EU verhängt Wirtschaftssanktionen gegen Russland – die Sanktions-Rechnung ohne die BRICS gemacht?

von am 29. Juli 2014 in Allgemein

Nun hat die EU also Ernst gemacht und erstmals Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt, die auf ein Jahr begrenzt sind und nach drei Monaten erstmals überprüft werden sollen. Russischen Banken mit Staatsbeteiligung von mehr als 50 Prozent soll der Zugang zum europäischen Finanzmarkt erschwert, der Export von Rüstungsgütern, Gütern mit sowohl ziviler als auch militärischer Verwendung sowie von Hochtechnologie, vor allem im Bereich der Ölförderung, soll eingeschränkt werden. (1)

Präsident Obama hat die EU-Chefs auf seine Russlandlinie gebracht

Schon gestern hatte sich Präsident Obama in einer Videokonferenz mit den Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien auf härtere Sanktionen gegen Russland verständigt. Die EU-Botschafter haben heute darüber beraten und dies exekutiert.

Der Grund: Die Lage in der Ukraine ist nicht besser geworden und Russland wird dafür verantwortlich gemacht.

Bewiesen ist das nicht, ebenso wenig wie die Anschuldigungen gegenüber den Separatisten in der Ostukraine und Russland im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17. Gleichwohl war letzteres der Grund für Bundeskanzlerin Merkel, auf europäischer Ebene bei der Verhängung von Sanktionen nicht mehr länger zu bremsen. Die New York Times berichtet, dass laut US-Angaben sie es war, die in der gestrigen Videokonferenz der fünf Staatschefs eine Verständigung auf härtere Sanktionen möglich gemacht hat. (2)

Freilich wurden keine Sanktionen gegen die Ukraine verhängt, weil sie ihren „Anti-Terror“-Kampf in der Ostukraine mit unverminderter Vehemenz fortsetzt und dabei zivile Opfer in Kauf nimmt. Die Regierung in Kiew eskaliert die Krise somit offenbar nicht. Im Gegenteil, sie wird in ihrem Kampf, der die Ukraine, die ohnehin schon am Rande der Pleite steht, seit April 128 Millionen Dollar pro Monat kostet, vom Westen unterstützt. Das ist jedenfalls die Zahl, die das Finanzministerium in Kiew angibt. (3)

Es klingt zynisch, doch warum sollte das irgendjemanden überraschen?

Israel werden wegen des „Anti-Terror“-Kampfes im Gaza-Streifen, bei dem bereits Hunderte Zivilisten, auch viele Kinder, zu Tode gekommen sind, schließlich auch keine Sanktionen angedroht. Was würde der Westen sagen und vor allem tun, wenn die Bilanz des Todes umgekehrt über 1.000 Tote auf israelischer Seite ausweisen würde?

Die Sanktionsspirale zieht weitere Staaten in den Konflikt hinein

Die jetzt beschlossenen EU-Sanktionen sollen Russland zu einer anderen Ukraine-Politik zwingen. Das ist offiziell das Ziel.

Doch unabhängig davon, dass gar nicht klar ist, ob Russland etwas anders machen und damit tatsächlich eine Deeskalation des Ukraine-Konflikts bewirken könnte – schließlich ist weder belegt, dass die Lage nur wegen Russland eskaliert, noch dass Russlands Einfluss in der Ukraine ausreichend groß ist – wird niemand ernsthaft glauben, dass Moskau sich davon beeindrucken lässt. Egal, ob Russland zu Recht oder zu Unrecht beschuldigt und bestraft wird, Moskau wird seine Ukraine-Politik nicht ändern.

Natürlich treffen Wirtschaftssanktionen Russland. Andererseits treffen sie auch die europäische Wirtschaft und ganz besonders die deutsche. Es wäre jedoch naiv anzunehmen, negative wirtschaftliche Konsequenzen gingen ausschließlich von Maßnahmen aus, denen offiziell das Etikett „Wirtschaftssanktion“ angeheftet wurde. Wer glaubt ernsthaft, dass europäische und deutsche Unternehmen infolge des politischen Konflikts, der ohnehin schon länger auf dem Rücken der Bevölkerung in der Ukraine und der Wirtschaft in allen politisch involvierten Staaten ausgetragen wird, nicht auch von und in Russland die Quittung für die EU-Sanktionen bekommen werden?

Doch genau genommen müssen exportorientierte deutsche und europäische Unternehmen sogar froh sein, wenn sie nur in Russland Geschäftseinbußen hinnehmen müssen.

Bleibt China im Konflikt neutral?

Denn was ist, wenn sich die Führung in Peking aus Solidarität mit dem BRICS-Partner Russland entschließt, den westlichen Unternehmen in China (noch ein paar mehr) Steine in den Weg zu legen?

Bedingt durch die Umstellung von Chinas bisher auf Exporten basierenden Wachstumskonzepts auf die Binnennachfrage wird die chinesische Regierung ohnehin dafür sorgen (müssen), dass weniger die Umsätze ausländischer Unternehmen, sondern vor allem die der heimischen Unternehmen steigen, weil deren Gewinne im Land bleiben. Ludwig Erhard hat es jedenfalls so gemacht – wenn auch mit anderen Mitteln. Der Aufstieg der deutschen Wirtschaft gelang, weil es eine enorme unbefriedigte Binnennachfrage gab und diese von deutschen Unternehmen befriedigt wurde, was viele und zunehmend besser bezahlte Jobs brachte.

Es ist angesichts der Eskalation des Ukraine-Konflikts mit Russland keineswegs ausgeschlossen, sondern eher wahrscheinlich, dass China Russland verstärkt unterstützen wird. Dies ergibt sich vor allem aus den Vorhaben und Zielen der BRICS-Staaten.

Die BRICS-Staaten fordern die von den USA geprägte internationale Geld- und Finanzordnung heraus

Die sogenannten BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – haben auf ihrem Gipfeltreffen in Brasilien Mitte Juli die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank und eines eigenen Währungsfonds beschlossen, weil die USA Reformen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds blockieren. Es geht darum, dass die Schwellenländer entsprechend ihres über die Jahre stetig vergrößerten Anteils an der Weltwirtschaftsleistung in diesen Institutionen endlich auch mehr Mitspracherechte bekommen. Der Beschluss zur Gründung fiel zwei Tage vor dem Absturz des Fluges MH17 in der Ukraine. Er ist – nicht nur deswegen – in den westlichen Medien beinahe unbemerkt geblieben.

Dieser Schritt könnte dazu führen, dass der Dollar seinen Leitwährungsstatus verliert. (4) Denn die Ära der Dollar-Dominanz begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit den Beschlüssen von Bretton Woods 1944 zur neuen internationalen Geld- und Finanzordnung. Teil dieser Beschlüsse und dieser neuen Ordnung waren und sind die Weltbank und der Internationale Währungsfonds. Die beiden BRICS-Institutionen erfüllen dieselben Funktionen und sind ausdrücklich eine Antwort auf die Reformverweigerung der USA.

Die Existenz neuer internationaler Finanzinstitutionen stellt die bisherige, von den USA geprägte und dominierte internationale Geld- und Finanzordnung in Frage. Wer Finanzhilfen an Staaten vergibt, der stellt auch die Regeln dafür auf und legt die Bedingungen fest, an die sie geknüpft werden. Der Beschluss des BRICS-Gipfels von Fortaleza in Brasilien sieht vor, dass die neuen Institutionen offen für neue Mitglieder sind. (5) Länder, die höchst unzufrieden mit den IWF-Bedingungen für Finanzhilfen und mit dem Dollar sind, gibt es genug und die finanzielle Ausstattung der BRICS-Institutionen – zu Beginn beträgt der finanzielle Spielraum jeweils 100 Milliarden Dollar (6) – wird zweifelsohne weiter aufgestockt werden.

Neue Abkommen schmälern sukzessive die Bedeutung des Dollar

Die BRICS-Institutionen sind neben den zunehmend abgeschlossen Abkommen für Handel in Landeswährung ein weiterer wesentlicher Schritt zum Umbau der internationalen Geld- und Finanzordnung. Diese institutionellen Veränderungen spiegeln sich auch in den Zahlen wider. So hatte beispielsweise Chinas Handel in Renminbi im Jahr 2013 ein Volumen von 746 Milliarden Dollar. Das sind zwar nur 2,5 Prozent des globalen Handels, aber es entspricht gegenüber 2012 einer Steigerung um 57,5 Prozent. (7) In diesem Jahr ist bereits eine Reihe weiterer Verträge über den Handel in Renminbi abgeschlossen worden. In fünf Jahren soll der Renminbi, so das Ziel Chinas, die weltweit drittbedeutendste Währung hinter dem Dollar und dem Euro sein und damit den japanischen Yen und das britischen Pfund überholt haben. (8)

Die genannten Maßnahmen sowie andere Schritte führen insgesamt dazu, dass der Dollar als Handels- und Reservewährung sukzessive weniger stark nachgefragt wird. Dollars sind nichts anderes als Schuldscheine. Insofern bedeutet ein Rückgang der weltweiten Dollarnachfrage für die USA auch eine zunehmende Begrenzung der Möglichkeiten, sich im Ausland zu verschulden. Die Möglichkeit, sich praktisch unbegrenzt im Ausland zu verschulden, ergibt sich für die USA aus der bisherigen internationalen Geld- und Finanzordnung mit dem Dollar als Leitwährung. Und bisher steigt die Staatsverschuldung der USA unentwegt. Seit Anfang der 70er Jahre ist der Dollar nicht mehr goldgedeckt, das heißt, nicht mehr mit Sicherheiten unterlegt. Die US-Handelsbilanz weist Monat für Monat ein dickes Defizit auf. Die USA leben weit über ihre Verhältnisse.

Die Dollarnachfrage ergibt sich unter anderem auch zwingend daraus, dass Öl und viele Rohstoffe in Dollar bezahlt werden müssen. Russland, der weltgrößte Energielieferant, hat aber bereits Schritte unternommen, um bei der Abwicklung von Öl- und Gasgeschäften (9) sowie auch von allen anderen geschäftlichen Transaktionen (10) auf den Dollar zu verzichten. China wiederum ist der weltgrößte Energieimporteur und hat jüngst mit Russland einen Vertrag über Gaslieferungen im Gesamtvolumen von 400 Milliarden Dollar geschlossen. (11) Inwieweit diese Lieferungen nicht mehr in Dollar, sondern in Renminbi abgewickelt werden, darüber schweigen sich beide Seiten aus. (12) Dies war aber definitiv bis unmittelbar vor Vertragsunterzeichnung fester Bestandteil der Verhandlungen. (13) Nebenbei bemerkt verringert Russland damit auch seine Abhängigkeit von Europa als Abnehmer und vergrößert seinen Spielraum bei künftigen Preisverhandlungen.

Ohne BRICS-Initiativen wäre das Leben für die USA leichter

Die Gründung der BRICS-Institutionen ist für die USA insofern absolut eine durchaus Besorgnis erregende Entwicklung.

Das weiß der russische Präsident Wladimir Putin in Moskau, das weiß auch der chinesische Staatspräsident Xi Jinping in Peking. Sie wissen ebenfalls, dass die Frage der Zukunftsperspektiven der BRICS als Staatengruppe eine Frage des Zusammenhalts und der Stärke ist – in wirtschaftlichen, finanziellen wie auch in damit verbundenen politischen Fragen.

Die im Konflikt mit Russland beschlossenen Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union und der USA stellen insofern eindeutig nicht nur eine Belastungsprobe für die BRICS-Gruppe dar. Sie sind – so unmittelbar nach den historischen Beschlüssen des BRICS-Gipfels – auch eine existenzielle Herausforderung, der sie sich deswegen nicht werden entziehen können. Das gilt selbstverständlich gerade auch für China, das das mit Abstand größte aktive Interesse an der Realisierung der Ziele und Vorhaben der BRICS-Gruppe hat.

Russland ist für die BRICS-Gruppe sehr wichtig. Für die BRICS ist der Konflikt des Westens mit Russland in der Bedeutung vergleichbar mit der Euro-Krise für die Europäische Union.

Für China sind die BRICS ohne Russland nichts

Chinas Staatspräsident Xi Jinping kann und wird im Konflikt zwischen dem Westen und Russland nicht auf der Seite des Westens stehen. Das sollte niemand glauben. Er kann und wird auch nicht neutral bleiben, denn eine massive wirtschaftliche, finanzielle und politische Schwächung Russlands, Chinas stärkstem Partner in der BRICS-Gruppe, kann absolut nicht in seinem Interesse sein.

Mit Chinas Zurückhaltung und Xi´s Versuch, abzuwarten und neutral zu bleiben, ist es seit dem Streit um die Schuld am Absturz von Flug MH17 vorbei. Darauf deuten die auf den Absturz und den Ukraine-Konflikt des Westens mit Russland bezogenen Berichte und Kommentare in den chinesischen Staatsmedien, die nichts anderes als den Regierungswillen wiedergeben, inzwischen ganz klar hin. (14)

Für die EU sind Wirtschaftssanktionen riskant, für die USA nicht

Mit den heute beschlossenen Wirtschaftssanktionen haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union so betrachtet auf ein hoch riskantes Spiel eingelassen, das ihnen oder besser gesagt der europäischen Wirtschaft nicht nur in Russland, sondern möglicherweise auch auf dem chinesischen Markt empfindliche Umsatz- und vor allem Wachstumseinbußen bescheren kann. Die Abhängigkeit Europas und insbesondere der deutschen Wirtschaft vom chinesischen Markt ist hoch. Hinzu kommt außerdem noch der jenseits von Russland angerichtete politische Schaden, insbesondere in den Schwellenländern.

Europas Wirtschaft könnte also am Ende weit mehr verlieren als viele anzunehmen scheinen, die bisher in Deutschland und in Europa Wirtschaftssanktionen gegen Russland als „verkraftbar“ befürwortet und vorangetrieben haben. Für die USA gilt das nicht. Sie riskieren wirtschaftlich erheblich weniger, weil die US-Wirtschaft in Russland weit weniger stark engagiert ist.

Wenn China das Spiel – offen oder verdeckt – mitspielt, wird Europas Sanktions-Rechnung nicht nur nicht aufgehen, sondern möglicherweise gravierende wirtschaftliche Einbußen nach sich ziehen. Das wird die US-Regierung nicht stören. Im Gegenteil.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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104 KommentareKommentieren

  • Hartwig - 29. Juli 2014

    (1) http://www.presstv.ir/detail/2014/07/24/372574/us-intelligence-russia-didnt-do-it/

    Die CIA gab bekannt, das Russland nicht abgeschossen hat. Aus meiner Sicht zöge das eine Anklage nach sich, weil die Vorgesetzten nun wissen, dass sie die Aufklärung eines Mordes verhindern. (Durch Zurückhalten der Flugsicherungsdaten etwa.).

