SNB: Devisenanlagen bei 409,189 Mrd. CHF

von am 31. August 2012 in Allgemein

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verfolgt weiter den Kampf des vermeintlich „Notwendigem”, der Kopplung des Schweizer Franken an den Euro, von mindestens 1,20 CHF und damit den Weg in die Sackgasse einer zentralen Bad Bank. Die Marktinterventionen der Schweizer Zentralbank fordern ihren Tribut, denn die Devisenanlagen (Aktiva) in der Bilanz sind per Juli 2012 auf 409,189 Mrd. CHF angeschwollen. Mit +44,133 Mrd. CHF aus der Druckerpresse wurden sich im Juli 2012 “werthaltige” Euro einverleibt (aufgekauft). Im Zuge der aggressiven Markteingriffe schwoll die gesamte Bilanzsumme der SNB auf 480,974 Mrd. CHF an, liegt nun auf einem Niveau von 81,97% des nominalen Schweizer BIPs und damit im internationalen Vergleich auf Rekordniveau einer künstlich aufgeblasenen Bilanz! Selbst die EZB, auch die FED, sind dagegen unbedarft beim Aufblasen der Bilanz gemessen in Prozent zum nominalen BIP.

 

Die Entwicklung der Devisenanlagen der SNB seit Januar 1997 bis Juli 2012 im Chart. Im Juli 2012 stieg der Fremdwährungsposten in der Bilanz auf 409,189 Mrd. CHF und ist hauptverantwortlich für die Bilanzausweitung der SNB.

Die Entwicklung der Bilanzsumme der SNB seit Januar 1997 bis Juli 2012 im Chart. Im Juli 2012 stieg die Bilanzsumme auf 480,974 Mrd. CHF. An den Total Assets (Aktiva) der SNB tragen die Devisenanlagen einen Anteil von 85,08%. Dieser Anteil ist nochmal signifikant höher als der Anteil der Target2 Forderung an den Total Assets der BUBA.

Es zeichnen sich gewisse Parallelen ab, während die BUBA fragwürdige Target2 Forderungen bunkert, häuft die SNB Euro-Noten an, beides geschieht zum Erhalt des Status Quo und beides wird den beiden Zentralbanken und ihren Ländern im Falle eines Zusammenbruches der Eurozone auf die Füße fallen. Aus diesem simplen Zusammenhang heraus, erschließt es sich auch nicht wirklich, warum die Schweiz weiter als Kapitalfluchtort aus dem Euroraum fungiert. Die Anleger, Sparer, Institutionelle wie auch kleine Privatanleger handeln aber immer auch ein Stück irrational.

Eine weitere Ähnlichkeit zu Deutschland und ihrer BUBA besteht und diese spiegelt die Kapitalzuflüsse in die Schweiz wider, denn die Einlagen der Banken auch auf Girokonten der SNB (Passiva) steigen stetig:

Die Entwicklung der Einlagen der Banken auf den Girokonten der SNB (Passiva-Seite) seit Januar 1997 bis Juli 2012 im Chart. Im Juli 2012 stiegen die Einlagen auf 276,109 Mrd. CHF.

Die Kopplung des Schweizer Franken an den Euro dient primär als Schutz der Schweizer Exportindustrie, aber auch als Schutz vor Bewertungsverlusten der Devisenanlagen für die SNB. Ob dieses monströse Aufblasen der Fremdwährungsposition allerdings mittelfristig zielführend ist darf mehr als nur bezweifelt werden.

Die Entwicklung des Währungspaares Euro/CHF seit Januar 1990 im Dailychart. Wie an der Schnur gezogen, wird koste es was es wolle 1 Euro mit 1,20 zum Schweizer Franken seit Mitte 2011 gehalten.

Quelle Daten: Snb.ch/de/Bilanzpositionen der SNB per Ende Juli 2012

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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36 KommentareKommentieren

  • Eurelios - 1. September 2012

    Man oh man Steffen 5 Artikel an 1 Tag.

    Mir schwirrt der Kopf.

    Dein Arbeitstempo ist ja fast wie bei einem Workalki.

    Wenn ich mir Gedanken mache über ein Thema was du ins Netz stellst und dann meine
    Meinung darüber posten will ist das schon Schnee von gestern, weil schon weitere
    Artikel in deinem Blog stehen.

    Aber egal, ob Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und und und in eine, gelinde gesagt,
    schwierige Zeit kommen werden ist eigentlich sowas von sicher, wie das Amen in der Kirche.

    Der Artikel in WIWO bringt es genau auf den Punkt:

    http://www.wiwo.de/politik/europa/zentralbank-italienische-verhaeltnisse-bei-der-ezb/7049322.html

  • Raul Glavan - 1. September 2012

    Bin eigentlich bei fast allen Blogs, welche ich verfolge, nur ein stiller Mitleser, aber dein Blog ist einfach erstklassig! Deshalb Danke von mir für deine großartige Arbeit, sicherlich einer der interessantesten Wirtschaftsblogs in Deutschland.

