Querschuss

Deutschland: Industrie schrumpft?

von am 24. Mai 2012

Die Markit Flash-Schätzung zum Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie (EMI) für Mai 2012 spukte heute Morgen mit 45,0 Indexpunkten erneut ein frisches 35-Monatstief aus! Ein Einkaufsmanagerindex der Industrie von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs in der Industrie hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie. Damit befindet sich die deutsche Industrie laut Markit-Economics eindeutig in Kontraktion und dies zeichnet ein völlig anderes Bild als die weichen (Wohlfühl)Stimmungsindikatoren aus deutschen Umfragen, aber auch als die bisherigen harten Indikatoren vom Statistischen Bundesamt (Destatis). Wenn die deutsche Industrieproduktion und das Exportvolumen im April und Mai nicht deutlich abschmiert, Daten von Destatis sind noch nicht veröffentlicht, ist der Stimmungsindikator für die deutsche Industrie von Markit Economics klar negativ überzeichnet, es bleibt also äußerst spannend!

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BUBA: Bilanz des Wahnsinns

von am 23. Mai 2012

Heute veröffentlichte die Deutsche Bundesbank (BUBA) ihren Monatsbericht und damit auch die Daten zur Bilanz für den Monat April und diese Daten sind wieder ein Highlight für jeden kritischen Beobachter. Die Bilanzsumme der BUBA stieg im April 2012 auf 1,0313 Billionen Euro, eine seit Monaten ungeheure Bilanzausweitung, vor allem als Produkt der Ausweitung der Target2 Forderungen. Im Gegenzug ertrinkt das deutsche Bankensystem in Liquidität und bunkert diese fleißig in der Einlagefazilität der BUBA. Die BUBA wird immer größerer Nettoschuldner des deutschen Bankensystems, während auf der anderen Seite der Bilanz der BUBA die Vermögenswerte (Aktiva) immer fragwürdiger werden.

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Italien: neues Allzeittief beim Verbrauchervertrauen

von am 23. Mai 2012

Wie das italienische Statistikamt ISTAT heute mitteilte, sank das Verbrauchervertrauen im Mai 2012 auf einen neuen Tiefststand seit Beginn der Datenerhebung im Januar 1982! Das Vertrauen der italienischen Konsumenten ist im Zuge der Schuldenkrise stark eingebrochen und dies ist für Italien ziemlich relevant, denn die Konsumausgaben der privaten Haushalte tragen zu knapp über 60% des nominalen BIPs Italiens bei. Damit zeichnen auch die getroffenen Maßnahmen in Italien den direkten Weg in eine vertiefende Rezession, anders lassen sich der brachiale Einbruch des Verbrauchervertrauens und die hier seit Monaten präsentierten harten Wirtschaftsdaten nicht interpretieren

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Argentinien weist den Weg

von am 22. Mai 2012

Ein Blick nach Argentinien, ein Land das sehr schön zeigt, dass es nach der Lösung der Dollar-Bindung, sehr wohl zügig in Richtung Wachstum und einer Auflösung der zu Grunde liegenden Ursachen der argentinischen Krise ging. Nachdem es in der zweiten Hälfte der 90er Jahre, in Folge der Dollar-Bindung zu unhaltbaren Leistungsbilanzdefiziten und zu hoher Neuverschuldung des Staates kam, versank Argentinien 1999 in einer Rezession und 2001/02 ging das Land in einem wirtschaftlichen Sturzflug über, einer fatalen Krise die einem volkswirtschaftlichen Schock gleichkam. Das reale BIP brach während dieser Zeit, von 1998 bis 2002 um -21% ein, die Arbeitslosigkeit explodierte auf 23%. Kommt einem doch irgendwie bekannt vor, ähnliche Daten gibt es in Griechenland zu "bestaunen". Nun wird zunehmend in etlichen Medien, von Politikern oder Experten mittels Nebelkerzen betont, dass es in Griechenland ohne Euro noch schlimmer käme, nur das argentinische Beispiel zeigt, wenn sicher auch nicht 1:1 auf Griechenland übertragbar, dass diese Argumentation sehr wahrscheinlich wenig Substanz hat.

