Der unendliche Schuldenstreit: Ist vielleicht doch nicht Athen, sondern der IWF das größere Problem?

von am 24. Juni 2015 in Allgemein

Seit Monaten steht allein die griechische Regierung von Alexis Tsipras in der Kritik europäischer Politiker und Medien. Nie wurden ernste Zweifel geäußert, dass es vielleicht nicht oder wenigstens nicht allein die griechische Regierung ist, die sich mit unzureichenden Vorschlägen und unverantwortlichem Taktieren gegen eine Lösung des Schuldenstreits und letztlich der Griechenlandkrise sperrt. Doch so einfach ist es nicht und das wird nun, in der Hochphase der Verhandlungen, doch wieder deutlich.

Monatelang war der Eindruck erweckt worden, dass die für die Lösung der Krise erforderlichen Maßnahmen im Grunde vollkommen klar seien. Doch nun ist, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet (1), ein Streit zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Kommission über die richtigen Maßnahmen entbrannt. Der IWF wirft der Europäischen Kommission vor, gegenüber Athen zu nachgiebig zu sein und sich so immer weiter vom ursprünglich vereinbarten und für die Verhandlungen nach wie vor maßgeblichen Forderungspapier zu entfernen. Aus EU-Kreisen wiederum hieß es, der IWF sei offenbar nicht an einem Deal interessiert. (2)

Ob die Europäische Kommission dies nun beabsichtigt hat oder nicht ändert im Grunde nichts daran, dass sie mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den harten Forderungen des IWF der beharrlichen Fundamentalkritik der neuen Athener Regierung am bisherigen Sanierungskurs der Troika zumindest bis zu einem gewissen Grad recht gibt. So kann man es zumindest sehen.

Es ist darüber hinaus kein Geheimnis, dass bezüglich der von Athen zu fordernden Reformmaßnahmen immer wieder die Fetzen geflogen sind zwischen IWF und Europäischer Kommission. Außerdem ist seit dem richtungsweisenden Gutachten des EuGH-Generalanwalts zur Rechtmäßigkeit des OMT-Programms (Outright Monetary Transactions) der EZB klar, dass diese nicht gleichzeitig Staatsanleihen von mit Hilfsprogrammen gestützten Euro-Staaten aufkaufen und bei den von diesen Staaten zu fordernden Reformschritten mitreden darf. (3)

So betrachtet ist das Ende der sogenannten Troika, bestehend aus Europäischer Kommission, EZB und IWF, eigentlich längst besiegelt.

Zudem ist die Erfolgsbilanz der bisherigen Troika-Sanierung keineswegs nur im Falle Griechenlands alles andere als eindeutig positiv. Die griechische Wirtschaft liegt am Boden, die Insolvenzzahlen sind in die Höhe geschnellt, Arbeitslosigkeit und Armut sind explodiert und deswegen sind – allen Reformen und dem Schuldenschnitt von 2012 zum Trotz – die Staatsschulden keineswegs sukzessive gesunken. (3) Das ist auch der Grund, warum jetzt über ein drittes Hilfsprogramm und einen neuen Schuldenschnitt diskutiert wird.

Eines ist klar: Ohne wirtschaftliche Erholung hat Griechenland überhaupt keine Chance, aus der Krise kommen und der bisherige, seit 2010 verfolgte Sanierungskurs der Troika, hat sich in diesem Punkt nicht nur nicht bewährt, sondern als kontraproduktiv erwiesen.

Es widerspricht jeder Vernunft und schadet der EU, dies noch länger zu leugnen. Die europäische Krisenpolitik gehört eindeutig auf den Prüfstand. Mehr noch bedarf es offensichtlich grundlegender Korrekturen, vielleicht auch einfach nur mehr Flexibilität bei der Ausgestaltung von Sanierungspaketen, sofern nicht riskiert werden soll, dass längerfristig die wirtschaftliche Stabilität der Eurozone als Ganzes der kurzfristigen und kurzsichtigen „Lösung“ der bestehenden Schuldenprobleme geopfert wird. Es geht für Europa eben nicht nur um finanzielle Fragen, sondern auch und insbesondere um Wachstum und Beschäftigung.

So betrachtet kann es sich der IWF zwar leisten, starr am bisherigen Sanierungskurs festzuhalten. Schließlich ist er keine europäische Institution und muss insofern auch ganz andere Prioritäten setzen als die europäischen Institutionen und die Mitglieder der Euro-Gruppe. Europa kann es sich indes nicht mehr leisten.

Vielleicht ist es deswegen jetzt an der Zeit, dass Europa allein die Verantwortung für die Krisenbewältigung übernimmt und der IWF die Kommandobrücke verlässt. Der aktuell erneut ausgebrochene Streit zwischen dem IWF und der Europäischen Kommission über das richtige Sanierungskonzept für Griechenland zeigt an, dass die Zeit für diesen Schritt gekommen ist. Der IWF steht letztlich vielleicht doch mehr als Athen einer geeigneten Krisenlösung im Weg, denn die erfordert ein gewisses Maß an Flexibilität, die dieser sich nicht leisten kann oder will.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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59 KommentareKommentieren

  • carrincha - 24. Juni 2015

    Bis jetyt habe ich noch von keiner Seite einen Vorschlag gfeh;rt indem eine tragf’hige L;sung
    `

  • raro - 24. Juni 2015

    “der bisherige, seit 2010 verfolgte Sanierungskurs der Troika, hat sich in diesem Punkt nicht nur nicht bewährt, sondern als kontraproduktiv erwiesen.”

    Diese Behauptung wäre nur dann zulässig, wenn sich Griechenland wenigstens ansatzweise bemüht hätte, die versprochenen Reformen auch umzusetzen!
    In einer anderen Welt, in der Griechenland alle Reformen umgesetzt hätte und es denen dennoch dreckiger geht, da wäre dieser Einspruch gerechtfertigt, aber sicher nicht in dieser!

    Ist das so schwer einzusehen, dass die griechischen Regierungen vorzugsweise die Reformen schlampig umgesetzt haben, die den kleinen Leuten weh tun um sich selber so auf Kosten der Zone, der Deutschen und des IWF zu stärken und die Macht zu sichern?

    Die Griechen haben den Bogen überspannt, der Bogen ist in zig kleine Teile zerbrochen, der Rest ist ausschließlich deren Problem, ansonsten ziehen die den gesamten Euroraum mit in den Kot.

    Das geht nicht? Falsch gedacht! In einer Schulklasse reicht ein einziger konsequenter Rowdy um den Rest zu verderben und die Leistungen in den Keller purzeln zu lassen. Das weiß ich aus eigener Zivi-Erfahrung, ein einziger reicht, der nicht zu stoppen ist und nicht rausgeschmissen werden darf.

    • SLE - 24. Juni 2015

      Hallo raro,

      tun SIe mir und sich einmal einen Gefallen und klicken Sie im Aufsatz den Link (3) an. Dann werden Sie in dem dazugehörigen Aufsatz (und noch mehr in den Charts) ohne Schwierigkeiten erkennen können, dass der bisherige austeritätspolitische Sanierungskurs (der Troika) nicht nur in Griechenland, sondern in den PIIGS-Staaten mehr oder weniger stark ausgeprägt dieselben Probleme zeitigt.

      Es liegt also keineswegs, so wie Sie annehmen, daran, dass Griechenland die geforderten Reformen nicht vollumfänglich umsetzt.

      Ich will die griechischen Regierungen nicht von jeder Schuld an der Misere freisprechen. Aber der Sanierungskurs der Troika ist eindeutig ein wesentlicher Teil des Problems.

      Viele Grüße
      SLE

      • raro - 24. Juni 2015

        “Es liegt also keineswegs, so wie Sie annehmen, daran, dass Griechenland die geforderten Reformen nicht vollumfänglich umsetzt.”

        Aber dass die Reformen von Griechenland selber vorgeschlagen und die dann nur vom IWF und der Eurozone abgenickt wurden, ist Ihnen bekannt? IWF und EU haben nur einen ganz groben Rahmen vorgegeben, ausgefüllt hat den Griechenland!

        Die setzen die Reformen so gut wie gar nicht um, siehe die lächerliche unbezahlbare Frühverrentung, die viel zu hohe Zahl der Staatsbediensteten, das Katasteramt oder eine faire Reichenbesteuerung! Stattdessen hilft Athen den Reichen ihr Geld außer Landes zu bringen und zwar indem die Regierung nichts dagegen unternimmt!

        Ach ja und von den ganzen über 300 Hilfsmilliarden sind ~ zwei Drittel in Griechenland geblieben, nix von wegen nur 10% wie Varoufakis tolldreist lügt. Alles verkonsumiert oder um die griechischen Banken flüssig zu halten. Wie können Sie solchen Menschen auch nur ein Wort glauben, das sind notorische Lügner und Betrüger?

      • raro - 24. Juni 2015

        Hallo SLE,

        sorry, falls ich etwas grob klinge aber ich kann es nicht verstehen, wie jemand diesen Salonkommunisten entgegenkommt und sie zu verstehen versucht. Das geht bei Kommunisten wie bei allen anderen Fanatikern nicht. Die Griechen haben die Kommunisten gewählt, nun müssen sie mit den Folgen leben und fertig.

        Auf uns kommen Zeiten zu, die hart genug werden, so einen Klotz am Bein, der wird uns glatt unter Wasser ziehen.

