Europäische Rettungslogik: Über narrenfreie Banken und närrische Euro-Mitglieder

von am 23. Juli 2012 in Allgemein

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat Griechenland schon beinahe als hoffnungslosen Fall abgeschrieben. Zwar müsse man den Bericht der sogenannten Troika im Herbst abwarten. Dennoch scheut er sich nicht zu sagen, er sehe kaum noch Chancen für den Erfolg des griechischen Reformprogramms. Die Folge ist aus seiner Sicht klar: „Wenn Griechenland seine Auflagen nicht mehr erfüllt, dann kann es keine weiteren Zahlungen geben.“ Griechenland sei dann zahlungsunfähig, und vielleicht kämen die Griechen dann von selbst darauf auszutreten. Diejenigen, die Reformen und Auflagen nicht erfüllten, müssten entsprechende Konsequenzen akzeptieren, stellte der Bundeswirtschaftsminister klar. “Für mich“, so Rösler weiter, „hat ein Austritt Griechenlands längst seinen Schrecken verloren.” (1)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagt, er sehe Wünsche aus Griechenland, „die Dinge von Grund auf neu zu verhandeln und die eigenen Reformpflichten substanziell infrage zu stellen“ und kommentierte dieses Ansinnen mit den Worten: „Da kann ich nur sagen: Das geht nicht. Das ist ein Rubikon, den wir nicht überschreiten werden.“ (2) Gleichwohl versicherte er, Deutschland wolle, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibe, betonte jedoch: „Aber Griechenland hat es selbst in der Hand, ob es dabei bleiben will.“ (3)

Der SPIEGEL hatte zuvor von Informationen berichtet, die besagen, der IWF sei nicht mehr bereit weitere Gelder für die Griechenlandhilfe zur Verfügung zu stellen und daraus gefolgert, das Land könne deswegen schon im September zahlungsunfähig werden. (4)

Hintergrund ist, dass Griechenland sich verpflichtet hat sein Haushaltsdefizit bis Ende 2014 wieder auf unter 3 Prozent des BIP zurückzuführen – von 9,3 Prozent in 2011. (5) Gemäß der Vorgaben der Troika soll deswegen der Staatshaushalt um zusätzliche 11,5 Milliarden Euro entlastet werden. (6)

Die griechische Regierung möchte für die Umsetzung entsprechender Einsparungen mehr Zeit bekommen und die für die Jahre 2013 und 2014 vereinbarten Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro auf die Jahre 2015 und 2016 verteilen. (7) Erhält Griechenland jedoch mehr Zeit, um seine Ziele zu erfüllen, würde das laut Spiegel-Bericht nach Schätzungen der Troika zusätzliche Hilfen zwischen zehn und 50 Milliarden Euro erfordern. (8) Weil das Risiko eines Euro-Austritts Griechenlands mittlerweile für beherrschbar gehalten werde, zugleich aber die Ansteckungsgefahren für andere Euro-Schuldenstaaten begrenzt werden sollen, wolle man, so der Spiegel, den Start des Europäischen Stabilitätsmechanismus´ (ESM) abwarten und damit das für den 12. September angekündigte Urteil des Bundesverfassungsgerichts. (9) Vorher kann auch die die nächste Hilfstranche für Griechenland, so sie von der Troika freigegeben werden sollte, nicht fließen. Um im August finanziell über die Runden zu kommen, bemüht sich die griechische Regierung deswegen um einen Überbrückungskredit. (10)

Die wirtschaftliche Situation Griechenlands ist katastrophal.

Die Arbeitslosigkeit lag im April bei 22,5 Prozent. 2008 hatte sie im gleichen Monat noch bei 7,8 Prozent gelegen, stieg dann aber Jahr für Jahr immer weiter an (2009: 9,1 %; 2010: 11,8 %; 2011: 16,2 %). (11)

Die Wirtschaftsleistung (BIP) war 2011 um 6.95 Prozent (zu konstanten Preisen) zurückgegangen. Im ersten Quartal 2012 lag das Minus nach vorläufigen Angaben bei 6,5 Prozent und damit schrumpfte sie in den letzten sieben Quartalen (seit Q3 2010) im Schnitt um 6,8 Prozent pro Quartal. Das Land befindet sich seit 2008 und damit im fünften Jahr in Folge in der Rezession.

Bei den Ausgaben der privaten Haushalte ergab sich für das erste Quartal 2012 ein Minus von 8,5 Prozent und damit für die letzten sieben Quartale (seit Q3 2010) ein durchschnittlicher Rückgang von 7,5 Prozent pro Quartal. Die Staatsausgaben gingen in den ersten drei Monaten dieses Jahres zwar nur um 3,2 Prozent zurück, in den letzten sieben Quartalen jedoch im Schnitt um 9,2 Prozent pro Quartal. (12) Es kann also keine Rede davon sein, dass nicht drastisch gespart würde.

Der griechische Premier Samaras sieht sein Land inzwischen in einer mit „Großen Depression“ der 30er Jahre in den USA vergleichbaren Lage. (13) Die griechische Regierungskoalition hat deswegen keine positive Einschätzung bezüglich der zu erwartenden Wirkungen weiterer Sparmaßnahmen und hält diese auch gegenüber der Bevölkerung nicht mehr für vermittelbar.

Fotis Kouvelis, Chef der an der Regierung beteiligten Demokratischen Linken (Dimar), bewertet die bisher von den Vorgängerregierungen durchgesetzten Austeritätsmaßnahmen als unausgewogen, unfair, untragbar und kontraproduktiv und warnt davor, diesen Weg fortzusetzen. Stattdessen fordert er, die Politik verstärkt auf die Förderung von Wachstum und Beschäftigung auszurichten, setzt sich aber zugleich auch dafür ein, wirksam gegen Steuerbetrug, Korruption und den Schwarzmarkt vorzugehen. (14) Er erklärte im griechischen Fernsehen, dass das im Gegenzug zu den Finanzhilfen ausgehandelte Sanierungsprogramm für Griechenland neu verhandelt und auch mehr Zeit für die Erfüllung der Haushaltsziele eingeräumt werden müsse. Darüber will er jedoch nicht mit der Troika verhandeln, die ohnehin nur eine Vermittlerrolle habe, sondern direkt mit den Regierungen der Euro-Partnerstaaten.

Der Regierungschef Antonis Samaras wiederum hat seinen Ministern ein Ultimatum für die Unterbreitung von Einsparvorschlägen in Höhe der geforderten 11,5 Milliarden Euro für 2013 und 2014 gestellt. Andernfalls werde vom Finanzministerium und ihm selbst über Streichungen entschieden. Nach ihren bisherigen Vorschlägen kommt nur ein Einsparvolumen von 5,6 Milliarden zusammen. Evangelos Venizelos, Chef der an der Regierung beteiligten PASOK, erklärte, auf ein Einsparvolumen von 11,5 Milliarden Euro zu kommen, sei angesichts der Rezession eine nahezu unlösbare Aufgabe für die Regierung. (15)

Gleichzeitig wird die Regierung gemeinsam mit der EU Task Force für Griechenland mit einer Evaluation aller staatlichen Verwaltungsstrukturen mit dem Ziel beginnen, sie zu reformieren und ihre Effizienz und Effektivität zu steigern, was Schließungen wie auch Zusammenlegungen einschließt. (16)

Die Aussagen aller drei Regierungsmitglieder lassen sich nicht dahingehend interpretieren, dass sie die Notwendigkeit von Reformen und Einsparmaßnahmen in Frage stellten. Es geht der Regierung jedoch offensichtlich nicht allein um die zeitliche Streckung der Troika-Vorgaben, sondern um eine Neuverhandlung des Konzepts mit dem Ziel, den Haushalt zu sanieren und Griechenlands Wirtschaft und Arbeitsmarkt wieder in Schwung zu bringen. Die Skepsis, dass dies mit dem bisher mit der Troika vereinbarten und verfolgten Konzept gelingen kann, ist angesichts der bisherigen Entwicklung Griechenlands berechtigt.

Bedenkt man wie sehr die Euro-Partner Griechenlands im Vorfeld der zweiten Parlamentswahl im Juni vor einer von Alexis Tsipras´ Syriza geführten Regierung gewarnt haben, weil dieser ebenso wie die jetzt gewählte neue Regierung, das Sanierungskonzept neu verhandeln wollte, allerdings im Unterschied zu dieser durch Aufkündigung der vertraglichen Vereinbarungen, dann bleibt unter dem Strich eine ernüchternde Erkenntnis: Die Bereitschaft der Europäer, in den zurückliegenden Jahren nahezu bedingungslos Banken, die mit riskanten Geschäften und mithin u. a. auch mit Zinsmanipulationen im großen Stil auf sich aufmerksam machten sowie generell die Finanzmärkte zu stabilisieren, ohne dass dies je dauerhaft erreicht werden konnte, findet auf der Ebene von Mitgliedsstaaten zwar keine Entsprechung. Allerdings gibt es eingedenk der bisher traurigen Erfolgsbilanz auch immer noch keine Offenheit bezüglich der Frage, welche Bedingungen bzw. welches Set an Maßnahmen einen effektiveren Einsatz bereitgestellter Hilfen ermöglicht.

Im ersten Fall wird Geld in ein Loch geschaufelt, das zu schließen niemanden – abgesehen von den Bürgern – zu interessieren scheint. Im anderen Fall wird dasselbe vorgeblich im Bestreben getan, es zu schließen, allerdings mit dem gegenteiligen Resultat. Griechenland wird aus Mangel an Einsicht entweder zu Tode gerettet oder für „nicht systemrelevant“ erklärt und der Pleite überlassen. Große Banken haben es in Europa folglich eindeutig besser. So gesehen ist es nur konsequent eine Bankenunion zu gründen, während man zugleich die Europäische Union in ihre Teile zu zerlegen beginnt. In einigen Jahren wird man dann vielleicht zwar immer noch von der Europäischen Union reden, aber die der Banken damit meinen.

Es mag sein, dass die jetzt erneut angefachte Debatte über einen möglichen Euro-Austritt und die mögliche Pleite Griechenlands nichts anderes ist als Taktik, um nicht in Verhandlungen über das Sanierungskonzept eintreten zu müssen und das Land auf den eingeschlagenen Sanierungskurs zu zwingen. Vielleicht geht es in dem einen oder anderen Fall auch nur darum, sich für einen anstehenden Wahlkampf zu positionieren. Aber es ist in jedem Fall ein verheerendes Zeichen für die europäische Gemeinschaft und ein riskantes Spiel, bei dem den Spekulanten auf den Finanzmärkten in die Hände gespielt wird. Es ist riskant, öffentlich mit dem Gedanken des Austritts Griechenlands zu spielen, sofern dem kein belastbares Konzept zugrunde liegt und niemand wirklich den Preis kennt, der zu zahlen ist, wenn es nicht bloß beim Gedankenspiel bleibt.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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223 KommentareKommentieren

  • Ronald - 23. Juli 2012

    Ich denke Dein letzter Punkt ist der Richtige Stefan.
    Die Politiker haben keinen Plan B fuer den Griechenland Austritt daher diese leeren Drohungen. Ich denke Griechenland wird irgendwann von sich aus aus dem Euro austreten denn es braucht einen Schuldenschnitt und muss seine Realloehne massiv senken, das durch die Einfuehrung einer neuen Waehrung am besten geht. Da die EU Banken fleissig die Griechenland Anleihen an die EZB verkauft haben, wird der Grossteil der Verluste bei ihr liegen und natuerlich bei der Bundesbank durch Target2.
    Mal gucken wie lange das Theater noch weitergeht.

    • schnauzevoll - 23. Juli 2012

      War ja klar, dass den Spammern hier nur Reallohnsenkung einfällt. In Deutschland haben wir seit Jahrzehnten Reallohnsenkung und dafür noch nie so viele Bedürftige wie heute. Wie borniert muss man sein, um sowas öffentlich vorzuschlagen? Geh’ mal in die FDP, die suchen immer Leute mit trivialen Denkstrukturen.

      • asetzer - 24. Juli 2012

        Einem Land wie Griechenland mit Leistungsbilanzdefiziten wird nichts anderes übrigbleiben, bei Importen zu sparen, wenn das Ausland keinen Kredit mehr gibt, und deren Rückzahlung fordert. Dazu noch die Probleme mit ausuferndem Beamtenapparat, laxer Steuermoral…bei allem Geschimpfe über Austeritätsfanatiker, solche Umstellungsprozess sind im Fall von Griechenland unumgänglich… Daß Deutschland genau an dem entgegengesetzten Problem leidet, d.h. manische Exportfixiertheit um den Preis, die eigenen Löhne (mal abgesehen vom Exportsektor etc.) , heimischen Investitionen etc. zu vernachlässigen, ist seit HW Sinn auch kein Geheimnis…

        • Till - 24. Juli 2012

          Einfach den Kapitalexport der griechischen Milliardäre stoppen und die Leistungsbilanz ist ausgeglichen. Allein in der Schweiz lagern 200 Mrd. Euros, dazu Unsummen in der Londoner City.

          Stattdessen werden die normalen Leute zurück ins Mittelalter getrieben – so sieht normalerweise nur Imerialpolitik aus, wenn man ein Land in einem Angriffskrieg erobert hat.

          • lottchen - 24. Juli 2012

            Leistungsbilanz=Handels- und Dienstleistungsbilanz, betrifft den Handel mit Waren und Dienstleistungen. Das hat mit den Kapitalexporten von Milliardären nichts zu tun und ist eine ganz andere Baustelle.

      • dank - 24. Juli 2012

        Danke, schnauzevoll.

        Und hier die vermeintliche Reallohnsteigerung, die von dem MSM ständig suggeriert werden:

        http://www.n-tv.de/ratgeber/Kaufkraft-wie-vor-20-Jahren-article6803481.html

        • Wolli - 25. Juli 2012

          Wenn der mit dem Niedriglohn das versteht ist die Welt der Regierung doch in Ordnung.

  • Edelmetallelong - 23. Juli 2012

    Prof. Dr. Wilhelm Hankel: Stoppt den EURO – Eine einheitliche Währung reißt Europa auseinander

    http://goo.gl/kRb5G

    RECHT HAT ER!

  • Jochen - 23. Juli 2012

    Manchmal ist es ganz klar.
    Unter dem Euro gehen die meisten Staaten kaputt und trotzdem wird weiter gerettet.-
    Dieses Verhalten ist Paradox oder es steckt doch ein Plan dahinter.

    Dieser Plan kann aber nicht gut sein und deshalb verstehe ich nicht das fast alle Parlamentarier dem Wortführer Schäuble blind folgen.
    Wobei Schäuble, und da bin ich mir sicher, sich für den Ehrenretter von Europa hält.
    Dabei aber nur instrumentalisiert ist von Juncker und Baroso.

    Das Schlimme sind die Bundesabgeordneten und die Medien die Schäuble folgen und ihn noch immer nicht durchschaut haben welche Interessen er verfolgt

  • Wolfgang - 23. Juli 2012

    Es stellt sich die Frage, inwieweit die entscheidenden Politiker für ihre Tat haftbar gemacht werden können.

    Ansatzpunkte bietet: http://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/news/2012/pi_2012_04_20_target_zis_imprimatur.pdf

    Demnach können Abgeordnete, die Gesetze verabschieden, die gegen die Verfassung verstoßen strafrechtlich belangt werden.

    • anonym - 23. Juli 2012

      “…Demnach können Abgeordnete, die Gesetze verabschieden, die gegen die Verfassung verstoßen strafrechtlich belangt werden…”

      Die Naivität dieser Realitätsferne ist nir noch durch genuine Euro-Politiker zu überbieten .

    • Argonaut - 23. Juli 2012

      @Wolfagang

      Danke werde mir das Ganze mal ansehen.

      Es ist wirliche höchste Zeit “auszumisten” !

      Diese EU- und auch deutschen Politikschwachmaten kosten uns ein gigantisches
      Vermögen und haben zugleich selbst bei Totalversagen Privilegien die an Perversität
      kaum zu überbieten sind.

      Wenn sie nicht in den “Knast” müssen dann sollen sie zumindest nicht auch noch ihr “A….loch”
      vergoldet bekommen.

      Weg mit diesen “Kriminellen”.

      Sorry aber dass meine ich wirklich ernst so…………

  • Futur - 23. Juli 2012

    “Im Notfall könnte Griechenland selbst Euros drucken” – Griechenland droht selbst bei einer Aufkündigung seines Sparprogramms kein Rausschmiss aus dem Euro. Dies sagt der Chef des Centrums für Europäische Politik (CEP) Lüder :http://www.welt.de/wirtschaft/article106609236/Im-Notfall-koennte-Griechenland-selbst-Euros-drucken.html

    Denn es gäbe laut EZB-System noch das sogenannte Emergency Liquidity Assistance (ELA).
    Dieses gestattet einer nationalen Zentralbank, den Geschäftsbanken notfalls Kredite in Euro zu geben und so die Liquiditätsversorgung im Land sicherzustellen…und die Gewinner dieser
    absurden Regel sind die…

  • Wolfgang Waldner - 23. Juli 2012

    Das bringt den Irrsinn auf den Punkt:

    “So gesehen ist es nur konsequent eine Bankenunion zu gründen, während man zugleich die Europäische Union in ihre Teile zu zerlegen beginnt.”

    Außerdem kostet uns die Bankenrettung leicht das Zehnfache der Beträge, die für Griechenland im Gespräch sind.

    Bei der ganzen Diskussion um Griechenland wäre allerdings endlich der Focus weg von weiteren Ausgabenkürzungen und dafür auf die Erhöhung der Einnahmen durch angemessene Steuern auf Vermögen und Einkommen der Reichen zu richten. Da sollte Deutschland mit seinem Beispiel vorangehen und sich für europaweit einheitliche Regelungen bei der Besteuerung der Vermögen und großen Einkommen vor allem aus Kapital einsetzen.

    Das wird aber gar nicht diskutiert. Dabei haben wir morgen mit Spanien und Italien die nächsten Krisenkandidaten, die es bei einer angemessenen Besteuerung der eigenen Reichen im Land gar nicht zu geben bräuchte. Ein Austritt oder Rauswurf Griechenlands aus dem Euro würde die Kapitalflucht aus Spanien und Italien sofort beschleunigen. Deutschland als Ziel der Fluchtgelder müsste über Target2 für alles haften.

    Die Einsparungen von 11,5 Mrd. für 2013 und 2014 für Griechenland sind doch als Betrag ein Witz. Sowas versemmelt die Bayrische Landesbank zum Beispiel ganz alleine. Wegen solcher Beträge ein großes Theater zu machen, statt auf die Besteuerung von Grund und Boden und sonstigen Vermögen in allen Eurostaaten zu drängen, ist ein Witz. Die 11,5 Mrd. jährlich könnten die Reichen Griechenlands aus der Portokasse zahlen.

  • Christian A. Wittke - 23. Juli 2012

    In der Tat: der Euro muß weg; so schnell und so geordnet wie noch möglich. Am besten ab Mitternacht!

    Weder ein Austritt oder Rausschmiss Griechenlands, Dicke Berthas, TARGET1, -2 oder -9, noch ein dämlicher ESM oder irgendein anderes Ponzispiel wird die grundlegende Fehlkonstruktion dieser sogenannten Einheitswährung reparieren; im Gegenteil, je länger die Krux dauert desto weiter wird Europa zurückgeworfen! Das muß doch selbst dem einfältigsten Wasserträger klar sein! Gefahr ist im Verzug!

    Nur ein Beispiel von unendlich vielen: China will den kanadischen Energieriesen Nexen mal schnell für schlappe $15 Milliarden übernehmen während in Europa die Arbeitslosigkeit ex- und die industrielle Basis nebst (Aus-)Bildung, Wissen und Können implodieren, Austerität angebetet und Löhne auf dem Niveau chinesischer Wanderarbeiter anzustreben sind.
    Kaum eine Industrie in der China, politisch korrekt aber kernwahrheitlich eher falsch soll man wohl BRICS sagen, nicht die Vorherrschaft anstrebt bzw. schon erreicht hat. Den dummen Völkern wird erzählt, das sei Ausbund chinesischen Fleißes und großer Genügsamkeit: Blödsinn! Wer seine Arbeiter und Bauern mit selbstgemaltem Papiergeld bezahlt und (zumindest mal gewesene) harte Währungen einzieht der kann gut vorherrschen!

    Aber – alles völlig zu Recht – wäre ich Chinese wäre ich stolz auf das Erlangte und müßte fortwährend breit grinsen: Europa, die USA und Japan haben eins gemein: sie haben am globalen Spieltisch verzockt nachdem sie die vormals breiten industriellen Basen zu Gunsten vornehmlich Chinas verlagert haben, weil hohe Margen für billige Produkte mit Obsolence ohne dreckige Finger, ohne größere Investments, ohne Regeln und noch weniger Verantwortung für das Kapital Arbeit schlicht den höheren share-holder-value ergeben: kurzfristig!
    Das “langfristig” hätte man in einschlägigen Büchern des ersten Semesters VWL nachlesen können: das funktioniert natürlich nur bis eine sich in Auflösung befindliche Kaufkraft im heimischen Markt mangels Wertschöpfung die Nachfrage und damit den Verbrauch schrumpfen läßt, was ein Wachstum einer verfaulenden Wirtschaft mit verdummender Jugend und verarmendem Alter ausschließlich ins Negative erlaubt; das auch gerne beschleunigt.

    Wir müssen umgehend das China (BRICS), das vor unserer Haustür liegt, das sind beileibe nicht nur „unsere“ GIIPS mit Arbeit versorgen und uns dabei derselben Mittel wie zum Beispiel Währungsanpassungen und Handelsregularien bedienen wie es China tut, um „unser Europa“ und damit uns zu retten. Wenn überhaupt von einer „Wiedererlangung“ einer sogenannten Wettbewerbsfähigkeit die Rede sein soll, dann geht das nur so; und das schließt eine stärkere Position gegenüber China dringend ein.

    Noch mal schnell einen einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum, einen Fiskalpakt oder sonstiges Traumgebilde im Angesicht des schon angerichteten Schadens, des Vorsprungs Chinas im Besetzen von Ressourcen und den unendlich vielen ungelösten und stark anschwellenden Problemen schaffen zu wollen – mit dem angetreten Personal – gleicht lautlosem Pfeifen im Wald und führt uns immer tiefer in die Sch….

    Ceterum censeo: die Euroverantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden!

    caw

  • Eric B. - 23. Juli 2012

    Die Europäer können die Griechen nicht so ohne weiteres Pleite gehen lassen. Denn die Eurogruppe ist auf den dann unvermeidlichen Schock nicht vorbereitet. Vor allem der neue Euro-Rettungsschirm ESM bereitet den Eurorettern Sorgen – denn der ist wegen der Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht immer noch nicht einsetzbar. Erst wenn Karlsruhe wie erhofft am 12. September grünes Licht gibt, ist diese Lücke geschlossen. Ein weiteres Problem stellt Spanien dar. Die Eurogruppe hat zwar gerade bis zu 100 Mrd. Euro für die Stützung maroder spanischer Banken freigegeben. Die Notkredite haben jedoch die erhoffte Wirkung verfehlt. Statt der erwarteten Entspannung sind die Zinsen für spanische Anleihen heute auf ein Rekordhoch gestiegen… Der Eurozone steht ein heißer, grausamer sommer bevor! http://lostineurope.posterous.com/cruel-summer

    • Christian A. Wittke - 23. Juli 2012

      D’accord; aber meiner Meinung nach kann das BVerG den ESM in der vorgelegten Form nicht absegnen wenn sich für jeden ersichtlich das, was stabilisiert werden soll in dazu ungeordneter Auflösung befindet! Wenn Spanien nebst seinen Banken und Italien und Belgien … und… und… !? Ich denke, daß in den nächsten Tagen irgendein vielleicht unverhoffter, kleiner Tropfen den Ballon bersten läßt.

    • Zorro - 23. Juli 2012

      Die Installierung des ESM ist eine Unterhöhlung unser aller restlichen Sparvermögen hier im Land, welche hier über Generationen aufgebaut wurden! Nur um die bis dato schon statt gefundene Alimentierung der Südschiene weiter und weiter aufrecht zu erhalten!

      Reichen 11 Jahre Experiment denn nicht!? Rettungsschirme weiter und weiter auf neuen Schulden…

      Griechenland hat kein Geschäftsmodell um in einem viel zu starken und starren Euro zu bleiben. Ebenso wenig Spanien und Portugal und und…

      Diese Überschuldungskrise ist systemischer Art aufgrund a.) des Geldsystems an sich und b.) den Turbobrandbeschleunigern, zigfach hier durchgekaut.

      Und gerade weil der Euro für die wirtschaftlichen Strukturen, fiskalisch in diesen Ländern ein starres Konzept ist kann und wird es nie funktionieren.

      Die Installation des ESM beraubt die Pensionskassen, auch Ihre Ansprüche in Zukunft. Ansprüche von zahlreichen Rentnern und ihrer aller Sparvermögen. Von alle Sparvermögen. Der ESM hat kein neues Geld wie sämtliche Rettungsschirme ebenso nicht. Alles Luftbuchungen in die Zukunft hinein!

      Ändert sich dadurch nur ein einziges “Geschäftsmodell” in den Ländern?! Nein, eben nicht.

      Griechenland muss raus aus dem Euro oder wir. Griechenland mit einer Drachme wird durch ein bitteres Tal gehen. Dies wird es aber so oder so – müssen. Ausser wir erfinden einen neue Quelle des Wachstums, eine neue Quelle der Aufschuldungsmöglichkeiten… bis zum nächsten Knall, systemisch bedingt. Griechenland mit einer Drachme… 2, 4 Jahre Tal… die Auswirkungen round world, ebenso sicher brutal… nur im Umkehrschluss – mit ESM – später in der Zeitschiene eben die gesamte Abrechnung mit noch höheren Fallhöhen.

      Griechenland mit einer Drachme und in 2,4 Jahren aka türkischer Lira, wäre ein günstiges Urlaubsland. Die Exportpreise für die Landwirtschaft unschlagbar…. und und. Die Gelder der 2.000 reichsten Familien nach versteuern, welche 80 % des Vermögens sich schlicht angerafft haben. Die Gesetzte via Verfolgung in die schweizer Konten sind existent, werden aber nicht gezogen! Vieles wäre machbar, wird aber nicht gemacht.

      Der ESM ist keine Lösung. Nicht im Ansatz.

      Eine Rettung, mit Notkrediten = neue Schuld, auf alte Schuld – ein Irrsinn.

      • topperhopper - 24. Juli 2012

        @ Zorro:

        Im bestehenden Schuldgeldsystem ist die “Lösung” natürlich neue Schuld auf alte Schuld! Sonst ist die alte Schuld nicht mehr tragbar und das Kreditgeldsystem mitsamt der Wirtschaft sackt in sich zusammen. Ganz so blöd sind die Politiker, Notenbanker etc. ja nicht 😉 Von der Warte her betrachtet kann man es sogar als alternativlos bezeichnen…

        Eine Lösung wäre ein neues Geldsystem – das ist nämlich in der Krise, der Kapitalismus als solches hingegen nicht – eben nur der derzeitige schuldgeldsystembasierte K. mit all seinen Folgen (Megabanken, Wachstumszwang,…).

        VG

        • Zorro - 25. Juli 2012

          Und genau dieser einen Lösung geht man aus dem Weg. Weiter und weiter.

          • topperhopper - 26. Juli 2012

            Ich glaube, das Bewusstsein, dass es sich neben der Eurokrise vor allem auch – und das weltweit – um eine Geldsystemkrise handelt, ist noch überhaupt nicht vorhanden. Das dauert noch ein bißchen.

            Am Anfang war es ja ein USA-Problem, dann war es eine Bankenkrise, dann eine Staatsschuldenkrise, dann Schuldenkrise (das kommt dem Ganzen schon recht nahe), dann eine Eurokrise, dann Leistungsbilanzkrise, jetzt auch mal eine Systemkrise (welches System?) und so langsam aber sicher sickert es dann durch 😉

            VG

          • dank - 26. Juli 2012

            @topperhopper

            Würde fast noch einen Schritt weitergehen wollen und behaupten, dass es sich um eine System-/Denkkrise handelt und ganz dringend eine neue Welle der Aufklärung und Bewußtmachung, was uns und unseren schönen blauen Planeten angeht fehlt.

