Desaster mit Ansage: Wann platzt die Politik-Blase der Ukraine?

von am 21. August 2014 in Allgemein

Lassen Sie uns ehrlich sein: Die ehemalige Opposition und jetzige Regierung in Kiew sowie ihre politische Bilanz sind bedeutend schwächer als sie in den westlichen Medien erscheinen. Wie so oft trägt dazu vor allem auch all das bei, was in den Medien gar nicht berichtet wird.

Die Regierung in Kiew ist vom Westen gedopt

Der Grund dafür ist aber vor allem Folgender: Sie wird seit dem politischen Umsturz durch die rückhaltlose und nachdrückliche Unterstützung der USA, der Europäischen Union und der westlichen Medien bis an die Grenzen des Machbaren „gedopt“. Kiew gibt sich politisch sehr viel stärker, als es wirklich ist. Die politische, finanzielle, wirtschaftliche, soziale und militärische Verfassung der Ukraine ist ein einziges Trauerspiel. Sie hat sich seit dem politischen Wechsel nicht verbessert, sondern bedingt durch den eingeschlagenen politischen Kurs weiter verschlechtert und zwar dramatisch.

Die oft ausgesprochen aggressiv formulierten offiziellen Verlautbarungen aus Kiew in Richtung Moskau wecken deswegen bisweilen die Assoziation von einem kleinen Hund, der, im sichern Schutz seines Herrchens stehend, einen verdutzt dreinschauenden großen, an der Leine geführten Hund wild ankläfft.

Das ist vielleicht eine unbarmherzige Metapher. Aber sie trifft den Punkt sehr genau. Nur spricht das bisher noch niemand so offen aus. Das ist alles.

Unglaubwürdige, aber teure militärische Kraftmeierei trotz leerer Kassen

Abgesehen von der desolaten finanziellen und wirtschaftlichen Verfassung des Landes hat die Politik Kiews auch ihr offensichtlich wichtigstes Ziel, dem alles andere untergeordnet zu werden scheint, nicht erreicht. Von einer kurzen Unterbrechung abgesehen befinden sich die ukrainischen Kräfte Seit Mitte April im sogenannten Anti-Terroreinsatz. Die Kontrolle über die Ostukraine hat Kiew nicht zurückgewinnen können, obwohl es seine Armee, die aus Rechtsradikalen gebildeten Kampfeinheiten, seinen Geheimdienst und seine Luftwaffe mobilisiert hat. Weil das alles offensichtlich immer noch nicht ausreicht, hat sie jetzt auch noch militärische Unterstützung von Europa und der Nato gefordert.

Mit militärischer Stärke hat das nichts zu tun.

Der Einsatz kostet die Ukraine nach offiziellen Angaben aus Kiew 128 Millionen Dollar im Monat. (1) Das Geld dafür hat Kiew eigentlich nicht. Bereits Ende März, also noch vor der Eskalation in der Ostukraine, erklärte Kiew, dass im diesjährigen Staatshaushalt ein Loch von 289 Milliarden Hrywnia, also etwa 26 Milliarden Dollar, klafft. (2) Das ist, wie Ministerpräsident Jazenjuk Ende März selbst sagte, fast so viel wie der gesamte Haushalt der Ukraine für das Jahr 2014.

Die Kriegskosten erhöhen ohne Frage die Finanzierungsschwierigkeiten des ohnehin völlig überstrapazierten Haushalts weiter. Ein erfolgreicher Abschluss des „Anti-Terror“-Einsatzes ist aber nicht in Sicht. Ein diplomatischer Erfolg ebenso wenig. Hinzu kommen die wegbrechenden Einnahmen infolge des Einbruchs der ukrainischen Wirtschaft und die Kosten infolge der durch die Kriegshandlungen angerichteten wirtschaftlichen und vor allem auch materiellen Schäden, selbst wenn die zum Teil noch nicht sofort anfallen.

Das Jahr 2013 schloss die Ukraine nach eigenen Angaben mit einer Staatsverschuldung (inkl. staatlich garantierter Kredite) von 73,1 Milliarden Dollar ab, das waren umgerechnet 55,9 Mrd. Euro. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung (BIP) ergibt sich daraus eine Staatsschuldenquote von relativ geringen 41 Prozent. Ohne die Staatsgarantien lag der Schuldenstand bei rund 60,1 Milliarden Dollar bzw. knapp 46 Milliarden Euro. (3)

Landeswährung abgestürzt, Reserven schmelzen dahin

Die ukrainische Währung Hrywnia ist jedoch trotz massiven Gegensteuerns der Notenbank abgestürzt – seit Ende Januar gegenüber dem Dollar um 40 Prozent auf zuletzt 12,96 Hrywnia (d.h. 1 Hrywnia ist jetzt noch 0,08 Dollar wert; Stand 20.08.). Laut vorläufigen Berechnungen der ukrainischen Notenbank ist der reale effektive Wechselkurs (also bezogen auf einen Korb von wichtigen Währungen) seit Beginn des Jahres bis Ende Juni um 23,3 Prozent gefallen. (4)

Zum 1. Juli verfügte die Ukraine über Reserven in Höhe von insgesamt 17,1 Milliarden Dollar, was laut Mitteilung der ukrainischen Notenbank ausreicht, um die Importe für die nächsten zweieinhalb Monate zu bezahlen. (5) Im Juli sind die Währungs- und Goldreserven um 5,9 Prozent bzw. 1 Milliarde Dollar auf 16,069 Milliarden geschrumpft. (6)

Das Problem ist also bis jetzt weniger die absolute Höhe der Staatsverschuldung, sondern den Haushalt zu finanzieren und die Importe bzw. Rechnungen aus dem Ausland zu bezahlen. Ohne IWF- und EU-Finanzhilfen wäre das nicht mehr möglich.

Wirtschaft bricht ein, Kaufkraft weg, Inflation steigt

Zugleich verschlechtert sich aber die wirtschaftliche Lage drastisch – wozu abgesehen vom militärischen Konflikt in der Ostukraine auch das an die Finanzhilfen gekoppelte austeritätspolitische Sanierungsprogramm beiträgt.

Nach vorläufigen Schätzungen der Notenbank brachen die Warenexporte der Ukraine im Juni im Jahresvergleich um 7,8%, die Warenimporte um 17,5 Prozent ein. Verantwortlich für die schwachen Importe, so heißt es in der entsprechenden Mitteilung, sei die Abwertung der Landeswährung in Verbindung mit der Depression der wirtschaftlichen Aktivität, dem Kaufkraftverlust der Haushalte, der schwächeren finanziellen Lage der Firmen und der schwachen Kreditvergabe. (7) Besonders schlägt dabei laut Notenbank zu Buche, dass sich der Handel mit Russland negativ entwickelt. Zur Einordnung: Im Jahr 2012 stand Russland für fast ein Drittel der Importe und für ein Viertel der Exporte der Ukraine. (8)

Von April auf Mai stieg die Inflationsrate auf 3,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 10,9 Prozent. Grund dafür sind vor allem die – von der Regierung im April und von Russland – erhöhten Gaspreise (+62,8%). Dagegen sanken die Löhne im Vergleich zum Mai 2013 um 5,4 Prozent. (9)

Die Ukraine selbst geht davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 3 Prozent schrumpft. (10) Das erscheint sehr optimistisch. Der Internationale Währungsfonds (IWF), der im Mai bereits eine erste Milliardentranche aus dem Hilfspaket an die Ukraine überwiesen hatte, geht indes in seiner Prognose von Juli davon aus, dass die Wirtschaft 2014 um 6,5 Prozent einbrechen wird. (11)

Kapitalflucht gestoppt, aber neues Kapital fließt kaum zu

Für die ausländischen Direktinvestitionen ergab sich im Juni unter dem Strich ein Zufluss von 214 Millionen Dollar. (12) Viel ist das nicht. Erst im Mai war erstmals wieder ein leichter Kapitalzufluss von 7 Millionen Dollar verzeichnet worden. (13)

Immerhin scheint die massive Kapitalflucht gestoppt. Doch von einer Rückkehr des Kapitals kann kaum die Rede sein. Allein während der Februarwochen rund um die Straßenschlachten auf dem Maidan waren rund 3 Milliarden Dollar aus dem Land abgeflossen, was etwa 7 Prozent der Einlagen entsprach. (14)

All das hält die Regierung in Kiew bisher nicht davon ab, den Militäreinsatz und die Zerstörung in der Ostukraine mit großem Nachdruck fortzusetzen und mit der politischen Rückdeckung des Westens eine Konfrontationspolitik gegenüber Russland zu betreiben, die sie sich finanziell und wirtschaftlich, aber auch politisch genau genommen überhaupt nicht leisten kann.

Das Vabanquespiel der Regierung in Kiew

Ohne die Unterstützung des Westens würde in der Ukraine bald alles zusammenbrechen, sehr wahrscheinlich auch die politische Ordnung. Denn Kiew segelt im Wind des Westens ohnehin schon seit Monaten immer hart an der Grenze des Machbaren. Genau genommen ist das ein Vabanquespiel. Die Regierung verspielt die Ressourcen und Zukunftsperspektiven des Landes allein für die Rückgewinnung der Kontrolle über den Osten mit militärischen Mitteln. Es stellt sich angesichts der desolaten Lage die Frage, wie lange der Militäreinsatz im Osten für die Führung in Kiew noch durchzuhalten wäre, wenn der Westen ihr die politische, mediale und finanzielle Rückendeckung entzöge.

Ungereimtheiten und offene Fragen bei Ereignissen mit vielen Todesopfern

Es ist nicht mehr auszuschließen, dass die Regierung in Kiew den politischen und Medien-Rückhalt zu einem beträchtlichen Teil einbüßt. Denn sie hat diesen über Gebühr genutzt, um im Kampf gegen pro-russische Rebellen und solche, die einfach pauschal dazu erklärt wurden, alles, was sie unternahm, zu rechtfertigen. Was sie jedoch getan oder nicht getan hat ist in vielen Fällen unklar und damit ebenso, inwieweit sie das, was sie wirklich getan hat, rechtfertigen kann. Was, wenn sich herausstellen sollte, dass Kiew bei diesem Kampf keine Grenzen kannte?

Die Ermordung von Demonstranten und Polizisten auf dem Maidan am 20. Februar und die Ursache für die zahlreichen Todesfälle infolge des Brandangriffs auf ein Gewerkschaftshaus im Zusammenhang mit gewaltsamen Auseinandersetzungen in Odessa am 2. Mai sind bis heute nicht aufgeklärt. Dasselbe gilt für den Absturz von Flug MH17 der Malaysia Airlines am 17. Juli.

In allen drei Fällen gibt es zahlreiche Ungereimtheiten und noch immer viele, von Kiew ungeklärte Fragen. Das nährt den Verdacht, dass die Regierung etwas zu vertuschen versucht.

