Streit um MH17-Absturz und Raketeneinsatz: Unbewiesene Anschuldigungen werden durch ständige Wiederholung nicht wahrer!

von am 25. Juli 2014 in Allgemein

Keine der bisher an die Adresse Russlands und die der Separatisten gerichteten schweren Anschuldigungen der US- und der ukrainischen Regierung im Zusammenhang mit dem Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine ist bisher bewiesen worden.

Regelmäßig sprechen speziell die Verantwortlichen in der US-Regierung und bei den US-Geheimdiensten davon, dass sie für ihre Anschuldigungen Beweise hätten. Doch Fakt ist, dass bisher kein einziger dieser angeblich vorhandenen Beweise der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Stattdessen werden ebenfalls immer wieder vorgeblich aussagekräftige Informationen an die internationale Presse lanciert, die aber bei genauerer Betrachtung oberflächlich und vage gehalten sind und hinsichtlich der angeblich vorhandenen Hinweise oder Beweise überhaupt kein klares Bild ergeben. Stets suggerieren diese von Washington und Kiew gegenüber der Presse getätigten Aussagen mehr als sie belegen.

Außerdem hat sich bisher auch keine der in den internationalen oder sozialen Medien gebrachten Enthüllungen, die als angebliche Belege für eine spezifische Schuld der Separatisten und/oder Russlands in Bezug auf den Abschuss von MH17 präsentiert wurden, als belastbar herausgestellt.

Im Gegenteil erwiesen sich diese Hinweise im Nachhinein als Fälschung oder als so stark verfälscht, dass sie überhaupt keinen Hinweischarakter mehr hatten.

Reuters zitierte Separatisten-Kommandeur bezüglich BuK-Raketensystemen offenbar falsch

Das gilt zum Beispiel auch im Falle des jüngst interviewten Kommandeurs des separatistischen Volkswehr-Bataillons Wostok, Alexander Chodakowski, den Reuters exklusiv dahingehend zitiert hatte, die Separatisten verfügten in der Tat über BuK-Raketensysteme. (1)

Die US-Regierung und der Regierung in Kiew behaupten, dass das Passagierflugzeug der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 mit Hilfe eines solchen BuK-Flugabwehrsystems von Separatisten abgeschossen worden ist. Die Separatisten hatten zuvor beteuert, nicht über Raketensysteme zu verfügen, mit denen ein Abschuss der Passagiermaschine in 10.000 Metern Höhe möglich gewesen wäre.

Chodakowski dementierte jedoch nach Veröffentlichung des Artikels, in dem Reuters ihn zitierte (2), das gesagt zu haben. Und offenbar belegt die Videoaufzeichnung des Interviews, dass Reuters die Aussagen zumindest grob falsch übersetzt, ihn in jedem Fall aber stark verfälscht wiedergegeben hat. (3) Dass die ostukrainischen Rebellen BuK-Systeme haben, hat er nicht gesagt.

Russischer Analyse der Umstände des MH17-Absturzes setzt US-Regierung Behauptungen entgegen, die nicht belegt werden

Auf die Analyse des russischen Verteidigungsministeriums zu den Abläufen unmittelbar vor dem Absturz von Flug MH17 im Luftraum und auf dem Boden in der Ostukraine, deren Ergebnisse auf einer Pressekonferenz am Montag, den 21. Juli zusammen mit daraus abgeleiteten und für die Regierung in Kiew äußerst heiklen Fragen präsentiert worden waren (4) (5), antwortete das Außenministerium in Washington jetzt erneut nur mit unbelegten Aussagen. Die stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, behauptete unter Berufung auf US-Experten, die USA seien der Ansicht es sei unmöglich, dass das ukrainische Militär Flug MH17 aus der Luft oder vom Boden aus abgeschossen haben könnte. Darauf deuteten auch die an den Wrackteilen zu sehenden Beschädigungen hin. (6)

Was die Beschädigungen an den Wrackteilen angeht, so steht eine offizielle Analyse noch aus. Die US-Regierung kann sich dabei folglich nur auf eigene Auswertungen verfügbaren Bildmaterials berufen. Als Beweis kann das kaum gelten.

Mehr noch fällt auf, dass bisher weder die US-Regierung noch die Regierung in Kiew den Funkverkehr zwischen den Fluglotsen und Flug MH17 als Beleg für ihre Anschuldigungen verwendet haben.

Merkwürdigerweise hat bisher aber auch niemand danach gefragt.

Es hat des Weiteren auch niemand nach dem Funkverkehr zwischen den in der Nähe des Absturzortes stationierten BuK-Raketensystemen der ukrainischen Armee gefragt. Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums waren dort zum Zeitpunkt des Absturzes 27 dieser Flugabwehrsysteme in Stellung gebracht. (7)

Neue unbelegte Behauptungen Kiews und Washingtons bezüglich des Abschusses von zwei ukrainischen Kampfjets

Zuletzt haben die Regierungen in Kiew und Washington den Vorwurf erhoben, zwei ukrainische Kampfjets vom Typ Su-25 seinen von russischem Territorium aus mit Raketen abgeschossen worden. Belege dafür wurden allerdings erneut nicht geliefert.

Mehr noch waren die ukrainischen Angaben zum Abschuss widersprüchlich, denn zunächst machte das ukrainische Militär die Separatisten für den Abschuss der beiden Kampfjets verantwortlich, was impliziert, dass diese im Gefecht von Milizionären mit von der Schulter abzufeuernden Raketen (sogenannte Manpads) getroffen wurden. (8)

Danach wartete der Sprecher des Nationalen Rates für Sicherheit und Verteidigung, dessen Chef Andrij Parubij von der rechtsextremen Partei Swoboda ist, jedoch mit einer anderen Version auf. Es seien “mächtige Luftabwehrraketensysteme” zum Einsatz gekommen. Die Raketen, die die Kampfjets von Typ Suchoi-25 getroffen hätten, seien “nach vorläufigen Informationen von russischem Territorium aus abgeschossen” worden. Die Maschinen waren demnach in einer Höhe von 5200 Metern unterwegs“ … und damit außerhalb der Reichweite von „Manpads“. (9)

Sie sehen, liebe Leser, wie vage auch in diesem Fall die Formulierungen gehalten sind. Genau so haben es Kiew und Washington bisher immer gehalten.

Russland dementiert dies, unter anderem damit, dass es den von Kiew angegebenen Typ des Raketenwerfers, mit dem die beiden Jets von russischem Gebiet aus abgeschossen worden sein sollen, gar nicht gibt. (10) Belege, wie gesagt, wurden nicht vorgelegt und das hat Moskau auch moniert.

Am Tag des Abschusses war darüber hinaus sogar unklar, wo genau die getroffenen Maschinen niedergingen. Ein Armeesprecher sprach zunächst davon, die Kampfjets seien nahe der Stadt Snischne östlich der Rebellenhochburg Donezk getroffen worden. Ein anderer Militärsprecher erklärte hingegen, die Flugzeuge seien im Süden der Region Lugansk abgestürzt.

Auch diese Widersprüchlichkeiten machen die unmittelbar nach dem Abschuss von Kiew erhobenen und unbelegten Vorwürfe gegenüber Russland nicht glaubwürdiger. Es sieht vielmehr nach einem kaum mehr zu verbergenden Informationschaos auf ukrainischer Seite aus.

Dass gestern die Regierungskoalition in Kiew zerbrochen und die Regierung Jazenjuks zurückgetreten ist, zeigt, dass sich das Chaos in der Ukraine keineswegs allein auf die Informationspolitik des Militärs und der Regierung erstreckt. Zuvor hatte das Parlament aus Sicht der Regierung wichtige Gesetzesinitiativen blockiert. Abgelehnt wurde unter anderem ein Gesetz zur Beteiligung ausländischer Investoren am Gasleitungsnetz der Ukraine. (11) Dass Jazenuk dies als Grund für den Rücktritt angibt, zeigt, wie groß die Uneinigkeit über den politischen Kurs und die Maßnahmen innerhalb der bisherigen Regierungskoalition ist.

Nichtsdestotrotz hat jetzt auch die Regierung in Washington Russland des Abschusses der beiden Militärjets beschuldigt – ohne Belege dafür vorzulegen. So wie bisher jedes Mal gab es auch in diesem Fall von Washington nur unverbindliche Verweise auf angeblich vorhandene Beweise und Informationen der eigenen Geheimdienste. (12)

Erstmals Vorwürfe gegen Kiew wegen Menschenrechtsverletzungen im Kampf gegen Separatisten

Andererseits – und das ist ein Novum – wirft jetzt Human Rights Watch der Regierung in Kiew erstmals vor, im Kampf gegen die Separatisten in der Ostukraine in einer Weise gegen das Kriegsrecht verstoßen zu haben, die als Kriegsverbrechen eingestuft werden kann.

Demnach haben ukrainische Regierungstruppen und regierungsnahe Milizionäre zwischen dem 12. Und 21. Juli in dicht besiedelten Gebieten im Raum Donezk mindestens viermal zielungenaue “Grad”-Raketen russischer Bauart eingesetzt. 16 Zivilisten wurden getötet. (13)

Die ständige Aufstellung neuer und Wiederholung alter Anschuldigungen macht unbewiesene Behauptungen nicht wahrer

Unter dem Strich ist die Beweislage Kiews und Washingtons für alle in den Medien verbreiteten alten und neuen Anschuldigungen gegenüber den Separatisten und Russland im Zusammenhang mit dem Absturz von MH17 und dem Einsatz von Boden-Luft-Raketen mehr als dürftig.

Für die in technischer Hinsicht sowohl in allen militärischen als auch in Geheimdienst-Angelegenheiten mit großem Abstand führenden USA ist das de facto nichts anderes als ein peinlicher Offenbarungseid. In Bezug auf die Russland damit verursachten Schwierigkeiten und finanziellen sowie Image-Schäden ist das ein kaum mehr länger zu verantwortendes und einer Großmacht letztlich unwürdiges Verhalten. Trotzdem halten Europa und der Rest der Welt still.

Je länger Washington auf diese Weise weitermacht, desto unglaubwürdiger wird aber die US-Regierung und desto mehr wird zwangsläufig auch die Frage in den Vordergrund rücken, ob sie im Zusammenhang mit dem Absturz des Fluges MH17 nicht selbst etwas zu verbergen hat.

Gerade deswegen sollte die Europäischen Union viel stärker als bisher auf die US-Regierung einwirken, endlich Belege für die aufgestellten Anschuldigungen vorzulegen und damit aktiv zur Klärung der Ereignisse im Zusammenhang mit dem Absturz von Flug MH17 beizutragen, anstatt ins Blaue hinein die Sanktionsspirale zu befeuern, die abgesehen von Russland Europa mehr als irgendjemandem sonst wirtschaftlich schwer schadet.

Es bleibt dabei: Die US-Regierung ist gefordert, ihre schweren Anschuldigungen zu belegen und damit aufhören, Nebelkerzen zu zünden, indem sie fortlaufend neue, unbelegte Anschuldigungen in die Welt setzt und verbreitet.

Damit mich niemand missversteht: Das zu fordern, hat nichts mit Parteiergreifung zu tun. Es ist eine Frage der Objektivität und die wurde bisher von vielen nicht gewahrt – ganz besonders von den Medien nicht.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

Print article

137 KommentareKommentieren

  • Georg Trappe - 25. Juli 2014

    *****

    • Georg Trappe - 25. Juli 2014

      Vermutlich hat sich bei den quellenverweisen ein fehler eingeschlichen. Beim Quellenverweis (13) ist der selbe Link hinterlegt wie bei (12).

      Viele Gruesse

      Georg Trappe

      • SLE - 25. Juli 2014

        Nein, Herr Trappe, das ist korrekt. Beides steht im selben Artikel.

        Viele Grüße
        SLE

  • sunwalker - 25. Juli 2014

    ..und diese Analyse macht das ganze noch “runder” oder “verwirrender”:

    http://quer-denken.tv/index.php/692-war-es-doch-die-mh370

    “War es doch die verschwundene MH370, die in der Ukraine abgeschossen wurde?

    25. Juli 2014 So ganz genau baugleich waren die beiden Boeing 777-Geschwisterflugzeuge (von Flug MH17, der in der Ukraine abgeschossen wurde und Flug MH370, der seit Frühjahr verschwundenist) doch nicht. Ein akribischer Blogger hat sich darangemacht, und auf Flugzugfanseiten und überall sonstwo im Netz gesucht und Fotos der beiden Boeings gesucht und verglichen. Und was er dabei herausfand, ist absout sensationell.”

    Wenn das so ist, dann ist das der letzte fehlende Baustein, dass der Abschuss nur ein ein Teil einer gross angelegten Verschwörung ist, in einem tatsächlich viel grösseren Drehbuch.
    Das klingt jetzt irgenwie kindisch aber was anderes fällt mir da nicht ein.

    Nur – wenn etwas schief geht, in so einem Plan A, gibt es da immer auch Plan B und C, vor allen, wenn, so wie es den Anschein hat, die Sache von langer Hand geplant war. Was wird man uns demzufolge als nächste präsentieren, damit das Drehbuch sich doch noch erfüllt? Oder sollte es schief gehen?

    Wie auch immer die Antworten ausfallen, es bringt uns einzelen Menschen höchstens zum Aufwachen und mich immer mehr zu der Erkenntnis: Ich kann nur das beeinflussen, was mich umgibt und womit ich Augenblicklich hier vor Ort konfrontiert werde. Wenn ich mich auf das konzentriere, was anderswo passiert, dann verringert sich die Qualität dessen was ich gerade tue und fliesst dessen Negativität in meine Handlungen mit ein.
    So schlimm die Dinge sind die dort passieren, ich kann sie hier nicht ändern, was im Bundestag passiert und beschlossen wird, kann ich nur hier ändern und nicht in Berlin, denn dort habe ich nun momentan keinen Zugang usw. Wenn ich mich immer nur auf die Dinge konzentriere, die in den Nachrichten kommen und in den Zeitung zu lesen sind, dann wird derartiges bald Bestandteil meines Lebens sein, obwohl es doch eigentlich gar nicht wollte.

    • Chotschen - 25. Juli 2014

      Wenn MH17 und MH370 etwas miteinander zu tun haben sollten, welchen Zweck verfolgt man dann damit? Zudem ist ja auch die Frage, wo die Passagiere der MH370 sind, denn die Passagiere von MH17 wurden ja schon als Niederländer identifiziert bzw. es gibt ja offenbar auch die entsprechenden Angehörigen in den Niederlanden. Wenn es tote Malaysianer gewesen wären, wäre das schon bei der Bergung aufgefallen. Und warum sollte man das Flugzeug MH370 mit MH17 tauschen? Wenn man das Flugzeug MH17 durch MH370 ausgetauscht hätte, wäre es der Airline aufgefallen. Hätte man die Airline eingebunden, dann hätte man doch auch gleich MH17 manipulieren können, anstatt Flugzeuge auszutauschen.

      Wenn überhaupt kann ich mir vorstellen, dass man die Malaysische Airline, die dem Staat Malaysias gehört, privatisieren wollte, indem man ihr Geschäft nach dem bereits verschollenen Flug MH370 mit dem Abschuss von MH17 noch weiter schwächt. Aber selbst das ist eine steile These.

    • Nicolas - 25. Juli 2014

      Ich verstehe den Reiz dieser Erklärungen : gewollte reduzierte Information gepaart mit “Antworthunger”. Bin selber auch mal sowas auf den Leim gegangen.

