Obamas Rede zur künftigen Lage der Nation: Showtime im Kongress

von am 25. Januar 2012 in Allgemein

Die Initiative Occupy Wall Street schaffte es durch Proteste, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die soziale Schieflage in den USA zu lenken. Während die Armut in den USA immer stärker um sich greift, realisiert das oberste eine Prozent der US-Einkommenspyramide nach einem kurzen Einbruch infolge der Lehman-Pleite und der dadurch bedingten Finanzmarktkrise wieder hohe Einkommenssteigerungsraten.

Präsident Obama hat die Occupy-Forderung nach Gerechtigkeit und Fairness in seiner Rede zur Lage der Nation zum Dreh- und Angelpunkt gemacht – wohlwissend, dass ihn genau dieses Problem seine Wiederwahl kosten kann. (1) Allein er ist ein ohnmächtiger Präsident, politisch gelähmt durch die Republikaner und die Lage der US-Wirtschaft ist alles andere als rosig. Die gute Stimmung im US-Kongress anlässlich einer rhetorisch gelungenen Rede des Präsidenten kann darüber nicht hinwegtäuschen. Es war eine Show – darin sind die Amerikaner gut.

Und während der US-Präsident sich für seine Hoffnung auf die Wiederbelebung des amerikanischen Traums stiftende Rede im Kongress feiern lässt, ist Occupy Wall Street nahezu vollkommen aus der Berichterstattung in der Presse und den Medien verschwunden. Die Kritiker der Bankenmacht wurden gestern vom US-Präsidenten Ihrer Idee beraubt. Jetzt werden sie – dem Anschein nach – nicht mehr länger gebraucht. Der Präsident hat ihr Anliegen ja zur Chefsache erklärt. Die Forderung, die Macht der Banken müsse gebrochen, ein Systemwandel vollzogen werden, übernahm er nicht. Stattdessen betonte er, alle Schritte dafür eingeleitet zu haben, um die Wall Street zu bändigen. Die US-Wirtschaft ist schon wieder auf dem Weg nach oben und die USA sind ebenso innovativ wie stark – das war seine Botschaft. Die Instabilität der Finanzmärkte war kein Thema, die 46 Millionen Essensmarkenempfänger (Stand: Oktober 2011) ebenso wenig.

Und so beginnt denn heute das Weltwirtschaftsforum in Davos, Treffpunkt all derer, die für jenes, von machtvollen Banken, Investoren, Konzernen, Institutionen, Wissenschaftlern und Staaten gestützte globale Wirtschaftssystem stehen.

Sicher, auch in Davos werden Teilnehmer selbstkritisch auf die soziale Schiefe zu sprechen kommen. Gewiss wird die anhaltende Instabilität des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems dort ein Hauptthema sein. Es wird – wie schon seit Jahren – gemahnt werden, dass sich etwas ändern muss und mithin auch, dass man sich selbst ändern muss. Aber niemand wird so weit gehen, sich für gescheitert zu erklären, weil das globale Wirtschaftssystem weiterhin eine sich verstärkende soziale Schiefe und anhaltende Instabilitäten produziert. Denn das hieße ja, genau diese Form von globaler Wirtschaft und den Wert des eigenen Beitrags zum Entstehen derselben in Frage zu stellen oder anders ausgedrückt, die eigene Leistung, die doch die Eintrittskarte für Davos ist. Und ganz sicher wird auch niemand Ideen äußern oder gar Konzepte vorstellen, die an den Fundamenten rütteln, auf denen das, wofür Davos steht, erbaut wurde und noch immer steht – wenn auch wackeliger als viele zuzugeben bereit sind. Und jeder möchte auch im nächsten Jahr noch dazu gehören, zum kleinen Kreis der Erfolgreichsten und der Mächtigsten.

Das zentrale Problem der Gegenveranstaltungen, wie etwa das Sozialforum, das jetzt im brasilianischen Porto Alegre begonnen hat oder auch Occupy Wall Street, ist:

Ihnen fehlt ein greifbares, verständliches Gegenkonzept.

