“Internet & Soziale Medien” schlägt “Mainstream-Medien”: Harte Zeiten für Politiker, Chance für die Demokratie

von am 12. Dezember 2016 in Allgemein

Ist es nicht paradox? Nachdem die US-Demokraten gehackt und so im Wahlkampf bloßgestellt worden sind, reiten die US-Geheimdienste auf der als Fakt verkauften These herum, Russland stecke dahinter und habe die US-Wahl beeinflusst. Und schwupp, schon springen Politiker der etablierten deutschen Parteien flugs und in bester Nachkriegstradition – bei allem was man sagt und tut, immer erst zu schauen, was die Amerikaner machen – auf diesen Zug auf. (1) So scheint es jedenfalls.

Russlands Cyberkrieg gegen demokratische Parteien im Westen?

Mit Rückendeckung der eigenen Geheimdienste äußern deutsche Politiker nun die Sorge, auch der Bundestagswahlkampf 2017 könnte von Russland beeinflusst und manipuliert werden. Befürchtet werden „gezielte Infiltration von außen mit dem Ziel der Manipulation von Fakten oder Meinungen“ (Wolfgang Bosbach (CDU), „Verzerrungen und Lügengeschichten“ (Rolf Mützenich (SPD)), „dass von Russland gesteuerte Online-Medien Fehldeutungen und Falschinformationen verbreiten“ (Christian Lindner (FDP)) und „dass Hackerangriffe auf Parteien und Fraktionen und Desinformationskampagnen zunehmen werden“ (Stephan Mayer (CSU)). (2)

Allein bewiesen wurden die Behauptungen von den US-Geheimdiensten und Sicherheitsfirmen bisher nicht. Darauf hat beispielsweise James Bramford, Autor des Buches „The Shadow Factory: The Ultra-Secret NSA From 9/11 to the Eavesdropping on America“ und Kolumnist bei „Foreign Policy“ in einer Analyse ausdrücklich hingewiesen. (3)

Ein wichtiges Argument Bramfords ist unter anderem, dass die Analyse der Hackerattacke gegen die US-Demokraten, die von einer darauf spezialisierten Firma im Auftrag der Partei durchgeführt wurde, viel zu kurz und damit oberflächlich gewesen ist, um angesichts der sehr diffizilen und komplexen Aufgabe, die Hacker zu identifizieren, schon nach ein paar Wochen den Schuldigen präsentieren zu können. Viele andere Internetsicherheitsfirmen hätten sich zudem einfach dieser Einschätzung angeschlossen. Doch während die US-Geheimdienste, namentlich der oberste US-Geheimdienstkoordinator James Clapper, Russland als Schuldigen bezeichneten, habe das FBI dies bemerkenswerterweise nicht getan. (4)

In einer weiteren Analyse befasst sich Bramford mit der Auswertung der bisher gesammelten Hinweise. Er kommt zu dem Schluss, dass sie nicht auf Russland, sondern viel eher auf einen zweiten und bisher unentdeckten Edward Snowden bei der NSA hinweisen. (5)

Trump: CIA-Vorwürfe sind lächerlich – wahr oder falsch?

Nachdem zum Wochenende von namentlich nicht genannten CIA-Mitarbeitern erneut der Eindruck erweckt worden ist, alles deute darauf hin, dass Russland die US-Wahl beeinflusst habe (6), hat es dem designierten neuen US-Präsidenten Donald Trump offensichtlich gereicht. Er erklärte die CIA-Vorwürfe in einem Interview auf Fox News am Sonntag für nach wie vor unbewiesen und mehr noch für „lächerlich“. Jede Woche kämen die US-Demokraten mit einer neuen Ausrede für ihre Wahlniederlage, so sein Fazit. (7)

Das mag ein wenig überspitzt sein, doch so ganz falsch scheint Trump damit nicht zu liegen. Als der FBI-Direktor James Comey kurz vor der Wahl ankündigte, die Ermittlungen zu Clintons-E-Mail-Affäre würde aufgrund neuer E-Mail-Funde wieder aufgenommen, wurde dies von den US-Demokraten als Versuch der Wahlbeeinflussung hingestellt, obwohl Comey in seiner langen Karriere über die Parteigrenzen hinweg einen Ruf als integre Persönlichkeit erworben hat. Mehr noch fordert nun der demokratische Senator Harry Reid eine Untersuchung, weil er glaubt, der FBI-Direktor halte Informationen über die behauptete Einmischung Russlands in die US-Wahl zurück. (8)

Wer anderen eine Grube gräbt …

Was in den USA seit Monaten vor und nach der Wahl stattfindet, hat inzwischen zunehmend mehr etwas von Verfolgungswahn oder Verschwörungstheorie und zwar auf Seiten der Trump-Gegner, die sich allerdings zum Teil in seiner eigenen Partei befinden. Der Alarmismus dort wirkt ebenso überzogen wie hier, auf dieser Seite des Atlantiks und speziell in Deutschland.

Wenn in den USA trotz der schwachen Faktenlage Russland für schuldig erklärt wird, die US-Wahl beeinflusst zu haben, damit Trump gewinnt, dann ist es schon ein wenig befremdlich, wenn deutsche Politiker nun mit Blick auf die Bundestagswahl dieselben Befürchtungen äußern, so als wäre die Sache in den USA längst klar. Zudem gibt es in Deutschland überhaupt keinen starken „Populisten“, der tatsächlich eine realistische Chance haben könnte, die Bundestagswahl zu gewinnen.

Was soll man also dazu sagen? Willkommen im „postfaktischen Zeitalter“, das von Journalisten der traditionellen Medien und eben jenen Politikern ausgerufen wurde, die damit eigentlich das Verhalten von Populisten und ihren Anhängern meinten, nicht sich selbst. Willkommen in der Ära also, in der angeblich nicht mehr die Fakten zählen, sondern Emotionen (9) und in der „Fake News“ bzw. Lügengeschichten verbreitet werden. Wie wahr!

Doch denken Politiker etablierter Parteien, wenn sie in diesem Zusammenhang von einer „verwilderten politischen Kultur“ sprechen (10), auch an die nicht geringe Zahl von Fällen, in denen sie selbst Fakten ignorieren oder in denen Parteimitglieder beispielsweise ihren Doktortitel durch Abschreiben erschlichen (Plagiate-Skandal) oder ihren Lebenslauf aufpolierten (11)? Wohl eher nicht.

