Wer schützt eigentlich die Opfer des Anschlags in Berlin und ihre Angehörigen vor der postfaktischen Dauerberichterstattung der Medien?

von am 20. Dezember 2016 in Allgemein

Zwölf Menschen sind tot, 48 haben zum Teil schwerste Verletzungen erlitten. Ihre Angehörigen stehen unter Schock. Dasselbe gilt für die vielen anderen, die den Weihnachtsmarkt in Berlin, der Ziel eines Lkw-Anschlags wurde, am gestrigen Abend besuchten und dem Tod oder einer schweren Verletzung nur knapp entronnen sind. Der Täter ist gefasst worden. Die Ermittler der Polizei tun ihre Arbeit ebenso wie die Ärzte und das Pflegepersonal, die sich um die vielen Verletzten und ihre Angehörigen kümmern.

Mehr gibt es zu diesem Anschlag nicht zu berichten.

Nicht, weil es nicht immer noch mehr irgendwelche Details gibt, die bekannt gemacht werden könnten, sondern weil sich irgendwann die Fakten, die das Ereignis aufklären und ausreichend erklären können, erschöpft haben. Nein, weil das, was danach kommt, mehr und mehr schiere Sensationsmache ist, die das Leid und die Qualen der Opfer und ihrer Angehörigen sowie die der Beinahe-Opfer und der Zeugen vergrößern.

In dieser Hinsicht kennen die deutschen Medien jedoch keine Gnade. Auf allen Kanälen breiten sie sich ununterbrochen und – nachdem die wichtigen Fakten und Informationen längst bekannt gemacht worden sind – über alle möglichen Facetten des Anschlags aus. Nichts ist zu unbedeutend. Hauptsache dieses große Thema kann noch ein wenig länger am Leben gehalten und ausgeschlachtet werden. Keiner kann diesem breit angelegten Dauerfeuer entrinnen. Vor allem eben auch diejenigen nicht, die von dem Anschlag betroffen sind.

Wenn irgendwo auf einer Autobahn wieder einmal ein schlimmer Unfall geschehen ist, dann wird in den Medien oft anklagend auf Gaffer hingewiesen, die die Arbeit von Polizei und Rettern sowie den Verkehr behindern. Doch in Bezug auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verhalten sich die ach so seriösen Medien nicht nur eigentlich genauso wie diese Gaffer, sondern noch schlimmer. Selbst für Unbeteiligte ist dieses ungehemmte Ausschlachten des schrecklichen Ereignisses und die damit verbundene Dauer-„Beichterstattung“ schwer zu ertragen. Ich jedenfalls werde heute kein Radio mehr hören, kein TV schauen und die betreffenden Berichte in den Online-Medien links liegen lassen.

Doch wie fürchterlich muss es erst für die Betroffenen sein, dieser nahezu substanzlosen medialen Dauerkonfrontation mit dem Ereignis ausgesetzt zu sein, diesem Herumbohren in der offenen Wunde, das nur noch Selbstzweck ist und lediglich die Sensationsgierigen, die „Gaffer“ befriedigt?

Wo sind die Politiker, die sich über die an Fakten uninteressierten, rein emotional agierenden Menschen (bzw. Wähler) beklagen, über die Verrohung der (politischen) Kultur und deswegen das „postfaktische Zeitalter“ ausgerufen haben? Fühlt sich keiner verpflichtet oder wenigstens dazu berufen, der Emotionen bedienenden, substanzlosen Dauerberichterstattung der Medien zum Schutz der Opfer und ihrer Angehörigen sowie der Werte unserer Gesellschaft Einhalt zu gebieten? Oder wenigstens mahnend den Zeigefinger zu erheben und an ein gewisses Maß an Selbstbeschränkung, Anstand und Rücksichtnahme zu appellieren? Nicht zuletzt auch deswegen, weil die völlig aus dem Häuschen geratenen Medien einmal mehr genau das tun, was sich alle jene wünschen, die Terroranschläge verüben?

Nein. Die Politik in Deutschland hat sich einmal mehr die Zügel von den Medien aus der Hand nehmen lassen. Der Schwanz wackelt wieder mit dem Hund. So wie beispielsweise auch im Fall Erdogan versus Jan Böhmermann wegen eines Schmähgedichts oder so wie in der Hochphase der Ukraine-Krise.

Es wird Zeit, dass sich daran etwas ändert. Denn eine solche Berichterstattung ist weder hilfreich noch erfüllt sie einen Informationsauftrag. Es ist – ob nun gewollt oder ungewollt – Politik.

Und wenn man es schon einmal so nennen will, dann sollte man die Frage stellen, inwieweit eine zunehmende Oligopolisierung bzw. eine zunehmende Konzentration von Marktmacht – so wie in der Medienbranche – nicht auch in allen anderen stark oligopolisierten Branchen gleichbedeutend ist mit politischen Nebenzentren.

So betrachtet vollzieht Donald Trump bei der Zusammenstellung seines Kabinetts lediglich eine längst faktisch gewordene Realität nach: Er besetzt die wichtigsten Ämter vornehmlich mit erfolgreichen, einflussreichen Top-Managern und Milliardären.

Wollen wir das? Kann es angesichts der heutigen politischen und wirtschaftlichen Situation, der ausgereizten Märkte und geldpolitischen Möglichkeiten, der latenten Dauerkrisen, des Terrors, überhaupt funktionieren?

