Querschuss

Spanien immer deutlicher im Griechenlandstyle

von am 3. November 2011

Die vermeintlichen Euro-Retter und ihre verantwortlichen Akteure sind alles andere als Strategen, denn ihre Instrumente zur Rettung entspringen leider einer kompletten Versagerstrategie. Die aufgebauten Schuldenpyramiden der Südperipherie lassen sich niemals allein mit Sparen abtragen, sondern wenn überhaupt, nur mit Investitionen in Wertschöpfung und die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der betroffenen Volkswirtschaften. Aber dafür bedarf es wesentlich mehr als pure Austerität und deren Überwachung. Grundsätzlich muss auch die Frage beantwortet werden, ob eine Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Südperipherie unter dem Korsett des Euro überhaupt möglich ist. Alle bisherigen Maßnahmen waren nur geeignet Zeit zu schinden, zum Preis der weiteren Maximierung der Schäden.

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Deutschlands PKW-Neuzulassungen schwächen sich ab

von am 3. November 2011

Laut den gestrigen Daten des  Kraftfahrzeugbundesamtes sanken im Oktober 2011 die unbereinigten Neuzulassungen von Personenkraftwagen (PKWs) in Deutschland, um -8,0% zum Vormonat auf 258’253, nach 280'689 im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Neuzulassungen noch um müde +0,6%, nach +8,1% im September. Der Anteil der privaten Neuzulassungen sank weiter auf sehr schwache 38,9% der 258’253 neuzugelassenen PKWs in Deutschland. Ohne die gewerblichen Neuzulassungen befindet sich der PKW-Markt in Deutschland bereits auf Kontraktionskurs.

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EZB: Woche für Woche mit Bilanzausweitung

von am 2. November 2011

Gestern veröffentlichte die EZB ihren konsolidierten Ausweis des Eurosystems zum 28. Oktober 2011. Wie nun schon etliche Wochen zuvor wuchs die Bilanzsumme weiter. Die Total Assets der EZB stiegen auf 2,333373 Billionen Euro, ein Anstieg zur Vorwoche von +20,198 Mrd. Euro. Meist wird jedoch verkürzt auf die Forderungen der EZB in Euro aus geldpolitischen Operationen an Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet gesehen (Pos. 5,0 im Wochenausweis), hinter der sich vor allem die Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Haupttender) und längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (Basistender) verbergen. Meist mit dem Hintergrund, dass diese Positionen nicht mehr über den Lehman-Pleite Level gestiegen sind und deshalb die Risiken aus der Geldschöpfung insgesamt auch nicht gestiegen sind.

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Südkorea eine realwirtschaftliche Trutzburg

von am 2. November 2011

Als einer der Ersten veröffentlicht jeden Monat das Ministry of Knowledge Economy Südkoreas seine Außenhandelsdaten. Für Oktober 2011 schwächte sich das Exportwachstum mit +9,3% zum Vorjahresmonat auf die niedrigste Rate seit Oktober 2009 ab. Diese für Südkorea schwächere Rate verklärt allerdings eine bemerkenswerte Erfolgstory der industriellen Wertschöpfung und beim Export. Welche realwirtschaftliche Leistung die 48,988 Millionen Südkoreaner erbringen verdeutlicht, dass das Exportvolumen im Oktober mit 47,357 Mrd. Dollar, zum Beispiel das von Indien mit zuletzt 24,822 Mrd. Dollar im September 2011 bei 1,21 Mrd. Einwohner bei weitem übertraf. Auch die Südperipherie der Eurozone könnte sich eine Scheibe vom südkoreanischen Erfolgsmodell abschneiden, denn nicht nur die Wertschöpfung stieg in den letzten Jahren, sondern auch der Lebensstandard.

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45,838 Millionen Food Stamps Bezieher im August

von am 1. November 2011

Das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) berichtete gestern die Daten zu den Lebensmittelmarken-Beziehern für den Monat August 2011. Im August stieg die Zahl der Bedürftigen um skandalöse +492'351 zum Vormonat an, auf 45,837824 Millionen, nach 45,344946 Millionen im Juli 2011 und nach 42,389926 Millionen im August 2010.

