Einkommens- und Vermögenskonzentration – Teil 3: Einkommenskonzentration in den USA, Großbritannien und Deutschland im Vergleich

von am 4. September 2012 in Allgemein

Die nachfolgende Analyse der Entwicklung des Anteils der Top-Einkommen am gesamten Einkommen im Ländervergleich basiert vor allem auf Daten und Charts von „The World Top Income Database“. (1) Die Verfasser der zugehörigen Studien und zugleich Betreiber der Datenbank, Facundo Alvaredo, Anthony B. Atkinson, Thomas Piketty und Emmanuel Saez (The Paris School of Economics), weisen explizit darauf hin, dass es sich bei den Daten im Wesentlichen um Steuerdaten bzw. Einkommensteuerdaten handelt und zwar solche vor Besteuerung. Insofern gilt für diese Daten auch dasselbe wie schon für die Vermögensdaten, die in Teil 1 und Teil 2 behandelt wurden: Durch das tatsächliche Ausmaß der Ausnutzung von Steuerschlupflöchern und Steuerflucht in „Offshore“-Strukturen verändert sich das im Folgenden gezeichnete Bild nochmals. Weil dies vor allem die Top-Einkommen betrifft, wird das Ausmaß der Einkommenskonzentration bzw. Einkommensungleichheit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterschätzt. (2)

Es ist zudem einschränkend zu ergänzen, dass in der Datenbank nicht für alle Länder Einkommensdaten in gleichem Umfang und Detaillierungsgrad verfügbar sind. Sie werden ferner zum Teil in unterschiedlicher Weise erhoben (z. B. Einkommen von Erwachsenen, Familien oder Steuereinheiten) und sind deswegen von den Wissenschaftlern entsprechend aufbereitet worden, um Vergleichbarkeit herzustellen.

Es gibt also ähnlich wie auch für die Vermögensdaten gravierende Schwächen bei der Erfassung der tatsächlichen Einkommenssituation und –entwicklung innerhalb von Ländern sowie bei der Vergleichbarkeit derselben zwischen Ländern.

Einkommenskonzentration in den USA, Großbritannien und Deutschland in der Langfristbetrachtung seit 1920

Bei den folgenden Charts für die Entwicklung der Top-Einkommen in den USA, Großbritannien und Deutschland wurde ein sehr langer Zeithorizont gewählt, um zu verdeutlichen, dass es in Volkswirtschaften ein durchaus ähnliches Entwicklungsmuster gibt, das sich zumindest zum Teil aus dem historischen Kontext der globalen Entwicklung der Realwirtschaft und der Finanzmärkte erklären lässt.

Das markanteste Beispiel in der Gruppe der Industriestaaten sind sicherlich die USA (Abbildung 12 „Top 0,1, 1, 10 Percent Income Share 1920-2010 USA“). Für den Zeitraum 1920-2010 sind darin die (Vor-Steuer-)Anteile der Top-10-, Top-1- und Top-0.1-Prozent der US-Einkommenspyramide am gesamten US-Einkommen veranschaulicht. Für jede Einkommensgruppe zeigt der Chart zwei Kurven, wobei die obere im Unterschied zur unteren auf Daten zum Einkommen einschließlich Kapitalerträgen basiert. Es fällt auf, dass sich der Abstand der Kurven für die Einkommensanteile mit und ohne Kapitalerträgen im Zeitablauf verändert bzw. genauer gesagt, sich gerade in Zeiten von Peaks besonders deutlich vergrößert und in Zeiten von ausgeprägten Rücksetzern besonders stark reduziert. Das gilt für 1928 und ab etwa 1980 insbesondere für die Top-1-Prozent Einkommensgruppe. Besonders interessant ist das deswegen, weil die ausgeprägtesten Peaks übereinstimmend für alle drei Top-Einkommensgruppen in Boomzeiten und vor Finanzmarktcrashs auftraten: vor dem großen Börsenkrach und der ersten Weltwirtschaftskrise (1929), vor Beginn des Zweiten Weltkriegs (1936), vor dem Börsencrash 1987, dem Platzen der New Economy Blase (2000), der US-Hypothekenkrise (2007).1928 betrug der der Abstand beim Einkommensanteil 3,2 Prozentpunkte in der Top-10-Prozentgruppe gegenüber 3,35 Prozentpunkten (Top 0,1) und 4,34 Prozentpunkte (Top 1). Der Anteil der Einkommen inklusive Kapitalerträgen am gesamten US-Einkommen lag in allen drei Gruppen auf einem historischen Hoch, nämlich bei 49,29 Prozent (Top-10-Prozent), 23,94 Prozent (Top-1-Prozent) und 11,54 Prozent (Top-0,1-Prozent).

