Athex und FTSE Athex Banks mit neuen Tiefs
Griechenland und damit auch die gesamte Eurozone als Konstrukt, verharrt weiter in einer extrem kritischen Phase und wandelt am Rande des Kollapses, nur mühsam bisher mit maximalen geldpolitischen Einsatz davor bewahrt. Nicht nur in Griechenland, sondern in der gesamten Südperipherie der Eurozone wurden mit der bisherigen Strategie die volkswirtschaftlichen Schäden unnötig maximiert. Im Zuge der wirtschaftlichen Kontraktion sinken nicht nur Einkommen, Konsum, Investition und Wertschöpfung, sondern auch die Kreditausfälle schießen in die Höhe und die Qualität der Schuldner aller Bereiche der Volkswirtschaft sinkt in Richtung Junk-Status. Der Niedergang ist umfassend, es bleibt nicht nur fragwürdig ob und wie lange noch viele Wirtschaftssubjekte ihren Verbindlichkeiten nachkommen können, sondern auch die vorhandenen Vermögenswerte schmelzen wie Schnee in der Frühjahrssonne, ob an den Immobilienmärkten der Südperipherie oder an den Aktienmärkten in der gesamten Eurozone. Auch hierbei hervorstechend, die Auslöschung von Aktienvermögen in Griechenland. Ein kurzes Update:
Heute markierte der griechische Aktienleitindex ATHEX ein neues Tief im Zuge des zum Alltag gewordenen Niedergangs. Der ATHEX, der die 42 größten Unternehmen Griechenlands abbildet, fiel heute um -4,53%, auf 502,52 Indexpunkte und damit auf den tiefsten Stand seit dem 08.01.1990!
Die Entwicklung des griechischen Aktienleitindex seit Januar 1987 im Dailychart.
Gravierend ist nicht nur der Kurseinbruch zum Hoch am 17.09.1999 mit 6355 Indexpunkten, ein Einbruch von -92,09%, sondern auch das Abschmelzen der Marktkapitalisierung aller im Leitindex gelisteten 42 Unternehmen auf nur noch schlappe 16,498 Mrd. Euro. Zum Hoch am 17.09.1999 betrug die Marktkapitalisierung gewaltige 208,631 Mrd. Euro.
Auch der griechische Bankenindex FTSE ATHEX Banks sank heute um -5,56% und damit auf ein neues Tief mit nur noch 194,10 Indexpunkten:
Die Entwicklung des FTSE ATHEX Banks seit Januar 2006 im Chart. Der griechische Bankenindex sank heute auf 194,10 Indexpunkte. Zum letzten Hoch am 06.11.2007 mit 7758,07 Indexpunkten verlor der FTSE ATHEX Banks satte -97,50%.
Die erbärmlichen Aktienkurse der 9 größten griechischen Banken, der prozentuale Einbruch zum Vortag und die Marktkapitalisierung in Euro in der aktuellen Tabelle.
Die Marktkapitalisierung der neun größten Banken im FTSE ATHEX Banks in Griechenland liegt bei nur noch 2,731 Mrd. Euro, dies bei Total Assets der griechischen Banken in Höhe von noch 434,929 Mrd. Euro im März 2012 und einem fast durch den Schuldenschnitt ausgelöschten Eigenkapital, wo bereits einige griechischen Banken sogar negatives Eigenkapital ausweisen. Eine Rekapitalisierung der griechischen Banken in Höhe von vorerst 18 Mrd. Euro läuft gerade, dieses Geld für die darniederliegenden Banken kommt aus der zweiten “Griechenhilfe”!
Eine “niedliche” Episode liefert ein Blick auf die Tabelle mit den Marktkapitalisierungen der Banken, dort mit dem Kürzel TT, dies ist die TT Hellenic Postbank, sie war mal Top-Privatisierungskandidat im Zuge des ersten “Griechenland-Rettungspakets”. Wenn man allerdings Volkswirtschaften mit absurden Maßnahmen in den Ruin treibt, bekommt dies auch den zum Verkauf stehenden Vermögenswerten des Staates nicht. Die TT Hellenic Postbank ist zu 34% in Staatsbesitz und konnte auf Grund der rapide schrumpfenden Marktkapitalisierung und dem umgekehrt proportional in die Höhe schnellenden Volumen an faulen Assets jedoch nicht mehr privatisiert werden, denn ein sattes Draufzahlen war im Privatisierungsprojekt nicht vorgesehen, denn es sollten ja eigentlich Erlöse fließen. Die Marktkapitalisierung ist heute auf 44,519 Millionen Euro abgeschmolzen. Beim Hoch am 06.02.2007 lag sie noch bei 6,081 Mrd. Euro
Nicht nur das griechische Bankensystem liegt am Boden, dies wird mehr als deutlich wenn man auf den Euro Stoxx Banks schaut:
Die Entwicklung des europäischen Bankenindex, Euro Stoxx Banks seit Januar 1987 im Dailychart. Heute stieg zwar der Bankenindex Europas leicht um +1,05% zum Vortag, auf 81,73 Indexpunkte, aber dies entspricht einem Niveau von zuletzt Februar 1988!
