USA: Rohstahlproduktion Januar 2018

von am 7. März 2018 in Allgemein

Angesichts von avisierten US-Strafimportzöllen bei Rohstahl in Höhe von 25,0%, ein kurzer Blick auf die US-Rohstahlproduktion im Langfristchart. Im Januar 2018 sank die US-Rohstahlproduktion um -2,2% zum Vorjahresmonat auf 6,822 Millionen Tonnen. Zuletzt im Gesamtjahr 2017 ging es beim Output der US-Rohstahlproduzenten um +3,8% zum Vorjahr aufwärts, auf 81,612 Millionen Tonnen.

Die Entwicklung der monatlichen US-Rohstahlproduktion in Millionen Tonnen seit Januar 1970 bis Januar 2018 im Chart. Im Januar 2018 ging es um -2,2% abwärts, auf 6,822 Millionen Tonnen. Zu den monatlichen Hochs, Anfang der siebziger Jahre, hat sich der Output fast halbiert. 

Im Gesamtjahr 2017 wurden 81,612 Millionen Tonnen produziert, eine Steigerung von +3,8% zum Vorjahr. Die Kapazitätsauslastung der US-Rohstahlindustrie betrug 2017 aber nur 73,9%. Man könnte also locker bei einer Kapazitätsauslastung von 95,0% rund 23 Millionen Tonnen mehr produzieren, damit die Rentabilität der Stahlindustrie verbessern und einen gewichtigen Teil der Stahlimporte (2017: 34,473 Millionen Tonnen bzw. mit einem Importvolumen in Dollar von 36,9 Mrd.) aus heimischer Produktion ersetzen. Diese grundsätzliche Strategie wäre auch bitter nötig, denn zuletzt im Jahr 2017 betrug das Handelsbilanzdefizit der USA gegenüber der Welt nur bei Stahlprodukten -18,509 Mrd. Dollar, gegenüber Deutschland, nur beim Stahl -1,842 Mrd. Dollar.

Das gesamte Handelsbilanzdefizit der USA im Jahr 2017 betrug bei Waren und Gütern -796,194 Mrd. Dollar (gegenüber Deutschland -64,252 Mrd. Dollar, gegenüber China -375,227 Mrd. Dollar).

Im Strom über Jahrzehnte chronischer Defizite gegenüber der Welt betrachtet, dokumentieren sich seit 1987 kumulierte -14027,328 Mrd. Dollar an Defizit! Unhaltbare Defizite, mit deren Finanzierung und deren Auswirkungen auf die Verschuldung der USA:

Die Entwicklung der kumulierten Handelsbilanz der USA mit der Welt von Januar 1987 bis Januar 2018 in Mrd. Dollar im Chart. Ein Defizit akkumuliert im Strom von -14027 Mrd. Dollar!

Präsident Trump versucht mit den avisierten Importzöllen von 25,0% bei Stahl und von 10% bei Aluminium den Abwärtstrend, die Stagnation beim Output der heimischen Industrien zu stoppen und mehr heimische Wertschöpfung zu generieren. China als weltweit größter Produzent und Exporteur, produziert mehr als zehn Mal soviel Rohstahl wie die USA. Weltweit wird versucht Bereinigungen im Stahlsektor zu verhindern, indem Länder versuchen ihre Überproduktionen zu Dumpingpreisen im Ausland zu verkaufen, in der Hoffnung, dass dort die Kapazitäten vor die Hunde gehen.

Politisch, wie medial wird wie so oft, aus allen Rohren gegen Trumps Protektionismus geschossen, der aus Sicht der heimischen Arbeitsplätze und der heimischen Wertschöpfung in den USA jedoch sehr rational ist und auch beim Maß der Mittel mit 25,0% Strafzoll, noch moderat. Gemessen am bestehenden Problem, siehe Handelsbilanzdefizit, sind die Maßnahmen sogar äußerst moderat und bisher nur begrenzt auf ein Minisegment beim Handel, auf Stahl und Aluminium.