            Make it big – das Bild ist viel größer.

        • Sochard - 27. Juli 2012

          Der Kapitalismus ist eine ein Wirtschaftskonstrukt, das ein stetiges Wachstum fordert und somit per Definition alle paar Jahrzehnte implodiert!

          • SLE - 27. Juli 2012

            Das ist falsch. Die neoklassische Gleichgewichtstheorie, also die herrschende Theorie und uns seit Jahrzehnten leitende respektive die wirtschaftliche Realität prägende Theorie, gibt uns ewiges Wachstum als ein “Muss” vor. Wenn man sich in der Praxis über Dekaden daran orientiert und am Ende nicht mehr Wachstum dabei herauskommt, sondern eine tiefe Krise (die diese Theorie wiederum nicht erklären kann – wen wundert´s?), dann weist das also zunächst einmal auf die Fehler der Theorie hin.

            Grüße
            SLE

  • ergo sum - 23. Juli 2012

    Mich würde nur mal interessieren, welche Denominationen die neuen griechischen
    Drachmen-Banknoten haben, die die Firma De la Rue & Co in London kürzlich herstellte: Handelt es sich z.B. um 10-Drachmen-Noten oder etwa um 10.000-Drachmen-Scheine?

  • Futur - 23. Juli 2012

    @Traumschau
    Die Antwort auf die Frage, ob hinter all den Krisen ein System steht, findet man am besten,
    wenn die Frage “Cui Bono” beantwortet wird. Es wird machtvolle Gewinner der Krisen geben.
    Wie man an den weltweiten Krisenherden unschwer erkennen kann, gibt es eine Gruppe, die diese Konflikte erst entfacht, um später als Retter profitieren zu können.
    Gerechterweise verkalkuliert sich diese Gruppe oft, da die Widerstandskräfte (z.B. Afghanistan) unterschätzt werden. Wenn man alles zusammen betrachtet, muss man leider auch sagen, dass
    es keine eindeutig Bösen oder Guten gibt. Die Lage ist tatsächlich sehr komplex. Ich vertraue
    deshalb auf die Neue Welt Ordnung (NWO), denn seien wir mal ehrlich, so wie bisher, kann es nicht weiterlaufen.

    Falls das Interesse besteht, würde ich auch noch etwas zu Bend Senf schreiben.

  • Zorro - 23. Juli 2012

    “Ich vertraue deshalb auf die Neue Welt Ordnung (NWO), denn seien wir mal ehrlich, so wie bisher, kann es nicht weiterlaufen.”

    Nein, so kann es mit Sicherheit nicht weitergehen – wird es auch nicht. Das Ende ist absehbar.

    Jedoch ich muss hier nochmals nachfragen,

    Sie vertrauen auf die NWO, unter welchen Voraussetzungen? Ein Weltgeld, eine Weltregierung, eine systemische Einheit?

    Dies wäre ein Machtmoloch in Entstehung, in Fortführung einer privaten FED, eines quasi Rätesystems aka ESM Rat? Es wäre ein absolutes Ende von jeglicher Demokratie. Falls so gedacht wäre dies der Weg zu Orwell ganz direkt. Eine konzentrierte Macht kann und wird sich so verselbstständigen, dass es nie und nimmer ein Weg der Freiheit sein kann. Es wäre der Weg ins Diktat.

    Falls es so gemeint sei. Ich hoffe nicht. Besten Gruß

  • schnauzevoll - 23. Juli 2012

    Erst saugt man die Griechen aus und hilft den Vermögenden, ihre Vermögen ausser Landes zu schaffen, sorgt dafür, dass die Spekulanten wie die Deutsche Bank Millardenforderungen per Bürgschaft bekommt und erst dann den Schuldenschnitt macht und jetzt, wo man das Land restlos mit der Austeriätspolitik ausgesaugt hat, wirft man es weg. Und die selten doofen Deutschen jammern herum, dass sie Griechenlands Schulden mittragen müssen. Deutschland ist mittlerweile derart voller Vollpfosten, dass ich einer theoretischen neuen Weltordnung sehr gelassen gegenüber stehe. Und die Ökonomen versuchen krampfhaft, Erklärungsmodelle zu kreieren. LOL.

  • lottchen - 23. Juli 2012

    Sehr interessant. In die Risiko-Berechnung in Sachen Griechenland-Default eben im heute-Journal wurden die Target-Forderung ganz selbstverständlich eingerechnet – als ob das nie zur Diskussion gestanden hätte.

    • ergo sum - 24. Juli 2012

      Die “Welt” schreibt heute, dass die Griechenpleite uns 45 Milliarden kosten würde. Das sind doch kleine Fische bei den Summen, mit denen Merkel um sich wirft.

  • Futur - 23. Juli 2012

    Nun, die Bilderberger haben mich nicht eingeladen. Ich bin aber ein Zweckoptimist. Als ein solcher weiß ich, dass manches schlechter, vieles aber besser wird!
    Jetzt zum Thema Demokratie. Die Wahrheit der Demokratie ist doch wohl, dass nicht die Besten gewählt werden, sondern diejenigen, die das meiste versprechen. Jeder Politiker möchte wiedergewählt werden, also denkt er zwangsläufig kurzfristig. Langfristige Ziele oder die Interessen der nächsten Generationen interessieren nicht.
    Nein, ich muss gestehen, dass die Demokratie, genauso wie die Geldordnung, systemimmanente,
    nicht lösbare Probleme aufstellt.
    Wenn es denn simple Lösungen gäbe, so wären sie schon ausprobiert worden. Nicht das Überwachungssystem wird problematisch sein, sondern eher die Aufgabe der Nationalstaatlichkeit –
    dafür sind die Menschen noch nicht bereit!

  • Zorro - 23. Juli 2012

    Futur – dies ist nicht das was Plan B darstellt. Auch nicht die Vision von deweles…

    Nein, es ist eine Einladung in die Entwicklung eines Machtzombies, denn die Menschen die solch ein Konstrukt verwalten würden, leiten würden – all diese, sie wären keine Altruisten. Sie sind es heute nicht im Vorkonstrukt der EU, nicht erweitert in Schäubles Vision, sie sind es nicht in den USA via FED… einem privaten Geldmonopol mit angeschlossener Truppenstärke zur Untermalung der Macht, sprich einem realen Irrsinn. Sie sind es nicht erweitert in einer NWO. Dies kann nicht das Ziel sein.

    Die Entwicklung hin zu weltgleichen fiskalischen Regeln ist ein MUSS. Dies braucht seine Zeit… es ist ein harter Prozess, dies steht ausser Frage. Kürzen Sie diesen Weg in Wunsch und Wirklichkeit ab, wird folgendes Programm… es ist jetzt schon in Entstehung, es ist real… es ist keine Vision:

    Dies kann nicht das Ziel sein. Nicht für uns und nicht für unsere Kinder. Demokratie ist ein harter Prozess mit vielen Irrungen. Die NWO ist eine Irrung.

  • Futur - 23. Juli 2012

    Nun, die Bilderberger haben mich nicht eingeladen. Ich bin aber ein Zweckoptimist. Als ein solcher weiß ich, dass manches schlechter, vieles aber besser wird!
    Jetzt zum Thema Demokratie. Die Wahrheit der Demokratie ist doch wohl, dass nicht die Besten gewählt werden, sondern diejenigen, die das meiste versprechen. Jeder Politiker möchte wiedergewählt werden, also denkt er zwangsläufig kurzfristig. Langfristige Ziele oder die Interessen der nächsten Generationen interessieren nicht.
    Nein, ich muss gestehen, dass die Demokratie, genauso wie die Geldordnung, systemimmanente,
    nicht lösbare Probleme aufstellt.
    Wenn es denn simple Lösungen gäbe, so wären sie schon ausprobiert worden. Nicht das Überwachungssystem wird problematisch sein, sondern eher die Aufgabe der Nationalstaatlichkeit –
    dafür sind die Menschen noch nicht bereit!
    Es kommt immer auf die Sicht an. Jedes muss Land souveräne Rechte abgeben (Frankreich hat große Probleme damit), aber die einzelnen Länder würden auch mehr Macht in einem Vereinigten Europa erhalten. Individuell betrachtet, werden Sie doch auch immer mächtiger.
    Ihr Opa konnte vielleicht nach Frankreich reisen und ein paar Leuten
    Briefe schreiben, ein paar Bücher lesen. Sie aber können die Welt in einem Bildschirm sichten, Millionen Menschen erreichen, alle Informationen sammeln – wenn Sie es wollen! Wo ist denn da eine Diktatur? Die EU wird ein neuartige Regierungsform darstellen.
    Viele Grüße

    • jl - 24. Juli 2012

      Hallo Futur

      sehr unsachlich Ihre Ausführungen- herzlichen Dank!
      “…Briefe schreiben, ein paar Bücher lesen. Sie aber können die Welt in einem Bildschirm sichten, Millionen Menschen erreichen, alle Informationen sammeln – wenn Sie es wollen! Wo ist denn da eine Diktatur?…”- und schon haben wir keine diktatorischen Bestrebungenen, man muß eigentlich nur Bücher lesen! Also nein!

      JL

  • ALT-F2 - 23. Juli 2012

    Der Rettungsschirm-Wahnsinn hat seinen Zweck erfüllt!

    Den ursprünlichen Gläubigern (gilt nicht nur für Griechenland) wurde jahrelang Zeit eingeräumt
    ihre Forderungen gegen “werthaltigere” Papierschnipsel einzutauschen.

    Die Finanzoligarchen haben unsere sogenannten Volksvertreter aus Regierung und Parlament wie Marionetten
    durch die Manege gezogen.

    Nächste Aufführung – am Mi, 12.09.2012 – LIVE in Ihrem Kasperle-Theater.

  • Ronald - 23. Juli 2012

    Griechenland wird aus dem Euro austreten, entweder freiwillig oder wenn der IWF oder der Grossteil der Eurolaender die Schnauze voll hat von den Luegen der Griechen.
    Ich rate jedem seine kompletten Sparguthaben aus dem Euro abzuziehen. Merkel, Schaeuble, Trittin und Co werden Deutschland in den bankrott fuehren und alle Schulden der PIIGS Staaten verallgemeinen. Ich hoffe dann haben unsere Politiker endlich ihre eingebildete Kriegsschuld abgelegt nachdem sie all Generationen und den Staat in den bankrott gefuehrt haben.
    Die deutschen Politiker haben es schon einmal in der Weimarer Republik gemacht und leider passiert es jetzt wieder.
    Nur die Niederlande oder Finland koennen uns noch retten denn da gibt es noch Politiker mit Rueckrad.
    Also Leute, raus aus dem Euro!
    Die Bundestagswahl naechstes Jahr wird Deutschland nicht retten, denn die SPD&Gruene sind genauso schlimm wie Merkel&Schaeuble.

  • Bernd Rickert - 23. Juli 2012

    Der Austritt wäre doch eine Befreiung. Samaris zieht das gleiche Verhandlungsprogramm durch wie Tsiparis nur mit dem Unterschied, dass die Privatvermögen seiner Clientel geschützt bleiben. Anscheinend ist dem IMF die militär-strategische Bedeutung der europäischen Randzone nicht so wchtig. Der ESM käme ja nicht von ungefähr. Samaris pokert hoch mit den Forderungen und die FDP versucht für einmal daraus politisches Überlebenspotential zu schlagen, tut aber nichts anders als wie belämmert dem IMF hinterher zu laufen.
    Der friedlichere Weg griechischer Neuwahlen im Falle der Zahlungsunfähigkeit hängt m.E. weniger von griechischer Innenpolitik ab als von der Einsicht des neo-kapitalistischen, europäischen Elitenfilz ein “Macht- und Kontrollspiell” verloren zu geben besonders hinsichtlich Hollandes anscheinend seriösem Zugriff auf geballte Privatvermögen, der die europäische Position des IMF wahrscheinlich stark beeinflusst, oder ob die Eliten versuchen ein autokrates Clientelsystem der Marke Honnecker,, Putin, Mubarak, Gaddhafi, Assad, etc. zu installieren um ihre Investition zu schützen. Griechenland erfüllt die strukturellen Vorraussetzungen und Fans für autokrate Systeme und ihre Herrscher gibt’s in der europäischen, politischen Landschaft mehr als genug. Wie dias starre Festhalten an der privilegiengeschützten Austeritätsstrategie beweist, ist Griechenland für die Eliten längst keine Volkswirtschaft sondern ein Experimentierfeld, ein Spielplatz, ein Pokertisch ohne jegliche ethische Grundsätze und genauso sind es Irland, Portugal und Spanien. Ihr Kapital haben die europäischen Eliten schlechthin längst “gerettet”, sofern die Steuerzahler in den Geberländern nicht endlich aufwachen.

  • ergo sum - 23. Juli 2012

    Griechenland ist ein Entwicklungsland. Im Jahr 2011 wurden in Griechenland 62 Patente erteilt, in Portugal 35, in Irland 319, in Spanien 565, in Italien 2333, und in Deutschland 298635.
    Kommentar überflüssig.

    • SLE - 23. Juli 2012

      Das stimmt. Und es ist auch ein starker Hinweis auf die strukturell bedingten Ungleichgewichte innerhalb der EU oder anders ausgedrückt eine wenig ruhmreiche Bilanz von mehr als zwei Dekaden kostspieliger europäischer Strukturpolitik. Das ist das Röntgenbild des europäischen Wachstumsmodells. Herzlichen Glückwunsch, kann man da nur sagen.

      Grüße
      SLE

    • Zorro - 23. Juli 2012

      Unfassbar im Grunde. Können Sie die Quelle benennen? Dank.

    • pertuberanz - 24. Juli 2012

      Hier habe ich eine quelle gefunden:

      http://www.uspto.gov/web/offices/ac/ido/oeip/taf/cst_all.htm

      deutschland hatte 2011 keine 298635 US-Patente, sondern “nur” 12968 und liegt damit deutlich hinter Japan 48256 und den USA 121261. Auch VR China (3786), Hongkong (658) und Taiwan (9907) zusammen haben mehr US-Patente als Dtl.

      vg

      pertuberanz

      • SLE - 24. Juli 2012

        Danke für den Link.

        Viele Grüße
        SLE

    • Bernd Rickert - 24. Juli 2012

      Die meisten Patente freier Erfinder gehen vom innovationsresistenten Deutschland nach Indien. Die Masse Patente in Deutschland kommt aus Weiterentwicklungen. Ein Entwicklungsschritt eines Produkts liefert Dutzende Patente, die nicht mehr in Unteransprüchen gegliedert sind. Hinzu kommen Verhinderungspatente zum Schutz vor Innovation. Wo viel produziert wird, wird eben auch viel patentiert. Die Aufdringlichkeit, mit der Patente in Deutschland und auch in der Schweiz der Statistik wegen gepusht werden, ist lästig von Doppeln und bezugnehmenden Patente auf andere ausländische Patente ganz abgesehen.
      Patente sind ein juristisches Berufsfeld. Der Wucher im Patentwesen hat seine Ursache in der Juristenflut. Wenn ein Anwalt keine Arbeit hat, macht er sich welche zum Ärger der Gesellschaft.

    • Hallowach - 26. Juli 2012

      hiernach sehen die Zahlen anders aus….

      http://www.epo.org/about-us/office/annual-report/2011/statistics-trends/patent-applications_de.html

      Griechenland 76
      Portugal 77
      Irland 595
      Spanien 1417
      Italien 3982
      Deutschland 26234

      • lottchen - 26. Juli 2012

        Dieser Patentvergleich in absoluten Zahlen ist Quatsch. Natürlich hat Deutschland mehr Patente als Griechenland. Deutschland hat auch mehr Patente als Luxemburg. Zufällig hat Deutschland auch zigmal soviele Erwerbstätige. Wenn etwas aussagefähig ist, dann Patente pro Millionen Erwerbstätige.

  • Thorsten Eckau - 23. Juli 2012

    OT: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ratingagentur-moody-s-senkt-ausblick-fuer-deutschland-auf-negativ-a-846002.html

    Moody’s senkt Deutschlands Ausblick auf negativ. War klar, dass das passieren musste. Mal sehen ob/was das bei unseren Politiker aus Schimpfreflexen auslöst.

  • Traumschau - 24. Juli 2012

    @ Alle, die an die Segnungen einer NWO glauben!
    1. Zitat Merkel: “Wir haben keinen Anspruch auf eine Soziale Marktwirtschaft und Demokratie für alle Zeiten.”
    2. Zitat Merkel: “Marktkonforme Demokratie”
    3. Sparorgien und eine Erzeugung eines Abhängigkeitsverhältnis gegenüber den Gläubigern:
    eine sehr gerne und oft angewandte Variante in Mittel- und Südamerika, sowie in Afrika. (s. Perkins: Economic Hit Man)
    4. Strukturreformen in den EU-Staaten = Agenda 2010 hoch 2 für alle Staaten. Damit wird ein europäisches Prekariat in einem gigantischem Ausmass erzeugt. Ein Heer von Arbeitssklaven.
    5. Es ist, der ESM als Einstieg, der Weg in eine Diktatur einer Wirtschaft- und Finanzoligarchie!
    Dagegen sind die gegenwärtigen Zustände das Paradies auf Erden!
    6. Die totale Kontrolle über alle Menschen – das Bargeld wird abgeschafft! In Italien dürfen bereits jetzt nur Beträge unter 1000 Euro noch bar bezahlt werden. Dagegen ist der Staat eines George Orwell und die Zustände in der ehemaligen DDR ein Kindergeburtstag. Technisch ist das schon lange in Planung. Man erinnere sich an die Speicherwut auf Chipkarten, biometrische Daten, etc. …
    7. Wer ist die Weltregierung? Angedacht ist die UNO. Wer hat ein Vetorecht bzw. das Sagen in der UNO?
    8. Ich kann für diejenigen, die das herbeisehnen nur hoffen, dass sie auf der richtigen Seite stehen. Dann sind aber kritische Bemerkungen nicht mehr erwünscht.
    Nein, es ist der Weg in die Sklaverei. Polizeitruppen, die zunehmend privat organisiert sind ( in GB wurde bereits eine Polizeistation privatisiert) und wechselseitig in anderen Ländern eingesetzt werden. Dann fällt nämlich das Schiessen auf die Bevölkerung nicht so schwer: sind ja nicht die eigenen Leute … In den USA werden die Terrorgesetz gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt, d.h., es dürfen Bürger OHNE Begründung beliebig lange festgehalten werden.
    Vielleicht denkt ihr noch mal darüber nach! Das ist eine ganz, ganz schlechte Idee!
    Eine NWO ändert nichts, es zementiert bzw. perfektioniert das bereits bestehende System zugunsten einer kleinen Elite!
    Wer das wirklich will, der hat den Schuss nicht gehört!!

    • SLE - 24. Juli 2012

      Ich bin bei diesen Dingen mit Schlussfolgerungen generell zurückhaltend. Aber hier ein Interview mit Michel Camdessus von Anfang 2011, das Stoff zum Nachdenken bietet:
      http://www.zeit.de/2011/05/Interview-Camdessus

      Gruß
      SLE

      • Zorro - 24. Juli 2012

        Hallo Herr Eichner, daraus, zitiere:

        ZEIT: Der IWF wäre der Kern einer Weltwirtschaftsregierung?

        Camdessus: So könnte man es nennen. Ich spreche aber lieber von einem neuen Geist der kooperativen Koordination.

        Und genau dieser Weg wird von Schäuble und der EU Elite weiter und weiter vorangetrieben. Dies ist alles mehr als besorgniserregend, denn es ist eine vollkommene Abkehr von Demokratie und sämtliche alternativen ökonomischen Modelle, welche seit Jahren allesamt entwickelt sind und weiter verfeinert werden, werden so still schweigend in die Tonne getreten, mißachtet – immer alternativlos dargestellt von dieser “Elite”. Man lässt nicht einmal eine Betrachtung in einem freien Gremium zu. Man sagt uns und suggeriert uns, es gibt halt keine Alternative nur die Zentralisierung sei der Schlüssel zum Erfolg. So wird man mundtot geschossen, so ensteht – leider, wenn man objektiv weiterdenkt – ein Diktat. Eine nicht hinnehmbare Konzentration Macht in wenigen vereint. Über Räte und Gremien welche nicht direkt in Wahlen via den Völkern gewählt UND abgewählt werden können. Der ESM ist dahingehend ein weiterer Schritt… und “sie” werden nicht aufhören damit…

      • Traumschau - 24. Juli 2012

        Hallo SLE,
        das verstehe ich sehr gut. Für einen wissenschaftlich denkenden Menschen, der ja auch einen Ruf zu verlieren hat und außerdem aufgrund von Fakten urteilen sollte, wenn er weiterhin referenziell wahrgenommen werden will, ist diese Haltung absolut notwendig!!
        Nur, ich bin kein Wissenschaftler, ich trage zusammen, aus den unterschiedlichsten Bereichen, und mache mir daraus einen Reim. Es gibt zu viele Anzeichen, die in die o.g. Richtung laufen.
        Allein die Umsetzung der Regelung der Vorratsdatenspeicherung, die von der EU so dringend für D. angemahnt wird, das bisher gescheiterte ACTA-Abkommen, der Nachfolger ist schon in den Startlöchern, Überwachung des E-Mail-Verkehrs, etc. etc. (müsste ich alles noch mal dezidiert auflisten). Ich halte das für eine faschistoide Entwicklung – die Demokratie wird abgeschafft. Merkel hat es ja gesagt (s.o.).
        Ich hoffe aber wirklich sehr, dass ich mich irre …

  • Ralf - 24. Juli 2012

    @Futur
    “Ihr Opa konnte vielleicht nach Frankreich reisen und ein paar Leuten
    Briefe schreiben, ein paar Bücher lesen.”

    Also ich weiß wann meine Opa-Generation das erste Mal nach Frankreich reiste.
    Und ich denke, diese Zeit meint auch der Schreiber dieser widerlichen Sätze: 1940

  • Hartmut Koller - 24. Juli 2012

    Hier aus meiner Sicht die kompakteste und konkreteste Erklärung/Umsetzung des bedingungslosen Grundeinkommen in Deutschland.

    Vortrag von Olaf Wegener aus NRW (insgesamt 3 Teile, je ca. halbe Stunde):

  • Novosibirsk - 24. Juli 2012

    Ich würde mir mehr harte Fakten und weniger Meinung auf diesem Blog wünschen. Weil Ahnung habt ihr von solchen Dingen KEINE!
    Eine kurze Frage an den Autor? Schonmal was vom Konzept von Demokratie gehört? Wie es funktioniert? Was unterscheidet euch denn von eben diesen Leuten die hier in diesem Eintrag kritisiert werden? Gerade die parlamentarische Demokratie, basiert nicht zuletzt auf öffentlichem Diskurs. Wenn Politiker nicht mehr frei sprechen, und dadurch einen öffentlichen Diskurs anstoßen können, was bleibt dann von der Demokratie übrig?
    Wenn Rösler nicht offen sprechen kann um ‘Spekulanten’ nicht in die Hände zu spielen, ist dies schon eine vollkommene Selbstaufgabe der Demokratie. Dann ist nicht Rösler das Problem, sondern das System.
    Deswegen schlage ich vor du sparst dir solche Aussagen Stefan. bye bye.

    /////////
    >Aber es ist in jedem Fall ein verheerendes Zeichen für die europäische Gemeinschaft und ein riskantes Spiel, bei dem den Spekulanten auf den Finanzmärkten in die Hände gespielt wird. Es ist riskant, öffentlich mit dem Gedanken des Austritts Griechenlands zu spielen, sofern dem kein belastbares Konzept zugrunde liegt und niemand wirklich den Preis kennt, der zu zahlen ist, wenn es nicht bloß beim Gedankenspiel bleibt.

    • Michael S. - 24. Juli 2012

      Also ich für meinen Teil würde den Troll über mir einfach ignorieren. Wer von anderen Fakten fordert (weil Wirtschaft ja bekanntlich eine Naturwissenschaft ist…) selber aber nur rhetorische Fragen und verdrehte Aussagen in den Raum wirft, will nur provozieren.

      Ich teile folgende Meinung des Autors:

      “Es mag sein, dass die jetzt erneut angefachte Debatte über einen möglichen Euro-Austritt und die mögliche Pleite Griechenlands nichts anderes ist als Taktik, um nicht in Verhandlungen über das Sanierungskonzept eintreten zu müssen und das Land auf den eingeschlagenen Sanierungskurs zu zwingen. Vielleicht geht es in dem einen oder anderen Fall auch nur darum, sich für einen anstehenden Wahlkampf zu positionieren. Aber es ist in jedem Fall ein verheerendes Zeichen für die europäische Gemeinschaft und ein riskantes Spiel, bei dem den Spekulanten auf den Finanzmärkten in die Hände gespielt wird. Es ist riskant, öffentlich mit dem Gedanken des Austritts Griechenlands zu spielen, sofern dem kein belastbares Konzept zugrunde liegt und niemand wirklich den Preis kennt, der zu zahlen ist, wenn es nicht bloß beim Gedankenspiel bleibt.”

      Ein paar ergänzte Gedanken dazu:

      1. Als es 2010 darum ging die Gläubiger des griechischen Staates zu retten (als sog. “Griechenland Rettung” ), war die Mehrheit der Deutschen DAGEGEN.
      Die deutschen Volksvertreter (sog.) stimmten jedoch dafür mit Milliarden Steuergeldern zu bürgen.

      2. In den Medien wurde den Deutschen verkauft: “Alternativlos, Deutsche Banken haben 40 Milliarden im Feuer, sonst gibts europaweite Ansteckung, sind ja nur Bürgschaften es fließt kein echtes Geld (Merkel)”

      3. Im Jahr 2012 (also ganze 2 Jahre nach der “Rettung”) stellt sich nun der Sachverhalt wie folgt dar:
      a. Ansteckung der Südländer (Spanien, Italien)
      b. Die BRD bürgt mit hunderten Milliarden Steuergelder für Griechenland
      c. Targetforderungen sind explodiert
      d. Die Reichen Griechen konnten hunderte Milliarden ins Ausland schaffen
      e. Die griechische Wirtschaft bricht zusammen
      f. Deutsche Banken (zumindest die verstaatlichten HRE…) halten immer noch griechische Staatsanleihen in Milliarden Höhe

      4. Union und FDP haben GEGEN den Willen der Bevölkerung gebürgt mit Milliarden.
      Also man ist da voll investiert obwohl die Menschen das nicht wollten. Und beschädigt jetzt selber das weltweite Vertrauen in seinen Schuldner. (Das ist ungefähr so als wenn ich meinem Nachbarn 100.000 Leihe (natürlich gegen den Willen meiner Kinder) und dann meinen Nachbarn bei seinem Chef anschwärtze… Grandios)

      Gruß Michael S.

      • topperhopper - 24. Juli 2012

        Natürlich ist die Mehrheit in den Umfragen gegen den ESM und die Griechen-Rettung? So einfach und so simpel wie die Umfragen gestrickt sind, ist die Realität aber nicht.

        Damit eins klar ist, ich sehe den ESM und die ganze “Rettung” sehr skeptisch.

        Aber die Umfragen bei den Bürgern müssten eigentlich lauten:
        “Sind Sie für den ESM und die Bankenrettung etc.? (Wenn ja, müssen sie bereit sein, nationale Souveränität aufzugeben? Wenn nein, müssen sie bereit sein, eine schwere Rezession zu riskieren, da das Geldsystem keine großen Pleiten verträgt)”

        Die gefühlte Ausweglosigkeit ist doch das, was uns alle total verunsichert. Alle Entscheidungen der Politiker, egal ob pro Euro oder contra, werden gravierende Auswirkungen haben. Währenddessen polarisiert sich die öffentliche Diskussion immer weiter – eine gefährliche Entwicklung.

