463,565 Mrd. Euro in der Einlagefazilität

von am 9. Januar 2012 in Allgemein

Die kurzfristige Einlagefazilität (Übernachtanlage) bei der EZB durch die europäischen Geschäftsbanken markiert erneut ein neues Rekordhoch. Die Banken der Eurozone bunkerten am abgelaufenen Wochenende unglaubliche 463,565 Mrd. Euro bei den nationalen Notenbanken im Eurosystem zu einem niedrigen Zinssatz von 0,25%. Damit scheint auch die jüngste brachiale geldpolitische Aktion, die Long Term Refinancing Operation (LTRO) weiter zu verpuffen, dies offenbart ein gutes Stück Hilflosigkeit der Geldpolitik.

Die Entwicklung der Einlagefazilität der Geschäftsbanken bei den nationalen Notenbanken im Eurosystem seit Januar 1999 im Dailychart. Die Übernachtanlage notiert mit 463,565 Mrd. Euro auf einem Allzeithoch. Der Chart verdeutlicht aber auch, dass in normalen Zeiten die Einlagefazilität kaum eine Rolle spielt und sich das Bankensystem aktuell in einer absolut kritischen Ausnahmesituation befindet. Die hohen kurzfristigen, eintägigen Einlagen sind Beleg für Stress im Bankensystem und dem Misstrauen der Kreditinstitute untereinander.

Wenn eine Bank am Tagesende Habensalden auf den ESZB-Konten hat, werden diese automatisch zu Einlagefazilitäten. Die Einlagefazilität wird mit einem Einlagezinssatz von aktuell 0,25% versehen. Die Einlagefazilität wird ständig und in einem unbegrenzten Volumen angeboten.

Eine Geldflutung des Bankensystems mit Zentralbankgeld, die zur Explosion der kurzfristigen Einlagen bei der EZB führt (linke Tasche – rechte Tasche), trägt in der Sache der vielfältigen Probleme in der Eurozone zu keiner Lösung bei. Dieses müßige Unterfangen führt weder zu einer anspringenden Kreditvergabe der Banken untereinander, noch zu einer steigenden Kreditvergabe an die Realwirtschaft, noch zu Käufen von Staatsanleihen der Südperipherieländer. Auch die LTRO-Injektion, jüngste brachiale geldpolitische Aktion der der EZB, ist somit als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet.

Quelle Daten: Ecb.int/Daten Einlagefazilität

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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30 KommentareKommentieren

  • Achim Hase - 9. Januar 2012

    @Querschuss: gibt es Daten zur Aufschlüsselung der Einlagefazilität nach Ländern?

  • Christian A. Wittke - 9. Januar 2012

    Ein teuerer Bettvorleger…und die Tiger sind am Aussterben, oder nicht?

  • Achim Hase - 9. Januar 2012

    Eine Geldflutung des Bankensystems mit Zentralbankgeld, die zur Explosion der kurzfristigen Einlagen bei der EZB führt (linke Tasche – rechte Tasche), trägt in der Sache der vielfältigen Probleme in der Eurozone zu keiner Lösung bei. Dieses müßige Unterfangen führt weder zu einer anspringenden Kreditvergabe der Banken untereinander, noch zu einer steigenden Kreditvergabe an die Realwirtschaft, noch zu Käufen von Staatsanleihen der Südperipherieländer.

    Abwarten! Geld zu 1,0% bei der EZB leihen und zu 0,25% wieder bei ihr anlegen ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell! Mit gewisser Verzögerung ist also durchaus zu erwarten, dass das Geld seinen Weg in Staatsanleihen und die Wirtschaft findet.

    • Bernd Klehn - 9. Januar 2012

      Lieber Achim,

      es sind ja nicht die selben Geschäftsbanken die sich Geld zu 1% von ihrer NZB leihen und die die es für 0,25% be ihrer NZB anlegen. Was sollen die Nordgeschäftsbanken denn sonst mit dem Fluchtgeld aus dem Süden machen?