        Griechenland ist im Euro und mit dem Geld der anderen vor Augen nicht reformfähig, da die blöde €-Zone es denen viel zu leicht macht, sich immer weiter zu verschulden.

        Die Griechen gehen zu lassen, ist im Interesse aller, außer einiger weniger Finanzmarktakteure und einiger Politiker, denen ihre debilen Visionen wichtiger sind als das Volk.

        Der eine erwähnte Schüler aus meiner Zivizeit hat den Notenschnitt der Klasse um wenigstens eine ganze Zensur nach unten gezogen und den mit Abstand besten Schüler für immer verdorben, zum Heulen. Genau wie Griechenland.

        Der Abschied der Griechen ist für uns eventuell sogar überlebensnotwendig, wir müssen dabei weitgehend zusammenstehen, ansonsten macht Berlin uns platt, wie eine dicke alte Frau, die sich auf das Gesicht des Volkes gesetzt hat und nicht mehr runtergeht, blau angelaufen sind wir schon.

        Herzliche Grüße, Roland

        • carrincha - 24. Juni 2015

          @raro
          Wer hat die Krise verursacht?
          Wer hat entgegen aller Verträge und Regelwerke unrechtmäßig Geld nachgeschossen?
          Seit 2010 wurden hunderte von Milliarden Euros versenkt !

          Im gleichen Zeitraum wurde das BIP Griechenlands um fast 30 Prozent runtergerissen!!
          Die Einkommen um fast 40 Prozent gekürzt ! Wow!
          Und jetzt?

          Warum wurden nicht diejenigen verfolgt und zur Rechenschaft gezogen die Griechenland mit fragwürdigen Swapgeschäfte ins Boot geholt haben?

          • Stepe - 24. Juni 2015

            Was immer die Griechen gemacht hätten, es wäre nicht gegangen. Warum kann niemand sagen in welchem Bereich sie international Konkurrenzfähig werden könnten? Ich kann nicht verstehen mit welchem Eifer (nicht Sie) auf ander Menschen herumgeschlagen wird. Da wird gesagt das die Reichen nicht besteuert werden, ah sind es also die die abgegriffen haben, wieso dann “die Griechen” Es ist doch Sache der Griechen sich ihre Gesetze zu machen. Dann hauen Lohnabhängige auf Lohnabhängige nur weil sie das bekommen das den Hetzer auch zustehen sollte. Der “kleine Mann” und die Weltpolitik. Habe ich einen Schuldigen hat der Tag Struktur, der gelbe Sack ist noch leer.

            http://www.arte.tv/guide/de/050773-000/falciani-und-der-bankenskandal?autoplay=1

        • Basisdemokrat - 24. Juni 2015

          “In einer Schulklasse reicht ein einziger konsequenter Rowdy um den Rest zu verderben und die Leistungen in den Keller purzeln zu lassen”

          ..und um eines klar zustellen, der Rowdy hat einen Namen: Deutschland!

          Gruß BD

      • Vogel - 24. Juni 2015

        Tach SLE, endlich ‘mal wieder ‘was von Ihnen, hatte mir schon Sorgen gemacht.

        “Ich will die griechischen Regierungen nicht von jeder Schuld an der Misere freisprechen.” Sie meinen bestimmt die Regierungen die von den Schwesterparteien der sPD und cDU/cSU, die Pasok und die ND geführt wurden. Womit raro ebenfalls bei der Lösung “seines Problems” geholfen wäre.

        PS.: Der Link (3) hier im Artikel funst bei mir nicht, ‘s geht aber über Ihren Blog, da funst die (3)

        @ raro, es ist nicht unbedingt Ihre “Schuld” – fünf Jahre ununterbrochene Griechen-Propaganda auf allen Kanälen, allen Sendern in allen Zeitungen, das macht viele Menschen mürbe!

        • SLE - 24. Juni 2015

          Hallo Vogel,

          ich habe den Link (3) nochmals neu eingegeben. Jetzt funktioniert er auch hier. Danke für den Hinweis und

          viele Grüße
          SLE

  • carrincha - 24. Juni 2015

    sorry, aus irgendeinen Grund wurde meine Tastatur englisch!

    Bis jetzt habe ich noch von keiner Seite einen Vorschlag vernommen indem eine tragfähige Lösung des Problems präsendiert wurde!
    Keine einzige!!
    Ich persönlich wüsste ebenfalls nicht wie sie, die Lösung aussehen soll, die nicht auf einer Seite in einer absoluten Katastrophe endet!

    Griechenland ist unrettbar!
    Eine dauerhafte Alimentierung ist den restlichen Mitgliedsländern nicht vermittelbar!
    Ein Schuldenschnitt würde herbe Verluste der europäischen Steuerzahler hervorrufen.
    Ein Grexit ebenso.

    Der einzige Ausweg wäre ein sogenannter fauler Kompromiss der dem Volk irgendwie als Erfolg verkauft werden könnte.
    Nur, Griechenland braucht spätestens in ein paar Monaten wieder mehrere 10 Milliarden Euro!
    Vertrackte Geschichte, aber selbst verschuldet!

    • Stepe - 24. Juni 2015

      Das was läuft ist tragfähig. Alles ist bis zum Zusammenbruch tragfähig. So funktioniert die ganze Kapitalistische Ökonomie.
      Bis zur nächsten Krise

      Gruß Stepe

    • Vogel - 24. Juni 2015

      @carrincha
      “Bis jetzt habe ich noch von keiner Seite einen Vorschlag vernommen indem eine tragfähige Lösung des Problems präsendiert wurde! Keine einzige!!” Guxtu hier und hier.

      “Griechenland ist unrettbar!” soll was heißen? Stöpsel ziehn und ab auf den Grund der Ägäis?

      “Vertrackte Geschichte, aber selbst verschuldet!” Nö, gemeinsam verschuldet/sehend zugelassen; unsere Phynanzmafia wollte hal ‘n Geschäft machen, gutsituierte Ruheständler ‘n bisschen ‘was anlegen …

      Die Politniki in €U steckt tief in der falschen Ideologie (am tiefsten in D) und will da um keinen Preis raus – man müsste ja Fehler eingestehen, Drehtüren würden sich nicht mehr drehen, Bedeutung ging verloren, Egos zu Bruch! Iss auch nich schlimm, das Wahlergebnis iss halt nie das Ergebnis einer WAHL, die ******öcher kommen immer wieder (wenn auch in geringeren Zahlen/Beteiligung), Schoiße schwimmt oben! Aber bloß nich an die Ursachen gehen, das ist verboten! Dann fahren wir halt EU an die Wand und sagen: “Die andern waren’s!!”

  • Peter Neumann - 24. Juni 2015

    “Ist das so schwer einzusehen, dass die griechischen Regierungen vorzugsweise die Reformen schlampig umgesetzt haben, die den kleinen Leuten weh tun um sich selber so auf Kosten der Zone, der Deutschen und des IWF zu stärken und die Macht zu sichern?”

    Hahaha, hallo Herr Blome. 😀

    Wenn die Griechen das umgesetzt hätten, was gefordert war, wären sie erst recht abgestürzt. Unternehmen hoch zu besteuern, in einer Phase der Rezession, ist dumm. Die Märchensteuer zu erhöhen, ist dumm. Denn wenn ich nur noch 5 Brötchen kaufen kann, anstatt 10, dann verliert auch der Bäcker. Das bringt nichts.

    Was die Griechen aber dringend tun sollten, ist das Vermögen der Superreichen, der Kapitaleinkunftsschmarotzer einzufrieren.

    Aber was ich gar nicht ab kann, ist die Ignoranz, das mit dem Geld nach Griechenland nur Banken am Leben erhalten wurden. Vorzugsweise französische und deutsche Banken. Medial wird es so dargestellt, als würde das Geld in Griechenland versickern.

    Griechenland ist kein Problem für Deutschland. Vielmehr ist Deutschland ein Problem für Europa. Nur kapiert das kaum jemand.

    • Vogel - 24. Juni 2015

      @Peter Neumann
      “Vielmehr ist Deutschland ein Problem für Europa. Nur kapiert das kaum jemand.” FACK! Dess isses. hierhier, hier, hier und hier lesen, da wird sie geholfen.

  • Erino - 24. Juni 2015

    Die Erhöhung der Unternehmensbesteuerung mag zwar sozial gerechter sein, wird aber sicher nicht zum Aufschwung der griechischen Wirtschaft führen. Insofern hat der IWF natürlich ein Argument. So wie das jetzige Programm aussieht, wird nur gerade so viel getan, dass die Krise noch ewig so weiter geht. Ein Austritt Griechenlands scheint mir tatsächlich die bessere Alternative zu sein, selbst wenn die Geberländer da dann erst mal noch mit Lebensmittel und Medikamentenlieferungen aushelfen müssen.

    Griechenland sollte selbst das tun, was es für für sich für besser hält. Dann gibt es eben ein Umschuldungsabkommen, bei dem ein guter Teil der Kredite gestrichen wird. Aber besser jetzt 200 Mrd von 400 Mrd streichen, als in 5 Jahren 250 Mrd von 500 Mrd.

