“Leistung aus Leidenschaft”?

von am 26. Oktober 2011 in Allgemein

Gestern berichtete die Deutsche Bank ihre Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2011. Der Vorsteuergewinn schrumpfte auf 942 Millionen Euro, dies war ein Rückgang von -28% zum Vorquartal. Nach Steuern waren es noch 777 Millionen Euro Gewinn. Wesentlich spannender als das pure Geschäftsergebnis, welches auch dem allgemeinen schwächeren wirtschaftlichen Umfeld geschuldet ist und vor allem dem Einbruch beim Investmentbanking (nur noch 70 Millionen Gewinn), stellt sich die Bilanz der Deutschen Bank dar. Zum 30.09.2011 weitete sich die Bilanzsumme kräftig aus. Die Summe der Aktiva (Forderungen) stieg um +377 Mrd. Euro, im Vergleich zu Ende 2010 an, auf 2,282479 Billionen Euro!

Die Total Assets von 2,282479 Billionen Euro zum 30.09.2011 in der Tabelle aus dem Geschäftsbericht. Ein Anstieg von +20% zum 30.12.2010. Der Anstieg war vor allem auf den Anstieg der Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten um +236,186 Mrd. Euro auf 893,966 Mrd. Euro zurückzuführen.

Unter den Total Assets befinden sich auch knapp 338 Mrd. Euro Risikoaktiva, die mit haftenden Eigenkapital zu hinterlegen sind.

Die risikogewichteten Aktiva der Deutschen Bank in der Tabelle. Nur aus den risikogewichteten Aktiva in Höhe von 337,618 Mrd. Euro und dem Kernkapital der Deutschen Bank von 34,090 Mrd. Euro ergibt sich die Kernkapitalquote von 10,1%. Günstiger Weise stellt die Masse der Derivateposition der Deutschen Bank keine Risikoaktiva dar, denn nur die Nettingposition muss mit Kernkapital unterlegt werden.

Zum 30.09.2011 war ein Volumen von 11,350 Mrd. Euro als Problemkredite eingestuft worden, welche notleidend waren, mehr als 90 Tage im Zahlungsausfall bzw. sich in Restrukturierung befanden.

 Festhaltenswert erscheint ebenfalls das Firmenkreditengagement der Deutschen Bank:

Die Unternehmenskredite inkl. deren derivativen “Absicherungen” in Höhe von 496,235 Mrd. Euro, davon 24,245 Mrd. Euro mit einem Rating von CCC und schlechter und von 236,564 Mrd. Euro mit einem Rating von BBB bis B!

Auch das gesamte Bruttokreditrisikoengagement gegenüber den PIIGS kann sich immer noch sehen lassen:

Die Bruttoposition von 94,313 Mrd. Euro reflektiert das Nettoengagement zuzüglich der gekauften Besicherung über Kreditderivate, Sicherheiten und der Risikovorsorge im Kreditgeschäft, gegenüber den PIIGS-Staaten (4,792 Mrd. Euro), den PIIGS-Banken (17,021 Mrd. Euro), den Unternehmen (30,163 Mrd. Euro) und den Privaten (33,5 Mrd. Euro) und den Sonstigen (8,836 Mrd. Euro).

Was für eine Anhäufung von Kreditschrott sich in der Bilanz der Deutschen Bank befindet, dafür liefert das Handelsbuch, mit den zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten einen deutlichen Beleg:

Die Summe der nach FairValue bewerteten Vermögenswerte zum 30.09.2011 betrug 1,351876 Billionen Euro. Festhaltenswert die Level3 Assets wuchsen um +2,877 Mrd. Euro auf 49,533 Mrd. Euro, noch gravierender die Level2 Assets stiegen um +242,263 Mrd. Euro auf 1,22395 Billionen Euro an! Über die Qualität dieser Assets sagen die verwendeten Bewertungsmethoden viel aus, denn Level 3 Assets sind Vermögenswerte, die nicht handelbar sind und für die es keine verfügbaren Marktpreise gibt, de facto werden diese illiquiden Vermögenswerte mit Fantasiebewertung nach “Mark to Model” bewertet. Selbst bei Level2 Assets besteht noch großer Bewertungsspielraum, denn hier werden bei nicht direkt vorhandenen Marktwert oder nicht ausreichend liquiden Märkten einfach vergleichbaren alternativen Marktpreisen zur Bewertung herangezogen.

Diese hier weitgehend aufgeführten enormen Risiken, gilt es mit einem lächerlichen Eigenkapital laut IFRS, aus Kernkapital, Ergänzungskapital und Drittrangmittel (Tier1, -2 und -3) von insgesamt 53,108 Mrd. Euro zu deckeln! Die Kernkapitalquote jedoch für die sich die Deutsche Bank selber lobt, betrug schlappe 10,1%. Angesichts der enormen Risiken in der Bilanz ein Witz und angesichts der Tatsache, dass die Kernkapitalquote der belgischen französischen Dexia mit 12,1% unmittelbar vor ihrem Kollaps höher lag!

Die Deutsche Bank ist hochgehebelt, wie eine Investmentbank oder ein Hedgefond. Das Leverage Ratio (Verhältnis Aktiva zu Eigenkapital) nach IFRS stieg zum 30.092011 auf satte 43, nach 38 Ende 2010! Dies bedeutet die Aktiva (Vermögenswerte) der Deutschen Bank sind bei einem Einsatz von 1 Euro Eigenkapital mit 43 Euro Fremdkapital gehebelt.

