Kein Trump-Effekt in Österreich und Italien: Aufwachen! Der Rechtspopulismus ist nicht das Kernproblem der EU

von am 5. Dezember 2016 in Allgemein

Das sind die Nachrichten, auf die ganz Europa und die Finanzmärkte gespannt gewartet haben:

Norbert Hofer, der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ hat die österreichische Präsidentschaftswahl verloren. Italiens Premier Matteo Renzi ist mit seinem Verfassungsreferendum in Italien gescheitert.

Kein Trump-Effekt in Europa

Nach der Präsidentschaftswahl in Österreich und dem Referendum in Italien ist somit klar: Einen Trump-Effekt gibt es in Europa offensichtlich nicht.

Doch das ist nur die Kurzbotschaft und sie kratzt lediglich an der Oberfläche der Probleme, die die Europäische Union in die Krise geführt haben. Mit dem Votum in Italien und Matteo Renzis´ Rücktrittsankündigung hat die EU nach dem Brexit-Referendum die nächste Eskalationsstufe genommen, auch wenn die erwarteten Turbulenzen an den Börsen zunächst ausgeblieben sind.

Die Freude vieler Politiker über die Niederlage der Rechtspopulisten in Österreich ist deswegen nicht angebracht.

Denn Europas Kernproblem sind, wie spätestens ab heute klar sein müsste, keineswegs die rechtspopulistischen Parteien, die die Wähler aufhetzen und mit falschen Versprechungen erfolgreich verführen.

Italiens „Fünf-Sterne-Bewegung“ ist nicht rechtspopulistisch

Italiens führende Protestpartei, die Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo, deren Treiben entscheidend zur Niederlage Renzis beigetragen hat und die bei möglichen Neuwahlen zur stärksten politischen Kraft aufsteigen könnte, ist keine rechtspopulistische Partei. Sie hat stets alle etablierten großen Volksparteien Italiens angegriffen – wegen ihrer Korruptheit und ihrer Politik und sich nicht auf irgendeine Seite des politischen Spektrums einordnen lassen.

Rechtspopulisten werden üblicherweise vor allem mit Nationalismus, Ablehnung von Flüchtlingen und Ausländerfeindlichkeit in Verbindung gebracht. Doch wie die Präsidentenwahl in Österreich zeigt, kann man damit allein in Europa ebenso wenig wie in den USA eine Wahl gewinnen.

Quittung für verfehlte Wirtschaftspolitik

Italiens Premier Renzi hat beim Referendum vielmehr die Quittung für seine erfolglose Wirtschafts- und Krisenpolitik bekommen. Die Wähler dort waren nicht bereit, ihn angesichts dessen mit noch mehr Macht auszustatten. Und kurz zuvor hat ja auch Frankreichs Präsident Francois Hollande die Konsequenz aus dem Scheitern seiner Wirtschafts- und Krisenpolitik ziehen müssen. Er verkündete, nicht mehr zur Wiederwahl im nächsten anzutreten.

Die Lehre, die aus der Wahl Donald Trumps, aus der Präsidentenwahl in Österreich und dem gescheiterten Referendum in Italien zu ziehen ist, lautet:

Vergessen Sie die Flüchtlingskrise, vergessen Sie die Daten zum Wirtschaftswachstum und zur Staatsverschuldung! Was bei Wahlen und Referenden zählt, sind:

  • die individuelle wirtschaftliche Situation der Wähler,
  • die Einschätzungen der Wähler bezüglich ihrer wirtschaftlichen Perspektiven und
  • inwieweit sie einem Politiker bzw. einer Partei zutrauen, eine andere, erfolgreichere Politik zu machen, die sich auf ihre Situation und Perspektiven positiv auswirken könnte.

Andre Ausgangslage: Österreich ist kein Krisenland, Italien indes schon

Österreich ist so betrachtet definitiv kein Krisenland. Italien ist es sehr wohl und die USA sind es auch. Frankreich steht aus dieser Perspektive gesehen wahrscheinlich auf der Kippe, Deutschland ist davon immer noch weit entfernt.

Das heißt, so lange die Wirtschaftspolitik von Regierungen für die Mehrheit der Bürger noch aufgeht, wird es für Protestparteien oder Protestkandidaten grundsätzlich ausgesprochen schwierig sein, Wahlen zu gewinnen.

Das heißt aber auch, dass Rechtspopulisten – Donald Trump ist nichts anderes, auch wenn er einer etablierten Partei angehört und keiner Protestpartei – Wahlen nicht werden gewinnen können, so lange

  • die wirtschaftliche Lage in einem Land von einer Mehrheit der Wähler (aus deren Sicht) nicht als problematisch eingestuft wird

und falls dies doch der Fall ist

  • sie einem alternativen Kandidaten/einer alternativen Partei nicht zutrauen, eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und Perspektiven zu erreichen.

Nicht nur bei der Präsidentenwahl in Österreich, sondern auch beim Referendum in Italien haben die Rechtspopulisten keinen Erfolg für sich verbuchen können. Die mit der Flüchtlingskrise verbundenen Erfolge der Rechtspopulisten reichen also offensichtlich nicht für eine realistische Machtperspektive in Europa aus.

Keine Entwarnung für Frankreich und für die EU

Eine Entwarnung für die EU lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Denn umgekehrt bedeutet dies, dass jede politische Kraft, der eine leidende Mehrheit der Wähler in einem wirtschaftlich angeschlagenen Mitgliedsstaat der EU zutraut, eine bessere Wirtschaftspolitik zu machen, Wahlen gewinnen kann. Donald Trump ist dafür das beste Beispiel. Damit ist Frankreich bei den im Frühjahr anstehenden Präsidentschaftswahlen möglicherweise – vielleicht auch erneut allen Umfragen zum Trotz – ein echter Wackelkandidat.

Vergessen Sie also besser alle Schlagzeilen und politischen Tiraden von Politikern etablierter Parteien, die sich gegen die ausländer-, flüchtlings- und europafeindlichen Rechtspopulisten richten. Denn das ist zwar problematisch, aber ein Nebenschauplatz. Das eigentliche und für die EU wirklich Existenz bedrohende Thema ist und bleibt die wirtschaftlich schlechte Lage sehr vieler Europäer und die dadurch begründete, mithin weiter wachsende Wut und Ablehnung des bisherigen wirtschafts- und krisenpolitischen Kurses – sofern man überhaupt von einem „Kurs“ zu sprechen bereit ist.

Spaltpilz der EU: Anhaltende Wachstumsschwäche + steigende Zahl wirtschaftlicher Verlierer = schlechte Wirtschaftspolitik

Kurz und bündig auf den Punkt gebracht heißt das: Der Europäischen Union ist mit und seit der Finanzmarktkrise die Wachstumsstory verloren gegangen – nicht nur aus Sicht der in dieser Hinsicht eher noch geduldigen Märkte, sondern ganz besonders aus Sicht eines wachsenden Heeres von Wählern.

Anders ausgedrückt: Die verantwortlichen Akteure in den Regierungszentralen der Mitgliedstaaten und auf europäischer Ebene haben es in all den Jahren nicht geschafft, eine schlüssige und aus Wählersicht erfolgreiche Lösung für dieses Problem zu liefern. Darum haben sich die Briten für den Brexit entschieden. Darum war Frankreichs Präsident Francois Hollande jetzt dazu gezwungen, von einer erneuten Kandidatur Abstand zu nehmen. Darum ist Matteo Renzi mit seinem Verfassungsreferendum in Italien gescheitert. Das ist der Grund, warum die Mariano Rajoys´ konservative Minderheitsregierung in Spanien lediglich eine auf Abruf ist. Das wir auch der Grund sein, warum die amtierende griechische Regierung von Alexis Tsipras, die einst als Protestpartei reüssierte, wieder abgewählt werden wird. Und darin liegt die Sprengkraft für die EU. Italien ist ein weiter großer Stein, der aus der Mauer zu brechen begonnen hat. Was will die EU dagegen tun? Im Falle Großbritanniens hat sie schließlich auch nur zugeschaut.

Die Rechtspopulisten sind nicht die Ursache, sondern ein Symptom der schlechten europäischen Politik

Lassen Sie sich nicht vom Getöse in Politik und Medien täuschen. Die Rechtspopulisten sind weder verantwortlich noch das Kernproblem der Europäischen Union. Das Problem sind die wirtschaftspolitische Orientierungslosigkeit der amtierenden Regierungen in der EU und deren vielfach verloren gegangene Fähigkeit, die Probleme der Menschen in ihrem Land wahr- und ernst zu nehmen.

Das Votum der Italiener ist nach dem Brexit-Referendum ein neues Alarmsignal für die EU und eine eindringliche Warnung für diejenigen, die über den Kurs der EU beraten und entscheiden, endlich ihre wirtschaftspolitischen Hausaufgaben zu machen. Das werden sie auch von Donald Trump zu hören bekommen.

Es geht dabei keineswegs um gebetsmühlenhaft geforderten „Reformen“. Das ist ein neoliberales Relikt. Denn mit Deregulierung und Sparen wird die EU ihre wirtschaftlichen und finanziellen Probleme angesichts ausgereifter, gesättigter und deswegen vielfach stagnierender globaler Märkte nicht lösen können. Das Lied von der Alternativlosigkeit ist in Europa ebenfalls längst ausgesungen und verhallt.

Nein, es geht in erster Linie um positive wirtschaftliche Perspektiven, um Jobs und das Ende einer Politik, die von Lobbyisten geformt, für Konzerne gemacht wird und deren fragwürdige „Erfolg“ (Miniwachstum oder Stagnation, steigende Staatsschulden) von den europäischen Bürgern teuer bezahlt werden muss. Europa zehrt seine Substanz auf.

Europas schwächelndes Wirtschaftswachstum wird seit 2009 zunehmend von den Europäern bezahlt – doppelt! Denn sie bezahlen für die Bankenrettung, für die Versuche der Wirtschaftsstabilisierung sowie für die dadurch und infolge des teils selbst politisch forcierten Wirtschaftseinbruchs steigenden Staatsschulden. Ferner büßen sie auch für die mithin anhaltend schlechte wirtschaftliche Lage durch Jobverlust, Pensions- und Einkommensverluste, höhere Steuern u.a. – in Italien, in Griechenland, in Spanien, Frankreich und anderswo. Besserung ist nicht in Sicht und das steigert den Druck im Kessel, der sich irgendwo ein Ventil sucht.

Ein solches Europa will auf Dauer niemand. Nicht einmal diejenigen, die es zu verantworten haben. Ist das nicht paradox? Willkommen in Europa.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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85 KommentareKommentieren

  • Systemfrager - 5. Dezember 2016

    Alles richtig, bis auf:

    Ein solches Europa will auf Dauer niemand. Nicht einmal diejenigen, die es zu verantworten haben.

    Aber doch!

  • Marja - 5. Dezember 2016

    Mal ehrlich, der Wähler ist doch das unbekannte Wesen. Was der Wähler denkt, wissen wir nicht. Stattdessen gibt es tausend Narrative über die Wähler. Wahrscheinlich gibt es auch tausend Gründe, die Außenseiter/Oppositionellen zu wählen. Dass die Opposition aus dem rechten Lager kommt, finde ich persönlich schade, aber in Anbetracht der linken Politik durch SED, SPD und Grüne nachvollziehbar.

    • Traumschau - 5. Dezember 2016

      “…aber in Anbetracht der linken Politik durch SED, SPD und Grüne nachvollziehbar.”

      Der ist gut … In welchem Paralleluniversum beliebt Marja zu verweilen?

