Chart des Tages

von am 11. November 2011 in Allgemein

Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaft (Eurostat), liefert mit der bereits aktualisierten Datenbank für September 2011 zur Industrieproduktion der Mitgliedstaaten der Eurozone, wieder einen sehenswerten Beleg für die fundamentale Fehlentwicklung, der unter dem Euro versammelten Länder. Schon zu Beginn der Währungsunion lag die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder viel zu stark auseinander und die Divergenz verstärkte sich im Laufe der Jahre immer weiter, wie die Daten zum Output der Industrieproduktion zeigen, wenn man den monatlichen Durchschnitt des Outputs des Jahres 2000 mit gleich 100 ansetzt.

Die prozentuale Entwicklung der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren, Jahr 2000=100). Während Deutschland seinen Produktionsoutput um +18,7% von 2000 bis September 2011 steigern konnte, lag der Output in Frankreich um -7,5%, in Portugal um -16,9%, in Italien um -16,0%, in Griechenland um -24,7% und in Spanien um -15,3% unter dem Niveau des durchschnittlichen Produktionsoutputs aus dem Jahr 2000! Wenn man den Chart betrachtet, könnte es nun sogar in allen Ländern gemeinsam in Richtung Süden mit dem Output der Industrieproduktion gehen.

Die Industrieproduktionsindizes zeigen nur die prozentuale Entwicklung des Outputs an, sagen aber nichts zum absoluten Niveau aus (Volumen 2000=100).

Niemals hätte man den Output der breit gefassten Industrieproduktion innerhalb der Eurozone soweit auseinander divergieren lassen dürfen. Dies wies eindeutig auf eine Ausweitung der Unterschiede in der Leistungsfähigkeit hin und führte u.a. zwangsläufig zur heutigen Situation in der Südperipherie (Stichwort Leistungsbilanzdefizite), gepaart mit dem Bailout des Bankensystems und der in Folge enormen Erhöhung der Staatsschulden (Stichwort Bruttostaatsschuldenstand und Staatshaushaltdefizite) zu berechtigten Zweifeln an der Zahlungsfähigkeit der Länder der Südperipherie in der Eurozone.

Quelle Daten: Eurostat.ec.europa.eu/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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43 KommentareKommentieren

  • John Fystikis - 11. November 2011 Antworten

    Tja, die Deutschen sind genau wieder da, wo Frau Merkel 2009 wieder hin wollte, sie stehen nämlich vor der Krise. Die anderen sind einen Schritt weiter.

  • bauagent - 11. November 2011 Antworten

    Steffen hat ja die Target2 Funktion ausreichend beschrieben. Im prinzip sieht man hier die Übersetzung im Chart.

    Pervers. Wir verkaufen uns die Waren selbst.

    • Mark - 13. November 2011 Antworten

      Nein, nein. Wir VERSCHENKEN unsere Waren ins Ausland und freuen uns, dass wir noch so viel Arbeit haben. Hierzu berichtet die FAZ heute. Ich empfehle aber JEDEM, den aktuellen Vortrag “Eurokrise und Konjunktur” von Hans-Werner Sinn in der Mediathek des Ifo-Institutes zu sehen. Die Klarheit seiner Argumentation ist umwerfend. Ich gehe davon aus, dass der Euro nicht zu halten sein wird, weder ökonomisch noch politisch.

      http://mediathek.cesifo-group.de/player/macros/_v_f_750_de_512_288/_s_ifo/_x_s-764870657/ifo/index.html

  • M.E. - 11. November 2011 Antworten

    O.T.
    ganz nebenbei eine aktuelle Beobachtung, die ich gemacht habe:
    die US-Staatsverschuldung steigt REGELMÄSSIG am Anfang des Monats – meist um den 4./5. Tag des Monats, sprunghaft an. Teilweise um 80 bis über 100 Milliarden Dollar an 1 bis 2 Tagen. Das hängt vermutlich mit den Gehaltszahlungen der beim Staat Beschäftigten zusammen.
    Nicht so in diesem Monat. Wie festgetackert verharrt die US-Staatsverschuldung seit 3 Wochen bei knapp unter 15 Billionen. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Entweder haben die staatlich Beschäftigten auf ihr Oktobergehalt verzichtet, oder man versucht mit kleinen Tricks das Überschreiten der 15-Billionen- und 100%-Verschuldungsgrenze aus Gründen besserer Selbstdarstellung noch etwas hinauszuzögern.
    Ersteres halte ich für eher unwahrscheinlich.

  • Michael - 11. November 2011 Antworten

    Das Problem ist schlicht der durch Derivate exponentielle Hebel auf exponentiell wachsende Schulden. Das behandelt man richtigerweise mit Nullzinsen. Danach hören wir uns die klugen Ratschläge der Schwulen und Schwuchteln weiter mit Interesse weiter an.

  • klaus - 11. November 2011 Antworten

    Hallo an Alle.

    Und hier mal die ersten Verwerfungen meiner Theorie
    (ne eigentlich festen Annahme) , das HartzIV und prekäre
    Beschäftigung ohne Mindestlohn tödlich sind.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/160-milliarden-miese-durch-vorzeitige-kuendigungen/5828642.html

    Tja, man hat so einiges Geld aus den Honigtöpfen der Rückversicherer
    verloren, weil jeder gekündigt oder stillgelegt hat.

