Charts des Tages

von am 13. Oktober 2011

Bunga Bunga-Berlusconi, eine Schande für Italien, stellt wieder einmal die Vertrauensfrage morgen im italienischen Parlament zum 51. Mal seit seinem Amtsantritt 2008. Italiens wirtschaftliche Situation ist sehr angespannt. Ein schwaches Wachstum und eine hohe Staatsverschuldung drücken als Last. Trotz EZB-Eingriffen gelingt es kaum die Renditen italienischer Staatsanleihen unten zu halten. Heute kletterte die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen auf 5,819% und damit wieder in Richtung Todeszone.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Dauerkrise der Märkte und Politik im Rettungsmodus: Scheitert die Marktwirtschaft?

von am 13. Oktober 2011

Wir sind es gewohnt, dass Manager von Unternehmen oder Banken, die Durchführung neuer Kostensenkungsprogramme als alternativlos bezeichnen. Es sind die Märkte und der Wettbewerb, die dies erforderlich machen – so heißt es zur Begründung meist.

Wir sind es mittlerweile auch gewohnt, dass Politik und Notenbanken sich dem Druck der Märkte beugen oder doch wenigstens primär darum bemüht sind, dass sie nicht in Turbulenzen geraten und womöglich kollabieren. Weil Märkte nun einmal so funktionieren, wie sie funktionieren, rechtfertigt dieses Primat in ungewöhnlichen bzw. Krisen-Situationen dann auch außergewöhnliche Maßnahmen, das heißt im Prinzip: alles. Diese Logik gipfelt mittlerweile beinahe regelmäßig in der Erklärung, die jeweils auserkorene Maßnahme sei alternativlos.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Target2 mit aberwitziger Steigerung zum Vormonat

von am 12. Oktober 2011

Wer stoppt den Wahnsinn, mag man angesichts der Tatsache fragen, das Monat für Monat  die Forderungen Deutschlands gegenüber den schwächeren Mitgliedern der Eurozone steigen, nicht nur über die Bürgschaften und Garantien der Rettungspakete, sondern auch über das Target2 Zahlungssystem (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System). Die Forderungen der Deutschen Bundesbank (Forderungen innerhalb des Eurosystems insgesamt) gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB schossen im September 2011, laut den heute veröffentlichten Daten, um +59,188 Mrd. Euro auf ein neues Rekordhoch mit 461,927 Mrd. Euro, nach 402,739 Mrd. Euro im Vormonat.

[mehr…]

(2 Kommentare)

Griechische Industrieproduktion mit -11,7% zum Vorjahresmonat

von am 11. Oktober 2011

Das griechische Statistikamt (ELSTAT) berichtete gestern die Daten zur breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energie- und Wasserversorgung und das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat August 2011. Und diese Daten belegen zum wiederholten Male den desaströsen Weg der unter der Maßgabe der Troika (IWF, EU und EZB) mit den Austeritätsmaßnahmen in Griechenland eingeschlagen wurde. Im August 2011 sank der Output der Industrieproduktion um kräftige -11,7% zum Vorjahresmonat. Saisonbereinigt ging es um -1,4% zum Vormonat abwärts!

[mehr…]

(0 Kommentare)

Schuldenkrise: State of the Art der Krisenbewältigung

von am 10. Oktober 2011

Wirtschaftsliberalismus bedeutet „Freiheit der Märkte“ oder genauer gesagt, die Freiheit der Märkte von jeglicher staatlichen oder korporativen Bindung, sprich Beeinflussung, Beschränkung und Regulierung. Entsprechend richtet sich wirtschaftsliberale Politik auf die Zurückdrängung des Einflusses von Staat und etwa auch von Gewerkschaften bzw. auf die Liberalisierung (Öffnung für den Wettbewerb) und Deregulierung von Märkten, die Privatisierung von Staatsbetrieben und natürlich auch auf die Realisierung von Freihandel (Öffnung nationaler Märkte für den inter-nationalen Handel).