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Griechenland: Daten vom Bausektor

von am 21. Mai 2012

Um die Dimension des wirtschaftlichen Niedergangs in Griechenland zu ermessen, ist auch ein Blick auf das Baugewerbe und die damit in Zusammenhang stehende Zementproduktion aufschlussreich. Dies zeigt ganz klar, Griechenland hat nahezu kein Geschäftsmodell mehr, nicht nur die Industrieproduktion ist kollabiert, auch der Einzelhandel, der Finanzsektor und der Bau. Auch der Einbruch beim Bau ist gravierend und lässt die negativen Rückkopplungen auf den Arbeitsmarkt, Steuereinnahmen usw. erahnen.

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Frankreich – Analyse

von am 20. Mai 2012

Ein Grundpfeiler der französischen Wirtschaft ist der private Konsum, ganz im Gegensatz zu Deutschland zeichnet z.B. der reale Umsatz im Einzelhandel in Frankreich eine stetige Entwicklung nach oben und diese ist unterlegt durch einen stetigen Anstieg der Summe aller realen Arbeitnehmerentgelte (Kaufkraft) und von einem kräftigen Anstieg der Verschuldung der privaten Haushalte. Die Staatsverschuldung Frankreichs betrug in Q4 2011 bereits fortgeschrittene 85,8% des nominalen BIPs bzw. 1,7173 Billionen Euro. Stellt sich also die Frage, ob ein Abweichen von einer potentiellen Austeritäts-Agenda hin zu mehr Wachstum und Investitionen noch eine reale Option ist bzw. ob bereits das Ender der Fahnenstange beim Verschuldungsgrad erreicht ist.

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Baltic Dry Index: Kurzupdate

von am 19. Mai 2012

Nach einer längeren Zeit nun wieder einmal einen kurzen Blick auf den Baltic Dry Index (BDI). Die "Erholung" des BDI nach dem tiefem Tal fällt bisher äußerst schwach aus. Gestern stieg der BDI, der Preisindex für Frachtraten von Massenfrachtgütern, wie Kohle, Eisenerze, Zement, Kupfer, Kies, Dünger, Kunststoff-Granulat und Getreide um +4 Punkte auf 1'141 Indexpunkte und dieser historisch betrachtet niedrige Stand spiegelt weiter die Überkapazitäten bei Massenfrachtgütern und eine schwächelnde wirtschaftliche Aktivität in Teilen der Welt wider.

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Italien: Auftragseingang mit -14,3% zum Vorjahresmonat

von am 18. Mai 2012

Das italienische Statistikamt ISTAT berichtete heute von einem schwachen Auftragseingang der Industrie für März 2012. Beim gesamten unbereinigten Auftragseingang ging es im März um -14,3% zum Vorjahresmonat abwärts. Vor allem die Inlandsaufträge schmierten ab, um -16,5% zum Vorjahresmonat. Die Auslandsaufträge sanken ebenfalls unbereinigt um -11,0% zum Vorjahresmonat. Damit manifestieren sich in der italienischen Industrie weiter die rezessiven Tendenzen, die durch die Austeritätsmaßnahmen, wie in den anderen Ländern der Südperipherie verstärkt werden und vor allem die Binnennachfrage abwürgen, wie die schrumpfenden Inlandsaufträge im Griechenland-Style zeigen.

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Spanien: Doubtful Loans mit Rekord auf 147,968 Mrd. Euro

von am 18. Mai 2012

Heute berichtete die spanische Zentralbank (Banco de España) die monatlichen Daten der spanischen Kreditinstitute zu den “Data on Doubtful Loans” für März 2012. Die Zahl der zweifelhaften Kredite und Darlehen, über 75% davon mit mehr als 90 Tagen im Zahlungsrückstand, stieg weiter leicht an, auf 8,37% der vergebenen Kredite der spanischen Banken an den Privatsektor, nach 8,30% im Vormonat und nach 6,11% im Vorjahresmonat. Die aktuellen 8,37% aller Kredite im Zahlungsrückstand entsprechen der höchsten Rate seit August 1994. Hinter dieser Rate verbirgt sich ein neues Rekordkreditvolumen an Krediten in zweifelhafter Qualität in Höhe von 147,968 Mrd. Euro, nach aufwärtsrevidierten 146,390 Mrd. Euro im Vormonat (ursprünglich 143,815 Mrd. Euro), bei einem Gesamtvolumen von 1,768453711 Billionen Euro an vergebenen Krediten und Darlehen an Unternehmen und privaten Haushalten.

