbanken aller Länder, internationale Großbanken und Unternehmen) als auch Kleinanleger auf.””
Ach ne^^
Aus dem Zitat folgt nichts! Und vor allem folgt daraus NICHT, dass es zu diesem SUPER-Anreizen kommt, die der vermeintlich theoretische Wechselkursmechanismus angeblich ja herstellt!
Wenn ich zuvor von den USA , GB, China und Japan sprach, allesamt mit eigenen Währungen “die auf ande Wärhungen stoßen”, dann widerspricht das dieser theoretischen Annahme!!!
Ihr Marktmechanismusgläubigen seit einfach nicht zu belehren! Die Empirie springt euch mit runtergelassenden Hosen ins Gesicht und ihr denkt weiterhin: “Und?”
Das ist so, als ob man jemandem ständig widerholendem fehler erklärt das 5+5 nicht = 11 ergeben und die Marktmechanimsusgläubigen behaupten weiterhin 5 *5 ergeben 11!
Lieber Michael. warum denkst du, schrieb ich das hier:
“Bisher wurde argumentiert, dass Greichenland und einige EU Länder ihre Defizite bzw. Übeschuesse aufrechterhalten und nicht abbauen könnten, wegen der gemeinsamen Währung Euro. Diese ließe flexible Wechselkurse nicht zu und verhagele so die Anreize mehr oder weniger zu exportieren bzw. zu importieren.
Warum ich dem widerspreche!!!!!!!!!! (Ich bin deswegen nicht FÜR den Euro!!!!!!)
Wenn das Geheimnis zur Lösung eines Aussenwirtschaftlichen Gleichgewichts, dass zweier Währungen sein sollte, warum existieren dann in Ländern MIT EIGENEN Währungen dauerhafte aussenwirtschaftliche bzw. Leistungsbilanzungleichgewichte?
Der erste, der mir da einfällt ist die USA…..oder Großbritannien mit Defiziten.
Überschuesse zum Teil seit Jahrzehnten werden erwirtschaftet von Ländern mit eigener Währung. Da sind Japan, China, Russland…
Ich führe das auf, da ihr mit dem Glechgewichtsgedanken der Irrlehre der angebotsorientierten Wirtschaftslehre aufsitzt! Die Empirie zeigt, dass diese Annahmen dieser Irrlehre mit eigenen Währungen FALSCH ist. ”
Tourist
Querschuss - 12. Februar 2012
Hallo Tourist,
Gleichgewichtsgedanke eine Irrlehre? Nee Tourist bestimmt nicht! Die Folge von Ungleichgewichten sind Finanzkrisen, die entstehen bzw. werden aber erst offensichtlich wenn privates Kapital die Defizite aus dem Handel nicht mehr finanziert, bzw. der Schuldner seine Gläubiger nicht bedienen kann. Die USA und UK haben vergleichsweise geringe Nettoauslandsschulden und privates Kapital finanziert ihre Defizite. Im Falle USA und China müsste der Dollar zwar gegenüber dem Yuan kräftig abwerten, damit sich das enorme Defizit gegenüber China im Handel abbaut, nur die Konstellation ist so ähnlich wie beim Euro. China hat den Yuan an den Dollar gekoppelt und wertet nur sehr langsam den Yuan auf und nach eigenem Gusto, die USA können ihrerseits nicht gegenüber dem Yuan abwerten, wie auch, Yuan sind an den Devisenmärkten nicht frei handelbar. Den Kurs bestimmt die chinesische Zentralbank, alle chinesischen Exporteure müssen ihre Dollar-Einnahmen aus dem Handel bei der chinesischen Zentralbank in Yuan tauschen, ebenso ausländische Investoren ihre Dollar, Euro oder was auch immer, den Wechselkurs bestimmt die Zentralbank Chinas und nicht der Markt. Wie kann sich überhaupt so ein US-Defizit im Handel zu China anhäufen, ganz einfach, weil China mit Käufen von US-Staatsanleihen und anderen Wertpapieren in den USA die Importe der Amis bzw. die eigenen Exporte de facto finanziert. Dies tut China mit den angesammelten Dollar der chinesischen Zentralbank die ja vorher mittel Devisenkontrolle bei der Zentralbank Chinas landeten.