  • El Buffon - 24. Juni 2015

    Sehr geehrter Herr Eichner,

    ich schaetze ihren Blog sehr, und moechte mich mich kurz zu Wort melden, wobei kurz relativ sein wird, angesichts der Komplexitaet der Thematik, leider unstrukturiert, da nur runtergeschrieben:
    1. Der euro hat nie funktioniert und GR wird im euro nie gesunden (der Rest der periph ist aehnlich gelagert, das schliesst Frankenland an der Seine ein, aber die lassen wir jetzt mal aussen vor).
    2. Der gesamte euro Ponzi ist eine einzige Insolvenzverschleppung, 07/08 mit den horrenden Target Bilanzen und Erleichterungen fuer Anforderungen an Sicherheiten ermoeglicht wird. (Ich hoer es noch wie heute: The ECB is now accepting crap, let’s create it, hallte es ueber die Tradingraeume). Das hat zu Interdependenzen mit den meisten EU Grossbanken gefuehrt, insbesondere EZ Banken; ein beliebtes Finanzierungsdreieck – Bank legt Anleihe auf, die wird vom Staat, z.B. Italien, “garantiert”, und dann direkt bei der EZB hinterlegt, dafuer werden euro’s geschaffen – Werthaltigkeit? Das Beschriebene ist nur die Spitze des Eisbergs, und es sieht nicht gut aus, die Banken sind uebervoll mit hochgehebelten Periodentransformationsdeals, die bei der kleinsten Parameteraenderung implodieren, und da haben wir noch nicht ueber die Derivate, die fragliche Bewertung und das noch fraglichere collateral geredet, usw. Die Bereitwiligkeit der EU, den Griechen entgegenzukommen, ist auch so hoch, weil keiner die Auswirkungen eines “Grexit” auf den Unterwassereisberg abschaetzen kann.
    3. Griechen war und ist ein “failed state”, der von einer korrupten Oligarchenchlique genauso ausgepluendert wird wie die EU/EZ – und neues Geld wird diese Strukturen nur verfestigen. Und Tsipras ist genauso Teil wie Samaras, und ohne kompletten “reset” wird sich nichts aendern. – Und der muss vom gr. Volk selber kommen,
    4. Der Vorkommentator hat Recht, die Troika hatte 2010 den grossen Rahmen gesetzt, und es waren die gr. Regierungen, die die Strukturreformen (wohl auch wg. Klientelwirtschaft) nicht durchsetzen wollten oder konnten, auf jeden Fall hat man an den “low hanging fruits” gespart, mit den desastroesen Auswirkungen auf die Bevoelkerung. Das sieht man ja auch in den aktuellen Diskussionen wieder sehr schoen, Tsipras will nicht ernsthaft an die Fruehverrentungen etc. ran, sondern mit neuen Steuern! das Budgetloch fuellen. Und Varoufakis hat es selbst gesagt, hoehere MwSt bringt es nicht, wenn man sie nicht einziehen kann.
    5. M.E. stehen sich ein reformunwillige gr. Regierung gegenueber, und die euro Retter, die sich den offenen Konkurs nicht leisten wollen, koennen, was Tsiprias ein erhebliches Erpressungspotential gibt. Und Tsipras hat maximal ein Mandat, den Rettern noch mehr Kohle abzuluchsen, aber nicht, den tiefen Korruptionssumpf in GR ernsthaft trocken zu legen – Largarde Liste…… 5 Jahre alt, und es hat sich noch keiner gekuemmert.
    6. Rolle des IMF
    http://www.politico.eu/article/imf-greece-grexit-lagarde-dsk-sex-parties-eurozone/
    Ein Link – ich will nicht doppelt schreiben, kurz: der IWF hat fuer GR seine eigenen Regeln gebrochen und muss jetzt zurueckrudern, will Lagarde nicht ihren Job und fuer die europaer das Vorrecht auf den Vorsitz verlieren.
    7. Die EU Kommission – die letztlich die Sause in GR nicht bezahlen muss, kocht ihr eigenes Sueppchen (genauso wie die Franzosen, aber auch die lassen wir mal aussen vor) – Juncker will den IMF raushaben, um die eigene Macht zu vergroessern, um an ein EU Budget zukommen, und um euroBonds etc einzufuehren.

    Insofern geht es nicht um Griechenland, sondern um viele andere Dinge, und ich habe sicher einige vergessen. Was aber nichts daran aendert, das GR im euro nicht zu helfen ist, und mit der Drachme nur, wenn die Griechen es selber hinbekommen, ihren Staat complett umzubauen. ….

    Inwieweit das Troika Programm verfehlt war, und wer dafuer verantwortlich war, dazu muesste man mehr Details kennen ich weiss nur eins. Das Grundbuch exisitiert immer noch nicht, die 209 Pkt Liste ist weitgehend unabgearbeitet und Tsipras hat einen Grossteil der Fortschritte, so sie denn existieren, ad aburdum gefuehrt.

  • MFK - 24. Juni 2015

    Klar, wenn man schon die jetzt fälligen Steuern nicht eintreiben kann, erhöht man sie eben.

    Ansonsten wird das Thema zu Tode gequatscht: Griechenland braucht einen Schuldenschnitt (klar bei diesen Zinsen und Fälligkeiten), es wurden nur die Banken gerettet (2/3 der Schulden gingen in den Konsum von Importen und Abhebungen von Bankeinlagen), der IWF fordert dies und fordert das, die EU fordert dies und das … Griechenland hat dieses Jahr einen Primärüberschüß von € 1,5 Mrd. erwirtschaftet, kann aber schon nächsten Monat die Renten, Gehälter mehr bezahlen. Was ist eigentlich mit Reformen die kein/wenig Geld kosten?(Korruptionsbekämpfung, Verbesserung der Geschäftsklimas: Hier liegt GR im EIU Rating noch hinter Russland).

  • Sbend - 24. Juni 2015

    >Vielleicht ist es deswegen jetzt an der Zeit, dass Europa allein die Verantwortung für die Krisenbewältigung übernimmt

    Heisst das sie wollen dass die EU den IWF rauskauft? Also nochmal einen fetten Batzen der Schulden übernimmt und all in geht? Bei etwas wo man weiss, dass es in der Sache verloren ist.

  • Beate - 24. Juni 2015

    Die deutsche Politik geht nach bewährten innenpolitischen Rezepten vor, erst ködern (wenn ihr diese oder jene lohnsenkende Maßnahme macht wird euch das Paradies sicher sein) und dann quälen(ihr seid selber schuld, ihr habt nicht konsequent genug eure Löhne gesenkt).

    Griechenland ist insofern selber Schuld , als es nicht den Weg Islands beschritten hat.

    Die jüngsten Grexit-Äußerungen Merkels haben noch mal die Schadenssumme um 100 Milliarden Euro erhöht.

    Das der IWF da ist, ist die 100%ge Wunscherfüllung von Frau Merkels wirtschaftspolitischen Vorstellungen gewesen.

    Mit Frau Merkel ist keine Lösung der Eurokrise möglich.

    So schlicht ist die Wahrheit.

  • Traumschau - 24. Juni 2015

    Mhh, das war abzusehen, nicht wahr?
    Ich sehe das (bisher) so:
    Schäuble: “Wir können eine politische Union nur durch eine Krise erreichen.”
    Also ist das Ziel der europäische Superstaat – alle Staaten geben ihre Souveräniät vollumfänglich und unwiderruflich an der Brüsseler Garderobe ab!
    In Anbetracht des Statements von Schäuble bin ich mir ziemlich sicher, dass diese Krise vorsätzlich herbei geführt wurde. Die Staaten über deutsche Dumpinglöhne nieder konkurrieren, die Banken per Staatsverschuldung retten lassen und im Gegenzug für Kredite die falsche Medizin verabreichen. Das war doch im Grunde der Ablauf.
    Um das “Projekt” nicht zu gefähren muss sicher gestellt werden, dass jeder Widerstand gebrochen wird – Podemos lässt grüßen. Wenn Tsipras scheitert – und das wird er – wird es ein “Links” nicht mehr geben! Das war es dann!

    Syriza ist in einer ausweglosen Lage:
    Sie hat die Wahl, entweder das bestehende Desaster zu verlängern oder die Katastrophe eines Grexit herbei zu führen. GR importiert in großen Stil Energie, Medikamente und insbesondere Lebensmittel. Eine Neu-Drachme würde ins bodenlose abstürzen und vermutlich eine Hungerkatastrophe auslösen – neben anderen “Kleinigkeiten”.
    Man hat GR mit voller Absicht an die Wand gefahren – jedenfalls ist das meine persönliche Meinung!

    Als Ergänzung empfehle ich noch die Analyse der gr. Krise von Michael Bernegger:

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/400-bernegger#weiterlesen

    Diese Lösung nach Bernegger wird es nicht geben, weil man in Wahrheit keine Lösung will.
    LG Traumschau

  • asetzer - 24. Juni 2015

    Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber m.W. hat der IMF die Vorschläge zu prüfen, ob sie die Schuldentragfähigkeit wiederherstellen, und da kann ich die Zweifel gut verstehen, denn die Hauptanpassung soll durch Steuer- und Beitragserhöhungen erfolgen,die aber die wirtschaftliche Aktivität einbrechen lassen werden, ganz zu schweigen davon, dass die Griechen Meister darin sind, die herauspressbaren Mehreinnahmen schönzurechnen. Wenn ich mir zb ansehe, dass die Mehrwertsteuer generell, und im Tourismusbereich sowie den Ägäisinseln im besonderen angehoben werden soll, kann ich mir nicht vorstellen, wie das der Wettbewerbsfähigkeit nicht schaden soll, Der IMF verfährt eben nicht nach der EU-Methode, die Probleme endlos weiterzuverschieben, sondern will eine tragfähige Lösung: realistische Massnahmen, oder , und das vergessen viele, einen offiziellen Schuldenschnitt, was Merkel natürlich wie der Teufel das Weihwasser fürchtet, würde doch ihr Gemurkse endlich auffliegen.