      Diese Flugzeuge sind auf 20 Jahre Betrieb ausgelegt und werden auch von Airlines umgerüstet. Kabinenausstattung wird typischerweise in einem Flugzeugleben mehrmals komplett ersetzt. Fensterkonfiguration ändern ist da nichts ungewöhnliches.

      Ich finde zB dieses aktuelle Bild der 9M-MRD passt absolut zum Crash site
      http://www.airliners.net/photo/Malaysia-Airlines/Boeing-777-2H6-ER/2415404/L/

      Sorry ich meine das reicht für einen “debunked” Stempel ;-)

    • dank - 25. Juli 2014

      Diese akribische Arbeit des Vergleichs der beiden Flugzeuge hab ich mir ebenfalls “angetan”. Es gibt einen Unterschied, aber dieser genannte ist es nicht.

      9M-MRO – von BEIDEN Seiten:
      http://img.planespotters.net/photo/441000/original/9M-MRO-Malaysia-Airlines-Boeing-777-200_PlanespottersNet_441997.jpg (eines der letzten Fotos – deswegen wichtig: siehe unten)
      http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/268aq_-_Malaysia_Airlines_Boeing_777-2H6ER%3B_9M-MRO%40ZRH%3B07.12.2003_%286328910764%29.jpg
      9M-MRD – von BEIDEN Seiten:
      http://img.planespotters.net/photo/292000/original/9M-MRD-Malaysia-Airlines-Boeing-777-200_PlanespottersNet_292841.jpg
      http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bb/244ag_-_Malaysia_Airlines_Boeing_777-2H6ER,_9M-MRD%40ZRH,06.07.2003_-_Flickr_-_Aero_Icarus.jpg

      An beiden Maschinen fehlt das Fenster rechts unter der Flagge.
      Da wurde bei der Beweisaufnahme einfach das Bild gedreht und damit die These “bewahrheitet”.

      –>> Nebelkerze, unbewiesen

      Der Unterschied der Maschinen besteht lediglich aus einem “blaunen Aufkleber” (oder ähnliches) gleich hinter der ersten Türe auf den Fotos auf denen die Maschinen nach links blicken.
      Das betreffende Trümmerstück konnte ich aber nicht auffinden – gesucht hab ich nicht, weil ich an diese Theorie glaube, sondern um diese aus der Welt zu schaffen…

      Grüße&
      dank

      • dank - 25. Juli 2014

        Interessant in dem Zusammenhang war vielleicht noch der Umstand dass verschiedene Flugzeuge der MA vor Ihrer Zeit aus der Flotte genommen wurden (beispielsweise):
        9M-MRK:
        http://www.planespotters.net/Production_List/Boeing/777/28418,9M-MRK-Malaysia-Airlines.php
        9M-MRI (heißt jetzt N105GT) von “GA Telesis – Fleet Details and History” Leasingfrima, die
        http://www.gatelesis.com/
        http://www.planespotters.net/Production_List/Boeing/777/28416,N105GT-GA-Telesis.php
        Aber das nur nebenbei – also es würde sicher einfacher gehen, als mit zwei gescheiterten Linienflügen die halbe Welt aufzuscheuchen.

        • SLE - 25. Juli 2014

          Ich halte nichts von der These, MH17 sei MH370. Das ist für mich eine sehr weit hergeholte Spekulation.

          Interessanter ist jetzt, weil bei MH17 ein Abschuss immer wahrscheinlicher wird, eher schon die Frage, ob MH370 und MH17 aus demselben Grund abstürzten – sofern man bei MH370 von einem Absturz ausgeht, was die Regierung Malysias tut.

          Grüße
          SLE

          • dank - 25. Juli 2014

            Hallo SLE,

            Moment – wenn MH17 ein Abschuss wäre und MH370 ein Absturz, wieso derselbe Grund – verstehe gerade den Hintergrund des Interesses nicht. Oder hab ich den Satz falsch verstanden? Fehlt da ein “unwahrscheinlicher” oder “nicht” –>

            “Interessanter ist jetzt, weil bei MH17 ein Abschuss immer wahrscheinlicher wird, eher schon die Frage, ob MH370 und MH17 aus demselben Grund abstürzten – sofern man bei MH370 von einem Absturz ausgeht, was die Regierung Malysias tut.”

            Grüße&
            dank

            • SLE - 26. Juli 2014

              Hallo dank,

              wer kann ausschließen, dass beide Boeing 777-200EN aufgrund desselben technischen Problems abstürzten oder beide abgeschossen wurden. Das meine ich.

              Die Informationspolitik der Behörden nach dem Verschwinden von MH370 von den Radarschirmen (über dem Golf von Thailand) war gespickt mit Widersprüchlichkeiten. Das gilt auch für die Suche nach dem Wrack im Indischen Ozean – beinahe könnte man den Eindruck bekommen, als wolle man das Wrack nicht finden. Die Angehörigen der Passagiere von Flug MH370 haben schon recht früh den Verdacht geäußert, ihnen würden wesentliche Informationen vorenthalten. Daran hat sich auch nach monatelanger Suche nichts geändert. Sie haben Geld gesammelt und als Belohung für Informationen durch einen Insider oder Whistleblower ausgesetzt.

              Das heißt, auch bei diesem Absturz könnte igrendetwas verschleiert werden. Inosfern ist auch bei MH370 das ganze Spektrum der Absturzursachen noch immer offen, auch wenn sich die Regierung Malaysias – ohne Beweis! – auf einen Absturz wegen eines möglichen technischen Problems festgelegt hat. Hintergrund: Die These, dass MH370 versehentlich von Militärs abgeschossen wurde, wurde diskutiert, ebenso wie die Möglichkeit eines Terrorakts.

              Viele Grüße

      • thewisemansfear - 25. Juli 2014

        Danke für die Aufklärung. Mit so netten Bildbearbeitungs-Funktionen wie “flip” oder “mirror” ist es mit das einfachste von der Welt, einem “rechts für links” vorzumachen, ohne dass es erstmal groß auffällt.
        Nachprüfbar eben nur am Original oder anderer (unverfälschter) Aufnahmen.

  • Traumschau - 25. Juli 2014

    Sehr schön auf den Punkt gebracht, SLE!!
    LG Traumschau

  • Frankenfurter - 25. Juli 2014

    Der ukrainische Autor Viktor Timtschenko meint, dass in der Ukraine ein Stellvertreterkrieg geführt wird zwischen NATO und Russland. Und, dass “eine dauerhafte Lösung nur die echte Unabhängigkeit des Landes, seine Blockfreiheit bringt”. Wie sieht es damit aus? Wäre der Westen denn mit einer Blockfreiheit der Ukraine einverstanden und zufrieden, wie es du Russen wären? Wie stehen die Ukrainer selbst zu einer Blockfreiheit ihres Landes?

    • frank_meck - 25. Juli 2014

      Das ist eine Illusion. Es gibt doch schon den Antrag im ukrainischen Parlament, den Atomwaffenverzicht rückgängig zu machen. Wenn dieses Regime an der Macht bleibt, dann hat die Ukraine in ein paar Jahren wieder Atomwaffen. Die ukrainischen Nationalisten betreiben doch ein Doppelspiel. Sie lassen sich vom Westen helfen (Kredite, Bewaffnung, internationaler Druck) und werden bei Bedarf dem Westen in den Rücken fallen (z.B. durch Krieg in Polen und Rumänien). Sie träumen vom Grossukrainschen Reich. In den eroberten Gebieten der Ostukraine, aber auch in Odessa und Charkow wird eine Zwangsukrainsierung durchgeführt (Abschaltung russischer Fernsehsender, Schliessung russischsprachiger Schulen, Examen nur in ukrainischer Sprache usw.) Es gibt Bilder auf youtube vom eroberten Slawjansk vom verschwundenen britischen RT-Journalisten Graham Phillipps, wo aus dem Verwaltungsgebäude im Zentrum der Stadt ukrainisches Fernsehen über den Vorplatz erschallt und öffentliche Aushänge nur in ukrainsicher Sprache hängen. In einer Stadt, wo vermutlich bei 90% der Bewohner russisch die Muttersprache ist. Natürlich wird den Menschen nicht verboten, russisch zu reden oder sich eine Satellitenschüssel zu installieren. Aber, wer weiss, was in Kürze noch kommt? Selbst, wenn die Ukraine sich für blockfrei erklärt, so laufen doch die von mir beschriebenen Prozesse weiter.

      • Frankenfurter - 25. Juli 2014

        Wie schätzen Sie die Rolle der EU innerhalb der Nato ein? Glauben Sie auch, dass hinter dem ganzen Ukraine-Schlamassel eine Strategie der EU steckt? Zumal in die volle Abspaltung der Ukraine von Russland und ihre Eingliederung in die westlichen wirtschaftlichen und militärischen Räume schon viel Zeit, Mühe und Geld investiert wurde. Vor allem von Amerika. Timtschenko meint, da “wäre es …einfach nicht rentabel, jetzt, so kurz vor dem (wie sie annehmen, für den Westen erfolgreichen) Ende die getätigten Investitionen abzuschreiben. Das bedeutet, die Strategie (!) der NATO-Osterweiterung wird weiter mit Nachdruck verfolgt.”

        • frank_meck - 25. Juli 2014

          So richtig rentabel wird das erst, wenn Russland fällt. Eine EU-oder US-hörige Regierung in Moskau installiert ist, die die russischen Firmen an westliche Konzerne verkauft. Dann ist als nächstes China dran (mit dem Ausverkauf). Wenn China als eigentständiges Land “überleben” will, dann muss es jetzt zu Russland stehen. In Frau Merkels Kabinett soll ein Porträt von Ekaterina der Grossen hängen, eine Deutsche als Zarin. Der Maidan in Kiew ist immer dann mit einer neuen Stufe eskaliert, wenn Klitschko in Berlin war. Gestern hat er gemeinsam mit Tjagnibok von der faschistischen Swobodapartei die Regierung zum Rücktritt gezwungen. Soweit ich weiss, tritt er bspw. dafür ein, den 9.Mai als Tag der Befreiung abzuschaffen. Das heisst dort gibt es ideologische Verbindungen. Wenn man für die Eskalation Geheimdienste benötigt und an unseren NSU-Skandal denkt, dann können Sie bestimmte Schlussfolgerungen ziehen. Alle drei Ukraine, EU und USA erlegen jetzt gemeinsam die Beute und dann beginnt der Aufteilungskampf.

      • SLE - 25. Juli 2014

        Der ukrainische Präsident Poroschenko erwägt, den Verbündetenstatus der USA (außerhalb der Nato!) zu beantragen. Den haben gegenwärtig Japan, Südkorea, die Philppinen und Israel.

        siehe dazu: http://de.ria.ru/politics/20140722/269075672.html

        Grüße
        SLE

  • frank_meck - 25. Juli 2014

    @Chotschen
    “Wenn MH17 und MH370 etwas miteinander zu tun haben sollten, welchen Zweck verfolgt man dann damit?”

    Wo bleibt denn Ihre Fantasie? Hier ein Beispiel: Die USA und Kiew liefern solange keine Beweise und behaupten das Gegenteil, bis die Rebellen und Russland einwilligen, dass eine internationale Untersuchungskommission mit eigenem Polizeischutz (z.B. der UNO, oder aus Holland wie jetzt gefordert) und evetuell mit Vertretern aus Kiew den Fall “untersuchen”. Dabei werden dann vorher präparierte Teile aus dem verschwundenen Flugzeug untergeschoben, die einen eindeutigen Beweis gegen Russland und/oder die Rebellen liefern. Dazu braucht man keine Leichen. Bei den Leichen ist wichtig, dass eventuelle Teile aus einer ukrainischen Luft-Luft-Rakete beseitigt werden. Die Leichen sind ja schon in Charkow bzw. den Niederlanden. Eventuell können auch die Flugschreiber der verschwundenen baugleichen Maschine zur Manipulation genutzt werden. Ich habe gehört, dieser Flugzeugtyp soll 9 Black boxes haben ? Wenn zwei übergeben wurden, dann hat Moskau eventuell die anderen. Trotzdem steht dann Aussage gegen Aussage. Moskau müsste dann beweisen, dass “seine” black boxes” die richtigen sind. Zweifel bleiben dann aber immer hängen, da die Manipulationen ja täuschend echt sind.

  • zykliker - 25. Juli 2014

    “wes Brot ich ess, des Lied ich sing…”

    so möchte man meinen mit Bezug auf die Medien. Von wem sind die amerikanischen Medien wirtschaftlich abhängig? Na klar, von ihren advertisement-Kunden, im Zweifel amerikanische Konzerne, die wirtschaftliche Interessen in Osteuropa verfolgen…weitergehende Spekulationen siehe deutsche Medien; (“Pulitzerpreis gibts nächstes Jahr nur für Putin-bashing”).

    Von wem sind deutsche Medien incl.ARD/ZDF wirtschaftlich abhängig? Zum Teil von ihren Gebührenzahlern/Abonnenten; wird deren Lied gesungen? Nein, die werden belogen, dass sich die Balken biegen. Abhängig von ihren Werbekunden? Ja sicher, wollen VW/BMW… weitere Märkte in Osteuropa erschliessen und lassen deshalb eine false-flag-Aktion falsch darstellen? Klingt irgendwie abstrus!?

    Da muß noch was anderes sein: “die Schere ist bekanntlich im Kopf”, man sagt auch: “vorauseilender Gehorsam”, ich nenne es “ideologische Konditionierung”; kann damit die hier losgebrochene Medienkampagne hinreichend verstanden werden? Ich fürchte, nicht einmal damit können die Scheuklappen, mit denen die Medien-Propaganda hier tatsachenwidrig durchgezogen wird, erklärt werden.

    Nächste sehr spekulative, aber plausibel klingende Stufe: briefing für die “politisch Zuverlässigen”, Androhung ernster Konsequenzen bei Renitenz ist nur in Ausnahmefällen nötig.

    Hat sich Eichmann in seinem Prozeß auf Befehlsnotstand und Todesangst bei Nicht-Gehorsam berufen? Vielleicht, ich weiß es nicht; aber er war stolz darauf, ein leistungsfähiger Technokrat ohne Gewissen gewesen zu sein.

  • frank_meck - 25. Juli 2014

    http://www.youtube.com/watch?v=Qwx_-3WhV58

    Hier ist ein Video, dass die Begeisterung der Bevölkerung für die Mobilisierung zeigt. Die Ukraine ist auf dem Weg nach Europa.

  • Martin - 25. Juli 2014

    Abgesehen von den gut zusammengefassten Fakten und Fragen sprechen das Trommelfeuer gegen Russland und die Gleichschaltung der großen Medien dafür, dass sich die USA sehr früh darüber im Klaren waren, dass die ukrainische Seite die Boeing abgeschossen hat – ob versehentlich oder absichtlich will ich mal gar nicht beurteilen.

    Das Trommelfeuer begann, als eigentlich noch gar keine Fakten vorliegen konnten, es sei denn es gab welche (Satellitenaufnahmen oder Flugfunkaufzeichnungen), die eindeutig die Schuld der Ukraine dokumentierten. Alles was dann kam hatte den Charakter eines Sperrfeuers – kein Raum für ‘irritierende’ Meldungen. Selbst die in älteren Zeiten vernünftig scheinende NZZ hat ‘mitgespielt’.

