ZEW Index für Dezember

von am 13. Dezember 2011 in Allgemein

Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland, ermittelt vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg im Dezember 2011 leicht und beendete damit vorläufig eine neunmonatige Talfahrt. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stieg auf -53,8 Punkte, nach -55,2 Punkten im Vormonat. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden in einer Umfrage bei 400 Finanzexperten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen ermittelt.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen seit Dezember 1991 im Chart. Im Dezember 2011 stieg der Index leicht an, auf -53,8 Punkte, nach -55,2 Punkten im Vormonat. Im Vorjahresmonat notierte der Index noch bei +4,3 Punkten. Der Durchschnitt beim Index lag seit Erhebung der Datenreihe im Dezember 1991 bei +24,6 Indexpunkten. Der Chart macht aber klar deutlich, dass von einer Entspannung der Stimmung bei den Finanzmarktakteuren keine Rede sein kann.

Die aktuelle konjunkturelle Lage für Deutschland wird zwar noch positiv bewertet mit +26,8 Punkten, allerdings sank sie bereits den fünften Monat in Folge, diesmal um kräftigere -7,2 Punkte zum Vormonat. Vom Hoch im Mai 2011 mit +91,5 Punkten ging es bereits um -64,7 Indexpunkte abwärts!

Die Entwicklung der Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland seit Dezember 1991 im Chart. Im Dezember 2011 ging es abwärts auf +26,8 Punkte, nach +34,2 Punkte im Vormonat.

“Bei den Konjunkturerwartungen scheint die Bodenbildung erreicht worden zu sein. Die Finanzmarktexperten rechnen offenbar mit einer geringeren Wirtschaftsdynamik, aber nicht mit einem Absturz der deutschen Wirtschaft im nächsten halben Jahr. Die Beschlüsse vom jüngsten EU-Gipfel mögen die Erwartungen positiv beeinflusst haben. Vorbehaltlich wichtiger Details sind sie ein wichtiger Schritt hin zu einem funktionierenden Ordnungsrahmen für die Währungsunion.” Dies meint ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz zu den aktuellen Daten.

Beim ZEW-Index der Konjunkturerwartungen handelt es sich nur um einen Stimmungsindikator, der die Erwartungen der befragten Finanzanalysten und institutionellen Investoren widerspiegelt.

Quelle Daten: Zew.de/Pressemitteilung ZEW-Konjunkturerwartungen Dezember 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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10 KommentareKommentieren

  • Roland - 13. Dezember 2011 Antworten

    Gibt es eine Graphik, die obige Kurve mit der tatsächlichen Entwicklung unterlegt hat ?

    Außer Day-Tradern interessiert sich niemand großartig für den ZEW-Index.
    Und Prof. Dr. Franz — kein Kommentar.

  • M.E. - 13. Dezember 2011 Antworten

    Is ja süß, das kleine Häkchen.
    Hat mal jemand ´ne Lupe?

    • Tourist - 13. Dezember 2011 Antworten

      Was fürn Haken^^?

  • Lazarus09 - 13. Dezember 2011 Antworten

    …..ich vertraue auch weiterhin auf die Aussagekraft des morgendlichen Kaffeesatzes. ;-)

  • klaus - 13. Dezember 2011 Antworten

    Deutschland hat 500 Mrd Rettungspaket gebilligt.

    http://www.fr-online.de/schuldenkrise/bankenkrise-500-milliarden-stuetze-vom-staat,1471908,2890298.html

    Na dann haben die Banken jetzt auch keine Probleme mehr.

    Grüße klaus

    P.S. Es könnte genauso aussehen mit dem neuen Rettungsschirm.
    Das machen wir jetzt alle 3 , 2 , 1 Jahre wegen dem Wachstum !

    ;)

    • dank - 13. Dezember 2011 Antworten

      Nachrichten-Datum: 13 | 10 | 2008

      Von dem Geld sollte aber jetzt nicht mehr viel übrig sein.

    • Thorsten Eckau - 13. Dezember 2011 Antworten

      Danke für den Witz! Ich habe zwar gestockt beim Lesen, als ich Steinbrück als Finanzminister las, aber ehrlich gesagt war er in den letzten Tag so oft im TV, dass ich es fast für meinen Fehler gehalten habe ;) Erst bei “IWF Chef DSK” wurde mir sicher klar, dass der Artikel alt sein muss. Das sagt echt viel über die Austauschbarkeit unserer Politiker, die Unveränderlichkeit der Krise und auch meine schlechte Bildung über Politiker, solange es sich nicht um Persönlichkeiten aus “Vermischtes” handelt ;)

  • Tourist - 13. Dezember 2011 Antworten

    Zew Konjunkturerwartungen, da fällt mir zum Thema Zweckoptimismus das ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=Tca-AkF2_6w

    ach und noch was lesenswertes zum Thema Geld und materiellem Reichtum:

    Quelle: Das französische Original « L’argent est-il devenu obsolète ? » ist in gekürzter Fassung am 01. 11. 2011 in Le Monde erschienen und wird in vollständiger Fassung am 16. 12. 2011 in Offensive libertaire et sociale erscheinen.
    Von:

    Anselm Jappe

    Titel:
    Ist das Geld obsolet geworden?

