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Globale Vermögenskonzentration in den Krisenjahren 2008-2015 (Teil 2): Die Notenbanken, das Finanzmarktcasino und die Reichsten

von am 2. Februar 2016

George Soros macht mit einer neuen Währungswette von sich reden. (1) Dieses Mal setzt er auf eine Abwertung des chinesischen Yuan. Aber er ist nicht allein damit. Eine ganze Reihe von Hedgefonds soll den Yuan ebenfalls „geshortet“ haben. (2) Doch Soros wettet zugleich auch auf einen Einbruch des amerikanischen Aktienmarktes.

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Globale Vermögenskonzentration in den Krisenjahren 2008-2015 (Teil 1): USA und China sind die großen Krisengewinner

von am 30. Januar 2016

Die Jahre seit 2008 bis heute sind gekennzeichnet durch eine Reihe verschiedener Krisen. Der Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise folgte die Staatsschulden- und Euro-Krise sowie die Ukraine-Krise, die sich letztlich bedingt durch die Sanktionsspirale zu einer Russland-Krise auswuchs. Und während die Europäische Union noch immer mit der Bewältigung der Flüchtlingskrise beschäftigt ist, hat der Ölpreisverfall den Energiesektor und insbesondere auch jene Staaten in die Krise gestürzt, die in hohem Maße von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft abhängig sind. Davon betroffen ist unter anderem Russland. Die vorläufig letzte krisenhafte Zuspitzung ergibt sich aus der abkühlenden Wirtschaft in China, der Abwertung des Yuan und den dortigen Börsenturbulenzen, weil diese Entwicklungen mehr und mehr die ohnehin angeschlagenen Schwellenländer belasten.

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Crash oder kein Crash? Die Systemkrise der globalen Wirtschaft in einem Chart

von am 22. Januar 2016

Die anhaltend niedrige Inflation im Euroraum, verstärkte Abwärtsrisiken für die Konjunktur und hohe Volatilität der Märkte sowie die jüngsten Aussagen von Mario Draghi deuten darauf hin, dass die EZB ihre Geldpolitik im März weiter lockern wird. (1) Eine weitere Lockerung wird auch von der Bank of Japan erwartet und das chinesische Pendant, die Peoples Bank of China (PBOC), hat schon die dritte Woche in Folge Milliarden in die chinesischen Finanzmärkte gepumpt. Allein diese Woche waren es 48 Milliarden Dollar – der höchste Betrag seit Januar 2014. (2)

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Die Chinakrise oder die Angst vor dem nächsten großen Crash

von am 11. Januar 2016

Auch heute, am ersten Handelstag der neuen Woche, sind in China die Börsenkurse wieder eingebrochen. Der Shanghai Composite verlor 5,33 Prozent, der CSI 500 gab sogar 6,72 Prozent nach und auch in Hongkong rutschte der Hang Seng mit 2,76 Prozent tief ins Minus. Die Krisengefahr in China ist nicht gebannt und das Regime in Peking erweckt nicht den Eindruck, diese Gefahr ausräumen und die Märkte beruhigen zu können.

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Das war 2015: Polens neue Regierung zertrümmert die letzten Fantasien vom einigen und starken Europa

von am 31. Dezember 2015

Bei den Parlamentswahlen am 25. Oktober haben die Polen die regierende liberale Partei „Bürgerplattform“ (PO) und damit auch deren austeritätspolitischen Kurs abgewählt und die nationalkonservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) von Jaroslaw Kaczynski mit der absoluten Mehrheit (235 der 460 Sitze) ausgestattet. (1) Keine Frage, diese absolute Mehrheit hat die PiS genutzt. Allerdings in einer Weise, die die Bevölkerung zu Massenprotesten auf die Straße trieb (2) und die Europäischen Union schockierte (3).

