Italien: schwächste PKW-Neuzulassungen in einem April seit 1990

von am 3. Mai 2012

Auch die Daten vom italienischen Ministerium für Infrastruktur und Transport (MIT) zu den PKW-Neuzulassungen für den Monat April 2012 zeigen den desaströsen Weg, den auch Italien im Zuge der Bewältigung der Schuldenkrise eingeschlagen hat. Unter dem Technokraten Monti und seinen vermeintlichen Reformen, die im Einklang zur Strategie der Troika stehen, verbirgt sich eine Kontraktion der Einkommen und des Konsums, welche die realwirtschaftliche Situation unnötig weiter zuspitzt. Im April 2012 schrumpften die PKW-Neuzulassungen in Italien zwar um "moderatere" -17,99% zum Vorjahresmonat (-26,72% im März), diese etwas niedrigere Rate ist allerdings auch dem bereits schwachen Vorjahresmonat geschuldet.

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Portugal: PKW-Neuzulassungen mit -41,7%

von am 2. Mai 2012

Für Portugal berichte heute der portugiesische Automobilverband (Associação Automovel de Portugal (ACAP)) für den Monat April 2012 die schwächsten PKW-Neuzulassungen in einem April seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1990. Im April 2012 sanken die PKW-Neuzulassungen um -41,7% zum Vorjahresmonat auf nur noch 8’400 PKWs. Auch diese Daten aus Portugal zeugen von einer brutale Kontraktion des Konsums, die sich auch in einer schrumpfenden wirtschaftlichen Aktivität manifestiert. [mehr…]

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Skandalöse Jugendarbeitslosigkeit

von am 2. Mai 2012

Heute veröffentlichte Eurostat die saisonbereinigten Arbeitslosenquoten für die EU17 und die EU27. In der Eurozone stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im März 2012 auf 10,9%, nach 10,8% im Vormonat und in der EU27 lag sie unverändert bei 10,2%. Die 10,9% Arbeitslosenquote im März 2012 in der Eurozone ist die höchste Quote seit Bestehen der Gemeinschaft. Deprimierend stellen sich weiter vor allem die hohen Arbeitslosenquoten in den Südperipherie-Staaten dar. So stieg die offizielle saisonbereinigte Arbeitslosenquote in Portugal im März auf 15,3% (+0,3 Prozentpunkte), in Italien auf 9,8% (+0,2 Prozentpunkte) und in Griechenland, die mit ihrer monatlichen Datenerhebung immer hinterherhinken, stieg die saisonbereinigte Quote für Januar auf 21,7% (+0,5 Prozentpunkte), jeweils im Vergleich zum Vormonat! Die höchste Quote in der gesamten EU erzielte Spanien mit 24,1% (+0,3 Prozentpunkte zum Vormonat).

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Deutsche Einkaufsmanager laut Markit mit mieser Stimmung im April

von am 2. Mai 2012

Die heutigen Finaldaten von Markit Economics zum Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie (EMI) für April 2012 bestätigten das 33-Monatstief aus der Flash-Schätzung! Damit befindet sich die deutsche Industrie den zweiten Monat in Folge in Kontraktion. Ein Einkaufsmanagerindex der Industrie von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung im Verarbeitenden Gewerbe.

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USA: Autoverkäufe im April mit +2,3% zum Vorjahresmonat

von am 1. Mai 2012

Laut den unbereinigten Originaldaten stiegen die US-Autoverkäufe (Total Light Vehicle Sales) in den USA im April 2012 nur um +2,3% zum Vorjahresmonat an, auf 1,184447 Millionen PKWs, nach 1,404774 Millionen im Vormonat und nach 1,157794 Millionen im Vorjahresmonat. Damit schwächt sich die Dynamik bei den Autoabsätzen deutlich ab.

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USA: unerwartet kräftiger Anstieg beim Manufacturing PMI

von am 1. Mai 2012

Das Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichte heute für die USA den Purchase Manager Index Manufacturing (Einkaufsmangerindex für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat April 2012. Der PMI Manufacturing stieg unerwartet und kräftig auf 54,8 Indexpunkte, nach 53,4 Indexpunkten im Vormonat. Die von Bloomberg im Vorfeld der Daten befragten Volkswirte hatten nur einen leicht schrumpfenden PMI von 53,0 Punkten in der medianen Schätzung vorhergesehen.

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Spanien: TINSA-Immobilienpreisindex im März mit -11,5% zum Vorjahresmonat

von am 1. Mai 2012

Laut der Immobilienbewertungsgesellschaft TINSA (Tasaciones Inmobiliarias) sanken die landesweiten Immobilienpreise in Spanien im März 2012 mit der Rekordrate von -11,5% zum Vorjahresmonat! Seit dem Hoch im Dezember 2007 ging es damit um insgesamt -28,6% bei den Preisen für spanische Immobilien abwärts. Der TINSA Immobilienmarktbericht erscheint monatlich und der Preisindex IMIE (Indice de Mercados Españoles Inmobiliarios) sank im März 2012 auf 1631 Indexpunkte.

