Archiv Februar 2012

In der Wachstumsfalle – Griechenland & Co. (Teil 2): Das Wachstumsmodell und die Krise

von am 29. Februar 2012


Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

In Teil 1 ging es um die Gegenüberstellung von „Wachstum“ und „Entwicklung“. Dabei wurde erklärt, dass die Begriffe „Bruttoinlandsprodukt“ (BIP) und „Wettbewerbsfähigkeit“ im Sinne der neoklassischen Wachstumstheorie definiert und verwendet werden – auch und gerade in der Debatte um die Bewältigung der Krise von Griechenland & Co. –, nicht aber im Sinne einer Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, etwa der von Joseph A. Schumpeter. Dasselbe gilt für den Begriff der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Das heißt, der Begriff „Wettbewerbsfähigkeit“ ist auf der Vorstellung einer wirtschaftlichen Situation aufgebaut, in der Innovationen stetiges Wachstum bewirken, aber keine Umbrüche und Rücksetzer.

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Japan: Daten zur Industrieproduktion im Januar 2012

von am 29. Februar 2012

Wie das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) heute Morgen berichtete, erholte sich die Industrieproduktion in Japan im Januar 2012 stärker als erwartet. Saisonbereinigt stieg der Output der breiter gefassten Industrieproduktion (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) im Januar um +2,0% zum Vormonat. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Vorfeld der Daten mit einem Anstieg von +1,5% gerechnet. Zum Vorjahresmonat sank der Ausstoß der Industrieproduktion allerdings noch um -1,2%.

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Der “Konsumboom” geht weiter!

von am 28. Februar 2012

Der deutsche "Konsumboom" geht weiter und weil er so "grandios" ist, wird er hier weiter penetrant und ausführlich begleitet. Auch für den Monat März 2012 berichtete heute die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) eine leicht steigende Stimmung der Konsumenten. Der Gfk-Konsumklimaindex stieg auf 6,0 Punkte, nach 5,9 Punkten im Vormonat. Eine richtige Dynamik nach oben verzeichnete die Einkommenserwartung, dieser Indikator stieg um signifikante 7,2 Punkte auf ein hohes Niveau von nun 41,3 Punkten. [mehr…]

Irlands Aussichten sind weiter trübe

von am 26. Februar 2012

Irland würde man noch am ehesten zutrauen, durch den hohen Exportanteil der Wirtschaft, sein Schuldenproblem mittel- bis langfristig in den Griff zu bekommen. Allerdings auch die irische Wirtschaft kühlte sich gegen Jahresende 2011 ab, auch wenn noch keine BIP-Daten für Q4 2011 vorliegen. So sanken z.B. im Dezember 2011 die unbereinigten Exporte von Waren und Güter um -3,7% zum Vorjahresmonat auf 6,955 Mrd. Euro, nach 8,762 Mrd. Euro im Vormonat und nach 7,222 Mrd. Euro im Vorjahresmonat.

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In der Wachstumsfalle – Griechenland & Co. (Teil 1): Wachstum und Entwicklung

von am 24. Februar 2012

Vorwort

Griechenland befindet sich auf einer massiven wirtschaftlichen Talfahrt. Die Austeritätspolitik, zu der nicht nur Griechenland, sondern auch alle anderen europäischen Schuldenstaaten verpflichtet worden sind, wird mehr und mehr als krisenverschärfend erkannt. Die Erkenntnis, dass es ohne wirtschaftlichen Aufschwung für diese Schuldenstaaten keinen Ausweg aus der Krise geben wird, andererseits aber ein erfolgversprechendes „Wachstumskonzept“ fehlt, tritt immer mehr in den Vordergrund der Debatte um die Krisenbewältigung.