Das Leverage Ratio in der Tabelle aus dem Geschäftsbericht. Nur wenn man die Bilanz nicht nach IFRS (Rechnungslegungsstandard in Europa) ausweist, also mit dem Marktwert (oder auch Wiederbeschaffungswert) der eingegangenen Derivate-Wetten, sondern wie nach US-GAAP (Rechnungslegungsstandard in den USA), nur mit dem Netting, dem gegenseitigen Verrechnen der Derivate Positionen, schrumpft die Bilanzsumme von 2,282 Billionen Euro auf 1,296 Billionen Euro und damit auch das Leverage Ratio von 43 auf 22!

Die extrem spekulative Ausrichtung der Deutschen Bank wird klar, wenn man den Marktwert oder auch Wiederbeschaffungswert der Derivate nach IFRS von gewaltigen 986 Mrd. Euro betrachtet. Unglaubliche 43,21% der Bilanzsumme bestehen laut IFRS Rechnungslegungsstandard aus dem Marktwert der eingegangenen Derivate-Wetten! Und eine immense Höhe dieser Derivate-Marktwerte wird nach Level2, unter kreativen Bewertungsspielraum bewertet.

Noch ein Blick auf das nominale Derivatevolumen der Deutschen Bank, zuletzt für Ende 2010 veröffentlicht: 

Das gesamte nominale Wettvolumen am OTC-Markt der Deutschen Bank betrug Ende 2010 54,101 Billionen Euro. Darunter befanden sich 3,392 Billionen Euro an nominalen Kreditderivatevolumen. Insgesamt, inklusive den börsengehandelten Derivaten, betrug das nominale Volumen der Finanzwetten 55,991 Billionen Euro. Quelle Tabelle: Deutsche-bank.de/Geschäftsbericht 2010

Bei Szenarien eines europäischen Bankenkollapses, wenn auch temporär wegen dem 1 Billion Euro schweren ESFS abgewendet, sind die vermeintlichen derivativen  Absicherungen nicht das Papier wert, auf dem sie im OTC-Handel abgeschlossen wurden und dürften zu einem Zusammenbruchbeschleuniger mutieren. Selbst nach Anwendung des Nettings, dem gegenseitigen Verrechnen der Derivatepostionen, für deren Stichhaltigkeit funktionierende Märkte und Kontrahenten von Nöten sind, beträgt die Nettingposition der Derivate noch 85 Mrd. Euro:

Die Total Assets der Deutschen Bank nach dem Netting der Derivate zum 30.09.2011. Quelle: Deutsche-bank.de/PDF Präsentation zu Q3 2011

Statt Leistung aus Leidenschaft dokumentiert der Geschäftsbericht der Deutschen Bank, eine Bilanz mit hohem Leverage Effekt und damit einhergehende spekulative Exzesse über den OTC-Derivatemarkt und dies impliziert die dringende Notwendigkeit die spekulativen Aktivitäten einzudämmen und die Banken an die Kandare zu nehmen.

Quelle Daten und Tabellen: Deutsche-bank.de/Geschäftsbericht Q3 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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50 KommentareKommentieren

  • klaus - 26. Oktober 2011

    Hallo An Alle,

    Super Bericht.
    Ganz wichtig dazu ist wohl noch, das Moody’s heute,
    am 26. in Hamburg Investors Relations und Sovereign Debt
    zum Thema hatte.
    Mal sehen, ob Acki die gelbe Karte bekommt, oder
    ob es wegen der heutigen Verabschiedung der zukünftigen
    Austerity-Measures gegen den Steuerzahler, für Acki
    leider glimpflich abgeht.

    Die gelbe Karte wäre ihm sehr zu Wünschen.
    Der könnte ruhig mal für 1 Euro wie Steve Jobs
    in die Firma gehen.Natürlich mit erhobenen 2 Fingern.

    ;)

  • Marcito - 27. Oktober 2011

    Off topic: griechen haircut von 50% ist da plus weitere 100 Mrd Hilfspaket

    Sie gehen in die Verlängerung. Mal schauen wielange es diesmal hält und interessant wann Irland, Spanien, Portugal, Italien, Belgien etc aufmucken und auch nen Schuldenerlass wollen.

  • Appaloosa - 27. Oktober 2011

    @Marcito: WEnn der Steuerzahler nicht aufmuckt wird es noch sehr, sehr viele Verlängerungen geben.

  • mitwisser - 27. Oktober 2011

    Über Jahre hat man sich verwundert die Äuglein gerieben, wie die Banken in der DB-Liga immer wieder bombige Gewinne schrieben und das obwohl Milliarden vorab schon als Boni und dergleichen plus erhebliche Aufwendungen für das luxuriöse Arbeitsumfeld abgezogen waren. Nun wird aber immer klarer, dass es ein Finanzcasino und es geht immer noch bombig zu, da die Bombe noch unterm Tisch liegt. Leider ist es keine kleine Briefbombe, sondern eine die den Globus zittern lassen kann und vermutlich auch wird.

  • marcito - 27. Oktober 2011

    die db ist pleite.
    wenn die nach alten bilanzierungsregeln bilanzieren müßten wären die morgen weg vom fenster.
    reine zockerbude

  • Michael - 27. Oktober 2011

    Kernkapitalquote (Tier 1) der Deutschen Bank von 10,1 % ? Davon lese ich auch immer. Entweder bin ich zu blöd dafür oder ich habe recht. Eigenkapital: 57,6 MRD€ , Bilansumme: 2.282 MRD€ – das macht bei mir einen Anteil von rund 2,5 % !
    Zur Definition Kernpaital: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkapitalquote

    • SL - 27. Oktober 2011

      Tja, richtig lesen wäre angebracht. das Kernkapital wird als Verhältnis von Eigenkapital zu _risikogewichteter_ Bilanzsumme errechnet.