        VG

    • SLE - 24. Juli 2012

      Es gibt nicht nur Demokratie, sondern auch so etwas wie Diplomatie. Herr Rösler beispielsweise kann als Mitglied der Bundesregierung nicht jederzeit öffentlich sagen was er denkt. Er muss wie jeder Politiker die möglichen Konsequenzen seiner Äußerungen bedenken. Wenn er, wie in dem vorliegenden Fall, begründeterweise annehmen muss, durch seine Äußerungen möglicherweise zu steigenden Zinsen und Risikoprämien für Euro-Schuldenstaaten beizutragen, dann ist das nicht der Preis, den man für die Demokratie zu zahlen bereit sein muss. Davon abgesehen können wir beide nicht entscheiden, ob seine Äußerungen nicht – wie schon einmal im vergangenen Jahr – dazu dienen, das Profil seiner Partei oder seiner selbst zu schärfen.

      Viele Grüße
      SLE

      • lottchen - 24. Juli 2012

        Ich bezweifle sehr, dass irgendwelche Äußerungen eines Herrn Rösler ursächlich für Marktreaktionen sind. Da nimmt man ihn meines Erachtens entschieden zu wichtig. Bei Goldman/Sachs und JP Morgan wird man sich kaum dafür interessieren, was ein Herr Rösler sagt. Ich erinnere mich, dass ein Dirk Müller, der das einschätzen können müsste, sich schon vor einem Jahr köstlich über die Vorstellung amüsierte, dass für milliardenschwere Anlageentscheidungen von Anliegen eine Interviewaussage von Herrn Rösler ausschlaggebend ist.

        Für die Marktreaktionen waren wohl eher die Meldungen über den möglichen Rückzug des IMF und die über bevorstehende Pleiten spanischer Regionen und italienischer Gemeinden verantwortlich.

    • Das Häschen - 24. Juli 2012

      Man kann zwar die EUROSTAT Daten als Meinung interpretieren, aber der Großteil des Blog stützt sich auf Fakten.

  • Futur - 24. Juli 2012

    @ Ralf
    Nein, das war nicht damit gemeint. Ich hätte besser Italien geschrieben. Wenn ich reisen schreibe,meine ich das auch. Ich war nein Leben lang ein Verfechter der freien Ordnung der
    Gesellschaft. Ich wollte nur darstellen, dass sich unser Leben individuell verändert hat und wir
    real mehr Freiheiten genießen können als die Vorgänger-Generationen. Das nutzen wir doch auch indem wir unsere Meinung schreiben. Oder darf man das nicht?

    Ich finde es nicht richtig, dass man immer wieder mit der
    Nazi- Keule erschlagen wird. Meine halbe Familie lebt in Frankreich und ich mag die Franzosen, Spanier, Italiener, Griechen, usw…wir sind alle Menschen und teilen ein Schicksal miteinander.
    Mich interessiert nur die Wahrheit, auch wenn diese nicht schön und manchmal sogar inakzeptabel ist. Aber nur wenn man sich mit ihr beschäftigt, kann man die Dinge verstehen und akzeptieren oder auch ablehnen.
    Viele Grüße

    • paernu - 24. Juli 2012

      @Futur
      Warum musst Du Dich für Deine Meinung rechtfertigen oder entschuldigen, Du kannst schreiben und denken was Du willst, solange Du niemanden persönlich beleidigst. Noch sind die Gedanken frei, noch!

      Das ist genau eines der Riesenprobleme in diesem Land, sobald man in eine Richtung denkt die aus der Geschichte tabuisiert ist, kommt einer mit der Faschismuskeule und man muss sich entschuldigen. Die Wahrheit interessiert uns alle, ob es DIE eine Wahrheit gibt ist fraglich.

      • Futur - 24. Juli 2012

        @paernu
        Ich schreibe hier doch, weil ich Informationen, Wissen und Überzeugungen habe, die wichtig sind.
        Wenn ich dann in die Nazi-Ecke gestellt werde, obwohl ich ein internationaler Freidenker bin, dann
        schreibe ich das, damit ich auch weiterhin ernst genommen werde.
        Natürlich gibt es nicht “die” Wahrheit, es gibt immer nur “eine” Wahrheit (oder auch mehrere), aber es sollte dann immer und am besten die zweckmäßige! Wahrheit sein!
        Wenn wir also z.B. die Satelittenbahnen berechnen, so ist die Newtonsche Gravitationstheorie unzweckmäßig, es muss die Einsteinsche Gravitationstheorie (Allgemeine Relativitätstheorie) angewandt werden. Die Satelittenbahnen fliegen nicht durch einen homogenen, dreidimensionalen Raum, sondern durch einen, durch die Erde, leicht gekrümmten Raum.
        Und wie hat Einstein die Relativitätstheorie gefunden – eben nicht mit der empirischen, induktiven Logik, sondern mithilfe derdeduktiven Methode und diese kann man überprüfen!!! ( falsifizieren). Das wusste Einstein auch, und so kam es im Jahr 1919 zu der sensationellen Bestätigung der Abweichung des Lichtstrahls bei einer Sonnenfinsternis, das war die perfekte Überprüfung seiner Theorie ! Man kann so viel von Einstein lernen -eben auch, dass die induktive Logik nicht zweckmäßig ist! Viele Grüße

    • Das Häschen - 24. Juli 2012

      Lieber Robert Kurz – Das Weltkapital

  • FDominicus - 24. Juli 2012

    Als ich mal schrieb, so kann das Ende eine Kreditexpansion aussehen, wurde ich dafür heftig kritisiert. Nur kann mir jemand bitte mal erläutern, wie Griechenland mit viel weniger Schulden in diese Situation hätte kommen können?

    Es wurde ohne Sinn und Verstand gegen zuviele wirtschaftliche Grundsätze gehandelt und nun soll ich dafür “Mitleid” haben? Ich habe genauso so viel oder wenig Mitleid wie mit den Deutschen die Im Osten das “große” Geld witterten und sich blutige Nasen geholt haben.

    Zu der Situation in Griechenland kann man unter anderem Lesen.
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/07/45963/

    Also wer trägt den ganzen Schlamassel? Derzeit noch nicht diejenigen die Ihn auch verursacht haben. Ein Beamtenapparat und eine Bürokratie die selbst in Europa Ihrsgleichen sucht. Aber klar ich darf dann auch hier etwas vom “kaputtparen” lesen.

    • SLE - 24. Juli 2012

      Ich habe ja im Aufsatz nicht das Sparen verteufelt und deswegen auch betont auf die Missstände hingewiesen – durch die entsprechende Zitate der Regierungspolitiker. Was ich für falsch halte, ist indes einseitiges Sparen der Form, wie es praktiziert wird. Dass gespart werden muss, ist in Griechenland unstrittig. Es kommt allerdings darauf an wie und wo.

      Viele Grüße
      SLE

    • lottchen - 24. Juli 2012

      Spanien und Irland sind “mit viel weniger Schulden” in eine nicht unähnliche Situation gekommen. Slowenien ist grade dabei. Die Daten bis 2008/9 kann man mühelos bei der OECD nachlesen. Es gab weder exorbitante Staatsverschuldung noch gab es in Irland oder Slowenien exorbitante Leistungsbilanzdefizite. Von den Zahlen, die diese Länder vorzuweisen hatten in Punkto Staatsverschuldung kann die deutsche Bundesregierung nur träumen. Kann sie übrigens immer noch, was den Bruttoschuldenstand von Spanien und Slowenien betrifft.

      Monokausale Erklärungen führen ebensowenig weiter wie undifferenzierte “Behandlungsmethoden”. Es handelt sich hier nicht um eine reine Staatschuldenkrise. Es handelt sich um mindestens vier Faktoren, nämlich die Staatschulden, die makroökonomischen Fakten, die Zahlungsbilanz und den Bankensektor. Die Wackelkandidaten sind diejenigen, die in mindestens zwei dieser vier Bereiche Probleme haben. Entsprechend differenziert muss die Therapie ausfallen. Es ist nichts gewonnen, wenn man bei Problemen in den drei anderen Bereichen durch brachiale Austeritätspolitik auch noch eine makroökonomische Rezession erzeugt.

      • SLE - 24. Juli 2012

        Sehr richtig. Ich habe hier deswegen auch schon einmal versucht, die Krisenproblematik einer strukturierten Betrachtung zugänglich zu machen und verschiedene Problemebenen diefferenziert (https://www.querschuesse.de/die-debatte-uber-den-fiskal-und-wachstumspakt-droht-an-den-kernproblemen-europas-vollig-vorbeizugehen/ ).

        • lottchen - 24. Juli 2012

          Ich finde es Übrigens bemerkenswert, dass neuerdings nicht nur Deutschland, die Niederlande und – was auch nicht unbedingt zu erwarten war, Frankreich – negative Renditen auf Staatsanleihen hatten. Selbst Belgien hatte negative Renditen. Belgien!!!

          Das sollte doch jedem zu denken geben, der glaubt, dass die Verschuldung das einzige oder auch nur das Hauptproblem darstellt.

      • FDominicus - 24. Juli 2012

        Nun warum meinte Irland seien Banken retten zu müssen? Wenn der Staat den Banken Persilscheine ausstellt, dann darf man sich nicht wundern/ärgern was daraus wird.

        Nur was immer wieder unter den Tische gefallen lassen wird. Die Banken schichten unter anderem eine Kreditblase auf der andern auf. Und warum können Sie das? Weil der Staat es sanktioniert.

        Nein es gibt eine monokausale Erklärung und die lautet ganz einfach zu viel Kredit. Egal ob jetzt auf Banken oder Staatenseite und warum ist das möglich weil unser Papiersystem ein Schneeballsystem ist. 10 % Mindestreserve und niedriger. Geldschöpfung in Billionen Höhe.

        Das haben Sie eine einfache Erklärung. Staatliche sanktionierter Diebstahl. Und die Staaten haben munter bei dem Lass-uns-Schulden-machen-wie-blöd mitgemacht. Es wird so kommen wie die Österreicher es vorhesagten. Da es keinen Stop der Kreditexpansion gibt wird es in einer zerütteten Währung enden und das ist nach Krieg das Schlimmst was passieren kann.

        Es wird immer noch so getan als ob man etwas “steuern” könnte. Das Staaten noch Optionen hätten, Sie werden Sehen das sind alles nur Illusionen. Die einzige Option die man ziehen könnte wäre endlich mit den Ausgaben hinzukommen und genau das passiert speziell auch in Griechenland nicht und speziell gestrizt werden mal wieder die “Privaten”.

        • lottchen - 24. Juli 2012

          Wenn Sie unter “zu viel Kredit” die Privatwirtschaft einbeziehen, kommen wir den Ursachen schon näher. Das Problem mit dem Banken-einfach-pleite-gehen-lassen, das derzeit als Forderung so populär ist, sind die Kollateralschäden für die Realwirtschaft. Und zwar auch für solche Akteure, die überhaupt nicht wissen, dass sie einer Problembank ausgesetzt sind, weil sie nur über fünf Ecken mit ihr verbunden sind.

          Ich bin völlig bei Ihnen, dass das so nicht weiter gehen kann. Nur bedarf es dazu ERST der entsprechenden Regulierungsmaßnahmen und danach kann man die Institute pleite gehen lassen.

          Die fehlenden Optionen sind in der Tat ein Problem. Die Zentralbankzinsen sind eh schon im Keller, die fiskalischen Spielräume ausgeschöpft, mit allem anderen stößt man an jeder Ecke an konstitutionelle Grenzen. Umso wichtiger ist, dass man die verbleibenden Optionen nützt (siehe Bankenregulierung).

          Griechenland, da bin ich ausnahmsweise mal mit Herrn Rösler einig, halte ich für einen hoffnungslosen Fall. Es wäre das beste, sie aus der Eurozone zu nehmen oder wie Herr Eichner hier schon einmal vorgeschlagen hat, in Form einer Sonderwirtschaftszone mit protektionistischen Maßnahmen zu isolieren. Alles andere löst die Probleme nicht. Nur braucht es zur ersten Variante die Zustimmung Griechenlands und zur zweiten Variante die Zustimmung aller EU-Länder. Deshalb habe ich da wenig Hoffnung.

          Aber brachiale Sparmaßnahmen, die die Rezession noch verschärfen und die politische Situation weiter destabilisieren, sind meines Erachtens der falsche Weg.

        • SLE - 24. Juli 2012

          Zu dem Punkt habe ich gerade heute einen kurzen Aufsatz von Steve Keen gefunden (The crisis in 1000 words – or less), der Sie – und lottchen – interessieren dürfte. Besonders bemerkenswert finde ich den zweiten Chart darin, der die Verschuldung (USA) im zeitraum 1920-2030 betrachtet.

          http://www.debtdeflation.com/blogs/wp-content/uploads/2012/07/CrisisIn1000WordsOrLess.pdf

          Grüße
          SLE

  • Futur - 24. Juli 2012

    @JL
    Diktatur ist gekennzeichnet durch Verletzung der Menschen- und Bürgerrechte, Justiz ohne Unabhängigkeit, Zensur in Presse und Medien, Manipulierte Wahlen, Geheimpolizei, Völlige Unterdrückung und Unterordnung des Individuums, Terror und Furcht, usw…
    Wenn Sie sagen und schreiben können, was Sie wollen, reisen können, wohin Sie wollen,
    lesen können, was Sie wollen – dann leben Sie nicht in einer Diktatur.
    Bei uns fallen nachts
    Räuberbanden ein und klauen Autos – also ich habe nichts gegen sinnvolle Überwachungsmaßnahmen. Viel interessanter ist doch die Frage: Wer überwacht die Überwacher?
    Soweit ich weiß, haben wir in Deutschland einen sehr guten Datenschutz. Dieser Standard sollte verteidigt werden, bzw. sinnvoll angepasst werden.

    Eigentlich möchte ich gerne über ein anderes sehr, sehr wichtiges Thema schreiben. Die Forschung und Wissenschaft in Deutschland fällt zurück. An den Schulen wird nur die empirische, induktive Logik unterrichtet. Diese gilt aber nur in stabilen Bezugsystemen (Formale Logik).
    Wenn das Bezugssystem (Wirklichkeit) instabil, nichtlinear oder dynamisch ist, dann können nur mithilfe der deduktiven Logik mit Nachprüfung ( Falsifikahtion/ Widerlegung) zweckmäßige!
    Theorien gefunden werden. Dies wird in der Medizin mit der Evidenzbasierten Methode/ Randomisierte Studien vollzogen. In der Politik wird diese Logik von der Regierung umgesetzt:
    D.h. Man muss die Probleme vom Ende her lösen. Wo soll Deutschland in 40 Jahren stehen?
    Isoliert, als Spielball der Großmächte, oder souverän in einem Vereinigten Europa?

  • MagnaBavaria - 24. Juli 2012

    Der Guardian berichtet, dass der span. Finanzminister mit unserem Bundes-Schäuble über ein Rettungspaket von 300 Mrd. €uro spricht:

    http://www.guardian.co.uk/business/2012/jul/23/spain-crisis-talks-germany-bailout-eurozone

  • Knut34 - 24. Juli 2012

    Warum regt ihr Euch so auf, dass die Sparvermögen leichtfertig verspielt werden. Noch könnt ihr sie ja abheben und in Sicherheit bringen.

    • topperhopper - 24. Juli 2012

      Es gibt im Grunde kein “Spar”vermögen, das man irgendwie in Sicherheit bringen kann. Ein Geldschein ist ein kleiner Schuldschein, auf den irgendeine Bank einen Zins an die EZB zahlt. Bargeld würde eine große Krise deshalb auch nicht überstehen.

      VG

      • Knut34 - 24. Juli 2012

        Man kann den schlechten EURO Schuldschein aber in Gold oder andere weniger schlechte Schuldscheine oder Aktien tauschen und dies außerhalb der EU bringen.

  • Zorro - 24. Juli 2012

    Futur – “…oder souverän in einem Vereinigten Europa?”…

    Wie kann ein vereintes Europa souverän sein, wenn Sie eine Neue Weltordnung präferieren als eine ultima Lösung?!

    Sie schreiben Diktatur ist eine Justiz ohne Unabhängigkeit… Exakt dies ist es. Aber diesen Beginn von Zensur in Presse und Medien… werter Futur, wir haben diese Zensur doch längstens. Wir haben eine extrem große Konzentration von Macht via Medienmonopolen, dpa und Reuters ganz in vorderster Benennung. Hier wird doch schon filtriert bis zum abwinken. Wenn Sie der russischen Sprache mächtig sind und die Fernsehkanäle im Land tagtäglich übersehen, werden Sie eine vollkommen andere Berichterstattung in Themen erleben als hier im Land. Mehr und intensiver. Über Themen welche hier im Ansatz nicht über die Kanäle laufen.

    Wer kann hier und heute absehen was eine weitere Konzentration von Macht in Zukunft auslösen würde… würde die „Philantrophen“ der Welt stehen bleiben in ihrem Machtkonstrukt? Würden die Machtinhaber, die “Räte” im ESM mit ihrer jetzt schon beschriebenen UND vom Parlament abgesegneten „Allseitsmacht“ über die Geldverteilung hier stehen bleiben?

    Wäre dadurch die Thematik des Eigentums, des Zinses, des Geldsystems durch eine supranationale Einheit gelöst? Hat man jemals in der Geschichte der Volkswirtschaftslehre die Alternativen versuchen dürfen?… Ja, hat man, siehe das Wunder von Wörgel… nur ein spontanes Beispiel, egal was man davon halten mag…

    Im Grunde hat man es per Zwang beendet, bevor es Schule machen durfte. Fortwährend wird in der Menschheitsgeschichte ein System präferiert, welches Schuld zu Beginn hat, weiter und weiter die Menschen in Abhängigkeit zu halten…

    Starten Sie ein alternatives VWL Modell zu Diskussion, will das eine “Elite” nicht, so warum denn nicht!? Es wird nicht einmal versucht. Sofort “alternativlos”. Schnell noch ein paar Forschungsmillionen umgebucht für die Kaste der „alternativen“ Ökonomie, dass sich dieser Part auch gefunden fühlt. Das war´s dann. Berichte und Modelle ab in die Schublade.

    Mit Druck und Krisensteuerung wird den Menschen eingehämmert, ein vereintes Europa würde die Probleme lösen. Warum dann nicht in freien Wahlen!? Bsp ESM, warum mit einer Ewigkeitsklausel, mit einer Immunität über allen Rechten, bis ans Lebensende, unantastbar. Warum gibt es eine europäische Kommission, ohne Direktwahl der Bürger? Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut. Ein treffendes Zitat seitens Lord Acton. Kann dies übersehen werden? Davor graust es mir.

    Deutschland, Europa sollte hier, diesen Weg nicht gehen, denn sonst stehen wir in 40 Jahren, mit großer Wahrscheinlichkeit da, wo es von niemandem so gewollt wurde. Zumindest nicht von der Masse der Bürger. Demokratie braucht Aufklärung und viele Anläufe. Hier sollte man nicht vorschnell aufgeben und sein Heil in einer neuen Weltordnung suchen, welche von Menschen im Regelwerk aufgebaut wurden und werden, welche jetzt schon selbige Demokratie mit Füssen treten (siehe Bsp ESM) – da alternativlos.

  • Zorro - 24. Juli 2012

    Sozialisierte Schulden und der Grexit

    “Fazit: Es kommt wie es kommen musste und die Bürger werden am Ende für die Transferunion aufkommen müssen. Man braucht keinen Dr. in Raketenwissenschaft, um zu erkennen, dieses Hütchenspiel kann man nicht gewinnen. Erstmals werden offen die Targetsalden als Kredit und mögliche Kosten benannt, an dieser Stelle noch der Hinweis darauf, dass die Bundesbank auf 728 Milliarden dieser nahezu uneinbringlichen Forderungen sitzt. Spanien und Italien werden bereits angetriggert, von Frankreich dem wahren Schuldenmolloch jedoch noch kein Wort. Es scheint also noch etwas Zeit zu geben, bevor man die Schuldenunion endgültig über die Klippe schafft. Wann immer in Zukunft ein Politiker versucht Sie mit seinem sinnentleerten Geschwätz zu beeindrucken, erinnern Sie sich an Fälle wie diesen.”

    ==> http://iknews.de/2012/07/24/sozialisierte-schulden-und-der-grexit/

  • Duke van Hudde - 24. Juli 2012

    Das Problem für Griechenland ist seine Leistungsbilanz und die Defizite die in den letzten Jahren aufgelaufen sind.
    Griechenland hat 4 Möglichkeiten nach meiner Meinung die teilweise aber nur Theorie her gehen.

    1.Griechenland betreibt eine richtige Brüning 2.0(Deflation in Griechenland)Politik.In deR theorie und mit Laborraten würde das funktionierne in der wirklichkeit aber nicht wie der Blog schon lange beschreibt und davor warnt.
    2.Die Norschiene erzeugt eine Inflationspolitik in ihren Ländern.Das heisst die Löhne für die normalen Arbeiter steigen um ca 25 % eher mehr.Das ist die Lücke die durch unsere Reallohnverluste zu den Anstiegen in Griechenland unter Gesichtspunkt der Produktivitätsänderungen entstanden ist.Diese Unterschiede in der Lohnentwicklung ist die eigentliche Ursache der Probleme im Euro.
    3.Griechenland tritt aus dne Euro aus und wertet ab.Damit sinken ihre Löhne in Euro gesehen auch wieder auf die Grössenordnung die für Griechenland richtig ist.Das hier einige Monate totales Chaos herschen wird sollte klar sein aber danach kann man sich wie Argentinen wieder erholen.Dort leben die Menschen zwar imer noch nicht in Saus und Braus aber man hat die Lage halbwegs in Griff.
    4.Wie verschenken unser Leistungsbilanzüberschuss an die Südschiene.Im Jahr 2011 waren das gut 160 MRd Euro wenn ich das noch richtig weis.Das heisst 2000 Euro pro Bürgen in Deutschland muss Deutschland jedes Jahr aufbringen um die Probleme zu lösen.

    1.Scheitert weil das Problem zu gros ist um per Deflation gelöst zu werden.Das einzige Land was Probleme hat und so vielleicht rauskommen kann ist Irland.Wobei auch das schiefgehen kann wenn da bei den Banken weitere Probleme auftauchen.
    2.Nun wir haben alle mal herzhaft gelacht.Der ganze Euro wurde nur aus diesen Grund geschaffen das man der Mittelschicht ihre Löhne kürzen wollte und man ihnen dann sagt das die Hartz4 MEnschen dadran Schuld sind.Früher hätte diese Poltik zu einer aufwertung geführt und ein Teil der Lohnzurückhaltung hätte die Mittelschicht in Form von Währungsgewinnen zurückbekommen.Genau an diese Dividende der Lohnzurückhaltung wollte die Elite heran und nur deshalb wurde der Euro eingeführt.Der Euro hat Deutshcland keine Vorteile gebracht nur der kleinen Gruppe der Kapitalbesitzer von Exportfirmen der normale Bürger hat Reallohnverluste hinnehmen müssen.
    3.Tja das ist für die Elite fast genauso schlimm wie höhere Löhne in Deutschland.Den die wissen auch wenn Griechenland sich nicht total blöd anstellt sieht es dort in 2-3 Jahren besser aus wie in dne Ländern die im Eurogefängnis bleiben.Das könnte bedeuten das weitere Länder der Südschiene aus dne Euro raus wollen.Die Elite hat somit keine Angst vor den Folgen dieses Schrittes sonder von der Möglichkeit eines Erfolges.Gerade da sie uns seit gut 4 Jahren immer sagen wie schlimm das alles wird.Sollte es dann nicht so schlimm werden und Griechenland sogar nach einiger Zeit wieder brauchbar das steht.
    4.Nun das könnte in Deutschland dann doch zu Probleme führen.Den wenn man für die Rellohnverluste dann noch durch höhere Steuern bestraft wird dann könnte es Probleme geben und vielleicht müsste die Elite einen Teil des Schadens dne sie angerichtet hat bezahlen.

    Ich vermute das man weiter eine Mischstrategie fahren wird aus 1+4.Man die Zahlungen aber weiter unter dne Posten Target 2 verstecken will aber irgendwann nicth kann.Dann würde ich vermuten das man an die Sozialsysteme gehen wird und hier vor allen an die Rentensysteme.
    Durch die Einführung einer Europaweiten Rente und über diesne Umweg riesige Beträge aus Deutschland in Richtung Südschiene zu bringen.Den die beiden Alternativen würde die Beute der Elite die man durch dne Wahnsinn Euro eingesteckt hat verlieren und das darf unter keinen Umständen passieren.

    Deswegen wird der rösler am Ende zurückrudern den ein Griechenland was erfolgreich aus dne Euro Austritt ist das schlimmste was der Elite passieren kann.

    Der Euro hat den normalen Bürgern nie Vorteile gebacht und war nur als Raub von teilen des Volkseinkommens der Elite geplant und durchgeführt.

  • Roland M - 24. Juli 2012

    Ich sehe mich veranlasst, darauf hinzuweisen, dass die Sparmaßnahmen nicht bewusst zu Griechenlands Schaden erfolgen und dass es nichts als Manipulation ist, den Abschwung Griechenlands den Sparmaßnahmen zuzuschreiben!

    Jenen die das zu behaupten nicht müde werden, sei die einfache Frage gestellt, was sie denn erwartet haben was passiert, wenn ein Land welches sich aus Steuerhinterziehung, Fakelaki, der widerrechtlichen Aneignung von EU-Fördermilliarden sowie der denkbar hemmungslosesten Verschuldung finanziert, plötzlich weder Milliarden erhält, die es zweckentfremden kann und die Märkte den Hahn zudrehen?
    Bei solchen Voraussetzungen das Wort Solidarität überhaupt in den Mund zu nehmen ist schon schwer zu ertragen. Wenn die welche total abhängig von meiner Arbeitsleistung sind mich zum Dank dafür auch noch kränken und beleidigen, fehlt mir jedes Verständnis für den Verteilungswahn der Bundesregierung. Die verheizen das deutsche Volk für welche die uns ganz offen hassen! Dass jene die uns Nazi schimpfen dann die Vorgaben ignorieren, ist doch zwangsläufig, nehmen die uns nicht wirklich ernst.

    Die Griechen haben zwei Jahre lang bewiesen, dass sie ihre Betrugsschiene weiter fahren wollen und das sollen die auch ruhig tun, aber ohne einen Cent aus Deutschland, sonst haben wir bald die NPD im Bundestag sitzen. Und die Annahme dass wir uns das leisten können, ist grundfalsch, die fehlenden Investitionen merken wir eben erst in ein paar Jahren, außer bei den Straßen, da sieht man es überall.

    Wir werden von der Regierung belogen und betrogen, es wird als Riesenerfolg verkauft, dass die Hochschulen so überrannt sind, dass ein Großteil der “Studenten” nicht einmal die eigene Sprache (weder Orthographie noch Grammatik) beherrscht, wird großzügig übersehen. Schuld an den katastrophalen Leistungen sind dann natürlich die Dozenten und zu schweren Studiengänge. Das Geld brauchen wir hier, jeden einzelnen Cent, die Griechen interessieren mich angesichts dieser Entwicklungen nicht einmal am Rande!

    Die Bundesregierung hört mit der bestialischen Ausplünderung der Vollbeschäftigten erst dann auf, wenn ein Akademiker (Ingenieur in der Priovatwirtschaft) in einem Haus leben muss, wo er als einziger von 12 Parteien (ok, zwei Rentner) die Miete allein zahlt, dann ist es aus, weil es absurd wird zu arbeiten, ein Zeichen von Dummheit. Ach nee, soweit ist es ja schon längst…
    Noch ein paar Jahre und Deutschland besteht so nur noch aus Gerede. Können ja schon mal üben, ein Brot zu labern.

    • SLE - 24. Juli 2012

      Ich fasse das jetzt mal als Ihre Meinungsäußerung auf. Was die Fakten betrifft, empfehle ich hier im Blog in der Rubrik “Griechenland” einmal aufzuarbeiten, wie sich die Sache wirklich darstellt. Ich will nichts beschönigen. Korruption, Steuerhinterziehung, Vetternwirtschaft, Missmangement, Verschwendung – das sind alles Probleme, denen sich Griechenland stellen muss und das muss auch geschehen, sonst kann man dem Land nicht helfen, selbst wenn man es will. Aber in allen EU-Schuldenstaaten – nicht nur in den Euro-Ländern -, in denen die Troika oder der IWF hilft, wird dasselbe einseitige austeritätspolitische Konzept angewendet. Es gründet auf derselben liberalen Logik wie schon das von Heinrich Brüning in der Weimarer Republik verfolgte Sanierungsprogramm. Und es wirkt in derselben Weise – auch dort, wo die angesprochenen Probleme nicht vorliegen. Griechenland hat wenig zu exportieren. Die in der gegebenen Form verfolgte einseitige Sparpolitik hat binnenwirtschaftlich, beschäftigungsmäßig und auch für den sozialen und politischen Frieden verheerende Konsequenzen. Das Resulat ist eine Abwärtsspirale und das kann nicht im Interesse der Deutschen sein – keinesfalls.