„Postfaktisch“ als Retourkutsche für „Lügenpresse“

Insofern überrascht es ebenso wenig, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache in den Refrain der Journalisten und Politiker einstimmte und den auf Anhänger von „Populisten gemünzten Begriff „postfaktisch“ postwendend zum Wort des Jahres 2016 kürte, womit sie allerdings nur nachvollzog, was ein paar Wochen zuvor auf internationaler Ebene („post truth“ als Wort des Jahres) vorgekaut worden war. (12)

Das sieht möglicherweise nicht ganz zufällig nach einer Art Retourkutsche der Vorwürfe aus dem den etablierten Parteien gegenüber kritisch eingestellten Teil der Bevölkerung aus, der den Begriff „Lügenpresse“ aus der Taufe gehoben hatte, um so mangelnde Objektivität und behauptete Falschmeldungen der Mainstreammedien anzuprangern. Diese Bezeichnung war nach der höchst umstrittenen, einseitigen Berichterstattung der deutschen Medien im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise aufgekommen. Die Botschaft hier: Nicht die Medien berichten falsch, sondern ihr erkennt die Fakten nicht an.

Die Wahrheit über Demokraten und Populisten

Inzwischen werden all jene, die sich zu Sprechern dieser Bevölkerungsteile machen und bei Wahlen antreten, von den traditionellen Parteien als „Populisten“ bezeichnet. Dabei geht es meist um eher junge Protestparteien, was aber, wie der Fall Donald Trump zeigt, keineswegs ein Muss ist. Es ist, wie der Historiker Michael Wolffsohn es jüngst sehr treffend bezeichnete, eine „Populismus-Keule“, mit der politische Gegner – ebenso wie zuvor über viele Jahre hinweg mit der „Faschismus-Keule“ – einfach, rasch und effektiv ausgeschaltet werden sollen. (13)

Genau genommen, so Wolffsohn, geht es dabei um den Versuch der Abgrenzung der Demokraten, die sich als die Guten, als die Elite verstehen, von den Populisten, die sie als „die Bösen“, den Pöbel erkannt wissen wollen. Das Dumme dabei ist, dass es in jedem Volk immer beides gibt und nicht nur die Demokraten Sprachrohr und Anhänger der Volksherrschaft sind, sondern auch die Populisten, was den Historiker zu folgendem Fazit bringt: „Wer Volksherrschaft (Demokratie) will, kann Populismus, der Volkssorgen thematisiert, nicht ablehnen, ohne sich selbst in grundsätzliche Widersprüche zu manövrieren und als Anti-Demokrat zu entlarven.“ (14)

Der fatale Fehler der alteingesessenen Parteien

Was nun bei Wahlen und Referenden geschieht, ist insofern folgerichtig. Das Volk, so Wolffsohn, bemerkt die elitäre Herablassung, weil seine Worte, Sorgen und Ängste nicht thematisiert, sondern diffamiert werden, wie Hillary Clinton im US-Wahlkampf unter Beweis stellte, als sie die Trump-Anhänger als „deplorables“ (frei übersetzt: „Pöbel“) bezeichnete. Und sie rächen sich dafür in den USA, in Europa und anderswo auf ihre demokratische Weise, indem sie immer häufiger „Populisten“ ihre Stimme geben. (15)

Dass Populisten und ihre Anhängerschaft sowie ihr Treiben, ihre Aussagen, Vorwürfe und Wahlentscheidungen mit dem Attribut „postfaktisch“ belegt werden, wird von diesen lediglich als eine starke Provokation wahrgenommen werden. Denn es passt in das von Wolffsohn beschriebene Bild von den elitären, herablassenden Demokraten und dem ungebildeten, uneinsichtigen „Pöbel“. Das war also keine gute Idee, sondern eher ein Offenbarungseid und ein weiterer Grund für einen Denkzettel bei der nächsten Wahl.

Nicht jeder kann seine Meinung eloquent anhand von Fakten artikulieren

Das ist noch nicht alles. Denn allein die Tatsache, dass nicht alle Menschen sprich Wähler Zahlen, Daten und Fakten souverän analysieren und deren Essenz und Bedeutung eloquent wiedergeben können, heißt nicht automatisch, dass sie diese nicht begriffen haben. Es sei in diesem Zusammenhang an die zahlreichen Fach- und Wirtschaftsblogs erinnert, die seit vielen Jahren detaillierte Analysen von Politik, Wirtschaft und Finanzmärkten liefern und längst zunehmend als alternatives Informationsmedium neben den traditionellen Medien gelten. Das ist einzig und allein eine Folge der für viele als unzureichend und mithin unbefriedigend bewerteten Berichterstattung in den traditionellen Medien.

Mehr noch haben diese Analysen im Internet und in Blogs aufgezeigt, ob und inwieweit Regierungen ihre politischen Entscheidungen an den Fakten ausrichten. Unter dem Strich ist dabei nicht selten der Eindruck bestätigt worden, dass die traditionellen Parteien die Fakten ignorieren und genau das ist für viele Wähler explizit oder unterschwellig einer der Gründe für die Abkehr von den alteingesessenen Parteien.

Was also bedeutet dieser verstärkte Wahlkampf der alteingesessenen Parteien mit der „Populismus-Keule“ und der Diskreditierung rebellischer Wähler als „postfaktisch“?

Harte Zeiten für erfolgsgewohnte Parteien

Vielleicht ist die Antwort auf diese Frage ganz simpel.

Der unerwartete Wahlsieg des unablässig twitternden Donald Trump ist nicht nur eine an das politische Establishment, an die „guten Demokraten“ gerichtete Botschaft, dass „Populisten“ Wahlen gewinnen können. Vielmehr ist es auch eine Botschaft an die traditionellen Medien, die jahrzehntelang die Deutungshoheit hatten und, wie der US-Wahlkampf noch einmal ganz deutlich zeigte, das wirtschaftliche und politische Establishment unterstützten. Sie lautet: Die sozialen Medien und das Internet sind mit dem Wahlsieg von Trump de facto zu einer Informations- und Meinungsmacher-Gegenmacht aufgestiegen sind, die die traditionellen Medien übertrumpfen kann.

Das wiederum heißt, die traditionellen Parteien und etablierten Parteipolitiker können sich allesamt nicht mehr darauf verlassen, dass die Darstellung ihrer Politik, ihres Redens und Handelns in den traditionellen Medien als erfolgreich und gut die Mehrheit der Wähler überzeugen und sie vor der Abwahl schützen wird. Es riecht nach Machtverlust der erfolgsverwöhnten Parteien.

Natürlich gibt es in den sozialen Medien und im Internet Falschmeldungen und schwarze Schafe. Ja, das ist unbestreitbar richtig und ein Problem, das thematisiert werden muss. Aber die gibt es ebenso in den oligopolisierten traditionellen Medien, die jedoch bisher ebenso wie die politische Elite nahezu unantastbar waren. Die traditionellen Medien, das sind nicht per se die „Guten“ und das Internet, die Blogs, die sozialen Medien, das sind nicht per se die „Bösen“. Diese Art von Schwarz-weiß-Malerei“ ist unhaltbar und wer so argumentiert, dem sind die Argumente ausgegangen.