    Erschreckend ist für mich vor Allem, dass die von Ihnen angestellten Überlegungen mit Sicherheit von den meisten Journalisten auch angestellt werden, trotzdem aber offensichtlich etwas publiziert wird, das kaum eigener Überzeugung entsprechen kann. Ich komme mir vor wie in einem Experiment bezüglich Gehirnwäsche der Massen.

    Ich frage mich, wie das gesteuert wird. Da der eine oder andere Journalist ja sicher gerne eigene kritische Gedanken zu Papier bringen würde, dies aber nicht geschieht kann diese Kampagne nur über die Eigentümer / Chefetagen der Medien kommen. Bei der gegenwärtigen Konkurrenz unter den Schreiberlingen gibt es hier sicher Gelegenheit seine Loyalität unter Beweis zu stellen. Anders kann ich mir das nicht erklären.

    Gruß,

    Martin

  • dank - 25. Juli 2014

    Journalisten & Medien:
    So wie sich die Medien benahmen, gehe ich (ohne dies mir Social Media Einträgen belegen zu können um so die Wahrheit zu beweißen) davon aus, dass über verschiedene NGOs und GOs gesteuert wurde. Dazu sind die Medien in Deutschland schon fast nicht mehr im Plural anzusprechen, da es hier auch genügend Übernahmen gab. “Das Medium” trifft es bald besser.

    Zu den Vernetzungen der Medien sei das hier empfohlen: http://www.youtube.com/watch?v=V-gZLUJPfN8 (Übrigens war die gesamte Sendung an diesem Tag: 29.04.2014)

    Alle die nun auf der offiziellen Seite http://anstalt.zdf.de/ nachsehen und die ganze Sendung wollen werden feststellen, dass diese Sendung auf der offiziellen Webpage gar nicht und in der ZDF Mediathek nur nach einzelnen Beitragen anzusehen ist!!!! Das ist wichtig! Da sich die GESAMTE Sendung mit Frieden, Medien, Russland und Ukraine beschäftigt hat, halte ich das nicht für einen Zufall!
    Hier ist sie trotzdem zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=5UnwIZaKjfo (Sei hiermit empfohlen)
    Das ZDF hat die Sendung der Anstalt vom 29.04.2014 aus der Liste genommen. !!!

    Uthoff in Höchstform und das Publikum kann ihn kaum verstehen, weil es ganz anders informiert ist: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/schlachthof/max-uthoff-presse-drogen-ukraine-100.html

    Und jetzt so etwas – der Chefredakteur is schon zu Hause und der Zensor beim Pinkeln?
    http://www.n-tv.de/politik/Ukraine-taumelt-wie-angeschlagener-Boxer-article13311711.html

    • thewisemansfear - 25. Juli 2014

      Ich kann Ihnen sagen, was an der Anstalt vom April fehlt. Die Medien-Vernetzungsstory von C.v.Wagner. Die abrufbaren Einzelbeiträge addieren sich zu ca. 42min, die Gesamtlänge (habe das Ding auf der eigenen Platte) beträgt 49Min.
      Da hat wohl jemand interveniert, aber nicht unbedingt auf den Ukraine-Konflikt bezogen.

      Danke für den Hinweis auf Uthoff im Schlachthof, das ist politischer denn je.

      • dank - 26. Juli 2014

        Danke, korrekt – und deswegen wurde wahrscheinlich auch auf http://anstalt.zdf.de/ die komplette Sendung nicht eingestellt… Ganz schön traurig – geschnitten hat man sich dann auch nicht getraut.
        Interessant.
        Na ja, das hatte dann aber wiederum schon mit dem Ukraine-Konflikt zu tun, denn diese Medienvernetzung hat sich genau die letzten 8 Tage auf die komplette Berichterstattung ausgewirkt und erklärt die Gleichschaltung auch wenn es nicht nachweisbar ist. Aber bei dem Gebaren der Medien stellt es doch fast eine Tatsache dar.

          • dank - 26. Juli 2014

            Danke für den Link, das haben die schnell rausgearbeitet nach dem kleinen Hinweis…

            Hintergrund:
            Keiner sollte sich zurückhalten, dass er die entsprechenden vorhandenen Werkzeuge nutzt um diesen Wahnsinn (mit seinem kleinen Licht) auch nur ein wenig geradezurücken. Für fast alles gibt es mittlerweile freien Blogger, die sich gerne neuen Themen annehmen und diese Prüfen – und bei deren Spezialthemen haben die auch schon mehr Erfahrung, was geschrieben werden kann und was nicht.

            Es ist richtig, dass ein einzelner Mensch nicht einfach den Lauf der Welt ändern kann – aber:
            Die Korrektur eines winzigsten Winkelgrades macht auf eine Wegstrecke der Menschheit tausende vom Kilometer aus.

            Da ist jede Mail ihre Mühe wert.

      • DL - 26. Juli 2014

        Dazu passt auch diese Zusammenfassung:

        http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/05/ukraine-krise-verdeckte-agenda-in-berlin.html

        • Holly01 - 26. Juli 2014

          Aus diesen Gründen:
          - Gleichschaltung Presse
          - Gleichschaltung der gesamten Politik (“Die Linke” kann sich auch vorstellen Krieg zu befürworten)
          - Gleichschaltung der Wirtschaft
          - 80% Mehrheit im Bundestag
          - Mehrheit im Bundesrat
          spreche ich ja von der Machtübernahme. Die Nazis von heute müssen auch keine Kristallnacht veranstalten, um allen zu zeigen: wir kommen auch zu Dir ins Wohnzimmer.
          Die NSA ist ja schon in unserem Wohnzimmer.
          Wir werden auf ganzer Linie verraten und verkauft.

  • Milo Minderbinder - 25. Juli 2014

    Auf die Gefahr hin, einen Proteststurm loszulösen, geht mir die Annahme, dass das Flugzeug abgeschossen wurde, schon zu weit.

    Niemand kann im Moment belegen, das
    1.) – ein technischer Defekt
    2.) -ein Sprengsatz an Bord
    3.) -eine Boden-Luft-Rakete oder
    4.) -eine Luft-Luft Rakete

    zu dem Absturz geführt haben.

    Die “Luftfahrtexperten” die anhand von einigen Wrackteilen zu Aussagen kommen, verwundern mich gelinde gesagt etwas. Sollten sie so große Expertise haben, wäre jeder Absturz innerhalb von Stunden, und nicht wie sonst üblich, bestenfalls innerhalb von Wochen aufklärbar.

    Glauben ist nicht Wissen!!!!!

    Was wissen wir?
    Gebiet und Zeitpunkt des Absturzes, sonst nichts.

    ALLE Beteiligen halten sich sehr bedeckt (die russischen Radardaten kommen von der z i v i l e n Flugüberwachung – auch Russland veröffentlicht nicht die mit Sicherheit vorhanden Daten der militärischen Überwachung der Ukraine, die kaum lückenloser sein werden, als es die der Nato sind).
    Vielleicht weil jeder weiß, das er es nicht war und deshalb den anderen die Schuld unterstellt.

    Was mich als absoluter nicht-Luftfahrtexperte verblüfft, ist die Ähnlichkeit der Bilder usf. mit Lockerbie. Ich glaube an ein Sprengsatz an Bord aber dafür s. o. gibt es keinerlei Beweis.

    stp

    • Holly01 - 26. Juli 2014

      Hallo Milo Minderbinder,
      Sie haben auf jeden Fall Recht. Wissen ist rar.
      Auf der FAZ war ein Artikel (heute morgen), da war im Kopf ein Bild vom rechten Seitenteil des Pilotencockpits (man sieht die Fensterrahmen der ersten und zweiten Scheibe) und dieser Teil war völlig zerfetzt.
      Wer auch immer dahinter saß (wahrscheinlich der Co-Pilot), dürfte absolt keine Chance gehabt haben und wurde unmittelbar getroffen.
      Das war aber nicht das skurrile. Es wurde gesagt: man habe einen Flugzeugteil gefunden. Ganz aktuelle und frisch, also etwa 7 Tage nach dem Absturz.
      Dieser Flugzeugteil sei praktisch unversehrt und die Insassen hätten noch in ihren Sesseln gesessen.

      Eine Schneise von 30km länge und bei 35qkm Fläche sehr überschaubarer breite. Und man findet Tage später einen großen abgebrochenen und unversehrten Flugzeugteil mit Insassen.

      Egal was man von solchen oder anderen Meldungen hält, man kann nur feststellen:
      Die Medien und ihre Gestalter (egal ob MSM, youtube, Politik oder Hobbyinvestigative) machen mit uns was immer jeder von denen gerade in den Kopf bekommt.

      Die Sachen geraten dann in einen Turboventilator und landen binnen Sekunden auf allen möglichen Plattformen und Wiederverwertungen.

      Keine Ahnung was wirklich dahinter steckt.
      Man kann aber mit einem rollon der ganzen Onlinevorgänge eine ziemlich genaue Karte anfertigen.
      Reaktionszeiten, Verbindungen untereinander, Potential zurVervielfältigung und letzten Endes auch eine Klasse Möglichkeit die Gesamtreichweite realistisch abzuschätzen.
      Wie geschrieben ich weiss noch ob das eine Absicht war, es ist aber auf jeden Fall ein Ergebniss.

      • Milo Minderbinder - 31. Juli 2014

        Hallo Holly,
        die Karte gibt es hier:
        http://graphics.wsj.com/mh17-crash-map/

        Wenn ein Flugzeug in 10.000 Meter Höhe dekomprimiert und zerbricht, gibt es immer ein großes Trümmerfeld, und Wrackteile und Tote werden teilweise sehr lange nach dem Unglück gefunden.

        Ein gutes Bild von dem Cockpit-Fragment ist hier:
        http://media.zenfs.com/en_us/News/ap_webfeeds/1adc94a3bcfeb61c5a0f6a70670006b9.jpg

        Was ich bemerkenswert finde, sind nicht die “Schrapnellspuren” sondern das Loch unter dem Fenster:
        http://avherald.com/img/egypt_b772_su-gdb_cairo_110729_2.jpg – keine “Schrapnellspuren”, ist ja auch auf dem Boden passiert, nicht in 10km Höhe, wo bei plötzlicher Dekompression im Flugzeug jedes nicht befestigte Teil wie ein Schrapnell wirken kann.
        Passiert am Boden in Kairo an Bord einer B- 777 vor fast genau drei Jahren.
        http://avherald.com/h?article=44078aa7/0000 – die Kommentare spekulieren ob nicht genau das die Ursache für den Absturz von MH 370 (!!!!) sein könnte.

        Bemerkenswert finde ich auch, daß sich ein Fachmann (!!!!) erstmals zur Raketenfrage äußert:
        http://www.neues-deutschland.de/artikel/940136.reibungshitze-haette-alles-entflammt.html

        Also bleiben ein möglicher Technischer Defekt, wie oben spekuliert,
        ein Terroranschlag
        oder ein wie auch immer durchgeführter Abschuss möglich. Sollte es kein Abschuss gewesen sein, würde es für mich sehr gut erklären, warum der eine auf den anderen zeigt, mit dem festen Wissen, dass “er” es nicht war, und es deshalb nur der andere gewesen sein kann.
        Und das es ein Abschuss gewesen sein MUSS, WUSSTEN ja alle schon weil alles andere so unwahrscheinlich wäre.

        Das ist Desinformation, aber nicht im Sinne des alltäglichen Sprachgebrauchs, sondern im Sinne von Paul Watzlawick (amüsant nachzulesen in “Wie wirklich ist die Wirklichkeit?” und hier besonders im Kapitel über die Mädchenhändler von Lyon-oder war es Bordeaux ? und die Winschildglaspest.)

        lg

        stp

        • SLE - 31. Juli 2014

          Hallo Milo Minderbinder,

          sehr interessant, die WSJ-Karte und vor allem die Fotos von Flugzeugwrack-Teilen und wo am Flugzeug sie hingehören.

          Es fällt schon auf, dass ausschlißelich die Außenwände im unmittelbaren Cockpitbereich wie von Kugeln durchlöchert ausehen.

          Aber ich bin Laie und kann das nicht bewerten.

          Viele Grüße
          SLE

    • SLE - 26. Juli 2014

      Hallo Milo Minderbinder,

      Sie haben natürlich Recht. Gewissheit gibt es gegenwärtig nicht. Deswegen spreche ich nach wie nur von “Absturz”. Insgesamt aber gibt es inzwischen mehr Hinweise als zuvor – einschließlich den vom russischen Verteidigungsministerium gegebenen sowie auch mit Blick auf den Artikel in der Times of India, den Basisdemokrat gefunden hat (siehe unten) -, die einen Abschuss wahrscheinlicher machen. Das heißt aber immer noch nicht, dass es wirklich so war. Denn es gibt noch keine harten Beweise.

      Doch wenn es kein Abschuss war, dann fragt sich natürlich auch, warum die USA und Kiew fortlaufend und in einem unglaublichen Tempo neue, nahezu vollkommen unbelegte Anschuldigungen gegenüber Russland erheben, die sich immer nur um einen Raketenabschuss drehen? Korrigieren Sie mich bitte, wenn ich mich irre, aber das ist doch dann völlig widersinnig oder nicht?

      Viele Grüße
      SLE

  • Traumschau - 26. Juli 2014

    Neues vom State Department – must see!!!

    http://www.youtube.com/watch?v=OEuviNg2UCg#t=48

    Ist das nicht peinlich?

    LG Traumschau

    • dank - 26. Juli 2014

      Damit steht fest: http://www.youtube.com/watch?v=JufrAUMIbhQ
      Eine Beleidigung für jeden Verstand. Die Welt ist verrückt geworden.

      Danke für Hinweis und Link und einen entspannenden schönen Urlaub, wünsch ich!

      • Traumschau - 26. Juli 2014

        Ja, Danke sehr!
        Wir “sehen” uns in zwei Wochen …
        LG Traumschau

    • SLE - 26. Juli 2014

      Hallo Traumschau,

      ich habe mich schon gewundert, wieso in letzter Zeit zum Thema “Ukraine” immer “nur” die stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, vorgeschickt wird. In dem Video wirkt sie auf mich wie jemand, der ein Chance bekommt, um auf der Karriereleiter ein Stück nach oben zu klettern und zudem reichlich überheblich. Und das obwowohl das, was sie auf die wirklich guten Fragen von Matt Lee von AP zu antworten weiß, in der Tat nur peinlich ist. Sie hatte wirklich nichts, keine noch so einfachen Beleg. Man hat ihr einfach nur die Behauptungen gegeben und gebrieft, auf wen sie sich dabei berufen soll. Ich vermute stark, dass es genau so die ganze Zeit schon gemacht wird.

      Wenn sie nichts anderes tun können, als so eine plumpe und peinliche Tour in der Öffentlichkeit zu fahren, dann müssen einige Personen bei den US-Geheimdiensten, im Pentagon und der US-Regierung wegen MH17 in erheblichen Schwierigkeiten stecken. Soverän ist das nicht mehr. Es ist hart an der Grenze eines politischen GAU.

      Viele Grüße
      SLE

  • Frank Bell - 26. Juli 2014

    Graham Philips ist NICHT verschwunden, sondern in England:

    http://rt.com/news/175676-ukraine-deport-rt-contributor/

  • Holly01 - 26. Juli 2014

    Die Amis sind sauer. Um 16.00 geht NY in die Börse und um 16:30 wurden dem DAX 130 Punkte weggeschossen.
    Man könnte meinen der dritte versaute Krieg nach Iran und Syrien zerrt an den Nerven………
    Die Seemanöver vor Nordkorea haben auch nicht das Ergebniss gebracht und der Inselstreit China/Japan ist genauso leise geworden, wie der Grenzkonflikt China/Indien.

