Fitch schickt Spaniens Bonität in den Keller – die Euro-Retter helfen mit

von am 8. Juni 2012 in Allgemein

Die Ratingagentur Fitch hat Spaniens Kreditwürdigkeit gleich um drei Stufen, von “A” auf “BBB”, herabgesetzt. Spanien liegt damit nur noch zwei Stufen über Ramschniveau. Zudem wurde auch der Ausblick auf „negativ“ gesetzt. Das heißt, es ist mit weiteren Herabstufungen zu rechnen. Der zentrale Grund für die drastische Herabstufung: die hohen Kosten, die Spanien bei der Sanierung des maroden Bankensektors vermutlich bevorstehen. (1)

Fitch schätzt den benötigten Mittelaufwand für die Sanierung des Bankensektors auf 60 bis 100 Milliarden Euro. (2) Das wären etwa 6-10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: Deutschland hatte den Bankenrettungsfonds bzw. „Sonderfonds Finanzmarkstabilisierung“ (SoFFin) 2008 mit 480 Mrd. Euro ausgestattet, was in etwa 19 Prozent des deutschen BIPs entsprach. (3) Spaniens Banken haben dagegen nach einer Schätzung von Emilio Botin, Chef der Banco Santander, Spaniens größter Bank, „nur“ einen zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 40 Milliarden Euro und er betont, es gebe in Spanien einige wenige Banken, die finanzielle Hilfe benötigen, aber keine „Finanzkrise“. (4)

Wirklich Sorgen machen müsste man sich, was die Gesamtverschuldung anbelangt, auch viel eher über Großbritannien, wie Steve Keen Anfang des Jahres in einer Analyse der Verschuldung Großbritanniens dargelegt hat. (5) Besonders aufschlussreich ist dabei auch eine Abbildung Morgan Stanleys zur Zusammensetzung der Schulden nach Sektoren in einer Reihe von Staaten und Europa als Ganzes, auf die er zu diesem Zweck unter anderem nutzte.

Quelle: Steve Keen, Debt Britannia (with 16 graphs) (6)

Aus der Abbildung geht hervor, dass Morgan Stanley die Verschuldung des britischen Finanzsektors auf über 600 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) schätzt. Zwar setzt die britische Regierung die Gesamtverschuldung des Finanzsektors mit gut 250 Prozent des BIP deutlich niedriger an. Aber auch das ist besorgniserregend hoch – vor allem wenn man sich dazu die in der folgenden Abbildung von Steve Keen dargestellte Entwicklung der Verschuldung anschaut.

 Quelle: Steve Keen, Debt Britannia (with 16 graphs) (6)

Genau wie Spanien befindet sich zudem auch Großbritannien wieder in der Rezession. Und genau wie in Spanien ist auch Großbritannien auf einem drastischen Sparkurs, der dieselben negativen Konsequenzen für die Wirtschaft mit sich bringt und noch erwarten lässt wie in Spanien, Griechenland, Portugal, Irland usw.

Der Kreditwürdigkeit Großbritanniens hat all dies jedoch bisher nicht geschadet. Großbritannien wird nach wie vor von den drei großen US-Ratingagenturen mit der Top-Bonitätsnote „AAA“ ausgezeichnet – Moody´s und Fitch haben vor einigen Wochen lediglich den Ausblick auf „negativ“ gesetzt. (7) Spanien kassierte hingegen von allen drei Agenturen deutliche Herabstufungen – gestern nun von Fitch auf „BBB“, zwei Stufen über Ramschniveau. Das ist in der vergleichenden Betrachtung schwer nachvollziehbar.

Es ist so gesehen jedoch klar, warum Spanien derzeit große Schwierigkeiten hat, sich über den Kapitalmarkt zu refinanzieren und – beispielsweise – Großbritannien nicht. Ende Mai und Anfang Juni kletterten die Risikoaufschläge für zehnjährige spanische Staatsanleihen auf neue Höchststände seit der Euroeinführung und es mussten teilweise Renditen von bis zu 6,7 Prozent geboten werden. (8)

Die drastische Herabstufung Spanien um drei Stufen und die hohen Renditen und Risikoaufschläge wirken stark überzogen.

