Archiv September 2007

“Sozialhilfe für Spekulanten”

von am 19. September 2007

Ein 0,5% Zinscut am Dienstagabend. - Sozialhilfe für Spekulanten - Wie erwartet, die US-Notenbank (FED) senkt den Leitzins! Die Senkung um 0,5% auf 4,75% fällt deutlich aus! Zu dem reduzierte sie den Diskontsatz ebenfalls um 50 Basispunkte auf 5,25 Prozent. Diesen Satz hatte die Fed wegen der Verspannungen am Interbankengeldmarkt bereits am 17. August 2007 um 50 Basispunkte gesenkt. Die Märkte reagieren euphorisch! Alles steigt, Dow Jones, Gold, Öl nur einer fällt, der Dollar. Die Inflationierung wie im Blog, als vorerst wahrscheinliches Szenario vorhergesehen, startet durch. Rettung für die Spekulanten und letzter Aufschub für ein krankes Finanzsystem. Der Versuch die Kreditkrise und die Verluste daraus mit einem Aufpumpen, wenn auch anderer Finanzinstrumente zu lösen. Den Konsumenten in den USA werden die Preisexplosionen bei den Rohstoffen und die importierte Inflation durch eine schwache Währung weiter die Kaufkraft rauben und das Schneeballsystem kommt nur etwas später zum Stoppen.

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“General Motors-American Way?”

von am 17. September 2007

Der schleichende Niedergang der US-Autoindustrie und des gutverdienenden US-Facharbeiters erreicht eine neue Dimension. Der US-Autobauer General Motors (GM) mit Firmensitz in Detroit hat sich mit der US-Automobilgewerkschaft United Auto Workers (UAW) auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. General Motors ist es in den Verhandlungen mit der UAW gelungen, sich großer Teile der zukünftigen Verpflichtungen der betrieblichen Krankenversorgung der 370'000 Pensionäre zu entledigen. Die UAW wird ab 2010 ausschliesslich die Gesundheitskosten der Pensionäre mit Hilfe eines selbstverwalteten Fonds tragen.

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Peak Kredit, Peak Öl und Peak Mensch

von am 10. September 2007

Der große Anstieg der Weltbevölkerung wurde durch eine weltweite Kredit- und Energieexpansion (Öl und Gas) ermöglicht, nun stößt er an seine Grenzen! Die Tragfähigkeit des [mehr…]

“Contraindikator des Tages”

von am 7. September 2007

Contraindikator des Tages: Bundeskanzlerin Merkel hat auf dem Verbandstag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Berlin vor Überreaktionen der Politik wegen der US-Hypothekenkrise gewarnt. Es gebe „wichtige Signale, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht wesentlich gestört wird“ - Oh doch - sinkende Vermögenswerte, steigende Energie,- Öl,- und Nahrungsmittelpreise, Auswüchse bei schlecht bezahlten Jobs – dies hat gewiss keine Auswirkung auf den Konsumenten und natürlich schon gar nicht auf die deutsche Wirtschaft. - Vertrauen ist alles - Die Exzesse der Finanzmärkte werden nicht erkannt, nicht ansatzweise verhindert und in dem Moment wo sie offensichtlich für jeden zu Tage treten, werden sie gesundgebetet.

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Tag der Abrechnung naht

von am 6. September 2007

Ob Immobilienkrise, ein schwacher US-Dollar, ein katastrophale Staatshaushalt oder der Irakkrieg, es sieht nicht gut aus für die USA. Wie bei allen Imperien ist die Kraft einer Weltmacht immer Spiegelbild seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Neuer Höhepunkt der negativen Entwicklung ist der Bruch der 9 Billionen Dollar-Marke bei der Staatsverschuldung. 9005000000000 Dollar beträgt die explizite Staatsschuld seit gestern. Bemerkenswert dabei, die gesetzlich vorgeschriebene Verschuldungsgrenze, zuletzt vom US-Kongress im März 2006 auf 8,965 Billionen Dollar angehoben, wurde einfach ignoriert, ein klarer Gesetzesbruch und Beleg für den aktuellen maroden Finanzzustand der Supermacht.

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“Enron statt Illusion”

von am 5. September 2007

In den letzten Tagen gab es erste Kommentare in den Medien, dass das schlimmste der Kreditkrise überstanden sei. Die sich erholenden Aktienmärkte stützten dieses Szenario. Die Realität ist eine andere, eine platzende Immobilienblase von dem hohen Niveau aus, mit all seinen Verwerfungen, wie die laxe Kreditvergabe, den auf den Hypotheken draufgesattelten Kreditverbriefungen und Derivaten, ist nicht nach ein paar Wochen vorbei. Im Gegenteil sie beginnt sich, in ihren Auswirkungen erst zu entwickeln. Von einer Entwarnung kann keine Rede sein. Es ist der Beginn der Korrektur der größten Kreditexzesse aller Zeiten! Kein Problem wurde bisher gelöst, sondern nur mit Geld der Notenbanken kurzfristig überdeckt.

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