… bis die Politik-Blase Kiews platzt

Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass Kiew in allen angesprochenen sowie auch in vielen anderen Fällen, zum Beispiel bei dem Abschuss von zwei ukrainischen Kampfjets durch Raketen am 23. Juli oder dem Raketenangriff auf einen Flüchtlingstransport bei Lugansk am 18. August unmittelbar nach dem jeweiligen Ereignis entweder den Separatisten und/oder Russland die Verantwortung zugewiesen hat, obwohl das oft wenig plausibel war und auch entsprechende Belege nicht mitgeliefert wurden.

Das Problem für die Regierung in Kiew ist, dass sie das inzwischen schon viel zu oft so gemacht hat. Im für die politische Führung schlimmsten Fall könnte sich herausstellen, dass sie in den vergangenen Monaten ein Lügengebäude errichtet und immer höher aufgebaut hat, das so wackelig geworden ist, dass es schließlich in sich zusammenbrechen muss und sie mitreißt.

Auch für die politisch Verantwortlichen in der Ukraine gilt der alte Spruch von Abraham Lincoln:

You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.”

Bevor sich jedoch dieser Spruch im Falle der Ukraine bewahrheitet und bevor in den Medien dieser Eindruck zu entstehen beginnt, werden die Politiker im Westen längst dafür gesorgt haben, dass sie dadurch nicht beschädigt werden können. Kiew hat sein Blatt überreizt. Die EU bekommt im Herbst eine neue Europäische Kommission, die Nato einen neuen Generalsekretär, in den USA finden für Präsident Obama wichtige Kongresswahlen statt und auch die Ukraine wählt dann ein neues Parlament. Das ist eine natürliche „deadline“. Der Regierung Jazenjuk gehen das Glück und die Zeit aus.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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86 KommentareKommentieren

  • zefix - 21. August 2014

    .. gehen Glück und Zeit aus … und die Wirtschaftsminister
    http://de.ria.ru/politics/20140821/269352278.html

  • Holly01 - 21. August 2014

    Hallo SLE,
    nachdem ich den letzten Beitrag zur Ukraine ja leider etwas (und auf jeden Fall unabsichtlich) abgewürgt habe, danke ich Dir für diesen neuen Threat.

    Mir persönlich geht die absolute Schere aus Anspruch auf eine “Wertegemeinschaft” und “Handlungsgemeinschaft” völlig quer.
    Die offensichtliche Verlogenheit der westlichen Standpunkte entwertet jede westliche Position zur Karikatur.
    Da ist es auch nicht mehr wichtig wie authentisch der Gegenüber ist. Da ist es auch nicht wichtig wer der Gegenüber ist.
    Der “Westen” hat sich zur Lachnummer degradiert.
    Das Geldsystem stolpert zwischen GAU und läuft noch so gerade eben.
    Das Wirtschaftssystem stolpert zwischen Implosion und läuft noch so gerade eben.
    Die Gesellschaften schwanken zwischen Bürgerkrieg und Lethargie.
    Die Politik schwankt zwischen Regimechange und false flag Kriegsbegründung.
    Die Rechtssysteme sind ebenso korumpiert wie die Politiksysteme.
    Die massive und umfassende Abhöraktion auf vielen Ebenen und jeder gegen jeden.
    Die vorne Kuscheln und hinten Treten Taktik aller Akteure.
    Das rechts blinken und linka abbiegen aller Beteiligten.

    Es ist zu viel und alles kommt auf einmal und alles ist einfach nur widerwärtig.

    Die Ukraine war von Anfang an, eine absolute taktische Fehlleistung. Das hat sich auf erschreckende Weise fortgesetzt. Die Zukunft sieht für die Ukraine im Besonderen und Europa im Allgemeinen in Anbetracht der Darsteller bei dieser Posse ganz übel aus.

    Die Eliten verspielen in Lichtgeschwindigkeit jedes Vertrauen und jeden Zusammenhalt in der westlichen Gesellschaften.
    Es werden Fronten aufgerissen.
    Fronten bei denen jeder Mensch sich entscheiden -muss- zu welcher Seite er/sie/es gehört.
    Danach gibt es nur noch Grabenkrieg. Man steht für die eigene Position und lehnt die andere konsequent ab.
    Lügen und täuschen sind erlaubt. Ertabt werden führt zu Verleugnung und Themenwechsel.

    So funktioniert keine Gesellschaft, jedenfalls nicht lange.
    So etwas tut man als Vorbereitung für einen Regimechange. So destabilisiert man von innen heraus. So werden Gesellschaften vorbereitet, wenn man das absolute Chaos erreichen will.
    Man zerstört den gesellschaftlichen Konsens aus breiter Ebene und erzeugt agressives Schweigen über die nicht überbrückbaren Gräben hinweg.

    Was wir erleben ist erschreckend, traurig und wirft ein Schlaglicht auf unser Gesellschaftssystem, das viele von uns vor 5 Jahren für völlig unmöglich gehalten hätten.
    Mir persönlich macht das Angst, denn ich kann es nicht mehr einschätzen. Ich kann keine Grenzen mehr erkennen. Ich trau diesem System inzwischen alles zu.
    Geheimgefängnisse, Demonstrationsrecht, TTIP usw usf sind Angriffe auf die Fundamente dieser Gesellschaftsordnung und ich fürchte man will diese Gesellschaft von der Basis her zerstören.
    Das schlimmste aber ist für mich das es praktisch keine Verteidigung gibt.
    Alles ist korupt, gekauft und lügt.

    • thewisemansfear - 21. August 2014

      Hallo Holly,

      man darf bei diesen Ereignissen nicht nur auf das offensichtliche schauen, sondern den Blick immer aufs große Ganze gerichtet lassen. Stellen Sie sich vor, dass Sie es mit einem begnadeten Taschenspieler zu tun haben, nur auf globalem Maßstab. Der arbeitet wie sein Kollege auf der Straße mit Tricks und Täuschungen. Das Offensichtliche dient nur der Ablenkung vom eigentlichen Geschehen.
      Wie sich herauskristallisiert, war der Kalte Krieg anscheinend nie wirklich vorbei. Es ist ein einziges Gerangel um Einfluss, Land und Ressourcen der verschiedenen Machtblöcke. Und alle wollen nur eins, ihren Status Quo in Zukunft mindestens halten oder gar noch ausweiten. Zurücktreten ist nicht, da sofort jemand in die sich auftuende Lücke springt. Russland hat diese Erfahrung machen müssen und sind entsprechend auf der Hut.

      Wer sich nicht mit dem Treibstoff moderner Ökonomien beschäftigt (v.a. Öl und Gas), kann die aktuelle Entwicklung nur schwer verstehen. Folgende Texte geben Auskunft darüber, was gerade an dieser “Front” rumort:
      http://deepresource.wordpress.com/2014/08/20/iran-backs-nabucco/
      Am Ende stehen Verweise auf Pepe Escobar, Energy ballet: Iran, Russia and ‘Pipelineistan’ und Mike Whitney, Did Iran Just Knife Putin in the Back?

      Das nur als Schlaglicht, wie ernst es den USA ist, einen Keil zwischen Russland und Europa zu treiben. Nun wird selbst der Iran zum Spielball, alles eine Frage der Prioritäten…
      Zum Thema MH17 erneut Pepe Escobar, diesmal übersetzt: http://www.larsschall.com/2014/08/20/das-wandernde-auge-verfluechtigungspunkt-vanishing-point/

      Man muss die Medien einfach als das wahrnehmen, was sie sind – eine wunderbare Bühne für diejenigen, die sie (für sich) zu nutzen wissen. Da wird aktuell vor allem eines getan: Theater inszeniert.
      —–
      Zu Ihrer System-Kritik: Schieben Sie es nicht aufs …-System, das wäre fatal. Es sind immer! Menschen, die ein wie auch immer geartetes System (aus)nutzen und nur die Frage, ob die Gesellschaft dies weiter zulässt. Meiner Meinung nach haben wir an fast allen Stellen brauchbare Systeme, sie werden nur falsch gemanaged. Im Endeffekt läuft es immer darauf hinaus, dass eine Seite zu viel Macht (über andere) erhält und dann anfängt, diese Position auszunutzen. Fängt eine Regelschleife diese Entwicklung frühzeitig ab, sollte kein bleibender Schaden entstehen. Da die Nutznießer jedoch die Regeln machen, bzw. erheblichen Einfluss auf die Regelmacher ausüben (können), kommen wir aus dem Schlamassel nicht so einfach raus.

      • Holly01 - 21. August 2014

        Unser Staat, seine Institutionen und unser Grundgesetz haben sich als vollständig unfähig erwiesen, die Gesellschaft zu schützen.
        Die Parteiendemokratie hat die Gesellschaft verraten und ist gescheitert.
        Deutschland ist (ohne einen Friedensvertrag und ohne Souveränität) zu einem neuen Krieg bereit.
        Die Gesetzgebung hat sich über Brüssel aufgelöst.
        Die Judikative hat sich als willfährig und hilfsbereit erwiesen.
        Die Sicherheitsapperate offenbaren ein Gesellschaftsverständniss, über das man nicht mehr lachen kann.
        Alles dient nur noch dem Kapital und dem Zinseszins, der die reale Wirtschaft zerstört.
        Die 80-20 Gesellschaft wurde umgesetzt.
        Die 80% werden wie Müll behandelt.

        Das ist nicht das Ergebniss einiger weniger Spinner, das ist ein Systemkollaps.
        Das System “Deutschland” ist gescheitert.
        DAS läßt sich auch nicht mit hegemonialem Druck erklären.
        Deutschland braucht keine Rohstoffe von aussen. Deutschland benötigt keine Energie von aussen. Deutschland hat völlig andere Möglichkeiten und ein ganz anderes Potential.
        Leider hat uns unsere korrupte Politik umfassend verraten und tut es immer noch.

        Ich gebe Ihnen aber in der Richtung Recht, daß man auf die Auftraggeber schauen muss, wenn man eine Wiederholung verhindern will. Diese 50-100 Familien in Deutschland die alles mehr oder weniger kontrollieren.
        Man hat da nach 33-45 wohl zu wenig Vorsorge vor Wiederholung getroffen. Das muss man besser hinbekommen.

      • Vogel - 22. August 2014

        @thewisemansfear
        Nicht nur der (Zitat) “einer der herausragendsten Journalisten unserer Zeit.” spricht hier die Abschusstheorie durch eine Su-25 an. Wie muss ich mir das vorstellen? Die langsamere Su-25 wird in (Raketen-)Schussposition gebracht, Bedingung: Abgebrühtes Bodenpersonal, die eine Erdkampfmaschine mit Luft-Luft Raktenen bewaffnen und sich nach Rückkehr dieser keinen Reim machen können – abgebrühter Pilot, dem es nix ausmacht 300 Zivilisten abzuknipsen, erst mit ‘ner Rakete und dann mit der MK – abgebrühte (Radar-)Führer, alle schweigsam … oder schon liquidiert?
        Es geht aber noch weiter: Die Wympel R-60 schlägt – da wärmesuchend in eines Triebwerke. Die 777 fliegt erstmal weiter, die Piloten schauen sich an und schalten schon ‘mal vorsichtshalber den Funkverkehr ab, damit keiner nix mitkriegt. Dann erreicht die Su-25 die nun langsamer aber immer noch fliegende 777 und ballert mit der MK los, von hinten? Wo sind die Einschüsse im Heck? Von vorne? Mit einer Kadenz von 50 Schuss/Sek., 30 mm?
        Die Piloten lassen das alles kommentarlos geschehen und warten bis sie erschossen bzw. abgestürzt sind: Logisch!!