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Demokratie – das Volk darf mitbestimmen – wenn es zu spät ist

von am 1. November 2011

Der Schwenk des griechischen Premier Papandreou nun die Austeritätsmaßnahmen der Troika und die letzten Beschlüsse des Euro-Gipfels in Brüssel, die zu weiteren Sparmaßnahmen für die Griechen führen, durch das Volk legitimieren zu lassen oder eben nicht, beschleunigt den Einbruch an den Finanzmärkten, der auf den "Gipfelsturm" nach oben, in Hinblick auf die EFSF-Beschlüsse der Eurokraten folgte. Es ist immer das gleiche Spiel, nach einer kurzen Euphorie folgt die Ernüchterung und die Wette auf eine vermeintliche Rettung der Eurozone ist zum wiederholten Male an den Finanzmärkten Makulatur. Bis auf eine an den Finanzmärkten durch die Rettungspakete induzierte enorme Volatilität gibt es in der Sache keine Fortschritte.

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CLFP-PMI bei nur 50,4 Punkten

von am 1. November 2011

Die China Federation of Logistics & Purchasing (CLFP) berichtete heute Morgen die Daten zum offiziellen chinesische Einkaufsmanager-Index des Verarbeitenden Gewerbes für den Monat Oktober 2011. Der von staatlichen Stellen ermittelte Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) sank etwas überraschend auf nur 50,4 Indexpunkten, nach 51,2 Indexpunkten im Vormonat und damit auf den tiefsten Stand seit Februar 2009. Ein PMI-Index von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung des Verarbeitenden Gewerbes. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg im Vorfeld der Daten befragte 16 Volkswirte hatten in der medianen Schätzung mit einem PMI von 51,8 Punkten gerechnet.
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SMP-Programme bei 173,499 Mrd. Euro

von am 31. Oktober 2011

In der 44. Kalenderwoche stieg nach Angaben der Europäische Zentralbank (EZB) das Volumen des Securities Markets Programme (SMP) auf 173,499 Mrd. Euro. Hinter dem SMP-Programm steht der Ankauf von Staatsanleihen aus finanzschwachen Mitgliedsländer der Eurozone (PIIGS), durch die Zentralbanken des Eurosystems, die in der EZB-Bilanz als “Vermögenswert” auf der Aktiva-Seite ausgewiesen werden. Das aufgesaugte Volumen an Staatsanleihen stieg um +4,000 Mrd. Euro zur Vorwoche. Seit Mitte Mai 2010 werden nun bereits potentielle Schrott(Staats)anleihen, insbesondere der Südperipherie der Eurozone aufgekauft und der Trend zeigt weiter nach oben.

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Südperipherie mit gefährlich hohen offiziellen Arbeitslosenquoten

von am 31. Oktober 2011

Heute veröffentlichte Eurostat die saisonbereinigten Arbeitslosenquoten für die EU17 und die EU27. In der Eurozone und in der EU27 stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im September 2011 um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf 10,2% bzw. auf  9,7%. Gravierend stellen sich die hohen Arbeitslosenquoten in den PIGS-Staaten dar. So stieg die offizielle saisonbereinigte Arbeitslosenquote in Portugal im September auf 12,5% (+0,1 Prozentpunkte), in Italien auf 8,3 (+0,3 Prozentpunkte) und in Griechenland, die mit ihrer monatlichen Datenerhebung immer hinterherhinken, stieg die Quote für Juli auf 17,6% (+0,5 Prozentpunkte, jeweils im Vergleich zum Vormonat)! Die höchste Quote in der gesamten EU erzielte Spanien mit 22,6% im September 2011, ein nochmaliger Anstieg von 0,4 Prozentpunkten zum Vormonat.