[mehr…]

(2 Kommentare)

EZB: SMP Programm steigt auf 163 Mrd. Euro

von am 10. Oktober 2011

Heute teilte die Europäische Zentralbank (EZB) die neuen wöchentlichen Daten der fine-tuning operation des Securities Markets Programme (SMP) mit. Hinter dem SMP-Programm steht der Ankauf von Staatsanleihen aus finanzschwachen Mitgliedsländer der Eurozone (PIIGS) durch die EZB. Für die 41. Kalenderwoche 2011 stieg das von der EZB aufgesaugte Volumen an Staatsanleihen um +2,312 Mrd. Euro zur Vorwoche, auf 163,0 Mrd. Euro. Seit Mitte Mai 2010 kauft die EZB nun bereits potentielle Schrott(Staats)anleihen, insbesondere der Südperipherie der Eurozone auf und der Trend des aufgekauften Volumen zeigt weiter nach oben, wenn auch die Dynamik etwas nachgelassen hat.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Dexia wird zerschlagen

von am 9. Oktober 2011

Die Dexia-Bank soll im Ergebnis der belgisch-französischen-luxemburgischen Beratungen von Sonntag filetiert und in Teilen verstaatlicht werden. Eine Bad Bank soll die Risikoaktiva der Dexia in Höhe von 95 Mrd. Euro aufnehmen, darunter 12 Mrd. Euro an Staatsanleihen der PIIGS und zusätzlich 7 Mrd. Euro an US-Hypothekenverbriefungen. Die Dexia soll insgesamt mit Staatsgarantien von rund 210 Mrd. Euro versehen werden.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Fitch stuft Spanien herab

von am 7. Oktober 2011

Die Ratingagentur Fitch hat heute Abend die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen von AA+ auf AA- herabgestuft, auf die unterste Stufe eines High Grade bzw. drei Stufen unter einem Triple A. Das Rating Outlook für Spanien ist dazu negativ. Die spanische Finanzministerin Elena Salgado hatte noch gestern mitgeteilt, dass die für 2011 angestrebte Staatshaushaltsdefizitgrenze von 6% des nominalen BIP eingehalten werde. Fitch hingegen sieht die Bemühungen der Zentralregierung durch die Risiken der Haushalte aus den einzelnen regionalen Regierungen gefährdet. Weiterhin wertete Fitch die schwindenden Wachstumsaussichten und die sehr hohe Arbeitslosigkeit negativ, da sie einer Konsolidierung des Staatshaushalts entgegen stehen.

[mehr…]

(1 Kommentar)

ECRI: US-WLI Growth bei -8,1%

von am 7. Oktober 2011

Der US-Weekly Leading Index des Economic Cycle Research Institute (ECRI), als ein Frühindikator für die Wendepunkte von Konjunkturzyklen, sank nach den Daten von heute für die Woche zum 30.09.2011 auf 121,2 Indexpunkte, nach 121,8 Punkten in der Vorwoche. Die um die Volatilität abgemilderte geglättete 12-Monatswachstumsrate (US-WLI Growth) lag die siebte Woche in Folge im Minus und sank mit einer Rate von -8,1%, nach -7,2% in der Vorwoche.
[mehr…]

(0 Kommentare)

PKW-Neuzulassungen als Gradmesser der griechischen Kontraktion der Wirtschaft

von am 7. Oktober 2011

Laut der Vereinigung der Autoimporteure (Association of Motor Vehicle Importers Representative) wurden im September 2011 nur 6'718 PKWs in Griechenland neuzugelassen. Dies war zwar ein Anstieg von +12,1% zum Vorjahresmonat, aber immer noch ein Einbruch im breiten Zeitraum Januar bis September 2011 von -35,7% auf 79'231 Einheiten, nach 123'231 PKW-Einheiten im Vergleichszeitraum 2010, nach 180'232 Einheiten 2009 und nach 226'289 PKW-Einheiten 2008.
[mehr…]

(0 Kommentare)