Die Welt der Information und politischen Meinungsbildung sortiert sich gerade neu. Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Es gibt dabei Chancen und Risiken. Was überwiegt, ist eine Frage der Nutzung dieser Möglichkeiten und des Verantwortungsgefühls eines jeden, der sie aktiv oder passiv in Anspruch nimmt. Das heißt vor allem, dass man heute weniger denn je einfach schlucken kann, was TV, Printmedien, Internet oder Facebook, Twitter & Co. liefern. Die Wahrheit herauszufinden ist und war immer schon Arbeit. Aber die Chance, es zu schaffen, ist heute größer als je zuvor. Wenn das Bewusstsein dafür nun im Zuge des US-Wahlkampfes und der anhaltenden Debatte über Trump bei vielen geschärft wurde, dann wäre das eindeutig ein gutes Zeichen für die Demokratie.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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50 KommentareKommentieren

  • Eulenspiegel - 12. Dezember 2016

    Danke für die interessante Analyse!

    “Postfaktisch” erscheinen mir die Online-Seiten diverser Medien (Spiegel Online, Welt, …) schon seit Langem – was auch verständlich ist, da sich diese Seiten über Werbung finanzieren, und daher versuchen mit reißerischen Schlagzeilen Leser zu ködern (d.h. zum Anklicken zu bewegen, was dann neben dem “redaktionellen Textbeitrag” neue Anzeigen lädt).

    Fakten und detaillierte Recherchen rechnen sich in diesem Umfeld für die “Mainstream-Medien” nicht. Dass damit auch die Glaubwürdigkeit (und damit die “Deutungshoheit”) der “Print-Medien” verloren ging, merken unsere Leitmedien leider zu spät.

    Positiv sehe ich den direkten Zugang zu Originalquellen. Im US-Wahlkampf wurden z.B. alle Wahlkampfveranstaltungen von Clinton und Trump direkt via Youtube übertragen. Der interessierte Wähler konnte sich so selbst ein Bild machen (ohne auf die Deutungshoheit der Leitmedien angewiesen zu sein).

  • Hunsrückbauer - 12. Dezember 2016

    Die etablierten Parteien werden das www einschränken um an der Macht zu bleiben. Sie sind zwar im freien Fall, aber sie haben noch ein gerüttelt Maas an Zeit.

  • M.E. - 12. Dezember 2016

    Trump, Johnson oder Wilders sind keine Populisten. Es sind elitäre Demagogen, die die durchaus berechtigte Wut der Abgehängten für ihre Zwecke nutzen. Damit sind sie noch etwas übler, als die bereits herrschenden Eliten – und dazu gehört schon etwas.

    Übrigens hat ein rumänischer Fake-News-Produzent jetzt bekannt gegeben, dass er mit seiner Lügenseite etwa 1000 Euro am Tag verdient. In der US-Vorwahlkampzeit hatte er täglich über 100000 Klicks. Und hat sich ganz offiziell dazu bekannt, Fakes zu produzieren.
    Solch durchgängige Verdummung schaft nicht einmal die Mainstreampresse. Und auch dazu gehört schon eine Menge.

  • zykliker - 12. Dezember 2016

    Antifaktische, populistische Lügenmärchen in die Welt zu setzen war doch jahrzehntelang die Kernkompetenz des auflagenstärksten Springer-Produkts schlechthin. Solange damit der Machterhalt interessierter Kreise gesichert werden konnte, war das “Demokratie und Meinungsfreiheit.”
    Im Mittelalter hat man die Menschen mit der Angst vor Hexerei oder dem Leibhaftigen gesteuert: dann gab es eine Aufklärung; und jetzt scheint die Manipulationsmechanik wieder ähnlich zu funktionieren: zeigen die geleakten mails eine inhaltlich bösartige Politik auf, oder ist der Tatbestand des “leakens” selbst verwerflich, gerade, weil das angeblich der Moskauer Gottseibeiuns verbrochen hat? Waren mangelnde Hygiene schuld an der Pest oder die rothaarige Hexe mit dem bösen Blick? Wer steht wegen Lux-Leaks vor Gericht?
    Ich fürchte in der Tat auch einen Versuch zur umfassenden Internet-Zensur, und sei es auch nur, dass jede kritische Äusserung mit Repressalien verfolgt wird. Metternichs Geheimpolizei könnte aus der Gedankenfreiheit einen Biedermeier-Friedhof machen.

    • M.E. - 12. Dezember 2016

      Zensur des Internets weltweit wird schwierig. Rein technisch.
      Ich tippe mehr auf eine Zensur der Wahrheit durch das Internet.
      Glücklicherweise gibt es ja solche Fakten-Leuchttürme wie die Querschüsse.
      Aber die sind mittlerweile deutlich in der Minderheit im www. Eine bedrohte Art.
      Social Bots zur Lügenverbreitung durch verschiedenste Interessengruppen werden das Internet zukünftig nachhaltiger zerstören, als die Regierungen es überhaupt könnten. Der Anfang ist bereits gemacht.

  • Stepe - 12. Dezember 2016

    Hallo SLE,
    ich habe das “Zeug” auch gelesen, das lustigste ist allerdings (im Artikel “gestreift) das die Einflussnahme doch lediglich das aufdecken von “Unregelmäßigkeiten” ist die sonst die “normale Presse” macht. “Großartig” gemacht bei den “Panama Papers” leider war in Russland keine Wahl.
    Das nicht thematisiert wird (nicht von Ihnen) das Trump vor 10 Jahren, sich derespektierlich über Frauen geäußert hat, wer mag das wohl geflüstert haben?
    Die Chinesen müssen das Internet aufgegeben haben, es kann aus Amerika gar nicht mehr gehört werden das die noch Aktivitäten entwickeln. Kann aber auch sein das die Russen immer ein Byte schneller sind.
    Wenn es nicht so gefährlich werden kann, wäre es zum lachen.

    Viel Grüße Stepe

  • Basisdemokrat - 12. Dezember 2016

    Zum Abschied noch mal eine Provokation gegen Russland:
    https://www.ft.com/content/6e443572-be31-11e6-8b45-b8b81dd5d080
    Gruß BD

  • Systemfrager - 12. Dezember 2016

    Die scheinheilige, verlogene Empörung von Obama, Kerry, Merkel, Steinmeier und anderen westlichen Politikern gegen Russland wegen Aleppo ist infam. Sie haben doch die Hauptschuld an der Entstaatlichung verschiedener Länder und auch an diesem schrecklichen Krieg in Syrien.

    Für Politiker und Medien sind die Mörderbanden „Aufständische“, „gemäßigte Rebellen“, sozusagen Freiheitskämpfer, und die syrische Regierung ist ein „Regime“, Assad ein „Machthaber“, während der Kriegsherr Poroschenko ein „Präsident“ ist, der einer (von Faschisten durchsetzten) angeblich legitimen „Regierung“ vorsteht. Und die USA, Saudi-Arabien und Katar treten in Syrien angeblich für Humanität und demokratische Verhältnisse ein.