Der Euro Stoxx Banks spiegelt die größten 32 europäischen Banken gemäß Marktkapitalisierung wider und die enthaltenen Banken sind nach der Marktkapitalisierung vom 31.12.1991 gewichtet. Seit dem Hoch am 18.05.2007 mit 491,23 Indexpunkten hat der Euro Stoxx Banks kräftige -83,36% verloren!
Die Probleme an den Aktienmärkten und bei den Banken spiegeln auch die mittlerweile für die Marktteilnehmer offensichtliche Fehlkonstruktion eines Währungsraumes, einer Schuldenkrise in Folge der wirtschaftlichen Ungleichgewichte wider und reflektieren das weiterhin keine Aussicht auf Besserung, gar auf Lösung der zu Grunde liegenden Probleme besteht, gerade angesichts der handelnden Akteure in der Eurozone.
Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

Andreas - 24. Mai 2012
Alles neigt sich dem Ende zu… auch dem Ende des Euros.
Bald ist die Party vorbei und damit auch die Champagnerlaune der meisten Beteiligten… wenn sie noch nicht zum Heer der vielen Armen und Arbeitslosen speziell im Süden Europas zählen.
Der Alkoholkater nach der Party wird aber immens sein..
Deutscher Michel - 25. Mai 2012
Der Euro ist noch nicht am Ende. Ich lese solche Aussagen auf Internet-Blogs schon lange. Bei z.B. hartgeld.com wird der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des Euros seit mehreren Jahren immer wieder angekündigt.
Wie komme ich zu dieser Einschätzung?
Es ist im Interesse der Amerikaner (und eine großen Teils der mit ihnen “verbrüderten” Briten), die Dominanz des Dollars als Weltleitwährung und den Erhalt des Pfunds als Überbleibsel einer solchen zu erhalten – ist irgendwie auch ganz normal, so finanziert man seit Jahrzehnten Defizite – strenggenommen seit Bretton Woods, als man damit beginnen durfte, ohne Gegenleistung Dollars auf der ganzen Welt zu verteilen (verleihen).
Also nutzt man das ausgeprägte Nationaldenken, immer wieder publiziert durch die ach so schlauen WiWi-Nobelpreisträger (die kommen zu ca. 70% aus den USA – Quelle: *1), die nur allzu gerne auf den Euro eindreschen.
Dem kommt die zum Teil gegenüber der Hegemonialmacht USA unterwürfigen Kontinentaleuropäer ausgeprägte Verachtung des Euro. Der Euro müsse endlich untergehen, der Dollar werde dann schon folgen. Man läßt sich gerne von den überwiegend englischsprachigen Finanznachrichten leiten, na ja …
Ich bemühe mich um Objektivität, wobei ich weiß, auch nicht im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein – diese gibt es oft sowieso nicht. Aber ich gebe mir Mühe, mich nicht von irgendwelchem Freund- oder Feind-Denken leiten zu lassen.
ABER:
- Die EU ist ein aufgeklärter Kultur- und Wirtschaftsraum, Todesstrafe, Prügeln von (Schul)Kindern, Foltern von Menschen ist hier verboten.
- Die EU hat eine zum größten Teil moderne Infrastruktur, auch wenn man hier zum Teil über das Ziel hinausgeschossen ist (z.B.wenig genutzte Luxus-Autobahnen in Portugal).
- In der EU gibt es ein engmaschiges Sozialnetz, hier verhungert man nicht und erhält medizinische Behandlung, auch wenn man kein Geld dafür vorweisen kann. Das System ist nicht perfekt, jedoch im weltweiten Vergleich vorbildlich.
- Die EU ist ein Wirtschaftsraum mit viel Innovation und auf der Zeitachse nach wie vor im Wachstum.
So etwas zerfällt nicht gerade eben einmal, da sind andere vorher dran, man vergleiche einfach mit obigen Fakten.
Die einfache Behauptung, die USA wären eben viel stärker, kann ich so nicht akzeptieren, ich erwarte Fakten!
Am Schluß zu Steffen:
Dieses ist der beste Blog, den ich kenne. Er basiert auf (i.a. im Internet) frei zugänglichen Daten, die leider in den sogenannten Qualitätsmedien oft so nicht veröffentlicht werden. Letztere haben, glaube ich, nicht primär den Anspruch, die Leser objektiv zu informieren, sie verfolgen ihre eigenen Interessen (Einnahmen sichern oder steigern, Vertretung von Machträumen wie z.B. des angelsächsischen -> Financial Times Deutschland, Eindreschen des eigenen Weltbildes wie z.B. Friede Springer, Manipulation der Massen zur Wahrung der Interessen der herrschenden “Kasten” durch die zwangsfinanzierten Öffentlich Rechtlichen etc.).
Die Interpretation der Daten kann von uns Lesern zu unterschiedlichen Einschätzungen führen, aber deshalb diskutieren wir ja hier darüber.
Trotz aller Staats- bzw. Politikverdrossenheit freue ich mich, daß in unserem Land, darüberhinaus auf unserem Kontinent, so etwas möglich ist. Das macht noch ein bißchen Hoffnung.