So sagte etwa der portugiesische Soziologe Boaventura Sousa Santos in seiner Auftaktrede zum Sozialforum in Porto Alegre, ein “grüner Kapitalismus” sei keine Lösung für die Probleme der Armen, der Umwelt oder der Menschenrechte. Vielmehr müssten andere ökologische, postkapitalistische Modelle gefunden werden. (2)

Darin liegt meines Erachtens ein Denk- oder wenigstens ein Wahrnehmungsfehler. Es ist richtig, ein Gegenkonzept fehlt. Doch es kann bei genauerer Überlegung auch gar nicht anders sein. Schließlich ist das Weltwirtschaftsforum in Davos zur Schau gestellte Machtkonzentration. Diese Machtkonzentration ist jedoch real – wirtschaftlich, politisch und wissenschaftlich – und sie ist andauernd, nicht temporär. Man denke nur an die ETH-Studie von Vitali, Glattfelder und Battiston (09/2011) (3), die die weitreichenden Verflechtungen zwischen den weltweit etwa 43.000 multinationalen Konzernen aufzeigte. Das Gegenkonzept zu Machtkonzentration ist gerade die Abwesenheit von Machtkonzentration und es lässt sich natürlich nicht in gleicher Weise – wenn überhaupt – greifbar machen und medienwirksam darstellen. Die Abwesenheit von hoher, dauerhafter Machtkonzentration ist die Basis für Chancengleichheit und die Voraussetzung für das Schließen der immer weiter auseinander klaffenden Schere zwischen Arm und Reich. Der Begriff „Raubtierkapitalismus“ ist zwar plakativ, verdeutlich jedoch den Kern des Problems: Dauerhafte Macht durch permanente Stärke.

Die Vorstellung, eine Gegenmacht dazu aufzubauen, wie sie der Ökonom John Kenneth Galbraith einst prägte, ist irreführend (und schwer zu realisieren). Denn entweder gibt es Machtkonzentration oder es gibt sie nicht. Entweder sie ist von Dauer oder sie ist es nicht. Ist sie es nicht, gibt es im Prinzip kein Problem. Nicht die Machtkonzentration an sich ist das Problem, sondern deren Dauerhaftigkeit. Oder anders ausgedrückt und um hier ganz bewusst einen Kontrapunkt zur statischen Weltsicht der ökonomischen Gleichgewichtstheorie zu setzen: Wir reden über Marktprozesse in der zeitlichen Entwicklung von Märkten, also über etwas Dynamisches (fortwährender Auf- und Abbau von Machtpositionen) und nicht über die „richtige“ Marktstatik (dauerhaftes Machtgleichgewicht), denn die gibt es nicht.

Eine dynamische Machtbalance in der Wirtschafts- und Finanzwelt wäre so gesehen das, was man sich – ausgehend von der gegenwärtigen Situation – heute wünschen könnte, sofern man darunter versteht, dass Konzentration und Konservierung von Marktmacht auf Dauer nicht möglich sind oder besser gesagt – an die heutige politische Herausforderung denkend – nicht möglich sein dürfen. Davon hat Obama nicht gesprochen.

Eine Marktwirtschaft, in der immer dieselben (gedopten „Raubtiere“) gewinnen, ist – auf Dauer – problematisch. Dieser Gedanke scheint in den Köpfen der politischen Entscheider aber scheinbar immer noch keine Rolle zu spielen. Wenn die Spielregeln dann aber auch noch auf die Gewinner zugeschnitten oder von diesen selbst gemacht werden, verwandelt sie sich in eine abschüssige volkswirtschaftliche Sackgasse.

Barack Obama wird daran nichts ändern können – selbst dann nicht, wenn er das im Sinn hat. Denn während sich die Großen der Politik mit denen der Finanz- und Wirtschaftswelt in Davos treffen und sich dort bemühen, „an einem Strang zu ziehen“, haben die Konsequenzen der jahrelangen Politik zugunsten der ewigen Gewinner den Rückhalt der großen Parteien in der Wählerschaft sukzessive erodiert – wir kennen das aus der Weimarer Republik. Die großen Parteien sind heute bereits vergleichsweise schwach, Mehrheiten schwer zu finden. Im Kampf gegen den Raubtierkapitalismus ist das fatal.

Obamas Demokraten sind gelähmt. Die US-Politik hat sich selbst in die Krise regiert. Von nun an heißt die Devise nur noch: The Show must go on.