    • Klaus - 5. Dezember 2016

      @ Marja,
      Europa ist groß und sehr, sehr unterschiedlich in der Struktur, in der Sozialpoilitik, in der Steuerpolitik, in der Unternehmenskultur, im Bildungswesen.
      Europa hat in der Vergangenheit verpasst sich auf gemeinsame Standarts zu verständigen. Immer der kleinste gemeinsame Nenner bringt eine Gesellschaft nicht weiter.
      Länder, die wie Stefan Eichner schrieb, ihre Steuern senken, gleichzeitig Staaten, die ihre Steuern erhöhen, das ist kein Wettbewerb, das ist die Demontage einer Idee.
      Ein Grund für die Völkerwanderungen in Europa und auch ein Grund für die Unzufriedenheit der Gesellschaften.
      Zu Deutschland: Eine Opposition hat nicht nur die Pflicht der Kritik, Ich verlange von einer vernünftigen Opposition auch umsetzbare Ideen.

      • Georg Trappe - 6. Dezember 2016

        Wenn umsetzbar bedeutet, dass die tieferen Ursachen unantastbar sind, dann bekommt man genau das was wir haben. Dann laesst man auch schon mal Freicorps Aufstaendische zusammenschiessen, erklaert dem Waehler, dass die Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss und erlaesst “Sozial”gesetze die ein VW Personalvorstand geschrieben hat der rechtskraeftig dafuer verurteilt wurde, dass er Betriebsraete mit Puffbesuchen korrumpiert hat.

        https://de.wikipedia.org/wiki/VW-Korruptionsaff%C3%A4re

        • Klaus - 6. Dezember 2016

          @Georg Trappe:
          Hallo Herr Trappe, wir leben auf diesem Globus im Jahr 2016. Sie antworten auf mein Posting mit Freicorps und Hindukusch.

          Dass ein Status Quo keine Lösung ist, dass hat eigentlich jeder begriffen, der denkt.

          1.) Ich kann eine rückwärts gewandte Lösung suchen, mit der Konsequenz, dass niemand aus den Fehlern gelernt hat.
          2.) Ich kann den Status Quo anbieten.
          3.) Ich kann mir Gedanken über eine zukünftig bessere Geselschaft machen.

          Und bei 3.) sind wir uns, wenn ich ihr Posting unten richtig verstanden habe, relativ einig.
          Es gibt sie nicht die einfache Lösung. Friedlich, gerecht, konsensfähig und vor allem durchdacht.

          Eine globale Welt, die immer weiter wächst, immer verzahnter ist, die Ungleichgewichte größer werden, die Nahrungs- und Energieressourcen nicht gleichmäßig verteilt sind, wie will man sie gesalten?
          Kann Deutschland das, kann Europa das?
          Wo sool es hingehen und wie?

          • SLE - 6. Dezember 2016

            Hallo Klaus,

            “Eine globale Welt, die immer weiter wächst, immer verzahnter ist, die Ungleichgewichte größer werden, die Nahrungs- und Energieressourcen nicht gleichmäßig verteilt sind, wie will man sie gesalten?”

            Sehr guter Punkt! Eigentlich liegt die Lösung doch auf der Hand: Mehr Differenzierung und das heißt, den nötigen Raum dafür zu schaffen. Das würde in der Konsequenz Regionalisierung Europs bzw. die Stärkung der Region bedeuten anstatt, wie jetzt, Zentralisierung und Vereinheitlichung, Einebnung aller Unterschiede.

            Das Problem: Die nationalen Regierungen sperren sich dagegen und zwar seit den späten 50er Jahren. Nur die EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (1952)) war es nicht so, dafür aber zentralistisch. Die macht lag hier bei der Europäischen Kommission (damals “Hohe Behörde”).

            Außerdem: Innovation ist vom Ansatz her auch etwas Regionales oder eher noch Lokales. Die “Globalisierung” von Innovation kommt – historisch betrachtet – erst danach. Wir haben uns nur zu sehr daran gewöhnt, dass die multinationalen Konzerne auf ausgereiften, gesättigten Märkten global weitestgehend standardisierte und kaum mehr unterscheidbare Leistungen/Produkte im Gleichschritt anbieten. Das ist nicht die Normalität und eher ein Zeichen für die problematische Struktur der globalen Märkte und der Weltwirtschaft.

            Viele Grüße
            SLE

            • hunsrueckbauer - 6. Dezember 2016

              Sehr gut!
              International agierende Konzerne sind nicht innovativ, sie sind behäbig, langsam, sichernd, risikoavers. Wo kommen denn Innovationen oder neue Entwicklungen her, bspw. in DE? Nicht von den Großkonzernen! Ergo sind deren Produkte uniform und uniformiert will ich nur dann durch die Gegend laufen, wenn es gar nicht mehr anders geht, eher verzichte ich auf ein Produkt. Genau das ist die Crux. EIn Mittelständler macht mir mein Geländer so, wie ich es gerne hätte, der Großkonzern hat ein bunten Angebot aber ob genau das dabei ist, was ich gerne möchte? Noch gibt es kleine und mittelständische Unternehmen, noch habe ich die Wahl, sind die erst mal kaputt und das Angebot wird nur mehr von Oligopolen oder gar Monopolen beherrscht leben wir im Sozialismus und wie der endete in den Bsp.-Ländern sollte bekannt sein.

              Analoges gilt auch für die Politik. Man mag über Bayern/CSU denken, was man will, BAyern hat es geschafft nach dem 2. WK von einem Agrarland zur Wirtschaftslokomotive der BRD zu werden, warum wohl?
              Na weil die CSU-Politiker erfolgreich die Nähe praktiziert haben. Manch einer mag es Klüngel nennen, na und, den gibt´s in Brüssel auch, nur den kann man von Bayern aus nicht abstrafen, wenn er nix bringt. Bei unmittelbarer Nähe von Politik, Wirtschaft und Wählern gäbe es dieses Regulativ noch.

              DIe EU nach Wunsch der Brüsseler Technokraten ist eine EUdSSR, das können wir uns ersparen, weil wir wissen dass das nicht gut endet. Die einzigen, die davon profitieren sich die Technokraten, die gilt es zu verjagen denn lernfähig sind die maßgeblichen Konsorten mangels Intellekt und versoffenem Hirn wohl kaum.

              Gruß
              Hunsrückbauer

    • Georg Trappe - 6. Dezember 2016

      *****

      Meine Meinung zur linken Politik von SPD und Gruenen (s.u. meine Antwort an Klaus bezueglich “Umsetzbarkeit”.) Und das “Die Linke” sich immer mehr verstrickt, weil sie in ihrer Analyse die tieferen Ursachen auch nicht begreift bzw. soweit verschwurbelt, dass es keiner mehr begreifen kann (ueber 600 Seiten starke Bibel um einen schlichten Betrug mit MCM’ zu erklaeren;-), ist wirklich schade.
      Siehe auch (inkl. Kommentare):
      http://georgtsapereaude.blogspot.com/2015/07/was-ist-eine-investition.html

      • Georg Trappe - 6. Dezember 2016

        Die fuenf Sterne gingen an Marja. Und s.u. muss wohl s.o. heissen.

  • Traumschau - 5. Dezember 2016

    Nun, ein weiterer wichtiger Aspekt dürfte das Folgende sein – kabarettistisch aufgearbeitet:

    Die Völker haben nichts zu melden!

  • JL - 5. Dezember 2016

    Den bisherigen alteingesessenen Parteien trauen immer weniger Leute versus Wähler. Zu oft wurde man belogen, getäuscht und hingehalten. Alle Reformen, ob nun in Deutschland, Frankreich, Italien oder sonstwo in Europa haben den kleinen Mann Geld und Zukunftssicherheit gekostet. Und dann stellt man sich nach Renten- und Lohnkürzungen und steigenden Steuerbelastungen hin und will eine ehrliche Politik vorgaukeln von der jeder zukünftig etwas hat. Das ist bestenfalls Selbstbetrug, üblicherweise aber nichts anderes als noch eine Lüge die man dem wählenden „Pack“ unterjubeln möchte.

    Den Vogel hat neuestens gerade Gabriel abgeschossen als er unter anderem sagte: „…Ich wäre sehr dafür, dass sich die SPD wieder ein bisschen proletarisiert…“

    …um hinterher in einer Art Anfall von Realitätsnähe zuzugeben:

    „…Die Sozialdemokratie muss wieder zeigen, für wen sie da ist. Sie darf nicht nur als Managerin der Globalisierung daherkommen…“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article159949153/Ich-waere-dafuer-dass-sich-die-SPD-wieder-proletarisiert.html

    Aha, da macht man zuerst die Leute Platt um dann den Rächer der Entrechteten zu geben.

    So wie hier in Deutschland die gegenwärtige Denkrichtung ist so ist sie dies auch in wesentlichen Teilen Europas. Die bisherigen Polit- Kader (anders kann man das nicht mehr bezeichnen) die Europa vor die Wand fahren, können und wollen auch nicht ihren Kurs ändern, es wäre ein Eingeständnis fehlgeleiteter Politik die Europa mehr spaltet als eint und zum Großteil ruiniert hat, trotz Bruch aller Vereinbarungen und Verträge und auch trotz aller Geldschwemme seitens der EZB. Aber Respekt muß man schon vor dieser Politikergilde haben, schließlich hat man alles falsch gemacht was man falsch machen kann.

    In aller Regelmäßigkeit beschweren sich Politiker über ihre Wähler weil diese irgendwie nicht „erreichbar“ waren und „nicht mitgenommen“ werden konnten wenn die Ergebnisse bei Wahlen mal wieder schlechter als beim letzten Mal waren. Scheinbar hat man immer noch nicht begriffen, daß nicht der Wille von Politikern oder fremden Interessen zählt, sondern der der Wähler. Und dann wundert sich einer wie Renzi, daß bei einer Volksabstimmung die weitere Demontage von Demokratie (Entmachtung des Senats) die breite Masse nicht zustimmt, ja garnicht zustimmen kann, da dies noch mehr Opfer und Einschränkungen bedeuten könnte als dies bisher schon der Fall war.

    Mit dem Rücktritt von Renzi (dem muß erst noch zugestimmt werden) wird die Welt um Merkel deutlich kleiner, Hollande ist ja praktisch schon geschasst. Damit endet langsam aber sicher die Herrschaft von Merkel über Europa und die gezielte Einflußnahme Draghis auf verschiedene Länder. Für ihn wird in Zukunft nicht das wollen sondern das müssen ausschlaggebend sein um die EU zu erhalten.

    Naja, die Zukunft der EU liegt aber wohl hinter ihr.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Klaus - 5. Dezember 2016

      @ JL: “Naja, die Zukunft der EU liegt aber wohl hinter ihr.”

      Und wie soll die neue Zukunft Europas im Wettstreit mit den aufstrebenden Staaten aussehen?
      Das ist eine ernstgemeinte Frage.
      Für wen bringt eine Zersplitterung Vorteile?
      Für den normalen Bürger?
      Für das Großkapita durch einen sich weiter verschäfenden Steuerwettbewerb nach unten?

      Gruß

      Klausl

      • JL - 6. Dezember 2016

        Hallo Klaus

        Ja, wie soll die Zukunft aussehen. Diese Frage ist genauso abstrakt, bedeutend wie auch visionär.

        Ich möchte damit beginnen was unsere gegenwärtigen Realitäten sind:

        – Interessengeleitete Politik zur Dursetzung eigener politischer Ziele (auch zum Nutzen anderer)
        – Die versuchte Übernahme der europäischen Wirtschaft durch die deutsche Industrie
        – Die offensichtliche Ohnmacht der EU gegenüber Einzelentscheidungen einzelner Staatschefs (z.B. Merkel / Flüchtlinge, Orban/Flüchtlinge)
        – Die Kompetenzlosigkeit innerer Entwicklungen (Bildung, Förderung , Anlaufhilfe neuer Unternehmen) und äußerer politischer Grundstrukturen (Außenpolitik, Wirtschaftspolitik) durch unterschiedliche oder gar gegensätzlicher Interessen
        – Die vorhandene ideologischen Abhängigkeiten von den USA die zur politischen Meinungslosigkeit der EU wesentlich beiträgt
        – Ausweidung maroder Staaten wie etwa Griechenland
        – Durchregieren fern des Wählerwillens.

