USA: Not in Labor Force erneut mit Allzeithoch

von am 4. Mai 2012 in Allgemein

Auch für April 2012 gibt es in Hinblick auf die Qualität der US-Arbeitsmarktdaten nichts Neues zu berichten, weiterhin wird die Arbeitslosenquote- und zahl geschönt durch eine massive Verschiebung von Erwerbsfähigen ab 16 Jahre in Not in Labor Force (Stille Reserve). Im April 2012 war diese Rubrik im Arbeitsmarktbericht wieder ein echtes Wachstumssegment, immerhin stieg die Zahl derer, die angeblich nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen, um weitere +522’000 zum Vormonat und um +2,693 Millionen zum Vorjahresmonat. Praktischer Weise spielen alle in Not in Labor Force Verschobenen bei der Ermittlung von Arbeitslosenquote und -zahl keine Rolle und so kommt die stetig leicht sinkende Arbeitslosenquote zustande, diesmal auf 8,1%, Dank der Statistikverzerrung durch das Bureau of Labor Statistics (BLS).

Die Zahl der saisonbereinigten, dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung stehenden Erwerbsfähigen ab 16 Jahre (Not in Labor Force – Stille Reserve), seit Januar 1990 im Chart! Im April 2012 wurde ein neues Allzeithoch mit 88,419 Millionen Erwerbsfähigen erzielt, die dem Arbeitsmarkt angeblich nicht zur Verfügung standen. In der Rubrik Not in Labor Force befanden sich im April 2012 55,080 Millionen Erwerbsfähige im Alter zwischen 16 und 64 Jahren, nach 54,585 Millionen im März 2012.

Die Erwerbsquote (Civilian Participation Rate) legt offen, wie es wirklich um den US-Arbeitsmarkt steht. Das Civilian Participation Ratio dokumentiert das Verhältnis von Erwerbsfähigen ab 16 Jahren (Civilian Noninstitutional Population) und denen, die davon dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen (Civilian Labor Force):

Die saisonbereinigte Erwerbsquote (Civilian Participation Rate) aus Civilian Labor Force Level (Erwerbsfähige, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen) und dem Civilian Noninstitutional Population Level (gesamte erwerbsfähige Bevölkerung ab 16 Jahre) sank im April 2012 auf 63,6% und damit auf ein neues Tief! Im April 2012 standen 154,365 Millionen Erwerbsfähige dem Arbeitsmarkt zur Verfügung (-342’000 zum Vormonat) bei 242,784 Millionen Erwerbsfähigen im Alter ab 16 Jahre (+180’000 zum Vormonat).  Dies ergibt ein Verhältnis von 63,6%. Die Differenz aus Noninstitutional Population Level – Civilian Labor Force Level sind die 88,419 Millionen in Not in Labor Force (+522’000 zum Vormonat). Auch die unbereinigte Erwerbsquote generierte mit 63,4% ein neues Tief im April.

Damit ist letztlich bereits alles zur Qualität des US-Jobmarktes gesagt, der Anstieg der Beschäftigten lag und liegt deutlich unter dem Anstieg der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, wie auch das Civilian Employment-Population Ratio zeigt:

Das saisonbereinigte Civilian Employment-Population Ratio, im Chart seit Januar 1948, also das Verhältnis der Beschäftigten (Employment Level) zur erwerbsfähigen Bevölkerung (Civilian Noninstitutional Population Level) sank im April leicht auf saisonbereinigte 58,4%. Der Juli 2011 markierte mit 58,1% den tiefsten Stand beim Civilian Employment-Population Ratio. Eine wirkliche Erholung sieht anders aus. Im April 2012 standen saisonbereinigte 141,865 Millionen Beschäftige (-169’000 zum Vormonat) 242,784 Millionen Erwerbsfähigen im Alter ab 16 Jahre (+180’000 zum Vormonat) gegenüber. Dies ergab ein Employment-Population Ratio von 58,4%.

Hier die Berechnungen von Arbeitslosenquote und -zahl im April 2012 zum Nachvollziehen:

Civilian Noninstitutional Population Level (Erwerbsfähige ab 16 Jahre/ 242,784 Mio.) = Civilian Labor Force Level (154,365 Mio.) + Not in Labor Force (88,419 Mio.)

Zur Berechnung der offiziellen Arbeitslosen ist aber nur der Civilian Labor Force Level (Erwerbsfähige die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen) und der Employment Level (Beschäftigungsstand) relevant. Je weniger Erwerbsfähige dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen (Civilian Labor Force Level) umso besser stellt sich die Arbeitslosenquote und -zahl dar.

Unemployment Level (Arbeitslosenzahl/ 12,500 Mio.) = Civilian Labor Force Level (154,365 Mio.) – Employment Level (141,865 Mio.)

Unemployment Rate (Arbeitslosenquote/ 8,1%) = Unemployment Level (12,500 Mio.) im Verhältnis zum Civilian Labor Force Level (154,365 Mio.)

Dies waren bisher Daten aus der Haushaltsbefragung. Die Household Data werden an Hand einer Umfrage des Census Bureaus bei 60’000 Haushalten für das Bureau of Labor Statistics (BLS) ermittelt, es werden die Daten zu den Erwerbsfähigen die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, zum Stand der Beschäftigung, sowie die Zahl derer die nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen erhoben! Die Household Data haben einen “expansiveren Anwendungsbereich”! Expansiv steht dafür, dass bei den Household Data alle über 16 Jahre erfasst werden, Arbeitnehmer, auch die in der Landwirtschaft, unbezahlte mithelfende Familienangehörige, Selbstständige, Arbeitnehmer in privaten Haushalten, Unterbeschäftigte und Arbeitnehmer, die in der Umfrage angeben im unbezahlten Urlaub zu sein.

