EADS und BAE Systems – “Mega Merger Mania” führt „Too big to fail“-Debatte ad absurdum

von am 1. Oktober 2012 in Allgemein

2007: Was war der Auslöser der US-Hypothekenkrise?

Die Pleite von großen Hypothekenbanken wie Countrywide und in der Folge der weltweit viertgrößten Investmentbank Bear Stearns.

2008: Was stürzte die weltweiten Finanzmärkte in die Krise?

Die Pleite einer der weltweit größten Investmentbanken, Lehman Brothers.

2009: Was bescherte uns eine weltweite Staatsschuldenkrise?

Die direkte und indirekte Rettung von weltweit führenden Großbanken wie Citigroup, Bank of America, Royal Bank of Scotland u.a., des weltgrößten Versicherungskonzerns AIG, des weltgrößten Automobilkonzerns General Motors und anderer führender Automobilkonzerne.

2012: Wer steht im Verdacht, über viele Jahre hinweg die Referenzzinssätze Libor und Euribor systematisch zum eigenen finanziellen Vorteil zu manipulieren oder wurde bereits überführt?

Etwa zwanzig der weltweit größten Banken, von Barclays, über die Royal Bank of Scotland, Deutsche Bank, Société Générale, UBS, Credit Suisse, Citigroup und JP Morgan, um nur einige zu nennen. Einen größeren Finanzmarktskandal hat es niemals gegeben. Der finanzielle Schaden könnte alle Rekorde brechen, so es möglich sein sollte, ihn überhaupt jemals vollumfänglich zu ermitteln.

2012: Was haben die Verantwortlichen in Wirtschaft, Banken und der Politik daraus gelernt?

……… ?

Just vergangene Woche hat Peer Steinbrück (SPD), inzwischen Kanzlerkandidat der SPD für die kommende Bundestagswahl, medienwirksam sein Konzept zur Bändigung der Finanzmärkte vorgestellt. (1) Unter anderem will er das Trennbankensystem einführen, also die Trennung von Investmentbanking vom herkömmlichen und für die Volkswirtschaft wichtigen Bankgeschäft. Allerdings reicht ihm eine organisatorische Trennung. Eine Aufspaltung von Großbanken fordert er nicht.

Viele Politiker und Fachleute haben schon vor Peer Steinbrück eine Diskussion über „Too big to fail“ angestoßen, also darüber, wie künftig verhindert werden kann, dass Banken zu groß bzw. für das Finanzsystem zu wichtig sind, um sie pleitegehen lassen zu können. Genau das – die systemische Relevanz – war und ist bisher die Begründung für alle Rettungsmaßnahmen von Großbanken gewesen, wobei korrekterweise auch die Rettungsmaßnahmen für Griechenland & Co. zumindest teilweise hinzu gerechnet werden müssen, weil es dabei – anders als verlautbart – vor allem um die Rettung und Stabilisierung von großen Banken geht. Von den Hilfsgeldern sieht beispielsweise Griechenland fast nichts. Sie wandern größtenteils direkt auf die Konten der Gläubiger.

So gesehen wird weiterhin alles für den Erhalt und die Stabilisierung der Großbanken getan – auch seitens der großen Notenbanken, z.B. der EZB, insbesondere mit langfristigen Krediten zu Niedrigstzinsen (Long Term Refinancing Operation (LTRO)) in Billionenumfang und mit Anleiheaufkäufen.

Es kann also bis heute überhaupt keine Rede davon sein, dass irgendetwas unternommen worden ist, um das „Too big to fail“-Problem – im Bankensektor – zu lösen.

Wie wahrscheinlich ist es wohl vor diesem Hintergrund, dass Peer Steinbrücks Forderung jemals umgesetzt werden wird?

Was erschwerend hinzu kommt, ist, dass dieses Problem nur im Bankensektor überhaupt wahrgenommen und – wenn auch ohne großen Nachdruck – diskutiert wird, nicht aber in der Realwirtschaft.

Es gibt viele Märkte, in denen Konzerne so groß und volkswirtschaftlich bedeutsam sind, dass kein Politiker es wagen würde, sie im Krisenfall pleitegehen zu lassen. Denken Sie nur an die heftige politische Kontroverse um Staatshilfen, als Opel und Schaeffler im Zuge der Krise 2008/2009 in Schieflage gerieten. Und wir wissen auch, was nach der Lehman-Pleite im September 2008 geschah: Die anschließende Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise hat insbesondere die großen, global aufgestellten Konzerne hart getroffen. Umsatzeinbrüche von 20 Prozent und mehr waren keine Seltenheit und die Regierungen in den Industriestaaten haben mit Konjunkturprogrammen (z.B. „Abwrackprämie“) sowie direkten und indirekten Rettungsmaßnahmen (z.B. General Motors, Chrysler) primär auf deren Stabilisierung abgezielt.