  • M.E. - 27. Oktober 2011

    Tja, Bilanzen sind heutzutage Märchenbücher. Das, was in den Wirtschaftsmedien an Bruchstücken daraus ankommt, klingt nach “positiver Überraschung”, aber bei genauerem Hinsehen sind das alles Schönwetterbilanzen. Und so sieht es bei allen Großbanken der Welt aus. Deshalb fürchten ja auch alle den heraufziehenden Sturm, weil dann die bilanzielle Wirklichkeit zutage tritt. Dann zeigt es sich, dass alle Bestandteile des Finanzsystems subprime sind.
    Erfreuen wir und also noch ein wenig des schönen Herbstwetters auf den Finanzmärkten. Das Orkantief ist schon im Anmarsch.

    Große Anerkennung für diese Analyse, Steffen.

  • Appaloosa - 27. Oktober 2011

    Jo, die Medien schreiben wieder was von EURO-Euphorie. Bald erscheinen auch wieder Artikel “Hurra! DAX bei 7000 Pkt”. Die Party geht weiter – mit Steuergeldern.

  • M.E. - 27. Oktober 2011

    Hier mal eine Bewertung der nächtlichen “Euro-Rettung”. Warum ich das in Gänsefüßchen setze, wird gleich offensichtlich:

    1. Schuldenschnitt für Griechenland
    Der 50% Schuldenschnitt durch die Banken bedeutet keinesfalls, dass die griechischen Staatsschulden demnächst halbiert werden. Sie sinken von demnächst 370 Milliarden auf etwa 270 Millirden Euro. Auch dann beträgt also die Staatsverschuldung noch fast 130% des zusammenschmelzenden griechischen BIP. Danach wieder rasant steigend, weil die griechische Wirtschaft wahrscheinlich weiter schrumpft und eine nachhaltige Reduzierung der Neuverschuldungsquote Griechenlands überhaupt nicht in Sicht ist. In ca. 3 Jahren wird man also mit der Gesamtverschuldung wieder beim heutigen Stand angekommen sein. Nötig wäre ein Schnitt von 70% bezogen auf die Gesamtverschuldung gewesen, und nicht die völlig unzureichenden effektiven 28%, die jetzt vereinbart wurden.
    Dazu kommt noch, dass bei diesem Schuldenschnitt die griechischen Banken, die sich im quasi-Bankrott-Zustand befinden, 30 Milliarden abschreiben müssen. Diese Summe wird wohl zu 100% bei der EZB oder dem EFSF landen. Die ebenfalls extrem problembeladenen spanischen Banken müssen 26 Milliarden abschreiben, italienische Banken 14 Milliarden und französische Banken 9,5 Milliarden. Die Möglichkeit aller dieser Banken, sich über Kapitalerhöhungen oder zusätzliche Anleiheemissionen Geld auf dem Kapitalmarkt zu besorgen, um das nötige Kapital aufzunehmen, das sie dafür benötigen, ist äußerst begrenzt. Auch wenn die Börsen jetzt mal eine kurze 2-Tages-Rallye hinlegen. Also wird auch hier ein Großteil bei der EZB/ dem EFSF landen, zwar mit Beteiligungen an den Banken. Aber was die Beteiligungen dann wirklich wert sind, brauche ich hier wohl nicht groß zu erläutern. Gerade auf den Bankensektor der Problemstaaten Spanien und Italien kommen also gewaltige zusätzliche Probleme zu.

    2. die Hebelung des EFSF.
    Heißa, was waren das doch für Summen, die der Öffentlichkeit vor Kurzem offeriert wurden. 440 Milliarden hehebelt um den Faktor 4 oder 5… Die Bazooka sollte nun rausgeholt werden.
    IRRTUM! Die Bazooka ist in Wirklichkeit ein Luftgewehr.
    Denn bereits zum heutigen Zeitpunkt sind bereits 190 Milliarden der EFSF-Gelder verplant und können garnicht mehr gehebelt werden. Schon jetzt ist also von einem maximal zu erreichenden Umfang des EFSF durch maximal zu realisierende Hebelung von 1,35 Billionen die Rede. Die 2…2,5 Billionen, von denen noch vor Kurzem geredet wurde, waren von Anfang an völlig unrealistisch.
    Aber selbst diese 1,35 Billionen könnten sich als unrealistisch herausstellen.
    Erstens muss die Hebelung durch die potenziellen Investoren akzeptiert werden. Gut möglich, dass die einen höheren Garantieanteil und somit eine geringere Hebelung verlangen. Oder eben wieder Zinsen, die nicht tragbar sind. Plus Garantie der 20…25%.
    Und zweitens ist es höchst wahrscheinlich, dass bis zum Beginn der Hebelungsaktion die bereits ungehebelt verplanten Anteile der 440 Milliarden noch weiter angewachsten sind, so dass nur ein immer kleinerer Teil der EFSF-Gelder überhaupt für die Hebelung zur Verfügung steht.
    Das heißt also, die 1,35 Billionen sind die optimistischste Einschätzung für die Ausstattung des EFSF inklusive Hebelung. Das reicht noch nicht einmal für Italien alleine.

    Nach einer kurzen Verschnaufpause von wenigen Wochen dürfte also die nächste Eskalationsstufe des Euro-Dramas erfolgen.