    Welch eine Eleganz Schröder noch heute bei
    seinem erfolgreichen Gedanken entwickelt.

    Der schlanke Fuß der Wirtschaft ist aber jetzt nicht da.
    Die Versicherungen können wohl nix zum Rettungstopf
    beisteuern.
    Sonst würde das HB wohl nichts in dieser Art bringen.

    Selbst Häuslebauer haben anscheinend die
    LVs aufgelöst, so daß es bei Geldmangel sofort
    durchschlägt.

    Bald werden die Prämien heftig steigen.
    Welche Versicherungen sind eigentlich systemisch?

    Neee, war ein Scherz.
    Aber es gibt Stresstests. Vielleicht hat die
    Versicherung der Wahl den Stresstest bestanden
    wie die DEXXIA?

    Wenn ca. 12 Mio Bürger nach der LV als
    Strohhalm gegriffen haben, wird es nicht mehr
    nur bei Produktionsreduzierung bleiben.
    Dank ISO9000 sind die evtl. Lager leer.
    Tja, wer viele Strukturpuffer rausnimmt,
    staunt, wenn es ernst wird.
    Besonders wenn er glaubt die Krise ist
    vorbei und er möchte etwas kaufen.
    Da kommt noch mehr, denn bedrohte
    Kleinbetriebe fahren auch alle vielleicht
    schon seit 2006 ohne Puffer.

    Und im Moment schützt man nicht die
    Wirtschaftsstruktur, sondern wirft
    das Geld vor die Banken.

    Hab nix dagegen, doch es wird
    sicherlich verwirrend sein, welche
    Feuer zuerst zu löschen sind,
    wenn TINA nur einen kleinen
    2-Liter Eimer mit Wasser hat.

    Tja, wo Roubini nur noch vom
    “Lender of last resort” spricht,
    sehe ich vielleicht noch schwärzer.

    Ich will nicht wissen, welche Schweine mit
    dem Tantalerz im Kongo spekulieren.
    Wo die Kinderarbeit maximal ausgebeutet wird.
    Zumindest die Nahrungsmittel-Hehler sind
    bekannt.
    Alles nicht wichtig genug für unsere
    Politik? Im Moment anscheinend schon.

    Naja, traurige Grüße
    klaus

    • Tom - 12. November 2011 Antworten

      hallo klaus,
      den beisatz mit der ISO9000:2005 versteh ich nicht… leere lager basieren nicht auf dieser norm…

      wir haben vor der 13485 die 9000 genutzt und sowohl 9000 wie auch 13485 tatsächlich gelebt.
      unsere 1/2 Jährlichen Audits verliefen sehr gut (TÜV – und MA waren alle sehr positiv eingestellt “also wirklich” – :) ich habe geziehlt unsere Leute in das System eingebunden und änderungen auch tatsächlich umgesetzt…)

      QM-Systeme sind neutral nur wenn QM-Leute denn Sinn nicht verstehen… dann wird das zu Papierflut, evtl. leeren Lagern und dergleichen… gefordert….. wird es vlt. von den GF

      LG
      Tom (der eine Lanze für QM – mit Sinn brechen wollte :) )

  • M.E. - 12. November 2011 Antworten

    Der Riesenwirbel um Italien in dieser Woche konnte übrigens sogar aus dem Weltall betrachtet werden:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/bild-797323-282170.html

  • Frank - 12. November 2011 Antworten

    Das Ende des Geldes wie wir es kennen!

    Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Franz Hörmann an der Volkshochschule LINZ 8.11.2011

    http://www.banken-volksbegehren.at/videoblog/122-das-ende-des-geldes-wie-wir-es-kennen
    Ansehen, darüber nachdenken, handeln.

    Geht ab 4:00 min los – ab 9:50 spricht Prof. Hörmann

    99% der Menschen (auch viele Banker) verstehen das (Geld)System nicht !

    In Österreich bewegt sich schon was !
    http://www.geldmitsystem.org/

  • M.E. - 12. November 2011 Antworten

    Micht alle beteiligen sich an oberflächlichem Griechen-Bashing:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,797276,00.html

  • philipp johannes - 12. November 2011 Antworten

    beim start von hartz iv mußtest du deine lv kündigen und auflösen.
    da wurde dir bis in den tiefsten bereich des enddarms geguckt.
    wie es heute aussieht mag ich nicht wissen.

    übrigens.
    das bei hartz iv keine rentenbeiträge mehr eingezahlt werden ist vielen auch nichtso richtig bewußt.

  • KBX - 12. November 2011 Antworten

    @ klaus

    Ich will nicht wissen, welche Schweine mit
    dem Tantalerz im Kongo spekulieren.
    Wo die Kinderarbeit maximal ausgebeutet wird.

    Tja, da ist der Konsument in der ersten Welt schuld, der unbedingt das neueste Apple oder so braucht und nicht der obskure mysteriöse schwer definierbare “Spekulant”. btw. wie sind ihre T-shirts entstanden?