        Und was sagt Herr Ockham dazu?

        • thewisemansfear - 22. August 2014

          Ich poste demnächst nur noch Links mit Disclaimer, dass sich meine Meinung mit den Inhalten nicht vollumfänglich decken muss :-)
          Das sind in der Tat alles reine Spekulationen, wie die offizielle Verlautbarung auch. Zu denen möchte ich mich gar nicht weiter äußern, es bringt niemanden weiter. Das Wichtige an dem Artikel steht bereits in der Überschrift, wo auf das “dröhnende Schweigen” der Medien in Bezug auf MH17 hingewiesen wird. Jegliche Art von Spekulation, die aktuell wie Kraut ins Feld schießt, kann sehr einfach eingedämmt bzw. widerlegt werden – man veröffentliche z.B. die Funkmitschnitte der ukrainischen Flugüberwachung. Ist bislang nicht passiert, da hat irgendwer seinen Daumen drauf. Warum werden da keine Fragen gestellt? Auch die OSZE Leute müssten sich dafür interessieren. Um so einen Fall aufzuklären, braucht man alle zugehörigen Puzzleteile, nicht nur die durch Filter gefallenen… Das Parlament ist anscheinend in der Auflösung begriffen, d.h. bald sind die Verantwortlichen von der Bühne verschwunden und niemand kann sagen, ob die Mitschnitte damit einfach verschollen bleiben. Die Nachfolger werden nur mit den Achseln zucken können…
          Der Absturzbericht ist angeblich bereits fertiggestellt und an die beteiligten Länder versandt worden. Warum wird nicht auf eine Veröffentlichung gedrängt? Warum fragt niemand, warum die VÖ zurückgehalten wird? Kein öffentliches Interesse, wo sich sonst auf jeden P*ps gestürzt wird? Ein einziges Spiel auf Zeit, man weiß einfach, dass das Publikum nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat.

          So lange sich “die Medien” nur noch als reine Verstärker der von oben (über die Agenturen) eingekippten Meldungen aufführen, schaltet man den Empfang besser ab. Als Konsument möchte ich über Zusammenhänge und Hintergründe informiert werden, um mir selbst ein besseres Bild machen zu können.

    • Putinversteher - 22. August 2014

      Danke Holly01, Du hast all das, was mich schon seit geraumer Zeit bewegt, perfekt zusammengefasst, und zwar in dem Pessimismus, dem ich selbst auch verfallen bin.
      Es ist einfach nur noch deprimierend, mit ansehen zu müssen, wie die Karre immer tiefer in den Dreck gefahren wird, und man selbst im Prinzip nichts dagegen tun kann.

      Beim Thema Ukraine muß man sich schämen, wenn man zusieht, wie die westliche Wertegemeinschaft versucht Halma zu spielen, wärend Putin im Finale der Schachmeisterschaft sitzt.

  • frank_meck - 21. August 2014

    Hier ein schöner Artikel zur Gasproblematik:
    http://www.jungewelt.de/2014/08-21/008.php

    Zitat: “Diesmal ist Kiews Kalkulation noch dreister: Die EU soll das Gas nicht mehr an der eigenen Grenze zur Ukraine kaufen, sondern an der ukrainischen Grenze zu Rußland. Damit müßte die EU den ukrainischen Gasklau entweder auf die eigene Kappe nehmen oder gleich entsprechend größere Mengen bei Gasprom abnehmen. Beides liefe de facto darauf hinaus, daß die EU die Gasrechnung der Ukraine übernimmt.”

    Endlich habe ich verstanden, was dieser Vorschlag sollte. Aber die EU hat wohl abgelehnt. Für mich ist das der entscheidende Punkt für einen beginnenden Krieg. Den Gazprom-Oberen sind doch eigentlich die Menschen vom Donbass egal. Hatte ich auch scon einmal hier gesagt, Kiew und der Westen können das Energieproblem der Ukraine nur mit Krieg lösen oder einen Umsturz in Moskau organisieren. Letztlich ist es ein Wettlauf gegen die Zeit – bricht die Ukraine zuerst zusammen oder gibt es einen Umsturz in Moskau ? Vermutlich wird Merkel das “Spiel” in die Verlängerung bringen und am Wochenende in Kiew ein paar Milliarden Fördergelder zusagen (unter 5 Mrd.).
    Die aggressiven Töne aus Kiew und auch von den Menschen dort, die die Russen als Faschisten, Kartoffelkäfer oder Wattewesten beschimpfen , kommen von einem Minderwertigkeitsgefühl. Sie wurden aber in diese Situation von ihren Eliten seit 23 Jahren geführt.

  • micdinger - 21. August 2014

    Hier nochmal ein Beitrag aus der Sicht von Investoren, ganz pragmatisch. Worum geht bzw. ging es wirklich in der Ukraine? Wer zieht welche Strippen und verfolgt wessen Interessen?

    Es geht natürlich wiedereinmal um Rohstoffe, ganz besonders Erdöl und Gas. Mit Gold hat der ganze Beitrag wenig zu tun. Hannes Zipfel mit Hintergründen in einer Online-Konferenz vom Mai diesen Jahres.

    > http://www.rottmeyer.de/geopolitik-gold-us-imperialismus-findet-seinen-meister/

    • thewisemansfear - 21. August 2014

      Das Weltwährungssystem darf aber auch nicht vergessen werden. Das ist DIE Vormachtstellung der USA.
      Einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte des IWF zeigt
      http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/35430/die-ueberraschende-gruendungsgeschichte-des-iwf/
      Darin heißt es:
      “Von Anfang an zum Scheitern verurteilt:
      Im Sinne des Zwecks, für den er geschaffen wurde, war der Währungsfonds eine Totgeburt. [...] Als erster begründete der belgisch-amerikanische Ökonom Robert Triffin im Jahr 1959 den grundlegenden Konstruktionsfehler des Systems von White: Damit der Dollar als Reservewährung funktionieren konnte, musste die USA Importüberschüsse verzeichnen, denn nur dadurch gelangen die Notenbanken der übrigen Länder an die Dollarreserven. Doch gleichzeitig hatte der Dollar durch Gold gedeckt zu sein, dass sich aber nicht entsprechend vermehren liess. So war diese Deckung tatsächlich immer weniger gegeben, bis im Jahr 1971 der damalige US-Präsident Richard Nixon die Golddeckung des Dollars aufhob. Damit war das System von Bretton Woods im Sinne seines Erfinders endgültig gescheitert. “

      • Frank Bell - 22. August 2014

        Der Dollar gescheitert?

        “The Dollar is backed by men with guns.” — Paul Krugman

        Seit 1971, also seit mehr als 40 Jahren, hat der Dollar eine unglaublich Erfolgsgeschichte geschrieben.

        Da brauchen wir nur die 0,01 % zu fragen!

        Und nein, es handelt sich um keine Blase. Denn wenn denen a) Agrarflächen und b) Wasser sowie c) Transportmittel gehören, dann besitzen sie quasi ALLES.

  • Stepe - 21. August 2014

    Was ich ganz gut Erklärt fand ist die Ökonomie, es scheint mir auch das wichtigste zu sein, weil ich meine das alle anderen Fragen dem folgen. Da kann trefflich darüber Debattiert werden wo der “Anfang” war, das Ergebnis wird sein das die Menschen in der ganzen Ukraine nichts mehr zum leben haben werden. Dagegen wird das was jetzt Krieg oder Aufstand genannt wird Geplänkel sein. Was die Ukraine aus dem Westen zu erwarten haben kann in Griechenland usw. nachgefragt werden. Was aus Russland kommen kann, weis ich nicht. Es wird die Zeit der Oligarchen anbrechen. Nur satt werden auch die nur werden und das bei kalten Füßen. Da frage ich mich wie sich da eine Lösung entwickeln soll. Die Faschisten, der Ukraine, zumindest sind genau daran jetzt schon, in Ihrem Sinn,am arbeiten.

  • JL - 21. August 2014

    Heute ist der ukrainische „Wirtschaftsminister“ zurückgetreten- vielleicht hat er zuvor bei Querschüsse diesen Artikel von SLE gelesen. :-)

    http://www.wiwo.de/politik/ausland/ukraine-wirtschaftsminister-pawlo-scheremeta-reicht-ruecktritt-ein/10362832.html

    Diese ukrainische „Regierung“ stellt sich zwar markig und provokant dar, ist aber nichts anderes als der berühmte und herbeigezauberte Hase aus dem Hut der Amerikaner.

    Wessen Interessen diese Regierung nun vertreten soll ist wohl auch klar. Wie labil aber dieses Konstrukt aus Oligarchen, Amerikanern und örtlichen „Politikern“ ist, hat man erst vor kurzem selbst vorgeführt. Kaum droht der rechte Sektor mit einem Marsch auf Kiew knickte man dort ein und erfüllte alle Wünsche. Auf Dauer wird dieses dortige Machtgerangel nicht gut gehen.

    Offenbar werden diese wirtschaftlich und politisch unhaltbaren Zustände langsam erfaßt. Schließlich geht es hier nicht nur um den wirtschaftspolitischen Bankrott in der Ukraine, sondern auch um den Ausverkauf dieses Landes- zum Beispiel bei Ackerflächen. Der Rückhalt in der Bevölkerung gegenüber den derzeitigen Zuständen dürfte also zunehmend schwinden, nicht umsonst finden sachliche Töne zunehmend Gehör.

    http://www.jungewelt.de/2014/08-21/045.php

    Da kann man nur das Beste hoffen.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • SLE - 21. August 2014

      Hallo JL,

      interessant ist auch – für alle, die das noch nicht mitbekommen habben -, dass auch der Erste Sekretär des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Andrej Parubij (Swoboda) zurückgetreten ist – vor ein paar Tagen schon.

      Viele Grüße
      SLE

  • Frankenfurter - 21. August 2014

    Wann das Politikdeasater in der Ukraine platzt, SLE? Jedenfalls nicht bevor unsere Madame M. von ihrem Kiew-Besuch am WE wieder zurück in Berlin ist.

    “Für Poroschenko, Jazenjuk und Co. ist klar: Es gibt kein deutlicheres Signal, als dass die mächtigste Regierungschefin Europas zu ihnen zu Besuch kommt….. “dies ist natürlich eine Bekundung der Unterstützung durch die Bundeskanzlerin persönlich und durch Deutschland als Schlüsselland der ganzen Europäischen Union”, erklärte der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin” SPON.