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Kritik an der deutschen Dominanz: Spaltet Angela Merkel Europa?

von am 23. Dezember 2015

Ist Ihnen das auch aufgefallen? Ungewöhnlich wortkarg haben Presse und Medien in Deutschland dieses Mal über die Resultate des EU-Flüchtlingsgipfels berichtet.

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Spanien hat gewählt – Regierungsbildung nahezu unmöglich

von am 21. Dezember 2015

Nach Auszählung von 99,86% Stimmen (Stand: 00:50 Uhr) steht fest:

Spaniens neues Parlament wird künftig von vier Parteien dominiert werden; keine hat die absolute Mehrheit; die Chancen für die erfolgreiche Bildung einer Koalitionsregierung sind gering. [mehr…]

Showdown bei der Parlamentswahl am Sonntag in Spanien

von am 14. Dezember 2015

Die Regionalwahlen in Frankreich sind vorbei. Der Front National konnte in keiner Region gewinnen, hat aber ein historisch gutes Ergebnis erzielt. Es ist damit zu rechnen, dass er bis zur Präsidentschaftswahl in 2017 noch mehr Rückhalt bei den Wählern findet, weil es den Sozialisten nicht zu gelingen scheint, Frankreich aus dem schwierigen Fahrwasser zu steuern und die Konservativen von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy zu zerstritten und skandalgeschüttelt sind, um die Wähler überzeugen zu können. Die Franzosen haben die Nase voll von den etablierten Parteien. Doch das politische Erdbeben wurde in Frankreich vorerst noch abgewendet.

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Konsequenzen der europäischen Krisenpolitik: Aufstieg oder Zerfall der Europäischen Union?

von am 6. Dezember 2015

Ist die Europäische Union mit ihrer Krisenpolitik auf dem richtigen Weg?

Glaubt man führenden Politikern, dann ist das der Fall. Die Fakten und eine Reihe von Veränderungen und vor allem immer wieder auftretende sowie anhaltende Streitigkeiten über den krisenpolitischen Kurs strafen sie indes Lügen. Das wirft eine wichtig Frage auf: Was macht diese Krisenpolitik eigentlich aus der Europäischen Union? Oder anders ausgedrückt: Fördert oder schadet sie unter dem Strich der EU in der mittel- und langfristigen Betrachtung?

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Das Flüchtlingsproblem, der IS, die Türkei und Russland – ein geopolitische Eiertanz der EU

von am 28. November 2015

Die Flüchtlingskrise, der Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) und die geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und Russland einerseits sowie aktuell zwischen Russland und der Türkei wegen des Abschusses eines russischen Kampfbombers im syrisch-türkischen Grenzgebiet andererseits (1) dominieren die Schlagzeilen in der europäischen Presse. Dabei zeigt sich immer mehr, dass es sich nicht um isolierte, sondern miteinander verbundene Probleme handelt. In deren Mittelpunkt steht neuerdings die Türkei oder besser gesagt deren Präsident Recep Tayyip Erdogan, den die Europäer immer noch wie einen Demokraten behandeln obwohl er das genau genommen längst nicht mehr ist. [mehr…]

Analyse zur Griechenland-Wahl und zum Zustand der EU: Brüche en masse

von am 23. September 2015

Wenigstens ein Trend der Umfragen in Griechenland hat sich nach der Neuwahl in Griechenland bestätigt: Die griechischen Wähler haben ihre Stimme vor allem regierungserfahrenen Parteien gegeben. (1) Allerdings lag die Wahlbeteiligung nur bei mageren 56,57 Prozent – trotz Wahlpflicht. [mehr…]

Der VW-Abgas-Skandal – der Industriepolitik sei Dank?

von am 22. September 2015

Wer erinnert sich nicht an das Gezerre um die CO2-Abgasgrenzwerte auf europäischer Ebene. Letztlich wurden sie im Sinne der Autohersteller weichgekocht. Das ist nichts Neues und nur eines von vielen Beispielen.

