Archiv Mai 2012

Baltic Dry Index sinkt auf 923 Indexpunkten

von am 31. Mai 2012

Noch ein kurzer Blick auf den Baltic Dry Index (BDI). Die “Erholung” des BDI ist vorbei, es geht wieder abwärts. Heute sank der BDI, der Preisindex für [mehr…]

FTSE Athex Bank mit neuem Tief

von am 31. Mai 2012

Gerade haben die 4 größten griechischen Banken zur Rekapitalisierung 18 Mrd. Euro aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF erhalten, schon markiert der griechische Bankenindex ein neues Tief. [mehr…]

Prognosedschungel im „Land of confusion“: Griechenland vor der Wahl oder das große politische „Krisen-Mikado“

von am 31. Mai 2012

In Griechenland jagt eine Wahlprognose die andere. Seit feststeht, dass die Griechen am 17. Juni erneut Parlamentswahlen abhalten müssen, um dann – vielleicht – eine neue Regierung bilden zu können, ergießt sich eine beispiellose Flut von Wahlumfragen und entsprechenden Prognosen über das Land.

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Brasilien: Industrieproduktion mit -2,9% zum Vorjahresmonat

von am 31. Mai 2012

Heute berichtete das Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE), das sich der Output der brasilianischen Industrieproduktion im April 2012 zum achten Mal in Folge, im Vergleich zum Vorjahresmonat, abschwächte. Unbereinigt sank der Output der breit gefassten Produktion (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) um -2,9% zum Vorjahresmonat. Laut den saisonbereinigten Daten ging es im April um -0,2% zum Vormonat abwärts.

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Griechenland: reale Einzelhandelsumsätze mit -16,2%

von am 31. Mai 2012

Heute berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT erneut von sinkenden realen Einzelhandelsumsätzen, diesmal für den Monat März 2012. Um weitere beschleunigte -16,2% zum Vorjahresmonat sanken im März 2012 die realen (preisbereinigten) Umsätze (Februar: -13,0%, Januar: -10,3%, Dezember: -12,6% und November: -8,9%). Selbst nominal ging es um kräftige -15,1% zum Vorjahresmonat abwärts. Wahnsinn pur, auch diese Daten reihen sich ein, in die Belege eines organisierten Abschwungs, seit über zwei Jahren hier im Blog ausführlich dokumentiert, der in einem Zusammenbruch Griechenlands innerhalb der Eurozone oder in einem Austritt aus dem Euro-Raum enden wird!

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Deutschland: reale Einzelhandelsumsätze mit -3,8%

von am 31. Mai 2012

Wie heute Morgen das Statistische Bundesamtes (Destatis) berichtete sind die deutschen Einzelhandelsumsätze für den Monat April 2012 schwach ausgefallen, von einem XXL-Konsumboom ist weiter nichts in Sicht. Die nominalen Einzelhandelsumsätze sanken um -2,0% und die realen Umsätze um -3,8% zum Vorjahresmonat. Allerdings hatte der  April 2012 mit 23 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat. Berücksichtigt man also auch die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) ging es im Vergleich zum Vormonat nominal um +0,7% aufwärts und real um +0,6% zum Vormonat. Weiterhin dokumentieren aber diese Daten für Deutschland eindeutig die langanhaltende Konsumschwäche der privaten Haushalte, denn immer noch liegen die saisonbereinigten und realen Einzelhandelsumsätze um -1,0% unter dem Niveau von 2000 und um -1,2% unter dem Jahr 1994, dem Beginn der langen Datenreihe!

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Spread deutscher und spanischer 10-jähriger auf Rekord

von am 30. Mai 2012

Wie hier erwartet, nimmt niemand mehr Spanien das Defizitziel beim Staatshaushalt von -5,3% des nominalen BIPs für 2012 ab und im Zuge dieser simplen Erkenntnis, von im Raume stehenden mehreren dutzend Milliarden Euro zu einer nur temporären Rettung des maroden Bankensektors, nehmen die Schwierigkeiten Spaniens zu, sich über die Finanzmärkte zu refinanzieren. Heute stieg die Rendite 10-jähriger spanischer Staatsanleihen auf 6,656% und der Spread, also die Differenz zur Rendite deutscher 10 jähriger Staatsanleihen zog auf einen Rekordwert von 5,387 Prozentpunkten.