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Charts des Grauens

von am 17. Mai 2012

Die Eurozone ist in der kritischsten Phase ihres Bestehens und am Rande des Kollapses, sieht man auf das europäische Bankensystem und auf die Marktkapitalisierung der Banken ist der Kollaps sogar bereits vollzogen. Ein paar Charts des Grauens, als Mahnmal der Fehlkonstruktion eines Währungsraumes, einer Schuldenkrise, die logische Folge der wirtschaftlichen Ungleichgewichte war und deren vermeintliche Bekämpfung mittels völlig destruktiver Maßnahmen (Austerität) erst richtig in die Abwärtsspirale führte:

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Spanien: detaillierte BIP Daten

von am 17. Mai 2012

Das spanische Statistikamt INE lieferte heute bereits detaillierte BIP-Daten zum 1. Quartal 2012. Das saisonbereinigte reale BIP sank im Vergleich zum Vorquartal um -0,3%, nach ebenfalls -0,3% im 4. Quartal 2011. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging es unbereinigt um -0,4% abwärts. Dies sind auf den ersten Blick sogar noch moderate Daten zur Wirtschaftsentwicklung in Spanien, aber die Details verraten einen verdeckten Griechenland-Style und einen weiterhin inkonsistenten und unglaubhaften Datensatz.

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Kurzupdate ATHEX, ATHEX Banks, Euro Stoxx Banks

von am 16. Mai 2012

Auch heute markierte der griechische Aktienleitindex ATHEX ein neues Tief im Zuge der Maximierung der volkswirtschaftlichen Schäden. Der ATHEX, der die 42 größten Unternehmen Griechenlands abbildet, fiel heute auf 555,42 Indexpunkte und damit auf den tiefsten Stand seit dem 06.02.1990!

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Kern des Problems der Südperipherie

von am 16. Mai 2012

Um sich der relevantesten und zu Grunde liegenden Ursache der Krise der Südperipherie zu nähern, ist ein Blick auf die Entwicklung der Indizes der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe), ohne Baugewerbe, von Griechenland und der Türkei hilfreich. Dieser direkte Vergleich legt die Annahme nahe, dass vielleicht die Griechen selbst weniger "Schuld" an der Misere sind als vermeintlich angenommen, sondern der Niedergang des Landes, wie auch in Portugal und Spanien, primär der Einführung der gemeinsamen Währung und dem seitdem bestehenden Korsett des Euro geschuldet ist. Eines Korsetts, dass die der eigenen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, der Mentalität und den heimischen Besonderheiten angepasste Währungs- und Geldpolitik unmöglich macht, sprich dringend notwendige Anpassungen per Abwertung der Währung verhindert.

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Italien: Staatsverschuldung zieht weiter an

von am 15. Mai 2012

Wie die italienische Zentralbank (Banca d'Italia) gestern mitteilte stieg im März 2012 die Bruttostaatsverschuldung des italienischen Staates um +17,857 Mrd. Euro zum Vormonat und um +79,547 Mrd. Euro zum Vorjahresmonat, auf 1,946083 Billionen Euro. Damit muss sich auch der Technokrat "Super Mario" der Realität stellen, denn ein sinkendes BIP und eine schrumpfende Wertschöpfung in der Industrieproduktion machen Erfolge beim Sparen nahezu unmöglich bzw. diese beschleunigen die wirtschaftliche Talfahrt nur zusätzlich.