    Dazu PCR: http://www.countercurrents.org/roberts240714.htm

    (2) Wem nützt es?
    Nützt es Deutschland?
    Wem nützen die Sanktionen gegenüber Russland?
    Der deutschen Wirtschaft nutzen sie nicht.
    Dem deutschen Volk, so man das denn noch für relevant erachtet, auch nicht.
    Der Ukraine nutzen sie schon gar nicht. Eher im Gegenteil.
    Die Waffenlieferungen an die Ostukraine werden sie nicht eindämmen. Auch hier ist eher das Gegenteil zu erwarten.

    Warum also Sanktionen?
    Was ist der rationale Kern dieser Elitenermunterung zur Wirtschaftskriegsführung?

    (3) Russland soll von seinen politischen und wirtschaftlichen Verbindungen abgeschnitten werden.

    Russland soll zu einem Pariastaat werden, also ein isoliertes Land. Also das, was man mit Nordkorea macht. Jetzt übt Obama Druck auf die EU aus, diesem Ruf zu folgen. Und sie folgen.
    Die Lügen mit denen die Sanktionen beschlossen werden, sind natürlich politisch.

    Putin kann jetzt machen was er will, die Politik des Containments wurde bereits eingeleitet. Wenn er noch mehr entgegenkommt würde, wird das sofort als Schwäche ausgelegt und ausgeschlachtet.

    Die BRICS Staaten werden niemals bereit sein, diese Politik mitzutragen. Dieses Containment wird scheitern, aber große wirtschaftliche Schäden für EU und RUS bewirken.

    Was rechnet sich die EU dabei aus?
    Die EU war der Tod Europas.
    Die EU als Friedensgarant?

    Die Barroso-EU hat spätestens ab 2013 aktiv mitgeholfen, die legal gewählte Regierung Janukovich in Kiew durch einen blutigen (mehr als 150 unaufgeklärte Morde) Putsch aus Amt und Land zu jagen. Sie war nicht Alleintäter, gewiss, aber doch wichtiger Helfer des Haupttäters USA.

    (4) Was seit dem ersten Europa-Vertrag 1951, also in mehr als sechs Jahrzehnten, als Friedens-goodwill der EU entstanden war, ist dahin. Die EU ist diskreditiert – ein- für allemal. Und Poroschenko lässt mit Streubomben schießen – mitten in Europa.

    Alles klar.

    • SLE - 29. Juli 2014

      Hallo Hartwig,

      Danke, dass Sie Punkt (4) auch angesprochen haben. Was gegenwärtig geschieht, ist ein historisches Versagen einer Institution deren zentrales Ziel – wie noch vor wenigen Wochen u.a. von Kanzlerin Merkel betont – Friedenssicherung in Europa war!

      Es wurde von den Regierungen in der EU von Beginn an immer von Deeskalation geredet. Geschehen ist exakt das Gegenteil, abgesehen von dem müden und letztlich innerhalb von 24 Stunden wieder gescheiterten Versuch, in den Genfer Gesprächen einer diplomatischen Lösung den Weg zu ebnen.

      Da die Situation immer weiter eskaliert ist, wählt man den schier unerträglichen Weg, einfach Russland alle Schuld dafür zuzuweisen und zu manipulieren, damit “es passt”, statt selbst Mitschuld, grobe Fehler und mangelnde Bereitschaft zur vernünftigen Konfliktlösung einzugestehen. Selbst mit viel gutem Willen kann man das nicht mehr als Friedenssicherung in Europa bezeichnen.

      Viele Grüße
      SLE

    • Chotschen - 29. Juli 2014

      “Die Waffenlieferungen an die Ostukraine werden sie nicht eindämmen. Auch hier ist eher das Gegenteil zu erwarten.”

      Ich weiß es gerade nicht besser, aber ist es denn überhaupt schon ausdrücklich belegt worden, ob und wieviele Waffen/Mannschaften Russland an die Ostukraine liefert? Ich selbst habe in einer kurzen Recherche nichts gefunden.

      Das die Separatisten-Führungsriege fast ausschließlich russische Nationalisten sind, und es sicherlich auch einiges an Know-How von erfahrenen russischen Nationalisten/Kämpfern/Soldaten über die Grenze geschafft hat, halte ich für wahrscheinlich. Davon muss Putin eigentlich gewusst haben, unabhängig davon, wie groß sein Einfluss auf die Separatisten ist. Aber wieviele der aktuellen Kämpfer kommen denn aus Russland? Kann es nicht auch sein, dass die USA und die Ukraine den Verlust ukrainischen Materials an die Rebellen mit diesen Vorwürfen vertuschen wollen, um die Kampfmoral der ukrainischen Armee zu stabilisieren? Zutrauen würde ich Putin alles, aber das macht ihn ja nicht für alles verantwortlich.

      Dazu bräuchte man dringend ein paar Fakten. Das letzte was ich hörte war die Anschuldigung der UN, dass die Seperatisten zunehmend professioneller werden. Aber das mus ja nicht zwangsläufig auf russische Unterstützung hinauslaufen, sondern kann auch Ergebnis andauernder Kämpfe und Ausbildung sein.

      • SLE - 30. Juli 2014

        Hallo Chotschen,

        der neueste Vorwurf der USA an die Adresse Russland ist die Verletzung des Vertrages über Nukleare Mittelstreckenraketen (Intermediate-range Nuklear Forces (INF)) von 1987, durch Test einer danach verbotenen Rakete.

        sihe dazu: http://www.nytimes.com/2014/07/29/world/europe/us-says-russia-tested-cruise-missile-in-violation-of-treaty.html?emc=edit_na_20140728&nlid=69028547

        Das ist allerdings kein neues Thema. Die USA haben schon im Mai 2013 den Verdacht ausgesprochen, aber nachdem dei Russen gesagt haben, sie prüften das, ist nichts weiter geschehen. Im Februar 2014 hat sie es nochmals mit den Russen erörtert und am letzten Sonntag hat es dann Kerry erstmals mit Lawrow im Telefonat thematisiert.

        Die USA scheinen gegenwärtig alles auszugraben, womit sie Russland irgendwie unter Druck setzen können.

        Viele Grüße
        SLE

        • Rolmag - 30. Juli 2014

          “Die USA scheinen gegenwärtig alles auszugraben, womit sie Russland irgendwie unter Druck setzen können.”

          Hauptsache, die stoßen dabei nicht auf die Leichen im eigenen Garten.

          Absolut faszinierend in dem Zusammenhang die ÖR-Berichte und Dokus über den Vietnamkrieg sind seit einiger Zeit merklich USA-freundlicher. Jetzt heißen die Soldaten Nordvietnams beispielsweise wieder Vietcong anstatt Vietminh. Nur ein kleines Detail was aber viel verrät!

          Die Vietcong waren Partisanen, entweder der ÖR ist blöde oder manipuliert.

          Und die Selbstdarstellung der Amis ist krank, sogar bei deren Kriegsfilmen über das abscheulichste Verbrechen seit dem 2. WK ist fast immer ein Soldat der Held der voll die Menschlichkeit in sich trägt und deren Schandtaten so relativiert oder so.

      • sunwalker - 30. Juli 2014

        Hallo Chotchen,

        anbei eine Seite, die direkt von der Ostukrainischen Seite berichtet. Da kann man auch die eine oder andere Zahl und Hintergründe finden – so denn die Seite auch authentisch ist.

        http://donbassfront.livejournal.com/

        Vielleicht hilft es.

    • Rolmag - 30. Juli 2014

      “Und Poroschenko lässt mit Streubomben schießen”

      Wenn das stimmt, dann machen sich unsere Politiker, die das mit unserem Steuergeld finanzieren zu Mittätern. Unsere Politiker haben damit Blut von unschuldigen Zivilisten an ihren Fingern kleben.

      Und das Einzige woran die denken sind Sanktionen gegen Russland, die auf Annahmen und sehr dürftigen Beweisen basieren, während Poroscheno die absolute Narrenfreiheit besitzt und diese vollumfänglich ausnutzt.

      Bis vor ein paar Tagen hätte ich gesagt, unsere Politik verliert ihr Gesicht aber das reicht nun bei weitem nicht mehr, nun sind es Kriegsverbrecher, die einen Angriffskrieg gegen die Zivilbevölkerung voll unterstützen. Ich glaube nicht einmal, dass Poroschenko hinter verschlossenen Türen zur Mäßigung aufgefordert wird, dafür sind unsere Politiker nämlich zu dumm, uneinsichtig und schwach.

  • thewisemansfear - 29. Juli 2014

    Tja, die internationale Währungsordnung. Möchte dazu nochmal auf diesen sehenswerten Vortrag von Steve Keen hinweisen, der darin die Entscheidungen von Bretton Woods analysiert:
    http://youtu.be/FoLyd_Hq32Q?t=15m47s
    Keynes Idee des “Bancor” als internationale Weltreservewährung ist zigmal gerechter als einem einzelnen Land zu erlauben, dass seine “private” Währung so geadelt wird. Er nennt es süffisant “dollar hegemoney”, was wie die Faust aufs Auge passt.
    Im Vortrag wird auch erklärt, wie man sich ein mehrstufiges Geldsystem vorstellen muss und dass die “Reserven” eben nur auf der dafür vorgesehenen Hierarchieebene zum Einsatz kommen dürften.

  • Kaeufer - 29. Juli 2014

    Wer sind eigentlich diese “EU-Botschafter” und welchem Parlament sind die verantwortlich?
    Scheint mir ein ideales Konstrukt um von der Verantwortlichkeit nationaler, abwählbarer Politiker abzulenken.

  • Delta120 - 29. Juli 2014

    Man muss hier die jetzige Lage Globalstrategisch auch betrachten. Die USA stehen finanzell unter Druck während sich Russland dank des explodierten Öl und Gaspreises schneller erholt als es dem Westen lieb sein kann. Denn die Russen lassen den Westen praktisch nicht die russischen Gasfelder ausbeuten. Wenn Russland dann auch noch seine Pipline nach China und Indien fertiggestellt hat, dann ist es vom Westen völlig unabhängig, ja es kann sogar den Gashahn nach Westen schließen denn das Geld aus China und Indien reicht ja.

    Daher wird hier der Kalte Krieg gegen Russland wieder entdeckt. Russland kann daher tun, was es will, es wird und muss immer schuldig sein. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die anderen BRICS sich entscheiden müssen auf welcher Seite sie stehen. Denn ohne China auf unserer Seite oder als unserer Gegner als neuer Teil des Ostblock werden wir die sicheren Verlierer sein.

    Da China die finanzelle Vorherschaft des Dollar mit der BRICS Bank angreift, kann es nur an der Seite Russlands bleiben, womit China unserer nächster schwerer Gegner ist. Man schlidert hier so rein in den Krieg, wie vor 100 Jahren mit Sarajevo. Plötzlich ist es ein Weltkrieg.

    Vor 100 Jahren zogen die Massen jubelnd in den Krieg. Heute sind es die Oligrachen in Ost und West. Zu hoffen wäre es, dass der finanzelle Ruin dort reiche Beute macht wie der Gevatter Tod vor 100 Jahrren. Leider wird es nicht nur die Oligrachen treffen sondern vor allem die Arbeittslosen.

  • Martino - 29. Juli 2014

    hier gibt´s die Marsch-Route für die nächsten Wochen….

    https://beta.congress.gov/bill/113th-congress/senate-bill/2277/text

    Sec. 101. Strengthening United States assistance and force posture in
    Europe and Eurasia.
    Sec. 102. United States efforts to strengthen the NATO alliance.
    Sec. 103. Expanded support for Poland and the Baltic states.
    Sec. 104. Accelerating implementation of European and NATO missile
    defense efforts.
    Sec. 105. Strengthened United States-German cooperation on global and
    European security issues.
    TITLE II–DETERRING FURTHER RUSSIAN AGGRESSION IN EUROPE

    Sec. 201. United States policy toward Russian aggression in Europe.
    Sec. 202. Sanctions to address continuing aggression of the Russian
    Federation toward Ukraine.

  • dank - 30. Juli 2014

    Jetzt is es raus – der Wahnsinn – tja, kann ja keiner sagen, UNSERE Medien hätten uns nicht gewarnt:

    “One person close to Mr Putin said the Yukos ruling was insignificant in light of the bigger geopolitical stand-off over Ukraine. “There is a war coming in Europe,” he said. “Do you really think this matters?””
    http://www.ft.com/intl/cms/s/0/b01cfb72-1669-11e4-8210-00144feabdc0.html#axzz38tg3FwPS

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/29/putin-vertrauer-es-wird-krieg-in-europa-geben/

    http://www.paulcraigroberts.org/2014/07/28/war-coming-paul-craig-roberts/ !!!

    Es steht zu hoffen, dass das die Medien nur so hinzuerfunden haben und dass alles noch nicht bereits so weit gegoren ist.

    Zum Thema Forderungen der EU & USA an RUS:
    Economic hitman: Wir stellen Forderungen die nicht erfüllbar sind (oder deren Erfüllungen nicht nachweisbar sind)
    https://www.youtube.com/watch?v=8–RiO_9I2M

  • JK - 30. Juli 2014

    Heiner Flassbeck zum Thema Sanktionen gegen Russland. Ich könnte gar nicht mehr zustimmen.

    “Erstens hilft die schon in Gang gekommene Abwertung des Rubel, die Abhängigkeit von Importen zu vermindern. Das ist in der Tat das Beste, was dem Land [Russland] passieren kann, weil es in den vergangenen Jahren viel zu viele Güter zu Lasten der eigenen Industrie eingeführt hat, die es auch im Lande hätte produzieren können. Verringert der Westen den Verkauf solcher Güter an Russland durch Sanktionen noch zusätzlich, desto besser, weil die Umstellung auf inländische Produktion dann umso schneller geht. [...]

    Umgekehrt ist es im Westen. Wer von Rohstoffen abhängig ist und keine großen eigenen Reserven besitzt, kann sehr schnell in eine Situation geraten, in der selbst eine kleine physische Verknappung den Preis dieser Rohstoffe erheblich in die Höhe treibt ”

    http://www.flassbeck-economics.de/russland-und-die-wirtschaftssanktionen-wie-der-westen-russland-arm-und-sich-selbst-reich-rechnet/

  • Frank Bell - 30. Juli 2014

    Hallo,

    da die Amerikane so VEHEMENT Krieg wollen und alles tun, damit er kommt, muss man doch davon ausgehen, dass die US-Wirtschaft noch viel katastrophaler am Boden liegt als bislang vermutet.

    Denn durch einen Krieg könnte man vieles durch eine gelenkte Wirtschaft erreichen und durch den Waffenverbauch muss man produzieren. In den USA.

    Oder geht es nur noch um Erdöl? Die Prognosen der EIA sind alles andere als rosig. DANN dürfte aber auch ein länger andauernder Krieg zu Problemen führen. Kein Schiff, kein Flugzeug, kein Panzer funktioniert ohne Kraftstoff.