    [Sie schreiben, es fänden im Herbst Parlamentswahlen in der Ukraine statt. Wurden die nicht gerade abgesagt, nachdem Jazenjuk doch nicht zurücktreten durfte?]

  • Frank - 21. August 2014

    Auch Russen lieben ihre Kinder !!!

    https://www.youtube.com/watch?v=–FGUPobyNI

  • Frank Bell - 22. August 2014

    @ Holly01

    “Die Gesellschaften schwanken zwischen Bürgerkrieg und Lethargie.”

    Bürgerkrieg? Wo?

    Die Europäer sind vollkommen lethargisch. Klingt hart, aber den meisten geht es immer noch viel zu gut.

    Denn die jungen Menschen warten sehnsüchtig aufs neue iPhone. DAS ist deren Horizont.

    Und das hat zum höchsten Börsenstand aller Zeiten bei Apple geführt.

    Und: Deutschland ist keinesfalls gescheitert.

    Von dem deutschen Geld (ESM!) leben alle in Europa. Und trotzdem geht es uns am besten. In Deutschland brummt die Wirtschaft.

    • Holly01 - 22. August 2014

      Hallo Frank Bell,
      Sie können es nicht wissen, denn die deutschen MSM schweigen es tot.
      In den “Krisenstaaten” finden fast täglich große Demonstrationen statt. Es gibt auch immer wieder Zusammenstöße, weil die Menschen Zwangsräumungen verhindern wollen oder Pfändungsvorgänge per Sitzblockaden unterbinden wollen.
      Es gibt durch die extreme Jugendarbeitslosigkeit eine Gesellschaft in der Gesellschaft.
      Prostitution, Drogen und Diebstahl sind kein Geschäft mehr, wenn die halbe Gesellschaft versucht davon zu leben.

      “Und: Deutschland ist keinesfalls gescheitert. ”
      Nach der Inflationierung in den 70érn der Euroeinführung (Teuro) und der Agenda2010 findet gerade für 2/3 der Deutschen die 3. Enteignung statt.
      Das ist die kalte Enteignung über Energiepreise, Staatsschulden und die Abschreibung der NIIP.
      Sie werden verstehen, wenn ich sage: Für die Mehheit der Deutschen ist Deutschland vollständig gescheitert.
      Laut SOEP besitzen 75% der Deutschen abgesehen vom PKW, Möbeln und Kleidung — keine — Werte die man als Vermögen bezeichnen könnte.
      Das ist das Ergebniss der 20-80 Gesellschaft in Deutschland.

      • Frank Bell - 22. August 2014

        @ Holly01

        Ja, ich gehöre auch zu denen, die KEINERLEI Vermögen haben. Der Arbeitslosigkeit sei “Dank”!

        Und ein PKW ist KEIN Vermögenswert, sondern ein Gebrauchsgegenstand. Wie eine Säge oder ein Hammer. So sehe ich das.

        Allerdings: Die Mehrheit der Deutschen, wie ich sie kenne, sagt “Weiter so.”. “Alles in Ordnung.” “Danke, Frau Merkel, ich wähle sie erneut, da sie das kleinere Übel sind.” etc.

        Wo bleiben die Proteste gegen z.B. die GEZ? Wo gegen die Bankster? Wo gegen die Energiepreise, oder besser, die Ausnahmen für die Industrie? Wo gegen Fracking und gegen diesen dämlichen Gabriel?

        FUNKSTILLE!

        Wie gesagt, das neueste Handy ist wichtiger.

        Und dass die Prostitution in Spanien oder Italien drastisch zugenommen hätte, ist mir allerdings neu.

        • Holly01 - 22. August 2014

          Die meisten Menschen antworten anders auf diese Frage:

          Ein System, welches mich nicht versorgt und in dem ich in der Schule verblödet, im Berufsleben nicht beteiligtund in Altersarmut ende, ist nicht mein System.
          Die Leute steigen ganz leise aus. Die Leute sind meist extrem kreativ, hoch spezielisiert und sehr effizient.
          Widerstand, wie Sie offensichtlich erwarten ist eher selten. Die Systemverlierer würden das als “unnötigen Reibungsverlust” sehen (nach meiner Einschätzung).

          Die Gesellschaft zerbricht, zersplittert, verliert ihre Integrität und Tragfähigkeit. Aber das Verhalten der 80% ist absolut rational und gutbegründet.

          • Holly01 - 22. August 2014

            Sehen Sie den positiven Aspekt, mit diesen 80% kann die Elite keinen Krieg mehr führen.
            Da passiert das Gleiche wie in der Ukraine:
            Generalmobilmachung und keiner geht freiwillig hin.
            An der Front wird nicht gekämpft.
            Die Masse entzieht sich. Es ist ja auch nicht ihr Krieg.

            Man kann das auch ganz positiv betrachten.

          • SLE - 22. August 2014

            Hallo Holly01,

            damit hat Frank Bell dann aber immer noch recht: Den Leuten geht´s zu gut. Und so lange die Situation für sie erträglich bleibt – wobei exemplarisch gesprochen das Apple Smartphone für sehr viele einen hohen Stellenwert hat – regt sich weder ein Interesse am politischen Geschehen noch Widerstand. Es ist, so denke ich, immer eine Frage der Betroffenheit, wobei eindeutig die Angst vor einem Verlust eine wirklich starke Motivation für das Handeln ist, nicht aber die Chance auf einen Gewinn oder eine Verbesserung.

            Viele Grüße
            SLE

          • Holly01 - 22. August 2014

            Hallo SLE,
            ja er hat auf eine gewisse Art Recht oder zumindest nicht Unrecht.
            Basis ist aber nicht der Wohlfühleffekt. Basis ist die Akzeptanz in einem fail system zu leben, dessen Regeln man weder gesellschaftlich noch mit Gewalt ändern kann.
            Es ist eine Abkehr, kein passives Mitmachen.
            Das finde ich dann qualitativ schon einen Unterschied. Die Leute sitzen eben nicht dumpf zu hause, sie sind im gegenteil extrem aktiv.
            Nur eben nicht mehr gesellschaftsrelevant, sondern persönlich entwickelnd.

          • Holly01 - 22. August 2014

            @ SLE:
            Zumindest können wir froh sein, daß die 80% den Sozialkrieg der ihnen erklärt wurde nicht mit der gleichen Härte und Brutalität führen wie die Eliten.
            Sonst würde womöglich noch jeder Leistungsempfänger eine Kürzung mit dem Faktor 1000 und einen Schaden in dieser Höhe verursachen.
            Dann könnte man womöglich in der Blök jeden tag eine Deutschlandkarte sehen, wo die höchst kreativen Leute dieses Mal zugeschlagen haben und einen Schaden in Milliardenhöhe angerichtet haben.
            Da ist das passive Verhalten (gesellschaftlich) schon sehr viel willkommener und erträglicher.

  • Basisdemokrat - 22. August 2014

    Das Fell des ukrainischen Bären wird bereits verteilt, bevor er erlegt ist.

    Hunter Biden steigt ins Gasgeschäft ein

    Marcus Felsner, Vorsitzender des Außenwirtschaftsverbandes “Ost- und Mitteleuropa Verein”:”Von Lwiw bis Lugansk erstreckt sich einer der spannendsten Wachstumsmärkte direkt vor unserer Haustür”, schrieb Felsner: “Deutsche Unternehmen sind hier schon lange erfolgreich, ob im Automobilbau oder in der Agrarwirtschaft.”

    Die ukrainischen Oligarchen steigen verstärkt in die Agrarwirtschaft ein ( was den Chinesen nicht sonderlich gefallen wird)
    Die Landwirtschaft spielt, wie eine Expertin konstatiert, “eine wachsende Rolle für die ukrainische Ökonomie und erweckt steigendes Interesse bei den Oligarchen, die zunehmend Agrarland in der Ukraine pachten”.[9] Dass parallel zur Steuerbefreiung auch für Agrarunternehmen von Milliardären nun eine Kriegssteuer in Höhe von 1,5 Prozent auf die Einkünfte von Arbeitern erhoben werde, sei “zwar nachvollziehbar”, heißt es bei der Deutschen Beratergruppe in Kiew; es trage aber “kaum zur Vertrauensbildung” bei.[10]
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58930

    Die Gefahr eines großen Krieges scheint vorerst(!) rückläufig zu sein.
    Superspion “Topas” siegt das im Interview mit KenFM wohl ähnlich.

    Die Verarmung allerdings wird steigen. Die Menschen in der Westukraine werden aufwachen(müssen). Revolutionen verlaufen in Intervallen. Der Oktober/November-Revolution 1917 ging die niedergeschlagene Revolution 1905 vorraus.

    Gruß BD

  • Ben - 22. August 2014

    Selbst im dt. Staatsfernsehn lässt man schon etwas Luft aus der Blase (ab ca. min. 15):

    http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-3133.html

  • JL - 22. August 2014

    Hallo zusammen

    Hier mal ein interessantes Video mit dem Russen Sergej Glazjew (mit deutschen Untertittel).

    http://principiis-obsta.blogspot.se/2014/08/interview-mit-sergej-glazjew.html

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • SLE - 22. August 2014

    Auch auf tagesschau.de ist nun angekommen, dass es da ein gewisses Problem gibt, in der Ukraine.

    http://media.tagesschau.de/video/2014/0821/TV-20140821-2301-2001.webl.h264.mp4

    Grüße
    SLE

  • dank - 22. August 2014

    War schon mehrmals auf Querschüsse Thema – aber
    jetzt lies es sich wohl nicht mehr für die breiten MSMs verheimlichen…

    http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-rechtersektor-101.html
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukraine-innenministerium-in-kiew-will-mit-radikalen-kooperieren-13104401.html

    …und Mutti fährt hin – um zu unterstützen – auch den Rechten Sektor, wenn sie nicht die richtigen Worte wählt oder einfach mit (beabsichtigter?) Unwissenheit glänzt.

    • Holly01 - 22. August 2014

      Das INternet ist doch für uns alle *kicks und lächel* “Neuland” (hach bin ich herlich blöd).
      Die Ukraine ist halt auch Neuland ……..
      Die kann das nicht wissen, die ist Physikerin.

  • Frank Bell - 22. August 2014

    Ach so: Wenn die Deutschen mehr Aktienwissen hätten, wären in den letzten 30 Jahren mehr als 90 % reich geworden.

    Aktienwissen – und ein Verständnis für Finanzen ganz allgemein – ist ein sinnvolleres Schulfach als Informatik.

    Aber einfach einsteigen, weil Manfred Krug es sagt und dann auf dem Gipfel noch zukaufen, das kann nicht funktionieren. Buffett hat 2009 gesagt, man solle jetzt kaufen. Scheinbar hat niemand auf ihn gehört, sondern nur die Crash-Gurus, die sich immer wieder irren.

