Querschuss

Kernhaushalt vom Bund alles andere als im XXL-Modus

von am 14. Dezember 2010

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, kumulierte sich in den ersten drei Quartalen 2010 das Finanzierungsdefizit des Kernhaushalts des Bundes auf -49,4 Milliarden Euro und dieses Defizit lag damit um +48% bzw. um +16,1 Mrd. Euro höher, als in den ersten drei Quartalen des Krisenjahres 2009. Die Ursachen sind laut der Pressemitteilung die deutlich gestiegenen Ausgaben bei gleichzeitig gesunkenen Einnahmen. [mehr…]

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone läuft weiter auseinander

von am 13. Dezember 2010

Beim deutschen XXL-Aufschwung handelt es sich in der Eurozone weiter um einen ziemlich isolierten Erfolg, der sich auch aus der unterentwickelten Leistungsfähigkeit der anderen Mitgliedsstaaten generiert. Die zusätzliche Nachfrage nach Waren und Gütern in der Welt wird vor allem von der deutschen Industrie befriedigt, während ein Großteil der anderen Mitglieder der Eurozone unter der enormen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ächzen.

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US-Staatshaushaltsdefizit mit Novemberrekord

von am 12. Dezember 2010

Mal wieder ein Blick weg von den PI(I)GS-Staaten, hin zum wahrhaftigen imperialen Schuldenmoloch. Das Monthly Treasury Statement vom Freitag, der Bericht zum US-Bundeshaushalt (Federal Budget), für den Monat November 2010, weist mit einem Defizit von -150,394 Mrd. Dollar, das höchste jemals in einem November gemessene Staatshaushaltsdefizit aus! Zudem wird bereits den 26. Monat in Folge ein Defizit beim Federal Budget generiert!

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Monatliches Allzeithoch bei PKW-Verkäufen

von am 12. Dezember 2010

In China stiegen die PKW-Verkäufe nach Angaben der chinesischen Automobilvereinigung (China Association of Automobile Manufacturers) im November 2010 um +11,3% zum Vormonat und um +29,27% zum Vorjahresmonat auf 1,339800 Millionen Fahrzeuge. Damit wurde im November in China ein neues Allzeithoch beim größten Autoabsatzmarkt der Welt erzielt.

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Griechenland – den Abgrund fest im Visier

von am 10. Dezember 2010

Gestern berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT in der 2. Schätzung zum 3. Quartal 2010, von einem noch schwächeren realen BIP-Wachstum,  als in der 1. Schätzung. Um -1,3% (ursprünglich -1,1%) zum Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung. Zum Vorjahresquartal fiel das reale BIP sogar um -4,6%!  Damit wird immer deutlicher, was vorher schon klar war. Die den Griechen durch IWF und EU aufgezwungenen Austeritätsmaßnahmen führen in die Sackgasse. Statt die Wirtschaft mit strangulierenden Sparorgien abzuwürgen, muss man Wachstum organisieren, denn ohne Wachstum kann Griechenland seine Schuldenpyramiden nicht tragen und schon gar nicht abtragen. So wird die  Pleite Griechenlands zum selbsterfüllenden Ereignis einer verfehlten europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik werden.

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Chinas Exporte mit 153,33 Mrd. Dollar auf Allzeithoch

von am 10. Dezember 2010

Heute Morgen berichteten die chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) die Daten zum chinesischen Außenhandel für den Monat November 2010. Die Außenhandelsdaten waren im November extrem stark und weisen weiter deutlich auf den immensen Beitrag den China zum Wachstum der Weltwirtschaft leistet hin! Das unbereinigte Exportvolumen von Waren und Gütern stieg um kräftige +12,8% zum Vormonat, auf ein neues Allzeithoch mit 153,33 Mrd. Dollar, nach 135,98 Mrd. Dollar im Oktober und nach 144,99 Mrd. Dollar September. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es um kräftige +34,9% aufwärts.

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Deutsche “XXL” Arbeitskosten

von am 9. Dezember 2010

Das Statistische Bundesamt teilte heute die Daten zu den Arbeitskosten in Deutschland  je geleisteter Arbeitsstunde für das 3. Quartal 2010 mit. Wieder einmal demaskieren belastbare Daten die Mär des deutschen Aufschwungs, angeblich auch getragen vom privaten Konsum aus den erzielten Einkommen. Trotz "XXL-Boom" am Arbeitsmarkt und angeblichen "Fachkräftemangels" sank im 3. Quartal 2010 der deutsche Arbeitskostenindex für das produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich saison- und kalenderbereinigt um -0,5% im Vergleich zum Vorquartal. Die Kosten der Arbeitgeber für Bruttolöhne und -gehälter sanken im Vergleich zum Vorquartal um -0,5% und die Lohnnebenkosten um -0,3%.