      Gruß Bernd

      • Achim Hase - 9. Januar 2012

        Hallo Bernd,

        woher bekommt die Südbank ihren positiven Zinsertrag, wenn die Nordbank das Geld in die Einlagefazilität gibt? Das EZB-Geld gibt es nur gegen Collateral, würde die Südbank es an die Nordbank unbesichert weitergeben (EURIBOR/EONIA) und damit einen Zinsgewinn erreichen?

        Einer in der Kette muss für den Unterschied zwischen 1,0% und 0,25% bezahlen. Es wäre toll, wenn man die Einlagefazilität nach Ländern aufschlüsseln könnte.

        • Bernd Klehn - 9. Januar 2012

          Verstehe ich nicht. Nur die Südgeschäftsbanken leihen sich Zentralbankgeld, müssen Sicherheiten hinterlegen und zahlen dafür 1%. Die Nordgeschäftsbanken erhalten dieses Zentralbankgeld per Target2-Überweisung als Kapitalfluchtgeld aus dem Süden. Und wissen nichts besseres und sicheres als dieses Geld bei ihrer Zentralbank stehen zu lassen. Sie haben sich nichts von der Zentralbank geliehen sondern umgekehrt und müssen selbstverständlich auch nichts hinterlegen.

          • Achim Hase - 9. Januar 2012

            Ja, nur was bietet die Nordbank der Südbank für das von der EZB gezogene Geld? Mehr als 1% um es dann selbst zu 0,25% zu parken? Die Südbanken sind doch auf Erträge angewiesen.

        • Bernd Klehn - 9. Januar 2012

          Achim Hase

          “Ja, nur was bietet die Nordbank der Südbank für das von der EZB (das von der Süd-NZB) gezogene Geld?”

          Gar nichts. Für das per Überweisung von einer anderen Gerschäftsbank erhaltenes Zenralbankgeld braucht die Bank gar nichts zu bezahlen, sondern kann im Gegenteil dieses per Zinsen bei ihrer Zentralbank stehen lassen oder per Interbankenhandel an andere Geschäftsbanken verleihen.

          • Achim Hase - 9. Januar 2012

            Hi Bernd,

            ich versuche meine Frage nochmals zu verdeutlichen :) Folgendes passiert:
            1) Südbank hinterlegt (fragwürdiges) Collateral bei der EZB und zieht sich zu 1% Zentralbankgeld
            2) Südbank will das gezogene Geld ins sichere Deutschland verschieben und leiht es der Nordbank zu bestimmten Konditionen.
            3) Nordbank hat zu viel Liquidität und legt den Überschuss bei der EZB zu 0,25% an.

            Meine Frage ist, zu welchen Konditionen passiert Schritt 2)? Nordbank muss ja eine Motivation haben um das Geld von Südbank überhaupt zu leihen und Südbank muss dafür mehr als 1% verlangen um einen Ertrag zu realisieren.

            Oder meinst Du, dass Südbank die Liquidität einfach als (fast) unverzinste Sichteinlage bei der Nordbank führt und den Zinsverlust (1,0% – 0,25%) in Kauf nimmt nur um die Liquidität in einem sicheren Land zu haben?

          • Bernd Klehn - 9. Januar 2012

            Die Südbank verleiht gar nichts. Sondern sie führt eine Überweisung aus, in der Regel im Auftrag für einen Privatkunden. Damit dieser Überweisungsauftrag ausgeführt werden kann, braucht die Südbank Zentralbankgeld, welches von ihrem Konto bei der Süd-NZB abgebucht wird. Die Nordgeschäftsbank erhält dieses Zentralbankgeld für weitere Überweisugen oder Bargeldabhebungen auf Ihrem Nord-NZB-Konto gutgeschieben. Bisher hat aber die Nord-NZB noch kein Zentralbankgeld von der Süd-NZB als Gegenleistung kommen, aber Geld seiner Geschäftsbank gutgeschrieben. Also merkt sie sich via Target2, dass sie noch Geld in der Höhe der Überweisung von der Süd-NZB, oder nach Tagesschluss von der EZB zu bekommen hat und die EZB merkt sich via Target2, dass sie noch Zentralbankgeld in der Höhe der Überweisung von der SÜD-NZB zu bekommen hat. Nun ist die Überweiung komplett. Merke jede Euroüberweisung oder Banknotenherausgabe an Geschäftsbanken wird sowohl bei den NZBs und der EZB als auch bei den Geschäftsbanken entsprechend abgebildet.

