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Ukraine-Kompromiss in Genf: Rhetorische Abrüstung der Medien war leider kein Bestandteil

von am 18. April 2014

Vielleicht wollen viele Verantwortliche in den Medien es nicht wahrhaben, aber die Art der Berichterstattung der westlichen und russischen Medien über die Ereignisse in der Ukraine hat seit den ersten Protesten gegen den damaligen Präsidenten Janukowitsch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Verlauf der Entwicklung und damit an der Zuspitzung der Krise gehabt.

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Gewalt mit Ansage in der Ostukraine-Krise: Ohnmächtige EU?

von am 13. April 2014

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow von der Vaterlandspartei Julia Timoschenkos hat einen „Anti-Terror-Einsatz“ gegen prorussische Separatisten in der ostukrainischen Stadt Slawjansk angeordnet. Es hat dort laut Pressemeldungen bei Auseinandersetzungen bereits Tote und Verletzte gegeben. (1)

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Europas Ukraine-Krisenpolitik gefährdet den Zusammenhalt der Europäischen Union

von am 8. April 2014

Seit Wochen, das heißt genauer gesagt seit den Morden auf dem Maidan und dem von den Protesten in Kiew erzwungenen politischen Umbruch in der Ukraine, dem die Abspaltung der Krim folgte, ist es der Übergangsregierung, den USA, der Europäischen Union und Russland nicht gelungen, die starken, ethnisch-kulturell bedingten Spannungen abzubauen und das Land in ein ruhigeres Fahrwasser zu steuern.

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Vorsicht Glatteis, lieber Westen! Von Demokraten, Faschisten und demokratischen Faschisten in der Ukraine

von am 20. März 2014

Es ist kein Geheimnis, dass an der Übergangsregierung der Ukraine, die den vollumfänglichen Rückhalt der US-Regierung und der Regierungschefs in der Europäischen Union genießt, die als rechtsextrem geltende Partei Swoboda beteiligt ist. In welchem Umfang und in welchen Ämtern, davon war in der bisherigen deutschen Kontroverse über die Krim-Krise wenig die Rede.

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Krim-Krise Phase II: Der Westen hat mehr Angst vor den eigenen Sanktionen als Moskau

von am 19. März 2014

Viele westliche Experten haben darauf hingewiesen, dass in der Krim-Krise einseitige Schuldzuweisungen an Russland, eine Dämonisierung Putins sowie Druck und Drohungen der falsche Weg sind, um zu Lösungen zu gelangen. Die USA und die EU, so wird dabei betont, haben eklatante Fehler bei ihrem Vorgehen in der Ukraine und in der Krim-Krise gemacht.

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Eine Sanktionsspirale löst die Probleme der Ukraine nicht: Die EU zwischen den Stühlen?

von am 13. März 2014

Die USA und – mit Angela Merkel an der Spitze – die EU drohen Russland mit härteren Sanktionen, sollte es seinen Kurs in der Krim-Krise nicht ändern. Die Intervention Russlands in der Ukraine, vor allem die massive Ausweitung der militärischen Präsenz auf der Krim, wird verurteilt. Eine Annexion der Krim werde nicht akzeptiert, heißt es aus dem Westen, wobei stillschweigend davon ausgegangen wird, dass die Abspaltungsbemühungen der Krim und das für den 16. März geplante Referendum darüber von Russland ausgehen. Aus diesem Grund sind jetzt seitens der EU härtere Sanktionen gegen Russland für Montag, den 17. März angekündigt worden.

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Die Krim-Krise und die wirtschaftliche und politische Schwäche des kriselnden Westens

von am 3. März 2014

Seit Russland seine Truppen in Marsch setzte und seine Militärpräsenz auf der Krim massiv ausgebaut hat, ist das, was als Protestbewegung und Konfrontation politischer Lager in der Ukraine begann, zu einem Kräftemessen zwischen Russland und den G7-Staaten geworden.

