Target2 Saldo bei 495,164 Mrd. Euro

von am 12. Dezember 2011 in Allgemein

Soeben veröffentlichte die Deutsche Bundesbank die Daten zum Target2 Saldo. Die Forderungen der Deutschen Bundesbank (Buba) aus Target2 stiegen im November 2011 um +29,649 Mrd. Euro zum Vormonat auf 495,164 Mrd. Euro. Zum Vorjahresmonat zog der Target2 Saldo um +195,720 Mrd. Euro an, dies entsprach einem prozentualen Anstieg von +65,4%! Die Forderungen aus Target2 bilden den positiven Saldo der Bundesbank aus dem so genannten Echtzeit-Bruttozahlungssystem gegenüber den nationalen Zentralbanken der Eurozone ab, formal besteht diese Forderung gegenüber der EZB. Auf der Aktiva-Seite der Bilanz der Buba nimmt Target2 eine immer dominierende Rolle ein, der Anteil der Target2 Forderungen an den Gesamtaktiva steigt, so wie auch die Bilanzsumme der Bundesbank durch Target2 immer weiter aufgeblasen wird.

Die Forderungen aus Target2 der Deutschen Bundesbank gegenüber den nationalen Notenbanken (innerhalb des ESZB/Sonstige Forderungen netto) auf Monatsbasis in Mrd. Euro seit Januar 1999 im Chart. Vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise von 1999 bis 2006 lagen die Forderungen der Deutschen Bundesbank im Durchschnitt monatlich bei nur 1,57 Mrd. Euro. Von kurzfristigen Verrechnungssalden kann seit spätestens Mitte 2007 keine Rede sein, sondern nur von einer dauerhaften Kreditfinanzierung mit exponentieller Funktion, welche im November 2011 in einem Rekordniveau von 495,164 Mrd. Euro mündete.

Die Forderungen der Deutschen Bundesbank (Forderungen innerhalb des Eurosystems insgesamt) gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB stiegen im November 2011 auf 507,480 Mrd. Euro.

Die Gesamtforderungen der Buba an das Ausland schwollen im November 2011 um +41,381 Mrd. Euro auf 746,357 Mrd. Euro an und der prozentuale Anteil der Target2 Forderungen steigt weiter leicht an:

Die Entwicklung des prozentualen Anteils der Target2 Forderungen an den gesamten Auslandsaktiva im Chart seit Januar 1999. Im November 2011 wuchs der prozentuale Anteil der Target2 Forderungen an den gesamten Forderungen der Buba ans Ausland auf ein neues Rekordhoch mit 66,34%! Im Gegenzug sinkt der Anteil der Gold- und Goldforderungen und der Währungsreserven in der Auslandsposition stetig.

Der positive Target2 Saldo der Buba stellt im Kern eine Kreditfinanzierung an die PIIGS-Staaten dar und das Volumen des positiven Saldos zeigt an, wieweit Zentralbankgeld der Buba die Finanzierung durch privates Kapital ersetzt. Die Forderungen aus Target2 der Bundesbank, fallen zwar formal bei der EZB an, sind aber zugleich eine Forderung der EZB gegenüber den nationalen Zentralbanken mit einem negativen Target2-Saldo. Der negative Target2 Saldo selber ist eine Verbindlichkeit der nationalen Notenbanken, welche ihrerseits den gezogenen Target2 Anteil, durch Kreditvergabe insbesondere an die heimischen Kreditinstitute als Forderungen (Aktiva) in ihrer Bilanz halten.

Target2 Salden sind immer Ausdruck der Zahlungsbilanz und beinhalten Leistungsbilanz und Kapitalbilanz.

Vereinfacht, ein negativer Target2 Saldo kann entstehen als Differenz der Leistungsbilanzdefizite abzüglich der geringeren privaten Nettokapitalzuflüsse oder eben aus der Summe der Leistungsbilanzdefizite zuzüglich der privaten Nettokapitalabflüsse (Kapitalflucht). Der positive Target2 Saldo ist das Pendant dazu, die Differenz der Leistungsbilanzüberschüsse abzüglich der geringeren privaten Nettokapitalabflüsse oder eben als Summe der Leistungsbilanzüberschüsse zuzüglich der privaten Nettokapitalzuflüsse. Bei einem Leistungsbilanzdefizit das dem privaten Kapitalzufluss entspricht oder einem Leistungsbilanzüberschuss dem ein adäquater privater Nettokapitalabfluss entgegensteht, gibt es keine Target2 Salden.

