Archiv September 2010

Japans Industrieproduktion sinkt im August

von am 30. September 2010

Wie eigentlich schon das gesunkene japanische Exportvolumen vermuten ließ, sank im August 2010 auch der Output der japanischen Industrie. Um -0,3% zum Vormonat sank der saisonbereinigte Industrieoutput laut Japans Handelsministerium und wieder waren Analysten und Ökonomen überrascht, denn in der Median Schätzung der durch Bloomberg befragten 26 Ökonomen war ein Anstieg von +1,1% erwartet worden.

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Gewinn vs. Investition?

von am 30. September 2010

Gastbeitrag von Tourist

Es ist sehr erstaunlich, wie man sich so dermaßen selbst was vormachen kann bzgl. eines substanzvollen wirtschaftlichen Aufschwungs, wie man es in den letzten Tagen in der deutschen Presse erleben darf. Vgl. hierzu: Querschuesse.de/konsumboom, Querschuesse.de/ifo-index-steigt-den-4-monat-in-folge

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“Vertrauen in US-Massenmedien auf dem Tiefpunkt”

von am 30. September 2010

Das US-Meinungsforschungsinstitut Gallup veröffentlichte gestern seine Ergebnisse zur Umfrage unter erwachsenen US-Bürgern zum Vertrauen in die Massenmedien. Bereits das vierte Jahr in Folge sinkt das Vertrauen der Amerikaner in die gelieferten Informationen der Massenmedien, im Umkehrschluss steigt die Zahl derer, die wenig bis gar kein Vertrauen in die Informationen der Massenmedien hegen, auf erwähnenswerte 57% im Jahr 2010.

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PI(I)GS sind kredit- und ölabhängig

von am 29. September 2010

Die PI(I)GS-Staaten sind mit ihrem Modell der Defizitkonjunktur bereits am Ende der Fahnenstange angekommen. Mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wurde über Kredit kaschiert und in Folge sind alle Bereiche der Gesellschaft hoffnungslos überschuldet. Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise wurden diese  Fehlentwicklungen offengelegt und das Vertrauen der Finanzmärkte in die Zahlungsfähigkeit erschüttert.

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Mutlose US-Verbraucher

von am 28. September 2010

Heute veröffentlichte das Conference Board die Daten zum US-Consumer Confidence Index. Das Verbrauchervertrauen sank im September 2010 kräftig, um -4,7 Indexpunkte auf 48,5 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 7 Monaten.

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Konsumboom?

von am 28. September 2010

Fast täglich grüßt das Murmeltier bzw. der deutsche Aufschwung. Heute wird mal wieder der der Gfk-Konsumklimaindex als Beleg zelebriert. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt den Index an Hand ihrer monatlichen Umfrage bei 2000 Konsumenten, die für September eine spürbare Verbesserung ihrer Verbraucherstimmung signalisieren. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung der Konsumenten steigen an.

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Japans Exporte sinken kräftig im August

von am 27. September 2010

Nach den heutigen Daten des japanischen Finanzministeriums sind die Exporte von Waren und Gütern im August 2010 um +15,8% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die war die schwächste prozentuale Steigerung seit 8 Monaten!

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“Skandalöse Entwicklung”

von am 27. September 2010

Die aktuelle Nachrichtenlage in Deutschland macht die sich aufstauende Schieflage bei den politischen Entscheidungen offensichtlich! An die Hypo Real Eastate wurden im Zuge der Bankenrettung 142 Mrd. Euro an staatlichen Garantien gegeben und sie wurde zusätzlich mit einer staatlichen Rekapitalisierung von 9,95 Mrd. Euro ausgestattet. Die Banker welche 2009 mit der HRE einen Verlust von -2,236 Mrd. Euro einfuhren, erhalten nun als "alternativlose Leistungsanerkennung" 25 Millionen Euro an Boni.

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“Schwache Daten vom US-Immobilienmarkt”

von am 25. September 2010

Die Neubauverkäufe (New Home Sales) in den USA verharrten im August 2010 ganz in der Nähe der historischen Tiefststände, seit Beginn der Datenerhebung durch das US-Census Bureau im Januar 1963! Die Neubauverkäufe lagen im August 2010 unverändert bei 288‘000 Wohneinheiten saisonbereinigt und aufs Jahr hochgerechnet (SAAR)! Dies war eine Veränderung von +/-0,0% zum Vormonat mit revidierten 288'000 (ursprünglich 276'000) und von -28,9% zum Vorjahresmonat von 405'000 Wohneinheiten.

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“Ifo-Index steigt den 4. Monat in Folge”

von am 24. September 2010

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im September 2010 zum vierten Mal in Folge auf den höchsten Stand seit Juni 2007 gestiegen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg leicht auf 106,8 Punkte, nach 106,7 Zählern im Vormonat, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) heute mit.