          • Ert - 9. Januar 2012

            @Bernd

            Dann ist die Frage, warum die Süd-NZB nicht einfach ZBG an die Nord-NZB geben und damit die Target2 Salden glatt stellen.

            Die Süd-NZB müssten sich ja gegen Ihre 1a Sicherheiten – die bei Kreditvergabe an das Publikum eingesammelt wurden – bei der EZB refinanzieren können. Gerade letztens war dafür ja eine Möglichkeit da (3 Jahre zu 1%).

            So wie ich es verstanden haben müssten doch bei NZB-Clearing eigentlich recht schnell alles glatt gestellt werden – und es sollte niemals diese “aktuellen” Ausmaße annehmen können?

  • M.E. - 9. Januar 2012

    Hallo Achim,
    wenn es so kommt, so profitieren davon natürlich nur Kurzläufer-Bonds und kurzfristige Engagemant in der Wirtschaft.
    Denn die Banken können nicht darauf vertrauen, dass das 3-Jahres-Liquiditätsprogramm verlängert wird.

    • Michael S - 9. Januar 2012

      @ Achim Hase

      Zu deinem Punkt 2
      Das kommt praktisch nicht vor! Macht ja auch keinen Sinn, wie du schreibst. Das die Nordbanken im Geld schwimmen liegt nicht an den Südbanken die ihnen Geld leihen. Das liegt an

      1. Dem Leistungsbilanzüberschuss der Nordländer
      2. Der PRIVATEN Kapitalflucht (Grieche kauft Haus in Berlin)

      Gruß Michael

      • Systemfrager - 9. Januar 2012

        Das ist ja plausibel
        Nur mit der Quantität habe ich immer noch große Probleme
        Wei viel Häuser gibt es in Berlin, bei einem Zunami aus Süden
        Also, was kann mit so viel Geld machen?

  • M.E. - 9. Januar 2012

    Ganz nebenbei: dass Kurzläufer davon profitieren, ist schon an den Bondrenditen abzulesen.
    Während vor Etablierung des Halbbillionen-Liquiditätsprogramms die Zinskurven teilweise invers oder fast invers waren (Kurzläufer z.B. von Italien und Spanien genau so hohe oder gar höhere Rendite als die 10-jährigen), rentieren die Kurzläufer jetzt wieder deutlich niedriger als die Langläufer.

  • M.E. - 9. Januar 2012

    Da kann man mal sehen, wie risikoavers die Finanzmärkte derzeit sind:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,807979,00.html

    Eine negative Rendite für kurzlaufende Bundesanleihen. Da kann man die Knete ja gleich in die Matratze packen.
    Dagegen sind ja selbst die 0,25% der Einlagenfazilität (wie ich dieses Wort mag!) eine Traumrendite.

  • M.E. - 9. Januar 2012

    Übrigens,
    das sind die entsetzlichen sozialen Folgen der niedrigen Renditen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,807978,00.html

  • hunsrückbäuerlein - 9. Januar 2012

    nun, eine unendite von 0,75% bzw. 2% (berücksichtigt man die inflation) ist immer noch besser, als ein schuss in den ofen! falls der € den back runtergeht in dem land in dem die bank ihren sitz hat, die bei der ezb das geld bunkert.

  • anon - 9. Januar 2012

    @ Achim Hase
    Bezüglich ihrer Punkte 1-3, für eine Geschäftsbank ergibt sich keine höhere Sicherheit, wenn sie Zentralbankgeld auf einem Konto der Bundesbank anstatt ihrer nationalen ZB hält. Zentralbankguthaben im Zentralbankkonto ist der sicherste Aufbewahrungsort den es für Euros gibt, da alle nationalen Zentralbanken untereinander haften. Daher spielt es keine Rolle bei welcher nat. ZB das ZB-Guthaben verwaltet wird.