    KenFM >>>

  • Systemfrager - 12. Dezember 2016

    Vor einem „moralischen Narzissmus“ in Politik und Medien hat der Wiener Neurologe und Psychotherapeut Raphael M. Bonelli gewarnt. Der Bestsellerautor definiert einen „moralischen Narziss“ als jemand, der seine Weltanschauung dermaßen idealisiert, „dass sie für ihn immer mehr zur einzig möglichen Meinung, ja zur Wahrheit schlechthin wird“. Dadurch werde eine solche Person „dialog- und kompromissunfähig“. Sie sehe sich als moralisch gut, über jeden Zweifel erhaben und verdränge jegliches persönliches Fehlverhalten. Ein weiteres Kriterium für einen moralischen Narziss sei die Abwertung: „Er ist empört über andere Meinungen, kann es gar nicht fassen, dass jemand so und so denken kann – und vergisst dabei die Grundlage der Demokratie.“

    Als Beispiel für einen Politiker mit „moralischem Narzissmus“ nennt Bonelli den religions- und migrationspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck: „Der hat in den achtziger Jahren die Entkriminalisierung der Pädophilie befürwortet und später abgestritten, dies je getan zu haben. Er hat verbotene Substanzen konsumiert, also ziemlich viel Dreck am Stecken.“ Trotzdem präsentiere er sich unbeirrt als moralische Instanz, verkaufe sich selbstgerecht als „Menschenrechtler“ und verurteile Andersdenkende mit großer Entrüstung.

    weiter >>>

  • Bubblegum - 12. Dezember 2016

    @SLE,
    Nein das ganz Schlimme ist der aus Amerika herüber geschwappte Gesinnungsterror der Political Correctness.
    Wer heutzutage das Wort Neger in den Mund nimmt wird regelrecht sozial geächtet.
    Das wäre unmöglich, wenn, wie in den 50ger Jahren üblich, Latein Pflichtsprache in den Eingangsklassen der Gymnasien wäre.
    Ich überspitze jetzt: Die Dummen diktieren das Leben der gut Ausgebildeten.
    Man muss dieses Sprachgeschwurbel wie Afroamerikaner ertragen, darf nicht mehr behindert sagen, muss stattdessen das gleich bedeutende Handycap benutzen. Als ob das an der Behinderung etwas ändern würde.
    Nur so ist es möglich, dass das Wort Populist zum Schimpfwort umgedeutet werden konnte.
    Es ist ja gerade die Aufgabe eines guten Politikers dem Volk (populus) aufs Maul zu schauen, seine Interessen zu vertreten. Die Römer kannten sogar das Politikamt der beiden Volkstribunen. Diese hatten im Senat sogar Vetorechte.
    Aber diese Kenntnisse fehlen diesen Mietschreiberlingen. Den selbsternannten Gralshütern der Political Correctness sowieso.
    Die bleierne Zeit der 50ger und 60ger Jahre liegt wieder über Deutschland. Unerträglich!!
    Sehr besorgte Grüße
    Bubblegum

  • JL - 12. Dezember 2016

    Es kommt nicht von ungefähr das die Auflagen deutscher überregionaler Zeitungen seit Jahren stetig rückläufig sind. Das ist natürlich auch das Ergebnis des Internets die das Meinungsmonopol dar Zeitungsbarone und damit die Deutungshoheit dieser Konzerne nachhaltig brach. Ähnlich sieht es bei den öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten aus.

    Aus der Vielfalt von unabhängigen Informationsquellen im Netz entwickelten sich Informationsplattformen die sich schwerpunktmäßig auf verschiedene Themen konzentrieren und diese bearbeiten, eine dieser Plattformen zum Beispiel ist Querschüsse mit Schwerpunkt Datenfakten. Die dadurch entstehende Informationsdichte erweitert den eigenen Horizont erheblich und offenbart zunehmend die manipulierende Art und Weise der bisher vorherrschenden Meinungsmacher.

    Das denen es nicht gefällt ständig auf den falschen Fuß bei ihren Manipulationsversuchen erwischt zu werden ist auch klar. Ergo versuchte man zuerst irgendwelche Autoren zu stigmatisieren und jetzt sind zusätzlich noch die Leser alternativer Meinungen dran. Das man mit diesen planlosen verbalen Rundumschlägen auch noch die letzte Kundschaft vergrault darf aber auch nicht verwundern.

    Denselben Abgesang erlebt man bei Politikern. Wer kennt nicht die tollen Wahlkampfparolen bei Landtags- oder Bundestagswahlen um sich hinterher nicht mehr drum kümmern zu wollen- die berühmte Möhre für den Esel eben. Diese Unwahrheiten beschädigen natürlich das Image dauerhaft sind aber letztlich Kindereien wenn plötzlich aus Lügen Kriege werden- Siehe Irak, Afghanistan sowie andere Länder und die Medien dies auch noch Anstoßlos bejubeln. Aber anstatt reuer Einsicht folgt rüde Hetze gegenüber den Bürgern die so etwas verwerflich finden, bei Politik wie bei Medien. Da wird man auch hier zu Pack oder auch Putinversteher diffamiert- da fehlt nur noch der Einsatz von Blockwarten.

    Man braucht sich also nicht wundern wenn man sich von den einen wie von den anderen abwendet- man lebt offenbar in verschiedenen Welten.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Gundermann - 12. Dezember 2016

    Übrigens kann jeder das Seine dazu beitragen, dass die “Qualitätsmedien” nicht auch noch durch das Aufrufen ihrer Artikel (manchmal sieht man ja nicht, welche URL sich hinter einem Link versteckt, wenn ein Linkverkürzer verwendet wird) belohnt werden: Adblocker verhindern weitgehend, dass Werbung eingeblendet wird. Nebenbei erhöht das auch die eigene Sicherheit, da über Werbeanzeigen durchaus auch Schadcode auf den eigenen Rechner gelangen kann. Erwünschte Seiten kann man davon ausnehmen und Werbung die von Hand in Blöcken eingebaut ist, wie hier bei querschuesse.de sind davon auch ausgenommen. So kann man dazu beitragen, den Sumpf trockenzulegen. 😉

  • Christian - 12. Dezember 2016

    …und der Name einer dieser Panikattacken lautet “postfaktisch”…

    http://www.danisch.de/blog/2016/12/11/und-der-name-einer-dieser-panikattacken-lautet-postfaktisch/

    • SLE - 13. Dezember 2016

      Danke Christian,

      das passt sehr gut zum Aufsatz. Eine schöne Ergänzung.

