PKW-Neuzulassungen in Deutschland für November

von am 2. Dezember 2011 in Allgemein

Laut den heutigen Daten des Kraftfahrzeugbundesamtes stiegen im November 2011 die unbereinigten Neuzulassungen von Personenkraftwagen (PKWs) in Deutschland, um +4,2% zum Vormonat auf 269’144, nach 258’253 im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Neuzulassungen noch um schwächere +2,6%. Der Anteil der privaten Neuzulassungen sank weiter auf sehr schwache 37,3% der 269’144 neuzugelassenen PKWs in Deutschland. Ohne die starken gewerblichen Neuzulassungen befindet sich der PKW-Markt in Deutschland bereits auf Kontraktionskurs.

Die Entwicklung der PKW-Neuzulassungen in Deutschland seit Januar 2001 im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Entwicklung der PKW-Neuzulassungen seit Januar 1990 im Chart.

Berauschend sind die Zulassungsdaten allerdings nicht, bereits den 5. Monat in Folge liegen die PKW-Neuzulassungen leicht unter dem langfristigen Durchschnitt. Genaugenommen ist der Automarkt in Deutschland seit Jahren von Stagnation geprägt, von Boom konnte auch in den letzten Monaten und Jahren keine Rede sein, nur die Abwrackprämie brachte mal Dynamik in den Markt. Nimmt man die komplette Datenreihe seit Januar 1990 ergibt sich bis November 2011 ein monatlicher Durchschnitt von 284’668 PKW-Neuzulassungen. Auch im November 2011 lag man mit 269’144 PKW-Neuzulassungen unter dem langfristigen Durchschnitt.

Quelle Daten: Kba.de/Pressemitteilung Nr. 26/2011 – Fahrzeugzulassungen im Oktober 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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15 KommentareKommentieren

  • Lazarus09 - 2. Dezember 2011

    Ohne die starken gewerblichen Neuzulassungen….

    Flottengeschäfte produzieren zwar Zahlen gehen aber mit hohen Nachlässen einher ..! Das PKW Geschäft liegt in Deutschland seit Jahren hernieder ..und “Ich” weiß von was ich rede 😉 geplatzte Finanzierungsanfragen sind Tagesgeschäft genauso wie nicht bediente Leasing oder Finanzierungsraten … von dem Theater nach Ablauf gar nicht zu reden ..

  • M.E. - 2. Dezember 2011

    O.T.
    Frank Meyer, einer der wenigen, der etwa Steffens analytisches Format hat:

    http://www.rottmeyer.de/us-arbeitsmarkt-die-welt-der-wunder/

  • hunsrückbäuerlein - 2. Dezember 2011

    @lazarus
    yeap, flotte -22-30% nachlaß, bei sonder- und auslaufmodellen noch mehr; marge für händler und autobauer = negativ!

    privat: die autos werden immer kleiner, die leute greifen gerne auf re-importe zurück, die bis zu brutto immer noch bis zu 25% billiger sind…

    aber die d autoindustrie hat´s ja nicht nötig wenn 80% in den export gehen. fragt sich nur, wie die arbeitnehmer demnächst zum arbeitsplatz kommen.

    am besten alle machen sich ein bapperl an ihre alte karre, ich arbeite bei BMW, Audi, Daimler….kann mir so ein Auto aber nicht leisten..

    hurra D, 1933 läßt grüßen

  • philipp johannes - 2. Dezember 2011

    ich fahre meinen alten laguna weiter. bis er nicht durchkommt. anders geht es nicht. auch wenn ich wollte. das geht vielen vielen genauso. und es wird noch mehr so gehen.
    tanken ist schon teuer genug, und wird noch teurer.

  • M.E. - 2. Dezember 2011

    Hallo philipp
    und das ist auch hinsichtlich des Energie- und Rohstoffverbrauchs absolut sinnvoll, was Du machst. Wir sollten alle Dinge wesentlich länger nutzen. Die Zukunft wird uns ohnhin dazu zwingen.

    Sich “wachstumsfeindlich” zu verhalten wird das Gebot der kommenden Epoche sein. Bessser freiwillig und somit trainiert in die neue Epoche starten, als aufgezwungen und depressiv.