Der Dax ist deswegen heute Morgen auf Tauchstation gegangen. Das ist begründet. Denn die Wirtschaft eines Landes, die so sehr vom Export abhängig ist wie die deutsche, kann bei einer Krise, die den Handel mit einem wichtigen Handelspartner wie Russland zu beeinträchtigen droht, viel verlieren. Einmal mehr zeigt also gerade die Krim-Krise, dass die Exportstärke Deutschlands zugleich auch unsere Achillesferse ist.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 6.2: Armut und soziale Ausgrenzung weiten sich in der Europäischen Union aus

von am 18. Februar 2014

Wie sich die Krise auf die Zunahme der „Nicht-Vermögenden“ ausgewirkt hat, geht aus Vermögensstudien wie der der Credit Suisse nicht hervor. Um diese wichtige Facette der Vermögensentwicklung in die Analyse speziell mit Blick auf die Krise in Europa einbeziehen zu können, werden im Folgenden Eurostat-Daten zu den von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen in der Europäischen Union herangezogen.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 6.1: Die Vermögenskonzentration nimmt auch in der Krise auf allen Ebenen weiter zu

von am 17. Februar 2014

Ohne jede Frage hat die Krise ab 2007 eine zunehmende Konzentration des globalen Privatvermögens in den reichsten Ländern zur Folge gehabt. Abbildung 28 zeigt wie groß der Anteil der – beim Stand von 2013 – reichsten drei, sieben, zehn, zwanzig und fünfundzwanzig Länder in den Jahren 2000, 2007, 2008, 2012 und 2013 gewesen ist.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 5: Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Vermögensportfolios

von am 11. Februar 2014

Die Berechnungen des Vermögens der privaten Haushalte im Global Wealth Databook der Credit Suisse folgen internationalen Standards, die sich primär aus dem von den Vereinten Nationen (UN), dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der Europäischen Kommission und der OECD gemeinsam entwickelten „System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen“ („System of National Accounts“ (SNA93) (1)) für die Erstellung von Vermögensbilanzen privater Haushalte ergeben.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 4: Transatlantische „Partnerschaft“ – oder die länderspezifischen Folgen der Euro-Krise für das finanzielle Privatvermögen

von am 1. Februar 2014

In Teil 3 standen die Vermögenszusammensetzung und die Frage nach den Krisengewinnern und –verlierern auf der Ebene der Weltregionen im Mittelpunkt. Weil am Ende festgestellt worden war, dass der Anteil der privaten Schulden am Brutto-Privatvermögen in Nordamerika nach 2008 kontinuierlich und signifikant gesunken ist, bleibt erstens noch zu klären, ob dies eine Folge des Schuldenabbaus oder des Anstiegs des Brutto-Privatvermögens gewesen ist und zweitens, welchen Anteil die USA und Kanada an dieser Entwicklung hatten. Das erfordert einen näheren Blick auf die Verschiebungen bei den Anteilen des finanziellen und nicht-finanziellen Privatvermögens sowie bei den privaten Schulden am Bruttovermögen auf Länderebene im Zuge der Krise und welche Folgen dies für die Entwicklung der Privatvermögen in den verschiedenen Ländern hatte, die im Zuge dieser Aufsatzreihe in den Fokus genommen worden sind.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 3: Krisengewinner und -verlierer nach Weltregionen: Transatlantische „Partnerschaft“

von am 20. Januar 2014

Nachdem in Teil 2 der Aufsatzreihe abschließend die Krisengewinner und –verlierer unter den Top-19-Ländern beim Privatvermögen und beiden Anteilen am globalen Privatvermögen herausgearbeitet worden sind, soll dieser Aspekt zu Beginn von Teil 3 noch einmal kurz aufgegriffen werden. Daran anknüpfend wird es zunächst um die Entwicklung der Privatvermögen und die Verschiebungen in bei der Vermögenszusammensetzung auf der Ebene von Weltregionen gehen bevor dann in Teil 4 die Veränderungen in der Zusammensetzung des Privatvermögens in ausgewählten reichen Ländern in den Blick genommen wird, um aufzuzeigen, wie sich die Krise in dieser Hinsicht ausgewirkt hat.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 2: Gewinner und Verlierer der Euro-Krise im Klub der reichsten Länder

von am 13. Januar 2014

Das Privatvermögen in der Europäischen Union ist im Zuge der europäischen Schuldenkrise ab 2010 bis einschließlich 2012 um mehrere Billionen Dollar geschrumpft. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse der Auswertung des Global Wealth Databook der Credit Suisse von 2013 in Teil 1 der Aufsatzreihe zur Vermögensentwicklung in der Krise.