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Griechenland: Kreditkontraktion im Privatsektor

von am 30. Mai 2012

Wie die griechische Zentralbank (Bank of Greece) heute mitteilte schrumpfte das ausstehende Kreditvolumen des griechischen Bankensystems an den privaten Sektor (Unternehmen und private Haushalte) im April 2012 mit einer neuen Rekordrate von -4,7% zum Vorjahresmonat. Seit Juni 2011 schrumpft Monat für Monat das ausstehende Kreditvolumen und dies steht für eine Rezession und für einen Deleverage-Effekt in den Bankbilanzen.

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EZB: ELAs mit Volldampf

von am 30. Mai 2012

Gestern veröffentlichte die EZB ihren konsolidierten Wochenausweis des Eurosystems zum 25. Mai 2012. Dieser Wochenausweis enthält höchstinteressante Details, denn obwohl die Bilanzsumme nur leicht stieg und generell seit Wochen in der Nähe des Niveaus nach LTRO2 verharrt, kam es zu ordentlichen Bewegungen innerhalb der Bilanz. Die Bilanzsumme weitete sich zur Vorwoche um +5,049 Mrd. Euro auf 2,980310 Billionen Euro aus, die Kreditgewährung durch das Eurosystem an die Banken sank aber um -25,281 Mrd. Euro auf 1,101736 Billionen Euro und ein Posten bei den Aktiva stieg kräftig, um +34,087 Mrd. Euro zur Vorwoche, auf 246,582 Mrd. Euro. Unter dem harmlosen Namen Sonstige Forderungen in Euro an Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet ist diese Summe versteckt, dahinter verbergen sich vor allem die ELAs der nationalen Zentralbanken (NZBs) im Eurosystem.

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Euro Stoxx Banks mit neuem Tief

von am 30. Mai 2012

Trotz unlimitierter Liquiditätsinfusionen durch das Eurosystem und ständigen Bankenbailouts, kennen die Aktienkurse der Banken nur eine Richtung und die lautet südwärts. Also läuft doch irgendetwas komplett falsch bzw. die Finanzmärkte irren? ;) Auch heute markierte der Euro Stoxx Banks per Schlusskurs ein neues Tief, auf 77,65 Indexpunkte ging es abwärts und damit auf den tiefsten Stand seit dem 10.11.1987!

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Euro auf Zweijahrestief gegenüber dem Dollar

von am 30. Mai 2012

Die Pläne zur Rettung der spanischen Bankia mit Hilfe der EZB scheinen Makulatur zu sein, nun muss mit Hilfe der Partnerländer in der Eurozone eine wirkliche Rekapitalisierung der Bank greifen und kein durchsichtiger Trick mittels spanischer Staatsanleihen, die bei der EZB zu Cash gemacht werden können. Damit spitzt sich die Lage weiter zu, denn die Verwerfungen in der Eurozone lassen sich auch mit Tricks kaum noch kaschieren, es geht schon längst ans Eingemachte. Auch die gemeinsame Währung schwächelt und sank heute Morgen auf ein Zweijahrestief selbst gegenüber dem schwindsüchtigen Dollar.

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USA: Immobilienpreise weiterhin schwach

von am 29. Mai 2012

Wie Standard & Poor’s (S&P) heute mitteilte, sind die S&P/Case-Shiller Home Price Indices, mit die wichtigsten Preisindizes zur Messung der Preisentwicklung am US-Wohnimmobilienmarkt, in den 10 größten Städten der USA im März 2012 um -2,85% zum Vorjahresmonat gesunken und beim 20-City Composite war ein Rückgang von -2,57% zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Damit bleiben wie die Immobilienpreise weiter schwach.