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Renditen der Staatsanleihen der Südperipherie steigen wieder kräftig an

von am 15. Mai 2012

Auch die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen der Südperipherie der Eurozone zeigen, dass die geldpolitischen Maßnahmen der EZB in Form der unbegrenzten LTRO-Liquidität für das europäische Bankensystem nahezu verpufft sind. Seit Tagen steigen die Renditen und dies dürfte so manche Sparmaßnahme konterkarieren, denn die Rendite an den Sekundärmärkten wirft seinen Schatten auf die Auktionen von neuen Staatsanleihen und die zu leistende Verzinsung steigt. Gerade Spanien steht unter Druck, die Rendite stieg heute auf nun 6,347%.

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Deutschland: ZEW Index sinkt im Mai um -12,6 Punkte

von am 15. Mai 2012

Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland, ermittelt vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist im Mai 2012, nach fünf Monaten Anstieg in Folge deutlich zurückgefallen. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sank um -12,6 Punkte, auf 10,8 Punkte, nach 23,4 Punkten im Vormonat. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden in einer Umfrage bei 400 Finanzexperten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen ermittelt.

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Griechenland: reales BIP mit -6,2% zum Vorjahresquartal

von am 15. Mai 2012

Wie heute Morgen das griechische Statistikamt (Elstat) mitteilte, schrumpfte laut der ersten Schätzung, das reale BIP in Q1 2012 erneut um kräftige reale -6,2% zum Vorjahresquartal. Weiterhin liefert ELSTAT nur eine unbereinigte Datenreihe und ist anscheinend nicht in der Lage eine in sich konsistente saisonbereinigte Datenreihe zu liefern. Die Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivität fällt auf jeden Fall weiter ungebrochen stark aus, zum Hoch in einem ersten Quartal in Q1 2008 ging es um -17,1% beim realen BIP abwärts, ein beispielloser Wahnsinn:

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Italien: reales BIP um -0,8% zum Vorquartal

von am 15. Mai 2012

Auch das italienische Statistikamt ISTAT berichtete heute Morgen in einer ersten Schnellschätzung Daten zum BIP in Q1 2012. Wie erwartet, "trotz" Reformer Monti, geht es erneut abwärts um saisonbereinigte und reale -0,8% zum Vorquartal und um saisonbereinigte -1,3% zum Vorjahresquartal. Damit manifestiert sich weiter eine wirtschaftliche Schwäche, schließlich muss man bei den Daten auch noch die Auswirkungen aus fiktiven, hedonischen Berechnungsmethoden des BIPs und nicht adäquater Preisbereinigung im Hinterkopf haben. Leider liefert auch ISTAT noch keine detaillierten Daten, insofern ist ein detaillierter Blick nicht möglich.

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Deutschland: reales BIP mit +0,5% zum Vorquartal

von am 15. Mai 2012

Wie bereits  die starken Daten zum Auftragseingang, Industrieproduktion und das Rekordexportvolumen für Monat März 2012 vermuten ließen, Deutschland gelingt es selbst während der fundamentalen Krise der Eurozone zu wachsen. Wie heute Morgen das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer ersten Schätzung für 1. Quartal 2012 berichtete, stieg das saisonbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um +0,5% zum Vorquartal, nach -0,2% in Q4 2011. Zum Vorjahresquartal ging es unbereinigt um +1,7% aufwärts. Leider liegen noch keine detaillierten Daten für das 1. Quartal 2012 vor, diese werden erst am 24.05.2012 berichtet.

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Athex und Euro Stoxx Banks mit neuem Tief

von am 14. Mai 2012

Der griechische Aktienleitindex ATHEX markierte auch heute wieder im Zuge der erzielten Maximierung der volkswirtschaftlichen Schäden ein frisches 20-Jahrestief. Der ATHEX, der die 42 größten Unternehmen Griechenlands abbildet, fiel heute um -4,56% auf 584,04 Indexpunkte und damit auf den tiefsten Stand seit dem 24.11.1992!