Deutscher Michel - 25. Mai 2012
Nachtrag Quelle *1:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Tr%C3%A4ger_des_von_der_schwedischen_Reichsbank_in_Erinnerung_an_Alfred_Nobel_gestifteten_Preises_f%C3%BCr_Wirtschaftswissenschaften
lenin - 24. Mai 2012
hallo Steffen, ich lese Ihre Berichte mit vollster Zustimmung. Es ist alles richtig und schlüssig. Ich habe Frau und Kinder, deshalb suche ich nach Lösungen. Wohin soll das ganze, was hier seit langer Zeit beklagt wird, denn in Zukukunft führen? Wir brauchen so langsam mal neue Ideen und Taten. Es nützt doch nichts, jeden Tag aufs Neue den Niedergang zu dokumentieren. Wir müssen raus aus dem Schlamassel.
Querschuss - 24. Mai 2012
Hallo Lenin,
auch ein Chronist hat seine Berechtigung, zumal wenn die Dimension und die Ursachen der Krise nur ungenügend und nicht anschaulich im Mainstream aufgearbeitet werden. “Wir müssen raus aus dem Schlamassel.” … Ich denke zu wissen, was ich oder ein Blog leisten kann und was nicht. “Raus aus dem Schlamassel” ist unmöglich mit einem Wirtschaftblog zu leisten. Die Masse der Bevölkerung interessiert sich nicht mal für solche Themen. Selbst im Kommentarbereich ist es kaum möglich mit Daten und Fakten zu punkten, zu überzeugen und einen gemeinsamen Grundkonsens zu finden, deshalb bleibt meine Antwort hier im Kommentarbereich an dich auch eine Ausnahme, spart viel Zeit und Nerven. Wie sollen da erst Ideen und gar Taten durchdringen, in eine graue zumeist auf sich fixierte und desinteressierte Masse. Dies ist völlig illusorisch, die Welt ist so beschissen, wie die Menschen die in ihr leben und daran werde ich oder Querschuesse wenig ändern können! Mein persönlicher Beitrag zur Information und Aufklärung wird mit dem Blog mehr als nur getilgt und übersteigt bereits das was man als Einzelner leisten kann.
Gruß Steffen
Chris - 24. Mai 2012
Hallo Steffen,
ja es sind die Menschen selbst. Es ist nicht leicht dies jeden Tag auf’s Neue zu erleben, aber es ist auch nicht notwendig daran zu verzweifeln.
Deine Leistung hier ist unglaublich beeindruckend. Du hilfst mit deiner Arbeit sehr vielen Menschen, für mich bist du sogar ein Vorbild.
Und das ist es was uns hilft und den Ausweg aus diesen aktuellen Zuständen darstellt. Mehr Menschen wie Dich, die ihr Talent und ihre Kraft den anderen zur Verfügung stellen. Dies wird auch andere inspirieren, die dann mit ihren Mitteln helfen.
Die Masse braucht helle Lichter, Menschen die durch ihre Handlungen zeigen, dass es wichtig ist anderen zu helfen anstelle mit ihnen im Wettbewerb zu stehen. Solche Menschen erkennt die Masse sehr wohl. Und dann, ab einer gewissen Anzahl Vorschreitern beginnt die Masse zu folgen und kehrt sich ab von den alten Blendern.
Deine Arbeit hier ist jetzt schon von enormen Wert. Ihren wahren Wert wird sie aber erst später erlangen, dann wenn man nach einigen Jahren auf die jetzigen Ereignisse zurückblickt und mit Hilfe deiner Dokumentationen den Wahnsinn dieser Zeit erkennt.
Viele Grüße,
Chris
Roland - 25. Mai 2012
Hallo Steffen,
Dein blog ist eine Riesen-Leistung und wird von den wichtigen Leuten wie z.B. auch den nachdenkseiten hoch geschätzt.
Was die Masse angeht, nicht verzweifeln, sie schwankt einfach mal hierhin, mal dorthin.
Folgende kleine Anekdote hierzu:
“Bei der triumphalen Einfahrt von Charles De Gaulle in Paris sagt ihm sein Assisten vom Rücksitz des offenen Wagens ins Ohr:
Herr General, es jubeln Ihnen viel mehr Leute zu als damals dem Marschall Pétain (Nazi-Kollaborateur).
Charles De Gaulle mit knapper Antwort: Nein, es sind genauso viele – und es sind die Gleichen.”
Vandermonde - 25. Mai 2012
Man könnte auch sagen: “die Welt ist so gut, wie die Menschen die in ihr leben”. Ein bisschen postiver denken schadet nicht auch wenn es manchmal schwierig ist.
Danke für dein Blog und unterschätze nicht die Wirkung – ich habe dabei viel gelernt.