      Viele Grüße
      SLE

  • Futur - 24. Juli 2012

    @Zorro
    Wie gerne würde ich an dieser Stelle schreiben können, o.k. “Plan B” ist das beste neue
    Geldsystem, überzeugen wir die Politiker, oder wählen wir die richtige Partei und unsere Zukunft ist gerettet! Die Wirklichkeit sieht leider anders aus: Die alternativen ökonomischen Theorien lassen sich nicht durchsetzen, oder glauben Sie, die USA verzichten freiwillig auf den Dollar als Leitwährung und auf die FED als unendliche FIAT-Geldmaschine! Diese Macht ist leider nicht nur auf das Geldsystem begrenzt!
    Wir hätten in einem alternativen Geldsystem z.B. ein Energieproblem, denn wir müssen ja immer noch alles in Dollar bezahlen.
    Außerdem ist Deutschland, soweit ich weiß, noch nicht souverän. Deutschland soll wohl erst in einem Vereinigten Europa souverän werden. Sagt jedenfalls Schäuble:
    http://www.google.de/search?q=schäuble+souveränität+youtube&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&client=safari
    …und wenn einer über den Stand der Souveränität von Deutschland Bescheid weiß, dann wohl er!
    Das derzeitige Geldsystem ist von der Wissenschaftstheorie her eindeutig falsifiziert (widerlegt)!
    Dies könnte man ja mal George Soros mitteilen. Er ist ein Schüler von Karl Popper, der lehrte, dass man unzweckmäßige Theorien durch eine Falsifikation erkennt!

  • Agorittiko - 24. Juli 2012

    Ich finde die Umsetzung der Troika-Vorschläge sehr ausgewogen und halte das für den einzigen Weg, die verkrustete, ungerechte griechische Gesellschaft auf einen besseren Weg zu bringen, und für den unblutigsten.

    Die Griechen müssen das jetzt langsam begreifen, dass die Party vorbei ist, wo anderer Länder Geld über das Land regnete und wo die Sturzbäche in die Taschen der Superreichen (Lapsis) gingen und die Tropfen das Leben der Massen erträglich machten und die sich täglich erhöhende Ungerechtigkeit kaschierten.

    Jetzt ist das Maß voll und die Zeit ein Exempel zu statuieren:
    – Entweder die griechische Regierung versteht ab sofort, dass sie ihre Klüngel und die Multimillonäre und Milliardäre ab sofort mit dicker Kanüle zur Ader lassen muss (1/3 der Vermögens wäre gerechtfertigt und eine gerechte Entschädigung für die Garantie, nicht nur die restlichen 2/3, sondern auch das Leben behalten zu dürfen)
    – Oder das griechische Volk kapiert es und jagt die Regierung zum Teufel die das nicht vollbringt.
    – Oder (und darauf deutet es momentan hin): keiner der beiden kapiert es, und alle machen weiter wie bisher. Dann wird das griechische Volk in der Breite 80% des Lebensstandards einbüßen innerhalb 2 Jahren (analog der Russlandkrise 1998) und sich auf dem Niveau von Moldawien oder Rumänien wiederfinden. Und die Reichen werden in letzter Instanz entweder rechtzeitig abhauen oder an den Galgen kommen.

    Wichtig ist hier auch: Die Kirche (die Orthodoxe, die 2/3 des wertvollen Bodens in Griechenland besittz), muss sich nun entscheiden, ob sie auf Seite des Volkes steht oder auf Seiten der Unterdrücker. Wenn sie sich falsch entscheidet, d. h. keinen Beitrag liefert, wird die Gefahr nicht unerheblich sein, dass man den letzten Popen mit den Gedärmen seines Vorgängers aufknüpft.

    Die Diskussionen, wie viel Deutschland verliert oder nicht, sind Krämerseelenmentalität, Zipfelspielerei. Hier wird vieles richtig gemacht und ein funktionierendes Staatswesen ist auch wert Steuern zu bezahlen. Wer zum Steuerboykott auffordert, schadet sich selber.

  • Stefan Wehmeier - 24. Juli 2012

    “Weder der Liberalismus noch der Sozialismus vermag in seiner historischen Form (Anmerkung: darüber sind wir bis heute nicht hinaus!) die soziale Frage zu lösen. Die echte Lösung in Form der Natürlichen Wirtschaftsordnung vereinigt die berechtigten Anliegen dieser beiden Bestrebungen, nämlich die soziale Gerechtigkeit mit einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit, schließt aber ebenso den kapitalistischen Missbrauch der wirtschaftlichen Freiheit endgültig aus wie ihre Einengung durch staatlich-bürokratische Planwirtschaft. Erst sie begründet eine wahrhaft freie Wirtschaft ohne private Vorrechte und staatliche Bevormundung, eine monopolfreie und darum auch ausbeutungsfreie Vollbetriebswirtschaft, die jedem die gleiche Freiheit und die gleichen Vorbedingungen zur Entfaltung seiner Kräfte gewährleistet.
    …Die Natürliche Wirtschaftsordnung fördert das Wohl der Gesamtheit, indem sie dem Wohl aller einzelnen dient. Daher nimmt sie dem Gegensatz zwischen Gemeinnutz und Eigennutz jenen zuspitzenden und unversöhnlichen Charakter, der nur durch die kapitalistische Entartung der liberalistischen Wirtschaft entstand. Sie beseitigt alle Monopole, ohne an ihre Stelle staatliche zu setzen, indem sie lediglich die beiden entscheidenden Monopole, nämlich das Geld- und Bodenmonopol der Kontrolle der Allgemeinheit unterstellt. Der Arbeiter braucht in dieser Wirtschaftsordnung zur Wahrung seiner Rechte weder die Hilfe des Staates noch den Schutz gewerkschaftlicher Organisationen, weil er als gleichberechtigter Vertragspartner ebenso wie der Arbeitgeber seine Bedingungen und Forderungen stellen kann. Denn die … Situation, die im Kapitalismus zu einem erpressten Vertragsabschluss mit Ausbeutung des Arbeiters … führt, erfährt einen grundsätzlichen Wandel, weil die Arbeit … in einer monopolfreien Vollbetriebswirtschaft zur gesuchtesten und daher umworbensten Mangelware wird. Daher steigt ihr Preis bis zum überhaupt möglichen Höchstwert, nämlich bis zur Höhe des vollen Arbeitsertrages auf Kosten der Kapitalrente in allen ihren Formen wie Zins, Dividende und Spekulationsgewinn.”

    Dr. Ernst Winkler (Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung, 1952)

    Wer “politisch” denkt, hat noch gar nicht angefangen zu denken. Die Makroökonomie ist die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und nicht die “hohe Politik”. Politik ist nur der Versuch, etwas “regeln” zu wollen, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt. Grundvoraussetzung des selbständigen Denkens, sofern es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft, ist die “Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion”.

    Gute Reise: http://www.juengstes-gericht.net

    • Zorro - 24. Juli 2012

      Sehr kluge Worte! Machbar ohne absoluten Zentralismus, nein, nur machbar ohne Zentralismus.

  • klaus - 24. Juli 2012

    Der TAG.

    Libormanipulation bei DB.
    Angeblich 2 Händler ausgemacht.
    Nein, keiner aus der der Spitze.

    http://uk.reuters.com/article/2012/07/24/uk-deutschebank-libor-idUKBRE86N0QA20120724

    Und dann noch die Moodys – Warnung im vollen Textlaut !

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9422167/Moodys-put-negative-outlook-on-Germany-the-full-text.html

    Was das Rating noch nach unten bringen könnte?

    1. Bilanz-Tricks die mehr Toxische Papiere von Banken einlagern,
    um so die Bankbilanzen zu schönen und das Ganze in die HRE – Nachfolgebank
    einzulagern, zum Beispiel. Wenn ich das richtig verstanden habe.
    2. Ein Grexit oder der Exit eines Euro-Landes Ihrer Wahl.
    3. Nach einem Exit wäre der Safe-Haven Status verloren,da
    die Refinanzierungskosten panisch gen Norden gehen.

    Bei Niederlanden
    1. Die Unsicherheit über den Verlauf der EU-Krise.
    2. Risiko der Verbindlichkeiten, da vom Bailout-Verlauf noch mehr kommt.
    3. Schwaches Wachstum, hohe Verschuldung der Haushalte und fallende Immo-Preise.
    Scenario wie 2-3 oben.

    Und Luxemburg.
    1 -2 wie Niederlanden
    3. Wie sich das Nationale Einkommen / Steuern,… entwickelt und der
    Arbeitsmarkt besonders in der Finanzindustrie darstellt.

    Und der BailOut-Wut in Deutschland.

    http://uk.reuters.com/article/2012/07/24/eurozone-germany-moodys-idUKL6E8IO8EX20120724

    ———————

    Böse bei Deutschland ist, das man kaum noch im Sozial-System
    sparen kann.
    Die Pensionen sind ebenso verringert.
    Und jetzt wird wohl der Löwenanteil in staatl. Subventionen gespart.
    Vielleicht aus der Solar/Windenergie?
    Beim Straßenbau?
    Beim Elterngeld? Das wäre gut. Dann wär Krach.
    Bei den Diäten des Bundestages?
    Frankreich macht es vorbildlich.
    Und die Beamten müssten Steuern zahlen?
    Hundefutter geht auf 16 Prozent?
    Die Hotelsteuer geht rauf?
    Apotheker werden bei Mixturen heftiger besteuert?
    Auf Rüstungsgüterverkauf ist eine Steuer an den
    Staat abzuführen, da der Bürger ja das Meiste
    an Forschung bezahlt hat?
    Hochleistungscomputer werden kostenpflichtig
    für Firmen, falls mit Steuergeldern finanziert?
    Unnütze Tourismusgelder werden nicht mehr
    gefördert?
    Parteiabos sind nicht mehr absetzbar und
    werden voll versteuert?
    Politiker müssen jedwede Nebentätigkeit voll
    verrechnet mit den Diäten versteuern?
    Ehrenamtsentschädigungen über 600 Euro werden
    wie anderes Einkommen versteuert?
    Politiker zahlen ihren Polizeischutz aus eigener
    Tasche ebenso wie die Fußballvereine?
    Vereine zahlen ab 1000 Jahreseinkommen voll Steuern?

    Vielleicht finden wir demnächst noch mehr
    gute Vorschläge?

    Evtl. kommen wir auf die benötigten 350 Mrd Euro
    für die Euro-Zone?
    Vielleicht ist dann der amerikanische Präsident
    bereit im späten November die 230 Mrd U$ vom
    IWF zur Verfügung zu stellen?
    Das kann ja noch gesperrt werden?
    Vielleicht sperrt es dann Romney?
    Dann waren die Sponsorkosten der DB ja gut angelegt. 😉

    Der Sommer und seine Gewitter sind noch lang.
    Und im nächsten Sommer ist Wahlkrampf.

    Wird man in Wahlzeiten Rösler den 2ten Spruch
    von Grexit verzeihen?

    Die Wahlen werden zeigen, das selbst CDU-Wähler
    sich umorientieren können.
    Und in Berlin fällt auch der Glamour.
    Vielleicht wird der Flughafen gar nicht fertig?

    Wir man den Ökonomen Droh-Briefe schreiben?
    Hier kann man in eine Sprechblase schreiben.
    http://extra3.blog.ndr.de/2012/05/24/extra-3-service-die-drohmerkel-zum-download/

    Um die pösen Ökonomen zur Ordnung rufen. Die Purschen zu Poden.

    😉

    Beim Jehova.

  • lottchen - 24. Juli 2012

    Oh, großartig.

    Exclusive: Greece will need more debt restructuring – EU officials
    http://uk.reuters.com/article/2012/07/24/uk-eurozone-greece-idUKBRE86N11E20120724

  • daniel - 24. Juli 2012

    Wirklich großartig, und das kommt auch total überraschend! Jedenfalls für unsere Ja-Sager und Abnicker im Bundestag.

  • JL - 24. Juli 2012

    Sehr geehrter Stefan L. Eichner,

    Ihr Artikel war- wie immer- sehr lesenswert. Man hat wohl, nicht nur in Griechenland, letztendlich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Dies sind wahrlich keine schönen Aussichten die Sie da andeuteten.

    Und genau deshalb soll es wohl zukünftig eine Bankenunion- Sie bemerkten dies bereits- geben.
    Meine Gedanken hierzu:

    Wenn ein Land pleite geht und aus der EU austritt können unmöglich weitere „Rettungsschirme“ an dieses Land ausgereicht werden- auch wenn diese „Rettungsgelder“ bisher direkt an Banken durchgereicht wurden. Dies wäre, politisch gesehen, niemanden vermittelbar.

    Gründet man eine „Bankenunion“ verändert sich zwar nicht der geldpolitische Sachverhalt, dafür aber die politische Argumentationsgrundlage.

    Wenn nun nach der Pleite eines Staates ein „nationales Schwergewicht“ von Bank X in Schieflage gerät- man mußte ja keine Sicherheiten für Staatsanleihen vorhalten- wäre es natürlich oberstes Gebot diese nationale Bank(en) zu „retten“. Die Schuld hätten dann- ja genau- die Pleitestaaten, wer sonst?
    Medienwirksam dargestellt könnte also somit nochmal (Kredit-)Geld „locker“ gemacht werden für Banken die für so „unseriöse Geschäftsgebaren“, seitens Dritter, nun wirklich nichts können- oder etwa doch?

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • HansB - 24. Juli 2012

    Bei dem ganzen Gedöns um die “Rettung” des Euro und der Europäischen Union wird meiner Ansicht nach ein ganz wesentlicher Umstand kaum thematisiert, weder von den Befürwortern der “Rettungsmaßnahmen” (was mir völlig klar ist), seltsamerweise aber auch nicht von den Gegnern der Rettungsmaßnahmen. Einzig in der Literatur von Günter Hannich fand ich bisher Hinweise darauf. Zum besseren Verständnis dieses für mich wesentlichen, aber kaum thematisierten Umstandes (Faktes) sind ein paar Grundkenntnisse bezüglich des Wesens des Geldes sicherlich von Vorteil:

    Sowohl Notenbanken als auch Geschäftsbanken haben die Möglichkeit, “Geld aus dem Nichts” zu erschaffen. Die Notenbanken durch das Anwerfen der Druckerpressen, bzw. heutzutage durch einen einfachen Mausklick, die Geschäftsbanken durch das Vergeben von Krediten, die nur zu einem geringen Teil durch Bareinlagen gedeckt sind. Man mag es kaum glauben, aber im gegenwärtigen Geldsystem ist sogar Papier-Bargeld eine gesetzlich gültige “Deckung”. So weit, so gut (oder auch schlecht).

    Obwohl den Banken im Grunde gar nicht an einer Inflation gelegen ist (warum, sehen wir gleich), wird die Geldmenge dennoch mittels des “Schöpfens aus dem Nichts” erhöht, was zu einer schleichenden Abwertung der Währung führt. Der Begriff Inflation ist hierbei nicht ganz korrekt (obwohl er in diesem Zusammenhang oft gebraucht wird), da die zu einer “echten” Inflation gehörige Lohn-Preisspirale so gar nicht in Gang kommen kann. Seit gut 20 Jahren haben wir in der BRD für die meisten Berufe eine schleichende Absenkung der Reallöhne zu verzeichnen. Als Folge davon wird die ganze Nation, d.h. Staat und kreditnehmende Privatleute, zum Schuldner derer, die die Geldmacht innehaben, und das sind ganz sicher nicht die Regierungspolitiker.

    Dann, wenn die Verschuldung zünftige Ausmaße erreicht hat, ist der Drops unumkehrbar gelutscht. Nun können die Banken damit drohen, oder es gar tatsächlich tun, nämlich die Geldmenge zu verknappen, wodurch der Wert einer Währungseinheit steigt. Die Folgen sind dramatisch bis verheerend. Dadurch wird dem verschuldeten Staat und den verschuldeten Privatleuten die Rückzahlung der aufgelaufenen Schulden und Zinsen erschwert oder unmöglich gemacht. Die entsetzliche Konsequenz ist, daß damit Reichtum und Macht von der Gesellschaft als Ganzes auf deren wenige, reichste Elemente verlagert werden, eben auf die Groß-Bankster in erster Linie, aber auch auf andere Gläubiger.

    Da ich die ehemaligen oder gegenwärtigen Regierungspolitiker nicht für so dumm halte, daß nicht jede und jeder einzelne von ihnen ganz genau weiß, wie der Hase läuft, weis die Politik natürlich auch um das unfaßbar gigantische Erpressungspotential, über welches die Geldmacht damit verfügt. Je nach Größe der Geldmengenverknappung können die wenigen, aber machtvollen Bankster und Gläubiger jederzeit eine Deflation, eine schwere Depression wie weiland 1929 bis 1933, oder aber auch den sofortigen wirtschaftlichen Zusammenbruch ganzer Nationen und Staatenverbünde, z.B. den der Europäischen Union, auslösen. Wie viele Menschen gibt es, denen dieser Umstand, diese Tatsache, in voller Schärfe bewußt ist? Ich weis es nicht.

    Um zum Anfang meines Beitrages zurückzukommen: Dieses Wissen um das in seiner Schlagkraft mit dem Verstand nicht faßbare Erpressungspotential läßt einen jeden einzelnen Regierungspolitiker genau das tun, was er tut, und nichts anderes. Damit dürfte auch klar sein, weshalb Frau Bundeskanzler Merkel den Ausdruck “alternativlos” so überstrapaziert hat.

    HansB

    • timon - 26. Juli 2012

      Endlich spricht es mal jemand an. Mich wundert es schon lange, dass die meisten klugen Köpfe, die hier schreiben, dieses offensichtliche Erpressunspotential gar nicht auf dem Schirm haben. Dass der Zins nicht zusammen mit dem Kredit geschöpft wird und daher grundsätzlich fehlt, ist nicht ganz richtig, er fehlt genau dann nicht, wenn die Banken jeden eingenommenen Zins wieder zeitnah in Umlauf bringen. Sie können diesen Fluß aber nahezu beliebig ausbremsen und damit Krisen auf Knopfdruck erzeugen.

      Meiner Meinung nach läuft die Euro-Krise ziemlich genau nach Plan und ist mit keineswegs auch nur in der Nähe eines Zustands, den man mit “außer Kontrolle” umschreiben könnte. Der ESM ist der Wolf im Schafspelz, er wird als recht passiver Krisenstabilisator verkauft und aber garantiert später mit einer Bankenlizenz ausgestattet werden. Da er sich beliebig refinanzieren kann, kann er auch beliebig hohe Kredite ausgeben und damit alle nur erdenklichen Finanzblasen vor dem Bersten bewahren, wenn sie denn nur bewahrt werden sollen. Und genau dort sitzt dann der Würgegriff: Die Staaten, die mitspielen und brav spuren, werden keine Geldrobleme haben und Kredite nahe zum Nulltarif bekommen, wohingegen rebellische Querdenker-Völker, die womöglich eine Regierung herbeiwählen, welche einen Systemwechsel auch nur andenkt, werden umgehend finanziell scheitern. Simple aber perfide.

      • HansB - 28. Juli 2012

        Ergänzend sollte ich noch hinzufügen, daß selbstverständlich auch das Bundesverfassungsgericht diesen Erpressungsdruck nicht einfach ignorieren kann, ohne schwere Schäden an Land und Leuten sowie am eigenen Personal zu riskieren.

        Man muß kein Prophet sein um vorauszusagen, daß sich diese Tatsache auch in den Urteilsfindungen des BVerfG bezüglich des ESM widerspiegeln wird.

  • Gekis - 24. Juli 2012

    Heiner Flassbeck: Wie ist der Euro noch zu retten?

    40 Minuten Anschauungsunterricht in ökonomischer Analyse, die sich für alle diejenigen lohnen, die an einer nachhaltigen Lösung der Euro-Krise interessiert sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=wp_c54vyrV4&feature=player_embedded

  • dank - 24. Juli 2012

    Danke, Stefan!
    Die Kritik am alten Kurs nimmt immer weiter zu – und plötzlich wachen auch langsam die MSM auf und berichten über diese “neuesten” Erkenntnisse. Reuters und DPA stoßen wohl Bescheid oder rückt einfach der Wahlkampf näher?!
    Gibts nun langsam Angst der MSM, dass die Blogger, als sehr freie Berichterstatter zu viel vom Kuchen abbekommen – Verkaufszahlen der Zeitungen/Printmedien sinken stetig und das Staatsfernsehen hat abnehmende Zahlen… Aber stopp, die Hoffnung nehm ich mir gleich selbst -> Social Media.

    Es würde perfekt passen und ich weiß nicht warum, da seh ich einen Zusammenhang, diese Bestrebungen zu forcieren – wenn das jetzt noch durchgedrückt würde, dann ja dann geht das mit den nächsten Billionen viel einfacher. Damit werden viele Störenfriede ganz schnell beseitigt und den Gegenargumenten die Plattform genommen:

    http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/24/freie-meinungsausserung-im-internet-fruhzeitig-verstorben/

    Erst wenn der letzte Blog geschlossen, die letzte Wahrheit vergiftet, der letzte Freigeist gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Freiheit nicht ergoogeln kann.
    (Dem anonymen Surfer)

  • Ralf - 25. Juli 2012

    @Futur
    Danke für dein Statement.
    Jetzt entschuldige ich mich!!!

    • Futur - 25. Juli 2012

      @ Ralf

      Danke für die Entschuldigung, die nehme ich gerne an!

      Dann wünsche ich noch einen schönen Tag,
      Futur

  • klaus - 25. Juli 2012

    MOODY’s stuft EFSF und Bundesländer auf NEGATIV.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/kreditwuerdigkeit-moodys-entzieht-dem-efsf-den-guten-ausblick/6917232.html

    Baden-Württemberg
    Bayern
    Berlin
    Brandenburg
    Nordrhein-Westfalen
    Sachsen-Anhalt

    Gut das Rösler nochmal nachgefragt hat.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/debatte-ueber-euro-austritt-vizekanzler-roesler-bringt-griechen-premier-in-rage/6915290.html

    Es wird Zeit nachzudenken, was uns diese Regierung
    schon gekostet hat.

    *kopfschüttel*

    • SLE - 25. Juli 2012

      Wer weiß, wie lange Sie noch hält.

      Grüße
      SLE

      • lottchen - 25. Juli 2012

        Sie muss noch etwas halten. Seit 15 Minuten haben wir kein gültiges Wahlrecht mehr.

  • klaus - 25. Juli 2012

    RÖSLER plant höhere ARZNEIMITTEL-ZUZAHLUNG.

    http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/erhoehung-des-arzneimittelzuschlags-roesler-plant-hoehere-preise-fuer-medikamente-11830907.html

    Erinnert irgendwie an ASSAD.
    Nur halt ohne Waffen.
    Dafür gegen die eigenen Bürger.

    Dafür wird die Apothekerlobby wieder ins Boot geholt.

    Rösler liefert !

  • klaus - 25. Juli 2012

    Wahlrechtsvorschlag UNGÜLTIG.
    Änderungspflicht bis vor Bundestagwahl.
    Wortlaut-Änderungen unzulässig.
    Viele Punkte nicht mit der Verfassung
    vereinbar.
    Voßkuhle läßt sich nicht verarschen !

    Hurra !11111!!!

    • dank - 25. Juli 2012

      “Voßkuhle läßt sich nicht verarschen !”

      Jetzt hätt heut nur noch der 12. September sein müssen…
      Und die jetztige Rettungslogik wäre gegessen.

      Werde still weiter auf Herrn Voßkuhle und “seine” Mannschaft hoffen und dass sie weder das Grundgesetz noch die Menschen im Stich lassen. Ein letztes Mal ein großer Schuß vor den Bug – Stop des ESM & Fiskalpakt und mit der absoluten Ansage, dass es nicht so weiterläuft und das Souverän und dessen Anliegen zu achten sind und das Durchregieren damit vorbei ist.

    • lottchen - 25. Juli 2012

      Ungültig mit sofortiger Wirkung. Alles scheint sich aufzulösen… so sehr ich die Entscheidung der Verfassungswidrigkeit begrüße, weiß ich nicht recht, wie ich es finden soll, dass wir in dieser Situation ohne gültiges Wahlrecht dastehen.

      • MickFfm - 25. Juli 2012

        Wenn die Merkeltruppe scheitert, hat der Bundes-Gauckler doch 21 Tage Zeit den Bundestag aufzulösen. Also genügend um so ein läppisches Wahlgesetz auf den Weg zu bringen. Der Bundestag entscheidet wichtige Gesetze in der Regel binnen 57 Sekunden. Für 100e Mrd-Pakete kann es schon mal 2 Tage dauern, aber die Niederschreibung eines verfassungsmäßigen Wahlrechts dauert bei denen im Notfall höchstens eine Woche.

        Im übrigen muss man die Parlamentarier auch in Schutz nehmen. Das Urteil der BVerfG stammt aus 2008 als der Lehmann-Sturm über Europa brauste und man anfing den Euro zu retten. Dies war nun wirklich wichtiger als so ein läppisches Wahlgesetz. Die meisten Parlamentarier wissen doch, dass so ein Wahlgesetz völliger Quatsch ist, weil sie eh nicht die Interessen der Wähler vertreten.

        IRONIE OFF!!!

        • lottchen - 25. Juli 2012

          Die Verlautbarungen sind wieder göttlich. Merkel bekundet “Respekt”, die FDP “begrüßt das Urteil” (wer hat denn das Gesetz mitverabschiedet?), es herrsche jetzt “Klarheit”. Es ist ja nicht so, als hätten nicht die eigenen Gutachter darauf hingewiesen, dass das Wahlrecht vermutlich wieder verfassungswidrig ist.

          Das Gericht – und insbesondere Voßkuhle – kommt mir in jüngerer Vergangenheit ziemlich angefressen und mit der Geduld am Ende vor.

          • dank - 25. Juli 2012

            Ja, es ist nicht mehr zu verstehen.

            Dreht der Wind, dann drehen die Meinungen, ohne Rückgrat und ohne Einsehen, auch ohne Entschuldigungen und ohne Erklärungen. Dazu wird auch gleich die Geschichte rückwirkend umgeschrieben, als wären alle einer Meinung gewesen…

            Nicht legitimierte Bundestagsabgeordnete stimmen über hunderte Milliarden ab!
            So einfach sieht die Welt aus.

            Bei anderen Staaten schütteln unsere Politiker den Kopf oder lassen diese zum Rapport nach Brüssel laden – siehe Rumänien oder Ungarn. Das es in D eine ähnliche Verfassungskrise gibt, davor verschließen die Politiker und ein Großteil der Bevölkerung die Augen. Einfach durchreGIERen.
            Wenn es nach dem folgenden Mann geht, sollte die Judikative doch gefälligst den Mund halten, auch wenn das Grundgesetz verletzt wird. Die Verantwortung soll einfach auf die Entscheider rückabgeschoben werden …
            http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1269593/Eurorettung_Verfassungsgericht-hat-nicht-letztes-Wort?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do
            Politische Entscheidungen sind schließlich wichtiger als (Grund)-Gesetzte! *ironie*

            Die haben allesamt Narrenfreiheit und wollen dennoch ernst genommen werden.

      • SLE - 25. Juli 2012

        Sollten die Politiker nicht rechtzeitig vor der Bundestagswahl ein gültiges Wahlrecht zu schaffen, dann kann das BVerfG offenbar im Wege einer einstweiligen Anordung selber dafür sorgen. Siehe dazu:

        http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1153676.html

        Gruß
        SLE

        • MickFfm - 25. Juli 2012

          @ dank

          Was man da nach Betätigung Ihres Links lesen kann, ist ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen. Papier sagte in dem Interview:

          “Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, ob bestimmte Maßnahmen den verfassungsrechtlichen Rahmen sprengen oder nicht. Es wacht darüber, ob das demokratische Prinzip gewahrt bleibt. ”

          Dies bedeutet, dass der Bundestag selbstverständlich einen ESM beschliessen kann und Karlsruhe da nicht das letzte Wort hat. Dieser Beschluss muss aber auf Grundlage unserer Verfassung sein und das entscheidet notfalls wieder Karlsruhe.