Die Situation und die mit „Too big to fail“ verbundenen finanziellen Risiken wurden also bis heute nicht entschärft. Das Gegenteil ist der Fall. Im Zuge der Finanzmarktkrise wurden Übernahmen und Fusionen im Bankensektor seitens der Politik nicht nur gefördert, sondern gefordert. Beispielsweise wurden JP Morgan (Bear Stearns, Washington Mutual) und die Bank of America (Countrywide, Merrill Lynch) deswegen auch noch größer. Das gilt für viele Großbanken, auch für die Deutsche Bank.

Und auch dies gilt es in diesem Zusammenhang zu erinnern:

Am 31. August 2008 verkündeten die Allianz und die Commerzbank die Übernahme der  Dresdner Bank durch die Commerzbank – am 15. September brach mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers die Finanzkrise aus, in deren Folge auch die Commerzbank mit Staatshilfen gerettet werden musste. Die Verschmelzung von Dresdner Bank und Commerzbank geschah jedoch gerade auch deswegen, weil die Bundesregierung – einschließlich des damaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) – davon überzeugt waren, dass Deutschland neben der Deutschen Bank einen zweiten „National Champion“ brauchen könnte, der auf den globalen Finanzmärkten in der ersten Liga mitspielen kann.

Blickt man zudem nur einmal auf die aktuellen Meldungen der letzten Tage, so fällt auf, dass Mega-Fusionen und –übernahmen trotz hoher Unternehmenskonzentration und damit verbundener Schwächung effektiven Wettbewerbs auf vielen globalen Märkten und trotz des „Too big to fail“-Risikos im Krisenfall immer noch an der Tagesordnung sind:

  • Die globale Musikindustrie wurde bisher von nur vier großen Konzernen dominiert. Universal, Sony, Warner und EMI. Jetzt sind es nur noch drei. Denn der Eigentümer der britischen Plattenfirma EMI – bisherige Nummer 4 der Branche, die Citigroup, verkaufte zuerst das EMI-Musikverlagsgeschäft an eine Investorengruppe um Sony und nun auch den Rest von EMI, das Tonträgergeschäft, und zwar an Universal. (2)
  • Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore steht jetzt kurz vor der Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata, weltgrößter Kohleanbieter. Es ist mit 36 Milliarden Dollar nach der 38 Milliarden Dollar schweren Fusion von Rio Tinto und Alcan im Jahr 2007 die größte Fusion im Rohstoffsektor. Mit der Verschmelzung rücken Glencore und Xstrata im globalen Bergbausektor zur Nummer 4 hinter BHP Billiton, Vale und Rio Tinto auf. (3) Was das wohl für die Preise bedeuten mag?
  • Zusammengehen wollen auch EADS und die britische BAE Systems, die damit zum weltgrößten Unternehmen in der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungstechnik aufsteigen würden. (4) Zwar gestaltet sich dies wegen der Staatsbeteiligungen und der verteidigungspolitischen Relevanz schwierig. Ferner gibt es auch seitens der Politik in Deutschland Bedenken. Diese bestehen jedoch nicht wegen der Größe des fusionierten Mammutkonzerns, Wettbewerbsbedenken oder dem „Too big to fail“-Problem, sondern scheinbar primär weil es noch keine konkreten Zusagen für den Erhalt von Standorten gibt. (5) Grundsätzlich werden seitens der Politik aber vor allem die Vorteile einer solchen Fusion gesehen. (6)

Als Fazit lässt sich deswegen festhalten, dass die von sehr großen Konzernen ausgehenden Gefahren

a) für die Konzerne selbst,

b) für den Wettbewerb und den Arbeitsmarkt

c) für die Markt- und Systemstabilität mit allen daraus erwachsenden finanziellen Risiken für den Staatshaushalt bzw. für die Steuerzahler

trotz der Krisenerfahrungen bei den Entscheidern in Politik und Wirtschaft de facto keine Rolle spielen. Das Streben nach Größe ist ungebrochen.

Was die Politik anbelangt, so lässt sich zudem erkennen, dass „Reden“ und „Handeln“ in eklatanter Weise auseinanderfallen. Über „Too big to fail“ wird debattiert, die Zerschlagung von Konzernen oder die Trennung von Geschäftsbereichen wird immer wieder einmal gefordert. Doch der Entstehung immer größerer Banken und Unternehmen wird nicht nur nicht entgegengewirkt, vielmehr wird dies indirekt und direkt gefördert oder gar gefordert (z.B. spanischer Sparkassensektor, deutscher Krankenkassensektor). Alte Überzeugungen sind infolge der Krise keineswegs über Bord geworfen worden. Ein Umdenken hat nicht stattgefunden.

Wenn morgen durch irgendein signifikantes Ereignis eine neue Finanzmarktkrise beginnt, sind wir darauf nicht besser vorbereitet als wir es im September 2008 waren. Die systemische Stabilität ist jedoch nicht größer, sondern geringer als sie es vor vier Jahren war. Das werden Regierungspolitiker nicht wahrhaben wollen. Doch wer wird es ihnen ein zweites Mal abkaufen, wenn sie reklamieren, die Krise sei nicht vorhersehbar gewesen?