  • Stepe - 24. Juni 2015

    Hallo SLE,
    ich denke das Sie wissen das den Lenkern der EU und des Euros Gesetze egal sind. Wenn Sie Kritik führe wie mit Griechenland umgegangen wird dann konsequent. Es (ich suche es jetzt nicht raus)war bekannt das Griechenland die Kriterien für den Euro von Anfang an nicht erfüllt. Der damalige Bundesbank President war gegen die Aufnahme weil es untersuchen über die fragile Finanzen Griechenland gab.
    Jetzt bekommen sie die Quittung.
    Das “Gutachten des EuGH ­Generalanwalts” ist denen doch egal. Es gibt schon lange keine 60% und auch keine 3% mehr. Hören sie nicht noch das Gejaule von der Bundesregierung das Staaten selbst aus ihrer Misere heraus herauskommen müssen und keine Hilfe erwarten dürfen. Dann kam Herr VFinger von der Deutschen Bank und die Griechen bekamen Geld, Frau Merkel hat darauf hingewiesen das die Uboote, die die Griechen in Deutschland bestellt hatten gleich bezahlt werden müssen. Und so weiter und so fort. Hat ja auch alles funktioniert, wäre da nicht Syritza entstanden.

    Die USA,Kanada und die EU sind dabei die Wirtschaft zu reformieren, mit TTIP, da geht es lediglich um einen neuen ökonomischen Verbund, da ist Griechenland nicht von ökonomisch nicht von Bedeutung.
    Jetzt gibt es ein anderes Problem, falls es gelingt die Russen aus Syrien mit ihrem Stützpunkt zu vertreiben wäre Griechenland eine gute Möglichkeit. Wenn die gerade beim Ausscheiden sind warum nicht auch aus der Nato.
    Von daher denke ich das alles blaue Luft ist was jetzt betrieben wird. Da wird viel vorgelegt, “Europa” überweist Geld (für schwachsinnige Schulden) und es kommt nicht durch Griechische Parlament. (Klug von Putin hier keine Avancen zu machen) Da wird die regional Macht USA, den Europäern mal sagen wo es lang geht. Die Franzosen wird es ärgern, wo die Amerikaner alles mitgehört haben.
    Im nächsten Monat können wir hier dann lesen wie es mit der Europäischen Wirtschaft weitergeht.
    Ich denke es müsste mal Grundsätzlicher über die Ziel in Europa nachgedacht werden und dann die Wirtschaft dem anpassen. Leider entscheiden wir das nicht.

    Gruß Stepe

  • Werner - 24. Juni 2015

    den iwf vor die Tür zu setzen käme einem Affront gegen das Imperium gleich. Ob sich Europa das leisten kann/will? Man denke nur an den bösen Russen, der da an Europas Ostflanke bereits dem Pleite-Ami soviel Paroli bietet, dass dieser dank Geheimdiplomatie bereits eifrig dabei ist, sein gesicht zu wahren und der EU die Pleite-Ukraine als Beute zu überlassen……

    Aber vielleicht gibt´s ja doch noch ein Patrioten unter den europäischen Volksverrätern, die dem Ami mit dem Rausschmiss des IWF zumindest eine Tritt ans Schienbein geben. Den Rest macht dann die IWF-Alternative von China und Russland ab September.

    Ich hatte nicht gedacht, dass es mir soviel Freude bereiten würde, den Ami langsam aber sicher verrecken zu sehen – Gut so, der Globus muß sich seiner gierigsten PArasiten endlich entledigen und wenn es nur scheibchenweise ist.

  • Duke van Hudde - 25. Juni 2015

    Die entscheidene Frage ist doch eigentlich eine andere.

    Vor was soll Griechenland gerettet werden. Der Staatsbankrot kann es ja wohl nicht sein. Sie hatten ja schon einen Schuldenschnitt und haben heute wieder mehr Schulden als davor und das bei eher noch geringeren Bip.

    Der nächste Schuldenschnitt wird doch 100 % kommen egal was für eine Politik gefahren wird. Die Frage ist doch nur wie hoch er ausfällt und wann er passiert. Frau Merkel will den halt nicht solange sie noch regiert aber ich glaube niemand hier denkt das das ganze Geld wieder einzubringen ist.

    Die andere Möglichkeit würde sein das man Griechenland vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch retten will.

    Nur dazu müsste man Griechenland im Euro wieder Wettbewerbsfähig machen. Zwar glaube ich anders wie SLE das die Austerität in Griechenland theoretisch funktionieren könnte nur sie kann es praktisch nicht und von daher ist es auch egal akademisch da drüber zu reden.

    Das Hauptproblem ist das man so weit runter müsste das überall neue Probleme auftauchen würden. Den das Bip müsste sicher sich noch mal halbieren und selbst das würde kaum reichen. Die Folgen für die Staatschulden, Banken. Unternehmen und Privatleute kann sich jeder ausdenken.

    Es würde zwar eine theoretisch andere Lösung geben und zwar die Nordzone würde massiv ihre Löhne erhöhen aber das glaubt doch sicher auch keiner das das der Fall sein könnte.
    Den wir reden hier von mindestens 25 -30 % Lohnerhöhung für Deutschland.

    Austerität funktioniert nicht weil sie unmöglich ist sie so durchzusetzen wie das nötig sein würde.
    Die Produktivität so zu erhöhen das Griechenland da drüber Wettbewerbsfähig wird ist aber auch unmöglich sein da wir von riesigen Fortschritten in der Produktivität reden die nicht möglich sind.

    Nein es gibt keine Lösung für Griechenland im Euro, aber es gibt sie ausserhalb des Euros den dann braucht niemand mehr die Löhne steuern oder andere Länder vorschreiben wie sie ihr Rentensystem gestalten. Die Abwertung nach einen Austritt wird die Griechen wie durch Zauberhand wieder Wettbewerbsfähig machen und damit verschwinden fast alle Probleme. Nur das man dann natürlich um den Staatsbankrott nicht herum kommt aber wenn jemand so doof ist Griechenland Geld zu leihen im Eurogefängniss dann ist er selber Schuld und die Blockparteien müssen dann halt ihren Wählern erklären warum das viele Geld nicht in Deutschland investiert wurde oder warum man nicht noch besser die Steuern gesenkt hätte.

    Es ist und bleibt eine Anmassung von Wissen wenn man glaubt das man zig verschiedene Länder so steuern könnte das sie in einer gleichen Währung bleiben könnte. Aber das kennt man ja halt von den Sozialisten in Deutschland die denken halt das Beamte alles so gut steuern können das es für den Wohlstand aller in Deutschland gut ist. Ob es jetzt die Faschisten der NSDAP waren oder die SED oder heute die SPD/CDU dieser Blinde glaube das man den Menschen zu seinen Glück zwingen muss und kann ist einfach nur lächerlich.

    Ja Deutschland würde aufwerten und der Leistungsbilanzübershcuss würde dadurch sinken aber ich sehe nicht was dadran schlecht sein würde.

    1. Der normale fleißige Arbeiter würde seine Lohnzurückhaltungsdividende endlich wieder bekommen(Aufwertung) und könnte sich vielleicht dadurch wieder ein Urlaub in Griechenland leisten. Jetzt landet diese Dividende total bei den Unternehmern.
    2. Die Leistungsbilanzüberschüsse sind eh uneinbringbare Forderungen auf Waren und Dienstleistungen in der Zukunft. Nur das die Gewinne auf den Konten der Unternehmer landen und die Verluste durch Abschreibungen von Staatsanleihen beim Deutschen Staat.

    Es ist daher aber auch leider klar das die Elite den Euro behalten will den dann würden beide Spiele auf kosten der normalen Menschen nicht mehr laufen können.

    Der Grexit ist daher die Lösung und die Hoffnung auf das Ende des Europrojekts.

    • Gummi Pol - 25. Juni 2015

      zu1. Der Arbeiter würde seine Dividende eben NICHT erhalten. Eher Arbeitsplatzverlust, Abbau der Stundenkonten, Kurzarbeit, Leiharbeiter raus, u.a. (s. Schweiz)
      zu2. Uneinbringbare Überschüsse ? Dann hat D doch mit Abstand am meisten zu verlieren und sich in Zukunft von Währungsunionen tunlichst fernhalten ?

  • Holly01 - 25. Juni 2015

    Auch nice:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/tsipras-kritik-griechenland-braucht-den-euro-nicht-13666426.html

    Der Co-Author von Flassbeck setzt mit seinem Buchinhalt den derzeitigen griechischen Regierungschef unter Druck.
    So etwas nenne ich eine effektive Informationskampagne, beide Seiten mit dem füttern, was man selber gebrauchen kann, um jede unliebsame Überraschung frühzeitig zu vermeiden.
    Die Deutschen sind nicht nur doof …….

  • mitwisser - 25. Juni 2015

    Das Deckmäntelchen IWF hätte sich Murksel in der Tat sparen können. Griechenland hat sich aber selbst an die Wand gefahren. Unter Beihilfe zahlreicher Ignoranten in der europäischen wie nationalen Politik, sowieso vielen Banken.
    Mit oder ohne IWF ist das Land am Ende und kein neues Geschäftsmodell in Sicht. Global kann hier viel zu wenig geboten werden um den Lebensstandard zu erwirtschaften, den man sich wünscht um ihn dann wenigstens ansatzweise gerecht zu verteilen.
    Zudem halte ich die endemische Korruption und Vetternwirtschaft für nahezu unausrottbar dort. Da müsste schon ein echter gesellschaftlicher Reset her um dieses enorme Menschheitsübel dort auf erträgliches Mass zu stutzen.

