Donald Trump auf dem Weg ins Weiße Haus – und die Erde dreht sich trotzdem weiter

von am 9. November 2016 in Allgemein

Noch sind nicht alle Ergebnisse ausgezählt. Aber Donald Trump ist der Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl nicht mehr zu nehmen. Einigen Zeitungen berichten, dass Trump inzwischen mehr als die für einen Sieg notwendige Zahl von 270 Wahlmännern hat. Hillary Clinton liegt weit abgeschlagen bei 218. (1)

Klare Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress

Und nicht nur das. Die Republikaner haben auch die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses, der zum Teil ebenfalls neu gewählt wurde. Im Repräsentantenhaus konnten sie ihre Mehrheit verteidigen, im Senat haben sie diese jetzt erringen können. Beim gegenwärtigen Stand der Auszählungen (8:15 Uhr (MEZ)) kommen die Republikaner im Repräsentantenhaus auf 233 von 435 Sitzen, die Demokraten auf lediglich 177. Im Senat liegen die Republikaner bei 51 von 100 Sitzen. Die Demokraten kommen auf 47. (2)

Damit stellt das Wahlergebnis die vorherigen Prognosen auf den Kopf. Hillary Clinton war in nahezu allen Umfragen monatelang eine Gewinnchance von 95 Prozent eingeräumt worden. Laut Umfragen hat sie auch alle drei TV-Duelle mit Donald Trump gewonnen. Zuletzt hatten ihre Umfragewerte wieder einen kleinen Schub bekommen, weil das FBI Clinton in der E-Mail-Affäre auch bezüglich neuer gefundener E-Mails auf einem Laptop ihrer engen Vertrauten Huma Abedin entlastete. (3)

Der Wahlausgang sagt wenig über Trump, aber viel über Obama

Das Wahlergebnis – das freilich noch nicht ganz feststeht – sagt letztlich weniger darüber aus, ob es in den USA nun mit Trump als Präsident tatsächlich zu dem von vielen an die Wand gemalten politischen Horrorszenario kommt. Das diente offenbar vor allem dazu, seine Wahlchancen zu reduzieren und die der Establishment-Kandidatin Clinton zu vergrößern.

Doch Trump wird als US-Präsident genauso wie seine Vorgänger gefangen sein in einem institutionellen Korsett, dass der Kongress und vor allem auch der gesamte Staatsapparat darstellen. Trumps Wahlkampfgetöse dürfte sich deswegen in vielerlei Hinsicht auch als solches entpuppen. Die US-Bürger haben Trump nicht mit autokratischer Macht ausgestattet. Also sollten wir nicht so tun, als wäre das geschehen.

Was das Wahlergebnis jedoch anzeigt, ist, in welchem Zustand der scheidende US-Präsident Barack Obama die USA am Ende von zwei Amtszeiten hinterlassen hat und dieser Zustand ist für die ganze Welt ein Schock. Angetreten war Obama mit dem Versprechen für Wandel zu sorgen. Doch das Land ist tiefer gespalten, zerrissener als je zuvor und offensichtlich mehrheitlich nicht gewillt, ein „Weiter so“ mit Hillary Clinton zu akzeptieren.

Die US-Wähler haben auch den US-Medien die rote Karte gezeigt

Die US-Wähler haben mit ihrer Wahl nicht nur dem politischen, dem wirtschaftlichen und dem finanzwirtschaftlichen Establishment bzw. der Wall Street die rote Karte gezeigt, sondern auch den US-Medien. Denn dass die Wahl so gänzlich anders ausgegangen ist, als die US-Medien seit Monaten übereinstimmend suggerierten – ganz abgesehen von den vielen Politikern und Prominenten, die sich von ihnen vor ihren Karren haben spannen lassen –, zeigt, dass offenbar auch das Umfragen- und Medienspektakel Teil einer Inszenierung der Wunschkandidatin des Establishments gewesen ist.

Unter dem Strich bleibt Donald Trump ein schwer einzuschätzender, mithin unberechenbarer und viel gehasster Mann. Doch nicht zuletzt seine eigene republikanische Partei, die nun bald beide Kammern des Kongresses beherrscht, wird alles tun, um ihn als Präsidenten fest an die Kandare nehmen. Trump wird ebenso wie Obama die Erfahrung machen, dass seine Macht als Präsident sehr begrenzt ist und er nicht viel alleine bestimmen und noch viel weniger verändern kann.

Die US-Politik wird konservativ werden. Das steht fest. Aber das wäre sie selbst mit einer Präsidentin Clinton gewesen – zumindest für demokratische Verhältnisse. Denn Clinton ist weit weniger liberal als Obama und hätte unter anderem eine viel aggressivere Außen- und Verteidigungspolitik betrieben. (4) Trump hatte zumindest verteidigungspolitisch viel sanftere Töne angeschlagen.

Neuer Präsident, klare Mehrheiten, aber derselbe Sack voller großer Probleme

Es ist nicht zu erwarten, dass nun mit dem neuen Präsidenten und den neuen, klaren Mehrheitsverhältnissen im Kongress in den USA alles besser wird. Die Republikaner werden ihre neue Macht zunächst sicherlich dafür nutzen, Obamas Politik in einigen Bereichen zurückzudrehen, z.B. die Krankenversicherung Obamacare. Aber die finanziellen Restriktionen bleiben ebenso wie die tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme dieselben.

Doch nun ist erst einmal das politische Lamento über Trumps Sieg im Rest der Welt dran. Ignorieren Sie es einfach, es ist sowieso nicht aufrichtig.

Die Börsen haben schon reagiert – erwartungsgemäß zunächst negativ. Aber wirklich stark eingebrochen sind die Aktienkurse weltweit nun auch wieder nicht. Am stärksten hat es die japanischen Aktien getroffen. Der Nikkei rutschte über fünf Prozent ins Minus. Die chinesischen Börsen drehten hingegen nur geringfügig ins Minus, von einem starken Einbruch kann bisher auch an den europäischen Börsen nicht gesprochen werden. Die Welt dreht sich also auch mit Donald Trump weiter.

So oder so, der Pulverdampf wird sich bald verziehen. Denn dass die Republikaner in den USA nun das Sagen haben, kann für die Wirtschaft und damit für die Börsen im Grunde nichts Schlechtes bedeuten – Trump hin, Trump her. Alles Weitere wird abzuwarten sein. Dramatisches ist aus Washington sicher nicht zu erwarten.

von Stefan L. Eichner
Konatkt: info.sle@web.de

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93 KommentareKommentieren

  • Systemfrager - 9. November 2016

    Am wichtigsten ist, dass der amerikanische Göbbels-Himmler nicht gesiegt hat.

  • Systemfrager - 9. November 2016

    Zur Erinnerung
    auf Englisch >>>

  • M.E. - 9. November 2016

    Die USA befinden sich im Jahr 7 eines konjunkturellen Aufschwungs, mal völlig davon abgesehen, dass der mit einer enormen Neuverschuldung und dem süßen Gift der Nullzinspolitik erst so lange am Leben erhalten werden konnte.
    Mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80% wird die US-Wirtschaft in der Amtszeit von Trump in die nächste zyklische Krise rutschen, gesetzmäßig sozusagen. Egal, welche Wirtschaftspolitik Trump betreibt.
    Mal sehen was dann aus seinem Versprechen wird, etliche Millionen Arbeitsplätze zusätzlich zu schaffen. Da wird es bei einigen Leuten, die von Abstiegssorgen geplagt werden und voller Hoffnung den Milliardär ihres Vertrauens ins Amt gewählt haben, vermutlich zu langen Gesichtern kommen.
    Den einzig positiven Aspekt, den ich sehe, ist die hoffentlich reduzierte Konfrontation gegenüber Russland zu nennen. Das hätte unter Clinton leicht zu einer Spirale der Verschärfung führen können.
    Trump ist natürlich keineswegs fern vom Establishment. Als Konzernchef und Angehöriger der 1%-Bestverdienenden gehört er zum Wirtschaftsestablishments.
    Nun bleibt abzuwarten, was er in seiner Amtszeit tun wird. Ich lasse mich auch gerne positiv überraschen.
    Allein, mir fehlt der Glaube.

    • Andres Müller - 13. November 2016

      eine allfällige Zurückhaltung zu Russland wird von anderen aggressiven Präferenzen vermutlich mehr als kompensiert, zum Beispiel kriegerische Aktivitäten im eigenen Land. Wenn man die Leute betrachtet mit denen sich Trump umgibt -dann wäre ich froh wenn nächstes Jahr zum Beispiel Nahost nicht in ein Chaos versinkt und sich keine weiteren Fronten öffnen. Bereits hat auch der alte Kissinger Blut gerochen, er würde sich für Trump engagieren hat er bereits verlauten lassen. Es sieht so aus dass sich rund um Trump auch viele graue uralte Falken bereit halten um doch noch ihren Schnabel in von Obama verschmähte Opfer schlagen zu können und selbst der KKK hat Trump Hilfe angeboten.

  • paernu - 9. November 2016

    Stefan
    Sehr guter Kommentar, genauso ist es.

    Verloren hat vor allem die Mediale Berichterstattung und die versuchten Manipulationen. Für alle war wichtig zu sehen, dass so jemand gewinnen kann. Es ist eine Chance für die Menschen, die glaubten wählen ist absolut sinnlos.

    Es ist in jedem Falle gut, dass “EINER” nicht einfach alles ändern kann. Das ist bei allen Unzulänglichkeiten des demokratischen Systems eine Stärke. Die Alternative sind nur gewalttätige Revolutionen.

    Man kann nur hoffen, dass er als Geschäftsmann den Dialog zwischen Ländern sucht. Es wäre ein hoffnungsvolles Signal wenn als erstes wieder das Gespräch zwischen Russland und den USA in die Gänge kommt.

    In jedem Fall ist es eine schallende Ohrfeige für die ergraute Generation der 68er und ihre Anhänger.

  • JL - 9. November 2016

    Das Trump deutlich vor Clinton gewonnen hat- und das auch noch bei monatelangen „Gegenfeuer“ aller Medien- ist ein klares Zeichen für den Umbruchswille in den Vereinigten Staaten. Besonders peinlich dürfte dieser Sieg aber vor allem für die deutsche Qualitätspresse und den zwangsfinanzierten Medien werden- naja, mal wieder nichts gelernt.

    Nun hat der Milliardär Trump mal nicht eben ein Paar Dollar genommen um gegen das bestehende Establishment anzutreten, wer diese Meinung vertritt denkt wohl falsch. Dieser Wahlkampf- manche sagen auch Wahlkrampf auf untersten Niveau- war ein Kräftemessen von Globalisten und Realisten, denn eines ist klar, auch Trump hat eine Elite hinter sich stehen die im Gegensatz zu den Neocons konservativ aufgestellt ist (Koch- Brüder). Mit diesem Wahlausgang erleben die Neocons nun ihr zweites Waterloo nach dem Brexit- damit dürfte sich die globalisierte Welt zunehmend in eine Multipolare auflösen.

    Interessant sind auch die Kommentare hierzulande zu dieser Wahl. Von der Leyen sprach zum Beispiel von einem “Schwerer Schock”. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen sagte im Deutschlandfunk-Interview mit Trump werde nun eine „Stimme der Wut“ zum „mächtigsten Mann der Welt“. Offenbar besteht bei den Transatlantikern Weltuntergangsstimmung und Orientierungslosigkeit. Damit dürfte der Einfluß der Hardliner (Hollande, Merkel) gegenüber Russland sicher schwinden und mit ihnen die Sanktionen die Europa mehr geschadet haben als den Russen selbst.

    Das die Amerikaner nun plötzlich die ganze Welt umarmen ist bei den bestehenden grundsätzlichen Interessen aber sicher ausgeschlossen- allerdings wird man wohl wieder mehr Reden denn Schießen. Dies setzt allerdings voraus, daß in den Amtsstuben von Behörden, Militär und Geheimdiensten deutlich Personal ausgetauscht werden muß um einen Politikwechsel hinzubekommen und nicht aus den eigenen Reihen torpediert zu werden.

    Und das werden dann vermutlich auch die ersten Amtshandlungen werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Thorsten Eckau - 11. November 2016

      Danke für den Hinweis mit den
      Kochbrüdern, mir war aus der ÖR-Berichterstattung fälschlich (sic!) im Kopf, dass Trump sich gerade nicht von denen habe finanzieren lassen. Aber in der Tat hatte sichtbar sind geändert. Interessantes dazu bei Interesse hier: http://prospect.org/article/make-no-mistake-koch-brothers-are-helping-donald-trump

    • Andres Müller - 13. November 2016

      “allerdings wird man wohl wieder mehr Reden denn Schießen”

      Ich werde sicher nicht wünschen dass dieser Satz bereits in wenigen Monaten Makulatur sein wird, aber zu befürchten leider ist das Gegenteil. Bisher sehe ich vor allem klassische Falken als kommende Berater im weissen Haus, bis hin zu solchen Politikern die sich weniger durch Diskussion als durch Kompromisslosigkeit auszeichnen. Auch vor Folter, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung wird Trump mit solchen Beratern nicht zurückschrecken, zu erwarten ist weiter eine gnadenlose Unwissenschaftlichkeit im Vorgehen die vor allem militärische Bäuche füttern werden. Ich höre nicht Friedensgespräche voraus, eher Waffengeklirr.