    Weiter so :)

  • Skandinavienfan - 1. September 2012

    Weder EZB-”Super”-Mario Draghi noch SNB-Chef Thomas Jordan sind heute zum Wandern und “Networking” nach Jackson Hole WY geflogen – es gab wohl weitaus Wichtigeres zu Hause zu tun, und außerdem: die Lufthansa… (mag mal jemand in Zürich und Frankfurt im Vorbeigehen schauen, ob in den betreffenden Türmen zu nächtlicher Wochenendstunde noch die Lichter brennen…;-) ?)

    Möglicherweise sollte an einem langen US-Labor-Day-Wochenende und vor einer zentralen Sitzung am kommenden Donnerstag (Zinssätze werden bestimmt nur eines von vielen Themen sein) noch so einiges gerade gezogen bzw. “gehedged” werden – man kann ja nie früh genug sein, wenn es um die Abwehr so mancher bereits im Raume stehender Finanztsunamis vom eigenen Territorium geht, neben den bekannten inneren auch immer mal wieder die äußeren…

    http://www.silverdoctors.com/jim-willie-morgan-stanley-faces-imminent-failure-ruin-may-see-1st-private-stock-account-thefts/#more-12746 (die ersten zwei Kapitel sind ein “must read”, alles weitere ist wohl bekannt…)

    http://www.setyoufreenews.com/2012/08/30/morgan-stanley-is-insolvent-only-a-matter-of-time-before-total-financial-collapse/

    http://futurefastforward.com/financial-analysis/7381-whispers-on-wall-street-major-financial-house-is-going-to-implode-could-it-be-morgan-stanley-by-mac-slavo-30812?tmpl=component&print=1&page=

    http://www.beaconequity.com/get-your-money-out-of-morgan-stanley-fast-2012-08-27/

    http://www.businessweek.com/articles/2012-08-30/banks-battle-over-smith-barneys-value

    http://www.bloomberg.com/news/2012-08-29/bank-hapoalim-sues-morgan-stanley-over-securities.html

    http://www.bloomberg.com/news/2012-08-30/bank-property-lending-retreat-a-lehman-legacy-mortgages.html

    Inzwischen wird man offenbar auch bei Reuters hellhörig: Morgan Stanley kommen wohl bald rd. vier Dutzend langjährige Berater abhanden, die nach dem – “technisch unerklärlichen” – Verbleib von Transaktionen und Kundenkonten fragen, wie Jim Willie (s.o.) ja bereits dargelegt hat…und so mancher Broker fragt sich das gleiche natürlich auch und baut schon mal juristisch vor…

    http://in.reuters.com/article/2012/08/31/morganstanley-smithbarney-idINDEE87U0FD20120831

    http://www.nypost.com/p/news/business/morgan_stanley_smith_barney_advisers_lsJ8Y3WYdccmgaG1x5psnK?utm_medium=rss&utm_content=%20%20%20%20%20%20%20%20Business

    Derweil gehen die unablässigen Spekulantenangriffe bei ihrem verzweifelten Begehren, bei den letzten 15 AAA-Gläubigern weltweit Unterschlupf zu finden, weiter…die seit einem Jahr gesetzte 1,20 CHF/EUR-Schwelle der SNB als massive Schwelle vor Augen – und sollte eine Seite auch nur für Sekunden schlafen, wird dies auch unmittelbar charttechnisch relevant, aber nicht nur das…

    http://boersen.manager-magazin.de/spo_mmo/kurse_einzelkurs_uebersicht.htm?u=0&p=0&k=0&s=EURCHF&l=276&b=691&n=EUR%2FCHF%20SPOT&chartzeit=0

    Tja, der vermeintlich “sichere Hafen” der helvetischen Alpenfestung ist l.E. nicht mehr als ein festgezurrtes Beiboot an einer Titanic, die soeben den Eisberg gerammt hat – mit einer sehr überschaubaren Anzahl von Rettungsbooten….in der Tat: bei ‘ner Flucht sind und bleiben viele Entscheidungen irrational…u.a. die Siebziger haben (auch die Schweizer) gelehrt, dass die Inflation mittelfristig alles “überschüssige Geld” wieder einsammeln wird…

    • Skandinavienfan - 1. September 2012

      Ergänzung zum Thema Morgan Stanley an die community:

      Die o.a. links zu US-Bloggerseiten von durchaus langjährig erfahrenden und fachlich versierten Wallstreet-Kennern liefern erste Informationen und Indizien zu einem möglicherweise wieder einmal “beispiellosen” Finanzmarktskandal, dessen gesamtes Ausmaß in diesem Stadium momentan noch nicht abzusehen ist sowie seine exakten Zusammenhänge mit weiteren stichhaltigen Fakten auf Basis verlässlicher Quellen unterlegt werden muss.