    Komischerweise kommt Finanzwissen nicht einmal bei Mathe vor. Da macht man lieber Geometrie – einen Winkel in der Mitte teilen, mit Zirkel und Lineal. GAAANZ wichtig.

    • Holly01 - 22. August 2014

      Werter Hr. Bell,
      ich möchte Ihnen ja nicht in Ihren Gedanken hineinquatschen, aber:

      Die Summe ist immer — Null –.

      Des einen “Reichtum” ist immer des anderen “Armut”.

      Das Grundprinzip des Kapitalismus schliesst aus, daß 90% Gewinner sein könnten.

      “Reichtum” bedeutet in unserem System immer eine Anhäufung von Geld zu Lasten anderer.

      Ich hatte gehoft, zumindest dieser Zusammenhang wäre weitgehend offensichlich und somit verinnerlicht.

      Basis von Reichtum ist fast immer : Informationsvorsprung und Dreistigkeit.
      Daher auch immer wieder diese dummen Hinweise auf die Gesellschaft, daher kommen die Regeln, für den Aufbau von “Reichtum”.

      • Holly01 - 22. August 2014

        Vielleicht liegt darin auch der Grund, warum Einkommen über 18k€/mon statistisch überhaupt nicht erfaßt werden.
        Es gibt in Deutschland kein staatliches Wissen darüber wie viel die 1% tatsächlich bekommen oder haben.
        Es gibt grobe Schätzungen, mehr nicht.
        Die Schätzung des Anteils der 1% wurde gerade von 23% auf 33% angehoben.
        Es könnten aber genau so gut 20% sein oder auch 50%.

        Der Staat Deutschland will das lieber nicht so genau wissen ……… oder sollte ich sagen dei Politiker in Deutschland wollen das lieber nicht publik machen?
        Egal, es ist einfach so.

      • Alex - 1. September 2014

        Schade, ich dachte Warren Buffet hat so gut wir gar kein Geld. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway hat nur 46′% Eigenkapital, ist also zu 54% vom Kredit finanziert, hat auch 48Mrd liquide Mittel (also Geld) bei 150 Mrd. Marktkapitalisierung. Der muss ja dann, der Logik folgend, ein sehr armer ausgebeuteter Mann sein. Bemittleidenswert ist er schon. Wann wird er nur all seine Schulden in höhe von 200 Mrd. zurückzahlen.

    • dank - 22. August 2014

      “Aktienwissen …ist ein sinnvolleres Schulfach als Informatik.”

      !? Gewiss… ??? …. nicht.
      Nachdem über 95% der Bevölkerung in der Einzelbetrachtung nicht mal ansatzweise einschätzen können, was für Dummheiten in der “Informatik” und dem dadurch bedingten Datensammlungen und Wissen gemacht werden können, wäre deswegen die Summe des Reichtums = 0, da dieser sicherlich nicht auf den “persönlichen Konten (nicht nur Bank)” bliebe.
      (Staat und andere findige “Organisationen” würden trotzdem nicht spekulieren, sondern lieber Finanzdaten verarbeiten)

      Und zur Sinnhaftigkeit des Faches Informatik:
      Diese bislang schon sträfliche Vernachlässigung der “Informatik” im Gegensatz zu den teils (mehr als) zweifelhaften Theorien der BWL und VWL (in beidem gibt es ebenso sinnvolles) schlägt sich bereits in diesen Tagen nieder. Dies nicht zwangsläufig immer auf den Einzelnen bezogen, in der Gesamtheit aber schlagend.
      Andere Länder haben rasant einen Vorsprung erlangt (im Gegensatz zu den “ich-wär-so-gerne-reicher-Aktienbesitzer-Deutschen”) und werden hier innerhalb der nächsten Dekade dieses “sinnlose Wissen” (siehe oben) nutzen, um zu zeigen, was Datenverarbeitung abwirft.
      Allein das Bedienen einer Suchmaschine (der gelobten und angebeteten) scheint schon über 80% zu überfordern, wenn es über das Standardvorgehen hinaus geht. Über Datenschutz und digitalen Fingerabdruck braucht da noch gar nicht nachgedacht werden. Einfachste Handlungen an den Rechnern (als auch tollen Smartphones) werden zu tagesfüllenden Herausforderungen, nicht wegen der komplizierten Bedienung, sondern aus purer traumtänzerischer Sicherheit, dass es nicht so wichtig ist, sich damit zu beschäftigen, was “dahinter” passiert – wie soll damit dann sinnvoll umgegangen werden?
      “Informatik” wurde über ein Jahrzehnt so vernachlässigt, dass es Auszubildenden schwer fällt, was Sinnvolles mit den zugehörigen Geräten anzufangen oder sie überhaupt zu bedienen…

      Der Begriff “Blase” sollte dazu auch nicht vergessen werden, wenn da alle 80% sich beteiligt hätten. Dazu ziehe ich es vor in meinem nähren Bekanntenkreis, solch “selbstlosen” (aktien)handelnden Menschen zu meiden, die glauben, dass dies der Quell von “Reichtum” sei. Denn das ist leider, leider dann auch ein DauerLangweilThema in etwaigen Gesprächen.

      Und zu guter Letzt setzt der heutige Handel von “Wert”papieren eine Infrastruktur der Informatik voraus, die all zu oft gar nicht mehr bewusst ist. Dieser Handel ohne das Fach Informatik fand vor nicht zu langer Zeit statt – nur unter der Beteiligung der TOP 10% (wenn überhaupt).

      Sorry, aber so ein Lobgesang auf Aktienwissen? Wie war das mit dem gülden Kalb und dem Getanze darum? Aber trotz der reinen Symbolik ein ganz anderes Thema.
      Da sind mir lauter kleine Infor- und Mathematikerchen um einiges lieber als nur Soros’ und Buffets.
      Und das war noch nicht mal Kapitalismuskritik… Oder? ;-)

  • Basisdemokrat - 22. August 2014

    ” Um was geht es in diesem Assoziierungs-Abkommen?

    Das Abkommen sieht vor, dass innerhalb von 10 Jahren eine „Freihandelszone“ errichtet wird. Es ist ein bindendes Dokument, das die Übernahme aller EU-Handels- und Wirtschaftsstandards vorsieht.

    Die Ukraine muss dabei folgende Bedingungen erfüllen:

    Erstens müssen alle Zölle und anderen Maßnahmen, mit denen die Ukraine Importe zum Schutz seiner heimischen Wirtschaft verteuern kann, nahezu komplett (zu 99 %) abgeschafft werden. Sie dürfen auch zu keinem späteren Zeitpunkt wieder erhöht werden. Die Details sind in einer 1500 Seiten langen Liste für nahezu jedes erdenkliche Produkt festgelegt.
    Zweitens wird die Ukraine zur Übernahme der EU- Produktions- und Zertifizierungsstandards verpflichtet.
    Drittens müssen so genannte nichttarifäre Handelshemmnisse – etwa Mengenbegrenzungen – bei Importen aus der EU abgeschafft werden.
    Viertens müssen alle Kapitalverkehrskontrollen beseitigt werden.
    Den europäischen Konzernen wird damit Tür und Tor in der Ukraine geöffnet. Verbunden mit der Abschaffung der Kapitalverkehrskontrollen ist die Garantie der problemlosen Rückführung ausländischen Kapitals aus der Ukraine und aller daraus resultierender Gewinne.

    Das Ergebnis dieses hochgelobten „Freihandels“ war von Anfang an klar vorhersehbar, nämlich die Verdrängung ukrainischer Waren vom eigenen Markt und die Zerstörung der heimischen Wirtschaft. Durch die Abschaffung von Handelshemmnissen, von Schutzzöllen, der Einführung teurer europäischer Produktstandards und Zertifizierungsprozesse wird die ukrainische Wirtschaft – weitgehend schutzlos – der übermächtigen Konkurrenz der großen EU-Konzerne ausgeliefert.
    Die Integration der Ukraine in den EU-Binnenmarkt bedeutet, dass die Ukraine substanzielle Teile der Wirtschaftsgesetzgebung der EU übernimmt. Die Ukraine verliert nicht nur Möglichkeiten des Außen-schutzes für die nationale Ökonomie, sondern auch Schlüsseloptionen für die nationalstaatliche Industriepolitik, was schließlich auf De-Industrialisierung und völlige EU-Abhängigkeit hinausläuft.

    Und schließlich enthält das Assoziierungs-Abkommen auch noch Passagen zum Ausbau der Militär-kooperation und der Integration in die EU-Militärpolitik. Die Ukraine verpflichtet sich zur schrittweisen Intensivierung und Zusammenarbeit im Bereich der EU-Außen- und Sicherheitspolitik. Im Klartext: Sie verpflichtet sich zur Beteiligung an den von der EU beschlossenen Militärinterventionen.”
    http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/assoziierungs-abkommen-mit-der-ukraine-instrument-imperialer-machtpolitik

    • dank - 22. August 2014

      “Das Ergebnis dieses hochgelobten „Freihandels“ war von Anfang an klar vorhersehbar, nämlich die Verdrängung ukrainischer Waren vom eigenen Markt und die Zerstörung der heimischen Wirtschaft.”
      …das wird aber erst später schmerzen, wenn die Qualität nicht mehr stimmt.
      Besonders gut in Grenznähe des Euroraumes gen Osten zu beobachten. Industrielle Produkte sind eben kein Allheilmittel, sondern preislich “günstiger”. Handwerkliche Waren bestechen (oft) durch Qualität, Haltbarkeit individuellen Geschmack, Erinnerungserwecker – sind aber kaum mehr bezahlbar und werden verdrängt. Die GlobalComs übernehmen sodann selbstlos, bis der Markt gesättigt am Boden liegt. Es ist eine Gleichmacherei, samt und sonders auch von Brüssel gewollt, ausgerufen zum Schutz des Verbauchers, konterkariert im Nutzen für die Massenindustrie.
      Das wird mit TTIP dann auch sehr interessant, wenn eine weitere Qualitätsstufe durch eine neue Preispolitik nach unten durchbrochen wird.

    • Alex - 1. September 2014

      Das war ja so schlimm, dass Deutschland seine eigenen großreichlich-Phantasien bezüglich eigener protektionistischen Bedürfnisse verloren hat. Der Ukraine wird es genauso schmerzen, wie Deutschland, Frankreich, und dem Rest des EU.

      Schade um die Ukraine.

  • Frank Bell - 22. August 2014

    “An der Front wird nicht gekämpft.”

    Wirklich? Da haben Vorgesetzte aber gute Möglichkeiten, das zu erzwingen. Erschiesse einen, erziehe hundert.

    • Holly01 - 22. August 2014

      Ein Vorgsetzter und 100 Soldaten, schrecklicher Selbstmord, 100 Einschüsse ………….

  • Frank Bell - 22. August 2014

    @ SLE

    Das zweite Problem ist, dass die Presse die Menschen gut konditioniert hat.