  • M.E. - 27. Oktober 2011

    Ergänzung zum Schuldenschnitt: die 50%-Vereinbarung wurde nicht mit den einzelnen Banken geschlossen, sondern mit dem internationalen Bankenverband. Dem gehören aber bei Weitem nicht alle Gläubigerbanken Griechenlands an.
    Jede einzelne Bank hat die Möglichkeit, diese Vereinbarung für das eigene Haus abzulehnen, wobei natürlich die Mitgliedsbanken des internationalen Bankenverbandes schon unter dem Druck stehen, der Vereinbarung ihres Verbandes zu folgen.
    Aber jetzt kommt der eigentliche Knackpunkt: die Vereinbarung wurde unter dem Vorbehalt geschlossen, dass eine bestimmte Quote an Banken erreicht werden muss, die sich der Vereinbarung anschließen. Die Höhe der Quote ist mir leider nicht bekannt.
    Wird diese Quote nicht erreicht, tritt auch der internationale Bankenverband von der Vereinbarung zurück und der Schuldenschnitt kommt nicht zustande.
    Man wird also erst in einigen Wochen wissen, ob überhaupt etwas aus dieser Aktion wird.

  • laolawelle - 27. Oktober 2011

    Ich hab was im Internet gefunden:

    http://blog.markusgaertner.com/2011/10/27/griechenland-50-ist-nicht-die-halfte/

    Das ist echt heftig, wie die uns verarschen!

  • Peter Meyer - 27. Oktober 2011

    Vielen Dank für die kritische Würdigung dieser bezaubenrden Bankbilanz.

    DB – Leistung, die Leiden schafft.

  • M.E. - 27. Oktober 2011

    Genau, wie ich es beschrieben habe, laolawelle. Nur dass Gaertner auf geringfügig andere Prozentzahlen kommt und ich den Schuldenschnitt durch griechische Banken mit eingerechnet habe, wobei die Abschreibungssummen natürlich vom EFSF übernommen werden müssten, was die zur Hebelung freien Mittel des EFSF weiter einschränken würde.

  • Benedikt - 27. Oktober 2011

    Die Deutsche Bank lebt nur vom Vertrauen. Sobald der Markt das Vertrauen in die Bilanzen der DB verliert, wird die DB genauso untergehen, wie die Dexia.

    Den ganzen Schrott wird die DB die nächste Zeit auch nicht mehr an andere dumme, wie damals die HRE, los. 2012 und 2013 werden dazu eine Menge an Krediten aus den Boomjahren 2006 und 2007 fällig werden. Da warten ganz viele Reale Verluste auf die Banken.

  • killing fields - 27. Oktober 2011

    Hallo,

    zumindestens fangen ein paar das Denken an.

    Die griechische Regierung wird sich nun zwei großen Problemen stellen müssen. Erstens: Man rechnet fest mit einer Bankenkrise. Denn die griechischen Banken werden durch den so genannten “freiwilligen” Schuldenerlass von 50 Prozent schwer getroffen. Hintergrund ist, dass der griechische Staat sich vor allem bei den inländischen Banken Geld geliehen hat – und diese Schulden wird der Staat nun zur Hälfte nicht zurückzahlen. Die Geldhäuser werden also riesige Verluste erleiden. Die Frage ist nun, wie es die griechische Regierung schaffen will, eine Kapitalflucht ins Ausland zu verhindern und den Bankensektor zu retten.

    Das zweite Problem: Auch die griechischen Rentenkassen haben dem Staat vereinfacht gesagt Geld geliehen. Auch die Rentenkassen müssen nun also nach dem Schuldenschnitt Milliarden abschreiben. Pessimisten warnen bereits davor, dass griechischen Rentnern im schlimmsten Fall eine Halbierung der Bezüge droht.
    Tolle Rettung und hervoragende Perspektiven sind das , oder?

    Haben die Ratingagenturen nicht erst kürzlich erklärt das ein Haircut freiwillig oder erzwungen ein sogenanntes Kreditereignis darstellt? Sind die abgetaucht, gekauft, rausgekegelt?

    • flyer - 27. Oktober 2011

      ” Die Frage ist nun, wie es die griechische Regierung schaffen will, eine Kapitalflucht ins Ausland zu verhindern und den Bankensektor zu retten.”

      Die Kapitalflucht läuft doch schon seit einiger Zeit und wird durch das Target-System ausgeglichen, wie es hier schon öfter sehr ausführtlich beschrieben wurde.

      Die Rettung des Bankensektors wurde auch schon geregelt. Wenn die Banken nicht in der Lage sind das Geld aufzutreiben, müssen es die Staaten nachschießen. Können dese das auch nicht finanzieren, kommt das Geld vom EFSF.

      Was die Rating-Agenturen zu dem ganzen bla sagen würd mich allerdings auch mal intressieren. Die waren doch beim letzten Bankenverzicht DER Knackpunkt wenn ich mich richtig erinnere…

  • Lazarus09 - 27. Oktober 2011

    Klaus
    Natürlich mit erhobenen 2 Fingern.

    Du weißt aber auch was die in England bedeuten .. *lol*

  • M.E. - 27. Oktober 2011

    Der Stoff, aus dem zukünftige Pleiten gemacht sind:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,794418,00.html

  • Eurelios - 27. Oktober 2011

    @ M.E.

    Der Stoff, aus dem zukünftige Pleiten gemacht sind.

    Nach dem es Heute an den Finanzmärkte (Börsen) so abging als stände uns ein
    goldenes Zeitalter bevor fällt mir nur noch eines ein es ist wie auf dem Narrenschiff
    komponiert und getextet von Rainhard Mey.

    http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/das-narrenschiff

    mE ist Gestern Nacht das Tempo für das Hamsterrad in der jeder Arbeitnehmer
    und auch Transferempfänger steckt von Stufe rot auf dem überdrehten
    Bereich dunkelrot von unseren Eliten gestellt worden.