    IMO klappt aber auch nix.

    • Frank Bell - 26. Juli 2014

      Der Dow Jones ist in 3 Jahren von 11.000 auf 17.000 gestiegen. Da ist ein Rückgang auf 16.960 REIN GAR NICHTS.

  • Frank Bell - 26. Juli 2014

    Es sieht doch SEHR nach einem Raketentreffer aus:

    http://www.parismatch.com/Actu/International/Exclusif-Ukraine-Notre-enquete-sur-les-lieux-du-crash-comment-le-MH17-a-ete-abattu-576889

    http://www.parismatch.com/Actu/International/Vol-MH17-La-piece-a-conviction-qui-accuse-577040

    Das einzige, wo dubioses verbreitet wird, ist der Abschussort der Rakete. Da wird auch in Paris Match weiter gehetzt. Wollen die die Arbeitslosen zum Militär einziehen?

    • SLE - 26. Juli 2014

      Hallo Frank Bell,

      ich bin des Französischen leider nicht mächtig. Aber wenn ich es – auch mit Blick auf den Artikel der RT über Graham Philips und den von Basisdemokrat ausgegrabenen der Times of India (unten) – richtig sehe, kommt die Wahrheit nun doch sukzessive heraus. Es gibt ganz sicher viele Journalisten, die wie die Wilden recherchieren und dann versuchen, ihr Material bei irgendeiner Zeitung an den Mann zu bringen. Es gibt von beidem, Zeitungen und Journalisten, weltweit zu viele, als dass man das, was mit MH17 geschehen ist und die Gründe dafür, dauerhaft und effektiv unter den Teppich kehren könnte.

      Vielleicht zünden die USA gerade deswegen ein Feuerwerk immer neuer Anschuldigungen gegen Russland oder anders ausgedrückt Nebelkerzen.

      Letzten Montag hielt das russische Verteidigungsministerium seine Pressekonferenz zu MH17 ab. Unmissverständlich wurde dabei angekündigt, dass Presse und Medien über neue Erkenntnisse informiert werden würden. Das war also de facto die Ankündigung für eine weitere Pressekonferenz. Ich frage mich nun, wann die kommt? Vielleicht am kommenden Montag schon? Und: Haben die EU-Botschafter deswegen den Zeitpunkt für den Beschluss über neue Sanktionen gegen Russland auf nächste Woche verschoben?

      Ich halte es für denkbar, dass das russische Verteidigungsministerium sehr bald schon Neues zu berichten hat. Schließlich haben ja selbst die Zeitungen (Times of India, Paris Match) schon Neues ausgegraben. Da dürfte es für Russland mit seinen Möglichkeiten nicht schwer sein, noch mehr zu finden. Vielleicht haben sie auch schon einige brisante Erkenntnisse und diese bisher nur noch zurückgehalten.

      Viele Grüße
      SLE

      • Frank Bell - 26. Juli 2014

        Hallo SLE,

        wenn Russland etwas sagt, glauben es doch 80 % der westlichen Bevölkerung NICHT. Schlicht und ergreifend.

        Die Amerikaner werden nichts entlastendes vorlegen. Die haben viel Geld in die Ukraine investiert und Bidens Sohn hat ja dort auch einen Posten. Diese Leute sind so mächtig und zugleich unantastbar, die schrecken vor nichts zurück.

        Ich denke, dass es tatsächlich eine Luft-Boden- oder eventuell Luft-Luft-Rakete war. Im ersten Fall muss man nur noch herausbekommen, wer die abgeschossen hat.

        Das Problem ist, dass es an dem Tag bewölkt war. Ganz eindeutig. Deswegen sind gefakte Videos leicht zu erkennen.

    • SLE - 26. Juli 2014

      Hallo Basisdemokrat,

      vielen Dank für diesen Link zum Artikel der Times of India. Der Dreamliner der Air India war also nicht nur – anders als vom für die Luftfahrt zuständigen Ministerium behauptet – in der Nähevon Flug MH17 kur vor dem Absturz, sondern dessen Piloten standen wegen MH17 auch mit dem Fluglotsen in Kontakt, der der Malaysia Airlines Boeing den neuen Kurs freigab, also die Abweichung von der offiziellen Flugroute.

      Damit wäre eine der 10 Fragen des russischen Verteidigungsministeriums beantwortet: Der Fluglotse ist für die Kursabweichung verantwortlich gewesen.

      Zudem haben nach dem Abbruch des Kontakts zur Luftüberwachung sowohl der Fluglotse als auch – auf dessen Aufforderung – die Piloten der Air India versucht, Funkkontakt mit MH17 aufzunehmen, was freilich nicht gelang. Es wäre insofern möglich, dass der Fluglotse vom Verschwinden des Fluges MH17 von seinem Monitor überrascht gewesen ist und nicht wusste, was nach der Freigabe des neuen Kurses geschehen würde. In jedem Fall aber stellt sich die Frage, warum er den neuen Kurs freigegeben hat oder anders gesagt, ob er dazu veranlasst worden ist.

      Viele Grüße
      SLE

  • Peter - 26. Juli 2014

    Moin,
    Ich finde die Verlinkung auf Seiten die den Versuch der Objektivität unternehmen nicht schlecht.
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42364/1.html

    Gruß

  • Querschuss - 26. Juli 2014

    offizielle Stimmen:
    https://www.youtube.com/watch?v=JhjN3baw57M&feature=youtu.be

    Das solche Stimmen und Aussagen in deutschen Medien nicht auftauchen ist kein Zufall!

    Passend dazu, Max Uthoff:
    https://www.youtube.com/watch?v=2wqVMUJIa0Y

  • Ray K. - 26. Juli 2014

    Unglaublich, diese kriegstreibende Medienpropaganda.

    Ihre aufklärerische Arbeit kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden! Ohne die Heerscharen der Blogger und des Qualitätsmediums Internet stünden wir wohl schon längst wieder inmitten einer europäischen Massenmilitarisierung.

    Ich will es hart formulieren: Die bezahlten Kampagnenblätter und Propaganda-Rundfunkanstalten haben sich schlichtwegs entehrt. Dabei habe ich früher sehr gerne überregionale Tageszeitungen sowie eine bestimmte Wochenzeitung mit Erscheinungsweise am Donnerstag abonniert und konsumiert. Heute: Vergessen Sie’s.

    Frieden statt Eurodollar-Diktatur!

  • Frank Bell - 26. Juli 2014

    Die Rheinische Post schreibt:

    “Die mangelnde Sicherung der beiden Haupttrümmerfelder und Bilder von Rebellen, die nach dem Absturz darin herumwühlten, haben die Sorge ausgelöst, dass die Beweise nicht mehr intakt oder vollständig sind.”

    Unsere Reporter sind nichts als MIESER, DRECKIGER Abschaum!

  • frank_meck - 26. Juli 2014

    Zitat von n-tv.de: “Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach sich für ein rasches Vorgehen aus. “Nach dem Tod von 300 unschuldigen Menschen beim Absturz von MH17 und dem unwürdigen Treiben marodierender Soldateska an der Absturzstelle lässt uns das Verhalten Russlands keine andere Wahl”, sagte er der “Süddeutschen Zeitung”. “Wir bleiben unserem Kurs treu: Klug kalibrierte und gemeinsam beschlossene Maßnahmen Europas zur Erhöhung des Drucks und die Bereitschaft zu ernsthaften Gesprächen mit Russland.””

    Glaubt er das wirklich (Realitätsverlust) oder sind das nur vorgeschobene Argumente, weil er eigentlich nicht verhandeln will. Die Russen werden mit einem deutschen Aussenminister nie auf Augenhöhe reden, schon gar nicht mit Druck. Die akzeptieren höchstens einen amerikanischen oder chinesischen Aussenminister. Hat das Aussenministerium keine Berater, die Herrn Steinmeier über die russische Mentalität aufklären ?

    • Georg Trappe - 26. Juli 2014

      Was waere wenn Steinmeier in seiner Zeit als Chef des Bundeskanzleramtes mit Dingen in Beruehrung gekommen ist, die es den USA ermoeglichen seine politische Karriere zu beenden, wenn sie diese Dinge oeffentlich machen?

      Ich erinnere an die merkwuerdige Demontage von Herrn Wulff. Da wurde meiner Meinung nach jemand oeffentlich ans Kreuz genagelt um deutschen Politikern in Erinnerung zu rufen, was passieren kann, wenn man zuweit von der vorgegebenen Linie abweicht. Keiner von diesen Herrschaften ist ein Heiliger und das Sammeln von Informationen ueber die Schwaechen / Verfehlungen ? “pragmatischen Vorgehensweisen” in schwierigen Situationen eines politisch aktiven Menschen, mit dem Ziel ueber ein solches Dossier Druck auf diese Person ausueben zu koennen, hat eine gewisse Tradition.

      Weder Herr Steinmeier noch Herr Wulff sind mir besonders symphatisch, aber ich denke, man sollte sich ueber die Mechanismen, mit denen in dieser Liga gearbeitet wird, keine Illusionen machen. Auch Frau Merkel hat nach der Freiheitsmedaille sicherlich auch einen derartigen Wink mit dem Zaunpfahl bekommen.
      Denn eins moechten die wirklich Maechtigen in Deutschland sicherlich nicht. Sie moechten nicht nocheinmal die Kontrolle ueber die Politiker, die sie aufs Schild gehoben haben, verlieren.
      Und sie moechten ganz sicher auch nicht die fuer sie hochprofitable Allianz mit den Maechtigen auf der anderen Seite des Atlantiks durch eigenwillige Politiker in Gefahr gebracht sehen.

      • Holly01 - 26. Juli 2014

        Ein alter Haudegen mit immer noch scharfem Verstand:

        http://www.dailymotion.com/video/x1cb89m_wdr-monitor-interview-egon-bahr_news

        Edathy, Hartmann, Wulff, Scharping, Guttenberg, Schawan, Friedrich, Müntefering aber auch Barschel oder Möllemann zeigen, wie schnell man in dem Politikapperat abhanden kommen kann.

        • SLE - 26. Juli 2014

          Hallo Holly01,

          das ist es doch gerade! Kritisch zu sein und die Wahrheit auszusprechen, das tun merkwürdigerweise immer nur die, die schon längst raus aus dem “Geschäft” sind, wie Egon Bahr oder eben auch Peter Scholl-Latour.

          Grüße
          SLE

          • Holly01 - 26. Juli 2014

            Offensichtlich bedeutet auch nur der Anschein von kritischem Verhalten das direkte “Aus”.
            Der Druck scheint innen wie aussen so groß zu sein, daß man die Reihen schliesst und jeden der auch nur zögert direkt raus schmeisst.

            Das die alten Säcke sich vorwagen ist ein ganz ganz schlimmes Zeichen. Was auch immer kommt, das wird richtig böse.

        • dank - 27. Juli 2014

          @SLE & Holly01

          Nur wer nichts mehr zu verlieren hat, spricht die Wahrheit. Also in sicherer Pension und ohne Wiederwahlangst…

          2014.

  • Peter - 26. Juli 2014

    Auch wenn es einzelne Menschen sind die “komischen” Artikel schreiben, sollte nicht vergessen werden weshalb sie es tun, oder tun müssen. Zum teil sind sie sicher durch Gehalt bestochen wie bei den öffentlich Rechtlichen. Aber ein Volonteur will auch Satt werden und aufsteigen. Moral und Etik ist wie Unkraut herausgerissen. Alleine das Geschrei nach (mehr) Bildung, ohne Inhaltsangabe gibt es wieder.
    https://www.youtube.com/watch?v=AePmkBVtPNE

  • Holly01 - 26. Juli 2014

    Habe gerade das Buch ” DER STILLE PUTSCH” angelesen.
    Das scheint auch viele Fragen zu beantworten.

  • dank - 26. Juli 2014

    In vergangen Kriegen waren Brücken entscheidende Punkte, die es zu halten oder erobern galt:
    Bereits 1952 wurde dies perfektioniert und virtualisiert:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Mitgliedern_der_Atlantik-Br%C3%BCcke
    (sind ein paar nette Namen dabei, für alle die sich dessen nicht bewusst waren)

    Die Wichtigkeit von Völkerverständigung lässt sich nicht genug betonten, aber wenn es dann jegliches eigenes Denken und Beurteilen so schnell wegspült, wenn Abmachungen und Anweisungen getroffen werden, sind diese Brückenköpfe vom Festland zu entfernen und sei dies durch Aufklärung und zivilen Widerstand.
    Und die mediale unreflektierte Gleichschaltung (besonders der letzten Wochen) deutet stark darauf hin, dass der eigene freie Wille vieler dieser Mitglieder in den letzten Sitzungen weggewaschen wurde.

    • Holly01 - 26. Juli 2014

      Hallo dank,
      ich denke Sie haben da ganz falsche Vorstellungen. Jeder Entscheidungsträger ist in dutzende Zirkel und Arbeitskreise eingebunden.
      Das läuft persönlich, tätigkeitsgebunden und auch über das familiäre Umfeld.
      Sie können da nicht über längere Zeit etwas vorgeben.
      Man kann da nicht Oposition sein. Selbst mit einer Gegenposition trägt man immer nur zum Ergebniss bei.
      Der Hauptweg wird aber von Oben nach Unten festgelegt.
      Es ist wie bei den alten Griechen mit der klassischen Demokratie, eine Elite umgeben vom Sicherheitsapperat und der Rest ist Verfügungsmasse.
      Rom war genauso.
      Die Aristokratie und der Klerus tragen die gleichen Prinzipien weiter.
      Die römischen Faschisten unter Mussolini wollten dahin zurück. Das ist der Wortsinn von Faschismus: eine winzige Elite umgeben vom Sicherheitsapperat, welche über die Masse verfügt.
      Der Faschismus hat uns nie verlassen.
      Die Sicht: Nazis waren Hitlers Anhänger ist grotesk naiv.
      Das waren nur die Deppen aus der Verfügungsmasse.
      Krieg ist der Elite völlig egal. Es wird ja nur Verfügungsmasse eingesetzt.
      Seit der Globalisierungsfalle wissen wir von der 20-80 Gesellschaft.
      Seit der Veröffentlichung der Studie “Die Grenzen des Wachstums” durch den Club of Rome, wissen wir vom Ressourccencrash.

      Für die Faschisten von Heute ist Krieg nur logisch. Das ist der Abbau von “Überkapazitäten” an Menschen, die produktiv nicht benötigt werden, dei aber Ressourccenbenötigen.
      win-win

      Es gibt keinen Handlanger der Elite der sich dessen nicht bewusst wäre.
      “Atlas” das Sicherheitssystem der EU wurde gerade durchgewunken.
      Die erwarten einen Aufstand der Masse.
      Die zittern quasi vor Erwartung und vor gier endlich “zuschlagen” zu können.

      Die Meinung der breiten Masse spielt de facto für die überhaupt keine Rolle.
      Die haben Berufssoldaten und der restliche Sicherheitsbereich wird ebenfalls seit Jahren “heiss” gemacht.
      Die Gesetze sind ebenfalls über die Terrorgesetze (kein Fehler, ich denke die sind für den Terror gegenüber der Bevölkerung und nicht als Antiterror gegen den Terror) schon lange fertig.
      Es wird auch langsam lästig die Fassade aufrecht zu erhalten.