    So sind z.B. Hartz IV-Empfänger alle selber SCHULD! Und einfach zu faul zum arbeiten. Die wollen nicht einmal für ein Euro die Stunde etwas tun. Jeder Afrikaner wäre froh wenn er das könnte. Etc.

    So lauten doch immer wieder die Schlagzeilen. Und die meisten glauben mittlerweile, ihre Probleme kämen durch die Hartz IV-Empfänger und nicht durch Albrecht, dessen Erben wahrscheinlich nicht einen Cent an Erbschaftssteuer haben abdrücken müssen.

    Sind ja die Leistungsträger, die der Mittelstand heftig verteidigt.

  • dank - 22. August 2014

    Und weiter gehts:
    http://www.n-tv.de/politik/Kiew-wirft-Russland-direkte-Invasion-vor-article13470281.html
    Ja – eine Invasion – eine Invasion der Menschlichkeit (wenn auch klar ist, dass das nicht ohne politisches Kalkül passiert) – besser aber als Menschen verhungern oder krank/verletzt sterben lassen.

    Sowas bleibt nach einer Woche natürlich komplett unverständlich – warum warten die Russen nicht einfach an der Grenze bis der Weizen auf den Lastern keimt und das Wasser brackig wird?!
    Frechheit einfach mit Lastwagen voller Hilfsmitteln über die nicht geschlossene Grenze zu fahren.

    Wehe wehe den Ukies wenn ein Schuss auf die Transporter fällt und ein Fahrer (Sarkasmus: nach MSM-Dünkel alles Ex-Soldaten, man munkelt es sind auch die Leibwächter Putins und er selbst an Bord) verletzt wird. Wäre ein Ansporn für die Seps, für Russland und Putin genau mit dieser Schiene fortzufahren und den Abperleffekt gegen die MSM-Artikel im Westen weiterzuentwickeln.

  • Basisdemokrat - 22. August 2014

    4700 sind in den Krieg gezogen, 83 kamen zurück – die Stimmung kippt! (4:10)
    https://www.youtube.com/watch?v=4coa9zc_pJg&list=UU-uuC7k5cyMFYe8IsnkHrdQ&index=2

    • JL - 22. August 2014

      Hallo Basisdemokrat

      Diese sinnfreien Zerstörungen, dieses unmögliche Abschlachten für die offensichtlichen Interessen anderer war für mich bisher nicht vorstellbar. Offenbar genügt es, primitivste Neigungen, Vorstellungen und Erwartungen zu befriedigen um aus Menschen wilde Tiere werden zu lassen.

      Ob Merkel sich demnächst in dieser Herde wohlfühlen muß weis sicher nur Onkel Sam.

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

  • dank - 22. August 2014

    Warum die Krise in der Ukraine die Schuld des Westens ist – der liberale Wahnsinn der Putin provoziert:
    http://www.foreignaffairs.com/articles/141769/john-j-mearsheimer/why-the-ukraine-crisis-is-the-wests-fault

  • paernu - 23. August 2014

    Hallo
    Bin derzeit mal wieder in Estland.
    Obama kommt in ca 2 Wochen hierher und bleibt sogar eine NAcht in Esland.. Das wird in der Bevölkerung als wichtiges Zeichen gesehen um den Balten den Rücken zu stärken. Viele haben zunehmend Angst wegen der Situation in der Ukraine.

    Es gibt eine Sache die hier sehr viele beunruhigt, von der ich in unseren Medien bisher nichts gelesen habe. In den letzten Wochen berichten viele die die Fähren nach Finnland und Schweden benutzen von russischen U-Booten die aufgetaucht in der Ostsee fahren. Dies wird als Warnung gesehen. Insbesondere in Küstennähe der baltischen Staaten.

    Ich glaube einiges was hier an Ängsten gegenüber den Russen besteht, lässt sich nur historisch verstehen. Auffällig ist für mich immer die Darstellung der Geschichte des 2. WK hier in Museen. Das ist schon ein bisschen etwas anderes als in unseren Museen. Der Sieger schreibt halt die Geschichte. Hier ist der Krieg und die Unterdrückung halt erst vor ca. 24 Jahre zu Ende gegangen.

    Vieles was der Westen derzeit in der Ukraine anrichtet ist talsch. Aber die Menschen hier haben mehr Angst vor einer Rückkehr der Russen als vor allem anderen sonst. Das gilt auch für viele Ukrainer. Keiner will hier Krieg, aber im Zweifel stehen die hier auf der Seite der USA.

    Ich denke einige hier im Blog, die so ziemlich alles was die Russen machen für richtig halten, sollten dies mal überdenken. Auch Putin betreibt Machtpolitik, sollten die Russen die Gelegenheit bekommen, Entwicklungen zu revidieren die in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben, werden sie es tun.

    Eines sollte man nicht vergessen, was im Osten Europas durch Stalin/Russen ab 1939 stattgefunden hat, war Unrecht. Stalin war nicht Opfer sondern Mittäter, so wie im übribgen auch ein gewisser Churchill.

  • Unglaublich - 23. August 2014

    http://www.randzone-online.de/?p=23502

    Gut, scheint so, dass der Hilfskonvoi sein Equipment abgeladen hat und wieder zurückfährt.
    Weder waren winzige Toy Soldiers in den Schlafsäcken versteckt, noch haben sich die Lkws
    in Transformers umgewandelt, die mit Raketen und Laserwaffen die russische Invasion vorbereiten.
    Was hatten wir für ein Glück.

  • Roland - 23. August 2014

    Die “weiße LKW-Flotte” scheint neben dem Erfolg im Propagandakrieg noch eine andere Funktion gehabt zu haben: Ein Ablenkungsmanöver.
    In dessen Schatten haben die Aufständischen nämlich eine weitere Offensive im Süden vorbereitet, die heute angelaufen ist. Wie gemeldet wird, wurde heute von den Spitzen der Stoßkeile das Schwarze Meer erreicht. Damit hat Novorossia einen Zugang zum und eine Versorgungslinie übers Meer.
    Nächstes Ziel: Die Hafenstadt Mariupol.

  • JL - 23. August 2014

    Hallo Roland

    Das angesprochene Szenario ist ziemlich unwahrscheinlich. Keine Armee dieser Welt würde ihre strategischen Positionen wegen Weizensäcke und Wasserflaschen in einem Hilfskonvoi aufgeben, noch nicht mal diese Gurkentruppe dort.

    Haben Sie einen Link zu ihren Beschreibungen? Es währe nett, wenn Sie diesen hier einstellen würden.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Roland - 24. August 2014

      Die von Ihnen völlig zu unrecht etikettierte “Gurkentruppe” ist mittlerweile eine richtige Armee, die ihre Battalione zu Brigaden zusammengefasst hat und einen Generalstab bildete, der in Krasnodon loziert ist.
      Es sind also großräumige Operationen möglich. Die Bildung des südlichen Kessels 1 und die Vernichtung der ukrainischen 72. Brigade war nur ein Vorspiel. Der 2. Kessel ist ebenfalls fast ausgeräumt und mit dem Vorstoß ans Schwarze Meer wurde jetzt sogar der 3. Kessel gebildet, in dem ganze drei ukrainische Brigaden eingeschlossen sind. Letzterer ist allerdings noch schwach.

      Es gibt die verschiedensten Quellen – eine davon ist hier: novorosinform.org

      • JL - 24. August 2014

        Hallo Roland

        Mit „Gurkentruppe“ meinte ich die „Superhelden“, welche mit ballistischen Raketen in Wohngebiete schießen, oder mit Streumunition herumballern.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

        • Roland - 24. August 2014

          Danke für die Klarstellung.

          Ein Blick auf die Landkarte zeigt die Bedeutung des Durchbruchs von aufständischen Sturmtruppen ans Asowsche Meer (Teil des Schwarzen Meers, das mit diesem durch die Straße von Kertsch verbunden ist):
          Bei einem Halten dieser Position wäre Nachschub aus der Krim per Schiff möglich – heimlicher Nachschub an Waffen natürlich.
          Heute übrigens läuft offenbar eine größere Offensivoperation der Armee Novorossias nordwestlich von Lugansk. Dort sollen sich erste Einheiten an die Außenbezirke der Industriestadt Sjewjerodonezk herangekämpft haben.

          • dank - 24. August 2014

            Rechter Sektor wird in die Ecke gedrängt:
            Nationalgarde aka Rechter Sektor Maidanwache “Azow” und andere (“Dnepr” “Aidar”, “Donbass” und “Schachtersk”) eingekesselt http://donbassfront.livejournal.com/13682.html
            Das wird die “Verhandlung” und deren Basis am Dienstag in Weißrussland ein wenig verändern.

  • klaus - 23. August 2014

    Draghi widerspricht der Gelddruck-Idee im Dezember.

    http://www.zerohedge.com/news/2014-08-22/mario-draghis-still-whatever-it-takes-jackson-hole-speech

    Nachdem jetzt ein Goldman bei der DB mitmischt,
    die Ukraine 500 Mio Euro Stütze bekommen soll und
    der Bund nix aus seinem Bestand verramschen will,
    wird dann wohl alles aus dem schon ewig nicht mehr vorhandenen
    sozialen Speckgürtel gezahlt.

    Nachdem die sozial Schwachen die Rechnung also dann übernehmen sollen,
    gehe ich mal kein blut spenden! Nicht mein Krieg.
    Tolle Sache, Gürtel enger schnallen für den Kredit und
    die deutschen Militärexporte gehen hoch.
    Genial. Als ob der Normalo sein Geld nicht selbst ausgeben kann.
    Aber gut, das alle Quellen mit Steuern sprudeln – oder nicht?

    Gruß klaus

  • Holly01 - 24. August 2014

    4700 Menschen werden von der Straße in den Krieg geschickt und nur 83 sind zurück gekommen?
    Die 83 werden als Desateure bezeichnet, weil sie noch leben?
    Unfaßbar ……. und mein Land hängt da wieder einmal mitten drin.
    Ich bin soooo stolz ein Deutscher zu sein …….

  • Systemfrager - 24. August 2014

    Die oft ausgesprochen aggressiv formulierten offiziellen Verlautbarungen aus Kiew in Richtung Moskau wecken deswegen bisweilen die Assoziation von einem kleinen Hund, der, im sichern Schutz seines Herrchens stehend, einen verdutzt dreinschauenden großen, an der Leine geführten Hund wild ankläfft. Das ist vielleicht eine unbarmherzige Metapher. Aber sie trifft den Punkt sehr genau.

    GANZ GENAU!

    Ohne die Unterstützung des Westens würde in der Ukraine bald alles zusammenbrechen, sehr wahrscheinlich auch die politische Ordnung. Denn Kiew segelt im Wind des Westens ohnehin schon seit Monaten immer hart an der Grenze des Machbaren. Genau genommen ist das ein Vabanquespiel. Die Regierung verspielt die Ressourcen und Zukunftsperspektiven des Landes allein für die Rückgewinnung der Kontrolle über den Osten mit militärischen Mitteln.