      Grüße
      SLE

      • Erhard - 13. Dezember 2016

        Nun ja. Der Telepolis-Aufsatz ja. Danisch ist ein professionell Gestörter, und seine Tiraden offenbaren seine Bildungsfeindlichkeit, seine Vorurteile und seinen Hass gegen eigentlich alles ausser ihm selbst (und da bin ich nicht sicher), gegen Frauen, Raucher, aber auch Männer, Schwule und was weiss ich nicht alles. Er glaubt, mit einem Informatikdiplom und Pöbelei gegen alles, was er als “Geisteswissenschaften” oder gar Wissenschaftstheorie nicht versteht, als Wächter der Wahrheit und der Wissenschaftlichkeit dazustehen. Ich kenne ihn seit dem 80er Jahren aus dem Usenet, und da war er stets der Gruppenkasper. Allerdings war da das Niveau in der Regel höher als im heutigen Internet.

        Seine Oberflächlichkeit zeigt sich – nicht nur – an seinem naiven Empiriebegriff. Gerade Empirie ist “gemacht”, insofern ihr ein Theorie- und Methodenapparat zugrundeliegt, der die Formulierung von Forschungshypothesen und die Erhebung empirischer Daten (“Fakten”) überhaupt erst ermöglicht. Ein Damisch wischt die erkenntnistheoretische Debatte zweier Jahrtausende Philosophie und die Grundlagendebatten der Mathematik einfach vom Tisch. Solche “Wahrheitssheriffs” braucht kein Mensch, auch wenn er mitunter gegen die Richtigen pöbelt.

        • SLE - 13. Dezember 2016

          Aha, ein kleiner Vernichtungsschlag 😉 Ich kenne den Blogger nicht, nur diesen Post. Also nehme ich das mal als Hintergrundinformation für die Zukunft auf.

          Viele Grüße
          SLE

        • Christian - 13. Dezember 2016

          Ich lese die bildungsfeindlichen, von Vorurteilen triefenden, hasserfüllten Tiraden und Pöbeleien des professionell Gestörten und Gruppenkaspers sehr gerne.

  • Uwe - 12. Dezember 2016

    Mark Twain legt man dieses Zitat in den Mund: “Wer keine Zeitung liest, ist nicht informiert;
    wer eine Zeitung liest, ist falsch informiert.” Ich sage nur: “Huckelberry, finn´ es selber raus!”
    …Nochmal danke, für diese Arbeit! Uwe

  • Systemfrager - 13. Dezember 2016

    Die LÜGENPRESSE:
    Journalistin zerlegt in den UN in 2 Minuten die Glaubwürdigkeit der Mainstream-Presse zu Syrien
    weiter >>>

  • Marja - 13. Dezember 2016

    Ist doch wirklich blöd, wenn das Volk nicht mehr das glaubt und macht, was es soll. Das gehört verboten!! Oder das Volk wird von der Regierung demokratisch abgewählt.

  • Systemfrager - 13. Dezember 2016


    Telepolis >>>

  • Systemfrager - 13. Dezember 2016

    Laut AP soll Trump nach der Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin 162 Stimmen mehr bekommen haben als zuvor angenommen.
    Auf der offiziellen Website der Wahlkommission von Pennsylvania, wo es keine Neuauszählung gegeben hatte, wurden ebenfalls die bisherigen Abstimmungsergebnisse bestätigt.
    Auch ein Berufungsgericht des US-Bundesstaates Michigan hatte erklärt, es gebe keine Gründe für eine Neuauszählung./

    ALLES KLAR
    Nun kann nur Putin schuldig sein, warum die Psychopathin und Bösewicht Killary nicht gewonnen hat.

    • SLE - 13. Dezember 2016

      Sie haben den FBI-Direktor James Comey vergessen.

      Grüße
      SLE

      PS: Syrien ist hier kein Thema.

      • Systemfrager - 13. Dezember 2016

        PS: Syrien ist hier kein Thema.

        Naja … weiß ich nicht … wenn man, schlank formuliert:
        über Lügenpresse versus Internetöffentlichkeit diskutiert

  • M.E. - 13. Dezember 2016

    Ich bin immer wieder überrascht, wie Trump von einigen als der wackere Kämpfer gegen das Establishment gefeiert wird.
    Nachdem er nun schon den dritten Goldman-Sachs-Manager in sein Kabinett/Beraterstab berufen hat und sein Kabinett die höchste Milliardärsdichte der US-Geschichte aufweist, müsste es doch auch dem schlichtesten Gemüt dämmern, dass The Donald alles ist, nur kein Kämpfer für die Armen und Entrechteten. Sein Steuersenkungsprogramm, von dem zu über 90% die Reichsten profitieren werden ist ja Beweis genug für seine Agenda, Und seine Absicht, die ohnehin nicht ausreichende Bankenregulierung wieder aufzuheben ebenso. Da ist es mir relativ egal, ob er sich vor 10 Jahren sexistisch geäußert hat. Das, was er tun will und wen er in den Machtzirkel beruft ist für mich weitaus relevanter. Das hat mich bei Obama auch schon so geärgert, dass ihn einige vorab als Erlöser gefeiert haben. Auch seine Beraterauswahl widerlegte sein Erlöser-Image.
    Genau so ist es mit Putin. Auch der hält seine Hand schützend über seine milliardenschweren Oligarchen, so lange sie ihm nicht in seine Machtsuppe spucken. Und genau wie jeder US-Präsident ist er Oberhaupt einer imperialistischen Macht und eines Landes mit tiefer sozialer Zerrissenheit, der sich herzlich wenig um die Benachteiligten seines Landes kümmert. Es ist geradezu lachhaft, wie er vom “Anti-Mainstream”, der genau besehen auch nur ein Mainstream der anderen Art ist, in den Himmel gehoben wird.
    Kritisches Denken ist beschwerlich. Zu beschwerlich für viele.

  • Systemfrager - 13. Dezember 2016

    @M.E.

    Genau so ist es mit Putin. Auch der … sich herzlich wenig um die Benachteiligten seines Landes kümmert

    Mein schwerer Verdacht:
    Du hast Russland in den letzten Jahren durchreist, mit den Menschen ausführlich gesprochen …
    Auf jeden Fall schaust du dir regelmäßig russische Sendungen, weil für dich Russisch kein Problem ist

    • M.E. - 13. Dezember 2016

      Ach so, klar,
      in Russland gibt es keine bitterarmen und Obdachlosen, und keine Milliardäre.
      Ich müsste mir wirklich viel häufiger Russia today reinziehen. Die stellen die Welt wenigstens so dar, wie sie ist. Ohne jegliche Verzerrung der Wirklichkeit.
      Schön, dass es so etwas heute noch gibt.
      *glücklich seufz

      • Systemfrager - 13. Dezember 2016

        Man konnte es sich schon denken. Du hast keinen blassen Schimmer
        Es geht darum, wie sich die ökonomische Lage der großen Mehrheit der Bevölkerung “unter Putin” verändert hat, also in der Zeit nach dem von Westen bewunderten (besoffenen) Demokraten Jelzin.
        Und was meinst du? Eine Verelendung wie im Westen?
        Wenn etwas in Westen unmöglich ist, dann erst Recht könnte es anderswo möglich sein?
        So tickt der Michel!
        Gib zu!