    • peterb - 30. Juli 2014

      New York Times am 13. Juni:

      “Das Fehlen großer Kriege könnte das ökonomische Wachstum schädigen”
      http://www.nytimes.com/2014/06/14/upshot/the-lack-of-major-wars-may-be-hurting-economic-growth.html?ref=business&_r=0

      Der Schreiber dieses Artikels, Professor Tyler Cowen an der George Mason University, ist Mitglied im von den bekannten Koch-Brüdern unterstützten Think-Tank “Mercatus Center”.
      Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

      • sunwalker - 30. Juli 2014

        “Das Fehlen großer Kriege könnte das ökonomische Wachstum schädigen”

        Dieser Satz an sich müsste die Leute schon aufregen.

        Der ist menschverachtend schlechthin, – einfach nur zynisch.

        Das heißt doch nur: Ökonomie dient nicht dem Menschen, sondern er hat ihr zu dienen und eben auch sein Leben mal dafür zu geben, damit es weiter gehen kann.

        Ohne Menschen gibt es keine Ökonomie – das ist wie das Arbeitsplatzgerede. Da wo ein Mensch ist, ist immer die Arbeit – nie umgekehrt. Arbeit, Ökonomie entsteht durch Menschen. Krieg ist nicht die Erzeugung von Arbeit. Krieg ist die Verringerung oder Vernichtung von Absatzmärkten, Intelligenz und Bewusstssein.
        Krieg bringt nur einer kleinen Gruppe von Menschen Profit- zum Einen den Herrschenden und zum Anderen den am Aufbau (vor Ort oder Exportfirmen) beteiligten oder im Militärsektor tätigen.
        Alle anderen verlieren. Gesamtwirtschaftlich und Entwicklungstechnisch ein dickes Minus!
        Krieg wird immer dann fällig, wenn Menschengruppen an Macht als Herrschende oder in wirtschaftlicher Weise verlieren oder der Verlust in Aussicht steht. Dh. wenn Menschen nicht in der Lage sind sich aus der bestehenden Situation heraus weiter zu entwickeln, sondern den Status Quo erhalten wollen und somit auch eine Entwicklung der Gesellschaft als Ganzes verhindern. Deshalb haben wir mittleierweile keinen Holzknüppel mehr ,sondern Atomwaffen aber das Denken und Bewusstsein ist genau aufgrund dessen immer noch in der Steinzeit verankert.

        Ich bin richtig wütend, wo ich das gerade schreibe.

        • thewisemansfear - 30. Juli 2014

          In einer offenen und schonungslosen Analyse würde herauskommen, dass das “Wirtschaften” in den Industrieländern längst keiner realen Bedürfnisbefriedigung mehr gilt, sondern zum Selbstzweck verkommen ist. Daher nimmt auch die Zufriedenheit mit noch mehr Gadgets und Klimbim nicht weiter zu.
          Der Großteil der Weltbevölkerung hat solche Luxusprobleme nicht, denen fehlen z.T. die Mittel zur realen Bedürfnisbefriedigung (Nahrung, Wärme, Unterkunft). Wir sind aber Meister im Ausblenden solcher Tatsachen, ist nämlich alles weit weg…
          Was Cowen da fabriziert hat ist in der Tat an Zynismus nicht mehr zu überbieten.

          • sunwalker - 30. Juli 2014

            Ja, da sind wir einer Meinung.

            Man könnte die Situation gesamtgesellschaftlich ungefähr so beschreiben:
            Wir haben gerade ein Haus fertiggebaut und komplett eingerichtet, stehen nun davor und fragen uns, was wir nun machen…Mhhmm… – Antwort der Herrschenden….lass es uns einfach wieder abreißen, (dann bist Du beschäftigt…) Anschließend wird es wieder aufgebaut, (wieder bist Du beschäftigt…)…., dann wieder abgerissen….usw.
            Das ganze Spiel schon seit Jahrtausenden. Ein echter Qualitätssprung wäre, sich dahin zu entwickeln, das Haus gut zu nutzen, die neuen Möglichkeiten zu entdecken, die ein solches Haus bietet oder es zu entwickeln – von der Holzhütte, zum Lehmbau, zum Steinbau…. oder jetzt das Auto erfinden, landwirtschaftliche Geräte zu bauen …. usw. In der materiellen Welt machen wir das auch, aber nicht mit unserem Bewusstsein, nicht im Umgang mit uns, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt.

  • Frank Bell - 30. Juli 2014

    P.S. Wäre ein Krieg nicht in der Lage, die Arbeitslosigkeit zu senken? Ich komme drauf, weil es weiter oben erwähnt wurde.

    • zykliker - 30. Juli 2014

      Es war das Konjunkturprogramm Rüstung & Krieg, das nach 1933 die Arbeitslosigkeit in Deutschland abgebaut hat.
      Im übrigen ist das Schicksal der Unter- und unteren Mittelschicht den Entscheidern über Krieg und Frieden völlig egal: Ja, man braucht Kanonenfutter, aber aufgrund moderner Technik nicht mehr so viel wie in WK 1.
      Prosperierende Wirtschaft durch Integration von Arbeitslosen in die Wertschöpfung? Eine sozialromantische Vorstellung, die wir “Gutmenschen” haben, aber dem Gesellschaftsbild der die politischen Entscheidungen bestimmenden Oberschicht fremd sein dürfte: das Idealbild dieser “Alpha-Schicht” (frei nach Huxley) dürfte eher die Friedhofsruhe einer Bananenrepublik sein mit entsprechender Extremverteilung von Einkommen und Vermögen.
      Liegt die US-Wirtschaft am Boden? Na klar, diese Gesellschaft lebt seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse, abzulesen an der Handelsbilanz. “Jo Sixpack” wird über entsprechende durch Gehirnwäsche erzeugte Leitbilder immer tiefer in die private Verschuldung getrieben und fällt zunehmend als Wirtschaftsfaktor aus. Die “Mittelschicht” erodiert sowohl auf der Einkommensseite (Entindustrialisierung) als auch auf der Vermögensseite (Verschuldung wächst schneller als Immobilienwert und Altersrücklagen) und wird bald kaum mehr als solche existieren – was das Ziel Bananenrepublik näher bringt. Die Altersvorsorge weiter Bevölkerungsteile besteht aus Regierungsanleihen, zunehmend toxischen Unternehmensanleihen und aufgeblasenen Aktienwerten, deren Bewertung mehr und mehr an Japan 1989 erinnert (Nikkei damals knapp 40000, später unter 10000 und seither nie mehr auch nur annähernd auf dem Niveau von 1989); ein Großteil der sich ehemals mittelschichtig dünkenden Babyboomer wird den Rest seiner Tage in erbärmlicher Armut zubringen.
      Die Oberschicht kann ihren Lebensinhalt auch nicht innerhalb einer oder zweier Generationen von Raffgier mit Einkommen in Höhe von 2 – 3stelligen Eigenkapitalrenditen auf Nachhaltigkeit und Stagnation der Vermögen auf hohem Niveau umprogrammieren ( der Mensch ist ein Fahrrad, wenn er stehen bleibt, fällt er um). Da beim eigenen Volk zunehmend nichts mehr zu holen ist, müssen die Raubzüge nun international noch stärker als bisher weiter gehen…
      Diese Gesellschaft gleicht einem alternden Boxweltmeister, der seine besten Tage längst gesehen hat, in den Seilen hängt und immer wilder um sich schlägt.

  • Hartwig - 30. Juli 2014

    Statistisches Bundesamtes sagt zunächst verfälschend: nur 10 % aller Exporteure führen Waren nach Russland aus.

    Von diesem Geschwurbel nehmen sie dann doch fix Abstand: “Für über 70%dieser Unternehmen machen die Exporte nach Russland maximal ein Viertel ihrer gesamten Exporte aus.”

    Die betroffene Branche ist der Maschinenbau. Nur so nebenbei bemerkt: das ist ein deutsche Schlüsselbranche. Ich möchte das Wort Schlüsselbranche kurz kommentieren: Masch-Bau kauf Material und liefert Maschine zurück. Sehr viel echte Wertschöpfung. Sollte das wegfallen – dann sind die Werkbankländer in dem Osten der EU auch betroffen.

    Im Übrigen stellt sich die Frage, was an dieser Momentaufnahme wirklich nutzt. Wenn Skoda nicht verliert, aber Audi nicht mehr in Russland oder China wächst, dann hat das Problem der Merkel Wahlverein verursacht und darf es gustieren.

  • Frankenfurter - 30. Juli 2014

    “Der “Abschuss von Flug MH17… war der Grund für Bundeskanzlerin Merkel, auf europäischer Ebene bei der Verhängung von Sanktionen nicht mehr länger zu bremsen. Die New York Times berichtet, dass laut US-Angaben sie es war, die in der gestrigen Videokonferenz der fünf Staatschefs eine Verständigung auf härtere Sanktionen möglich gemacht hat.”

    Hiermit erkläre ich Angela Merkel zum Sicherheitsrisiko Nummer Eins für die Bundesrepublik Deutschland.

    • Hartwig - 30. Juli 2014

      Bemerkenswert!

      Deutschland verkauft seine besten Panzer an Saudi Arabien, das einen Moslem, der zum Christentum übertritt mit der Todesstrafe verurteilt und köpft.

      Deutschland verkauft seine Technologie an China, wo Katholiken verfolgt werden und zur Verwertung an die Organ Transplantations Mafia übergeben werden.

      Deutschland, 70 Jahren nach dem Holocaust, hat die besten diplomatischen Beziehungen mit Katar, das den Hamas finanziert. Das Hauptziel des Hamas ist die komplette Vernichtung Israels.

      Deutschland empört sich, was Herrn Putin angeht?

      Frau Dr. M. und Herr Dr. S. haben Deutschlands Glaubwürdigkeit nicht heute verspielt. Sondern unter Ersatz durch Kriegsrethorik schon lange ausgelöscht.

      Europa starb wirklich mit der EU – und die begann mit der Ausbombung Jugoslawiens. Das ist das Datum – schon vor 2000. Mir geht es wir “Frankfurter” – ich bemerke ich das erst viel später. Heute kann ich mich aber nicht darüber freuen, dass es anderen ähnlich ergeht wir mir…..

      • Frank Bell - 30. Juli 2014

        Die Ausbombung Jugoslawiens habe ich bereits von Beginn an, also sofort, kritisiert.

        Das schlimme war, dass man mich dann immer darauf hingewiesen hat, dass jetzt alles anders sei, da die SPD und die Grünen DAFÜR sind.

        Also CDU/FDP = schlechter Krieg, SPD/Grün = guter Krieg.

        Seitdem weiss ich, was ich von den Politganoven zu halten habe. Und nicht nur von denen in Berlin!

        Denn der ach so tolle Clinton hat das in die Wege geleitet.

  • Hartwig - 30. Juli 2014

    MH 17 Abschuss vermutlich geklärt – viel Sachverstand benötigt man nicht, aber schon klare Kenntniss. Dem Artikel ist wenig hinzuzufügen und die These wurde ja von Anfang an von den Russen auch angefragt und vermutlich hat man das den Holländern längst gesagt.

    Unglaublich.

    http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/

  • JL - 30. Juli 2014

    Man kann durchaus davon ausgehen, daß die BRICS- Staaten alle möglichen Varianten einer Verschlechterung der Beziehungen zum Westen schon mal durchgespielt haben. Hier wurden sicher strategische wie wirtschaftliche Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen, bevor man den nächsten Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Politik und Geld der USA vollzog.

    Also muß man nun fragen, woher die BRICS- Länder einen- vielleicht sogar entscheidenden- Vorteil für sich erkennen wollen.

    Der Westen hat eine ganze Reihe global aufgestellter Unternehmen, welche de facto marktbeherrschend sind und der Westen hat einen wenig bis nichtmehr wachsenden Markt.
    Die BRICS haben eher unterentwickelte Märkte mit jeder Menge möglichen Wachstumspotential, dafür aber kaum global aufgestellte Unternehmen.

    Die BRICS werden also bei Sanktionen mittelfristig die eigentlichen Gewinner sein, denn westliche Unternehmen werden wohl Marktanteile verlieren und die betroffenen Länder werden unliebsame Konkurrenz los, die dortigen Firmen können also wachsen. Auch vorstellbar ist die „versehentliche“ Störung von Produktionen oder ganzen Zulieferketten. China hat dies bereits in 2012 mal einfach so mit dem Exportverbot von seltenen Erden vorexerziert (Begründung damals: Umweltschutz). Selbst amerikanische Farmer wissen mittlerweile, daß die buchstabengetreue Auslegung von chinesischen Gesetzen wirklich schlecht ist- 85% der Weizenimporte aus Amerika wurden 2013 abgelehnt, da gentechnisch belastet.

    Auch die angekündigten finanziellen Strafmaßnahmen werden sich vermutlich in das Gegenteil umkehren. Kann das Geld nicht mehr international zirkulieren bleibt es im Land. Da muß dann wohl die FED einspringen um amerikanische Anleihen aufzukaufen- vielleicht sogar die, welche Chinesen und Russen auf den Markt werfen könnten (Siehe Belgien).

    Und wenn der politische Druck aus Europa weiter steigt, könnte der von Gas nach Europa abnehmen. Putin dreht dann einfach den Spieß um und beschuldigt die Ukraine des Gasdiebstahls, Befürchtungen hierzu wurden in diesem Frühjahr schon mal vorsorglich geäußert.

    Ergo: Die gegenwärtige Politik der EU,unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Zustände in der Eurozone, grenzt fast schon an vorsätzlicher Selbstverstümmelung.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • SLE - 30. Juli 2014

      Es geht schon los. Russland hat ein Importverbot für Obst und Gemüse aus Polen verhängt. Grund: Pestizidbelastungen.

      Da geht´s um viel Geld. Polen ist einer der wichtgsten Obst- und Gemüsenlieferanten für Russland.

      siehe dazu: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/russland-importstopp-100.html

      Grüße
      SLE

  • Basisdemokrat - 30. Juli 2014

    KenFM im Gespräch mit Willy Wimmer über: Absturz der MH17 und die Instrumentalisierung

    https://www.youtube.com/watch?v=Ctmbfig00tw

    Gruß BD

  • SLE - 30. Juli 2014

    Hier eine interessante Analyse zur politischen Bedeutung der Rechtsextremen in der Ukraine, die wohl in der Bundesregierung wahrscheinlich niemand zur Kenntnis nehmen wird:

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58924

    Grüße
    SLE

    • DL - 30. Juli 2014

      Dazu passen nochmal:

      Hintergründe und Ausführung des Gewerkschaftshaus-Massakers in Odessa als abgekartetes Spiel unter falscher Flagge (wichtige Rolle dabei die Privatisierung (!) von Polizei und Militär, die für sowas ganz neue Möglichkeiten bietet):

      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58924

      Sowie die Querverbindungen zwischen Oligarch und Batallions-Besitzer AIhor Kolomojisky zum Westen:

      http://www.voltairenet.org/article183867.html

      Und weil das mit MH 17 nicht so gut geklappt hat, sind neue, andere Dinge zu befürchten bzw werden wahrscheinlicher – Anschläge in ukrainischen Großstädten, um sie den “prorussischen Terroristen in die Schuhe schieben und loslegen zu können? Hoffentlich nicht:

      http://donbassfront.livejournal.com/

      Ich glaube, wir hatten noch nie eine so gefährlich schlecht und dumm agierende Regierung….