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“Reallöhne auf dem Niveau wie vor 19 Jahren”

von am 23. September 2010

Die schwache Lohnentwicklung in Deutschland und damit moderat steigende Arbeitskosten und vor allem auf Grund der hohen Produktivität langsam steigende Lohnstückkosten haben in den letzten Jahren neben der Euro-Einführung die Wettbewerbsposition Deutschlands enorm verbessert und zum Exporterfolg wesentlich beigetragen.

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“Auftragseingänge in der EU sinken”

von am 22. September 2010

Wie hier erwartet, verdichten sich immer mehr die Hinweise, dass die wirtschaftliche Dynamik nachlässt. Das Europäische Statistikamt Eurostat berichtete heute, dass im Juli 2010 in der Eurozone die Auftragseingänge der Industrie um saisonbereinigte -2,42% zum Vormonat sanken. Dies war der stärkste monatliche Rückgang seit Dezember 2008. Befragte Volkswirte hatten nur einen Rückgang von -1,6% erwartet, so dass die Schlagzeile: "Eurozone-Auftragseingang sinkt im Juli unerwartet stark", lautete.

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“Gewerbliche US-Immobilien mit -3,1% im Juli”

von am 21. September 2010

Die Ratingagentur Moodys hat die neuesten Daten zu den gewerblichen Immobilienpreisen in den USA für den Monat Juli 2010 veröffentlicht. Der Moody’s/REAL All Property Type Aggregate Index (CPPI), ein Preisindex, fiel im Juli um -3,1% zum Vormonat auf 108,98 Indexpunkten, nach 112,51 Indexpunkten im Vormonat! Im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 117,56 Indexpunkten fielen die Preise um -7,3%.

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“Die Not mit der Schönfärberei”

von am 19. September 2010

Spiegel-Online gab sich heute zum wiederholten Male als Sprachrohr der unkritischen XL-Aufschwungspropaganda her. Not auf dem Jobmarkt: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus, lautete die Überschrift eines Artikels der die Aufschwungsthesen und seine Segnungen auf den Arbeitsmarkt und den angeblichen Fachkräftemangel in Deutschland zeichnet. Dies verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit von alternativen Informationsangeboten, um ein klareres Bild von der wirtschaftlichen Lage zu zeichnen.

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“Rohstahlproduktion sinkt”

von am 18. September 2010

Um die Entwicklung der weltweiten Konjunktur zu beurteilen ist ein Blick auf die Rohstahlproduktion als ein wichtiger Grundstoff für die Produktion hilfreich. Gestern berichtete die Japan Iron and Steel Federation (JISF), dass die Rohstahlproduktion in Japan im August 2010 um -3,5% zum Vormonat auf 8,899 Millionen Tonnen gesunken ist, nach 9,223 Millionen Tonnen im Vormonat. Die Rohstahlproduktion fällt damit auf den tiefsten Stand seit 5 Monaten und dies deutet auf eine Abkühlung der Nachfrage, vor allem aus China hin. Zum Hoch im Mai 2010 fällt die Rohstahlproduktion bereits um -8,5%. Zum Vorjahresmonat stieg der Rohstahloutput zwar noch um +7,1%, aber dies war die schwächste Wachstumsrate seit 9 Monaten.

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“Consumer Sentiment bleibt schwach”

von am 17. September 2010

Der US-Consumer Sentiment Index, ermittelt von Thomson Reuters und der University of Michigan sank gemäß den ersten vorläufigen Daten für September 2010 auf 66,6 Punkte, nach 68,9 Punkten im August. Die Daten kamen "überraschend" schlecht an, denn die von Bloomberg im Vorfeld ermittelte Konsensschätzung, aus einer Umfrage unter 65 Ökonomen und Analysten sah dagegen einen Anstieg des Verbrauchervertrauens auf 70 Punkte vor.

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“ECRI US-WLI Growth mit leichter Erholung”

von am 17. September 2010

Der US-Weekly Leading Index des Economic Cycle Research Institute (ECRI), als ein Frühindikator für die Wendepunkte von Konjunkturzyklen, steigt nach den heutigen Daten für den 10.09.2010 auf 122,6 Indexpunkte, nach 122 Punkten in der Vorwoche. Die um die Volatilität abgemilderte geglättete 12-Monatswachstumsrate steigt auf eine Rate von -9,2%, nach -10,1% in der Vorwoche und nach +23,2% in der Vorjahreswoche.