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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23 KommentareKommentieren

  • Stefan Vogel - 12. Dezember 2011

    Hallo Steffen,

    leider kann ich die Zahl nicht so ganz nachvollziehen. Eigentlich muesste sie groesser sein (wenn mans sich die Zahlen fuer November (Italien) anschaut).

    Kann es sein, dass da was versteckt wird?

    Danke für die Zahlen und die Aufbearbeitung

    Stefan

    P.S:
    Werde mal wieder was spenden!

    • Querschuss - 12. Dezember 2011

      Hallo Stefan Vogel,
      ich hätte auch mehr erwartet, man muss sehen wo die Target Salden auflaufen, bisher haben wir erst Italien, Belgien, Finnland und Deutschland. Mal sehen ob ein größerer positiver Target2 Saldo noch bei Luxembourg oder Niederlande aufläuft oder eben ein anderes Land sinkende negative Salden ausweisen wird.

      Gruß Steffen

  • dank - 12. Dezember 2011

    So schnell sich Target2 nach oben bewegt, könnte der Eindruck entstehen, dass das gar nichts zu bedeuten hat. Das passiert einfach und wird medial übersehen oder von politscher Seite sofort klein geredet und als völlig normal und nicht gefährlich abgetan.
    Mhm, ich hoff so schwer, dass, falls wir alle dafür zahlen müssen, diese Leute, die uns vorher darüber belogen haben, zur Rechenschaft (wie auch immer) gezogen werden.

    Theoretisch haben wir die Tage hier dann also endlich die 500 Mrd Grenze geknackt.
    Da mach ich heut abend mal gleich ne Flasche Champus dazu auf, woanders machen die das sicher auch, aber mit anderen/m Vorzeichen.

    Na ja, ist ja eh alles nur Spielgeld…

  • bauagent - 12. Dezember 2011

    Könnte es vielleicht sein, dass mit den 500 Mrd. nahezu die Grenze erreicht ist, die die BUBA glaubt noch darstellen zu können, ohne sich selbst massiv bei heimischen Banken refinanzieren zu müssen und ggfls. die Ruhe auch in den Medien vorbei ist?

    Falls überproportionale Summen in Luxemberg oder Holland auftauchen, wäre das evtl. eine Erklärung?

    Oder mache ich einen Denkfehler?

    • Michael S - 13. Dezember 2011

      Jaein,
      soweit ich das sehe Muss die Buba sich Nicht bei heimischen Banken refinanzieren,denn die deutschen Banken drängen ihr ja die Euros auf. Sie Muss aber dann das geparkte Geld via Target über EZB wieder ins Nirvana schicken… Die Buba ist bei dem ganzen ziemlich hilflos, sozusagen der Erfüllungsgehilfe des kaputten Systems.

  • krisenfrei - 12. Dezember 2011

    Der Target2 Saldo der Deutschen Bundesbank:
    Eine fast perfekte Darstellung einer Exponentialfunktion.
    Jedem verantwortungsvollen Volkswirt müssten die Tränen in den Augen stehen.
    Axel Weber hat es kommen sehen und sich rechtzeitig vom Acker gemacht.
    Und was machen die Vollpfosten Merkel und Schäuble?
    Sie belügen das Volk rund um die Uhr!
    Sind die wirklich so blöd, oder wissen die tatsächlich nicht, was da auf uns zukommt?

  • dank - 12. Dezember 2011

    Mir geht eben ein Artikel durch den Kopf, den ich vor längerem gelesen habe – da gings um die Europäische Investitionsbank (kurz EIB – Die Bank der EU)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Investitionsbank
    und die NichtAusweitung des EFSF.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,788666,00.html

    Dann gabs noch einen EIF Europäischer Investitions Fond.