        Was gerade aufgezählt wurde ist in Summe nichts anderes als egozentrisches Eigeninteresse aller EU- Mitglieder jeweils für sich, mal mehr Mal weniger. Und genau das muß reduziert oder zumindest der kleinste gemeinsame Nenner miteinander gefunden werden. Solang dies nicht geschieht wird man sich gegeneinander ausbremsen bis zum Stillstand aller innereuropäischen Bemühungen den Karren aus den Dreck zu ziehen, schlicht weil der eine den anderen nicht traut, schließlich wurde man schon oft genug über den Tisch gezogen.

        Gewaltige Infrastrukturmöglichkeiten zum Beispiel liegen brach, weil sich jeder selbst durchwurstelt. Bei Verkehrs- und Energiewegen oder bei Wasserversorgung könnte innerhalb Europas einiges an Synergien gehoben werden, aber traurig, traurig, man kann noch nicht mal eine Hochspannungsleitung von der Nordsee bis nach Bayern realisieren (Windparks).

        Und nun zu Ihrer Frage:

        „…Und wie soll die neue Zukunft Europas im Wettstreit mit den aufstrebenden Staaten aussehen?…“

        Wie die Zukunft Europas gegenüber den Russen und Chinesen aussehen wird liegt einzig und allein in der Hand von Europa selbst. Bleibt Europa das was es ist- ein fremdbestimmter Bürokratenwust- haben wir vermutlich nicht den Hauch einer Chance ernst genommen zu werden. Besinnen wir uns aber auf unterschiedliche traditionelle wie wirtschaftliche Verbindungen und Einflußnahmen könnte Europa wieder das werde was es einstmals war: ein Vermittler zwischen unterschiedlichen Welten und politischen Konzepten. Um das zu erreichen muß sich Europa zunächst einmal selbst neu finden- und das ist leider gegenwärtig genausoweit entfernt wie der Grund des Mariannengrabens. Bis dorthin bleibt Europa ein Spielball internationaler Interessen und damit bedeutungslos
        .
        Gut das Sie in Ihrer Fragestellung das Wort „Wettstreit“ einbauten, denn genauso denkt Europa und der Westen im allgemeinen. Aber diese Sichtweise auf Wettstreit verhindert ein vertrauliches Miteinander.

        Hier muß die Frage gestattet sein: Warum darf es nur einen Sieger geben und nicht zwei oder drei, oder alle?

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • wolli - 5. Dezember 2016

    Herr Eichner, was erwarten Sie von Europa?
    Nach dem Versuch uns eine EU-Verfassung unterzujubeln, was an den Niederlanden und Frankreich gescheitert ist, hat man sich den Lissabon Vertrag ausgedacht. In Irland hat man deswegen sogar nochmals eine Wahl abgehalten, weil es mit der ersten Wahl nicht geklappt hat. Die EU wurde in den Osten erweitert.
    Die Südländer lasst man am langen Arm verhungern.
    Mit der Troika lässt man Griechenland ausbluten obwohl man weiß das das nie Funktionieren wird, das Griechenland auf diese Weise wieder zu wirtschaftlicher Kraft kommt.
    CETA, TTIP und TISA will man im Geheimen am EU Volk vorbei beschließen.
    All diese elementaren Entscheidungen sind oder sollten am EU Volk vorbei realisiert werden.
    Zu allem Überfluss hat man einen EU Steuerbetrüger zum Präsidenten (Junker) gemacht.
    Europa, war ein schöner Traum. Aber solch ein Europa habe ich mir nie gewünscht.

    Diesen EU Augiasstall kann keiner mehr ausmisten. Hier hilft nur abbrennen bis auf die Grundmauern und dann Neu und Demokratisch aufbauen.

    • Systemfrager - 6. Dezember 2016

      Hier hilft nur abbrennen bis auf die Grundmauern

      Exakt!

  • klaus - 5. Dezember 2016

    Hallo an Alle.

    Die geforderten Arbeitsmarktreformversuche sind vorbei.
    Die Forderer Renzi,Cameron,Hollande und Rajoy waren sowieso
    nur Schachfiguren.
    Sie waren sowieso nur Schachfiguren um
    europäische Austerität voranzutreiben.
    Es spielt auch keine Rolle. In ganz Europa wird Privatisierung
    angestrebt. Das heißt, nach der Bankenrettung kommt
    Hartz4 für das jeweilige Land und so geht die Lohnnivellierung
    quer durch Europa.Gefolgt von einem Schlachtfest der Sozialkassen.
    Man sieht es bei uns in der Bild-Zeitung.
    Dort steht dann immer “Krankenkassen machen riesige Überschüsse”.
    Warum für Europa sein, wenn man über 1000 Euro Auskommen sowieso
    nicht hinauskommt?
    Dafür braucht man keine Kenntnisse. Wer sich dafür begeistert, ist eher
    meines Erachtens, ein Idiot.

    Und nein, das hat nix mit Nationalismus zu tun.
    Das ist der reine Homo Oeconomicus.

    Solange mein Chef behauptet, er bezahlt mich,
    mach ich, als ob ich arbeite.
    Warum sollte man für das gleiche Geld mehr arbeiten und/oder
    mehr Bildung mitbringen?

    Ich denke, viele haben schon emotional gebrochen mit Europa.
    Billiglöhner haben eh nix von den Reise- und Handelsfreiheiten
    im Schengenraum.
    Da freut sich nur jemand, der es früher nur bis zum Plattensee oder
    bis zur Datschn gepackt hat.

    Zudem ist, bei der Inflationsrate schon alles gesagt.
    Am besten nix ausgeben. Damit der Einzelhandel im Februar
    in die Insolvenz marschiert. Vorher sieht keiner
    Gründe für die Steigerung von Kaufkraft.

    Mittlerweile werden auch wieder “Lindner” bzw. Startupgründer gefördert.
    Jetzt kommen diese “Avatare” ohne Eigenkapital auch schon nach 3 Jahren
    aus der Insolvenz.
    Und alte Unternehmen die Steuern und Arbeitskräfte gut bezahlen,
    dürfen sowas noch steuerlich mitfinanzieren.
    Aber sind das StartUp-Gründer oder Leute, die kein
    Recht auf Hartz4 haben? Und wie steht es mit der Krankenversicherung?
    Und viel mehr.

    Nö, Europa hat uns nicht lieb, behandelt uns nicht gleich,
    also soll Europa auch schauen, was es tut.

    Grüße klaus — klein klaus

  • Uwe - 5. Dezember 2016

    Eine Partei, die die den “Mut zur Wahrheit” für sich reklamiert, sollte beim Wort genommen werden.
    Reinschauen und prüfen: https://www.alternativefuer.de/programm/ Natürlich stellt die AfD ihr Programm auf die Abstiegsängste ab, die ihre Wähler tagtäglich vor Augen haben. Sie weist auf das Zerrbild, es seien keine Mittel für Soziales vorhanden während Banken, das heißt ihre Eigentümer, unbegrenzt “gepudert” werden müssen. Sie wendet sich gegen den transatlantischen, militärisch-industriellen Komplex, der zur Umsatzförderung und zum Erreichen einer unipolaren Welt überall zündelt, seit dem WW2 über 20 Milllionen Menschenleben vernichtete. …Man sollte sie ernstnehmen, ihre Wut und ihren Mut. Oder kennt hier jemand eine Alternative, die vom Wähler ebenso unterstützt wird? Er mag es pragmatisch, nicht ideologisch. Auch die Zuwanderung sieht er so: Eine Torte bleibt eine Torte, nur die Stücke werden kleiner: Niemand teilt nicht gerne mit einem Asylberechtigten. Auch die Menschen, die hier ein besseres Leben erwarten, dürfen sich gerne zu unser aller Bestem einbringen. Doch der politische Wille einer ungesteuerten, illegalen Zuwanderung ohne Prüfung der Person, ist eine vorsätzliche Zerstörung der Gesellschaft mit der man die eigene, politische Macht ausbauen will und den Rest an Demokratie zerstört. Deshalb bin ich wütend.
    Grüße Uwe

    • Georg Trappe - 6. Dezember 2016

      Ich denke, jedem der sich vordraengt und “Loesungen” praesentiert, ohne eine ueberzeugende Ursachenanalyse vorzulegen, ist mit aeusserster Skepsis zu begegnen. Soweit ich das sehen kann biegen aber leider alle entweder nach links oder rechts ab, wenn es wirklich ans Eingemachte, an die tieferen Ursachen geht.

      https://dl.dropboxusercontent.com/u/3535627/ThisWay.jpeg

      Und das mit der Torte ist schon ganz richtig und vollkommen unabhaengig davon ob die Torte von Jahr zu Jahr waechst, stagniert oder schrumpft. Nur was mir komisch vorkommt, ist, das diejenigen, die sich mit Abstand das groesste Stueck Jahr fuer Jahr wachsend abschneiden, sind die selben, die diesen Nebenkriegsschauplatz eroeffnet haben. Und das ist nicht der einzige Nebenkriegsschauplatz der meiner Meinung nach eroeffnet wurde, um von den eigentlichen Ursachen abzulenken. Wer steht denn immer kalt laechelnd aussen vor, wenn Links und Rechts, Ost und West, Schuldner und Glaeubiger, In- und Auslaender, Piloten und Flugbegleiter, Lokomotivfuehrer und Schaffner, sich die Koepfe einschlagen? Wer teilt staendig und herrscht? Wer treibt die Keile? Und warum? Ist doch auf den ersten Blick geschaeftsschaedigend.

      Wer?

      Wessen Geschaeftsmodell beruht darauf? Und in wessen Dienst stehen die Betreiber?
      Wer verdient an der Finanzierung wirtschaftlicher Ungleichgewichte unabhaengig vom absoluten Zinsniveau an der Zinsdifferenz (Soll%-Haben%)? Und wem gehoert am Ende Alles? Wer kann per Aussperrung Lohn und Preise setzen und so sein realwirtschaftliches Differenzgeschaeft maximieren. Wer kann kalt laechelnd und zuruekgelehnt das Elend so gross werden lassen, dass die blaubluetige Tradition der Rekrutierung von Kanonenfutter schon wieder als “Loesung” durchgeht? Obwohl die Aristrokatie in Deutschland abgeschafft wurde und man in Deutschland nach zwei Weltkriegen eigentlich die Schnauze von dieser Art “Loesung” gestrichen voll haben sollte?

      • Georg Trappe - 6. Dezember 2016

        Siehe auch:

        http://georgtsapereaude.blogspot.com/2016/11/widerlich.html

        Ein Blick in den Rueckspiegel hilft auch bei der Beantwortung dieser Fragen:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Hjalmar_Schacht

        “Schacht war einer der Unterzeichner der Eingabe von zwanzig Industriellen, Bankiers und Großagrariern an Paul von Hindenburg mit der Aufforderung, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen.”

        “Nach Schleichers Scheitern wurde Hitler Reichskanzler. Er machte Schacht am 17. März 1933 erneut zum Präsidenten der Reichsbank. Schacht half in dieser Position mit den Mefo-Wechseln, die Aufrüstung der Wehrmacht zu finanzieren. Im gleichen Jahr einigten sich Reichsbankpräsident Schacht, der Hitler-Vertraute Hermann Göring und Reichswehrminister Werner von Blomberg auf den Finanzrahmen für diese Aufrüstung: 35 Milliarden Reichsmark, verteilt über acht Jahre. Dabei sollten vier Jahre für den Aufbau der Verteidigungskapazität genutzt werden und weitere vier Jahre für die Schaffung einer Offensivarmee.”