      Also schaut man wo die Schmerzgrenzen sind.
      Also testet man wie groß das Protestpotential real ist.
      Also ist es egal ob eine Lüge floppt.

      Wer eingebunden ist, weiss was dem Rest blüht. Die gehen nicht freiwillig aus der proviligierten Situation raus.
      Den ist auch egal wen die über die Klinge springen lassen.
      Die gehen über jede Leiche und hoffen es ist nicht ihre eigene.

      Da muss keiner auf Linie gebracht werden. Die kennen die Alternativen.

      • Frank Bell - 26. Juli 2014

        @ Holly01

        Ich würde dem geschriebenen ja gerne zustimmen, aber warum behauptet dann Nick Hanauer:

        The Pitchforks Are Coming… For Us Plutocrats

        ER IST EINER – und er MUSS wissen, dass ihm NICHTS passieren kann.

        • Holly01 - 26. Juli 2014

          Hallo Frank Bell,
          ich weiss es nicht. Ich kann vermuten, wie jeder andere auch.
          Ich habe vor ein paar Jahren die Option vom Massenmord großer Teile der Weltbevölkerung als kranken Unsinn eingestuft.
          Ich habe die absolute Macht elitärer Kreise für eine Ausrede nationaler Eliten gehalten.
          Heute sehe ich vieles anders und ordne anders ein.

          Natürlich habe ich das gleiche Problem wie alle anderen. Ich sehe einen Flickenteppich von Teilbereichen, Entwicklungen und Personen.
          Dann fängt man an zu spielen: was wäre wenn.
          Dann kommt man zu einer These (die meist nicht lange lebt).
          Am Ende ist es eine Näherung in der möglichst viele Flicken im Teppich stimmig zusammenfinden.
          Das Ergebniss ist allerdings zu tiefst deprimierend.

          Möglich das es nicht ein Flickenteppich ist. Möglich das es besser abgesicherte und weniger gut abgesicherte Untergruppen der faschistoiden Elite gibt.
          Ich denke aber, daß vieles was ich heute überhaupt erst begreife, schon vor 30-40 jahren entschieden wurde und sich erst heute massiv auswirkt.
          Wie auch immer, fakt bleibt, ich weiss es nicht. Es ist nur die stimmigste Variante.

          • dank - 26. Juli 2014

            !
            Ja, tausche Teppich gegen Mosaik – sehe ich auch so.

      • dank - 26. Juli 2014

        Die Vorstellung teile ich genau bis auf den Punkt, dass es nicht möglich ist, Opposition zu sein. An der Struktur und der Befehlskette großer Organisationen, Firmen und Vereien, seien es weltweite oder nur regionale, lässt sich durchaus ablesen, das Vorgaben erfolgen und diese das Umfeld mitreißen. Natürlich sind Entscheidungsträger in verschiedenste Gremien eingeflochten, aber diese besitzen alle eine sehr unterschiedliche Gewichtung. Der Draht an der richtigen Stelle gezwickt, hält das Maschinchen an oder führt zur Beschleunigung. Doch ohne des Bewusstsein über diese Fremdsteuerung – wie soll sich je was ädern?
        Das Wort “unreflektierte” bezog ich auf die Folgen, die uns bewusst zu sein scheinen, den Medien aber vermeintlich wegdoktriert zu sein scheinen, das es “schon gut” gehen wird.
        Das schnelle und einfache Ausschließen von Risiken die die Zukunft betreffen, führt zu Fehlentscheidungen; der Versuch alle Risiken zu bedenken, führt zu Lähmung uns Stillstand – der Mittelweg machts.

        Sonst würde bedeuten, dass Aufklärung und ziviler Widerstand zwecklos ist und was daraus folgen muss, kann sich jeder selbst herleiten. Diese Lethargie, dieses Phlegma wird jeden Tag aufs neue von außen erzeugt, aber damit abfinden? Mitnichten.

        Verstehe die Richtung Ihres Posts richtig: Das System an sich ist krank. Eine Veränderung von innen heraus ist nicht möglich.
        Daran mag ich nicht glauben und die Natur zeigt uns jeden Tag aufs neue, dass sie das sehr wohl macht. Als Beispiele:
        positiv: Der Samen eines Grases schaffte es ganze Erdhügel in Leben zu verwandeln.
        negativ: Eine überlebende Krebszelle kann einen gesamten Organismus zu Fall bringen.
        Egal ob nun Samen oder Krebszelle, nur eine winzige Kleinigkeit kann alles verändern, wenn die Umstände entsprechend passen. Beide haben keine Vision, dass sie das tun werden, beide machen sich keine Illusionen davon. Doch in der Vielzahl ihrer eigenen Art überwinden sie die Widerstände der Umwelt. Nichts anderes ist es was die Natur täglich macht. Sei es in der Schaffung als auch der Vernichtung von Leben. Ein Anlaufen gegen Windmühlen – na, ja und? Warum denn nicht. ;-)
        Und so klitzekleine Rädchen sind wir alle. Also warum nicht auch einfach – weitermachen, der Schwarm, es reicht wenn einer durchkommt (was ja nicht bedeuten muss dass der Rest nicht mehr existiert).

        Sollt ich die Richtung falsch verstanden haben – sorry.

        • Holly01 - 26. Juli 2014

          Hallo dank,
          kein sorry, bitte. Wir philosophieren. Gedanken sind frei. Irrtümer erlaubt oder sogar willkommen, als Lernhilfe.

          Änderungen kommen natürlich von Innen. Und sie sind möglich.
          Ungehorsam? Widerstand? Das sind isolierende Mittel. Man isoliert sich selbst und verhindert Teilhabe und Zugewinn.
          Ich fürchte da muss man schon intelligenter vorgehen. Naja oder sehr viel agressiver.

          Zumindest braucht es eine Befreiung aus dem Gedankengefängniss. Die Gesellschaftsnorm aus Geld=Glück muss man durchbrechen.
          Die geistige Abhängigkeit von “Vordenkern” hinter sich lassen.

          Ich denke also bin ich. Das kindliche “warum?” ist wichtig.
          Die Logik was mir hilft und was mich weiter bringt ist wichtig. Daraus resultiert sehr früh die einsicht, das Einsamkeit niemanden weiter bringt.
          Man wird neugierig auf die reale Umgebung. Wie geht es eigentlich den Menschen drum rum. Warum machen die den unsinn noch mit?
          Wieso geht eine Frau für 450€ arbeiten gibt aber für den dann notwendigen PKW 200€/mon aus und für die damit notwendige KITA 350€. Wieso hinterfragen die das nicht?

          Die enorme Menge an gesellschaftlichen Zwangsjacken fängt an sichtbar zu werden.
          Gender: Ziel: Unabhängigkeit, Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung
          Ergebniss: 75% aller prekär beschäftigten sind Frauen in 3 Berufen
          Da lohnt sich ein Blick wie ganze Bevölkerungsgruppen verladen werden.
          Wie willige Helfer das steuern.

          Hoeness: 30 Mio hinterzogen? Das sind bei 15% Steuersatz 200Mio Zinsen, das entspricht bei 5% Rendite (gegen den Markt sehr hoch gegriffen) einem Volumen von 4 Mrd. Euro.
          Das hinterfragt keiner.
          Der ist aus dem Knast raus, Herzprobleme. Ich tippe auf Privatklinik. Es gab -keine- Absprache.

          Rot-Grün: Schenken den Reichen über Spitzensteuersatz, Veräusserungsgewinne bleiben unversteuert, Vermögensteuer gesenkt, Unternehmenssteuern gesenkt : 60 Mrd pro Jahr
          Leihen sich für den nun klammen Staat dann das gleiche Geld bei den Reichen.
          Erzwingen mit der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld den prekären Arbeitsmarkt.
          Das Gesetzeswerk stammt von Bertelsmann (so weit online stimmt).
          Warum macht Bertelsmann das? Woher haben die die Spezialisten um ein Sozialgesetzbuch zu schreiben?
          Warum schreiben die Bundes- und Landesgesetze?
          Wieso werden diese Gesetze an allen Parteien vorbei bis in die Ausschüsse geschoben ohne diskutiert zu werden?

          Man wird selbstständiger, wenn man fragt: wer, wann warum …..

          • dank - 26. Juli 2014

            Bin der gleichen Meinung – und bete teils sogar die gleichen Argumente immer und immer wieder im Umfeld runter. Mein nächstes nimmts hin und verstehts, gehts drüber hinaus ists damit aus…

  • Martin - 26. Juli 2014

    Danke Steffen für Deine Zusammenfassung , mit dem Link auf Steinmeier’s “es bleibt uns keine andere Wahl”.

    Es hat mir die Augen geöffnet.
    Herr Steinmeier hat sich mit dem Krieg gegen Russland arangiert.

    Die Kriesgstreiber hoffen wohl darauf, mit gedrucktem Geld, Russland vor einer militärischen Eskalation, wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Ich glaube nicht das das klappt.

    Schade dann war’s das Wohl bald.
    Oder siehst Du noch einen Strohhalm?

  • Frank Bell - 26. Juli 2014

    Warum um alles in der Welt will der Westen (USA, Kanada und die EU) jetzt auf einmal einen Krieg gegen Russland?

    Gehen die alle davon aus, dass es keine nukleare Eskalation geben wird?

    • dank - 26. Juli 2014

      Nein, deren Verhalten führt doch zu immerwährenden Frieden, wie es hier auch schön von “prominenter” Seite heraus geschrieen wird:
      http://www.youtube.com/watch?v=fjJrUzyDnto
      Meiner Ansicht war das der Punkt, an dem die letzten Blätter auf die Spur gebracht wurden. Die Richtung steht fest. Widerworte und -stand unerwünscht… Lasst uns wieder marschieren.*Ironieaus*
      Politiker die vor dem Volk so rumschreien, waren mir noch nie sympatisch und zeigten auch immer brav, wessen Kind sie sind. Das konnte ja nie einer ahnen.

    • Holly01 - 26. Juli 2014

      Russland ist mit nur 10% verschuldet und Rohstoffreich.
      In Russland kann man das Schuldgeld mit Werten unterlegen und Billionen von Schulden abladen.
      Russland ist ein Traum für die US-Investmentbanken.
      Die Investmentbanken sind aber ein Alptraum für Russland, dei waren ja schon einmal da.

      • Frank Bell - 26. Juli 2014

        Interessant ist aber, dass der Westen SICHER ist, einen Krieg gegen Russland gewinnen zu können.

        Verbündete haben die ja nicht mehr.

        • Holly01 - 26. Juli 2014

          Hallo Frank Bell,
          der Westen ist sich sicher, weil er sich sicher sein kann, daß die Russen -nicht- auf den Knopf drücken.
          Die Russen sind rational, logisch und nicht verrückt.
          Der Westen kann darauf bauen, daß ihm diese Attribute schon lange nicht mehr unterstellt werden.

          Der iron (thunder) dome wird in Israel gerade live getestet. Er funktioniert weit gehend.
          Die Israelis probieren das eiskalt aus. Bisher über 800 Tote und über 5000 Verletzte.
          DAS interessiert doch hier keinen Kleingeist wie wir sie als Politiker haben.

        • frank_meck - 26. Juli 2014

          Ja, das ist das Erschreckende. Die Elite scheint das zu glauben. Mal sehen was jetzt passiert, wo 200 US-Berater in Mariupol und 150 US-Berater in Kiew gelandet sind.

  • dank - 26. Juli 2014

    Ausgangsfrage, oder vielleicht sogar “die Mutter aller Fragen”:

    Warum pumpt die USA 5 Milliarden zur “Demokratisierung” in ein Land, das später zum wirtschaftlichen als auch währungstechnischen Konkurrenten gehören soll?

    • Holly01 - 26. Juli 2014

      Weil die Ukraine ein fail Staat werden soll. Bürgerkrieg über Jahre oder Jahrzehnte.
      Eine Bindung von ressourccen der Nachbarstaaten.
      Ein Zankapfel zwischen EU und Russland.
      Eine Wunde in der Mitte Eurasiens, nicht zu schliessen, so wie Israel im Nahen Osten.
      Gleichzeitig ein Energietransitland, das man nie aus dem Blick lassen kann.
      Polen wird das nie kalt lassen, vibriert Polen hat Deutschland ein Problem.
      Es ist der Anfang einer destabilisierten Zone, wie Nordafrika.
      Europa wird von Konflikten eingekreist. Überall stehen die Amis auf beiden Seiten. Die Amis sind für jede Partei unverzichtbarer Partner, aber auch eben gefürchteter Gegner.

      Ein Aufstieg Europas mit dem Umfeld ist praktisch ausgeschlossen, dei Verbindung Europa China ebenso.
      Der Keil EU-Russland war doch extrem leicht zu treiben. Warum nun nachlassen?
      Vielleicht kann man doch begrenzte Kämpfe anzetteln. Eventuell auch mehr.

      Die Bombadierung Lybiens musste nach ein paar Tagen ausgesetzt werden, die EU hatte mit ihrer unkoordinierten Militärmaschinerie keine Munition mehr.

      Europa ist kriegsfähig, die EU kann aber keinen Krieg gewinnen.
      Ausserdem kostet das alles Geld.
      Die EU hat kein Geld für den Währunsgkrieg und gibt das nicht vorhandene Geld nun auch noch für so einen Pillepalle aus.

      Aus den USA sieht das alles sehr gut aus ……

      • dank - 26. Juli 2014

        Daumen hoch.
        Und kann es Menschen geben, die diese bereits bekannten Fakten und auch das Vorgehen des Großen Bruders verneinen – obwohl dies im Mittleren Osten uns Südamerika bereits mehrfach so angewendet wurde? Nur aus Unwissenheit oder mit Absicht.
        Bei der Politik und den “gebildeten” Menschlein kanns also nur Absicht sein, und wenn sich diese dann sogar dafür streiten, dann muss es Bösartigkeit sein. Oder Angst das eigene Weltbild zu verlieren und dann in eine Sinnkrise zu geraten.
        Vielleicht würde ein 600 Sekunden langes Kapern aller TV Kanäle zwischen 20:00-20:30 (in der jeweiligen Zeitzone) mit entsprechender Vorbereitung und Berichterstattung die Welt verändern? ;-)

  • Holly01 - 26. Juli 2014

    Hr. Müller gibt seine Plattform für einen Kommentar von Willy Wimmer frei:

    http://www.cashkurs.com/kategorie/gesellschaft-und-politik/beitrag/manches-goennt-man-noch-nicht-einmal-seinem-aergsten-feind/

    Es gibt Widerstand. Es gibt ihn auf vielen Ebenen.

  • Frank Bell - 26. Juli 2014

    Für die NATO, die USA und die Super-Reichen wäre ein Krieg genau das, was zur Zeit gebraucht wird:

    - Man erschafft einen Gegner und lenkt von sich selbst ab. Der grösste Feind der normalen Bevölkerung sind zur Zeit die Super-Reichen.

    - Der Verbrauch von Waffen führt zu einem Beschaffungsdruck, der die Reichen noch reicher macht.

    - Der Krieg dezimiert die Zahl der Menschen. Für die Super-Reichen geradezu das Ziel ihrer Träume, siehe Georgia Guidestones.

    - Die Armen werden jubeln, denn bei einem Footballgame oder beim “War on Terror” jubeln die auch, ohne ihr Hirn einzuschalten. (Zum Vergleich: Sieg bei der Fussball-WM, wovon ganz effektiv 98 % der Deutschen REIN GAR NICHTS von haben. Nur eine kleine Clique von Millionären und Funktionären.)