Das hat Deutschland, die Eurozone, allerdings privates Kapital, mit Griechenland auch gemacht und als der private Kapitalzufluss nach Griechenland wegbrach übernahm die Finanzierung eben Zentralbankgeld (siehe Target2) und Rettungspakete. So wie die USA gegenüber China kaum eine Wettbewerbsfähigkeit herstellen kann und damit auch kein Gleichgewicht im Handel, so kann es Griechenland nicht gegenüber Deutschland, einigen Partnern in der Eurozone und anderen Ländern auf der Welt, mit dem Euro auch nicht. Dies geht/ging solange gut wie das Ausland eben die Defizite finanziert. Im Falle Griechenlands will nun aber niemand mehr die Defizite Griechenlands finanzieren, weder privates Kapital und auch nicht die öffentliche Hand der Eurozone, deshalb die Rosskur, um damit Griechenland angeblich wettbewerbsfähig zu machen. Die Rosskur, als Abwertung nach innen, primär die Absenkung der Löhne, kann aber keine Außenabwertung mittels eigener nationaler Währung ersetzen, denn mittels dieser könnte man um z.B. 80% alle Preise (Kosten), nicht nur Löhne, gegenüber dem Euro und andere wichtigen Währungen senken und wenn dies nicht reicht um noch mehr und spätestens dann würden auch Investitionen und in Folge griechische Exporte fließen. Genau so würde es umgekehrt auch in China laufen, bei einer starken Aufwertung des Yuan, z.B. 40% würden eine Menge Produkte kaum noch in die USA zu exportieren sein, je höher die Aufwertung, je brachialer die Anpassung weg vom Handelsbilanzüberschuss mit den USA.
Warum finden die Anpassungen über Währungen zum Abbau von Ungleichgewichten nicht stärker statt, da viele Notenbanken mit der Druckerpresse künstlich intervenieren um ihre eigene Exportwirtschaft zu schützen, siehe Schweiz mit dem künstlich festgezurrten und manipulierten Kurs zum Euro oder wie eben China Marktwechselkurse erst gar nicht zulassen bzw. so schwach, dass sie die Funktion von Wechselkursen nicht erfüllen.
Gruß Steffen
wonko - 12. Februar 2012
“Ja, laut falscher Theorie!
Habe ich nicht klar gemacht, dass diese Theorie empirisch falsch ist?”
Nö.
Die Verfügbarkeit von Euro schafft(e) genauso Nachfragepotenzial wie
es die anglo-amerikanische Finanzmafia mit dem Angebot ihrer Finanzprodukte schafft:
Das in der Realwirtschaft angesammelte, stark konzentrierte Geld der Eigner des Produktivkapitals fließt über die Finanzmärkte zu den Schuldnern und Nachfragern.
Scheinsicherheiten in beiden Fällen.
Einmal der Glaube an plötzlicher Bonität dank Euro (bei trotzdem recht hohen Zinsen);
Einmal der Glaube an diverse Pyramidenspiele – für welche jeder Initiator der kein Bankster ist, eingesperrt werden würde….
… mortgage backed “Securities” voller Subprime mit tripple A bewertet verkaufen: offensichtlich eine arglistige Täuschung, in dieser Größenordnug müsste es da 5 Jahre Knast geben.
… und der Abnehmer? so blöd kann keiner sein: Veruntreuung anvertrauter Gelder aus Boni-Gier: ebenfalls Knast.
Da der Wirtschaftskreislauf des etablierten Systems aber davon abhängig ist, daß der konzentrierte Zasta über Kredit nachfragewirksam wird, interessiert diese organisierte Kriminalität offensichtlich nicht.