        “Schacht gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Führungspersonen des nationalsozialistischen Regimes und wurde am 1. Oktober 1946 in allen Anklagepunkten freigesprochen.”

        https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstenenteignung

        “Adelsverbände, die Kirchen der zwei großen Konfessionen, großagrarische und industrielle Interessenverbände sowie die Parteien und Verbände des politisch rechten Lagers traten für die Fürsten ein. Sie trugen durch Boykottaufrufe schließlich zum Misserfolg des Volksentscheids bei.”

        https://de.wikipedia.org/wiki/Harzburger_Front

        “Auf Initiative von Alfred Hugenberg, seit 1928 Vorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei, traf sich am 11. Oktober 1931 in Bad Harzburg die „Nationale Opposition“ zu einer Großveranstaltung, um ihre Geschlossenheit im Kampf gegen die Weimarer Republik zu demonstrieren. Neben der NSDAP, dem Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten und dem Alldeutschen Verband, mit denen die DNVP bereits zwei Jahre zuvor gemeinsam den gescheiterten Volksentscheid gegen den Young-Plan initiiert hatte, waren auch der landwirtschaftliche Reichslandbund und einzelne rechtskonservative Persönlichkeiten beteiligt. Zu ihnen gehörten der Sohn des vormaligen Kaisers August Wilhelm von Preußen und der ehemalige Reichswehrgeneral Hans von Seeckt. Großes Aufsehen erregte die Teilnahme des ehemaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht. Von schwerindustrieller Seite kam einzig Ernst Brandi nach Harzburg.[1] Die Teilnahme weiterer Schwerindustrieller wie Paul Reusch und Fritz Springorum hatte Reichskanzler Heinrich Brüning mit der Drohung vereitelt, andernfalls würden peinliche Details über das Verhalten der Großindustrie und der Großbanken in der Bankenkrise veröffentlicht.”

        • Uwe - 6. Dezember 2016

          Lieber Georg Trappe, wie könnte ich etwas davon bestreiten? Es geht zunächst um den kleinen Schritt der aktuell möglichen, demokratischen Veränderung. Keiner weis, welches Programm die AfD wann, wie umsetzen wird. Zentral ist aktuell ihre Ablehnung des militärisch-industriellen Komplexes. Daß sie hier nicht mitspielt, hat zur Folge, daß gerade eine weitere, konservative
          aber transatlantische Partei aufgebaut wird. Um diese Mädchen und Jungs würde ich mich sorgen.
          …Vielleicht findet sich dort neben reihenweise Ex-CDUlern auch die eine oder der andere AfDler, der den Weggang mit Henkel und Lucke nicht geschafft hat. 🙂 Zentral ist weiterhin, daß ihre Botschaft vom Wähler aufgenommen wird. Will man etwas grundsätzliches ändern, muß man sich einbringen. LG Uwe

      • Klaus - 6. Dezember 2016

        @ Georg Trappe
        Gute Analyse, gute Fragen.
        Nichts hinzuzufügen!

  • Marja - 6. Dezember 2016

    ich wollte mal auf die Tabelle 81000-0126 bei destatis genesis hinweisen: dort findet sich die Einkommensentwicklung aus den unterschiedlichen Quellen. Was ich spannend finde, ist die Entwicklung der Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit und aus Vermöenserträgen, etc. Das ist auch nicht so pralle. Dass es ein paar Leute gibt, die ein horrendes Vermögen in Form von Firmen besitzen, soll ja nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der Firmeneigentümer nur so viel von seiner Firma hat, wie er der Firma über Betriebsüberschüsse entnimmt. In der Tabelle sind natürlich nur inländische Einkünfte enthalten. Die Vermögenseinkünfte z. B. der Familie Piech finden sich vielleicht auch in Österreich. Aus dieser Tabelle kann man die Fettaugen jedenfalls nicht erkennen. Entweder die selbstständigen Einkünfte verteilen sich auf immer weniger Personen oder das Geld fließt ins Ausland oder auch die Eliten verdienen nicht soooo gut. Oder ich verstehe etwas heute morgen um 4:17 Uhr nicht richtig.

  • Systemfrager - 6. Dezember 2016

    Die EU, wie wir sie kennen, war in zweifacher Hinsicht das größte Verbrechen auf dem europäischen Kontinent in der zweiten Helfte des XX Jahrhudnerts. Als
    – ein Verbrechen der Reichen gegen das Volk
    – ein imperiales Verbrechen: West- und NordEU gegen Süd- und OstEU

  • JeHa - 6. Dezember 2016

    Eine sehr detailliert ausgwführtes:”It’s the economy, stupid!”

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Rechten und Europagegner waren nämlich schon vor der Flüchtlingskrise im Aufwind.

    Die Frage ist für mich eher was man tun könnte um die strukturelle Krise zu überwinden? Offenbar generiert unsere Gesellschaft bzw. Wirtschaft nicht genug innovative neue Technologien um den Stellenabbau in den alten Technologien, die durch Steigerung der Effizienz verloren gehen zu ersetzten. Die letzte Innovation die Arbeitsplätze brachte war IMHO der Mobilfunk. Es dauerte keine 20 Jahre da war dieser Markt schon wieder gesättigt. Die Erfindung der Eisenbahn hat uns ca. 50 Jahre und mehr Wachstum beschert.

    Es muss also darum gehen irgendwie den nicht gerade geringen Ertrag den unsere Volkswirtschaft jedes Jahr erwirtschaftet, anders zu verteilen ohne in die Planwirtschaft zu fallen.

    Da fällt mir nur der Staat als Arbeitgeber ein, der dringend benötigte Stellen bezahlen muss, zB. In der Bildung und Pflege. Raum für ein bisschen mehr Keynes gibt es auch, da unsere Infrastruktur zerbröselt.

    Wie das ganze finanziert werden soll? Steuer auf Grundbesitz und Vermögen, Erbschaftssteuer OHNE Schlupflöcher und hlheren Spitzenstezersatz. Zurück auf 50%. Und wieder höhere Unternehmenssteuern, Steuerschlupflöcher konsequent schliessen.

    Das bisschen mehr Keynes geht nur mit neuen Schulden sonst wirkt es nicht.

    Eine groß andere Alternative sehe ich nicht.

    Gruss Jens

    • SLE - 6. Dezember 2016

      Hallo Jens,

      die Antwort ist m.E. sehr einfach: Dekonzentrationspolitik anstatt Konzentrations- und Zentralisierungspolitik betreiben.

      In einer globalen Wirtschaft, in der die Unternehmenskonzentration auf allen (ausgereiften und gesättigten) Märkten extrem angestiegen ist und sich – dank lascher Wettbewerbsbehörden, Industriepolitik und Ministererlaubnis – sogar noch weiter erhöht, so dass sich letztlich nur etwa 1500 Konzerne den großen Weltmarktkuchen einverleiben, ist effektiver, faierer Wettbewerb nicht mehr existent und damit beim Innovationsgeschehen die Handbremse voll angezogen – zum Nutzen der Machtstellungen eben dieser, von der Politikelite gestützten Konzerne.

      Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine empirisch nachweisbare, aber von der herrschenden wirtschaftswissenschaftlichen Lehre ausgeblendete und totgeschwiegene Tatsache.

      Nur wenn man hier, an diesen marktstrukturen ansetetzt, kann man die Verteilungsproblematik lösen. Anders geht es nicht. Doch Sie sehen ja, was geschieht. beispielsweise werden die größten globalen Banken einfach für systemrelevant erklärt. Das ist Irrsinn und möglicherweise ist es implizit, unterschwellig auch dieser Irrsinn, gegen den sich die Wähler bei Wahlen und Referenden zu wehren versuchen.

      Aber ich sehe noch nicht, dass dies Erfolg haben könnte. Trump gehört auch zur Elite, auch er holt sich die Ex-Goldman-Sachs-Banker und Milliardäre in seine Regierung. Man wird abwarten müssen, was er macht. Falsche Hoffnungen sollte man sich lieber nicht machen.

      Und schauen Sie sich die Protestparteien in Europa an. Ich sehe keine einzige namhafte protestpartei, die dies und eine damit verbundene erfolgversprechende alternative Wirtschaftspolitik im Angebot hätte. Die AfD beispielsweise hat dasselbe neoliberale Konzept wie die FDP und die CDU.

      Viele Grüße
      SLE

      • Uwe - 6. Dezember 2016

        Hi SLE, nicht ganz. Die AfD tritt für den Mindestlohn ein. MIt Rundumverweigerung kommen wir keinen Schritt weiter. Wir können ja das uns seit 300 Jahren versklavende Geldsystem abschaffen.
        Die einen nennen das vom Ende her denken. Die anderen finden einfach keinen Weg, dies unblutig umszusetzen. Überzeugungen gibt es viele: Wie bringt man die alle unter einen Hut?
        Keine Gewalt! LG Uwe

        • SLE - 6. Dezember 2016

          Hallo Uwe,

          Sie haben natürlich recht. Es ist immer unglücklich etwas unter einen Oberbegriff subsummieren zu wollen.

          Vergessen Sie also meinetwegen den Begriff “neoliberal”. Das ist es auch gar nicht, worum es mir wirklich geht. Der Punkt ist, wie hier im Blog fürher schon ausführlich dargelegt und diskutiert, dass es keine etablierte, aber eben meines Wissens auch keine neue Partei gibt, die ihre wirtschafts- und finanzpolitische Konzeption auf eine von der neoliberal/neoklassischen Lehre abweichende Marktlogik stützt und deswegen tatsächlich auch einen alternativen Weg aus der wirtschaftlichen Misere der EU, den großen wirtschaftlichen Ungleichgewichten und der großen und weiter wachsenden Ungleichheit anbieten könnte.

          Sie wissen ganz gewiss genau so gut wie ich, dass etwa die Finanzmarktkrise und die anhaltende Wachstumsschwäche vor allem eine Folge dieser Politik war bzw. ist, die auf der liberal-neoklassischen Lehre und Marktlogik aufbaut. Das trifft auch auf die Austeritätspolitik zu. Auch die keynesianische Lehre baut implizit auf der liberalen Marktlogik auf (Selbstregulierung, zum Gleichgewicht strebend).

          Es gibt also offensichtlich ein anhaltendes Erklärungs- und Verständnisdefizit, das es unmöglich macht, u.a. für die EU eine erfolgreichere Wirtschafts- und Krisenpolitik zu konzipieren und den Wählern anzubieten. Das ist auch bei der AfD nicht anders.

          Die Notenbanken und die Regierungen der Industriestaaten, aber auch die der Schwellenländer (z.B. China!) stochern also seit der Finanzmarktkrise schlicht und ergreifend im Nebel und unter dem Strich haben sie so viel Dope in die Märkte gepumpt, dass die Wirkung inzwischen kaum mehr im messbaren Bereich liegt. Wir alle hier im Forum wissen auch, dass diese Form der Bewahrung einer fragilen Stabilität durch steigende Crashrisiken und Staatsschulden erkauft wird.

          Und nun frage ich Sie, ob Sie irgendeine Partei kennen, die hierzu eine Alternative anzubieten hat und zwar eine, die tatsächlich auch funktionieren kann?

          Viele Grüße
          SLE

    • Klaus - 6. Dezember 2016

      @Jeha
      “Das bisschen mehr Keynes geht nur mit neuen Schulden sonst wirkt es nicht.”

      Meine Frage dazu:
      1.) Wofür sollen die neuen Schulden verwendet werden?
      2.) Wer soll die neuen Schulden machen dürfen?
      3.) Wer soll für die Schulden haften?
      4.) Wer darf die Früchte ziehen?

