Querschuss

Gefährliche Entwicklung!

von am 1. Februar 2011

Mit historisch niedrigen Zinsen und einer lockeren Geldpolitik die in Quantitative Easing mündete, also der Aufkauf von "Vermögenswerten" durch die Notenbanken, wurde die Wirtschafts- und Finanzkrise mehr oder weniger weltweit bekämpft. In Folge dieser Geldpolitik kam es auch zu einer luxuriösen Liquiditätsausstattung der Akteure an den Finanzmärkten. Dies war sicher kein Betriebsunfall sondern Kalkül und Bestandteil der "Rettung" des Banken- und Finanzsystems. 

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“XS” statt “XXL” Einzelhandelsumsätze!

von am 31. Januar 2011

Heute veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) die vorläufigen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen für Dezember 2010. Sie waren eine klare Klatsche für die XXL-Propagandisten. Nicht einmal das Weihnachtsgeschäft erfüllte die Erwartungen und die Umsätze zogen selbst nominal, zu den jeweiligen Preisen, nur um +0,3% zu Dezember 2009 an. Real (preisbereinigt) sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um -1,3% und dies obwohl der Dezember 2010 mit 26 Verkaufstagen sogar einen Verkaufstag mehr als der Dezember 2009 aufwies.

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Eine gute Portion heiße Luft

von am 31. Januar 2011

Das reale Bruttoinlandsprodukt der USA ist laut der ersten Schätzung des Bureau of Economic Analysis (BEA) im 4.Quartal 2010 mit einer saisonbereinigten und annualisierten Rate (auf das Jahr hochgerechnet) von +3,2% gestiegen und fiel damit schwächer aus als erwartet. "Experten" hatten mit einem Anstieg von +3,5% gerechnet. Nicht nur die annualisierte Veränderungsrate beschönigt das US-Wirtschaftswachstum!

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Irrational Exuberance!

von am 27. Januar 2011

Der US-Aktienleitindex Dow Jones steigt bereits die 10. Woche in Folge, um fast 1'000 Indexpunkte und pendelt heute um die 12'000 Punkte-Marke. Zehn positive Wochenkerzen in Folge gab es seit 10 Jahren nicht mehr. Falls sich hinter dem Anstieg Konjunkturoptimismus verbergen sollte, dürfte das Potential mehr als nur ausgeschöpft sein, wie aktuelle Wirtschaftsdaten verdeutlichen.

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XXL-Importpreise von +12%

von am 26. Januar 2011

Deutschlands Importpreise stiegen gemäß den Daten des Statistischen Bundesamts im Dezember 2010 um kräftige +12% zum Vorjahresmonat an! Dies war der stärkste prozentuale Anstieg seit Oktober 1981. Vor allem die Importpreise für Energie explodierten, um +34,2% zum Vorjahresmonat.

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Entspannung? – ein Blick auf Griechenland!

von am 25. Januar 2011

"Die Beruhigung der Märkte in den letzten Wochen verschafft uns zwar ein wenig Luft, aber es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen, wir müssen jetzt mit aller Entschlossenheit handeln.", meinte  Olli Rehn, der Kommissar für Wirtschaft und Währung in der Europäischen Kommission in Bezug auf die nötige Erhöhung des EU-Rettungsfonds (EFSF) und der Ausweitung des Aufgabenbereichs beim EFSF.

Aber auch ein noch größerer EU-Rettungsfonds löst die realwirtschaftlichen Probleme in der Eurozone nicht. Die Rettungsgelder schinden nur Zeit, aber die wirklichen Probleme, die enormen Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone werden nicht angegangen. Besonders drastisch verdeutlichen dies die Wirtschaftsdaten aus Griechenland:

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Warnhinweis?

von am 25. Januar 2011

Wie von einer unsichtbaren Hand gezogen, erklomm in den letzten Tagen der US-Aktienleitindex Dow Jones täglich höhere Indexstände, während Edelmetalle  und andere Rohstoffe in einem Korrekturmodus wechselten. Es ist sehr viel Konjunkturoptimismus im US-Markt, wahrscheinlich zu viel.

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XXL-Propaganda als Dauerschleife

von am 8. Januar 2011

Dieses kurze Update der letzten Wirtschaftsdaten, dokumentiert weiterhin die schöngefärbte XXL-Berichterstattung. Querschuesse zeichnet an Hand von offiziellen Datensätzen ein etwas anderes Bild.

Zunächst in die USA, das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) berichtete für den Monat Oktober 2010 von einem neuen Allzeithoch bei den bedürftigen US-Bürgern, welche das staatliche Lebensmittelprogramm SNAP (Supplemental Nutrition Assistance Program) in Anspruch nahmen:

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Zwillingsdefizit in Hochform

von am 17. Dezember 2010

Gestern veröffentlichte das US-Bureau of Economic Analysis die Daten zur Leistungsbilanz für das 3. Quartal 2010. Die Leistungsbilanz wies saisonbereinigt ein Defizit von -127,2 Mrd. Dollar aus, nach -123,2 Mrd. Dollar im Vorquartal und nach -97,503 Mrd. Dollar im Vorjahrsquartal. Dies war der fünfte Quartalsanstieg in Folge beim Defizit. Der unheilvolle Zyklus der chronischen Leistungsbilanzdefizite der USA ist weiter intakt!