      Weitergehende Schlüsse und Urteile bedürfen ob der besonderen “Sensibilität” der globalen Finanzmärkte und ihrer “Psychologie” weiterer werthaltiger Nachweise bzw. Aussagen.

      Daher sollte alles, was rund um diese große US-Investmentbank herum passiert bzw. (nach innen wie außen) kommuniziert wird, in den kommenden Tagen und Wochen in größtmöglicher Engmaschigkeit und Tiefe verfolgt und so sinnvoll wie möglich miteinander verknüpft werden.

      Sollte irgendjemand von Euch hierzu weiterführende stichhaltige Informationen aus verlässlicher Quelle erschließen können, wäre es großartig und in jeder Hinsicht gewinnbringend, diese so zeitnah wie möglich mit uns allen zu teilen…

      Damit Steffen mit seinem erfreulicherweise vor kurzem erfolgten Entschluss, den Kommentarbereich wieder zu öffnen :-), nicht in einer Flut von Moderatorenaufgaben ertrinkt, erlaube ich an dieser Stelle mir die Empfehlung, den gewiss nicht leicht zu erschließenden Inhalt hinter den o.g. links erst einmal in seiner ganzen Dimension auf sich wirken zu lassen – und ohne mich hier wichtig zu machen: der hat’s durchaus in sich und trotz noch einiger fehlender Puzzleteile hat’s mir erstmal die Sprache verschlagen…

      Auch mit Blick auf die globalsystemische Relevanz dieses heiklen Themas – die sich, siehe Lehman Brothers, in ihrer ganzen Tragweite naturgemäß erst hinterher erschließt – sollen für eine erste Einordnung und zusätzlich zu den obigen Quellen die kürzlich (teils recht “nachdrücklich”) interviewten Primärquellen zu Wort kommen:

      http://www.businessweek.com/videos/2012-06-27/gorman-we-all-need-to-calm-down#r=lr-fs

      (Morgan-Stanley-CEO James Gorman zur allgemeinen Strategie seines Hauses und zur geplanten milliardenschweren Übernahme eines weiteren Pakets des Brokerhauses Smith Barney von der Citigroup: der Morgen-Stanley-Anteil bei diesem JV soll von 51 auf 65 % erhöht werden, man streitet sich aber u.a. um den Preis…- und gestern haben vier Dutzend Smith-Barney-Mitarbeiter plötzlich geschlossen und unter Einbindung der Presse den Laden verlassen und z.T. ihren Anwalt konsultiert, siehe Reuters-Meldung oben)

      http://www.bloomberg.com/video/morgan-stanley-smith-barney-stake-sale-delayed-c3vYYYWtS0mrqhUgthO4FA.html

      (ein toughes Interview zu den möglichen Gründen der derzeitigen Verzögerung dieser Übernahme aufgrund – unterstellter – fehlender wirtschaftlicher Machbarkeit, fehlender Glaubwürdigkeit und offenkundig aufkommender Interessenkonflikte: die unter dem obigen ersten link zu findende Untersuchung von Jim Willie legt nämlich nahe, dass Morgan Stanley in den letzten Jahren Übernahmen von Brokerhäusern und anderen Finanzdienstleistern regelmäßig dazu benutzt haben soll, um…nein: lest das besser selbst…! Sollten sich diese kolportierten und in der Tat monströsen Sachverhalte nachweisen bzw. nicht mehr verbergen lassen, wäre das selbst für die Lehman- oder LIBOR-”erprobte” Weltwirtschaft ein absolut unfassbarer Skandal !! Einige mit diesem “systemrelevanten” US-Haus besonders eng verbundene europäische Bankhäuser wären im worst case zudem auch ganz schnell weg vom Fenster und einige der sie u.U. stützenden Staatshaushalte sofort ruiniert…!)

    • dank - 5. September 2012

      Danke für die ganzen Links!

  • ergo sum - 1. September 2012

    Es ist in der Tat unklar, warum die Schweiz jetzt noch attraktiv als Fluchtort sein soll. Ich ziehe immer noch Kanada vor, was die sichersten Banken der Welt hat und sein eigenes Gold produziert.

    • Gast44 - 1. September 2012

      Viele Käufer des CHF werden wohl darauf spekulieren dass die schweizer Zentralbank ihren zementierten Wechselkurs aufgeben muss.
      Dann würde der CHF schlagartig aufwerten und die CHF-Besitzer könnten mit Gewinn verkaufen.
      Zwischen dem Euro und dem Franken hat sich eine grosse Spannung aufgebaut.
      Könnte sich diese Spannung entladen wären vielleicht 25% Gewinn zu machen.

      Also ist der CHF für europäische Anleger eher eine Spekulationswährung mit Null Risiko als Fluchtwährung.