Das zu beobachtende System der Ungleichgewichte beruht auf Scheinwerten, Scheinsicherheiten und darauf fußendem Kredit. Wohin dieser “empirische” Weg führt, ist ja nun offensichtlich…
… wie die Geschichte endet ist (zumindest mir) aber noch unklar …
Peter Hallonen - 12. Februar 2012
Der Rückstand bei der Industrieproduktion der EU-Länder außer Deutschland ist so groß, dass er uneinholbar erscheint. Über mindestens ein Jahrzehnt hat sich dieser Rückstand herausgebildet, was ihn selbst dann noch für lange Zeit fortbestehen lässt, wenn eine gezielte Strategie zum Abbau der innereuropäischen Unterschiede bei der Wettbewerbsfähigkeit eingeschlagen würde. Es gibt niemanden unter den wirtschaftspolitischen Verantwortungsträgern in der EU, der derzeit eine Prognose abgibt, nach der es eine Rückkehr zu hohen Wachstumsraten gibt. Das heißt, die Bürger werden derzeit darauf vorbereitet, sich mit einem chronischen Nullwachstum abzufinden. Hier ist nicht mal die Erwartung einer positiven Entwicklung, wie sie so häufig von Politikern geäußert und dann enttäuscht wird.
Hier werden auf lange Zeit hinaus Fakten geschaffen, mit denen sich die Menschen in Europa kaum abfinden können. Das erschreckende an alldem ist, dass auch ein Abbau der Ungleichgewichte kurzfristig die ohnehin schon schlechte Lage in weiten Teilen Europas kurzfristig nicht mindern wird, während das einzige noch gut dastehende Land – Deutschland – auf das niedrige Niveau der anderen Länder abstürzen wird. Man wird die Importe aus Deutschland massiv einschränken, ohne in der Lage zu sein, selbst kurzfristig mehr produzieren und exportieren zu können. Zehn Jahre unterentwickeltes Wachstum in der Industrie schlägt sich nicht nur in einer Unterauslastung der Kapazitäten nieder, sondern auch in einem absoluten Abbau von industriellen Kapazitäten.
Das heißt nichts anderes, als dass der notwendige Abbau der wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa zunächst die insgesamte Lage für alle(!) zusammen nur noch schlechter macht. Wenn Deutschland seine wirtschaftliche Führungsrolle abgibt, gibt es erst einmal nichts, was diese ersetzen könnte.
Achim Hase - 12. Februar 2012
Peter, stimmt alles, außer es kommt die Transferunion. Genau das wird passieren. Merkel & Co brauchen nur noch die richtige Strategie um das dem Volk zu verkaufen.
onepiece - 12. Februar 2012
Das scheint leider sehr wahrscheinlich.
Eine Frage stellt sich mir jedoch immer wieder bei dem ganzen Vorgang:
Auf der einen Seite sehen wir eine sehr starke Abwärtsdynamik, die immer mehr Länder der Welt zu erfassen scheint. Dies sollte zu einer Rezession und zu einer damit verbundenen Deflation führen (zumindest ohne Eingriffe von außen, oder?)?
Auf der anderen Seite gibt es jetzt schon und wird es wohl im Kommenden noch massivere Eingriffe geben von Seiten der Notenbanken, die versuchen, durch das “Drucken” von Geld gegen die extrem hohe Schuldenlast anzugehen. Dies sollte für sich dann wegen der Ausweitung der Geldmenge zu einer Inflation führen. Nun sahen wir bei der letzten Tranche der EZB, dass ja scheinbar der größte Teil nicht in der Realwirtschaft ankommt, sondern bei der EZB geparkt wird…
Wozu könnte dies führen? Diese beiden Entwicklungen sollten sich ja gegenseitig “aufheben”, aber daran mag ich nicht so recht glauben, weil man ja “direkt vor seinen Augen sieht”, dass es nicht gut ist, was da momentan passiert… Es verwirrt mich, besten Dank für Anregungen
wonko - 13. Februar 2012
“Dies sollte für sich dann wegen der Ausweitung der Geldmenge zu einer Inflation führen”.
wieso?
wenn das Geld nicht in der Realwirtschaft ankommt, kann es dort auch keinen “mehr Nachfrage -> höhere Preise” Effekt auslösen.
Das frische Geld konzentriert sich “oben” – und sucht sich dann irgendein Finanz”Produkt”, eine Wette auf irgendwas. Bei Fälligkeit wird in das nächste re-investiert.