  • Uwe - 9. November 2016

    “Dies setzt allerdings voraus, daß in den Amtsstuben von Behörden, Militär und Geheimdiensten deutlich Personal ausgetauscht werden muß um einen Politikwechsel hinzubekommen und nicht aus den eigenen Reihen torpediert zu werden.” Trump wies in seiner Dankesrede auf mehr als 200 Generäle und Admiräle hin, die ihn unterstützen. Das amerikanische Volk ist kriegsmüde. Das läßt mich hoffen. Dafür hat es sich gelohnt. Grüße Uwe

  • M.E. - 9. November 2016

    Mal zu Trumps Wirtschaftsprogramm, sofern man seine lockeren Ankündigungen im Wahlk(r)ampf als Programm definiert.
    Er will enorme Steuersenkungen durchführen.
    Der Spitzensteuersatz von ohnehin niedrigen 39,6% will er auf 33% senken, den Spitzenfirmensteuersatz will er senken von 35% auf extrem niedrige 15%.
    Die Erbschaftssteuer soll abgeschafft werden (logisch, wenn man selbst Milliarden zu vererben hat, lol.)
    Weiterhin sollen die Ausgaben für Kinderbetreuung besser steuerlich absetzbar sein (durchaus sozial!).
    Alle diese Mindereinnahmen dürften sich in einem Jahr auf einen unteren dreistelligen Milliardenbetrag summieren.
    Auf der Ausgabenseite will Trump zwar Obama-Care rückgängig machen aber auch ein groß angelegtes Infrastrukturprogramm finanzieren (durchaus notwendig!). Per Saldo dürfte also auf der Ausgabenseite eher eine Erhöhung rauskommen.
    Gleichzeitig will er die Staatsschulden abbauen. Also nicht die Neuverschuldung verringern, sondern Schulden abbauen. Dazu müsste er allerdings die Einnahme-Ausgabe-Relation um 500 Milliarden Dollar pro Jahr zugunsten der Einnahmen oder zu Lasten der Ausgaben verändern. Er tut aber das Gegenteil.
    Jetzt muss sich nur jemand finden, der Trump das mathematische Grundwissen eines Fünftklässlers beibringt.

    Übrigens will Trump auch die Leitzinsen erhöhen (wäre eigentlich notwendig), aber gleichzeitig das Wirtschaftswachstum verdoppeln.
    Man merkt, das hat sich jemand ausgedacht, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Ok. vom Blasen vielleicht dich. Ach nee, er grapscht ja lieber.

    Mann, habe ich heute Kopfschmerzen vom dauernden Kopfschütteln.

    • Klaus - 11. November 2016

      @ M.E.: Danke für die gute Zusamenfassung. Ich habe alles erst einmal alles sacken lassen müssen. Aber weiter wie bis zum Kehlkopf ist es noch nicht gerutscht.

      Ja, die Grundrechenarten im PISA-Zeitalter.

      Wenn die Amtszeit vorbei ist, welche Alternative wählt der Amerikaner, der Europäer, der Russe, der Asiate?

      Bis vor kurzem hab ich noch gedacht, die Zeiten der Neokonservativen wäre endlich vorbei. Aber die Zeit der Rattenfänger hat den Zenit offensichtlich noch nicht überschritten.
      Schlusspunkt Deiner (Ihrer) Ausführungen dürfte wahrscheinlich die vollkommene Verarmung und Vereldndung der unteren Klassen sein. Kriminalstory per excellence.

      Mein Schlusswort: “Trumps Leben war eine ewige Zockerei. Warum sollte er auf einmal damit aufhören? Mutation zum Menschenfreund?”

      • Andres Müller - 13. November 2016

        “dürfte wahrscheinlich die vollkommene Verarmung und Vereldndung der unteren Klassen sein.”

        Die Mittelschicht haben Sie noch vergessen, die wird vermutlich am schlimmsten betroffen

        • SLE - 13. November 2016

          Nun ja, aber die US-Mittelschicht, der der Boden unter den Füßen wegbröckelt, hat doch gerade – zur Überraschung der Auguren – Trump gewählt und nicht Clinton! Es haben ihn sogar viele Afroamerikaner, viele Hispanics und viele Frauen gewählt!

          Was nun?

          Kann es möglich sein, dass unser Bild von Trump bedingt durch die einseitige Flut von Berichten der Medien ein bisschen zu einfach und ein wenig zu einseitig geworden ist?

          Grüße
          SLE

  • M.E. - 9. November 2016

    Das “dich” hinter “vom Blasen vielleicht” gehört weg. Hat meine Tastatur von alleine geschrieben.

  • Systemfrager - 9. November 2016

    Naja, Trump haben die “Bildungsfernen” gewählt, M.E. ist ein Bildungs-Bürger
    Ein solcher weiß, alle ökonomischen Probleme würde man mit mehr Wettbwerbsfähigkeit lösen, also die “Bildungsfernen” noch mehr zu versklaven
    So viel Kompetenz kann nur eine “ergraute Generation der 68er” vollbringen

    • M.E. - 9. November 2016

      Ich bin allerdings gegen jegliche Versklavung, auch als möchtegern-Bildungsbürger. Deshalb war ich ja auch für Bernie Sanders. Auch wenn der an den Systemzwängen vermutlich weitgehend gescheitert wäre.
      Nur stellt sich mir die Frage, ob ein Milliardär mit extremer Egozentrik derjenige sein wird, der ein Versklavungsniveau senkt.
      Es würde mich sehr wundern.

      • Systemfrager - 9. November 2016

        Tja
        Keynes siegte … wo, ach ja: in den USA
        Antiglobalisierer siegt … tja, wieder einmal in den USA
        seltsam, seltsam …
        Und Killari hat bestimmt ein deutsches Gehirn …. hat man den Staat gegen die Wand gefahren, tut man was, man beginnt die ganze Welt anzugreifen, und vor allem Russen
        schön, schön

  • Gundermann - 9. November 2016

    Ja, wie schon beim überraschenden Brexit haben die sogenannten “Qualitätsmedien” weiteres Renomme verspielt (wobei nicht bei allen davon noch etwas übrig war). Trump hat gewonnen und entgegen den Warnungen sind die apokalyptischen Reiter nicht erschienen.
    Ein Zugehen auf die Russen z.B., ist sicher wünschenswert und gerade für uns in Deutschland sicher nicht das Schlechteste. Weniger Freihandel in Form von Privilegien für Großkonzerne und eine scharfe Regulierung der TBTF-Banken sind vermutlich auch nicht das Schlechteste. Nach 8 Jahren Obama kann es wahrscheinlich nur besser werden.

    • M.E. - 9. November 2016

      Ja, kann nur besser werden. So wie die goldenen Jahren unter G.W.Bush mit den schönen Kriegen und dem “Wirtschaftsboom” am Ende seiner Amtszeit.
      Jetzt ist Trump ein so bedeutender Mann, dem keine Frau mehr verwehren kann, an die Muschi zu greifen. (O-Ton Trump, sinngemäß)
      Keine Frage, Trump ist genetisch überlegen. Bescheidenheit ist etwas für solche Looser wie Kasich oder Sanders. Intellektuelles Gesocks.
      Fiebern wir also der Amtseinführung seiner Prollität entgegen.

      • SLE - 10. November 2016

        Hallo M.E.,

        Trump ist die eine Seite. Aber muss einem nicht noch viel banger werden wenn man bedenkt, wie viele Amerikaner ihn unterstützen und all das, was sie zynisch anmerken, schlichtweg verdrängen?

        Jetzt gehen Tausende auf die Straßen, um gegen Trump zu protestieren. Das ist praktisch dieselbe Reaktion wie in Großbritannien nach dem Brexit-Referendum, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war.

        Das Schlimme im Falle der USA ist jedoch, dass es dort nur die Wahl zwischen Pest und Cholera gab. Hätte Clinton gewonnen, würde es heute ebenfalls Proteste oder vielleicht eher sogar noch Ausschreitungen geben.

        Wenn man jemandem die Schuld daran geben kann, dann den beiden großen Parteien in den den USA. Sie haben mit ihrer Politik das Land in eine – vor allem gesellschaftlich – prekäre lage gebracht und den Menschen dann zwei Kandidaten zur Wahl vorgesetzt, die im Grund nicht wählbar gewesen sind.

        Die US-Präsidentschaftswahl war – wie man es auch dreht und wendet – ein Desaster mit Ansage. Jetzt haben die US-Bürger den Republikaner in beiden Häusern die Mehrheit verschafft. Sie werden ausbaden müssen, was sie sich damit eingebrockt haben. Doch wie gesagt, im Falle eines Sieges von Clinton, hätte es m.E. auch nicht besser ausgesehen.

        Die einzige offene Frage ist nun, ob Trump auf Anti-Establishment und Aufräumen in der Grand Old Party gebürstet bleibt. Das ist ihm zumindest zuzutrauen.

        Grüße
        SLE

        • M.E. - 10. November 2016

          Tja, wenn beim auch von mir für nötig gehaltenen Aufräumen in den staatlichen und parteiinternen Strukturen etwas Besseres als vorher rauskommen würde, wäre ich sehr dafür. Auch ich bin kein Clinton-Fan.
          Günstig wäre es natürlich, wenn das Aufräumen jemand in Gang bringen würde, der charakterlich integer ist, nicht eigene starke wirtschaftliche Interessen hat, intellektuell der Aufgabe gewachsen und berechenbar ist und realistisch an die Dinge herangeht.
          Nach meiner bisherigen Meinungsbildung erfüllt Trump nicht eine einzige dieser Voraussetzungen.
          Aber wie gesagt – ich lasse mich gerne positiv überraschen. Abschließend beurteile ich den neuen Präsidenten in 2 bis 3 Jahren.

  • Systemfrager - 9. November 2016

    Ach soooooo … Trump war zu ugehobelt, ohne Manire, ohne Eloquenz … vielleicht schlecht gelaunt oder ein bisschen betrunken hat er was “Schreckliches” gesagt, gegen die Minderheiten, gegen die besseren Menschen wie etwa die Homis … oder die “Meritokratie” (diejenigen mit den Schulzeugnissen, für die die Eltern blättern mussten) …
    So, so …
    WIE SOLL MAN MIT DEm KILLARI-PACK UMGEHEN?
    “Wenn man darüber nachdenkt, was diese Auftragsschreiber der heutigen Machteliten mit ihren Empfehlungen und Ratschlägen bewirkten und wie sie darauf reagiert haben, drängt sich immer wieder die Frage auf, wie man mit diesen Menschen umgehen soll. Wäre es angebracht geduldig und verständnisvoll denen gegenüber zu sein, die selbst keine Geduld und kein Verständnis kennen? Was für einen Sinn und Zweck hätte es jene, die ständig von „schmerzhaften aber notwendigen Reformen“ sprechen, fair und rücksichtsvoll zu behandeln? Ganz bestimmt keinen. Das wäre sogar unverantwortlich der Menschheit gegenüber. Es wird nämlich keinen Frieden auf der Erde geben, ja vielleicht wird die Menschheit gar nicht überleben können, wenn wir nicht endlich aufhören, für einen kleinen Teil der Menschheit, nämlich diejenigen, die sich selbst zu den Eliten zählen, den Himmel auf Erden zu schaffen, aber den anderen die Hölle heiß zu machen. Heute sind die neoliberalen „Wissenschaftler“ diejenigen, die einer solchen Welt die Rechtfertigung und Legitimation liefern. Wir haben es mit schlechten Menschen zu tun, die Falsches tun. Es sind Menschen mit eiskalter Vernunft und einem Herz von Stein. Sie haben keine Gewissensbisse, wenn sie wieder einmal die Mächtigen und Reichen zu Gewinnern und alle anderen zu Verlierern machen. Sie zucken nicht einmal zusammen, wenn die Folgen ihrer Ratschläge die elementarsten Regeln der Menschlichkeit verletzen und Unheil und Unglück anrichten. Es sind Menschen ohne eigene Identität, ohne Gewissen, ohne Scham. Man kann sie weder bloßstellen noch kränken, weil hinter ihrer Fassade oder Maske nichts ist. Man kann sie höchstens körperlich verletzen. Sie brechen nicht zusammen und es stürzt keine Welt für sie ein, wenn ihnen bewiesen oder wenn offensichtlich wird, dass sie Fälscher, Lügner und Schurken mit Vorsatz sind. Sie sind ein Abgrund an fehlgeleiteter Intellektualität und Humanität.Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als mit ihnen so klar und unfreundlich umzugehen, wie es das Gesetz und wissenschaftliche Redlichkeit erlauben bzw. gebieten.”
    Der Ökonom mit dem Hammer

  • Holly01 - 10. November 2016

    Hallo,
    ja nun hat er halt gewonnen. Wenn ich Hr. trappe folge und die USA 2007 finanziell angegriffen wurden, dann haben wir also seit 2007 einen Wirtschafts- und Finanzkrieg. Sehe ich im Großen und Ganzen auch so.
    Wer war der Angreifer?
    Die Antwortet liefert der Gegenangriff: die EU.
    Moment “die EU”? Nein ein Teil der EU. Nämlich der Teil der seinen Angriff auf die USA dann in die Austeritätspolitik umgemünzt hat.
    Worum geht es?
    Um Schulden und ihre Begleichung.
    Die USA bezahlen nicht.
    Die Briten zahlen auch nicht.