      • Skandinavienfan - 1. September 2012

        Man kann spekulieren, muss aber nicht…könnte nämlich mit Blick auf den aktuellen Zustand der Eurozone auch eher einem Russischen Roulette nahekommen: sollte die SNB z.B. auf einer nach einem Euroaustritt folgenden massiven Schieflage des Euro/der EZB (Target-2, ELAs etc. pp) ihrerseits auf einem Berg abgewerteter oder gar pulverisierter Euro-Devisenreserven sitzen bleiben und demzufolge ihre eigene Bilanz um die Ohren fliegen – sie also neu aufgesetzt werden müssen -, blieben dem “Anleger” nicht allzu viel von seinen kurzfristigen Kursgewinnen…

        @ergo sum

        Ja, der CDN gehört noch zu den relativ “sicheren” der weltweit etwa zehn verbliebenen “AAA”-Währungen. Jedoch dürfen weder die enge Verflechtung der kanadischen Wirtschaft mit dem großen Nachbarn im Süden noch eine sich in etwa auf deutschem Niveau bewegende Staatsverschuldung (rd. 80 % des BIP) sowie die recht hohe private Verschuldung (rd. 150 % des BIP, u.a. wg. hoher Immobilienkreditvolumen) außer Acht gelassen werden…

        • Skandinavienfan - 1. September 2012

          Sorry, war’s Autokennzeichen: der Kanada-Dollar heißt in aller Kürze natürlich CAD.

  • Roland - 1. September 2012

    Die Schweiz hat keine andere Wahl, als die unkontrollierte Aufwertung des Franken zu verhindern. Macht sie es nicht, steigt er sicher deutlich über Parität.
    Sie muss nicht nur wegen der Exportindustrie gegen die drohende Aufwertung gegenhalten.
    Selbst bei dem Kurs von 1,20 SFr/EUR werden die grenznahen Städte in D (vermutlich auch die zu F oder I) jetzt schon von Schweizer Kunden überschwemmt. Und es geht hierbei nicht nur um das, was in Plastiktüten abtransportiert werden kann, sondern auch um die großen Anschaffungen wie Einrichtungen, Küchen ….usw.
    Ein Teil der wachsenden Deutschfeindlichkeit in der Schweiz hängt auch mit diesem Einkaufstourismus zusammen, der die dortige einheimische Wirtschaft schwächt.
    Und es geht um den Tourismus, der in diesem Jahr in der Schweiz enorm zurückgegangen ist. Deutsche und Italiener fallen ziemlich aus. Bis zu 5.000 ältere Hotels und Pensionen, so berichtet der Schweizer Hoteliersverband, werden auch beim jetzigen Kurs schon kurz- und mittelfristig schließen müssen.

    Unter Umständen könnte die Aktion der Zentralbank auch gut gehen. Bricht die Eurozone nicht in EINEM Knall und insgesamt zusammen, sondern bleibt ein “Nord”-EURO übrig, würde dieser stark aufwerten.

    • Skandinavienfan - 1. September 2012

      Jepp, und Zürich ist dadurch inzwischen die teuerste Stadt der Welt – hat u.a. sogar Paris, Oslo und Tokio hinter sich gelassen…

      http://www.tagesschau.de/ausland/zuerichteuerstestadt100.html

    • Estefan - 1. September 2012

      Habe kein Mitleid mit dem schweizer Handel, da er die gesunkenen Einkaufspreise nicht (zumindest nicht spürbar) an die Verbraucher weitergibt.

      Den Importeuren die Schuld zuzuweisen zieht auch nicht, denn wenn die Privatverbraucher den Direktimport hinbekommen, verstehe ich nicht, warum das nicht auch grosse Ketten wie Migros und Coop schaffen.

  • asetzer - 1. September 2012

    Ich finde die Kritik an der SNB etwas ueberzogen, da sie damit steht und faellt, ob die Werte, die die SNB im Gegenzug erwirbt, tatsaechlich nicht werthaltig sind. Grundsaetzlich halte ich es fuer einen klugen Zug, in Zeiten einer ueberbewerteten eigenen Waehrung, werthaltige und Dividenden etc abwerfende Assets gegen selbstgedruckte Papierschnitzel einzutauschen, es haengt wie gesagt an der Werthaltigkeit der Assets, und ob die eigene Waehrung tatsaechlich ueberbewertet ist.

  • Achim Hase - 1. September 2012

    Mit +44,133 Mrd. CHF aus der Druckerpresse wurden sich im Juli 2012 “werthaltige” Euro einverleibt (aufgekauft).

    Die SNB legt ihre Eurobestände in erstklassigen Staatsanleihen an (vor allem Deutschland, sie hält ca. 8% aller ausstehenden Titel). Also wenn Forderungen gegen Deutschland “werthaltig” in Anführungszeichen sind, dann weiß ich auch nicht.