    Wir befinden uns in den letzten Minuten der Verlängerung eines Endspieles
    um unserem Wertesystems der Menscheit das 10 zu 0 hinten liegt.

    Leider

  • anonym - 27. Oktober 2011

    Man könnte denken dass an einem Tag an dem der Chef des EFSF, Klaus Regling, nach Peking reist um bei den Chinesen um Geld für die Hebelung des ESFS auf € 1400 Milliarden zu betteln (sorry, ich meinte die Chinesen zu Investitionen in den ESFS-Hebel zu bitten), so dass die deutschen € 211 Milliarden Anteil auch (dank der Hebelung) garantiert kaputt gehen, Querschüsse vielleicht doch etwas wichtigeres als die belanglosen Geschäfts-Zahlen der Deutschen Bank, der es zumindest so gut geht dass Herr Ackermann noch niemals weder beim Staat noch wie jetzt der EFSF bei den Chinesen um Geld betteln musste, zu breichten.

    Schätze, demnächst werden wir wieder die wichtige Anzahl der amerikanischen Lebensmittel-Karten Empfänger (das untere Zehntel der Amerikaner) serviert bekommen.

    mfg.

    • Querschuss - 27. Oktober 2011

      @anonym,
      der Artikel zur Deutschen Bank ist bereits von gestern und vielleicht für dich belanglos. Total Assets von 2,282 Billionen Euro, wo von 43,2% die Marktwerte der Derivate ausmachen ist alles andere als belanglos. Der gehebelte ESFS von 1 Billion Euro ist sicher auch nicht belanglos, aber es war zu erwarten, das die Fehlkonstruktion des Euroraumes bis zuletzt verteidigt wird und darüber wurde überall in den Medien heute intensiv berichtet, so das es nicht notwendiger Weise eines Querschusses dazu bedarf.

      Das durch den ESFS das Risiko weiter steigt, wem sagst Du das, ich habe diverse Male daraufhingewiesen, das mit jedem Monat wo die Eurozone und der derzeitige Status Quo gehalten wird, der Schaden weiter maximiert wird. Nun geht man eben einen großen Schritt weiter in diese Richtung der Maximierung des Schadens und des Risikos für den Steuerzahler.

      Ansonsten ist es mir etwas ein Rätsel warum ANONYM hier meint Inhalte abfordern zu können.

      Gruß Steffen

    • Lothar - 27. Oktober 2011

      Die DB hat aber 300-400 Millarden US$ von der Fed erbettelt in 2008. Da hat der Ackermann einfach gelogen. Die waren auch kurz vor Pleite damals.

  • Stefan L. Eichner - 27. Oktober 2011

    Sehr interessant! Gemessen am nominalen Derivatevolumen spielt die Deutsche Bank also in einer Liga mit den Top-5 der US-Banken, die 96 Prozent aller von US-Holdings gehaltenen Derivate (Gesamtvolumen Stand 30.6.11: 249,337 Billionen USD) halten (Angaben jeweils in Billionen USD):

    JP Morgan Chase & Co (78,978), Bank of America Corp (74,811), Morgan Stanley (56,402), Citigroup Inc. (55,186) und Goldman Sachs Group Inc. (53,405).

    (siehe OCC Quartalsbericht Juni 2011 (Table 1 and 2, 35 f.): http://www.occ.gov/topics/capital-markets/financial-markets/trading/derivatives/dq211.pdf)

    Ob das Frau Merkel und den anderen Chefs aus der Euro-Gruppe klar ist, wenn Sie mit Josef Ackermann ihre Pläne für die Bewältigung der Schulden- und Bankenkrise schmieden? Kein Wunder, dass die Finanzmärkte jubeln.

    Grüße
    SLE

  • klaus - 27. Oktober 2011

    Hallo an Alle,

    Ich glaube wir können den Hebel bald vergessen.

    Das ist für Investoren genausowas wie Paypal,Rabattmarken,….
    für den kleinen Mann.

    Dreck.

    Bald schon wird nach den jetzigen Anleihenkäufen ( von Italien,Spanien,Portugal,, über die
    EZB um Geschmack zu machen ) die Realität ganz anders aussehen.

    Dann sieht man auf der Grafik den bahnbrechenden Erfolg und wie bei
    Target wird auf das Ende gewartet.
    Vor Weihnachten hören wir dann, das der Hebel um 200 Mrd aufgestockt wird,
    weil keiner den Dr… kauft und zum Schluß erklärt man dem Steuerzahler
    das alles wieder im TINA-Mode läuft und noch mehr Austeritäten gebraucht werden.

    Im Moment trifft es schon Heizung,Sprit und durch Geheimabkommen( heute in Monitor )
    den Strom ab 1.1.2012.
    Dazu gibt es kleine Inflationsausgleichszahlungen ( Rente, und was auch immer ).

    Tina wird uns verklären, das der eingeschlagene Weg nur zum Schlagen ist,
    äh, nicht mehr geändert werden kann und dann geht der Murks kurz vor Mai
    los.

    Und selbst die CB wird wieder Steuergelder mit schlimmster Abscheu
    nehmen.

    Der Hebel war Ackis letzter Bluff.
    Welcher deutsche Privatier fällt noch auf Acki rein,
    wenn er mal seine heftige Dividende zahlt.

    Auf die paar Gröschli in diesem Jahr, kann man
    sicherlich verzichten. Und ist es mehr, kriegt er Stunk.

    Neeeneee, da braut sich ab jetzt bis Dezember richtig
    was zusammen.
    Da ist Helmpflicht angesagt.

    Ab jetzt wird wohl wieder der steigende Goldpreis die erste
    Zeit die Währungsdesperados verraten.