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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29 KommentareKommentieren

  • Roland - 1. Oktober 2012

    Hallo Stefan,

    das ” too big to fail” – Theorem ist ein geschickter Schachzug der Herrschenden, Staatsknete abzugreifen, wann immer sie in Schwierigkeiten kommen.

    Die Großbanken hätte man selbstverständlich pleite gehen lassen können. Der Staat hätte lediglich den “dienenden” Bereich (Kreditierung von Unternehmen und Konsumenten) auffangen müssen und z.B. 1 Mio an Einlagen pro natürlicher Person garantieren sollen. Der Zockerbereich mit seinem aufgeblasenen “Luftgeld” wäre eben implodiert – na und ?

    Es gibt kein “too big to fail”.

  • omikron - 1. Oktober 2012

    So einfach ist es leider nicht.
    Es wären private Renten-, Lebensversicherungen, private Krankenversicherung in Gefahr geraten.
    Daher stammt nämlich das Geld, mit dem unter anderem spekuliert wird.
    Wobei hauptsächlich in Staatsanleihen investiert wird bei oben genannten Versicherungen.

    • Roland - 1. Oktober 2012

      @ omikron

      Die Obergrenze von 1 Mio EUR an garantierten Einlagen bezieht sich -wie oben beschrieben- lediglich auf die Einlagen natürlicher Personen.
      Immobilienvermögen. Lebensversicherungen, Unternehmensvermögen … sind außen vor und geschützt.
      Hier muss man allerdings im Anschluss fallweise, z.B. beim Immobilienvermögen …., einen Lastenausgleich organisieren.

      Ein “too big to fail” gibt es nur im Denken der Herrschenden.

  • Traumschau - 1. Oktober 2012

    Hallo Stefan, genauso sieht es aus. Also, die Frage muss m.E. lauten: Hat die Politik was zu sagen?
    So wie es aussieht hat sie das nicht! Was jetzt? Wir können noch weitere Jahre den Niedergang der Volkswirtschaften in schönen Grafiken beschreiben und dabei zusehen, wie die Diktatur der Finanz- und Wirtschaftsoligarchie zementiert wird. Es wird sich nichts ändern, davon bin ich überzeugt. Erst wenn wie in G. SP. und Portugal – und auch in D. – viele Millionen auf die Strasse gehen und die Souveränität der Völker zurückverlangen, kommt Bewegung in die Sache. Das wird wohl leider nötig sein. Die Daten und Fakten sind bekannt und es gibt eigentlich keinen Grund für die Politik, nicht umzuschwenken. Dass die das nicht machen, lässt nur einen Schluss zu:
    Sie vollziehen den Willen der Eliten. Das wird noch ganz bitter …

    • Roland - 1. Oktober 2012

      @ Traumschau

      Die “viele Millionen auf der Strasse” erreichen gar nichts, solange sie nicht wissen, was sie wollen.
      Gegen die Kürzungen zu sein, reicht nicht.
      Viel mehr ist es aber zur Zeit nicht – und bis sich das ändert, werden sich die “Massen” vergeblich ihre Absätze ablatschen.

  • JFO - 1. Oktober 2012

    Ich danke für die Zusammenstellung, weil sie noch einmal bewußt macht, wo wir herkommen, wo wir stehen und was uns morgen wieder um die Ohren fliegen kann (und wird),
    Für eine Ergänzung um den Derivateirrsinn wäre ich dankbar, weil bei diesem wohl die Zeitzünder für den nächsten Riesenkrach liegen. Und auch hier gibt es aus 2008 die großen Schwüre der Politik diesseits und jenseits des Atlantiks, die nichts auf den Weg gebracht haben und inzwischen einen Derivateturm erzeugt haben, der das AIG-Desaster weit übersteigt.
    JFO

    • SLE - 1. Oktober 2012

      Hallo JFO,

      die Derivate-Problematik habe ich hier in Posts ja schon oft angesprochen. Welche Risiken dort schlummern, gerade weil nichts dagegen unternommen wurde, düfte allen hier ja einigermaßen klar sein. Darum wollte ich sie dieses Mal ausnahmsweise einmal weggelassen.

      Viele Grüße
      SLE

      • JFO - 1. Oktober 2012

        Danke, SLE für die Antwort.
        Ist mir schon klar, dass das Thema hier schon bewegt worden ist. Ich wollte nur noch einmal in den Gesamtzusammenhang den Derivateturm einbringen, “damit er nicht in Vergessenheit gerät”.
        JFO

  • Raini - 1. Oktober 2012

    Hallo Herr Eichner,

    ein Herr Steinbrück hat wesentlich dazu beigetragen, den Finanzmarkt Deutschland für unseriöse Finanzpapiere , Hedgefonds und desweiteren zu öffnen. Er persönlich, sein Staatssekretär Asmussen(Ackermanns Troyanner) und sein Ministerium hatten die Deregulierung massiv betrieben, die Spekulation und Plünderung steuerlich gefördert und für abenteuerlichen Finanzprodukten den Finanzplatz Deutschland geöffnet. Er schwärmte einst von den angelsächsischen Finanzplätzen und ihren ökonomisch wahnsinnigen Bezahlungen und wollte einen ähnlichen “Finanzplatz Deutschland” hier installieren. Im Koalitionsvertrag von 2005 ( große Koalition), der in seinem Teil zum Finanzmarkt mit Sicherheit so denke ich wesentlich von Steinbrück mitbestimmt worden ist, wird die Deregulierung als Ziel festgeschrieben.

