USA: Daten der Schande 2011

von am 13. September 2012 in Allgemein

Gestern veröffentlichte das U.S. Census Bureau, das statistische Bundesamt der USA, seinen jährlichen Bericht zum Stand der Einkommen, der Armut und den der Krankenversicherten für das Jahr 2011. Diese Daten sind wie jedes Jahr ein Beleg für ein degeneriertes System. Die offizielle Armutsquote sank zwar im Jahr 2011 auf 15,0%, nach 15,1% in 2010, aber diese Daten sind nicht wirklich konsistent, was auch dem US-Wahljahr geschuldet sein dürfte. Beschämende 46,247 Millionen US-Bürger mussten 2011 unter der Armutsgrenze leben, die zweithöchste Zahl seit Beginn der Datenerhebung vor 53 Jahren! Erweitert man die offizielle Armutsgrenze auf 125% sind sogar 60,949 Millionen von Armut betroffen, der höchste Stand seit 1959 und ein Anteil von 19,8% an der Gesamtbevölkerung.

 

Die Entwicklung der Zahl der US-Bürger die unter der Armutsgrenze leben mussten seit 1968 im Chart. 2011 sank die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden um -96’000 auf 46,247 Millionen, nach 46,343 Millionen in 2010.

Unter der Armutsgrenze lebten 16,134 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre bzw. sie hatten einen Anteil von 21,9% an allen Armen! Beschämende 10,345 Millionen Erwachsene waren trotzdem sie einer Arbeit nachgingen arm, dies waren immerhin 34,36% aller Armen über 18 Jahre! Die Armutsgrenze lag im Jahr 2011 für eine vierköpfige Familie bei einem Bruttojahreseinkommen von 23’021 Dollar ! Für einen Single bei 11’484 Dollar (742 Euro brutto im Monat)! Erweitert man den Begriff Armut auf 125% der offiziellen Armutsgrenze, dann waren sogar 60,949 Millionen US-Bürger bzw. 19,8% der Bevölkerung als arm zu klassifizieren!

Der leichte Rückgang 2011, derjenigen die laut Census Bureau unter der Armutsgrenze lebten, ist etwas unglaubwürdig, denn laut den Daten des US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) stieg Ende 2011 die Zahl der Food Stamps-Bezieher um +2,432 Millionen im Vergleich zu Ende 2010 und die Voraussetzungen zum Bezug der modernen Version der staatlichen Lebensmittelmarken per Kreditkarte orientieren sich ebenfalls an der Armutsgrenze.

Die Entwicklung der Food Stamps Bezieher seit Januar 2000 bis Juni 2012 im Chart. Die Daten für Dezember 2010 und Dezember 2011 sind schwarz markiert. Der Anstieg zum Vorjahr betrug +2,432 Millionen, während die Daten vom Census Bureau einen Abbau von -96’000 in Armut für das Jahr 2011 suggerieren?!

Auch die Zahl der US-Bürger ohne Krankenversicherung bleibt weiter skandalös hoch, so waren 2011 48,613 Millionen US-Bürger ohne Krankenversicherung, nach 49,951 im Jahr 2010. Dies waren 2011 immer noch 15,7% der Bevölkerung. 2011 waren 6,647 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ohne eine Krankenversicherung.

Zugleich lieferte das Census Bureau mit dem Bericht auch aussagekräftige Daten zur Einkommensentwicklung und zur Verteilung bei den privaten Haushalten:

Das reale mediane Jahreseinkommen (preisbereinigt 2011=100) der privaten Haushalte sank 2011 um -1,53% auf 50’054 Dollar, nach 50’831 Dollar 2010 und nach 52’195 Dollar 2009. Im Jahr 2011 markierten die preisbereinigten medianen Jahreseinkommen der privaten Haushalte den tiefsten Stand seit 1995! Seit 2007 sind die medianen realen Jahreseinkommen der Haushalte um -8,14% eingebrochen!