2000 lag der Abstand zwischen den drei Kurvenpaaren bei 4,5 (Top 10), 3,75 (Top 0,1) und 5,03 (Top 1). Der Einkommensanteil inklusive Kapitalerträge lag zu diesem Zeitpunkt auf dem höchsten Niveau seit 1928, mit 47,61 Prozent (Top 10), 21,52 Prozent (Top 1) und 10,88 Prozent (Top 0,1).

2007 wurde der Rekord von 1928 geknackt. Die Top-10-Prozent-Gruppe (inkl. Kapitalerträge) erreichte einen Anteil von 49,74 Prozent (bzw. 23,5 (Top-1) und 12,28 (Top 0,1)). Der Abstand zu den Top-10-Prozent ohne Kapitalerträge betrug 4,07 Prozentpunkte (Top 0,1 = 4,12 und Top 1 = 5,17).

Betrachtet man einmal nur die drei Jahre 1928, 2000 und 2007, so zeigt sich, dass die Top-1- und Top-0,1-Gruppe inklusive Kaptalerträge den Abstand zur selben Einkommensgruppe ohne Kapitalerträge zu Zeiten von Peaks seit 1928 immer weiter vergrößern konnte. Die Abstände in Prozentpunkten für die beiden Gruppen betrugen in den drei Jahren in aufsteigender Reihenfolge:

Top 0,1 Prozent:  3,35 – 3,75 – 4,12 (2007)

Top 1 Prozent:     4,34 – 5,03 – 5,17 (2007)

Das ist ein Hinweis darauf, dass sich die Einkommensentwicklung nicht nur aus der realwirtschaftlichen Entwicklung erklärt, sondern gerade auch aus der zum Teil davon unabhängigen Entwicklung an den Börsen bzw. Finanzmärkten. Denn die Crashs waren ja eindeutig ein Zeichen für Blasen bzw. dafür, dass die Finanzmarktbewertungen sich nicht mehr im Einklang mit den realwirtschaftlichen Fundamentaldaten befunden haben.

Noch ein weiterer Punkt fällt bei der Betrachtung des Charts auf. In der Nachkriegsphase, das heißt zwischen 1944 und Ende der 70er Jahre, befand sich der Einkommensanteil aller drei Top-Einkommensgruppen dauerhaft auf einem für US-Verhältnisse historisch niedrigen Niveau und ist in der Top-1- und Top-0,1-Prozent-Gruppe sogar leicht gesunken. Ab 1978 ist jedoch für alle Top-Einkommensgruppen ein steiler, wenn auch durch einzelne, crashbedingte Rücksetzer unterbrochener Anstieg der Einkommensanteile festzustellen.

Beim Blick auf die Abbildung 13, die die Entwicklung der gleichen Einkommensgruppen für denselben Zeitraum für Großbritannien zeigt, wird deutlich, dass dieser Anstieg kein US-spezifisches Kennzeichen ist. Für Großbritannien liegen allerdings nicht für alle drei Einkommensgruppen Daten für den gesamten betrachteten Zeitraum vor. Zudem gibt es keine differenzierten Daten für Einkommen mit und ohne Kapitalerträge. Ferner hat es bei der statistischen Datenerfassung Ende der 80er Jahre eine Veränderung gegeben (bis dahin wurden „tax units“ erfasst, danach „adults“).Die Anteile aller drei Top-Einkommensgruppen in Großbritannien bewegten sich zwischen Ende der 70er Jahre und 2009 durchgehend mehr oder weniger knapp unterhalb derer für die entsprechenden Gruppen in den USA.

1978 lagen die Anteile der drei britischen Einkommensgruppen bei 27,78 (Top 10), 5,72 (Top 1) und 1,24 Prozent (Top 0,1) gegenüber 32,44 (Top 10), 8,95 (Top 1) bzw. 2,65 Prozent (Top 0,1) in den USA (ohne Kapitalerträge).