    Kann es sein, das es von der Sorte der EIB noch ein paar andere gibt und sich da einige Zahlen verstecken? Muss ja nich mal was illegales sein – aber die würdens tun, wenn es nur irgendwie geht die Zahlen zu drücken…
    Der Sitz der EIB wäre in Luxemburg – vielleicht ein wenig zu verquer gedacht – find leider da die Bilanzen auf deren Seite nicht (na ja, in so etwas bin ich sicher kein Profi).

    • dank - 12. Dezember 2011

      @ Steffen & bauagent

  • killing fields - 12. Dezember 2011

    Hallo bauagent,
    hier mal ein Auszug der Bogenberger Erklärung zum Thema Target.
    Das ist der reinste Horror!!

    4 Eigenmächtige Selbsthilfe mit der Druckerpresse. Viele meinen, der Euroraum leide unter einer temporären
    Krise, die erst seit dem letzten Jahr zu Rettungsaktionen geführt hat. Davon kann nicht die Rede
    sein. Schon seit dem Herbst 2007 haben sich die Krisenländer in riesigem Umfang selbst mit der Notenpresse
    finanziert, was im Verein mit einer Verlagerung der Refinanzierungskredite des Zentralbankensystems
    einen öffentlichen Kapitalexport von Deutschland in die Krisenländer bewirkte. Bei der Bundesbank
    sind auf diese Weise Ausgleichsforderungen (Target) von bald 500 Milliarden Euro aufgelaufen, die niedrig
    verzinst sind und nicht fällig gestellt werden können. Hätte der Euroraum die Regeln des amerikanischen
    Währungssystems übernommen, hätte die Bundesbank statt dieser Ausgleichsforderungen von den Krisenländern
    marktgängige Wertpapiere erhalten. Das hätte den Hang, sich der Notenpresse zu bedienen,
    erheblich verringert. Die Leistungsbilanzdefizite Griechenlands und Portugals wurden seit dem Herbst
    2007 praktisch vollständig mit der Notenpresse finanziert, bis die Staatengemeinschaft schließlich mit den
    offenen Rettungsaktionen zu Hilfe kam. Die Eurozone befindet sich derzeit schon im fünften Jahr der Totalrettung
    dieser Länder. Im Falle Spaniens wurde ein erheblicher Teil der Leistungsbilanzdefizite finanziert.
    Irland druckte viel frisches Geld zur Kompensation der Kapitalflucht. Faktisch nahmen die Krisenländer
    ähnlich wie die Vereinigten Staaten seinerzeit im Bretton‐Woods‐System die Rolle von Reservewährungsländern
    im Euroraum ein, die ihre Finanzierungsdefizite gegenüber anderen Ländern mit selbstgedrucktem
    Geld statt mit Krediten zu Marktkonditionen schlossen. Der Rat der Europäischen Zentralbank
    (EZB) hat diesen Vorgang nicht nur toleriert, sondern durch eine Absenkung der Sicherheitsstandards für
    Refinanzierungskredite an die Banken tatkräftig unterstützt. Durch den Verzicht auf eine Mindestqualität
    der als Sicherheiten eingereichten Staatspapiere Griechenlands, Portugals und Irlands hat er mittelbar
    einer Monetisierung der Staatsschulden dieser Länder Vorschub geleistet. Die Bundesbank hat die zuströmende
    Liquidität durch eine Verringerung ihrer Refinanzierungskredite und eine Kreditaufnahme bei
    den deutschen Banken wieder abgeschöpft und ist dabei zu einem Nettoschuldner des deutschen Bankensystems
    geworden. Seit dem Sommer ist eine gewaltige Kapitalflucht von Italien nach Deutschland im
    Gang, bei der italienische Vermögensbesitzer mit neu gedrucktem Geld deutsche Firmen, Immobilien und
    Wertpapiere erwerben, während Deutschland sich im Austausch dafür mit dem Aufbau weiterer Target‐
    Forderungen der Bundesbank gegen das EZB‐System begnügen muss. Die Notenpresse in Italien läuft
    heiß, und bei der Bundesbank wird das hereinströmende Geld geschreddert. Es gibt bislang keine Grenze
    für diesen Prozess.
    5 Fehlende Gegenwerte. Die Selbsthilfe mit der Notenpresse hat Konsequenzen für die Beurteilung der
    deutschen Exportüberschüsse. Normalerweise kann ein Land, das Exportüberschüsse erwirtschaftet, dafür
    im Ausland Vermögenstitel erwerben, die ihm Zinseinnahmen und Gewinne verschaffen und bei Bedarf
    aufgelöst werden können, um die Versorgung auch im Falle einer eigenen Wirtschaftsschwäche zu sichern.
    Im Euroraum war es leider anders. In den drei Jahren von 2008 bis 2010 hatte Deutschland gegenüber
    den anderen Euroländern einen Leistungsbilanzüberschuss von 264 Milliarden Euro. Dafür hat es in
    seiner Gesamtheit aber praktisch keine marktüblichen Vermögensansprüche gegen das Ausland wie zum
    Beispiel Fabriken, Immobilien oder Wertpapiere erhalten. Vielmehr wurde dieser Überschuss zu 255 Milliarden
    Euro oder 96 Prozent mit bloßen Target‐Forderungen der Bundesbank gegen die EZB beglichen. Nur
    zu 4 Prozent wurden per saldo andere Forderungen erworben, wobei 2 dieser 4 Prozent auch noch auf
    Forderungen aus öffentlichen Rettungsaktionen zurückgehen.