DEXIA – Bankenkrise 2.0

von am 6. Oktober 2011

Auch die belgisch-französische Dexia, eine der 25-größten Banken in der Eurozone, liefert einen weiteren sicheren Hinweis, dass das europäische Bankensystem de facto bankrott ist und nur noch mit Liquidität der Notenbanken und eher schwammigen Rettungsphrasen der Regierungen über Wasser gehalten werden kann, in der puren Hoffnung auf eine kommende Rekapitalisierung. Diese Hoffnungen schüren gerade die vermeintlichen Pläne der EU-Finanzminister zur Rekapitalisierung angeschlagener Banken. Diese soll auf nationaler Ebene finanziert und EU-weit koordiniert werden. Allerdings stellt sich die Frage nach der Substanz dieser Hoffnungen, denn die Staaten der Eurozone dürften kaum in der Lage sein, die maroden Finanzinstitute in der Masse zu retten!

[mehr…]

(0 Kommentare)

“Occupy Wall Street” oder: “Was gut ist für JP Morgan, ist gut für Amerika?”

von am 6. Oktober 2011

In Europa hat die Schieflage der belgisch-französischen Großbank Dexia die Politiker alarmiert. Die Aktienmärkte sind nach wochenlanger Talfahrt in eine Phase starker Volatilität eingeschwenkt und drohen, noch weiter einzubrechen. Negative Entwick-lungstendenzen gibt es wahrlich genug, in Europa, in den USA. Zu rechnen ist aber ebenso mit krisenverschärfenden Entwicklungen andernorts, die bisher kaum oder gar nicht als solche wahrgenommen werden – in China zum Beispiel.

[mehr…]

(1 Kommentar)

US-Staatsschulden bei 98,96% des nominalen BIPs

von am 5. Oktober 2011

In nur 3 Wochentagen zog die gesamte explizite Staatsverschuldung der USA um +161,757 Mrd. Dollar an und erreichte mit 14,856859 Billionen Dollar einen neuen Höchststand. Damit wird es mal wieder Zeit den erhobenen Finger in die Richtung des imperialen PIGS zu richten, einer degenerierten Marktwirtschaft, die den dominierenden Finanzsektor und seine Akteure mit Billionen Dollar der Notenbank und des Staates päppelt, während die Realwirtschaft, die Infrastruktur und viele Millionen Arbeitslose, Arme und Lebensmittelmarken-Bezieher darben.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Spanien: miese Autoverkäufe und schwache Einzelhandelsumsätze

von am 5. Oktober 2011

Wie der spanische Verband der Automobilhersteller (ANFAC) mitteilte, sanken im September 2011 die PKW-Neuzulassungen in Spanien um -1,3% zum Vorjahresmonat auf 55,572 PKWs. Dies waren die miesesten Zulassungszahlen in einem September seit 15 Jahren. In den ersten 9 Monaten 2011 sanken die PKW-Zulassungen kumuliert um -20,7%, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, auf 623'926 Einheiten. Die entsprach den schwächsten Zulassungszahlen für Neuwagen in Spanien, gemessen am breiten Zeitraum Januar - August, seit dem Jahr 1993. Der ANFAC-Verband weist außerdem in seinem Statement daraufhin, das das durchschnittliche Lebensalter der PKW-Flotte in Spanien auf über 10 Jahre geklettert ist und damit zu einem der ältesten PKW-Bestände in Europa avanciert.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Moody’s stuft Italien auf A2 herab

von am 4. Oktober 2011

Die Ratingagentur Moody's hat Italiens langfristige Kreditwürdigkeit, am späten Abend, von Aa2 um 3 Stufen auf A2 herabgestuft, inklusive einem negativen Ausblick. Damit liegt Italiens Kreditwürdigkeit bereits 5 Stufen unter einem Triple A. Als Hauptgründe führte Moody's die Risiken der hohen Staatsverschuldung Italiens an, einhergehend mit der Erosion des Vertrauens, die Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum in Folge makroökonomischer strukturelle Schwächen Italiens und die Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Spanien: Arbeitslosenzahl zieht weiter an