Vandermonde - 25. Mai 2012
“positiver”
Andreas Z - 24. Mai 2012
Hallo Lenin,
toll, dass Steffen die Argumentationsbasis für ökonomisch und politisch intersessierte schafft, in dem er den Vorhang mit Fakte lüftet. Danke!! Es müssen viel mehr Bürger in Deutschland aktiv werden, damit die Verantwortlichen nicht mehrt gewählt werden. Dieser ganze Wahnsinn basiert schließlich auf einer völlig fehlgeleiteten Politik durch CDU-CSU-FDP-SPD-Grüne-Linke. Diese tragen mit ihrer EU-Ideologie die volle Verantwortung für den EURO-Schuldenwahnsinn. Seriöse Ökonomen hatten vor der EURO-Einführung gewarnt. Wenn man die Ursachen der Krise erkannt hat, ist die notwendige grundsätzliche Marschrichtung völlig klar: Der bestehende einheitliche EURO-Währungsraum muss aufgelöst werden und durch ein Zurück zu mehreren Währungen ersetzt werden. Hier gibt es gute Ansätze von deutschen Ökonomen.
Aber auch jeder einzelne kann etwas tun.
Auch wenn es zunächst aussichtslos erscheint, sollten EURO-realistische Initiativen unterstützt werden. (z.B. Zivile Koalition e.V./ abgeordneten-check.de, Aktion Bürgerwille….). Im Parteienspektrum wird es schon dünner, hier kenne ich bislang nur eine demokratische Partei, die den EU-Schuldenwahnsinn bekämpft und gleichzeitig in einem Landesparlament (Bayern) vertreten ist: FREIE WÄHLER. Außerhalb Bayerns lässt der Erfolg allerdings auf sich warten. …. bei allen anderen (auch Piraten) Fehlanzeige.
Bernd Rickert - 24. Mai 2012
Ganz so negativ wie Steffen schätze ich die Ignoranz der Eliten nicht ein. Blogs wie dieser und auch konstruktive wie destruktive Kommentare in öffentliche Medien werden sicher wahrgenommen. Sehr viel negativer schätze ich allerdings den Anerkennungswillen für mögliche, angenommene Lösungsansätze ein. Man sollte tunlichst vermeiden, sich von der Politkaste quasi anonym einspannen zu lassen. Hier gilt wegen persönlicher Reputation ganz gewiss der hässliche Spruch “Undank ist der Welt Lohn”.
unglaublich - 24. Mai 2012
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/
http://www.start-trading.de/blog/2012/05/24/austritt-die-goetter-haben-es-gewusst/
..ist da was dran? Es kommen massivst Meldungen daß Griechenland unabhängig von Wahlen so oder so austreten wird (bzw. ausgetreten wird)?
Ert - 25. Mai 2012
Was ist drann?
Die Masse wird auf den Austritt vorbereitet – und der Austritt als was “erlösendes”, “gutes” und “folgerichtiges” dargestellt, auf das wir alle gewartet haben und das sein muss.
Also wir er wohl kommen.
Insgesamt viel zu spät.
Und mit dem Austritt wird dann ordentlich umverteilt – die Auslandsvermögen werden mit $ und € billigst in GR einkaufen. So läuft eben die Umverteilung.
unglaublich - 24. Mai 2012
http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=17236
” Doch Gefahr droht aus einer gänzlich anderen Richtung, nachdem die Rendite auf 2-jährige Staatsanleihen im heutigen Tagesverlauf förmlich um mehr als 40% explodierte und in der Spitze bis auf 14,79% kletterte. Diese Entwicklung – die sich ebenfalls in Bezug auf italienische und spanische Staatsanleihen beobachten lässt – zeigt deutlich, dass an den globalen Bondmärkten bereits mit einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone gerechnet wird.”
`
Bernd Rickert - 24. Mai 2012
Steffens Ausdauer ist schon bemerkenswert Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat die gleiche Diagnose zu stellen. Die Politik schafft sich inzwischen neue Themen wie Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Projektanleihen für (mlitärische ausgerichtete ?) Infrastrukturprojekte klingt nach lokalen Großprojekten mit wenig Sinn für das Allgemeinwohl.
Beides zusammengefasst könnte man die Synthess spitzhackender jugendlicher Tunnelbauer in Italien, spanischer vorschlaghämmernder Renaturierer und unabhängig von einem Verbleib in der Eurozone wassergrabenaushebender Jugendlicher in Grentwickler entwickleln.
Bernd Rickert - 24. Mai 2012
Korrektur: “wasergrabenaushender Jugendlicher in Griechenland” ( sorry Mobiltelefon )
de´ Graf - 24. Mai 2012
ich will jetzt auch mal einen link bei Euch setzen…. http://meudalismus.dr-wo.de/html/griechischer_staatsbankrott.htm#2012
ergo sum - 25. Mai 2012
Bald werden die Medien wieder prahlen, dass der heute auf $ 1,25 abgestürtzte Euro ja eigentlich gut für den Export sei. Stimmt aber nicht, denn nur die Hälfte der deutschen Exporte geht ins Devisenausland. Aber fast 100% unserer Importe (Öl, Gas usw) kommen aus dem Devisenausland. Der billge Euro ist also ein Nettoverlust für Deutschland.