    und so weiter…
    Ich gehe erst mal in den Keller ein bier holen.

    • Roland - 13. Dezember 2011

      Es ist doch völlig wurscht, ob aus dem Exportüberschuß “Anspruch auf Vermögenswerte” entstanden sind – oder eben die EUROs bezahlt wurden.
      Jeder EURO ist doch ein Anspruch auf Vermögenswerte.

      Frage ist doch eher, ob diese jetzt durch eine (Hyper-)-Inflation entwertet werden.
      Bei einer rezessiven Entwicklung und unterausgelasteten Kapazitäten hat das viele Geld aber keine Chance.

      Neueste Daten:
      Die Kerninflation in D (ohne Energierträger) im November ist auf 1,4 % zurückgegangen.
      Einschließlich Energie (Öl/Heizöl..) betrug sie 2,4 % (rücklaufig gegenüber Oktober)

      Da bei einer Rezession nicht nur Öl, sondern alle Rohstoffe billiger werden, wird in absehbarer Zeit eher ein D-Wort Karriere machen:

      Deflation.

      • Querschuss - 13. Dezember 2011

        Hallo Roland,
        faule Bankbilanzen und sinkende Vermögenswerte könen eben deflationär wirken, wie, sieht man in Griechenland – wo der Staat ebenfalls noch auf die Bremse tritt. Aber worin besteht aus dieser Feststellung eine Relativierung der hohen Target2 Forderungen der Buba? In einem eher deflationären Umfeld dürfte die Wahrscheinlichkeit das diese Forderungen uneinbringbar sind noch höher sein.

        Gruß Steffen

        • Roland - 13. Dezember 2011

          Da die empfangenden Länder-Zentralbanken nicht insolvent werden können, ist es schwierig, sich notleidende Target-Forderungen vorstellen zu können.
          Insolvente Schuldner des von letzteren weitergereichten Geldes sind auch für die Länder-Zentralbanken kein Problem.

          Privat- und Staatsschulden sind immer nur ein Problem für die Geschäftsbanken.

          Wenn diese aber, wie zur Zeit geschehen, ihre Forderungen “elegant” von der EZB abgekauft bekommen, dreht sich das Rad weiter.

          • Bernd Klehn - 13. Dezember 2011

            @ Roland

            Das siehst du vollkommen falsch. Die Traget2 Salden sind Bestandteil der Nettoauslandsvermögen oder Nettoauslandsschulden. Das Eurosystem ist hier nur Kreditvermittler. Nettoauslandsschulden ab einer bestimmten Höhe (ca. 70%) und weiter bestehenden Leistungsbilanzdefiziten müssen abgeschrieben werden, man scheidet aus dem Welthandel aus, erhält keinen Auslandskredit mehr, bestehende werden gekündigt. Die Target2 Forderungen könnten nur bedient werden, wenn sich ein anderer Kapitalimporteur findet, oder die Leistungsbilanzen gedreht werden. Beides ist nicht in Sicht. Vielmehr gehen zuerst die Geschäftsbanken in den Krisenländern pleite und darauf hin müssten die Bilanzen der nationalen Zentralbanken in Ordnung bebracht werden, können aber nicht, da kein Gold und Devisen zur Verfügung steht, Bleibt nur der Weg dass die öffentliche Hände Deutschlands und co. über Traget2 und somit über neue öffentliche Schulden die Auslandsschulden der insolventen Krisenvolkswirtschaften begleichen.