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Schwache deutsche BIP-Daten – schwacher privater Konsum

von am 24. Februar 2012

Heute berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) detaillierte Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Q4 2011 und damit auch zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Zunächst wurde die leichte Schrumpfung des realen (preis-, saison- und kalenderbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -0,2% zum Vorquartal aus der ersten Schnellschätzung bestätigt, zum Vorjahresquartal ging es unbereinigt noch um real +1,5% aufwärts. Die detaillierten Daten lassen auch wieder einen bezeichnenden Blick auf den "Aufschwung getragen vom privaten Konsum" zu. Denn die privaten  Konsumausgaben sanken trotz "Boom" ebenfalls bereinigt um -0,2% zum Vorquartal. Wenn man zusätzlich die lange Reihe betrachtet und die Tatsache, dass angesichts der Eurozonen-Krise durchaus Anschaffungen und Konsum vorgezogen bzw. ungeplant getätigt wurden, sind die Daten sehr ernüchternd und entlarven zum wiederholten Male die Lügen zum deutschen Konsumboom! [mehr…]

Spanische Außenhandelsdaten für Dezember

von am 23. Februar 2012

Heute teilte das spanische Ministerio de Industria, Energía y Turismo die Außenhandelsdaten für den Monat Dezember 2011 mit. Im Dezember 2011 stiegen die spanischen Exporte von Waren und Güter um +6,6% zum Vorjahresmonat auf 17,004 Mrd. Euro. Die Importe stiegen nur um +1,1% zum Vorjahresmonat auf 21,553 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzdefizit bei Waren und Gütern betrug damit im Dezember -4,549 Mrd. Euro.

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Keine Erholung beim Baltic Dry Index

von am 21. Februar 2012

Bereits den fünften Handelstag in Folge sinkt der Baltic Dry Index (BDI) wieder, auch ein gutes Stück nach dem Ende des chinesischen Neujahrsfestes gibt es keine manifeste Erholung beim BDI. Heute fiel der BDI, der Preisindex für Frachtraten von Massenfrachtgütern, wie Kohle, Eisenerze, Zement, Kupfer, Kies, Dünger, Kunststoff-Granulat und Getreide um -9 Punkte auf 706 Indexpunkte und spiegelt damit weiter Überkapazitäten bei Massenfrachtgütern und eine weltweit nachlassende wirtschaftliche Aktivität wider.

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Schweizer Außenhandelsdaten

von am 21. Februar 2012

Wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) heute berichtete legten die Exporte von Waren und Gütern aus der Schweiz im Januar 2012 um +5,4% zum Vorjahresmonat zu, vor allem die Exporte der Pharma- und Chemieindustrie und die der Uhrenindustrie trugen zum Wachstum bei. Allerdings 7 der 10 Schweizer Exportbranchen verzeichneten rückläufige Umsätze. Vor allem die Exporte in die USA und nach Kanada zogen an, um +22% bzw. um +24% zum Vorjahresmonat und nach Lateinamerika um +31,3%, darunter nach Brasilien um +58%. Die Exporte nach Indien sanken hingegen um -17%, die nach China um -13% und nach Spanien ging es ebenfalls um -13% bergab. Der gesamte Export in die EU nahm nur moderat um +1% zu.

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USA: Fakten

von am 21. Februar 2012

Gastbeitrag von Hajo

Bekanntlich sehen "Querschuss" und ich in den USA schon seit langen Monaten/Jahren ein großes "Potemkinsches Dorf". "Als Potemkinsches Dorf – teilweise auch in der Schreibweise Potjomkinsches Dorf – wird etwas bezeichnet, das fein herausgeputzt wird, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand zu verbergen. Oberflächlich wirkt es ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihm aber an Substanz." (Quelle: Wikipedia.org/Potemkinsches_Dorf)

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Griechenland gerettet – Wahnsinn ohne Ende!

von am 21. Februar 2012

Die permanente Rettungszone feiert einen weiteren Sieg, das nächste Rettungspaket von 130 Mrd. Euro für Griechenland ist durch, wie zu erwarten war, die falsche Strategie der Troika in Bezug auf Griechenland bleibt am Leben und das griechische Drama innerhalb der Eurozone geht in die Verlängerung. Die Beteiligung der privaten Gläubiger erfolgt etwas höher als erwartet, sie verzichten auf 53,5% der Forderungen, alles in allem kommen -107 Mrd. Euro von der Schuldenuhr runter. Allerdings müssen die einzelnen Gläubiger dem Schuldenschnitt noch zustimmen, die Umsetzung des Forderungsverzichts und die Umwandlung des "Restes" der Forderungen von 93 Mrd. Euro in neue langlaufende Anleihen ist ein zeitraubende Angelegenheit.