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China: offizieller PMI auf 13 Monatshoch

von am 1. Mai 2012

Die China Federation of Logistics & Purchasing (CLFP) berichtete heute Morgen die Daten zum offiziellen chinesische Einkaufsmanager-Index des Verarbeitenden Gewerbes für den Monat April 2012. Der von staatlichen Stellen ermittelte Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI), ein Stimmungsindikator, stieg auf 53,3 Indexpunkten, nach 53,1 Indexpunkten im Vormonat und damit auf ein 13-Monatshoch. Ein PMI-Index von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eher eine Schrumpfung des Verarbeitenden Gewerbes.

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Griechenland: reale Einzelhandelsumsätze weiter mit Dynamik abwärts

von am 30. April 2012

Heute berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT erneut von sinkenden realen Einzelhandelsumsätzen für den Monat Februar 2012. Um weitere -13,0% zum Vorjahresmonat sanken im Februar 2012 die realen (preisbereinigten) Umsätze (Januar: -10,3%, Dezember: -12,6%, November: -8,9%). Selbst nominal ging es noch um kräftige -11,1% zum Vorjahresmonat abwärts.

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Spanien: BIP- und Kreditkontraktion

von am 30. April 2012

Das spanische Statistikamt INE berichtete heute in einer ersten Schätzung für das 1. Quartal 2012 von einer saisonbereinigten realen BIP-Schrumpfung von -0,3% zum Vorquartal. Damit schrumpfte das reale BIP zum zweiten Mal in Folge im Vergleich zum Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal schrumpfte das reale BIP im -0,4%. Damit wirkt sich die nachlassende wirtschaftliche Aktivität noch moderat auf das Bruttoinlandsprodukt aus, was aber sicher auch hedonischer Berechnungsmethoden (Qualität- und Leistungsberreinigung) und nicht adäquater Preisbereinigung geschuldet sein dürfte.

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Luxemburg: Target2 mit +115,228 Mrd. Euro auf Allzeithoch

von am 29. April 2012

Wie die luxemburgische Zentralbank (Banque Central Du Luxembourg) berichtete ist der positive Target2 Saldo für den Monat März 2012 auf ein neues Allzeithoch gestiegen. In Folge der LTRO2-Injektion durch das Eurosystem beschleunigte sich auch die Kapitalflucht nach Luxemburg, der luxemburgische Target2 Saldo stieg um 16,808 Mrd. Euro zum Vormonat an, auf +115,228 Mrd. Euro.

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Spanien: reale Einzelhandelsumsätze auf dem Niveau von Mitte 1999

von am 29. April 2012

Das spanische Statistikamt INE berichtete am Freitag die realen Einzelhandelsumsätze für den Monat März 2012. Auch im März 2012 ging es weiter abwärts, den 21. Monat in Folge im Vergleich zum Vorjahresmonat, um unbereinigte reale -3,9% und um saisonbereinigte reale -0,6% zum Vormonat. Die realen Einzelhandelsumsätze notieren in der saisonbereinigten Reihe auf einem Niveau von 1999. Der private Konsum, gemessen an den Einzelhandelsumsätzen schwächelt ungebrochen weiter und wird im Verlauf der nächsten Monate neue Tiefs markieren.

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Spanien: 24,44% Arbeitslosenquote in Q1 2012

von am 27. April 2012

Spaniens wirtschaftliche Lage ist absolut brisant. Im Zuge der wirtschaftlichen Schwäche und der Sparmaßnahmen des Staates erschreckt der spanische Arbeitsmarkt weiter mit sehr schlechten Daten. Wie das spanische Statistikamt INE heute mitteilte, stieg im 1. Quartal 2012 die Zahl der Arbeitslosen um +365'900 zum Vorquartal und um +729'300 zum Vorjahresquartal auf 5,6395 Millionen und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Datenreihe mit vergleichbarer Methodik seit dem 2. Quartal 1987. Die Arbeitslosenquote zog auf unglaubliche 24,44% an, dies war der höchste Stand seit Q1 1994.

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Einlagefazilität bei 791,315 Mrd. Euro

von am 27. April 2012

Wie die EZB heute Morgen berichtete, stieg die Einlagefazilität (Übernachtanlage) zum 26.04.2012 wieder auf 791,315 Mrd. Euro, nicht weit vom bisherigen Allzeithoch entfernt. Diese Daten bestätigen erneut das Gesamtbild, die LTRO-Injektionen dienten primär der Kapitalflucht via Target2 und weder die Kreditvergabe im Interbankenmarkt noch die Kreditvergabe an die Realwirtschaft wurde mit diesen historisch einmaligen geldpolitischen Maßnahmen angekurbelt. Die per LTROs geschaffene Nettoliquidität floss direkt per Target2 an die DNLF-Banken und landete in Ermangelung anderer Aktivitäten dieser, in der Einlagefazilität des Eurosystems.

