Archiv April 2011
Am Donnerstag berichtete das griechische Statistikamt (ELSTAT) von einer offiziellen Arbeitslosenquote in Griechenland für Januar 2011 in Höhe von 15,1%, nach 14,8% im Dezember 2010, nach 13,9% im November 2010 und nach 11,3% im Vorjahresmonat. Es geht weiter “aufwärts”, um +23’149 Arbeitslose bzw. um +3,2% zum Vormonat und um +189'663 bzw. um +33,4% zum Vorjahresmonat, auf 756'795 Griechen ohne Job.
Wie das Statistikamt, National Bureau of Statistics of China, heute mitteilte stiegen die chinesischen Konsumentenpreise im März 2011 mit +5,4% zum Vorjahresmonat, um die höchste Rate seit Juli 2008 an. Die Nahrungsmittelpreise zogen sogar um +11,7% an!
Das hier in den Querschuessen bereits ausführlich dokumentierte Griechenland-Desaster, belegt auch heute wieder einmal, dass alle bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise trotz Griechenlandhilfe und Euro-Rettungsschirm nahezu wirkungslos verpuffen. Heute erklomm die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen ein neues Hoch mit 13,26% und die Rendite der 2-jährigen Staatsanleihen schoss sogar auf 17,85%.
Laut der heutigen Mitteilung der chinesischen Zentralbank (The People's Bank of China (PBoC)) stiegen die Währungsreserven Chinas Ende März 2011 auf 3,0447 Billionen Dollar, nach 2,8473 Billionen Dollar Ende 2010.
Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) berichtete von einem verhaltenen Jahresstart und von einem leichten Anstieg der Zahl der Leiharbeiter im Februar 2011. Nach Berechnungen des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des BZA und als Fortschreibung der amtlichen Daten der Bundesagentur für Arbeit, ermittelte man für Februar 2011 insgesamt 873’000 Leiharbeiter in Deutschland, nach 860'000 im Januar und nach 877'000 im Dezember 2010. Damit schwächt sich die Dynamik des Stellenaufbaus in der Leiharbeit deutlich ab.
Wie die Deutsche Bundesbank heute mitteilte stieg der Bruttoschuldenstand des deutschen Staates (Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen einschließlich der zuzurechnenden Extrahaushalte) zum Ende des Jahres 2010 auf 2,080 Billionen Euro. Dies entsprach einem Anstieg zum Vorjahr von +319 Mrd. Euro. Der Bruttoschuldenstand des Staates stieg 2010 auf 83,2% des nominalen BIPs. Damit wurden von der Bundesbank die vorläufigen Daten vom 21.02.2011 nach oben korrigiert. [mehr…]
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, stieg im März 2011 der Index der Großhandelsverkaufspreise um +1,3% zum Vormonat und um satte +10,9% zum Vorjahresmonat an und damit um die höchste Rate seit Oktober 1981.
Gemäß einem Vorabbericht, von Bloomberg, in Bezug auf die noch nicht veröffentlichten Daten der chinesischen Automobilvereinigung (China Association of Automobile Manufacturers), hat sich die Dynamik bei den PKW-Verkäufen in China signifikant abgeschwächt. Um nur noch +2,77% zum Vorjahresmonat stieg der unbereinigte Absatz von PKWs auf 1,3 Millionen Fahrzeuge, nach 1,264958 Millionen im März 2010. Vor einem Jahr im März betrug der Anstieg zum Vorjahresmonat noch +63,8%.
Nach den gestrigen Daten des US-Handelsministeriums sank im Februar 2011 das Exportvolumen der USA bei Waren, Gütern und Dienstleistungen um saisonbereinigte -1,45% zum Vormonat, nach 5 Monaten Anstieg in Folge. Auch die saisonbereinigten Importe sanken im Februar um -1,69% zum Vormonat.
Der offizielle Consumer Price Index (CPI) des griechischen Statistikamtes (ELSTAT) stieg im März auf 108,32 Indexpunkte (2009=100) bzw. um +4,5% zum Vormonat.