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Anspruch und Realität

von am 16. Dezember 2010

In der gestrigen Regierungserklärung zum bevorstehenden Euro-Gipfel beschwor die Bundeskanzlerin das Euro-Schicksal: "Der Euro ist unser gemeinsames Schicksal, und Europa ist unsere gemeinsame Zukunft" und mit noch mehr Pathos: "Der Grund warum wir das alles tun, das ist etwas anderes, es ist die grandiose Friedens- und Freiheitsidee der europäischen Einigung."

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Kernhaushalt vom Bund alles andere als im XXL-Modus

von am 14. Dezember 2010

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, kumulierte sich in den ersten drei Quartalen 2010 das Finanzierungsdefizit des Kernhaushalts des Bundes auf -49,4 Milliarden Euro und dieses Defizit lag damit um +48% bzw. um +16,1 Mrd. Euro höher, als in den ersten drei Quartalen des Krisenjahres 2009. Die Ursachen sind laut der Pressemitteilung die deutlich gestiegenen Ausgaben bei gleichzeitig gesunkenen Einnahmen. [mehr…]

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone läuft weiter auseinander

von am 13. Dezember 2010

Beim deutschen XXL-Aufschwung handelt es sich in der Eurozone weiter um einen ziemlich isolierten Erfolg, der sich auch aus der unterentwickelten Leistungsfähigkeit der anderen Mitgliedsstaaten generiert. Die zusätzliche Nachfrage nach Waren und Gütern in der Welt wird vor allem von der deutschen Industrie befriedigt, während ein Großteil der anderen Mitglieder der Eurozone unter der enormen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ächzen.

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US-Staatshaushaltsdefizit mit Novemberrekord

von am 12. Dezember 2010

Mal wieder ein Blick weg von den PI(I)GS-Staaten, hin zum wahrhaftigen imperialen Schuldenmoloch. Das Monthly Treasury Statement vom Freitag, der Bericht zum US-Bundeshaushalt (Federal Budget), für den Monat November 2010, weist mit einem Defizit von -150,394 Mrd. Dollar, das höchste jemals in einem November gemessene Staatshaushaltsdefizit aus! Zudem wird bereits den 26. Monat in Folge ein Defizit beim Federal Budget generiert!

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Monatliches Allzeithoch bei PKW-Verkäufen

von am 12. Dezember 2010

In China stiegen die PKW-Verkäufe nach Angaben der chinesischen Automobilvereinigung (China Association of Automobile Manufacturers) im November 2010 um +11,3% zum Vormonat und um +29,27% zum Vorjahresmonat auf 1,339800 Millionen Fahrzeuge. Damit wurde im November in China ein neues Allzeithoch beim größten Autoabsatzmarkt der Welt erzielt.

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Griechenland – den Abgrund fest im Visier

von am 10. Dezember 2010

Gestern berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT in der 2. Schätzung zum 3. Quartal 2010, von einem noch schwächeren realen BIP-Wachstum,  als in der 1. Schätzung. Um -1,3% (ursprünglich -1,1%) zum Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung. Zum Vorjahresquartal fiel das reale BIP sogar um -4,6%!  Damit wird immer deutlicher, was vorher schon klar war. Die den Griechen durch IWF und EU aufgezwungenen Austeritätsmaßnahmen führen in die Sackgasse. Statt die Wirtschaft mit strangulierenden Sparorgien abzuwürgen, muss man Wachstum organisieren, denn ohne Wachstum kann Griechenland seine Schuldenpyramiden nicht tragen und schon gar nicht abtragen. So wird die  Pleite Griechenlands zum selbsterfüllenden Ereignis einer verfehlten europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik werden.

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Chinas Exporte mit 153,33 Mrd. Dollar auf Allzeithoch

von am 10. Dezember 2010

Heute Morgen berichteten die chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) die Daten zum chinesischen Außenhandel für den Monat November 2010. Die Außenhandelsdaten waren im November extrem stark und weisen weiter deutlich auf den immensen Beitrag den China zum Wachstum der Weltwirtschaft leistet hin! Das unbereinigte Exportvolumen von Waren und Gütern stieg um kräftige +12,8% zum Vormonat, auf ein neues Allzeithoch mit 153,33 Mrd. Dollar, nach 135,98 Mrd. Dollar im Oktober und nach 144,99 Mrd. Dollar September. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es um kräftige +34,9% aufwärts.