Die Staatsverschuldung, von der in diesem Zusammenhang immer die Rede ist – unter dem Stichwort „Euro-/Schuldenkrise“ – bietet dafür jedenfalls auch keine Grundlage. Denn Spaniens Staatsverschuldung lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) 2011 mit einer Quote von knapp 69 Prozent so niedrig wie in kaum einem anderen EU-Staat. Und selbst mit der für Spanien vom IWF für 2012 prognostizierten Quote von 79 Prozent läge die Staatsverschuldung des Landes noch immer auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau – nicht nur im Vergleich zu Großbritannien. Sie wäre zudem nur genauso hoch wie die vom IWF für Deutschland erwartete Staatsschuldenquote. (siehe Tabelle)

Dass sich die Wirtschaft Spaniens und auch der Arbeitsmarkt auf einer gefährlichen Talfahrt befindet, ist unbestreitbar. Es liegt wohl aber vor allem am austeritätspolitischen Sanierungskurs, was die Euro-Retter jedoch trotz der erdrückenden Fakten aus allen Euro-Staaten, in denen er verfolgt wird, immer noch nicht wahr haben wollen. Unter diesem Gesichtspunkt bietet sich aber keine Grundlage für abweichende Ratings für etwa das Nicht-Euro-Land Großbritannien. Denn auch dort wird dieses Konzept für die Sanierung der Staatsfinanzen ja verfolgt.

So gesehen ist die Verschärfung der Wirtschaftskrise einerseits hausgemacht und selbstverschuldet und andererseits vor allem eine Folge der seitens der Ratingagenturen und Märkte unverhältnismäßig in die Höhe getriebenen Finanzierungskosten und ‑probleme. (9)

Spanien zu einem zweiten Griechenland herauf zu stilisieren, wie es gegenwärtig offensichtlich geschieht, entbehrt jeder Grundlage. Auch eine tiefergehende Analyse würde das Bild wohl nicht wesentlich verändern. Spanien hat große Lasten aus der geplatzten Immobilienblase zu bewältigen, ja. Es hat wirtschaftsstrukturelle Probleme, aber Großbritannien hat die ebenfalls. Sie sind Im Falle Spaniens aber bei weitem nicht so gravierend sind wie die Griechenlands. Spanien hat im Unterschied zu Griechenland auch funktionierende, effiziente Verwaltungsstrukturen.

Es ist vor diesem Hintergrund nicht mehr nachvollziehbar, dass die Euro-Retter dem mittlerweile gut bekannten krisenverschärfenden Zusammenspiel von Ratingagenturen, Presse/Medien und Finanzmarktakteuren auch im dritten Jahr nicht nur hilflos gegenüberstehen, sondern mit einer verfehlten Krisenstrategie auch noch zur Beschleunigung der Abwärtsspirale beitragen. Dieses Mal zahlen Spanien und die Spanier die Zeche und bei den Bürgern in den europäischen Gläubigerstaaten wird einmal mehr angeschrieben werden – sie werden später zur Kasse gebeten.

Es war vorhersehbar, dass Griechenland und Irland nicht die einzigen Problemfälle bleiben würden. Und es ist ebenso vorhersehbar, dass Spanien nicht das Ende der Dominosteinkette ist, sondern weitere Euro-Staaten in den Sog dieser fatalen Destabilisierungsmechanik geraten und umfallen werden.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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19 KommentareKommentieren

  • Emjott - 8. Juni 2012

    Wieso geht man davon aus, dass unsere Verschuldungsquote sinkt? So wie die Wirtschaft läuft und so, wie die mit der Kohle aasen, wird die wohl noch weiter steigen!