Die einzige Möglichkeit wäre eine Geldentwertung durch Vertrauensverlust – wenn z.B. plötzlich jeder nur noch physisch Gold oder CHF als Sicherheit will. “Inflation durch Inflationsangst” …
… wenn das brüning’sche Sparen in der Krise seine Früchte einfährt,
wird es aber wohl eher auf “Deflation durch Angstsparen” hinauslaufen – was unweigerlich in die Abwärtsspirale führt, insbesondere bei der derzeitigen Überschuldungssituation …
In dem einen Szenario profitieren die Banken (weginflationieren der Uneinbringlichen) und die (Export)Industrie (weniger Schuldendienst – mehr Verfügbares) und die Eigentümer dieser Industrien;
Im anderen Szenario die Masse der kleinen Sparer.
… zu wessen Wohl wird die Geschichte wohl ausgehen ?…..
Tourist - 12. Februar 2012
Lieber Steffen,
mir sind die Abhängigkeiten bspw. zwischen den USA und China im wesenltichen bekannt! Nichts destotrotz hast du erstens immer noch nicht gezeigt, dass Wechselkurse zu einer Ausbalancierung der Leistungsbilanzdefizite bzw. -überschuesse führen und zweitens stellst du unangefochten nur wieder den selben emprisch nicht nachweisbaren (!) Gleichgewichtsmechanmismus des Marktes ins Zentrum deiner ganzen Überlegungen!
Wenn du schon bemerkst, dass China massiv in die Währung eingreift (offensichtlich mit Erfolg, was ja auch nicht verwunderlich ist, da es wohl um zwischenstaatliche Konkurrenz mit allen Mitteln geht) , dann ist doch an dieser Stelle shon allein offensichtlich, dass ökonomischer Erfolg oder Misserfolg kein Spiel von Ausgleichskräften sind!
Du schreibst:
“Die Folge von Ungleichgewichten sind Finanzkrisen, die entstehen bzw. werden aber erst offensichtlich wenn privates Kapital die Defizite aus dem Handel nicht mehr finanziert, bzw. der Schuldner seine Gläubiger nicht bedienen kann.”
Privates Kapital sucht sich den Ort aus, wo es die meisten Rendite gibt! Mehr ist da nicht! Solche Investitionsentscheidungen hängen doch strategisch nicht primär an Defizit- bzw. Überschussentwicklungen von Ländern ab! Im Gegenteil, wenn genug Indikatoren die Anlagestrategie begünstigen, kann ein konstantes Defizit bzw. ein Überschuss als Entscheidungsgrundlage dem Investor furzpiepegal sein! Offensichlich passiert genau das ununterbrochen, WÄHREND jahrzehntelangem Aufbau von Defiziten bzw. Überschuessen!
Damit bewegt sich das Kapital nicht um GLEICHGEWICHTE, sondern nach den Überlegungen der bestmöglichen Prosperität!
Die Gleichgewichtslehre ist und bleibt nur theoretische unlogische Fantasterei, die sich empirisch bis heute nirgens bestätigt hat!
In dem Sinne
und wünsch dir nen schönen Restsonntag!
lass ich das jetzt mal so stehen, auch mit dem Bewusstsein dich sowieso nicht überzeugen zu können, aber ich gebe nicht auf
Gruss Tourist
Querschuss - 12. Februar 2012
Hallo Tourist,
letztlich sammelt China wie Deutschland uneinbringbare Schuldscheine, ist Folge der Überschüsse aus dem Handel und dem Nettokapitalabfluss zur Finanzierung dessen, ist nicht nachhaltig und je länger dies läuft umso höher der potentielle Korrekturbedarf. Positiv auf der Habenseite Deutschlands und Chinas, die Wertschöpfung und die Produktionsanlagen und das Know How sind im Land, alle Mal werthaltiger, als ein aufgeblasener Finanzsektor, virtuelle Wertschöpfung und der Fokus auf Dienstleistungen schlechthin.
Kleiner Beleg, das Wechselkurse Handelsbilanzen ausgleichen können gibt es, aktuell Japan, die Aufwertung des Yen war brutal, das Ergebnis auch, zugegeben die Erdbeben- und Reaktorkatastrophe spielte eine Rolle, wobei genau diese auch einen Teil der Aufwertung ausmachte: http://www.querschuesse.de/japan-2011-mit-dem-erstem-handlsbilanzdefizit-seit-1980/
“Damit bewegt sich das Kapital nicht um GLEICHGEWICHTE”, stimmt habe ich auch nie behauptet, erst am Ausgang der Exzesse wird privates Kapital scheu und hofft auf den Bailout, siehe Griechenland, die Rettungspakete sind nichts anderes als Bailouts für die Gläubiger, die bis zur Zuspitzung, ohne Scheu absurde Türme aus Leistungsbilanzdefiziten und Staatshaushaltsdefiziten finanzierten.