Michael S. - 25. Mai 2012
“Aber fast 100% unserer Importe (Öl, Gas usw) kommen aus dem Devisenausland”
Quelle?…
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/158445/umfrage/rangfolge-der-wichtigsten-handelspartner-deutschlands-nach-wert-der-importe/
Gruß Michael S.
rolle rückwärts - 25. Mai 2012
@ergo sum:
und wenn die andere hälfte der deutschen exporte ins deviseninland dadurch bezahlt wird, dass sich durch einen schwachen euro deren exportüberschüsse ins devisenausland vergrößern und daher bei ihnen ein höherer investitions-/konsumspielraum gegeben ist? hat jemand zahlen dazu? (danke an querschuss für die ganze arbeit!)
klaus - 25. Mai 2012
Mal wal Richtiges hier.
Die Beziehungen / Vernetzung der Schulden
aller Staaten in Europa.
Ob vollständig? Aber ergänzend.
http://www.bbc.co.uk/news/business-15748696
Sieht gut aus gell.
klaus - 25. Mai 2012
Ach so klickt mal auf die Länder
Pro-Kopfverschuldung
D €50,659
GR €38,073
I €32,875
FR €66,508
POR €38,081
ESP €41,366
GB €117,580
http://www.bbc.co.uk/news/business-15748696
Ach so die Schuld-Werte beziehen sich auf
die aktuellsten dem IWF bekannten aus 2011.
Nach der Unterschrift des Fiskalpaktes kommt
es wohl wieder zu Abwanderung der Fachkräfte.
Der Nachwuchs wird dann ja auch EU-Weit
gefördert.
Kurz danach gibt es noch ein paar Downgrades.
Oder glaubt jemand
man unterschreibt den Fiskalpakt ohne
Downgrade?
So, und dann ziehen wir alle schön an einem Strang.
Michael S. - 25. Mai 2012
Langsam kommt Schwung in die Sache!
http://www.bankingnews.gr/Παλμός-της-Αγοράς/item/46472-πρωτιά-με-ποσοστό-30-δίνει-στο-συριζα-δημοσκόπηση-της-public-issue-δεύτερη-με-ποσοστό-26-η-νδ-στον-πόντο-οι-διαφορές-νδ-συριζα-στη-δημοσκόπηση-της-data-rc
Weiß jemand ob SYRIZA als Bündis auch die 50 Extra Sitze bekommt?
Gruß Michael S.
Lothar - 25. Mai 2012
Nein die bekommt weiterhin die ND.
Das ist eine ganz grosse Schweinerei dieser konservativen antidemokratischen Feudalherrscher, haetten das Wahlgesetz halt auf 100 Sitze aendern muessen oder einfache Mehrheitswahlrecht einfuehren sollen. Waren sich aber zu siegessicher.
Roland - 25. Mai 2012
@ Michael S.
Nachdem sich Syriza vom Parteienbündnis vor einigen Tagen zur Partei umgewandelt hat, bekommt sie bei einem Wahlsieg auch die 50 geschenkten Sitze.
Vivlos - 25. Mai 2012
SYRIZA wird als “SYRIZA Soziales Unionsbündnis” bei der Wahl als Partei antreten und nicht
mehr als Bündnis. Haben sich beim obersten Gerichtshof so als Partei deklariert.
Gibt für sie dann also auch die Möglichkeit der 50 Bonussitze.
http://www.naftemporiki.gr/elections/story?id=2182253
thomas - 25. Mai 2012
moin
zum kommentar von@lenin und deine antwort,steffen:”Selbst im Kommentarbereich ist es kaum möglich mit Daten und Fakten zu punkten, zu überzeugen…”
das schöne(oder auch grausame)an deinen zahlen und fakten ist,das sie eben nicht zu widerlegen sind.wer sich von zahlen nicht überzeugen lässt,den kann auch kein arzt helfen.
deine statistiken sind “nur”zahlen,die weder eine politische oder religiöse gesinnung besitzen.was du uns wenigen interessierten hier täglich lieferst,daran kann sich macher nachrichtenkonzern mal ne scheibe von abschneiden.also hut ab vor deiner leistung.
was lösungen betrifft,da hat natürlich jeder andere ideen.ist eben so.
ich zb. denke nicht das die rückkehr zu nationalen währungen die probleme löst.
für mich ist das kernproblem die masse der menschen in arbeitsplätze zu bekommen,die sich ohne künstliche hilfe,sprich steuermittel selbst tragen.
wohin mit millionen überflüssigen arbeitsplätzen in zb finanzbranche,oder der aufgeblähte staatsdienst.alle ab aufs feld,wie der wiener menschenhasser immer schreibt?
egal was kommt,es wird grausam enden und dasmacht mir wirklich angst.was soll aus meinen oder unseren kindern werden.?
gruß aus hamburch
Mark - 25. Mai 2012
Ja, die Arbeit, die Steffen hier leistet, ist groß. Er muß m.E. keine Lösungsvorschläge anbieten, das sprengt den Rahmen und würde ihn vor allem angreifbar machen, denn die “Lösungen” treten ja immer jemandem auf die Füße (entweder den Normalbürgern oder der Elite). Und wem auf die Füße getreten wird, der quackt halt. Wozu sich diesen Streß antun und sich mit Lobbyisten jeder Coleur herumschlagen? Nein, da ist die Arbeit des Chronisten des Niederganges schon eindeutig wichtiger.