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Deutsche “XXL” Arbeitskosten

von am 9. Dezember 2010

Das Statistische Bundesamt teilte heute die Daten zu den Arbeitskosten in Deutschland  je geleisteter Arbeitsstunde für das 3. Quartal 2010 mit. Wieder einmal demaskieren belastbare Daten die Mär des deutschen Aufschwungs, angeblich auch getragen vom privaten Konsum aus den erzielten Einkommen. Trotz "XXL-Boom" am Arbeitsmarkt und angeblichen "Fachkräftemangels" sank im 3. Quartal 2010 der deutsche Arbeitskostenindex für das produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich saison- und kalenderbereinigt um -0,5% im Vergleich zum Vorquartal. Die Kosten der Arbeitgeber für Bruttolöhne und -gehälter sanken im Vergleich zum Vorquartal um -0,5% und die Lohnnebenkosten um -0,3%.

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Japans wirtschaftliche Erholung bereits beendet?

von am 8. Dezember 2010

Nach den heutigen Daten des Cabinet Office in Tokio für Oktober 2010 sank der Auftragseingang beim japanischen Maschinenbau im privaten Sektor exklusive dem volatilen Bereich um -1,4% zum Vormonat. Von einer nachhaltigen Erholung kann keine Rede sein, wie der Langfristchart verrät:

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Deutscher Außenhandel im Oktober

von am 8. Dezember 2010

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Exporte Deutschlands im Oktober 2010 unbereinigt um +19,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Im Vergleich zum Vormonat ging es leicht, um unbereinigte -0,1% auf ein Volumen von 86,8 Mrd. Euro abwärts.

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Auftragseingänge der deutschen Industrie

von am 7. Dezember 2010

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) berichtete heute von einem leichten Anstieg beim preis- arbeitstäglich- und saisonbereinigten (X-12 ARIMA) Auftragseingang der deutschen Industrie im Oktober 2010 von +1,6% (-4,0% im September), im Vergleich zum Vormonat. Die Inlandsaufträge stiegen saisonbereinigt um +2,4%, während die Auslandsaufträge um +0,8% anstiegen. Trotz der positiven Headline, ein aktueller XXL-Aufschwung in Aktion sieht anders aus, wie der Langfristchart verrät:

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Rohstoffpreise steigen

von am 4. Dezember 2010

Nach den schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für November zogen die Preise für Edelmetalle und Rohstoffe am Freitag kräftig an. US-Notenbank Chef Bernanke deutete in einem CBS-Interview sogar die Erweiterung von QE2, des Kaufs von Staatsanleihen an. Quantitative Easing und die niedrigen Zinsen treiben zu allererst die Assetpreise, darunter die für Rohstoffe, der positive Einfluß auf den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum bleibt dagegen marginal.

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TALF in Aktion

von am 4. Dezember 2010

3,3 Billionen Dollar an Liquiditätshilfen und Not-Krediten hat die US-Notenbank dem spekulativen System und seinen Akteuren nicht nur in den USA zukommen lassen, darunter auch 71,085 Mrd. Dollar über die Term Asset-Backed Securities Loan Facility (TALF). Wie bereits in einem Querschuss im Dezember 2008 aufgezeigt wurde: "Hedgefonds mit Zugriff auf TALF", hatten Unternehmen, darunter auch Hedgefonds Zugriff auf die Liquidität der FED, für im Gegenzug gereichte Asset Backed Securities (ABS- Kreditverbriefungen), welche auf US-Konsumenten-, Auto-, Studenten- und Kreditkartendarlehen basierten. Die Datensätze der FED mit den 21'000 Transaktionen enthalten auch die Empfänger des TALF-Programms.

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42,91 Millionen Empfänger von Food Stamps

von am 4. Dezember 2010

Monat für Monat stoßen in skandalösen hunderttausender Blöcken bedürftige US-Bürger in das staatliche Lebensmittelprogramm SNAP (Supplemental Nutrition Assistance Program), so auch im September weitere +521'423! Laut den gestrigen Daten des US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) stieg die Zahl der Food Stamps Bezieher im September 2010, bereits den 23. Monat in Folge, auf 42,911042 Millionen an, nach  42,389619 Millionen im Vormonat und nach 36,918948 Millionen im Vorjahresmonat.

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Der US-Arbeitsmarkt bleibt ein Desaster

von am 3. Dezember 2010

Etwas überraschend, nach den pseudopositiven Headlines der letzten Tage, fiel laut US-Arbeitsmarktbericht der Stellenzuwachs in den USA im November 2010 äußerst schwach aus, mit +39’000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Damit betrug die Zahl der seit Dezember 2007 abgebauten Stellen immer noch -7,412 Millionen. Noch brisanter, die eng gefasste Arbeitslosenquote U-3 stieg im November um +0,2% zum Vormonat auf 9,8% bzw. auf 15,1 Millionen Arbeitslose. 

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Ponzi lässt grüßen

von am 3. Dezember 2010

Die US-Notenbank stockte laut dem letzten Factors Affecting Reserve Balances Release H. 4.1. vom 02. 12.2010 weiter seine Aktiva an US-Staatsanleihen auf. Auf 917,5 Mrd. Dollar belaufen sich die von der FED gehaltenen US-Staatsanleihen und damit ist die FED der größte Halter von US-Staatsanleihen in der Welt.

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