    - Ein Krieg ermöglicht eine Kriegslenkung, eine dirigistische Wirtschaftspolitik, und, noch wichtiger für einen fast bankrotten Staat wie die USA, die Ausgabe von Kriegsanleihen (war bonds).
    DAMIT und der (moralischen) Verpflichtung, diese zu kaufen, können sich die USA komplett entschulden.

    - Die Reichen (zumindest eine Elite) dürfte ausreichend sichere Bunker haben. Ob das über 10 Jahre oder so schön ist, sei dahingestellt. Arbeiten muss dann die Bevölkerung, die draussen geblieben ist. Da bleibt alles beim alten.

    - Man hat anschliessend den Zugriff auf Ressourcen, die länger halten als jetzt projiziert. Dürfte für die Reichen sehr verlockend sein.

  • dank - 26. Juli 2014

    Was passiert, wenn den niederländischen oder australischen Soldaten (die zur Sicherung des Abschussortes abgestellt werden sollen) etwas zustoßen würde, also selbstverständlich würden sich in den Social Medias die passenden Videos finden, in denen es angedroht wird – oder sogar im Finstern mitgefilmt!?
    Das ganze zusammen mit den Zuspitzen in Bezug Russland.

  • dank - 26. Juli 2014

    böse Kontakte

    Presse/Politik

    http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2013/04/19/a0095

  • frank_meck - 26. Juli 2014

    Leider nur in Russisch: http://www.youtube.com/watch?v=BzXSx6Cz4hc&feature=youtu.be

    41 ukrainische Soldaten laufen nach Russland über und bitten um politisches Asyl (wollen nicht im Bruderkrieg mitmachen). Ach deshalb soll Putin die Grenze schliessen. Es dauert nicht mehr lange, dann kann Poroschenko nur noch Soldaten aus der Westukraine einziehen. Wahrscheinlich schickt die man bald Soldaten aus Polen und Litauen.

  • Toni - 26. Juli 2014

    Guter Artikel vom alten Hasen PSL

    Europa hat gar keine Außenpolitik
    http://de.ria.ru/opinion/20140704/268926478.html

    • frank_meck - 26. Juli 2014

      Das trifft sich doch mit der Forderung Gabriels, dass man die russischen Oligarchen treffen müsse. Die Menschen im Donbass kämpfen doch nicht für die Oligarchen, sondern in erster Linie gegen die Zwangsukrainisierung. Die Freiwilligen und Spenden kommen überwiegend aus dem Volk.

    • dank - 26. Juli 2014

      Ebenfalls lesenswert:
      Scholl-Latour: “Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung”
      “Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.”
      “…der fragilen Europäischen Union bis rund dreihundert Kilometer an jenes Schlachtfeld heranrücken, das unter dem Namen Stalingrad berühmt wurde. Haben die Deutschen jedes Gespür für die Tragik der eigenen Geschichte verloren?”
      http://www.heise.de/tp/artikel/41/41168/1.html

      Politiker ohne Gespür
      “Der Ostritt der Europäischen Union nähert sich Stalingrad”
      http://www.schweizer-illustrierte.ch/gesellschaft/notabene/peter-scholl-latour-nahost-experte-ueber-politik-ukraine-ostritt-eu

      Und nicht nur die ersten 10 Minuten sind hier interessant, aber sagen vor 8 Jahren was sich heute die Systempresse auch unter Folter nicht sagen trauen würde:
      Russland im Zangengriff – Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam
      2:40 bis 3:20 “Agenten der CIA als NGOs getarnt”.
      http://www.youtube.com/watch?v=2DstVufWpRg

      Hut ab, vor den Erfahrungen und Wissen dieses Mannes.

      • SLE - 26. Juli 2014

        Hallo dank,

        wenn es in der Medienlandschaft nicht eine so starke Unternehmens- und Machtkonzentration gäbe, wäre das, was wir in den MSM gegenwärtig erleben, gar nicht möglich.

        Gruß
        SLE

        • dank - 27. Juli 2014

          Hallo SLE,
          wenn ich mich richtig erinnere wurde deswegen AT&T vor einer halben Ewigkeit in den USA zerschlagen, weil die damalige Regierung deren macht zu groß und mächtig einschätzte. Das schreib ich jetzt ungeprüft und nur aus Erinnerungen heraus…
          Die hatten damals Angst – danach wurden die Globals schlauer – vielleicht auch daraus.
          Grüße&
          dank

  • Frank Bell - 26. Juli 2014

    @ frank_meck

    Ja, hast du das nicht mitbekommen?

    Ukraine beschließt Teilmobilmachung der Bevölkerung

    In der Ukraine sollen massenhaft Männer im wehrdienstfähigen Alter sowie Reservisten zum Militär eingezogen werden. Das Parlament bestätigte einen entsprechenden Erlass.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/ukraine-beschliesst-teilmobilmachung-der-bevoelkerung

    Kein Wunder, dass so mancher abhaut.

    • dank - 27. Juli 2014

      Die Verluste müssen dementsprechend hoch sein, wenn das nötig wird – es hat in den freien Medien Berichte gegeben, wonach größere Kessel gegen die Kiewer Truppen geschlossen wurden und die Verluste 1:5 gegen Kiew standen. Mir Links kann ich leider nicht dienen, aber vielleicht kann jemand mit guten russich/slawisch-Kenntnissen das verifizieren.

      • Holly01 - 27. Juli 2014

        Das ist alles der blanke Wahnsinn. Und wieder einmal der Beweis:
        Die Etappenhengste erzählen nur Schei** und die Frontschweine gehen drauf.

      • sunwalker - 27. Juli 2014

        Ich weiss nicht wie glaubhaft der Blog ist, aber er könnte direkt von einem Kommandierenden vor Ort sein, mit teilweise recht ausführlichen Zahlen und Kartenmaterial:

        http://donbassfront.livejournal.com/2014/07/27/

  • Holly01 - 26. Juli 2014

    Ein wenig OT:
    Russland wäre für China ein optimaler Partner. Der Fläche stehen ganze 143 Mio. Menschen gegenüber.
    Weite Teile Russlands sind fast vollständig unberührt.
    Die geringe Verschuldung und die riesigen Rohstoffvorkommen würden China einen Schub erlauben, der beiden Staaten den Aufschluß zur EU und den USA ermöglichen würde.

    Die EU wird sich im Windschatten der USA sehr schnell an Moldavien und Weissrussland heranmachen.
    Georgien, Aserbaitschan, Armenien und die Türkei gehören zu den weiteren Zielen.
    Assozierungsabkommen gibt es bereits.
    Damit umschliesst der westliche Einfluß das schwarze Meer und reicht direkt bis zum kaspischen Meer.
    Das ist die Nordgrenze zum Iran.
    Asien bezieht aus dem mittleren und fernen Osten bis zu 80% seines Ölbedarfs.

    Die einzige Macht auf die sich das Alles stützt ist das völlig überschuldete und industriell völlig abgemeldete US-Imperium.
    Das letzte Top Segment der USA (die IT) wird gerade durch die Massenüberwachung und die Hintertüren der NSA vor die Wand gefahren.

    Die deutschen Politiker mögen glänzende Augen haben, weil die große Gewinne erhoffen.
    Bekommen werden die genau das was der britische Pudel bekommen hat:
    friendly fire, Kosten und gesellschaftlichen Verfall.
    Dieses dumme Pack ist ja nicht einmal dazu in der Lage einen Fallschirm aufzuspannen und als backup eine EU hinzustellen, die selbstständig einen Krieg gewinnen könnte.
    Die denken das wäre wie bei Hitler der von 33-39 die Wehrmacht aus dem Boden gestampft hätte.
    Ist es aber nicht. Das Geld kam immer aus den USA und GB, die Technik und das know how kam aus den USA und es war die Zündung der 2. Industriellen Revolution durch Produktivitätssprünge.
    Den Höhepunkt seiner Macht hatte Hilter bereits ´37 mit dem Anschluß des Sudetenlandes.
    Das war aber dann auch der Bündnissgrund für alle Nachbarn.
    Deutschland in der Mitte hat — nie — einen Krieg gegen seine Nachbarn gewonnen.
    Deutschland in der Mitte, war zu keinem Zeitpunkt ein Machtzentrum.
    Der Aufstieg Preußens hatte das Scheitern mit dem Machtzugewinn bereits implizit mit vorangetrieben. Wobei auch der Aufstieg Preußens von GB finanziert wurde, bzw. von der CoL.

    Was die deutsche Elite gerade tut, ist nichts anderes an die abgenutzen Stiefel von Verlierern wie Wielhelm II. oder Hitler anziehen.
    Der “Aufstieg” Deutschlands enthält implizit den Niedergang Frankreichs und Polens.
    Wieder wird das Zentrum Europas (Deutschland) mit seinem Aufstieg isoliert und am Ende kläglich scheitern.
    Die Geldgeber sind dieses mal die Herren der WS.

    • dank - 27. Juli 2014

      Zu China und Russland:
      Sollte es trotz der Angst Russlands – die real existiert – gegenüber China – zum Tausch von Rohstoffen gegen “Menschenmassen” (bitte nicht falsch verstehen) kommen hat keine Macht der Welt eine Chance dagegen was zu machen. Meine Meinung. In bestimmten kleinen Regionen (natürliche Flußgrenzen) wird das bereits zugelassen. Davor hat “unser Westen” Angst. Manche behaupten – Technik blabla – die können nicht – das ist Quatsch – keine Chance – Erfinder, Denker, Dichter – Quatsch. Wenn sich die BRICS ein wenig besser verstehen und das Potential erkennen, samt der ihnen eigenen in Jahrtausenden gewachsen Kulturen, Erkenntnisse und Erfahrungen ist USA/EU nur ein Abklatsch von Weiterentwicklung.
      Davon bekommen die Entscheider kleine Ei**.
      btw: Es gibt genügend Abstriche, was Menschenrechte, freie Entwicklung des Einzelnen und Entfaltung betreffen, aber die Masse überläuft die Minority. (Völkerwanderungen lassen sich nicht einfach stoppen. Siehe Afrika “vs.” “1.Welt”… (erst der Anfang)
      Gruß&
      dank

      • Holly01 - 27. Juli 2014

        Ja.
        Aber mit dem Vorbehalt, daß wir vor einem Resourccenkollaps stehen.
        Niemand wird mehr aufsteigen.
        Die Frage lautet wer steht am längsten, bei diesem Ressouccenbesäufniss.
        Der Club ob Rome hat genau nachgesehen:
        Es gibt nur eine Welt.
        Wenn man etwas verbraucht und nicht recycelt, dann ist es weg.

        Wir verbrauchen massiv merh Süsswasser als wir haben.
        Die aller meisten Ackerböden sind biologisch tot und es werden immer schneller immer mehr abgetötet.
        Es gibt einen extremen Artenverlust.
        Es gibt ein weltweites Bienensterben.
        Es gibt sich ausbreitende Todeszonen in den Weltmeeren.
        Die Fischvorkommen sind völlig überfischt.

        Die Weltbevölkerung wächst.

        Niemand wird aufsteigen. Der Kampf geht um die Frage wer wann ins Bodenlose fällt.
        Die USA wollen nicht mehr als der Inhaber der Ressouccen sein und die Reihenfolge bestimmen.

        • Holly01 - 27. Juli 2014

          Mütterchen Russland könnte Europa noch über Jahrzehnte ernähren …

    • Basisdemokrat - 27. Juli 2014

      Leider nur eine Woche ohne ABO verfügbar:
      “Deutschland entwickelt sich zu einer Großmacht in Eurasien”
      Carnegie Moscow
      Um eine Einschätzung der historischen Bedeutung des aktuellen Konflikts um die Ukraine hat sich jüngst in mehreren Beiträgen der russische Außenpolitik-Experte Dmitri Trenin bemüht. Trenin hat seine wissenschaftlich-politische Karriere in den 1970er Jahren in Moskau begonnen und sie in den 1990er Jahren dort fortgesetzt; er ist mit der speziellen Lage Russlands nach dem Kollaps der Sowjetunion eng vertraut. Dennoch kann ihm keine antiwestliche Haltung nachgesagt werden: Seit Ende 2008 leitet er das Moskauer Carnegie Center, das er 1993 mitgegründet hat. Das Zentrum ist ein russischer Ableger des US-amerikanischen Carnegie Endowment, eines bekannten Think-Tanks für Fragen der internationalen Politik mit Sitz in Washington. Trenin ist auch für weitere westliche Think-Tanks tätig, unter anderem für das International Institute for Strategic Studies in London.
      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58921

  • JL - 26. Juli 2014

    Immer wieder hört und liest man, daß die Ereignisse um MH17 nicht nur auf die Russen geschoben werden soll, sondern damit auch ein Kriegsgrund diesen gegenüber gegeben wird.

    Diese unwahren Behauptungen gegenüber den Russen sind an sich schon eine Schande für Medien und Politik an sich, welche auf Grund von unbewießenen! Vorverurteilungen mal eben Sanktionen verhängt.
    Dabei ist aber bemerkenswert, daß diese Sanktionen überwiegend gegen Personen und bisher nicht gegen irgendwelche Wirtschaftszweige der Russen gerichtet wurden. Offensichtlich kann man sich dies aus europäischer Sicht nicht leisten- schließlich provoziert dies Gegenreaktionen.

    Und warum dann diese tragische Komödie mit MH17?

    Europa soll aus amerikanischer Sicht weiter bei der „Stange“ bleiben und nicht in Richtung Russland oder China blicken, denn eines ist klar, die „Neuaufteilung“ der Welt ist in vollen Gange- und Amerika steht mit dem Rücken zur Wand.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • frank_meck - 26. Juli 2014

    http://www.youtube.com/watch?v=OCjIp6U4YEU

    Stell Dir vor es ist Krieg und niemand geht hin. Was nun Herr Poroschenko – Militärdiktatur ?

  • frank_meck - 27. Juli 2014

    Hier ist genauer zu sehen, wie genau die Rebellen treffen:

    http://www.youtube.com/watch?v=FvkZGR4VGZk&list=UUAtY8wqfN-_P4o9FXwR8wQQ

  • Holly01 - 27. Juli 2014

    Wie ist denn so ein Massaker möglich?
    Die haben doch absolute Lufthoheit und Aufklärung via Satellit.
    Wie können die denn auf offenem Feld so zusammen geschossen werden?

    • dank - 27. Juli 2014

      Desorientierung – keine konkreten Vorgaben wohin genau – keine Wahrungen
      für einzelne “kleine” Einheiten – ein böser Fehler.
      Reguläre Truppen brauchen so etwas – irreguläre Gruppen nicht.
      Der Unterschied von Militär zu Partisanen ist in dem Punkt immens.
      Die warten eben dann einfach,während “freie” Truppen “machen was sie wollen”.
      Schlechte Führung – gibts auch schön Nachzulesen in “Hans von Dach – Der totale Widerstand (1957)”
      http://de.wikipedia.org/wiki/Der_totale_Widerstand

      • DL - 27. Juli 2014

        wer in diesem Link stöbert, kann sich vorsichtig in deutscher Sprache einen kleinen Ausschnitt über die Sicht der Miliz zur Donbass-Region verschaffen – zum Teil mit Karten und Nachrichten drum herum.

