Regierungskrise in Portugal oder: „Trümmerfeld by Euro-Retter“

Rücktritt des Finanzminister am 1. Juli (1), Rücktritt des Außenministers am 2. Juli (2), der aber abgelehnt wurde, Rücktrittsandrohungen von Landwirtschaftsministerin Assunção Cristas und Sozialminister Pedro Mota Soares am 3. Juli (3), anhaltende Rücktrittsforderungen gegenüber Premierminister Pedro Passos Coelho, anhaltende Massenproteste und Generalstreiks im ganzen Land gegen den einseitigen Sparkurs, unterstützt von entsprechenden Forderungen seitens der sozialdemokratischen Opposition,…

(62 Kommentare)

Die Fed und die EZB: Nie war der Druck auf die Notenbanken größer

… nie waren sie stärker mit den Grenzen ihrer Möglichkeiten konfrontiert, die Krisendynamik zu brechen, die längst nicht mehr nur auf den Finanzmärkten existiert, sondern ebenso bei den Staatsfinanzen und erneut auch wieder verstärkt in der Wirtschaft. Und weil die Politik, die Märkte und die Medien den Notenbanken seit der US-Hypothekenkrise sowie noch verstärkt nach…

(0 Kommentare)

S&P stuft Spaniens Bonität herab

Nun ist es also soweit. Es ist Zeit für neue Herabstufungen der Bonität von Krisenstaaten in der Euro-Zone – allen Beteuerungen der Euro-Retter, man habe seine Hausaufgaben gemacht und alles werde gut, zum Trotz. Mittlerweile muss man sich allerdings ernsthaft fragen, ob die Euro-Retter solcherlei Verlautbarungen selbst noch ernst nehmen. Denn es braucht für die…

(0 Kommentare)

„Wende“-Wahlen in Frankreich und Griechenland oder: Bekommt Europa jetzt die Quittung für seinen Krisenkurs?

Keine Frage, in der europäischen Bevölkerung wächst die Unzufriedenheit mit dem europäischen Krisenkurs. Sowohl der immer noch weiter verschärfte Sparkurs in Mitgliedstaaten mit ernsten Schuldenproblemen als auch das fortwährende Draufsatteln bei den finanziellen Stützungsmaßnahmen der Euro-Retter-Staaten sowie der EZB werden zunehmend kritisch gesehen – nicht zuletzt angesichts der ausbleibenden Wende zum Besseren, wie die Entwicklung…

(0 Kommentare)

Portugal auf Griechenland-Kurs oder: die EU und der Eisberg

Arbeitslosigkeit auf 15 Prozent gestiegen, Jugendarbeitslosigkeit auf rund 35 Prozent, 150.000 Menschen haben 2011 mangels Jobperspektive das Land verlassen, laut Prognosen wird die Wirtschaft dieses Jahr um über drei Prozent schrumpfen, Unternehmens- und Privatinsolvenzen nehmen zu. (1) Einloggen um mehr zu lesen:

(0 Kommentare)

In der Wachstumsfalle – Griechenland & Co. (Teil 2): Das Wachstumsmodell und die Krise

Wettbewerbsfähigkeit und Innovation In Teil 1 ging es um die Gegenüberstellung von „Wachstum“ und „Entwicklung“. Dabei wurde erklärt, dass die Begriffe „Bruttoinlandsprodukt“ (BIP) und „Wettbewerbsfähigkeit“ im Sinne der neoklassischen Wachstumstheorie definiert und verwendet werden – auch und gerade in der Debatte um die Bewältigung der Krise von Griechenland & Co. –, nicht aber im Sinne…

(0 Kommentare)

Vergessene Lektion: Die Griechenlandkrise und Heinrich Brüning

Erinnern Sie sich noch? In der Hochphase der Finanzkrise nach der Lehman-Pleite wurde oft betont es sei wichtig, in der Krisenbekämpfung nicht die Fehler aus der Zeit nach dem großen Börsencrash von 1929 zu wiederholen. Als Fehler wurde vor allem angesehen, dass die Notenbanken seinerzeit nicht mit niedrigen Leitzinsen und einer expansiven Geldpolitik auf die…

(0 Kommentare)

Neun auf einen Streich: S&P-Rating, die Euro-Zone oder wer wem vertrauen kann

Standard & Poor´s hat gestern die Kreditwürdigkeit von Frankreich und Österreich um eine Stufe von AAA auf AA+ heruntergesetzt. Das Rating von Malta, der Slowakei und Sloweniens wurde ebenfalls um jeweils eine Stufe zurückgenommen. Die Bonität von Italien, Spanien, Portugal und Zypern verschlechterte sich um zwei Stufen. (1) Einloggen um mehr zu lesen:

(0 Kommentare)

Krisendomino: Eine neue Banken- und Wirtschaftskrise kann Barack Obama sich nicht leisten