    • Stepe - 25. Juni 2015

      Hallo mitwisser,
      ich teile Standpunkte mit Ihnen, was ich aber nicht nachvollziehen kann ist woher Sie wissen was “um den Lebensstandard zu erwirtschaften, den man sich wünscht” her haben. Das “dieses enorme Menschheitsübel ( Korruption) dort auf erträgliches Mass zu stutzen” ist nun schon sehr schlicht. Um korrupt zu sein muss erst einmal ein Überschuss da sein der als Zahlungsmittel benutzt werden kann. Also hat es die längste Zeit bei den Menschen keine Korruption geherrscht. Und wenn “man” da rangeht, wer soll das erträgliche Maß festlegen?

      Gruß

      • mitwisser - 25. Juni 2015

        Hallo Stepe,

        ich bin kein Volkswirtschaftler, aber mit offenen Augen als Ingenieur seit vielen Jahren im Ausland unterwegs und dank Blogs wie diesem durfte ich viele neue Aspekte kennen lernen, wofür ich sehr dankbar bin. Die griechische Volkswirtschaft steht aber in keinem Verhältnis zum Lebensstandard und Konsumverhalten, zumindest bis vor einigen Jahren. Es kann nicht dauerhaft funktionieren, doppelt so viel zu importieren wie zu exportieren, um es auf einen schlichten und kompakten Nenner zu bringen.
        Was die Korruption angeht, so sind die Grenzen fliessend und je nach Definition wird es sie immer geben. Der neumodische Begriff hierfür lautet “networking”, denn auch hier entsteht schon eine Grauzone von Korruption, da man sich letztlich versucht Vorteile zu verschaffen, weil man jemanden kennt, oder jemand wen anderen kennt, etc.
        Über das Thema will ich hier nicht philosophieren, aber es mit seit vielen Jahren aus erster Hand bekannt und ich kann die Folgen hieraus gut einschätzen. Ich persönliche halte es für eines der grössten Übel der Menschheit und es dürfte Konsens bestehen, dass Griechenland hiervon in besonderer Weise betroffen ist. Wenn dieses Krebsgeschwür ein mal tief in der Gesellschaft sitzt, dann ist es eine Herkulesaufgabe sich davon wieder zu befreien. Die Geschichten aus Griechenland hierzu scheinen im allgemeinen Krawall unterzugehen, aber ich bin (leider) überzeugt, daß sich in diesem Punkt kaum was geändert hat. Möglicherweise müsste das Land hierfür eine Katastrophe biblischen Ausmasses erleben.

        • Stepe - 26. Juni 2015

          Hallo mitwisser,
          danke für das Antworten.
          Ich denke die Fragen sind keine Fragen der Menschen sondern eine Frage des Systems.
          Gerade habe ich ein Büchlein von G. Hüther gelesen “Kommunale Intelligenz” der ist Neurologe und beschreibt wie die Psyche bei den Kindern schon dahingehend versaut wird das es nicht mehr um Leben geht sondern nur noch um Konsumieren. Die Veränderung hin zum Nazismus ist doch unübersehbar. Um sich sichtbar zu machen werden sich Knöpfe an die Wange getaggert oder Ähnliches getrieben. Sie kennen den Spruch “lasse uns Shoppen gehen” das ist Inhaltsleer einkaufen und dann in die “blaue Tonne”. Da ist es nicht angebracht andere zu kritisieren das sie über die Verhältnisse gelebt haben ohne das zu reflektieren. Ich lese heute das Deutschland den meisten Müll produziert, damit wird die Umwelt aller menschen angegriffen. Ich meine eine Kritik aus einer Selbstkritik ist da immer “glaubwürdiger”.
          Zu der Korruption haben sie Recht, nur wenn sie es von vorne herein, wenn auch in geringen Umfang akzeptieren, ist der Fuß in der Tür. Wenn es kommt dann kommt es, nur Sie haben “ich will es nicht”gesagt und nicht ein bisschen ist in Ordnung.

          Gruß Stepe

          • SLE - 26. Juni 2015

            Hallo Stepe,

            wo Sie gerade bei Buchtipps sind betreffend unsere Gesellschaft: Konrad Lorenz hat Ende der 60er Jahre einen sehr schönen Vortrag gehalten, der sich in acht Abschnitte gliedert und glasklar aufzeigt, wohin sich die damalige Gesellschaft entwickeln wird. Der Vortrag ist auch in Form eines kleinen, nur etwa 80 Seiten dicken Büchleins veröffentlich worden, dass ich nur jedem zur Lektüre empfehlen kann. Der Titel “Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit” (1973). Man bekommt es immmer noch im Buchhandel.

            Grüße
            SLE

  • JL - 25. Juni 2015

    Zu Recht wird darauf verwiesen, daß die Vorgaben der Troika in Griechenland mit einer wirtschaftspolitischen Atombombe vergleichbar waren und immer noch sind. Weder wurde der Trend weiterer Verschuldung gestoppt, noch konnte der wirtschaftliche Abschwung aufgehalten werden. Im Gegenteil, trotz- oder erst recht wegen- der Troika- Programme ist die Verschuldung heute weit höher als zu Beginn der Krise 2010- trotz zwischenzeitlichem Schuldenschnitt. Die Binnenwirtschaft liegt am Boden, begleitet von Arbeitslosenzahlen jenseits von Gut und Böse (mehr als 25%). Besser sieht es bei der Exportwirtschaft aus, jedoch hat hier der Staat traditionell wenig Zugriff- die Reeder sind in Griechenland von der Steuer befreit.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/06/18/falsche-zahlen-wirtschaftslage-in-europa-viel-schlechter-als-angenommen/

    Die Troika hat also die Lage in Griechenland vollkommen falsch eingeschätzt. Hinzu kommt, daß dieses Dreiergespann naturgemäß vorrangig jeweils eigene Interessen favorisiert. Die EZB ist gegen einen Machtzuwachs der Europäischen Kommission und umgekehrt, ja und der IWF ist wiederum die „Finanzkeule“ der Amerikaner- und die betrachten Griechenland ausschließlich rein strategisch.

    Dieses wirtschaftliche Blutbad in Griechenland hätte man aber möglicherweise vermeiden können, wenn man sich Island als Vorbild genommen hätte.

    Islands Bankenwelt brach bereits 2008 ein- ein Jahr vor dem allgemeinen Finanzchaos. In den Geldinstituten hatte man faule Papiere vom 9- fachen des dortigen BIP‘ s angehäuft. Nachdem die Regierung damals zurücktreten mußte, wurden verschiedene Programme umgesetzt um Islands Wirtschaft zu stabilisieren. Übrigens wurden dort auch Kredite vom IWF aufgenommen. Von Island hört man seit 2012 nichts mehr von wegen Krise. Die aufgenommenen Schulden wurden bis dorthin bereits abgezahlt.
    http://www.taz.de/!5084590/ (2012)

    Der Unterschied zwischen Island und Griechenland liegt einerseits in der Verweigerung des Staates, Schulden von maroden Bankinstituten zu übernehmen und diese stattdessen in die Pleite zu schicken (kapitalistisches Grundprinzip). Andererseits wurden Belastungen der Bevölkerung weitgehend vermieden, stattdessen staatlicherseits Teilentschuldungen bei privaten notleitenden Immobilienkrediten vorgenommen.
    Island hat dies alles nur deshalb durchziehen können, weil es ein souveräner Staat ist und keinen fremden Interessen und Auflagen folgen muß.

    Da haben die Griechen wohl Pech gehabt- und vermutlich nicht nur die.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • mitwisser - 25. Juni 2015

      Allerdings hat Island ganz andere Voraussetzungen, als Griechenland. Eine funktionierende normal große Verwaltung, Korruption ist dort weitgehend unbekannt, gar verpönt. Man ist energetisch fast autark und die Handesbilanz ist im Lot.

      • JL - 25. Juni 2015

        Hallo mitwisser

        Die Schuldenspirale in Griechenland ist weder das Ergebnis von Korruption oder einer nicht autarken Energieerzeugung, die ausufernden Staatsschulden sind letztlich das Ergebnis übernommener fauler Bankenverpflichtungen- nichts anderes. Hinzu kommt eine unterentwickelte Binnenwirtschaft, welche gegenüber der deutschen Exportnation schlicht Null Chancen hat sich zu behaupten oder auch nur zu bestehen.

        Griechenland in die EU aufzunehmen war ein rein politischer, kein wirtschaftlich fundierter Akt- genau wie in Zypern. Man wollte damit schlicht und einfach den russischen Einfluß auf beide Länder beschneiden.