Selbst innerhalb der miesen Realeinkommensentwicklung der Haushalte beschämt die Einkommensverteilung, die unteren Einkommensgruppen (nach Quintile) partizipieren seit Jahrzehnten nicht am Produktivitätsfortschritt. Die untersten 20% der privaten US-Haushalte erzielten 2011 ein durchschnittliches reales (2011=100) Jahreseinkommen von nur 11’239 Dollar, nach 11’341 Dollar im Jahr 2010! Die realen mean Einkommen der untersten 20% fielen 2011 auf den tiefsten Stand seit 1985. Seit 1967 sind sie offiziell inflationsbereinigt nur um erbärmliche +1’819 Dollar gestiegen. Damit sind Jahrzehnte an unvergleichbaren Produktivitätssteigerungen am unteren Ende der Einkommensskala spurlos vorbeigegangen! Die obersten 5% der US-Haushalte hingegen generierten im Jahr 2011 ein reales durchschnittliches Einkommen von 311’444 Dollar, nach 296’260 Dollar 2010. Seit 1967 stiegen die Einkommen der obersten 5% um preisbereinigte +145’941 Dollar bis 2011!

Die Einkommensverteilung nach Quintilen (Fünftelwerten) inkl. der Top 5%. Die obersten 20% der Haushalte generierten 2010 laut Census Bureau 51,1% aller Einkommen. Die Top 5% sogar 22,3% der Einkommen. Die untersten 40% der privaten Haushalte erzielten dagegen nur einen 11,6%-igen Anteil am gesamten Einkommen. Dramatisch die Situation der untersten 20%, mit einem Anteil von nur 3,2% vom Einkommenskuchen!

Cost Cutting, Outsourcing, Downsizing und Offshoring der global agierenden US-Unternehmen haben in der Vergangenheit die Gewinne der Konzerne gesteigert, aber das Land nachhaltig deindustrialisiert und ruiniert! Einkommen wurden verhängnisvoller Weise durch Kredite ersetzt und die ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung ist der größte Hemmschuh für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Diese Daten vom U.S. Census Bureau sind der Beleg für ein degeneriertes Wirtschaftssystem, welches immer mehr Verlierer und Abgehängte, statt Wohlstand für Alle produziert. An diesem Befund bereits vom letzten Jahr hat sich nichts wirklich geändert.

Quellen: Census.gov/Release: Income, Poverty and Health Insurance Coverage in the United States: 2011, Census.gov/PDF: Income, Poverty, andHealth Insurance Coverage inthe United States: 2011

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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24 KommentareKommentieren

  • Roland - 13. September 2012

    …. und nicht nur Wirtschafts- wie die Innenpolitik der USA sind völlig degeneriert, im gleichen Maße auch deren Außenpolitik.
    Ob Romney oder Obama, es ist völlig wurscht, wer von diesen Hampelmännern der oberen Zehntausend den Frontmann machen wird.

  • M.E. - 13. September 2012

    Teilweise Domestizierung des Kapitalismus – d as ist lange her.
    Insbesondere, seit die völlig fehlgeschlagene gesellschaftspolitische Alternative, die “dank” Stalin, Mao, Kim Jong Il, Chauschescu oder Pol Pot (und so weiter) nie eine wirkliche Alternative war, so kläglich gescheitert ist, entdomestiziert sich der Kapitalismus wieder fortlaufend.
    Besser gesagt: er wird entdomestiziert durch die “herrschende Klasse”, um mal einen Terminus von Marx zu benutzen, der ja in der Analyse des Kapitalismus eine gute Arbeit geleistet hat, nur bei der Beschreibung einer sozialistischen Gesellschaft einen Idealmenschen vor Augen hatte, der halt nicht zur Verfügung stand in der Ära nach 1917.

    Zu den obigen Zahlen: da fragt sich doch der geneigte Betrachter, wie bei rückläufigen Haushaltseinkommen – insbesondere bei denen, die alles Geld notgedrungen auch zeitnah wieder ausgeben müssen – eine Erhöhung des BIP generiert werden kann.
    Wunder gibt es immer wieder…

    • Roland - 13. September 2012

      @ M.E.

      Ja, die marxsche Analayse von Ökonomie und Gesellschaft ist das Beste, was uns zur Verfügung steht.
      Richtig ist aber auch dass Marx die Umwelteinflüsse und die davon abgeleitete Veränderbarkeit des Menschen überschätzt hat, indem er davon ausging, dass neue gesellschaftliche Verhältnisse mit der Zeit einen “neuen”, besseren Menschen hervorbrächte.