Wie einseitig allerdings die Sicht der EU, von Deutschland, seinen Industrieverbänden und den Medien hier ist, zeigte gestern die Verlängerung der Strafzölle für chinesische Stahlrohre in die EU, um weitere 5 Jahre, durch die Europäische Kommission, was medial schlicht nicht stattfand. Das bewusste Aussparen bzw. Weglassen von wichtigen Informationen ist eben auch klassisches Mittel der Propaganda und lenkt in diesem Fall von dem eigenen protektionistischen Handeln in der EU ab, welches man ausschließlich Trump anlastet. Dabei wurde die Verlängerung der Strafzölle in Höhe von bis zu 71,9% für nahtlose Stahlrohre gestern auf der Webseite der Europäischen Kommission per Pressemitteilung kommuniziert: “Die Europäische Kommission hat heute (Dienstag) ihre Antidumpingmaßnahmen auf Stahlerzeugnisse aus China um fünf Jahre verlängert. Betroffen davon sind nahtlose Rohre aus Edelstahl, die mit erhöhten Einfuhrgebühren zwischen 48,3 und 71,9 Prozent belegt werden.”
Und dies ist eben kein Einzelfall, sondern zieht sich durch, wie ein protektionistischer Faden. Bereits am 06.04.2017 hatte die EU-Kommission Strafzölle auf chinesischen warmgewalzten Flachstahl in Höhe von 18,1% bis 35,9% für fünf Jahre beschlossen. Am 06.10.2017 beschloss die EU-Kommission Strafzölle gegen Stahlerzeugnisse aus Brasilien, Iran, Russland und die Ukraine, mit Strafzöllen von 17,60 bis zu 96,50 Euro pro Tonne. “Die Strafzölle betreffen warmgewalzte Flacherzeugnisse aus Eisen und Stahl, die im Baugewerbe, dem Schiffbau, in der Autoindustrie und für Energieversorgungsleitungen verwendet werden.”
Am 31.01.2018 belegte man China mit Strafzöllen bei Gußeisenprodukten in Höhe von 15,5 bis 38,1% und am 08.02.2018 auf korrosionsbeständigen Stahl aus China mit 17,2 bis 27,9%.

“Derzeit führt die EU 53 Maßnahmen gegen Stahl- und Eisenprodukte, davon 27 aus China, durch.”

China, Russland, die Ukraine, der Iran und Brasilien, also sie fünf Länder gegen die die EU-Strafzölle am Laufen hat, decken 58,6% der weltweiten Produktion im Jahr 2017 ab!

Unfassbar, die hier fehlende Selbstreflexion des eigenen Handels in der EU und die Einseitigkeit der Berichterstattung hier in Deutschland, wie auch bei vielen anderen Themen. ….Ja, ja, die Hüter des Freihandels und der böse Trump….

Dabei haben sich die “Hüter des Freihandels” selber “moderne Handelsschutzinstrumente“ zu eigen gemacht, ganz offiziell am 06.12.2017, “EU einigt sich auf moderne Handelsschutzinstrumente”, darin wird ausgeführt: “Um die Gefahren vor der Billigkonkurrenz aus Drittstaaten für die europäische Wirtschaft einzudämmen, haben sich EU-Kommission, der Rat und das Europäische Parlament gestern Abend auf eine Reform der EU-Handelsschutzinstrumente geeinigt. Mit den modernen Regeln kann die EU ihre Antidumping-Untersuchungen verkürzen und transparenter gestalten. Zudem können höhere Schutzzölle verhängt werden, wenn Produktpreise künstlich verzerrt werden. Unsere Maßnahmen zum Schutz gegen unlautere Handelspraktiken müssen mutig und effizient sein.”

Quelle Daten: Worldsteel.org/Rohstahl-Produktionsdaten, Census.gov/Daten US-Handelsbilanz

Kontakt: querschuesse@runbox.com

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18 KommentareKommentieren

  • Nicolas - 7. März 2018

    Sind ja alle Mitglied in der WTO die das ja alles regeln sollte. Gibts da keine Klagen aus China? Dann scheint ja die zumindest offizielle Begründung (Subvention/Dumping) zu halten. Oder die EU ist einfach schon “klein genug” dass das egal ist.