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“43,569 Millionen unter der Armutsgrenze”

von am 17. September 2010

Gestern veröffentlichte das U.S. Census Bureau, das statistische Bundesamt der USA, seinen jährlichen Bericht zum Stand der Einkommen, der Armut und den der Krankenversicherten 2009. Die offizielle Armutsquote stieg im Jahr 2009 auf 14,3%, nach 13,2% in 2008 und markierte 2009 den höchsten Stand seit 1994. Beschämende 43,569 Millionen US-Bürger mussten 2009 unter der Armutsgrenze leben:

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“Foreclosures ziehen wieder an”

von am 16. September 2010

Der Immobiliendatenanbieter RealtyTrac berichtet heute von steigenden Anträgen auf Zwangsversteigerungen in den USA für den Monat August 2010! Die Anträge auf Zwangsversteigerungen (Foreclosures) stiegen um +4,18% zum Vormonat auf 338'863, nach 325'229 im Vormonat. Seit 18 Monaten in Folge liegen die Anträge auf Zwangsversteigerungen über 300'000!!

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“PKW Zulassungen in Europa sinken mit Dynamik”

von am 16. September 2010

Wie europäische European Automobile Manufacturers' Association (ACEA) heute in Brüssel mitteilte schrumpfte der europäische Automarkt im August 2010 kräftig weiter und dies steht somit etwas im Gegensatz zum sonstigen medialen Sommermärchen. Im August sanken die PKW-Neuzulassungen in der EU 27 um -12,9% zum Vorjahresmonat auf 701'710 PKW-Einheiten, nach -18,6% im Juli 2010. Der August ist saisonal bedingt ein schwacher Verkaufsmonat, deshalb ist ein Vergleich zum Juli mit zugelassenen 1,032893 Millionen Fahrzeuge nicht wirklich sinnvoll. Als Gründe für die Rückgänge gab die ACEA neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auch das Auslaufen der staatlichen Abwrackprämie an.

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“Output der Industrieproduktion in Europa”

von am 15. September 2010

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) gab gestern die Daten zur europäischen Industrieproduktion für den Monat Juli 2010 bekannt. Der Output der Industrieproduktion blieb in den Mitgliedsstaaten der Eurozone und in der EU27 nahezu unverändert zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es in der Eurozone um +7,1% aufwärts und in der EU27 um +6,8%! Die Aufwärtsdynamik lässt deutlich nach und sie geht in eine Seitwärtsbewegung über.

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“5,8 Mrd. Dollar täglich!”

von am 14. September 2010

Das Monthly Treasury Statement, der Bericht zum US-Bundeshaushalt (Federal Budget) von gestern, für den Monat August 2010, weist ein Defizit von -90,526 Mrd. Dollar aus, nach 103,555 Mrd. Dollar im Vorjahresmonat. Das Defizit wies sogar den niedrigsten Stand für einen Monat August seit 2006 auf. Allerdings ist der US-Bundeshaushalt seit 23 Monaten in Folge im Defizit und auch fürs das Fiskaljahr 2009/10 bis Ende nächsten Monats bringt das geringere Defizit im August kaum eine Entlastung.

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“Viel Emotionen – aber wenig Fakten”

von am 13. September 2010

Wenn man die verfügbaren Daten zur Bevölkerungsentwicklung und zur Migration in Deutschland betrachtet, wird sofort deutlich, was für eine Migranten-Phantomdiskussion im Lande geführt wird, zumal wenn man die Situation im Komplex und auch volkswirtschaftlich betrachtet. Bezeichnend für diese Diskussion ist, dass sie von viel Emotionen und wenig Fakten getragen ist, dieses Defizit an faktischer Information soll nun dieser Blogeintrag versuchen zu füllen.

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“HRE mit weiteren 40 Mrd. Euro Staatsgarantie”

von am 10. September 2010

Während der Deutsche Michel seinen Erlöser Sarrazin herbeisehnt und damit auf ein nicht nur von den Medien zelebriertes großangelegtes Ablenkungsmanöver hereinfällt, siehe "Divide et impera", wird bei der Hypo Real Estate (HRE), der einzigen deutschen Bank die sogar beim Stresstest ohne Stress durchgefallen ist, nochmal kräftig nachgelegt.

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“Experten und die Realität”

von am 10. September 2010

Es ist manchmal schwer nachzuvollziehen zu welchen Ergebnissen manche "Experten" so kommen, obwohl mit allen notwendigen Ressourcen ausgestattet, wie die des World Economic Forum (WEF) bei ihrer Betrachtung der globalen Wettbewerbsfähigkeit. So lag die USA von 139 betrachteten Nationen an 4. Stelle noch vor Deutschland mit dem 5. Platz (1. Schweiz, 2. Schweden, 3. Singapore, 6. Japan, 7. Finnland..., 12. Großbritannien, 15. Frankreich, 27. China). Zugegeben die Bewertungskriterien waren erweitert, so auf Institutionen, Infrastruktur, makroökonomisches Umfeld, Gesundheit und Grundschulbildung, Hochschulbildung und Ausbildung, Effizienz der Gütermärkte, Arbeitsmarkteffizienz, Entwicklungsgrad der Finanzmärkte, technologischer Entwicklungsgrad, Marktgröße, Entwicklungsgrad der Unternehmen und Innovationen.

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