      Ich habe keinen Schimmer welcher vorgeschobene Grund überhaupt noch Bestand hat um Rußland zu sanktionieren?

      Und ich teile die Auffassung derjenigen, die glauben, dass die Sanktionen Westeuropa am meisten schaden werden. Aber es nützt den USA: wirtschatflich und um den Keil zwischen Westeuropa und Rußland immer tiefer zu treiben.

      • dank - 31. Juli 2014

        “Gibt es viele Freiwillige aus Russland?
        Viele. Aus Moskau, St.Petersburg, Novgorod, Novosibirsk. Aus Sibirien, und sogar vom Altaj. Die sind zwar keine Scharfschützen, aber klasse Jäger.

        Im Zusammenhang mit den schweren Kämpfen in der letzten Zeit – kommen mehr Freiwillige oder weniger?
        Mehr. Ich denke das wird sich in der nächsten Zeit noch deutlich steigern.”
        “Als alles erst angefangen hat, waren wir etwa 100 Leute, danach 800, nun sind wir 600 Mann.

        Wieso Geister? … Das ist etwa zwei Monate her. Wir standen damals bei Novoschachtinsker Zollübergang und kriegten Besuch von der OBSE: zum Schauen, oder der Welt zeigen was passiert, weiß ich nicht mehr. Direkt danach kamen fürchterliche Bombardements. So starke, dass die ganze Gegend wo sich unsere Basis befand in Schutt und Asche gelegt wurde. Danach kam in den Ukrainischen Medien die Meldung, dass eine große „russische“ (?) Terroristeneinheit vollständig ausgelöscht wurde. Später, da standen wir bei Sverdlowsk in Lugansker Bezirk, wurden die selben OBSE Inspektoren von meiner Einheit angehalten und fest genommen. Ich fuhr zu denen zusammen mit Mozgowoj. Als die uns gesehen haben, waren sie so überrascht, dass sie nur eine Frage stellen konnten: „Sie leben noch?“. Dann haben wir zu uns selbst gesagt: „wir sind Gesiter“. Ab da nennen wir uns das „Geister“-Batallion.”

        So es denn ein echtes Interview ist, schwingt auf alle Fälle des Vorwurfs an die OSZE mit, das just nach der Kontrolle Bombenhagel folgt. Dass die Separatisten auf solche “Beobachter” reagieren und das Vertrauen verlieren, wundert kaum…

        http://donbassfront.livejournal.com/6741.html

  • dank - 31. Juli 2014

    Angenommen mit den 30 mm Bordkanonen der Su-25 wird das Cockpitpersonal von MH17 getötet und die Elektronik im Cockpit zerstört. Wie verhält sich das Flugzeug?
    Die Entwicklung
    OSZE-Chefs Michael Bociurkiw, ab Minute ca. 6:04:
    http://www.cbc.ca/player/News/World/ID/2478615393/
    “it almost look like Machine Gun Fire, very very strong Machine Gun Fire”, ….. “haven’t seen any Example of Missile”
    wirft eine Frage auf: Was machen mit dem oder den beiden Piloten, der/die die SU-25en flogen, damit diese die Klappe halten. Die wurden in den nächsten Tagen zufällig gleich über der OstUkraine vor Augen aller (nach zufällig befohlenen Wiederholungsflügen in der Region des MH17-Absturzes) abgeschossen (auch gerne über 5000m/über ManPadHöhe)? Und wer das mit dem Wissen über deren Tat alles veranlassen könnte, ist dann ebenfalls Spekulation, denn da kämen aus Vertuschungs-/Schweigegründen Kiew/der Westen als auch Moskau (aus Armahnungs/Rachegründen wegen der fingierten Verbrechensunterschiebung selbst oder auch versuchten PräsiMord) in Frage. Leben lassen könnte man die beiden oder auch den einen dann sicher nicht:
    http://www.stern.de/news2/aktuell/zwei-ukrainische-kampfjets-abgeschossen-2126122.html
    War nicht die Rede davon,dass einer der Piloten via Schleudersitz raus kam, während der andere verschollen galt?
    Wurde der eine unter fadenscheinigen Gründen (der andere sei ein Deserteur/Kollaborateur) instruiert den anderen runterzuholen und im Luftkampf über 5200m schossen die sich gegenseitig ab? Dazu würde es aber dann ganz sicher Radaraufzeichungen geben müssen – scheidet also aus.
    Lassen sich SU-25en, also nicht nur das Modell, sondern eindeutig die Maschine identifizieren – können das die Russen als Hersteller selbst?
    Wäre ein Erklärungsversuch für das Rumgezicke beider Seiten, was MH17 betrifft. Gunfire ist auf keinem Satellitenfoto zu sehen, schlecht nachweisbar ohne die Flugzeugteile. Nur der VoiceRekorder (in Verbindung mit der zweite Box und den Wrackteilen) kann da helfen, so makaber das klingt.

    Fatalerweise wurde auf einer Satireseite bereits die Meldung gebracht, dass der Pilot es gestanden hätte, was auch bei german.ruvr.ru für eine Falschmeldung sorgte. Jetzt wäre ein Handeln nach dem Schema möglich: Lass die Menschen die Wahrheit erfahren – verspotte und negiere es und präsentiere dann wieder die gleiche Wahrheit und sie werden es akzeptieren, da es bereits da war und es erfolgt kein lauter Aufschrei mehr. In Fall von MH17 wurden aber bereits einige Entwicklung so sicher nicht vorausgesehen und auch das Web mit dem schnellen Wissensaustausch und der Widerstand gegen “Beweise” unterschätzt.
    Wo sind die Auswertungen der Blackboxen?

  • dank - 31. Juli 2014

    Sehr markige Worte:
    “Der Westen steht zusammen, und er steht für Freiheit”
    Sind das nicht auch immer die Worte des Präsidenten in diesen Hollywood-Streifen bevor sich ganze Soldatenscharen in die alles entscheidende Schlacht stürzen? Wo hohl ist das denn?
    Von dieser Art der Freiheit können die letzten befreiten Länder (in der Demokratisierungswelle) und deren Bevölkerung ein trauriges Lied singen.
    http://www.welt.de/wirtschaft/article130704781/Der-Westen-steht-zusammen-und-er-steht-fuer-Freiheit.html

    Betreffend der Kommentare und der Likes dieser “Artikel” kippt die Stimmung der Leser und der Menschen die sich mit den Hintergründen beschäftigen im Web weiter gegen die Entscheider und Verantwortlichen.

    • MartinR - 31. Juli 2014

      Das ist ein gutes Zeichen, daß selbst bei Welt-Lesern die Stimmung kippt oder gekippt ist.
      Unsere Politiker verspielen jegliche Glaubwürdigkeit.
      Vermutlich merken sie es noch nicht einmal, weil sie hauptsächlich von Speichelleckern umgeben sind.

  • Basisdemokrat - 31. Juli 2014

    Die Parallelitäten und die hinter den Ereignissen stehende Dynamik gleicht wie schon mehrfach erwähnt der Initialzündung des 1.Weltkrieges:

    “Je größer das Produktionsvolumen der deutschen Wirtschaft wurde, desto stärker machte sich die eingeschränkte Basis des deutschen Rohstoffmarktes bemerkbar, und je weiter Deutschland in den Weltmarkt hinausgriff, desto mehr wurde diese Enge empfunden. Durch Aufkauf von Gruben, durch Erwerb von Konzessionen, durch Beteiligungen, durch Unterwanderungen, durch Zerstörung des Absatzmarktes der fremden Betriebe gelang es, im Westen sowohl in das große Minettegebiet von Longwy-Briey als auch in das Erzgebiet der Normandie einzudringen und dort festen Fuß zu fassen. Aus Sachsen griff die deutsche Industrie nach Böhmen hinüber und verband das industrielle Hauptzentrum Österreich-Ungarns mit dem mitteldeutschen. Zugleich bewirkte dieses Eindringen der deutschen Handelsbetätigung in die noch agrar-ökonomisch ausgerichtete Doppelmonarchie für deren Wirtschaft eine ständig deutlicher werdende kapitalmäßige Abhängigkeit von Deutschland. Österreich-Ungarn selbst aber war nur eine Brücke zu Südosteuropa, wo sich die deutsche »Kommerzialisierung«, wie Conrad sie nannte, in immer stärker werdendem Umfang gegenüber der österreich-ungarischen, französischen, englischen und belgischen Konkurrenz durchsetzte. Vor allem in der rumänischen Steaua Romana verstanden es die Großbanken, unter Führung der Disconto-Gesellschaft, eine mit überwiegend deutschern Kapital finanzierte Erdölproduktionsgesellschaft zur ausschließlichen Verwendung des Öls auf dem Kontinent aufzubauen. Dieses Unternehmen war, verbunden mit einer Abnehmerorganisation, die Frankreich, Belgien, Holland, Rußland, Österreich-Ungarn und Deutschland einschließen sollte, als Gegengewicht zu den übermächtigen Erdölkonzernen der Royal Dutch-Shell und der Standard Oil Company gedacht. Die Betätigung der deutschen Industrie im Gefolge staatlich unterstützter Großbankenpläne beim Bau der Anatolischen und der Bagdad-Bahn brachte ein immer stärker werdendes Engagement der deutschen Industrie auch in der Türkei mit sich. Im Osten selbst stieß vor allem die oberschlesische Industrie vor, die, angewiesen auf einen kontinentalen Absatzmarkt, sich Ost- und Südosteuropa erschloß. Ihr Ziel war es, polnische Gruben und polnisches Erz bis hinauf nach Radom unter ihre Kontrolle zu bringen. Zugleich stieß die Schwerindustrie aus der Not, in Deutschland keinerlei Stahlveredler zur Verfügung zu haben, in die ukrainischen und kaukasischen Rohstoffgebiete von Krivoi Rog und Tschiaturi (Mangangruben) vor.”

    http://kubon-sagner.e-bookshelf.de/products/reading-epub/product-id/2260736/title/Griff%2Bnach%2Bder%2BWeltmacht.html?firm=%22DROSTE%22

    Aus
    Fritz Fischer

    Griff nach der Weltmacht

    Die Kriegszielpolitik
    des kaiserlichen Deutschland
    1914/18

    Droste Verlag
    Hamburger Historiker Fritz Fischer (1908–1999), der seit den 1960er Jahren das Verständnis der deutschen Kriegspolitik maßgeblich geprägt hat.

    Zur Vorbereitung auf den (hoffentlich nicht) kommenden Krieg wird zur Zeit versucht eine widerwärtige Geschichtsrevision durchzuführen.

    http://www.wsws.org/de/articles/2014/07/31/muen-j31.html

    Gruß BD

  • Hartwig - 31. Juli 2014

    Verbal und sachlich ganz gelungene Zusammenfassung auf “Hinter der Fichte”
    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/07/mh17ruland-ard-bis-spiegel-im-time.html

  • SLE - 31. Juli 2014

    Der “Independet” berichtet, dass Merkel und Putin im Hintergrund schon seit einiger Zeit über einen Ukraine-Deal verhandeln, um den Konflikt sowie auch die Sanktionen zu beenden. Zwar sollen die Verhandlungen wegen des Absturzes von MH17 seitens Merkel unterbrochen, aber der Plan nicht aufgegeben worden sein. Es könnte weitergehen, sobald die Absturzursache von internationalen Experten geklärt wurde.

    siehe dazu hier: http://www.independent.co.uk/news/world/europe/land-for-gas-secret-german-deal-could-end-ukraine-crisis-9638764.html

    Interessant daran ist, dass die USA und Großbritannien diesen Plan nicht unterstützen würden. Die Frage ist natürlich, ob es solche Verhandlungen wirklich gibt. Der Artikel macht dies aber durchaus sehr plausibel.

    Grüße
    SLE

    • zykliker - 31. Juli 2014

      “….durchaus sehr plausibel.”

      Da habe ich einerseits meine Zweifel: Das klingt doch sehr wie ein als Versuchsballon aufgelassener Katalog an Maximalforderungen, mit dem man die Schmerzgrenze der Gegenseite anhand deren Reaktion austesten will. Dabei stelle ich mir einen guten Kabarettisten vor, wie er im Merkelschen Tonfall den Zeigefinger hebt: “Lieba Putin, ich schimpfe auch nicht mehr wegen der Krim, wenn du zahlst, zahlst, dies tust und das tust, sonst is Mutti aba böse…” Sorry, aber dieses ganze Welttheater ist auch Realsatire und mitunter nur noch so zu ertragen.

      Andererseits: Die gesamte geheimdienstliche und politische Intelligenz der Mittelmacht BRD kann doch gar nicht so…
      - strohblöd
      - ideologisch verblendet
      - kadavergehorsam sein, dass da nicht intern auch die Wahrheit gekannt und diskutiert wird. Und wenn das so sein sollte, und man den Niedergang der einen Supermacht und den Aufstieg der Schwellenländer sehr genau beobachtet (man hat ja nicht nur den BND, sondern auch das gesammelte Faktenwissen aus allen frei zugänglichen Quellen, und im Gegensatz zu anderen halte ich die gesammelte Regierungs-Intelligenz für alles andere als gering), wenn man die Verärgerung des wichtigsten europäischen Partners Frankreich über die USA (z.B. Strafe für BNP) hinzu nimmt, dann wäre doch auch vorstellbar, dass vorsichtige Absetzbewegungen von der Hegemonialmacht zumindest mal – rein theoretisch – durchgespielt werden. Erste konkrete Impertinenzen gibt es ja auch:

      -der € ist als Reservemedium eine lästige Konkurrenz für den $
      - Schröders Verweigerung der Gefolgschaft im Irakkrieg
      - Westerwelles Stimmenthaltung beim Libyenkrieg
      - die wüste Beschimpfung der US-Finanzwelt durch die europäischen Finanzminister nach dem subprime-Desaster und bestimmt viele andere, die unsereinem verborgen bleiben

      Europa mit seiner Führungsmacht Deutschland ist “politisch unzuverlässig” (ein Begriff aus der politischen Kultur der Nazi-Zeit) geworden, was Wunder, dass da spioniert wird….

      Nun müssten die Politiker diesseits des Atlantiks den Spagat hinkriegen zwischen den gewohnten Ergebenheitsadressen Richtung Washington, vorgetäuschtem, aber “aus Tarnungsgründen echtem Übereifer” bei der Verfolgung vermeintlich gemeinsamer Ziele in Osteuropa.. (wie verhält sich z.B. ein BKA-Maulwurf im inneren Kreis einer Mafiabande bei einer abverlangten Mutprobe, z.B. Auftragsmord?); Hinhaltetaktik bei TTIP oder nur Rückzugsgefecht?