        • M.E. - 13. Dezember 2016

          Dass Jelzin völlig unfähig und charakterschwach war, ist unbestritten.
          So gesehen ist Putin tatsächlich ein Fortschritt.
          Aber nach aktuellen Erhebungen etwa 4 Millionen Obdachlose und zusätzlich viele, die sich kaum die Heizkosten im bitterkalten Winter leisten können, sind eben auch kein Ruhmesblatt für Putin.
          Bei dem vielen Millionärsprotz auf der anderen Seite, der in Russland meist sehr offensiv zur Schau gestellt wird.
          Wir haben eine fließend russisch sprechende Bekannte, die regelmäßig in Russland ist und einen anderen Bekannten mit einem deutsch-russischen Sohn ( der Sohn in St. Petersburg lebend), die uns gelegentlich besuchen und über das Leben in Russland sehr gut berichten.

          • Stepe - 13. Dezember 2016

            Hallo,
            was soll solche Beschimpfung, wem soll es helfen. Klar gibt es in allen Kapitalistischen Ländern Armut, das ist System immanent. Wird auf dieser Site doch auch belegt. Sozialismus gibt es nicht, selbst da bin ich nicht sicher ob es in einer “Übergasphase” nicht auch Armut geben wird.

            Relativ gesehen mag sich ja was verbessern, das heißt allerdings das die die “übrigbleiben” nicht “satt” werden. Es wäre schön wenn die Tendenz zu Face Book wieder zur Ruhe kommt.

            Gruß Stepe

  • M.E. - 13. Dezember 2016

    Hier ein Beispiel, warum ich längst jeden Glauben an die überwiegend segensreiche Wirkung des Netzes verloren habe:

    http://www.n-tv.de/politik/Facebook-Nutzer-bekommt-Polizeischutz-article19313941.html

  • Holly01 - 13. Dezember 2016

    Hallo,
    vielleicht kann ich noch mit einem Aspekt ergänzen:

    Mit Kohl kam ja die Wende. Diese Wende wurde ja nie gestoppt. Diese inhaltliche Änderung der Gesellschaft bedient aber nur sehr wenige.
    Diese Wendepolitik hat ja nicht nur den gesamten Kulturbetrieb in Deutschland auf kleine Inseln geschrumpft, sondern auch inhaltlich alles zerstört, was einmal als die “Grüne Raupe” unterwegs war.
    Die Bananenpartei “Die Grünen”, waren ja als Sammelbecken gestartet und haben alles eingesammelt, was Friedensbewegung, Umweltbewegung, Sozialbewegung usw usf war.
    Nur haben sich die Grünen halt von Grün über Gelb zu schwarz gewandelt und schimmern heute als Kriegstreiber olivgrün.

    Ein nicht ganz kleiner Teil der Bevölkerung interessiert sich einen Feuchten für Globalisierung, Politik oder Geldwesen.
    Aber die Leute sehen schon eine Entwicklung die seit 30 Jahren in Nichts ihren Willen spiegelt.
    Es geht ja nicht nur um die prekäre Arbeit.
    Die Babyboomer sind ja die letzten Mohikaner, die die Arbeitswelt noch relativ unbeschadet vom Wandel absolvieren konnten.
    Die Babyboomer haben ja durchaus noch Lebensgewinn erhalten (überwiegend, der Anteil der Verlierer wächst aber auch in der Gruppe, denke ich zumindest).
    Aber gerade die Babyboomer waren ja bei den ganzen Bewegungen dabei, wo man eine bessere Welt schaffen und Fehler vermeiden und korrigieren wollte.
    Da hat man eben Waschmittel selbst gemischt, weil man Jean Pütz gesehen hatte.
    Da wusste man was Waschnüsse sind.
    Da gab es noch das “Spinnrad” als Handelskette.

    Die Opposition ist inhaltlich ja viel tiefer, nachvollziehbarer und begründbarer, als es die Politiker wahr haben wollen.
    Diese Hickhack mit der Lügenpresse und der Populismuskeule beruht nach meinem Eindruck auf der Tatsache, das CDU, SPD und vor Allem Grüne jede inhaltliche Diskussion über die Entwicklung der letzten 30 Jahre im Westen verhindern wollen.
    In den “neuen Bundesländern” ist es ja noch viel schlimmer.
    Da kann man ja die verbrannte Erde überall sehen und die Rauchwolken noch sehen.
    Die DDR wurde ja regelrecht abgefackelt und ausgeschlachtet.
    Das die Arbeitslosen da nun über neue Strassen erfreut sein sollen ……. ich denke es gäbe mehr Gründe für Kritik als für Dankbarkeit.

    Es riechen jedenfalls so einige Leichen streng aus dem politischen Keller …..
    Da ist dieser Hang zu neuer “Größe” die ja eher Großmäuligkeit ist verbunden mit dieser Kriegstreiberei nur Zusatz.

    Da ist der Umbruch der Gesellschaft der ansteht noch nicht einmal mit eingebracht.

    Ich denke die Risse in der Gesellschaft sind viel tiefer und die Probleme sind viel grundsätzlicher, als es viele wahr haben wollen.

    lg Holly

    • Holly01 - 13. Dezember 2016

      KenFM und Daniele Ganser 15min, weitläufig zum Thema:

    • Eurelios - 13. Dezember 2016

      Ein nicht ganz kleiner Teil der Bevölkerung interessiert sich einen Feuchten für Globalisierung, Politik oder Geldwesen.
      Aber die Leute sehen schon eine Entwicklung die seit 30 Jahren in Nichts ihren Willen spiegelt.

      Lieber Holly.
      mit diesem Satz hast Du mit dem Hammer auf den Nagel getroffen. Genau so ist es. Aber diese
      Menschen sind so hilflos um das ändern zu können. Sobald es eine politische Gegenströmung
      gibt wird von den Altparteien versucht dies zu unterbinden. Das ist ja das Trauma was in
      den letzten Jahre stattfindet. Warum?
      Alles dreht sich nur um die Macht das Geldes. Ein Irrsinn fataler geht es icht mehr.
      Der Tanz um das “goldene Kalb`´ wird immer wieder in einem Krieg enden.