    Steinbrück und die Regierung Merkel sind dafür verantwortlich mit mindestens 460 Milliarden für die Rettung der Banken bezahlt zu haben, und somit die Spekulation belohnten .
    Diese Belohnung ist die Basis von „unglaubliche und betrügerischen“ Zahlungen an gescheiterte Manager. Ferner waren Steinbrück und die Regierung Merkel wesentlich dafür verantwortlich, dass die Verteilung des Geldes ohne öffentliche Kontrolle geschah.

    Auch ist ein Steinbrück und sein Ministerium dafür verantwortlich, dass die Industriekreditbank (IKB)mit mindestens 8 Milliarden öffentlichem Geldes gerettet und dann für 150 Millionen an den amerikanischen Konzern LoneStar verschleudert worden ist.

    Interressant ist, daß jetzt ein Herr Steinbrück ohne rot zu werden etwas von Bankenregulierung schwafelt uns sich zum Kanzlerkanidaten nominieren läst. Mit Ihm kann die SPD nur verlieren,
    und das ist gut so.

    Fazit:

    Steinbrück ist steht für Ausplünderung und Fortsetzung Casinobetriebs und sonst nichts!

    • SLE - 1. Oktober 2012

      Hallo Raini,

      ja, es ist gerade angesichts des aktuellen Bankenkonzepts von Herrn Steinbrück interessant, einmal in älteren Zeitungsberichten nachzulesen, wie er über solche Dinge gedacht hat, als er Finanzminister in der großen Koalition war:

      Hier ein sehr schönes Beispiel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611329,00.html

      Und es auch erfrischend nachzulesen, wie er seinerzeit die Dredner-Bank-Übernahme und den neu entstehenden National Champion bewertete – jedenfalls vor dem Hintergrund seines aktuellen Konzepts zur “Bändigung der Finanzmärkte:

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/commerzbank-in-der-krise-der-moechtegern-champion-geht-zu-boden-a-799575.html

      Vielleicht sollte man ihn zu dieser umfassenden 180-Grad-Wende einmal um eine Stellungnahme bitten, was man denn nun wirklich zu erwarten hat, falls er Bundeskanzler wird.

      Grüße
      SLE

      • Raini - 1. Oktober 2012

        Hallo Herr Eichner,

        nun ist mir auch bewusst weshalb ein Herr Lafontaine hingeschmissen hat.

        Grüße

        Raini

        • SLE - 2. Oktober 2012

          … und sein damaliger Staatssekretär Heiner Flassbeck auf verlorenem Posten stehen musste.

  • hunsrückbauer - 1. Oktober 2012

    wie war das mit dem Bauer, der hatte einen Kahn, einen Hund, ein Schaf und einen Kohl und alles sollte ans andere Ufer. Nun kann sich jeder überlegen, wie das geht? Fährt er den Hund, bleiben Schaf und Kohl zurück, wie lange wird der Kohl wohl überleben? Fährt er zuerst den Kohl, bleiben Schaf und Hund zurück, wie lange wird das Schaf wohl überleben?
    Das geht offensichtlich nur in der Politik, dass der WÄhler mit Begeisterung den Bock zum Gärtner macht.

  • msd - 1. Oktober 2012

    JFO hat recht. Wie soll eine Welt, die durch Schuldenberge ohne Ende ihre Zukunft schon verpfändet hat, jemals wieder auf die Beine kommen? Es fragt sich wirklich langsam, ob das überhaupt möglich ist. Glaubt jemand daran, dass die weltweite Massenarbeitslosigkeit (faktisch ist jeder zweite Weltbürger arbeitslos) jemals abgebaut wird? Wie soll das funktionieren bei dauernder Automatisierung aller Arbeitsprozesse?
    Die Statistiken hier sind alle sehr interessant, aber mich würden neben den Arbeitslosenstatistiken einmal Langfristcharts zu weltweiter Arbeitsvolumenentwicklung und Kapiatlintensität interesieren. Liebe Blogger: Gibt es sowas überhaupt?
    Ein gewisser Robert Kurz behauptet in seinem letzten Buch (er ist vor Kurzem gestorben), dass das Abschmelzen der weltweiten Wertmasse zu der Krise führt und dass dieses Abschmelzen auch nie mehr aufhören wird, weil auf dem aktuellen Stand der Automatisiserung und Produktivität keine ausreichend viele Menschen mehr in den Arbeitsprozess eingebunden werden können und die Produktivitätsentwicklung sich wohl kaum wieder zurückentwickeln wird. Er nennt das die “innere Schranke des Kapitalismus” und die sei jetzt erreicht, was zum Kollaps des gesatem Systems führe.
    Das mag ja übertrieben sein, aber ist es nicht sehr merkwürdig, dass es weltweit eine massive Überproduktion gibt, gleichzeitig aber die halbe Welt arbeitslos verarmt, während in wenigen Ländern dauernd über Arbeitszeitverlängerungen, Rente neuerdings mit 70, 13-StundenTage, 7-Tage-Wochen (aktuell Griechenland) diskutiert und drittens zeitgleich sich riesige Schuldenberge auftürmen? Was steckt eigentlich wirklich hinter dieser wahnsinnigen Unlogik? Kann das mal irgendwer erklären?