Im Peak-Jahr 2007 lagen die entsprechenden Anteile in Großbritannien bei 42,61, 15,44 und 6,05 Prozent, was einer Steigerung um 14,83, 9,72 bzw. 4,81 Prozentpunkte entspricht oder anders ausgedrückt einer Vergrößerung des Anteils am Gesamteinkommen um 53,38 Prozent (Top 10), 169,93 Prozent (Top 1) bzw. 387,9 Prozent (Top 0,1) entspricht.

In den USA vergrößerten die Top-Einkommensgruppen im Zeitraum 1978-2007 ihre Anteile (inkl. Kapitalerträge) hingegen um „nur“ 40,78 (48,52) Prozent (Top 10), 130,57 (162,57) Prozent (Top 1) und 292,31 (363,4) Prozent (Top 0,1).

Zu berücksichtigen ist dabei natürlich das geringere Niveau, von dem aus sich die Anteile in Großbritannien vergrößerten. Vergleicht man die prozentualen Steigerungen der Top-Einkommen in Großbritannien mit denen in den USA einschließlich der Kapitalerträge (Werte in Klammern), so sind die Steigerungen in allen Gruppen annähernd gleich groß.

Betrachtet man in diesem Zusammenhang einmal exemplarisch die USA, so lässt sich feststellen, dass die Einkommensentwicklung dort in den verschiedenen Einkommensgruppen der gesamten Einkommenspyramide bis Mitte der 70er Jahre demselben Pfad folgte. Erst danach öffnete sich die Einkommensschere.

Wie sehr, das verdeutlicht die nachfolgende Abbildung 14 „Income Gains Widely Shared in Early Postwar Decades“ (3). Dargestellt sind in dem Chart die prozentualen Einkommenssteigerungen (vor Steuern)(1973 = 100 Prozent) für die obersten fünf Prozent der US-Einkommenspyramide im Vergleich zu denen des fünften und des zweiten Zehntels. Die Darstellung spricht für sich und bedarf deswegen keines weiteren Kommentars.

In Abbildung 15 „Income Gains at the Top Dwarf …” ist veranschaulicht, welche Einkommenssteigerungen ausgewählte Einkommensgruppen in den USA seit 1979 bis 2007 beim versteuerten Einkommen realisieren konnten. (4) Die Top-1-Prozent-Gruppe hat mit 277 Prozent bis 2007 alle anderen Gruppen weit hinter sich gelassen. Das gilt selbst für die in der Hierarchie direkt unterhalb der Top-1-Prozent liegenden nächsten 19 Prozent, die ihr Einkommen lediglich um 65 Prozent steigern konnten. Das sechste Zehntel der US-Einkommenspyramide kommt auf 38 Prozent, die unteren 20 Prozent hingegen nur auf eine Einkommenssteigerung von 18 Prozent im angegebenen Zeitraum von knapp 30 Jahren. Bemerkenswert ist ferner, dass die unteren 20 Prozent zwischen 1979 und 1995 sogar permanent unterhalb des Einkommensniveaus von 1979 lagen. 2007 begann zudem erst die US-Hypotheken- und im darauffolgenden Jahr die Finanzmarktkrise, in der die Einkommen einbrachen.

Für Deutschland verlief die Einkommensentwicklung in den Gruppen der Top-10-, Top-1- und Top-0,1-Prozent deutlich weniger ausgeprägt und die Einkommenskonzentration lag nochmals auf einem niedrigeren Niveau als in Großbritannien, wie Abbildung 16 veranschaulicht. Im Chart wird in den drei Einkommensgruppen – wie schon im Fall der USA – nach Einkommen mit und ohne Kapitalerträgen differenziert, jedenfalls im Zeitraum 1950-1998). Allerdings liegen im Falle Deutschlands nicht so viele Datenpunkte vor wie für die USA und Großbritannien. Gleichwohl ist auch im Falle Deutschlands eine Steigerung des Anteils der drei Top-Einkommensgruppen am Gesamteinkommen ab etwa Mitte der 80er Jahre festzustellen – wiederum unterbrochen von Rücksetzern (Phase nach der Wiedervereinigung, Platzen der New Economy Blase).1980 lagen die Anteile der drei Top-Einkommensgruppen (mit Kapitalerträgen) in Deutschland bei 31,85 (Top 10), 10,72 (Top 1) und 4,17 Prozent und damit immerhin klar über den entsprechenden britischen Werten für das Jahr 1981, insbesondere bei den Top 1 und Top 0,1 (31,03 %, 6,67 % und 1,53 %). Die Deutschen haben in der Top-1- und Top-0,1-Prozent Gruppe 1980 ebenfalls ihre amerikanischen Pendants übertroffen, nicht aber in der Top-10-Prozent-Gruppe (34,63 %, 10,02 % und 3,41 %).