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Zeugnis der Depression

von am 19. Februar 2012

Immer wieder kommt an die Griechen der Vorwurf das sie nicht genügend sparen. Dies ist eine unzulässige Verkürzung der Sachlage, richtig ist es gelingt nicht das Staatshaushaltdefizit signifikant zu senken. Dies ist aber auch kaum möglich, denn durch die von der Troika (IWF, EU und EZB) diktierten Sparmaßnahmen schrumpft das BIP (real -6,8% 2011) und damit sinken auch die Steuereinnahmen, während die Ausgabenseite weiter belastet wird. Schon die erste Griechenhilfe war keine Hilfe, sondern ausschließlich ein Bailout der Gläubiger. Auch mit dem avisierten zweiten Rettungspaket würden ausschließlich Altschulden refinanziert und die neuen aufgelaufenen Defizite, aber nicht die unter der wirtschaftlichen Depression leidenden Griechen gerettet.

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Griechische Staatsverschuldung bei 367,978 Mrd. Euro

von am 17. Februar 2012

Per 31.12.2011 stieg der Schuldenstand der Zentralregierung in Athen auf 367,978 Mrd. Euro, wie das griechische Finanzministerium gestern mitteilte. Diese Daten verdeutlichen erneut, dass hoffnungslose Unterfangen bei einem schrumpfenden BIP, sinkenden Investitionen, sinkender Wertschöpfung, sinkenden Einkommen und Konsum die Staatsschulden abzutragen. Die Situation in Griechenland verschärft sich im Gegenteil immer weiter, so das das Ponzi-Scheme welches hinter der Finanzierung Griechenlands stand und die hoffnungslos unterentwickelte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes nicht mehr zu überdecken sind.

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Detaillierte spanische BIP-Daten

von am 16. Februar 2012

Das spanische Statistikamt INE lieferte heute bereits detaillierte BIP-Daten zum 4. Quartal 2011. Das saisonbereinigte reale BIP sank im Vergleich zum Vorquartal um -0,3%, nach +/-0,0% im 3. Quartal 2011. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging es noch um +0,3% aufwärts. Dies sind auf den ersten Blick sogar noch moderate Daten zur Wirtschaftsentwicklung in Spanien, aber die Details verraten einen verdeckten Griechenland-Style und einen etwas inkonsistenten Datensatz.

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Italien: klarer Fall von Rezession

von am 16. Februar 2012

Italiens Wirtschaft ist laut den Daten der italienischen Statistikbehörde ISTAT im 4. Quartal 2011 weiter in die Rezession gerutscht, dass zweite Quartal in Folge sank das saisonbereinigte reale BIP im Vergleich zum Vorquartal. Es ging um -0,7% abwärts, nach -0,2% in Q3 2011. Zum Vorjahresquartal sank das reale BIP um -0,5%. Die Regierung des Technokraten Monti wird in der Öffentlichkeit als positives und erfolgreiches Beispiel für die Sparbemühungen dargestellt, selbst der deutsche Bundespräsident Wulff äußert sich medienwirksam: "Wir bewundern, dass Italien so entschlossen daran geht, seine Zukunft zu gestalten....Wir haben erlebt, dass Italien in einem echten Aufbruch ist". Diese Sicht springt allerdings erheblich zu kurz, denn noch sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sparmaßnahmen Montis nur zu erahnen und es besteht wenig Anlass zur Hoffnung, dass sie sich positiv auf das Wachstum auswirken, zumal die Sparmaßnahmen auf eine Wirtschaft prallen die sich bereits im rezessiven Gefilde befindet.