Ebenfalls einen schönen Restsonntag
Gruß Steffen
Holly01 - 13. Februar 2012
erstens : Wenn Griechenland den Euro verläßt, dann wird es seine Schulden wegen der Rezession und der Abwertung überhaupt nicht mehr bezahlen können.
zweitens : Die Verlagerung von Industrie aus der EU nach aussen hat viele Ursachen. Die meisten sind politischer Art. Diese Ursachen, können auch nur politisch gelöst werden.
drittens : Die Stärke der alten “Industrieländer” liegt im Massenmarkt. Es gibt zumindest einen relevanten Massenmarkt (oder gab es einen?). Diese Stärke als allererste Maßnahme zu kappen ist schon ziemlich dumm.
viertens : Ein EU und NATO Land, welches ausgeprägt in Militärausgaben “investiert” und mit zweifelhaften Infrastrukturprojekten Milliarden investiert, die sich nie tragen werden zeigt kaum Weitsicht.
fünftens : Kein Staat kann langfristig mehr ausgeben als er einnimmt. Steuersenkungen von 50-60% haben seit anfang der 80er Jahre praktisch alle “westlichen” Staaten ruiniert. Die einzige sichtbare Wirkung sind Superreiche, die vorher nur reich waren. Totes Kapital, das sich mit Anlagezwang zum Strick für die Staaten entwickelt.
sechstens : Die Wünsche der Politik bilden sich permanent in Zahlungsverpflichtungen der öffendlichen Hand ab. Die Zahlungsverpflichtung wird aber nicht durch Einnahmen abgedeckt. Die Politik “gestaltet” nicht, sie ruiniert.
siebtens : Die “ökologische” Wende mit geschlossenen Verwertungskreisläufen endet regelmässig in der Entsorgung der “Restgiftstoffe” in der dritten Welt. Das ist verlogen, wird verdrängt und belastet die Beziehungen. Die Kosten der sogenannten ökologischen Wende werden verschleiert, die gesundheitlichen Vorteile sind kaum nachweisbar (Krebs ist zum Beispiel eine steigende Gefahr) und die Natur sieht auch nicht wirklich gesünder aus, vieles ist Stückwerk und Augenwischerrei. Aber es muss bezahlt werden.
achtens : Der soziale Frieden wird massiv gestört. Ich sehe ACTA, die immaterial Rechte Industrie, die Streichung der Individualrechte, die Kürzungen der Löhne, die Abschaffung der Breitenbildung, die Einkommensumverteilung und die Deindustrialisierung, als eine sehr unheilige Allianz. Die westlichen Arbeiterklassen werden auf breiter Front abgekoppelt und gegen dei Wand gefahren. Das hat nichts mit Wirtschaft, aber sehr viel mit Politik zu tun.
neuntens : Die Politik verschanzt sich bei der Umverteilung nach wie vor hinter den Ärmsten. Durch Entzug einfachster Grundlagen, wird eine Not absichtlich geschaffen, welche zu Recht empörend ist. Gehen die Empörten auf die Strasse, treffen sie auf einen agressiven, rigorosen oft zerstörenden Rechtsapparat. Ich verweise für alle westlichen Staaten auf die verdeckten Polizeikräfte die Unruhen eskalieren. Ich verweise auf Geheimdienste die “Terror” überhaupt erst erzeugen, um ihn dann unglaubhaft bekämpfen zu können. Ich verweise auf undemokratische Vorgänge, die zum Erhalt eines großen Ganzen herhalten müssen, wie es bei den NAZIS im dritten Reich üblich war und was damals schon ausschliesslich zu Willkür und Unrecht geführt hat.