        Parallelen zur neueren wirtschaftlichen Entwicklung in der Ukraine sind natürlich rein zufällig.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

        • mitwisser - 26. Juni 2015

          Hallo JL,

          dass Griechenland in diese Schuldenspirale geraten ist, würde ich durchaus mit Korruption in Verbindung bringen. Allerdings nur als kleiner Teil des ganzen.
          Kleines Beispiel aus der Rüstung: Die erheblichen Schmiergeldzahlungen führen logischerweise zu höheren Einkaufspreisen. Dort wurden dann mit großer Wahrscheinlichkeit Waffen gekauft die man nicht unbedingt brauchte, oder nicht in dieser Menge. Das System beruhte darauf, Aufträge zu kreieren die ausreichend Schmiergeld hergeben. Rüstung ist hier ideal, aber auch Kraftwerke, Infrastrukturprojekte und sonstige öffentliche Ausschreibungen. In GR kann man auch nicht ausschließlich einzelne Lieferanten als Drahtzieher ausmachen, sondern hier steckte System dahinter, bei der ganze Seilschaften Gelder abgriffen, die dann in zusätzlichen Schulden mündeten.
          Was die Korruption im kleinen angeht, so führt das zu Ausschaltung von Wettbewerb auf Dauer zu Strukturen die im globalen Wettbewerb nicht mehr bestehen können.
          Die Hauptschuld der deutschen Exportstärke zu geben greift aus meiner Sicht zu kurz. Griechische Exportprodukte wurden nur zu kleinen von deutschen Wettbewerbern übernommen, da hier zu wenig Gemeinsamkeiten waren. Abgewandert wurde primär in die Türkei nach Asien und Osteuropa. Man kann höchsten argumentieren, dass Deutschland es verhindert hat, dass sich in GR eine leistungsfähige Exportwirtschaft entwickelt. Wirklich stark finde ich dieses Argument eben auch nicht.
          Und richtig, GR wurde primär aus politischen Gründen aufgenommen und die Griechen verstanden das als Einladung, dass man sie dafür diskret subventioniert. Bis der Euro kam hat das wohl auch halbwegs funktioniert.

          • JL - 26. Juni 2015

            Hallo mitwisser

            Na endlich wissen wir woher die deutschen Staatsschulden herkommen. Siemens, die Deutsche Bank und andere korruptionslastige deutsche Unternehmen sind schuld daran, daß der deutsche Staat 2 Billionen Euro Schulden hat- wer hätte das gedacht.

            Mit freundlichen Grüßen

            JL

          • SLE - 26. Juni 2015

            HAllo mitwisser,

            in einer stark oligopolisierten Welt ist Korruption an der Tagesordnung und nur in einem solchen marktstrukturellen Umfeld gedeiht sie prächtig. Denken sie nur mal an die ganzen Manipulationsskandale, Geldwäscheermittlungen und die Lawine an Prozessen/Klagen, denen speziell die Großbanken – etwa die Deutsche Bank – ausgesetzt sind. Und die Politik in allen Industriestaaten trägt ihren Teil dazu bei, dass das so ist. Sie hat erst alles getan, damit durch M&A solche “national Champions” – natürlich nicht nur im Bankensektor – entstehen. Dann wurden sie mit einer Vielzahl von Maßnahmen besonders begünstigt. Gesetze wurden in ihrem Sinne formuliert, teilweise von den Banken/Unternehmen selbst (- denken Sie z.B. an den Bankensektor oder auch die Pharmaindustrie)! Und wenn diese Riesen dann in Schwierigkeiten geraten, ihre Geschäfte schlecht laufen, dann greift wieder der Staat ein – bis hin zur Rettung und Erklärung für “systemrelevant”. Und wenn diese Firmen dann doch mal mit geltendem Recht in Konflikt geraten, dann kommen sie i.d.R. höchst glimpflich davon.

            All das ist die sprichwörtliche Einladung einfach alles zu tun. Und was Griechenland anbelangt oder generell die deutsche Exportstärke (speziell auch die der Konzerne), so hilft auch hier der Staat in jeder erdenklichen Weise. Siemens, Bayer, Telekom, Banken und deutsche Rüstungsunternehmen haben so schöne Geschäfte mit Griechenland machen können.

            Im Übrigen ist es ein Märchen, dass die Korruption nur in Griechenland extreme Ausmaße angenommen hat. In Italien ist es mindestens genauso schlimm und in Spanien auch – um nur mal zwei Beispiele zu nennen.

            Was Griechenland – so wie die meisten EU-Staaten – nach unten gezogen hat, war die Bankenkrise und der Einbruch der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise. Doch es ist eben eine alte ökonomisch Erkenntnis, dass wirtschaftlich schwache Staaten in Krisenzeit viel stärker verlieren als wirtschaftlich gut aufgestelle Länder und dass sie sich auch nur wesentlich angsamer erholen als letztgenannte.

            All das muss man auch berücksichtigen, bevor man ein Urteil über Griechenland fällt.

            Viele Grüße
            SLE

            • Holly01 - 27. Juni 2015

              Hallo SLE,
              es gibt einen guten Indikator für das Ausmaß der Korruption. Das ist der Lobbyismus. Je offener und ausufernder der Lobbyismus, desto größer der Schatten der kleinen Schwester Korruption.

      • Stepe - 26. Juni 2015

        Hi Mitwisser
        ich stimme JL zu, möchte aber erweitern das es nicht darauf ankommt wie andere Staaten aufgestellt sind, es kommt darauf an das man eine Vorstellung hat was man für die Zukunft will.
        Außer acht wird auch immer gelassen das der Geldgeber auch eine Verantwortung hat, dafür nimmt er Aufschläge.
        Ich bin fest davon überzeugt das die Geldgeber bei Island das Risiko sehr wohl untersuchen werden bevor sie Geld geben.

        Gruß

  • Holly01 - 26. Juni 2015

    Sodele,
    Stand der Verhandlungen dürfte sein, daß Griechenland den Gläubigern abgetrotzt hat, daß man den Griechen mehr Zeit gibt und das mit Geld unterfüttert.
    Es ist aber immer das gleiche Geld aus den verschiedenen Töpfen, das hin und her geschoben wird.
    Die Gläubiger wollen länger ihre eigenen Vorerungen bezahlen und damit Geld aus den Töpfen nehmen, welches dann den Griechen in Rechnung gestellt wird.
    Großzügig wie die Troika nun einmal ist, gibt man Griechenland 6 Monate auf den Weg bis zu den absehbar nächsten Verhandlungen.
    Kein Entgegenkommen bei den austeritäts Packeten.
    Kein Entgegenkommen bei der Lastenverteilung innerhalb Griechenlands.
    Kein Entgegenkommen bei der Fremdverwaltung.
    Kein Entgegenkommen bei der Verschuldung vs. BIP.
    Kein Entgegenkommen bei der Investitionsebene.

    Völlig überraschend und unverschämt hat Griechenland abgelehnt. Also überraschend und unverschämt aus Troika Sicht.

    Griechenland wurde zu keinem Zeitpunkt eine Perspektive geboten, mit der man eine realistische Chance hätte, das Schuldendrama durch sparen und vernünftige Politik in den Griff zu bekommen.
    Die Griechen sollen weiter als Idioten herhalten, welche man alle paar Monate vorführt, demütigt und dann zurück in den Schuldturm schickt.
    Hr. Schäuble nennt das “Hausaufgaben machen”.

    Griechenland hat nichts zu verlieren, denn es wurde nichts substanzielles angeboten.
    Das macht die griechische Reaktion gut vorhersehbar. Die “Gläubiger” wollen den 30.6. als d-day. Wir werden ja sehen, was das Drehbuch dann vorsieht.
    Die Berichterstattung der MM bleibt mies. Weder ist der Unterhaltungswert gegeben, noch wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut und die Sendungen sind kein Popcornkino.
    Inhaltlich braucht man da ja nichts zu erwarten ….. und selbst das wird selten erreicht.
    Ich halte die MM auch in diesem Fall wieder für korrupt und verlogen, andere haben keine so gute Meinung ….

  • Thoha - 27. Juni 2015

    Sieht so aus, als habe sich die Regierung Tsipras nun doch endgültig für die Demokratie entschieden, sowas können die Brüsseler Eurokraten natürlich überhaupt nicht nachvollziehen:
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland-verhandlungen-139.html

    Vielleicht hat der Schrecken so bald ein Ende, wer will sich auch schon ewig in so einer Situation befinden:
    http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikatur_5741.html

    • Holly01 - 27. Juni 2015

      Nun wird sich zeigen wie der Hegemon wirklich zu den ganzen Vorgängen steht. Nun werden wir am 01.07.2015 00:00Uhr sehen was tatsächlich passiert.
      Da geht ein Staat in den default, der gehört zur NATO, EU, Euro-Gruppe, OECD,UN und hat die zweit größte handelsflotte der Welt.
      Das wird mal wieder richtig spannend ………..
      Ob der IWF alle Programme unmittelbar kündigen und die Summen fällig stellen wird?

  • MFK - 28. Juni 2015

    Regel 1: Es gibt ein Menschenrecht auf Kredit.
    Regel 2: Kann der Kredit nicht bedient werden, ist immer der Gläubiger schuld.
    Regel 3: In guten wirtschaftlichen Zeiten als Staat mehr Kredit aufnehmen, weil ja die Steuereinnahmen und damit die Schuldentragfähigkeit steigt.
    Regel 4: In schlechten wirtschaftlichen Zeiten als Staat mehr auf Kredit ausgeben, weil die Konjunktur belebt werden muss und die Privaten als Konsumenten ausfallen.
    Regel 5: In the long end we are all dead.