        Ich kann nicht beurteilen, ob alles stimmt: Aber immerhin sind die sachlich formulierten Angaben deckungsgleich mit dem was querschuss uns hier aus den russischen Quellen erläutert und zu allen möglichen Aussagen sind die Links als Quellenangaben hinterlegt.

        Beispiel (link: http://donbassfront.livejournal.com/feed):

        “donbassfront 26 Juli 2014, 21:13

        Panik und Chaos im südlichen Kessel
        Heute, am 26 Juli vor der Nikolaever Bezirksstaatsverwaltung fand erneut eine Versammlung der Soldatenmütter der 79. Luftsturmbrigade statt, die zur Zeit im “Südlichen Kessel” eingeschlossen ist.

        An der Versammlung nahmen etwa 50 Frauen teil. Vor ihnen traten der Gouverneur Nikilaj Romantschuk und der stellvertretende Kommandeur der 79. Brigade Oberstleutnant Ivan Savka.

        DIe Frauen beschwerten sich, dass trotz Allem, die Situation immer noch kritisch bleibt und keine Hilfe geleistet wurde.

        Eine der Frauen stellte Ihren Mann über Lautsprecher vom Mobiltelefon laut, der folgendes von sich gab:

        “Hier ist ein totales Chaos, ein Soldat ist desertiert, ein anderer ist verrückt geworden – schiesst in alle Richtungen. Die Hälfte ist schwer durch Explosionsdruckwellen traumatisiert. Man muss endlich eine Entscheidung treffen. Kontaktieren Sie alle. Verteidigungsminister… Es geht um Stunden”

        Das beste was Romantschuk anbieten konnte war, dass die Frauen nach Kiev fahren sollen (wohl damit sie Ihn mit Ihren Versammlungen nicht weiter belästigen). Doch die Frauen sahen darin keinen Sinn. Danach telefonierte eine der Frauen mit einer anderen Elterngruppe in Kiev. Die hatten tatsächlich mit dem Verteidigungsminister gesprochen, und der versprach ihnen jeden Tag zu berichten, was für die eingekesselten Nikolaever Fallschirmjäger getan wird.

        Offensichtlich sollte dieses Versprechen, Berichte zu erstatten, die momentane Situation entspannen und alle beruhigen. Doch das ist nicht eingetreten. Zum Schluss, als man von Romantschuk forderte sofort Kontakt mit dem Verteidigungsministerium aufzunehmen und der antwortete “er könne das nicht tun”, wurde die Entscheidung getroffen erneut die Warwarover Brücke zu blockieren.

        Es sieht so aus, als würde den Frauen, Müttern und Schwestern der Teilnehmer der sogenannten ATO (Antiterroroperation) langsam klar werden, dass ihre Verwandten in Kiev allen egal und letztendlich nur Kanonenfutter sind.

        Originalartikel:
        http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/3220-u-karateley-v-yuzhnom-kotle-polnyy-haos-i-panika.html

        Auch interessant – die Stimme eines freiwilligen russischen Miliz-Unterstützers bei
        “donbassfront 24 Juli 2014, 16:22″ auf http://donbassfront.livejournal.com/feed

        Es ist wie Querschuss sagt: Was da im Osten wirklich passiert wird in den MSM ignoriert.

        Schönen Sonntag noch!

        DL

  • dank - 27. Juli 2014

    Tja, es ist doch nichts praktischer als eine Bruderkrieg! :-(
    Beschämend – das reicht nicht – unmenschlich trifft es – absolut unmenschliches – erbärmliches Verhalten.

    Zu Rebecca Harms – die hat keinen Plan – gewählt – die dümmsten werden befördert. Weg befördert. Vor vielen Jahren eine Legende, jetzt wahr: Was nichts taugt, taucht auf. Vokalisch proved. (g+t = ch+t) Und Sch* schwimmt oben. :-)

    SBU / CIA steht gleich links von ihr – sorry, die NGOrg heißt das ja nun auch Neu(sprech)deutsch.
    Das kommt übrigends auch dem amerikanischen…

    Wie war das nochmal mit Blackwater?
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-400-us-soeldner-von-academi-kaempfen-gegen-separatisten-a-968745.html
    Passend: Mind that! (Das war vor dem medialen geforderten KRIEG!)

    Aber das pöse Russland schick Söldner, gelle….

    Watch the dogs!

  • dank - 27. Juli 2014

    Grad eben weil es gut dazu passt und sonst OT wäre:

    http://www.n-tv.de/politik/US-Botschaftspersonal-fluechtet-aus-Libyen-article13314996.html

    Hoppla – die ist wohl wieder Demokratisierung in die Hosen gegangen oder war das ein Problem das Gaddafi den Gold-Dinar einführen wollte, der keine Bindung zur besten, schönsten und härtesten Währung der Welt aka US-Dollar haben sollte…

    (die besten der besten der besten, Sir! (entliehen aus Men in Black)) treffend für die Vereinigten Staaten von Teilnordamerika – und nein, das ist nicht mehr)

    Lieber Duden,
    bitte streichen Demokratisierung – setzte Destabilisierung.
    Mag sein, dass nun das Duden-Team noch zickt, aber in ca. 20 Jahren erfolgt da eine Berichtigung. Dann ist diese saubere Weltpolizei sauber raus aus der Def.

    btw: Städte bombardieren ist völkerrechtswidrig. Also schon länger – auch vor … Zivilbevölkerung darf nie unter den baldigen neuen “Besitzern” ähm, sorry Besatzern ähm Bevorteiligten leiden –> UN Charta und so

    Fast egal wo die Buchstaben US auftauchen, gibts Ärger – und nein, ich empfand das alles sehr lange anders – aber zu viel Lesen schadet der Vorstellung von “gut”, wen die grauen Zellen noch arbeiten.

    Destabilisierung ist die Intension – cause: Money makes the world go round – oder – Mones talks, bullshit walks. Nachschuldner gesucht – DRINGEND!!! Wanna u UA?

    Menschen v Bevölkerung != gesamte Regierung (sehr wichtig!) Kein Kamm – ein Rechenschieber.

  • Frank Bell - 27. Juli 2014

    Sagt mal, falls Russland tatsächlich vom Westen angegriffen wird, wäre es doch möglich, dass China versucht, sich grössere Teile Sibiriens einzuverleiben.

    Dort gibt es eine asiatische Bevölkerung, dort gibt es Rohstoffe, und schon Stalin hatte in gewisser Weise Angst davor.

    China würde sich so auch bei den USA einschleimen.

    Warum nicht?

  • Holly01 - 27. Juli 2014

    Es gibt in diesem riesen Reich nur etwa 143 Mio Russen. In China herrscht Gedränge und in Russland Leere.
    Ein Staatenbund der Beiden drängt sich geradezu auf.
    Der Äussere Druck steigt, die Lösung ist offensichtlich und zu Zweit brauchen die keine 100 Jahre wie die EU.
    Das Problem werden die Kader sein und die Machtteilung. Aber wenn eine echte Gefahr besteht Alles zu verlieren, dann wäre das überwindbar.

  • Larissa Agnia - 27. Juli 2014

    Wer stoppt die Kriegstreiber in Washington und Brüssel auf ihrem Weg zum Atomkrieg?

    Medienhinweise (in engl. Sprache):
    “Westliche Sorglosigkeit gefährdet die gesamte Welt”, Beitrag von Dr. Paul Craig Roberts vom 26. Juli 2014: http://www.paulcraigroberts.org/2014/07/26/world-doomed-western-insouciance-paul-craig-roberts/

    “Von Sarajevo bis Donetsk: Ominöse Parallelen zwischen Juli 1914 und der anglo-amerikanischen Kriegshysterie von heute, ein Jahrhundert später – Schädel-und-Knochenmann Kerry muss gehen”
    Hörfunkbeitrag von Webster G. Tarpley vom 26. Juli 2014:
    http://tarpley.net/from-sarajevo-to-donetsk-ominous-parallels-between-july-1914-and-anglo-american-war-hysteria-of-today/

  • Holly01 - 27. Juli 2014

    “diese Propaganda assoziiert üble Vergleiche zur dunklen Vergangenheit Deutschlands”

    DAS finde ich das Schlimmste. DAS werfe ich diesem Politkerpack am meisten vor.

    Politik bekommt von mir schon länger nur Spott, Hohn und Verachtung. Aber so ganz langsam komme an den Punkt, wo ich denke:
    Parteiaustritte, Gewerkschaftsaustritte und ziviler Ungehorsam der gröberen Art.
    Diese Überzeugungstäter mit Klagen überziehen.
    - – - Geht nicht wählen – - -

  • Kaeufer - 27. Juli 2014

    Zwischendurch mal einen Dank an Steffen, der hier unermüdlich neue aufschlussreiche Informationen beschafft.

  • dank - 27. Juli 2014

    ORF Reporter vs. ARD/ZDF/Baron der Lügen und des Geschreis aka Außenminister (und den Rest des Westens):
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/27/reporter-widerlegt-kerry-und-steinmeier-keine-leichen-schaendung-durch-rebellen/
    Die Geschichte mit dem Affen wurde widerlegt.
    Die Geschichte mit dem (Ehe)Ring wurde widerlegt.
    Die Geschichte mit den Behinderungen wurde widerlegt (und das Journalisten nicht einfach immer und überall hin dürfen und sich nicht aufführen können, als wäre es ihr Vorgarten, gehört sich auch so. Die haben dann rumgenölt und so die Seps angeschwärzt)
    Die Geschichte mit dem würdelosen Umgang wurde widerlegt.
    Die Geschichte mit dem Beschuss via Russland wurde ebenfalls widerlegt.
    Tolle Systempresse, was bleibt denn jetzt noch übrig?

    Hier äußert sich ein Simulatoren-Entwickler zur Steuerung eines SA-11 Buk TELAR:
    http://simhq.com/forum/ubbthreads.php/topics/3985039

  • sunwalker - 27. Juli 2014

    …eine wwitere interessante Auswertung, die meine obigen Verlinkungen bezüglich eines Abschusses durch die SU 25 erhärtet:
    http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/

    • sunwalker - 27. Juli 2014

      …und dieser Bericht ergänzt das Ganze noch:

      MH17: Black Box-Daten zeigen “massive explosive Dekompression”

      http://lqservicesblogwatch.wordpress.com/2014/07/27/mh17-black-box-daten-zeigen-massive-explosive-dekompression/

      • Holly01 - 27. Juli 2014

        Hallo sunwalker,
        danke für den link.
        Es bringt uns nur leider nicht weiter, denn das haben wir schon vor 5 Tagen aufgrund der damaligen Materialien voausgesetzt.
        Im voicerecorder ist aber der gesamte Dialog im Cockpit drin.
        DER ist relevant.
        Hat der Flieger gedreht (Seitenruder bewegt?).
        Gab es eine Anweisung Tempo zu drosseln und die Flughöhe zu verringern?
        Der ganze Inhalt ist quasi das doppelte backup zum tower Funkverkehr der ja (wieder einmal) von der Kiewer “Regierung” unterschlagen wird.
        Da ist das Problem und da bleibt es wohl auch noch.

  • Holly01 - 27. Juli 2014

    Weiss jemand ob der vermisste Fluglotse inzwischen wieder aufgetaucht ist oder hat die “demokratische Regierung in Kiew” den auch schon “entgelagert”?

  • dank - 27. Juli 2014

    Sanktionen sorgen für Exportplus der USA?!
    http://lqservicesblogwatch.wordpress.com/2014/07/05/sanktionen-us-verkaufe-an-russland-auf-rekordhoch/

    –> Kann es sein, dass alte Politiker a. D. mehr Bezug zur Wahrheit habe – eine weitere Theorie: http://lqservicesblogwatch.wordpress.com/2014/05/23/flug-370-ehemaliger-premier-von-malaysia-beschuldigt-cia-boeing-und-medien-der-vertuschung/

    Und es geht weiter – knackige Marschmusik im Ohr hatten wohl die Schreiberlinge des Spiegel: http://propagandaschau.wordpress.com/2014/07/27/spiegel-kriegshetze-im-stil-des-sturmer/

  • frank_meck - 27. Juli 2014

    Das wird ein Ziel von Kiew und dem Westen sein – UN-Blauhelme sollen dann die Absturzstelle sichern. Da sich das Gebiet zwischen Lugansk und Donetsk befindet, sind dann die beiden “Hauptstädte” der neuen Volksrepubliken voneinander abgeschnitten. Russland kann sich nicht dagegenstellen, da man dann behaupten wird, dass sie die Aufklärung des Abschusses behindern wollen. Wie auf dem Maidan, jedes Zugeständnis wird für einen “Angriff” genutzt. Mal sehen, wann den Russen der Geduldsfaden reisst.

  • dank - 27. Juli 2014

    Das war ja klar:
    http://www.goldreporter.de/bericht-goldreserven-der-ukraine-wurden-in-die-usa-transportiert/gold/40044/ Damit es ja kein Zurück mehr gibt.
    So machen dat die Profis – gleich mal alles abgreifen. Genauso wie bei jedem Feldzug in den vorangegangenen Kriegen wird gleich mal die Knete eingezogen und “nach Hause” geschickt bzw. vielleicht sogar in den Irak verschoben: http://www.elblogsalmon.com/entorno/la-curiosa-venta-del-oro-ucraniano-al-gobierno-de-irak Auf den Vorgang hatte der angebliche spainbuca (Fluglotse) bereits am Tag der Durchführung hingewiesen. Blackwater & Co bekam er auch am Flughafen mit i hat drüber getwittert. Damit will ich den Herren weder erschaffen noch glaubwürdig machen. Er bleibt ein Geist.

  • Chotschen - 27. Juli 2014

    Ich habe auch schon bei den vielen Behauptungen der ukrainischen Armee, dass Russland Unterstützung liefert das Gefühl gehabt, dass die Ukraine damit zu einem erheblichen Maße davon ablenken möchte, wieviele Bestände die Separatisten von den Ukrainern erbeutet haben. Das kann in einigen Fällen auch Mannschaften und Know-How für die Bedienung mit einschließen. Auch wenn das natürlich nicht automatisch bedeutet, dass Russland nicht auch wirklich Material geliefert oder eine Lieferung über private Unterstütztermittel toleriert hat.

  • dank - 28. Juli 2014

    Also auf der einen veröffentlichten Satellitenaufnahme auf n-tv gehts ja nicht mehr eindeutiger:
    Ist deren Übersetztersklave in der Redaktion defekt?
    Auf dem SatBild ist zu sehen, das die Grads von der Ukraine in die Ukraine schießen. Die haben ja auch in gelb die Grenze eingezeichnet. Das dabei Projektile “over” als “durch” russischen Luftraum gehen, ist bei dem Grenzverlauf durchaus möglich und ohne IronDome nicht zu verhindern…
    Oder haben die Profis da einfach die falsche Aufnahme in den Artikel kopiert? Ei ei ei.