Das anzunehmen, wäre ein Fehler. Denn das Problem sind gerade die hochkonzentrierten Märkte, die Oligopole und Oligopolisten selbst, die weder auf die Merkel´sche noch auf die Trump´sche Art zu blühenden Landschaften führen werden, wenn man sie auf die eine oder andere Art Politik machen lässt. Denn sie vermehren nichts und sie schaffen nichts Neues, sondern sie zehren lediglich von der Substanz des stetig schrumpfenden Rests der Welt.

Und in dieser Welt gibt es für die Medien, wie überhaupt für alle Marktmächtigen, kein Halten mehr, weil ihnen niemand mehr etwas entgegenzusetzen vermag. Auch und ganz besonders die Politiker nicht. Hören Sie Radio, schauen sie TV, lesen Sie Zeitung und Sie werden an Tagen wie heute hören und sehen können, wie diese Welt aussieht.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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43 KommentareKommentieren

  • Systemfrager - 20. Dezember 2016

    Donald Trump bei der Zusammenstellung seines Kabinetts … besetzt die wichtigsten Ämter vornehmlich mit erfolgreichen, einflussreichen Top-Managern und Milliardären.

    Ach neeeeee
    Oberfächlicher und naiver geht es kaum …
    Als ob es besser ist, wenn die Billigsten der billigen Opportunisten und Karieristen in der Politik hinter der Kulisse das Allerwerteste den Reichen …

  • Marja - 20. Dezember 2016

    “Mehr gibt es zu diesem Anschlag nicht zu berichten”

    2014 starben in Deutschland 800 Menschen durch Drogen.
    2014 starben in Deutschland 5000 Menschen durch Alkohol
    2014 starben in Deutschland 10000 Menschen durch Suizid.

    2014 starben in Deutschland 3500 Menschen im Straßenverkehr und 67000 Menschen wurden schwer verletzt.

    Die Zahlen stammen aus der offiziellen Todesursachenstatistik. Diese Zahlen sind aus vielen Gründen unzuverlässig und unterschätzen die Todesraten durch Sucht und Suizid.

    Über diese Toten wird kaum berichtet, – wäre auch zu traurig.

    • Peel - 21. Dezember 2016

      Was wollen Sie uns damit sagen?
      Ja, jede Sekunde sterben Menschen und jede Sekunde werden Menschen geboren.

  • Systemfrager - 20. Dezember 2016

    Ich dachte mir, nie mehr (in DE) wählen
    Nun, nach dieser “von niemandem” geahnter und “von niemandem” verschuldeten Tragödie werde ich vielleicht Gewissensbisse bekommen, wenn ich nicht wählen ginge – natürlich AfD.

    • Juespre - 21. Dezember 2016

      Solche Vorfälle wurden vorhergesehen und es wurde auch davor gewarnt, daß die Unterstützung und Teilnahme an völkerrechtswidrigen Angriffskriegen durch die Bundesrepublik Deutschland diese zur Kriegspartei und letztendlich zum Kriegsgebiet macht nach dem Motto ‘mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen’.

      Wer das nicht wollte wurde vom salbadernden Bundesgrüßaugust als Teil einer ‘glückssüchtigen Gesellschaft’ verhöhnt.

      Wer verbrecherische Aktivitäten von seinem Territorium aus zuläßt oder unterstützt macht sich mitschuldig. Das war doch auch die vom Wertewesten angeführte Begründung für den Überfall auf Afghanistan 2001 durch die Koalition der Willigen oder etwa nicht?

      Wer ist 2001 in Afghanistan einmarschiert hat und das Land völlig zerstört? Und warum?

      Wer hat die Republik Irak 2003 erobert und hunderttausende von Zivilisten massakriert? Und warum?

      Wer hat Libyen 2011 bombardiert und einen „failed state“ etabliert? Und warum?

      Wer hat die Lage in Syrien destabilisiert und versucht immer noch die Situation dort weiter zu verschärfen? Und warum?

      Wer unterstützt die täglichen, brutalen und primitiven Bombardierungen gegen das jemenitische Volk? Und warum?

      Ist es das, was man unter den Begriffen ‘westliche Werte’ und ‘christlich abendländischer Kultur’ zu verstehen ist?

      Falls ich wähle kommen für mich nur Parteien in Frage, die einen Austritt aus der NATO vorantreiben und der Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland an solchen Verbrechen ein Ende bereiten.

      • Peel - 21. Dezember 2016

        Die 12 Getöteten und 48 Verletzen haben ja wohl kaum Lybien bombardiert und Syrien destabilisiert. Also was wollen Sie uns sagen? Das die deutsche Pollitik verbrecherisch ist? Ja, da wäre ich dann bei Ihnen.

  • Holly01 - 20. Dezember 2016

    Hallo,
    um das vorweg klar zu stellen, ich suche weder eine Relativierung für die Tat, noch möchte ich Tatgründe “erklärbar” machen.
    Die Fakten sind nach wie vor dünn. Erstaunlich dünn, möchte ich anmerken.
    – Ein Mann kapert einen LKW und erschiesst den Fahrer, hat also eine Schusswaffe.
    – Dieser Man steuert den LKW über eine längere Strecke (handelt also rational).
    – Der Täter steuern den LKW in eine Menschenmenge, die einen Weihnachtsmarkt besucht.
    – Der Mann verläßt das Fahrzeug und flüchtet zu Fuß durch den Tiergarten (ein Park ohne Verkehr).
    – Der Mann wird verfolgt und der Verfolger ruft die Polizei, welche die Verhaftung vornimmt.