    • Wolfgang Waldner - 1. Oktober 2012

      Hallo msd,

      die vermeintliche Unlogik kann ich Dir gern erklären: Die Massenarbeitslosigkeit haben wir seit dem Siegeszug der Neoliberalen in den 70er Jahren. Damals wurden die Keynesianer politisch ausgeschaltet. Eine wichtige Rolle bei der Überwindung des politischen Einflusses der Keynesianer spielten die Neomarxisten wie Robert Kurz. Während sich die älteren Generationen noch dankbar an Keynes erinnerten, der mit seinen Ideen nach der Weltwirtschaftskrise 1929-33 für Vollbeschäftigung und steigenden Massenwohlstand gesorgt hat, wurden die 68er auf den großen Revolutionär Karl Marx umgepolt. Keynes war out, denn der wollte doch nur den Kapitalismus retten.

      Karl Marx war mit der kleinen Schwester des preußischen Innenministers verheiratet und hat auch über die Krisen nur Unfug geschrieben. Jedenfalls feierten die Marxisten jede Krise des Kapitalismus als Beginn der Weltrevolution und heute feiern sie wohl immer noch, wenn sie nicht gestorben sind. Jedenfall sind die Kreise um Exit ganz vehemente Feinde jeder Beschäftigung mit der Zinsfrage und der Geldpolitik und wollen lieber die Wertform analysieren, weil das Kapital die Wertformanalyse nicht fürchten muss.

      Wirtschaftskrisen werden absichtlich mit restriktiver Geldpolitik (Hochzinspolitik) erzeugt, um angeblich die Inflation zu bekämpfen. Es geht aber darum, Massenarbeitslosigkeit zu erzeugen, um den Widerstand der lohnabhängigen Arbeiter gegen Lohnkürzung, Sozialabbau und den Abbau ihrer Rechte mit dieser Schockstrategie zu brechen. Lies dazu mal die “Schockstrategie” von Naomi Klein. Verantwortlich für diese Politik waren die Neoliberalen.

      Die Neomarxisten wie Kurz waren da immer sehr hilfreich und wurden dafür gerne durch die bürgerliche Presse gefördert. Auf meiner Homepage kannst Du nachlesen, warum die Große Depression 1929-33 absichtlich von der Geldpolitik verursacht wurde. Mit dem technischen Fortschritt oder damit, dass dem Kapital die “lebendige Arbeit” ausginge, haben die Krisen nichts zu tun. Sie werden absichtlich zur Disziplinierung der Arbeiter und zur Senkung der Löhne und Preise verursacht und natürlich auch für die Börsenspekulanten.

      Vielleicht liest Du mal meine Abhandlung zum VWL-Schwindel, damit wird einiges klar:

      http://www.wolfgang-waldner.com/volkswirtschaftslehre/

  • klaus - 1. Oktober 2012

    Hallo an Alle.

    Dieser Merger ist ein heikler Deal, weil er auch dabei einfach
    die französische Luftfahrt ( Dassault / Breguet ) ganz erheblich zur Seite schiebt
    und danach bedroht. Da kommt auch noch heftig Kartellrecht ins Spiel.

    Zudem ist bei EADS nix einfach. Die Anteilseigner Messerschmitt/Bölkow/Blohm,
    Dornier werden hier auch noch für viele Kompromisse sorgen.
    Und auch die Briten sind auch mit einigen Firmen aufgestellt.
    Selbst und Hawker Siddeley und auch Rolls Royce mit Triebwerken werden
    noch einiges beitragen.
    Und auch die Führung wird sehr schwierig werden.

    Zudem wird hier wohl eine Patentwanderung aus Deutschland stattfinden.
    Hier muß wohl am meisten aufgepasst werden.
    Deutschland zahlt wohl im Moment meist mit Patenten.

    Und nicht zuletzt sollte man mal die Aktionärsstruktur von MBB und Dornier
    berücksichtigen. Es wird sicher sein, das die Kleinäktionäre wohl nicht
    länger bleiben können. Da wird der Squeeze-Out wohl bald losgehen.

    Und ja, Steuergelder werden die der Klein-Aktionäre ablösen.
    Das ist wie immer klar.

    Alles damit der Euro nicht fällt.
    Denn fällt der Euro, fall auch ich.

    😉

    P.S. Spanien benötigt jetzt 105 Mrd meint Moodys Thumps Up !

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9579870/Spanish-banks-will-need-up-to-105bn-warns-Moodys.html

  • klaus - 1. Oktober 2012

    Und mal wieder Ackermann.