  • Martin H - 12. November 2011 Antworten

    Die Grafik könnten wir für die Wirtschaftsregionen innerhalb Deutschlands genau so aufstellen. In diesem Fall würde die Südperipherie die Leistung erbringen, die anderen zehren vornehmlich davon. Über den Finanzausgleich und anderer Strukturen wird stetig das Geld an die Empfängerländer verteilt.
    Jedoch, das ist in Deutschland normal und keinen störts. Keiner würde deshalb das wirtschaftliche Ende Deutschlands erwarten. In GB oder Frankreich ist die Diskrepanz der Regionen noch deutlicher, Londen erwirtschaftet als Großraum fast 90 des BIP von GB. Auch in den USA sind die Diskrepanzen sehr groß, dennoch funktioniert das System.
    Das Problem sind daher nicht die absoluten Zahlen, sondern das politische System. Die Krise in der EU ist eine politsche Krise, weil wir ein System haben, welches in den jetzigen Strukturen nicht funktionieren kann.
    Genau genommen ist die Situation so, dass letztlich nur ein zentral und dikatorisch regiertes EU-Land diese Krise überstehen und auf Dauer funktionieren kann. Die Schaffung einer Euro-Diktatur ist daher das Ziel der Aktion und das Bestreben. Der Weg dahin ist, dass man das möglichst lange dies vor den Leuten geheim hält, bis jene selbst ob der Krisen willig sind, das als die beste Lösung anzusehen.

    Bei der Geschwindigkeit, wie die Regeln der EU neu geschrieben und verändert werden (bzw. gebrochen), der Einflussnahme auf die einzelnen Länder (Stürzen der demokratisch legetimierten Regierungen) würde es mich nicht wundern, wenn auch diese EU-Diktatur in Kürze installiert wird. Verborgen ist sie längst schon da.

    Für alle jene, die meinen, man kann hier noch etwas verhindern, sei gesagt, dass die wirtschaftliche Sicherheit jedem viel mehr zählt, als die politische Freiheit. Genau diese “alternativelose” Wahl wird diese Diktatur installieren und jedes Bemühen, das zu verhindern, ist im Grunde kaum erfolgreich.

  • none - 12. November 2011 Antworten

    ^ Naja, davor schützt uns ja doch das Bundesverfassungsgericht. Diese Institution hat sich bisher doch als verlässlich herausgestellt.

  • Martin H. - 12. November 2011 Antworten

    Das BVerfG hat uns bislang nicht geschützt. Alle begründeten Klagen wurden abgewiesen und nur kosmetische Korrekturen vorgenommen. Selbst, als die in den Klagen genannten Probleme jetzt eintraten und die neuen Klagen sich darauf bezogen, ist keine Korrektur zu sehen.
    Das BVerfG ist staatstragend und staatsökonomisch. Daher ist es keine Schutzfunktion. Es hätte ja schon längst erkennen müssen, dass es eigentlich gar nicht exisieren kann, zumal es ja auch keine Verfassung gibt, sondern nur ein Grundgesetz. Nur eine Volksabstimmung zur Wiedereineinigung hätte uns eine Verfassung gebracht. Insofern sind wir Deutschen in einer rechtlich präkeren Lage, keine Verfassung, kein Besatzungsrecht (>60 Jahre nach Kriegsende ist das auch nicht mehr gültig).

    Aber auch ohne solche Feinheiten, wenn man eine entsprechend große Not konstruiert und dann die Bevölkerung vor die Wahl stellt, sich für ein freiheitliches System mit wirtschaftlicher Not oder einem diktatorischen System mit wirtschaftlicher Stabilität zu entscheiden, obsiegt immer der Diktator. In der EU wird das aber alles viel besser gemacht. Es tritt hier kein Diktator auf, kein diktatorisches System. Es tritt eine Bürokratur an. Wir geben unsere Souveränität an eine Bürokratie ab, die im Grunde die selbe Strukturen hat wie eine Diktatur. Die Köpfe dieser Dikatur sind gewählte Personen, scheindemokratisch legitimiert, dennoch aber nur Diener dieser Bürokraten und deren Hintermänner.
    Die Machtübertragung an diese Strukturen sind dann nach BVerfG zulässig, wenn in den Mechanismen der Demokratie erfolgt. Es werden nicht die Stukturen dieser Bürokratie hinsichtlich Grundgesetz geprüft. Daher ist dort keine HIlfe zu erwarten.

    Das einzige, was noch aufhalten kann, ist dass tatsächlich der Euro zerbricht und die Länder in Europa wieder sich separieren. Doch davon gehe ich persönlich nicht aus, sondern erwarte, dass die EU immer mehr zu einem Großstaat wird und der Euro als Klammer mit allem verteidigt wird, bis alle Nationalstaaten nur noch Anhängsel der Bürokratie der EU sind.

  • Joe - 12. November 2011 Antworten

    und hier “Witz” des Tages :)

    Lafontaine stellt Wagenknecht als Lebensgefährtin vor

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13713542/Lafontaine-stellt-Wagenknecht-als-Lebensgefaehrtin-vor.html

  • philipp johannes - 12. November 2011 Antworten

    nun ja.
    die meldung würde ich als wichtiger nennen:

    http://www.reuters.com/article/2011/11/11/us-italy-banks-ifr-debt-idUSTRE7AA47V20111111

  • Seismograph - 12. November 2011 Antworten

    Das sterbende Monster namens “der totale Markt” schlägt im Todeskampf wild um sich und reisst
    unschuldige wie auch schuldige mit den grausamen Tod!
    Es wird Generationen kosten und Dekaden brauchen, bis sich die Menschheit von diesem Wahnsinn
    erholt hat.