          Problematisch ist ja nicht der ESM an sich. Wäre das ein “ordentlicher” Vertrag mit einer nicht auszudehnenden Höchstgrenze von 190 Mrd. für D, würde kein Hahn danach krähen. Was die aber da reingeschrieben haben ist unfassbar, da erkennt jeder Halbtrottel die Probleme.

          Karlsruhe hat jetzt das Problem aus etwas, das im Prinzip gut gedacht, aber verfassungswidrig formuliert wurde, etwas zu basteln was man dem Volk noch halbwegs verkaufen kann.

          • lottchen - 25. Juli 2012

            Es ist schon die Frage, ob abseits der an Sittenwidrigkeit grenzenden Detailregelungen ESM und insbesondere Fiskalpakt nicht auch die Souveränitätsrechte berühren. Voßkuhles wiederholte öffentliche Auftritte zu diesem Thema wie auch die Hinweise im EFSF-Urteil dürften kein Zufall gewesen sein.
            Aber auch in diesem Fall hätte natürlich nicht Karlsruhe das letzte Wort, sondern es wäre eben eine neue Verfassung notwendig. Über die wiederum hätte das Volk oder ein Konvent das letzte Wort.

        • klaus - 25. Juli 2012

          Das isses ja.
          Alles sagt, die Zeit sei zu kurz.

          Sollen die Politiker doch gar nix machen !

          Dann macht Voßkuhle und Mannschaft !
          So schnell geht das.

          Dann wird es auch RICHTIG gemacht.

          Es wird Zeit, das die “Verbesserer” der Verfassung
          mal von Voßkuhle mal angelernt werden.

          Das geht halt nicht wie im Osten gelernt.
          Sonst haben wir auch bald Geld aus Aluminium.

          Hier muß das VerfG gut aufpassen.
          Sonst hat die Regierung das GG über den
          Umweg der EU untergraben.

          Gut das Voßkuhle aufpasst.

          Gruß klaus

  • Zorro - 25. Juli 2012

    Die Dämme brechen

    “Aber eins muss man den Eurokraten lassen, an Schamlosigkeit sind sie nicht zu überbieten. Unerschütterlich verkünden sie mitten im absaufenden Euroland, dass sie alles im Griff hätten, ihre Politik weiterhin alternativlos sei und sowieso das Merkel-Unwort gelte: Fällt der Euro, fällt Europa. Dabei ist es sonnenklar: Europa fällt über den Euro.”

    ==> http://www.journal21.ch/die-d%C3%A4mme-brechen

  • dank - 25. Juli 2012

    Politiker im Beliebtheitshimmel und das alles trotz der verrückten Rettungslogik?!
    oder: Gefährlich dumme Fragen

    Stichwort: ARD-DeutschlandTrend, ZDF-Politbarometer

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18033

  • Futur - 25. Juli 2012

    @Gekis
    VIelen Dank für den Link, der auf einen guten und informativen, jeden verständlichen Vortrag von Heiner Flassbeck, ehemals Staatssekretär im Finanzministerium, hinweist. Hier noch ein ähnlicher Vortrag von Flassbeck “Wege aus der Euro Krise” mit intetessanten Charts: http://www.youtube.com/watch?v=mfKuosvO6Ac

    Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Flassbeck, in seiner Zeit als Staatssekretär unmittelbar in die Vorgänge um den Euro involviert, argumentiert logisch schlüssig und nachvollziehbar. Das Schöne ist, dass sein Lösungsansatz, z.B. Lohnerhöhung in Deutschland, den meisten Deutschen zugute kommen würde. Um erhört zu werden, müsste er wohl erstmal die Blockademauer der Mainstream-
    Ökonomie überwinden. Obwohl z.B. der Homo Oeconomicus, der Dauer-Yeti der Neoliberalen Ideologie, auch nicht mehr gilt, werden viele trotzdem noch viele wichtige Entscheidungen durch die Neoliberalen Dogmen beeinflusst. Dabei hat gerade diese Mainstream-Ideologie der “Wirtschaftswissenschaften” direkt in die Euro-Krise geführt. Bitter ist das Wissen, dass mit dieser unzweckmäßigen Theorie die Wirtschaft der anderen Euro-Länder zu Boden konkurriert wurde.
    (Von den Fehlern der Südländer spricht Prof. Flassbeck auch!). Jetzt wird uns halt die Rechnung einer absolut unverantwortlichen Wirtschaftspolitik präsentiert.

    Was spricht dagegen, den Lohn der Deutschen Arbeitnehmer so zu steigern, dass sie die Binnenwirtschaft massiv ankurbeln können?
    Warum vergammeln bei uns Universitäten, Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Wege,
    während die Südländer, selbst in den kleinsten Fischerdörfern über prächtige Uferprommenaden verfügen?
    Während ich also über löchriges und unebenes Pflaster am Kölner Dom vorbei stolpere,
    tröstet mich ein Blick auf die Kathedrale. Ja, die alten Handwerksmeister vor Jahrhunderten wussten, was Qualitätsarbeit heißt…

    • Freiberufler - 26. Juli 2012

      “Was spricht dagegen, den Lohn der Deutschen Arbeitnehmer so zu steigern, dass sie die Binnenwirtschaft massiv ankurbeln können?”

      Die Tarifautonomie.
      In Deutschland entscheiden Tarifpartner über die Löhne und niemand sonst. Das sind die Lehren, die man aus der Zeit zwischen 1914 und 1945 (West) bzw. 1990 (Ost) gezogen hat. Flassbecks Vorschlag ist reine Planwirtschaft und deshalb wird er nicht funktionieren.

  • schnauzevoll - 25. Juli 2012

    “Warum vergammeln bei uns Universitäten, Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Wege,
    während die Südländer, selbst in den kleinsten Fischerdörfern über prächtige Uferprommenaden verfügen?
    Während ich also über löchriges und unebenes Pflaster am Kölner Dom vorbei stolpere,”
    ————————-

    Nun, das nennt man Privatisierung. Ist gegen eine Privatisierung nichts einzuwenden, wenn sie humanoiden Bedürfnissen gerecht wird, ist dgrundsätzlich abzulehnen, wenn sie zur reinen, kurzfristigen Gewinnmaximierung mißbraucht wird. Und genau das ist in den letzten Jahrzehnten passiert. Man hat das Augenmaß verloren und nun wird im Schlepptau eines reinen sozialdarwinistischen Denkapperates nach dem Prinzip des Virus verfahren. Auch wenn es abgedroschen klingt, Matrix läßt grüßen. Man kann von Agent Smith sagen, was man will, aber intelligent war er. 😉

    Insofern ist auch der Beweis erbracht, dass der Mensch ein Korrektivorgan benötigt, um die Triebe beherrschbar zu machen.

  • bienlein - 25. Juli 2012

    Danke, Querschiesser ! Das ist die treffendste und fundierteste Analyse, die man erhalten kann.
    Wenn es nur nicht so traurig wäre…

    Schliesslich bedeutet die falsche und interessengeleitete Politik das Elend von Milllonen Menschen, die nur Opfer sind.

    Ob die das irgendwann kapieren? Und irgendwann Konsequenzen ziehen ?

    Gruß
    Bienlein

  • bienlein - 25. Juli 2012

    P.S.: etwas zu schnell geklickt. Gemeint war der Artikel über Spanien. Aber auch die “narrenfreien Banken” sind richtig beschrieben.

  • klaus - 25. Juli 2012

    E S M mit B a n k l i z e n z ?!

    Die RBS sieht alles schon soweit.

    http://www.zerohedge.com/news/rbs-says-expect-spanish-sovereign-bailout-request-within-days

    Bald so RBS gibts 2-stellige Renditen in Spanien.

  • klaus - 26. Juli 2012

    Und wieder Moody’s

    Diesmal 17 Deutsche Bankgruppen.

    http://www.presstv.com/detail/2012/07/25/252780/moodys-lowers-17-german-banks-outlook/

    Bild hat’s auch.

    Und dann detailiert.
    Magere Dividenden für Investoren in der EU.

    http://www.reuters.com/article/2012/07/25/germany-auction-idUSL6E8IPCQ120120725

    Unter anderem sind nur 2,3 der 3 Mrd Auktions-Anleihen zum Top-Preis
    rausgegangen. Nicht alle.

    Ein sehr aufschlußreicher Artikel.

  • Futur - 26. Juli 2012

    Den interessantesten Vorschlag zur Lösung der Euro Krise macht, laut Spiegel online,
    Sahara Wagenknecht : http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sahra-wagenknechts-konzept-zur-euro-rettung-a-845862.html

    Über 90 Prozent der Leserbriefe bewerten diesen Vorschlag positiv!

    • topperhopper - 26. Juli 2012

      Nur leider fasst auch Wagenknecht das Geldsystem nicht an. Hört sich eher nach Reload mit Staatsbanken an. Ansonsten – für eine Linke 😉 – ganz gut…

      VG

  • Rodhey - 26. Juli 2012

    Was ist eigentlich hier passiert? Kaum noch ;Möglichkeiten, Kommentare zu schreiben und sehrt wenige neue Artikel, seit Wochen schon.

    Oder ist es nur die “Urlaubszeit”?

  • Benedikt - 26. Juli 2012

    Scheinbar erkauft sich VW die guten Verkaufszahlen mit satten Rabatten:

    http://www.reuters.com/article/2012/07/26/us-fiat-pricing-idUSBRE86P0DB20120726

    Wenigstens beschuldigt der Fiat Boss, dass VW den Markt mit Rabatten kaputt macht. Ganz unwahrscheinlich dürfte das nicht sein. Wenn VW den Absatz viel zu hoch eingeschätzt, und dementsprechend bei den Lieferanten eingekauft hat, muss VW jetzt den Absatz hoch halten, um den Lagerbestand niedrig zu halten. Im November kommt dazu noch der neue Golf.

    Irgendwann dürfte VW das mit den Rabatten auch zurückfahren, und die Produktion drosseln. Ich denke im 2. Hj wird der Absatz bei VW auch zurückgehen.

    • SLE - 26. Juli 2012

      Ja, auf das Problem, dass selbst in Deutschland der Automarkt – wegen der vielen taktischen Zulassungen – viel schwächer ist, als es die Zahlen suggerieren, hat auch der deutsche Autohändlerverband ZDK wiederholt hingewiesen. Allerdings finden diese Meldungen interessanterweise offensichtlich kaum den Weg in die Mainstream-Medien (http://www.autohaus.de/geschaeftsjahr-2012-kfz-gewerbe-nrw-verhalten-optimistisch-1111460.html ).

      Laut dem ZDK ist im ersten Halbjahr 2012 jedes dritte in Deutschland zugelassene Auto eine taktische Zulassung gewesen. Das steht in einer auch ansonsten interessanten Analyse des Automarktes:

      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/absatzkrise-europas-autobauer-auf-kollisionskurs/6917014.html

      Grüße
      SLE

      • Benedikt - 26. Juli 2012

        Schaut insgesamt schon übel aus.

        “Die Privatkundenzulassungen in Deutschland hätten im zweiten Quartal, von April bis Juni, den schlechtesten Wert seit zehn Jahren erreicht. Die Neuwagenzulassungen der Unternehmen sind im zweiten Quartal unter die Werte des Vorjahresquartals gefallen.”

        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/mehr-angebot-als-nachfrage-rabattschlacht-am-automarkt-11826867.html

        Die taktische Zulassung von Heute ist das nicht produzierte Auto von Morgen. Da läuft meiner Meinung das gleiche Spiel, wie bei der letzten Krise ab. Die PKW Absatz bricht ein, aber die PKW Industrie kann nicht sofort die Produktion stoppen. Die erste Zeit überbrückt man das mit taktischen Zulassungen und massiven Rabatten, bis der Handel nichts mehr aufnehmen kann. Dann werden per Kurzarbeit die Bänder stehen gelassen. Im 2. Hj dürfte es wieder eine Welle der Kurzarbeit geben.

      • Frankenfurter - 26. Juli 2012

        Warum sind nach 2008 GM und Chrysler wieder auf die Beine gekommen? Die amerikanischen Autobauer schlossen unter staatlicher Direktion 18 Werke und bauten so ihre Überkapazitäten ab. Überkapazitäten gilt es es auch für die europäischen Autobauer abzubauen, jede Menge sogar.

        Die aktuelle Maßnahme der fr. Regierung Hybridfahrzeuge mit 2000 Euro direkt zu fördern weist mMn in die richtige Richtung. Aber diese Fahrzeuge kosten neu etwa 35.000 Euro!

        Wo ist eigentlich die Zukunfstsstrategie für die europäsche Autoindustrie? Sie ist heute nötiger denn je. Der “Markt” kann mMn die Weichen nicht stellen. Aber mauschelnde Eurokraten in ihren Hinterzimmern in Brüssel auch nicht.

        • Benedikt - 26. Juli 2012

          Zu GM

          “”GM said inventory of its full-size pickups, which will be refreshed next year, climbed to 238,194 at the end of June, a 135 days supply, up from 116 days at the end of May.” 135 days supply is huge, the accepted norm is a 60 day supply. The trick here is that GM records revenue when vehicles go into dealership inventories, not when actually sold to consumers.””
          http://www.zerohedge.com/news/gm-finds-creative-new-ways-stuff-channels-get-backdoor-taxpayer-funding

          GM Produziert seit Monaten schon auf Halde, und wird das bis zu Wahl im November weiter machen. Danach kann GM mindestens ein Quartal alle Werke schließen. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn GM nach der Wahl einfach noch einmal Insolvenz anmeldet. Dieser ganze US Autoaufschwung ist eine PR Kampagne. In wirklichkeit dürften von VW bis Ford alle bis November die Bänder am laufen halten, um die dann kollektiv ein paar Monate still zu legen.

          Ein neuer US Präsident wird ganz schnell sein blaues Wunder erleben.

        • SLE - 27. Juli 2012

          Hallo Frankenfurter,

          ich befürchte beinahe, wir werden im Automobilsektor die nächsten Fälle von “Too big to fail” erleben. Die ganze Branche – nicht nur der europäische Zweig – hat aus der scharfen Weltwirtschaftskrise und der Pleite der US-Auokonzerne strategisch nichts gelernt. Die Autohersteller fahren unverändert eine Strategie, die auf Kostensenkung, Preiskampf und Volumenwachstum setzt. Es wird vollkommen ignoriert, dass die Volumenmärkte schon 2008 gesättigte Märkte waren und es Wachstumspotenziale nur zu Lasten der Konkurrenz oder in Nischen geben kann. Und Entwicklungspotenziale gibt es überhaupt nur noch in Nischen. Die einzige Nische aber, die die Konzerne “für sich” “entdeckt” und auf die sie sich alle gestürzt haben, ist der Hybrid/ das Elektroauto. Dieses Segent kann im Krisenfall so gut wie nichts kompensieren. Damit ist das Problem eigentlich seit 2008 völlig klar. Die Autohersteller haben auf Biegen und Brechen so weiter gemacht wie bisher – was erneut in eine ruinöse Rabattschlacht gemündet ist – und ihre Zahlen bis aufs Äußerste aufgehübscht. Die Politik hat erneut nichts anderes getan, als sie nach Kräften dabei zu unterstützen. Eine Zukunftsstrategie gibt es nicht.

          Die Austeritätspolitik in Europa schnürt dem Markt nun sukzessive die Luft ab. Das merken vor allem die Hersteller, die vom europäischen Markt in hohem Maße abhängig sind. Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Global sieht es gleichfalls nicht rosig aus.

          Grüße
          SLE

          • Frankenfurter - 27. Juli 2012

            Lieber SLE,
            wir sprechen innerhalb der EU von einer 90 Mrd. Euro Industrie mit über 12 Millionen
            direkt und indirekt Beschäftigten. Bei meinen Recherchen habe ich Schätzzahlen zu den Überkapazitäten der Autobauer gefunden: Weltweit sollen es 24 Mio., in Europa 7 Mio. Einheiten
            pro Jahr sein. Das bedeutete, jedes 3. Neufahrzeug kann nicht (sofort) vom Markt aufgenommen
            werden! Um diesen Unsinn ein Ende zu machen, müsste man eigentlich die gesamte
            Fahrzeugproduktion weltweit und in der EU um ein Drittel schrumpfen. Der EU- Kommission, die von 2005-2012 eine Arbeitsgruppe eingestzt hat, um ein Zukunftskonzept für die Branche zu erstellen (veröffentlicht unter dem Titel “Cars 21)” fällt dazu ein: ” “Restructuring, when necessary, should not be resisted but in order to minimise its social impact…”

            Ich habe keine Ideen gefunden, wie man den immer stärker werdenden Wirtschaftsnationalismen in der Branche begegnet. Und konkrete Vorschläge, wie man der nötigen Freisetzung von geschätzt rund 4 Millionen Autobauern in Europa auffangen könnte, etwa indem man die Arbeitszeiten pro Mitarbeiter in dieser hocheffizienten Industrie deutlich absenkte, sucht man bei der marktreligiösen EU-Kommission vergebens. Die sieht offenbar keinen Bedarf an bestehenden Strukturen etwas zu ändern und hört lieber auf dienstbare Analysten wie von Roland Berger, die eine klare Wachstumsprognose für die Autoindustrie stellen:”…rechnen die Roland Berger-Experten für 2012 mit einem Rückgang der PKW-Absatzzahlen in Europa um rund 6 Prozent. Mittelfristig wird sich der Markt aber erholen. So erwarten OEMs wie Importeure, dass die Autoverkaufszahlen in Europa von knapp 13 Millionen PKW im Jahr 2011 auf über 14 Millionen im Jahr 2016 steigen werden – ein jährliches Wachstum von ca. 2 Prozent.”

            Das man angesichts eines permanenten Verkehrsinfarktes in allen Metropolen dieser Welt und nach wie vor gültigen Klimazielen eigentlich in der Automobilindustrie in Richtung ganz neuer Moblilitätskonzepte denken muss, auch dazu macht die EU-Kommission keine Vorschläge.

            • SLE - 27. Juli 2012

              Hallo Frankenfurter,

              Sie haben leider völlig Recht. Es ist kein Ruhmesblatt für die Kommission, was Sie bisher an Plänen zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme vorgestellt hat – sofern sie dazu überhaupt eine Notwendigkeit sah.

              Schon die Lissbon-Strategie (reinste Industriepolitik!) aus dem Jahr 2000, mit der die EU in puncto Innovation, Humankapital und Wachstum zum weltweit führenden Wirtschaftsraum gemacht werden sollte, ist ein Desaster gewesen. Mir war auch – als ich mir den Plan angeschaut habe – klar, dass die Strategie nicht aufgehen, sondern auf Probleme zulaufen würde. Die sieht man jetzt – wie hier von Ihnen und anderen dargelegt – etwa bei der Automobilindustrie. Den neuen Plan von Herrn Antonio Tajani (Industriekommissar) habe ich mir nicht mehr im Detail angeschaut, nach dem ich mir einen Überblick über den Inhalt verschafft hatte, muss ich zugeben – alter Wein in alten Schläuchen. Es ist eher ein Rückfall in die späten 80er Jahre.

              Die Europäische Kommission hat vertraglich verankert auf europäischer Ebene das alleinige Initiativrecht. Aber was macht sie in der Krise daraus? Wo sind die richtungsweisenden Pläne? Wie kommen wir aus der Schuldenkrise, aus der Wachstumskrise, aus der Beschäftigungskrise? Vielleicht sollt man in diesem Punkt mal etwas ändern. Konkurrenz belebt das Geschäft. Und leider spielt in Brüssel der Lobbyismus eine viel zu große Rolle – immer schon. Daran sollte man definitiv etwas ändern.

              Viele Grüße
              SLE

  • Futur - 26. Juli 2012

    @ topperhopper

    Sicher wissen sowohl Sahra Wagenknecht als auch ihr Lebensgefährte Oskar Lafontaine ganz genau wie desaströs das FIAT-Geldsystem der FED ist. Genauso wie dies jedem relevanten deutschen Politiker bekannt sein dürfte.
    Die USA werden wohl kaum freiwillig auf dieses für sie vorteilhafte Geldsystem und dem Dollar als Weltleitwährung verzichten! Deutschland, ja sogar die EU, sind nicht mächtig genug diesen Fakt zu ändern.

    Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen, die den alternativen Geldsystemen, ob Plan B, Gemeinwohlökonomie oder auch der “Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung” anhängen, schreiben, ja, ihr habt recht mit eurer Kritik. Jedes dieser alternativen Geldsysteme ist besser als das bestehende. Allein, die US-Amerikaner werden (können?) nicht auf ihren Dollar als Leitwährung und die FED-Geldmaschine verzichten, da sie ihre Realwirtschaft durch Neoliberale Dogmen ruiniert haben.

    Das ist das eigentliche Problem!

    Der Vorschlag von Sahra Wagenknecht ist Realpolitik. Alles andere sind theoretische Diskurse,
    die an den harten und zutiefst ungerechten Gegebenheiten scheitern.

    • SLE - 26. Juli 2012

      Hallo Futur,

      ich denke, dass trifft genau den Kern. Und vor diesem Hintergrund: Welche Rolle wird Europa politisch und wirtschaftlich global noch spielen, wenn die Währungsunion zerbricht? Vor allem wo die WU doch primär aus wirtschaftlichen Gründen geschaffen wurde.

      Viele Grüße
      SLE

    • topperhopper - 26. Juli 2012

      Ich glaube nicht, dass irgendein Geldsystem “das Beste” ist. Das jetzige Geldsystem stößt nur an seine Grenzen. Alle Geldsysteme sind von Menschen gemacht und deshalb anfällig für Fehler.

      Auch ein Vollgeldsystem oder Free Money etc. pp. – alle werden an irgendwelche Grenzen stoßen oder an systemimanenten Fehlern scheitern.

      Im Übrigen sollte man das Fiat-Geldsystem nicht verteufeln – nur weil wir jetzt ahnen, dass es scheitert. Es war ja nicht so, dass wir die letzten fast 70 Jahre in der Steinzeit gelebt haben. Es stößt jetzt nur an seine Grenze – wie alle folgenden Systeme auch. Wie immer.

      Zu den Politikern: Ich glaube nicht, dass alle relevanten Politiker wissen, wie Geld entsteht – geschweige denn, was das für Konsequenzen hat. Mit solch abstrakten Themen beschäftigt sich nur ein relativ kleiner Zirkel. Diesmal gilt: They are the 99%! 😉

      VG

    • topperhopper - 26. Juli 2012

      Achso, nochwas:
      Der ganze Vorschlag von Wagenknecht ist aber fast sinnlos. Es nützt nichts, den Banken jetzt Ketten anzulegen – die Banken haben sich in der Vergangeheit mit ihren Exzessen im Grunde systemkonform verhalten. Bankenregulierung ist gut gemeint, aber solange das dahinterstehende System existiert, werden sie immer neue “Innovationen” finden, in andere Länder ausweichen.

      Unsere Banken sind nicht böse – sie sind Kinder des Geldsystems.

      VG

      • SLE - 27. Juli 2012

        Die international ausgerichteten Geschäftsbanken sind zu groß und mit Kindern kann man sie allenfalls bezüglich des fehlenden Risiko- und Verantwortungsbewusstseins vergleichen. Das ist keine zwingende, sondern eine bewusst herbeigeführte oder besser gesagt “herangezüchtete” Folge. Es macht auch gar keinen Sinn, solche Pauschalurteile zu fällen – was haben Sparkassen und Genossenschaftsbanken für ein Problem? Es gibt viele Kreditinstitute, auf die das nicht zutrifft. Darüber wird nur nicht berichtet.

        Grüße
        SLE

  • msd - 26. Juli 2012

    Schön, dass Sarah Wagenknecht jetzt also tatsächlich Ordoliberale geworden ist – so kann´s gehen. Ich sehe das alles ganz anders: http://occupy-public-space.com/2012/07/25/blutbader-brandstifter-und-das-unvermeidliche-delstop-aktuelles-zur-dauerkrise-des-kapitals/

  • lottchen - 26. Juli 2012

    Interview mit Lars Feld:
    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-26666/wirtschaftsweiser-lars-feld-im-interview-ich-habe-nur-noch-wenig-hoffnung_aid_787241.html

    Der Überschrift würde ich mich anschließen.
    Aber das hier:
    “Der Fonds zielt darauf ab, die Liquiditätsprobleme im Euro-Raum zu lösen. Sie soll gar nicht erst in den Geruch kommen, ein Solvenz-Problem zu haben.”

    Natürlich hat die Eurozone auch ein Solvenzproblem. Wie kann jemand, der Zahlen lesen kann, das ernsthaft leugnen?

    • topperhopper - 26. Juli 2012

      Der Schuldentilgungsfonds von der reinen Finanzlogik her gesehen recht simpel. Alles, was über 60% Schuldenstand liegt, wird ausgelagert und getilgt. ABER – und das steht auch im Konzept dieses Fonds: Dafür sollen Steuern angehoben werden, am besten die Umsatzsteuer.

      VG

  • dank - 26. Juli 2012

    Draghi spricht ein Wort und die MoneyJunkies schließen sich gemeinsam auf der Börsentoilette ein und feiern stundenlang:
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/US-Boersen-ziehen-mit-article6823606.html
    …um nächste Woche wieder festzustellen, das auch ein (unlimitierter) Anleihekauf keine Probleme in den Ländern lösen wird. Hysterie – als ob es kein morgen gäbe, hossa!

  • Futur - 26. Juli 2012

    @ SLE

    Die Währungsunion ist eher aus politischen Erwägungen gegründet worden, um ein zu starkes
    Deutschland zu verhindern:
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=verheugen%20youtube&source=web&cd=1&ved=0CEQQtwIwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DaLW-dAwZeNc&ei=ElQRUOGpHobAtAbF5YDwAg&usg=AFQjCNGE9fijnDNNVlwjtQWcz4lFWlMaxw

    Tatsächlich wurden die Verträge der Währungsunion so konzipiert, dass eine spätere politische Union zwingend notwendig sein würde. An diesem Punkt stehen wir jetzt!
    Deutschland sollte an einem Vereinigten Europa ein sehr großes Interesse haben, da es isoliert zu einem Spielball der Großmächte würde. Wir brauchen z.B. für unsere Industrieproduktion viele Rohstoffe, deren Lieferungen eher in einem Vereinigten Europa gesichert wären. Dann, ein ganz entscheidender Punkt, ist Deutschland keine Atommacht, es ist wichtig mit einer solchen verbündet zu sein!
    Falls die Währungsunion zerbrechen sollte, woran ich nicht glaube, weiß ich nicht, ob noch irgendein Land mit Deutschland eine Währungsunion eingehen würde. Denn fair hat sich Deutschland nicht verhalten (Heiner Flassbeck). Außerdem würden die anderen Euro-Staaten ein wirtschaftliches Desaster erleben – und Deutschland ist nunmal keine Insel.

    Besser ist es also, insgesamt gesehen, in einer europäischen Währungsunion zu verbleiben und
    den anderen Euro-Staaten dabei zu helfen, die entsprechenden Vorausetzungen für eine wirtschaftliche Prosperität zu schaffen. Nicht die Zahlen sind wichtig, sondern die real umgesetzten, nachhaltig wirksamen Wirtschaftsstrukturen.

    Global gesehen, kann sich die EU, bestenfalls, in eine komfortable Position begeben –
    als umworbene Machtstruktur zwischen den USA und den BRICS-Staaten.

    Viele Grüße
    Futur

    • G.mont - 26. Juli 2012

      @Futur

      das klingt ganz gut und einleuchtend. Für die Menschen in Deutschland die in den letzten Jahren kleingespart wurden sieht das ganz anders aus. Die haben jetzt ganz einfach den Glauben verloren und sehen wie unendlich viel Geld in den Süden verschoben wird. Sie zahlen zweimal: erst durch jahrelangen Lohnverzicht um die deutsche Exportfähigkeit zu unterstützen, dann jetzt als Bürgen für die Zahlungsunfähigkeit derjenigen die diese deutschen Exportgüter im Süden gekauft haben. Was an dieser Konstruktion gut sein soll kann ich nicht verstehen.