    • Querschuss - 28. Juni 2015

      Hallo MFK,
      zur Regel 1: das Menschenrecht auf Kredit (Geldschulden) entspricht adäquat dem vom Anhäufen von Geldvermögen 🙂

      zu 2: überschüttet man ein offensichtlich nicht leistungsfähige Volkswirtschaft mit Krediten, sollte man sich nicht wundern, wenn in einem finalen Szenario der Schuldner nicht mehr Zinsen zahlen und vor allem tilgen kann. Sehe nicht wie an so einer Konstellation der Gläubiger unschuldig sein kann 🙂

      zu 3 und 4: das ist sicher ein Problem, aber eben auch nur die eine Seite der Betrachtung, auf der anderen stehen Private welche in guten, wie in schlechten Zeiten ständig Überschüsse erzielen wollen und tun und damit Geldvermögen akkumulieren. Wenn Jahr für Jahr deutsche private Haushalte 130 Mrd. Euro Überschüsse erzielen, muss jemand adäquat Defizite machen. In Deutschland machen sogar alle inländischen volkswirtschaftlichen Sektoren zur Zeit Überschüsse, private Haushalte, nichtfinanzielle Unternehmen und finanzielle Unternehmen, auch der Staat. Die ganze Wucht der Finanzierungsdefizite trägt das Ausland, du möchtest uns doch nicht erzählen, dass dies langfristig ein tragfähigeres Modell sei 🙂

      zu 5: ich wünsche uns Allen ein langes Leben 🙂

      Gruß Steffen

      • MFK - 28. Juni 2015

        Steffen, das Wort Gläubiger (lat. credere) kommt daher, dass derselbe glaubt, sein Gegenüber werde seine Schuld begleichen. Jemand der das nicht glaubt und einen Zahlungsunfähigen mit Geld überschüttet ist per se kein Gläubiger (sondern vll ein Schenkender etc.). Meine Regel 2 bezieht sich ausdrücklich nur auf Gläubiger. Zu 3) und 4) hast du natürlich Recht. Dass dies ein tragfähiges Geschäftsmodell ist, habe ich aber auch nie behauptet. Ein tragfähiges Geschäftsmodell ist es allerdings auch nicht, seine Exporte zu verschenken. Dieses insbesondere unter dem Aspekt, dass der Exporteur sein Geld i.d.R. bekommt und seine Eigentümer zum Dank hierfür ihren Gewinn auch nur mit 25% versteuern müssen. Ansonsten gäbe es hierzu noch viel zu sagen, z.B. über die Rolle der Banken, das Zusammenwirken von Banken und Staat, dem massendemokratischen Wohlfahrtsstaat u.s.w. Das würde aber den blog sprengen.

        • Querschuss - 28. Juni 2015

          siehst du im Falle Griechenlands, Spaniens, Italiens, Portugals, Frankreichs, den USA und UK primär Schenker an Werk? Könnte man doch auch gleich dem deutschen Volk direkt schenken, würde die Zustimmungsquote boosten und die Wahlbeteiligung 🙂

  • bubblegum - 28. Juni 2015

    “„Na endlich wissen wir woher die deutschen Staatsschulden herkommen. Siemens, die Deutsche Bank und andere korruptionslastige deutsche Unternehmen sind schuld daran, daß der deutsche Staat 2 Billionen Euro Schulden hat- wer hätte das gedacht.“

    Diesem marktradikalen Dummgelalle, das hier mal wieder fröhliche Urständ feiert, stelle ich zu einem jenen Satz gegenüber, den Tsipras gestern im Parlament gesagt haben soll:

    „„Sie verlangten von uns keine Zustimmung, sie verlangten, unsere politische Würde zu übergeben„, merkte Alexis Tsipras an und ergänzte: „Wir verweigerten nicht den Kompromiss, sondern die Übergabe unseres Landes als neue Wirtschaftskolonie an fremde Interessen“

    Quelle:http://www.griechenland-blog.gr/2015/06/parlament-in-griechenland-genehmigt-referendum/2135380/

    Zum anderen das, was man die Erfahrungen eines nun schon lange gelebten Lebens nennt:

    Als ich ein junger Student war, da verspotteten wir die aufkeimenden linken Studentengruppierungen, die doch glattweg behaupteten, IWF und Weltbank seien die wohlfeilen Instrumente des Internationalen Finanzkapitals, gemacht, um die Herrschaft des Dollarimperiums auf die ganze Welt auszudehnen.

    Wie Recht sie doch hatten und wie wenig sie doch unseren Spott verdienten! Aber damals gab es ja noch das Rote Imperium und wir schätzten die wahre Situation völlig falsch ein.

    Diesen IWF und die Weltbank, deren obersten Bosse immer einer bestimmten Religionsgruppe angehören, ebenso wie der Vizepräsident der BIZ, oder ihr besonders nahe stehen, scheren weder Recht noch Gesetz, schon gar nicht die Würde der Menschen dieser Welt.
    Exemplarisch wird das an der unverrückbaren Forderung des IWF und dessen Hilfshiwis Dijsselbloem, Schäuble und Konsorten, die Renten der Griechen müssten erneut gekürzt werden. Diese Wirtschaftsvandalen des IWF interessiert einfach nicht, dass das griechische Verfassungsgericht dies ausdrücklich untersagt hat und dies völlig zurecht, weil Rentenansprüche einbehaltene Lohnbestandteile sind, die dem einzelnen Arbeitnehmer gehören und damit der Verfügungsmacht des Staates entzogen sind auch wenn unsere Kathedervolkswirte sie einfach und munter in der VGR dem Staatsvermögen hinzurechnen. Sei´s drum, wären da nicht die Folgen für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage, die diese sog. Wirtschaftsexperten von IWF, Weltbank und die sonstigen marktradikalen Patentschwätzer einfach ausblenden, weil es nicht in ihre ceteris paribus Modelle passt, mit denen sie das Wesen dieser Wirtschaftswelt zu beschreiben versuchen.

    Das griechische Volk ist einfach nur zu beglückwünschen für diese Regierung, eine Regierung die endlich einen Arsch in der Hose hat. Die bereit ist, gegen allen Druck von außen, die Entscheidung darüber, was die Griechen ertragen können und ertragen wollen, zurück in die Hand ihres Volkes zu legen. So viel gelebte, echte Demokratie das macht hoffen.
    Hoffen auf ein ganz anderes Europa. Auf ein Europa der Völker und Kulturen, der Vielfalt und der Eigenheiten jeder einzelnen Nation, wie einmal ein Pirat schrieb. Ein Europa, das die Herrschaft der Großkonzerne endlich gebrochen hat, frei von angloamerikanischem Einfluss ist. Gelingt dies nicht, dann wird es zerbröseln, eine willfährige Kolonie der USA sein, dieser notorischen Kriegsverbrecher.

    Viele Grüße Bubblegum

    P.S.: ceterum censeo angloamerikanem esse kärchendam ex europa

    • Holly01 - 28. Juni 2015

      Es gibt ja schon seit Jahrzehnten Vorschläge zum Thema Staatsfinanazierung. Aber es ging ja nur um 3.Welt oder 2 1/2te Welt, da war das einfach: Schulden sind verzinst zu begleichen.
      Europa war daran beteiligt dutzende Staaten auf nimmer wiedersehen in die Schuldsklaverei zu schicken. Alle mit einer fetten Elite, die die Armut verwaltet und den Rahm abgeschöpft an die Gläubiger abführt. Die Zustände in diesen Ländern haben uns doch überhaupt nicht interessiert.

      Nun frisst sich das Geldsystem aber von unten in die 2.Welt hinein. Noch immer interessiert es uns einen feuchten Kehrricht. Wem das Wasser nur bis zur Unterlippe steht der ist König, wer absäuft, dem werden dei Gewichte um den Hals gebunden und auf nimmer wiedersehen versenkt.

      Und immer noch hoffen diese Idioten, dei Sonne ginge morgen auf und alles wäre wieder gut. Dieser Schuldenalbtraum hört aber nicht auf.
      Die Zinsspirale dreht sich munter und produziert ständig höhere Schulden und Vermögen. Die Verschuldung über Kredit ist ausserdem nicht gestopt, die geht ja auch weiter.
      Ich habe den Eindruck, daß ich bei weitem nicht der Einzige bin der mit der Nullsumme bei der Geldsumme und der VGR inhaltliche Probleme hat ……..

    • JL - 28. Juni 2015

      @ bubblegum
      Dummgelalle gibt es nur dort, wo geschriebenes losgelöst aus dem vorherigen Zusammenhang zitiert und bewertet wird- so wie bei den MSM.

      JL

  • klaus - 28. Juni 2015

    Hallo an Alle.

    EZB friert ELA’s ein.
    http://www.zerohedge.com/news/2015-06-28/varoufakis-tells-bbc-looking-imposing-capital-controls-closing-banks-ecb-freezes-gre

    Und hier. LaGarde wird den Default sofort melden.
    http://www.zerohedge.com/news/2015-06-27/imf-confirms-greek-referendum-irrelevant-after-program-expires-tuesday

    Griechischer Default läßt 131 Mrd EFSF-Darlehen fällig werden.

    http://www.zerohedge.com/news/2015-06-27/greek-imf-default-may-trigger-%E2%82%AC131-billion-payment-efsf-lonas

    Hier das Bildchen dazu. Mit Fälligkeitswahrscheinlichkeiten

    Mal gespannt, wann TINA uns sagt, das unsere private
    Vorsorge flöten ist. Tschuess Lebensversicherung.
    Damit ist auch Ihre Wiederwahl gelaufen.