    Und insofern bilden die Charts über verkaufte Autos auch nur die gegenwärtige Situation eines zwar schon nicht mehr ganz funktionierenden aber mentalitätsmäßig bei fast allen Menschen noch intakten Wachstumsparadigmas ab. Die Kurven werden – unter Schwankungen – immer weiter nach unten gehen.
    Und das ist alles andere als ein Weltuntergang. Aber es wird uns als im Wertschöpfungsprozess befindliche Menschen eine Menge Anpassungsfähigkeit abverlangen.

  • dank - 2. Dezember 2011

    Leider wurden im Zuge der Abwrackprämie eine Menge Fahrzeuge ohne müssiger Elektronik einfach weggeworfen – teilweise schon so sparsame Modelle, das es unglaublich erschien, dass die Leute diese nicht mehr wollen – aber wenn Geld lockt…
    Ein gutes Beispiel waren 15-20jährige DB D190 (keine Werbung nur um mal einen alten Schlitten zu nennen, der es mit ein wenig Kosmetik gut noch 10 Jahre getan hätte) – dankbare alte Möhren. Aber DumpPolitics haben einfach wieder alles über einen Kamm hops genohmen.
    Damit hat die Volkswitschaft gleich mal doppelt verloren:
    Gut verarbeitete Produkte landen auf dem Müll – und das bevor sie am Ende ihrer Tage sind. Die Nachfolgeprodukte sind aufwendiger und anfälliger… Energieaufwand für nichts.
    Nur die GlobalAutomotiveComs (just call it GermanGlobalAutomotiveComs GGAC) hats gefreut.

  • Benedikt - 2. Dezember 2011

    Ich denke Leasingfahrzeuge zählen als Gewerblich Verkäufe. Gewerbliche Abnehmer werden wohl sonst nicht über 60% der Neuwagen abnehmen.

  • tom - 2. Dezember 2011

    Seit 3 jahren möchte ich eigentlich ein neues Auto kaufen,aber die immer schneller wechselnden Modelle haben mich veranlasst meinen 11 Jahre alten BMW weiter zu fahren.Die Fahrzeuge sind viel zu teuer geworden und vom Benzin/Dieselpreis brauchen wir ja gar nicht erst zu reden.Warum soll ich mir ein neues Auto kaufen wenn in 2 Jahren eh schon wieder ein neues Modell auf den Markt kommt?Ich mach da einfach nicht mehr mit auch wenn ich mir locker ne dicke Karre leisten könnte.Esmacht einfach keinen Spass mehr!L.G.Tom.

  • Joe - 3. Dezember 2011

    och ja, wenn der Staat nicht eingreift wird zu wenig produziert, wenn er eingreift zu viel…

  • JH - 3. Dezember 2011

    Man kann die dauerhafte Nachfragekrise auf dem KFZ-Markt in Deutschland, insbesondere beim Gebrauchtwagenmarkt sehr gut an den seit langem relativ niedrigen Verkaufspreisen der Fahrzeuge erkennen. Gerade die mit viel Marketing und PR selbsternannten angeblichen “Premiumanbieter”, wie BMW, Audi, Mercedes haben eine desaströse Wertbeständigkeit. Die Betriebskosten der BMW-, Audi- und Mercedes-Fahrzeuge zunächst außer Acht lassend, kaufen sich viele Menschen ein Gebraucht-Fahrzeug dieser Hersteller nur, weil es unter dem Gesichtspunkt der Anschaffungskosten eben so billig ist – nach dem Motto “Was soll ich mir einen technisch hochwertigen, innovativen, effizienten Renault-Clio-Neuwagen für 16.000,- Euro kaufen – für das Geld bekomme ich doch mindestens 2 Stück Audi A6 oder 2 Stück E-Klasse Mercedes”. Unter dem Gesichtspunkt von Rohstoffverbrauch und nachhaltigen Entwicklungen und dem Voranschreiten von wirklichen Innovationen eine katastrophale Entwicklung.