    • SLE - 26. Juli 2012

      Hallo Futur,

      die Geschichte der Europäischen Integration ist immer eine der wirtschaftlichen Vortielhaftigkeit gewesen. Natürlich war diente sie der Friedensstiftung in Europa. Aber der Kohle- und Stahlsektor, der mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) der Anfang des Integrationsprozesses war, hatte damals sowohl eine militärische wie natürlich auch wirtschaftliche herausragende Bedeutung. Er wurde unter eine gemeinschaftliche Verwaltung gestellt und seine Entwicklung gefördert. Das war im Kern Industriepolitik. Ähnlich verhielt es sich Ende der 50er Jahre mit der EWG und der EAG – der Europäischen Atomgemeinschaft. Während letztere der Entwicklung einer “Zukunftstechnologie” diente, waswiederum Industriepolitik war, stellt die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft die Basis der späteren EG und der EU dar. In den 80er Jahren ging der Integrationsprozess nur deswegen – nach langer Flaute – voran, weil man mit dem Europäischen Binnenmarkt und der strategischen F&E-Förderung (Technologiegemeinschaft) wieder zwei große Projekte gefunden hatte, die für die Wirtschaft von erheblichem Interesse waren – wegen der daraus erwachsenden wirtschaftlichen Vorteile. Genauso verhielt es sich im Kern auch mit der Währungsunion und der Erweiterung der Europäischen Union. Letztere erschloss für die Unternehmen der alten Mitgliedstaaten ja neue Absatzmärkte.

      Aber selbstverständlich spielten oft auch politische Faktoren eine wichtige Rolle (die von Ihnen genannten bei der Währungsunion, bei der Osterweiterung Reduzierung des Einflussbereichs Ruslands).

      Viele Grüße
      SLE

  • frank_meck - 26. Juli 2012

    @msd
    “Schön, dass Sarah Wagenknecht jetzt also tatsächlich Ordoliberale geworden ist ”

    Die Bezeichnung “erzliberal” kommt vom Spiegeljournalisten. Bei den Vorschlägen von Sarah Wagenknecht geht es doch meines Erachtens in erster Linie darum , dass am Tag X noch Geld aus dem Geldautomaten kommt. So kann Eure Bewegung aber nicht wachsen.

    P.S. Ich bin für die Abschaffung des Geldes. Aber auf absehbare Zeit brauchen wir das Geld doch noch ?

  • Argonaut - 26. Juli 2012

    In England gabs kurze Zeit “money for nothing” von der Lloyds TSB :

    http://uk.finance.yahoo.com/news/police-called-atm-dispenses-free-cash-092426751.html

    So kurbelt man den Konsum an ……………;-)

  • unglaublich - 26. Juli 2012

    Ich steig jetzt auch nicht mehr durch..

    Was ist das jetzt hier? Eine Privatfehde zwischen den bösen Spekulanten und den honorigen Eurofantasten?

    Ist das die letzte ultimative Schlacht zwischen Raffzähne und Ideologen?

    Wenn dem so ist ist der Einsatz seitens der EZB das steuerzahlende Volk innerhalb der EU, die die Waffen – respektive Arbeitskraft und Steuerzahlungsfähigkeit – liefert.
    Auf der Seite der Spekulanten steht das angesammelte Großkapital, das möglichst gewinnbringend angelegt sein will.
    Wenn ein Herr Draghi öffentlich äußert daß er genug Munition hat um die Kurse gegenzumanipulieren (!), ist das meiner bescheidenen Meinung nichts anderes als die Einlandung zum Duell mit dem Großkapital außerhalb der Eurozone.

    Die ultimative und letztendliche Frage aller Kreditgeber der Welt an die Eurozone lautet:
    Wie weit gehst du? Welche Gesetze brichst du? Wo sind deine Prinzipien auch wenns weh tut?
    Wen wirst du opfern, aus welchen Gründen? Trennst du Ratio von Moral?

    Es wird Zeit die Fragen deutlich zu beantworten. Wenn man es allen Recht machen möchte, macht man es niemand recht, im Gegenteil – alle tanzen einen auf der Nase rum.

    Wie es momentan aussieht, würde man die Frage rein aus der Ratio beantworten, müssten die üblichen Länder temporär austreten und Brüssel kann sich selbst verbrennen.
    Moralisch (?) ..Solidarität, etc pp.. kann Brüssel bestehen bleiben und die Völker verbrennen sich selber..

    • lottchen - 26. Juli 2012

      Ich halte das alles für eine Luftblase. Was hat Draghi denn gesagt?

      “Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough,” he told an investment conference in London.

      “To the extent that the size of the sovereign premia (borrowing costs) hamper the functioning of the monetary policy transmission channels, they come within our mandate.”
      (via Reuters).

      Das “within our mandate” taucht nur in der Folgeberichterstattung nicht mehr auf. Deshalb die Hysterie. Das “mandate” geht heute auch nicht plötzlich weiter als noch vor drei Wochen.

  • Argonaut - 26. Juli 2012

    Ein erster Anfang wäre seine Einlagen (soweit vorhanden) von den “üblichen Verbrecherbanken”
    abzuziehen und zu einer guten Genossenschaftsbank zu wechseln.

    Deutschlandweit, Europaweit !

    Somit würden die Machtverhältnisse neu geordnet werden müssen.

    Wir sind Anfang letzten Jahres zu der Bank welche mit dem kostenlosen Girokonto
    wirbt und die seit Jahren hintereinander Testsieger sind gewechselt.

    Ich sage nur eines : “Ein Unterschied wie Tag und Nacht”

    Wie gesagt, die ersten Schritte sollte man schon selber tun………….

    • Argonaut - 26. Juli 2012

      Wichtig:

      In Gesamteuropa beträgt der Marktanteil ca. 20% !

      Ich denke da ist noch sehr viel Spielraum nach oben 😉

      • Argonaut - 26. Juli 2012

        Ich meinte natürlich den Marktanteil der Genossenschaftsbanken in Europa !

    • SLE - 27. Juli 2012

      Das stimmt. Wenn man etwas ändern will, dann kann man dazu als bewusst entscheidender Nachfrager beitragen. “Move your Money” ist beispielsweise in den USA eine Initiative – soweit ich mich recht erinnere -, die genau dasselbe Ziel verfolgt: Weg von den großen Geschäftsbanken, hin zu mittelständischen und Regionalbanken. Dasselbe gilt im Übrigen aber prinzipiell auch für Kaufentscheidungen bei Produkten und Diensten (z.B. im Sinne von “Buy local”). Genossenschaftsbanken und Sparkassen sowie auch alternative Banken wie etwa die GLS sind eben nicht wie die Geschäftsbanken global aufgestellt, sondern dezentral, als rechtlich selbständige Einheiten. Das war auch schon ihr großer Vorteil in der Hypotheken- sowie der anschließenden Finanzmarktkrise.

      Gruß
      SLE

  • toni - 26. Juli 2012

    OT
    Grüß Dich Argonaut,

    ich steh auf dem Schlauch denn ich schau kein Fernsehen. Welche Bank meinst Du, denn ich bin auf dem Sprung von der Spasskasse zur? (GLS, Volksbank)

    Gruß Toni

    • Argonaut - 26. Juli 2012

      Hi Toni,

      wir sind zur Sparda-Ostbayern gewechselt.
      Sparda-Bank also.

      Gruß Argonaut
      (P.S. aufgrund der Empfehlung meines Vaters – pensionierter Geschäftsführer zweier ehemaligen Dresdner Bank- Filialen in Bayern)

  • Futur - 26. Juli 2012

    @ topperhopper

    Sie haben eine statische Sicht auf die Welt. Theoretisch korrekt müsste ich sagen, dass das bisherige Geldsystem unzweckmäßig ist: Es führt über den Zinseszins zwangsläufig zum Kollaps.
    Beschrieben auf sehr vielen seriösen Internetseiten: http://www.wissensmanufaktur.net/
    hhttp://www.deweles.de/files/mathematik.pdf http://www.monetative.de/, http://www.deweles.de/, usw.
    Das Problem ist, dass die unausweichliche Finale Geld-Krise meistens mit einem Krieg gelöst wurde, dies schon seit Jahrtausenden, deshalb ist das Zinseszins-Schuldgeldsystem auch in der Bibel und in dem Koran verboten.
    Einen dritten Weltkrieg halte ich für ausgesprochen gefährlich.
    Außerdem führt das Ganze, wie Sie schon korrekt beschrieben haben, zu absolut unannehmbaren
    Exzessen in der Finanzwelt. Es gibt auch zweckmäßige Banken, und warum sollen wir denn solange warten, bis die Bankenunion gegründet ist? Ich persönlich, und alle die ich kenne,
    sagen wir mal die Mittelschicht, können es kaum erwarten, dass dem absurden Spiel ein Ende
    bereitet wird!

    Warum sollten denn die Politiker denn nicht über das Fiat-Geldsystem informiert sein? Das ist nicht
    so schwer zu verstehen : Während 99 Prozent immer ärmer werden, kuluminiert das Geldkapital
    bei einem Prozent. Exponentiell, relativ einfache Mathematik, vielleicht der 9.Klasse.
    Sie sind doch kein Banker, oder?

    Viele Grüße
    Futur

    • topperhopper - 27. Juli 2012

      Ich weiß schon (glaube zu wissen…), wie das Geldsystem funktioniert. Aber was ist an meiner Meinung statisch? Wir können jetzt den Niedergang eines bestimmten Systems beobachten. Das passiert aber mit allen Systemen. Wir leben aber historisch deshalb nicht in einer besonderen Situation. Und wir werden ein neues System irgendwann bekommen, dass aber auch nicht für ewig hält. usw. usf.

    • topperhopper - 27. Juli 2012

      “Warum sollten denn die Politiker denn nicht über das Fiat-Geldsystem informiert sein?”

      Weil es dermaßen abstrakt ist. Machen Sie nicht den Fehler und schließen von sich und diesem Blog etc. auf die breite Masse. Und weil fast alle Menschen (Politiker, Medien, Otto-Normalo sowieso) über Geld noch mittelalterlich denken. Sehr verkürzt: In einer Schatztruhe liegt Geld – Geld ist ein Gut – daraus werden Kredite vergeben – alle Schulden sollten immer fleißig zurückgezahlt werden – usw.

      “Sie sind doch kein Banker, oder?”

      Nein. Aber die Zeiten dort sind bestimmt interessant – wenn man denn gerade seinen Arbeitsplatz behält. Aber was soll die Frage? Die Banker sind bestimmt nicht Schuld an der Krise – genauso wenig wie die Griechen.

      VG

    • Stefan Wehmeier - 30. Juli 2012

      “Warum sollten denn die Politiker nicht über das Fiat-Geldsystem informiert sein? Das ist nicht so schwer zu verstehen: Während 99 Prozent immer ärmer werden, kumuliert das Geldkapital bei einem Prozent. Exponentiell, relativ einfache Mathematik, vielleicht der 9.Klasse.”

      Warum sollten die Politiker etwas verstehen, das Sie selbst noch nicht im Ansatz verstehen? Offensichtlich fallen Ihnen Ihre eigenen Denkfehler nicht auf, und bei Politikern ist das noch sehr viel schlimmer. Wenn Sie beispielsweise den Ausdruck “Fiat-Geldsystem” verwenden, weiß ich bereits, dass Sie die Ursache der Zinsumverteilung nicht kennen. Sie sind auf populistische Dummschwätzer hereingefallen (“wissensmanufaktur”, “monetative”), die keinerlei Interesse an der Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus haben, sondern sich lediglich “wichtig” machen wollen, indem sie genau die Denkfehler verbreiten, die vorgeblich “systemkritisch” eingestellte Zeitgenossen hören wollen (“Geldschöpfung der Geschäftsbanken” und anderer Unsinn).

      Sie haben recht, dass die Mathematik der 9. Klasse ausreicht, um das Geld zu verstehen. Das setzt aber voraus, dass Sie sich als 15-jähriger Schüler in der 9. Klasse befinden und Ihr Verstand noch nicht durch den “Ernst des Lebens” in “dieser Welt” (Zinsgeld-Ökonomie) mit Vorurteilen und vorgefassten Meinungen belastet ist, damit Sie die richtigen Informationen richtig einsortieren und durchdenken können, um Falschinformationen (Propaganda) noch rechtzeitig zu erkennen und zu verwerfen.

      Das Gehirn (von “Verstand” kann man nicht mehr sprechen) eines Politikers ist dermaßen mit “negativem Wissen” (Falschinformationen und Halbwahrheiten) zugemüllt, dass es wesentlich leichter ist, einem 10-jährigen Schüler die freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus zu erklären, als dem “erwachsenen” Politiker. Denn der Politiker bildet sich ein, er wüsste schon was. Sein “negatives Wissen” hat ihn in seine “Position” gebracht, auf die er stolz ist, also hat er dieses als für sich “positives Wissen” abgespeichert. Der 10-jährige Schüler muss nur belehrt werden, der “Spitzenpolitiker” benötigt zuerst eine komplette Umerziehungstherapie!

      Erschwerend (für Politiker) kommt hinzu, dass durch die Befreiung der Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus die “hohe Politik” überflüssig wird:

      http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

  • klaus - 26. Juli 2012

    Keine Mensch glaubt Draghi und
    seiner EZB, solange der ESM nicht steht.

    http://www.zerohedge.com/news/citi-draghi-expect-nothing-ecb-esm-active-september-earliest

    Auf wessen Geld machen die hier ne Flasche auf?

  • Futur - 26. Juli 2012

    @ Freiberufler

    Das was nicht funktioniert, ist, dem Arbeitnehmer immer geringere Löhne zu bezahlen und gleichzeitig auf eine stärkere Binnenkonjunktur zu hoffen. Weiterhin funktiert es nicht, die durch die geringeren Lohnstückkosten verbilligten Produkte in die Euro-Länder zu exportieren, und zu glauben, dass diese Länder keine Schulden anhäufen. Und dann werden wir, diejenigen, die verkaufen wollen, doch wohl einen solventen Käufer brauchen.

    Die Euro-Länder fallen jetzt wohl erstmal aus. Also, wer kann denn unsere guten Produkte kaufen…warten Sie mal, ich muss überlegen…hmmm, eventuell diejenigen, die diese herstellen?
    Wäre doch nicht so unlogisch, oder?
    Na gut, auf diese Idee ist Heiner Flassbeck auch schon gekommen…

  • dank - 26. Juli 2012

    Die National Champions verhalten sich immer mehr, als wären sie selbst Länder bzw. Regierungen – aktuelles Beispiel:

    Fiat-Chef wirft VW “Blutbad” vor
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Fiat-Chef-wirft-VW-Blutbad-vor-article6823746.html

    Nach “Blutbad” – VW fordert Fiat-Chef zum Rücktritt auf
    http://www.n24.de/news/newsitem_8096153.html

    Dabei geht es weniger um den Inhalt sondern um was damit allgemein ausgesagt wird.
    Sehr bedenklich.

  • klaus - 27. Juli 2012

    @Futur
    “Das Problem ist, dass die unausweichliche Finale Geld-Krise meistens mit einem Krieg gelöst wurde”

    Das Problem beginnt damit, das der einfache Bürger nicht
    mehr nachgibt !
    Der Rentner kein Investment mehr sucht und
    mittlerweile jeder Andere weis, das er sein Geld
    rausrücken soll.

    Und wenn es keinen mehr zu erwischen gibt,
    dann müssen Steuern,Abgaben und Sozialkürzungen ran.
    Denn blöderweise hat man das ganze ruhende Geld,
    wie LV, Bausparvertrag, RisLV, Riester, ….
    in die Welt investiert, in der Hoffnung 20 Prozent Zinsen
    abzustauben.

    Die Kaufkraft wird ebenso regelmäßig abgeschöpft,
    sonst könnte man die Inflation bereits sehr deutlich
    merken.

    Aber du hast Recht, wenn keiner nachgibt ( investiert ),
    gibt es Krieg. Wie will man sonst am Pokertisch zum
    Sehen aufdecken lassen?

    Was früher der Volkssturm war, sind heute die paar Kröten
    des kleinen Mannes.

    Angeblich sanktioniert man am liebsten männliche
    Hartz4ler. Wenn man davon die Hälfte umbringt,
    weil männlich und verzichtbar, hat man das Problem
    der Demographie. Was ist wenn die Hartz4ler weglaufen?
    Was macht man mit den Frauen?
    Und Kindern? Wer sorgt für Sie?

    Der bankrotte Staat? Die dazukommenden Migranten?
    Die Reichen?

    Die LVs sind geplündert aus Angst in Hartz4 davon
    leben zu müssen.
    Welcher prekär Beschäftigte sollte große Ersparnisse
    anhäufen?

    Für wen? Für Rettungspakete?

    Es ist vorbei.
    Ohne Mindestlohn geht nix mehr.
    Blöderweise gehen dann die vielen,
    die von den Armen leben in die Pleite.

    Kleingewerbe,Pädagogen,Juristen,…
    Es gibt ausreichend Gewerbe, das exakt
    an diesen Bedingungen verdient.

    Die gehen ebenso in die Pleite, wie
    Ihre Klientel.

    Sagte doch die Navidi in NTV – “Das Ungeheuer frißt sich selbst auf”.

    Natürlich ist beim Neuanfang ein sauberes Chaos
    zu erwarten.
    Aber haben wir Ordnung?

    Alles was wir haben ist noch das Grundgesetz.

    Und viele Leute, die es nicht mögen.

    😉

  • Zorro - 27. Juli 2012

    Thema Souveränität

    Futur – Deutschland war immer ein Spielball der Großmächte.

    Dies schon mit der Einführung des GG und wieder und wieder im nächsten Step mit der Wiedervereinigung, 2 + 4 Verträge – keine Souveränität – bis heute nicht! Deutschland ist eine GmbH mit einer Geschäftsführerin Angela Merkel. Wieder war dies bis vor kurzem “nur” VT – heute spricht man offener drüber – leider nicht offen genug:

    nur einer von vielen Darstellungen welche sich lohnt dahingehend betrachtet zu werden:

    Wolfgang Schäuble, Frankfurt, 18.11.2011

    „Die Kritiker, die meinen, man müsse eine Konkurrenz zwischen allen Politikbereichen haben, die gehen ja in Wahrheit von dem Regelungsmonopol des Nationalstaates aus. Das war die alte Ordnung, die dem Völkerrecht noch zugrunde liegt, mit dem Begriff der Souveränität, die in Europa längst ad absurdum geführt worden ist.

    Spätestens in den zwei Weltkriegen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen. Und deswegen ist der Versuch in der europäischen Einigung, eine neue Form von Gouvernements zu schaffen. Wo eben es nicht eine Ebene, die für alles zuständig ist und die dann im Zweifel durch völkerrechtliche Verträge bestimmte Dinge auf andere überträgt – nach meiner festen Überzeugung für das 21. Jahrhundert ein sehr viel zukunftsweisender Ansatz als der Rückfall in die Regelungsmonopolstellung des klassischen Nationalstaates vergangener Jahrhunderte.

    Ich möchte Ihnen ganz klar sagen, dass ich ziemlich überzeugt bin, dass wir in einer Zeit von weniger als 24 Monaten in der Lage sind und in der Lage sein werden, das europäische Regelwerk so zu verändern. Wir brauchen bloß nur das Protokoll Nr. 14, wer’s nachlesen möchte, im Lissabon-Vertrag so aufzubauen, dass wir daraus die Grundzüge einer Fiskalunion für die Eurozone schaffen. …“

    http://theintelligence.de/index.php/politik/eu-europaeische-union/3592-schaeuble-deutschland-ist-kein-souveraener-staat.html

    Fazit: Ja was der Herr Schäuble alles so weiß !? Und was er uns im letzten Absatz sagen will.. der hat den Plan nun mal im Kopf.

    Mehr zur Souveränität – es lohnt sich das Studium:

    ==> http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=10194

  • Zorro - 27. Juli 2012

    Thema 2 KFZ Markt, Weltmarkt, Wachstum – warum?

    Warum, so frage ich mich im Zeitalter der kommenden Peaks, Peak Oil, Peak Kohle, Peak Uran, Peak Wasser, Peak Nahrung, schlussendlich Peak Mensch – http://www.peak-oil.com – haben wir denn immer einen Hang zu größeren Einheiten! Ist die Flucht in supranationale Einheit nicht ein Trugschluss? Wird er uns nicht mantrahaft seit Jahren nur eingebläut!?

    Ich denke es herrscht Konsens darüber, dass ALLE VWL Modelle systemisch Fehler haben. Sicher auch das dieses aktuelle Geldsystem von keinem namhaften Politiker und der Medienlandschaft mal grundsätzlich in Frage gestellt wird – was jedoch dringend nötig wäre. Zumindest darüber in Diskussion zu treten. Tut man nicht. Warum nach meiner Ansicht nach – es ging und geht immer darum Schuld zu bilden, so funktioniert die Indoktrination der Kirche… sie hält seit vielen Jahrhunderten die Menschen in der Schuld – so wird Kontrolle möglich.

    Ein weiterer Effekt dessen ist im Geldsystem zu sehen – Schuld wird produziert. Der Staat gewährt den Schutz des (nicht natürlichen) Eigentums und fordert seine Abgaben. Durch das Geldsystem und vielen menschlichen “Nicht-Einhaltungen” der aufgestellten Regeln – was wohl immer so war und immer so sein wird – wird dieser Schutz immer wieder dann gebrochen. Eigentum wird dann – zum Schutz des Staates – schlicht einverleibt, oder eine neue Schuld kreiert. Der Kreis wird wieder geschlossen und der Mensch….? Auf in die nächste Runde, nächste mal wird alles besser.

    KFZ Markt erweitert Luftfahrt – seit 25 Jahren mein Arbeitsumfeld, somit gut im Überblick. 2008 hatten wir eine mögliche Produktionskapazität weltweit im KFZ Markt von ca. 93 Millionen Fahrzeugen weltweit. Hergestellt und verkauft wurde 2/3 davon. Von diesen ca. 63 Millionen hergestellt Fahrzeugen wurden wieder ca. 2/3 vorausfinanziert, Kredit oder Leasing. Somit in Summe effektiv “bezahlt” besser via Papier ausgeglichen – ca. 20 Millionen Fahrzeuge. Von 93 Millionen – vor Lehman. Wo sollen wir denn noch hin? Fiat hat seit Jahren seine Punto-Reihe protegiert. Frankreich seine PSA Werke – auch schon vor Lehman. Ein Staatszuschuss für jeden Arbeitsplatz ist normal. Zweites Beispiel Luftfahrt – die Boombranche der letzten Jahre. Quasi zu 100 % in Finanzierung – Airbus, Boeing, 5-6 Jahre Produktionsauslastung im Voraus. Gen 100 % über ein Jahr in Optionen…jederzeit kündbar. Alles auf kreditärer Basis… wohin wollen wir denn noch? Weiter, höher, schneller… auch heute noch während dieser Krise… es soll irgendwie weiter gehen… muss ja! (Ironie Ende).

    Dies alles im Zeitalter der Peaks – ich erinnere an folgende Grafik – hier auf Querschuss – mit diesem Thema hat Steffen den Blog hier mal begonnen:

    Das Öl Zeitalter

    dabei spielt der Peak 2008 im Grundöl, oder all over in 10, 20 Jahre zeitlich keine wesentliche Rolle mehr.

    Thema Frieden, größer Einheit

    Frieden hatten wir auch vorm Euro. Es sind die großen Einheiten welche gefährdend sind für den Menschen. Die Vereinigten Staaten sind eine große Einheit, sind der Vorläufer der Vereinigten Staaten.

    Sehr gut ist dort erkennbar was die Größe und der Zentralismus bringt… für mich erschreckend und für sie / für euch..?

    – ein Heer von Lebensmittelmarkenempfänger. Millionen.
    – eine inoffizielle Arbeitslosenstatistik (shadowstats) jenseits der 20 %
    – eine FED Finanzdiktatur was sehr wohl über den Federal Reserve Act 1913 eine glasklare Verschwörung einer Handvoll Banker gegenüber dem Volk war.
    – den höchsten Wehretat der Welt, zum durchdrücken von geopolitischen Zielen – und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt.
    – ein politisches Zwei Parteiensystem ohne echte Wahlmöglichkeit, wenn man denn einmal die Wirklichkeit betrachtet.

    Zweites Beispiel China…. reicht für ein ganzes Buch, ebenso das drittes Beispiel Russland…. erspare ich mir.

    Weitere Beispiele

    – Monokulturen sind große Einheiten und nachweislich auf Dauer schädlich.
    – Großbetriebe, rationell strukturiert bis in die letzte Ecke… ausgelegt auf Output… was wenn die Absatzmärkte via Kontraktion der Kreditmöglichkeiten sinken… wieder eine große Gefahr. Keine Flexibilität.

    Tut mir leid, dies verstehe ich nicht… es ist für mich nur aufgrund des politischen Machterhalts zu verstehen und genau dies geschieht doch aktuell.

    Die VWL, die Wirtschaft findet ihren Antrieb nicht durch das Geld, nicht durch die Modelle… diese sind nur das Benzin zur Beschleunigung und

    gerne zitiere ich Andreas Eschbach aus seinem Buch „Ausgebrannt“ –

    Prolog – „Selbst mit dem letzten Tropfen Benzin kann man noch beschleunigen.“

    Der Motor aber sind unsere Energiereserven, vornehmlich das Öl, die Kohle, das Uran, das Gas. Ohne die ist alles nichts. Und exakt diese Betrachtung findet in keiner Modellvariante auch nur die geringste Beachtung. Darum – für den Menschen – plädiere ich mehr darüber nachzudenken was besser ist. Supranationale Einheiten oder Dezentralisierung. Unser allgemeiner Fußabdruck ist ohne eine natürliche Wirtschaftsordnung viel zu hoch. Und nur darum geht es – für den Menschen und für unsere Kinder. Dieser Frevel holt uns doch nur ein, so oder so. Der Politik geht es nur um den Erhalt ihrer Kontrolle. Der Rest, die aktuelle Rettungsschirmnummer und die Schüsse jenseits des Atlantiks hier zu uns ist die Show fürs Volk.

  • Futur - 27. Juli 2012

    @ Zorro

    Vielen Dank! Ungefähr 78 Beiträge vorher habe ich Sie genau auf dieses Statement von Schäuble hingewiesen.

  • Futur - 27. Juli 2012

    @ Zorro

    Vielen Dank! Ungefähr 78 Beiträge vorher habe ich Sie genau auf dieses Statement von Schäuble hingewiesen.

  • Futur - 27. Juli 2012

    @ Zorro

    Vielen Dank! Ungefähr 78 Beiträge vorher habe ich Sie genau auf dieses Statement von Schäuble hingewiesen.

  • Futur - 27. Juli 2012

    Tut mir leid, aber mein Kommentar kommt nicht an!

  • Zorro - 27. Juli 2012

    hallo Futur – schon klar. Mir geht es um den Gesamtkontext. Beste Grüße und schönes WE;-)

    • toni - 27. Juli 2012

      Hallo Zoro,

      Danke für Deine Gedanken, sind auch meine. Immer nur größer, schneller und mehr Wachstum, das verträgt die Erde nicht, ich übrigens auch nicht. Die Erde überlebt uns!

      Viele Grüße und ein schönes WE, Danke für die Diskussionen

      Toni

  • klaus - 27. Juli 2012

    S C H U L D E N U N I O N

    E S M

    Ist es soweit ? Ohne VerfGericht ?

    Ob Asmussen,Merkel und Schäuble
    und verraten haben?

    Und die Entscheidung des Verfassungsgerichts
    erzwingen?

    Hier mal das Abkommen von letztem Jahr.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/8658331/Angela-Merkel-faces-revolt-in-Germany-over-rescue-deal.html

    Und jetzt das Resultat bei Zerohedge. Ist das der Beweis?
    Wie lange will die Kanzerlin mit Schäuble Deutschland hintergehen?

    http://www.zerohedge.com/news/more-european-any-and-every-thing-promises-jerk-market-higher

    Was will man noch sagen. Hat Erichs Rache
    an der BRD gewonnen?