Die Rede des US-Präsidenten war eine gute Show. Viel mehr darf man darin jedoch nicht sehen.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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23 KommentareKommentieren

  • Voltaire - 25. Januar 2012

    Die Rede von Präsident Obama “zur Lage der Nation” ist unter dem folgenden Link zu finden.
    http://www.c-span.org/Events/President-Obama-The-State-of-Our-Union-Is-Getting-Stronger/10737427412-2/
    Unter dem Gesichtspunkt, wie man mit Sprache die Massen beeinflussen kann, habe ich noch nichts vergleichbares gehört!

    Ich stimme mit dem Autor dieses Artikels in seiner Schlussbemerkung “Die Rede des US-Präsidenten war eine gute Show. Viel mehr darf man darin jedoch nicht sehen.” nahzu überein, Mein Fazit zu seiner “grandiosen Rede” – und ich meine das wirklich so – Obama ist ein begnadeter SCHWÄTZER!!!

    Die USA hat nur zwei Blockparteien, nämlich die Demokraten und die Republikaner. Das ist für ein Land wie die USA, betrachtet man deren Geschichte in den letzten 150 Jahren, ein RIESENPROBLEM. Da täuscht selbst der von Obama in seiner Ingurationsrede gesprochene Satz “We are not the red States – We are not the blue States – We are the United States” nicht darüber hinweg.

    Misst man die bisherigen Leistungen von Obama zu seinen Ankündigungen und Vorhaben währenden seiner bisherigen Präsidentenzeit ganz nüchtern, so hat er extrem wenig vorzuweisen; oder in anderen Worten ausgedrückt: ein absoluter “under performer”.

  • Roland - 25. Januar 2012

    Die US-Präsidenten seit dm 2. Weltkrieg waren allesamt gute Schauspieler, unterstützt von gewaltigen Think Tanks und Redenschreibern.
    Und sie waren ALLE zusammen Vertreter mächtiger Interessen.
    Waren z.B. Bush und Cheney eng verbandelt mit den Interessen der texanischen Öl-Milliardäre, so ist Obama der Mann der Wallstreet.

    Nach dem kläglichen Scheitern des Gespanns Bush/Cheney waren die Republikaner erstmal erledigt. Die Oberschicht hat mit ihrer zweiten Partei, den Demokraten, aber immer noch eine Alternative. Die Oberstrategen schwankten zunächst, ob sie Obama oder H. Clinton aufs Schild heben sollten, entschieden sich aber für Obama. Farbiger Hoffnungsträger, die Blenderwirkung schien fabelhaft.
    Obama wurde von Brzezinski und Kissinger den Wallstreet-Mächtigen vorgestellt. Dann flossen die Millionen. (Es ist ein großes Gerücht, der Wahlkampf wäre auf Kleinspenden aufgebaut gewesen). Und anschließend taten die Konzernmedien ihre Propaganda-Pflicht.

    Mittlerweile wird immer klarer, dass Obama die Drohnenkriege mit noch weitaus größerer Härte als Bush führt. Und Libyen, Syrien, Iran – das alles steht weiterhin auf dem Speisezettel.

    Dennoch: Nichts ist ewig.
    Reiche entstehen und vergehen.

    Mächtige werden gestürzt und Systeme werden zertrümmert, wie z.Zt. im Nahen Osten.
    (Auch wenn die Ergebnisse diskussionswürdig sind)

    Schaun mer mal.

  • ö.ä. - 25. Januar 2012

    “(Auch wenn die Ergebnisse diskussionswürdig sind)”

    Die Ziele finde ich persönlich fragwürdiger.

  • Hotzenplotz - 25. Januar 2012

    Wie heisst es so schön: “Presidents are not elected – there are selected…”

    In diesem Sinne – fantastischer Blog hier! Macht weiter so!

    MfG
    Hotzenplotz

  • M.U. - 25. Januar 2012

    Je größer die Probleme umso süßer die Pläne!

  • micdinger - 25. Januar 2012

    Als Ergänzung zum Beitrag von SLE hier noch die Einschätzung von Markus Gaertner:

    http://blog.markusgaertner.com/2012/01/25/usa-der-fahrplan-in-die-apokalypse-steht/

  • Andres Müller - 25. Januar 2012

    Das Problem sehe ich nicht in Machtkonzentration, sondern darin dass diese Macht demokratisch schwierig zu regulieren ist. Meine Damen und Herren, vor allem müssen neue Demokratiekonzepte geschaffen werden. Demokratie muss präziser, schärfer und wissenschaftlich objektiver werden, und das geht nur über ein intelligenteres Demokratiekonzept.