Ich frage mich oft, woher eigentlich das Desinteresse bei den Leuten kommt? Wie entsteht diese gewaltige Ignoranz solchen (wichtigen) Themen gegenüber? Es kann den Leuten doch nicht egal sein, was mit ihrer Zukunft und mit ihrem hart erarbeitetem Geld passiert? Wenn ich bei mir den Freundes- und Bekanntenkreis anschaue, dann sehe ich nur satte Menschen, die sich am “Status Quo” erfreuen. Die Rentner sitzen in der Sonne und mähen Rasen; bei den Familien arbeitet der Mann, während die Frau die Kinder großzieht, die übrigens in einer unvergleichlichen Harmonie groß werden (augenscheinlich). Hier und da kommen die Einschläge zwar näher (Entlassungen, schlechtere Auftragslage), aber so richtig interessieren tut’s keinen.
Die Medien tun sicherlich einiges, um diesen Zustand zu erzeugen und zu erhalten, das ist ja schließlich der “Bildungsauftrag” des Staatsrundfunks. Die allabendlichen Ausgaben der “Aktuellen Kamera” üben sich im Schönreden und verkünden die offizielle Sicht der Eliten, gauckeln etwas von “hart umkämpften” Positionen zwischen “Opposition” und Regierung vor. Talkshows gehen mit handverlesenen Jubelpersern an den Start, damit Kritiker leicht bloßgestellt werden können. Kritische Sendungen kommen nachts um halb zwei auf Phoenix.
Ich finde das alles fürchterlich, denn wir (das Volk) werden ja nach Strich und Faden veräppelt. Unsere Exporte in die GIPS-Länder schenken wir de facto her, während hierzulande die Infrastruktur und das Sozialsystem zerfällt. Und trotzdem interessiert es keinen.
Mich würde wirklich interessieren, weshalb die Leute so desinteressiert sind.
Sumpfhuhn - 25. Mai 2012
Hallo an Alle und ein großes “Danke” an Steffen.
Ich weiss ja nicht, wie es Euch geht, aber ich fühle mich wie ein Käfer auf dem Rücken angesichts der deutlich erkennbaren Konditionierung der Massen. Egal mit wem man sich unterhält, sobald das Thema auf Wirtschaft kommt und die momentanen Probleme, hört entweder keiner zu oder es kommt nur oberflächliches Nachgeschwafel der öffentlichen Medienverlautbarungen. Es WILL sich niemand darüber Gedanken machen. Nur meine Oma hoffte, dass der nächste “Heilsbringer” (nach dem Kollaps) hoffentlich nicht aus Österreich kommt.
Ich denke, dass der totale Crash unvermeidbar und auch notwendig ist, damit sich etwas am System, speziell am Geldsystem, ändert. Rein theoretisch haben wir alle es in der Hand, das umgehend zu kippen… jeder hebt sein Geld von der Bank ab. Es macht aber keiner. Wir klammern uns an Arbeitsplätze, an denen wir bereits in einer Stunde täglich die Güter erwirtschaften, die jedem Menschen Wohlstand bringen würden. Den Rest der Zeit ackern wir für Zinsen, die anderen zu Gute kommen. Wir alle arbeiten super ! Wir schimpfen über unseren faulen Nachbarn, der mit 58 zu Hause rum sitzt oder die Mutter von 2 Kindern, die sich lieber um ihre Brut kümmert anstatt zu schuften wie wir. Von klein an wird uns gesagt: “Lerne schön, dann bekommst auch einen tollen Job!” Aber was lernen unsere Kleinen denn in der Schule? Selbständiges Denken jedenfalls nicht! Und wer doch die “falschen” Fragen stellt, bekommt schlechte Noten. Also: Zuhören und wiederholen, was einem von den “Lehrern” gesagt wird. Unser Schulsystem ist äußertst effektiv eine Herde heranzuziehen, die mit Freude zur Schlachtbank rennt und einigen Zögerlichen nocht den letzten Schubs gibt. Und die Hunde, die beschützen sollen, beißen oder sind desinteressiert. Der Schäfer läßt nur die übrig, die besonders folgsam sind und viel fressen und Fleisch produzieren. Ich bewundere Steffen für seine Ausdauer. Ich hab’s aufgegeben, die Leute vom Offensichtlichen überzeugen zu wollen.
Lasst Sie wählen, wen sie wollen. Keine der Parteien, egal in welchem Land, kann ohne die Finanzen der Banken regieren. Jede, wirklich jede Partei ist gezwungen Entscheidungen gegen die breite Masse zu Gunsten der Banken zu treffen, damit die sich an den Börsen mit allerlei computergenerierten Waffen bekriegen können… die anschließende Rettung mit den Rücklagen der Sparer ist alternativlos. Ich bin erschüttert, dass es Zeitgenossen gibt, die sich über die derzeitige Entwicklung freuen, und sich wünschen, dass es hoffentlich bald eine Währungsreform gibt (Wiederkehr zur DM), bei der gerade die Kleinen fast alles verlieren werden und es aber weitergeht, wie gehabt. Haben wir alle nicht etwas besseres verdient?