    Warten wirs mal ab.

    Und das ist verbibscht noch mal alternativlos.

    Grüße Klaus

  • klaus - 28. Oktober 2011

    Hallo an Alle.
    Noch was gefunden.

    http://www.mywilkes.net/finance/index.php?display=story&article=TRE79I0IC

    DB,CB,NordLB und Lbbw werden gebeten aufzustocken.

    Und
    Öl Gigant Royal Dutch Shell will aufgrund der Euroschulden sein
    Investment reduzieren, da alles makroökonomisch am Ziel der
    normalen Wertschöpfung vorbeigeht.

    Da ist der große Wurf da und dann sowas.

  • Benedikt - 28. Oktober 2011

    Mit diesen Schuldenschnitt werden nur die Kostensteigerungen, durch den Wegfall der Privatisierungserlöse und dem höheren lfd. GR Haushaltsdefizit ausgeglichen. Ansonsten hätten die womöglich den Bailout stoppen müssen.

    Das mit den richtigen Hebel soll erst mit den Ratingagenturen beraten werden. Wenn die dem gehebelten EFSF eine Schrott Bewertung verpassen, können die das hebeln auch gleich sein lassen. An den Hebel werden Goldman Sachs & Co. ein Vermögen verdienen. Das wird auf jeden fall ein sehr komplizierte Sache.

  • M.E. - 28. Oktober 2011

    Die Südschiene schmiert immer mehr ab. Siehe hier am Beispiel Spanien:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/rekordarbeitslosigkeit-in-spanien/5765142.html

    Diese Hebelei wird kaum Luft für wenige Monate verschaffen. Gegen eine nierdergehende Realwirtschaft und immer größere Differenzen der wirtschaftlichen Leistungsstärke innerhalb des Euro-Systems helfen auch keine Tricksereien.

    • Benedikt - 28. Oktober 2011

      Die Differenzen können nicht mehr durch Finanzblasen (Häuserboom o. Staatsschulden) verdeckt werden. Spanien und Griechenland konnten nur durch diese Blasen an Kerneuropa ran kommen. Jetzt entfernt man sich wieder.

  • Makabär - 28. Oktober 2011

    Kommende Ereignisse werden vom GlobalEurope Anticipation Bulletin (kurz: GEAB) analysiert. Anhand früherer Publikationen, kann man sehen, dass sie oft Recht hatten mit ihren Prognosen.

    Siehe:
    http://www.leap2020.eu/Umfassende-weltweite-Krise-Viertes-Quartal-2011-Kernschmelze-der-globalen-Finanzwerte_a7649.html

    und ebenso:
    http://www.leap2020.eu/GEAB-N-58-ist-angekommen-Umfassende-weltweite-Krise-Erstes-Halbjahr-2012-Dezimierung-der-Banken-in-den-westlichen_a7914.html

    Übrigens ein sehr guter Blog hier!!!

  • mitwisser - 28. Oktober 2011

    ich erkenne hier langsam Parallelen zur dot.com Blase, nach der Jahrtausendwende. Damals ging man auch blind in Unternehmen rein die weder nennenswerten Umsatz, dafür dicke Verluste und auch sonst kaum Substanz hatten. Wie die Blase platzte, kratzte man sich auch am Kopf und fragte sich verwundert, wie man das denn übersehen konnte. So wirds uns auch gehen, wenn die Blasen im Finanzcasino platzen. Danach sind ja immer alle schlauer. Allerdings haben die Bankster das ja auch viel cleverer versteckt…und vermutlich ist denen vor geraumer Zeit schon die Kontrolle entglitten. Aber keiner traut sich den Knopf zu drücken…obwohl es eh schon zu spät wäre. Ob schon Szenarien nach der Implosion geplant werden?

  • Bernd Klehn - 28. Oktober 2011

    OT:

    Erste Marktreaktionen nach dem Gipfel:

    Italien beschafft sich 7,9 Milliarden Euro zu höheren Zinsen

    http://www.comdirect.de/inf/news/detail.html?SEARCH_REDIRECT=true&REDIRECT_TYPE=FULL_MATCH&REFERER=search.general&ID_NOTATION=8354600&ID_NEWS=210011731&NEWS_CATEGORY=POLITIK

    Also keine Umkehr der Finanzmärkte. Wahrscheinlich weitere massive Kapitalflucht aus Italien. Werden wir in 2 Wochen an den neuen Target2-Zahlen und an den EZB-Staatsanleihenkäufen sehen.

  • M.E. - 28. Oktober 2011

    Tja, Bernd,
    die Investoren können sich ja leicht ausrechnen, dass selbst der aufgeblasene Rettungsschirm von 1…1,3 Billionen Euro nicht mal für Italien alleine reichen würde, geschweige denn für alle GIIPS-Staaten plus einigen Großbanken.
    Ich rechne noch für dieses Jahr mit einem Großangriff der Spekulation auf Italien und weiter steigenden Zinssätzen. Wenn dann in den nächsten Monaten noch eine Rezession dazukommt, dann taumelt Italien und damit der Euro insgesamt.

    • Benedikt - 28. Oktober 2011

      Der nächste Kanditat der Spekulanten dürfte eher Frankreich werden. Wenn FR sein AAA verliert, ist der EFSF in ernsten Schwierigkeiten.

      Italien und seine Banken wurden die Finanzierungen schon gekappt. Die sind von der EZB vollständig abhängig. Mehr geht nicht.

      Die Probleme werden diesmal von den AAA Ländern ausgehen. Wenn die Spekulanten merken, dass diese Länder nicht die Südschine dauerhaft mitfinanzieren können, verlieren die letzten den Glauben an den €.

