Der Irrsinn des aktuell herrschenden TINA-Systems, There Is No Alternative, geht weiter in die Vollen, Monat für Monat steigen die Forderungen Deutschlands gegenüber den schwächeren Mitgliedern der Eurozone, nicht nur über die Bürgschaften und Garantien der Rettungspakete, sondern auch über das Target2 Zahlungssystem (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System). Die Forderungen der Deutschen Bundesbank (Forderungen innerhalb des Eurosystems insgesamt) gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB schossen im August 2011, laut den heute veröffentlichten Daten, auf ein neues Rekordhoch mit 402,739 Mrd. Euro, nach 355,977 Mrd. Euro im Vormonat.
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Die Implosion des europäischen Bankensystems in Folge der Schuldenkrise, die eine Systemkrise ist, schreitet täglich voran. Auch der Aktienkurs der Deutschen Bank kommt weiter unter die Räder, gegen 14:00 Uhr weist die Aktie einen Verlust zum letzten Handelstag von -8,7% aus und fällt auf 20,94 Euro. Die Marktkapitalisierung des größten deutschen Bankinstituts beträgt nur noch 19,09 Mrd. Euro. Dies ist durchaus bemerkenswert, betrug doch allein das Eigenkapital der Bank per Ende Juni 51,678 Mrd. Euro. Dies kann nur bedeuten, die Marktteilnehmer irren oder das auch die Deutsche Bank seine potentiellen Verluste in der Bilanz nicht mit dem vorhandenen Eigenkapital abfedern kann.
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Das italienische Statistikamt ISTAT veröffentlichte heute die Daten zur breit gefassten Industrieproduktion für Juli 2011. Der Output der Industrieproduktion sank im Juli saisonbereinigt um -0,7% zum Vormonat und sank auch gegenüber dem Vorjahresmonat, bei den unbereinigten Daten, um relevante -4,6%! Damit wird erneut deutlich, wie schwach die italienische Realwirtschaft aufgestellt ist und das Italien ein gutes Stück weit weg ist von industrieller Leistungsfähigkeit.
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Im Zuge der erwarteten Herabstufung der drei großen französischen Banken, Societe Generale, Credit Agricole und BNP Paribas durch die Ratingagentur Moody's, setzt sich der Abverkauf an den Aktienmärkten heute Morgen weiter fort. Gerade die französischen Banken sind insgesamt stark in Griechenland und den Südperipherieländern der Eurozone engagiert und die Zuspitzung der Lage in Griechenland koppelt direkt zurück auf die besonders involvierten Banken.
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Wie die chinesischen Zollbehörden (General Administration of Customs) am Samstag mitteilten, erzielte China im August 2011 ein Rekordhoch beim Außenhandelsvolumen. Zwar gingen die Exporte von Waren und Gütern zum Vormonat leicht zurück, um -1,03%, auf 173,32 Mrd. Dollar, aber die Wachstumsrate zum Vorjahresmonat lag weiter bei kräftigen +24,5%. Das Importvolumen stieg auf ein neues Allzeithoch, mit einer Steigerung von +8,3% zum Vormonat und von +30,4% zum Vorjahresmonat auf 155,56 Mrd. Dollar.
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Jürgen Stark gibt seinen Posten als Chefvolkswirt der EZB auf – aus persönlichen Gründen, heißt es offiziell, weil er den Kurs der EZB in der Schuldenkrise nicht mehr mittragen will, wird spekuliert.
Was in der Presse als wahrscheinlichster Grund genannt wird, der Jürgen Stark zu seinem Schritt veranlasste, ist der Ankauf von Staatsanleihen von EU-Schulden-staaten durch die EZB. Auch der Rücktritt von Jürgen Weber als Chef der Bundesbank wurde seinerzeit von vielen als Reaktion auf die Anleihenaufkäufe der EZB interpretiert. [mehr…]
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Das die Staatsschuldenkrise auch eine maskierte Bankenkrise ist, nimmt immer offensichtlichere Dimensionen an. Die Erkenntnis, dass es sich um eine systemische Krise handelt, greift um sich und adäquat dieser Erkenntnis sinkt das Vertrauen der Marktakteure ins Banken- und Finanzsystem und in die Handlungsfähigkeit der Staaten und Notenbanken. Die sehr hohe Risikoaversion äußerte sich auch am letzten Handelstag dieser Woche, in einem kräftigen Abverkauf von Aktien, insbesondere von Bankaktien.