    Also als nicht Fachmann würde ich meinen so eine Tat ist entweder ein emotionaler Ausbruch, also irrational oder eine Hasstat, die minutiös geplant ist, um maximalen Schaden zu verursachen.
    Diese Tat ist aber weder noch.
    Gab es eine Schusswaffe wurde diese nur einmal eingesetzt.
    Der LKW als Waffe ist wie die furchtbaren Folgen zeigen eine fürchterliche Tatwaffe. Aber der LKW wurde kaum eingesetzt, das Gewaltpotential nur gering benutzt.
    Der Täter wollte ein Zeichen setzen und ist dann …. geflüchtet. das gab es angeblich auch in Belgien, mit einen Stunden langen Verfolgung.
    Die Verfolgung mit dem Medien Aufriss ist natürlich eine öffentlichwirksame Waffe.
    Richtig spannend ist die Verhaftung, sie erfolgte ohne Schusswechsel.

    Zumindest haben wir eine ganz ganz besondere Situation. Der Täter lebt.
    Sollte er nicht ganz überraschend in der Haft versterben, werden wir also einen Prozess erleben.

    Für mich als Laien ist die Tat eine politische. Das ist weder irrational, noch nach dem Schema eines Amoklaufs.
    Da stellt sich die Frage nach der Wirkrichtung und der Motivation.
    Unsere gesellschaft soll beeinflusst werden, also stellt sich die Frage:
    – wer will uns beeinflussen
    – was soll erreicht werden
    – welche Folgen will der Täter erreichen
    – wer steht hinter dem Täter (och nö, nicht wieder die Russen, das ist so abgedroschen)

    Einschätzen kann man (ich zumindest) noch gar Nichts. Ausser das die Opfer völlig willkürlich ausgewählt wurden und mit Berlin und Weihnachtsmarkt eine Kombi mit viel Aufmerksamkeitspotential gewählt wurde.

    12 (zwölf) Tote !! Das zumindest verlangt eine Strafe. Vielleicht ist das auch schon der Inhalt der Tat.
    12 Tote in Deutschland und der Umgang im Verhältnis zu tausenden Toten die wir in Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien und dutzende anderen Staaten mit unserer Politik in Kauf nehmen.
    Dann ist die Tat ein Zeichen an die Angehörigen in diesen Staaten und gar nicht auf Deutschland gerichtet.
    Das völlige Desinteresse dort gegen den Aufschrei hier. Möglich …..
    Holly

  • M.E. - 20. Dezember 2016

    Heute, an diesem bedrückenden Tag nach dieser sinnlosen Gewalttat, ging mir durch den Kopf: welch ein Glück, dass die Zeiten des extremsten Terrorismus in unserem Land hinter uns liegen.
    Vor nicht mal einem Menschenalter gab es in Deutschland alleine vor den Toren Weimars 56000 Terroropfer, unweit von Celle über 50000, nahe Oranienburg 40000, 10 KM von Rheinsberg entfernt 28000 Terroropfer, vor den Toren Münchens mindestens 28000. Um mal nur ganz wenige Beispiele zu nennen. Von den 3,5 Millionen Terroropfern auf dem Gebiet des heutigen Polen ganz zu schweigen.
    Damals, vor nicht mal einem Menschenalter, gab es in Deutschland hunderttausende aktive Terroristen und Millionen von Terrorhelfern. Darunter übrigens nicht ein einziger Islamist. Alles auf eigenem geistigen Dünnschiss gewachsen.
    Das soll nicht relativieren, was gestern an Entsetzlichem in Berlin geschehen ist. Jeder betroffenen Familie gilt mein Mitgefühl und mein Herz ist heute schwer. Aber wenigstens gegen eine Wiederholung der Art des Terrorismus wie vor mehreren Jahrzehnten können wir ja etwas tun, auch wenn die geistigen Erben dieser Terrorideologie noch unter uns sind. Gegen den von außen kommenden, heutigen Terrorismus tun wir uns vermutlich etwas schwerer. Ich fürchte, da kommt noch etwas auf uns zu.

    • Erhard - 20. Dezember 2016

      Vergiss nicht Stukenbrok. 70.000 Tote, verhungert, erfroren. Und das war nicht das einzige Vernichtungslager für sowjetische Kriegsgefangene.

      a^2

      • M.E. - 20. Dezember 2016

        Wie gesagt – nur einige Beispiele.
        Und natürlich gehen 20 Millionen russische Opfer (bzw. sowjetische – waren ja auch andere Ethnien darunter) auch auf das Konto der nationalsozialistischen Terroristen.

        • Peel - 21. Dezember 2016

          Was haben denn jetzt konkret die 12 Getöteten von Berlin mit den von Ihnen angeführten Opfern zu tun?

          • M.E. - 21. Dezember 2016

            Hallo Peel,
            alles Opfer von Terroristen in Deutschland.
            Ich wollte damit ausdrücken, dass wir in Deutschland reichlich Erfahrung mit Terrorismus haben.

  • Gundermann - 20. Dezember 2016

    Nach jedem Terroranschlag von Islam-Faschisten das gleiche “Spiel”: Die oben beschriebene, geradezu obszöne Berichterstattung; Politiker, die sich wahlweise in floskelhaften Beileidsbekunden ergehen oder den Fall als “Einzeltat eines Verwirrten” relativieren oder sofort alle legalen und illegalen Migranten verantwortlich machen oder weitere Einschränken der Grundrechte fordern (als “Sicherheitsmaßnahmen” maskiert).
    Dann kommen die zahllosen Ratschläge, was man tun oder lassen sollte, um den Terroristen nicht “in die Hände zu spielen” – verbunden mit der Behauptung, zu wissen, was diese wollen.
    Meine These: Das einzige was sie wollen ist das, was auch die sozialistischen Faschisten völkisch-nationaler, bzw. internationaler Ausrichtung und andere totalitär Gesinnte stets wollten: Alle Menschen dazu zu bringen, ihren abstrusen Vorstellungen vom Zusammenleben der Menschen bedingungslos zu folgen – und alle die das nicht tun, zu vernichten.
    Das war bei den Christen früher übrigens kein bisschen anders, Nur dass die Geschichte diese Ideologie entschärft hat – Reformation, 30-jährigem Krieg, französischer Revolution und Säkularisierung sei Dank.