      • SLE - 14. Dezember 2016

        Hallo Eurelios,

        es mag so stimmen, aber Sie dürfen dabei eines nicht vergessen: Dieser nicht ganz kleine Teil der Bevölkerung, das sind keine Weltverbesserer, keine Idealisten, die für die Gesellschaft etwas erreichen wollen. Die interessieren sich überwiegend nur dann und so lange für das, was die Engagierteren unter uns sagen, schreiben und tun, bis sich ihre persönliche Situation verbessert hat oder sie die Engagierten abschreiben, weil sie glauben, dass sie doch nichts ausrichten können. Dann sind sie wieder weg und alles andere ist ihnen egal.

        Viele Grüße
        SLE

    • Georg Trappe - 14. Dezember 2016

      “Mit Kohl kam ja die Wende. Diese Wende wurde ja nie gestoppt. Diese inhaltliche Änderung der Gesellschaft bedient aber nur sehr wenige.”
      Die Wende kam unter Schmidt, mit dem Lambsdorff Papier und Spruechen wie “Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen”.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Konzept_f%C3%BCr_eine_Politik_zur_%C3%9Cberwindung_der_Wachstumsschw%C3%A4che_und_zur_Bek%C3%A4mpfung_der_Arbeitslosigkeit

      Der Dicke hat nur platt vorm Wind gesegelt. Und der Wind kam, wie immer aus dem nicht immer ganz zurechnungsfaehigen Oberstuebchen unserer Gesellschaft. Man muss sich nur mal an Ezard Reuter o.ae. erinnern und sich vergegenwaertigen was da abgelaufen ist.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Edzard_Reuter

      Ansonsten, richtig. Die Umsetzung der im Lambsdorff Papier geforderten Massnahmen ist bis heute der Kern deutscher Wirtschaftspolitik. Restauration pur angestossen und betrieben durch einen rechtskraeftig verurteilten blaubluetigen Steuerhinterzieher, in einem Land in dem die Aristrokratie nominell abgeschafft ist.

      In dem Zusammenhang auch nett:
      http://gruenerkugelfisch.blogspot.com/2011/04/ktvuz-guttenberg-und-die-millionen.html#comment-form

      • Georg Trappe - 14. Dezember 2016

        Der letzte Link nur als Beispiel, dass man durchaus durch eigene Recherche und eigenstaendiges Denken, zu einem Bild kommen kann, was etwas mehr Sinn macht, als, das was von den Hofberichterstattern und anderen “Vordenkern” ausgereicht wird. Und wer soetwas mit “Eklektizismus” abzuwerten sucht, ist meiner Meinung nach ein ….

        • Holly01 - 14. Dezember 2016

          Diese Entwicklung läuft jedenfalls auf eine krisenhafte Zuspitzung hinaus. Die Lambsdorff Papiere hatte ich gar nicht auf dem Schirm, guter Hinweis, Danke.
          Es stehen eben nicht nur 80-20 bei der wirtschaftlichen Versorgung sondern auch bei der inhaltlichen Entwicklung.
          Die derzeitige Politik schaufelt da munter die Gräben tiefer …… während das Gros immer größere Probleme hat ein Plätzchen zu finden an dem sie sich diesem Irrsinn entziehen können.
          lg Holly

          • Holly01 - 14. Dezember 2016

            Es ist schon richtig, dass Raucher früher rücksichtslos waren, aber was derzeitig läuft ist genauso beknackt …… nur ein Beispiel …. und von einem Nichtraucher …
            😉

        • Heinz - 15. Dezember 2016

          Also wer im ersten Satz reinschreibt, 1 qm landwirtschaftliche Nutzfläche sei mit 100 Euronen zu bewerten, der hat mir vermittelt, dass er eher in der Welt des postfaktischen zu Hause ist. Ich würde dafür nicht mehr als 2-3 Euro zahlen. Kommt auf den Zustand der Pflanzung an. Ein darauf befindliches Gebäude (Kellerei/Wohnhaus) sind natürlich anders zu bewerten. Aber für 56ha 56 Millionen? Selbst mit Gebäuden und allem drum und dran nicht mal 1 Zehntel davon.

  • Systemfrager - 14. Dezember 2016

    Endlich die Wahrheit von der Lügenpresse, auf Deutsch … aus Österreich.
    Deutsche Schwergewichte zittern vor Trump

    Nicht nur die Politik, sondern auch die deutsche Wirtschaft blickt verunsichert auf Donald Trump.

    derStandard.at >>>
    Und das schönste Märchen lag greifennah
    Böse Psychopathin und Hexe Killary würde weiter ein selbstständiges Land nach dem anderen in Schutt und Asche legen, der deutsche Exportweltmeister würde Geschäfte machen und den moralischen Übermenschen vorgaukeln

    • Georg Trappe - 14. Dezember 2016

      Das mit der “Uebernahme” von Monsanto durch Bayer kann man auch anders sehen. Die Finanzierung des Deals erfolgt naemlich ausschliesslich durch amerikanische Banken.

      http://www.dertreasurer.de/news/finanzen-bilanzen/monsanto-deal-bayer-syndiziert-akquisitionsfinanzierung-54901/

      D.h. deutsche Arbeitnehmer duerfen weiter den Guertel enger schnallen, damit Bayer amerikanischen Bankern Zinsen und Gebuehren fuer diesen 68 Mrd. $ schweren und mehr als fragwuerdigen Deal zahlen kann.

      • Holly01 - 14. Dezember 2016

        Ich glaub dieser Übernahme Quark heisst M&A. Da wurde mehr oder minder schon immer so lange über Kredit Zusammengeschlossen, bis die Firmen mit Schulden satt waren, dann wurde auseinander gebrochen und alles rentable verscherbelt, der Rest wurde abgewickelt.
        Das ist diese zweite Finanzierungsschiene der Anglikaner.
        Die erste besteht darin Oligarchen durch Geldschöpfung zu “erschaffen” und die Beute zu monetarisieren und zu verwerten.
        Das dritte Standbein dürfte dann der Steuervorteil sein. Global player zahlen keine Steuern und schöpfen dort, wo der Zinseszins auch steuerfrei bleibt. Ich schätze die “Sondergebiete” die man weltweit eingerichtet hat, dienen ausschliesslich dazu, egal ob in Besitz der Königin von GB oder der NL oder unter Protektorat, alles der gleiche Quark.
        Das muss diese Wertegemeinschaft sein, die sich in sachen Demokratie und Gerechtigkeit jeden stark ihre Lorbeeren verdient.
        … und das führt dann zu diesen Auswüchsen die in diesem thread ja sehr schön zusammen gefasst wurden.
        lg Holly

      • SLE - 14. Dezember 2016

        Monsanto hat sich immer sehr um einen Zugang zum europäischen Markt bemüht, ist damit aber immer wieder gescheitert. TTIP, dass hier für Monsanto neue Chancen in Aussicht stellte, ist in weite Ferne gerückt. Über die Übernahme durch Bayer könnte es vielleicht nun doch noch gelingen. Ein trojanisches Pferd.