    “Weidmann habe in der Theorie recht, in der jetzigen
    Situation müsse man aber pragmatisch handeln, so wie Draghi.”
    http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/2012/10/01/ackermanns-gemeinsprueche.aspx

    Und er meint wohl den Bonds-Exchange

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/8658331/Angela-Merkel-faces-revolt-in-Germany-over-rescue-deal.html

    wo uns alternativlos von Jo-Angie die heutigen Anleihenkäufe verkauft
    worden sind.

    Nein, das hätte uns noch nicht einmal Kohl angetan.

    Es wird Zeit für mehr Wirtschaftkompetenz im Kanzleramt.

  • klaus - 1. Oktober 2012

    Der nächste Knall.
    Junker will Yves Mersch und Asmussen die Bundesbankvizepräsidentin.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/ezb-direktor-asmussen-frau-als-oberste-bankenaufseherin-empfohlen/7204932.html

    Will Asmussen den Junker vorzeitig loswerden?
    Exakt an diese Personalie hat Junker sein Weitermachen geknüpft.

    More to come !

    😉

  • Delta120 - 1. Oktober 2012

    Was hat die Welt durch die Schuldenkrise gelernt? Eigentlich nur, dass wenn man keine weitere Blase findet, das Spiel wie jetzt und 1930 vorbei ist. 2007 und 2008 wollten wir die Welt noch retten mit den Instrumenten von gestern und stellten aber dabei fest, dass die Reserven im Finanzsystem zu gering sind um den Fehler aufzufangen. Wir erfanden Basel 3 mit noch höheren Eigenkapitalvorschriften und stellen in dessen Folge schmerzlich statt, dass die Hebelwirkung der Banken zum eingesetzen Grundkapital kleiner wird.

    Zusätzlich verflacht das Wirtschaftswachstum, da die Bevölkerung in den Industriestaaten ihr Maximum erreicht hat und eine weitere Beschäftigungssteigerung kaum noch zu erzeugen. Die Erfahrung von fast 100 Jahren Fiat Money zeigt uns, dass innere Inflation nur im Falle einer Vollbeschäftigung ausbricht und der Außenhandel sich ungefähr im Gleichgewicht befindet (und das Delta kann, wie im Falle von den USA, schon ganz schön groß werden).

    So wie die großen Konzerne im horizontalen Kampf keine Lust mehr verspüren und den Wettbewerb durch Fusion praktisch einstellen, so handeln im Prinzip auch die Staaten die sich wie die EU und die BRICS immer weiter fusionieren.

    Banken sind nur Verwalter des Geldes, denn retten kann die Zentralbank die Banken immer. Dahinter steht aber immer die Frage nach den Regeln des Spiels, welches wir spielen und somit die Frage der Gerechtigkeit. Die Banken selbst befinden sich derzeit in einer Phase, wo die Menschen verstehen, dass Banken keine Werte produzieren sondern Werte nur bewerten und dieses verteilen bzw. anbieten. Diese Werte werden vor allem durch die obersten 10% gespeist, die sich mit ihrem Einkommen kaum eigene Sachprodukte leisten sondern vor allem Finanzprodukte. Das Geld ist damit der realen Wirtschaft praktisch entzogen und erzeugt praktisch keine Nachfrage nach Gütern und sonstigen Dienstleistungen.

    Und in dieser Zeit, wo wir mit Milliarden von Zentralbankgeld überall auf der Welt die Papierbilanzen stopfen, (jeden Monat 40 Milliarden $ Fed Geld =480$Milliaren im Jahr) da kommt ein Kanzlerkandidat Steinbrück mit Lösungsvorschlägen für die Papierprobleme von gestern.
    Die Europa Arbeitslosigkeit erreicht gerade neue Rekorde http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1367930 und sein Lieblingsthema sind die Probleme der inneren Bankenorganisation, während die Realisierung der Eurozone Bankenaufsicht im Vertiefungsprozess der Eurozone gerade stattfindet.

    Ich empfehle den Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal , wie Roosevelt es nach der Wirtschaftskrise 1930 geschaft hat, die Wirtschaft langsam wieder aufzubauen, zur Lektüre. Die Banken werden darin auch behandelt, doch sind diese nur ein Kapitel von vielen. Neue Regulierungen aller Teile der Wirtschaft, nach der Welle des Liberalismuses der 1920er Jahre, führten zur neuer wirtschaftlicher Blüte.

  • JL - 1. Oktober 2012

    Sehr geehrter Stefan L. Eichner,

    leider ist es- meiner Auffassung nach- genauso wie Sie es beschrieben haben.

    Bei allen staatstragenden Konferenzen, welche da ab Anfang 2009 im Wochentakt abgehalten wurden- einschließlich deren „Ergebnisberichten“ und verlautbarten Absichtserklärungen- ist nichts geschehen, nichts geändert, nichts reformiert worden. Auch die rein organisatorische Trennung vom Investmentbanking vom herkömmlichen Bankengeschäft, wie dies unser Kanzlerin- Herausforderer so Kund tut- könnten manche möglicherweise als PR- Witz auffassen.