    • Erhard - 20. Dezember 2016

      Bisher gibt es nicht den Schatten eines Belegs dafür, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handelte, nicht einmal, dass es überhaupt ein Anschlag war und nicht ein Fahrfehler eines Kriminellen, der einen Lkw entführt hatte. Lkw werden oft gestohlen, und nicht so selten entführt. Die Kantstrasse macht an ihrem Ende eine recht steile Linkskurve, ehe sie auf die Budapester Strasse stösst. Ein ortsunkundiger, mit schweren vollbeladenen Lastzügen nicht vertrauter Fahrer kann da sehr leicht von der Fahrbahn abkommen und in die Nordwestecke des Weihnachtsmarkts am Breitscheidplatz geraten. 50-60m sind ein realistischer Anhalteweg für einen solchen fehlgesteuerten Lastzug.
      Ohne weitere Belege gehe ich von einem kriminellen Hintergrund eher als von einem ideologischen aus. Die rechte Ecke hat schon Islam und Flüchtlinge gebrüllt, ehe auch nur der Schatten eines Belegs da war. Der pakistanische Flüchtling ist offenbar unschuldig.

      • M.E. - 20. Dezember 2016

        Naja,
        der erschossene polnische LKW-Fahrer ist schon ein klarer Hinweis auf eine Gewalttat.

        • Erhard - 21. Dezember 2016

          Kriminelle begehen Gewalttaten.

      • Systemfrager - 21. Dezember 2016

        Entweder, ist es eine Parodie
        über die Journalia der westlichen Qualitätsmedien (= der letzte moralische Dreck)
        oder du gehörst zu den westlichen Jornalia oder Politikern

  • Uwe - 21. Dezember 2016

    Lieber Stefan L. Eichner, verzweifelt jemand angsichts einer barbarischen Tat?
    Bricht die Panik aus, die sich die Verursacher oder ihre selbsternannten Nutznießer davon versprechen? Nein, nicht jetzt und auch nicht später. Was die Leute auf die Straße bringt und sie ermutigt, die Stimmkreuze bei der AfD zu machen, hat mit dem Fehler im System, sei es des Geldes oder der Politik, zu tun: Versagt eine Regierung, erheben sich Wähler, Unterdrückte. Sind wir froh, daß wir noch, wie in den USA tatsächlich wählen können. Wer hätte dies geglaubt? Ulrike Meinhof, meine ältere Mitschülerin hat dafür vielleicht gemordet. Ist es eine Frage des Scheiterns einer Ideologie, ist es eine Überlebensfrage von Ideologie? Alles, was uns hilft, wünsche ich uns: Frohe Feiertage: Mit Krachern, die den Krieg vertreiben, Lachern, die den Frust verleiden. Uwe

  • JL - 21. Dezember 2016

    Zuerst einmal mein herzliches Beileid an alle Opfer und deren Angehörigen und beste Genesung für die zu Schaden gekommenen Personen.

    Natürlich ist es richtig den/ die Täter intensivst zu suchen, festzusetzen und die Hintergründe dieser Tat offenzulegen, der zwischenzeitlich festgenommene Pakistaner wurde wohl wieder entlassen, da offensichtlich unschuldig. Aber offenbar wurden weder Autobahnen, Bahnhöfe oder Flughäfen im Raum Berlin gesperrt, eine Prozedur die sonst üblich ist bei einem so dramatisch- tödlichen Ereignis dieser Größenordnung- zumindest in anderen europäischen Großstädten.

    Und was Hauchen die Medien und Politiker über den Äther? Man braucht mehr Überwachung und Kontrollen, nein nicht an den Grenzen zu Deutschland sondern an tausenden Bahnhöfen, U- Bahn Stationen, Flughäfen und eben auch auf Weihnachtsmärkten und Silvesterpartys in Deutschland da es offenbar ein Anschlag mit islamistischen Hintergrund gibt.

    Nun hat man zwar immer noch nicht den/ die Täter aber offenbar jede Menge Glaskugeln auf den Bürotischen von Journalisten und Politvertretern. Wie kann man den etwas zuordnen wenn man immer noch im Dunkel dieser schrecklichen Tat tappt und wie kann man denn, im Gleichschritt sozusagen, schonmal vorsorglich mal wieder mehr Überwachung seitens verschiedener politischer wie medialer Schreihälse fordern.

    Natürlich kann es einen ideologischen Hintergrund dieser Tat geben, genauso gut aber auch einen anderen. Und genau das interessiert die Medienwelt mal wieder recht wenig, schließlich braucht man marktschreierische Gassenhauer, ob da irgendwelche Artikel im Nachgang wahr oder falsch sind interessiert hierbei heute herzlich wenig. Hier und jetzt nehmen sich Medien und Politiker trauriger Weise mal wieder die Freiheit heraus auf Kosten der Opfer sich profilieren zu wollen, Angst zu verbreiten und ein Mehr an Überwachung einzufordern anstatt Fakten aufzuarbeiten oder zumindest einmal polizeiliche und staatsanwaltliche Ermittlungsergebnisse abzuwarten um erst dann zu resümieren.