      Heute wissen wir aus der Gen- und Hirnforschung, dass das nur zum Teil zutrifft und Veränderungen lange, lange Zeit brauchen.
      Leider ist es so: Der Mensch stammt vom Affen ab.

      • langlode44 - 13. September 2012

        “Leider ist es so: Der Mensch stammt vom Affen ab”

        Autsch!!!

        Menschen und Affen haben gemeinsame Vorfahren.

        Richtig is aber, die geistige Entwicklung zieht sich ein wenig hin, leider…

  • klaus - 13. September 2012

    ESM ist hier die GESAMT-VERSCHULDUNG der BANKEN EUROPAS

    http://www.zerohedge.com/news/guest-post-cui-bono-fed-who-benefits-federal-reserve

    Eine superschöne Tabelle. Mehr als sehenswert.

    Damit ist die Katze jetzt aus dem Sack.

    Sind das die wahren Daten der Schande?

    Haftet der KLEINBÜRGER jetzt wirklich für die Fehlinvestitionen der Deutschen Bank?

    354 Mrd U$ stehen zu Buche.

    Sind die 700 Mrd Deckungssumme des ESM allein der DEUTSCHE ANTEIL
    der Banken?

    Hier wird es jetzt spannend.

    Wieviel GELD kann man als Politiker verdienen, wenn man hier
    eine Rettung der Banken an den Bürger vermittelt.

    Gestern bei Anne Will hat ja die von der Leyen ihre völlige,stoische
    Wirtschafts-Ignoranz gegen Prof. Sinn in einem verbalen Gemuddels
    derart demonstriert, das irgendeins Ihrer lieben Kinderlein sicherlich
    mit wesentlich mehr ökonomischem Verständnis gesegnet ist.

    An solche Resistenz hinter verbaler Allmacht habe ich nie geglaubt.
    Das ist sicherlich unvergleichbar.

    Wenn ich den Werner Sinn mal in der Hölle wissen möchte,
    sende ich Ihm die Van der Leyen ins Institut.
    Dann geht er definitiv durch 1000 Fegefeuer.

    ;)

  • klaus - 13. September 2012

    Wann wird Deutschland runtergestuft?
    Wann wird Moodys,S&P und Fitch auf die
    die gestiegene Zahlungsverpflichtung durch den ESM reagieren?

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/ESM-Urteil-laesst-Rendite-steigen-article7200221.html

    Und da die Bild schon Hartz4ler jagt, die Pfandgeld versaufen,
    ist schon ein guter Weg für die Verweigerung von Sozialgeld gegeben.

    Demnächst der Rentner im Altersheim, der das Essen wegschiebt,
    weil die Schmerztabletten den Appetit verdorben haben.

    Oder der Blinde, dem man das Hörgerät verweigert, weil er sowieso
    kein Fernsehen sehen kann.

    Wird die Bild zur einzigen Nachrichtenzeitung?

    ;)

  • Georg Trappe - 13. September 2012

    “But after listening to the American people I have been reminded again that all the legislation in the world can’t fix what’s wrong with America. So, I want to speak to you first tonight about a subject even more serious than energy or inflation. I want to talk to you right now about a fundamental threat to American democracy……..”

    “We are at a turning point in our history. There are two paths to choose. One is a path I’ve warned about tonight, the path that leads to fragmentation and self-interest. Down that road lies a mistaken idea of freedom, the right to grasp for ourselves some advantage over others. That path would be one of constant conflict between narrow interests ending in chaos and immobility. It is a certain route to failure…….”

    Das sind Zitate aus einer Rede, der Jimmy Carter 1979 gehalten hat:
    http://www.pbs.org/wgbh/americanexperience/features/primary-resources/carter-crisis/

    Nicht nur die USA haben diese Warnungen und sehr konkreten Hinweise auf die Gefahren der neoliberalen Ideologie in den Wind geschlagen. Vielmehr ist der Westen als Ganzes mit wehenden Fahnen den Sirenenrufen bis weit ueber den Rand des Abgrunds gefolgt. Und nun geschieht das, was sonst nur bei “Tom und Jerry” und in Trickfilmen geschieht. Der Blick nach unten und zurueck offenbart, dass man seit geraumer Zeit auf heisser Luft laeuft. Und im Moment der Erkenntnis, schaltet sich die Realitaet = die Schwerkraft begleitet von einem pfeifenden Geraeusch mit steigender Frequenz/Tonhoehe wieder ein.

