Rezessionsangst und kein Rezept: Hat die Wirtschaftstheorie vor 100 Jahren die falsche Abzweigung genommen?

von am 5. September 2011

Nach Auffassung des Internationalen Währungsfonds kann es sich Deutschland vom Schuldenstand her durchaus noch leisten, mit einer kräftigen Finanzspritze zur Stabilisierung der Weltwirtschaft beizutragen. Das wird, vorsichtig formuliert, von vielen anders gesehen werden, selbst wenn Deutschland verglichen mit den meisten anderen Industriestaaten noch vergleichsweise gut dasteht.

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US-Arbeitsmarkt ohne neue Stellen

von am 4. September 2011

Der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat August 2011 wartet mit einer negativen Headline auf, der Stellenaufbau außerhalb der Landwirtschaft kam komplett zum Erliegen und dies verdeutlicht einmal mehr, statt Wertschöpfung, Jobs und den Einkommen daraus, organisierte man Bailouts von unhaltbaren Strukturen des Banken- und Finanzsystems, welche in einem Meer von faulen Krediten so oder so untergehen! Statt Problembehebung, erschöpft sich die verantwortliche Elite in einem Zeitgewinn, erkauft durch die lockere Geldpolitik und den in Folge aufgehäuften Staatsschulden. Auch der August 2011 zeigt, an der entscheidenden Front, den Arbeitsplätzen und den Einkommen daraus, versagt man komplett. Der Stellenaufbau außerhalb der Landwirtschaft betrug Null, nach abwärtsrevidierten +85'000 im Vormonat (ursprünglich +117'000).

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Spanien mit 4,131 Millionen Arbeitslosen im August

von am 3. September 2011

Das spanische Arbeitsministerium berichtete gestern für den Monat August 2011, dass erste Mal seit 4 Monaten, wieder von einem Anstieg der unbereinigten und registrierten Arbeitslosenzahlen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg zum Vormonat um +51’185 bzw. um +1,25%, auf 4,130927 Millionen Spanier ohne Job. Außer in der Landwirtschaft mit -2'467 Arbeitslosen zum Vormonat, stieg in allen Wirtschaftsbereichen die Arbeitslosigkeit, festhaltenswert um kräftigere +37'707 im Dienstleistungsbereich, um +10'392 beim Bau und um +9'421 in der Industrie. Dies dürfte bereits ein besonderer Malus sein, wenn man an den Herbst und Winter denkt, mit dem stark abnehmenden Tourismus und die sich herauskristallisierende weltweite rezessive Wirtschaftsaktivität mit den entsprechenden Rückkopplungen auch auf Spanien.

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Banken-Charts des Tages

von am 2. September 2011

Bei der Finanzkrise in Folge der Kreditexzesse, hat es sich nie um eine Liquiditätskrise gehandelt, sondern um eine Solvenzkrise des Bankensystems. Somit erklärt sich auch die aktuelle Zuspitzung der Situation, denn es wurde mit der lockeren Geldpolitik und dem Auftürmen der Staatsschulden im Zuge der Bailouts der Banken nur Zeit gewonnen, die Qualität der Assets in den Bilanzen der Banken konnten die Hilfen kaum verbessern. Viele hunderte Milliarden an faulen Krediten schlummern noch im System. [mehr…]

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Griechenland am Rande des Zusammenbruchs

von am 2. September 2011

Querschuesse ist eines der wenigen Informationsquellen bei der konsequent, da absehbar, auf das sich seit vielen Monaten anbahnende Desaster in Griechenland anhand detaillierter, offizieller Wirtschaftsdaten hingewiesen wurde. Dabei wurde auf die hoffnungslose Situation unter dem Korsett des Euro und die unsäglichen Austeritätsmaßnahmen verwiesen, die zusätzlich die Wirtschaft abwürgten und auch folgerichtig der Niedergang der griechischen Ökonomie zum Schaden aller in der Eurozone prognostiziert. Auch heute beschleunigt sich das Desaster weiter, dass eindeutig struktureller und systemischer Natur ist. Die mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hat nicht nur zur Überschuldung des Staates geführt, sondern aller Bereiche der Gesellschaft und als Sargnagel, zur hoffnungslosen Situation der griechischen Banken, die in einem Meer an faulen Krediten ertrinken.

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45,184 Millionen Food Stamps Bezieher

von am 2. September 2011

Das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) berichtete heute die Daten der Lebensmittelmarken-Bezieher für den Monat Juni 2011. Nach dem extremen Anstieg im Vormonat, war die Zahl der Food Stamps Bezieher im Juni 2011 leicht rückläufig. Die war der erste Rückgang seit 31 Monaten! Trotzdem ist dies kein Zeichen für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung, denn die Anzahl der Bedürftigen bleibt enorm hoch, mit 45,183931 Millionen, nach abwärtsrevidierten 45,410683 Millionen im Vormonat und 41,275457 Millionen im Vorjahresmonat.