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Deutsche Einzelhandelsumsätze weiter im schwachen Trend

von am 31. Oktober 2011

Laut den heutigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu den Einzelhandelsumsätzen für den Monat September 2011 in Deutschland, stiegen die nominalen Einzelhandelsumsätze um +2,2% und real um +0,3% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Berücksichtigt man die Saison- und Kalendereffekte (Census X-12-ARIMA Verfahren) ging es im Vergleich zum Vormonat nominal um +1,0%  leicht aufwärts und real um +0,4% zum Vormonat. Weiterhin dokumentieren diese Daten für Deutschland eindeutig die langanhaltende Konsumschwäche der privaten Haushalte.
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Italien an der Todeszone

von am 30. Oktober 2011

Italien konnte sich am Freitag am Kapitalmarkt nur zu hohen Zinsen frisches Geld besorgen. Bei der ersten Auktion von italienischen Staatsanleihen, nach dem Beschluss zum auf 1 Billion Euro gehebelten ESFS, stieg die Rendite für eine Staatsanleihe mit zehnjähriger Laufzeit auf 6,06%, nach 5,86% in der letzten Auktion davor. Dies ist der höchste zu berappende Zinssatz seit Beitritt Italiens in den gemeinsamen Währungsraum. Die Auktion der dreijährigen Anleihen erreichte einen Zinssatz von 4,93%, nach zuletzt 4,68% am 29. September und damit den höchsten Wert seit 11 Jahren. Insgesamt sammelte der italienische Staat 7,9 Mrd. Euro bei Investoren ein.

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Bad Bank als getarnte Wunderwaffe

von am 29. Oktober 2011

Die Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) verwaltet von der FMS Wertmanagement, trägt zu einem Abbau der Bruttostaatsverschuldung Deutschlands von -56 Mrd. Euro bei, es geschehen noch "Wunder". Im Zuge dessen sinkt der Bruttostaatsschuldenstand Deutschlands zu einem wichtigen Zeitpunkt von 84,2% des nominalen BIPs auf 83,2% und dies verschafft etwas Luft. Was im Mainstream als Rechenfehler bzw. Buchungskorrektur in der Bilanz der Bad Bank dargestellt wird, ist vor allem ein Ergebnis bewusster, mangelnder Transparenz und schlechter Kommunikation durch das FMS Wertmanagement und den Verantwortlichen aus dem deutschen Finanzministerium.

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Spanien: knapp 5 Millionen Arbeitslose

von am 28. Oktober 2011

Spaniens wirtschaftliche Lage bleibt brisant. Im Zuge der aktuellen wirtschaftlichen Schwäche und der Sparmaßnahmen des Staates erschreckt der spanische Arbeitsmarkt selbst in der starken Tourismussaison mit sehr schlechten Daten. Wie das spanische Statistikamt INE heute mitteilte stieg im 3. Quartal 2011 die Zahl der Arbeitslosen um +144'700 zum Vorquartal auf 4,9783 Millionen und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Datenreihe, mit vergleichbarer Methodik, seit dem 2. Quartal 1987. Die Arbeitslosenquote zog auf 21,52% an, dies war der höchste Stand seit Q2 1997.

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“Leistung aus Leidenschaft”?

von am 26. Oktober 2011

Gestern berichtete die Deutsche Bank ihre Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2011. Der Vorsteuergewinn schrumpfte auf 942 Millionen Euro, dies war ein Rückgang von -28% zum Vorquartal. Nach Steuern waren es noch 777 Millionen Euro Gewinn. Wesentlich spannender als das pure Geschäftsergebnis, welches auch dem allgemeinen schwächeren wirtschaftlichen Umfeld geschuldet ist und vor allem dem Einbruch beim Investmentbanking (nur noch 70 Millionen Gewinn), stellt sich die Bilanz der Deutschen Bank dar. Zum 30.09.2011 weitete sich die Bilanzsumme kräftig aus. Die Summe der Aktiva (Forderungen) stieg um +377 Mrd. Euro, im Vergleich zu Ende 2010 an, auf 2,282479 Billionen Euro!

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US-Verbrauchervertrauen auf 31-Monatstief

von am 25. Oktober 2011

Heute veröffentlichte das Conference Board die Daten zum US-Consumer Confidence Index für Oktober 2011. Das US-Verbrauchervertrauen fiel schwächer aus als erwartet und sank auf den tiefsten Stand seit März 2009. Im Oktober 2011 sank der Consumer Confidence Index auf 39,8 Indexpunkte, nach 46,4 Punkten im Vormonat. In der medianen Schätzung der von Bloomberg befragten 76 Volkswirte wurde ein Verbrauchervertrauen von 46,0 Indexpunkte erwartet. Dabei lag die Spanne der Schätzungen bei 42,5 bis 52,0 Indexpunkten. 