      Wie kann man sich absetzen, ohne dafür mit Atomwaffen bestraft zu werden? Vorsichtig ist Mutti Physikerin mit der Porzellankiste. Da könnte so ein Forderungskatalog auch ein Hundebellen sein, das nur den Zweck hat Uncle Sam zu beeindrucken.

      Bevor ich nach dem letzten auch noch nach dem allerletzten Beweis für die Schurkereien eines seit langem weltbekannten Gangsters grabe, finde ich solche Spekulationen viel spannender.

      • SLE - 31. Juli 2014

        Hallo zykliker,

        ich halte es schon für sehr gut denkbar, dass es eine verdeckte Agenda Berlins gibt, die sich nicht mit dem öffentlich sichtbaren Vorgehen deckt. Die USA nicht offen verprellen, aber hinhalten und die Türe zu Russland, China und den BRICS offenhalten oder eben weiter öffnen – so könnte es aussehen.

        Ich erinnere an die Sache mit den von den Separatisten festgehaltenen Militärberatern, die fälschlich immer als OSZE-Beobachter bezeichnet worden waren. Als sie freigekommen waren, haben sich Steinmeier und von der Leyen vor die Presse gestellt und beide ausdrücklich das besondere Verdienst des russischen Vermittlers hervorgehoben. Steinmeier war auch der einzige, der sich nach dem Überraschungserfolg der Genfer Ukrainegespräche verägert darüber gezeigt hatte, dass die USA das beiseite wischten und die USA wieder mit Beschuldigungen überhäuften. Und die deutschen haben bei den EU-Sanktionen immer gebremst – was der US-Regierung nicht passte.

        Wir wissen nicht, warum genau Merkel so verärgert über Putin war, dass sie bei den Sanktion plötzlich nicht mehr bremste. Der Independent-Artikel gibt diesbezüglich zumindest Hinweise für eine mögliche Erklärung. Was dran ist, wissen wir nicht.

        Grüße
        SLE

  • Holly01 - 31. Juli 2014

    Hallo,
    http://www.2012spirit.de/2014/07/als-am-28-7-2014-die-welt-weinte/

    Gibt es eine ernsthafte Quelle, die diesen Vorgang bestätigt?
    Es wäre dann die Bestätigung, daß die Ukraine mit allen Mitteln einen großen Krieg herbeiführen will.
    Ein Abschuss der Putin Maschine hätte ebenfalls fast sicher zu einem Weltkrieg geführt.

    Mir fällt immer öfter der nach wie vor strittige Verlauf des Unglücks ein bei dem 120 Top Leute der Polen durch einen Flugzeugabsturz auf russischem Gebiet ein.
    An Stelle des grauen Hosenanzugs, würde ich Flugzeuge meiden. Politiker und Flugzeug sind statistisch eine ganz ungünstige Kombination.

    • Hartwig - 31. Juli 2014

      Ja. Die Bilder. Auf denen sind ganz andere Daten zu sehen, als CNN sagt, oder?
      Die Ukrainer haben den Flieger abgeknallt. Das interessiert niemanden. Das Gas und Öl der Ukraine soll durch US Firmen abgeleitet werden. Russland und Ukraine genau das Schicksal erhalten, wie damals Persien unter dem Schah Regime. Das geht hier ab. Bei Jelzin war man hauchdünn davor.

  • Holly01 - 1. August 2014

    Ein vid von CBC. Es wird gesagt, die OSZE Beobachter waren unmittelbar nach dem Absturz am Ort. Die Trümmer haben noch gequalmt.
    Die Auskunft des Beobachters ist durchaus interessant.
    Ebenso wie die Tatsache, daß sich die OSZE Beobachter während der letzten Kriegshandlungen bei MH17 nach Donezk zurückgezogen haben, weil das die einzige sichere Rückzugsposition war.
    Die OSZE ist also zu den Sogenannten Separatisten geflüchtet, weil es ihr sicherer erschien, als die sogenannte Regierung in Kiew.

    vid: https://www.youtube.com/watch?v=qy7L3ApScf8

    Info zum Fluchtpunkt der OSZE von faz.net.

  • Holly01 - 1. August 2014

    Die Russen und die Chinesen werden gemeinsam eine regenerative Energieversorgung aufbauen.
    Die Beiden werden eine Infrastruktur aufbauen, mit der man die riesigen Strecken adäquat überwinden kann.
    Wir werden sehen, wie die beiden Nationen durch äusseren Druck, sehr sehr schnell eine Einheit werden.
    Das Potential ist vorhanden.
    Die Mittel sind vorhanden.
    China ist mit über 1000 Mrd. Dollar Barbestand quasi nicht angreifbar.
    Russland als Rohstoffexporteur ebenfalls praktisch nicht angreifbar.

    Die US-Politik wird erleben, daß Beide das currency board beim IWF kündigen werden.
    Das wird der Startschuss sein.
    Das ist der Tag, an dem sich zeigt, ob die USA irgendwo auf der Welt noch Freunde haben.
    Ich tippe auf einen Dollarkurs von weniger als 10 Eurocent, denn an dem Tag werden alle Ölexpotreure den Ölhahn zudrehen und 2 Wochen warten, was bei der show raus kommt.

    • SLE - 1. August 2014

      Hallo Holly01,

      ich denke nicht, dass Russland und China sich ganz von den UN-Institutionen Weltbank und IWF lösen werden. Das wäre diplomatisch gesehen unklug und welche Vorteile sollte sie dadurch haben, dort nicht mehr mitreden zu können. Russland und schon gar nicht China sind bisher dafür bekannt, gegenüber dem Westen eine aggressive oder gar konfrontative Außenpolitik zu fahren.

      Können Sie sich einen aggressiven Lawrow vorstellen – etwa in der Art, wie die ukrainische oder auch die israelische Regierung auftritt? Der israelische UN-Botschafter hat heute in der UN zum Gaza-Konflikt und zu dem Unbehagen – mehr ist es ja erbärmlicherweise nicht -, dass die übrigen UN-Mitglieder wegen der steigenden Zahl ziviler Opfer in Gaza umtreibt, gesagt, die Hamas, “das sind Terroristen, was wollen Sie mit denen verhanden?” Als dann live ein Vertreter der UN aus Gaza in den Sall geschaltet wurde, der davon berichtete, wie ein Palästinenser-Junge nach dem Angriff auf ein Krankenhaus um sei Leben kämpft, soll der israelische Botschafter nur aus seine Unterlagen geschaut haben.

      Ich wäre auch zurückhaltender, was die Prognose des Wertverfalls des Dollars anbelangt. Freilich könnte man die geldpolitische Wende der Fed auch als Zeichen interpretieren, im Ernstfall den Dollar rasch geldpolitische stützen zu können. Gegenwärtig aber hat er im Außenwert zunächst einmal noch gewonnen. Das kann sich freilich rasch ändern. Die Frage ist nur, welche News das Kaliber haben, genau das zu bewirken – einen sinkenden Dollar.

      10 Euro-Cent ist ebenfalls ein unrealistische Wert. Sicher ist eine Korrektur zu erwarten, aber so unbedeutend ist der Beitrag der US-Wirtschaft zur globalen Weltwirtschaftsleistung nicht, als dass der Dollar auf 10 Euro-Cent fallen dürfte.

      Aber Sie haben völlig recht, dass China mit seinen finanziellen Reserven praktisch nicht angreifbar ist – so lang der Dollar nicht sehr stark entwertet! Ich denke auch, er wird früher oder später abwerten. Russland und China wollen ja genau das erreichen. Was könnte sie also so betrachtet besseres tun, als ihre vielen Dollars für etwas auszugeben, das ihre Position gegenüber dem Westen stärkt?

      Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass nach Bekanntwerden der neuerlichen (technischen) Pleite Argentiniens, die Börse in Argentinien einen kräftigen Schub erhielt und den Handelstag mit einem deutlichen Plus beschloss, während die Wall Street und auch die deutsche Börse den Handel mit einem dicken Minus beendeten. Was das zu bedeuten hat, darüber könnte man mal nachdenken.

      Viele Grüße
      SLE

      • Holly01 - 1. August 2014

        Hallo SLE,
        danke für die Antwort.
        1- Die Reformen des IWF und der Weltbank sind alle gescheitert, weil dei USA sei nicht umsetzen.
        2- Die Mitsprache Möglichkeiten der nicht NATO Staaten auf der Welt bekommen wir beeindruckend vorgeführt.
        3- Die Industrieanlagen der USA sind abgeschrieben.
        4- Die USA haben ein massives Doppeldefizit.
        5- Alle relevanten Produkte der US Industrie entstehen im Ausland.
        6- Der Binnemarkt ist Schuldengetrieben.
        7- Die Einkommen entspringen dem Dienstleistungsbereich, das ist Geld herumreichen.
        8- Die Immobilien sind hoch belastet mit Krediten.
        9- Die meisten “Werte” werden im Abschreibungsbereich des Militärs “gebildet”.
        10- die USA benötigen 6,4 Mio. Barrel Öl pro Monat.
        11- Es gibt keine relevante Alternative zu Öl, Gas und Kohle, weil keine Alternative aufgebaut wurde.
        12- Die US-Invrastruktur ist nett gesagt “desolat”.
        13- Die Investment banken schmarotzen auf der Welt, die erzeugen kein Vermögen.

        14- Bis auf nominale Geldwerte sind dei US bankrott und haben kein´Substanz für einen Neubeginn.

        Wo sehen Sie denn einen Grund noch Dollar zu halten, dieses System zu stützen oder auch nur zu akzeptieren?
        Was hat das mit Agressivität zu tun?
        Man fängt etwas Neues an, weil das Alte komplett bankrott ist.
        Etwas Neues anfangen können nur die die noch etwas haben. Die anglikanischen Staaten plus Israel haben real weniger als Nichts.
        Die 5eyes haben Angst vor Allem und Jedem und das zu Recht.
        Agressiv? Agresiv sind die 5eyes und Israel, nicht die Anderen. Die Anderen ziehen ein neues System auf, dei Reaktionen der ehemaligen Systemträger würde ich agressiv nennen.
        Das verhalten der restlichen Nationen ist höchst rational. Gutes Geld keinem schlechten hinterherwerfen.

        • Holly01 - 1. August 2014

          Ich habe vor etwa 4 jahren einmal geschrieben, daß es eine Dollarblase gibt und das man diese abschnüren und zum Platzen bringen könnte.
          Genau das passiert gerade …….

        • SLE - 1. August 2014

          Hallo Holly01,

          Sie haben völlig recht. Ich widerspreche Ihnen auch in der Beschreibung der Lage der USA auch gar nicht. Ich habe nur in Bezug auf das außenpolitische und diplomatische Vorgehen richtig stellen wollen, dass dieses – in Bezug auf den Westen – bisher weder in Russland noch in China als aggressiv bezeichnet werden kann. Das haben die wegen der desolaten Lage der USA auch gar nicht mehr nötig und wir können noch einen weitern Punkt in Ihre Auflistung aufnehmen:

          15. Die WTO droht jetzt in die Bedeutungslosigkeit zu versinken, weil die Versuche für ein Welt-Freihandelsabkommen am BRICS-Mitglied Indien gescheitert sind
          siehe dazu:
          http://www.tagesschau.de/wirtschaft/wto-100.html

          Die USA erleben im Moment in verblüffend rascher Folge immer neue außenpolitische Niederlagen – zuletzt in der WTO und immer wieder aufs Neue bei den Vermittlungsversuchen im Gaza-Konflikt.

          Der Schwund an außenpolitischem Einfluss der USA ist offenischtlich und signifikant.

          Viele Grüße
          SLE

          • SLE - 1. August 2014

            PS: Der Dax steht auch heute wieder tief im Minus (Zurzeit -2,13%)

          • Holly01 - 1. August 2014

            Der wunde Punkt der USA sind die über 1 Mrd. Dollar an Fremdkapital, welches Tag für Tag benötigt wird.
            Mit diesem extremen Schwachpunkt stehen die USA weltweit alleine da.

            Also: Wer benötigt Tag für Tag dei Hilfe das Auslandes um zu überleben?
            Antwort: Der Hegemon der seine Macht einzig und alleine auf Militärmacht konzentriert.

            – Kann der Hegemon Krieg gegen die gesamte restliche Welt führen?
            Antwort: Wir werden es erschreckend schnelll wissen ……

      • Fankenfurter - 1. August 2014

        Hallo SLE. Was die Rücksturz des DAX auf das Niveau vom Januar anbelangt, so korresponiert das mMn mit den zurückgenommenen Wachstumsprognosen vom Beginn diesen Jahres. Die Argentinischen Tageshausse beim Aktienindex könnte ihren Grund in aufgebauten Shortpositionen haben. Aber was sagen Sie zu den Gerichtsentscheidungen im Falle Chordokowskij? Dazu passt ja die Meldungen, dass den Hedgefonds voller Schadensersatz für entwertete Anleihen zugesprochen wurden, die die Fonds damals kurz vor der argentinischen Insolvenz sehr billig eingekauft hatten.

  • Holly01 - 1. August 2014

    Geheimes Trainingsprogramm für Präsident Obame, falls airforce1 abgeschossen wird.
    Das Geheimtraining wurde als Sequenz 1 in diesem Video zum ersten mal veröffentlich:

    http://www.denken-macht-frei.info/wdr-ukrainisches-militaer-terrorisiert-die-zivilbevoelkerung-und-europa-ist-mitveranwortlich-video/

  • Hartwig - 1. August 2014

    Der MH 17 Abschuss ist inzwischen schon halboffiziell bestätigt:

    http://www.denken-macht-frei.info/wdr-ukrainisches-militaer-terrorisiert-die-zivilbevoelkerung-und-europa-ist-mitveranwortlich-video/

    Dieses Video grollt noch gegen die “Separatisten” etc. . Es ist das erste Video der mainstream medien, das rückwärts buchstabiert.

    Es sagt bereits, dass hier etwas nicht stimmt.
    Zivilisten gekillt … und die UN, die hat da diese Zahlen von 1000 Toten und 100 000 Vertriebenen genannt. Scheiße, hat das Putin nicht vorhergesagt und die hiesige Presse mal einfach so einen Shitstorm entfacht.

    Mitten in Europa werden Städte zu Schutt und Asche gebombt von der ukrainischen Armee.

    Die Flugschreiber kann man innerhalb von 24h auslesen.
    Seit wievielen Tagen hat niemand was davon gehört? Nicht mehr glaubwürdig.
    Das Video mit dem vom Kugelhagel zersiebten Cockpit ging um die Welt. Glaubwürdig.
    Das Bild vom Wrackteil wird jetzt leider von mehreren Experten besichtigt – das geht nicht mehr unter den Teppich.