    • alt-shift-x - 28. Oktober 2011

      Ich glaube ja auch , dass die Tatsache, dass der Griechenland haircut nicht als Kreditausfall gewertet wurde und daher die CDS nicht fällig wurden, dazu beiträgt, dass die Investoren in Zukunft dann eben Anleihen wie z.B. italienische Bonds eher meiden werden. Wenn ich mich nicht gegen einen Ausfall versichern kann, steck ich auch kein Geld rein. Im Umkehrschluß wird dann aber evtl. auch wieder mehr gegen Italien gezockt, wenn sie ihre Anleihen nicht mehr platzieren können, so oder so ist das Mist für Italien. Jedenfalls wird die EZB die nächsten Tage wieder einspringen müssen. Dass der “Rettungsschirm” (wieso nennen wir das Ding eigentlich so, lasst uns dem Ding einen anderen Namen geben, bitte, ich will das nicht immer in Anführungszeichen schreiben) nicht reichen wird ist klar, da bin ich mit dir völlig einer Meinung und smart money weiss das auch.

  • Toni - 28. Oktober 2011

    zuerst Bravo …. und Respekt für diese Seröse Bericht ! und Überhaupt für Ihr Homepage !
    das diese Firma seit 2003 klinisch tot (vielleicht noch länger), wusste ich schon lange, aber hier zeigen Sie es deutlich das es nur noch 1 Zombie ist.
    und dass diese Firma lebt, nur von Einlagen der Kunden und Investoren, die total blind sind und ahnungslos !

    Respekt für Acker…. für seine “wohlverdiente Pension “als Perfekte Dilletante, Fascist und Betrüger! Konnte sich Jahrelang hinter seine Makulatur KonstruktionsZahlen verstecken…
    und durften sich noch obendrein schmucken mit versch. Lob und was weiss ich und noch, viel schlimmer noch, ware der Berater der Kanzlerin in Sache Krisenbewältigung !

    Hier kann ich nur sagen, das Spiel ist aus…. es ist nicht die Frage ob das Kartenhaus fällt , sondern wann dieses fällt !

    Wir leben nun in eine Anarchie ohnegleich regiert von gierige, korrupte und dilletantische VOLKSvertreter, Versicherungsbetrüger (siehe neue Artikel VAG 89), Pharma und natürlich Bankster.
    Traurig aber wahr, und das Pöbelvolk merkt es nicht

    Guten Nacht Deutschland, Gute nacht Europa.

    Vielen Dank noch an Ihnen und alles gute für die Zukunft, falls es einer gibt !

    LG

    Toni

  • philipp johannes - 28. Oktober 2011

    ich habe von 71 – 74 bankkaufmann gelernt, das nur ganz am rande; will sagen kann rechnen …
    .

    wichtig ist mir zu sagen und zu fragen: ich komme weiterhin auf eine tier 1 quote von 2,56 %.
    wie kommt der geschäftsbericht auf 10,1 % ?

    die deutsche ist pleite.
    schon lange überschuldet.
    nicht umsonst strahlt acki immer in die kameras.
    er weiß es …

    der efsf ist nicht mehr das unbeidngt zentrale problem.
    viel gewaltiger und an sich ungeheuerlich ist das monstrum esm.
    dann ist zappenduster ( für die bürger ).

    • Rainer - 30. Oktober 2011

      Nur ganz kurz: Die sog. Kernkapitalquote bezeichnet nicht, wie dargestellt das Kernkapital, sondern auch darüber hinaus gehendes. Der Begriff ist “schönsprech”.

      Wenn Du in die Bilanz gehst, findest Du normalerweise die Ergänzungen und kannst das errechnen.

      Grüße

  • Thomas - 28. Oktober 2011

    Na, geht doch! Die Experten müssen nur “richtig” buchen und wenn nötig “richtig korrigieren” – dann freut sich auch das Schäuberle…
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794694,00.html

    Als ob es was ausmacht, dass D im Jahr 2010(!) 24,5 Mrd. EUR weniger Schulden hatte, als bisher gedacht.
    Aber das timing für diese Nachricht lässt doch ziemlich aufhorchen, obwohl seit Wochen die Info in der Regierung bekannt und sogar nach Brüssel schon gemeldet, ist es für die Veröffentlichung “nicht von Interesse” Wir werden alle nur noch verar….t.

  • Lazarus09 - 28. Oktober 2011

    philipp johannes

    Aaaach du Spaßbremse ;-)

    Der Glaube versetzt Berge und Zahlen in Geschäftsberichten und wer die Deutungshoheit hat ,der hat ..aber HALT !…lassen wir das.

    Mutti sagt der Weg wäre frei … offen lässt sie für was …?

  • Appaloosa - 28. Oktober 2011

    atl-shift-x: “Dass der “Rettungsschirm” (wieso nennen wir das Ding eigentlich so, lasst uns dem Ding einen anderen Namen geben, bitte, ich will das nicht immer in Anführungszeichen schreiben) nicht reichen wird ist klar, da bin ich mit dir völlig einer Meinung und smart money weiss das auch.”

    Ich mache eine Wette, dass ein Hebel von 5 beim EFSF erst der Anfang ist. Die DB hat einen von ca. 40, warum auch nicht der Staat? :P

    • Lazarus09 - 28. Oktober 2011

      Des kleinen Mannes “Rettungsschirm” heißt Hurenbock4….