    Also was bedeutet Trump?
    Trump bedeutet, dass die USA nicht nur nicht bezahlen, dei USA wollen wieder zu den Zeiten zurück, wo alle sie finanziert haben und die USA nach belieben Geld verbraucht haben, das sie nicht selbst erwirtschaften mussten.

    Dem Mann ist egal wer bezahlt. Er gibt aus.
    Der Mann steht für das Hegemonialsystem.
    Der Herr steht für die Dollarherrschaft.
    Der mann MUSS Gewalt anwenden, um seine Vorhaben durchzusetzen.
    Gewalt gegenüber Deutschland das weitere NIIP abschreiben muss und noch mehr Waren gegen Geldforderungen liefern muss.
    Gewalt gegenüber China das weiter billigst produzieren und die Wertschöpfung in den USA belassen muss.
    Gewalt gegenüber Russland das seine Rohstoffe, wie die halbe Restwelt, den USA überlassen muss.

    make america great again…..
    Das meint der ernst.

    Also erwartet Sie keine Verbeugung vor Russland.
    Denken Sie nicht Syrien wäre vom Haken.
    Glauben Sie auf keinen Fall die Ukraine wäre ausgestanden.
    Nehmen Sie nicht an, der Brexit wäre eine Formalie ohne reale Wirkungen.

    trump Ist ein Katalysator. Er wird die Systemalterung beschleunigen und die Haltekräfte stärken.
    Die Verwerfungen werden bis ins das Absolute gesteigert.
    Es gibt nur zwei Optionen:
    – in = Unterwerfung
    – out = Krieg

    Wobei Krieg vom IT Krieg (der ja bereits läuft) über Atombomben bis hin zu DNA-Waffen den sollen Umfang haben können.
    Die ehec-Krise vor ein paar Jahren sollte noch allen gegenwärtig sein.
    Die NSU sollte noch jeder im Gedächtniss haben.
    Wulf wollte nur die ESM-Gesetze nicht unterzeichnen.
    Wir haben TTIP platzen lassen, das heisst out.

    Trump wird den Wirtschaftskrieg mit der EU anheizen und ausweiten …… und er ist immer noch das kleinere Übel zu Killary.

    Es wird richtig eng für die EU und für Deutschland.
    lg Holly

    • Holly01 - 10. November 2016

      Der Merkantilismus hat uns eine Angriffsfläche eingebrockt, die uns schon einmal zum Verhängniss wurde …

    • Georg Trappe - 10. November 2016

      Wo habe ich geschrieben, dass die USA 2007 finanziell angegriffen wurden?

      • Holly01 - 10. November 2016

        Hallo Hr.Trappe,
        Sie hatten letztens einen Beitrag über schnelle Geldbewegungen, Auslöser und Wirkungen, den habe ich so verstanden.
        lg Holly

  • Systemfrager - 10. November 2016

    Ach, wo steckte er so lange, der „praeceptor germaniae“, der deutsche Oberlehrer Holly.
    Der Edle, in einer Hand die Bibel und in der anderer Kant, oder Gas und Waffe … man weiß es nie so genau … je nach der Lage …
    Wie würde die ideale Welt a la Germany aussehen. Ist schnell erklärt:
    Durch den ewigen deutschen Merkantilismus, die “Wettbewerbfähigkeit” also Lohndumping, ruiniert man alle EU-Staaten, und die dummen Amis werden mit der Wafe diese Staaten zwingen, ihre Schulden zu bezahlen, ein sozialer Genozid hin oder her
    Da ein edler Übermensch und dort ein ruppiger Cowboy
    Tja
    Ein Abgrund an fehlgeleiteter Intellektualität und Humanität
    Es stimmt, der Zahltag wird kommen:

    Es wird richtig eng für die EU und für Deutschland.

  • Systemfrager - 10. November 2016

    Eine RAndbemerkung über diejenigen mit dem “kategorischen Imperativ”

    Armseliges werden wir in nächster Zeit erleben. Wetten, dass sie den neuen Präsidenten „anschleimen“ werden, jene deutschen Hasspolitiker und -kleriker? Ich erlebte das als junger Journalist beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington 1981, dem ersten öffentlichen Auftritt des frisch vereidigten und in Deutschland verhassten Ronald Reagan. Selten hat mich etwas so angewidert!

    Peter Hahne (Berlin, z.Zt. Stanford/Kalifornien), ist TV-Moderator und Bestsellerautor

  • Systemfrager - 10. November 2016

    Dasss man nicht vergisst, dass dieser Blog ökonomische Themen behandelt. Dann noch dazu etwas. Natürlich dass die Amis nie ihre Schulden real zurückzahlen werden.Was da aber der „praeceptor germaniae“, der deutsche Oberlehrer übersieht (weil er einfach dumm ist):
    “Das scheint auf den ersten Blick eine große Ungerechtigkeit zu sein. Doch die Amerikaner brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben. Sie haben schließlich nur das mitgenommen, was ohne ihre negative Handelsbilanz sowieso nicht erwirtschaftet bzw. produziert worden wäre. Für das arbeitende europäische Volk dagegen bedeuteten die amerikanischen Auslandsschulden jenes „liebenswürdige, gutmütige Laster, das den Schornstein rauchen und den Kaufmann gedeihen läßt“, also Arbeit und Brot. Danke, Amerika! Bis heute noch ist Amerika die „letzte Zuflucht“ (William Greider) für die reale Nachfrage in der kapitalistischen Welt geblieben. Geld nach Belieben zu „drucken“ ist natürlich die wichtigste Stütze der imperialen Macht der Vereinigten Staaten, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Amerikaner das Geld „aus dem Nichts“ weder wegen der Inflation fürchten noch es für neutral halten. Als sich im Jahre 1997 der Preisanstieg der Produktionsgüter abgeschwächt hatte und 1998 sogar negativ wurde, hat der Chef der US-Notenbank Alan Greenspan (1987-2006) auf die Geldmenge gesetzt. Im Jahr 1998 hat er für eine sehr rasche Ausdehnung der Geldmenge gesorgt, die mit Raten um knapp über 10 % wuchs, um der Wirtschaft so viel Geld zur Verfügung zu stellen wie sie benötigte. Das Ergebnis war, dass die Konjunktur bald stärker wurde als vor dem Abschwung mit dem Preisrückgang. Nachdem sich die Produktion und die Preise wieder erholt hatten, fiel die Zuwachsrate der Geldmenge auf etwa die Hälfte. Dieser Aufschwung in Amerika war also kein Verdienst der unsichtbaren Hand des Marktes, sondern der sichtbaren Hand der US-Notenbank und hier vor allem ihres Chefs Greenspan.
    Im Amt des US-Notenbankchefs (2006-2014) hat Ben Bernanke fast vier Billionen Dollar „lockergemacht“ – eine in der Tat beachtliche Menge. Auch in dieser Zeit ging es der amerikanischen Wirtschaft deutlich besser als der europäischen. Trotzdem wurde ihm das „Geld drucken“ ständig mit dogmatischer Borniertheit und ideologischer Überheblichkeit als unverzeihliche Sünde angelastet. Das alles hat ihn aber nie eingeschüchtert. Es überrasche ihn nicht, so Bernanke am Ende seiner Amtszeit, dass unter den Ewiggestrigen – anspielend auf die 1930er Jahre – „es wieder zu populistischen Reaktionen gekommen ist“. Mit einer Gelassenheit, die auf der angelsächsischen empirischen Tradition fußt, sich im Zweifelsfall auf die Seite der Tatsachen und nicht der Theorie zu schlagen, fügte er noch trotzig und äußerst treffend hinzu: „Das Problem mit der Quantitativen Lockerung ist nur, dass sie in der Praxis funktioniert, nicht aber in der Theorie.“

  • Beate - 10. November 2016

    Wenn Trump Ernst macht und Sanktionen gegen Deutschland wegen der hohen Importdefizite verhängt, wird der Ersparnistsunami ganz schnell die Schuldenbremse im GG wegspülen.

    Schäuble , Gabriel und Merkel stehen vor den Trümmern ihrer merkantilistischen Wirtschaftspolitik.

    Trump ist eine Chance die Niedriglohnversklavung der Deutschen zu Beenden.

    Wer hätte je gedacht das Schröder reaktionäre rechte Wirtschaftspolitik macht.

    Trump kann alle überraschen.

  • M.E. - 10. November 2016

    Donald Trump wird nun bestimmt die Wahl anfechten. Denn Wahlsiegerin nach Stimmen ist ja Clinton (fast 200000 mehr als Trump – die Umfrage-Prognosen stimmten also)

    Nun hat ja Trump völlig zutreffend die Ungerechtigkeit des Wahlmänner-Systems angeprangert.
    Originalzitat:
    “The electoral college is a disaster for a democracy.”

    Diesem Desaster hat er also seine Präsidentschaft zu verdanken. Deshalb gehe ich fest davon aus, dass er die Wahl anficht.

    • Systemfrager - 10. November 2016

      Deshalb gehe ich fest davon aus, dass er die Wahl anficht.

      DT hatte berechtigterweise Sorgen, man würde sich nicht an die Regeln halten. Das ist voraussichtlich nur deshalb nicht geschehen, weill sich die Killary-Ganoven einen klaren Sieg erhofft haben.
      Das moralisch degenerierte Killary-Pack fällt auf einmal was anderes ein. Wenn man verliert, ändert man die Regel! So niederträchtlich und verdorben sei dieses Pack. Weber lässt grüßen:

      Ohne gesellschaftliche Werte würden die „äußeren Güter dieser Welt zunehmende und schließlich unentrinnbare Macht über den Menschen, wie niemals zuvor in der Geschichte gewinnen“. Für die „letzten Menschen dieser Kulturentwicklung könnte das Wort zur Wahrheit werden: Fachmenschen ohne Geist, Genußmenschen ohne Herz: dies Nichts bildet sich ein, eine nie vorher erreichte Stufe des Menschentums erstiegen zu haben.“

  • M.E. - 10. November 2016

    Verblüffend, diese Ähnlichkeit:

  • Marja - 10. November 2016

    Was soll man den als amerikanischer Präsident Vernünftiges tun?
    Ein paar Varianten als Vorschläge
    – äussere Abwertung der Währung (Deutsches Modell)
    – innere Abwertung der Löhne (griechisches Modell)
    – Abschottung des Binnenmarktes bei freiem Zugang zu den Außenmärkten ( wie im Brexit erhofft)
    – Ein reiches Land überfallen (Russland, Deutschland China, Norwegen)
    – Feudalattribute der Vasallen an die Fürsten (direkt, indirekt)
    – Reduktion des Angriffsetats und Investitionsprogramm im Inland (Perestroika)
    – Die Schuld- und Zinszahlungen einstellen (Trump Modell)

    Letztendlich geht das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr weiter:
    1. Feuer legen
    2. Hilfsdienst anbieten
    3. Waren auf Kredit von denen bekommen, die gegen das Feuer ankämpften

    Vielleicht gibt es auch keine ” gute” Lösung mehr, um Amerika aus den Sumpf zu ziehen.

    @ Systemfrager: Wie überall verraten persönliche Angriffe mehr etwas über die Angreifer als über die Angegriffenen. Der Systemfrager hat offenbar seine Autoritätsprobleme mit seinen Lehrern bis heute nicht überwunden. Passend zum Autoritätskonflikt kommt das Gerede von den moralisch Degenerierten. Er ist wieder da, oder er war nie weg. In der Opposition übernimmt man ungehindert die Wertvorstellungen derer, die man zu bekämpfen meint.

    @Holly: Weiter so. Ich lese Deine Beiträge gerne.

    • Systemfrager - 10. November 2016

      Wie überall verraten persönliche Angriffe mehr etwas über die Angreifer als über die Angegriffenen.

      Lass mich raten. Du meisnt jetzt damit das, was die deutsche Elite und die Bildungsbürger über DT gesagt haben. Da sind wir uns einig.