    Ihre, in kurzen Abrissen dargestellten, weltwirtschaftlichen „finanziellen Tiefschläge“ seit 2007 haben seit dem offenbar nicht nur an Härte zugenommen, auch die „Taktrate“ scheint sich zu erhöhen. Der arme Hiob kann offensichtlich nur noch mühsam seine neuesten Botschaften an den „Mann“ bringen.

    Die bisherigen „Lösungen“ zu den jeweils aktuellen Problemen gleichen doch mittlerweile- um es sportlich auszudrücken- einem finanztechnischen Hürdenlauf, im Mienenfeld globaler Schulden.

    Diese scheinbar sinnwidrigen „Lösungen“ der politischen Entscheider hinterfragen wohl alle interessierten Beobachter hierzu.

    Meine Ansicht hierzu, diese darf natürlich falsch sein:
    Staat und Real- oder Finanzwirtschaft haben gleichartige Interessen.

    1. Beispiel Benzinpreis (Realwirtschaft):

    Alle Jahre wieder werden zu Pfingsten die Benzinpreise erhöht. Darüber regen sich die Leute jedes Jahr- zu Recht- auch neu auf, anschließend deren Abgeordnete, schließlich dann das Bundeskabinett. Alle bundespolitischen Parteien, einschließlich deren Vertreter, „Nageln“ dann genau so regelmäßig die Mineralölkonzerne, welche den Markt zu etwa 75% beherrschen, an die Wand und watschen diese ab. Das geht jetzt schon seit einem halben Jahrhundert so, nur geändert hat sich nichts.

    Und warum nicht?

    Wenn der Staat bei einem Benzinpreis von 1,70 Euro in etwa 0,97 Euro an Steuern eintreibt, kann er bei einem höheren Benzinpreis entsprechend mehr einnehmen. Warum also sollte ein chronisch klammer Staat seine Einnahmenseite hierzu selbst schmälern, wenn er die Monopolstellungen der Mineralölkonzerne abschaffen würde.

    2. Beispiel Banken (Finanzwirtschaft):

    Jeder größere Industriestaat hat ein oder mehrere Banken die „Too big to fail“ sind. Diese können sich- wie kleine Kinder- an allen zur Verfügung stehenden „Finanzspielzeugen“ austoben. Und fällt dann eines dieser Finanzinstitute auf den Boden der Realität und schreit ganz entsetzlich, weil man vor lauter „Bilanzschaukeleien“ das Gleichgewicht verloren hat- hilft Vater Staat der Bank halt wieder auf die Beine.

    Und warum?

    Nur große nationale Banken können den immensen Kreditbedarf des Staates bedienen. Kreditgewährung ausschließlich durch ausländische Banken, könnte aber einerseits mit politischen Forderungen, andererseits mit Währungsrisiken verbunden sein. Hilft der Staat eine strauchelnde nationale Bank auf die Beine, hilft er sich also selbst um nicht zu fallen.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Dieter Ohm - 1. Oktober 2012

    “eine neue Finanzmarktkrise beginnt”

    Total unwahrscheinlich. Es sollte 2008 eine Weltwirtschaftskrise wie 1929 geben. Und?

    Nichts passierte, im Gegenteil, es gab einen SATTEN Aufschwung.

    Gerald Celente, GEAB, Jim Rogers und wie sie alle heissen, sie irrten sich. Durch die Bank.

    • SLE - 2. Oktober 2012

      Hallo Dieter Ohm,

      Sie haben natürlich Recht, 2008/2009 war nicht so schlimm wie die erste große Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise. Ich habe mit dem von Ihnen zitierten Teilsatz auch keine Prognose abgegeben. Gleichwohl ist die Aussage des ganzen Satzes richtig und das Risiko einer neuerlichen tiefen Krise ist gegeben bzw. es steigt.

      Schaut man einmal auf den Dow Jones in den späten 20er bis Mitte der 30er Jahre, so wird man jedoch sehen, dass der ganz große Absturz nicht im Oktober 1929 begann, sondern erst – nach einer vorübergehenden Erholungsphase – Mitte April 1930. Die Talfahrt des Dows dauerte dann bis Juli 1932.

      Man sieht also, dass sich die Krise nicht linear entwickelte und sich ber Jahre hinweg zur Großen Depression in den USA aufbaute.

      Heute sind die Volkswirtschaften in einem viel stärkerem Maße miteinander verflochten und das gilt ganz besonders auch für die auf den globalen Märkten agierenden Global Player.

      Diese Verflechtung und Vernetzung ist Segen und Fluch zugleich, wie ich in “Einkommens- und Vermögenskonzentration – Teil 6” (bitte in der Rubrik SLE nachschauen) unter Bezugnahme auf die ETH-Studie “The network of global corporate control” nochmals dargelegt habe. Sie wirkt auf die globale Wrtschaft einerseits stabilisierend, so lange kein wichtiges Glied in der Kette ausfällt – wie seinerzeit Lehman Brothers -, aber krisenverschärfend, wenn genau das doch einmal geschieht.