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Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 1: Vermögensbilanz des Euro-Krisenmanagements

von am 7. Januar 2014

2007 war das Jahr der US-Hypothekenkrise. 2008 war das Jahr des Börsencrashs infolge der Lehman-Pleite und der Finanzmarktkrise. 2009 war das Jahr der Weltwirtschaftskrise. 2010 das Jahr, in dem mit der Finanznot Griechenlands die europäische Schuldenkrise begann, die später oft auch als Euro-Krise bezeichnet wurde. Sie endete in der Rückschau im Juli 2012 mit der Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi, alles zu tun, um den Euro zu erhalten.

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„Die Euro-Krise ist beendet!“

von am 2. Januar 2014

Die Euro-Krise hat ihren Schrecken verloren. Zumindest sind die Zeiten alarmierend hoher und dennoch weiter steigender Zinsen und Risikoprämien auf Staatsanleihen von europäischen Krisenstaaten vorbei – vorerst jedenfalls. Der Alarmismus der Presse und der Medien ist verschwunden, über Massenproteste wird praktisch nicht mehr berichtet, was nicht heißt, dass es keine mehr gibt. Und vielleicht ist überhaupt nur genau dies der Grund dafür, dass die Krise von vielen als abgehakt oder doch zumindest als nicht mehr gefährlich wahrgenommen wird – gerade in Deutschland.

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Das große Trommeln für die Große Koalition

von am 1. Dezember 2013

Heute wurden die Ergebnisse einer Umfrage von infratest dimap für den „Bericht aus Berlin“ (ARD) zur Abstimmung der SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag veröffent­licht, nach der 66 Prozent aller Befragten und sogar 75 Prozent der SPD-Wähler ein zustimmendes Votum wünschen.

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Der Koalitionsvertrag oder: Die große SPD-Wette

von am 28. November 2013

Erinnern Sie sich noch? Bei der Bundestagswahl im September, vor mehr als zwei Monaten also, ist Schwarz-Gelb abgewählt worden und die FDP aus dem Bundestag geflogen. SPD und Grüne wurden mit miserablen Wahlergebnissen abgestraft, nachdem sie sich im Wahlkampf verzettelt hatten und die Alternative für Deutschland (AfD) verpasste den Einzug in den Bundestag knapp.

Die Bundestagswahl pulverisierte die – gemessen an den Umfragen ohnehin illusorischen - Hoffnungen in der SPD und bei den Grünen auf eine eigene Regierungsmehrheit.

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Die Krise Chinas

von am 21. November 2013

Das Erfolgsmodell Chinas

Chinas wirtschaftlicher Erfolg, das starke Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft, beruhte bisher im Wesentlichen auf den folgenden Zutaten: [mehr…]

Bekämpft die EZB echte Deflationsgefahren oder echte Erfolge der Manipulationsbekämpfung?

von am 11. November 2013

In den USA sinkt die Inflationsrate und die Fed vertagt ein ums andere Mal die vor Monaten angekündigte Straffung ihres ultralockeren geldpolitischen Kurses. In Europa geht die Inflation ebenfalls zurück und aus Sorge vor Deflation hat die EZB jetzt ihre Geldpolitik weiter gelockert, indem sie den Leitzins auf 0,25 Prozent senkte. Japans Notenbanker sind besorgt, die Inflation könnte trotz ultralockerer Geldpolitik nicht stark genug steigen und sinnieren über eine weitere Lockerung.