So, ich muss jetzt zur Arbeit, auf Schäfchen aufpassen. Bis Morgen dann….
micdinger - 25. Mai 2012
“Keine der Parteien, egal in welchem Land, kann ohne die Finanzen der Banken regieren. ”
Damit das auch noch möglichst lange so bleibt, werden die, die evtl. anderer Meinung sind schon mal in ihrer Meinung korrigiert.
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/05/piraten-chef-trifft-henry-kissinger.html
Und dann gibts da ja noch die Fünfte Kolonne, den Economic Hitman
http://www.youtube.com/watch?v=YOix9_brOK8
holyprime - 25. Mai 2012
@Mark: Ich denke es hat auch mit der Komplexität zu tun.
Also zumindest ging das mir so, als ich zum ersten Mal auf diese Perle hier stiess. Ich war begeistert von der Fülle an Informationen, da ich mich aber nie gross mit dem Thema beschäftigt hatte, konnte ich diese jedoch nicht wirklich einordnen. Und bis man in dem Gewucher an Notenbanken, Banken, Rettungsfonds, Einlagefazilitäten und sonstigen, für Laien wie mich teils wirren Anlagemöglichkeiten ein wenig den Überblick hat, muss man schon ein wenig Zeit investieren. Einiges mehr vermutlich wenn man in der Bildung Dinge wie Bilanzierungen etc nicht gross behandelt hat.
Und dahin (oder hierhin
) muss man ja erst einmal kommen. Wie du das ja bereits schön beschrieben hast mit den “hart umkämpften Positionen”, in der Medienöffentlichkeit wird man damit ja auch gar nie gross konfrontiert. Und diese Hofberichterstattung ist für den Grossteil die einzige Nachrichtenquelle (natürlich sind es mehrere aber sowas wie Meinungsvielfalt gibts ja in den Qualitätsmedien eigentlich nicht).
Das Interesse entwickelt sich erst wenn man direkt betroffen ist oder sonst schon aus irgendwelchen Gründen die Informationen der Medien anzweifelt. Ansonsten hat man ja keinen Grund dazu, geht einem selbst ja gut.
Eric B. - 25. Mai 2012
Die Fakten sprechen eine klare Sprache, doch die Politik spricht mit gespaltener Zunge. Sieht droht mit einem “Grexit”, sagt aber nicht, wie und wann der zustande kommen soll. Rechtlich ist ein Austritt aus dem Euro gar nicht möglich, praktisch wird es auch schwierig. Dennoch kursieren schon Gerüchte, dass es am ersten Juni-Wochenende so weit sein könnte… http://lostineurope.posterous.com/wann-kommt-der-grexit
thomas - 25. Mai 2012
@mark
“Mich würde wirklich interessieren, weshalb die Leute so desinteressiert sind”?
ganz einfach,weil tatsächlich im staate deutsch alles läuft wie bisher.
keine massenentlassungen,keine leeren supermarktregale,der strom funktioniert,heizung auch.
und pünktlich am 30ten sind rente,gehalt,alg1 und 2 auf dem konto.schlimme sachen passieren nur im fernsehen,nicht bei uns.
und die kiste astra im angebot für 10 euro.
prost
M.E. - 25. Mai 2012
Massenhafte Betriebsschließungen in Griechenland durch erhöhte bzw. neue Steuern und Abgaben:
http://www.griechenland-blog.gr/2012/unternehmen-in-griechenland-fallen-finanzamt-zum-opfer/8191/
Ergänzung: die miese Zahlungsmoral des griechischen Staates beim Begleichen der Rechnungen gegenüber der Privatwirtschaft für Staatsaufträge wird ebenfalls zu den Massenschließungen beitragen.
Das ist die “Wachstumsstrategie”, von der die Politiker immer faseln.
hunsrückbauer - 25. Mai 2012
ignoranz der Elite, Dummheit der Politiker, hin und wieder stolpere ich auch hier über solche Mumaßungen, wie ich es nenne. Dumm und ignorant ist m. E. der, der die der Elite unterstellt, es sei denn er kennt die tatsächlichen Motive der Elite und wundert sich über die Strategie zur Erreichung der Ziele, also der Maßnahmen.
Ich gehe davon aus, dass jeder weiß was er tut und da zu jedem Zeitpunkt bestens, was keine moralisdche Wertung o. ä. impliziert. Wenn dem aber so ist, ist die präkäre Situation GR entweder provoziert oder billigend in Kauf genommen, denn den Gründervätern des Euro muß klar gewesen sein und war wohl sicher auch klar, dass sie stark differenzierte staatliche Wirtschaftsräume unter eine Währung stellen mit allen Problemen, die dies mit sich bringen könnte. Also galt das Prinzip Hoffnung. Nun wissen wir auch, dass das $-Imperium seit mindestens einer Dekade ständige am Rande seiner Existenzfähigkeit entlang schrammt, deswegen Kriege geführt werden, u. a. auch gegen eine Währung, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einer ernsthaften Konkurenz zum $ auf dem Weltmarkt gemausert hat. Ich las mehrfach, dass inzwischen ca. 30% des Welthandels in € abgewickelt werden und der € den schnellsten Umlauf aller Welthandelswährungen aufweist. Warum sollten Interessenten des $_imperiums also nicht auch einen Kampf gegen den Konkurenten € führen. Zur Vorbereitung dienten diese undurchschaubar gebündelten Hypothekenpapier, die dank DB protegiert und vertrieben, auch fleißig von europäischen und deutschen Banken erworben wurden. Mit der Lehman Pleite gingen ja auch einge Banken weltweit über die Wupper oder wurden dank der europäischen Solidarität von den Staaten am Leben gehalten. Pure Kapitalisten konnten sich ein solches Szenario für Europa sicher vorstellen mit der Konsequenz, dass so eines zum anderen passen würde. Europäische Bankenrettung -> Steigerung europäischen Staatsschulden -> Schwächung des € -> steigende Finanzierungszinsen -> kollabierende Staaten…..