  • MSF - 3. Dezember 2011

    Zulassungszahlen sind KEINE Verkaufszahlen! Hersteller “bitten” Händler oft viele Autos zuzulassen, um die Statistik ihrer Marke zu verbessern. Zugelassene Fahrzeuge können UNVERKAUFT beim Händler stehen…

  • ciecle - 3. Dezember 2011

    Kauft nicht den Modernen Schrott von Daimler ,BMW & Co.Electroanreib ist die Zukunft,nicht Lagerfeuer Technologie.Habt ein Herz für saubere Luft!

  • Holly01 - 4. Dezember 2011

    In einem Markt, bei dem Jahreswagen nur ein paar Euro unterhalb der Neuwagen liegen, muss sich niermand wundern, wenn die Käufer ausbleiben.
    Die Hersteller knarzen ja jetzt schon in den Gelenken, weil die Höfe der Händler mit den eigenen Wagen voll stehen.
    Man muss nur das gebundene und damit tote Kapital betrachten. Ist mir ein Rätsel, warum Hersteller Aktien immer noch gerne genommen werden.
    Die Banken dieser Firmen sind schliesslich immer noch Pulverfässer ……
    Elektrofahrzeuge sind vielleicht eine ferne Zukunft, in der Jetztzeit ist die Batteriefeage ungelöst. Wirtschaftlich sind Bleiakkus immer noch ungeschlagen und das wäre ökologisch der GAU.
    Anteil der Batterien am Neufahrzeug 35-50%, Lebensdauer keine 5 Jahre.
    Ich setze eher auf Cityfahrzeuge mit Kleinstmotoren, Leichtbauweise und Miniverbrauch, vielleicht später auf Wasserstoff, aber das ist eine 700bar Technik. Auch ein teurer und nicht alltagstauglicher Weg.
    Zur Zeit ist LPG unschlagbar, ökonomisch und ökologisch.

  • djmaki - 5. Dezember 2011

    Früher waren neue Autos noch einigermaßen Wertbeständig. Man wusste, dass man später mal einen gewissen Preis für diesen bekommt, sofern man ihn verkauft.
    Heute verliert man 10-20% alleine durch die Zulassung, d.h. Auto gekauft, zugelassen und schon hat es deutlich an wert verloren.

    Beim “aktuellen” 3er BMW sieht man das sehr schön. Baujahr 2008 und eine schöne Ausstattung, gibt es für gute 17.000 €. Neupreis dieser Autos war 35.000 € und mehr. und dieses Auto ist gerade mal 3 Jahre alt.
    Beim BMW 3er, Modell E46 Coupe sieht man das sogar noch besser: Baujahr 2005 geht es Preislich bis 16.000 €, je nach ausstattung. Gleichzeitig fangen die Baujahr 2009 Modelle ab 17.000 € an. Das heiß ein neueres Auto dieser Klasse ist teilweise genauso “wenig” wert wie das modell davor.
    Noch schlimmer sieht es dann bei den großen Modellen, 7er BMW, Audi A6 + A8, etc. aus.

    Wie oben schon erwähnt, gehen ja gut 80% der Autos ins Ausland. Da denkt sich der Geschäftsmann natürlich: Was interessiert mich das, ob sich die restlichen 20% das Auto überhaupt noch NEU leisten können. Ich verkaufe alles ins ausland und davon lebe ich gut.
    Bloß das wird bestimmt nicht immer so weiter gehen. Dann kommen die Tränen und der Hilferuf an den Staat. (Abwracken 2.0).

    Bei steigenden Spritpreisen und anziehenden Kosten für Versicherung und Instandhaltung, überlegt man sich halt doch mehrmals, welches Auto angeschafft wird. Und da liegt (nach meiner persönlichen Erfahrung) der Preis bei ca 15.000.- 20.000 €. Da gibt es nur “Gebrauchtmarkt” oder Marken, die in dieser Preisklasse Neuwagen anbieten.

    Auch diese “kleinen” Modelle – UNBEZAHLBAR! Der 1er BMW als Golf Konkurrent haha jedoch für einen Preis bei dem einen das Herz weh tut.
    Ohne Leasing gäbe es dieses Modell auf den Straßen kaum.

  • stulle - 7. Dezember 2011

    “Bericht: 2011 teuerstes Jahr für Autofahrer”

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-12/22140407-bericht-2011-teuerstes-jahr-fuer-autofahrer-003.htm