    Ergo: Rückwärts buchstabieren.
    Das hier ist der erste Ansatz.

    Und nun ein Seitenwechsel.
    Putin hat Polen sofort das Obstgeschäft gestrichen.
    Putin hat gesagt, das Gaspreise auch steigen können.
    Putin hat gesagt, der Friede in Europa ist zerbrechlich.
    Putin hält Manöver mit 10 000 den Soldaten an der Grenze zur Ukraine ab.

    In Wirklichkeit hat Putin in der Sache eine klare Linie behauptet und in den Boden betoniert.
    Er spielt jetzt einfach ernster: so hat er aufgehört, die “Politik” des Westen zu kommentieren.
    Er sanktioniert zurück.
    Er hat aufgehört lieb zur Ukraine zu flüstern.
    Er wirft ihr Lügen vor.

    Woher kann der das?
    Er weiß es.
    Bald wissen es alle.

  • Hartwig - 1. August 2014

    Einer der ersten, der die Eier hat es auszusprechen. Ich liege genau richtig.

    Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), warnte vor einer Eskalation der Ukraine-Krise.

    „Der russische Präsident Wladimir Putin steht unter sehr starkem Druck, die von ihm unter Schutz genommenen russischsprachigen Bewohner der Ostukraine nicht im Stich zu lassen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

    Putin hat nicht mehr zum Westen gesprochen. Er hatte es in der Vergangenheit lange genug probiert. Wenn Putin in den Krieg eingreift, werden seine Raketen die ukrainischen Einheiten platt machen: er wird alles tun, um seine Leute zu schützen. Und Europa wird er mit einem ruhigen Satz direkt vor die Wahl eines atomaren Rückschlages stellen.

    Nicht ein Schuss wird mehr in Russland landen.

  • Hartwig - 1. August 2014

    Die “Kiever Aktion” durch militärische Eskortierung von den Niederlanden u. Australien ist nicht nur äusserst ungeschickt, nicht nur wegen des Zusammenhangs der nationalen Opferzugehörigkeit der abgeschossenen Zivilmaschine..

    Tatsächlich ist das der Krieg.
    Russland wird sich noch überlegen wann, wie, wo – aber am Ende ist das die größte Torheit, die der sog. Westen politisch machen konnte.

    Denn mit den Niederlanden (NATO-Mitglied) u. Australien (US-supportierende Nation; sendete Truppen für den Vietnam- u. Irak-Krieg II), sind somit zwei Nationen im Spiel, welche klar der Pro-Westlich-Ukrainischen Position zuneigen..

    Frage 1: Warum sendet Malaysia keine bewaffnete Truppen zur Inspektion..?
    Frage 2: Warum müssen sich durch so eine politischen Kardinalfehler tatsächlich NATO-Truppen in der Ukraine aufhalten?
    Frage 3: Warum wurden keine neutralen Länder wie Finnland o. Schweden entsandt?

    Nein. Russland wird warten. Damit die Ukraine auf die NATO ballert und den Russen die Schuld gibt? So kackend doof kann man gar nicht sein: die wollen Krieg.

    • SLE - 2. August 2014

      Hallo Hartwig,

      würde es Ihnen etwas ausmachen, sich etwas weniger primitiver Ausdrücke zu bedienen, für das, was Sie hier mitteilen wollen? Brauchen Sie das, um Ihrer Interpretation mehr Nachdruck zu verleihen?

      Ich kann Ihnen dazu nur sagen, dass Ihre Beiträge dadurch nicht ernstzunehmender und auch nicht glaubwürdiger wirken. Denken Sie bittte einmal darüber nach.

      Vielen Dank und viele Grüße
      SLE

  • Georg Trappe - 2. August 2014

    Bei SPON habe ich dieses Feigenblatt der Psychopathen, die sich fuer unsere “Sicherheit” verantwortlich fuehlen gefunden:

    http://www.europeanleadershipnetwork.org/crisis-management-in-europe-in-the-context-of-events-in-ukraine_1710.html

    Aus dem Januar/Februar Pamphlet zitiert:

    “3.2.3 Building Greater Europe through deepening trade and investment links
    The EU accounts for just over half of Russia’s foreign trade turnover and about 70 percent of
    its accumulated foreign investment. Mutual trade has grown steadily: over the past decade
    Russia has become the EU’s third largest trading partner, just after the United States and
    China, accounting for 7 percent of the EU’s exports and 11 percent of its imports. However,
    the trade relationship is asymmetrical. The oil trade accounts for 63 percent of total Russia-
    EU trade turnover and bi-lateral EU-Russia trade talks are stalled. There is huge potential
    to broaden and deepen trade and investment links. Some actors in the Greater European
    region have an advantage in access to capital and technology and others have a need
    for injections of technology and for massive infrastructure investments but can provide
    commodities, access to a well-educated workforce and to a potentially large additional
    market for European goods and services in return. There is an economic win-win on offer
    in Greater Europe but we are not currently grasping it. It is in all our interests to do so. ”

    http://www.europeanleadershipnetwork.org/medialibrary/2014/01/30/7dfc583a/Task%20Force_Position%20Paper_It%20is%20Time%20to%20Pursue%20a%20Cooperative%20Greater%20Europe.pdf

    • Georg Trappe - 2. August 2014

      Fuer mich ein Beispiel fuer die Unfaehigkeit zur tiefergehenden Analyse in diesen Kreisen. Denn hier wird versucht die gleiche “Story” zu verkaufen, mit der man uns das Projekt Europa verkauft hat, ohne im geringsten verstanden zu haben, warum das Projekt Europa gemessen an den zuvor propagierten Erwartungen krachend gegen die Wand gefahren ist.
      Wirtschaf, so betrieben, wie sie vorherrschend betrieben wird, wirkt letztendlich nicht integrativ sondern differenzierend, desintegrierend und letztendlich explosiv.

      • Holly01 - 2. August 2014

        Abgesehen von ein paar Nachzüglern herrscht völlig4e Ruhe an der MH17 Medienfront.
        Ukraine? War da was?
        Ich vermute die orientieren sich gerade neu.
        Die haben nämlich ein Problem: die Meinungsführerschaft.

        In Berlin haben Moslems und Juden aus Deutschland eine Aktion gestartet. Zusammen gegen Hass und Ausgrenzung. Inklusion und Differenzierung statt Pauschalurteile.
        Der Gaukler hat sich angekündigt, er will den öffentlichen “like”-button drücken und sich vor den Leuten positionieren. Motto: haben wir schon immer gemacht.

        Problem: Die öffentliche Meinung hat sich unter der Propaganda gewandelt.
        Das Vertrauen in die Staatsmeinung ist erschüttert. Die “Gleichschaltung” ist in der Köpfen sehr vieler Menschen angekommen und viele wollen sich nicht gleichschalten lassen.

        Eine ziemliche Menge Menschewn versucht eigene Wege zu gehen. Seit 1967 die Kommune I gegründet wurde, gab es keine sichtbaren (politischen) Gegenbewegungen.
        Die Friedensbewegung war instrumentalisiert und wurde von Parteien und Gewerkschaften unterwandert und gelenkt.
        Nun gibt es aber eine Querfront. Erklärter maßen parteilos und religiös nicht festgelegt.
        Die ganze Sache entgleitet den Meinungsmachern in einem Tempo, mit dem “die” offensichtlich nicht gerechnet haben.
        Noch viel schlimmer, es bilden sich Strukturen, in die Parteien keinen Zugang haben und die scheinen auf Dauer ausgelegt zu sein, also bleibend.

        “Die” haben inzwischen etwas andere Probleme, als nur 20000-40000 deutsche Soldaten die man in den Krieg gegen Russland schreiben will.
        Da kommen Fragen auf, dei sich mit dem sozialen “Konsen” beschäftigen. Die Verteilungsfragen werden aufgerollt.
        Die Gesellschaft wird hinterfragt.
        Das Rechtssystem wird angesprochen.

        Eine bunte Mischung völlig alltäglicher Menschen, die man nicht angreifen kann, weil es keine Köpfe gibt. Jedes mal anders, jedes mal andere.
        Egal ob Blog, Mahnwache, Medienplattformen oder einfache öffentliche Diskussionen.
        Die Parteiendemokratie steht zur Diskussion und alleine das darüber gesprochen wird, macht einige recht nervös.

        Das finde ich übrigens Klasse. Das ist ein Ergebniss, das ich richtig gut finde und das sich richtig gut anfühlt.
        Trotz dem ganzen Mist der mit dranhängt.

      • Fankenfurter - 2. August 2014

        Hallo Trappe, ich habe auch einmal etwas gegraben ;-) und einen Gastbeitrag von Wladimir Putin in der Sueddeutschen gefunden, der im Februar 2010 veröffentlicht wurde.(1) Dort heißt es am Anfang:
        “Und so schlagen wir vor, die Zukunft durch eine Partnerschaft zwischen Russland und der EU gemeinsam zu gestalten.”

        Putins Vision von einer Wirtschschaftsgemeinschaft, die von Lissabon bis Wladiwostok reichen sollte gründete auf folgender Analyse:

        “Heutzutage ist es offensichtlich, dass der Ausbruch der weltweiten Krise im Jahr 2008 nicht nur durch das Aufblähen der “Blasen” und missglückte Finanzmarktregulierung verursacht wurde, sondern strukturbedingt war. Das Kernproblem besteht in der Kumulierung von globalen Ungleichgewichten. Das Modell, wonach das eine regionale Zentrum zügellos Anleihen aufhäuft und Güter konsumiert, während das andere Billigware produziert und Schulden aufkauft, hat versagt.”

        Putin erteilte damit selbstbewusst einem aggressiven Merkantilismus, wie ihn
        Otto von Bismarck vor 150 Jahren mit den Worten formulierte: „Der freie Handel ist die Waffe der stärkeren Nation“ eine Absage.

        Heute, viereinhalb Jahre später, wissen wir, dass die Türe, die Putin 2010 aufgemacht hatte, von der EU heftig zugeschlagen wurde. Ich glaube letztlich deswegen, weil der Merkantilismus Bismarckscher Prägung bis heute die Politik der EU und vor allem Deutschlands bestimmt. Kooperation der Nationen auf Augenhöhe und symetrische Beziehungen sind nicht gewünscht von einer EU unter Merkel und Co.

        (1) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/putin-plaedoyer-fuer-wirtschaftsgemeinschaft-von-lissabon-bis-wladiwostok-1.1027908

        • Georg Trappe - 2. August 2014

          Hallo Frankenfurter,
          ich denke, Putin und/oder Teile seines Mitarbeiterstabes verfuegen ueber ausgesprochen analytische Faehigkeiten, die nicht durch das getruebt sind, was unseren “Experten” im Weg steht . Denn zumindest das, was Putin in dem von Ihnen verlinkten Artikel, vielen Dank dafuer, an Bestandsaufnahme aeussert, basiert offenbar auf einer sorgfaeltigen Analyse der Fakten. Leider ist es so, dass sachliche Analysen, die sich an objektiv beobachtbaren Fakten orientiert und dabei zu Ergebnissen kommt, die die vorherrschende Ideologie als eine unhaltbare Ideologie enttarnen, nicht willkommen ist. Das wird natuerlich auch nicht besser dadurch, dass Putin mit seinen skizzierten Visionen und Loesungsansaetzen meinem Eindruck nach dann doch wieder Wasser auf die Muehlen derjenigen lenkt, die Wettbewerb bis zum Aeussersten als alternativlos erachten.
          Denn das Umzeichnen / Umdefinieren von Grenzen von Freihandelszonen aendert am grundlegenden Problem erstmal nichts. Auch dann nicht, wenn nach einer so offensichtlichen Entaeuschung durch den (bisherigen) Hegemon USA ein Wechseln des Pferdes aus deutscher Sicht attraktiv erscheinen mag. Allerdings stimme ich mit Ihnen darin ueberein, dass unnoetigerweise Tueren zugeschlagen wurden.

          • Frankenfurter - 2. August 2014

            Russisches Öl und Erdgas gegen europäische Technologie. Und ein Freihandelsabkommen, das der “Aldisierung” von Athen und Kiew endlich freien Raum bis nach Wladiwostock gibt. Das wären die Idealvorstellung der hohen Herren der EU, wenn sie über die Beziehungen zu Russland nachdenken. Das einem Mann wie Putin das gar nicht passt und er die „holländische Krankheit“ unter der sein Land ohnehin leidet, also der übergroßen Abhängigkeit von Industriegütereinfuhren noch weiter zu treiben liegt auf der Hand. Putin will gleichberechtigte Kooperation bei gemeinsamen Zukunfstprojekten, sowie eine gerechte Beteiligung an der gesamten Wertschöpfungskette etwa beim Erdgas von der Föderung über den Transport bis zum deutschen oder italienischen Verbraucher. Das ist in meinen Augen ein legitimes Anliegen für ein Land, das sich aus der Rolle des reinen Rohstofflieferanten befreien will.

            Trappe, ich verstehe nicht, wie sie darin Hegomonialinteressen Russlands sehen können. Zumal sie so gar nicht zu den aktuell herrschenden Kräfteverhältnissen passen: Das volkwirtschaftliche Potenzial der EU übersteigt das russische um mehr als das Sechsfache, der europäische Außenhandelsumsatz ist 5,5 Mal so hoch wie der Russlands. Putin stellt zu Recht die Frage, wie eine gleichberechtigte Allianz unter diesen Umständen funktionieren kann.