  • Tourist - 12. November 2011 Antworten

    Ja ist doch klar…. wenn die SGI(I)P Staaten sparen (müssen), Kaufkraft schrumpft, Aufräge wegbrechen, dann kauft man irgenwann auch keine deutschen Allerleiprodukte. Und das Ganze passiert, weil …die Erklärung ist so simpel wie einfach…gespart wird und keine entsprechende Kaufkraft da ist!!!

    Nur: Bitte liebe Frau Kanzlerin Merkel, tun sie Ihren Busenfreunden samt Industriellen im Kalnzleramt einen gefallen und erzwingen sie allen EU Länder einen Sparkurs^^ ab, dann geht das alles ein bissel schneller mit dem Abwärtstrend! Lieber nen aufregenden und holprigen Crash als einen langsaaaaaam dahinsiechenden Niedergang! In dem Sinne bin ich für radikale Sparkurse! Sparen vor alles!

  • robit - 12. November 2011 Antworten

    gerne hätte ich auch einige statistiken zu den neueren eu ländern gesehen, auch wenn die noch nicht seit 2000 dabei sind…

  • bauagent - 12. November 2011 Antworten

    @Tourist

    Zitat:

    “Ja ist doch klar…. wenn die SGI(I)P Staaten sparen (müssen), Kaufkraft schrumpft, Aufräge wegbrechen, dann kauft man irgenwann auch keine deutschen Allerleiprodukte. Und das Ganze passiert, weil …die Erklärung ist so simpel wie einfach…gespart wird und keine entsprechende Kaufkraft da ist!!!”

    ……..und die Alternative?

    Geld drucken, Zins-/ und Zinseszins weiter bedienen, bis die gesamten Bevölkerungen ausschließlich für den Zinsdienst unterwegs sind?

    Wir müssen langsam lernen zu begreifen, dass das System keine Chance mehr hat zu ” heilen “.

    Es gibt nur noch lebensverlängernde Maßnahmen, wie der Aufkauf italienischer Anleihen durch die EZB oder das Rekapitalisieren der Banken für ein paar Monate.

    • Tourist - 13. November 2011 Antworten

      “Wir müssen langsam lernen zu begreifen, dass das System keine Chance mehr hat zu ” heilen “.”

      Ja, singe ich seit 2007. Vermeintlich aber aus anderen ökonomischen Gründen als die meisten hier! ^^

  • Georg Trappe - 13. November 2011 Antworten

    Konzentrationsprozesse und daraus entstehende Divergenzen sind genau der Kern des Problems. Diese stetig fortschreitende Konzentrationsprozesse in der Wirtschaft die z.B. durch diesen Report der Credit Suisse
    https://www.credit-suisse.com/news/en/media_release.jsp?ns=41610
    und diese Studie der ETH Zuerich empirisch belegt sind.
    http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf
    Eine weitere Studie, die an der University of Minnesota entstanden ist, stellt ein mathematisches Modell vor, das diesen Konzentrationsprozess nachbildet.
    http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0020728#aff1
    In meinem Blog finden Sie unter der Ueberschrift: “Wie sich das System selbst zerstoert” einen Artikel, der diese Elemente zusammenfuehrt und schluessig zu einer Erklaerung der seit nunmehr 4 Jahren eskalierenden Probleme verdichtet.
    http://georgtsapereaude.blogspot.com/2011/11/wie-sich-das-system-selbst-zerstoert.html

    Georg Trappe

  • Joe - 13. November 2011 Antworten

    Ab nach Deutschland ¡Adiós, ingenieros!

    Spanien ist vom „efecto Merkel“ infiziert: Junge Leute fliehen vor der hohen Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat und folgen der Einladung der Kanzlerin nach Deutschland.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/ab-nach-deutschland-adios-ingenieros-11525247.html

    Tja, adios Fachkräftemangel…zunächst… doch auch der Fachkräftemangel wird sich als grosse Illusion herausstellen. Unlängst hat einer indirekt zu mir gemeint, ich hätte doch was “Gescheites” Lernen sollen. Was Gescheites. Was ist das? Gibt es noch gescheite Berufe in den PIGS? Oder in Nordafrika? Der einzig “gescheite” Beruf ist Spekulant, d.h. aus den gegebenen Umständen finanziell das Beste für sich selbst machen. Meistens bedeutet das gegen den Strom schwimmen. Wie auch immer. Auch hier wird es bald ein Überschuss an Fachkräften geben. Ziehn die spanischen und sonstigen ingenieros dann weiter, wohin?MfG
    Euer Leiharbeiter

    • Tourist - 14. November 2011 Antworten

      Gescheit heisst bspw. (!!!) so viele Kohlköpfe, Möhren, oder Kartoffeln etc…. aus einem Stück Ackerland rauszubekommen, wie es geht!