    • alt-shift-x - 29. Oktober 2011

      Ich bin berüchtigt für Wetten dieser Art … aber degegen würde ich jetzt nicht gerade setzten. Gut möglich, dass man auf Teufel komm raus das Spielchen so lange weiter spielt bis auch der letzte Idiot den glauben an diesen Blödsinn verliert. Man verwendet dieselben Mittel die zur Krise geführt haben und verkauft sie uns als Lösung srlsy das ist so dämlich da fällt einem oft echt nichts mehr ein.

  • Eurelios - 28. Oktober 2011

    Also ich würde vorschlagen dass das Unwort des Jahres 2011 Hebel heißt als Mitvavorit
    wäre auch das Wort Märkte in Betracht zu ziehen,

    Alles nur ein Wahnsinn was zur Zeit in Sachen der Geldpolitik abgeht.

  • klaus - 28. Oktober 2011

    Hallo an Alle.

    50 Mrd in der alten HRE / FMS gefunden.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bilanzkorrektur-laesst-schuldenquote-sinken/5767306.html

    Tooll. Erst findet man in Griechenland. Dann in einer Bad Bank.
    Was es nicht alles gibt. Früher hätte man solche Buchhalter ,.. na ja egal.
    Mir sagte man immer es gäbe nur gute und sehr gute Buchhalter.
    Die Anderen mit Befriedigend seien arbeitslos.

    Was findet man eigentlich in diesen Zeiten in den Guten Banken
    wie DB und CB?
    500 Mrd Schuldscheine?
    Angesichts der Bilanzen könnte man den Eindruck gewinnen.
    Dann wäre unser Rettungsschirm eigentlich schon in der
    Entstehung nur noch ein Schirmchen.

    Kein Wunder das die CB keine Hilfe will.
    In dem Fall wäre es schlicht Hartz IV.

    Aber in dem Fall wird China nicht investieren.
    Laut Nachrichten tun Sie sich schon schwer.

    Ist alles nur wischiwaschi?
    Warum habe ich kein Glück?
    Ich find kein Kuvert mit 100.000 und ich hab
    auch keine Idee wie man die Vorstellung erwecken
    könnte die 100.000 zu haben.

    So langsam frage ich mich wirklich,
    wieviele Schuldenschnitte der kleine
    Anleger hinnimmt, bis er merkt, das er
    nicht gewinnt, sondern selbst die Hauptmahlzeit ist.

    Und was wäre wenn das FMS-Geld Schwarzgeld ist?

    Und ich hab noch mehr Fragen.

    Naja, das nächste Rating zeigt den Weg.

    Grüße Klaus

  • Querschuss - 29. Oktober 2011

    Hallo Philipp Johannes,
    nur risikogewichtete Aktiva, von der Deutsche Bank, anhand interner Bewertungen mit 337,618 Mrd. Euro ermittelt, müssen mit Kernkapital lt. Basel2 unterlegt werden. Das Kernkapital betrug 34,090 Mrd. Euro und so kommt man genau auf eine Kernkapitalquote von 10,1%. Das gesamte Eigenkapital besteht aus Kernkapital, Ergänzungskapital und Drittrangmittel (Tier1, -2 und -3) in Höhe von insgesamt 53,108 Mrd. Euro.

    Sicher ist eine berechtigte Frage ob die Risikoaktiva nur 337,618 Mrd. Euro betragen können zumal fast der gesamte Derivateverhau durch das Netting nicht mit Eigenkapital unterlegt werden muss.

    Gruß Steffen

  • philipp johannes - 29. Oktober 2011

    danke steffen.
    es ist halt schon lange her …

    und gestatte mir sagen zu dürfen das das geschachere mit kapital in der buchhaltung mich eh schon immer fasziniert hat.
    es wurde halt gezaubert bis es paßte.
    fast wie in einer varieteshow in las vegas.

    ok neudeutsch heißt es inzwischen controlling und riskmanagement.
    was bei rauskommt sehen wir ja.
    schuldenschnitt von 50 %.
    in den büchern noch mit ca. 40 %.
    macht einen profit von ca. 10 %.

    wobei das netting ja nun nicht die operationellen risiken und die kontrahentenrisiken berücksichtigt und an sich daher entweder nicht statthaft ist oder mit kapital zu unterlegen wäre,
    doch wenn die aufsichstbehörden das alles so absegnen wird es schon richtig sein …
    ein schelm der sich da was bei denkt.

    kein china wird in den efsf investieren.
    warum sollten sie ?
    das alles ist dantes göttliche komödie, jedoch in live.

    • C4sh - 30. Oktober 2011

      moin zusammen, erstmal daumen hoch für diese blog hier! Schön zu lesen, dass es auch noch Menschen gibt, die sich gedanken machen und sich nicht immer vom Abendprogramm der Privatsender berieseln lassen.
      @ philipp johannes: prinzipiell stimme ich dir zu, was allerdings seit kurzem z.B. das Kontrahentenrisiko aussetzt – und somit effektiv nicht bewertungsrelevant macht – sind moderne Formen von collateral management… vulgo: das tägliche verrechnen (netting :-)) der saldierten Positionen je Kontrahent und entsprechende Ausgleichszahlung.
      Könnte ja sein dass die DB das anwendet. Damit sänkt deren exposure auf einen kleineren promillesatz… aber wie gesagt: KANN SEIN…

  • philipp johannes - 31. Oktober 2011

    C4sh – 30. Oktober 2011

    netting kenn ich noch und die deutsche bank wird es einsetzen.
    member der cls bank ist sie ja, unter anderem ein clearer für netting bei forex trading.

    danke jedenfalls und dennoch ist das kapital zu niedrig …
    übrigens.
    gehe ich unter finanzen.net auf deutsche bank und ihre zahlen steht da 2,56 % bei kapital:
    http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Deutsche_Bank

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