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Italienisches Verbrauchervertrauen sinkt auf ein 39-Monatstief

von am 25. Oktober 2011

Wie das italienische Statistikamt ISTAT heute mitteilte, sank das Verbrauchervertrauen im Oktober 2011 auf den tiefsten Stand seit Juli 2008. Das Vertrauen der italienischen Konsumenten schwindet im Zuge der Schuldenkrise weiter und dies ist für Italien ziemlich relevant, denn die nominalen Konsumausgaben der privaten Haushalte trugen zuletzt in Q2 2011 mit 240,966 Mrd. Euro, nach den Angaben von Eurostat, zu 60,87% des nominalen BIPs Italiens bei.

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Die ständige Mär vom deutschen Konsumboom

von am 25. Oktober 2011

Manche Legenden werden immer wieder neu aufgefrischt, so heute bei SPON: "Deutsche kaufen gegen die Krise an", bezugnehmend auf den Anstieg des Gfk-Konsumklimaindex von +0,1 Punkten auf 5,3 Indexpunkte für November 2011. Beim Gfk-Konsumklimaindex handelt es sich um einen Stimmungsindikator der Verbraucher, ermittelt bei einer Umfrage bei 2000 Konsumenten. Schon anhand dieses Umstandes ist fragwürdig, ob ein Stimmungsindikator (Meinungsbekundung) überhaupt solche Interpretationen zulässt: "...denn die konsumieren trotz düsterer Wirtschaftsnachrichten munter weiter und stützen so die heimische Konjunktur." Die harten belastbaren Daten stützen diese These nicht.

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SMP-Programme bei 169,499 Mrd. Euro

von am 24. Oktober 2011

Heute teilte die Europäische Zentralbank (EZB) die neuen wöchentlichen Daten der fine-tuning operation des Securities Markets Programme (SMP) mit. Hinter dem SMP-Programm steht der Ankauf von Staatsanleihen aus finanzschwachen Mitgliedsländer der Eurozone (PIIGS), durch die Zentralbanken des Eurosystems, die in der EZB-Bilanz als "Vermögenswert" auf der Aktiva-Seite ausgewiesen werden. Für die 43. Kalenderwoche 2011 stieg das aufgesaugte Volumen an Staatsanleihen um +4,490 Mrd. Euro zur Vorwoche, auf 169,499 Mrd. Euro. Seit Mitte Mai 2010 werden nun bereits potentielle Schrott(Staats)anleihen, insbesondere der Südperipherie der Eurozone aufgekauft und der Trend zeigt weiter nach oben.
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China: HSBC PMI zieht wieder an

von am 24. Oktober 2011

Aus China kamen heute Morgen, ebenso wie bereits aus Japan, ganz gute Wirtschaftsdaten. So zog der vorläufige Flash Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) der HSBC-Bank für China im Oktober 2011 etwas unerwartet an, auf 51,1 Indexpunkte, nach 49,9 Punkten im September und damit auf ein 5 Monatshoch. Auch der entscheidende Output-Subindex zog auf 51,7 Punkte an, nach 50,3 Punkten im September und damit sogar auf ein 6 Monatshoch. Ein PMI-Index von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung des Verarbeitenden Gewerbes.
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Japan mit stabilen Außenhandelsdaten

von am 24. Oktober 2011

Heute Morgen veröffentlichte das japanische Finanzministerium die Außenhandelsdaten für den Monat September. Das Exportvolumen stieg um +2,4% zum Vorjahresmonat auf 5,980681 Billionen Yen (78,4 Mrd. Dollar). Der Handelsbilanzüberschuss stieg auf +300,424 Mrd. Yen, nach einem kräftigen Defizit von -777,244 Mrd. Yen im Vormonat, lag aber um -61,2% unter dem Niveau des Vorjahres (+774,314 Mrd. Yen). Aber immerhin man kann eine weitere Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten, gemessen am Außenhandel konstatieren!