      Gruß

      Klaus

  • Holly01 - 6. Dezember 2016

    Hallo,
    während wir in Europa mit der Nabelschau beschäftigt sind, passiert ja weltweit so einiges und damit auch in Europa.
    – Industrie 4.0
    Das wird die folgenschwerste Umwälzung seit etwa 200 Jahren und die Auswirkungen sind nicht abschätzbar.
    Fakt ist aber das sehr sehr viele Arbeitsplätze verloren gehen werden und die Sozialsysteme wie sie derzeit bestehen nicht haltbar sein werden.
    – 80-20-Gesellschaft
    Die Politik bestimmt ja gar nicht die Inhalte. Die Kapitalinhaber bestimmen die Inhalte über ihre Lobbyisten.
    Die Mehrheitsmeinung ist völlig egal, eine handvoll Stimmen bestimmt das Lied. Die Masse liegt auf dem Grill und wird dort “ausgelassen”. Auf allen Ebenen, sei es bei Gebnühren, Einkommen, Rechten, persönlichen Möglichkeiten usw usf.
    – Die Asozialisierung
    Das ist die Bildung individueller Wahrheiten und Erlebnisswelten, die weitgehend inkompatibel sind und die damit einhergehende Unfähigkeit zuzuhören und sich auszutauschen.
    Gleiche Informationsblase = hervorragendes bestätigen
    Ungleiche Informationsblase = völliges Unverständniss
    Dazu kommen die Verblödung der Kinder durch die staatliche Bildung.
    Die Abstumpfung der Bevölkerung durch die Panikindustrie, auch gerne Medien genannt.
    Die Desilosionierung der Wähler durch den Politikbetrieb.
    Die Fragmentierung der Gesellschaft auf allen Ebenen.

    Das alles findet nicht nur in Deutschland statt. Es ist auch nicht auf die EU beschränkt.
    Das alles geht vom Hegemon.
    Der Hegemon sitzt auf seiner Pleite und kann keine Kriege mehr finanzieren.
    Also keine großen Kriege gegen potente Gegner.
    So ist jedes Land der ständigen Bedrohung durch den regime change ausgesetzt.
    Die US-Elite geht auf jeden Konkurrenten los und destabilisiert jede äussere Macht.

    Da wir Vasallen sind können wir uns nicht wehren. Weder gegen die Entwicklung (wie oben angerissen) noch gegen die Täter in den USA die diese 200 Familien sind die man auch gerne einmal Markt nennt und die hinter dem Lobbyismus stehen und die Politik bestimmen.

    1000 Mrd Steuergeschenk Hr. Schröder? Ach kein Problem, ich nenne das Agenda 2010 und erzähl den Idioten da draussen das wären Reformen.
    800 Mrd Bankenrettung EU-Komission? Ach kein Problem. Wir nennen das ESM und machen den Topf aus dem wir nehmen bodenlos und rechtsfrei, kein Problem das merken die Idioten da draussen nicht einmal.
    ……

    Tja schade ansich, aber die Idioten da draussen haben es doch iwie mitbekommen, das die Kugel im Lauf steckt und das den Idioten da draussen der Revolver ganz langsam an die Schläfe gedrückt wird.
    Und inzwischen zweifelt auch keiner mehr daran, dass die Eliten auch abdrücken werden …

    Was fehlt ist die Zukunftsperspektive. Die haben nur sehr wenige und die stehen stramm hinter dem System, arbeiten zu und zersetzen die Gesellschaften.
    Grob 20% sind Gewinner.
    Grob 0,01% sind Supergewinner.

    Der Rest wird wird durch das Gitter der Großmetzgerei getrieben, hört vorne und hinten das gequicke und sieht die LKW mit Produkten aus den bereits verwerteten menschlichen Ressourccen abfahren.

    Ja, das wird die größte Protestwelle und die gewalttätigste Zeit seit …. wahrscheinlich seit es die menschlichen Erinnerungen gibt.
    Die Eliten antworten Mit Totalüberwachung, gated communities, Privatschulen und sozialem Abschottungskrieg.
    Wenn die Verwertung der Menschen unerträglich genug geworden ist, dann wird das ein Bürgerkrieg.
    Das ist zumindest die wahrscheinlichste Entwicklung, denn der Hegemon wird nicht nachgeben, denn nachgeben wäre der Ruin und die Entmachtung.
    Also werden die Leute als erstes die wählen die dem Hegemon nicht folgen. Nationalisten
    Das ist immer die erste Antwort und noch innerhalb des Systems.
    Dabei wird es aber nicht bleiben ….

    lg Holly

    • Holly01 - 6. Dezember 2016

      Ich habe den Wirtschaftskrieg USA-EU, den Feuergürtel um Europa und die “MIgrationskrise” mit Absicht aussen vor gelassen, das sind hegemoniale Massnahmen der Destabilisierung.
      lg Holly

      • Holly01 - 6. Dezember 2016

        Trump ist also die logischste und absehbarste Antwort der US Gesellschaft auf diese Entwicklung.
        Die Bürger der USA unterliegen den gleichen Problemen und sind zu 80% genauso Opfer.
        Der Bürgerkrieg in den USA läuft bereits.
        Das System sucht bereits nach neuen Erscheinungsformen, die die Rechte und die Vermögen der Eliten sichern.
        Diktatur, Kirchenstaat, “Demokratie”, Adelswesen .. völlig egal, Goldstandard, Geldschöpfung … völlig egal, das sind nur Erscheinungsformen.
        Mr Buffet meint seine Klasse sei dabei zu gewinnen.
        Unsinn Mr. Buffet, die 80% sind erst bei der Bewusstseinsbildung und der Krieg hat noch gar nicht begonnen.
        Die Vernichtung der Masse oder der Eliten steht zwar fest, nicht aber wen es erwischen wird oder ob es so etwas wie Gewinner überhaupt geben wird oder geben kann.

        lg Holly

    • Systemfrager - 6. Dezember 2016

      Also werden die Leute als erstes die wählen die dem Hegemon nicht folgen. Nationalisten
      Das ist immer die erste Antwort und noch innerhalb des Systems.
      Dabei wird es aber nicht bleiben ….
      Feuergürtel um Europa und die “MIgrationskrise” … das sind hegemoniale Massnahmen der Destabilisierung.

      Tja,
      wo du Recht hast, hast du Recht

      • Holly01 - 6. Dezember 2016

        Och komm Systemfrage, da muss doch irgend eine persönliche Spitze mit rein 🙂
        Das kannst Du besser, also let´s fetz ^^

        • Systemfrager - 6. Dezember 2016

          Keine Sorge.
          Mit Komplimenten hat das von mir Bemerkte nicht im Geringsten zu tun.
          Hättest du dir eigentlich denken können …

          • Holly01 - 6. Dezember 2016

            😉

  • Holly01 - 6. Dezember 2016

    Nur noch ein Letzter Zusatz:

    Trump ist für die Eliten natürlich keine verlorene Schlacht. Es ist die Bestätigung, dass man dazu in der Lage ist jeglichem Protestpotential einen Kopf zu geben und es damit lenken zu können.
    So ist Deutschland auch zu Hitler gekommen, nicht das trump wie Hitler wäre, es geht nur um den inhaltlichen Vorgang.
    Der “Trump-Schock” besteht darin, dass die Medien und die Totalüberwachung aka Totalsteuerung nicht gegriffen hat.
    DAS ist der Schock.
    Die Proteste sollten eigentlich in inneren Reibungsverlusten wirkungslos bleiben.
    Die Handlungsstränge sollten Effektivität der Proteste ausschliessen.
    Rechts/Links, National/Gender/Global uns usf sollen die Leute ausreichend beschäftigen und in den Sozialen Netzwerken sollten Schlachten toben, die nichts bewirken.

    Trump ist aber der Beweis das der Protest zu einem vorhersehbaren Zeitpunkt doch zu einem Ergebniss führen KANN.
    Darin besteht der Schock. Der Kontrollverlust ist der Schock.

    Widerstand innerhalb des Systems gibt es keinen, wird es nicht geben, wird nicht zugelassen.
    ES geht nur um Wortwahl und Erscheinungsbild, also um die Verpackung, die transportierte Ware ist immer die selbe, ja sogar die gleiche ….
    lg Holly

  • Marja - 6. Dezember 2016

    Also, unter der Annahme, dass man das kapitalistische nicht vollständig in Frage stellen möchte, muss man auch beim Unternehmer das Privatvermögen vom Betriebsvermögen trennen. Wenn Herr Gates ein paar Milliarden Dollar Vermögen in seiner Firma hat, dann hat er was davon, aber auch seine Mitarbeiter. “Natürlich” ist sein Stück vom Kuchen größer, als das seines Reinigungspersonals. Verprassen kann er nur sein Privatvermögen. Wenn er sein Firmenvermögen verprasst, dann war es das bald mit der Firma. Man kann natürlich auf die Idee kommen, man zerschlägt Microsoft oder VW, weil Gates Porsche und Piech zu hohe Firmenanteile haben. 50 % Erbschaftssteuer auf VW führt dazu, dass nach 40 Jahren 75 % des Unternehmens beim Staat sind. 50% Erbschaftssteuer auf das Privatvermögen schadet ja keinem.

    Da zwischen Privat- und Betriebsvermögen bei der Vermögensberechnung nicht differenziert wird, wird der Blick auch mehr getrübt, als dass man aufgeklärt wird.

    Auf jeden Fall sind die privaten Gewinnentnahmen nicht so prall gestiegen. Bei den Selbstständigen gibt es natürlich auch Viele, die von der Hand in den Mund leben. Oder die, deren gezeigten Reichtum sich in der Armut der Altersvorsorge spiegelt.

    • Holly01 - 6. Dezember 2016

      Hallo Marja,
      das ist eine Informationsblase. In sich schön rund und durchaus zusammen passend.
      Man darf nur nicht anfangen Fragen zu stellen.

      Mit den richtigen Fragen kann man jede “Meinunsblase” zerfetzen. Jede, auch meine (oder auch gerade meine? egal).

      Die Frage ist doch die “Kreditwürdigkeit” und die “Zahlungsfähigkeit”.
      Die Gründerzeit war geprägt von: Krediten.
      Die Folgen wirken bis heute.

      Seit 20 jahren gilt: es gibt nicht nur klein Recht auf Veröffentlichung (Literatur), es gibt auch kein Recht auf Innovation (Technik).

      Ihr Ansatz geht in der Betrachtung der Verwertungsrechte, der Leistungsrecht, des Patentrechts und der Geldschöpfung leider völlig unter.

      “Wirtschaften” kann jeder und mit wechselndem Erfolg.
      Geldschöpfung hat es ermöglich in Ost- und Südosteuropa ein paar Leuten die wir “Oligarchen” nennen ganze Volkswirtschaften aufzukaufen und für die Banken zu monetarisieren.
      Das hat in Westeuropa schon alles lange geklappt.

      Inhaltlich liegen Sie natürlich richtig.
      Im Gesamtbild abseits aller Möglichkeiten, sehe ich zumindest so … Entschuldigung.
      lg Holly

      • Holly01 - 6. Dezember 2016

        Wir wissen aber Alle, Kredit ist Geldschöpfung aus dem Nichts, also Willkür und auch nichts anderes als soft power und Enteignung …..

        • Systemfrager - 6. Dezember 2016

          Kredit ist Geldschöpfung aus dem Nichts

          Geld aus NIX!
          Schrecklich!
          100%-Money: Ein Fall von Realitätsblindheit mit finaler Geistesverwirrung
          weiter >>>

          • Holly01 - 6. Dezember 2016

            …. hat ja etwas gedauert, aber zum Glück sind wir wieder unterschiedlicher Meinung, nun können wir uns wieder wohl fühlen, wir haben uns ausreichend abgegrenzt.
            Danke Systemfrager und lg vom Holly

          • Querschuss - 6. Dezember 2016

            Hallo Systemfrager,
            alles ist sehr komplex und manches kommt auch in deiner Verlinkung nicht vor, ich nehme an das das ein Text von dir ist:
            “Bei der Mindestreserve von 0 Prozent würde das Banksystem alle Kredite, unabhängig von dem Volumen, ohne das Geld der Zentralbank vergeben können.” …Das ist eine verkürzte Sicht, denn auch bei einer Mindestreserve von Null können Banken nicht unlimitiert Kredite vergeben, denn sie sind sehr wohl limitiert, durch Basel 3, die Eigenkapitalvorschriften. Ebenso steigt bei einem steigenden Kreditvolumen auch der Zentralbankgeldbedarf einer Bank, nämlich wenn die Bank Überweisungen an andere Banken ausführen muss (nur mittels Zentralbankgeld über Zentralbankgeldkonten möglich) und über Bargeldauszahlungen, denn natürlich führt Kreditvergabe und damit auch Wirtschaftswachstum auch zu einem höheren Banknotenumlauf und zu höheren Interbankenüberweisungen.