Die Bundesregierung hat sich stets für Deutschlands Autokonzerne stark gemacht oder anders ausgedrückt darauf geachtet, dass ihre Interessen bei politischen Entscheidungen auf europäischer Ebene möglichst weitgehend berücksichtigt werden. Politisch wird das regelmäßig mit dem Hinweis darauf gerechtfertigt, dass es dabei um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit um das wirtschaftliche Wohl und Wehe Deutschlands geht.

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Griechenlandwahl: Umfragen-Update

von am 20. September 2015

Auch in der letzten Woche vor der Neuwahl in Griechenland gab es einen Strom von Umfragen zu den Chancen der Parteien. Tabelle 3 zeigt, wozu die befragten griechischen Wähler gemäß der letzten Umfragen tendieren, nämlich offenbar zu den regierungserfahrenen Parteien. [mehr…]

Griechenland vor der Neuwahl: Wahl ohne Wahl und was die Umfragen orakeln

von am 13. September 2015

Jeremy Corbyn (1) ist mit klarer Mehrheit zum neuen Chef der Labour-Partei in Großbritannien gewählt worden. (2) Es ist eine kleine Sensation. Denn er war erstens als Außenseiter ins Rennen um den Job an der Parteispitze gestartet und er war unter den Kandidaten zweitens der einzige Parteilinke. Für Labour, die in der jüngsten Unterhauswahl eine krachende Niederlage einstecken müssen, bedeutet das nicht weniger als einen radikalen Bruch mit der bisherigen parteipolitischen Linie oder anders ausgedrückt einen starken Linksruck, der Labour vor eine Zerreißprobe stellen könnte. (3)

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Pyrrhussieg: Griechenlands politisches System wird die von der Euro-Gruppe forcierte Einigung nicht aushalten

von am 14. Juli 2015

Wer das Abschlussdokument der Euro-Staats- und Regierungschefs zur Einigung mit Griechenland im Schuldenstreit (1) liest, der wird feststellen, dass die Bedingungen für die finanzielle Unterstützung härter sind als jene, die in diesem Land in einem Referendum von der Bevölkerung abgelehnt worden waren.

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Schäubles Vorschlag eines Grexits auf Zeit: Ein Bärendienst für die Bundeskanzlerin

von am 12. Juli 2015

Eigentlich hatte es nicht anders kommen können. Die neuen griechischen Reformvorschläge sind von den Institutionen alias Troika positiv bewertet worden, aber die Eurogruppe ist wieder einmal uneins oder genauer gesagt tief zerstritten, so dass die Entscheidung darüber, wie es mit Griechenland weitergehen soll, weiterhin offen geblieben ist. Der EU-Sondergipfel wurde deswegen abgesagt. Heute treffen sich nur die Chefs der Euroländer. [mehr…]

Das griechische Referendum – eine Abstimmung über Angela Merkels politische Rolle in Europa?

von am 4. Juli 2015

Am Sonntag werden die Griechen in einem Referendum über mehr als nur die Anerkennung oder Ablehnung der neuen Sparvorgaben der Euro-Gruppe und des IWFs entscheiden. Es ist auch eine Entscheidung über die Führungsrolle der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der europäischen Krisenpolitik.

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Eskalation mit Ansage: Worum es beim Schuldenstreit mit Griechenland wirklich geht

von am 29. Juni 2015

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat die letzten Vorschläge der Gläubiger als unannehmbar abgelehnt. Wie das griechische Parlament bereits gestern beschlossen hat, sollen in einer Woche die Griechen darüber abstimmen, ob sie dafür sind, diese trotzdem anzunehmen. Das heißt, ob sie den austeritätspolitischen Sanierungskurs der Troika fortsetzen wollen. Die EZB hat heute ihre Nothilfen für die griechischen Banken eingefroren. Die griechische Regierung hat daraufhin entschieden, dass in Griechenland Börse und Banken geschlossen bleiben und Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden, um den weiteren Abfluss von Geld zu stoppen. [mehr…]