    • Holly01 - 10. November 2016

      Danke.
      lg Holly

  • Holly01 - 10. November 2016

    @ Systemfrager:

    Wenn ein Hegemon Waren kauft und das Geld dafür druckt, ist das eine Frage der Macht.
    Die Ware bedingt eine Produktion und einen Energie- und Ressourcenverbrauch.
    Ja das nennt man allgemein “Handel”.
    Es ist aber natürlich ein Rattenschwanz.
    Die Amis konsumieren ohne reale Bezahlung.
    Die Europäer steheln die Rohstoffe ohne reale/angemessene Bezahlung.
    Der Rest der Welt versinkt in fiktiven Schulden, erstickt an Zinszahlungen und wird ausgebeutet.
    Die “Wertegemeinschaft” nennt das “Globalisierung”, ich nenne das Kanibalisierung.
    Sie mögen das ok finden.
    Ich sehe leere Meere, die verseucht sind.
    Ich sehe hungernde Menschen auf der Flucht, deren Ländern von der sauberen Gesellschaft des Hegemonialsystems verwüstet werden.
    Ich sehe “Freihandelsabkommen” dei nur rechtsfreie Räume für global player sind.
    Ich sehe eine Verelendung der monetarisierten Welt und eine Verrohung der Gesellschaften, die sich im Versuch neben dem Hegemonialsystem eine persönliche Bereicherung zu erreiche, einen Sozialkrieg liefern.
    Sie meinen ich sei pfarrerhaft?
    Ich nenne das moralisches Minimum.
    Das Sie davon Sodbrennen bekommen freut mich und spricht für sich.
    lg Holly

    • Systemfrager - 10. November 2016

      Der Rest der Welt versinkt in fiktiven Schulden,

      Falsch. Die Schudlen sind nur in den USA fiktiv (eigegene Währung). Sonst sind sie real, weil DE zum dritten Mal im 20 Jh das ganze Kontinent zugrudne richtet.

      • Holly01 - 10. November 2016

        Das ist weniger als Halbwissen.

        Die Wechselkurse sind reine Machtpositionen und werden mit Billionenaufwand eingepegelt.
        Das hat nichts mit realen Daten zu tun.
        Die Briten müßten (ginge es nach realen Werten) grob 40% abwerten.
        Die USA müßten in anbetracht der Geldmenge im Verhältniss zum realen Wert um einen Wert abwerten den man nur polemisch formulieren kann, aber ich denke 90% wäre angemessen.

        Die ausgewiesenen “Werte” der jeweiligen Währungen sind rein fiktiv. Die Verschuldung in diesen Währungen ist damit ebenso fiktiv wie die Verzinsung.
        Realistisch müßte der Rubel einen vielfachen Kaufkraftausdruck darstellen zum Dollar, denn Russland hat reale Rohstoffe, kaum Verschuldung und einen Handelsüberschuss.

        Aber es ist ja eine Ausdrucksform von Macht, wie die Währung im Vergleich da steht.
        Macht ist aber auch eine Fiktion……….

        Können Sie alles nicht wissen, solche Inhalte kommen in der anglikanischen Sicht nicht vor ….
        lg Holly

        • Systemfrager - 10. November 2016

          Können Sie alles nicht wissen, solche Inhalte kommen in der anglikanischen Sicht nicht vor ….

          Inhaltlich will gar nichts sagen, du hast jetzt das Thema verfehlt

  • Holly01 - 10. November 2016

    … fängt an mir Spass zu machen …..
    😉

    • Systemfrager - 10. November 2016

      Ich erzähle dir, was die Sache ist. Aufmerksam verfolgen, weiter erzählen, weil man den Deutschen die nächste große Dummheit nicht mehr verzeihen wird. Nämlich, ich ERKLÄRE DIR, so dass es auch einige frech-dumme Witzfiguren hier verstehen, warum Trump die deutsche Machtelite verrückt vor Hass machte.
      PROLOG:
      Es sah so aus, die Killary würde das (diabolische) Werk der westlichen Machteliten vollenden aber da kam eben Trump. Nun der Reihe nach.
      DIE HAUPTZÜGE:
      Seit mehreren Jahrzenten gibt es eine Arbeitsteilung in der sog. „freien Welt“. Die Amis bomben, bis die Grenzen des geopferten Volkes frei sind, dann kommt der Deutsche und schiebt ihm die Güter rüber, bis das Volk in Schuldknechtschaft erstickt. Von draußen sieht es so aus: Die bösen Amis und der edle Deutsche. Wie wundervoll für die Deutschen. Die Amis werden entlohnt, indem die Deutschen für die wertlosen grünen Papierchen die Güter über den Teich verschiffen. Alles lief wundervoll, da kam schließlich die Killary als Gottesgeschenk! Die würde mutig (sprich. verrückt) genug sein, den Russen A-Bomben zu senden, in der Hoffnung, die große slawische Seele würde es nicht über Herz bringen können dasselbe zu tun. Was Adolf nicht schaffte, würde diese verrückte Hexe erledigen. Aber da tauchte Trump auf.
      Er erzählte den Amerikanern, dass diese Ordnung, GLOBALISIERUNG, zwar die amerikanischen Bankster und Waffenschmiede unendlich reich macht, aber nur sie. Die USA sind deindustrialisiert und das Volk schon richtig verrottet. Außerdem gefiel den Amerikanern nicht so sehr, Putin zu verteufeln (was der Deutsche erst Recht nicht verstehen kann). Eigentlich machten die Amis immer gern welche kleine Raubzüge, also lokale Kriege, nie haben sie die ganze Generation geschickt die Welt zu erobern. Das ist nur das deutsche Wesen (na gut, es gab auch Mongolen, aber das ist schon lange her ….) Schluss mit der Globalisierung, der Protektionismus soll her – so Trump in aller Klarheit. Und die Deutschen sollen die Mongolenrede wider einüben und die schmutzige Arbeit selber machen. Das hat die deutsche Machtelite auf die Palme gebracht.
      PS
      Alles bis jetzt verstanden?

      • Holly01 - 11. November 2016

        Ich habe ja schon eine Menge Unsinn gelesen, dieser Text gehört eindeutig dazu.
        Sie haben keine Fakten als Basis.
        Sie nehmen keine Wahrscheinlichkeiten und kombinieren ein Bild das zu den Ereignissen passen könnte.
        Nein, Sie setzen einfach etwas abseits aller Fakten als Meinung in den Raum.
        Naja, das ist dann eben so, es ist dann Ihre Meinung.

        Man könnte über die Bereicherung der US-Elite durch ihre Kriege/Wirtschaftskriege und den dann von US Firmen geleisteten “Wiederaufbau” Bibliotheken füllen.

        Deutschland ist primär ein Maschinenausstatter, wir liefern also Produktionsanlagen. Kriegsverlierer haben erst an 2-3-4-5 Stelle eine Bedarf an Produktionsstätten.

        Die deutschen Eliten sind Speichellecker und Erfüllungsgehilfen, schlimm genug, aber das die Amis den Deutschen zuarbeiten?
        Lächerlicher Unsinn ….

        lg Holly

        • Systemfrager - 11. November 2016

          Tja, es ist nicht immer leicht in den Spiegel zu schauen
          Ist menschlich, alzu menschlich

          • Holly01 - 11. November 2016

            Da “Systemfrager” ansich inhaltlich sehr viel mehr zu bieten hat und weniger zu persönlichem neigt, denke ich Sie sind ein fake.
            lg Holly

  • Marja - 10. November 2016

    @Systemfrager

    Der Gedanke, dass die Deutschen von den Bomben der Amerikaner profitieren, ist nachvollziehbar. Ob das systematisch geplant ist, weiß ich nicht. Ob HC vor hatte, den Russen A-Bomben zu schicken, glaube ich nicht, eher dass es um eine Neuauflage des Kalten Kriegs ging. Ob Trump das nicht will, weiß ich auch nicht. Dessen politische Agenda, soweit man diese hier überhaupt – Dank unserer Qualitätsmedien- erfährt, lässt alle Interpretationen zu. Dass die Amerikaner gegen das Establishment abgewählt haben, mag besser sein als Weiter-wie-bisher, ob dieser Mann die bessere Politik machen wird, darf anhand der heutigen Aktienbewegungen bezweifelt werden.

    • Systemfrager - 10. November 2016

      ob dieser Mann die bessere Politik machen wird …

      Natürlich, wissen wir es nicht. Wenn man mich aufmerksam gelesen hat, habe ich das nirgendwo behauptet … mich hat nur die unendliche Heuchelei, Verlogenheit und Bösheit der Killary-Aggitatoren “verärgert”

      • Systemfrager - 10. November 2016

        Und das versteht man auch noch als “politische Korrektheit”

        • Holly01 - 11. November 2016

          Tja, das sie den Begriff “Korrektheit” inhaltlich nicht füllen, überrascht jetzt nicht so sehr 😉

  • Klaus - 10. November 2016

    Sorry,

    leider kommen mir einige Wortbeiträge aggressiver vor, als das “Duell” im Wahlkampf.
    Unangemessen für den sachlichen Beitrag von SLE.

    • M.E. - 10. November 2016

      Zustimmung, Klaus.
      Man sieht: Trump polarisiert mächtig. Und genau das wird das Problem für die USA in den nächsten 4 Jahren (mindestens) sein.
      Übrigens: Clinton hätte ähnlich polarisiert, auf andere Weise.
      Meine beiden Favoriten waren Sanders für die Demokraten und Kasich für die Republikaner.
      Zwei integre Leute ohne Hass für die, die anderer Meinung sind. Hat nichts mit political correctness zu tun, sondern nur mit Anstand und Charakter.

    • Querschuss - 10. November 2016

      manchmal ist das Klügste, solche Beiträge zu ignorieren, denn ganz klar, die Art und Weise ist nicht geeignet einen echten Meinungsaustausch zu führen, der zu Erkenntnisgewinn führt.

      Warum jemand (Systemfrager) hier so in einem unangemessenen Stil poltert, obwohl er dies ja besser in seinem eigenen Forum (forum-systemfrage.de) machen könnte, darüber ließe sich trefflich spekulieren, …man kann es aber auch einfach lassen 🙂

      Gruß Steffen

  • Basisdemokrat - 10. November 2016

    Trump gewinnt die US-Wahl

    Trump gewinnt die US-Wahl – wie rudert die deutsche Presse und Politik zurück? Gar nicht.

    Posted by KenFM on Mittwoch, 9. November 2016

    • Systemfrager - 10. November 2016

      Tja die ist so dumm, nur die Herrschaften aus der SPD schaffen es noch größere Vollidioten zu sein. Die meinen Wirklich, es ist die deutsche Tuchtigekteit, die das Deutschland “wettbewerbsfähig” macht, und gegen die kann keiner in der WElt was tun

      Trump wird sich sicher mit Deutschland auseinandersetzen. Er wird sich bestimmt eine Liste der Länder mit dem größten Außenhandelsüberschuss vorlegen lassen und da steht Deutschland ganz oben.

      H. Flassbeck

    • M.E. - 10. November 2016

      Oh Gott, was redet der da, der Ken?
      Abgesehen davon, dass ich die Partei von Merkel nicht gewählt habe und nicht unbedingt ein Merkel-Fan bin, kann ich jedes Wort ihrer Glückwunschrede an Donald Trump voll unterschreiben.
      Aber o.k., jeder soll seine Meinung haben. KenGM seine, ich meine. Aber er kommt schon extrem oberlehrerhaft rüber. Was mir das Verfolgen dieser Webseite erspart.

      • Holly01 - 11. November 2016

        Hallo M.E.,
        KenFM habe ich in Dortmund reden gehört und sein persönliches Auftreten dort aus der Nähe gesehen.
        Ich denke er träumt von einer Art Volte ala 68er gegen das Meinungs- und Machtgefüge. Er möchte wohl dazu stimmulieren.
        Inhaltlich sehnt er das wohl herbei und sieht bei allen möglichen Anlässen “Anzeichen”.

        Ansonsten ist er strikt gegen jeden Krieg und hat eine super Spendenaktion für Griechenland hinbekommen.
        Er gibt vielen Leuten eine Möglichkeit sich zu äussern, gute und vielleicht weniger gute Leute. Aber er läßt das Mikrofon wenigstens offen, nicht wie MM die sich ja nur noch abgrenzen.

        Ich halte den insgesamt für eher positiv besetzt.

        lg Holly

        • M.E. - 11. November 2016

          O.k. Holly,
          ich bin immer offen für neue Erkenntnisse.

  • Gundermann - 10. November 2016

    @SLE
    “und den Menschen dann zwei Kandidaten zur Wahl vorgesetzt, die im Grund nicht wählbar gewesen sind.”