    Auf die Idee, einen Kondolenzbesuch bei den Angehörigen zumindest eines der zu Tode gekommenen Opfer bei den Familienangehörigen abzustatten kommt man natürlich nicht, genauso wenig wie man sich persönlich für die Verletzten in den Krankenhäusern eben nicht interessiert. Ein kurzes Statement mit „betroffen“ und „bedauern“ und den anderen üblichen Worthülsen muß schon reichen- schließlich muß man noch seinen Terminkalender abarbeiten.

    Nun ja, Morgen ein neuer Tag und da wird sicher auch wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Bubblegum@sofort-mail.de - 21. Dezember 2016

    @M.E
    Ja diese Nazi-Verbrechen sind monströs und durch nichts entschuldbar.
    Aber inzwischen werden 2,5 Nachkriegsgenerationen vom Gesinnungsterror für Verbrechen in Geiselhaft genommen, die sie gar nicht begangen haben.
    Jeden Tag in Rundfunk oder Printmedien Berichte über Juden und Naziverbrechen.
    Das ist Gehirnwäsche pur. Unerträglich und inakzeptabel.
    Denn der Jugend von heute wird die Möglichkeit einer unbeschwerten Zukunft genommen.
    Gleichzeitig entfällt eine dringend notwendige Diskussion über:
    1. Die Ursachen des muslimischen Terrors
    2. Die Kriegsverbrechen der Vereinigten Terror- und Folterstaaten von Nordamerika
    Und des Staates der Juden in Palästina
    Der Gesinnungsterror hat bisher bewirkt, dass mit keinem Wort weder von ARD noch vom ZDF darüber berichtet wurde, dass die Regierung Syriens Listen mit Namen von 14 in Ost-Aleppo gefangen genommenen Nato- Offizieren und mindestens 2 israelischen Offizieren veröffentlicht hat.
    Wünsche allen trotz allem eine gute und erholsame Nacht.

    Bubblegum

  • Systemfrager - 21. Dezember 2016

    Die herrschenden Klassen hatten bekanntlich immer Geld genug, um eigene Ideologen zu bezahlen, und wo es Nachfrage gibt, entsteht unverzüglich auch Angebot. Es steht in jeder Gesellschaft immer eine große Zahl von begabten und gut ausgebildeten Menschen zur Verfügung die bereit sind, ihre Fähigkeiten in den Dienst der Herrschenden zu stellen. Dadurch werden sie zu den so treffend genannten Schreibtischtätern, also zu geistigen Auftragskillern der herrschenden Klasse. Einer der bekanntesten Soziologen des vorigen Jahrhunderts, Pierre Bourdieu (1930-2002), hat diese Bereitschaft der Intellektuellen, sich geistig zu prostituieren, in eine griffige Formulierung gebracht: „Jede Fraktion der herrschenden Klasse hat ihre Künstler und ihre Philosophen, ihre Zeitungen und ihre Kritiker, genauso wie ihren Friseur, ihren Innenausstatter und ihren Schneider.“ Zu diesem „beherrschten Teil der Herrschenden“, wie er sie auch bezeichnet, gehörten früher alle, die sich als Vermittler zwischen Gott bzw. übernatürlichen Kräften und der Erde ausgegeben haben. Nach dem Anfang der Moderne, als sich die empirisch-rationalistische bzw. wissenschaftliche Weltanschauung durchsetzte, musste die Rechtfertigung von Macht und Reichtum in ein wissenschaftlich aussehendes Gewand gekleidet werden. An die Stelle der damaligen Geistlichen sind also „Wissenschaftler“ getreten. Die neoliberale Theorie hat die bisher erfolgreichsten quasiwissenschaftlichen Grundlagen für die Rechtfertigung der Machteliten im Kapitalismus geschaffen, indem sie sich das damals am höchsten angesehene wissenschaftliche Modell, nämlich das partikel-mechanische Modell der klassischen Physik, zunutze machte.

    Wenn man darüber nachdenkt, was diese Auftragsschreiber der heutigen Machteliten mit ihren Empfehlungen und Ratschlägen bewirkten und wie sie darauf reagiert haben, was dann geschah, drängt sich immer wieder die Frage auf, wie man mit diesen Menschen umgehen soll. Wäre es angebracht geduldig und verständnisvoll denen gegenüber zu sein, die selbst keine Geduld und kein Verständnis kennen? Was für einen Sinn und Zweck hätte es jene, die ständig von „schmerzhaften aber notwendigen Reformen“ labern, fair und rücksichtsvoll zu behandeln? Ganz bestimmt keinen. Das wäre sogar unverantwortlich der Menschheit gegenüber. Es wird nämlich keinen Frieden auf der Erde geben, ja vielleicht wird die Menschheit gar nicht überleben können, wenn wir nicht endlich aufhören, für einen kleinen Teil der Menschheit, nämlich diejenigen, die sich selbst zu den Eliten zählen, den Himmel auf Erden zu schaffen, aber den anderen die Hölle heiß zu machen. Heute sind die neoliberalen „Wissenschaftler“ diejenigen, die einer solchen Welt die Rechtfertigung und Legitimation liefern. Wir haben es mit schlechten Menschen zu tun, die Falsches tun. Es sind Menschen mit eiskalter Vernunft und einem Herz aus Stein. Sie haben keine Gewissensbisse, wenn sie wieder einmal die Mächtigen und Reichen zu Gewinnern und alle anderen zu Verlierern machen. Sie zucken nicht einmal zusammen, wenn die Folgen ihrer Ratschläge die elementarsten Regeln der Menschlichkeit verletzen und Unheil und Unglück anrichten. Es sind Menschen ohne eigene Identität, ohne Gewissen, ohne Scham. Man kann sie weder bloßstellen noch kränken, weil hinter ihrer Fassade oder Maske nichts ist. Man kann sie höchstens körperlich verletzen. Sie brechen nicht zusammen und es stürzt keine Welt für sie ein, wenn ihnen bewiesen oder wenn offensichtlich wird, dass sie Fälscher, Lügner und Schurken mit Vorsatz sind. Unlängst ist der Ausdruck „postfaktisches Zeitalter“ zum bekannten Schlagwort geworden. So ein Wort war in der Tat schon längst überfällig. Die geistigen Diener der Machteliten bringen jede nur denkbare Lüge mit solcher Leichtigkeit über ihre Lippen, wie sie Luft zum Atmen in ihre Lungen ziehen. Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als mit ihnen so klar und unfreundlich umzugehen, wie es das Gesetz und wissenschaftliche Redlichkeit erlauben bzw. gebieten. Wir sollten also jene, die keine gesellschaftlichen Werte anerkennen, offen und ohne Umschweife als die „letzten Menschen“ der kapitalistischen Kulturentwicklung, als die geistigen Prostituierten der herrschenden Klasse der sogenannten „freien Gesellschaft“ bezeichnen.