    Gehen wir jetzt in den Ausverkauf
    unserer Demokratie?

    Darf man dieser Kanzlerin noch trauen?

    • lottchen - 27. Juli 2012

      Ich würde, was zerohedge in Sachen Eurozone schreibt, mit mehr als einem Salzkorn nehmen. Ein Teil der Leute, die sich hinter den Pseudonymen verbergen, haben gelinde gesagt lückenhafte Kenntnisse über die europäischen Institutionen und politischen Player und können überdies weder deutsch noch französisch – was sich daran erkennen lässt, dass sie Google-Übersetzungen als “Basis” für ihre Analysen verwenden. Jeder darf selber mal einen Spiegel-Artikel per Google übersetzen und sehen, was dabei rauskommt. Man versteht nur die Hälfte und wenn man dann noch diese Hälfte nicht einordnen kann, kommt nicht selten der größte Quatsch heraus.

  • Zorro - 27. Juli 2012

    Klaus – Trauen, nein, konnte man ihr und den Willhelfern nie, durfte man im Grunde nie.

    Spätestens dann seit man jedes Vertragswerk, Mastrichtim Beginn, über den Haufen gefahren hat. Rechtsbruch über Rechtsbruch.

    Die Verwalter und dessen purer Erhaltungsinstinkt und Willen dazu richten uns zu Grunde. Leider in der Konsequenz erst gemerkt, wenn das bei jeglichem von oben bis unten, direkt im Geldbeutel ankommt. Hier leistet eine Bürgschaft via Buchgeldsystemen Schützenhilfe, denn es suggeriert jedem Geldbeutel – “ist ja nicht meines aktuell”.

    Hier wird niemand sich verstecken können in der Abschlußrechnung. Man darf und kann der Kanzlerin nicht trauen und der Opposition ebenso nicht – wenn wir hier diese Informationen haben, haben sie andere zuvor auch gehabt und könnten sie heute gar noch verwerten – tun sie aber wohl nicht… warum !?

    UND es waren Rechtsbrüche sämtlicher Parteien von Beginn an (die Linke aussen vor, da zeitlich schlicht nicht machbar).

    Was hier abläuft ist ein ein knallhart durchgezogenes Konstrukt EU – die Vereinigten Staaten von Europa durch zupeitschen. Lügen über Lügen. Nicht zu unserem Vorteil, nur zu deren, denn so oder so käme doch die Neuverhandlung des Systems Geld etc.

    Nur werden wir – sollte es zustande kommen – GAR nichts in Zukunft zu entscheidene haben. Ein Rätesystem ist im Anmarsch und die Masse schläft, bewußt oder unbewusst, sie schläft. Mit Sicherheit wird dies noch mal bereut.

  • klaus - 27. Juli 2012

    Naja, eins ist gewiss.
    Deutschland wird nicht der Nabel Europas sein.

    Lassen wir doch die Unterschrift kommen.
    Auf Moody’s ist Verlaß.

    😉

    P.S. Vielleicht gibt es zu viele die sich Sorgen machen.
    Und andere die aus irgendwelchen Gründen immer
    locker sind.

  • MickFfm - 27. Juli 2012

    @ Zorro,

    ich möchte doch noch auf diese “Souveränitäts” – Äusserung Schäubles (den ich wirklich nicht abkann) und den Link zum gelben Forum Stellung nehmen.

    Schäuble wurde hier das Wort im Munde umgedreht. Es ist doch natürlich, dass auch nach dem Anschluss der DDR und dem 2 + 4 Vertrag die BRD nicht vollkommen souverän war. Eingebettet in völkerrechtliche Verträge, der EU und kurze Zeit später dem EURO, ist faktisch keiner dieser beteiligten Staaten mehr vollständig souverän. Dies zählt genauso für Frankreich, Italien, Österreich (vollständige Souveränität bereits seit 1955) etc. Diese Staaten haben sich also quasi freiwillig enteiert in dem sie mehr und mehr Kompetenzen abgegeben haben. Wird wohl noch weiter gehen…

    Dem gegenüber steht die Volkssouveränität nacht Art 20 Abs. 2 GG. Die bedeutet, wenn 80 % der Deutschen nächsten September die Partei XYZ wählt und dieser den Auftrag gibt (gemäß deren Wahlprogramm) eine neue Verfassung zu erarbeiten und aus EU und Euro auszutreten, dann ist das halt so. Dem kann auch niemand widersprechen. Insofern besteht unsere Souveränität im Sinne des Demokratieprinzips sehr wohl.

    Dass eine solche Äusserung Schäubles dann wieder aufgenommen wird um den 2 plus 4 Vertrag zu interpretieren (jetzt bin ich beim gelben Forum) ist man gewohnt. Will hierzu nur sagen, dass die dort gezogenen und tausendfach kopiert an vielen Stellen des Netzes zu findenden Schlussfolgerungen hahnebüchend sind.

    Noch schlimmer (und jetzt bin ich wieder hier beim Thema) wird es, wenn aus dieser angeblich nicht vorhandenen Souveränität geschlossen wird, dass die Regierung den Auftrag erhalten habe (von wem auch immer) Deutschland auszuverkaufen. Um Kriegsschuld zu begleichen oder was auch immer man so liest. Was ist da mit den anderen Eurostaaten? Da gibt es keine Kriegsschuld. Und alle sind sich auch bewusst, dass D nicht alle anderen Eurostaaten finanzieren kann.

    Nein! Der Grund liegt (neben idiotischen Ideologien) in der best funktionierenden Branche weltweit. Dem Lobbyismus. In Berlin kommen auf einen Parlamentarier ACHT Lobbyisten und in Brüssel gar ZWANZIG. Die Abgeordneten werden beackert nach allen Regeln der Kunst. Durch “Beratungen” (klar kann auch ein Abgeordneter nicht alles wissen), Pöstchen, Geschenken etc. Vielleicht wird ja auch mal nen Umschlag überreicht. Insofern kann man heute fast allen Staaten die Souveränität absprechen, denn Politik wird heute nicht mehr vom Volk bestimmt (weil es diesen Auftrag freiwillig nicht wahr nimmt) sondern von Banken und Industrieunternehmen. Und dies fing spätestens 1983 mit Gründung des ERT an. Man kann natürlich auch noch über andere Gruppierungen spekulieren.

    • Zorro - 27. Juli 2012

      hallo MickFfm – ganz ehrlich, mir geht es mehr um den Kontext, wie schon geschrieben .

      Ob Schäuble dies nun explizit und wie gemeint hat ist doch nur ein Nebenkriegsschauplatz von vielen. Denn wir können beider Versionen daraus stricken. Fakt ist, es hat es gesagt, oben im exakten Wortlaut. Wort für Wort.

      Und weiter gibt es nach diversen Untersuchungen und Auseinanderstzungen mit den Verträgen selbst unter Staatsrechtlern mitunter diese Meinung. Selbstverständlich findest man da keine Staatsrechtler, welche verbeamtet sind oder im System aktiv.

      Somit, was hat Schäuble nun gemeint.. !? Ihre Version oder die welche das Netz verbreitet. Fakt bleibt, dieser Mann und die Blogpartei im Bundestag arbeitet mit Sicherheit nicht für die Bürger, sondern vornehmlich für ihren Kontrollerhalt.

      Ein Bundesfinanzminister welcher einen ESM unter diesen Bedingungen als unabdingbar bei jeder Gelegenheit propagiert un durch peitscht, ist für mich nicht im Ansatz haltbar.

      Beim Lobbyismus haben Sie meinen Nerv getroffen. Gehört unabdingbar unter höchsten Strafen schlicht verboten. Ist eines der hauptsächlichen Grundübels unserer Gesellschaft.

      Arroganz, Elitendenken abseits des Volks – auch parteiübergreifend:

      Beste Grüße

  • Eurelios - 27. Juli 2012

    w@ Klaus

    P.S. Vielleicht gibt es zu viele die sich Sorgen machen.
    Und andere die aus irgendwelchen Gründen immer
    locker sind

    Ich kenne eigentlich in meinem Umkreis nur Menschen die sich Sorgen machen.

    Die sind aber mit ihrer Lebenslage (damit sie über die Runde kommen) so beschäftigt das
    sie gar nicht in der Lage sind nachzudenken was könnte man tun um den Würgegriff
    der Finanzmafia abzuschütteln.

    Wenn ich in meinem Bekanntenkreis mal die ganze Geld/System/Verteilerei von Unten
    nach Oben Scheixx anspreche sagen die ja ja ich weis aber was soll ich machen ich muss
    doch über die Runde mit meiner Familie kommen und habe halt keine Zeit dafür.

    Das sie im Hamsterad immer schneller laufen müssen damit sie nach Feierabend
    gar nicht mehr in der Lage sind etwas Eigeniniative zu entwickeln um über eine
    Änderung, am besten mit Gleichbetroffene, nachzudenken wie man das ändern könnte.

    Auf die Idee das dies von “Oben“ so gewollt und auch gesteuert wird kommt keiner.

    Typisch Deutscher Michel. Schuftet sich ab bis zum umfallen und wundert sich dann
    wenn nach dem Zusammenbruch er auch noch Prügel bekommt von den anderen
    Nationen Europas.

  • MickFfm - 27. Juli 2012

    Hoffentlich wir dies hier von den Parlamentariern gelesen. Aber die sind ja im Urlaub 🙁

    http://www.welt.de/wirtschaft/article108400004/Rating-Agentur-haelt-deutsche-Pleite-fuer-moeglich.html

    • dank - 28. Juli 2012

      Hui – danke dafür.

      Egan-Jones macht keine Witze… Bislang sind mir keine bekannt. Die sind ehrlicher als die großen drei.

  • Frankenfurter - 27. Juli 2012

    Lieber SLE, wir sprechen innerhalb der EU von einer 90 Mrd. Euro Industrie mit über 12 Millionen direkt und indirekt Beschäftigten. Bei meinen Recherchen habe ich Schätzzahlen zu den Überkapazitäten der Autobauer gefunden: Weltweit sollen es 24 Mio., in Europa 7 Mio. Einheiten pro Jahr sein. Das bedeutete, jedes 3. Neufahrzeug kann nicht (sofort) vom Markt aufgenommen werden! Um diesen Unsinn ein Ende zu machen, müsste man eigentlich die gesamte Fahrzeugproduktion weltweit und in der EU um ein Drittel schrumpfen.

    Der EU- Kommission, die von 2005-2012 eine Arbeitsgruppe eingestzt hat um ein Zukunftskonzept für die Branche zu erstellen (veröffentlicht unter dem Titel “Cars 21)” fällt dazu ein: ” “Restructuring, when necessary, should not be resisted but in order to minimise its social impact…” Ich habe keine Ideen gefunden, wie man den immer stärker werdenden Wirtschaftsnationalismen in der Branche begegnet. Und konkrete Vorschläge, wie man der nötigen Freisetzung von geschätzt rund 4 Millionen Autobauern in Europa auffangen könnte, etwa indem man die Arbeitszeiten pro Mitarbeiter in dieser hocheffizienten Industrie deutlich absenkte, sucht man bei der marktreligiösen EU-Kommission vergebens. Die sieht offenbar keinen Bedarf an bestehenden Strukturen etwas zu ändern und hört lieber auf dienstbare Analysten wie von Roland Berger, die eine klare Wachstumsprognose für die Autoindustrie stellen:”…rechnen die Roland Berger-Experten für 2012 mit einem Rückgang der PKW-Absatzzahlen in Europa um rund 6 Prozent. Mittelfristig wird sich der Markt aber erholen. So erwarten OEMs wie Importeure, dass die Autoverkaufszahlen in Europa von knapp 13 Millionen PKW im Jahr 2011 auf über 14 Millionen im Jahr 2016 steigen werden – ein jährliches Wachstum von ca. 2 Prozent.”

    Das man angesichts eines permanenten Verkehrsinfarktes in allen Metropolen dieser Welt und nach wie vor gültigen Klimazielen eigentlich in der Automobilindustrie in Richtung ganz neuer Moblilitätskonzepte denken muss, auch dazu macht die EU-Kommission keine Vorschläge.

    • Eurelios - 27. Juli 2012

      Hallo Franfurter,

      es gibt noch andere Meldungen:

      http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article108393427/Porsche-bleibt-auf-Erfolgskurs.html

      Ist dies positiv?

      Ich meine nein.

      Warum?

      Für mich eigentlich ganz klar. Durch die Umverteilung der Geldverteilung von der
      großen Masse der Menschen zu den ca 10% Geldeliten haben die so viel Vermögen
      das denen nichts mehr übrig bleibt um einen 2 oder 3 Porsche sein Eigen zu nenne.

      Warum?

      Auch klar. Das Leben ist ja endlich, auch für die Geldeliten. Man gönnt sich ja sonst nichts
      ist dann die Devise der wenigen Reichen.

      Es ist schon abstrus die Masse der Menschen kämpft um das tägliche Brot um keinen
      Hunger zu haben

      Die wenigen Geldeliten haben Mühe mit ihrem Geldvermögen ihrem Wohlbefinden nachzukommen.

      Einfach irre das ganze System.

      • Zorro - 28. Juli 2012

        Eurelius – Klassenkampf welcher mit Sicherheit uns alle nicht weiterbringt.

        Mit Sicherheit haben wir ein Umverteilungsproblem, aber die Menschen in diesen Werken verdienen sehr gutes Geld. Hier in Deutschland kämpft niemand um das tägliche Brot. Im Vergleich zur Welt, global, wo ca. 3 Milliarden Menschen gerade mal einen Dollar am Tag verdienen ist ein jeder hier im Land mit diesen Sozialleistungen besser dran. Dies kommt selbstverständlich nur dadurch das eben auch diese Produkte aka Porsche gebaut werden. In Somalia gibt es diese sozialen Leistungen aka D nicht. Freiwillige vor zum Tausch der Nationalität Eurelios – würden Sie gerne tauschen?

        Wir produzieren tagtäglich mit Millionen von Menschen Dinge welche wir nicht im Ansatz brauchen, aber eben so funktioniert unser aktuelles Geldsystem doch nur noch. Wir sind Opfer einer arbeitsteiligen Welt geworden… alles hoch spezialisiert. Runter gebrochen auf eine Masse eintöniger, monotoner Arbeitsplätze an den Fliessbändern etc. oder eben hoch spezialisiert wo wenige nur noch folgen können.

        Ewig nachjagend dem Zins und der Erwirtschaftung. Der Schuld nachlaufend, diese abzutragen. Unabdingbar müssen neue Nachschuldner gefunden werden, um das Spiel am laufen zu halten, ob Navi, Handy, oder eben Porsche. Erweitert Baumarkt, Produkte aka China… unter wahnsinnigen Bedingungen hergestellt. Dies damit wir hier alle, von reich bis arm, fröhlich weiter machen können. Diese Irrsinn gilt es erstmal zu durchbrechen und zu erkennen. Irre das System, ja, aber bitte wenn schon Klassenkampf, dies auch global sehen und nicht frei nach dem Motto, Porsche nein, ab VW die Grenze.. eben bis runter durchbrechen Eurelius.

        • Futur - 28. Juli 2012

          Hallo Zorro,

          ein sehr intelligenter Pysikprofessor hat mal zu dem oben genannten Thema gesagt, das, was man tun kann, ist nicht die Systemänderung, auch nicht die Bekämpfung der Eliten, denn diese sei ja austauschbar. Das einzig sinnvolle wäre, sich selbst so zum Positiven zu verändern, d.h. das Vorzuleben, als Persönlichkeit, im Konsum, auf der Arbeit, in der Familie und in seiner Umwelt, was man geändert haben möchte.

          Recht hat er! Gegen das unsinnige System kämpft man doch am besten, indem man sich dem überflüssigen Konsum verweigert, die Nachbarn nicht neidisch macht, keinen Moden hinterher läuft,
          sich informiert, ehrlich und freundlich ist, Hifsbereitschaft zeigt, versucht möglichst verantwortungsbewusst zu leben.

          Dies ist jetzt kein Wort zum Samstag, man lebt einfach grundsätzlich besser als Zweckoptimist.
          ..und selbst der schlimmste Mafiaboss kann in dritter Generation einen Arzt zum Erben haben!

          Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
          Futur

          P.S. Ich kämpfe trotzdem, aber wenn ich ehrlich bin, macht es auch Spaß!

  • sochard - 28. Juli 2012

    Lieb Leute!

    Wenn ihr denkt, dass die BRD einen Austritt oder nur die Abkoppelung einiger Staaten aus dem Euro finanziell überleben würde, dann lasst euch segen …

    Die Forderungen der BRD im Euroraum betragen ca. 3 BIL Euro

    Öfentliche Hand ca. 1,0 BIL
    Privat. 1,5 BIL
    Target 2 zusätzlich ca. 500 MIL

    Wenn der Euro fallen würde steht ihr mit untergelassenen Hosen da, denn der Großteil der Schuldner währen nicht in der Lage mit der “neuen Währung” die Saldi begleichen 😛

    Die Weisheiten sind nicht erfunden, ihr müsstet nur den Bericht eures Weisenrates lesen ….

  • Benedikt - 28. Juli 2012

    Trotz massiver Überkapazitäten der Autobauer wurden in den letzten Jahren doch noch neue PKW Werke gebaut. Und das auch noch mit massiven Subventionen. Letztlich geht das der EU am Arsch vorbei, ansonsten hätte man ein Subventionsverbot für neue PKW Fabriken beschlossen. In Osteuropa werden Fabriken mit EU Geldern errichtet, dafür finanziert die EU Sozialprogramme, für die in Westeuropa geschlossenen Fabriken.

    Die EU ist einzig und allein dafür da, dass es den Konzernen und Superreichen immer besser geht. Daran wird auch die EU ganz schnell zugrunde gehen. Die Konsum wird per Steuererhöhung abgewürgt, währen man die Konzerne und Reichen nicht anfasst.

  • Eurelios - 28. Juli 2012

    @ Zorrro

    Woran meinst Du zu erkennen im meinem Posting das ich das nur im nationalem
    Rahmen sehe ?

    Natürlich sehe ich das global sonst wurde ich nicht schreiben:

    Es ist schon abstrus die Masse der Menschen kämpft um das tägliche Brot um keinen
    Hunger zu haben

    Es ist mir schon klar in Deutschland geht es nicht um das tägliche Brot.

  • Eurelios - 28. Juli 2012

    Also wenn ich die letzten zwei (klasse) Beiträge über die Lage in Spanien lese
    und dann noch die Meldund vom Spiegel:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/verlaengerte-ladenoeffnungszeiten-spanien-schafft-die-siesta-ab-a-846943.html

    mir durchlese da kann ich nur sagen aus die Maus.

    mE nur noch verzweifelte Versuche etwas aufhalten zu wollen das nicht mehr aufzuhalten ist.

    Die Lawine rauscht in das Tal und die mit solchen lächerlichen Maßnahmen angeblich
    hergerichteten Sperrzäune werden umgerissen weil diese aus Zündhölzern gebaut sind.

  • klaus - 28. Juli 2012

    Sparbuch ist unsexy.

    Jetzt treten schon die Euro-Retter im Handelsblatt auf.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/ratgeber-hintergrund/finanzexpertin-geldanlage-gilt-als-unsexy/6928136.html

    Da scheint ja eine ganz arme Industrie am Tropf zu hängen.

    Offensichtlich hat man die Sichteinlagen schon bestens geprüft.

    😉

  • schnauzevoll - 29. Juli 2012

    @zorro
    “Im Vergleich zur Welt, global, wo ca. 3 Milliarden Menschen gerade mal einen Dollar am Tag verdienen ist ein jeder hier im Land mit diesen Sozialleistungen besser dran. Dies kommt selbstverständlich nur dadurch das eben auch diese Produkte aka Porsche gebaut werden.”

    LOL. Wie könnte Deutschland dastehen, wenn wir Bentley, Rolls Royce, Ferrari ….! Manche müssten sich selbst mal labern hören können. Klassenkampf bringt uns nicht weiter? Angst?

    • Zorro - 29. Juli 2012

      schnauzevoll – was soll dieser Kommentar? Immer wieder mal ein kurzer Seitenhieb aka schnauzevoll, eine verbale persönliche Attacke Ihrerseits. Ja, vor einem Klassenkampf hier im Land sollte ein jeder “Angst und Sorge” haben, denn exakt dies bringt überhaupt nichts und wird aus Ohnmacht aktuell mitunter geschürt. Genau dies hat noch nie etwas gebracht. Es sind die Menschen und Wähler hier im Land wo dieses System weiter und weiter unterstützen. Jeder profitiert, jeder hat die Möglichkeit sich etwas zu erarbeiten. 40 Euro, kurz auf´s Amt und ab in die Selbständigkeit. Als Mittelständler dies mit vollem Risiko- sind Sie bereit dafür? Dann nur zu.

      Man sollte viellicht bedenken, die “Reichen”, sie können mit Leichtigkeit von hier flüchten. Denn diese Leute haben längst ihre “Fluchtdomizile” stehen außerhalb Europas. Oder sie werden kurzerhand erstellt. Ein Knopfdruck und die Gelder sind in Singapur. Es gibt viele dieser Ziele. Und wenn wundert es, die Politik ist längst dort, ist Kapital vorhanden.

      Der Rest aber, schnauzevoll, der bleibt hier – soll dies das Ziel sein schnauzevoll? Ja, man kann diesen Mittelstand in Step eins wieder anzapfen. Dies nach vielen versteuerten Einheiten. Dann aber beginnt die Flucht der “Leistungsträger”, denn dann hat es wohl auch der letzte noch kapiert. Ein jedes Produkt hier verkauft, bringt alleine 19 % MWST – zur Umverteilung und schafft Arbeitsplätze und Lohn und Einkommen, wieder zur Umverteilung. DAS diese Verteilung aus dem Ruder gelaufen ist und Spitzensteuersätze nach oben korrigiert werden müssten, ist für mich eine ausgemachte Sache. Gerne auch noch eine Luxussteuer auf Porsche und Co. – wäre kein wirkliches Problem. Meine Zustimmung hätte es. DANN aber bitte auch so konsequent sein und das gesamte Euromodell, das gesamte Geldsystem, die gesamte Parteienlandschaft auf den Prüfstand stellen, wie hier im Blog zigfach geschehen – erster Stichpunkt: Leistungsfähigkeit eines Landes zur Währung gesehen.

      Es ist ein Fakt, dass sich nur ein Land mit einem starken Mittelstand, mit viel “Geld” – ob man dies nun gut oder schlecht findet – sich einen großen Sozialstaat leisten kann. Das angesprochene Auto ist nur die Spitze einer langen Produktionstiefe und auch Vielfalt, wo im Grunde – für den Mensch an sich – nicht gebraucht wird. Wo jedoch Millionen Arbeitsplätze hier im Land aber sehr gut mit versorgt werden – und in Abstufung eben die sozialen Leistungen bis nach unten. So objektiv müssten Sie eigentlich denken – können.

      Solange das System nicht grundlegend erst einmal in Frage gestellt wird, wird sich hier gar nichts ändern… es ist DAS Kernproblem dieser Krise, immer soll der andere erstmal alles richten.

      So wird das aber nichts. Angst? Wovor schnauzevoll! Die Hausaufgaben sind längst gemacht und weiter, längst denke ich komplett anders – sie haben keine Ahnung wie. Sie vermuten, aber haben keine Ahnung wie komplett anders. Man sollte sich weniger Sorgen um ein neues System machen, denn dieses ist unvermeidbar. Man sollte ich eher sorgen um die Zwischenzeit der Neuorientierung, in dieser Phase einer kommenden Rezession, Depression, einer Rückabwicklung, Kontraktion der Kreditmöglichkeiten UND den Folgen.

      Spanien, hunderttausende im Aufmarsch, Verteilungswettkämpfe, dies wird zu uns kommen. Für mich längstens am Horizont sichtbar. Klassenkampf bringt uns nicht weiter – selbst 2 oder 3 Zwangsanleihen sind keine Lösung, denn systemisch, via Geldsystem und Ressourcenverbrauch, via Peak diverse, all diese Punkte, die Verbindung dieser, all dies ist damit nicht angegangen.

      Laut DIW – 2 mal Zwangsanleihen, hochgerechnet 2 x 230 Milliarden…. = 460 Milliarden… wobei schon 250.000 mit ins Boot müssen – und somit alles andere als REICH trifft, reicht für max. 6-12 Monate Krise im Abwicklungsprozess. 6-12 Monate geschätzte Bankenstützung und er Leistungen dahinter. Sprich aller Leistungen. Und wie erwähnt, nach der ersten Tranche wird ein Teil abwandern, nach der zweiten Welle, stark steigend. Nach der dritten Welle sind sie alle weg – die Gelder… wer bezahlt dann diesen sozialen Staat schnauzevoll!?

      Unsere Themen in der nahen Zukunft sind ganz andere schnauzevoll. Das Porschethema wird sich so oder so erledigen, da braucht es keinen Klassenkampf. Angst sollte man vor “Schürerer” derselben haben.. gehören Sie vielleicht dazu? Ich hoffe nicht. Keine Sorge, die Reichen werden wie alle ihr Fett abbekommen, hier bleibt kein Stein auf dem anderen. Gruß.

      • schnauzevoll - 30. Juli 2012

        Ach Zorro! Wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Dafür aber “wall of text” 😉 Es ging mir darum aufzuzeigen, wie sinnfrei die Annahme ist, dass man nur genug Nobelkarossen bauen muss, um einen sozialen Auffangmechanismus finanzieren zu können. Sorry, das ist naiv wie bl*de. Auch dieser typische Vergleich mit “Somaliern” ist neoliberaler Schwachfug. Man muss ein Land immer anhand seines Potentials bewerten und nicht mit Menschen, die noch schlimmer dran sind, zumal der Reichtum (Porschekäufer und -bauer) für dien Zustand in Somalia ursächlich ist.

        Mit Klassenkampf meine ich nicht Mittelschicht gegen Hartz4. Aber wenn ein Mitarbeiter (der mit 3$/Std) den Lamborghini seines Vorgesetzten schreddert, dann ist das ein begrüßenswerter Anfang. Dieses Beispiel ist nicht von mir forciert oder herbeigeredet, vielmehr dürfte klar sein, dass, wenn Wahlen und damit Politik nicht mehr funktionieren, denn die Politiker weden vom Volk als “Beschützer” gesehen, dann ist das die einzige Möglichkeit, seinem Zorn Ausdruck zu verleihen. Wohin freidliche Demonstrationen führen, sieht man am Stuttgart-21. Die Antwort der Politik lautet: Schlägertrupps, Wasserwerfer, Provokateure und Körperverletzung im Amt. Damit, und mit der Ausweitung der Überwachung, wird die letzte Bastion friedlichen Widerstandes von oberster Stelle niedergerissen. Der Wind sät…!

        Was die Selbständigkeit angeht, nun, genau das habe ich getan. Leider ist die Dienstleistungs- und Handelsbranche aufgrund der immer geringeren Einkommenssituation der Massen, ein einziger Überlebenskampf und das Verschleppen von Geldern in “sichere Häfen” ergibt sich für mich nicht. 😉 Gesetzgebung und Vetternwirtschaft tun das Ihre dazu bei, dass der “Kleinunternehmer” immer nur am Rande der Existenz wirtschaften kann, wenn er nicht eine Jahrhundertsidee vermarkten kann oder Kredite bekommt. Das bedeutet, dass die Selbständigkeit, in der persönliche Stärken und Qualifikationen die Basis stellen, aufgrund der Stolpersteine nicht mehr funktioniert. Man will die abhängige Beschäftigung der Bevölkerung, sonst hätte man längst eine Gründungsoffensive gestartet. Und damit meine ich nicht den lächerlichen Gründungszuschuß, ich meine damit, den Wegfall der Zugangsbeschränkungen.

        Ist Dir nie das Phänomen aufgefallen, dass der Zugang in ein Unternehmen unverhältnismäßig schwierig ist und man anschließen immer erkennen muß, – sich fragend, wie die es geschafft haben – was für Pfeiffen dort überwiegend arbeiten? Das ist nur scheinbar ein Widerspruch, denn es zählt nur noch die Gesinnung und nicht die Kompetenz. Nur so kommt man dem Ziel näher, eine Horde von stumpfsinnigen und biegsamen Marionetten zu formieren.