    Das sehe ich anders. Zum einen wurden die Kandidaten von den Mitgliedern ihrer Partei gewählt – hatten also eine durchaus breite Basis in ihrer Partei. Inwieweit B. Sanders “ausgebootet” wurde, kann ich nicht beurteilen, aber das spielt m.E. keine Rolle. Darüber hinaus gab es noch unabhängige Kandidaten. Wenn die präsentierten Kandidaten von Demokraten und Republikaner für die Wähler tatsächlich “im Grunde nicht wählbar” waren, hätte es Alternativen gegeben. Diese Alternativen haben aber nur Stimmanteile im (meist unteren) einstelligen Bereich bekommen. Es gab also eine Wahl – wie man in Utah auch sehen konnte (okay, hätte auch nicht gereicht 😉 ).

    • Holly01 - 11. November 2016

      Ja, die Mehrheit der politisch engagierten Amis wollten genau diese beiden Kandidaten ….. und sie haben sich klar für Dump entschieden……

    • SLE - 11. November 2016

      Hallo Gundermann,

      ich bin der Auffassung, dass das nicht ganz richtig ist. Das US-Wahlsystem begünstigt immer die beiden großen Parteien (- der Gewinner bekommt alle Wahlmännerstimmen -) und jeder Amerikaner weiß das. Das ist keineswegs zuletzt auch eine Frage des Geldes, das man für den Wahlkampf ausgeben kann (was das wirtschaftliche und finanzielle Establishment begünstigt) und, ebenfalls entscheidend, des Zugangs zu den Medien. Wie sie vermutlich ebenfalls wissen, wird beispielsweise kein Kandidat zu den großen TV-Duellen eingeladen, wenn er nicht in mindestens drei von einer Kommission ausgesuchten Umfragen einen Zustimmungswert von 15 Prozent hatte.

      Aber natürlich haben Sie recht, dass aufgrund der hohen Unbeliebtheit von Trump und Clinton dieses Mal die alternativen Kandidaten stärker in den Vordergrund gerückt sind – was ob der dargelegten Punkte nicht viel heißen will. Man konnte sie natürlich wählen. Aber eine Chance für eine andere Politik gab es deswegen realistisch betrachtet von Beginn an nicht.

      Viele Grüße
      SLE

      • MartinR - 11. November 2016

        Schönen Dank für diese zusätzlichen Erläuterungen.
        Das ist genau der Punkt, der mich am meisten bei der US-Wahl beschäftigt hat.
        Wie kann es sein daß bei der viel zitierten “Wahl zwischen Pest und Cholera” die anderen Kandidaten überhaupt keine Rolle in den Medien spielen?
        Immerhin steigt ja die Anzahl der Protestwähler, vor allem unter den jüngeren.
        Aber auf eine wirkliche Zäsur kann man wohl noch länger warten (es sei denn, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten versinkt im Chaos).

  • klaus - 11. November 2016

    Wie immer ein guter Artikel SLE.
    Hallo an Alle.

    Das beste an Trump ist die Schwächung der Nato und
    die Unmöglichkeit eines Krieges gegen Putin.

    Jetzt darf man allein die Krim zu Europa holen. 😉

    Da soll mir noch einer was über die Pälzer sagen.

    Bei allem was schlecht ist.
    Hauptsache kein Krieg.
    Und ne Alternativ-Pipeline zu der von Putin möchte ich auch
    nicht mit dem Leben bezahlen.
    Nur damit ein paar schlaue Eliten ihren Profit einheimsen können.

    Der Globus dreht sich und die Börsen drehen noch.
    So What?

    Grüße klaus

  • M.E. - 11. November 2016

    Na bitte,
    es gibt nicht nur Anti-Trump-Proteste.
    Es gibt auch zustimmende Demonstrationen in der Bevölkerung:

    http://www.n-tv.de/politik/Ku-Klux-Klan-marschiert-fuer-Trump-article19072576.html

  • Georg Trappe - 12. November 2016

    Hallo Herr Dr. Eichner,

    ersteinmal vielen Dank fuer den Artikel und die damit ausgeloeste Diskussion. Bei dem Satz:

    “Denn dass die Republikaner in den USA nun das Sagen haben, kann für die Wirtschaft und damit für die Börsen im Grunde nichts Schlechtes bedeuten – Trump hin, Trump her. Alles Weitere wird abzuwarten sein. Dramatisches ist aus Washington sicher nicht zu erwarten.”

    habe ich mich gefragt, ob Sie das ernst meinen. Es haengt wohl davon ab, was und wen man mit Wirtschaft umschreibt. Wenn man damit die 1% und Kochs etc. meint, dann ist Ihr Satz sicher richtig. Wobei mir dabei immer das Bild von demjenigen, der sich den Ast auf dem er sitzt abschneidet, in den Sinn kommt. Wenn aber mit Wirtschaft die US Volkswirtschaft als Ganzes gemeint sein sollte, dann kann ich nur an die wirtschaftlichen Kompetenzen einer Dame erinnern, die bei McCain wirtschaftliche Beraterin war und bei der diesjaehrigen Kuer des republikanischen Kandidaten selber im Rennen war. Ich meine Carly Fiorina, die als HP CEOse nun genau das umgesetzt hat, was die Wall Street nicht nur bei ihr eingefordert hatte, naemlich massenhaft qualifizierte Jobs nach China zu verlagern, waehrend ihr republikanischer Parteifreund und damaliger Praesident George W. Bush Fannie und Freddie dazu aufgefordert hatte jedem der nur wollte einen Hypothekenkredit zu gewaehren. Auch denen, deren Jobs gerade auf dem Weg nach China waren. Ich meine derartige Wall Street hoerige republikanische Wirtschaftskompetenz koennen Sie nicht wirklich gemeint haben. Oder irre ich mich?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Carly_Fiorina

    http://www.nytimes.com/2008/12/21/business/worldbusiness/21iht-admin.4.18853088.html

    http://democrats.financialservices.house.gov/uploadedfiles/media/file/key_issues/predatory_subprime_mortgage_lending/gses_subprime_timeline.pdf

    • Georg Trappe - 12. November 2016

      By the way, wenn ich nach George W. Bush Fannie Freddie suche und dabei den Suchzeitraum auf vor 2007 einschraenke, liefert Google nichts.

      Zum Glueck habe ich einige Zeitungsartikel aus dieser Zeit gespeichert, die eindeutig belegen, das alles was die weltgroesste amerikanische Suchmaschine z.Zt. bei einer derartigen Anfrage ohne zeitliche Eingrenzung hervor bringt, mit aeusserster Vorsicht zu geniesssen ist. Da wird meinem Eindruck nach ganz kraeftig das amerikanische Image poliert und die gnadenlose Dummheit und Gier der George W. Administration unter den Tisch gekehrt.

      Viele Gruesse

      Georg Trappe

    • SLE - 12. November 2016

      Hallo Herr Trappe,

      natürlich habe ich das Big Business, die Top-1% und diejenigen gemeint, die an der Wall Street großes Geld machen. Darum dreht sich doch immer alles nur. Die Fed bezieht sich darauf und die Politik – in allen Industriestaaten – ebenso. Das ist es doch, was uns als erfolgreiches und erhaltenswertes System verkauft wird. Insofern sind meine Ausführungen auf die Reaktionen eben dieser “Märkte” und dieses, von Konzernen dominiertes Wirtschaftssystem bezogen gewesen. Aus der Sicht der führenden Politiker, der Notenbanken und der Mainstream-Medien ist doch Trump insofern gar nicht schlecht. Doch – abegsehen von den Notenbanken – haben die Mainstrem-Medien und die führenden Politiker in aller Welt und vor allem auch in Deutschland auf die Wahl von Trump reagiert, als stünde jetzt der Weltuntergang genau jenes Systems bevor, das sie für so erfolgreich und erhaltenswert betrachten.

      Ich habe also nicht MEINE Sicht der Dinge dargelegt, sondern auf die Widersinnigkeit der Reaktionen der fürhenden Politiker und Medien angesprochen. Denn das ist ein Novum und hat es in dieser Form bisher noch nie gegeben.

      Viele Grüße
      SLE

      • Georg Trappe - 13. November 2016

        Ich dachte es mir schon. Gleichzeitig war es eine Gelegenheit nochmal an das Genie republikanischer Wirtschaftskompetenz und seine weltweiten Fogen zu erinnern.

        Sie wissen ja seit langem, dass ich diese Demokrategeschichte fuer eine Fassade halte, die im wesentlichen der Legitimationsbeschaffung dient. Man kann offenbar in der Politik wie im Geld- und Bankwesen mit ein, zwei Indirektionen Menschen massenhaft hinters Licht fuehren. Scheinalternativen, wie Clinton vs. Trump oder Sparen vs. mehr Schulden etc. sind da nur ein kleiner Teil des Instrumentariums, mit dem man Menschen massenhaft mental paralysieren bzw. in endlos im Kreis verlaufende Diskussionen fixieren kann. Das geht offenbar soweit, dass man grosse Krisen oder gar Kriege provoziert, um dann, wenn das Elend nur gross genug ist, den Erloeser aus den eigenen Reihen mit der genialen Idee ala “New Deal oder Bretton Woods oder QE” praesentieren zu koennen. Hauptsache, diejenigen die sehr machtvoll hinter der Fassade agieren, bleiben nahezu unsichtbar und damit fest im Sattel. D.h. wenn man sich an den aeusseren Schalen der Ringburg abarbeitet, macht man genau das, was der Sinn dieser Konstruktion ist.

        Einen schoenen Sonntag wuenscht Ihnen

        Georg Trappe

        • SLE - 13. November 2016

          Hallo Herr Trappe,

          zum gegenwärtigen Zeitpunkt habe ich Zweifel, ob Trump von der Machtstruktur in den USA her in die gleiche Kategorie wie Clinton oder George W. Bush eingeordnet werden kann, ganz einfach weil die Reaktionen der Massenmedien auf Trump sowohl vor als auch nach der Wahl so stark mit allem kontrastieren, was bisher (in den letzten 20-30 Jahren) bei US-Präsidentschaftswahlen zu beobachten war. Obama war zwar mit der Absicht gestartet, Wandel zu bringen, aber er ist damit gescheitert und letztlich auf George W. Bushs Pfaden weitergegangen. Clinton hätte das von sich aus getan, wäre sie zur Präsidentin gewählt worden, davon ist auszugehen. Der Bush-Clan hat ja auch immer wiederholt, Clinton wählen zu wollen.

          Trump scheint, um es einmal salopp auszudrücken, irgendwie nach einem anderen Gebetbuch vorgehen zu wollen. Was allerdings so viel anders sein könnte, abgesehen von den Personalien, ist gegenwärtig von außen betrachtet beim besten Willen noch nicht abzusehen. Oberflächlich betrachtet wird er einen erzkonservativen Kurs fahren, was nicht neu ist und wirtschaftspolitisch Neues vermag ich im Moment ebenfalls nicht zu erkennen. Viele seiner Wahlversprechen hat er bereits relativiert oder zurückgenommen. Für mich überaus erstaunlich ist, dass Obama ihn bereits im ersten Gespräch offensichtlich überzeugt hat, Obamacare nicht ganz zurückzudrehen. Wer hätte das gedacht?

          Trump ist unberechenbar und offenbar unkontrollierbar, aber nicht nur, wie in den Medien vermittelt, in einem negativen, sondern auch in einem positiven Sinne. Ich will nicht zu viel hineininterpretieren, aber bemerkenswerter Weise spricht er ebenso wie Obama es früher getan hat von Wandel. Was auch immer er damit meint, das ist es was jene Leute wollen, die ihn wählten. Selbst Bernie Sanders hat Trump inzwischen seine Unterstützung angeboten, sofern er dies ernst meinen sollte.

          Es ist nicht auszuschließen, dass wir alle Trump, seine Absichten und Möglichkeiten unterschätzen, weil das Bild, das wir von ihm haben, von der Artikelflut der Medien geprägt worden ist. Ich würde ihn in dieser Hinsicht beinahe schon mit Chinas Präsident Xi Jinping vergleichen wollen, der – aufgrund der Berichterstattung der chinesischen Staatsmedien – ebenfalls schwer einzuschätzen ist. Niemand kann über Xi auf der Basis seiner Politik und der Berichte darüber mit Sicherheit sagen, was er genau damit beabischtigt, ob er damit letztlich auf das Wohl des Landes abzielt oder einfach nur auf seine absolute Macht innerhalb der Partei. Xi Jinping jedenfalls kämpft gegen das korrupte Parteiestablishment. Trump hat im Wahlkampf immer wieder betont, dass er das ebnfalls tun will. Möglicherweise macht ihn das anders/riskanter fürs Establishment in den USA als Clinton und als seine Vorgänger.

          Viele Grüße
          SLE

          • JL - 13. November 2016

            Hallo SLE

            Offenbar gibt es ein bereits vorab ausgearbeitetes Konzept um die Globalisten aus den eigenen Reihen (Republikaner) zu entmachten. Gleichzeitig zeigt nachfolgender Link im wesentlichen nochmals die Schwerpunkte des designierten Präsidenten auf.

            https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/11/13/breitbart-macht-stimmung-gegen-paul-ryan/

            Hier werden die notwendigen und gewollten Änderungen schwerpunktmäßig in der Innenpolitik Amerikas liegen und nachhaltig die Außenpolitik prägen- eine 180 Grad- Drehung sozusagen.