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Spanien: reale Einzelhandelsumsätze mit kräftigen -11,3%

von am 29. Mai 2012

Heute Morgen berichtete das spanische Statistikamt INE die Daten zu den realen Einzelhandelsumsätzen für den Monat April 2012. Auch im April 2012 ging es weiter kräftig abwärts, den 22. Monat in Folge im Vergleich zum Vorjahresmonat, um unbereinigte reale -11,3%. Die realen Einzelhandelsumsätze notieren in der saisonbereinigten Reihe auf einem Niveau von Mitte 1998. Der private Konsum gemessen an den Einzelhandelsumsätzen schwächelt ungebrochen weiter und wird wohl auch im Verlauf der nächsten Monate weitere neue Tiefs markieren.

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Spanien: Rendite 10-jähriger Staatsanleihen bei 6,48%

von am 28. Mai 2012

Heute, am Pfingstmontag, wurden an den Finanzmärkten die Krise der spanischen Bankia und deren potentielle "Rettung" durch den spanischen Staat weiter eingearbeitet. Die "Rettung" ist eine avisierte Konstruktion mit Hilfe des Eurosystems, via Rekapitaliserung der Bankia mittels spanischer Staatsanleihen, die dann als Sicherheit gegen Cash bei der spanischen Zentralbank hinterlegt werden sollen. Der Rendite der 10-jährigen spanischen Staatsanleihe und dem Aktienkurs der Bankia hat dies heute wenig geholfen.

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Italien: Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe sinkt auf ein 32-Monatstief

von am 28. Mai 2012

Heute berichtete das italienische Statistikamt ISTAT die Daten zum Geschäftsklimaindex für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat Mai 2012. Der Index (Confidence Climate), der die Stimmung der Unternehmen im Manufacturing widerspiegelt, sank auf dem tiefsten Stand seit September 2009. Die italienischen Unternehmen geraten stimmungstechnisch immer deutlicher in den Rezessionsmodus. Indexstände über 100 stehen für überwiegend optimistische Antworten, Indexstände von unter 100 für pessimistische Antworten der befragten Unternehmen.

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Hollande, Strauss-Kahn, der Washington Consensus und Europa vor einem Kurswechsel

von am 27. Mai 2012

Mitte Mai 2011 wurde Dominique Strauss-Kahn, der damalige Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), überraschend wegen Vergewaltigungsvorwürfen in New York aus dem Flugzeug heraus verhaftet, das er für eine Reise nach Europa bestiegen hatte. Er wollte nach Berlin, um mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die europäische Schuldenkrise und Währungsfragen zu sprechen. (1) Im Anschluss wollte er an Gesprächen der Euro-Gruppe zu der sich zu diesem Zeitpunkt erneut gefährlich zuspitzenden Schuldenkrise Griechenlands teilnehmen.

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Tag der Abrechnung rückt unaufhaltsam näher

von am 27. Mai 2012

Da schlägt sie zu, die IWF-Chefin Largarde, „zahlt Steuern“ ruft sie den Griechen entgegen, wohlwissend das auch eine bessere Zahlungsmoral bei den Steuern das Problem Griechenlands nicht lösen würde. Auch mit nahezu optimaler Steuermoral würden die Steuereinahmen des Staates sinken, in Anbetracht von knapp -20% realem BIP-Schwund, einem Einbruch von -33,2% bei der Industrieproduktion, bei einer offiziellen Arbeitslosenquote von 22,6% und bei hunderttausenden Mittelständlern und Selbstständigen die mittels sinnentleerter, undifferenzierter und aufoktroyierter Sparmaßnahmen für Griechenland in den Ruin getrieben wurden. Auch die Schrumpfung der Lohn- und Mehrwertsteuereinnahmen wurde maximiert, durch einen Einbruch der Summe der realen Arbeitnehmerentgelte von nahezu -30% und von einem Einbruch der realen Einzelhandelsumsätze von -35% zum Hoch. Die um ein Drittel geschrumpften Steuereinnahmen des griechischen Staates im Mai 2012 von ca. -1,4 Mrd. Euro zum Vorjahresmonat sind Zeichen eines wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und damit einhergehenden moralischen Kollapses, von ansatzweise Weimarer Verhältnissen in Griechenland im 21. Jahrhundert.