  • Frankenfurter - 13. September 2012

    Passt nicht hierher, aber da ich die QS-Spezialisten heute auf dieser Seite vermute, möchte mein Anliegen hier vortragen.

    H. W. Sinn hat gestern bei Anne Will gesagt, dass Griechenland zu hohe Verbraucherpreise hat. Fakt ist, der VPI Griechenlands ist etwa auf dem Niveau der Nachkriegsjahre angekommen. Und er sinkt weiter. Stand heute: 1,7 %. Das nennt man, glaube ich, Deflation.

    http://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherpreisen/vpi/griechenland.aspx

    Ich bitte um den Sachverstand der geneigten Querschüsse-Schreiber einmal die Global-Rates-Seite aufzurufen. Vielleicht kann jemand die Preisentwicklug bei den Hellenen anhand der Geschichte, insbesondere seit Griechlands Beitritt in die EWG im Jahre 1981 volkswirtschaftlich einordnen und sagen, ob Sinn Recht oder Unrecht hat. Danke.

    • Querschuss - 13. September 2012

      Hallo Frankfurter,
      es greift wohl erheblich zu kurz wenn du auf die letzte CPI-Rate siehst, die langfristige Entwicklung zählt, hatten wir hier im Blog schon mehrmals herausgearbeitet zuletzt hier:
      http://www.querschuesse.de/griechenland-ppi-mit-38-zum-vorjahresmonat/

      Sinn liegt richtig, das Preisniveau in Griechenland liegt in etwa bei dem in Deutschland, bei Kraftstoffen, Heizöl und in etlichen Waren des täglichen Bedarfs darüber und ist viel zu hoch. Es reicht nicht aus die Löhne zu senken, wenn das allgemeine Preisniveau hoch bleibt. Man kassiert aber die negativen Auswirkungen, weil sich mit nierdigen Löhnen auf hohen allgemeinen Preisniveaus noch weniger konsumieren lässt und gleichzeitig die hohen Preisniveaus Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit einbremsen. Warum soll man in Griechenland investieren, wenn alles ähnlich teuer ist wie in Deutschland und nur die Löhne niedriger. Dies wiegt die anderen Standortvorteile Deutschlands niemals auf.
      Da muss es wesentlich stärkere Preisvorteile geben, nur die wird es mit einem Euro in Griechenland eben nicht geben.

      • Frankenfurter - 13. September 2012

        Hi Steffen, ich kann deine Argumentation in etwa nachvollziehen. Deine Tabellen zeigen mMn aber ein anderes Bild beim VPI oder englisch CPI als die Charts von global-rates. Diese suggerieren, dass es seit dem EWG-Beitritt 1981 eine deutliche Absenkung der Konsumentenpreise in Griechenland gab. Nach Beitritt in die Eurozone sehe ich bei Global-Rates eine Seitwärtsbewegung bei den Preisen. Und nach Höchstständen von 5% Inflation 2010 liegt sie aktuell bei 1,7%.
        Nun kann es sein, dass die relative Preisstabilität des Euro-Griechenland im letzten Dezennium sich immer auf einem viel zu hohen Niveau lag…..

  • M.E. - 13. September 2012

    Die Diskussionsrunde bei Anne Will sprang – wie so oft – wieder mal wesentlich zu kurz.
    Weder wurde erwähnt, dass Deutschland de facto bereits für viiiel mehr haftet, denn auch die Target-2-Salden stellen in gewisser Weise eine Bürgschaft da, die ausfallen kann im ungünstigsten Falle.
    Und natürlich wurde generell nicht erwähnt, dass der weltweite Kreditzyklus mit mathematischer Gesetzmäßigkeit seinem Ende entgegengeht und eine massive Kontraktion aller Vermögen und Schulden noch in diesem Jahrzehnt völlig unumgänglich ist.
    Es wurde nur an der Oberfläche des Themas rumgekratzt. Selbst vom eloquenten Gysi und vom meist nicht realitätsblinden Sinn.