            Und da ist Trump noch nicht mal in Amt und Würden und hat schonmal TPP gekippt (Freihandel mit 12 amerikanischen Anrainern der USA) nach einem ersten Gespräch mit Obama. Als Makulatur dürfte sich CETA (Kanada- EU) entpuppen und TIPP wird wohl noch nicht mal mehr zu Ende gedacht. So viele Einschläge in so kurzer Zeit bei einen Präsidenten der noch garkeiner ist gab‘s in der amerikanischen Geschichte auch noch nicht. Damit predigt Trump eben nicht „heiße Luft“ wie andere- was auch ich ihm zunächst unterstellte- sondern schafft Fakten die jetzt schon international durchschlagen.

            Die eigentliche Frage aber bleibt: Warum wurde Trump nominiert, ein Mann der weltweit durch Skandale bekannt wurde?
            Ich meine zunehmend, daß genau diese Skandale ihn „nominiert“ haben. Sein Leben liegt für alle wie ein offenes Buch vor, im Gegensatz zu anderen. Und, er ist in keine politischen Netzwerke eingeflochten, im Gegensatz zu anderen. Damit bietet er einerseits keine Angriffsfläche seitens anderer und ist andererseits nicht erpreßbar.

            Genau das aber braucht man, wenn man auf Konfrontation gebürstet ist- deshalb wohl Trump.

            Mit freundlichen Grüßen

            JL

          • Georg Trappe - 14. November 2016

            Hallo Herr Dr. Eichner,

            Trump ist nicht unkontrollierbar. Schon gar nicht als amerikanischer Praesident. Denn der amerikanische Staat faehrt immer noch ein beachtliches Defizit und es ist immer noch das US Bankensystem was die alleinige Quelle des Geldes ist, mit dem dieses Defizit gestopft werden kann.
            (Meine Annahme dabei ist, dass das Ausland die Finanzierung der USA tendenziell zurueck faehrt).
            Und das US/internationale Bankensystem / Kartell wird Trump schon klar machen, wofuer es bereit ist Geld zu generieren und wofuer nicht. Steuererhoehungen fuer diejenigen, bei denen etwas zu holen waere, um sich aus dieser Abhaengikeit zu befreien, hat er ja schon sehr konkret ausgeschlossen:

            https://www.donaldjtrump.com/policies/tax-plan

            “Brackets & Rates for Married-Joint filers:
            Less than $75,000: 12%
            More than $75,000 but less than $225,000: 25%
            More than $225,000: 33%
            *Brackets for single filers are ½ of these amounts

            The Trump Plan will retain the existing capital gains rate structure (maximum rate of 20 percent) with tax brackets shown above. Carried interest will be taxed as ordinary income.”

            Trumps Machtbasis sind die ewigen Verlierer, die es haufenweise nicht nur in den Slums der Staedte gibt sondern gerade im Binnenland. Die, die sich in landwirtschaftlichen Grossbetrieben den Arsch abarbeiten und dabei nicht nur auf keinen gruenen Zweig kommen sondern dafuer noch von den Bankstern, den Marktinglern und IT Nerds (aka High End Dientleister ala Madoff) an den Kuesten verhoehnt werden. Und Trumps Aufgabe ist es, diese Abgehaengten wieder hinter das System zu bringen und so die Gefahr einer Revolution im Innern zu baendigen. Wenn ihm das wie auch immer gelingt, ist alles bestens. Wenn nicht, dann werden wir einen Obama 2.0 erleben. Und wenn er sich tatsaechlich an die Ursachen des Problems machen sollte, dann steht ihm das Schiksal eines Kennedy oder Herrhausen bevor. So dumm wird er also nicht sein.

            Die grosse Gefahr die ich bei dieser Kehrtwende, die keine ist, sehe, ist dass ein anderes bewaehrtes Fuehrungsinstrument reaktiviert wird, dass immer dann zum Vorschein geholt wird, wenn es richtig eng wird. Und das ist das Feindbild. Der aeussere Feind der an allen Problemen im Innern schuld ist, und den man mit allen Mitteln bekaempfen muss, um diese Probleme zu loesen. Diesem Szenario sind wir mit der Wahl Trumps tatsaechlich einen Schritt naeher gekommen. Und es ist wohl genau das, was die Herzen des scheinheiligen Establishments und ihrer Berichterstatter momentan hoeher schlagen laesst. Und da die Pol Phots, die an allem Schuld sind, ja schon massenhaft gezuechtet wurden und wie Champinons spriessen, wird man von den verweichlichten Alliierten in Japan, in Korea und Europa/Deutschland einen verstaerkten Beitrag im Kampf gegen die Schuldigen verlangen. Es wird nicht bei der Verteidigung der Freiheit am Hindukusch bleiben. Auch ein paar ausgemusterte alterschwache Tornados in Syrien werden nicht mehr reichen. Die passive agressive Nummer wird nicht mehr laufen. Minimales widerwilliges Engagement wird nicht mehr akzeptiert. Ruestungsaktien werden der Renner sein in den naechsten Jahren. Denn das war schon immer die erzkonservative Loesung. Die notwendige Fuerstenenteignung wird verhindert und die Waffen werden gesegnet. Und an Stelle von Yellen wird ein Hjalmar Schacht 2.0 treten und mit einem genialen Trick ala Mefo Wechsel die Sache unter den Augen der Weltoeffentlichkeit finanzieren, ohne das diese es bemerkt. Die Harzburgerfront 2.0 gibt es ja in den USA schon. Und mit Trump ist ein AnFuehrer gefunden, der offenbar nicht nur ein genuegend grosses Ego hat sondern genau das Charisma hat, was Abgehaengte anspricht und zu dem verleitet zu dem Abgehaengte immer verleitet wurden. In Deutschland sollte man das besser verstehen als irgendwo sonst auf der Welt.
            Will man aber nicht. Weil man dann eingestehen muesste das sich die unenedliche Sehnsucht und die Hoffnung endlich mal auf der richtigen Seite zu stehen, sich schon wieder in Luft aufgeloest hat. Wobei das bei Licht betrachte kein Wunder ist. Das Ausmass an Kontinuitaet bezueglich der tieferen Ursachen dringt nicht ins Bewusstsein. So wie es vollkommen unbemerkt geblieben ist, was eine Studie zur Kontinuitaet in der deutschen Justiz hervor gebracht hat:

            http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2016-10/nationalsozialismus-bonner-republik-bundesjustizministerium-akte-rosenburg

            56 Jahre zuvor

            http://www.zeit.de/1960/07/die-nazis-in-unserer-justiz

            Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“ …

            Der Traum von der Weltherrschaft wird noch getraeumt. Exceptionalism is real

            https://medium.com/gop-convention/american-exceptionalism-is-real-241aa52de87#.faebkx9dj

            Die Zeit des endlosen im Kreis diskutierens und Analysierens der Intelligenzia ohne den Ursachen oder gar Loesungen wirklich naeher zu kommen / kommen zu wollen, scheint sich dem Ende zu zu neigen.

            Jetzt sind wieder die “einfachen” Loesungen gefragt, die auch der duemmste Red Neck versteht.

            • SLE - 14. November 2016

              Hallo Herr Trappe,

              ich maße mir nicht an, Trumps Gedanken lesen zu können. Aber es gibt sehr wohl einige Aspekte, die mir nicht mit Ihrer Einschhätzung zu harmonieren scheinen. Trump hat Reince Priebus für den Posten des Stabschefs ausgewählt. Der ist sein Draht zum Parteiestablishment und für seine Fähigkeit bekannt, zu Kompromissen zu gelangen. Auf der anderen Seite hat Trump Stephen Bannon, den Brandstifter und das Sprachrohr für die Anhänger des Anti-Establishment-Trumps zu seinem Chefstrategen bestimmmt. Insofern wäre es kaum haltbar, Trump schon jetzt dem Establishment-Kurs zuzuschlagen. Es ist auch nicht so, dass Trump nur Unterstützung von den Abgehängten hätte. Das sind viel zu wenige, um mit ihnen die Präsidentschaftswahl zu gewinnen, was Sie selbst wissen. Nachwahlanalysen haben gezeigt, dass seine Wählerschaft viel breiter war.

              Ich möchte zudem etwas anders zu Bedenken geben, nämlich die Konsequenzen für u.a. die EU und die Eurozonen-Länder aus der Tatsache, dass in den USA ein “Populist” – wie Farage et al. titutliert werden – die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat. Wenn dies den Anti-Establishment-Parteien in Europa den letzten erforderlichen Schub brächten, um die bereits 2017 anstehenden Wahlen (Niederlande, Frankreich, Deutschland, vielleicht auf Großbritannien und Italien) zu gewinnen, dann könnte dies die EU aus den Angeln heben. Eine wunderbare Ausgangsposition für die USA, ihre wackelig gewordene wirtschaftliche und politische Vormachtstellung wieder zu festigen.

              Viele Grüße
              SLE

              • Georg Trappe - 15. November 2016

                Hallo Herr Dr. Eichner,

                Vorab, Gedanken lesen kann keiner von uns. Jeder betrachtet vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen und der ihm zur Verfuegung stehenden Fakten die aktuellen Ereignisse und Entwicklungen und versucht so zu einem Bild zu kommen, das einigermassen Sinn macht. Wir tauschen uns darueber aus und ich finde das sehr anregend, da es mir hilft meine Gedanken zu formulieren, zu praezisieren und auch nochmal zu ueberpruefen. Dieser Austausch mit Ihnen hat mir immer, in der Vergangenheit und auch jetzt sehr weiter geholfen. Insofern ist mein Eingangs ausgedrueckter Dank fuer den Artikel und die dadurch angestossene Diskussion keine hohle Begruessungsformel.

                Man kann die politische Klasse in Rechts und Links, konservativ und progressive oder auch Establishment und Aussenseiter bzw. Populisten teilen. Ausgehend vom Ringburgmodell (Krysmanski) glaube ich beobachten zu koennen, das die politische Klasse, unabhaengig davon wie man sie teilt, eine Funktion hat und diese auch wunderbar erfuellt. Auftraggeber sind der innere Kern und der erste der Politik vorgelagerte Ring bestehend aus Bankstern und CEOs. Nachgelagert sind die sog. Wissenschaftler und Medien, denen die Vermittlung aka Propaganda obliegt. Sie kennen das Modell. Trump, als Milliardaer, ist eigentlich dem inneren Kern zuzurechnen. Seine Ungeduld und sein Ego haben ihn offensichtlich dazu verleitet, aus der Deckung zu gehen und die Dinge selber in die Hand zu nehmen. Und er haette das bestimmt nicht getan, wenn er dabei nicht sicher sein koennte das er Unterstuetzung aus dem inneren Kern hat. Und da hat sich wohl die Einschaetzung durchgesetzt, dass das politische Establishment, wie Sie es nennen, die “Progressiven” es nicht gebacken kriegen. Immerhin hatte Obama und die um ihn versammelte Intelligenzia 8 Jahre Zeit. Zwar haben die erfolgreich im Kreis diskutieren lassen waehrend die Vermoegensentwicklung / Konzentration des inneren Kerns nahezu ungebrochen weiterlief aber das Problem das bei stagnierenden Medianeinkommen und beachtlich steigenden Durchschnittseinkommen sich 50% als abgehaengt oder von Abhaengung bedroht betrachten konnten die sog. “Progressiven” unter den Vorgaben des Kerns nicht loesen.

                USA: Wage Statistics for 2015

                Die groessten Deppen sind sogar hingegangen und haben das zum Thema gemacht und versucht das ins Bewusstsein zu heben..

                http://www.politico.com/magazine/story/2014/06/the-pitchforks-are-coming-for-us-plutocrats-108014

                Hanauers Mistgabel Artikel und die Reaktion seiner Kernkollegen ist mir da noch lebhaft in Erinnerung. Und damit ist, wie ich oben geschrieben habe, offenbar aus Sicht des Kerns, der ja nicht homogen ist, die Zeit fuer “einfache Loesungen” gekommen, die auch 50% Abgehaengte mit stagnierendem Einkommen von rund 30000 US$ pa und weniger verstehen. Dieser gesellschaftliche Bodensatz von 50% stellt naemlich in einer nominellen Demokratie ein Problem dar, um das man sich kuemmern muss,wenn man nicht eine Revolution riskieren will. Und “Progressive” / Linke haben das noch nie hinbekommen. Die kommen dann auf so verrueckte Ideen den parasitaeren Ueberbau aus den Staedten zu vertreiben und aufs Land zu jagen und zu realwirtschaftlich relevanter Arbeit zu verdonnern. Wenn sie richtig sauer sind fangen sie an im wahrsten Sine des Wortes Koepfe zu rollen. Und das geht garnicht. Das will man aus verstaendlichen Gruenden nicht. Also wohin mit der Wut, der Entaeuschung darueber, das der amerikanische Traum fuer Mehrheiten im Heer der Abgehaengten endet. Enden muss, denn der exorbitante Gewinn der Wenigen ist der Verlust der Vielen. Pacioli, die venezianische Methode und ein darauf aufbauendes Finanzwesen als zentrales Fuehrungs und Lenkungsinstrument bei dieser Veranstaltung lassen gruessen.

                http://www.zeit.de/2006/24/Der_Pacioli-_Code/komplettansicht

                Was tun?