            Nicht zu vergessen, dass sehr wohl geschöpftes Zentralbankgeld (sogar in einem massiven Ausmaß) bei den Banken über das Wertpapieraufkaufprogramm ankommt und dort ein Assettausch auf der Aktiva-Seite der Bankbilanz stattfindet, Staatsanleihen und andere fragwürdige Wertpapiere gegen Barreserve (Zentralbankgeldguthaben), womit die Liquidität und damit die Zahlungsfähigkeit der Banken gesichert wird.

            Gruß Steffen

            • Systemfrager - 6. Dezember 2016

              Das ist eine verkürzte Sicht,

              ja, natürlich. Darüber hinaus sollte es unterhaltsam und höhnisch sein …
              da ich hinter der Auffassung “Banken = legalisierte Geldfelscher”
              mindestens zwei Gefahren sehe:
              1:
              Es wird von dem Hegemon ein dummes Zeug den Dummen untergejubelt, damit diese mit falschen Problemen das Volk verwirren und erschöpfen
              (Das betrifft vor allem vor allem die Linken, die in der Marxschen Pol. Ökonomie nie über das Geld was erfahren haben, und jetzt ist ihnen das Geld das interessanteste Spielzueg)
              2:
              Ein versteckter Antisemitismus. Die J* sind wieder für alles was nicht funktioniert schuld

              • Querschuss - 6. Dezember 2016

                auf meine faktischen Ergänzungen bzw. Hinweise empfinde ich deinen Kommentar als Antwort weitgehend sinnfrei bzw. weit abschweifend, ohne Bezug auf das von mir geschriebene. Aber gut ist sicher deine Absicht, …sachliche Diskussion ist nicht dein Ding.

                Gruß Steffen

                • Systemfrager - 7. Dezember 2016

                  Nicht zu vergessen, dass sehr wohl geschöpftes Zentralbankgeld (sogar in einem massiven Ausmaß) bei den Banken über das Wertpapieraufkaufprogramm ankommt

                  Ja, es ist nicht strittig, dass die Zentralbank das Geld aus dem Nichts schöpfen kann und dass sie es auch darf …
                  Geld aus NIX der Banken ist ein Unsinn, wenn es um das Geld der ZB geht, braucht man zwei Fragen zu beantworten:
                  – warum dieses Geld nicht das Wachstum anschiebt
                  – warum es nicht Inflation schafft
                  BEIDES ist der Kern der neoliberalen Theorie

  • Holly01 - 6. Dezember 2016

    Was der/die/das Systemfrager so alles liest oder glaubt zu lesen oder glaubt zu verstehen.
    Schönes Beispiel für eine Empfindungswelt, in der die Nachricht so geformt wird, dass sie zur eigenen Weltsicht kompatibel wird.
    Nichts von dem habe ich geschrieben oder gemeint.
    Aber so ist das mit den Wahrheiten, jeder hat seine eigene …… individualisierte Inhalte durch gefühlte Aussagen kann man aber nicht diskutieren.
    Böser könnte man auch schreiben, jeder liest und versteht, was er/sie/es lesen und verstehen will.
    Übrigens, die Unterstellung Bankkenkritik sei judenfeindlich ist für sich gesehen eine Sammlung von Vorurteilen:
    – nicht alle Banker sind Juden
    – nicht alle Banken sind jüdisch
    – nicht jede Geldschöpfung ist jüdisch
    – nicht einmal alle Notenbanken sind jüdisch
    Auch historisch ist der große Geldverleih nicht durch weg jüdisch gewesen.
    ….. Kritik am Hegemon ist auch nicht antijüdisch.
    ….. und Semiten sind überwiegend keine Juden sondern Araber die einen bestimmten arabischen Dialekt sprechen.
    Aber nur so kann man die Brücke von Bankkritik über Antisemitismus nach Neurechts schlagen und jeden Gedanken an Inhalte los werden.
    Und noch zum Abschluss:
    Über Geld rede ich mit Ihnen nur, wenn ich das Gefühl habe, dass Sie den Unterschied zwischen Geldschöpfung, Vollgeld und Zinsanteil verstanden haben.
    Das wird nach meinem Eindruck noch Jahre dauern.
    lg Holly

    • JL - 7. Dezember 2016

      Hallo Holly…

      …nicht aufregen, Arroganz kommt vor dem Fall. Solche vokabularen Schnipselwerfer die mit ihren Pseudowissen gerade noch mit irgendwelchen sinnfreien Halbsätzen auf sich aufmerksam machen wollen gibt es zur Genüge.

      Es gibt Leute die im Alltag nicht ernst genommen werden, also versucht man das über verschiedene Foren im Internet, bis man auch dort nichtmehr ernstgenommen wird.

      „…Darüber hinaus sollte es unterhaltsam und höhnisch sein …“ – wer höhnisch denkt kann nicht unterhaltsam sein, diese Erkenntnis ist sowas von uralt, unglaublich dies nicht wissen zu können.

      Naja Holly, da ist irgendjemand in seiner Pubertät stecken geblieben, also … nicht aufregen.

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

  • Marja - 6. Dezember 2016

    Don’t feed the trolls

  • klaus - 6. Dezember 2016

    @Marja

    Private Verdienste von Unternehmen?
    Schon mal was von Bewertung gehört?
    Ein guter Bilanzbuchhalter, schlägt hier einfach
    mal die Unterbewertung von Eigentum vor.
    Damit schneidet man bei der Vermögenssteuer
    genauso ab, das es sich dann kaum lohnt.
    Das bischen Differenz beim Veräußern, bzw.
    nach der Leistungserbringung geht Richtung Panama.
    Die Bewertung solcher Posten ist zum Teil schwierig und
    für das Finanzamt ohne externen Spezialisten kaum zu ersehen.
    Mal nach dem Leben und Wirken von Playboys wie Gunther Sachs googlen.
    Wenn es optimal läuft, machen Betriebe keinen Gewinn !

    Und auch das mit der Geldschöpfung ( böswillig – to make money out of thin air ),
    geht in Europa auch nicht so in Austeritätszeiten.
    Dafür werden sogenannte “Doubted Loans” herangezogen und
    die entsprechenden Hypotheken veräussert.
    Sonst hätten wir mehr Inflationsrate. In wieweit man das heftig oder
    weniger heftig macht, hängt von der Situtation ab.
    Vor der Wahl wohl weniger. Nach der Wahl schon mal eher mit Zwangsversteigerungen.
    Das heißt, Draghis Geld drucken wird später auf die Rechnung gesetzt.
    Also alles was Italien evtl. bald erfährt.

    Und was dazu kommt, ist, das die Leute, die “God’s own work ” verrichten,
    mittlerweile öfter mit Falscheid vor Gericht stehen, weil Ihre Geschäftsmodelle
    nicht mehr so untadelig sind.

    Leider hat der Systemfrager das Ganze etwas rustikaler ausgedrückt und
    einiges weggelassen.
    Und das hat Holly gestört.

    Gruß klaus

  • Georg Trappe - 7. Dezember 2016

    @Marja
    Ich habe das Beispiel Gates und den Mindestlohnbezieher nur gewaehlt um die zwei Extrempunkte zu illustrieren. Und um das mit Gates und seinen 90 Mrd. noch etwas plastischer zu machen: Auch wenn man die in Betriebsvermoegen und Privat Vermoegen teilt, so entspricht 1Mrd. 10 Jahre lang jeden Mittwoch und Samstag eine Million im Lotto. Das geht schon mal unter, wenn der Staat mit hunderten Mrd um sich wirft um Banken und Grosskonzerne zu pudern, wie es oben so schoen hiess. Also immer schoen den Daumen, ueber den wir hier alle peilen, kalibriert halten und bitte nicht Masslosigkeit verniedlichen.

    Selbst wenn ich Gates Privatvermoegen und seinen Iconenstatus als unproblematisch betrachten wuerde, was ich nicht tue, so muss man doch auf jeden Fall eine Quasi-Monopolstellung, wie die seiner Firma, als hoch problematisch erkennen. Soetwas darf man nicht entstehen lassen. Das weiss man auch. Das bekommt man nie wieder in den Griff. Standard Oil, AT&T …. Auch nicht durch Zerschlagung in zwei drei grosse Brocken. Wenn Wettbewerb das Regulativ sein soll, dann muss ein Deckel drauf. Dann ist ein zweistelliger Marktanteil Anlass zur Intervention der Sorte Zwangszellteilung und striktem Verbot von Holdingstrukturen, die versuchen dies durch vertikale oder horizontale Integration von Wertschoepfungsvorgaengen zu unterlaufen.

    Beispiel vertikale Integration CP Group Thailand:
    http://www.forbes.com/sites/karlshmavonian/2011/11/23/forbes-asias-2011-businessman-of-the-year-dhanin-chearavanont/#26e68ef67218
    Vom Acker mit hoch verschuldeten Bauern und mit Sklaven bestueckten Fischerbooten bishin zu Restaurants und Einzelhandelsgeschaeften , alles unter einer Kontrolle.
    Beispiel horizontale Integration:
    PC Industrie, Microsoft, Intel, ( Lenovo, Dell, HP) = Betriebssystem und “Standardsoftware”, Prozessoren und PC Chipsets,(Systemintegration und Vertrieb)

    Soetwas ist, wenn man an Selbstregulierung durch Wettbewerb glaubt, toedlich.

    1.) Weil die Gesamtwirtschaftlicheentwicklung extrem Abhaengig wird von solchen Giganten. Ein Fehltritt kann grosse Teile einer Volkswirtschaft durch den Mangel an Redundanz in Schwierigkeiten bringen.
    2.) Dringend notwendige Anpassungsinovationen erfolgen nicht mehr oder nur noch durch Zwangsmassnahmen des Staats, da zunehmend defensiv operiert wird. Kein Gigant hat ein Interesse seine “Investitionen” selber zu kanibalisieren.

    Aber da ist SLE, dessen Sichtweise ich in diesem Punkt teile, viel kompetenter als ich. Siehe auch oben.

  • Klaus - 7. Dezember 2016

    Guten Morgen in die Runde.
    Eine spannende Diskussion bis hierher.

    Ich beziehe mich mal auf folgenden Satz von Georg Trappe:
    “Soetwas ist, wenn man an Selbstregulierung durch Wettbewerb glaubt, toedlich.”

    Volle Zustimmung!
    Aber wo fängt man an? Und wer fängt an? Und mit welchen Maßnahmen fängt man an?
    Eine deutsche oder europäische Lösung wäre schön, würde aber nichts oder nur sehr wenig bringen.

    Punktuelle nationale Reförmchen oder der Trend zu nationaler Politik wie es der derzeitige Zeitgeist ist, bringen rein gar nicht, schaden eher. Jeder multinationale Konzern freut sich riesig eine Ast, wenn die Nationalstaaten untereinander einen Sozial- und Steuerwettbewerb forcieren. Beste Beispiele sind Irland, Luxemburg, Ungarn, Niederlande u.u.u.
    Dabei spielt es keine Rolle, ob die Regierungen national, konservativ oder links sind.
    Auffällig ist insbesondere, dass insbesondere das national-rechte und rechts-konservative Lager sich vehement gegen Regulierungen sträubt. Aber das ist meine persönliche Sicht.

    Es geht nur über globale Lösungen. Ob die durchsetzbar sind? Ich bin da sehr pessimistisch.

    Ich fand heute im österreichischen “Standart” einen Beitrag über die Steueranreize multinationaler Konzerne mit den Regierungen.
    “Staaten schließen immer mehr Steuerdeals mit Konzernen”
    Verfasser: Eurodat

    http://www.eurodad.org/survivaloftherichest

    Mein Fazit, möglicherweise nicht zu Ende gedacht: Es gibt nur globale Lösungen.