          • Georg Trappe - 3. August 2014

            Hallo Fankenfurter,
            ich halte Putins Analyse des Status Quo fuer zutreffend. Die Vision, die er skizziert ist verlockend. Allerdings unterschaetz er meiner Meinung nach die Kraefte und Mechanismen die in der vorherrschenden Wirtschaftsweise unweigerlich zu dem fuehren, was wir z.Zt. erleben. Soetwas wie gleichberechtigte Kooperation gibt es in der vorherrschenden Wirtschaftsweise nicht. Weder auf der Ebene von Volkswirtschaften noch auf der Ebene von Unternehmen noch auf der Ebene von Individuen.
            Vielmehr ist auf allen Ebenen die Eskalation von Ungleichgewichten zu beobachten. Und zwar weil auf allen Ebenen der gleiche Mechanismus wirkt. Und das mit einer Kraft, deren Ursprung und Macht ignoriert wird. Meinem Eindruck nach auch von Putin.
            Putin analysiert richtig. Putin stellt auch die richtigen Fragen und eroeffnet damit auch die richtige Debatte um die zentrale Frage wie eine gleichberechtigte Beziehung (auf allen Ebenen) funktionieren und hergestellt werden kann. Und es ist wirklich jammerschade, das diese Tueren zugeschlagen werden. Allerdings glaube ich inzwischen nicht mehr daran, das die Antwort auf diese Frage durch die Definition eines gemeinsamen Wirtschaftsraums bzw. einer Freihandelszone beantwortet werden kann. Weder mit Russland noch mit den USA.
            Es ist zwar sinnvoller europaeische Technologie gegen Erdgas und Oel zu tauschen anstatt gegen triple a rated XYZ Papiere oder gruen bedruckte Zettel, was fuer denjenigen, der nichts anderes mehr zu bieten hat als Finanzmarktprodukte und Mafiamethoden auch der Grund sein duerfte, warum er an allen Ecken dieser Welt zuendelt, um dann so seine Schutzgelderpressung zu “rechtfertigen”.
            Aber ich glaube nicht, dass das alleine reicht, um das grundlegende Probleme, naemlich die mit der Zeit unweigerlich entstehenden und eskalierenden Ungleichgewichte in den Griff zu bekommen.
            -
            Und nochmals vielen Dank fuer den Hinweis auf diesen Artikel. Zusammen mit Putins Rede im Bundestag 2001 ergibt sich dadurch ein bedenkenwertes Bild, welches in einem interessanten Kontrast zu dem steht, was die hiesige machtoportune Propagandamaschinerie z.Zt. durchs Dorf treibt.

            https://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966

    • Georg Trappe - 2. August 2014

      Die wirtschaftsliberale Rezeptur angeordnet um ihr zentrales Motiv “Mehr” ermoeglicht die Entstehung hoch ausdifferenzierter und effizienter Strukturen und damit zunaechst ein entsprechendes Wachstum.
      Da dieses Wachstum aber unter wettbewerblichen = ausdifferenzierenden Bedingungen stattfindet, kommt es dabei aber immer und unweigerlich zu begleitenden Konzentrationsprozessen, die letztendlich zur “Kopflastigkeit” und Verkrustung der Strukturen fuehren (muessen), wenn nicht gegengesteuert wird.
      Die Vorstellung man koenne diese “Krankheit” ohne weiteres durch Integration von entwickelten und nachholenden Volkswirtschaften in einen gemeinsamen Wirtschaftsraum, evtl. mit gemeinsamer Waehrung, ueberwinden, ist falsch. Vielmehr wird sich der Prozess der Ausdifferenzierung und der Agglomerationsbildung fortsetzen. Und zwar zu Lasten der nachholenden Volkswirtschaften und zu “Gunsten” der hochentwickelten Volkswirtschaften. D.h. die “Krankheit” wird fortschreiten und nicht geheilt, da ihre Ursachen unerkannt und somit unbehandelt bleiben.

      • Holly01 - 2. August 2014

        Hallo Hr. Trappe,
        Die Frage lautet doch: was brauche ich, wie bekomme ich das und wie vermeide ich Dinge die ich nicht möchte?
        Wenn jeder Einzelne sich etwas umpositioniert und sein Verhalten etwas ändert, dann erhalten wir eine andere Gesellschaft.
        Die andere Gesellschaft wird dann auch zu anderen Ergebnissen kommen, als das was wir heute von der “Politik” vorgebetet bekommen.
        Sehr viele Menschen stellen gerade fest, das sie vieles was angeboten wirde nicht benötigen und vieles was sie wichtig fänden, wird nicht angeboten.
        Angebot und Nachfrage werden zu neuen Märkten führen. Bisher sind alle Anbieter, dei auf einem Angebot saßen, das nicht merh nachgefragt wurde früher oder später vom Markt verschwunden.
        Das wird sich fortsetzen.
        Zuerst man selbst, dann vielleicht im etwas gewandelten Bekanntenkreis mit einander und später sogar umfassend. Mal schauen was sich entwickeln läßt.
        Mit -MEHR- hat das nur sehr sehr begrenzt zu tun. Bei Licht betrachtet sogar überhaupt nichts.

        • Holly01 - 2. August 2014

          Es ist natürlich der schwerste aller Wege, schliesslich hat man die härtesten Gegner, von allen vor sich: den inneren Schweinehund.

        • Holly01 - 2. August 2014

          https://www.youtube.com/watch?v=jWUAI_gywfM

          NICHT ALEINE ANSCHAUEN.
          ABSCHALTEN, WENN MAN ES NICHT ERTRÄGT

          Fragen: wollen wir so als Gesellschaft sein?

          • Georg Trappe - 3. August 2014

            Der Blick in den Spiegel hilft.
            -
            Und auf Ihre Frage faellt mir nur ein, dass Wollen und Koennen bei Menschen offenbar besonders weit auseinander klaffen. Das liegt u.a. am Selektionsmechanismus fuer das “Fuehrungspersonal”:
            „Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schurken stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen. Infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird um so schlechter, je besser und einflussreicher sie gestellt ist. Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, warum die Welt nicht schon seit mindestens fünftausend Jahren ein Paradies ist. Das muss man wissen, wenn man die Weltgeschichte verstehen will.“

          • Holly01 - 3. August 2014

            Danke für diese Sichtweise, finde ich sehr inspirierend.

  • Holly01 - 3. August 2014

    Hallo,

    ich möchte auf den (für mich) zentralen Punkt kommen, warum die (faschistoide) Elite Deutschlands diese Kriegspropaganda in Auftrag gegeben hat:

    Steuereinahmen 1995: 187,2 Mrd. hochgerechnet mit 3% Steugerung per anno wären das 2014 328,2 Mrd. es sind aber 259,8 Mrd. Differenz 68,4 Mrd.
    Rot/Grün hat mit den Steuergeschenken auf runde 60 Mrd. pro Jahr verzichtet. Der Staat hatte einen Anspruch und hat diesen fallen gelassen (obwohl der haushalt nie ausgeglichen war, man musste das Geld also bei den Beschenkten im Gegenzug zurückleihen).

    Ich rechne mit 60Mrd. x 20 Jahre x 1,05^20 = 3183,95Mrd.
    Die 5% per anno nehme ich aus Inflation einerseits und Verzinsung der Staatsanleihenandererseits.

    Die Bankenrettung kommt komplett den Kapitalinhabern zu Gute. Ich setze die Kosten mit realen 250 Mrd. an.

    Die Unternehmensgewinne sind von 2000 bis 2009 (vor allem wegen der “sozialen Partnerschaft) um 39% gestiegen, während die Löhne um 2% gesunken sind.
    Das Volkseinkommen wird in wiki mit 1,5 Bill. angegeben, ich will keine Summe in den Raum stellen, aber es geht sicher um einen mittleren dreistelligen Milliarden Betrag, der ungleich verteilt wurde.

    Dazu kommt das schräge Geschäftsmodell, bei dem die Umsätze im Ausland gemacht werden, weil im Inland ja kein ausreichendes Volumen vorhanden ist.
    Grob 1900 Mrd. Kapitalexport sind das Resultat.

    Ich rechne grob zusammen (es geht nicht um 100 Mrd. mehr oder weniger):
    1900 Mrd NIIP aus dem Geschäftsmodell.
    250 Mrd aus der bankenrettung
    3200 Mrd. aus den Steuergeschenken

    Summe grob 5350 Mrd.

    Ausgewiesen werden als Nettovermögen in Deutschland 5206 Mrd.
    Nach Abzug der Verbindlichkeiten bleiben 3625,7 Mrd.

    Es ist nämlich so:
    Die “Elite” ist seit Jahrzehnten nicht mehr dazu in der Lage aus eigener Kraft Vermögen zu generieren.
    Die Gesellschaft schafft mehr in die Taschen der Reichen, als die nachher ausweisen können.
    Die “Schmarotzer” sitzen nicht bei der Arbeitsagentur, das sind tatsächlich Peanuts, dei die Arbeitnehmer auch noch selbst aufbringen.
    Die Schmarotzer sind bei den 1% die behaupten, sie erbrächten die Leistung und würden den Staat finanzieren.
    In Wahrheit finanziert der Staat diese Schwachköpfe und die sind nicht einmal in der Lage das Geld auch nur zusammen zu halten.
    (Siehe auch das GAP von mittlerweile fast 800Mrd. bei den NIIP)

    Man will einen großen Krieg, um an Eigentum heran zu können. Man will mehr fremdes Eigentum requirieren.
    Denn nichts anderes bedeutet Neoliberalismus.
    Die FDP will eine neue Runde. Steuersenkungen, damit der Staat bei den Reichen mehr Geld leihen muss. Die Reichen verlieren das Geld schneller, als es zufliesst.

    Die haben schlicht weg Angst, das dei einmal in eine Situation kommen, wo sie auf eigenen Füssen stehen müssten.
    Also brauchen die ein neues Volumen.
    Russland ist nur mit 10% verschuldet.
    Russland ist riesig groß.
    Russland hat Rohstoffe.
    Russland war 1933 perfekt und Russland ist immer noch perfekt.

    Man muss nur den Teppich ein ganz klein wenig anheben, schon sieht man den Schutz der persönlichen Bereicherung.

    • Holly01 - 3. August 2014

      Die Agenda 2010 war das größte “Elitenrettungsprojekt”, welches Deutschland je erleben musste.

      Der Krieg gegen der Krieg ist nicht vorbei, er hat nicht einmal richtig angefangen ……

  • Basisdemokrat - 3. August 2014

    Ein weiteres sehenswertes Interview über die “Etntwestlichung der Welt” und mehr!

    https://www.youtube.com/watch?v=dODc1PKsqSQ

    Gruß BD

  • klaus - 3. August 2014

    @Holly01
    Das mit der AG2010 war, wie heute auch deutlich sichtbar,
    nur zur Rettung von Eliten und Blaublütern gedacht.
    Alles was Eigentum für 1 Euro gekauft hat, ist doch eigentlich
    ein Volksfeind.
    Das hat mit Verdienst nichts zu tun.
    Wir alle zahlen für unsere Käufe.
    Und 1 Euro ist seltenst dabei.
    Die AG2010 ist aber nicht nur das Ende des Arbeiteradels, sondern
    auch das Ende des Klein- und Mittelstandes.
    Durch total veränderte Konsumgewohnheiten sind
    diese Gewerbetreibenden meist zu Grenzbetrieben geworden
    oder werden es mit jeder Expansion und Rettungsaktion(Bailout),
    Bankenrettung und DAX-Rettung.
    Die einzige Möglichkeit für den Gewerbetreibenden ist wohl die
    Schließung des Betriebes und die Sicherung des Geldes.
    Nein, nicht um zu investieren. Um es langsam von der Inflation
    verknappen zu lassen. Denn alles andere beschleunigt noch
    den Abrutsch in die Armut oder besser gesagt in die europäische
    Einkommensnivellierung ( Hartz4-Niveau).
    Ja, es wird überall Geld gesucht, um Ukraine, Südeuropäer, Banken,
    Konzerne, … zu retten.
    Und nein, Es wird keine Abwicklung geben. Der Euro bleibt
    bestehen und die Totengräber der europäischen Kultur und Bildung
    werden dank der Lobby auch weiterhin marode Bankkonstrukte, usw..
    per ESM weiter sanieren wollen.
    Auf den 60 Mrd für Banken im ESM ist ja auch kein Deckel.
    Es ist ne Richtlinie, wie immer.
    Und auch Konzern-Rettung ist kein Problem.
    Marode Konzerne kann man auch per SmartCard sanieren.
    Das nennt sich elektronische Gesundheitskarte,Maut, E. Personalausweis,
    Führerschein, usw.
    Die gesammelten Daten würde ich dann einfach verkaufen.
    Böser Mensch, der ich bin. Natürlich würde ich behaupten,
    das die bösen Hacker das waren.
    Und ich würde versprechen, das sie nix Brauchbares gefunden haben.
    Tja, wenn die Jugend sich nicht bald selbstständig macht, werden
    die Eliten bald keine Insolvenzmasse mehr zum abgreifen haben.
    Die Rentner trauen ja schon den Bankern nicht mehr.
    Die Russen wollen nix mehr von Addidas und McDonalds und
    so wird der reine Konsumschrott wohl bald in die Tonne getreten.

    Traurig für alle, die uns den Weg in den großen Konsum zeigen wollen. ;)

    Da helfen nach der Eskalation um Markus Lanz auch die anderen
    Talg-Master nicht mehr.
    Wir wissen ja bereits, das Sie alle EINE Meinung haben ( dürfen ).
    Und das ZDF benötigt keiner mehr.
    Vor allem weil man durch die abgesetzten Satire-Sendungen merkt,
    das es auf dem Weg zur Einheitsmeinung ist.

    Gruß klaus

  • Holly01 - 4. August 2014

    Hallo Klaus,
    cui bono, also wem nutzt es und ich denke das ist eindeutig.
    Man kann höchstens über die Summe diskutieren. Das Vorgang ansich ist so sicher belegbar, das eine Diskussion nicht wirklich lohnt.
    Der ESM ist so eine Sache, wo sich klar seit: dieses Land funktioniert nicht.
    Das Verfassungsgericht hat im Urteil zum Lissabon Vertrag klar bestätigt, daß Gesetze nur gemäß deutschem Recht gelten können.
    Der ESM entspricht nicht deutschem Recht. Er kann demnach nicht bedient werden, denn die Regierung ist an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts gebunden.
    Hr. Finsnzminister MdB Schäuble hat nach meiner Auffasung gegen deutsches Recht und ein Urteil des Bundesverfassungsgericht verstossen.
    Das ist (für mich) Veruntreuung im Amt.
    Der Generatstaatanwalt macht sich wiederum (wieder meine Meinung) der Untätigkeit im Amt schuldig.
    Der Bundestag müsste zumindest eine Feststellungsklage einreichen. Tut er aber nicht.
    Zu guter letzt macht sich die Kanzlerin als Regierungschefin der (nach meiner Meinung) Rechtebeugung schuldig.
    Den Mauerschützen wurde in deren Urteil gesagt: Es hätte Ihnen klar sein müssen, daß Sie in einem Unrechtsstaat tätig sind und die Gesetze seien schon vom Rechtsempfinden her ungültigf gewesen.
    Auf diesem Niveau betrachtet, müsste man auch dem Bundespräsidenten Untätigkeit im Amt vorwerfen.
    Es gibt keine demokratische Legitimierung, es gibt nur eine wahl und ein Amt das man durch Mehrheit erlangt und dieses Amt hat eine Rechtsgrundlage.

    Folgen hat das (im Moment) keine.
    Ich hoffe noch zu erleben, wie sich die Folgen für die Betreffenden in Form von Haftstrafen ausdrücken, die dann auch zu verbüßen sind.
    Man wird sehen, nur die Zeit kann es zeigen.

  • Basisdemokrat - 4. August 2014

    Ukrainische TV Show – Ex-General beschreibt die Lage schonungslos
    https://www.youtube.com/watch?v=d9RjpDXLJbk
    Gruß BD

    • SLE - 4. August 2014

      Das sollte man mal in einer Kabinettssitzung und im Bundestag zeigen. TV-Talkrunden und was die medien schreiben scheinen die viele Politiker ja mehr zu interessieren als Fakten. Man hat jedenfalls nicht mehr den Eindruck, dass sich die Verantwortlichen mit ihren Äußerungen und ihrer Ukraine-Russland-Politik noch in der ukrainischen Realität befinden.