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S&P stuft Spaniens Bonität herab

von am 27. April 2012

Nun ist es also soweit. Es ist Zeit für neue Herabstufungen der Bonität von Krisenstaaten in der Euro-Zone – allen Beteuerungen der Euro-Retter, man habe seine Hausaufgaben gemacht und alles werde gut, zum Trotz.

Mittlerweile muss man sich allerdings ernsthaft fragen, ob die Euro-Retter solcherlei Verlautbarungen selbst noch ernst nehmen. Denn es braucht für die diesmal von S&P gegebene Begründung der Herabstufung von Spaniens Bonität (1) keine Experten mehr, so offensichtlich sind die Probleme dieses Euro-Landes und all jener Länder, die auf striktem austeritätspolitischem Kurs sind.

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Spanien: Target2 bei -276,033 Mrd. Euro per Monatsende März

von am 26. April 2012

Im März 2012 explodierte die Target2 Verbindlichkeit der spanischen Zentralbank (Banco de Espana) nach Angaben des Institut für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Osnabrück (Euro Crisis Monitor) per Monatsende (Montly End Data), auf -276,033 Mrd. Euro, nach -211,425 Mrd. Euro im Februar, nach -183,786 Mrd. Euro im Januar, nach -174,979 im Dezember 2011 und nach -137,178 Mrd. Euro im November 2011. Diese Daten stehen für eine extrem dynamische Kapitalflucht aus Spanien in Folge der Long-Term Refinancing Operations (LTROs-Injektionen) des Eurosystems.

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Italien: Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe sinkt erneut

von am 26. April 2012

Heute berichtete das italienische Statistikamt ISTAT die Daten zum Geschäftsklimaindex für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat April 2012. Der Index (Confidence Climate), der die Stimmung der Unternehmen im Manufacturing widerspiegelt, sank auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2009. Die italienischen Unternehmen geraten stimmungstechnisch deutlicher in die Rezession. Indexstände über 100 stehen für überwiegend optimistische Antworten, Indexstände von unter 100 für pessimistische Antworten der befragten Unternehmen.

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Irland: Situation spitzt sich zu

von am 25. April 2012

Auch die irische Wirtschaft kühlte sich wieder ab, gleichzeitig sinken die Immobilienpreise weiter und das Staatshaushaltsdefizit schwoll auch 2011 an. Zuletzt im Februar 2012 sank das irische Außenhandelsvolumen bei Waren und Gütern, ebenso der Output der Industrieproduktion. Das unbereinigte Exportvolumen von Waren und Gütern sank um -3,8% zum Vorjahresmonat auf 7,386 Mrd. Euro, nach 7,698 Mrd. Euro im Vormonat und nach 7,679 Mrd. Euro im Vorjahresmonat.

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USA: Auftragseingang langlebige Güter mit -4,2% zum Vormonat

von am 25. April 2012

Nach den heutigen Angaben des US-Handelsministeriums ist der saisonbereinigte Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im März 2012 um kräftige -4,2% zum Vormonat zurückgegangen. In der medianen Schätzung der im Vorfeld der Daten befragten 81 Volkswirte, durch die Nachrichtenagentur Bloomberg, hatte sich eine Schätzung von -1,7% ergeben. Auch die Daten zum Vormonat wurden abwärts revidiert von ursprünglich +2,4% auf nun +1,9%. Diese Daten zum gesamten Auftragseingang langlebiger Güter sind ein Dämpfer für die wirtschaftliche Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe der USA.

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Portugal: negativer Target2 Saldo steigt um 10,561 Mrd. Euro

von am 24. April 2012

Wie die portugiesische Zentralbank Banco de Portugal in ihrer monatlichen Bilanz mitteilte stieg die Target2 Verbindlichkeit im Monat März um 10,561 Mrd. Euro zum Vormonat, auf -74,539 Mrd. Euro und damit auf ein neues Allzeithoch. Damit steigt nach vielen Monaten einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau auch in Portugal in Folge der LTRO2-Injektion die Target2 Verbindlichkeit  erstmals wieder kräftig an. Die Kreditgewährung (Zentralbankgeld) aus LTRO2 wurde genutzt um via Target2 das Zentralbankgeld zu verbringen und damit wurde auch in Portugal mit LTRO2 primär die Kapitalflucht angefeuert.