    In den letzten Wochen werden die erstklassigen Statistiken immer mehr durch plakative, eindimensionale Wertungen verdrängt, das ist schade. Ich kann die trennen vom Inhalt aber wenn ich anderen Links auf einen Artikel schicke, weil ich meine, dass dort sehr interessante Daten gezeigt werden, dann bekomme ich immer wieder Ablehnung, da die Artikel selbst von subjektiven, recht extremen Wertungen (“Narren”, “Versager”, etc.) nur so strotzen und der nicht regelmäßige Leser dadurch abgeschreckt wird.

    Ich würde mir wünschen, dass die Wertungen etwas subtiler ausfallen und weniger eindeutige Schlüsse enthalten. Ein Konjunktiv oder ein mögliches Gegenargument könnten oft helfen.

    • Querschuss - 1. September 2012

      Hallo Achim Haase,
      in den letzten beiden Artikeln stand nichts von Narren und Versagern, zuletzt war bei dem Artikel zu den spanischen realen Einzelhandesumsätzen die Rede von makroökonomischen Narren, dies in Bezug auf bereits drastisch gefallene Umsätze und der nun auch noch bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung auf 21% von aktuell 18%, was zu einem weiteren Einbruch führen wird und in Bezug auf die spanische Rezession die nun mit zusätzlichen 102 Mrd. Euro an Sparmaßnahmen des Staates befeuert wird.

      Die spanische Handelskammer geht laut der spanischen Wirtschaftszeitung Eleconomista davon aus das die Mehrwertsteuererhöhung das Bestehen von weiteren 75’000 Einzelhändlern gefährdet. Zum Glück haben auch die alle “keine Kredite und keine Angestellten”.

      http://www.eleconomista.es/espana/noticias/4218697/09/12/Oleada-de-despidos-ante-la-subida-del-IVA.html

      Ehrlich, ich finde meine Wertungen angesichts der Lage der Südperipherie äußerst moderat. Auch eine Strategie, wie die der Troika, welche zu Massenarbeitslosigkeit, viele in die Pleite getriebenen Unternehmen und Selbstständigen führt, zu einer Explosion der Kreditausfälle und damit auch zu immer neuen Bankenrettungen und benötigten Rettungsgeldern mit Versagerstrategie zu bezeichnen, finde ich angesichts von Millionen Menschen in der Südperipherie, die einen heftigen Preis dafür zahlen müssen, ebenfalls moderat. Vielleicht würdest du und deine ablehnenden Kumpels dies auch so sehen, wenn auch Deutschland von solchen Verhältnissen wie in Griechenland, Portugal und Spanien betroffen wäre.

      Ansonsten werden Leute die die hier umfangreich dokumentierten Daten ignorieren, es argumentativ immer bevorzugt mittels, einzelner Formulierungen, aus dem Kontext gerissener Worte und Sätze, mittels Interpretationen welche die Artikel nicht hergeben usw. tun. Das tangiert mich wenig, im Laufe der Jahre ist mein missionarischer Eifer gegen Null gesunken, es ist mir eigentlich egal, was wer meint, mich damit auseinanderzusetzen frißt nur unnütz viel Zeit, die ich nicht habe. Die Daten stehen eindeutig für sich, wer sie ignoriert tut es abseits meiner Wertungen und Meinungen so oder so. Was ich meine oder die wenigen tausend Mitleser hier, ist im Kontext der globalen Entwicklung schnuppe bzw. wegen Marginalität irrelevant.

      Ansonsten empfehle um meine Wertungen besser einordnen zu können u.a. immer gerne meinen Spanien Artikel vom 01.06.2007 “Gefahr für den Euro”
      http://www.querschuesse.de/gefahr-fur-den-euro/

      oder zu Griechenland vom 30.04.2010 “Griechenland – irreparabel”
      http://www.querschuesse.de/griechenland-irreparabel/

      oder vom 09.05.2010 “Griechenlands unlösbares Dilemma”
      http://www.querschuesse.de/griechenlands-unlosbares-dilemma/

      Meine “subtilen Wertungen” sind nur Ergebnis von frühzeitigen und punktgenauen Analysen, die schon damals die Entwicklung klaren Blickes vorzeichneten.

      • Huthmann - 2. September 2012

        Hallo Querschuss,

        die 3 Artikel, für die Sie die Links aufgeführt haben, sind hervorragend und zeigen eine glasklare Sicht der Dinge.

        Was ich allerdings nicht verstehe, ist, wie Sie dann in einem jüngsten Artikel steigende Produktpreise in Griechenland vor dem Hintergrund stark nachfallender Nachfrage in “loser” Verbindung mit steigenden Energieimportpreise in Verbindung bringen können.

