Spanien: PKW-Neuzulassungen April 2021

SpanienWie der spanische Automobilherstellerverband ANFAC mitteilte, stiegen in Spanien die PKW-Neuzulassungen im April 2021 um +1787,9% zum Vorjahresmonat. Das sind Steigerungsraten – aber leider nur auf 78’595 PKW, ein Niveau wie Ende der 80er Jahre im vorherigen Jahrhundert….

Die Entwicklung der monatlichen PKW-Neuzulassungen in Spanien, die unbereinigten Originaldaten (rot) und der 12 Monate gleitende Durchschnitt (schwarz) seit Januar 1970 im Chart. Im April 2021 ging es um +1787,9% zum Vorjahresmonat aufwärts, auf 78’595 PKW. 

Das bisherige monatliche Allzeithoch wurde im März 2006 mit 174’117 PKW-Neuzulassungen registriert. 

Zuletzt im Gesamtjahr 2020 brachen die Neuzulassungen um -32,3% zum Vorjahr ein, auf nur 851’211 Einheiten. In den ersten vier Monaten 2021 ging es zum Vorjahreszeitraum um +18,8% aufwärts!

Spanien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Ganze Wirtschaftsbranchen sind in heftiger Kontraktion, von Tourismus über Gastronomie und eben auch die Autoindustrie. Die Autonachfrage ist zwar auf dem Weg einer Normalisierung, allerdings weiterhin auf einem schwachen absoluten Niveau.

Quelle Daten: Anfac.com/Presseportal

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9 Antworten zu “Spanien: PKW-Neuzulassungen April 2021”

  1. Mit 11% Neuverschuldung vom BIP war Spanien in 2020 mit Abstand Rekordhalter in der EU. Das erste Halbjahr 21 ist im Tourismus auch schon gelaufen. Die Arbeitslosigkeit verharrt auf hohem Niveau und der Anteil der aktiven Bevölkerung ist weiterhin am sinken.
    Die bald anlaufenden illegitimen Corona-Milliarden der EU werden bei diesem Hintergrund rasch verdampft sein und zu guten Teilen bei den Falschen versickern.
    Spanien und Italien liefern sich weiter einen Zweikampf wer als Erster kippt, sich selbst und dann die EU samt Euro.

    1. Spanien ist allerdings im Gegensatz du Deutschland im Bereich der Infrastruktur viel besser aufgestellt. Strassen, Schulen, Internet, Bevölkerungsmix, alles in viel besserem Zustand bzw. weniger problematisch… Das heißt ein Kollabieren des Euro wird die Deutschen voraussichtlich am Schlimmsten in der EU treffen… denn dort ist dann alles weg, die (fiktiven) Aktiva (Target2 etc.), und reale gibts kaum…, von der fehlenden Energieversorgung ganz zu schweigen…. Dieses Land (Deutschland) wird politisch in die 3. Welt “gebombt”….

    1. Es bleibt verdammt spannend…

      Leider, spannend ist ja an für sich und auch fürs Leben eine positives Ding. Aber auf Europa und Euro bezogen wäre mir ein bisschen
      mehr Langweile lieber. 🙂

    2. Die Bazooka wäre dann der Aufkauf privater Hypotheken und danach der Konsumentenkredite durch die EZB? Staats- und Unternehmesanleihen sind ja schon reichlich im Bestand. *Ironie aus.

  2. Wer braucht ein Auto, wenn mangels Kohle nur noch der Zusammenhalt der Sippe hilft? Nein, das mit der Zukunft wie vor Corona, das wird nix mehr, vergessen wir es und widmen uns der Zukunft. Die liegt im gar nicht ach so Fernen wenn man den great reset zu Ende denkt. Der Mensch produziert in Ruhe ca. 80 W = 0,08 kW, also in der Stunde 0,08 kWh. Mit dem Pferd geht´s gegen 400-500 Watt und mit dem modernen Trecker so um die 10.000 W/l Diesel. Wenn der Diesel knapp wird gibt´s ein Problem, weil so schnell können wir keine Pferde produzieren; es wird also ´ne Weile eng werden.

    1. Noch bis in die Siebziger war der Großteil der Spanier noch am Land wohnhaft und in der Landwirtschaft tätig. Danach setzte eine lang anhaltende Flucht in die Ballungszentren ein. Vielleicht wird das ja nun ein Stück zurückgedreht. Leerstehende Immobilien gibts in den Dörfern noch reichlich.

    2. das mit dem zurück drehen ist schwierig, denn seit den 70er ist auch die komplexität aller system gewachsen. waren fürher für ein produkt 10 teile aus der näheren umgebung erforderlich und aufzutreiben, bedarf es heute 20 und die überregional und, das darf nicht vergessen werde; die 70er liegen 2 Menschen-Generationen hinter uns. Die Milch kommt aus dem tetrapak und die Huh ist lila.

      ich denke der weg hin war max. der weg durch einen engen canon, wo es hin und wieder eng wurde, der weg zurück geht vermutlich durch den canon mit unüberwindbaren hindernissen, wo man dann raus muß und wieder rein muß und wieder …bis man am ziel ist.

      Chance, für die Mehrzahl > Null

      außer man hat noch Verwandtschaft auf dem Land an die man sich “dranhängen” kann – da muß man dann aber körperlich arbeiten.

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