          • Roland - 13. Dezember 2011

            @ Bernd Klein

            Wie Du sagst, ist das A&O die Standfestigkeit der Geschäftsbanken.
            Sehe ich das so richtig ?
            Dann wären wir uns einig.
            Deshalb werden die Geschäftsbanken durch Staatshaushalte und EZB stabilisiert. Der Druck auf die EZB wird sogar noch zunehmen, um die sogenannte “bazooka” herauszuholen.
            Die Targets sind, solange die Geschäftsbanken stehen, kein Problem.

            Das Rad kann sich damit noch gut eine Weile weiterdrehen, ohne dass die Wirtschaft in einen unmittelbaren Crash steuert.
            Man könnte sich das eher so vorstellen:
            Das Auto läuft unter Vollgas (Geldversorgung der Banken) aber im Leerlauf (es kommt kein NEUES Geld unten an, das alles zur gegenseitigen Schuldenverrechnung dient.)
            Im Leerlauf rollt das Auto aber immer langsamer.

            Selbstverständlich müssen die Ursachen der Spannungen, die realwirtschaftlichen Ungleichgewichte und ihre Leistungsbilanzen innerhalb der EURO-Zone geheilt werden.

            Ob das noch innerhalb des EURO geschehen kann ??

            Ein Auseinanderbrechen des EURO hätte eine für die deutsche Exportwirtschaft unangenehme Aufwertung zur Folge.
            Für Schäuble könnte sich aber eine “DDR-Chance” ergeben. Sollte er die Zurück-Rechnung in DM wie weiland 1:1 bei kleinen und mittleren Beträgen machen, aber 1:2 oder mehr bei großen, könnte er den “Gewinn” schwupp die wupp mit den Staatsschulden verrechnen. Dann käme Deutschland erstmal schuldenfrei wie Phoenix aus der Asche.

            Ob das politisch durchsetzbar wäre in der eigenen Klientel steht sicher auf einem anderen Blatt.

          • Bernd Klehn - 14. Dezember 2011

            Was denn nun? Sind die Target2-Kapitalexporte nun gefährdet oder nicht? Sie sind. Wer soll sie denn wie zurückzahlen? Das Konstrukt der Forderungen ist zweitrangig, in diesem Fall über Eurosystem. nationale Zentralbanken, örtliche Geschäftsbanken in die Krisenländer. Die Forderungen lassen sich nur durch andere ausländische Schuldner oder Leistungsbilanzüberschüsse ablösen. Beides zeichnet sich nicht ab. Der Rest ist Saldenmechanik. Die Summe der Leistungsbilanzen ist gleich der Summe Nettoauslandsvermögen /schulden plus Finanzmarktgewinne /verluste. Bei zu hoher Nettoauslandsverschuldung muss es zu Finanzmarktverlusten der ausländischen Investoren kommen. In diesem Fall der deutschen öffentlichen Hand. Es zeichnen sich keine anderen ausländischen Investoren am Horizont ab, haben ja erst über Target2 ihr Schäflein ins Trockene gebracht.

  • Lazarus09 - 12. Dezember 2011

    killing fields

    Interessante Lektüre … Ich werd’ mir mal nen starken Kaffee machen ..

  • Frank - 12. Dezember 2011

    Bis jetzt lag Felix Zulauf immer richtig…doch diese Prognosen sind wirklich düster

    Zulauf, ehemals Fondsmanager bei der UBS, jetzt selbstständiger schweizer Vermögensverwalter prophezeit im nächsten Jahr den Austritt von ein bis drei Ländern aus dem Euro. Dies werde fürchterliche Folgen haben … Lesen Sie selbst …
    Kingsworld hat mal wieder ein Interview mit Felix Zulauf geführt … Anbei ein erster Auszug …

    “I think the periphery goes into depression. When you look at a country like Greece, it’s now been in recession for three years. GDP is probably down 15% from the top. The stock market is down 90%, which is the equivalent of 1929 to 1932 in the US. This is depression-like.”