                Und da liegt der aeussere Feind, der dem endlosen Wachstum, das die Ursachen kaschieren soll, im Wege steht, als Idee, als Kreation doch sehr nahe. Und die untere Haelfte der Einkommenspyramide wird das verstehen, wie sie es immer verstanden hat. Mexikaner, die illegal ueber die Grenze kommen und die Arbeitsplaetz klauen. Chinesen die ihre Waehrung manipulieren, damit Apple billig produzieren und teuer verkaufen kann. Undankbare Alliierte, die sich zu fein sind die Drecksarbeit zu machen, wenn es darum geht die Versorgung mit Oel und Gas sicherzustellen.
                Usw. usf.

                Derweil in Europa. Auch da sog. Populisten auf dem Vormarsch, die die Aengste und Sorgen eines stetig wachsenden Heers von Abgehaengten im Sinne ihrer Majestaet zur Legitimationsbeschaffung nutzen. same same
                Wie gesagt, die Notenbanker haben Zeit gekauft ohne Ende, die Intelligenzia hat sie nicht genutzt. Jetzt ist auch hier die Zeit fuer “einfache Loesungen” angebrochen. So einfach ist das als Core Member der Ringburg. Die venizianische Methode ist wunderbar und arbeitet dem Core in die Arme. Die Probleme die sie erzeugt, sind Aufgabe der Ringschalen mit ihren klar zugewiesenen Funktionen. Zitat (sinngemaess) von Brauchitsch in einem Interview zur Flickaffaere:”Die Politiker haben uns klar gemacht, dass sie Geld brauchen um zu funktionieren. Wir haben es ihnen gegeben.” Frisch geschoepft vom Hausbankster und in braunen Tueten.

                Sie erinnern sich vielleicht noch daran, das Piech Winterkorn den Arm umdrehte weil dieser nicht agressiv genug das USA Geschaeft ausgebaut hatte. Wer redet beim Dieselskandal ueber Piech?
                Keiner! Warum nicht? Hat da die Abstimmung der Eliten in Davos oder beim letzten Bilderbergtreffen nicht funktioniert? Detroit ist zerbombt und Piech geht es nicht agressiv genug vorwaerts bei den Umsaetzen in den USA. Aber Hallo. Waere doch ein tolles Thema. Ist aber keins. Warum nicht? Oetker hat es erklaert: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“
                Sollten die USA unter Trump wirklich soetwas wie Reindustrialisierung in Gang setzen, weil das Geschaeftsmodell mit Bullshitjobs ala Graeber und Dienstleistungen a la Madoff nicht mehr in dem Mass funktioniert, wie es trotz Tittytainment, Netflix, Facebook, FOXNews usw. usf. noetig waere, um die Abgehaengte Haelfte von der Revolutionsidee fernzuhalten, dann werden in den Ueberschusslaendern die Arbeitslosenzahlen steigen und somit dort das Heer der Abgehaengten wachsen und den dortigen Populisten Auftrieb geben und dann eben so eine Allianz der Willigen geformt. Willig zum Kampf gegen aeusser Feinde, die alles Schuld sind und dem ewigen Wachstum und den Renditeerwartungen der 1% im Wege stehen. Aber auch wenn das nicht geschieht, wird das staendig voranschreitende Fettaugensyndrom dafuer sorgen, dass die Zahl derer die “einfachen Loesungen” ihre Unterstuetzung geben wachsen.

                Viele Gruesse

                Georg Trappe

                • SLE - 15. November 2016

                  Hallo Herr Trappe,

                  vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme und ich nehme nichts von dem, was Sie hier oder anderswo schreiben, als Floskel. Dazu kenne ich Sie zu gut.

                  Vieleicht muss man erst einmal versuchen, ein paar Grundlinien zu identifizieren, um den Machtwechsel zu Trump besser einordnen zu können.

                  Zunächst einmal ist die Ausgangslage in den USA und eigentlich überall in den Industrieländern sowie außerdem auch in China dieselbe, was die Ungleichheit und die ausgeprägte Wachstumsschwäche, die überall per ultralockerer Geldpolitik übertüncht wird, anbelangt.

                  Die Reaktionen der etablierten Parteien und immer größerer Teile der Bevölkerung sind auch sehr ähnlich. Einerseits werden die etablierten Parteien dafür bei Wahlen abgestraft. Viele wandern ab zu neu gegründeten, oft Anti-Establishment-Parteien. Andererseits gib es bei den Wählern eine starke Abkehr von sozialdemokratischen Parteien und eine stärkere Hinwendung zu konservativen, nationalistischen Kräften. Davon profitieren insbesondere (neue) rechte Protestparteien (Ukip, Front National, AfD, FPÖ etc.), aber auch die etbalierten konservativen Parteien (Japan (Abes LDP), Spanien (Rajoys PP), USA (Trumps GOP), Polen etc.).

                  Nächster Punkt: Keine etablierte Partei oder Protestpartei hat eine erkennbar tragfähige und funktioniernde Lösung für die überbordenden zentralen Probleme Wachstumsschwäche, wirtschaftliche Ungleichgewichte und Ungleichheit, natürlich auch Donald Trump nicht – jedenfalls nicht soweit ich es sehen kann.

                  Alle bisherigen Umbrüche bzw. tektonischen Verschiebungen in der politischen Landschaft richten sich auf das – mithin nicht selten hochgradig korrupte, von den realen Problemen der Bevölkerung abgehobene (z.B. Clinton!) – politische Establishment.

                  In der wirtschaftlichen und Finanzmarkt-Realität gibt es hingegen solche Brüche oder tektonischen Verschiebungen bisher nicht. Hier ist das Establishment unangefochten, auch wenn Leute wie Bernie Sanders und Elizabeth Warren (beide demokratische Senatoren) explizit dagegen zu felde ziehen und deswegen eine hohe Popularität genießen.

                  Wie Sie, Herr Trappe, bereits schrieben, hat die Obama-Periode für die USA in keiner Hinsicht funktioniert. Es hat sich weder etwas bei der Ungleichheit noch bei der Wachstumsschwäche zum Positiven für die USA geändert. Die USA haben in dieser Zeit als globale politische Macht an Einfluss verloren und die Handelsbedingungen haben sich verschlechtert – nicht zuletzt durch die neue Frontstellung mit Russland und China. Expanison gibt es nicht mehr, nur noch Stagnation und einen Verteilungskampf um den stagnierenden/schrumpfenden globalen Kuchen, was sich in einer stärkeren Verbreitung protektionistischer Maßnahmen und einer Politik mit stark merkantilistischen Zügen zeigt. Das begründet im Ürbigen zum Teil auch die Tendenz zu einem weltweit verstärkten Nationalismus.

                  Selbst die Notenbanken sind inzwischen zu der Einschätzung gelangt, dass sich die Weltwirtschaft in einer länger anhaltenden Phase der “säkularen Stagnation” befinden könnte. Man könnte durchaus konstatieren, dass die Notenbanken damit inzwischen genauso wie die Parteien allerorten mit ihrem Latein am Ende sind. Freilich sind die etablierten Parteien bisher ausnahmslos stärker an Lösungen im Sinne des wirtschaftlichen und finanziellen Establishments interessiert (Status-Quo erhalten) und Ausnahmepolitiker wie Sanders und Warren sowie die Protestparteien an einer Änderung des Status Quo, wobei sie die “Abgehängten” und Unzufriedenen im Auge haben. Doch wie gesagt, vielversprechende Lösungen sind bisher nirgendwo zu erkennen. Zumeist werden die von Ihnen angesprochenen “einfachen Lösungen” versprochen und auch Trump hat das getan.

                  Trump wird in Bezug auf die oben genannten zenralen Probleme das wirtschaftliche und finanzielle Establishment mit ins Boot holen und gegebenenfalls nur im politischen Establishment seiner Partei auf Veränderungen hinwirken. Vor dem Hintergrund der oben dargelegten weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Situation wird das, so wie sie weiter unten bereits geschrieben haben, bedeuten, dass er die Rahmenbedingungen für das US Big Business verbessern wird, sich ein größeres Stück vom globalen Kuchen abzuschneiden, selbst wenn dieser Kuchen schrumpft. Ferner wird er Kosten, die aus der globalen Rolle der USA resultieren, auf andere Staaten abwälzen (NATO, Verteidigung u.a.). Es ist auch möglich, dass Trump die protektionistischen Zügel weiter anzieht.

                  Als wahrscheinlich kann m.E. gelten, dass Trump keinen neuen wirtschaftspolitischen Weg einschlagen und das Problem der Ungleichheit nicht unmittelbar angehen wird. Denn Letzteres würde eine andere Wirtschaftspolitik (wie etwa von Sanders/Warren in Ansätzen propagiert (Dekonzentration)) voraussetzen. Sicher ist das jedoch noch nicht. Denn Trump hatte vor der Wahl auch versprochen, als Präsident die Mega-Fusion von AT&T und Time Warner (CNN) nicht zu erlauben und etwas gegen die Machtkonzentration in der Medienbranche zu unternehmen.

                  Es mag deswegen sein, dass Trump sich durchaus wagt Schritte zu ergreifen, die Teile der US-Eliten benachteiligen und andere begünstigen. Irgendeinen handfesten Grund muss es gehabt haben, dass das Establishment in den USA Trump mit allen Mitteln und mit einer bisher unerreichten Vehemenz verhindern wollte. Und es sind gewiss nicht all jene Gründe, die dabei über die Medien als Horrorszenarien in den Raum gestellt wurden.

                  Ich denke, um es zusammenzufassen, dass die US-Elite nicht als homogener Kern begriffen werden kann und Trump, selbst Teil dieser Elite, möglicherweise einen anderen Teil dieser Elite vertritt als es die Präsidenten vor ihm (die Bushs, aber auch Obama) getan haben. Vieleicht kann man das wieder gut mit der KP Chinas vergleichen. Innerhalb von Chinas KP, die dort ja zugleich auch die finanzielle Elite stellt, gibt es unterschiedliche Fraktionen, die sich in den letzten Jahren aufs Schärfste bekämpfen und um Macht un Einfluss sowie um den politischen Kurs ringen. Es ist nicht auszuschließen, denke ich, dass die Wahl Trumps in den USA im Machtzentrum etwas Ähnliches ausgelöst hat bzw. darstellt.

                  Eine Lösung für die oben genannten zentralen Probleme ist damit freilich nicht verbunden – wie man ja auch in China sehr gut sehen kann. China versucht sich an einem neuen Wirtschafts- und Wachstumsmodell, setzt dabei aber die Macht der KP aufs Spiel. Es droht eine “harte Landung”. Und das könnte den USA möglicherweise am Ende auch unter Trumps Art von “Change” drohen.