    Vereinheitlichung der Steuersystemen
    Vereinheitlichung der Sozialsysteme
    Abschaffung der Steueroasen
    Informationsaustausch
    Weltweite Überwachung des Bankensektors
    Verbot von Kriegswaffen aller Art
    und viele andere Massnahmen

    Manche Träumereien sind der frühen Zeit geschuldet. 🙂

    Gruß

    Klaus

  • Systemfrager - 7. Dezember 2016

    Mein Fazit, möglicherweise nicht zu Ende gedacht: Es gibt nur globale Lösungen.

    Vor allem wenn man auf einem kleinen Fleck genannt Deutschland (ein Land das ein Wleltexportmeister ist) sitzt und in die Ferne schaut, ist es so gemütlich über die Weltwirtschaft zu träumen. Und zwar über eine, wo der Rest der Welt die westliche Kolonie ist. Die Globalisierung sit nur die Folge des Zerfalls des Kommunismus und der 3. Welt, als der Westen von Wahnsinn berauscht wurde, den Rest der Welt zu beherrschen und asuzuplündern. Es wird aber nicht gehen.

    Aber einmal abgesehen davon, die Globalisierung könnte aus sozusagen “objektiven” gründen nie funktionieren:

    Eigentlich stehen sich die komparativen Vorteile und die Globalisierung in einem logischen Widerspruch gegenüber. In einer globalen Wirtschaft ohne Grenzen gäbe es keine komparativen Vorteile mehr, weil wir dann nur so etwas wie einen Binnenmarkt einer großen Volkswirtschaft hätten. Und warum sollte eine große laissez-faire Weltwirtschaft erfolgreich sein, wenn bisher noch keine laissez-faire Volkswirtschaft erfolgreich gewesen ist? Haben uns nicht gerade die Liberalen immer darüber belehrt, dass etwas im Großen nie gelingen kann, wenn es schon im Kleinen versagt hat? Wo sie Recht haben, haben sie Recht. Eigentlich hört sogar ein gut funktionierendes Mikrosystem irgendwann auf zu funktionieren, wenn es immer weiter linear expandiert. Unsere ganze Erfahrung bestätigt dies. Bereits vor vier Jahrhunderten stellte Galilei fest, dass, wenn wir Schiffe, Paläste oder Tempel von gewaltiger Größe bauen wollten, ihre Rahmen, Balken und Gurte nicht mehr zusammenhalten würden. Dasselbe gilt auch für die Aufbauweise des ganzen Universums. Bekanntlich kann ein Atom nicht beliebig groß sein. Vergrößert sich die Zahl seiner Nukleonen, wird es zunehmend unstabiler, so dass die Atome, die mehr Nukleonen als Uran haben (238), auf der Erde nur als künstliche Produkte bekannt sind, die in kürzester Zeit zerfallen. Auch chemische Moleküle kann man nicht beliebig – wie es auf Grund ihrer chemischen Valenz vorstellbar wäre – immer weiter ausbauen. Der Makrokosmos hat auch eine verschachtelte Struktur und nicht anders ist es mit lebendigen Systemen. Kein Baum und kein Tier kann über eine bestimmte Größe hinaus wachsen, so der Biologe D. W. Thomson (On Growth and Form). Die allgemeine Erklärung, warum ein funktionsfähiges reales System nicht so wachsen kann, dass es nur mengenmäßig immer größer wird, ist nicht schwierig. Vergrößert ein System die Zahl seiner Elemente, so wächst überproportional die Zahl seiner Interaktionen und Vernetzungen; dadurch wird es zunehmend instabil und gegenüber äußeren Störungen verwundbar. Deshalb verlangt die Stabilität des Systems immer die Bildung einer verschachtelten Struktur von relativ autonomen Subsystemen. Ein stabiles System setzt immer eine Struktur voraus, deren Interaktionen zwischen seinen Elementen mannigfaltig und intensiv sind; die Zahl der Interaktionen nach außen darf dagegen nur beschränkt und ihr Einfluss auf das Ganze nicht übermäßig stark sein.

  • Systemfrager - 7. Dezember 2016

    Fortsetzung:
    INTERNATIONALISMUS war die linke IDIOTIE, der Linke kann nicht weniger als die ganze Menschheit zu retten …
    GLOBALISIERUNG ist ein Betrug der westlichen Reichen, die immer noch über ein Imperium, wo die Sonne nicht untergeht, träumen … in dem Westen herrschen wird und die anderen so etwas wie die amerikanischen Indianer sein werden
    NATIONAL heißt PROGRESSIV, aber naturlich nicht (Holly tut mir leid!) so wie es die deutschen Faschisten gemeint haben.

    • Holly01 - 7. Dezember 2016

      National bedeutet vor allem anderen einmal zwei Rechtsstufen.
      Wenn Recht aber nicht mehr für jeden gleich gilt, ist das Willkür.
      National als höchste Stufe der “Gemeinwohl” vor “Eigennutz” ist ein Irrweg.
      International ist auch ein Irrweg.
      International bedeutet unterschiedliche Rechtssysteme werden auf dem kleinsten Nenner vereinheitlicht.
      Recht ist aber individuell und muss im Einzelfall betrachtet werden.

      Was bleibt ist der Schutz des Individuums als solches, der seinen Sinn aus der Erkennniss zieht, das das was wir dem Geringsten antun, dass ist der Schutz den Alle haben.

      Aber da wir Politik haben die vertritt, gibt es keinen Individualschutz, sondern nur Gruppeninteressen.
      Gruppe bedeutet aber immer “Rechts”. Nur aus unterschiedlichen Niveaus.
      lg Holly

  • Klaus - 7. Dezember 2016

    🙂

    • Klaus - 7. Dezember 2016

      @ Systemfrager

      Es geht nicht um “Links oder Rechts”. Sie antworten mit Worthülsen ohne Bezug auf meine Ansätze.
      Es geht um internationale faire Spielregeln, Utopie zur Zeit, keine Frage.
      Es geht nicht um Abschaffung von Nationalstaaten.

      Ansonsten werden Regeln beschlossen, unfaire “Gegner” sind der derzeitigen nationalen Politik immer eine Nasenlänge oder zwei voraus.
      Wem nützt es wenn die Steuern harmonisiert würden, mit Hilfe von unterschiedlichen Sozialstandarts würden die derzeitigen Systeme wieder ausgetrickst.

      Das die Welt noch nicht so weit ist bzw. ob sie jemals zu einer Lösung kommt, spielt keine Rolle, da es sich nur meinen persönlichen Traum handelt. 🙂

  • Systemfrager - 7. Dezember 2016

    Wem nützt es wenn die Steuern harmonisiert würden, mit Hilfe von unterschiedlichen Sozialstandarts würden die derzeitigen Systeme wieder ausgetrickst.

    Das Prinzip ist falsch, fatal
    Man kann auf UNGLEICHE nicht GLEICHE Regeln anwenden, und ALLEN wäre geholfen.
    Das ganze Prinzip ist falsch.
    Betrachten wir die Tierwelt (one Menschen, also Biotopen):
    Das System funktioniert nicht wiel alle gute oder schlechte Augen haben, große oder kleine Beine, gleich stark oder gleich schwach sind ….SONDERN weil sie eben unterschiedlich sind, und keiner ist so starkt, dass er eine ganze biologische Art des Biotops vernichten kann

  • JeHa - 7. Dezember 2016

    @Klaus
    Kann gerade nur vom Handy, deswegwen Steno

    Zu 1. Wenn es nach mir geht. Bildung, Bildung, Bildung und Infrastruktur
    Zu 2. BRD
    ZU 3. BRD
    Zu 4. BRD

    Ergänung zu 4. Bei Infrastrukturmassnahmen profitieren zur Zeit System gegeben die oberen 10000 der Gesellschaft mehr, da Firmeninhaber und Darlehnsgeber auf Grund unseres Steuersystems und Lohnquote einfach mehr vom Wachstum abbekommen.

    • SLE - 7. Dezember 2016

      Es profitieren davon auch in erster Linie die Konzerne. Die bekommen nämlich die Aufträge und so ist das auch gewollt.

      Was die Bildung anbelangt:

      Wie viele werden unter, machmal weit unter ihrer Qualifikation eingesetzt und bezahlt? Wie viele Absolventen von Hochschulen hängen in Praktikaschleifen?

      Ich bin immer für Bildung. Aber Priorität sollte nicht die Förderung der Bildung/Ausbildung haben, sondern die der Absolventen einer Ausbildung und zwar – das ist der entscheidende Punkt dabei – in Bezug darauf, sie an kleine und mittelständische Unternehmen zu vermitteln (z.B. Bschäftigungsprämien), die offensiv innovativ sind und für Dynamik auf den Märkten sorgen können. Die Konzerne räumen den Arbeitsmarkt ab, nutzen aber das Potenzial der qualifizierten Arbeitskräfte nicht für offensive Innovationen, sondern setzen sie defensiv dafür ein, diese und die damit verbundene Dynamisierung der Märkte zu verhindern.

      Grüße
      SLE

      • Marja - 7. Dezember 2016

        Wir haben zweifelsfrei einen Mangel an Innovation. Vorsprung durch Technik ist aufgegeben worden zugunsten von Vorsprung durch H4, Lohndumping und Unredlichkeit: wer hat und verraten, die Sozialdemokraten in Zusammenarbeit mit einem großen Autokonzern.

        Nur wenn man Vorsprung durch Technik aus politischen Gründen und Gründen der Praktikabilität aufgegeben hat, dann braucht man gerade keine Bildung sondern Lemminge. Bildung gefährdet da nur den Vorsprung.

        Warum braucht man in Schland keine Propagandazentrale für politische Verblendung mehr? Das mach jetzt SPON und der Kunde zahlt dafür.

        Grüße Marja

  • Georg Trappe - 8. Dezember 2016

    Das interessante ist, dass keiner auf den Kern, die grundlegende Transaktonsstruktur (=den Betrug)

    http://georgtsapereaude.blogspot.com/2015/07/was-ist-eine-investition.html

    eingeht, sondern die Diskussion immer nur Facetten beleuchtet, die sich aus der staendigen, aeusserst variantenreichen Wiederholung dieses Vorgangs ergeben. Auch das Gesamtergebnis dieses Prozesses, extreme und fortschreitend rechtsschiefe Verteilungen von Vermoegen (=wirtschaftlicher Macht), bleiben, wie auch die Frage wie es dazu kommt, vergleichsweise selten und wenn dann doch nur wieder in den Facetten oder tendenziell verharmlosend diskutiert. Selbst dann wenn ein Oberbankster Klartext redet:

    Ich finde das ausgesprochen interessant. Denn es heisst doch, dass dieses Verhalten, dieses Grundmuster so verinnerlicht ist, dass es nicht mehr in Frage gestellt wird, sondern nur nach Wegen gesucht wird, die diesen Kern unangetastet lassen und die daraus resultierenden Folgen auf die eine oder andere Art “managen” wollen.

    Das scheint aber seit der Erfindung dieser Methode nicht zu gelingen. Vielleicht muss man, um das zu aendern mal wieder das Russel Einstein manifest ins Gedaechnis rufen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Russell-Einstein-Manifest

    • Systemfrager - 8. Dezember 2016

      Woher kamen Kriege schon seit etlichen Jahrhunderten
      Richtig
      AUS DEM WESTEN
      Das größte Glück für die Menschheit ist, dass es Nuklearwaffen gibt
      Sonst würde der verbrecherische und blutrünstige Westen die ganze Welt versklaven

    • Marja - 8. Dezember 2016

      Leider kenne ich keinen, der ein akzetables politisches Modell hat, Verteilungsschiefe zu ändern. Im Sozialismus hat es auch Verteilungsschiefen gegeben und im Kapitalismus sind sie immanent. Im Link von SLE (https://www.querschuesse.de/globale-vermoegenskonzentration-in-den-krisenjahren-2008-2015-teil-2-die-notenbanken-das-finanzmarktcasino-und-die-reichsten/) sieht man ganz schön, dass das Verteilungsproblem ein internationales ist. SLE schreibt Schland gehört zu den Verlierern und hat damit meine Frage beantwortet. Das wird man also nicht auf nationaler Ebene lösen können.