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Italien: Verbrauchervertrauen im April 2012 auf Allzeittief

von am 24. April 2012

Wie das italienische Statistikamt ISTAT gestern mitteilte, sank das Verbrauchervertrauen im April 2012 auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Januar 1982! Das Vertrauen der italienischen Konsumenten ist im Zuge der Schuldenkrise stark eingebrochen und dies ist für Italien ziemlich relevant, denn die Konsumausgaben der privaten Haushalte tragen zu knapp über 60% des nominalen BIPs Italiens bei. Auch unter Italiens "Reformer" Monti kristallisiert sich immer klarer heraus, die sogenannten Reformen, Austerität, undifferenziertes Sparen ohne Rücksicht auf die Folgen für das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung sind ein Rohrkrepierer bzw. der direkte Weg in die Rezession, dies war aber ernsthaft auch nicht anders zu erwarten!

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Kurze Zwischeneinschätzung

von am 23. April 2012

Mit zwei LTROs (longer-term refinancing operations) der EZB in einem Bruttovolumen von knapp über 1 Billion Euro sollte die Geldpolitik gekoppelt mit einer Austeritätspolitik das Ruder in der Schuldenkrise der Eurozone herumreißen. Das vorläufige Ergebnis ist desaströs, die Geldpolitik befeuerte primär die Kapitalflucht und die Einlagefazilität des Eurosystems, der Interbankenmarkt liegt weiter darnieder und die Renditen der Staatsanleihen der Südperipherie-Staaten ziehen nach einer kurzen Verschnaufpause wieder an. Die Austeritätspolitik führte die Südperipherie direkt in die Rezession, Griechenland in eine schwere Depression und den Kern der Eurozone an den Rand einer Rezession. Die Rezession in der Südperipherie, Einkommens- und Konsumschrumpfungen, sinkende Investitionen und sinkende Wertschöpfung bringen auch die Bankbilanzen in die Bredouille, denn der Anteil der faulen Kredite steigt rapide und zusammen mit dem Einlagenschwund verdeutlicht dies, es handelt sich primär nicht um ein Liquiditätsproblem, sondern um eines der mangelnden Solvenz und des schwindenden Vertrauens.

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BUBA: Bilanzsumme erstmals mit über 1 Billion Euro!

von am 23. April 2012

Heute veröffentlichte die Deutsche Bundesbank (BUBA) ihren Monatsbericht und damit auch die Daten zur Bilanz für den Monat März und damit den Stand nach der LTRO2 Liquiditätsinjektion des Eurosystems für die europäischen Banken. Die Bilanzsumme der BUBA schoss im März 2012 erstmals über 1 Billion Euro, die ungeheure Bilanzausweitung ist vor allem Produkt der Ausweitung der Target2 Forderungen. Im Gegenzug ertrinkt das deutsche Bankensystem in Liquidität und bunkert diese fleißig in der Einlagefazilität der BUBA. Die BUBA ist mittlerweile ein enormer Nettoschuldner des deutschen Bankensystems, dies änderte auch nicht eine gewisse Liquiditätssaugung bei LTRO2 der deutschen Banken. Zu den Konditionen musste wohl zugeschlagen werden, trotzdem war der Anteil der Kreditgewährung aus LTRO2 an deutschen Banken moderat, vor allem gemessen daran, dass angeblich 800 deutsche Finanzinstitute Liquidität gesaugt haben sollen und vor allem gemessen an der Größe des deutschen Bankensystems und der deutschen Volkswirtschaft. Aber nun zu den Daten im Einzelnen:

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Deutschland: erste klare realwirtschaftliche Dämpfer in Sichtweite?

von am 23. April 2012

Die Markit Flash-Schätzung zum Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie (EMI) für April 2012 spukte heute Morgen ein frisches 33-Monatstief aus! Damit befindet sich die deutsche Industrie in Kontraktion. Ein Einkaufsmanagerindex der Industrie von über 50 Punkten deutet auf einen Expansionskurs im Verarbeitenden Gewerbe hin. Indexstände von unter 50 Punkten signalisieren dagegen eine Schrumpfung im Verarbeitenden Gewerbe.

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Wahl in Frankreich, Euro-Krise und die Finanzmärkte: Anfang vom Ende des europäischen Krisenkurses?

von am 23. April 2012

Nun also ist die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich entschieden. Der Sozialist François Hollande (PS) hat 28,6 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können, der Spitzenkandidat der konservativen UMP, Amtsinhaber Nicolas Sarkozy, nur 27,1 Prozent. In der Stichwahl am 6. Mai wird entscheidend sein, wie sich die Wähler der rechstextremen Marine Le Pen verhalten, die mit rund 18 Prozent der Stimmen weit mehr Zustimmung bekam, als Prognosen ihr zugetraut haben. (1)

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