    😉

  • Bubblegum - 28. Juni 2015

    @alle

    wie behauptet Gottlieb im Brennpunkt gerade:

    Für das Referendum gebe es keine Grundlage!!

    Er und seine Journalistenclaquere entlarven sich als das was sie wirklich sind:

    pseudodemokratische Mietschreiberlinge des internationalen Finanzkapitals.

    Systempresse eben wie die Rechten immer so abfällig titulieren.

    Viele Grüße Bubblegum

  • Holly01 - 28. Juni 2015

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schuldenkrise-griechenland-fuehrt-kapitalverkehrskontrollen-ein-und-schliesst-banken-13673666.html

    Ok, jetzt werden die Griechen fertig gemacht. Die Gläubiger ziehen voll durch und die EZB scheint dabei noch zu helfen.

    • Voltaire - 28. Juni 2015

      @ Holly01

      Tsipras hat bei seinem Besuch vor einer Woche bei Putin sicher nicht nur über zukünftige Wirtschaftsbeziehungen geredet. Putin – so zumindest mein Eindruck – ist sehr schlau bzw. hat ausgezeichnete Berater zur Seite. Er tut sicher alles ihm mögliche, die EWU bzw. die gesamte EU – wo immer möglich – durch geschickte “Schachzüge” zu destabilisieren. Tsipras ist von ihm diesbezüglich sicher gebrieft worden bzw. hat noch was in der Hinterhand, was den “EU-Schergen” derzeitig noch unvorstellbar erscheint (z. B. den Rubel als Interimswährung bis zum Druck der neuen Drachme einzuführen). Wir leben wahrlich in spannenden Zeiten…

  • Bubblegum - 29. Juni 2015

    @ alle

    War die Troika schlichtweg zu doof, statistische Zahlen richtig zu interpretieren und verordnete sie deshalb Griechenland fälschlicherweise ab 2008 diese massive Austeritätspolitik?
    Diese Frage stellte sich mir nach dem Lesen des nachfolgenden Artikels:

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/400-bernegger#weiterlesen

    Den Wahrheitsgehalt und die Schlussfolgerungen des Autors kann ich noch nicht richtig einordnen.

    Wenn man aber meine Frage von oben mit „nein” beantworte, dann kann die Schlussfolgerung nur heißen: Mit der Griechenland-Krise soll die Idee eines einigen und starken Europas für immer diskreditiert und zerstört werden, um einen schwergewichtigen Wirtschafts -Konkurrenten für lange Zeit auszuschalten.
    Das widerum würde erklären, warum der IWF so stark mitmischt.

    Ich zitiere mal einige Kernsätze aus dem obigen Artikel, Sätze, die es in sich haben:
     
    Die offizielle Datenlage und die vorherrschende Analyse der wachsenden Defizite der Leistungsbilanz [Griechenlands] seit Einführung des Euro sind falsch. Korrekt berechnet hat Griechenland zwischen 1999 und 2008 nie Defizite verzeichnet, sondern steigende Überschüsse. Ebenso falsch ist die Behauptung ungenügender Produktivitätsgewinne und erst recht zu stark gewachsener Lohnkosten. Das BIP wird allein dadurch, dass die Handelsschifffahrt nur zu einem kleinen Teil erfasst wird,  für die Jahre 2007 und 2008 um rund 15 bis 20% unterschätzt. Im Gegenteil, die Löhne sind von 2003 bis 2008 gemessen an den effektiv erzielten Produktivitätsgewinnen zu wenig gewachsen. Die Reallöhne sind, korrekt gemessen, schon im Aufschwung gesunken, obschon die Wirtschaft den größten Boom in Westeuropa verzeichnete. Auch waren Budgetdefizite und der Stand der Staatsschuld relativ zum effektiven BIP nicht annähernd in der ausgewiesenen Größenordnung der EDP-Prozedur. Richtig ist einzig, das die von der griechischen Zentralbank veröffentlichten Daten der Zahlungsbilanz, und davon abgeleitet, die Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung die Interpretation gestiegener Lohnstückkosten und zu expansiver Finanzpolitik oberflächlich in einer hoch aggregierten Betrachtungsweise stützen.
     
    … wird durch eine fehlgeleitete Politik interner Deflation verstärkt …
     
    Deshalb hat die Troika eine falsche Antwort formuliert, nämlich eine präzedenzlose interne Deflation als Antwort auf eine externe Deflation von seltenem Ausmass in einer kleinen offenen Volkswirtschaft. Die Konzeption der internen Abwertung, wie sie genannt wird, ist aus mehreren Gründen unangebracht:
    Die Exportwirtschaft Griechenlands profitiert gar nicht von massiv tieferen Löhnen und Preisen. Es hat dies mit ihrer Struktur zu tun. Einnahmen wie Ausgaben der Handelsschifffahrt, der mit Abstand grössten Exportindustrie, sind fast ausschliesslich dollarbasiert und haben wenig bis nichts mit griechischen Arbeitskosten zu tun. Die Reederei beschäftigt im Unterschied zur Situation anfangs der 1980er Jahre nur noch wenige griechische Seeleute. Das Gros der Seefahrer sind Philippinos und Inder, die in ihren Heimwährungen bezahlt werden. Die Handelsflotte ist ausserdem extrem kapitalintensiv, dies im Unterschied zur Struktur vor einigen Jahrzehnten. Im Tourismus sind viele der Exportbetriebe Familienbetriebe mit geringer Intensität familienfremder Beschäftigter. Die grösseren Betriebe der Fünf- und Viersterne Hotels hingegen sind kapitalintensiv. Für die präzedenzlose Expansion der Fünf-Sterne Hotellerie seit 2003 waren die Löhne kein Hindernis, im Gegenteil. In beiden Bereichen ist ohnehin billige Schwarzarbeit von illegalen Immigranten/Innen eine bedeutende Form der Beschäftigung.
    Die Politik der internen Abwertung berücksichtigt die vorangegangene kräftige Kreditexpansion und Verschuldungssituation privater Haushalte und Unternehmen nicht. Durch massiv abgesenkte Löhne, Renten und Preise wie auch durch die hohe Arbeitslosigkeit werden die nominellen Einkommen reduziert. Bei unveränderter ausstehender Schuld gegenüber dem Bankensektor wie gegenüber dem Staat steigen die laufende Belastung durch Zinsen, Amortisation und Steuern wie der Wert der ausstehenden Schulden real immer weiter an. Eine Situation der Schuldendeflation ist so entstanden. 
    Diese Schuldendeflation wird durch die systemische Bankenkrise massiv verschärft, sie wirkt als finanzieller Akzelerator der Wirtschaftskrise. Mit der vermeintlichen Staatsschulden-Krise 2010 setzte ein Abzug ausländischer Interbank-Depositen ein, der einen Kreditstopp des Bankensystems in Gang brachte. Die Troika verstärkte diesen Prozess ungewollt. Die Geldpolitik wurde ultrarestriktiv, weil das Eigenkapital des Bankensystems durch den 2011 von der Troika auferlegten Schuldenschnitt vorübergehend vernichtet wurde. Es ist seither nie wieder adäquat aufgebaut worden. Die Banken mussten aufgrund dieses Kreditereignisses sofort extrem hohe Abschreibungen tätigen. Dies vernichtete einen großen Teil ihres Eigenkapitals. Die Rekapitalisierung kam aber erst mit Verspätung in den Jahren 2012 und 2013. Aufgrund des vorübergehend massiv reduzierten Eigenkapitals mussten die Banken die Kreditvergabe einstellen. Durch den absoluten Kreditstopp sind die Bauinvestitionen fast auf Null zusammengebrochen. Die vom Bankensystem ausgehende Liquiditätskrise hat auf weite Teile der realen Wirtschaft übergegriffen und Zehntausende von Unternehmen und Haushalte in den Bankrott getrieben und Hunderttausenden von Beschäftigten die Einkommen gekostet. Als Folge der allgemeinen Liquiditätskrise explodierten die nicht bedienten und faulen Kredite der Banken. Diese faulen Kredite müssen mit viel höheren Eigenmitteln unterlegt werden, so dass die Banken selbst nach der zeitlich verspätet erfolgten Rekapitalisierung nicht mehr aus der Situation ungenügenden Eigen- oder Risikokapitals hinauskamen. Die über das Bankensystem ausgeübte  massive Deflationspolitik ist neben dem Preisschock im Aussenhandel (Zerfall der Exportpreise bei explodierenden Ölpreisen) der Kernpunkt der griechischen Krise. Die vorübergehende Vernichtung des Eigenkapitals der Banken hat eine systemische Bankenkrise ausgelöst, die sich in einer fast vollständigen Kreditklemme und einer über die ganze Wirtschaft sich erstreckenden Liquiditätskrise ausdrückt.

    • Querschuss - 29. Juni 2015

      Manche Artikel stiften mehr Verwirrung als Nutzen. Die vier größten griechischen Reeder sollen lt. dem Bloomberg Billionaires Index ein Vermögen von zusammen 7,6 Mrd. Dollar haben, akkumuliert betrachtet über viele Jahre.

      Ob die Differenz von dem was von den gr. Reedereien ins BIP fließt oder nicht, so groß ist wie behauptet, ist die Frage. Die Behauptung wird ja auch nicht wirklich konkret mit Zahlen, Fakten, Belegen unterlegt. Pure Behauptungen. Eine beliebige Prozentzahl ins Rennen schicken kann jeder.

      Gruß Steffen

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