    Ich bin sicher dass es möglich ist Abstimmungen schneller, effizienter und aufgeklärter durchzuführen, und zwar in einer direkten Demokratie die in der Lage ist Volksinitiativen auch über das Internet zu planen und dort auch Vorabstimmungen durchzuführen. Ich plädiere für ein Demokratie -Wikipedia wo Vorlagen geplant werden können die dann innerhalb der Nationalstaaten vor dem Volk oder den Parlamenten zur Abstimmung gereicht werden. In jeder Nation sehe ich eine Organisation (ich will sie mal provisorisch DeOrg nennen) welche die Umsetzung der Initiativen auf nationaler Bühne durchführt. Es soll ein globales Demokratiezentrum geschaffen werden, dessen Zentrum ich in jenem Staat wünschte, wo der Korruptionsindex über 10 Jahre hinweg gemittelt, am niedrigsten ist. Alle 10 Jahre soll DeOrg den Sitz neu berechnen. Die DeOrg Wikipedia, so mein Vorschlag, soll Möglchkeiten schaffen wo jeder Erdenbürger, gleich welcher Herkunft, eine Chance erhält eine Abstimmung im freien Wettbewerb mit anderen Weltbürgern einzubringen, zu planen und dann Weltweit zur Umsetzung einzureichen. Etwas ähnliches gibt es bereits für das Länderrating (Anstelle der Rating-Agenturen), wie ich gesehen habe funktioniert das recht gut.

    Also, anstelle zu lamentieren, ran an solche Ideen – auf zur global direct democracy

    Ich bin der Erfinder dieser Idee, aber ich bin sicher -jede Idee die im Zeitgeist ihre Mitdenker findet kann sich durchsetzen. Ändert die Welt mit den Waffen der Demokratie. Transparent, Unabhängig, Machtvoll -Eine konzentrierte neue Supermacht.

    • Holly01 - 26. Januar 2012

      Ich möchte wetten, Sie erhalten da von der Kapitalseite breiten Zuspruch. Die Koch-Zwillinge sollen mit der Tea-Party 27 Milliarden Gewinn gemacht haben. Die Quelle ist zwar nicht wirklich glaubhaft,, aber im Prinzip ist die Aussage richtig : ein paar hundert Millionen in eine Massenbewegung stecken und Milliarden über die Folgen abkassieren.
      Ihre direkte Demokratie ist da genau das Richtige. Die breite Masse hat von Politik inzwischen derartig die Nase voll, daß das Einsatz/Gewinnverhältniss sicherlich phantastisch wäre.

    • SLE - 26. Januar 2012

      Apropos “Wikirating” – hier der Vollständigkeit halber noch der Link zu der neuen Plattform mit den aktuellen Länderratings. Daneben werden auch die aktuellen Bonitätsnoten der großen drei Ratingagenturen und von Dagong aufgeführt. Ein Blick auf die Tabelle lohnt sich.

      http://www.wikirating.org/wiki/List_of_countries_by_credit_rating_-_comparisons

      Grüße
      SLE

  • klaus - 25. Januar 2012

    Gerade in den Tagesthemen.

    George Soros zu Merkels Austerity – Kurs.
    “Either she or Germany wil recognize it.”

    Jo, aber dann ist es vorbei.
    Selbst Schwab sieht die Art und Weise des Kapitalismus
    als gescheitert an und sieht Reformen nötig.

    Tja, es hilft nix Downgrades zu verheimlichen.

    Die Rentner spekulieren nicht mehr.
    Jetzt geht es ans Eingemachte.

    Demnächst in RTL

    Die Rettung des Kapitalismus oder Wirtschaft sucht Opfer.

    Blöd nur, wer nicht mit Wertpapieren spielt, wird schwerlich
    verlieren, da ja noch das Grundgesetz die Grenzen vorgibt.

    Bitter für die Befürworter des Zockens.

    Die Neige des Abschöpfens ist erreicht.
    Leichtsinniges Vertrauen ist erschöpft.
    Jedenfalls sieht es wohl Schwab so.
    Anders kann ich mir seinen Spruch nicht vorstellen.