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Im Spiegel der Armut: Aktienhausse, Einkommenskonzentration und Oligopole – das Beispiel USA

von am 2. September 2011

Vor fast genau einem Jahr erregten die Superreichen mit der Initiative „The Giving Pledge“ Aufsehen, die zwei der reichsten Männer der USA angestoßen haben: Warren Buffet und Bill Gates verkündeten, 40 US-Milliardäre hätten sich bereit erklärt, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. (1) Aktuell stürmt Warren Buffet erneut voran und setzt sich mit Blick auf die US-Staats-schuldenkrise in der Kontroverse um die Besteuerung von Spitzenverdienern und Reichen für eine höhere Besteuerung derselben ein.

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US-Bauausgaben mit -1,3% zum Vormonat im Juli

von am 1. September 2011

Die US-Bauausgaben sind im Juli 2011 um saisonbereinigte -1,3% zum Vormonat zurückgegangen, auf 789,51 Mrd. Dollar, auf das Jahr hochgerechnet (SAAR). Die Total Construction Spending sind eine relevante Erhebung, denn mal abgesehen von den kräftigen Revisionen, fließen die Bauausgaben direkt in die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts ein. Die Bauausgaben sind ein nachlaufender Indikator der Bautätigkeit, da nur Wohnungen, Gebäude, Bauwerke wie auch Straßen erfasst werden, die bereits fertiggestellt wurden, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Daten. Die Bauausgaben umfassen Neubauten, wie auch die Ausgaben für Sanierungen und Renovierungen.

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ISM-PMI Manufacturing fällt auf 50,6 Punkte

von am 1. September 2011

Das Institute for Supply Management ™ (ISM) veröffentlichte heute für die USA den Purchase Manager Index Manufacturing (Einkaufsmangerindex für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat August 2011. Der PMI Manufacturing sank auf 50,6 Indexpunkte, nach 50,9 Indexpunkten im Vormonat und sank damit zwar auf den tiefsten Stand seit Juli 2009, aber geringer als erwartet! Die von Bloomberg im Vorfeld der Daten befragten 80 Volkswirte hatten nur einen PMI von 48,5 Punkten in der medianen Schätzung vorhergesehen.

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Details zum deutschen BIP in Q2 2011

von am 1. September 2011

Heute berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) in der 2. Schätzung die Daten zum BIP in Q2 2011 und auch die detaillierten Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Zunächst wurde das schwache Wachstum des realen (preis-, saison- und kalenderbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur +0,1% zum Vorquartal bestätigt, zum Vorjahresquartal ging es unbereinigt noch um real +2,8% aufwärts. Die detaillierten Daten entlarven auf ein Neues die gerne verbreitete Mär vom deutschen Konsumwunder, die privaten Konsumausgaben sanken kräftig, um real -0,7% zum Vorquartal und stiegen nur noch +1,4% zum Vorjahresquartal.

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Aktien griechischer Banken mit weiteren Verlusten

von am 31. August 2011

Die lächerliche griechische Bankenrally, im Zuge der Fusion der EFG Eurobank Ergasias S.A. (EUROB) und der Alpha Bank A.E. (ALPHA), von +29,12% beim Bankenindex, Querschuesse berichtete am Montag, den 29.08.2011 unter "Fusion potentieller Insolvenzmassen" davon, wird bereits den zweiten Handelstag in Folge wieder abverkauft. Der FTSE ATHEX Banks, welcher die 9 größten griechischen Banken abbildet sank heute um -8,86% zum Vortag auf 573,76 Indexpunkte. Vor allem der durch den EU-weiten Stresstest gefallene Fusionspartner, die Eurobank, kam kräftig unter die Räder und stürzte heute um -17,1% ab, auf ein neues Allzeittief, mit einem Aktienkurs von 1,60 Euro. Ziemlich schnell setzt sich am Markt die Binsenweisheit durch, dass auch wenn man die maroden Bilanzen zweier Banken zusammenzimmert, sich damit kein Problem in der Bilanz entschärft hat.

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Deutsche Einzelhandelsumsätze verteidigen mühsam niedriges Niveau

von am 31. August 2011

Laut den heutigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu den Einzelhandelsumsätzen für den Monat Juli 2011 in Deutschland, sanken die nominalen Einzelhandelsumsätze um -0,4% und die realen sanken um -1,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Juli 2011 einen Verkaufstag weniger, als der Juli 2010. Berücksichtigt man die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) ging es im Vergleich zum Vormonat nominal um -0,2% leicht abwärts und real lag der Umsatz bei  +/- 0%, unverändert zum Vormonat.

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Griechische reale Einzelhandelsumsätze mit -11,4%

von am 31. August 2011

Heute berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT die Daten zu den realen griechischen Einzelhandelsumsätzen für Juni 2011. Um weitere -11,4% zum Vorjahresmonat schmierten die realen (preisbereinigten) Umsätze ab. Selbst nominal ging es um -8,3% abwärts. Damit bleibt der Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität in Griechenland weiterhin getragen von einem brutalen Rückgang der Konsumausgaben der privaten Haushalte, darunter die im Einzelhandel, in Folge der Einkommensrückgänge bei den breiten Masseneinkommen.