    “More and more economies will fall into that situation. That creates the problem of people revolting. Right now we have new governments not elected by the voters, the citizens of those countries, but implanted as technocrats by the EU center, by Brussels. So they will be very disliked and I think you will see some revolutions starting or intensifying next year.

    Then I expect next year one country, probably three, will exit the euro. That will make 2012 very interesting because there are no rules on how to exit the euro. A country exiting the euro means the next day, when they exit, their banking system is bust. That means the banking system has to be immediately nationalized in a new currency.

    They introduce a new currency, they nationalize the banking system, and then, of course, the government is also bust. Then the government will default. That’s what you have to expect next year. I think Greece will do so and Portugal and Ireland are candidates also.

    Then it will depend on how that crisis is managed as to whether the crisis can be turned around and terminated or whether it will intensify and drag on into 2013 and force Italy and Spain out of the Eurozone as well. (This will have the effect of) creating turmoil in the financial markets and weakening the European and most likely the world economy (even) further….”

    http://www.godmode-trader.de/nachricht/2012-koennten-in-der-Eurozone-furchtbare-Dinge-geschehen,a2713625,b605.html

  • klaus - 12. Dezember 2011

    Hallo an Alle.

    Warum Cameron sein Veto einsetzte.

    http://www.zerohedge.com/news/watch-david-cameron-explain-uk-parliament-why-he-broke-away-eurozone-group-27

    Deftig. Die wollten einen neuen Beschluß ohne
    Sicherheitsmaßnahmen.

    Schlicht blankes Geld.
    Und das wohl von England.

    Kein Wunder das die Börse den Abgesang macht.

    Grüße klaus

  • klaus - 12. Dezember 2011

    Sorry, ganz Off-Topic.

    Handelsblatt – Die Wuestenrot im Puff Barbarella
    Schöne Bilder, Bild 10 ist sicherlich ein bekannter
    alter Glatzkopf, dem die Hormone verrrückt machen.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/es-kann-nicht-sein-dass-uns-die-wuestenrot-zum-puff-kutschiert/5947834.html

    Hehe,
    da sieht man mal, was so ein Vertreter noch bis 31.12. leistet.
    Das ist das schöne am Bausparen.

    ROTFLBITC

  • DM - 13. Dezember 2011

    @killing fields: das trifft den nagel so ziemlich auf den kopf!
    Das ist die Lizenz zum drucken….viel Spaß beim “eintreiben” wünsch ich schonmal, oder sollte ich lieber das wort “pfänden” benutzen …..:-)
    Gute Nacht lieber Exportüberschuss!

    DM

  • Bernd Klehn - 13. Dezember 2011

    OT:

    Die Blianzsummme des Eurosystems steigt weiter um 25Mrd. im Wochenritmus

    In diesem Fall durch Gelddrucken 5Mrd. und Dollaranleihen.

    http://www.bundesbank.de/download/ezb/pressenotizen/2011/20111213.ausweis.pdf

  • Phil - 17. Dezember 2011

    Hallo, ich hätte mal ne frage,

    wie genau funktioniert das ganze mit Target 2 denn?

    Ist es denn praktisch so, dass zum Bsp griechische Banken Kapital Brauchen, das sie sofort über Target 2 bekommen, und zwar zum bsp von der EZB, welche sich wiederrum das Geld von den NZBs nimmt….somit hat dann die NZB Forderungen ggü der EZB und die EZB Forderungen ggü der jeweiligen griechischen Bank.

    oder ist diese Annahme gänzlich falsch?

  • hunsrückbäuerlein - 19. Dezember 2011

    hallo querschiesser, heute hat doch tatsächlich so ein helles oder ist es blondes, na egal, köpfchen von coldmansucks festgestellt, dass das targetting2 der buba u. u. eine katastrophe auslösen könnte.

    wow, ich pin äscht üperwäldikt von sohfiel agdualidät und wiesen.

    da kommt mal die echte qualität deines blogs zum ausdruck, coldmansucks ist ja schließlich nicht irgendwer sonder die speerspitze der propaganda des $-imperiums im krampf gegen den €.

    gratulation