    Grüße klaus

  • Holly01 - 26. Januar 2012

    Zitat : “Oder anders ausgedrückt und um hier ganz bewusst einen Kontrapunkt zur statischen Weltsicht der ökonomischen Gleichgewichtstheorie zu setzen..”
    .
    Die Ökonomie der Welt krankt an mangelnder Nachfrage. Die Abnehmer haben zu wenig Kapital in der Hand.
    Der Gedanke die “Jobmaker” bräuchten zuerst das Geld und beim Rest käme es über diesen Umweg an,m hat sich als fataler Unsinn herausgestellt.
    Überspitzt könnte man sagen : Die Industrie spart sich bei den Lohnkosten kaputt. Überspitzt muss man feststellen, die Automation ist ein Mittel zur Marktschädigung geworden.
    Wenn Arbeiter ihre eigenen Produkte nicht erwerben können, dann ist etwas faul am System.
    Der Preis wird am Markt gemacht. Ja das wird er, aber nicht im inne von Gewinnmaximierung, sondern in der Form, der Vernunft.
    Autos als Prestigeobjekte mit maximaler Wertschöpfung in der Gesellschaft zu etablieren, mag für die Hersteller gut sein, aber es engt den restlichen Konsum extrem ein.
    Die breite Masse braucht viel mehr Geld in der Hand.
    Es gibt einfach zu viele Pflichtveranstaltungen auf der Einkommensseite. Die Mitesser sind oft Lobbyinteressen gestuert und ineffektiv.
    Berufsgenossenschaften hatten Sinn, aber der ist weitestgehend abhanden gekommen.
    Krankenversicherung hatte einen Sinn, aber die Kosten von Heute entstehen nicht durch Behandlung und Leistung, das Geld versickert im Lobbyismus und in Konzerngewinnen.
    Steuern haben einen Sinn, aber sie werden oft zu großzügig in falsche Hände gegeben.
    Parteispenden haben einen Sinn, aber man kauft heute Parteien via Spende und steuert so kostengünstig die Demokratien.
    Ethische Werte haben Sinn, aber die “westlichen” Demokratien haben sie alle verraten.
    Beim Volk kommt nichts mehr an, ausser dem Verlust von Individualrechten, dem permanenten Risiko der Verarmung und der massiven Ausgrenzung beim Konsum.
    Man wird abgeschöpft, geschröpft und abkassiert, zu mehr ist der Kunde / Wähler nicht mehr da. Gegenleistung ist nicht zu erwarten, ein hoher Preis ist kein Garant für Qualität, es ist ein Garant für den Gewinn des Verkäufers.
    Daran krankt kurz gesagt das System. Wir haben den Massenmarkt verloren und die soziale Absicherung zu weit ausgehöhlt.

  • Holly01 - 26. Januar 2012

    Es ist Ironie, wenn die LINKE von BVS überwacht wird und der CDU Finanzminister im Amt bleibt, obwohl er öffendlich sagt : Deutschland war nach ´45 nie souverän. Die derzeitige Ordnung der Welt beruht noch auf dem alten Völkerrecht und muss ersetzt werden, durch ein “great gouverment”.
    Teile der CSU sind so weit rechts, dass sie dieses Land in seiner jetzigen Form ablehnen und ändern wollen.
    Die CDU/SPD hat sich schon lange verkauft und damit die Verfassung verraten …… aber die Linke seit gefährlich? Ja für wen denn?
    Man kann als heatbanger durchgehen, so möchte man in dieser Zeit mit dem Kopf schütteln, über die Zustände nicht nur in Deutschland.

  • Tim Schaefer Wall Street - 26. Januar 2012

    Ich fand die Rede des Präsidenten alles in allem ganz ok. Was mich gestört hat, war sein Loblied Osama bin laden ausgelöscht zu haben. Zuvor seien bei dem Angriff auf dessen Versteckt die Frauen von den Männern getrennt worden….well…..
    Selbst einer der gefährlichsten Terroristen der Welt hat ein Recht darauf, vor ein Gericht gestellt zu werden.

    • M.U. - 26. Januar 2012

      … well … um ihn dann mit absoluter Sicherheit zu 10x Lebenslänglich und 1000 Jahren Sicherheitsverwahrung zu verurteilen. Da kann ich ihn auch gleich knipsen. Außerdem hätte der in einem Verhör evtl. noch ein paar eklige Details verlieren können, wer will das schon in unserem Friedhof der Kuscheltiere?