Bemerkenswert ist bezüglich der Einkommensentwicklung in Deutschland jedoch, dass es ab Ende der 70er Jahre keine mit den USA und Großbritannien vergleichbar starke Steigerung der Anteile der Top-Einkommensgruppen gegeben hat, mit Ausnahme der Top-10-Prozent-Gruppe. Allerdings hängt das natürlich auch mit dem bereits hohen Niveau zusammen, auf dem die Anteile der Top 1 und Top 0,1 Prozent in Deutschland Ende der 70er Jahre bereits lagen.

Im Zeitraum 1980 bis zum Peak in 2007 steigerten die drei Top-Einkommensgruppen ihren Anteil (mit Kapitalerträgen) am Gesamteinkommen in Deutschland um 6,25 Prozentpunkte auf 38,11 Prozent (Top 10), um 1,99 Prozentpunkte auf 12,71 Prozent (Top 1) und um 1,13 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent (Top 0,1). Das entspricht Steigerungen um 19,65 (Top 10), 18,56 (Top 1) und 27,1 Prozent (Top 0,1).

Vergleicht man die Anteile der drei Top-Einkommensgruppen in den drei Ländern in den Jahren 1980 und 2007, so ergibt sich folgendes Bild (siehe Tabelle 3):

Beim Blick auf die Tabelle 3 und die Anteile in den Jahren 1980 und 2007 wird deutlich, dass die USA und auch Großbritannien beim Stand von 2007 Deutschland in allen Top-Einkommensgruppen überholt haben. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass sich die Anteile der Top-Einkommensgruppen in Deutschland im internationalen Vergleich (siehe dazu Teil 4) auf einem sehr hohen Niveau befinden und insofern auch nicht von einer ausgewogenen Einkommensverteilung gesprochen werden kann.

In Teil 4 wird die Einkommensentwicklung in anderen Ländern untersucht, wobei insbesondere solche Staaten betrachtet werden, die auch in der Analyse der Vermögenskonzentration in Teil 1 und Teil 2 behandelt wurden, einschließlich europäischer Schuldenstaaten.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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10 KommentareKommentieren

  • Jan - 4. September 2012

    Klasse Ausarbeitung.
    Wie auch bei den Krisenthemen sieht man auch hier, dass die Reichen entscheiden und steuern und der Durchschnittsbürger der Dumme ist.
    Gottseidank sind wir die reichen deutschen Durchschnittsbürger und nicht die armen Südeuropäischen Durchschnittsbürger.

    Jan

  • Herbert - 4. September 2012

    Prof. Dr. Thorsten Polleit: Papiergeldsystem in Auflösung

    http://goo.gl/3mKmy

  • dank - 4. September 2012

    @Skandinavienfan
    Sorry OT, aber Lehman 2?
    Bezugnehmend auf Deine Recherchen:

    http://blog.markusgaertner.com/2012/09/04/aufstand-der-top-vermogensverwalter-bei-morgan-stanley/

  • dank - 4. September 2012

    Und noch was für die Akten – sicher nicht völlig unbekannt (Vorsicht & sorry OT):

    Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt (HD)
    http://www.youtube.com/watch?v=WbCDFLG75lw

    • SLE - 5. September 2012

      Wo wir gerade beim Thema sind: Gerade gestern gab es auf Arte eine interessante Dokumentation:

      http://www.arte.tv/de/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt/6820372.html

      … und Simon Johnson hat mit seiner in dieser Doku gegebenen Empfehlung für die Lösung des Problems vollkommen Recht. Wenn wir das nicht tun wird sich der Fall Lehman wiederholen. Vielleicht ist es ja die die von Markus Gärtner angesprochene Bank.

      Grüße
      SLE

  • johaupt - 5. September 2012

    Gute Ausarbeitung. Danke.