    Es reicht den “Separatisten” bis Winter durchzuhalten. Dann beiginnen in Ukraine ohne das russische Gas Menschen zu erfrieren, Writschaft bricht zusammen

  • Navigator.,C - 24. August 2014

    Verluste der UA Armee (TA) vom .02.05.2014 bis 21.08.2014
    Total: 32.702
    Tot, Verwundet: 20.274
    Gefangen, Desertiert, Vermisst: 12.418

    Zerstsört, Beschlagnamt:

    Flugzeuge:
    16 Su-25
    7 Su-24
    2 MiG-29
    1 AN-30
    6 Drohnen
    2 AN-26
    2 IL 76
    20 Mi-24, Mi-17, Mi-8

    Panzer:
    319 T-64
    2 T-64 Bulat
    7 T-72
    19 T-84-U Oplot

    Panzerfahrzeuge:
    163 BMP
    125 BMD IFV
    312 BTR
    2 BRDM

    Artellerie Total: 180
    LKW, Autos,etc Total: 153

    Nicht enthalten sind die Verluste der Rechtsextermisten

    Navigator.C

    • dank - 24. August 2014

      Haarsträubend – Kiew hat ein Problem – und lässt die Menschen im Ungewissen.

      Eine der Quellen: http://maydan-2014.livejournal.com/2505426.html (~18+)
      Die Zusammensetzung der Zahlen sind interessant. Blackwater (Academi), Beltic, Polen, Greystone…
      Verstörend, dass die Menschen unter Kiew sich da nicht mehr austauschen, die Zahlen wirken dadurch noch viel höher. Oder fast schon zu hoch – selbst nach Abzug einer eventuellen Stille-Post-Aufschlags. Es sei denn es werden die beiden neuen Kessel im Süden an der Grenze zu Russland bereits hinzugezählt. Vielleicht weiß jemand dazu mehr…
      Wobei die letzten Angaben ja auch indirekt Bestätigung fanden mit dem “offiziellen” groß-teiligen Verlust der 3 Bataillone.

  • dank - 24. August 2014

    Rechter Sektor wird in die Ecke gedrängt:
    Nationalgarde aka Rechter Sektor Maidanwache “Azow” und andere (“Dnepr” “Aidar”, “Donbass” und “Schachtersk”) eingekesselt http://donbassfront.livejournal.com/13682.html
    Das wird die “Verhandlung” und deren Basis mit am Dienstag in Weißrussland ein wenig verändern…

    @Navigator.,C
    Danke. Woher stammen die Zahlen – auf http://cyber-berkut.org/en/ waren sie bisher nicht kumuliert.

    Zum Thema einige Links für heute – nicht zwangsläufig aktuell, aber sie zeigen die Entwicklungen und auch Berichte jenseits der MSM auf:
    Mariupol Massaker (n-tv) https://www.youtube.com/watch?v=MSTSZVt0wE8
    “Kriegspropaganda: Eine Kiewer Ente im deutschen Blätterwald” http://www.heise.de/tp/artikel/42/42557/1.html
    zum Thema “Umgang mit der Geschichte” und warum auch in den Baltenstaaten Russen nicht gleich behandelt werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Lettische_SS-Verb%C3%A4nde#Umgang_mit_der_Geschichte
    Es gibt keine Säuberungen… “Kauft nicht beim Russen!” https://www.youtube.com/watch?v=Yi76DSC0SNc
    Oleh Ljaschko prahlt mit Gewaltvideos http://derstandard.at/2000004225985/Ruhm-der-Ukraine-Tod-den-Besatzern
    Ballistische Raketen: “There were reports that Ukraine’s government in the past 48 hours used short-range ballistic missiles against the rebels, three U.S. officials told CNN.” http://edition.cnn.com/2014/07/29/world/europe/ukraine-crisis/
    Neue Meldungen des Phantom-Konvoi-Erfinders: https://twitter.com/shaunwalker7/status/502426640413388800
    Zu Abschussbildern in den MSMs: https://www.youtube.com/watch?v=cLg-KZRgvdU
    Raketenschirm wegen und gegen Hilfskonvois?! (macht eher keinen Sinn, gegen http://de.wikipedia.org/wiki/Topol-M)? http://bit.ly/1l5v1jN (Vorsicht, die Kommentare lassen Hintergrundwissen vermissen)
    Politiker:Geld ausgeben, dass man nicht hat. http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/ukraine-militaerausgaben-unabhaengigkeitstag
    Infos zur Untersuchung von MH17 – bislang aber nichts von Belang: http://www.onderzoeksraad.nl/en/onderzoek/2049/investigation-crash-mh17-17-july-2014
    Fehlbesetzungen in der Regierung treten offen zu Tage: Von der Leyen begrüßt Debatte ohne Tabus über Waffenlieferungen http://bit.ly/1ske9V8
    “Rettet unsere Männer!” http://www.heise.de/tp/artikel/42/42473/1.html
    Ausführlich: “New York Times Discovers Kiev’s Neo-Nazis at War in Eastern Ukraine” http://bit.ly/1BRGLvk
    http://jasminrevolution.wordpress.com/2014/08/19/ukraine-faschistischer-rechter-sektor-regiert-kiew/
    Separatistensuche des Rechten Sektor in Melitopol https://www.youtube.com/watch?v=G_ImuByQnEE
    “Ukraine: Polen hatte die Putschisten zwei Monate vorher ausgebildet” http://www.voltairenet.org/article183335.html
    “Russland kämpft mit Amerika bis zum letzten Ukrainer.” http://www.jungewelt.de/2014/08-22/024.php
    CFR: Ukraine-Krise: Der Fehler des Westens – des IndustMil-Komplexes und nicht die Schuld Putins: http://bit.ly/1p474V1
    Journalismusforschung:”Ganz auf Linie mit den Eliten”: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38515/1.html
    Craig Roberts:EU ist Teil des US-Imperiums und Medien sind gesteuert! https://www.youtube.com/watch?v=lrr0vhbT_YE
    Aber: Washington trommelt zum finalen Atomkrieg http://bit.ly/1mukMVW
    Lage im Donbass: http://bloom.bg/1t4hHyG vs. http://bit.ly/1AKwVtR

    Oh nein, die UN marschiert mit Hilfskonvoi in Syrien ein: “UN sends first Syria aid without government consent” http://www.bbc.com/news/world-middle-east-28476873

    Neurussland schätze ich ist zum Ende des Bürgerkriegen (bei Erfolg durch die Seperatisten) rechts von der Linie
    von Perwomaisk über Kremenchuk, Poltava und Kharkiv (2/5 der Ukraine) anzusiedeln: http://bit.ly/1fd9th4

    Was auffallend ist, dass Ukies als auch Seps den Beschuss der Städte immer weiter verneinen – was machen eigentlich die 400 Blackwaterjungs (samt der CIA) in der Ukraine denn so? http://bit.ly/1mO88xh

    Mögliche weitere Aussichten: Als nächstes wird China medial für schlecht und dumm erklärt (und weiter abgeschnürt) und Indien aus dem BRICS-Verbund ala Economic Hitman oder Pakistan gelöst.

    OT: EU, Mafia und… ? https://www.freitag.de/autoren/vlad-georgescu/eu-kommission-im-netz-der-staatlichen-mafia

  • dank - 24. August 2014

    Tonänderung ala Merkel:
    “Das ukrainische Volk muss natürlich die Möglichkeit haben, seinen Weg zu gehen.” Andererseits dürfe Russland nicht beschädigt werden, zu dem man weiter gute Beziehungen haben wolle. ”
    http://www.tagesschau.de/inland/merkel-sommerinterview-101.html

  • JL - 24. August 2014

    Hallo Roland

    Tatsächlich hat man wohl wesentliche Erfolge gegenüber UA zu vermelden:

    http://donbassfront.livejournal.com/

    Offenbar gehen bei der „Gurkentruppe“ langsam die Lichter aus. Um die Zukunft brauchen sich die Lügenbarone in Kiew aber sicher nicht sorgen. Die Harvard-University nimmt gern Vertriebene auf.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/23/jaz-jazenjuk-ein-gefaehrliche-netzwerker-an-der-spitze-der-ukraine/

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • dank - 24. August 2014

    “Wir wählen den Frieden“, sagte Poroschenko am Sonntag auch an die Adresse Russlands, das die Aufständischen im Osten unterstützt. Poroschenko kündigte eine Armeereform sowie Waffenkäufe im Wert von 2,2 Milliarden Euro an.”
    http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Ukraine-feiert-23.-Unabhaengigkeitstag-mit-Militaerparade

    „Krieg ist Frieden“
    - es grüßt Euer Neusprech-Diktionär (1984)

    …und so wurde aus der Anti-Terror-Operation nun offiziell ein blutiger Krieg – ein gewählter Frieden.

    • Sepp - 25. August 2014

      @Dank

      Das hat nichts mit den Kesseln zu tun, das stand schon am Samstag in der Zeitung, dass Poroschenko das Parlament in dieser Woche auflöst um Neuwahlen zu bekommen.

      • dank - 25. August 2014

        Danke…mag sein – aber auch der neue Kraft- und Gebietsgewinn der Seps zeichnete sich vor 10 Tagen ab, als der erste Kessel starb. Die Medien spielen wieder einmal mehr die Unwissenden.

      • dank - 25. August 2014

        ! ;-) Wollte die USA nicht Stacheldraht schicken fur das Loch im Grenzzaun?

      • JL - 26. August 2014

        Dieses Zitat von Poroschenko ist- meines Erachtens nach- Politikkauderwelsch vom feinsten. Da hofft jemand, mit Wahlen seine Konkurrenten ausschalten zu können. Nur, die Geister die man rief lassen sich nun mal nicht einfach so wegbeamen wie bei Käpten Kirk. Da wird es sicher noch jede Menge gegenseitige Vorwürfe und Drohungen geben.

        Sein eigentliches Problem ist aber offensichtlich seine Erfolglosigkeit. Dies sieht man in Washington DC sicher ungern, untergäbt es doch deren außenpolitischen Ambitionen erneut.