    Nur für einen Kunden der Einlagen bei einer Geschäftsbank verwaltet, ergibt sich ein Kontrahentenrisiko (Insolvenz der Geschäftsbank). Nur für ihn macht es Sinn seine Einlagen von einer Südbank zu einer Nordbank zu transferieren.

    • Achim Hase - 9. Januar 2012

      @anon @Michael S @Bernd Klehn

      Danke. Mir fiel und fällt es nur schwer vorzustellen, dass die private Kapitalflucht solche Dimensionen, wie wir in den TARGET2-Salden sehen, annehmen kann. Auch fällt es mir schwer vorzustellen, dass die Nordbanken einen solch gigantischen Kapitaleinfluss annehmen können und sich trotzdem noch selbst bei der EZB bedienen. Ich ging davon aus, dass die Südbanken selbst mit ihrer Liquidität in den Nordraum gehen, wie kommt man sonst auf diese gigantischen Zahlen?

      • Ert - 9. Januar 2012

        @Achim

        Gemessen an den schlummernden Vermögen ist das alles sicher möglich – die Frage ist eben auch ob es der kleine Mann macht, der ggf. mal 50-200 Tausend liegen hat.

        Aber auch Siemens – mit den 500 Millionen, die aus FR abgezogen wurden hat gezeigt, das ein paar größere Firmen ruck-zuck für viele Milliarden gut sein können. Schaut man sich z.B. mal die Cash-Bestände von Nokia, Microsoft oder Apple an – dann sollten einem die Dimensionen klar sein.

      • Michael S - 9. Januar 2012

        Hallo Achim, die Nordbanken “bedienen” sich bei der EZB nur noch in geringerem Ausmaß. Bleiben wir zum Verständnis bei der Bundesbank. Diese ist inzwischen zum Nettoschuldner motiert (Parken der Banken höher als Leihen).

        Schöner Artikel hier
        http://www.voxeu.org/index.php?q=node/7391

        Schau dir mal besonders Grafik 3 an.

  • Werner - 9. Januar 2012

    O/T, aber ein schöner Bericht zum Griechenland Bailout :
    “Schöne Waffen für Athen”
    http://www.zeit.de/2012/02/Ruestung-Griechenland

    Viel Spass dabei ihr deutschen Steuerzahler.
    Werner

  • Roland - 9. Januar 2012

    Im Target-Karussel werden Gelder und Sicherheiten hin und her geschoben.

    Problem in einer rezessiven Entwicklung ist allerdings, dass die Sicherheiten tendenziell eher schlechter werden.

    Das läuft nicht unbedingt auf einen “Zusammenbruch” des Finanzsystems in dem Sinne hinaus, dass nach einem großen “Bang” gar nichts mehr geht.

    Wahrscheinlicher ist, dass die Ertragskraft der Banken zurückgeht, ihr Misstrauen untereinander weiter anwächst – und am Ende einer Rutschbahn Schrunpfung, Fusion oder Verstaatlichung ansteht.

    Es ist ziemlich sicher, dass wir dies in den kommenden Monaten so erleben werden.

    • kurzdump - 10. Januar 2012

      Richtig, Roland, das sehe ich auch so. Die EZB wird ALLES unternehmen um die Refinanzierung der Staatsschulden der südlichen Peripherieländer und Frankreichs zu sichern. Wenn dazu die ein oder andere Bank auch noch gerettet werden muss, greifen die jeweiligen Staaten ein. Am Ende läuft es auf ein weiteres exzessives Anwachsen der Staatsschulden und der Bürgschaften hinaus.