        Wenn ich dann einen Satz lese, wie “Dies kommt selbstverständlich nur dadurch das eben auch diese Produkte aka Porsche gebaut werden.”, dann reißt mir halt die Hutschnur. Ersetze “nur dadurch” mit ” auch unter anderem”, dann sind wir uns weitgehend grün.

        • Zorro - 30. Juli 2012

          schnauzevoll – wir sind uns vermutlich sogar wesentlich grüner als es unsere Kleindiskussion vermuten lässt 😉 Hier im Land würde sich sehr vieles ändern lassen, aber nur, wenn sich alle einmal an die Nase fassen würden. Dies kommt entweder freiwillig oder eben per Zwang. Zweiteres ist für mich heute ausgemacht. Schade, ist aber so.

  • lottchen - 29. Juli 2012

    Von Homburg ist heute ein Artikel über den ESM-Vertrag in der FAZ, der auf die umstrittenen Rechtsvorschriften (insbes. Haftungsbegrenzung, Parlamentsvorbehalt) eingeht:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-retten-ohne-ende-11832561.html

    Man muss sich wirklich fragen, wer von den Abgeordneten den Text eigentlich gelesen hat.

    • SLE - 29. Juli 2012

      Danke für den Hinweis. Eine vernichtende Analyse von Stefan Homburg. Ich hatte hier ja vor kurzem schon darauf aufmerksam gemacht, dass die inhaltliche Vagheit von europäischen Verträgen System hat und in welcher Weise sie – in der wirtschaftsgerichteten Politik – bisher tendenziell ausgeschöpft wurde. Was die “Bankenunion” dann am Ende tatsächlich einmal sein wird, ist insofern mit einer gewissen, durchaus hohen Wahscheinlichkeit abzusehen: eine Konstruktion zugunsten europäischer Konzerne/Champions. Anfang der 80er Jahre hatte die Kommission round tables eingerichtet, an denen sie mit den Europas führenden Konzernen über Politik und Maßnahmen beriet. Kann der ESM als round table einer neuen Dimension verstanden werden?

      Die Aussicht, dass der ESM nach Inkrafttreten nicht nur im angesprochenen Sinne genutzt werden kann, sondern dies dann auch – sollte Homburg Recht haben – weitgehend außerhalb der parlamentarischen Kontrolle und Beeinflussung liegen dürfte, ist beinahe weniger erschreckend als die Tatsache, dass nationale und europäische Parlamentarier dies offensichtlich wollen.

      Viele Grüße
      SLE

  • unglaublich - 29. Juli 2012

    ..wenn man sich das ganze Rettungsdisaster der letzten Jahre vor Augen führt, so gewinnt man unweigerlich den Eindruck – insbesondere wegen den letzten Verzweiflungsaussagen von Draghi, Merkel, Hollande – jetzt ist es nicht mehr fünf vor zwölf, ( wo noch Zeit gewesen wäre..) sondern kurz nach zwölf und aufgrund dessen was demnächst unweigerlich kommt, muß jede Panik im Vorfeld unterbunden werden.

    Vielleicht täuscht mich mein Eindruck, was aber ist allein merkwürdiges in der letzten Woche passiert:

    Draghi , seinerseits Gralhüter der EZB, erzählt ziemlich martialisch von ” glauben Sie mir, die EZB hat mehr als ausreichende Möglichkeiten zu intervnenieren”..

    Merkel und Hollande stimmen sich ab, treten gemeinsam vor die Presse und verzapfen etwas von
    “um jeden Preis den Euro schützen” mit dem von den komischen Märkten ungehörten Nachsatz “..im Rahmen der Verantwortung und Möglichkeiten jedes einzelnes Landes”..

    Eine konzertierte Aktion sieht irgendwie anders aus.

    Schäuble wiederum dementiert daß Spanien um einen Gesamtbailout ersucht hat, was wiederum ein sehr guter Kontraindikator ist – ergo Spanien hat um einen Gesamtbailout ersucht.

    Rajoy hält die Klappe und macht wie gehabt ein auf unsichtbar, während sein Wirtschaftsminister Deutschland mal wieder an die historische Schuld, Marshallplan etcetc..erinnert.
    Auch das ist bekannt, Argumente gehen aus, der Scherbenhaufen ist nicht mehr zu verdecken, prompt kommt der Beißreflex..

    Und in Deutschland dürfen Politiker jeglichen Coleurs ohne Maßregelung offen über einen Griechenlandaustritt reden —> d.h. es gibt weder von der IWF, noch der EZB und EU noch irgendeinen Cent und damit ist der Grexit beschlossen.

    Irgendwas braut sich gerade zusammen und es dauert keine Wochen mehr.

    • lottchen - 29. Juli 2012

      Und Schäuble wirft Sinn “Milchmädchenrechnungen” und indirekt Mißbrauch von Steuergeldern für unnütze Studien vor (anscheinend ist die öffentliche Finanzierung von Forschungsinstituten nur genehm, wenn sie zu vom FinMin erwünschten Ergebnissen führen), und der FinMin Estlands findet es unverständlich und inakzeptabel, dass das deutsche Verfassungsgericht so lange braucht (das österreichische hat, nur nebenbei, angekündigt, sechs Monate zur Prüfung zu brauchen).

      Das mit dem “alles tun, um den Euro zu retten” ist alles Geschwafel. Draghi kann nichts tun, weil es die Verträge nicht zulassen. Merkel will keine Eurobonds oder andere Art von Schuldenvergemeinschaftung, und Hollande keine Aufgabe der nationalen politischen Souveränität. Es ist von keiner Seite der politische Wille da, zu tun, was nötig ist, um diese Währungsunion für 10 Jahre oder so zu stabilisieren und in der Zeit die nötigen Integrations- und Demokratisierungsprozesse durchzusetzen. Staaten wie die Grande Nation Frankreich und (Nord-)Italien wollten schon bei der Einführung der Währungsunion keinen europäischen Bundesstaat und wollen es auch heute nicht, der Nordkern will keine Schuldenvergemeinschaftung und die EZB will nicht zur Dauer-Feuerwehr werden, die das Politikversagen ausbügelt.

      Also wird es mit Rettungsschirm-Krücken weitergehen, so lange es eben noch weiter geht. Lange ist das nicht mehr, selbst wenn der ESM in Kraft gesetzt wird. Denn der reicht nicht aus, wenn Spanien und Italien den Zugang zum Kapitalmarkt verlieren. Und dann möchte ich mal sehen, ob Finnland, die Niederlande und Österreich bereit sind, den ESM um das drei-, vierfache aufzustocken – oder ob sie die Reißleine ziehen, völkerrechtlich bindender Vertrag hin oder her.

    • SLE - 29. Juli 2012

      Um die Äußerungen richtig einordnen zu können, müssten wir über dieselben Informationen verfügen wie diejenigen, die sie tätigen. Es sieht vielleicht widersprüchlicher aus als es wirklich ist.

      Gruß
      SLE

      • lottchen - 29. Juli 2012

        Dann müssen die Äußerungen, wenn man sie tätigt, eben so kommentiert werden, dass sie nicht als “widersprüchlich” ankommen. Sie waren schließlich an die Öffentlichkeit gerichtet, die nicht mehr als diese Informationen hat – mit der Intention, für “Beruhigung” zu sorgen. Die Investoren sind doch nicht allesamt Idioten, denen man alles mögliche erzählen kann, was man will.

        • MickFfm - 29. Juli 2012

          Alles ist widersprüchlich!

          Oben loben Sie (zurecht) den Artikel von Homburgs und danach schreiben Sie, Merkel wolle keine Vergemeinschaftung von Schulden.

          Von Homburg schreibt u.a.

          “Über die Mittel hinaus, die der ESM von den Mitgliedstaaten „abruft“, kann er laut Artikel 21 unbeschränkt Kredite aufnehmen, auch durch Anleihebegebung an den Kapitalmärkten. Hierdurch werden ohne Verwendung dieses Reizworts „Eurobonds“ eingeführt, weil alle Mitgliedstaaten gemeinsam für die vom ESM begebenen Anleihen haften. Die Behauptung der Bundeskanzlerin, Eurobonds werde es zu ihren Lebzeiten nicht geben, steht hierzu in seltsamem Gegensatz.”

          Wir reden hier also nicht von Widersprüchen, sondern von eiskalten Lügen!

          Sehr interessant heute ein Bericht in der Wirtschaftswoche, die der Bundesbank nahe legt ihr Mandat in der EZB niederzulegen:

          http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenkrise-stoppt-die-euro-katastrophe-seite-all/6933664-all.html

          Und weil hier (glaube ich) noch nicht diskutiert das Gutachten von Prof Schünemann “Die Target 2-Salden der Deutschen Bundesbank in der Perspektive des Untreuetatbestandes”, welches ja zur Strafanzeige führte.

          http://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/news/2012/beitrag_zis_online_2012_4_654.pdf

          Und hier noch die Erweiterung des Bundes der Steuerzahler:

          http://www.target-2.de/up/datei/beitrittschreiben_09_05_2012_zu_strafanzeige_schuenemann_endfassung.pdf

          Es tut sich etwas 🙂

          • lottchen - 29. Juli 2012

            Dass Merkel sich auf den ESM/EFSF eingelassen hat, ändert doch nichts daran, dass sie eigentlich keine Schuldenvergemeinschaftung will! Ebensowenig wie die Regierungen von Finnland, den Niederlanden, Österreich. Das EFSF/ESM-Konstrukt ist Schuldenvergemeinschaftung durch die Hintertür, aber keine offen so bezeichnete, wie es Eurobonds oder ein Schuldentilgungsfonds wäre (meiner Meinung nach wären wir mit beidem besser dran als mit dem ESM).

            Das Problem mit diesen ganzen Leuten wie Weidmann und Sinn ist das Fehlen jedes Lösungsvorschlags. Man hört von ihnen immer nur, wie es nicht weiter gehen kann; gleichzeitig predigen sie, die Eurozone dürfe auf keinen Fall auseinanderbrechen. Das ist nicht sonderlich konstruktiv, so richtig die Diagnosen auch sein mögen. Da sind Leute wie Hankel noch konsequenter, die gleich fordern, das ganze Projekt aufzugeben.

            Die Strafanzeige können Sie vergessen, Staatsanwälte sind in Deutschland weisungsgebunden und keiner wird Anklage erheben.

          • MickFfm - 29. Juli 2012

            Spock würde sagen…unlogisch 😉

            Wenn ich keine Vergemeinschaftung von Schulden will, darf ich dem ESM nicht zustimmen. Zumindest von den Finanzministern und Regierungschefs darf man erwarten, dass sie wissen, was sie da unterschreiben. Es bleibt also die paradoxe Frage, warum man für etwas stimmt, wenn man es nicht will? Die Frage wird natürlich von den betreffenden Politikern auch nie schlüssig beantwortet; man bevorzugt es sich der Lüge zu bedienen.

            Zur Strafanzeige: Natürlich bin ich mir der nicht GG konformen Weisungsgebundenheit der Staatsanwälte bewusst. Ich finde es aber äusserst interessant, wie Schünemann herausgearbeitet hat, wen man überhaupt belangen könnte. Ich denke auch nicht, dass sich der Vorstand der Bundesbank in ewiger Sicherheit wiegen kann. Wir alle wissen, wenn das Euro-Ding platzen sollte und uns das hunderte Mrd. kostet, wird ein Schuldiger gesucht werden. Und da gibt es auf der einen Seite die, die Immunität geniessen und dann die, die der Strafverfolgung ausgeliefert sind. Den BundesPräses sind sie für ein paar Tausender angegangen.

          • lottchen - 29. Juli 2012

            > Wenn ich keine Vergemeinschaftung von Schulden will, darf ich dem ESM nicht zustimmen. Zumindest von den Finanzministern und Regierungschefs darf man erwarten, dass sie wissen, was sie da unterschreiben. Es bleibt also die paradoxe Frage, warum man für etwas stimmt, wenn man es nicht will?

            Weil für sie die Vergemeinschaftung durch die Hintertür immer noch das kleinere Übel gegenüber den Alternativen ist: Offene Vergemeinschaftung der Schulden durch Eurobonds/Schuldentilgungsfonds, Unterlaufen/Bruch des Verbots des Ankaufs von Staatsanleihen durch die EZB, oder der ansonsten praktisch unvermeidliche Zerfall der Eurozone.

  • Zorro - 29. Juli 2012

    Schon länger habe ich mir die Frage gestellt, wer denn diesen verdammt “knackigen” ESM Vertrag so ausgefuchst entworfen hat!? Wer hat sich hier mal wieder so richtig ins Zeug gelegt, mit dieser knallharten Knebelung im Vertrag und warum!? Wieso diese Vollhaftung mit versteckten Paragraphen!? Wieso die Immunität bis in den Tod – Gott allmächtig für die Ausführenden..!?

    Titel: ESM Vertrag von US Kanzlei?

    von Rolf von Hohenhau, Bund der Steuerzahler in Bayern e.V.

    29.07.2012

    “Wurde der ESM-Vertrag von der US-Anwaltskanzlei „Freshfields Bruckhaus Deringer“ erstellt? Hat das Finanzministerium mit der Vertragserstellung eine US-amerikanische Anwaltskanzlei mit direktem Draht zu den Großgläubigern Europas beauftragt?”

    ==> http://www.mmnews.de/index.php/politik/10502-esm-vertrag-von-us-kanzlei

    Wie kann ein Herr Schäuble so leicht und ungestraft, seine Wähler regelrecht vielleicht betrügen, mindestens aber doch belügen. Komplett hinters Licht führen!? Warum machen hier fast sämtliche Parlamentarier, zum Teil ausgebildete Juristen aka Kauder mit !?

    Fragen über Fragen…

    • lottchen - 29. Juli 2012

      Dass man den Vertrag vom deutschen Finanzministerium ausarbeiten lässt, wäre von den anderen FinMins der Eurozone kaum akzeptiert worden. Ebensowenig wie es Schäuble akzeptiert hätte, ihn von spanischen ausarbeiten zu lassen. Möglicherweise war die Wahl dieser US-Kanzlei Herrn Geithners Glanzidee. Die ganze Konzeption erinnert ohnehin stark an den “Geithner-Hebel”.

      Herr Kauder ist ebenso wie Herr Schäuble im CDU Landesverband Baden-Württemberg. Wie wir nicht erst seit der Affäre Mappus wissen, herrscht dort strikter Kadergehorsam.

      Herr Hohenhau sollte sich gut überlegen, in welchen Publikationen er veröffentlicht. Wenn man in die Leserkommentare von mmnews schaut, erfasst einen das kalte Grausen, welches Klientel sich da angezogen fühlt.

      Interview mit Schäuble heute in der Welt:
      http://www.welt.de/wirtschaft/article108410639/Noch-nicht-alle-haben-unsere-Strategie-verstanden.html

  • unglaublich - 29. Juli 2012

    @lottchen

    gebe ihnen uneingeschränkt recht.

    Es drängen sich wirklich Vergleiche zu dunklen Zeiten auf.

    Brüsseler EU-Phantasten, in einem Bunker vor einer Landkarte aka “Roadmap”, irgendwelche Geisterdivisonen verschiebend.
    Eingekesselt von “Märkten” und ungehorsamen Völker, die einfach zu trivial sind, die “große Vision” mitzutragen.

    Griechenland wird jetzt auch offiziell den Märkten zum Fraß vorgeworfen um sich voll und ganz auf Spanien und dessen “Rettung” (LOL) zu konzentrieren.

    Auszug von Uhupardo
    http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/28/iwf-verlangt-von-spanien-weitere-mwst-erhohung-in-2014/#more-3151

    “Fassen wir zusammen: Der IWF spendet den Streichungsmassnahmen ausdrücklich Applaus; versichert, dass sie die Wirtschaft abwürgen und bedauert, dass damit an Wachstum vorerst nicht zu denken ist. Und was folgt dann für ein Vorschlag? – Spanien müsse für 2014 eine weitere Mehrwertsteuer-Erhöhung einplanen, um die Defizit-Vorgaben einzuhalten, fordert der IWF! Um damit den Inlandskonsum endgültig komplett zu versenken, die Bevölkerung zu verelenden, die Ausgaben der Sozialkassen noch extremer zu belasten, die Rezession zu verschärfen und Wachstum auf zehn Jahre hin komplett auszuschliessen?
    Man weiss es nicht … dazu wird man einen Wirtschaftswissenschaftler oder Ökonomen befragen müssen, die kennen sich da aus.”

    Ohne Worte

    Ich möchte hiermit offiziell einenn Vorschlag zur Aufnahme in die Hall der Fame der letzten Zitate machen:

    »Russland ist nicht Griechenland.« (Vladimir Putin, Russischer Premier, März 2010)

    »Frankreich ist nicht Griechenland.« (Christian Lagrade, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Mai 2010)

    »Portugal ist nicht Griechenland, Spanien ist nicht Griechenland.« (Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, Mai 2010)

    »Spanien ist nicht Griechenland. Aber Griechenland ist, wo es ist, wegen einer Politik wie der Zapateros in Spanien.« (Mariano Rajoy, Spanischer Oppositionsführer, Mai 2010)

    »Ungarn ist nicht in der gleichen Situation wie Griechenland.« (Olli Rehn, EU Währungskommissar, Juni 2010)

    »Ungarn ist ganz offensichtlich nicht Griechenland.« (György Matolcsy, Ungarischer Wirtschaftsminister, Juni 2010)

    »Spanien ist weder Irland noch Portugal.« (Elena Salgado, Spanische Finanzministerin, November 2010)

    »Weder Spanien noch Portugal sind Irland.« (Angel Gurria, OECD-Generalsekretär, November 2010)

    »Irland ist nicht Griechenland.« (Angela Merkel, Deutsche Budneskanzlerin, November 2010)

    »Griechenland ist nicht Irland.« (Giorgios Papakonstantinou, Griechischer Finanzminister, November 2010)

    »Irland liegt nicht in griechischem Territorium.« (Brian Lenihan, irischer Finanzminister, November 2010)

    »Irland ist nicht Griechenland.« (Michael Noonan, Irischer Finanzminister, Juni 2011)

    »Frankreich ist nicht Griechenland und auch nicht Italien.« (Barry Eichengreen, Amerikansicher Wirtschaftsprofessor, August 2011)

    »Italien ist nicht Griechenland.« (Rainer Brüderle, FDP-Fraktionschef, August 2011)

    »Italien ist nicht Griechenland.« (Silvio Berlusconi, Italienischer Premier, Oktober 2011)

    »Österreich ist nicht Griechenland.« (Karlheinz Kopf, Fraktionschef der Österreichsichen Volkspartei, November 2011)

    »Italien ist nicht Griechenland.« (Christian Lindner, FDP-Generalsekretär, November 2011)

    »Portugal ist nicht Griechenland und wird es auch nicht sein.« (Antonio Saraiva, Chef des portugiesischen Industrieverbandes, Februar 2012)

    »Spanien ist nicht Griechenland.« (Richard Youngs, Chef des Think Tanks FRIDE in Madrid, Mai 2012)

    »Portugal ist nicht Griechenland.« (Pedro Passos Coelho, Portugiesischer Premier, Juni 2012)

    »Italien ist nicht Spanien.« (Ed Parker, Senior Director der Rating-Agentur Fitch, Juni 2012)

    »Griechenland ist nicht Argentinien.« (Yiannis Stournaras, Griechischer Wettbewerbsminister, Juli 2012)

    »Deutschland ist nicht Simbabwe.« (Paul Casson, Fondsmanager von Henderson Global Inverstors, Juni 2012)

    »Spanien ist nicht Uganda.« (Mariano Rajoy, Spanischer Ministerpräsident, Juni 2012)

    »Uganda will gar nicht Spanien sein.« (Asuman Kiyingi, Außenminister Ugandas, Juni 2012)

    Sind wir nicht alle ein bischen Bluna :))

  • Zorro - 29. Juli 2012

    Die Leserkommentare in mmnews sind zum Teil recht derb, milde formuliert. Nur dies ist eben auch ein Großteil der Bürger in ihrer Sicht der Dinge. Und betrachtet man die Geschichte sollte die Politik exakt aus dieser heraus, endlich mal, ihre Lehren ziehen!

    Tut sie bis dato wohl eher nicht und diese verbalen Attacken sind mit Sicherheit nicht der letzte Akt. Egal welche Kommentare man liest. Die interessierten Bürger sind längst zu fast 100 % gegen diesen Weg der Blogpartei Bundestag (außer Links). Ich befürchte hier jedoch weit schlimmeres als diese Verbalattacken, wenn es dann ans liebe Geld geht und die Ansprüche zu großen Teilen kassiert werden. Hier möchte ich dann keinen politischen Namen mehr inne haben.

    Kauder, ist nur zu gut bekannt, eiskalter Machtpolitiker, welcher mit seinem christlich sozialen Anstrich einem Zinnsoldaten recht nahe zu kommen scheint – so sagt man;) Immer als erster neben der Wahlurne, bei all diesen alternativlosen Abstimmungen, neben seiner Vorsteherin, gepaart mit einem süffisantem Lächeln. Ob er die Kommentare der vielen Blogs auch liest… schaun mer mal. Egal, alleine die Tatsache DASS was im Bericht drin steht war von mir so vermutet, nun wohl die Bestätigung. Schier unglaublich wie sehr sich alle Parteien in den Schraubstock der Bankenlobby und der angelsächsischen Achse pressen lassen. Sie wirkt fast schon (alb)traumhaft – dies atlantische Brücke.

  • klaus - 29. Juli 2012

    Schäuble wirft Prof. Sinn Milchmädchenrechnungen vor.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/euro-rettungspolitik-schaeuble-wirft-ifo-chef-milchmaedchenrechnungen-vor-11835298.html

    Dabei weiß Prof. Sinn doch gar nichts von
    100.000 DM Briefcouverts.

    Der kann doch nur Milchmädchenrechnungen und
    Kleinbeträge.
    Was sollte ein ehrlicher Mann sonst noch können müssen?

    Ehrenwörter geben?

  • klaus - 30. Juli 2012

    Junker warnt vor Zerfall der Euro-Zone.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Juncker-greift-Euro-Skeptiker-an-article6842081.html

    Was wäre so schlimm, wenn Luxemburg
    als vermeintliches Zentrum des Geldes
    seinen Finanzstatus verliert?

    Dann müssten Sie mal von Ihrer Hände Arbeit
    leben.
    Viele ehrenwerte Portugiesen leben auch
    davon in Luxemburg.

    Warum nicht die Luxemburger selbst?

    Es wird Zeit, das sich die Luxemburger
    mal auf Ihre Kernkompetenzen besinnen.

    😉

    P.S. Wer Ironie findet, darf Sie behalten.

  • lottchen - 30. Juli 2012

    Das wird alles vollends zum Affenstall grade. Juncker keift gegen die Bundesregierung, Seehofer gegen Juncker, und die FDP fordert allen Ernstes die Bundesregierung auf, die EZB zu verklagen.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article108412361/FDP-droht-mit-einer-Klage-gegen-die-EZB.html

    Wie man sieht, tut man weiter mit verstärkten Anstrengungen alles, um den Euro zu retten. Besonders die FDP.

  • unglaublich - 30. Juli 2012

    “Eine Stimme rief: „Der Euro wäre unumkehrbar! Man wird alles tun, um ihn zu retten. Hat da etwa jemand gelacht? Und dann ging die Post ab. Die Moderatorin kämpfte mit ihren Tränen. Experten erstarrten und ich flüchtete mich unter den Schreibtisch, als sich plötzlich die Wolken beiseite schoben und der Regen der Minuszeichen an den Börsen stoppte…”

    hier bitte weiterlesen:

    http://www.rottmeyer.de/rettung-aus-der-druckerpresse/

    @lottchen,

    …den ESM abnicken aber gleichzeitig der EZB drohen…

    Für mich ist das nichts anderes als populistisches Geschwafel, ob Rösler, Hahn, Seehofer, Dobrind..

    Wo waren die mahnenden Stimmen vor der Abstimmung des ESM?

    Die stellen sich persönlich langsam alle etwas näher an den vermeintlichen Ausgang wenn die politische Volksstampede kommen sollte..
    Dann kann man sagen, ” ..ich habe es gesagt, ich habe gewarnt, ich habe gefordert..”

    Na Gott sei Dank gibt es den Brauch nicht mehr, bei denen Führungspersonen bei eklatanten Versagen eine geladene Waffe auf den Tisch gelegt wurde, ein letztes salutieren, Tür zu machen und warten..

    ..

    • lottchen - 30. Juli 2012

      > …den ESM abnicken aber gleichzeitig der EZB drohen…

      Mir ist tausendmal lieber, die EZB kauft temporär in einer Krise Anleihen auf dem Sekundärmarkt, als dass eine dauerhafte luxemburgische Gesellschaft eingerichtet wird, deren Gouverneursrat vollständig im Hinterzimmer agiert und mit Befugnissen und Instrumenten ausgestattet ist, die kaum noch zu überwachen und in Schranken zu halten sind.

  • unglaublich - 30. Juli 2012

    “Wie man Bürger gefügig macht”

    “Ein besonderer Aspekt dieser Krise ist, wie man die Bürger dazu bekommt, all die Hilfs- und Rettungsmaßnahmen mitzutragen. Womit kann man die Menschen also gefügig machen? Es muss etwas sein, was die Menschen nicht sehen können und vor dem sie sich ängstigen…..”
    hier bitte weiterlesen

    http://www.start-trading.de/blog/2012/07/27/krise-wie-macht-man-die-buerger-gefuegig/

    liebe Grüße

    Unglaublich

    • lottchen - 31. Juli 2012

      Der Mensch hat anscheinend nicht allzu viel Ahnung, was in Sachen Finanzkrise und Maßnahmen nach der Lehman-Pleite abging und nicht auf der Titelseite jeder Zeitung stand.

      Die Bürger müssen nicht “gefügig” gemacht werden. Schauen Sie sich Umfragen an und hören Sie sich auf der Straße um. Die Leute haben keine Panik. Sie sind schlicht gleichgültig.

  • Eurelios - 30. Juli 2012

    @ unglaublich

    Danke für dein gutes Posting. Sehe ich auch so. Es wird mit 100% der Punkt kommen
    wo die geschürte Angst der Bürger umschlägt in Wut und dadurch der Selbsterhaltungstrieb
    in Gang gesetzt wird.

    Du schreibst:

    Mit vollen Händen nahmen die Staaten das Geld der Bürger und gaben es den Finanzgöttern.

    Und es geht ja immer weiter mit dem nehmen. Die Menschen in der BRD sind ja noch
    nicht richtig betroffen was das wegnehmen ( ausser indirekt mit den hohen Energiepreisen)
    angeht.

    Aber wenn dann bei uns die Mehrwehrtsteuer auf 25 % erhöht wird oder Lastenausgleiche
    auf Immobillienbesitzer die ein abbezahltes Häuschen besitzen mit einer 20% Zwangsanleihe
    verdonnert werden.

    Ja dann fällt die Angst ab und dér Wiederstand formiert und bündelt sich.

    Was dann passiert? Ich will es mir gar nicht ausmalen das Gänsehautfeeling verbietet
    es mir.

    Auch liebe Grüße

    Eurelios

  • unglaublich - 30. Juli 2012

    @Eurelios

    ..danke für dein Lob, möchte mich aber nicht mit fremden Federn schmücken, deswegen überall die Links aus denen ich kopiert habe.

  • Argonaut - 30. Juli 2012

    OT aber mal was zum Thema Leitwährung(en)

    Worin liegt eigentlich das Problem sämtliche Rohstoffe in den Währungen deren Ländern
    zu notieren in denen global die höchste Förderung/Produktion – also Wertschöpfung stattfindet ?

    Ok, klingt sehr naiv aber für mich wäre das logisch und fair.

    Ist doch mal ein Ansatz…….;-)

    Danke und Gruß

    • SLE - 30. Juli 2012

      Es liegt wohl jenseits des Atlantiks, das Problem.

      Gruß
      SLE

  • lottchen - 31. Juli 2012

    So, da geht die Haftungsobergrenze:

    EU-Staaten wollen Euro-Schutzschirm ohne Limit
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schuldenkrise-in-europa-eu-staaten-wollen-euro-schutzschirm-ohne-limit-1.1426870