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Wie das Statistische Amt Spaniens INE gestern berichtete brach die Industrieproduktion im Juli 2011 um -5,7% zum Vorjahresmonat ein. Gerade an der Front der industriellen Wertschöpfung, die man klar als unterentwickelt qualifizieren muss, gelingt Spanien kein Turnaround, im Gegenteil, der Output der Produktion verharrt nicht weit vom Krisenniveau entfernt und bei einem lauen Lüftchen weltweiter konjunktureller Abschwächung geht es in Spanien mit der Industrie weiter abwärts.
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447 Milliarden Dollar will US-Präsident Barack Obama für ein neues Konjunktur-programm zur Schaffung von Beschäftigung in die Hand nehmen. Ob er es durch den Kongress bekommt, ist die Frage. Denn die republikanische Opposition will drastisch sparen – vor allem im sozialen Bereich. Kaum einer wird Obamas Aussage, das Programm würde durch Einsparungen andernorts finanziert werden können und sich quasi selbst tragen glauben. Das hört sich mehr nach Wunschdenken an.
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Der deutsche Export von Waren und Gütern schwächte sich im Juli 2011 laut den heutigen Daten des Statistischen Bundesamtes erneut ab. Zum Vorjahresmonat ging es nur noch um +4,5% aufwärts. Im Vergleich zum Vormonat ging es bei den unbereinigten Daten um -2,72% abwärts, auf 85,9 Mrd. Euro, nach 88,3 Mrd. Euro im Juni. Das Rekordexportvolumen wurde im März 2011 mit 98,2 Mrd. Euro markiert.
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Laut der heutigen 2. Schätzung des griechischen Statistikamtes (ELSTAT) sank das unbereinigte reale BIP im 2. Quartal 2011 abwärtsrevidiert um -7,3% zum Vorjahresquartal (ursprünglich -6,9%), nach -8,1% in Q1 2011! Selbst nominal sank das BIP kräftiger als zunächst angenommen, um abwärtrevidierte -5,5% zum Vorjahresquartal (ursprünglich -5,1%), nach -6,0 in Q1 2011.
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Das britische Statistikamt ONS lieferte heute die Daten zur Industrieproduktion in UK. Der realwirtschaftliche Zwerg drosselte im Juli 2011 seinen industriellen Output wieder ein wenig, um saisonbereinigte -0,2% zum Vormonat, sank der Ausstoß der breit gefassten Industrie (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe). Das Wertschöpfungsproblem der Industrie bleibt weiter deutlich virulent, verschärfend wirkt der permanente Rückgang der Öl- und Gasproduktion in den Nordseefeldern Großbritanniens.
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Gastbeitrag von M.E.
Manchmal kann es erkenntnisfördernd sein, mal von der aktuellen Detailanalyse abzuweichen und einen völlig neuen Betrachtungswinkel einzunehmen. Dazu kann es sinnvoll sein, ein möglichst treffendes Vergleichsbild zu bemühen, das keineswegs den Anspruch haben muss, alle Details des komplexeren Systems 1 zu 1 wiederzuspiegeln. Dann wäre es ja kein bildlicher Vergleich, sondern eine Kopie des untersuchten Systems. Vergleichen wir deshalb mal das weltweite System der Wirtschaft, des Finanzwesens und der Politik mit einem menschlichen Organismus.
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Heute berichtete das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) die Daten zum Output des Produzierenden Gewerbes für Juli 2011. Der Output im breit gefassten Produzierenden Gewerbe (ohne Bauhauptgewerbe) stieg preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigt (nach dem X12-Arima Verfahren) um kräftige +4,06% zum Vormonat (nach revidierten -0,8% im Juni). Auch wenn das BMWI einräumt, das die Daten durch die späte Lage der Ferien überzeichnet sind, stehen diese vorerst weiter für einen soliden Output der Industrieproduktion in Deutschland. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die sich weltweit abschwächenden Wachstumsaktivität, hatten zumindestens noch im Juli 2011, auf die deutsche Industrieproduktion keine drastischen negativen Auswirkungen. Der Absturz der Aktienmärkte begann allerdings auch erst Ende Juli, Anfang August.