    Der Ökonom mit dem Hammer

  • Holly01 - 21. Dezember 2016

    Tja,
    nun ist das also ein ganz normaler Anschlag.
    Keine sicheren Beweise.
    Keine Täter die etwas aussagen können.
    Viel Meinung …… wenig Wissen ….

    Tote und Verletzte sind die einzigen Fakten …..
    Damit dreht sich meine Einschätzung zu stay behind und Staatsterror ……
    Die Islamisten haben an einer Radikalisierung der westlichen Gesellschaften gar kein Interesse und an einer Radikalisierung Deutschlands schon gar nicht.
    Die Atlantiker aber sehr wohl ……. also setze ich erst einmal auf die wahrscheinlichste Ursache als anzunehmenden Grund …
    Die westlichen Geheimdienste haben ja genug Zugriff auf “Ausländer asiatischen Typs” um uns alles erzählen zu können.
    lg Holly

    • M.E. - 21. Dezember 2016

      Jetzt fehlt nur noch die These, die islamistischen Anschläge in Brüssel, Paris, Nizza, Madrid und London hätte es gar nicht gegeben und seien eine Erfindung der staatlich gesteuerten Lügenpresse.
      Natürlich weiß derzeit niemand, ob es sich in diesem speziellen Fall um einen islamistisch motivierten Anschlag handelt, oder ob der/die Täter aus anderen Motivationen heraus gehandelt haben. Aber die These vom Staatsterror, also einem staatlich organisierten Anschlag, ist schon ganz schön irre.

      • Juespre - 21. Dezember 2016

        Also für mich gibt es nach dem NSU-Komplex nur sehr wenig was so irre ist, daß ich es von vorneherein ausschließe.

        Hat schon einer der üblichen Verdächtigen mehr Überwachung, staatliche Zensur und den Bundeswehreinsatz im Inneren gefordert? Offensichtlich ja:

        https://www.tagesschau.de/inland/innenminister-sicherheit-101.html

        http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/csu-reaktion-auf-anschlag-grenzen-dicht-bundeswehr-ins-inland/19160570.html

        Haben die bestehenden Überwachungsmaßnahmen den Anschlag verhindert oder zur Aufklärung beigetragen? Offensichtlich nicht.

      • Holly01 - 21. Dezember 2016

        Diese “tiefer Staat”, stay behind, Kampbusch, NSU, Celler Loch, Sauerland Terroristen usw usf Geschichte mag je bekloppt sein, aber sie ist für mich glaubhaft.
        Die Diskussionen über die dritte RAF Generation die G10 Gesetze und “unseren” Sicherheitsapperat, der ja autharke Verträge mit anderen Diensten schliesst, von denen “unsere” Politik selbst sagt, dass die da keine Kenntnisse haben, sind für mich ebenfalls glaubhaft.
        Ich möchte Sie aber nicht auffordern sich damit zu beschäftigen. Wenn das Vertrauen in den Staat erst weg ist, gibt es kein Zurück, man schläft sehr viel schlechter und man sieht vieles mit “anderen” Augen.
        Also bewahren Sie sich das was ich “Naivität” nennen würde, so lange es geht. Meine Sicht hat sich seit 9/11 auf diese “Wertegemeinschaft” völlig verwandelt.
        ich fand Echolon mal lustig … das ist lange her.
        Heute traue ich diesen Herrschaften schlicht Alles zu …. nur nichts Gutes.
        lg Holly

        • Holly01 - 21. Dezember 2016

          Madrid, London, Boston … alles das selbe Schema, welches sich auf 9/11 zurück verfolgen lässt.
          Diese Übungen die zeitgleich liefen, diese Fehler, diese Toten Terroristen (bis auf Boston, dem hat man ja, wie in vids zu sehen war in den Hals geschossen, als er sich ergeben hatte und dann beim Prozess so abgeschossen, das der auf seiner ganz eigenen Wolke im Gerichtssaal sass).
          Diese Flugzeige die verschwinden oder abgeschossen werden, wo die NATO nichts aber auch gar nichts vorlegen kann, während die Erfüllungsgehilfen die Tonbänder verschwinden lassen.
          Diese “Auswertung” von voice boxes in London, die nur als Text vorliegt, aber nicht als Tondokument.
          Wissen Sie, das könnten 3 Jährige im Kindergarten besser faken und Allem ist gemeinsam, dass es von “unseren” Geheimdiensten getan wurde. Ohne Russen, Chinesen oder Islamisten, aber mit Hilfe derer die die ganzen Gruppen in Syrien lenken, finanzieren und bewaffnen.
          Tut mir auch leid, aber ich glaub den kein Wort mehr ….. und so kommentiere ich das dann auch, aus meiner eingeschränkten Sicht.
          lg Holly