In den USA herrscht Wahlkampf. Nach den ersten Vorwahlen der Republikaner in Iowa und New Hampshire zeichnet sich Mitt Romney, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts, Gründer von Bain Capital und Multimillionär, als Favorit ab. Angesichts der anhaltend desolaten Wirtschaftslage mit hoher Arbeitslosigkeit, dürfte seine Wirtschaftskompetenz der wohl wichtigste Trumpf gegenüber seinen innerparteilichen Konkurrenten, aber vor allem…

(0 Kommentare)

S&P senkt den Ausblick für 15 Euro-Staaten: Rating oder Orakel

Standard & Poors hat in der Nacht für gleich 15 Euro-Staaten den Ausblick auf “negativ” gesenkt und mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit innerhalb der nächsten 90 Tage gedroht. Während es bei den bisher mit der Top-Bonitätsnote bewerteten Staaten Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande, Finnland und Luxemburg um eine Stufe nach unten gehen könnte, müssen laut S&P…

(0 Kommentare)

Grundsatzrede in Frankreich, Regierungserklärung in Berlin: Große Reden an das Volk und nichts in der Hand

Die gestrige Rede des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy an die Nation sollte die Franzosen aufrütteln. Doch unter dem Strich hatte der französische Präsident nichts Überzeugendes zu bieten. (1) Natürlich sprach er die angestrebten Vertragsänderungen an – auch Angela Merkel tat das heute. (2) Einloggen um mehr zu lesen:

(0 Kommentare)

Europäische Schuldenkrise: Die Stunde der „Technokraten“

Seit heute ist es klar. Der ehemalige Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank und Ökonom Lucas Papademos (64), der in den USA studierte, promovierte und lehrte (1) (2), wird neuer griechischer Ministerpräsident in der Übergangsregierung. Aktuell verdichten sich darüber hinaus offenbar die Informationen, dass auch in Italien ein bewährter und unabhängiger Wirtschaftsfachmann Berlusconi im Amt des italienischen…

(0 Kommentare)

Giorgos Papandreou – Rebell für einen Tag

So schnell kann es gehen. Das Volk entscheiden zu lassen, ist heutzutage in Griechenland und in Europa keine gute Idee. Es hätte zur Blamage für die Euro-Retter werden können. Doch auch der Vorstoß von Giorgos Papandreou war für die Retter eine Blamage. Denn er ließ zumindest den Eindruck entstehen, Papandreou hielte das Hilfskonzept für derart…

(0 Kommentare)

Giorgos Papandreous Mut oder Verzweiflungstat – haben die Euro-Retter den Bogen überspannt?

Damit hat nach der Verkündung der Beschlüsse des Euro-Gipfels in der vergangenen Woche niemand gerechnet. Der griechische Premier Papandreou hat gestern den Euro-Rettern einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er ankündigte, das griechische Volk in einem Referendum über die Umschuldungspläne abstimmen zu lassen. Ein „Nein“ scheint nach den jüngsten Meinungsumfragen beinahe sicher. Das aber…

(0 Kommentare)

Euro-Gipfel: Vom brennenden Euro-Haus und der Angst zu löschen

Auf dem Euro-Gipfel liegen die Nerven blank. Das haben die Euro-Retter sich selbst zuzuschreiben. Denn einmal ist inzwischen nicht mehr zu übersehen, dass der Sanierungskurs, der den Euro-Schuldenstaaten verordnet wurde, die finanzielle und wirtschaftliche Schieflage dort nicht entschärft, sondern erheblich verschärft hat und insofern ein Desaster darstellt. Zweitens zeigt sich nun, nach welcher Parole die…

(0 Kommentare)

Schuldenkrise: State of the Art der Krisenbewältigung

Wirtschaftsliberalismus bedeutet „Freiheit der Märkte“ oder genauer gesagt, die Freiheit der Märkte von jeglicher staatlichen oder korporativen Bindung, sprich Beeinflussung, Beschränkung und Regulierung. Entsprechend richtet sich wirtschaftsliberale Politik auf die Zurückdrängung des Einflusses von Staat und etwa auch von Gewerkschaften bzw. auf die Liberalisierung (Öffnung für den Wettbewerb) und Deregulierung von Märkten, die Privatisierung von…

(1 Kommentar)

US-Schuldenstaaten: Mit Staatsbanken gegen die Wall Street und aus der Schuldenkrise

Die USA stehen wie kaum eine andere Nation für die freie Marktwirtschaft. Staatliche Konjunkturpakete wie überhaupt allzu ambitionierte Regulierungen oder Einmischungen Washingtons in das Marktgeschehen werden gerne als Ausdruck für die bewusst angestrebte Abkehr vom Kapitalismus und direkter Weg in den Sozialismus gedeutet – und gebrandmarkt. Nicht nur die Tea Party tut das. Einloggen um…

(0 Kommentare)