  • happyaua - 8. Juni 2012

    Wenn ich mir das Handeln der Deutschen Regierung im Laufe der Krise ansehe, als letzter Akt die neusten Falschmeldungen aus Berlin(Spanien will zum Wochenende unter den Rettungschirm)
    dann bietet sich ein mir ein Schauspiel bei dem ich oft nicht mehr hinterherkomme.
    Ich habe den Eindruck es geht darum die Souveränität der europäischen Staaten ab zu schaffen.
    Meiner Meinung nach ist die Gefahr, das es in Chaos und Krieg endet, sehr groß.
    Aber einen schuldigen haben wir dann ja schon mal.

  • bauagent - 8. Juni 2012

    Die politische Dimension, die diese amerikanischen Ratings haben sollten klar beim Namen genannt werden.

    In Großbrittannien befindet sich die City of London, die das ” Inselkapital ” in europäischen Dollar verwaltet. So ergibt sich für diejenigen, die auch die Ratings beeinflussen, ein Sonderstatus.

    In Spanien sollte man aber die Dimension der Immobilienblase auch nicht unterschätzen.

    Die spanischen Banken haben Assets in Höhe von 4,2 Billionen in den Bilanzen. Ein vernünftiger
    Wertansatz orientiert an den tatsächlichen Werten der Immobilien hat ja nicht nur nicht stattgefunden, es wurden auf Teufel komm raus in den letzten Jahren Umfinanzierungen und Aufsattelungen vorgenommen und damit ein naürlicher Wertberichtungsbedarf verhindert.

    Mittlerweile dürften über den Immo-Bereich hinaus über Bilanztricks mindestens 1 Billion faul geworden sein.

    Statt sich mit dem Problem auseinander zu setzen, setzt und setzte man wie in Griechenland auf die Zeitkarte und sitzt es aus.

    Jetzt geht das gleiche Affen-Theater wie in Griechenland los, in dem man beginnt die Summen niedrig zu reden.

    Im Immobilienbereich, auch in Spanien, kenne ich mich ganz gut aus. Wir werden hier ein nie dagewesenes Armageddon erleben, weil die Bankenbilanzen mit allen Tricks geschönt wurden.

    • Roland - 8. Juni 2012

      @ bauagent

      Sehe ich auch so.
      Krise in Spanien ist tatsächlich sehr ernst.

      Und einen wichtigen Unterschied hat das UK. Dort gibt es als eigenes Schlachtschiff die “Bank of England” mit den “dicken Bertas” an Bord.

  • Alsterpirat - 8. Juni 2012

    Es gilt im Gedächtnis zu behalten, nach wessen Spielregeln die globalen Finanzmärkte nach wie vor zu spielen haben, dank beherzter und weitblickender Gegenstrategien u.a. aus Euroland übrigens noch immer weitgehend “alternativlos” ;-): wer dem von der angelsächsischen Welt konstruierten und seit zwei Jahrhunderten im wesentlichen in derem Sinne funktionierenden Weltfinanzsystem nichts Ernsthaftes und in sich Schlüssiges entgegenzusetzen hat, wird auch weiterhin so funktionieren (müssen), wie Uncle Sam und die Insulaner jenseits des Channel das wollen und auch auf vielen Ebenen nachhaltig institutionalisiert haben: u.a. mit Blick auf Börsengesetze, Handelsplattformen, Margine-Regeln, Transaktionsmodi, Finanzmarktregularien für non-residents, Zinsfestlegungen, Kreditausfallregeln, Ratings bis hin zur Verfassung von Notenbanken inkl. deren Arroganz zu bestimmen, was die alleinige Weltleitwährung zu sein hat, ist doch – denke ich – auch ganz ohne jeglichen Verschwörungssumms sonnenklar, wer hier das Sagen hat und welche generationenalten transatlantischen Allianzen nach wie vor bestens funktionieren – und selbstredend immer schön zwei, drei Schritte dem Rest der Welt voraus…;-) !!