  • dank - 28. Juli 2014

    Die UN Karte “Menschenrechte” wird gespielt.
    http://www.n-tv.de/politik/Die-Uno-nennt-es-Schreckensherrschaft-article13320576.html
    Urquelle: http://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/media.aspx?IsMediaPage=true

    Jeder Partisanen/Separatistentruppe ist auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen,
    sei es wenn es um Nahrung und Unterschlupf geht, als auch um sich hier neu zu rekrutieren.
    Wer etwas anderes behauptet hat sich nicht mit dem Thema “Partisanen” beschäftigt. Eine irreguläre Armee
    kann nur mit dem Rückhalt der eigenen Bevölkerung erfolgreich agieren.
    Jeder kleine Fehltritt der Truppe gegen die Einwohner muss von der Obrigkeit hart und
    außenwirksam bestraft werden. Alles andere führt zu Verrat und Aushungern.
    Die Bilder der letzten beiden Wochen haben einige der Separatisten gezeigt; Elitesoldaten
    sehen anders aus; mögen schon welche dabei sein, aber der große Teil kommt aus den Ortschaften
    im Osten. Die sind dafür auf Aufnahmen in den Ortschaften, beim Kirchgang oder Blockaden nicht
    zu sehen, denn sie sind bereits in den Widerstand gegen Kiew eingebunden.
    Mit dem Hintergrund der Geschichte der Ukraine (Ost/West-Konflikt) im II. WK ist der Unterschied
    schnell begründet, warum es hier (“viele”) Freiwillige gibt.

    UN auf Fälschung hereingefallen.
    Und so schnell wird aus Fake Ernst und danach wieder Fake:
    http://www.focus.de/politik/ausland/irak-islamisten-befehlen-genitalverstuemmelung-von-frauen_id_4013903.html
    (Obwohl das den IS[is] Fanatikern alles zuzutrauen wäre, wurde es widerrufen – vielleicht kam das Dokument auch einfach zu früh raus,
    oder ein Schläfer hat verschlafen, dass es noch nicht sein soll)
    Manipulierte Presse – i wo!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Associated_Press#Druck_auf_AP_und_Medienmanipulation_durch_das_Pentagon ff

    • Thorsten Eckau - 28. Juli 2014

      Ich habe alle Abos bei diesen Blättern gekündigt und empfehle es jedem hier, der noch ein solches hat. Unterstützt dafür Steffen, das ist DEUTLICH besser!

  • Thoha - 28. Juli 2014

    In einem Krieg kämpfen in der Regel nicht Gute gegen Böse, sondern meistens nur Böse gegen andere Böse. Da sich der misstrauische Blick auch innerhalb dieses Blogs sehr auf die USA, die ukrainische oder die deutsche Regierung und deren Hintergründe konzentriert, hier ein Hinweis auf einen Artikel von Jens Berger ( http://www.spiegelfechter.com/wordpress/about ) auf nachdenkseiten.de (http://www.nachdenkseiten.de/?p=22496 , Kommentare und Diskussionen zum Artikel gibt‘s hier: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/129711/separatisten-in-der-ostukraine-die-geister-die-wir-riefen#comment-297998 ), der hoffentlich zu einer differenzierteren und ausgewogeneren Auseinandersetzung beitragen und die ständige Kaffeesatzleserei darüber, inwiefern die russische Seite bzw. Putin überhaupt direkten Einfluss auf die kämpfenden Separatisten hat, beenden kann. Der Artikel gibt eine gute Übersicht über die aus Russland importierte rechtsextreme Szene innerhalb der Separatisten und ihre ideologischen Hintermänner (tatsächlich sind es irgendwie immer ausschließlich Männer…) und zeigt, wer sich – neben den einheimischen Aufständischen – an die militärische Spitze der separatistischen Bewegung z.B. im Absturzgebiet der MH17 im Donbass gestellt hat (die Bewegung scheint sich gegen diese „Kaperung“ nicht besonders gewehrt zu haben). Dort heißen Sie Igor Girkin (Kampfname „der Schütze“) und Alexander Borodai („Premierminister“ der selbst ausgerufenen „Volksrepublik Donezk“), beide aus Moskau. Diese angeblichen Widerständler gegen „die Faschisten in Kiev“ kommen ideologisch aus derselben rechten Ecke! Es tragen neurechte russische Nationalisten ihren Kampf gegen neurechte ukrainische Nationalisten auf dem Rücken der Zivilbevölkerung aus.
    Um den Charakter dieser Gruppen zu verstehen, müssen wir nur in unsere eigene Geschichte schauen, und es ist erschreckend, wie sich auch hier die Geschichte zu wiederholen scheint:
    Historisch wären sie für mich am ehesten mit Hitler und Ludendorf in der Anfangsphase der nationalsozialistischen Bewegung Mitte der 20er Jahre vergleichbar. Akzeptiert man diesen Vergleich, repräsentiert Ludendorf dabei den nationalkonservativen Militaristen, der durch den Zusammenbruch des Kaiserreichs und das Ende des 1. Weltkrieges seine einstige einflussreiche Stellung verloren hatte, genauso, wie heute die Hardliner nach dem Ende des kalten Krieges und dem Systemzusammenbruch in der ehemaligen Sowjetunion. So war Borodai übrigens auch wie Ludendorf und Hitler an einem Putschversuch beteiligt: Er 1993 in Moskau, Hitler und Ludendorf 1923 in München. Gemeinsam ist den alten und den neuen Nazis auch ein – z.B. als Autor in der nationalistischen russischen Wochenzeitung „Zavtra“ (übersetzt der „Morgen“) propagierter – Faschismus á la Mussolini (hier um die russische Gesellschaft in alter Größe „wieder zu einen“) und Antisemitismus, verbunden mit einer sich durch krude Verschwörungstheorien äußernden paranoiden Persönlichkeitsstörung (hier ist „VT“ von mir wirklich nicht als Totschlagargument gemeint).
    Putin als Vertreter der „nationalliberalen Modernisierer“ und die neuen Rechten Russlands sind eher politische Gegner, eine direkte Einflussnahme auf ihr Verhalten dürfte er also nicht haben. Er könnte aber ohne weiteres durch verschärfte Grenzkontrollen dafür sorgen, dass sie von Seite ihrer russischen Unterstützer aus von ihrer Munitionszufuhr abgeschnitten werden und so die Kampfhandlungen letztlich beenden (beim Sprit sähe ich das als schwieriger an, da die Zivilbevölkerung ja auch welchen benötigt, z.B. um flüchten zu können). Unter diesem Aspekt wäre die Haltung des deutschen Aussenministers zu Putin also durchaus nachvollziehbar, inakzeptabel bleibt allerdings die feige Einseitigkeit und der fehlende Boykott gegenüber den anderen Kriegstreibern in Kiew und den USA (die Regierungsauflösung in Kiev kam allerdings auch durch den Austritt von „Klitsch“ zustande, vielleicht auf strategischen Zuruf der Adenauer-Stiftung, um den Einfluss der Amerikaner etwas zurückzudrängen, aber das ist natürlich nur eine unbelegte Theorie).

    Der Thread von Jens Berger beschäftigt sich nun u.a. mit der Frage, wie Putin politische „Brücken“ gebaut werden können, durch die er sich ohne Gesichtsverlust von den russischen Kämpfern abgrenzen kann, ohne als „Verräter“ im eigenen Land seine Popularität an die Rechtsradikalen zu verlieren mit der langfristig möglicherweise verheerenden Folge eines „neuen Hitlers“ aus Russland.

    • dank - 28. Juli 2014

      Das ist richtig – geht mir ganz sicherlich nicht um das Weißwaschen der Seps. Mehr soll es ein kleines Gegenhalten gegen die Einseitigkeit der MSM sein. Und der Versuch aufzuzeigen, dass “der Westen” schon öfter mit nichtigen Gründen interveniert hat und danach nur eines dabei raus kam – Leid für alle und besonders: Fallen States. Gut zu beobachten derzeit in Libyen und dem Irak. Da waren auch vorher keine Heiligen an der Macht – sondern Despoten (für das eigene Volk) – für “den Westen” waren es zeitweise willige Abnehmer oder Lieferanten. Jedoch zeigt sich, dass hier nichts besser wurde, sondern mittlerweile wirkliche Gesetzlosigkeit und Willkür samt Änderungen der Vorgaben innerhalb von wenigen Tagen Einzug gehalten hat. Und rein rhetorisch: Wem nutzt es und wer hatte was von den vorangegangenen Aktionen?
      Und wenn es nun in dieser aktuellen medialen Schreierei zur Zuspitzung kommt – dann ist das nicht nur geographisch nahe an Europa, währenddessen sich das andere in weißen Häusern vom Fernsehsessel aus ansehen. Und darum geht es auch.

      • dank - 28. Juli 2014

        Die Ausnahme – kein Copy und Paste von der AP, sondern eigene Gedanke und auch mal ein wenig kritischer geschrieben:
        http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-in-der-ukraine-krise-scharmuetzel-der-grossmaechte-1.2066507

        Auf in den heutigen TT der ARD wurde versucht ausgeglichener zu berichten.

        Zwei Lichtstreifen im Meer der Hetzte.

        • dank - 29. Juli 2014

          “Auf in den heutigen TT der ARD wurde versucht ausgeglichener zu berichten.”
          ziehe ich hiermit zurück – denn der Bericht eben um 0:07 schlägt wieder in Hetze um.

          :-(

    • Thoha - 28. Juli 2014

      Hallo Steffen,

      der Post spricht ja gerade einen weiteren, kaum wahrgenommenen gefährlichen Aspekt der Eskalation gegen Russland an, nämlich welche Folgen es für dessen innenpolitische Entwicklung haben kann. Selbst, wenn die Hardliner unter den US-Neocons in letzter Konsequenz keinen nuklearen Schlagabtausch riskieren wollen, könnte sich das Schicksal am Ende so trotzdem über diesen Umweg erfüllen, wenn man’s weiterspinnt…

      Hier noch ein Appell an Dich und alle anderen Foristen in diesem Blog, Euch nicht nur mit der Online-Recherche zu begnügen, sondern auch direkt an die Verantwortlichen heranzutreten:
      So ist immer noch der Online-Bericht “Chaos an der MH17-Absturzstelle” auf tagesschau.de zu sehen, in dem seit dem 21.07. in einer mit zahlreichen Unterstellungen gegen die Separatisten untertitelten Bilderstrecke (Fotos von Fremdanbietern) auch ein Bild von Alexander Hug, dem stellvertretenden Leiter der OSZE-Sondermission, neben einem maskierten Separatisten gezeigt wurde. Bildunterschrift: “Bewaffnete prorussische Separatisten behindern laut der Organisation immer wieder die Wrack-Untersuchung.” (http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/mh17-bergung-120.html) Zum selben Zeitpunkt war der selbe Alexander Hug in einem Interview der gleichnamigen “Tagesschau” des Schweizer Fernsehens mit der genau gegenteiligen Aussage zu hören und zu sehen (http://www.srf.ch/news/international/mh17-uno-sicherheitsrat-fuer-unabhaengige-untersuchung
      , das Video “OSZE: Lagerung der Leichen offenbar konform”). Das habe ich dem Sender in einer kritischen Mail mitgeteilt und um Stellungnahme gebeten. Nach längeren Hin- und Her mit dem Zuschauerservice von ARD Aktuell wurde diese auch tatsächlich direkt an den verantwortlichen Tagesschau-Redakteur weitergeleitet. Seine Antwort war in ihrem Ergebnis zwar nicht zufriedenstellend (da die ursprüngliche Aussage einfach nur in die Vergangenheitsform gesetzt wurde). Aber sie zeigt doch, dass zumindest noch die Bereitschaft für einen Dialog bei der ARD vorhanden ist. Hier seine Mail (den Namen des Redakteurs lasse ich aus Gründen der Fairness ungenannt):

      „Sehr geehrter Herr H.,
      Da ich die Bilderstrecke aktualisiert hatte, ist Ihre Mail nun auf meinem Tisch gelandet. Hoffentlich kann ich Ihnen weiterhelfen.
      Die Bildunterschrift lautet inzwischen:
      “Auch OSZE-Beobachter sind unter ständiger Beobachtung: Bewaffnete prorussische Separatisten behinderten laut der Organisation immer wieder die Wrack-Untersuchung. ”
      Meiner Kenntnis nach ist dies absolut zutreffend.
      Auf der Internetseite der OSZE heißt es “Despite the assurances of the separatists as well as international outcry, the monitors were initially given only very limited access to the crash site. They vowed to return until full access was granted and the security situation could be fully assessed. ”
      Nun überlegen die Niederlande und Australien, bewaffnete Feldpolizisten an die Absturzstelle zu entsenden, weil die Arbeiten noch immer behindert werden.
      Ich möchte nicht ausschließen, dass sich Herr Hug im schweizerischen Fernsehen so geäußert hat, wie sie ihn zitieren. Möglicherweise war unsere erste BU falsch. Das kann ich nicht ausschließen und täte uns Leid. Inzwischen sind aber alle Bilder meiner Meinung nach korrekt betitelt.
      Herzliche Grüße aus Hamburg
      xxx“

      Grüße
      Thomas

  • Thorsten Eckau - 28. Juli 2014

    @dank:

    In der Tat, der Artikel, der Vorwurf, das Bild, der Text und die Schlussfolgerung passen irgendwie so derart gar nicht zusammen dass man da an einen Fehler denkt. Aber es ist ja in der Tat eines der 4 Bilder der VSA, die Frage wäre vielmehr was die VSA mit diesem Bild genau beweisen wollen… Jedenfalls nicht dass Russland involviert ist. Nicht mit diesem Bild. Aber immerhin ist die Bildunterschrift korrekt: “… über die Grenze…”.

  • Thoha - 28. Juli 2014

    Im Eifer des Gefechts ist’s mir tatsächlich passiert: “Kiew” schreibt man natürlich mit “w”!
    Pardon.

  • tempa - 28. Juli 2014

    “Mehr noch waren die ukrainischen Angaben zum Abschuss widersprüchlich, denn zunächst machte das ukrainische Militär die Separatisten für den Abschuss der beiden Kampfjets verantwortlich, was impliziert, dass diese im Gefecht von Milizionären mit von der Schulter abzufeuernden Raketen (sogenannte Manpads) getroffen wurden.”

    Wieso impliziert der Abschuss den Einsatz von Manpads?
    Zum Vergleich:
    Die Georgier setzten manpads vom polnischen Typ Grom gegen russische Su-25 ein. Abwohl wiederholt diese Raketen abgefeuert wurden, erziehlten die gut ausgebildeten Georgier keinen einigen Abschuss. Diese Manpads haben eben(das liegt in ihrer Natur) nur einen sehr kleinenSprengkopf, um mobil zu sein. Zudem sind die Su 25 Erdkampfflugzeuge, speziell konstruiert, um schweren Beschuss vom Boden auszuhalten. Unter anderen haben sie eine massive Titanpanzerung um das Cockpit. Die schlecht ausgebildeten Rebellen erzielten innerhalb kurzer Zeit 7 Abschusse von su 25 mit groms und wahrscheinlich sehr ähnlichen russischen Modellen. Die Georgier erzielten ihre wenigen Abschusse(3 su25, 1 tu22) allesamt mit dem Buk System, dessen Gefechtskopf wesentlich wirkunsvoller ist.
    Na, hat wahrscheinlich nichts zu bedeuten, das die selben Groms gegen den selben Flugzeugtyp plötzlich von wirkungslos zu einer unglaublich schlagkräftigen Waffe mutieren:)

  • dank - 29. Juli 2014

    Mal ein anderer Gedanke – in wie weit arbeiten die Waffensysteme BuK, Grad, Manpads, Panzer etc. mit Freund-Feind Kennung? Kann ich mir zwar fast nicht vorstellen, das die Technik aus den teils 80ern damit schon lief, aber falls es so etwas gäbe – dann ließe sich eventuell damit bei gleicher Waffennutzung auf beiden Seiten das perfekte Gegenteil erreichen: Leichteres ins Ziel lenken. Aber: Absolute Vermutung von mir.

1 Trackback