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Deutschland: Exportvolumen bei 51,97% des nominalen BIPs

von am 25. Mai 2012

Im 1. Quartal 2012 erklomm das nominale unbereinigte deutsche Exportvolumen bei Waren, Gütern und Dienstleistungen ein neues Allzeithoch in einem Quartal mit satten 335,34 Milliarden Euro. Damit wurde das einseitig exportorientierte Wirtschaftsmodell Deutschlands weiter auf die Spitze getrieben, anstatt einen Beitrag zum Abbau der wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Welthandel, insbesondere innerhalb der Eurozone zu leisten. Deutschland ist zwar hinter China "nur" Exportvizeweltmeister, aber gemessen am Exportvolumen in der Relation zum nominalen BIP ist Deutschland voraus.

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Deutschland: detaillierte BIP-Daten zeigen das schiefe Wirtschaftsmodell

von am 25. Mai 2012

Gestern berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) in der 2. Schätzung die Daten zum BIP in Q1 2012 und auch die detaillierten Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Zunächst wurde das vergleichsweise solide Wachstum des realen (preis-, saison- und kalenderbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) von +0,5% zum Vorquartal bestätigt, zum Vorjahresquartal ging es unbereinigt noch um real +1,7% aufwärts. Die detaillierten Daten zeigen leider aufs Neue, dass viel Zeit vertan wurde und das schiefe und einseitig aufgestellte deutsche Wirtschaftsmodell nicht wirklich korrigiert wurde.

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Athex und FTSE Athex Banks mit neuen Tiefs

von am 24. Mai 2012

Griechenland und damit auch die gesamte Eurozone als Konstrukt, verharrt weiter in einer extrem kritischen Phase und wandelt am Rande des Kollapses, nur mühsam bisher mit maximalen geldpolitischen Einsatz davor bewahrt. Nicht nur in Griechenland, sondern in der gesamten Südperipherie der Eurozone wurden mit der bisherigen Strategie die volkswirtschaftlichen Schäden unnötig maximiert. Im Zuge der wirtschaftlichen Kontraktion sinken nicht nur Einkommen, Konsum, Investition und Wertschöpfung, sondern auch die Kreditausfälle schießen in die Höhe und die Qualität der Schuldner aller Bereiche der Volkswirtschaft sinkt in Richtung Junk-Status. Der Niedergang ist umfassend, es bleibt nicht nur fragwürdig ob und wie lange noch viele Wirtschaftssubjekte ihren Verbindlichkeiten nachkommen können, sondern auch die vorhandenen Vermögenswerte schmelzen wie Schnee in der Frühjahrssonne, ob an den Immobilienmärkten der Südperipherie oder an den Aktienmärkten in der gesamten Eurozone. Auch hierbei hervorstechend, die Auslöschung von Aktienvermögen in Griechenland. Ein kurzes Update: [mehr…]

Ifo Geschäftsklimaindex: die Krise kommt gefühlt auch im Abendland an

von am 24. Mai 2012

Selbst der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands, bisheriger Stimmungswohlfühlindikator par Exellence, neben dem noch "besseren" Gfk-Konsumklimaindex, beginnt zu sinken. So sank er im Mai 2012, laut den heute veröffentlichten Daten des ifo-Instituts auf 106,9 Indexpunkten, nach 109,9 Indexpunkten im Vormonat und nach 114,2 Punkten im Vorjahresmonat.