      Im Gegensatz zu den USA hat unsere Währung aber nicht die Eigenschaft einer Leitwährung. Wir können die Ausweitung der Geldmenge durch die EZB nicht weltweit exportieren und damit zB die Rohstoffpreise erhöhen. Der Euro wird mittelfristig immer weiter aufgeweicht und verliert Wert zum USD, was die Kosten für Importe immer weiter ansteigen lassen wird. Das könnte zu Stagflation führen. Die Option, in dieser Situation die Zinsen zu erhöhen wird es nicht geben. Ergebnis kann nur eine schwere Depression sein.

      Es dürfte klar sein dass den EU-Politikern bewusst ist was uns bevor steht. Momentan sind alle Weichen in Richtung Eurobonds gestellt. Das wird zwar etwas Druck aus der Euro-Krise nehmen, die wirtschaftliche Situation droht sich aber weiter zu verschlimmern und der Euro könnte trotz Eurobonds bald wieder unter Druck geraten.

  • Systemfrager - 10. Januar 2012

    @ alle
    Ich weiß nicht, wie die anderen dies alles “fühlen”

    Mir ist es immer noch unklar, wie so gigantischen Summen im Süden auf einmal verschwinden.
    Es wäre mir klar, wenn die südlichen Geschätsbanken ihr Geld bei den südlichen Notenbanken abgeladen hätten, aber das Geld landet bei den nördlichen Notenbanken. Wer kann den Weg genauer beschreiben?

    Danke im Voraus

    • kurzdump - 10. Januar 2012

      Ich bin kein Experte, Systemfrager, aber vielleicht kann ich dir meine Sicht der Dinge näher bringen:

      Es gibt zwei Ursachen für die Target2-Salden:
      1. Kapitalflucht
      2. Leistungsdefizit

      Ersteres passiert dann wenn zB von einer italienieschen Geschäftsbank Geldmengen auf eine finnische Bank verschoben wird. Die Zahlung läuft über Target2, das Geld wird zwar direkt überwiesen und verschwindet aus der italienischen Bank und wird der finnischen Bank gutgeschrieben. ABER: die volkswirtschaftliche Forderung Finnlands gegen Italien ist damit NICHT ausgeglichen, daher entsteht eine Target2-Forderung der finnischen Notenbank gegen die italienische Notenbank. Klar?

      Bei letzterem steht keine einfache Überweisungstransaktion dahinter sondern es basiert auf Waren- oder Leistungstransfer. Italien bezieht zB Waren aus Deutschland und zahlt indem ein Kredit über Target2 gezogen wird – anstatt sich am privaten Kapitalmarkt zu finanzieren. Damit entsteht eine Forderung der Bundesbank gegen die italienischen Notenbank. Hätte Italien das Defizit anders finanziert würde diese Forderung über Umwege auch bestehen, aber eben über Umwege die auch irgendwann fällig gestellt werden können.

    • Achim Hase - 10. Januar 2012

      Anscheinend sind es die Kunden der Südbanken, die ihre Anlagen lieber zu den Nordbanken transferieren. Bei den Firmenkunden kann man sich gut vorstellen, dass wie kürzlich über Siemens berichtet, einfach mal so 500 Mio von Frankreich nach Deutschland transferiert werden. Bei den Privatkunden würde ich eher vermuten, dass es nicht direkt veranlasst wird, sondern durch Fondsmanager, denen Privatanleger Geld gegeben haben. Als italienischer Fondsmanager kann ich ja ein Bankkonto bei der UniCredit und eines bei der Deutschen Bank unterhalten und das Vermögen sukzessive verschieben.

      • Roland - 10. Januar 2012

        Bei den Target-relevanten Verschiebungen handelt es sich nur um Cash-Übertragungen.

        Depot-Übertragungen (Papiere) sind hier außen vor.
        Bei diesen ist eine “Nordverschiebung” auch nicht so dringend, da diese im Bank-Insolvenzfall abgegrenzt werden und von einer solchen nicht betroffen sind.

        • Roland - 10. Januar 2012

          Nachtrag:
          Unter ggf. auszugrenzende “Papiere” sind Bank-Anleihen natürlich nicht subsumiert.

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