    Ich meine da ist dann schon ein Unterschied zu 25/10% auf ALLE. Bin zwar kein WTO Experte (falls hier jemand ist bitte melden) aber das riecht schon mehr nach Regelverstoss. Und die Begründung “nationale Sicherheit” hat für mich einen höheren BS-Faktor als “Subvention/Dumping”. Aber ja ein paar Scheinheiligkeits-Punkte kann man da schon auch vergeben

    Die USA sollen ein geknechteter Underdog sein, von allen anderen ausgenutzt und über den Tisch gezogen??? Mir kommen die Tränen. Das ist doch eine ziemliche Umkehrung der Realität “Waren gegen Schuldschein”, wie auch hier sehr ausführlich dokumentiert.
    Ob da jetzt Strafzölle wirklich ein probates Mittel ist um heimische Wertschöpfung zu generieren sei dahingestellt.
    Aber wir werden sicher zeitnah über den Einfluss auf die US Handelsbilanz auf Querschuesse informiert…

    • Querschuesse - 7. März 2018

      Die geplanten 25% auf Alle beim Stahl und damit auch für China, sind für China niedriger, als die praktizierten Strafzölle beim Stahl der EU gegen China.

      Das man über letzteres nicht berichtet wird kein Zufall sein… Ähnliche Vorgänge werden mit zweierlei Maß gemessen, Vorgänge die du versuchst damit zu relativieren, dass Trump 25/10% für Alle plant. Aber die längst praktizierte Strafzölle gegen China versenden Null-Schwingungen, die geplanten von Trump lassen das Establishment in der EU und den Medien erbeben….

      “Derzeit führt die EU 53 Maßnahmen gegen Stahl- und Eisenprodukte, davon 27 aus China, durch.” …aus der Pressemitteilung der EU-Kommission, es gibt also auch noch Strafzölle gegen andere, denn nur 27 von 53 “Maßnahmen” gehen gegen China. Die anderen sind Brasilien, Iran, Russland und die Ukraine. Erweitert man noch um Mexiko und die EU ist man bei Trump, …und?

      PS: gelebte aktuelle Praxis, USA Zoll auf EU-Autoimporte, damit primär auf Deutsche, 2,5%. EU-Zoll auf US-Autoimporte 10,0%.

      Und ja bei so einem riesigen Handelsbilanzdefizit bei Waren und Gütern und damit entsprechenden Finanzierungsaufwand, mittels Kredite und Kapitalimporte aus dem Ausland, dürfen jedem vernünftig analysierenden US-Amerikaner die Tränen kommen, warum nicht auch Trump.

      Gruß Steffen

  • Nicolas - 7. März 2018

    Es gibt einen eindeutigen Unterschied in der Begründung deswegen finde ich sind die jetzt nicht nur mit reinen Prozentzahlen zu vergleichen sind dh zweierlei Mass nicht komplett ungerechtfertigt. Diese Begründungen sind in einem von allen beteiligten Ländern ratifiziertem Abkommen geregelt und einklagbar. US Strafzölle auf Stahl gabs schon mal unter George W Bush und sind genau wegen WTO wieder eingestampft worden. Ich sehe jetzt nicht warum das bei den Trump Zöllen anders wäre.

    Und was mit Zöllen beim Handelsdefizit ev wieder gut gemacht werden kann kann ja mit Gegenzöllen wieder vernichtet werden. Ich meine da sitzen die Chinesen immer noch am längeren Ast. Weil um die gehts ja eigentlich, die EU ist da auch nur die Beilage am Teller.

    Das mit den EU Autos habe ich auch diese Woche erfahren das war mir nicht bewusst. Aber warum wird da von USA nicht dagegen geklagt? Wenn dann wäre doch das vernünftiger als ein Wettrüsten nach oben.

    • Querschuesse - 7. März 2018

      Wenn Europa vom chinesischen Dumpingstahl bedroht ist, dann ist es die USA auch, egal wie es von Trump begründet wird, die einen Strafzölle werden längst praktiziert, die anderen sind avisiert, nur über die letzteren wird im Mainstream berichtet und gegeifert, hier bei Querschuesse deshalb die notwendige andere korrektive Sicht.

      Der Marktanteil von chinesischen Stahlrohren in der EU liegt lt. Zerohedge bei nur 2%, diesen mit der Begründung Dumping mit bis zu 71,9% zu verzollen ist auch mehr als eine fragwürdige Begründung.