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Banco de España: negativer Target2 Saldo steigt weiter!

von am 14. Mai 2012

Heute Morgen berichtete die spanische Zentralbank Banco de España mit den Daten zum Financing in the Eurosystem (April 2012), auch die Target2 Position der spanischen Zentralbank gegenüber dem Eurosystem, als Average of Daily Data für den Monat April 2012. Der negative Target2 Saldo der spanischen Zentralbank weitete sich auch im April 2012 deutlich aus, auf -284,549 Mrd. Euro, nach -252,097 Mrd. Euro im Vormonat. Die spanische Zentralbank ist die Einzige, die den Target2 Saldo auch als Average of Daily Data ausweist, der Datensatz hat allerdings den Vorteil das er als Langfristreihe seit Januar 1999 zur Verfügung gestellt wird und dieser Chart dokumentiert eindrucksvoll die Dynamik der Zahlungsbilanzkrise in Spanien.

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Italien: Kreditkontraktion beim ausstehenden Volumen an Unternehmen

von am 13. Mai 2012

Die italienische Zentralbank (Banca d'Italia) berichtete in ihrem monatlichen Statistical Bulletin, Monetary and Financial Indicators Money and Banking, No. 22 - 2012 u.a. die Daten zur Kreditvergabe an den privaten Sektor in Italien. Das ausstehende Volumen der Kredite an den privaten Sektor (private Haushalte und Unternehmen) betrug im März 2012 1,711455 Billionen Euro. Auch Italien befindet sich am Rande einer Kreditkontraktion. Im März 2012 ging es nur noch mit einer Rate von +0,57% zum Vorjahresmonat aufwärts und dies ist nur der Kreditnachfrage der privaten Haushalte zu verdanken, das ausstehende Volumen der Kredite an italienische Unternehmen befindet sich dagegen bereits in Kontraktion. Dies ist umso interessanter, da diese Daten den Effekt der Liquiditätsflutung durch die LTROs auch beim italienischen Bankensystem reflektieren.

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Target2 Salden für März im Kurzüberblick

von am 12. Mai 2012

Mit den Daten der französische Zentralbank (Banque de France) zum Target2 Saldo für März 2012 liegen nun die relevanten Salden aus dem grenzüberschreitenden Zahlungssytem Target2 für März vor. Die Entwicklungen der “statistischen Verrechnungsposten” ;) zwinkern (Neusprech) der DNLF- und PIIGSBF-Zentralbanken liefern wieder echte Highlights. Ein kurzer Überblick.

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Banco de España: Feuer aus allen Rohren

von am 11. Mai 2012

Wie massiv die spanische Schuldenkrise in Folge der Rezession, der hohen Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Kreditausfälle im Zusammenhang mit der geplatzten Immobilienblase ist, zeigt nicht nur die Verstaatlichung der viertgrößten spanischen Bank, der Bankia, ein Konglomerat der Caja Madrid mit weiteren 6 Sparkassen und die Errichtung eines flächendeckenden spanischen Bad Bank Systems, sondern dies zeigt vor allem auch die Kreditgewährung der spanischen Zentralbank (Banco de España) an das marode spanische Bankensystem:

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US-Außenhandelsdaten für März 2012

von am 11. Mai 2012

Gestern berichtete das U.S. Census Bureau die Daten zum US-Außenhandel für den Monat März 2012. Der Fokus bei den berichteten Außenhandelsdaten liegt immer auf dem Handel von Waren, Gütern und Dienstleistungen und auf den saisonbereinigten Daten. Saisonbereinigt stiegen die Exporte von Waren, Gütern und Dienstleistungen im März 2012 um kräftigere +2,9% zum Vormonat auf 186,770 Mrd. Dollar. Die saisonbereinigten Importe zogen um +5,15% zum Vormonat an, auf 238,595 Mrd. Euro. Das saisonbereinigte Handelsbilanzdefizit kletterte auf -51,825 Mrd. Dollar! Die alte Defizitkonjunktur bleibt also weiter voll intakt. Wegen der besseren Vergleichbarkeit konzentriert sich auch dieser Beitrag wieder auf die unbereinigten Daten bei Waren und Gütern, wie sie bei den meisten Außenhandelsdaten aus anderen Ländern im Fokus stehen.

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