    “Offizielle Stellen wie auch die Medien bereiten uns darauf vor: Eine neue globale Krise wird demnächst über uns hereinbrechen, die schlimmer ist als die von 2008. Es wird offen von „Katastrophen” gesprochen. Aber was dann? Wie wird unser Leben nach einem Zusammenbruch des Finanzsystems in großem Stil aussehen?”
    Weiter hier: http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=539

    • langlode44 - 14. Dezember 2011 Antworten

      Der link is klasse. Das sollte unsre Diskussionsgrundlage werden, nicht irgendwelche sinnlosen
      Rettungsversuche der Marktwirtschaft, also des Kapitalismus.

      Ist schon länger meine Meinung: 3000 Jhre Geldwirtschaft sind genug, lasst uns was neues anfangen.

      • Tourist - 15. Dezember 2011 Antworten

        ja, umso mehr Leute das auch als langfristiges Ziel anstreben, können sich auch die notwendigen Überlgeungen dazu entfalten. Nur diese ewigen gestrigen…ohne geld geht nix.Einstellungen ersticken nur schon im Keim etwas grundlegendes Neues in Angriff zu nehmen!

        Mein Vorschlag für solche Ideen ist, das man mla bspw. sich einfache Produkte, die keine große Arbeitsteilung erfordern, vornimmt und dazu mal Überlegungen anstellt, wie kann man das Produkt herstellen, und entsprechend verteilen!

        Nehmen wir mal den Apfel raus aus dem Markttausch! Welche Preoduktionsketten und logische Fragen muessen gestellt und beantwortet werden, damit die Versorgung mit Äpfeln gelingt?

        Wenn solch ein Projekt mal durchgesprochen wurde, kann man sich ans nächste Produkt wagen, von mir aus ein komplizierteres!

        usw..

        Nur diese Projekte pro Produkt muessen auch mal ernsthaft durchgesprochen werden! Das wäre ein praktikabler Anfang!

        Beispiel:

        Apfel! Wieviel Äpfel isst ein Mensch durchschnittlich im Jahr?
        Wieviel Bäume sind dazu notwendig?
        Wieviel Böden zum bepflanzen?
        Gibt es Möglichkeiten unterschiedliche Sorten, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten wachsen, damit ein möglichst langer Nachschub übers Jahr gewährleistet ist?

        Sollte sowas mehr auf “Bundesebene” organsiert werden oder ist es besser auch Versorgungen, also Apfelgärten auf” Land und Kommunalebene” zu organisieren! Oder alles drei zugleich? usw…
        Sollte nicht jeder(!) zusätzlich seinen eigenen Apfelbaum pflanzen? und so fort…
        Was passiert mit Überschuessen von Äpfeln? Gibt es sekundäre Verteilerstellen oder sinnvolle Weiterverarbeitungsmöglichkeiten?….

        Ich meine, das sind ja keine unlösbaren Fragstellungen, Mann muss sie nur mal konkret durchsprechen!

        usw…

        Wenn das steht nehmen wir mal Brot in Angriff, alsowa skomplexeres….Wieviel Brot isst jeder? Wieviel Korn braucht man dazu? Wieviel Ackerland? Wie groß sind die Ausfallraten von Korn/Kilo? Wie muss das kompensiert werden durch die Bewirtschaftung durch mehr Ackerland?
        usw…

        Dann nehmen wir mal das nächste Produkt vor:
        Und die RentnerInnen, die sowieso nur zuhhause hocken, können sich den ganzen Tag darüber Gedanken machen, wie man diese Produktionsketten verbessern kann und Vorschläge machen! Jeder kann Verbesserungsvorschläge abliefern!
        ….
        Aber dazu muss dem dummen Konsumenten erstmal die Produktionsstrukur bekannt sein!

        Am Ende stelle ich mir Produktecluster vor! Von einfachen Prodkutionsketten bis zkomplexeren Produktionsketten! Weiterhin kann man diese einteilen in Produktionsketten der Grundversorgung und der Wunschversorgung usw…

        Im Grunde ganz einfach: Man muss sich nur mal auch darauf konzentrieren! Wer immer sagt und denkt: “Bibber Oh Gott die Martkwirtschaft is am Abkacken , oh je oh je, was jetzt? Was soll ich tun? Ich muss meine Schäfchen ins Trockene bringen”, So einer wird nie den hinreichenden Gedankenschmalz für solche Produktprojekte aufbringen!!!!!!!

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