                  Viele Grüße
                  SLE

                  • Georg Trappe - 16. November 2016

                    Der innere Kern ist tatsaechlich nicht homogen. Da reicht das Spktrum von den Hanauers, die Angst vor den Mistgabeln bekommen und von dritten Wegen traeumen, die die Abgehaengten wieder anhaengen und gleichzeiti die Reichen noch reicher werden laessen, bis zu den Hardlinern wie Buffett, der ganz offen den Klassenkampf und den Sieg seiner Klasse erklaert. Wie schon gesagt, die Zeit der Superschlauen, die dritte Wege suchen, die es nicht gibt, wenn man die Systematik unangetastet laesst, scheint abgelaufen zu sein. So ganz erfolglos waren sie ja nicht. Immerhin sind die Vermoegen der 1%, die M&A Aktiviaeten, die kumulierten Leistungsbilanzdefizite/ueberschuesse und damit die Bankbilanzen alle kraeftig gewachsen, waehrend 8 Jahre im Kreis diskutiert wurde. Das kann man so machen, aber irgendwann merkt es der Duemmste, das dabei nichts herauskommt, was den 50% unter dem stagnierenden Einkommensmedian weiter hilft. Und damit bricht die Zeit fuer “einfache Loesungen” und “Pragmatiker” wie Trump an. Und wenn Trump die faellige nachholende Wirtschaftsentwicklung fuer die USA wirlich in Gang setzen will, dann sind Schutzzoelle (List) genau das Richtige. Man kann Volkswirtschaften, die seit Jahrzehnten chronische Leistungsbilanzdefizite fahren nicht per Freihandel und Austerity wettbewerbsfaehiger machen (siehe Griechenland). Das funktioniert auch in den USA nicht. Auch die bis dahin aufgelaufenen Schulden muessen abgeschrieben werden. Wuerde man das nicht tun, dann wuerde das bedeuten, dass das Spiel der vergangen 35 Jahre nur mit umgekehrten Vorzeichen gespietl wuerde. Weit ueber 80 Volkswirtschaften, die bisher chronische Leistungsbilanzueberschuesse mit den USA gefahren haben, muessten dann jahrzehntelang Leistungsbilanzdefizite fahren und ihre zum Teil hyperproduktiven Wirtschaften zum Teil stilllegen. Wir beide wissen, dass es nie dazu kommen wird. Und wenn man das weiss, dann weiss man, dass das amerikanische Geschaeftsmodell der letzten 35 Jahre, ermoeglicht durch Volckers radikale Leitzinserhoehung Anfang der 80er, keine “Great Moderation” sondern ein Verbrechen war, das im Laufe der Zeit so gross geworden ist, dass es keiner mehr unter den Teppich kehren kann. Auch ein Trump nicht. Stuetzels primitive volkswirtschaftliche Saldenmechanik zu ignorieren ist schlicht dumm und fuehrt in unloesbare Probleme wenn diese Ignoranz ueber Jahrzehnte anhaelt.
                    Aber das wirklich Dumme ist, was auf volkswirtschaftlicher Ebene fuer den einen oder anderen noch erkennbar und nachvollziehbar ist, existiert auch auf der Ebene der Firmen und der Individuen. Und auch da kumulieren sich die vielen kleinen, schleichenden Enteignungen der Vielen zu einem ungeheuren Reichtum der Wenigen. Auch das laesst sich nicht rueckabwickeln. Im Gegenteil es schreitet erbarmungslos immer weiter voran. Ausgeblendet, per Gleichgewichtstheorie ignoriert und auf Superyachten gefeiert.

                    Und auch die chinesischen Kader Kapitalisten haben den Haken laengst viel zu tief geschluckt. Sie haben vergessen, dass es fuer die Ereignisse 1789 in Frankreich, 1917 in Russland, 1911 und folgende Jahrzehnte in China Gruende gab. Gruende die ihre tieferen Ursachen im Fettaugensyndrom in Verbindung mit der Anwendung der “venezianischen Methode” bei Banken haben. Wer das nicht antasten will, hat keine Chance die daraus resultierenden Probleme zu loesen.

                    Zum Thema Wachstum bzw. Wachstumsschwaeche fiel mir dies heute Morgen in die Haende:
                    https://makroskop.eu/2016/11/eine-reise-durch-das-land-der-wachstumsverweigerer-1/
                    Allerdings ist die Entscheidung sich dem Wachstumswahn zu verweigern kein Mittel gegen das Fettaugensyndrom. Genausowenig wie Wachstum das Fettaugensyndrom kuriert. Wachstum kaschiert, mildert, vehindert das Bewusstwerden des Verteilungskampfs, sediert also.
                    Wirklich geloest wird nichts. Das Fettaugensyndrom schreitet voran angetrieben durch streunde Renditen/Erfolge. Ob die im Mittel positiv sind (Wachstum), bei Null liegen (Stagnation) oder negativ (Rezession) sind, aendert nichts an dem Voranschreiten der Konzentrationsprozesse (siehe Fargione et al.).

                    Viele Gruesse

                    Geog Trappe

          • Georg Trappe - 14. November 2016

            Xi hat sich ja schon geaeussert und hat meiner Meinung nach recht:

            http://www.reuters.com/article/us-usa-trump-china-idUSKBN1390D3

            Aber ob die Cowboys die Geduld dazu aufbringen ist fraglich.

            http://www.reuters.com/article/us-usa-election-clinteastwood-idUSKCN10F21C

            http://nypost.com/2016/11/10/clint-eastwoods-twitter-account-suspended-after-praising-trump/

            Carmel, wo Clint Eastwood mal Buergermeister war und heute noch lebt ist uebrigens ein beliebter Ort fuer das Retirement der Silcon Valley Groessen oder Hollywood Celebs. Man kann am PebbleBbeach wundbar Golf spielen und auch ansonsten ist das ganz idyllisch dort:

            http://www.carmelcalifornia.com/news-release-clint-eastwood-to-be-grand-marshal-for-carmel-by-the-seas-centennial-celebration-parade-43.htm

      • Georg Trappe - 13. November 2016

        Hier noch ein Beispiel, wie man undurchdringlichen Nebel konstruiert und versucht das Publikum zu sedieren und ohnmaechtig gegenueber nicht nachvollziehbarer Komplexitaet historischer Ablaeufe zu stellen. Was dabei abhanden kommt und kommen soll, ist, die amerikanische Fuehrungsmannschaft hat dieses Desaster angerichtet. Und es ist vollkommen unerheblich, wer dabei genau welche Rolle gespielt hat. Alleine das Ergebnis zaehlt und das ist eindeutig, wenn man die Vermoegensentwicklung im fraglichen Zeitraum betrachtet..

        http://www.theatlantic.com/business/archive/2011/12/who-is-really-responsible-for-the-housing-crisis/250482/

        Das schoene an Management by Objectives / Judgement by Results ist, man kann es auch auf seine Fuehrungsmannschaft anwenden. Und der schlichte Vergleich der propagierten Ziele mit den tatsaechlich erreichten Ergebnissen entlarvt. “Die Loesung” ist natuerlich das Formulieren von vagen nicht messbaren Zielen. Aber auch das entlarvt, wenn man es erkennt. Mein Interesse an den Fragen, Wie machen die das? Wie funktioniert das? verleitet mich auch immer wieder mich in eher irrelevante Diskussionen ums Detail zu verstricken, die dann, je nachdem, mit wem man es zu tun hat, mehr Nebel erzeugen als Klarheit schaffen (siehe z.B. oben, wo aus der Beschreibung eines Sachverhalts ein finanzieller Angriff auf die USA wird, der mich beinahe wieder verleitet haette in eine vollkome sinnlose Detaildiskussion einzusteigen, die nur ein weiteres mal mehr vernebelt als geklaert haette). Diese Taktiken Scheinalternativen endlos diskutieren zu lassen oder vollkommen unvereinbare extrem Positionen zur Diskussion zu stellen (FOX), Dinge die man nicht wissen kann und daher Glaubensfragen darstellen endlosen “wissenschaftlichen” Analysen zu unterwerfen usw. usf. gehoeren zum Instrumentarium. Da haben die drei Siebe des Sokrates reichlich zu tun;-).

        • JL - 13. November 2016

          Hallo Georg

          Die Frage „Wie machen die das“ wurde bereits 1999 angeschnitten nun von einem gewissen Anil K. Jain analysiert und anhand der Abhandlungen von Marx eine ziemlich schlüssige Theorie erstellt- jedenfalls meiner Meinung nach.

          http://www.geolitico.de/2016/11/09/trump-sieg-ueber-die-globale-klasse/

          Mit freundlichen Grüßen

          JL

          • Georg Trappe - 14. November 2016

            Hallo JL,

            vielen Dank. Ich kenne die beiden Texte, die z.Zt. eine kleine Aufmerksamkeit geniessen

            Und vor ziemlich genau 3 Jahren hatte ich mich auch schonmal in dieser Richtung geaeussert:

            http://georgtsapereaude.blogspot.com/2013/11/sehenden-auges.html

            “Die Gruppierung, die dieses Schurkenstueck betreibt, besteht aus den Quandt, Klatten, Springer, Albrecht, Mohn etc. Familien, die sich offenbar einer internationalen, kosmopolitischen Elite zugehoerig fuehlen, die inzwischen keine nationalen Grenzen mehr kennt. Die Vorstellung von nationalen Oekonomien oder gar Wohlfahrtsoekonomien ist ueberholt. Seitdem Kapital frei beweglich ist und ohne jede Einschraenkung Landesgrenzen queren kann, muss national orientiertes Denken in die Irre fuehren. Der Aufstieg multinationaler Grosskonzerne hat sein uebriges dazu getan. Selbst der amerikanische Staat sieht sich nicht mehr in der Lage von diesen Giganten und ihren Eigentuemern die dringend benoetigten Steuern einzutreiben. Ueberall unterwirft das Kapital das Gemeinwesen und macht es sich in seinem Sinne zu nutze.
            Dies ist die eigentliche Essenz des Begriffs Globalisierung.
            Nationale Korrektive wie z.B. eine Senkung der allgemeinen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich werden damit unmoeglich. Nationale Wirtschaftspolitik beschraenkt sich dann nur noch darauf, die Betroffenen ruhig zu stellen und so sukzessive ihre Anpassung an die aufziehenden neofeudalen Verhaeltnisse zu betreiben.”

            Ausser Achselzuckungen hat es aber nichts bewirkt;-).

            Viele Gruesse

            Georg Trappe

            • Ursel - 14. November 2016

              Danke, tut gut bei all diesen ernsten Themen 🙂

              Liebe Grüße
              Ursel

          • Georg Trappe - 16. November 2016

            Hier noch ein, zwei Beispiele, wie die unteren Raenge der globalen Elite Urlaub machen:

            http://privatejet.fourseasons.com/fs/culinary-discoveries

            “$135,000 // per person, based on double occupancy
            $12,000 // single supplement”

            http://privatejet.fourseasons.com/fs/international-intrigue

      • Georg Trappe - 13. November 2016

        Hier noch ein interessantes Bild, zu dem ich an anderer Stelle folgendes angemerkt habe:

        http://theamericanfirst.com/picture-trump-turned-almost-the-entire-nation-red-amazing/

        Die Fahrt mit dem Auto von Kueste zu Kueste der USA, offene Augen fuer die Verhaeltnisse und das Gespraech mit den Leuten, die im Binnenland leben und nicht in den wirtschaftlichen Zentren, erklaert so einiges.

  • Holly01 - 13. November 2016

    Eins sollte man nicht übersehen:
    Mit Trump haben die Leute die das System tatsächlich inhaltlich steuern einen ähnlichen Wurf gelandet, wie damals mit Reagan.
    Alle reden und klagen oder jubeln, aber Fakt ist doch, alle sind inhaltlich gelähmt und warten auf das was da von Oben / USA kommen mag.
    Diskussionen sind beendet.
    Handel ist angesagt.
    Die Akzente setzt wieder klar der Hegemon.

    Der Rest der Welt schaut und rennt hinterher.

    läuft ……

  • Georg Trappe - 15. November 2016

    Die verlaengerte Achse des Guten hat auch ihre Vorteile. Zumindest gibt es dort Amerika Versteher, die es schaffen das Phaenomen Trump und seine Grundklage auf zwei Seiten zu erklaeren. Eigentlich in zwei drei Saetzen:
    “Anders als Frank-Walter Steinmeier suggeriert, sind die Ideen des kommenden Präsidenten weder widersprüchlich noch wirr.

    Seine Forderungen lassen sich problemlos auf einem Bierdeckel zusammenfassen: Putin integrieren, Mexikaner draußen halten und die amerikanischen Alliierten künftig wie die Kunden eines Wachdienstes behandeln. Schutz gibt es nur noch gegen Cash, auch in der Nato.

    So verständlich der Schock darüber ist: Steinmeiers Behauptung, Trumps Weltsicht ergebe keinen Sinn und man könne sich daher nicht darauf einstellen, ist nicht richtig. ”

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/aussenpolitik-donald-trump-usa/komplettansicht

    Und das ist in den USA mehrheitsfaehig, nach 8 Jahren zermuerbender im kreisverlaufender Diskussionen einer Intelligenzia, die entweder das Gedankengebaeude der Neoklassik nicht verlassen will oder kann oder wenn sie es verlaessst, was zu einer annaeherung an die Ursachen unabdingbar ist, die Ursachen, die sich dann offenbaren, fuer unantastbar erklaert.

  • Uwe - 15. November 2016

    Er macht verständliche, pragmatische Ansagen und lauscht dem Echo.
    Seine Idee ist Roosevelts New Deal eränzt um Aufrüstung, weil das erfolgreich war.
    Die Finanzierung ist historisch günstig, der Rest wird gestrichen. Vollgeld?
    Mit dem Repräsentantenhaus und dem Senat im Rücken. Leute, werdet einfach mal
    so simpel wie ich; dann könnt ihr die Massen, die das mittragen müssen, mitnehmen.
    Das ist unser Problem: Intelektuelle Abkapselung, empirisch mit bestellten Statistiken
    belegt, heilen wir die Welt aus Wolkenkuckucksheim.
    Free Michel! Grüße Uwe

  • Georg Trappe - 18. November 2016

    Eine ganz andere Perspektive:

    http://renegadeinc.com/cooperative-capitalism-russian-idea/