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Japans wirtschaftliche Erholung bereits beendet?

von am 8. Dezember 2010

Nach den heutigen Daten des Cabinet Office in Tokio für Oktober 2010 sank der Auftragseingang beim japanischen Maschinenbau im privaten Sektor exklusive dem volatilen Bereich um -1,4% zum Vormonat. Von einer nachhaltigen Erholung kann keine Rede sein, wie der Langfristchart verrät:

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Deutscher Außenhandel im Oktober

von am 8. Dezember 2010

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Exporte Deutschlands im Oktober 2010 unbereinigt um +19,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Im Vergleich zum Vormonat ging es leicht, um unbereinigte -0,1% auf ein Volumen von 86,8 Mrd. Euro abwärts.

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Auftragseingänge der deutschen Industrie

von am 7. Dezember 2010

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) berichtete heute von einem leichten Anstieg beim preis- arbeitstäglich- und saisonbereinigten (X-12 ARIMA) Auftragseingang der deutschen Industrie im Oktober 2010 von +1,6% (-4,0% im September), im Vergleich zum Vormonat. Die Inlandsaufträge stiegen saisonbereinigt um +2,4%, während die Auslandsaufträge um +0,8% anstiegen. Trotz der positiven Headline, ein aktueller XXL-Aufschwung in Aktion sieht anders aus, wie der Langfristchart verrät:

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Rohstoffpreise steigen

von am 4. Dezember 2010

Nach den schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für November zogen die Preise für Edelmetalle und Rohstoffe am Freitag kräftig an. US-Notenbank Chef Bernanke deutete in einem CBS-Interview sogar die Erweiterung von QE2, des Kaufs von Staatsanleihen an. Quantitative Easing und die niedrigen Zinsen treiben zu allererst die Assetpreise, darunter die für Rohstoffe, der positive Einfluß auf den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum bleibt dagegen marginal.

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TALF in Aktion

von am 4. Dezember 2010

3,3 Billionen Dollar an Liquiditätshilfen und Not-Krediten hat die US-Notenbank dem spekulativen System und seinen Akteuren nicht nur in den USA zukommen lassen, darunter auch 71,085 Mrd. Dollar über die Term Asset-Backed Securities Loan Facility (TALF). Wie bereits in einem Querschuss im Dezember 2008 aufgezeigt wurde: "Hedgefonds mit Zugriff auf TALF", hatten Unternehmen, darunter auch Hedgefonds Zugriff auf die Liquidität der FED, für im Gegenzug gereichte Asset Backed Securities (ABS- Kreditverbriefungen), welche auf US-Konsumenten-, Auto-, Studenten- und Kreditkartendarlehen basierten. Die Datensätze der FED mit den 21'000 Transaktionen enthalten auch die Empfänger des TALF-Programms.

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42,91 Millionen Empfänger von Food Stamps

von am 4. Dezember 2010

Monat für Monat stoßen in skandalösen hunderttausender Blöcken bedürftige US-Bürger in das staatliche Lebensmittelprogramm SNAP (Supplemental Nutrition Assistance Program), so auch im September weitere +521'423! Laut den gestrigen Daten des US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) stieg die Zahl der Food Stamps Bezieher im September 2010, bereits den 23. Monat in Folge, auf 42,911042 Millionen an, nach  42,389619 Millionen im Vormonat und nach 36,918948 Millionen im Vorjahresmonat.

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Der US-Arbeitsmarkt bleibt ein Desaster

von am 3. Dezember 2010

Etwas überraschend, nach den pseudopositiven Headlines der letzten Tage, fiel laut US-Arbeitsmarktbericht der Stellenzuwachs in den USA im November 2010 äußerst schwach aus, mit +39’000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Damit betrug die Zahl der seit Dezember 2007 abgebauten Stellen immer noch -7,412 Millionen. Noch brisanter, die eng gefasste Arbeitslosenquote U-3 stieg im November um +0,2% zum Vormonat auf 9,8% bzw. auf 15,1 Millionen Arbeitslose. 

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Ponzi lässt grüßen

von am 3. Dezember 2010

Die US-Notenbank stockte laut dem letzten Factors Affecting Reserve Balances Release H. 4.1. vom 02. 12.2010 weiter seine Aktiva an US-Staatsanleihen auf. Auf 917,5 Mrd. Dollar belaufen sich die von der FED gehaltenen US-Staatsanleihen und damit ist die FED der größte Halter von US-Staatsanleihen in der Welt.

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Chinas PMI steigt im November

von am 3. Dezember 2010

Auch im November 2010 stieg der chinesische Einkaufsmanager-Index des Verarbeitenden Gewerbes (Manufacturing) den 4. Monat in Folge an, auf saisonbereinigte 55,2 Punkte, nach 54,7 Punkten im Oktober. Der Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) der China Federation of Logistics & Purchasing (CLFP) deutet bei über 50 Punkten auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin! Indexstände unter 50 Punkte signalisieren dagegen eine Schrumpfung des verarbeitenden Gewerbes.