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Einlagefazilität bei 524,044 Mrd. Euro

von am 15. Februar 2012

Die kurzfristige Einlagefazilität (Übernachtanlage) bei der EZB durch die europäischen Geschäftsbanken liegt weiter auf einem extrem hohen Niveau, so bunkerten sie zum 14.02.2012 gewaltige 524,044 Mrd. Euro, zu einem niedrigen Zinssatz von 0,25%. Dies liegt nur knapp unter dem bisherigen Allzeithoch mit 528,184 Mrd. Euro vom 17.01.2012. Dies ist in gewisser Weise erstaunlich, so sank in den letzten Wochen die Bilanzsumme der nationalen Notenbanken im Eurosystem leicht, das Volumen der aufgekauften Staatsanleihenkäufe stagnierte, trotzdem gab es eine gewisse Entspannung an den Staatsanleihenmärkte und bei den Neuemissionen von Staatsanleihen, die Aktienmärkte waren erstaunlich stabil bis aufwärtsgerichtet und zugleich stieg auch die Einlagefazilität bis knapp an das Allzeithoch. Passt irgendwie nicht wirklich zusammen.

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Wirtschaftswachstum in Griechenland: Prognose und Realität

von am 15. Februar 2012

Wie kann in Griechenland die wirtschaftliche Entwicklung in Gang gebracht und wieder Wirtschaftswachstum erreicht werden?

Diese Frage hat bisher in der europäischen Schuldenkrise gar nicht zur Debatte gestanden und wenn doch, dann wurde sie als Angelegenheit der jeweiligen Regierung in den Schuldenstaaten angesehen – allerdings in einer sehr eindimensionalen Perspektive.

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Griechische reale BIP mit -7% in Q4 2011

von am 14. Februar 2012

Wie heute das griechische Statistikamt (Elstat) mitteilte, schrumpfte laut der ersten Schätzung, das reale BIP in Q4 2011 um kräftige reale -7% zum Vorjahresquartal. Weiterhin liefert ELSTAT nur eine unbereinigte Datenreihe und keine saisonbereinigten Daten. Die Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivität fällt damit noch stärker aus, als selbst negativste Erwartungen im Vorfeld reflektierten. Für das Gesamtjahr betrug der Einbruch beim realen BIP -6,8%!

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Schande pur!

von am 13. Februar 2012

Mit Hilfe der vor allem den eigenen Pfründen verpflichteten griechischen Abgeordneten, die zwischendurch im Nebensaal einer Fußballübertragung frönten, passierte das neue Spardiktat der Troika als Voraussetzung für neue Finanzhilfen gestern das Parlament. Wie es sich für degenerierte Demokraten gehört, wurden die 45 Abgeordneten der Regierungsparteien, die ihrem Gewissen folgten und bei der Abstimmung eine abweichende Meinung dokumentierten, aus den Parteien der Regierungskoaliation ausgeschlossen. Damit ist die griechische Brüning-Version weiter auf der "Erfolgspur", um -22% werden nun die Mindestlöhne gesenkt, auf 586 Euro Brutto, für Jungendliche unter 25 Jahre sogar um -32%, auf 525 Euro Brutto. Das Arbeitslosengeld für 12 Monate wird gekürzt auf 322 Euro im Monat, von 461 Euro. Das Lohnniveau im privaten Sektor soll um 20% reduziert werden, durch auslaufende Branchentarifverträge. Künftige Lohnerhöhungen müssen ausgesetzt werden, bis die landesweite Arbeitslosenquote unter 10% fällt, bei zuletzt 20,9% keine wirkliche Perspektive usw. Wie in der Weimarer Republik kassiert man für diese Wirtschafts- und Finanzpolitik die in einer gnadenlosen wirtschaftlichen Abwärtsspirale mündet Widerstand und einen der sich radikalisiert. Bürgerkriegsähnliche Zustände, Vandalismus, Plünderungen und Brandstiftungen kennzeichneten gestern Abend das Bild in der Athener Innenstadt:

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Einlagefazilität bei 507,876 Mrd. Euro

von am 13. Februar 2012

Weiterhin liegt die kurzfristige Einlagefazilität (Übernachtanlage) bei der EZB durch die europäischen Geschäftsbanken mit über 500 Mrd. Euro auf einem extrem hohen Niveau, welches Stress im europäischen Bankensystem, mangelndes Vertrauen der Banken untereinander (Interbankenhandel) und die nicht anspringende Kreditvergabe reflektiert und damit ein gutes Stück des Verpuffens der geldpolitischen Maßnahmen aus der ersten LTRO-Injektion anzeigt. Die Banken der Eurozone bunkerten zum 12.02.2012 gewaltige 507,876 Mrd. Euro, bei den nationalen Notenbanken im Eurosystem zu einem niedrigen Zinssatz von 0,25%.

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U.S. Money Velocity

von am 12. Februar 2012

Gastbeitrag von Hajo

"Money Velocity" bedeutet zu deutsch "Umlaufgeschwindigkeit des Geldes". Nachfolgend zunächst eine Kurzdefinition und danach eine ausführliche Definition dieses Begriffes verlinkt:

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BUBA: Rekordbilanzsumme im Dezember

von am 11. Februar 2012

Die Bilanzsumme der Deutschen Bundesbank (Buba) ist im Dezember 2011 auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Die Total Assets (Aktiva) der Buba schossen im Dezember 2011 um +24,928 Mrd. Euro zum Vormonat und um +166,416 Mrd. Euro zum Vorjahresmonat in die Höhe, auf 837,642 Mrd. Euro. Die entspricht einem Anstieg von +3,21% zum Vormonat und von +24,8% zum Vorjahresmonat.

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Wiedervorlage: Währungsunion der Narren

von am 11. Februar 2012

Die bereits vorliegenden saisonbereinigten Daten zur breit gefassten Industrie (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) ohne Baugewerbe für Dezember 2011 von Eurostat bzw. den nationalen Statistikämtern, liefern wie jeden Monat, einen Beleg für die fundamentale Fehlentwicklung, der unter dem Euro versammelten Länder. Nicht nur, dass schon zu Beginn der Währungsunion die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder viel zu stark auseinanderlag, die Entwicklung lief in Folge erst richtig beschleunigt auseinander, wie die Daten zum Output der Industrieproduktion zeigen, wenn man den monatlichen Durchschnitt des Outputs des Jahres 2000 mit gleich 100 ansetzt. 

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China: Allzeithoch bei Ölimporten im Januar 2012

von am 10. Februar 2012

Trotz des chinesischen Neujahrsfestes und relevanten 5 Arbeitstagen weniger im Januar 2012, im Vergleich zum Vorjahresmonat, generierte China im Gegensatz zum schwachen Gesamtimportvolumen bei Waren und Gütern, bei den Rohöleinfuhren ein neues Allzeithoch. Seit Januar 2004 haben sich damit die Ölimporte mehr als verdoppelt, dies steht weiter für die wirtschaftliche Dynamik und aktuell wohl auch für einen Lageraufbau in Hinblick auf den Krisenherd Iran! Der Iran ist als drittgrößter Öllieferant von zentraler Bedeutung für China. Im Gesamtjahr 2011 importierte man aus dem Iran 27,7 Millionen Tonnen, ein Anstieg zu 2010 von +30%. Nur Saudi Arabien und Angola liefern mehr Öl.

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Französische Industrieproduktion mit drittschwächsten Dezember seit 1996

von am 10. Februar 2012

Ebenfalls heute berichtete das französische Statistikamt INSEE die Daten zur Industrieproduktion in Frankreich für den Monat Dezember 2011. Im Dezember 2011 sank der saisonbereinigte Output der breit gefassten Industrie (Bergbau, Energie- und Wasserversorgung und Verarbeitendes Gewerbe) ohne Baugewerbe um -1,4% zum Vormonat. Bei den unbereinigten Daten ging es um -3,41% zum Vorjahresmonat abwärts. Bei den Originaldaten war der Dezember 2011, der drittschwächste Dezember seit 1996. Nur der Dezember 2009 und 2008 waren noch etwas schwächer. Auch in Frankreich erlahmen die Wachstumskräfte sichtbar!

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