        Grüße
        SLE

        • Holly01 - 14. Dezember 2016

          Das was aus dieser Fusion entsteht ist in jeder Hinsicht schlecht. Die Zusammenfassung dieser extrem aggressiven Marktmacht wird allen Ländern schaden, in denen dieser Gigant tätig ist, da bin ich mir sicher.
          Die werden sich die beste Politik zurecht schustern, die man kaufen kann ….
          lg Holly

  • Marja - 14. Dezember 2016

    Herzlichen Dank, Georg, für den Hinweis auf die Lambsdorff Papers. Das erklärt die Wirtschafts- und Sozialpolitik der letzten 35 Jahre hinlänglich. Das könnte man mit neuen Worthülsen und mit Bezug auf alte Ängste anhübschen und heute wieder veröffentlichen. Es zeigt aber auch, wie schön diese Politik des sozialen Kahlschlags gescheitert ist, – insbesondere in Bezug auf die Ausführungen zur Investitionsschwäche, zur Staatsquote und zur Stagnation. Es ist spannend, wie gerade diese Politik im Ergebnis – trotz des Nachfrageschubes durch deutsche Einheit und Osterweiterung – genau zu den gleichen Probleme geführt hat. Es ist, als sei es eine Spirale. Wir sitzen jetzt an der gleichen Stelle, nur ein Stockwerk tiefer. Die Antwort wird dieselbe sein und demnächst sind noch weitere Teile der Bevölkerung verarmt mit der Folge von Stagnation.

  • Marja - 14. Dezember 2016

    Ach ja, Holly: wie immer toll, vor allem die Oliv-Grünen!

  • Holly01 - 15. Dezember 2016

    Ich möchte zum Abschluss noch 2 Blickrichtungen hinzufügen:

    – Energiebilanz:
    Ich kenne nicht die Energiebilanz für die letzten 110 Jahre. Aber seit Beginn des WKI dürfte die Menschheit die Energiezufuhr der Erde von einigen tausend Jahren verballert haben.
    Seit mindestens 40 Jahren verbrauchen wir deutlich mehr als die Erde von Außen bekommt.
    Nun haben die USA sich mit der Finanzblase beim fracking ja mit Energie voll gesogen.
    Mag sein, das die USA ihre globale Militärstruktur einen Tag länger am Laufen halten kann, als alle anderen.
    Fakt ist aber: ein Krieg wie der Doppelweltkrieg ist aus der laufenden Förderung nicht zu bestreiten und damit undurchführbar.
    Der energieeffiziente Krieg ist aber das gegenseitige Erschlagen mit Knüppeln.
    Ob das nun regime change, Farbrevolution oder einfach Demokratiebewegung heißt ist dabei egal.
    Das bedeutet aber eben auch, dass der Nationalstaat als probates Mittel der Herrschaft und der Gegenwehr gegen äußere Feinde eine Rückkehr erleben wird und erlebt.
    Es bedeutet auch, dass die USA zunehmend auf Gegner treffen, die sich auf Augenhöhe bewegen, weil Energie intensive Mittel eben nicht zur Verfügung stehen.
    Es bedeutet, dass diese Koalitionen der “Willigen”, also gewaltbereiten zunehmend auf eigene Rechnung arbeiten.
    Der Hegemon ist somit in der Defensive. Die NATO ist nur noch ein Mittel, die europäischen Armeen kriegsunfähig zu halten, um Konkurrenz auszuschalten. Kein Zukunftskonzept ….

    – Rechtsverbindlichkeit:
    Der Hegemon ist immer seltener dazu in der Lage die lokalen Eliten in seinem Sinne zu zwingen, seine rechtlichen Vorgaben einzuhalten.
    Nationale Interessen werden immer häufiger bevorzugt und still schweigend gegen den Hegemon zugelassen.
    Diese ominösen Gerichtsverfahren, die willkürlich wirken und den Zugewinn des “aus US Sicht, Fehlverhaltens” abschöpfen sollen, nehmen dramatisch zu.
    Diese “Freihandelsverträge” sind ja nur Knebelverträge.
    Schlimmer sind diese Verträge zwischen global playern. Da ist ein jeweiliges komplettes Rechtswesen fest installiert und da wird nach Regeln agiert, die keine gesellschaftlchen Verpflichtungen kennen.

    Obama hat diesen Verfall gebremst, indem er den direkten Druck reduziert hat und so das Ausweichverhalten gebremst hat.
    Dump wird den öffentlichen Druck erhöhen und damit das Ausweichverhalten beschleunigen.

    Die nationalen Strömungen werden also zunehmen, denn die Staaten sind um Selbstschutz einerseits und um Abgrenzung vom sterbenden Hegemon bemüht.
    Der innere Druck der USA wird aber zunehmen, denn die US-Bürger wollen durchaus nicht ihre Privilegien verlieren.

    So ist Dump eben auch eine Antwort auf Killary, der man schlicht nicht zutraut, gegen die Verbündeten mit dem notwendigen Druck einzuwirken.
    So ist Merkel eben auch die deutsche Antwort, um zu zeigen, dass man eigentlich nichts ändern will.
    So läuft alles auf ein zerbrechen von Euro udn EU hinaus, weil diese Konstrukte die Scherkräfte nicht aushalten können.

    So wird jedes Kind das dem hegemonialen Kaiser hinterherruft, das er nackt ist, weiterhin beseitigt.
    Bis es eben ein Kind ruft, das man nicht mundtot machen kann…….

    lg Holly

    • Holly01 - 15. Dezember 2016

      ….. und das alles ist das Problem, mit dem die deutschen und europäischen Atlantiker nicht zurecht kommen und zurecht kommen können.
      So zerfetzt es die Öffentlichkeitsarbeit zwischen Realität und Wunsch, so zerfetzt es die Politik zwischen Anspruch und Tun und so zerfetzt es die Eliten zwischen Wunsch nach hegemonialem Schutz und nationalem Zugewinn.
      Eine Erosion, deren Verlauf niemand vorher sagen kann…….

      • Holly01 - 15. Dezember 2016

        Naja ok, einen habe ich noch:
        auf den NachdenkSeiten macht der Schwarm jetzt mobil gegen “fake news” und bringt Beispiele, wie die MM fake news publizieren.
        Naja, wenn alle mit Dreck schmeißen, sind am Ende auch alle dreckig bzw beschädigt.

        Aus einem Land, das vollständig aus der Konserve handelt und denkt, die aus den USA hingehalten wird, kann man das wohl auch nicht anders erwarten.
        Da haben alle die öffentliche Bandbreite haben irgend wann eine lange Nase ….. schliesslich schreibt jede/r nicht nur aus Spass, sondern in der Hoffnung etwas zu verändern.

        Ist nur doof, wenn man das anderen vorwirft und selbst so macht. Schwaches Bild, was die MM da so abliefern …..
        lg Holly