        Klar scheint doch zu sein, was viele sogenannte Hardliner in Deutschland seit geraumer Zeit sagen: wir Deutschen werden durch die Südländer, denen wir als treu-naive “tumbe” deutsche Michel hinsichtlich Tricks und Finten in der Verhandlung Nord-Süd nicht gewachsen sind, über den Tisch gezogen und finden uns nach dem Experiment “DDR” (was wohl so gemacht werden mußte – deutsch-deutsche-Vergangenheit) in einer erneuten Transferunion! Und da wird uns Hören und Sehen vergehen. Merkel versucht wohl im zähen Verhandlungsmarathon diese Tranferunion nach oben hin möglichst einzuschränken, aber die Realitäten, die aus Ihren 3 Artikeln heraufscheinen, lassen das Schlimmste vermuten.

        Was ist zu tun?

  • M.E. - 1. September 2012

    Ja, ergo sum,
    Kanada und Norwegen sind die stabilen Ausnahmen unter den OECD-Ländern, da deren Wärhrungen sozusagen öl- und gasgedeckt sind auf absehbare Zeit.
    Und eine öl(export)gedeckte Währung ist sogar noch werthaltiger, als eine goldgedeckte wäre.

    Auch im fernen Osten droht Ungemach:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/31/japan-im-oktober-droht-staatspleite-wegen-ueberschuldung/

    Zwar halte ich die Überschrift für überzogen, aber der zweitgrößte Bondmarkt weltweit mit einer jährlichen Emissionshöhe weit über 3 Billionen Dollar steht tatsächlich auf tönernden Füßen.
    Und in den USA wird wohl nächste Woche die 16-Billionen-Dollargrenze bei der Staatsverschuldung gerissen, womit sich der 9- bis 10-Monatsrhytmus bei dem Durchstoßen der nächsten Billionengrenze weiter stabil fortsetzt.

    Man sieht: es gibt noch Verlässliches in dieser unsicheren Welt.

    • Ja schon, aber ... - 1. September 2012

      …qualitativ hochwertigere Quellen kommen zu einer moderateren Schlussfolgerung:

      ,,Vor einem Jahr war Japan bereits in einer ähnlichen Situation. Damals stimmte die Opposition am Ende der Ausgabe von Staatsanleihen zu. Inoffiziell heißt es deswegen auch aus japanischen Oppositionskreisen, eine Zustimmung werde es notfalls auf einer außerordentlichen Sitzung des Parlaments Ende September oder Oktober geben – wenn Noda bis dahin ein konkretes Datum für vorgezogene Neuwahlen genannt haben sollte. Zum Schlimmsten werde es nicht kommen, sagte auch ein Vertreter der Regierung.”

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/haushaltspolitik-japan-droht-im-oktober-die-zahlungsunfaehigkeit-11871361.html

  • Voltaire - 1. September 2012

    Nüchtern betrachtet sitzt die Schweiz auf einem Pulverfass. Geht der Euro hoch – und er wird hochgehen! – dann “fliegen” der Schweiz ihre Devisenreserven mit “um die Ohren”.

    Würde der Euro durch die Schweizer Nationalbank nicht gestützt, wäre die Parität zwischen Franken und EUR längst Realität, wie in Vergangenheit vor der Intervention seitens der Schweizer Nationalbank auf dem Devisenmarkt bereits kurzfristig bereits geschehen. Hinter vorgehaltener Hand gibt es nach meinen Infos Berechnungen, wo 1 EUR im “worst case” derzeitig nur noch 0,80 Franken wert ist.

    In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch die Wechselkurse von “stabilien” Ländern, wie z. B. Australien, zum EUR hin anzusehen.

    Weniger interessant ist der Vergleich EUR ./. USD, da diese Währungen wegen “gleichmäßiger” M3 Geldmengenvermehrung zueinander relativ “stabil” erscheinen.

    • Roland - 1. September 2012

      @ Voltaire
      Ihr Namensvetter hätte einen Satz wie “…fliegen der Schweiz ihre Devisenreserven um die Ohren” sicher erstmal selbst hinterfragt.
      Z.B. so: Was passiert mit uns Deutschen, wenn der “Euro hoch geht” ?
      Antwort: Dann wird der Euro-Bestand eben in einem bestimmten Verhältnis in DM umgetauscht.

      Die Schweiz wird eben dann ihre EUROs genauso in DM umtauschen können und/oder Lire ..oder was immer. Da “fliegt” gar nichts “um die Ohren”.

      • Skandinavienfan - 1. September 2012

        …vorausgesetzt, EZB respektive SNB überleben u.a. schlagend werdende Target-2 bzw.- ELA-Forderungen im Falle des Euroaustritts einer oder mehrerer Mitgliedsstaaten der Gemeinschaftswährung…

  • Benedikt - 1. September 2012

    Wenn es mit der Schweizer Wirtschaft runter geht, wird das ganz schnell mit den Kapitalzuflüssen von alleine aufhören.
    Das größte Problem der SNB dürfte sein, dass man jetzt sehr niedrig verzinste Euro Anleihen kaufen muss. Wenn das Zinsniveau der Nord Euroländer mal ansteigt, kann man die Anleihen nicht verkaufen. Es ist ohne weiteres möglich Kapital, dass die Kapitalströme sich mal umdrehen können. Gegen eine Plötzliche Abwertung des Franken müsste die SNB ja auch eingreifen.