    Solange “big money” dies- und jenseits des Großen Teichs der Überzeugung ist, dass die Zockerei z.B. der City im Rahmen des selbst definierten Systems “vernünftig” und “tragfähig” ist, werden die Giralgeld(luft-)positionen dort weiter gen Mars wachsen dürfen, andernfalls…

    1a

    Aber keine Sorge, liebe Angelsachsen: man murkselt sich in Euroland in gewohnter Naivität und Realitätsverdrängung durch und beschert Euch damit sogar noch zusätzliche Geschäfte…

    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=19505

    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=19412

    • ergo sum - 8. Juni 2012

      @ alsterpirat:
      Wenn jemand Schulden macht und sie nicht zurück zahlen kann, sind immer andere dran schuld. Im Mittelalter warf man solche Leute in den Schuldturm, heute leiht man ihnen noch mehr Geld.

      • Alsterpirat - 10. Juni 2012

        Zins und Zinseszins – im übrigen eines der Hauptübel des heutigen hochdynamischen Geldsystems, da entscheidender Krisenbeschleuniger – waren in Europa noch bis ins 16. Jahrhundert verpönt, bis schließlich die katholische Kirche ihre eigenen Ge- und Verbote aufgrund ihrer direkten Beteiligung an Italiens aufstrebenden Bankensystem nach und nach aufgeben musste (tja, auch in der Hinsicht feierte die uns bis heute wohl vertraute Verlogenheit bereits Urständ…) !

        Vor vielen Jahrhunderten wurden ob der bereits treffend beobachteten verheerenden langfristigen Wirkung von Zins und v.a. Zinseszins in einigen Kulturen (Babylon, Israeliten,…) alle 50 Jahre sog. “Jubeljahre” eingeführt, in denen auf Anordnung der jeweils Herrschenden u.a. Gefangene entlassen sowie Schulden und Guthaben gestrichen wurden, u.a. auch um Volksaufständen vorzubeugen…- der Spruch “nur alle Jubeljahre mal” kommt schließlich nicht von ungefähr…;-)

  • Doremi - 8. Juni 2012

    Oh ja! Und lesenswert, neben dem Querschuss gestern zu Spanien (
    Daten aus der Desasterzone Spanien), auch hier: http://www.larsschall.com/2012/06/07/offener-brief-an-kanzlerin-merkel-opfern-sie-spanien/
    Unabhängig von der Intention dieses Briefes – die Analyse in Bezug auf die Größe des nun platzenden Baubooms (bei einem Bausektor der die gleiche Größe hat wie das gesamte verarbeitende Gwerbe!), einhergehend mit dem entsprechenden Volumina an Krediten, die die spanischen Banken fremdfinanziert hatten (seit 2008 haben die spanischen Banken ihre Kerditvergabe nochmals kräftig ausgeweitet) und die nun nicht mehr bedient werden können, einhergehend mit dem Abschmieren der Bauindustrie und der dieser zuarbeitenden Industrieproduktion usw. usf. – diese Analyse macht deutlich, dass die Ursache der spanischen Misere nicht Austerität ist (diese verschärft nun allerdings), sondern eine politisch initiierte Fehlsteuerung der gesamten Volkswirtschaft über mehr als eine Dekade mit gravierenden Konsequenzen für deren Wertschöpfung.

    • SLE - 8. Juni 2012

      Das ist richtig. Ich habe allerdings auch nur geschrieben, dass die Austeritätspolitik für die Verschärfung der Probleme sorgt.

      Grüße
      SLE

  • bauagent - 8. Juni 2012

    “……….man murkselt sich in Euroland in gewohnter Naivität und Realitätsverdrängung durch und beschert Euch damit sogar noch zusätzliche Geschäfte…”

    Was als Hoffnungsschimmer möglicherweise bedeutet, dass die Erosion schneller vonstatten geht, als die von allen Völkern als undemokratische, ungewollte Zentralsiierung der längst abgehobenen Politschauspieler. Ich weiß…………

    ……….das ist gerade so, als müsse man sich über den freuen, der beim Sprung vom Hochhaus
    Gück hatte, weil er kurz vor dem Aufprall mit dem linken Auge an einem rostigen Nagel hängen blieb. Igitt.