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Erholung der japanischen Industrie lässt deutlich nach

von am 31. August 2011

Wie das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) heute Morgen berichtete, erholte sich die Industrieproduktion in Japan im Juli 2011 schwächer als erwartet. Saisonbereinigt stieg der Output der breiter gefassten Industrieproduktion (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) im Juli nur um +0,6% zum Vormonat. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten mit einem Anstieg von +1,4% gerechnet. Zum Vorjahresmonat sank der Ausstoß der Industrieproduktion um -2,8%.

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Daten zum S&P/Case-Shiller Home Price Index

von am 30. August 2011

Wie Standard & Poor's (S&P) heute mitteilte, waren die S&P/Case-Shiller Home Price Indices, mit die wichtigsten Preisindizes zur Messung der Preisentwicklung am US-Wohnimmobilienmarkt, in den 10 größten Städten der USA im Juni 2011 um -3,84% zum Vorjahresmonat gesunken und der 20-City Composite war um -4,52% zum Vorjahresmonat gesunken. Damit bleiben die Immobilienpreise weiter schwach, saisonbereinigt ging es beim 10-City Composite um +0,04% zum Vormonat aufwärts und beim 20-City Composite ging es um -0,06% zum Vormonat abwärts.

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Verbrauchervertrauen mit beschleunigter Erosion

von am 30. August 2011

Heute veröffentlichte das Conference Board die Daten zum US-Consumer Confidence Index für August 2011. Das Verbrauchervertrauen bricht beschleunigt ein, die Konsumenten werden zusehend mutlos, vor allem die Erwartungen in die wirtschaftlichen Aussichten trüben sich rasant ein. Im August 2011 sank der Consumer Confidence Index auf 44,5 Indexpunkte, nach abwärts revidierten 59,2 Punkten im Vormonat (ursprünglich 59,5 Punkte). Dies war der größte monatliche Rückgang beim Verbrauchervertrauen seit Oktober 2008!

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Spanien: miese Einzelhandelsumsätze

von am 30. August 2011

Gestern veröffentlichte das spanische Statistikamt INE die Daten zu den spanischen Einzelhandelsumsätzen im Juli 2011. Nominal sanken sie um -3,9% zum Vorjahresmonat und real (preisbereinigt) um kräftige -6,0%. Diese Daten sind weiter Beleg für ein Desaster, sinkende reale Arbeitnehmerentgelte, zuletzt in Q2 2011 mit -3,9% zum Vorjahresquartal führen auch zu einer anhaltenden Kontraktion der Umsätze im Einzelhandel und damit letztlich zu weiteren Steuerausfällen des Staates aus sinkenden Lohnsteuer- und Umsatzsteuereinnahmen. Nach den heute von Eurostat aktualisierten Daten, zu den realen und saisonbereinigten Einzelhandelsumsätzen für Spanien, wurde im Juli 2011 der zweitmieseste Umsatz seit Januar 2000 generiert, nur der Vormonat Juni 2011 war noch etwas schlechter.

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Fusion potentieller Insolvenzmassen

von am 29. August 2011

Am letzten Freitag berichtete Querschuesse unter "Aufwachen! – FTSE ATHEX Banks mit weiteren -5,22%", das der griechische Bankensektor de facto bankrott ist und dies der beispiellose Absturz der Bankaktien in Griechenland dokumentiert. Heute suggerieren die Voodoo-Finanzmärkte eine Wende, was ist passiert? Griechische Bankaktien schossen wie Phoenix aus der Asche nach oben, Auslöser war ein alter ausgeprägter Reflex von Anlegern (vor allem Spekulanten), durch eine angekündigte Fusion. Die EFG Eurobank Ergasias S.A. (EUROB) und die Alpha Bank A.E. (ALPHA) und damit die zweit- und drittgrößte griechische Bank, gemessen an der Bilanzsumme, fusionierten zum größten griechischen Finanzinstitut, zur größten Bank Südeuropas und damit zu einer der 25-größten Banken der Eurozone. Angetrieben von dieser Meldung und den negativen Realzinsen nicht nur in Europa, stürmte die renditehungrige Finanzmarktmeute auf griechische Bankaktien (Pennystocks) und trieb die Kurse nach oben.

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Italiens Verbrauchervertrauen sinkt auf ein 29 Monatstief

von am 29. August 2011

Wie das italienische Statistikamt ISTAT heute mitteilte, sank das Verbrauchervertrauen im August 2011 auf den tiefsten Stand seit März 2009. Die italienischen Konsumenten werden im Zuge der Euro-Schuldenkrise zunehmend skeptischer und dies ist für Italien ziemlich relevant, denn die realen Konsumausgaben der privaten Haushalte trugen, nach den letzten detaillierten Angaben von Eurostat aus Q1 2011, zu 60,82% des  realen BIPs Italiens bei.

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Euro- und Dollar-Krise: Wo ist der “Ludwig Erhard” der Schuldenstaaten?

von am 27. August 2011

Seit Winter 2008/2009 gibt es Streit unter Ökonomen und Politikern in der Frage, wie die Schuldenmisere überwunden und die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht werden kann. Abgesehen davon, dass die Politik den Notenbanken die Hauptlast der Problemlösung vor die Füße gekippt hat, sieht der Disput verkürzt dargestellt folgendermaßen aus:

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