          • Holly01 - 21. Dezember 2016

            http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/liveblog-zum-terror-in-berlin-aktuelle-nachrichten-14583476.html

            Wie lächerlich .. man hat wieder einmal Ausweise gefunden?
            Irgendjemand überrascht? Nein? Ich auch nicht …

            • Holly01 - 21. Dezember 2016

              Die vids in Paris waren ersten schwarz weiss und zweitens geschnitten, Von einer Kamera aber geschnitten.
              das kann man an den Schatten und an den Schnittkanten sehen.
              Damit hat Frankreich Ausnahmezustand, die Proteste gegen die Politk wurden erstickt und die Gegenwehr der Gewerkschaften unmöglich gemacht.
              Also? cui bono?
              Die Amis haben seit 9/11 Ausnahmezustand .. die beste Demokratie die man kaufen kann ….
              Ich könnte endlos weiter schreiben ……
              Aber wozu?
              Entweder Sie leben in der gleichen persönlichen Wahrheitsblase wie ich oder Sie haben eine andere, dann wahrscheinlich inkompatible, dann führt da sowieso kein Weg zusammen …

            • Querschuss - 21. Dezember 2016

              ” man hat wieder einmal Ausweise gefunden” …auf manche Dinge ist eben Verlass.

    • Peel - 21. Dezember 2016

      Insbesondere das “Wir befinden uns im Kriegszustand” eines Saarländer CDU Innenministers ist ja der Ruf nach dem Kriegsrecht; vielleicht mit einem Seitenblick nach Frankreich.
      Offenbar sind die wahren Umfragezahlen zur AfD doch viel erschreckender als wir es von der Presse mitgeteilt bekommen! Hier erlebt Angela Merkel ja einen neuen Höhenflug an Beliebtheit.

  • paernu - 21. Dezember 2016

    zum Thema Verbrechen in der Vergangenheit ein sehr interessantes Gespräch auf KENFM, zu den geistigen Vordenkern von AH.
    https://kenfm.de/kenfm-spotlight-hermann-ploppa-ueber-gewaltspirale-und-terrorgefahr/

    Die haben halt immer ihre nützlichen Idioten, die für sie die Drecksarbeit machen. Aber solange wir in Links und Rechts denken, wird sich nichts daran ändern, solange kann der Hegemon mit seinen hiesigen Lakaien sein Spiel spielen.
    Eine selbstbewußte Nation zu sein, bedeutet die Grenzen kontrollieren, seine Kultur verteidigen und Ramstein schließen.

  • Georg Trappe - 22. Dezember 2016

    Ich halte es fuer wahrscheinlich, dass man die Kreation aeusserer Feinde, die an allem Schuld sind, weiter forciert voran treibt, um dann eine Stimmung zu haben und in einem Moment maximaler Konfusion, den Gewaltakt ausloesen zu koennen, der schon immer die Loesung derartiger Probleme war. Hauptsache das Publikum bleibt dumm und analysiert sich den Wolf auf Nebenkriegsschauplaetzen aka Weihnachtsmaerkten, Strandpromenaden, Flughaefen, nordafrikanischen Fruehlingen, ukrainischen Freiheitskaempfen, nordkoreanischen Raketen, im suedchinesischen Meer, usw. usf..

    Die tieferen Ursachen, der schlichte Betrug, sollen unentdeckt bleiben, damit man ihn zu Errichtung einer “Neuen Weltordnung” nach altem Muster mit verblueffender personeller Kontinuitaet nach dem grossen Knall wieder verwenden kann.

    http://georgtsapereaude.blogspot.com/2015/07/was-ist-eine-investition.html

    Wenn einem klar ist, dass diese eskalierenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte, „gemildert“ durch die Finanzmarktmagie (seltsam einseitige „Wertberichtigungen“) der Wall Street und der CoL, nicht nur die Buecher des Bankensystems fortlaufend fuellen, sondern durch das Bankensystem ausgeloest sind, weil die Banken durch den Aufkauf von unerfuellbaren Zahlungsversprechen (einklagbar), umlauffaehige Leistungsversprechen(nicht einklagbar) in Verkehr bringen, dann kann man diese „Peanuts“ http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/italien-milliarden-zur-bankenrettung-paket-gebilligt-a-1126963.html , ueber die man sich in Europa bevorzugt aufregt, getrost als das einordnen, was es ist. Die USA alleine schreiben Monat fuer Monat 40 bis 60 Mrd $ im Rest der Welt an. Und der Wirtschaftsweise Bofinger meinte dazu: „Die USA sind das einzige große Land, wo unsere Exporte richtig gut laufen. Wir müssten den Amerikanern jeden Tag eine Kerze anzünden dafür, dass sie die Politik machen, die unsere Regierung für falsch hält.“ Und das Absurde dabei ist. Er hat recht. So wie die Sache aufgesetzt ist, haben sich die Banken ein Geschaeftsmodell errichtet, das die Wirtschaft nur funktionieren laesst, wenn die Basis ihrer Einkuenfte aus Zinsdifferenzgeschaeften, das Bilanzvolumen, staendig waechst. Stopt die Kreditvergabe=Erzeugung wirtschaftlicher Ungleichgewichte, dann bricht das System deflationaer zusammen.
    Bevor die Welt das begreift, muessen aeussere Feinde, die alles schuld sind, die Willkommenskultur zu Weihnachtsmarktanschlaegen und Silvesternachtsuebergriffen missbrauchen, her. Denn wer will sich dem Kampf gegen solche Barbaren verschliessen?
    Der Ausnahmezustand, der seit 9/11 in den USA herrscht wird so auf Europa ausgedehnt.