    • ergo sum - 8. Juni 2012

      @ bauagent:
      Die “amerikanische” Ratingagentur Fitch hat französische Eigentümer.

  • Frankenfurter - 8. Juni 2012

    Leute, jetzt macht mal halblang. Bei den Spaniern sieht es so aus,
    dass das Geldvermögen in etwa dem privaten und öffentlichen Schulden in Euro
    entspricht.
    1) siehe Schulden in USD 2010: (1,72 Bio €)
    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_external_debt

    2)siehe Vermögen in Euro: 1,7 Bio € (Allianz Global Weath Report, 2011, Seite 91)
    https://www.allianz.com/static-resources/de/economic_research/images_deutsch/pdf_dow
    nloads/spezialthemen/v_1315917670000/agwr_2011d.pdf

    Kann man das schon Überschuldung nennen? Rechtfertigt das die schlimme Kreditnote,
    selbst wenn man die desaströse Konjunkturlage in ES einpreist? Meine Antwort ist
    klar NEIN.

    • Roland - 8. Juni 2012

      @ Frankenfurter

      Natürlich ist das Überschuldung, denn die meisten Aktiva gehören mächtigen “Gorillas”.

      Ein bißchen Besteuerung des kirchlichen Vermögens, die jetzt dikutiert wird, bringt (obwohl sicher richtig) nur peanuts.
      Und eine Syriza, die den ganzen Laden mal aufmischen könnte, ist vorläufig nicht in Sicht.

    • Alsterpirat - 8. Juni 2012

      Huhu Frankenfurter,

      habe Dir heute genau zu diesem Thema ein paar Überschriften weiter unten ‘ne Antwort gepostet: https://www.querschuesse.de/daten-aus-der-desasterzone-spanien (Schulden in bloßen Zahlen sind das nämlich eine, die Schulden-TRAGFÄHIGKEIT hingegen steht oft auf einem ganz anderen, entscheidenderen Blatt…)

      Außerdem stellt sich – s.o.- leider noch immer “alternativlos” die Frage: wer beurteilt und ratet (kann man englisch oder deutsch aussprechen 😉 ) nach welchen Kriterien und Kategorien nach wessen Spielregeln…?

      • Alsterpirat - 8. Juni 2012

        P.S.: Wer nicht einmal versucht zu verstehen, wie Wall Street und City seit mindestens zwei Jahrhunderten ticken, seither global bestens zusammenspielen und für alle verbindliche Regeln definieren und durchsetzen, wird niemals das Heft des Handelns in der Hand haben, geschweige denn dieses globale Finanzsystem entscheidend verändern können, selbst wenn er/sie im Bundeskampfhosenanzug daherkäme…!!

  • Frankenfurter - 8. Juni 2012

    Das Stichwort SYIRIZA passt mir in diesem Zusammenhang.gut Wir wissen, die Allianz weiß, dass das private Geldvermögen der Griechen 2011 immer noch 275 Mrd. Euro betrug. Aber leider war davon so gut wie nix zur Entschuldung des Staates zu holen. Ging einfach nicht. Und das es den Spaniern gelingen könnte, diese privaten Mittel für Investitionen loszueisen ist mit den Suppenhühnern der Europapolitiker nicht zu machen. Gäbe es zb. einen europäischen Plan zur gemeinsamen Energiewende, könnte man in Andalusion bestimmt für 1 Billion Euro Sonnenkraftwerke u. Netze bauen, die von Montpellier bis Spitzbergen sauberen UND billigen Sonnenstrom liefern könnten.

  • Goldman - 9. Juni 2012

    UK ist Herr über ihre eigene Währung…das ist ein Unterschied zu Spanien..

    • SLE - 9. Juni 2012

      ja, absolut korrekt. Die BoE wird´s noch ein Weilchen richten können. Nur wenn es dann trotz QE und Austerität nicht besser, sondern immer schlimmer wird, wer wird sie dann noch gerne akzeptieren, die Pfund-Scheine …. und zu welchem Kurs?

      Grüße
      SLE