        Poroschenko muß sich also beeilen um nicht abzustürzen.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • dank - 26. August 2014

    Tolle Planung (ist das schon NeoCon-Einfluss was die Langfristigkeit der Planungen betrifft?): UKRAINE – MÜTTER WOLLEN IHRE SÖHNE NICHT MEHR VON POROSCHENKO VERHEIZEN LASSEN https://www.youtube.com/watch?v=dxWWhAJpyf0
    Kiev regime massacres against defenseless civilians, Lugansk (18+ !!!) http://www.liveleak.com/view?i=61a_1408786863
    Die Bevölkerung im Donbass: https://www.youtube.com/watch?v=xUjIDWDUnm8
    Es ist Krieg: Ukraine: Verhandlungsführer und General sachlich zur Lage: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/08/ukraine-verhandlungsfuhrer-und-general.html
    OT? Nein gar nicht: http://hinter-den-schlagzeilen.de/2014/08/25/konstantin-wecker-was-waere-wenn/ (!!!)
    “Helden” von Kiews Gnaden: https://www.youtube.com/watch?v=LoAXoeaUdCk
    Erinnerungslink: Wer hat jetzt auf die Demonstranten in Kiew geschossen? – Monitor 10.04.2014 https://www.youtube.com/watch?v=TUBdYX0I35g

  • thewisemansfear - 26. August 2014

    Telepolis greift den Beitrag von Mearsheimer auf foreignaffairs auf: “Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen” bzw. “Why the Ukraine crisis is the West’s fault – The Liberal delusions that provoked Putin”
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html

    Den Hinweis auf foreignaffairs hat dank weiter oben schon gepostet, wer den Beitrag ohne Registrierung komplett lesen will, wird hier fündig: http://praag.org/?p=15312

  • Roland - 26. August 2014

    In den drei Kesseln sollen insgesamt über 7.000 ukrainische Soldaten eingeschlossen und von jeglicher Versorgung abgeschnitten sein. Sie haben bis heute Abend Zeit, ihre Kapitulation zu erklären – ansonsten startet die Armee von Norvorossia einen Generalangriff.

  • dank - 27. August 2014

    Fernab von 10 (4 medial bestätigten) schwer eingeschüchterten Fallschirmspringern (ohne die Schirme) die gestern die Ukraine nicht im Handstreich nehmen konnten – ohne Vorgaben, ohne Kampfhandlungen und auch ohne Motivation – dazu noch ohne Auftrag, außer Richtungs- und Zeitangabe, dennoch mit Pässen… ?! Dafür mit einer sehr passenden Story, die alle bereits getätigten Aussagen Kiews rückwirkend bestätigt. Wirklich überraschend ist hier die Reaktion der MSM, die nicht mehr wie gewohnt reagieren, sondern Worte wie “angeblich” und “anscheinend” einflechten, während viele (MSM-medial überinformierten) Kommentatoren noch immer überreagieren. Der Sturm der Widerworte, Mails und Gegenberichterstattung hat Spuren hinterlassen. Dazu sollte der Termin in Minsk nicht schon vorher komplett torpediert werden. Es scheint als hätte Kiew mit den vielen vorauseilenden “Es brennt”-Rufen die Feuerwehr vergrault oder die Medien werden vorsichtiger um nicht einen neuen Sturm zu entfachen.
    Nur zur Info: Dzerkal’ne (der Aufgriffsort der nicht abgesprungenen “Elite”Bubis) ist ca. 25 km von Donezk und 20 km von der Grenze Russlands entfernt.

    Die Entscheidung wird mit Charkow http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php?title=Charkow und dessen Rüstungsindustrie fallen. Zunächst erfolgt nach http://bit.ly/1rynqgr eine Erweiterung der Front am Wasser (Wasser im Rücken [historisch ein guter Mitstreiter]), mit der Wasserhoheit der (indirekt unterstützenden, weil “verwandten”) Schwarzmeerflotte im Rücken – und der große rote Pfeil nach oben deutet nach Charkow und sollte nicht unterschätzt werden…

    Zwei Dinge die ausstehen können noch schneller alles verändern:
    - Fakten der Untersuchung zu MH17
    - die Verluste, falls offiziell gemacht, der Ukie Armee

    Das verlinkte Interview von Steffen fasst sehr schön alles zusammen, samt der finanziellen Aspekte der gesamten UA-Krise und des daraus entstandenen Krieges. Das so offen in einer offiziellen Pressekonferenz beim Namen zu nennen, ist alleine schon eine Besonderheit, die “echte” Politiker niemals wagen würden, sondern nur überzeugte Menschen äußern können.

    Grüße&
    dank

  • Roland - 27. August 2014

    Nach Angaben von Pavel Gubaryow ist der Zustrom an Freiwilligen zur Armee der Volksrepublik Donbass ungebrochen. Die Armee hat mittlerweile eine Gesamtstärke von über 30.000 Soldaten mit weiter wachsender Tendenz. Da sie strategisch und taktisch hervorragend geführt wird (welche Profis agieren da im Hintergrund ???), ist sie nicht mehr zu besiegen.
    Im Gegenteil: Die in den Kesseln eingeschlossenen ukrainischen Truppen können maximal noch eine Woche lang durchhalten, dann sind Treibstoff und Nahrungsmittel alle.

    Es scheint nicht nur eine nationale Widerstandsbewegung zu sein, sondern auch eine sozialrevolutionäre. Erklärtes Ziel ist nun die Beseitigung der ukrainischen Oligarchenherrschaft im Donbass – aber auch darüber hinaus bis Odessa, Charkow und Dnjepopetrovsk.

    • Systemfrager - 27. August 2014

      welche Profis agieren da im Hintergrund ???

      Tja,
      wer weiß, wer weiß
      DE soll am Hindukusch verteidigt werden, und Russland sollte nicht eimal dort verteidigt werden, wo die Faschisten Millionen von Russen umbringen und vertreiben wollen
      Hat dies vor kurzer Zeit nicht die blonde westliche Hure in aller Deutlichkeit gesagt, und viele viele andere während des Wahlkampfes
      Aber die westlichen Journalisten konnten es nicht mitbekommen, naja … sie können doch nicht Ukrainisch

  • dank - 27. August 2014

    Neue Übersichtskarte (in Englisch): http://bit.ly/1pIhtv5
    http://www.vineyardsaker.de/ukraine/was-ist-die-sache-mit-den-ukie-kesseln/
    MH17: heute-journal spricht von “mutmaßlich versehentlichem Abschuss” http://bit.ly/1pIiDql (Wessen Versehen?)
    »Kreuzzug für weiße Rassen« http://bit.ly/1tLaW2I (btw: Asow sitzt in einem der Südkessel- siehe Karte oben)
    Maidan: Der verklärte Aufstand http://www.heise.de/tp/artikel/42/42485/1.html
    Poroschenko hat Interesse am Krieg http://bit.ly/1mTx0TX
    Grüße&
    dank

    • dank - 27. August 2014

      Interessante Aussagen: CyberBerkut on Georgian Zombifighter for the Ukrainian Army http://bit.ly/1sDKqXd Ja, dieses digitale Zeitalter hat seine Tücken… und Aufzeichnungsmöglichkeiten.

    • Roland - 28. August 2014

      Bei der positiven Entwicklung im östlichen und südlichen Dobass sollte noch auf die Situation um Lugansk hingewiesen werden. Die harten Kämpfe um Debaltsevo und Alchevsk dienen dazu, die blockierte direkte Verbindung zwischen Donetzk und Lugansk aufzusprengen.
      Gelingt dies bald, dürfte der Krieg entschieden sein.

      • Roland - 28. August 2014

        Die heutige Einnahme von Slavyanoserbsk nördlich von Lugansk durch aufständische Truppen könnte die Nordfront in Bewegung bringen.
        Ein nächster Kessel ?

        • frank_meck - 28. August 2014

          Auch im Süden gibt es einen neuen Kessel. Rebellen melden Kämpfe am Asowschen Meer westlich von Mariupol. Damit ist die Großstadt Mariupol eingekesselt. Ich glaube auch, dass es nächstens in Richtung Nordwesten Richtung Charkow geht, immer die russische Grenze im Rücken, da dann bei Kesselbildung immer eine Seite entfällt, die man bewachen muss. Dort gibt es die meiste Unterstützung in der Bevölkerung. Aber ich habe im Forum auch gelesen, dass selbst die Bevölkerung in der rechten Sektor Hochburg Dnepropetrowsk sich einen Einmarsch der Rebellenarmee wünscht, um vom Oligarchen Kolomoiski befreit zu werden.

    • frank_meck - 28. August 2014

      Hier ein weiteres Beispiel für die Zwangsukrainisierung in Odessa:

      http://rusvesna.su/news/1409205430

      Bitte die Fotos anschauen und die Gesichter. Allen Lehrern für das Lehrerkollegium zur Eröffnung des neuen Schuljahres wurde von der Gebietsverwaltung “empfohlen”, die ukrainische Nationalkleidung anzuziehen. Odessa ist mehrheitlich und traditionell russischsprachig und gehört zum “prorussischem” Südosten des Landes. Es findet in der Ukraine gegenwärtig eine Lustration (Bereinigung) im gesamten Land statt (von der Rada beschlossen). Bevor man da seinen Job verliert, ziehen sich viele Lehrer lieber karnevalsmässig an.

  • Holly01 - 28. August 2014

    Sollte in Deutschland eine Situation eintreten, bei der das Menschenbild und die Menschenachtung der Medien und der Politiker eine Rolle spielen:

    Schaut euch die show in der Ukraine genau an. Zehntausende Tote. Millionen Menschen ohne jede Versorgung. Ein Land im chaos. Eine Rückkehr zu so etwas wie Normalität ist praktisch ausgeschlossen.
    Schaut euch Jugoslawien an. Wirtschaftlich völlig ruiniert. Die Serben geben ihren Ausverkauf bekannt und veröffentlichen ihre “want to sell” Liste.
    Auch dort ist so etwas wie Normalität auch nach über 20 jahren nur ein Wort, eine leere Hülse.
    Schaut euch den Irak an. Die Zahl der gesunden Babies die dort geboren werden liegt im einstelligen Prozent Bereich.

    DAS ist die Wertegemeinschaft die unsere Polis meinen…….. schaut es euch so lange in Ruhe aus der Ferne an, bis die ihre “Inhalte” auch in Deutschland anwenden.
    H4 war nur ein Anfang, die Kriminalisierung von Armut ist der nächste Schritt.
    Die Reisefreizügigkeit der Menschen wird bereits eingeschränkt und die garantierte freie Wohnungswahl innerhalb der EU ist auch nur noch Lippenbekenntniss.
    Wertegemeinschaft …….. pfffffff

    • dank - 28. August 2014

      Vielleicht wurde dieses Neusprech-Wort allgemein nur Falsch verstanden: “Wertegemeinschaft ”
      a) Werte wie Geld, Gold, Boden – alle Menschen werden in die Gemeinschaft eingefasst – dann sind alle Werte beisammen. Täuscht aber nur über “die Armut” des Einzelnen hinweg.
      b) In dieser Gemeinschaft geht es nur noch um Werte (http://de.wikipedia.org/wiki/Wert_(Wirtschaft)) –> “westliche Wertegemeinschaft”:

      NeoCons gekreuzt mit NeoLibs – daraus rollt unten eine renationalisierende Welle durch die Länder, während die obere Schicht immer weiter nach globaler Privatisierung, Rendite und Monetarisierung schreit. Diese sich immer weiter öffnende Schere muss zwangsläufig zuschnappen, was auch auf anderen Gebieten zu Kettenreaktionen führt.

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