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Vom Problem der Überwindung der Rechts-Links-Logik – Teil 3.2: Vier Erklärungsansätze für Märkte im Vergleich – Wachstumslogik und Handlungsorientierung

von am 4. Oktober 2013

In Teil 3.1 der Aufsatzreihe wurden vier verschiedene Erklärungsansätze für wettbewerbliche Märkte vorgestellt und in Bezug auf die ihnen zugrundeliegende Markt‑ und Wettbewerbslogik vergleichend analysiert und diskutiert. In diesem Teil werden die Wachstumslogik und die Orientierungsleistung dieser Erklärungsansätze für die Wirtschafts- und Finanzmarktpolitik diskutiert und der Bogen geschlagen zum Problem der Überwindung der Rechts-Links-Logik.

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Vom Problem der Überwindung der Rechts-Links-Logik – Teil 3.1: Vier Erklärungsansätze für Märkte im Vergleich – Markt- und Wettbewerbslogik

von am 2. Oktober 2013

Wir können nicht alle Lebensbereiche ökonomisieren. Es würde unser Gemeinwesen und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft zerstören.

Tatsächlich versuchen wir heute aber genau das. Wir nutzen dafür eine Marktlogik, die prinzipiell der Wirtschaft den Vorrang gibt und die ökonomische Effizienz über alles stellt.

Wir können in der auf die Marktwirtschaft und Märkte gerichteten Politik auch nicht die Nachfrageseite einschließlich der Arbeitnehmer nahezu komplett ausblenden.

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Vom Problem der Überwindung der Rechts-Links-Logik – Teil 2: Freiheitsziel und Marktlogik müssen gedanklich entkoppelt werden

von am 30. September 2013

Die marktwirtschaftliche Ordnung wird in Bezug auf die Realisierung von Freiheit und wirtschaftlicher Prosperität als überlegene Ordnung angesehen und genau deswegen gewünscht. Das ist so, weil es für diese Überlegenheit empirische Belege gibt. Wir wissen allerdings ebenso, dass die Marktwirtschaft in dieser Hinsicht alles andere als perfekt ist. Auch liberale Ökonomen wie etwa Friedrich A. von Hayek haben das hervorgehoben.

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Vom Problem der Überwindung der Rechts-Links-Logik – Teil 1: Das Dilemma der SPD

von am 25. September 2013

In der Politik stehen „Links“ und “Rechts“ traditionell für Gegensätzliches, Unvereinbares. Vereinfacht ausgedrückt steht „linke Politik“ für die Aufhebung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unterschieden, „rechte Politik“ für die Bewahrung der Unterschiedlichkeit. „Linke Politik“ wird deswegen auch als progressiv, „rechte Politik“ als konservativ begriffen. Und während in der Wirtschaftspolitik letztere von staatlicher Beeinflussung freie Marktwirtschaft will, betont ihr linkes Pendant die Rolle des starken Staates in der Marktwirtschaft und befürwortet staatliches Eingreifen ebenso wie Umverteilungspolitik.

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Union gewinnt + Schwarz-Gelb ist abgewählt = Große Koalition?

von am 23. September 2013

Angela Merkel hat die Bundestagswahl definitiv gewonnen, ja. Peer Steinbrück kam als ihr Herausforderer nicht einmal annähernd an ihre Popularität heran. Er war für die Mehrheit schlicht keine glaubwürdige Alternative.

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Deutschland wählt, aber was eigentlich? – Die „vergessene Lektion“

von am 19. September 2013

Ben Bernanke hat gestern Abend die im Juni erstmals in Aussicht gestellte Einleitung der geldpolitischen Wende vertagt. Der Leitzins bleibt unverändert niedrig, die Anleihenkäufe werden im bisherigen Umfang fortgesetzt. (1) Am meisten freuen sich darüber die Anleger an den Börsen, was nicht verwundert, denn es sind hauptsächlich die Finanzmärkte, die die Federal Reserve damit letztlich stützt. Die US-Wirtschaft, die damit vorgeblich in Schwung gebracht werden soll, dümpelt vergleichsweise unbeeindruckt weiter vor sich hin. (2) Dass die Fed Finanzmarktturbulenzen fürchtet, wenn sie die geldpolitische Wende verkündet und beginnt, den Geldhahn zuzudrehen, dürfte der zentrale Grund dafür sein, dass sie davor zurückschreckt.

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