Der unendliche Schuldenstreit: Ist vielleicht doch nicht Athen, sondern der IWF das größere Problem?

von am 24. Juni 2015

Seit Monaten steht allein die griechische Regierung von Alexis Tsipras in der Kritik europäischer Politiker und Medien. Nie wurden ernste Zweifel geäußert, dass es vielleicht nicht oder wenigstens nicht allein die griechische Regierung ist, die sich mit unzureichenden Vorschlägen und unverantwortlichem Taktieren gegen eine Lösung des Schuldenstreits und letztlich der Griechenlandkrise sperrt. Doch so einfach ist es nicht und das wird nun, in der Hochphase der Verhandlungen, doch wieder deutlich. [mehr…]

Wolfgang Schäuble und die Griechenlandkrise: Vom Mantra der Alternativlosigkeit zur deutsch-griechischen Schlammschlacht

von am 17. März 2015

Jahrelang hat insbesondere die Bundesregierung immer wieder hervorgehoben, dass es für die europäischen Schuldenstaaten keine Alternative zu strukturellen Reformen und zum Sparen bzw. zum (austeritätspolitischen) Sanierungskonzept der sogenannten Troika gibt. Das ist selbstverständlich eine Behauptung. Eine ernsthafte und offene Debatte über mögliche Alternativen hat es in der Euro-Gruppe nie gegeben. [mehr…]

Einigung im Schuldenstreit mit Athen: Wer hat denn nun gewonnen?

von am 21. Februar 2015

Mit einer raschen Einigung im Schuldenstreit Athens mit der Euro-Gruppe hatte gestern eigentlich niemand gerechnet. Der Streit war nicht zuletzt in den Medien von Beginn an als simples Kräftemessen betrachtet worden. Erwartet worden war, dass die neue griechische Regierung am Ende doch würde klein beigeben müssen. Geht man nach den Presseberichten, so ist genau das eingetreten. Doch ganz so einfach ist es nicht. [mehr…]

Schuldenstreit mit Griechenland: Varoufakis´sche Spieltheorie im Brüsseler Praxistest?

von am 17. Februar 2015

Bisher endeten alle Verhandlungen der neuen Regierung in Athen mit den Finanzministern der Euro-Gruppe ergebnislos und mit 18 eher ratlosen Gesichtern sowie einem verschmitzt lächelnden griechischen Finanzminister. [mehr…]

Griechenlands Finanzminister in Berlin: „Farbe bekennen“ im Ersten mit Wolfgang Schäuble

von am 6. Februar 2015

„Farbe bekennen“, so lautete der Titel einer Sondersendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD) am gestrigen Abend nach dem Gespräch des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin. [mehr…]

Streit mit Griechenland: Europas „Basta“-Krisenpolitik vor dem Aus?

von am 31. Januar 2015

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sowie andere führende Vertreter der Euro-Gruppe und der Europäischen Kommission haben in den zurückliegenden Jahren immer wieder gesagt, der mit den europäischen Krisenstaaten im Gegenzug zu finanziellen Hilfen vereinbarte „Spar- und Reformkurs“ sei „alternativlos“. [mehr…]

Krisenlabor Europa: Ist Alexis Tsipras der Ludwig Erhard Griechenlands?

von am 28. Januar 2015

Alexis Tsipras ist neuer Ministerpräsident Griechenlands. Er startete in jungen Jahren politisch als Kommunist, ist seit Jahren Chef des Linksbündnisses Syriza, das uns seit dem Überraschungserfolg bei den Parlamentswahlen im Mai 2012 in den Medien als linksradikal vermittelt wird. Kann dieser Mann überhaupt irgendetwas mit der deutschen Ikone der Nachkriegszeit, dem Architekten des deutschen Wirtschaftswunders, gemein haben? [mehr…]