      Gescheit heisst nicht (!!!!!!) , soviel Rendite aus einem Stück Ackerland raus zu bekommen, wie es geht!

      Gescheit heisst, soviele Menschen, wie möglich, glücklich zu machen!!!!

      • Tourist - 16. November 2011 Antworten

        da hast du was missverstanden…

  • Joe - 13. November 2011 Antworten

    Doug Noland verweist auf ein historisches Beispiel für den Zusammenbruch einer “Gemeinschaftswährung”. Ein realistisches Szenarium für den Euro?

    The break-up of the Austro-Hungarian currency union in 1918. Just as the countries of Europe today share the euro, the Austrian empire and the Kingdom of Hungary had created a shared currency: the Austro-Hungarian crown. After World War I, the region broke up. All of a sudden there were lots of countries wanting to switch to their own currencies. At the beginning, they used a simple system: Countries simply stamped existing Austro-Hungarian currency with particular markings to turn it into new, domestic currency. Some countries used ornate stamps; Romania’s stamp was just a cross. This quickly led to chaos. Everyone wanted to get their money stamped in the country they thought would have the strongest currency. Countries sealed their borders, but it was no use. ‘You had boxcar loads of currency’ moving across borders, says Michael Spencer, an economist who has written about this period. Imagine what would happen now, when people can move money with the click of a mouse. If some official in Greece even breathes a word about maybe, possibly, theoretically considering leaving the euro, money could fly out of the country before anyone had time to even think about sealing the borders.”

    http://www.safehaven.com/article/23268/the-friday-perspective-and-the-wednesday-perspective

    • Ert - 13. November 2011 Antworten

      @Joe

      Das passiert ja bereits. Wer viel Kohle hat – der hat davon schon genug ausser landes. Wer weniger Kohle hat der schichtet das um in andere Währungen (Bargeld) und Edelmetalle.

      Wer dumm & planslos ist der murmelt ja nur… “ich kann doch nichts machen…”. Es wurde genug im Fernsehen gesagt, genug in den Systemmedien geschrieben. Wer es jetzt nicht begriffen hat – dem ich nicht zu helfen.

      Aber ich sehe das ungemacht selber in meiner Famile… wenn die schon etwas mitbekommen haben dann meinen die oft noch das Schulden dann ja weg sind….

      Frohlockend in den Abgrund.

  • Joe - 13. November 2011 Antworten

    Re: Chart des Tages.

    Kaum hört man das “Berlusconi geht – und hinterlässt ein Land in Angst” (1), muss Frankreich um seine Bonität bangen (2) und es wird schon gemunkelt das der EFSF ein Papiertiger ist und inzwischen schon selbst seine eigenen Papiere kaufen muss (3). Dabei hätte man nur auf den Steffens Chart des Tages blicken müssen, um zu verstehen, dass es so kommen musste, wie es kommt. Deutschland auf einer Seite und der Rest auf der anderen. Die Industrieproduktionsindizes zeigen die Reihenfolge der Abwicklung deutlich an. Offensichtlich kommt Frankreich nach Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Frankreich spielt sich noch als gleichwertiger Partner mit Deutschland auf, aber dass ist offensichtlich nicht der Fall. Was der Chart des Tages auch deutlich zeigt, ist, dass nur noch Deutschland bzw. die noch vorhandene Kreditwürdigkeit Deutschlands, die EU für paar Monate oder Jahre retten könnte. Mit anderen Worten, nur wenn Deutschland allein den EFSF trägt, kann nochmals eine Kreditexpansion in europäischen Rahmen stattfinden. Die Frage ist nur, ob die deutschen Politiker auf das Spiel eingehen. Klar ist das die Bevölkerung ihnen dafür, so oder so, nicht danken wird.

    (1) http://www.welt.de/politik/ausland/article13714494/Berlusconi-geht-und-hinterlaesst-ein-Land-in-Angst.html
    (2) http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,797282,00.html
    (3) http://www.zerohedge.com/news/european-ponzi-goes-full-retard-efsf-found-monetize-itself

  • Student - 13. November 2011 Antworten

    Wer seit Mittwoch (als die 10Y italienischen Renditen bei über 7.5% lagen) Handelsblatt, FTD und Co. gelesen hat, wird die Schrei nach unsterilisiert Maßnahmen der EZB von Politik und Wirtschaft mitbekommen haben. Die EZB wird früher oder später ihre Unabhängigkeit komplett aufgeben und italienische (vielleicht auch bald französische ??) Staatsanleihen unbegrenzt kaufen. Somit ist ganz klar: Es wird versucht die Staatsschuldenkrise durch Inflation zu lösen. Vor allem die Sparer werden werden zur Kasse gebeten.

    Für mich gibt es nur eine Schlussfolgerung für mein Handeln: Versuchen sich selbst zu verschulden und in Real Assets (Gold, Immobilien, Aktien etc.) zu gehen. Sehe ich das falsch?

    Gruß
    Student

  • boris - 13. November 2011 Antworten

    und leider habe ich immer mehr das Gefühl, dass “sie” wissen, was sie tun…denn so blöd können die gar nicht sein, dass sie nicht wissen, was “totsparen” bedeutet!