    • topperhopper - 13. September 2012

      “Und natürlich wurde generell nicht erwähnt, dass der weltweite Kreditzyklus mit mathematischer Gesetzmäßigkeit seinem Ende entgegengeht…”

      –> Wer weiß schon, dass ein Grundübel der derzeitigen Misere das Geldsystem ist. Und wenn man es weiß, dann bringt man es Geld-Laien nur in geringen Dosen bei, um nicht sofort Tausende Fragezeichen beim Gegenüber zu produzieren…Mir geht es jedenfalls immer so :)

      “…und eine massive Kontraktion aller Vermögen und Schulden noch in diesem Jahrzehnt völlig unumgänglich ist.”

      –> Ich wäre vorsichtig mit Prognosen. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass das System so zäh ist.

      VG

    • Skandinavienfan - 13. September 2012

      D’accord, man hätte natürlich viel mehr viel intensiver diskutieren müssen und können – man darf aber nicht ganz außer Acht lassen. an wen sich so ein TV-Talk in erster Linie richtet…selbst so manchem SPIEGEL-Redakteur waren die Gesprächsgegenstände der Sendung, die man u.a. hier im blog ganz selbstverständlich und locker flockig in den Raum stellt, offenkundig bereits zu hoch… ;-)

      http://www.spiegel.de/kultur/tv/anne-will-talkrunde-bespricht-euro-urteil-des-verfassungsgerichts-a-855516.html

  • der Bauer vom Hunsrück - 13. September 2012

    guten Morgen,

    mich beschäftigt die Frage, wieso ist es bei soviel Armut und diesem Kontrast noch immer so ruhig, und mich dünkt der Verdacht, dass im Land der Millionen Tellerwäscher demnächst viel Porzellan kaputt gehen wird.
    Seit 2000 neigt sich die Kurve, seit 2000 gibt es den € als Parallel-Welthandelswährung und der Anteil des $ ging zurück. Ich rechne in der lfd. Dekade mit einem Erstarken Asiens und Südamerikas und einem weiteren Zurückdrängen des $ in den int. Handelsbeziehungen. Will der Ami das vermeiden, muß er baldmöglichst weltweit zuschlagen ähnlich IRAQ und Lybien um “Abtrünnige” unter seine Gewaltherrschaft zu bekommen, was ihn viel Geld kosten wird. Je länger er allerdings wartet, umso schwieriger wird es für ihn werden, denn wenn erst keiner mehr $ nehmen muß, gibt´s für den Ami auch keine Rohstoffe mehr für Kriegsgerät zu bauen.

    Fazit: Man stelle sich auf einen lokal, regional nicht begrenzten weltweiten Krieg ein, mit worst case (der Ami hat nix mehr zu verlieren und steht mit dem Rücken an der Wand) und kauft Aktien von Kriegsunternehmen um wenigstens in Reichtum dem Atomtod geweiht zu sein.

    Ich hoffe sehr, dass uns Russland demnächst mal im Winter den Gashahn abdreht um die Politiker Westeuropas zur Räson zu rufen.

  • Duke van Hudde - 13. September 2012

    Das das System so zäh ist liegt dadran das die Elite sehr viel zu verlieren hat.Den sollte das ganze wirklich in einen lauten Knall zusammenbrechen ,dann könnten Seilereien plötzlich erhöte Nachfrage haben und dann verliert die Elite das wofür sie die ganzen Asset bei Seite geschafft haben.

    Die haben sich in dne Spiel so verfangne das es kein Zurück mehr gibt.Das ist wie beim Pokern wo man immer mal wieder in ein Blatt reingerät aus den man nicht mehr raus kommt.MAn weis zwar das man vemrutlich das schlechtere Blatt hat muss aber weiter drin bleiben da man schon zu tief in da Blatt verwcikelt wurde.

    Die Elite wird alles machen was sie nur kann um das System zu stützen und sie wird uns noch mit so manchen Ideen überraschen.Den Dumm sind die Leute mit Sicherheit nicht das muss mn ihnen leider zugestehen.Am Ende werden sie ber verlieren nur das wird uns auch nicht viel bringen da es dann für alle sehr hart wird.

    Glaubt hier wirklich jemand das das Geldsystem geändert werden wird solange Goldman Sachs die EZB steuert und wer hinter der Fed steht weis man ja im Prinzip auch.