DAS sind politische Probleme, die wirtschaften erschweren oder sogar unmöglich machen.
zehntens : Das Rechtssystem der westlichen Staaten ist unwirksam. Es bietet weder einen Schutz, der verallgemeinert werden kann, noch bietet eine Sicherheit die verläßlich wäre. Korruption ist Tagesgeschäft.
Ohne Rechtssicherheit keine Wirtschaft, das ist eine alte aber ehrliche Lehre. Wenn nur geht was muss und nicht was (rechtlich) muss, dann versagt Politik und Wirtschaft wandert ab. Rechtlos, kann man weltweit billiger haben.
elftens : Eine Gesellschaft, dei auf Transfers aufbaut, braucht Stellen mit Überschüssen, welche zum VERTEILEN zur Verfügung stehen. Ist das nicht der Fall, gibt es keine Transfers. So bitter ist das. Privatwirtschaft welche Überschüsse / Gewinner erzielt, generiert keine Verteilungsspielräume. Wird verteilt, dann ist das politische Willkür und läßt Wirtschaftsbetriebe abwandern.
zwölftens : Wir sind daran gewöhnt, das alles was wir ungerne tun, zum Zwang erhoben wird. Wirtschaft, Industrie und Arbeitnehmer haben da sehr unterschiedliche Steuermöglichkeiten. Ein Betrieb, bei dem jedem Euro Gewinn direkt 10 politische Wünsche hinterherrennen und diesen privaten Gewinn verallgemeinern wollen, dieser Betrieb geht dort hin, wo er seinen Gewinn auch behält.
Die Politik in der EU “stinkt” und vertreibt die Industrie.
dreizehn : Wenn man etwas designt und währen dessen alles prüft und einhält, dann hat man keine Sicherheit, nicht Opfer eines Musterschutzprozesses zu werden. Das ist unerträglich und führt dazu, dass Industrie dorthin geht, wo die Gefahr geringer ist.
Das Recht wird pervertiert und die Politik läßt das nicht nur zu sondern benutzt dies zur “Sicherung” der glöobal Player. Rechtsverlust führt zu Abwanderung.
vierzehntens : Der permantene Verlust von Demokratie macht die EU für Zuwanderer unattraktiv. Wer sich auf eine Politik zurück zieht, bei der die Grenzen aygressiv und tötlich verteidigt werden, der zeigt ein Menschenbild, welches jede “ermahnende” Menschenrechtsäusserung in Richtung Ausland lächerlich macht.
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Wenn Ihr Industrie wollt, dann befriedet eure Gesellschaften, stellt Rechtssicherheit her und sorgt dafür, das Politiker bei jedem Versprechen das sie abgeben, auch sagen wo das Geld herkommen soll.
Industrielle Resourcenverbräuche sind nicht unmoralisch, sie sind notwendig. Wer Arbeit will, der muss Industrie zulassen und fördern. Ballungsräume zu deindustrialisiren, damit der Feinstaub durch PKW ersetzt wird, mit denen Menschen zur “Arbeit” auf der grünen Wiese fahren ist kein Konzept, sondern Unsinn.
Industrie braucht Planungssicherheit. Schalgzeilen sollten nicht über Widerstand gegen Industrie geprägt sein, sondern von Gewinnmeldungen der Industriebetriebe.
Wer Gewinn dämonisiert und immer sofort umverteilen will, vertreibt Kaitalgeber und verarmt die Arbeitskräfte.
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Griechednland aufbauen ? Das ist Sache der Griechen. Griechische Politk ändern und dei Verhältnisse vor Ort, das auch sache der Griechen.
Entschuldigung aber so etwas nennt man nationale Selbstbestimmung. Geld von aussen bekommen ist keine Selbstverständlichkeit und kein Selbstzweck.
Ich sehe in Griechenland immer noch die gleichen Köpfe in Amt und Würden, dei bereits gescheitert sind. Wozu in diese Köpfe investieren, die haben keine Konzepte und vertreten Einzelinteressen der Oberschicht, welche sie mit allen Mitteln schützen.
Dann muss Griechenland scheitern und das wird es auch. Auch Scheitern ist ein Weg. Nationale Selbstbestimmung kann und soll man keiner Nation abnhemen, dann muss man auch zuschauen, wie jemand scheitert.