    • Pessimist - 26. Januar 2012

      Selbst einer der gefährlichsten Terroristen der Welt hat ein Recht darauf, vor ein Gericht gestellt zu werden.

      Aha Herr Schäfer, und warum hat der Friedensengel Obama dann immer noch nicht dafür gesorgt, dass die in Guantanamo inhaftierten “Terroristen” einen fairen Prozess bekommen? Wann wird der elende Heuchler endlich sein Versprechen einlösen, welches da hieß, Guantanamo innerhalb eines Jahres nach Amtsantritt zu schließen?

  • Holly01 - 26. Januar 2012

    So ab 19:00 könnte man Schäuble unterstellen, er will die Bundesrepublik Deutschland auf nicht verfassungskonforme Art und Weise ändern …. Ist das für den BVS relevant? Ist das für ein Regierungsmitglied, welches seine Rechte aus dieser Verfassungs ableitet angemessen?

    .
    Obama wandert weiter in Richtung Irankrieg, Internetkontrolle und Imaterialrechtekrieg, gegen den Rest der Welt. Alles andere ist show und der gegenwärtige Finanzkrieg ist Bestandteil dieser Politik.
    Es wäre schön gewesen eine Regierung zu haben, die sich auch nationaler Verantwortung verpflichtet gefühlt hätte.

  • flurdab - 26. Januar 2012

    Eine Marktwirtschaft, in der immer dieselben (gedopten „Raubtiere“) gewinnen ist – auf Dauer – problematisch .Nein, ist sie nicht
    Wenn die Raubtiere ihre Beutetiere ausgerottet haben, gibt es noch ein wenig hauen und stechen bis der letzte Sieger verreckt.
    Und dann beginnt die Evolution von vorn. Im schlechtesten Fall ohne die Krone der Schöpfung.

    Das die USA einen Krieg gegen den Irak bitter nötig hat liegt auf der Hand, schließlich ist die Militär- Industrie die einzige noch funktionierende Industrie der USA. Mal abgesehen vom Öl geht es ja auch darum den Dollar weiterhin als Leitwährung zu erhalten. Das war ja wohl auch einer der Hauptgründe dafür Gaddafi ab zu servieren.
    Wie China, Russland und Indien auf einen Angriff reagieren, tja wer weis. Aber Amerika ist weit und die Wallstreet fern.
    Und alles ist TINA.

  • M.E. - 26. Januar 2012

    Ach ja, Obama der große Visionär. Egal ob atomwaffenfreie Welt oder Wiedererweckung des amerikanischen Traums – große Reden liegen dem Visionär. Nur mit der Praxis hapert´s.
    Obama hat ja 3 Jahre Zeit gehabt, die Weichen in Richtung mehr Gerechtigkeit zu stellen. Davon sogar fast 2 Jahre mit demokratischer Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Und was ist geschehen? Außer Reden nicht viel.
    In den letzten 100 Jahren gab es nur einen US-Präsidenten, der gesellschaftspolitisch wirklich mutig und handlungsbereit war. Und das war Roosevelt. Gegen den verblasst der brilliante visionäre Redner.
    An den Handlungen sollt ihr sie erkennen, nicht an den Reden.

    Und selbst dieser nichthandelnde (o.k. “kaumhandelnde”) Redenschwinger wird von Teilen der US-Öffentlichkeit als “Sozialist” gebrandmarkt.
    Um Gottes Willen… was bin ich dann bloß, wenn der schon Sozialist ist?

  • Russe - 26. Januar 2012

    Parasitäres Imperium und letzte Zuckungen, so ist die Lager der “Nation”. Mal sehen, ob die sich mit großem Knall verabschieden oder nicht.

  • M.E. - 26. Januar 2012

    Übrigens: Gingrich verspricht den US-Bürgern eine Kolonie auf dem Mond:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,811591,00.html

    Nun sollte Visionär Obama eigentlich kontern und eine Kolonisierung des Mars ankündigen.

  • caesar4441 - 26. Januar 2012

    Nicht nur seine Rede war show und ist show,der ganze Mann war nur show wie seine Vorgänger und Nachfolger und Kollegen auch.Die ganze “Demokratie” ist nur show.