    Halleluja

    • Holly01 - 22. Dezember 2016

      Hallo Hr.Trappe,
      auf Querschuesse dürften nur wenige sein, denen nicht klar ist, wie extrem ausgebaut die Positionen der Kapitalinhaber sind und wie katzbuckelnd die Politik, die Medien, die Wissenschaft und die Kunst dem “Geldadel” hinterherlaufen und nach dem Maul reden.
      Es ist in ganz Europa so und in den USA erst recht.
      Kann es da verwundern, das die Herrschaften (Herr von herrschen) diese Positionen auf ewig sichern wollen?
      Kann es da erstaunen, wenn die Mittel nach Bedarf reingesetzt werden und Moral oder Gemeinwohl keine Rolle mehr spielen?
      Dieses System, das wir haben und Demokratie nennen ist eben das, eine Demokratie im griechischen Sinn.
      10% Elite und der Rest Plebs, wobei die Mehrheit der Plebs auf keinen Fall die Elite in irgend einer Form dominieren dürfen.
      ….. läuft … sind nur zu viele Plebs, schliesslich reichen 20% der Menschheit, um das heutige Niveau an Wohlstand der Herrschaften zu erzeugen und zu sichern.
      Wozu sollten die die 80% weiter mit schleppen?
      Aus #Humanität# ? ROFL, er hat lol gesagt …….
      lg Holly

      • Georg Trappe - 23. Dezember 2016

        Macht waere keine Macht, wenn es anders waere. Die Herrschaft der Wenigen ueber die Vielen eine ewige Geschichte. Es gibt aber qualitative Unterschiede der Herrschaft. Und die Idee war, die Herrschenden an bestimmte Verpflichtungen gegenueber den Beherrschten zu binden. Z.B. die Wahrung von Menschenrechten. Gleichbehandlung vor dem Gesetz usw. Aber das ist alles kein Thema mehr, wenn die Renditeerwartungen nicht erfuellt werden. Postmodern / Refeudalisiert eben.

        Frohes Fest

  • Holly01 - 22. Dezember 2016

    Habt Ihr euch schon einmal die beiden Fotos von dem Verdächtigen angeschaut?
    Der ist wirklich clever und hinterhältig.
    Der hat nicht nur die Frisur geändert, sondern auch noch die Kopfform. Die Nase hat er wohl operieren lassen.
    Die Augenform ist schwer zu beurteilen, weil der bei einem Foto die Augen etwas kneift, aber ich würde sagen, die sind auch retuschiert.
    Dann zupf der Hansel auch noch seine Augenbrauen und färbt offensichtlich sein Haar.
    Hammer was sich manche einfallen lassen …..
    lg Holly

    • Peel - 23. Dezember 2016

      Der mutmaßliche Täter des Berlin-Attentats wurde in Mailand erschossen. Na, das passt ja in das schon bekannte Bild – Ausweis am Tatort und Täter tot.

      Schon gestern prophezeite EWKreutzer folgendes:
      Im Fußraum des LKWs, der in Berlin durch die Buden eines Weihnachtsmarktes fuhr, hat der flüchtige Fahrer ein Papier hinterlassen, das geeignet war, seine Identität zu verraten.
      Das ist nicht neu. Wer die Informationen zu den Terroranschlägen in westlichen Ländern seit 9/11 verfolgt, erkennt, dass dies ein sich wiederholendes Muster ist. Nach diesem Muster ist die Aufklärung des Falles mit dem Auffinden solcher Identitätspapiere abgeschlossen, weil der Täter entweder bei der Verübung der Tat oder spätestens bei seiner Entdeckung stirbt und keine Aussage mehr machen kann.
      Es darf darauf gewettet werden. (Quelle: http://www.egon-w-kreutzer.de/003/tk161221.html)

      Die Wette hat er gewonnen. Möglicherweise finden die Wahlen 2017 auch garnicht mehr statt und Murksel regiert mit Notverordnungen weiter – dann wirklich ohne jede parlamentarische Kontrolle und demokratische Legitimation.

  • Bubblegum - 23. Dezember 2016

    Und wieder wurde der Attentäter von Berlin erschossen!
    Wie konnte ich nur so naiv sein, zu glauben das Attentat von Berlin sein eine Geheimdienstoperation, und unsere Behörden in Deutschland absolut unfähig?
    Ich gelobe zu Weihnachten Besserung.
    Trotz allem wünsche ich Euch ein frohes Fest.
    Bubblegum

  • SLE - 23. Dezember 2016

    @alle

    Ich schließe mich Bubblegum an und wünsche hiermit allen schöne Weihnachten!

    SLE

  • Holly01 - 23. Dezember 2016

    Allen ein frohes Fest, schöne Feiertage, Gesundheit und Frieden.
    lg Holly

  • JL - 24. Dezember 2016

    Auch meinerseits ein geruhsames und friedliches Weihnachtsfest.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Basisdemokrat - 26. Dezember 2016


    BD