    Das System ist aus den Inneren nicht zu reformieren ,also muss es wohl leider erst total zusammen brechen.

  • M.E. - 13. September 2012

    Die deutsche Staatsverschuldung wird Ende 2012 etwa 2,2 Billionen Euro betragen:

    http://www.teleboerse.de/nachrichten/Staatsschulden-steigen-article7207211.html

    Ende 2009, also am Anfang der jetzigen Legislaturperiode lag die Staatsschuld noch bei 1,6 Billionen Euro.
    Also Steigerung von 600 Milliarden in nur 3 Jahren – 200 Milliarden pro Jahr.
    Natürlich nicht zuletzt der Bankenrettung geschuldet. Aber egal, ob dafür oder wegen Budgetdefiziten – zusätzlichen Schulden ist es egal, wie sie generiert wurden. Der Steuerbürger muss sie tragen.

    Soviel zum Thema Musterschüler oder Schuldenbremse. Die Schulden MÜSSEN exponentiell steigen, will man auch nur ein lausiges Mini-Wachstum haben.
    Schuldenabbau ist generell mit Dauerrezession = Depression verbunden. Was ebenfalls die Schuldentragfähigkeit reduziert.
    Alles ebenfalls mit mathematischer Gesetzmäßigkeit. Komisch, dass diesen einfachen Zusammenhang so Wenige erkennen. Dazu braucht man nicht mal ein Computerprogramm. Realschul-Mathematik reicht völlig aus, wenn man nicht alles verlernt hat.

  • Mainzer - 13. September 2012

    Jim Rogers interview – The Bubble

    http://goo.gl/baXp6

  • klaus - 13. September 2012

    Warum Studenten nach erfolgreichem Studium Pleite sind?

    Schaut mal hier !

    Privatanleger investieren in die Studenten.
    Wie nennt man das volkswirtschaftlich?

    Creativität abschöpfen? Geistes-Ressourcen-Sicherung?

    http://www.zerohedge.com/news/inside-student-loan-debt-bubble

    Es wird Zeit, das wir aufwachen.

    Sonst werden wir Opfer von Patentkriegen, die den
    Verpackungswert geistigen Arbeitens höher bewerten,
    als den Wert des geistigen Eigentums.

    Es sind die letzten Stilblüten der Sicherung eines Ponzi-Schemas.

    Exakt dieser Trend findet sich ja auch immer mehr in Europa.

    Und zeigt eigentlich nur die Ratlosigkeit bei der Geldsuche
    durch den Staat und seinen ach so guten und schützenswerten
    Privatinvestoren, die kein Risiko tragen wollen.

    ;(

  • klaus - 13. September 2012

    Und hier der dickste Hammer !

    Man glaubt, das Merkel für den ESM an die Sichteinlagen
    des Sparers will !

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/einlagensicherung-sparkassen-und-volksbanken-treiben-merkel-zum-kampf/7129638.html

    Volksbanken und Sparkassen laufen STURM.

    Wir brauchen schon wieder eine Klage.

    *kopfschüttel*

  • dank - 13. September 2012

    Patent & Service:

    You home, stuff, car and computer, you will pay for everything you have for all
    of your life. All the time: a monthly fee, forever until you die. That’s the
    future; nothing is really yours. LAAS – Life As A Service.
    You will rent your life.

    And better hurry up and work all day if you want to stay alive. Work ’til
    you’re exhausted and don’t think. No — thinking is bad. Play games instead, do
    drugs too, why not? Or go to the movies. The Entertainment Industry is here to
    resolve all your philosophical and trascendental problems. Shiny colorful crap.
    but please don’t think too much.
    Thinking is dangerous.

    Entliehen aus dem Text zum Apple Device UDID Hack.

  • FDominicus - 14. September 2012

    Die Armut wird noch weiter steigen:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/09/13/us-notenbank-beschliesst-qe-3-und-kauft-schrottpapiere-von-den-banken/

    Aber ich höre schon wieder die Sirenen: “Wenn wir nichts gemacht hätten, wäre es noch viel schlimmer gekommen”…

  • Frank Bell - 14. September 2012

    Danke für die Zahlen!

    Warum kommt das bei Dir immer so erschreckend rüber, während es sich in den “offiziellen” MSM harmlos anhört?

    Warum muckt das Volk nicht auf?