    Einen Nordeuro wird es nicht geben, wenn sich der Euro scheitert, kehren alle zu ihren Nationalen Währungen zurück. Die Politiker wollen wieder mehr Macht bekommen, und sich nicht nur von den Wirtschaftseliten treiben lassen.

    • Achim Hase - 1. September 2012

      Exakt, die SNB kauft nämlich vor allem deutsche Staatsanleihen. Damit ist sie zwar auf der (relativ gesehen) sicheren Seite, da sie bei einer evtl. Auflösung des Euros Forderungen gegen den leistungsfähigsten Souverän hat, bezahlt die Sicherheit jedoch mit einer vermutlich negativen Rendite.

      Würde die Schweiz stattdessen italienische, spanische, etc. Anleihen kaufen, dann wäre das schon ein Schritt auf dem Weg zur Lösung der Vertrauenskrise. Da müssen wir sie hin kriegen :-)

      • Querschuss - 1. September 2012

        Hallo Achim Haase,
        da du meine Berichte kritisch betrachtest, dann mal im Gegenzug die Frage, wo sind die Belege das die SNB deutsche Staatsanleihen kauft, wie hoch ist die kumulierte Anlage in deutsche Staatsanleihen? Bei den aktuellen Kursen deutscher Staatsanleihen, sind sie wirklich ein gutes und sicheres Investment? Drohen bei potentieller Vergemeinschaftung der Schulden in der Eurozone nicht massive Kursverluste gerade bei deutschen Staatsanleihen. Droht bei der Beibehaltung des aktuellen deutschen Standpunktes, einer Nichtvergemeinschaftung, nicht ein Bruch der Eurozone? Bei den Forderungen auf denen Deutschland im Falle eines Bruches dann sitzen bliebe, ist nicht ausgemacht das Investments in deutsche Staatsanleihen ein Save Hafen wären. Einen sicheren Hafen gibt es bei einem Bruch der Eurozone nüchtern betrachtet innerhalb der Eurozone nicht, sondern vor allem drohende Forderungsverluste und Abschreibungen von Nettoauslandsvermögen. Ich sehe, dass es in keinem Szenario mehr für Deutschland eine Gewinnerposition gibt, dafür sind die Ungleichgewichte viel zu hoch und die Krise hat sich längst zu tief ins System hineingefressen. Sollte diese Sicht richtig sein, gibt es auch für die SNB keinen Grund zur Annahme auf der sicheren Seite zu sein.

        Übrigens im Jahresbericht 2011 der SNB heisst es nur “Auf der Aktivseite zeigen sich die verschiedenen Massnahmen vor allem in den Devisenanlagen, die einerseits durch Devisenkäufe und andererseits durch Devisenswaps zunahmen.” Von Käufen deutscher Staatsanleihen steht dort konkret nichts.

        Quelle: http://www.snb.ch/de/mmr/reference/annrep_2011_komplett/source
        PDF Seite 123

        “In den Devisenanlagen werden handelbare Wertpapiere (Geldmarktpapiere, Anleihen und Beteiligungspapiere) sowie Guthaben (Sicht- und Callgelder, Festgelder) und Forderungen aus Repogeschäften in fremder Währung bilanziert.”
        PDF Seite 131

        Dahinter kann sich also alles Mögliche verbergen!

        Also wie sieht es aus mit konkreten Belegen (Quellen) zu den Käufen und Volumen deutscher Staatsanleihen, unabhängig davon, dass selbst diese kein Beleg dafür sind, das die SNB wirklich relativ sicher mit ihrer Bilanzausweitung liegt?

        • Achim Hase - 4. September 2012

          Hmm, stimmt, das mit “SNB kauft vor allem deutsche Anleihen” stand zwar überall in der Presse aber primäre Daten die das belegen finde ich nicht. Bei der FAZ stand sogar, dass die SNB 8% der deutschen Schuldtitel hält. Die Aussage kann ich also leider nicht belegen.

          Bei einer Entspannung in der Eurokrise werden deutsche Staatsanleihen bluten, das ist klar. Bei einem Zusammenbruch jedoch ist es m.E. trotzdem die beste Alternative für die SNB. Sie muss zur Stützung des Kurses Euros kaufen und von allen Beteiligten, inklusive Unternehmen, ist der deutsche Staat wohl die beste Adresse. Sie hat sicherlich auch luxemburgische Anleihen und finnische aber einen großen Markt bieten nur die deutschen.