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Wie die Schweizer Nationalbank (SNB) heute in einer Pressemitteilung mitteilte, stellt die Überbewertung des Schweizer Frankens eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar und die SNB strebt daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. "Sie toleriert am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1,20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen."
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Die Finanzkrise 2.0 nimmt Formen an, wie hier erwartet und bereits ausführlich dokumentiert, kollabieren die Aktienkurse der europäischen Banken, die von einem Sog, bestehend aus hunderten Milliarden an faulen Krediten in ihren Bilanzen heruntergezogen werden und die extreme Risikoaversion der Märkte in Folge der absehbaren rezessiven Tendenzen der Weltwirtschaft widerspiegeln. Wer den Euro retten will muss nicht nur die PIIGS-Staaten retten, sondern auch das europäische Bankensystem, eine Aufgabe an der gescheitert werden wird!
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Nach Auffassung des Internationalen Währungsfonds kann es sich Deutschland vom Schuldenstand her durchaus noch leisten, mit einer kräftigen Finanzspritze zur Stabilisierung der Weltwirtschaft beizutragen. Das wird, vorsichtig formuliert, von vielen anders gesehen werden, selbst wenn Deutschland verglichen mit den meisten anderen Industriestaaten noch vergleichsweise gut dasteht.
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Der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat August 2011 wartet mit einer negativen Headline auf, der Stellenaufbau außerhalb der Landwirtschaft kam komplett zum Erliegen und dies verdeutlicht einmal mehr, statt Wertschöpfung, Jobs und den Einkommen daraus, organisierte man Bailouts von unhaltbaren Strukturen des Banken- und Finanzsystems, welche in einem Meer von faulen Krediten so oder so untergehen! Statt Problembehebung, erschöpft sich die verantwortliche Elite in einem Zeitgewinn, erkauft durch die lockere Geldpolitik und den in Folge aufgehäuften Staatsschulden. Auch der August 2011 zeigt, an der entscheidenden Front, den Arbeitsplätzen und den Einkommen daraus, versagt man komplett. Der Stellenaufbau außerhalb der Landwirtschaft betrug Null, nach abwärtsrevidierten +85'000 im Vormonat (ursprünglich +117'000).
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Das spanische Arbeitsministerium berichtete gestern für den Monat August 2011, dass erste Mal seit 4 Monaten, wieder von einem Anstieg der unbereinigten und registrierten Arbeitslosenzahlen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg zum Vormonat um +51’185 bzw. um +1,25%, auf 4,130927 Millionen Spanier ohne Job. Außer in der Landwirtschaft mit -2'467 Arbeitslosen zum Vormonat, stieg in allen Wirtschaftsbereichen die Arbeitslosigkeit, festhaltenswert um kräftigere +37'707 im Dienstleistungsbereich, um +10'392 beim Bau und um +9'421 in der Industrie. Dies dürfte bereits ein besonderer Malus sein, wenn man an den Herbst und Winter denkt, mit dem stark abnehmenden Tourismus und die sich herauskristallisierende weltweite rezessive Wirtschaftsaktivität mit den entsprechenden Rückkopplungen auch auf Spanien.
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Bei der Finanzkrise in Folge der Kreditexzesse, hat es sich nie um eine Liquiditätskrise gehandelt, sondern um eine Solvenzkrise des Bankensystems. Somit erklärt sich auch die aktuelle Zuspitzung der Situation, denn es wurde mit der lockeren Geldpolitik und dem Auftürmen der Staatsschulden im Zuge der Bailouts der Banken nur Zeit gewonnen, die Qualität der Assets in den Bilanzen der Banken konnten die Hilfen kaum verbessern. Viele hunderte Milliarden an faulen Krediten schlummern noch im System. [mehr…]
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