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UK: weiter abwärts bei der Rohölförderung

von am 23. Oktober 2011

Wieder mal ein kurzer Blick auf die britische Rohölförderung in der Nordsee. Wie hier erwartet schreitet der Förderabfall weiter voran. Gemäß den letzten Daten für Juni 2011 des britischen Department of Energy and Climate Change (DECC), sank die britische Crude Oil-Förderung um -12,69% zum Vorjahresmonat auf ein neues Tief mit 4,562 Millionen Kubikmeter (0,956 Millionen Barrel pro Tag (mb/d)), nach 5,255 Millionen Kubikmeter (1,095 mb/d) im Juni 2010.
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Schuldentragfähigkeitsanalyse der Troika

von am 22. Oktober 2011

Die Troika (IWF,EU und EZB) dokumentiert in einer "Schuldentragfähigkeitsanalyse" Griechenlands ihr komplettes Versagen in Punkto der bisherigen Strategie! In der Schuldentragfähigkeitsanalyse wird bereits eingangs festgestellt, dass bei der vierte Überprüfung der Situation in Griechenland durch die Troika, das Ergebnis, eine Wende zum Schlechteren genommen hat und die Wirtschaft zunehmend in die Rezession gerät und den staatlichen Behörden ein kräftiger Gegenwind bei der Erfüllung ihrer politischen Verpflichtungen entgegenweht. Für die Zwecke der Nachhaltigkeitsbewertung der Schulden Griechenlands wurde eine überarbeitete Baseline festgelegt unter Berücksichtigung der verschlechterten Wachstumsaussichten.

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Portugal folgt Griechenland

von am 21. Oktober 2011

Griechenlands desaströse wirtschaftliche Entwicklung ist kein isolierter Weg, sondern Folge des Korsetts des Euro und schlussendlich der Rettungsversuche per Austeritätsmaßnahmen zum Erhalt des Euro und damit der Eurozone. Es ist kaum zu fassen, dass dieselben untauglichen Rezepte, die bereits Griechenlands endgültigen Abstieg besiegelten, in Portugal fast 1:1 vollzogen werden und zum wirtschaftlichen Kollaps auch in Portugal führen werden. Die portugiesische Regierung korrigierte gerade ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2012 auf eine Schrumpfung von -2,8%, nach vorherigen -1,8%. Die Bruttoanlageinvestitionen sollen 2012 um -9,2% schrumpfen, der private Konsum um -4,8% und die Konsumausgaben des Staates um -6,2%. Selbst dieses Szenario könnte noch positivistisch getüncht sein!

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Griechenland: Auftragseingang der Industrie im August

von am 21. Oktober 2011

Das griechische Statistikamt ELSTAT gab heute die Daten zum Auftragseingang der Industrie für den Monat August 2011 bekannt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der unbereinigte gesamte Auftragseingang um -1,9%. Vor allem die Inlandsaufträge dokumentieren weiter den desaströsen Zustand der griechischen Wirtschaft, denn die unbereinigten Inlandsaufträge brachen selbst auf dem sehr niedrigen Niveau um -13,9% zum Vorjahresmonat ein. Einzig die unbereinigten Auslandsaufträge, mit +11,3% zum Vorjahresmonat, konnten das realwirtschaftliche Desaster in Griechenland kaschieren.

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ifo Geschäftsklimaindex gibt weiter nach

von am 21. Oktober 2011

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist auch im Oktober 2011, den vierten Monat in Folge, weiter zurückgegangen. Er notierte im Oktober, laut den heute veröffentlichten Daten, bei 106,4 Indexpunkten, nach 107,4 Indexpunkten im Vormonat und nach 112,0 Punkten im Vorjahresmonat. Der Rückgang zum Vormonat war allerdings mit -1,0 Punkt moderat und weiterhin liegt der ifo Geschäftsklimaindex noch relativ im komfortablen Bereich, wie auch der Chart verdeutlicht:

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