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PKW-Neuzulassungen in Deutschland im November

von am 2. Dezember 2010

Im November 2010 stiegen die Neuzulassungen von Personenkraftwagen (PKWs) in Deutschland um +2,13% zum Vormonat auf 262'262. In Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Neuzulassungen noch um -6,24%. Nur 40,1% der 262'262 PKWs waren allerdings private Neuzulassungen.

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3,3 Billionen von der FED

von am 2. Dezember 2010

Gestern veröffentlichte die US-Notenbank eine detallierte Liste mit den Empfängern von Krediten aus den zahlreichen Hilfsprogrammen. Insgesamt sind seit Ausbruch der Krise 3,3 Billionen Dollar, zumeist als Liquiditätsspritzen an Banken, Unternehmen und Zentralbanken in 21'000 einzelnen Transaktionen geflossen. 

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Brisantes Gutachten zur Bayern LB

von am 2. Dezember 2010

Die Globalisierungskritiker von Attac veröffentlichten am 24.11. 2010 ganz in WikiLeads Manier ein Gutachten zur Bayern LB der Kanzlei Flick/Gocke/Schaumburg, welches vom bayerischen Landtag in Auftrag gegeben worden war. Im Gutachten geht die Kanzlei mit den Verantwortlichen in Vorstand und Verwaltungsrat hart ins Gericht.

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US-Autoabsätze im November 2010

von am 2. Dezember 2010

Ganz im Gegensatz zur vermeintlich positiven Headline, dass die US-Autoverkäufe im November 2010 um +16,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen sind, gestalten sich Daten im Detail weniger positiv. Die unbereinigten US-Autoabsätze sanken im November 2010 bereits den vierten Monat in Folge, diesmal um kräftige -8,09% zum Vormonat auf 873'323 verkaufte Fahrzeugeinheiten, nach 950’165 verkauften Einheiten im Oktober, nach 958’966 verkauften Einheiten im September, nach 997’468 verkauften Einheiten im August und nach 1,050101 Millionen im Juli.

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Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau im Oktober

von am 2. Dezember 2010

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete gestern von einem Anstieg der Auftragseingänge im Oktober 2010 von realen +32% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Inlandsauftragseingänge beim deutschen Maschinenbau stiegen um +25% und die Auslandsauftragseingänge stiegen um +35% an, jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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Einzelhandel “jubelt”

von am 1. Dezember 2010

In aller erster Linie jubelt mal wieder die Mainstream-Presse, so z.B. Spiegel Online mit "Einzelhandel bejubelt Umsatz-Boom". Selbst das Statistische Bundesamt titelt in seiner Pressemitteilung deutlich zurückhaltender: "Einzelhandelsumsatz im Oktober 2010 real um 0,7% gesunken". Zwar sind die Saison- und kalenderbereinigten realen Einzelhandelsumsätze nach zwei schwachen Vormonaten im Oktober 2010 um +2,3% zum Vormonat gestiegen, trotzdem liegt dieses Niveau immer noch bei den unbereinigten Daten um real -0,7% unter dem Niveau aus dem Vorjahresmonat.

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Kreditvergabe in China

von am 1. Dezember 2010

Im Oktober 2010 wurden von chinesischen Banken 587,7 Mrd. Yuan (88 Mrd. Dollar) an neuen Krediten vergeben. Damit sind seit Jahresanfang 6,882 Billionen Yuan an neuen Krediten vergeben worden und die amtliche Vorgabe von 7,5 Billionen Yuan an Kreditvergabe für das Gesamtjahr 2010 wird wohl um ca. 500  Mrd. Yuan verfehlt werden. [mehr…]

Gold auf Allzeithoch in Euro

von am 30. November 2010

Um die aktuelle fundamentale Schwäche des Euro zu betrachten, sollte man nicht einen Blick auf die Subprime-Währung Dollar werfen, sondern auf eines der ältesten Zahlungsmittel der Menschheit, dem nicht beliebig vermehrbaren Gold. [mehr…]

Hoffnungslos

von am 27. November 2010

Europa "sei jeden Preis wert", meinte Deutsche Bank Chef Ackermann kürzlich und reihte sich damit in die Schar der hilflosen Status Quo Bewahrer ein. Nur ein weiter so wie bisher, ist in der ökonomischen Realität längst keine Option mehr, auch wenn die Banken mit Hilfe der Politik versuchen die Folgen der exzessiven Kreditexpansion der vergangenen Jahre auf die Steuerzahler abzuwälzen. Es wird nicht gelingen, zu groß sind die Verwerfungen und es ist keine Frage mehr von mangelnder Liquidität, sondern längst von mangelnder Solvenz bei Banken, wie auch bei den Staaten.

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