    Aber kann mit jemand helfen, ich stehe gerade auf dem Schlauch in Bezug auf Abbildung 14 was ist ein “95th percentil”? Welche Gruppe bezeichnet das? Im Beschreibungstext steht was den oberen 5% ist das also immer 100 minus percentil? Also das 20th percentil bezeichnet 80% der Bevölkerung? Und wer zum Teufel denkt sich so eine verschwurbelte Bezeichnung aus? Ist das bei den Angelsachsen üblich?

    • SLE - 5. September 2012

      Hallo johaupt,

      das habe ich im Text zur Abbildung 14 erklärt. Wenn man die Einkommenspyramide in Prozentabschnitte unterteilt, also etwa in 10-Prozent- oder 1-Prozentschritten, dann sind mit dem 95th percentile die oberen 5 Prozent der Einkommenspyramide gemeint. Das 99th percentile wäre entsprechend die obersten 1 Prozent. Daher kommt auch das Motto der “Occupy Wall Street”-Bewegung “Wir sind die 99!”. Gemeint sind die unter den Top 1 Prozent liegenden 99 Prozent der Einkommenspyramide.

      Grüße
      SLE

  • Futur - 5. September 2012

    Vielen Dank für die anschaulichen Darstellungen.

    Die Tabellen zeigen, dass systembedingt, die Reichen immer reicher werden, auch weil sie in der Lage sind, ihr Geld der Steuer zu entziehen. Durch die EU-Geldpolitik werden in erster Linie die Vermögen und die Rentenansprüche (Einlagensicherung) der deutschen Mittelschicht pulverisiert.

    Wer leistet auf dieser Welt die beste Arbeit: Die deutsche Mittelschicht.
    Wessen Arbeitskraft ist unverzichtbar? Wer darf auf keinen Fall vorzeitig in Rente gehen?
    Wer soll am besten arbeiten bis er umfällt? Richtig: Die deutsche Mittelschicht.

    Wenn also ein Bankster mit ein paar Mausklicken Millionen verdient, passt dies durchaus ins System. Er kann auch als 35Jähriger in Rente gehen, sein Job ist eh überflüssig.
    Die nachfolgenden Generationen werden durch dieses perverse System völlig überlastet sein!

  • klaus - 5. September 2012

    @Futur

    Viele Normalos können sich helfen im Rentensystem

    Bei 2500 Brutto,alleinstehend
    sind 30 Euro Kirchenbeitrag,
    25 Euro Gewerkschaft,
    10 Euro VdK,
    ? Riester pro Monat ( wird sowieso bei Stillegung zur Schuldentilgung rangezogen )
    ? Vereinsbeiträge

    mindestens etwa 65 Euro pro Monat einzusparen.

    Das gibt man besser den lieben KINDERLEIN.
    Nachdem die Kinder zur Firmung sind, können auch die Eltern den Austritt
    aus der Kirche wählen. Man muß halt sparen wo ma kann.

    Damit hätte man in diesen Lohngruppen um die 40/50 Jahre schnell
    mal einen 20.000er bis zur Rente gespart.

    Wen interessiert es ob Uschi Geld für die Rettung des Euro betreiben will?

    Fakt ist, das jetzige Rentensystem ermöglicht es nicht, so richtig an die
    alten Beiträge zu kommen.
    Da weiß Uschi Rat.
    Eine unausgegorene Rente könnte alle Regeln ändern. 😉
    Ich hätte den Vorschlag eher aus der FDP erwartet.

    Egal, private Vorsorge mit staatlicher Förderung ist immer riskant.
    Der Staat spricht mit sobald was davon verwendet werden soll.

    Selbst Schuld wer Riestert.

    Der Nutzwert von Riester( staatl. geförderter privater Vorsorge )
    ist umgekehrt proportional zum Kündigungsschutz.

    Vielleicht sollte man die Lösung so ausdrücken?

    😉

  • Futur - 5. September 2012

    @ Klaus

    Selbstverständlich: Kein Riestern, keine Kirchensteuern, keine Gewerkschaftsbeiträge, usw…

    Mit der Bankenunion und der Vergemeinschaftung der Risiken sind die deutschen Rentenansprüche ungesichert. Wie sollen denn z.B. Auch die Außenstände bei Target 2 eingefordert werden?

    Da in der Politik nichts zufällig geschieht, denke ich, dass diese Situation voll beabsichtigt ist. Jedenfalls von der Finanzoligarchie!

    Grüße
    Futur

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