Nach den relativ schwachen chinesischen Außenhandelsdaten im Februar 2011, die wohl doch vor allem auf das chinesische Neujahrsfest zurückzuführen waren, trumpfte China im März mit einem Allzeithoch beim Import, mit einem Volumen von 152,06 Mrd. Dollar auf. Allerdings zeigt sich dabei auch die äußerst unschöne importierte Inflation, denn die Einfuhrpreise für diverse Rohstoffe schossen im 1. Quartal 2011 und noch mal beschleunigt im März in die Höhe.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, stiegen die Exporte Deutschlands im Februar 2011 um +21,0% im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Im Vergleich zum Vormonat ging es bei den unbereinigten Daten um kräftigere +6,9% aufwärts, auf ein Volumen von 84 Mrd. Euro.
Der heutige Handelstag bringt auch beim Brent Oil ein neues Verlaufshoch. Der Brent Oil-Future stürmte knapp an die 127 Dollar-Marke. Immer drängender stellt sich die Frage, wann die enormen Preissteigerungen beim Rohöl und den anderen Industrie- und Agrarrohstoffen die Nachfrage auf breiter Front einbrechen lassen werden.
Die Liquiditätshausse treibt den Silberpreis in neue Höhen. Heute Morgen notierte die Feinunze Silber bereits bei über 40 Dollar und schoss im Handelsverlauf im Hoch auf 40,92 Dollar (+3,3% zum Vortag).
Laut dem spanischen Finanzministerium stieg der Bruttoschuldenstand der öffentlichen Haushalte 2010 um +65,237 Mrd. Euro auf 540,639 Mrd. Euro im Jahr 2010 an. Diese Daten differieren zwar zu denen von Eurostat gemäß Maastricht Definition veröffentlichten Bruttoschuldenstand von zuletzt 611,198 Mrd. Euro für das 3. Quartal 2010, aber sie dokumentieren, das ungebrochene starke Wachstum der spanischen Staatsschulden.
Heute veröffentlichte das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in der Eurozone und in der EU27, darunter auch die Daten für Spanien. Bereits gestern im Querschuss Spaniens Arbeitslosenzahlen auf Rekord! wurde mit Verweis auf die sinkenden realen Arbeitnehmerentgelte von -4,2% in Q4 2010, im Vergleich zum Vorjahresquartal, darauf hingewiesen das sich Spanien im destruktiven ökonomischen Griechenland-Style bewegt. Die heutigen schwachen Einzelhandelsumsätze für Februar 2011 bestätigen dies.
Die Rohstoffhausse ist ungebrochen, auch gestern generierten einzelne Rohstoffe neue Verlaufshochs. Wie explosiv die Preissteigerungen sind, zeigt ein Blick auf den CRB-Spot Index: [mehr…]
Das spanische Arbeitsministerium berichtete heute für den Monat März einen Anstieg der registrierten Arbeitslosen von +34'406 bzw. von +0,8% zum Vormonat, auf 4,333669 Millionen Spaniern ohne Jobs. Diese Zahl markierte ein neues Hoch, auch wenn sich die Dynamik des Anstiegs im März abschwächte. Bemerkenswerter Weise verloren 15'000 Spanier aus Dienstleistungssektor ihren Job, gefolgt von 7'500 Jobs aus der Landwirtschaft, der "Rest" ging auf die Industrie und das Baugewerbe, welche die Masse des Stellenabbaus bereits hinter sich gelassen haben.
Im März 2011 stiegen die unbereinigten Neuzulassungen von Personenkraftwagen (PKWs) in Deutschland, laut dem Kraftfahrzeugbundesamt, kräftig (u.a. saisonbedingt) um +46,11% zum Vormonat auf 327’921. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Neuzulassungen um +11,4%, nach +15,2% im Februar. Nur 41,7% der 327'921 PKWs waren allerdings private Neuzulassungen.
Die Neuverschuldung des griechischen Staates (General Government) betrug 2010 auf Cash-Basis 21,1 Mrd. Euro. Das griechische Statistikamt soll gemäß dem Maastricht Defizitverfahren eine Neuverschuldung des Staates von 10,6% des nominalen BIPs an Eurostat gemeldet haben. Damit lag die Defizitquote deutlich höher als ursprünglich mit 9,4 - 9,5% angenommen. Eurostat veröffentlicht Ende April die endgültigen Daten des Finanzierungssaldo des Staates im Rahmen des Verfahrens bei einem übermässigen Defizit für die EU-Mitgliedsstaaten.