      Das lässt sich kaum wegdiskutieren und insofern halte ich das Risiko einer erneuten Verschärfung der Krise für hoch. Den Zeitpunkt und das Ausmaß bzw. die Tiefe einer neuerlichen Krise kann niemand seriös einschätzen.

      Grüße
      SLE

    • JL - 3. Oktober 2012

      Hallo Dieter Ohm,

      was bei den Vergleichen von 2008 zu 1929 sehr gern übersehen wird ist der Geldwert an sich.
      Damals war der Geldwert eines umlaufenden Geldscheines mit Zentralbankgold gedeckt, heute ist das Fiatgeld nur noch durch Vertrauen „gedeckt“.

      Damals hatten auf Geld basierende staatliche Bemühungen zur „wirtschaftlichen Ankurbelung“ der Nationalökonomien natürliche finanztechnische Grenzen. Diese finanztechnischen Grenzen gibt es heute nicht mehr.
      Die einzig verbliebene Grenze ist Vertrauen in die jeweilige Währung durch die dahinterstehende Wirtschaftskraft. Schwindet dieses Vertrauen durch Verringerung der jeweiligen Wirtschaftskraft im Verhältnis zur Geldmenge fällt diese Währung in den Keller, oder anders ausgedrückt, die Inflation knallt in diesem Währungsbereich durch die Decke.

      Nun könnte man dies für nicht möglich halten sollte sich diesbezüglich aber an den Simbabwe- Dollar erinnern. Dort gab es Inflationsraten von 1.000.000% im Monat, Jeder Staatsbürger in diesem Land war bei jeder Lohnzahlung Milliardär- sofern er Arbeit hatte und überhaupt ausbezahlt wurde. Ergo, das Vertrauen in jenes Geld dort schwand durch einen
      wirtschaftlich rapiden Abschwung und die Inflation kam- über Nacht übrigens.

      Wenn es aber einen „SATTEN Aufschwung“ gegeben hat dann bei Schulden- und zwar Weltweit. Nicht umsonst sieht man in den Wirtschafts- und Finanzbüchern von Griechenland, Zypern, Slowenien, Portugal und Spanien in ein Fass ohne Boden- und über diesen Ländern vermehrt Pleitegeier.

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

  • msd - 2. Oktober 2012

    Hallo Wolfgang Waldner!

    Vielen Dank für eine weitere Verschwörungstheorie für meine Sammlung.

    Hattest du eigentlich die Frage gelesen?

    Die war eigentlich ernst gemeint…

    • Wolfgang Waldner - 2. Oktober 2012

      Hallo msd,

      ich hatte Deine Frage beantwortet. Die “Überproduktion”, also geldpolitisch verursachte Absatzkrise und Massenarbeitslosigkeit, wird absichtlich inszeniert, um damit den Widerstand der lohnabhängigen Arbeiter gegen Arbeitszeitverlängerung, Rente mit 70, 13 Stunden-Tage und 7-Tage-Arbeitswoche zu brechen. Ist das so schwer zu durchschauen?

  • klaus - 2. Oktober 2012

    Hier noch was heftiges.

    CDU und FDP wollen jetzt Transparenz für Bundestagbezüge
    und hoffen Steinbrück zieht aufgrund finanziellen Verlusten zurück.
    Es dürfte sich schon jetzt auf 1 Mio. belaufen.

    http://www.bild.de/politik/inland/peer-steinbrueck/auf-wieviel-geld-muss-steinbrueck-jetzt-verzichten-26502342.bild.html

    Hat Merkel bereits Ihre Niederlage eingestanden?
    Tja, Merkel hat die Wirtschaft an die Wand gefahren.

    Offensichtlich ist im Hintergrund in den Büchern und
    in den Verträgen das nackte Chaos.

    Da graut es einem.

  • klaus - 2. Oktober 2012

    Es hat sich bereits weiterentwickelt.

    http://www.n-tv.de/politik/Linke-will-Steinbrueck-Klausel-article7371221.html

    Warum müssen nicht Leute wie Brüderle und Kauder mal richtig offenlegen?
    Oder sticheln die nur im Hintergrund?

    Das sollte ein Gesetz für alle werden.
    Oder klagt man nur Steinbrück an, um den Champion von der
    Wahl auszunehmen?
    Wie armselig von der doch so wirtschaftskompetenten Koalition.

    Just my 2Cents.

  • Haunebu - 4. Oktober 2012

    @ Querschuss

    Ich hätte interresse an den beiträgen für den mitglieder bereich,
    wie läuft dass ab, auf meine mail bekam ich keine antwort.
    Landete womöglich im Spam ordner.

    Guter beitrag, sehr Professionel übrigends.

    LG

    • Querschuss - 4. Oktober 2012

      Hallo Haunebu,
      du warst bereits seit 08.09. 2012 bis heute freigeschaltet, es kam aber kein Feedback von Dir? Den Benutzername und das Login hatte ich dir am 08.09. gemailt. Die gleiche Mail habe ich soeben nochmal an dich gesendet.

      Gruß Steffen