      Der Ostalgie steht entgegen, dass 70 Jahre Kommunismus in der UdSSR auch nur ein leuchtendes Ziel für wenige waren und sind.

      Die Frage ist ja auch, warum nur so wenige aus dem System aussteigen, wie z. B. 1980 (s. youtube “einfach leben Stefan B.”).

      Ich denke, dass die Schmerzgrenze auch bei den verarmten Wählern noch nicht erreicht ist.

      • Georg Trappe - 8. Dezember 2016

        @ Marja

        Wenn man das so sieht, also die Daempfung des zentralen Motivs “Mehr” durch das Verbot von privatem Eigentum als fehlgeschlagen betrachtet und gleichzeitig erkennt das auch in der UdSSR Hierachien entstanden und dann wahrnimmt dass das Gegenteil, naemlich das Anheizen des zentralen Motivs zur Entstehung von Hierarchien und Kopflastigkeiten fuehren, die ihrerseits zu den Revolutionen fuehren muessen, die u.a. die UdSSR entstehen liessen, dann koennte es evtl. auf ein Optimierungsproblem hinaus laufen. Also etwas, was nicht von sich aus auf ein Optimum zulaeuft, sondern aktiv gestaltet werden moechte:

        http://georgtsapereaude.blogspot.com/2012/04/wirtschaft-ein-optimierungsproblem.html

        • SLE - 8. Dezember 2016

          Ja, das ist dann auch die logische Konsequenz aus der Anerkennung der Tatsache, dass Märkte nicht alles regeln und eben auch nicht selbstregulierend sind. Die liberal-konservativen Parteien haben sich bisher mit dem Hinweis auf die angeblichen Selbstregulierugskräfte politisch um viele, eigentlich erforderliche Entscheidungen herumgedrückt. Das war sehr bequem. Aber so einfach ist wirtschaftliche Prosperität eben nicht oder nur in kurzen Phasen der Entwicklung zu erreichen.

          Grüße
          SLE

          • Marja - 8. Dezember 2016

            Dass der derzeitige Weg nicht funktioniert, ist doch unstrittig. Die Reduktion der Einkommen bei den unteren 50% führt zur Nachfrageschwäche und zur Senkung des Wohlstands aller und zur Unzufriedenheit und zum politischen Protest. Also alles, was wir nicht wollen. Ich persönlich sehe mich ja links-libertär, also für eine Regulierung der Wirtschaft und gegen eine Regulierung des Privatlebens. Nur ich bin auch etwas pingelig und gegen pauschale theoretische Wertungen. Deshalb finde ich diese Arbeit vom Querschuss so spannend, da der das aufdröselt.

            Ganz so einfach, über “die da oben” schimpfen, will ich nicht, ich möchte verstehen, wo die Produkte der Arbeitskraft tatsächlich hinfließt. SLE schreibt ja, in den privaten finanziellen Sektor der USA. Wie die Talerdort aber konkret landen, habe ich noch nicht verstanden. Offenbar gibt es dort eine Einnahmequelle ohne Produktion. Also mein Reden, es ist einfacher mit Geld Geld zu verdienen, als mit Industrieproduktion Geld zu verdienen, weshalb Industrie 4.0 auch nur eine Ablenkung ist.

            • zykliker - 8. Dezember 2016

              Man kann sich das recht konkret vorstellen:
              Die Wertschöpfung, gerade auch in der Realwirtschaft, findet in der Regel in privatwirtschaftlichen Unternehmen statt. Die Verteilung macht dann die Spreizung aus:
              Arbeiter/Angestellte erhalten Lohn/Gehalt; deren Anteil am Gesamteinkommen sinkt seit Jahrzehnten
              Oberes und Mittleres Management erhalten seit Jahrzehnten überproportional wachsende Einkommen (Stichwort Boni)
              Ein Teil der Nach-Steuer-Erträge wird an die Eigentümer ausgeschüttet (z.B. Dividende an Aktionäre) das sind zumindest hierzulande kaum Menschen unterhalb des Einkommensdurchschnitts.
              Der nicht ausgeschüttete Teil der Erträge steigert den Unternehmenswert (abzulesen z.B. an der langfristigen Entwicklung der Aktienkurse)
              Das Vermögen von Bill Gates beispielsweise speist sich somit aus: Managementgehalt + Dividendenausschüttung + Wertentwicklung der Microsoft-Aktie. Nur die 2 erstgenannten Einkommensarten fliessen ihm als Geldbeträge zu + möglicherweise gelegentliche Verkäufe von Microsoft-Aktien. Da er den größten Teil seiner Geld-Einkünfte nicht verkonsumieren kann, investiert er dieses Geld in neue Ertag-versprechende assets: Aktien von anderen realwirtschaftlichen Unternehmen, z.B. Silberminen, vielleicht auch Regierungsanleihen, Beteiligungen an startups…
              Und hier sind wir jetzt in der Sphäre der Finanzwirtschaft, wo Geld “arbeitet,” um Geld zu verdienen. Dieses Casino ist nur möglich, weil die in der Realwirtschaft erwirtschafteten Erträge so ungleich verteilt sind, dass ihre Nutzniesser sie selbst beim besten Willen nicht mehr verkonsumieren können; und, welche Ironie, sie können sie auch nicht mehr in die Realwirtschaft investieren, weil die Ertragsaussichten dort zu gering sind, warum? Die Menschen, die die ´Produkte der Realwirtschaft kaufen sollen, haben ihren Arbeitsplatz verloren (Rationalisierung, Produktivitätssteigerung zur Ertragssteigerung für die Oberschicht!?) oder ihre Einkommen sind relativ gefallen und reichen z.T. nur noch für das Existenzminimum (prekäre Arbeitsverhältnisse / Altersarmut). Somit handelt sich die Raffgier durch ihren selbst gestalteten BIP-Verteilungsschlüsel wirtschaftliche Stagnation wegen Nachfrageschwäche ein. Dieser depressiven Tendenz wirken entgegen: Staatsdefizite zur “Noternährung” wachsender Bevölkerungsteile & Geldschwemmen durch die Notenbanken in der Absicht, die schlimmsten sozialen Konflikte abzumildern. Aber das ist so, als wenn man einem Verhungernden nur Wasser zu trinken gibt, damit der Magen gefüllt ist. Nebeneffekt (der durchaus nicht primär beabsichtigt sein mag): das Finanzcasino bekommt immer mehr brandbeschleunigenden Zunder für seine Spekulationsblasen.

            • Georg Trappe - 8. Dezember 2016

              @Marja

              ” ich möchte verstehen, wo die Produkte der Arbeitskraft tatsächlich hinfließt.”
              Immer dem Geld entgegen
              “Offenbar gibt es dort eine Einnahmequelle ohne Produktion.”
              Banken sind Geldquellen

              Und dann spielt Macht eine Rolle. Konkret: Preis- und Lohnsetzungsmacht. Diese fuehrt dazu, dass das Geld wieder eingesammelt wird und sich wieder bei den Maechtigen auf Bankkonten konzentriert und dort fuer zyklikers Story (s.o.) zur Verfuegung steht.

              Im Fall der USA wurden in den drei Jahrzehnten vor der Krise die abfliessenden Gelder durch den Verkauf von triple A rated Wertpapieren wieder eingesammelt / recycled.

              Seit dem die US Zinsen nahe Null sind funktioniert das nicht mehr. Ob ich US Banknoten oder Nullzins Wertpapiere in den Tresor lege macht keinen Unterschied mehr. Gleichzeitig ist aufgefallen, dass der Tausch US$=IOUs=Leistungsversprechen gegen “Wertpapiere”=Zahlungsversprechen auch mal schief gehen kann, weil das Zahlungsversprechen auch schonmal nicht eingehalten wird.
              Seitdem muss die FED das Leistungsbilanzdefizt direkt finanzieren und die ganze Welt erkennt den Betrug dieser “Investition” die Dank Banken=Geldquellen kein paren voraussetzt.
              Denn im Gegensatz zu Zahlungsversprechen sind diese Leistungsversprechen nicht einklagbar;-).

              Wenn die Bank Geld schoepft indem sie Ihnen ein einklagbares und besichertes Zahlungsversprechen abkauft, dann erhalten Sie dafuer umlauffaehige Leistungsverspechen di nicht einklagbar sind. Soetwas macht nur Sinn, wenn sie die Macht besitzen, mit diesen Leistungsversprechen Arbeit billig zu kaufen, um dann die Arbeitsergebnisse teuer zu verkaufen. Wenn Sie diese Macht nicht besitzen, koennen Sie ihr Zahlungsversprechen nicht erfuellen und die gestellte Sicherheit geht an die Bank. Wenn Sie die Macht besitzen, koennen Sie Ihr Zahlungsversprechen/den Kreditvertrag erfuellen und spaetestens ab dann Gewinne einfahren.
              Wie die dann genutzt werden siehe zykliker.

  • Systemfrager - 8. Dezember 2016

    In den letzten Wochen zeigt Aleppo das wahre Gesciht des Westens
    Man wurde soooooooooo über die Zivilisten in Aleppo besorgt
    Jetzt sind es weit über 100 Tausend von den Terorristen befreit
    Nicht ein Krümmel von Hilfe kommt aus dem Westen
    Alle sind etsetzt, dass Assad weiter kämpft
    kurz erklaert >>>

  • Systemfrager - 8. Dezember 2016

    Die Zeichen stehen auf GUT
    https://de.sputniknews.com/panorama/20161208313679107-trump-berater-in-moskau/
    Der dämonische Plan der deutschen Eliten, der Söhnchen von Adolf, die Amis werden Russland überfallen und die Deutschen werden “Geschäfte” machen – absahnen – wird nicht aufgehen

    • Holly01 - 8. Dezember 2016

      Sie machen mehr und mehr den Eindruck von einem Kanickel das haken um Argumente schlägt, die nicht in das gewählte Weltbild passen.
      Zu wenig Systemfrager, inhaltlich viel zu wenig ….
      So wird ihr Aufriss zu einem Abgesang ….
      lg Holly

      Das erinnert mich an die Dittfurth und den Shajar, diesen buddy von KenFM.
      Für die ist auch jede Diskussion über bürgerliche Kritik beendet, denn man darf das nicht besprechen, weil es ja “Rechts” ist und “Rechts” darf man nicht durch Wahrnehmung unterstützen, weil das ja für die Zukunft ein neues Nazi-Deutschland bedeuten würde.
      Also steckt die “Linke” die Finger in die Ohren, kneift die Augen zu und trällert immer den gleichen falschen Unsinn.
      “Ich muss mich abgrenzen, ich muss mich abgrenzen, ich muss mich abgrenzen …..”
      Wie die alten Frauen früher den Rosenkranz, wenn Dinge passiert sind die man nicht so wollte und auf die man keine richtigen Antworten hatte.
      Ein Mantra ist ja was feines, aber für die Aussenwelt völlig wirklungslos und es ändert nun einmal … Nichts.
      lg Holly

      • Systemfrager - 8. Dezember 2016

        Gibts in deinem Kopf etwas Konkretes
        oder so bist du, einfach ohne Sinn und Zweck zu labern

        • SLE - 8. Dezember 2016

          Hallo Sytemfrager und Holly01,

          meint ihr nicht, dass eure persönliche Fehde hier nicht hingehört? Ich möchte euch jedenfalls bitten, davon hier jetzt und bei künftigen Diskussionen abzusehen. Ansonsten werde ich damit beginnen, entsprechende Kommentare von euch, die zum Thema und zur Diskussion nichts beitragen, einfach zu löschen.

          Viele Grüße
          SLE

          • Holly01 - 8. Dezember 2016

            Hallo SLE,
            ich denke löschen wäre eine Top Idee. Braucht Keiner und bringt inhaltlich überhaupt nichts.
            Danke und lg Holly