  • Marja - 7. März 2018

    Der Trump wird ja gerne unterschätzt. Die Zölle sind ja auch eine Einnahmequelle. Aus Sicht der USA ist die Strategie Zölle rauf, Steuern runter, raus aus den internationalen Konflikten (Syrien), Erhöhung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit (Energieversorgung) doch gar nicht unvernünftig. Hohe Zölle schützen halt auch vor innerer Lohnabwertung. Und wenn der Binnenmarkt groß ist, ist eine Stärkung des Binnenmarktes auch nicht unvernünftig. Da die USA in weiten Teilen bereits de-industrialisiert erscheinen, ist es wohl auch sinnvoll, die Industrie dazu zu bewegen, die Produktion in China zurückzufahren. Es ist auch nicht sinnvoll, dass Apple als amerikanische Firma ihre Produkte in China produzieren lässt, von dort importiert und die Gewinne außerhalb des Landes verbleiben, während 40 Mill. Amerikaner von Essensmarken leben und Staat und Bürger Unmengen Zinsen an die Bankster zahlen. Auch die Sicht von Trump, durch den Handelskrieg die “Bad Deals” für die USA zu reduzieren, ist auch nicht frei von Irrationalität. Die Importe runter, die Wertschöpfung im Land erhöhen, mit den Zöllen ein wenig die Steuersenkungen im Inland auszugleichen, wirtschaftliche Anreize zu schaffen, im Inland zu produzieren, ohne eine innere Lohnabwertung vorzunehmen, finde ich irgendwie plausibel.

    Zur WTO ist zu sagen, dass die USA – wohl schon seit einiger Zeit – die Nachbesetzung von Richterstellen am Schiedsgericht verhindern, so dass die WTO eher zahnlos wirkt.

    • Marja - 7. März 2018

      Und dann ist noch der Einfluss eines Handelskriegs auf den Dollarkurs zu sehen. Denn erhöhte Zölle (am besten auf noch mehr Produkte) reduzieren möglicherweise den Kapitalbedarf und dürfte zu niedrigeren Zinsen führen. Die Situation am Zinsmarkt ist zwar einerseits Folge des Kapitalbedarfs, andererseits führen die hohen Zinsen (wenn ich mich nicht irre) auch zu erhöhter Dollarnachfrage und damit zu einem Druck in Richtung Dollaranstieg. Wenn die EU Strafzölle einführt und der Dollar gegenüber dem Euro abwertet: Um so besser für die USA. Irgendwie finde ich das alles intelligent, um eine nicht wettbewerbsfähige Industrie auf die Beine zu helfen.

    • Nicolas - 8. März 2018

      Mit Verlaub “raus aus internationalen Konflikten” sehe ich jetzt nicht. Wurde ja von manchen Seiten als pro Trump Argument verwendet : Hillary die Kriegstreiberin und Trump die isolationistische Taube. Wofür dann eine 20% Budget Erhöhung beim Militär?
      In Syrien ist mittlerweile auch dank US “boots on the ground” und “planes in the air” de facto ein West-Euphrat Staat entstanden. In Niger kommen US Soldaten in einen Hinterhalt wo zT nicht mal Kongressabgeordnete gewusst haben dass die dort sind. Cruise missiles in Syrien bei Schokoladenkuchen, Afghanistan verlängert, jetzt gerade Waffen an die Ukraine, US Botschaft in Jerusalem the list goes on and on…

  • JL - 7. März 2018

    Was wir gegenwärtig erleben dürfen ist nichts anderes als die beginnende Auflösung der Globalisierung.

    Die erneute Einführung von Zöllen aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde von den Globalisierungegnern schon immer gefordert, schlicht um die heimische Wirtschaft und die daran hängenden Sozialstrukturen nicht zu unterminieren. Nun stellt man eben fest das Sozialsysteme zerfallen und mittels „Reformen“ weiter abgespeckt werden. Und man stellt eben auch fest, daß die Leute sich das nicht länger gefallen lassen wollen und deshalb diese ehemaligen Volksparteien zunehmend fallenlassen. Was bitteschön ist denn die Daseinsberechtigung zum Beispiel der SPD ohne Arbeiterschaft- Null. Bisheriges Resultat also… der Brexit.