  • bauagent - 13. November 2011 Antworten

    @Student

    ……….na mit dem Verschulden wäre ich eher vorsichtig. Es setzt voraus, dass genau dieses eine
    Szenario eintritt. Sollten wir uns vor einer Währungsreform befinden, würde ich mich flugs einlesen, was mit den Schulden passiert!

    Sich einen Teil, vielleicht 20 % des Vermögens wenn vorhanden, in greifbare Werte wie Gold zu investieren, ist in praktisch allen Szenarien mit geringen Risiken verbunden.

    In allen Szenarien kann man mit ENTSCHULDUNG sicher nichts falsch machen. Mit Verschuldung kann man Jahrzehnte in Knechtschaft gehen, wenn man den Zeitpunkt der Währungsreform verpasst. Da sind nämlich regelmäßig die Spar-/ und Rentenvermögen weg und die Schulden noch vorhanden.

    Bei Immobilien würde ich in der derzeit schwierigen Situation höchstens eine seriös ( max. 60 % des Beleihungswert ) finanzierte selbstgenutze Immobilie erwerben. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass man sich in den überteuerten Regionen in Innenstädten, wo eine kleine Doppelhaushälfte ohne Keller bereits 300 – 450 TSD € kostet, nicht engagiert. Die derzeit geringe monatliche Belastung darf nicht über die hohe Schuld hinwegtäuschen, die man Jahrzehnte mit sich herum schleppt, bis in die Immobilie über Wertzuwachs und Inflation wieder in den Markt gewachsen ist.

  • M.U. - 13. November 2011 Antworten

    TandemVipera Herbstbösachten 2011: Same procedure as every year…
    http://tandemvipera.blogspot.com/2011/11/tandemvipera-herbstbosachten-2011-same.html

  • Student - 13. November 2011 Antworten

    @bauagent

    Danke für die Antwort. Die Schulden die du hast gegenüber einer Bank sind heute auf einen festen Eurobetrag festgelegt. Kommt die Währungsreform gibt es einen festen Wechselkurs von Euro in die neue Währung (z.B. für 100 Euro gibt es 1 neuenEuro). Deshalb müsste der Wechselkurs auf für den Kredit gelten. Den Kredit zahlt zu dann in der neuen Währung zurück. Die Sachwerte in denen du vorher investiert hast, wären von der Währungsreform kaum betroffen. Somit solltest du in diesem Szenario auf der sicheren Seite sein.

    Mit Verschuldung verlierst du meines Erachtens nur, wenn wir eine Deflation bekommen, was die Zentralbanken niemals zulassen werden. Somit kann dieses Szenario ausgeschlossen werden.

    Gruß
    Student

    • Ert - 13. November 2011 Antworten

      @Student

      In der Vergangenheit wurden aber meist Guthaben mehr entwertet als Schulden. Auch ist nach einer WR damit zu rechnen das u.a. Arbeitslosigkeit, Reallohnverluste bzw. andere Preissteigerungen drohen.

      Immos werden sicher laengere Zeit brauchen um wieder die “alten Werte” zu erreichen – müssen aber in neuer Währung abbezahlt werden.

      Das ganze natürlich unter dem Szenario das es durch Peakoil ab ca. 2015-2020 keine weiteren drastischen Einschnitte geben wird. So sind “strategische Schulden” – also die, die man jederzeit bedienen kann – sicher ein überschaubares spekulatives Spiel. Eine Immo mit 70-90% Finanzierung kann aber ein finanzieller Selbstmord sein.

  • bauagent - 13. November 2011 Antworten

    @Ert
    @ Student

    Den Ausführungen von Ert kann man nichts hinzufügen. Die Einschätzung bzw. den Verlauf des Szenarios einmal beiseite lassend bleibt festzustellen, dass auf jeden Fall keine neuen Schulden eingegangen werden sollten und bestehende Schulden soweit möglich reduziert oder abgelöst werden sollten.

    Für diejenigen, die heute mit ihrem neuesten Iphone, natürlich mit monatl. Leasing-Rate, mit ihrem Geländewagen mit 15 L Verbrauch, mit ihrem Einfamilienhaus von 200 m² WFL mit “nur” 1.200,– € monatl. Belastung unterwegs sind, für diejenigen dürfte es sehr sehr schwer werden.

    Natürlich nur im statistischen Durchschnitt, wie es, Steffen jetzt auf einer X/Y – Achse aufzeigen könnte. Die darin enthaltende Korrelation würde allerdings viele Verlierer aufdecken.

    Dabei ist es mit ein paar Verhaltensregeln einfach sich auf die kommmenden Jahre vorzubereiten:

    - alle Schulden abbauen, vor allem ungedeckte Konsumschulden
    - den Wachstumsgedanken entlarven als das, was es ist. Notwendiger Teil des Systems.
    - Konsumbestände, wie viel zu große Autos, 0%-Finanzierungs-Müll etc. abschaffen
    - welchen Job mache ich, wieviel meines Einkommens gebe ich für Dinge aus, die bei
    kritischer Prüfung auf Konditionierung durch die Gesellschaft zurückzuführen ist:
    – Unfallversicherung
    – Krankenzusatzversicherung
    – Lebensversicherung
    – Abos
    – Vollkasko für einen PKW unter 15.000,– € Zeitwert
    – überteuerte Teilkaskoprämie, weil die Händler aus Geldnot jeden eingetauschten GW
    über TK abrechnen. Der darin enthaltene Diebstahlschutz tritt bei einem Standardauto
    praktisch nie ein.
    - Cremes, Shampoos, Trendgetränke etc.
    - u.s.w. u.s.w.