          Das trägt wiederum dazu bei, dass die Schere immer weiter auseinandergeht. Deutschland zahlt irrsinnig niedrige, Spanien irrsinnig hohe Zinsen. So langsam sieht auch der härteste Geldwertverfechter ein, dass die EZB etwas tun muss.

  • codo - 1. September 2012

    u. warum kaufen die schweizer kein gold mit den milliarden von euros?? selber schuld, wenn sie diese euros einfach auf lager halten u. warten bis sie wertlos sind!!

  • peterb - 1. September 2012

    Off Topic:

    Selten so viel Wahrheit im Radio – die Hintergründe der Wirtschaftskrise und ihre Gewinner:

    http://gffstream-7.vo.llnwd.net/c1/m/1345976038/radio/dok5_feature/wdr5_dok_5_das_feature_20120826_1200.mp3

    Das Feature des WDR ist möglicherweise nicht mehr lange online.

    • Argonaut - 2. September 2012

      Vielen Dank!

      Ein weiteres Indiz dafür dass Steffen die Kommentarfunktion aufrecht erhält !

  • M.S. - 1. September 2012

    Eine starke Inflation in der Schweiz ist nicht mehr ganz auszuschliessen, wenn der Euro zusammenbricht. Der Umtausch mit den SNB-Euros in andere Währungen z.B. DM oder Lire wäre in diesem Fall kaum möglich, eine wertlose Währung nimmt kein Land mehr an.
    Auch Kanada und Norwegen haben Interesse daran, dass der Währungsunterschied zu anderen Wirtschaften nicht stark ansteigt. Dies werden sie ebenfalls mit Devisenkäufen abfedern.

    Ich freue mich jetzt schon auf steigende Zinsen.

    Viele Grüsse aus der Schweiz

    • ergo sum - 2. September 2012

      Kanadas Banken sind sicherer als Schweizer Banken, nicht zuletzt weil Kanada sein eigenes Gold produziert und seine Währung damit indirekt durch Gold gedeckt ist.

  • Marcus - 1. September 2012

    Die oben dargestellten Grafiken belegen eindeutig auf welchen gewaltigen Risiken die SNB im Falle des Eurocrashes sitzt. In letzter Zeit musste die SNB vermehrt Euro gegen Franken kaufen und trotzdem hängt der Kurs seit Wochen in der Spanne 1,2000 – 1,2010 fest.
    Das Beispiel der SNB ist bezeichnend für eine gefährliche Abhängigkeit in welche sich Zentralbanken mittlerweile begeben. Selbst wenn die SNB wollte, kann sie garnicht aufhören Euro anzuhäufen, da sie gegen die Märkte kaufen muss weil diese den Druck auf die Kursuntergrenze hochhalten werden. Demzufolge wird die SNB bald wesentlich stärker eingreifen müssen als ihr recht ist um die Kursuntergrenze durchzusetzen.

    Über die massiven Schäden für die Schweiz brauchen wir garnicht groß zu reden, es weiß jeder um die Folgen welche durch exzessive Geldmengenausweitung entstehen werden.

    • Christian - 4. September 2012

      Ich bezweifele die massiven Schäden für die Schweiz. Die Geldmenge steigt (normalerweise) an, wenn mehr Kredite nachgefragt werden und geht zurück wenn dem nicht so ist. Das schlimmste, was den Schweizern passieren kann, ist dass diejenigen, die jetzt Schweizer Franken gegen Euro getauscht haben, diese auch tatsächlich in der Schweiz ausgeben. Da werden sich die Schweizer Unternehmen aber auch drüber ärgern ;)

  • HArry Tuttle - 2. September 2012

    @codo

    Wenn, dann hätte die SNB statt den Euro zu stützen diesen leer verkaufen und mit dem starken Franken Gold oder andere Sachwerte kaufen müssen.

    Mit dem resultierenden Gewinn hätten sich die Folgen der Frankenstärke problemlos beseitigen lassen.

    • ast - 2. September 2012

      @Tuttle, die Politik in der Schweiz wird von den Interessen der (Finanz) -Eliten bestimmt, die Bevölkerung ist nur in der Lage hie und da via Volksinitiative Einfluss zu nehmen. Sobald aber eine Volksabstimmung nicht so heraus kommt wie das die Eliten wünschen, so wird der “Volkswillen” zu unterlaufen versucht. So geschieht dies aktuell zum Beispiel gegen den Willen der Bevölkerung um den Zweitwohnungbau einzudämmen. In der Regierung haben in den Komissionen die Wirtschaft das sagen, zu hohem Anteil die Finanzlobby -sogar in der Komission für die Regulierung der BVG (betrifft die Rentenkassen für das Alterssparen). Die Schweizer Banken sind in der Schweiz die tatsächliche Regierung, sowie die Export-Lobby. Wie überall in der Welt, also auch in Deutschland versprechen die Export -und Importgeschäfte besonders hohe Gewinne für die Eliten (Schwarzgeld lässt sich hier besonders gut generieren).