    Natürlich gibt es auch Zölle und Maßnahmen aus politischen Erwägungen.

    Ob Sanktionen oder horrende Zölle, beides ist faktisch das gleiche. Ob China oder Russland oder auch andere Staaten- man will sie eigenen politischen Interessen unterwerfen. Nur leider funktioniert dieses Spiel nicht wie erhofft- die EU zum Beispiel ist ein deutlicher Verlierer dieses Tuns. Hier wird man sich schwertun an alte Traditionen anzuknüpfen.

    Und es gibt gerade in Zeiten klammer Kassen immer auch Protektionismus.

    Trump gibt dies unumwunden zu. Man braucht ausländisches Geld um einerseits letztlich die Steuerreform zu finanzieren und ausufernden Staatsschulden gleich mit. Und genau deshalb werden wohl auch die Anleihezinsen weiter steigen.

    https://www.haushaltssteuerung.de/schuldenuhr-staatsverschuldung-usa.html

    Wie das die Welt zusammenhalten soll ist das Rätsel an sich.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Querschuesse - 7. März 2018

      das Presseportal der Europäischen Kommission ist eine Fundgrube, so konnte ich noch ein paar Belege von Strafzöllen im Artikel dokumentieren.

      • Marja - 7. März 2018

        Da hat Thyssen das “modernste Stahlwerk” in den Mangroven Braziliens – wenn auch nur für 20 % der Baukosten – noch rechtzeitig verkauft, so dass die Schutzzölle für Stahl aus diesem Werk nicht die einheimische Industrie trifft. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt…..

  • Jeha - 7. März 2018

    Für Artikel wie diesen liebe ich Querschuesse. Top Steffen!

    Mein Beitrag für Querschuesse ist besser angelegt als für jedes Abo der MSM.

    Gruß Jens

  • Peel - 8. März 2018

    Ganz wichtig hier auf die Verlogenheit der Freihandelspäpste in deutschen Medien hinzuweisen. Denn das Wirken der EU in der Welt ist alles andere als hilfreich, edel und gut, wie es immer behauptet wird. Und die “westlichen Werte” sind ein politischer Kampfbegriff ohne realen Inhalt.

  • Jeha - 8. März 2018

    “westliche Werte” werden immer dann ausgepackt, wenn es gerade passt. Wenn wir Griechenland absaufen lassen und den Süden Europas mit astronomischer Jugendarbeitslosigkeit allein lassen, ist das alternativlos. Klar! Austerität ist da wichtiger als ein Konjunkturprogramm. Wir praktizieren immer knallhart die reine Lehre.

    Wie haben wir damals bei uns die Abwrackprämie begründet und wie hoch war da die Jugendarbeitslosigkeit bei uns…? Zweilerlei Mass.. Wertegemeinschaft.. Solidarität …aber jetzt geht meine Argumentation schon wieder Richtung Populismus oder Verschwörungstheorie…

  • Peel - 9. März 2018

    Dass Protektionismus auch positive Auswirkungen haben kann sieht man an Russland – durch die westlichen Sanktionen und die Gegensanktionen konnte die heimische Landwirtschaft profitieren und muss sich nicht mehr gegen die subventionierte EU-Landwirtschaft behaupten.
    Auch vielen afrikanischen Staaten würden Schutzzölle gut tun – auch zum Erhalt der eigenen Landwirtschaft.
    Freihandel nützt vor allem den Stärkeren – er verhindert, dass andere Länder sich industrialisieren. Die Freihandelsideologie ist die Ideologie der Räuberbarone und Monopolisten.

  • Querschuesse - 10. März 2018

    so kann man das auch sehen:
    https://finanzmarktwelt.de/massive-eu-importzoelle-auf-chinesischen-stahl-darum-sind-sie-mit-trumps-importzoellen-nicht-zu-vergleichen-83024/

    und wenn man das so sieht, wird man auch beim Interessenverband der deutschen Stahlindustrie, Stahl-Online verlinkt:
    http://www.stahl-online.de/index.php/eu-verlaengert-antidumpingzoelle-auf-stahlrohre-aus-china/

    🙂 🙂 🙂

    • Uwe - 10. März 2018

      So isses: Man muß nur laut genug klagen und die Politik knickt ein. Grüße Uwe