    Und? Was hab´ich denn dann noch?

    FREIHEIT!

    • Ert - 14. November 2011 Antworten

      @Bauagent

      Und? Was hab´ich denn dann noch?

      FREIHEIT!

      Sehr schön :-)

      Das ist auch das Problem vieler Leute.. die mich dann fragen: “Was hab ich denn dann noch vom Leben” – und Ihr “Leben” über den Konsum und zu viel materielle Dinge definieren. Das “sich was Leisten können” als Sinn des Lebens bzw. der abhängigen Erwerbsarbeit ist für mich absurd – für viele andere nicht.

      So sage ich vielen: Du hast kein Einnahmeproblem: Du hast ein Ausgabenproblem.

      Sind die Ausgaben nicht da – kann man den Aufwand bei der Einkommensseite reduzieren. Das ist viel angenehmer als hektisch der Kohle, den Überstunden etc. pp. hinterherlaufen zu müssen.

  • philipp johannes - 14. November 2011 Antworten

    und vor allen dingen habe ich auch viel weniger kontobewegungen …

    ich kann den ausführungen von bauagent nur voll und ganz zustimmen !!!

    man(n) staunt mit wie wenig man doch auskommt und letztlich mehr hat vom leben.

    vielleicht noch ein kleiner ergänzender hinweis:
    gucken das genug lebensmittelreserven da sind, langlebige.

  • philipp johannes - 14. November 2011 Antworten

    paule paule.
    ich weiß ja nicht was du willst oder möchtest.

    allerdings hänge ich weder ein fähnlein in den wind noch widerspreche ich mir.

    irgendwo leben muß ich ja.
    und ja entweder zahle ich miete oder zahle zins/tilgung.

    und ja geld braucht man(n)/frau zum leben.
    oder lebst du ohne ?

    antworte nicht.
    es ist eine rhetorische frage.
    ich lege keinen gesteigerten wert mich mit jemandem dessen bewußtsseinzustand wohl so weit oben liegt zu unterhalten.
    wobei oben und unten auch zu definieren wäre.
    noch eine rhetorische frage die keiner antwort bedarf.

    grüßlies

  • mutzel6 - 15. November 2011 Antworten

    Ich kann philipp johannes schon verstehen. Irgendwie gehts mir (und wahrscheinlich der Mehrzahl) genau so. Und es ist auch kein Widerspruch hier zu lesen und zu diskutieren und trotzdem “normaler Konsument” zu sein.

    Mein Einkommen und das meiner Frau sind wirklich nicht schlecht. Ich hab 3 Kinder, ein Haus, ein BMW, mehrere PC’s, Flachbildschirme etc. pp. Alles was ein ordentliches Einkommen und die Konsumtempel so hergeben.

    Klar stellen wir uns darauf ein, dass es “gewaltig kracht” und nichts mehr ist wie vorher. Aber was soll ich jetzt dagegen tun? Ich soll jetzt meinen Konsum einschränken, mein Verhalten ändern? Was mach ich dann mit dem übrig gebliebenen Geld? Ich werd ja nun nicht meinen Job kündigen, damit ich weniger Einkommen hab. Und so wirds den meisten gehen, auch bei geringen Einkommen. Für (fast) keinen ist eine Alternative: kein Job, noch weniger Einkommen, dafür aber mehr Freizeit. Das hätte man immer schon haben können.

    Keine neuen Schulden machen: o.k. Vorhandene Schulden abbezahlen: klar, soweit das irgendwie zu schaffen ist (logisch – auch ohne Finanzkrise!). Aber ansonsten … Konsum einschränken? Versicherungen kündigen? Handyverträge? Wo liegt der Vorteil? Wenn ich dann Geld gespart habe, wird dieses nach einem Crash fast nichts mehr wert sein. An der kommenden Krise kann ich so wenig ändern wie alle hier.

    Wir leben nun mal in einer Konsumgesellschaft. Daran wird sich erstmal nichts ändern, bis uns die Ressourcen ausgehen. Auch kein Finanzcrash ändert da etwas. Das gesamte Bevölkerungs-Bewusstsein ist so konditioniert. Es gibt auch nicht die Hoffnung, dass die Probleme von der Mehrzahl erkannt werden und die Menschheit quasi von selbst eine Veränderung herbeiführt. Hoffnungslos. Da gäbe es näher liegende, aktuelle Probleme, die bereits JEDER begreift und trotzdem tut sich nicht das Geringste (Treibhauseffekt z.B.) bzw. wird nicht im “großen Stil” von der Weltbevölkerung eine Trendwende verlangt/eingeleitet.