Man mußte also nur abwarten und die Zeit nutzen willfährige Leute an den wichtigen ($-philen / €-phoben) Stellen zu halten und weitere wichtige Stellen mit entsprechenden Personen zu besetzen, was ja unzweifelhaft gelang. (Monti, Draghi, etc.)
Der $ boomt, der € schwächelt und wird zerredet und bundesdeutsche $-Vasallen vorneweg. Auch das kann ich verstehen. Das Aufgehen der Nationalstaaten über ESM/EFSM als erstem Schritt in einem gemeinsamen Europa, mag vielen sog. Nationalisten sehr weh tun. Diese Nat. würden sich jedoch nie outen, dafür betreiben sie fleißig Insubordination, reden den € schwach, drohen mit Rausschmiß GR, wollen die Nationalstaatlichkeit nicht aufgeben. Auch das mag kurzfristig im Sinne der Eliten sein, denn D wäre die Domina in Europa, nur für wie lange und welchen Preis?
Ich fasse zusammen. Gehe ich davon aus, dass hinter allem Methode steckt, geht es primär um das Interesse der USA und den Erhalt des $ als Weltwährung, warum weiß inzwischen wohl jeder. Zweites sind wir mitten in einer Schlacht um die Zukunft zu gestalten, neue Wirtschaftsbündnisse zu blocken, alte zu manifestieren, bei dem gerade in Europa die Kräfte sehr widerstreitend sind, sogar inerhalb der einzelnen Staaten. D ist immer noch treuer Vasall der USA, ebenso die jungen Demokratien S, Pl, etc. F scheint sich dank Hollande gerade zu lösen um wieder zur grande Nation zu werden. Möglich, dass es unter der Hand auch schon Kontakte zu den BRICS gibt. D steht Russland immer noch sehr abweisen gegenüber, obwohl es sich das dank der Erdgaspipelines zwischen D und Ru politisch dauerhaft nicht erlauben kann.
Wir sind im Umbruch und dahinter steckt Methode. Verschiedene Kräfte ringen miteinander, die Bewahrer und die moderaten Veränderer. Wir werden sicher erleben, wie es ausgeht und bis dahin noch so manche Katastrophe über uns ergehen lassen (müssen). Ob wir das tatsächlich müssen, liegt an unsere Aufgeklärtheit und unserem Interesse Einfluß auf die Politik zu nehmen, doch auch hier sollte man weder illusorisch, noch defätistisch sein. Wir sind eine alternde Ges. in D und diesen alternden Ges. ist das Bewahren des Althergebrachten, Bewährten (daher Bewahren) imanent. Und das Groteske daran ist, es spielt noch nicht mal eine Rolle, ob man Kinder hat oder nicht.
Michael - 25. Mai 2012
Die Probleme in der €-Zone sind nicht gelöst. Die Lösung heißt nicht Bankenrettung, sondern Konsolidierung des Marktes. Sie heißt auch nicht Rettung durch Steuerzahler.
Im Fall Griechenlands scheint alle Hoffnung vergeblich. Da gäbe es nur noch die Drachme. Mögen die Griechen damit zusehen, wie sie zurechtkommen. Als europäischer Steuerzahler, Investor, Politiker oder Bankster kann man Griechenland ja nur noch hassen.
Die Portugiesen können mit einigem Mumm der Steuerzahler der unfreiwilligen Bruderländer vielleicht gerettet werden. Beim Rest der in Panik verfallenen Südländer reicht eine kräftige €-Abwertung, um sie wettbewerbsfähig zu machen. Die Importeure aus Nicht-€-Ländern müßten, incl. der deutschen und sonstwelchen Firmen mit Produktion in Nicht-€-Ländern, mit zusätzlichen 20% Steuern = Zöllen belegt werden. “Deutsche” Chinesen ebenso wie “Französische” Türken. Damit würde die “Rettung” gegenfinanziert.
Für die Griechen erkenne ich keinerlei Chance, wenn sie ihre eigenen Fehler nicht erkennen wollen. Bei aller Gutmütigkeit, Sozialismus ist unerträglicher Schwachsinn.
Dom - 27. Mai 2012
Würde sagen, die Banken sind beim Euro Stoxx hinsichtlich ihrer Bewertung wieder auf einem realistischen Niveau. Auch wenn sie es selbst nicht wahrhaben wollen. Jetzt müssen nur noch die Derivatgeschäfte gänzlich verboten werden.