von am 4. Oktober 2011

Das spanische Arbeitsministerium berichtete soeben für den Monat September 2011 von einem Anstieg der unbereinigten und registrierten Arbeitslosenzahlen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg bereits zum absehenden Ende der Urlaubssaison, um +95’817 zum Vormonat bzw. um +2,32%, auf 4,226744 Millionen Spanier ohne Job. Außer in der Landwirtschaft mit -1'350 Arbeitslosen zum Vormonat, stieg in allen Wirtschaftsbereichen die Arbeitslosigkeit, vor allem wie bereits in den letzten Monaten hier erwartet, im Dienstleistungsbereich, um kräftige +74'590, mit dem Ausklingen der Hochsaison im Tourismus. Auch in der spanischen Industrie gingen weiter einige Jobs verloren, insgesamt 3'776.

[mehr…]

(0 Kommentare)

Griechische Bankaktien mit weiteren kräftigen Abschlägen

von am 3. Oktober 2011

Auch heute am 03.10.2011 ging es beim FTSE ATHEX Banks, dem griechischen Bankenindex abwärts, um -6,95%, auf ein neues Tief mit 436,58 Indexpunkten. Dies verdeutlicht einmal mehr, nicht nur der griechische Staat ist pleite, sondern auch das griechische Bankensystem.

[mehr…]

(0 Kommentare)

EZB saugt Staatsanleihen in Höhe von 160,5 Mrd. Euro

von am 3. Oktober 2011

Heute teilte die Europäische Zentralbank (EZB) die neuen wöchentlichen Daten der fine-tuning operation des Securities Markets Programme (SMP) mit. Hinter dem SMP-Programm steht der Ankauf von Staatsanleihen aus finanzschwachen Mitgliedsländer der Eurozone (PIIGS) durch die EZB. Für die 40. Kalenderwoche 2011 stieg das von der EZB aufgesaugte Volumen an Staatsanleihen um +3,795 Mrd. Euro zur Vorwoche, auf 160,5 Mrd. Euro. Seit Mitte Mai 2010 kauft die EZB nun bereits potentielle Schrott(Staats)anleihen, insbesondere der Südperipherie der Eurozone auf und der Trend des aufgekauften Volumen zeigt weiter nach oben.
[mehr…]

(0 Kommentare)

SNB: im Amoklauf in Richtung Bad Bank

von am 2. Oktober 2011

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) folgt mit dem Kampf der "Gerechten", der Kopplung des Schweizer Franken an den Euro, von mindestens 1,20 CHF, in die Sackgasse einer zentralen Bad Bank. Die Marktinterventionen der Schweizer Zentralbank fordern ihren Tribut, denn die Devisenanlagen (Aktiva) in der Bilanz sind innerhalb eines Monats um knapp +50% auf 280,982 Mrd. CHF angeschwollen. Mit knapp 100 Mrd. CHF aus der Druckerpresse, per virtuellen Mausklick wurden sich "werthaltige" Euro einverleibt. Im Zuge der aggressiven Markteingriffe schwoll die gesamte Bilanzsumme der SNB auf 365,573 Mrd. CHF an, liegt nun auf einem Niveau von 66% des nominalen Schweizer BIPs und damit im internationalen Vergleich auf Rekordniveau einer künstlich aufgeblasenen Bilanz! Selbst die FED ist ein bescheidener Popanz, im direkten Vergleich, mit einer Bilanzsumme von "nur" 19% des nominalen US-BIPs.

[mehr…]

(0 Kommentare)

September-PMI aus China

von am 2. Oktober 2011

Die China Federation of Logistics & Purchasing (CLFP) berichtete gestern die Daten zum chinesische Einkaufsmanager-Index des Verarbeitenden Gewerbes für den Monat September 2011. Der offizielle Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) stieg den zweiten Monat in Folge leicht, auf 51,2 Indexpunkten, nach 50,9 Indexpunkten im Vormonat. Ein PMI-Index von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung des Verarbeitenden Gewerbes. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg im Vorfeld der Daten befragte 13 Volkswirte hatten in der medianen Schätzung mit einem PMI von 51,1 Punkten gerechnet.

[mehr…]

(0 Kommentare)