  • daniel - 15. November 2011 Antworten

    @mutze16: Ihre Meinung ist typisch für die Generation der über 50jährigen, die uns allen dieses ganze Schlamassel eingebrockt hat. Sie besitzen alles – Macht, Grund und Boden, Häuser, Auto, den Großteil des Geldes nebst Schulden und zerstören in einem nie dagewesenen Tempo die Lebensgrundlage der Menschheit.

    Schauen Sie sich bitte einmal die Generation Ihrer Kinder an, die Generation “Praktikum”. Diese wird sich all das nicht mehr leisten können. Wenn man die vererbte Staatsverschuldung zusammen mit der Rente und Gesundheitsversorgung für die Eltern und dem geringen Einkommen einmal zusammenrechnet, reicht es nicht mal mehr für ein eigenes Dach über dem Kopf. Das von den Eltern gesponserte Auto wird alt, Mobilität sehr teuer, Arbeitsplätze rar. Das weiß die junge Generation unter 30 aber bereits längst und stellt sich darauf ein. Der Umbruch im Denken, den die ältere Generation hinausschiebt – wie die Lösung der Finanzkrise – hat schon lange stattgefunden.

    Die Jüngeren denken nachhaltig, ernähren sich bewusst und gesund. Das wenige verdiente Geld wird möglichst gezielt verwendet. Sie organisieren sich über Twitter und Facebook. Wenn ein Konzern sich unethisch verhält, wird er durch Protest und Konsumstopp zum Umdenken gezwungen. Das ist die friedliche Revolution, die die jetzigen “Machthaber” auf ihren Sesseln so lange vergammeln lässt, bis sie tot sind. Mit der Ü50 Generation stirbt das “Nach mir die Sinnflut”-Handeln endgültig aus und eine Zeit des nachhaltigen, sozialen und regionale sinnvollen Wachstums beginnt.

    Das ist meine Hoffnung für die Welt. Doch je länger das mit dem Aussterben dauert (kein Kind will seine Eltern ermorden), desto mehr Probleme bürden so Leute wie mutze16 den nachfolgenden Generationen auf. Einen überraschenden Sinneswandel der älteren Generation halte ich leider für nicht realistisch – außer man könnte diesen mit Zuckerbrot oder Peitsche stimulieren, die Konditionierung des Kapitalismus.

    Herr, lass Hirn regnen!

  • mutzel6 - 17. November 2011 Antworten

    Auch wenn der Beitrag schon älter ist, kann ich das so nicht stehen lassen.

    Ich bin noch etliche Jahre von der “Generation der über 50jährigen” entfernt und gehöre mathematisch wesentlich näher zu der “junge Generation unter 30″. Aber das spielt an sich überhaupt keine Rolle. Es ist totaler Quark, die “Schuld” an dem ganzen Schlamassel bei einer Generation zu suchen.

    Und dass unsere junge “Generation McDonalds und Komasaufen” sich überwiegend gesund und bewusst ernährt und das “wenige verdiente Geld möglichst gezielt verwendet wird” … na Hut ab vor dieser rosarot gefärbten Fehleinschätzung. Wahrscheinlich stehen Begriffe wie “Flashmob” und “Hartzen” für Eigenschaften der älteren Generationen. Jeder Zehnte unter 30 ist -in erster Linie- durch Handy und Autokauf ÜBERschuldet. Das ist ein höherer Prozentsatz als in jeder anderen Altersgruppe! Das ist eine Tatsache. Und die intensive Nutzung von Facebook als besonders intelligent und zuvorderst als “Organisation der Generation” einzustufen … na ja, was soll ich sagen. Flashmob ist zwar organisiert, aber zählt definitiv nicht als Protestaktion gegen das System!

    Ich möchte hier ausdrücklich NICHT der Generation der unter 30-jährigen irgendwelche schlechten Eigenschaften zuschreiben, zumindest nicht mehr als der Renter-Generation, der Generation der über 30-, 40- oder 50-jährigen etc.!

    Man kann man doch nicht ein Problem was die gesamte Menschheit betrifft, einer bestimmten Generation zuschreiben oder eine bestimmte Generation von der “Schuld” freisprechen! Das funktioniert vielleicht bei Schlaghose oder Petticoat. Steigende Umweltverschmutzung gibt es seit 100 Jahren, das Finanzsystem noch länger. Daran sind ALLE Generationen von den 100 bis zu den 15-jährigen “Schuld”. Und bislang hab ich noch nirgends gelesen oder gehört, wie Sie das so realitätsfern feststellen, dass die Generation der unter 30-jährigen aktiver ist und auf irgendeine Art und Weise geschlossener darauf reagiert.

    Die idealisierte Darstellung kratzt ja noch nicht mal an der Realität, sondern geht komplett daran vorbei. Wie gesagt: hinsichtlich der Finanzkrise weiß ein Großteil (ALLER Generationen) noch nicht einmal wo sie herkommt. Und selbst bei Problemen deren Ursache bekannt ist (Umweltverschmutzung) reagiert irgendeine Generation anders als irgendeine andere Generation.

    Und bitte, zukünftig nicht irgendwelchen Unsinn aus den Fingern saugen und dann noch als letzten Satz “Herr, lass Hirn regnen” bringen. Die damit verbundene Aussage kann auf manch einen beleidigend wirken.

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