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Deutschland: Industrie schrumpft?

von am 24. Mai 2012

Die Markit Flash-Schätzung zum Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie (EMI) für Mai 2012 spukte heute Morgen mit 45,0 Indexpunkten erneut ein frisches 35-Monatstief aus! Ein Einkaufsmanagerindex der Industrie von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs in der Industrie hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie. Damit befindet sich die deutsche Industrie laut Markit-Economics eindeutig in Kontraktion und dies zeichnet ein völlig anderes Bild als die weichen (Wohlfühl)Stimmungsindikatoren aus deutschen Umfragen, aber auch als die bisherigen harten Indikatoren vom Statistischen Bundesamt (Destatis). Wenn die deutsche Industrieproduktion und das Exportvolumen im April und Mai nicht deutlich abschmiert, Daten von Destatis sind noch nicht veröffentlicht, ist der Stimmungsindikator für die deutsche Industrie von Markit Economics klar negativ überzeichnet, es bleibt also äußerst spannend!

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BUBA: Bilanz des Wahnsinns

von am 23. Mai 2012

Heute veröffentlichte die Deutsche Bundesbank (BUBA) ihren Monatsbericht und damit auch die Daten zur Bilanz für den Monat April und diese Daten sind wieder ein Highlight für jeden kritischen Beobachter. Die Bilanzsumme der BUBA stieg im April 2012 auf 1,0313 Billionen Euro, eine seit Monaten ungeheure Bilanzausweitung, vor allem als Produkt der Ausweitung der Target2 Forderungen. Im Gegenzug ertrinkt das deutsche Bankensystem in Liquidität und bunkert diese fleißig in der Einlagefazilität der BUBA. Die BUBA wird immer größerer Nettoschuldner des deutschen Bankensystems, während auf der anderen Seite der Bilanz der BUBA die Vermögenswerte (Aktiva) immer fragwürdiger werden.

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Italien: neues Allzeittief beim Verbrauchervertrauen

von am 23. Mai 2012

Wie das italienische Statistikamt ISTAT heute mitteilte, sank das Verbrauchervertrauen im Mai 2012 auf einen neuen Tiefststand seit Beginn der Datenerhebung im Januar 1982! Das Vertrauen der italienischen Konsumenten ist im Zuge der Schuldenkrise stark eingebrochen und dies ist für Italien ziemlich relevant, denn die Konsumausgaben der privaten Haushalte tragen zu knapp über 60% des nominalen BIPs Italiens bei. Damit zeichnen auch die getroffenen Maßnahmen in Italien den direkten Weg in eine vertiefende Rezession, anders lassen sich der brachiale Einbruch des Verbrauchervertrauens und die hier seit Monaten präsentierten harten Wirtschaftsdaten nicht interpretieren

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Argentinien weist den Weg

von am 22. Mai 2012

Ein Blick nach Argentinien, ein Land das sehr schön zeigt, dass es nach der Lösung der Dollar-Bindung, sehr wohl zügig in Richtung Wachstum und einer Auflösung der zu Grunde liegenden Ursachen der argentinischen Krise ging. Nachdem es in der zweiten Hälfte der 90er Jahre, in Folge der Dollar-Bindung zu unhaltbaren Leistungsbilanzdefiziten und zu hoher Neuverschuldung des Staates kam, versank Argentinien 1999 in einer Rezession und 2001/02 ging das Land in einem wirtschaftlichen Sturzflug über, einer fatalen Krise die einem volkswirtschaftlichen Schock gleichkam. Das reale BIP brach während dieser Zeit, von 1998 bis 2002 um -21% ein, die Arbeitslosigkeit explodierte auf 23%. Kommt einem doch irgendwie bekannt vor, ähnliche Daten gibt es in Griechenland zu "bestaunen". Nun wird zunehmend in etlichen Medien, von Politikern oder Experten mittels Nebelkerzen betont, dass es in Griechenland ohne Euro noch schlimmer käme, nur das argentinische Beispiel zeigt, wenn sicher auch nicht 1:1 auf Griechenland übertragbar, dass diese Argumentation sehr wahrscheinlich wenig Substanz hat.

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