      Gruß
      SLE

      • Holly01 - 4. August 2014

        Es ist den vollkommen egal, wie die vorgegebenen Ziele erreicht werden.
        Die geben vor und erwarten nur den Rückruf mit dem “alles klar”.
        Es sind Traumtänzer in einer Paralellwelt, die Politiker hier, wie drüben.
        Diese “Politiker” setzen sich über Gesetze, Völkerrecht, Natirrecht und Logik hinweg.
        Unsere Politiker meinen allen Ernstes der Staat, in dem Sie ein Amt haben, das sie vom Volk durch Wahl bekommen haben, wäre eine Ermächtigung und der Staat sei Zweitrangig.
        Die haben alle grundsätzlichen Regeln über Bord geworfen und machen despotisch was man in einer Dikatatur halt so macht ……
        Die Ergebnisse sind entsprechend.

    • Frankenfurter - 4. August 2014

      na sowas, in der Westukraine können Menschen ganz ruhig und überlegt sprechen, und nicht nur mit wutverzerrtem Gesicht herumbrüllen ! Und was sagen diese Leute wie der General dann? Was die Menschen im Donbas untreibt sind ähnliche Gefühle wie die der Menschen auf dem Maidan zu Beginn des Jahres! Und mit denen kann das neue Regime in Kiew nicht mehr reden?

    • zykliker - 4. August 2014

      Das ukrainische Fernsehen scheint aber noch nicht genug “demokratisiert” zu sein, wenn einer in freier Rede ganze Sätze sprechen kann, ohne dass ihm das Wort abgeschnitten oder er mit hohlen Zwischenfragen aus dem Konzept gebracht wird.

  • Holly01 - 4. August 2014

    wiki: Die Ukraine ist seit 1991 “unabhängig”.

    Artikel auf Heise über Berg-Karabach. Im 2. Block unter dem Bild eine gute Information, ein Gesetz von 1990, in dem die UDSSR ihren Teilstaaten den Austritt und den Minderheiten zusätzliche Möglichkeiten rechtlich absichert.

    Es scheint um Volksabstimmungen von Minderheiten zu gehen. Wenn eine ehemalige Sowjetrepublik nach russischem Gesetz austritt, übernimmt sie die Vorgaben, für die Minderheiten, die möglicher Weise einen anderen Weg wünschen.
    Sonderbar das das in den Medien in Bezug auf die Ukraine und die Krim nie vorkam.

  • dank - 4. August 2014

    Es ist wieder (Bürger)Krieg in Europa; die Nato macht Manöver und Rasmussen trommelt weiter für höhere Militärausgaben; eine Rückbesinnung auf alte Werte (gegen den neuen/alten selbst geschaffenen Ost-Aggressor) – er will es eben vor seiner Abberufung noch wissen.
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/940649.nato-bereitet-manoever-in-ukraine-vor.html

    “Die Flightrecorder werden seit mehr als einer Woche ausgewertet, dröhnendes Schweigen über irgendwelche Erkenntnisse. Die Konsequenzen? Die Sanktionen gegen Russland gehen in die nächste Stufe. Wen wundert es da noch, dass ich nicht der einzige bin, den das anwidert? (Anmerkung: Als Fachmann kann ich versichern, dass die Gespräche und Geräusche des Voicerecorders innerhalb einer Stunde nach Anschluss an ein Analysegerät zur Verfügung stehen und allen, die daneben gestanden haben, bekannt sind. Beim Flightrecorder dauert die erste Auswertung maximal einen Tag länger.) ”
    http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2014/sanktionen-gegen-russland-aufgrund-welcher-konkreten-forderung/

    Aber falls das alles nicht reicht – haben die Scheichs mit Hilfe der USA den mittleren Osten ebenfalls erfolgreich destabilisiert – IS ist auf dem Vormarsch und mordet sich bis Bagdad durch. Die angebliche Ausbildung der örtlichen Militärs durch die Weltgemeinschaft aka Friedensrichter aka USA scheint wohl eine Nullnummer zu sein und sollte als Feigenblatt für die angerichteten Schäden dienen. Dann kommt es nun „endlich“ – das Kalifat; für meinen Geschmack aber schon sehr nahe am „Heiligen Land“…

    Und im Nahen Osten kämpft Israel im Namen eines entführten Soldaten, der längst tot ist, noch verbitterter gegen zivil weiter und möchte damit wohl zynisch an die Entführung der drei Jugendlichen erinnern, die zum Ausbruch des Konflikts führte, obwohl bereits auch da bekannt war, dass diese ermordet wurden. Nachdem der scheinheilige Westen sich nun räuspert, wird eine humanitäre Feuerpause ausgerufen – wie passend. Aber wenn die Hamas schon menschliche Schutzschilde benutzt, hat Israel auch das Recht diese zu beschießen – dafür sind die ja da. …wie zivilisiert. Vielleicht auch dem Gedanken folgend: Lieber indirekt die Hamas so stützen, damit IS nicht hier auch noch Fuß fassen kann.

    In Libyen geht es nun auch darum das Land richtig in Schutt und Asche zu schießen, denn wer ersetzt denn nun den alten Chief und darf dessen Leibwächterinnen-Garde wieder aufleben lassen? Ja, dieser Golddinar wäre sicher ein interessanter Versuch gewesen – ein Testballon. Bei Erfolg – warum nicht den Euro dafür hergeben. Berlusconi häts dann doch gemacht…

    Warum ist in Ländern wie Libyen, Irak, Syrien, Afghanistan (Bombenterror), Ägypten (Massenerschießungen) und der Ukraine (unvollständige Aufzählung) nochmal der Teufel los?

    Grüße&
    dank

  • dank - 4. August 2014

    Wie bekannt ist das denn:
    “Die Einheit sei bei Kämpfen lediglich ausgewichen, sagte Presseoffizier Alexej Dmitraschkowski. “Es wurde bis zur letzten Patrone gefeuert”, betonte er.”
    http://www.n-tv.de/politik/Ukrainische-Soldaten-fliehen-nach-Russland-article13363511.html

    • Holly01 - 5. August 2014

      Kenne ich nur aus Medien die kein MSM sind.
      Ist schon beachtlich, die Russen behandeln humanitär die Soldaten in Krankenhäusern und statten die mit Essen und Trinken aus.
      Die Russen lassen die zurück, die das möchten und gewähren Asyl für den Rest.
      Finde ich schon extrem agressiv dieses Vorgehen, sind halt Kriegstreiber …….

      • dank - 5. August 2014

        “Es sollten sofort neue Sanktionen gegen Russland verhängt werden,
        denn Russland unterstützt die “Kiewer Regierung” mit Nahrung und Soldaten, die aus Russland in die Ukraine über die Grenze einsickern!!!”
        So würden das wahrscheinlich die MSM in einer anderen Konstellation bringen.

        Die 180 Rückkehrer, die davon zu berichten haben, wie sie versorgt wurden, kommen hoffentlich auch gut zuhause an – denn deren Erzählung sind da mehr wert den Konflikt zu beenden, als die schlimmsten Verluste an der Front, denn Brüder schießen nicht aufeinander, nur weil es befohlen wird. Da diese “Soldaten” teils einfach von der Straße eingesammelt werden, grad mal so um die 18-25 Jahre alt sind, wird denen auch zu Großteil einfach der Sinn gar nicht erschlossen, was da eben passiert und Krieg bedeutet (bei uns “wissen” es glücklicherweise auch kaum noch Menschen).
        Außerdem muss Generation Frazzenbuch und WhataF* das Ganze noch ein wenig mehr in deren Medium nähergebracht werden, wird durch die Propaganda schon gemacht – nur hat das zuständige Organ noch nicht viel Erfahrung, wie Kriegslust über “soziale Medien” angefacht werden kann. (Komisch – in Ägypten und der Türkei wussten sie schon, wie “Revolutionen” zu erschaffen sind – leider ist dazu die finanzielle Unterstützung nicht so bekannt, wie in der Ukraine. Vielleicht sollten die Englisch/Ukrainisch Übersetzter gewechselt werden, da geht viel Sinn verloren, wenn man sich nicht richtig mit der landesspezifischen Ausdrucksweise beschäftigt und alles schnell schnell gehen muss… Keine Arbeit für Cowboys.)

        Andere MSMs bringen es langsam auch, aber die tun so, als wäre das ganz normal, dass Russland dieses Ausweichmanöver (nach Worten der Kiewer Hetzer) einfach toleriert. Trotz der Anschwärzversuche und anderer Propaganda, ohne jegliche nachhaltige Grundlage bleibt Russland (nach außen) ruhig. Aber: http://www.cabinfeverdecor.com/images/products/detail/01500.1.jpg

        Sollte aus dem Irak oder Syrien oder Kurdistan mal so ein Ausweichmanöver wegen IS in die Türkei erfolgen, werden Flieger der Nato von Erdogans Gnaden aufsteigen und eine Schneise der Verwüstung an deren eigener Grenze hinterlassen.

        Die Unterschiede sind schon schlagend geworden.

        Grüße&
        dank

  • dank - 5. August 2014

    Hoppla – ja – wie ja praktisch in jedem Krieg. Die Bevölkerung flieht zum “Feind”, blöd für die Massenmedien, dass sie das nun nicht mehr schön reden oder verdrehen können:

    http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-flucht-104.html

    MSM – ihr seid so lächerlich und manipuliert. Möget Ihr bei Gelegenheit mal richtig den A**** voll bekommen. Da braucht es einen niedrigen Blutdruck, wer sich reindenkt.

    Bin sehr gespannt, ob und wie die Politik mit solchen FAKTEN umgehen wird.

    Drängt sich fast der Gedanke auf, dass es sehr wohl um eine Vertreibung stattfindet.

    Belogen und betrogen – Generation NeoLib.

  • pit - 5. August 2014

    Ist das schon bekannt?

    Veröffentlicht am 04.08.2014

    http://www.youtube.com/watch?v=BVhkoHMsw2s&list=UUSe1WCAujovQdGx7mPBGEKQ

    “Gemäss Informationen von Militärexperte “Alexander Ivanovitch Zhilin” werden die USA versuchen in Zusammenarbeit mit den Kiever Faschisten, Chemische Waffen anzuwenden! Sie planen einen Schlag gegen Donezk und Luhansk. Das wird in zeitlichen Intervallen passieren, danach werden sie das Ammoniak-Lager beschiessen, so das dies verehrende folgen haben wird. Nach weiteren 20 Stunden soll ein weiterer Anschlag erfolgen. Diesmal aber mit Militärischen Chemischen Waffen!! Das ganze wird dann getarnt und so dargelegt das diese Humanitäre Katastrophe den Russen angelastet werden kann.”

    Heute sind weitere US-Militärexperten in Kiew eingetroffen. Angeblich sollen sie bei den Ermittlungen zum Absturz von MH17 helfen.

    http://de.ria.ru/society/20140805/269207951.html

    Die USA wollen einen Weltkrieg
    http://www.youtube.com/watch?v=eWTBWoH_ym8

    • Basisdemokrat - 6. August 2014

      Blankoscheck für internationale Militäreinsätze

      http://www.wsws.org/de/articles/2013/10/30/nato-o30.html

      Gruß BD

      • Holly01 - 6. August 2014

        Und das öffentliche Deutschland schweigt.
        Niemand da, der auf die Gesetze und die Friedenspflicht hinweist.
        Keiner da der die Gerichte anruft.
        Keine Informationen in den MSM, die sich kritisch äussern.

        An den Handlungen und Unterlassungen kann man sehen, wie sehr dieses Land in Gänze gleichgeschaltet ist.
        An der Gleichförmigkeit dieses Schweigens kann man sehen, daß dieses Land mit anderen zusammen in gleicher Art und Weise gleichgeschaltet wird.
        Wer auch immer verantwortlich ist, er/sie kommen nicht aus Deutschland, sind nicht legitimiert und verfolgen nicht die Interessen der Deutschen.

        Wir sind keine Demokratie, denn die Entscheidungen fallen nicht gemäß den demokratischen Prozessen in unserem Land.
        Wir machen mit, weil wir mit machen müssen. Das schlimmste ist nach meinem Empfinden, dass wir es schweigend tun.

        • Holly01 - 6. August 2014

          Die stille “Bereinigung”, um eine erfolgreiche Geschichtsberichtigung ohne störende Nebengeräusche zu erhalten.
          Es geht um die ersten Minuten des Interviews.
          Ich beziehe mich weder auf einzelne Personen noch spezielle Inhalte, ich stoße mich an stillen Neuausrichtungen dieses Landes.
          Alle Menschen die nicht den Weg der 5eyes und Isreals gehen wollen werden an den Rand der Gesellschaft gedrückt.
          Das wird ohne gesellschaftliche Diskussion getan. Es wird auf vielen Ebenen getan. Es geschieht -JETZT-.
          https://www.youtube.com/watch?v=TcJJ1-Yqx8s&list=UUr6VVXep3Fs5EOtjMK3i2AQ

  • pit - 6. August 2014

    Offener Brief von Professor Cees Hamelink: “Entschuldigung Herr Putin!”

    “Sehr geehrter Herr Präsident Putin,

    hiermit möchten wir uns im Namen eines Teils niederländischer Bürger für unsere Regierung und unsere Medien entschuldigen.
    Die Wahrheit wird verdreht um Sie und Ihr Land in ein schlechtes Licht zu rücken.
    Machtlos müssen wir zusehen wie der Westen, unter der Führung der Vereinigten Staaten, Russland der Aktivitäten beschuldigt an denen sie selber beteiligt sind. Das planmäßige Messen mit zweierlei Maß ist verwerflich…….”

    http://www.neopresse.com/politik/offener-brief-von-professor-cees-hamelink-entschuldigung-herr-putin/

  • dank - 6. August 2014

    Die Inszenierung des Ukraine-Konflikts durch die USA

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42451/1.html

  • Basisdemokrat - 13. August 2014

    Ein bemerkenswertes Interview, für alle die noch Zweifel haben um was es geht. DSJ im Klartext:

    Interview des Ex-Chefs von IWF und französischen Ex-Wirtschaftsministers Dominique Strauss-Kahn für russischen Staatssender “Rossija24

    https://www.youtube.com/watch?v=yyuDd8wjiUY&list=UUScGo51qF0toXjBk7R79O8g&index=7
    ” Zwischen Ober- (TPP) und Unterkiefer (TTIP) liegt China.” -frei zitiert

    Da sich normalerweise das Unterkiefer beim zermalmen zuerst bewegt, ist die Ukraine schon mal zwischen die Backenzähne geraten.

    Gruß BD

    p.s. DSJ geht es natürlich um den Machterhalt der EU, um die Vorteile Europas. Er vertritt letztendlich auch eine konfrontative Strategie.

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