Der US-Arbeitsmarktbericht beruht aber noch auf einer anderen zweiten Datenerhebung, den Establishment Data. Die Establishment Data messen den Stellenaufbau/abbau außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payroll Employments). Diese Daten werden direkt vom Bureau of Labor Statistics (BLS) bei ca. 400’000 Unternehmen aus über 500 Wirtschaftszweigen abgefragt. Die Daten zur Beschäftigung der abgefragten Unternehmen reflektieren ca. ein Drittel der lohnabhängigen Beschäftigten in den USA.

Auch die Establishment Data verraten die miese Qualtät des “Jobaufbaus”. Für die Headlines sprangen im April saisonbereinigte +115’000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft heraus, aber unglaubliche unbereinigte +206’000 steuerte das erbärmliche Net Birth/Death Model bei!

Im Chart der monatliche Stellenaufbau/abbau, Non-Farm Payroll Employments seit Januar 1985. Im April 2012 wurden nur 115’000 neue Stellen geschaffen.

Wichtig für die Beurteilung der Qualität der Establishment Data ist immer ein Blick auf den angeblichen Stellenzuwachs aus dem Net Birth/Death Model. Der unbereinigte Stellenaufbau aus dem Net Birth/Death Model der in die unbereinigten Total Nonfarm Employment Daten einfließt, wird vom Bureau of Labor Statistics überschätzt. Diese Daten beruhen auf eine fragwürdigen Schätzung der Beschäftigung aus neugegründeten und liquidierten Firmen, die immer aufs Neue, jedes Jahr im Januar  korrigiert werden muss (-339’000 im Jan. 2011, -427’000 im Jan. 2010, -356’000 Jan. 2009, -378’000 Jan. 2008). Zuletzt im Januar 2012 betrug die Korrektur -367’000.

Das Net Birth/Death Model zaubert im April 2012 einen unbereinigten Stellenaufbau von 206’000.

Erwähnenswert bleibt auch noch ein weiterer Hinweis auf die Qualität des berichteten Stellenaufbaus, von den 115’000 saisonbereinigten neuen Stellen gingen 21’500 Stellen auf das Konto der Zeitarbeit (Temporary help services).

Quelle Daten: PDF US-Arbeitsmarktbericht April 2012, Bls.gov, Bls.gov/Datenbank

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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20 KommentareKommentieren

  • dank - 4. Mai 2012

    ~ 88,5 Mio. Menschen sind bei den Amerikanern in der Stillen Reserve?

    Versuch eben mal die Stille Reserve mit den “ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik” in D gleichzusetzen, was es in der Eigenschaft statistikbeschönend evtl. noch am Besten trifft. Die Vorstellung ist skurill, dass in USA ~141 Mio. Beschäftige ~242 Mio. Erwerbsfähigen gegenüberstehen. Von was leben die 100 Mio in der Gap? Das da nicht längt Viertel brennen ist und bleibt ein Rätsel?!
    Das da die Presse nicht drauf aufspringt ebenso – aber das letztere Rätsel ist ja kein echtes…
    Wie werden die 88,5 Mio + die “echten” Arbeitslosen + die aus den Maßnahmen gefallenen +++, denn ruhig gehalten? Ist jetzt in USA generell was im Essen und Wasser?! Oder nur in den Suppenküchen?

  • HaPennyBacon - 4. Mai 2012

    Mich erinnert “Not in labour force” immer an die vielen Mönche die durch Indien wandern. Kann mir allerdings nicht vorstellen das in den USA knapp 90 Mio. Menschen im Bible Belt unter den Bäumen hocken und Hare Krishna singen. Frage mich genau wie ‘dank’ in seinem Posting natürlich auch was die alle so treiben. Hocken die alle vor der Glotze oder streifen die als Fallensteller durch die Wildnis bzw. suchen Gold an den Flüssen?

    • Bernd Rickert - 5. Mai 2012

      Not in labour work force bedeutet, dass sich die Individuen seit 12 Monaten nicht mehr um einen Arbeitsplatz beworben haben.

      Einerseits kann ich mir vorstellen, dass ein großer Teil schlichtweg verheiratet ist und sich um Nachwuchs kümmert, andererseits befindet sich sicher auch ein großer Teil in virtuellen, sogenannten sozialen Netzwerken wie secondlfie, tagged oder wie auch immer, wo sie ihre Träume von einem besseren Leben realitätsentfremdet als atomisierte Masse zumindest vergeistigt erfüllen und künstlich beschäftigt werden. Hinzu kommen die durchgefallenen Armen, die wahrscheinlich auch nicht mehr in Umfragen Eingang finden.

  • Jens - 4. Mai 2012

    Die offizielle Definition von “Not in labor force” gibt einen Hinweis darauf, was die so treiben: http://www.bls.gov/cps/cps_htgm.htm#nilf

    • dank - 5. Mai 2012

      Danke für den Link.
      Besser machts das leider auch nicht, aber bislang hab ich, für meinen Teil das nicht so genau einordnen können. Viele Studenten und Absolventen stehen auch danach, dank der generösen Darlehen mit runtergelassenen Hosen da – mit Erfolgsdruck und leider wenig Aussicht auf Besserung…

      Gottes Werk tun.

  • Lothar - 4. Mai 2012

    In den Labour force sind doch auch alle College und Universitaets Studenten drin. Gibt es eine Statistik wie die zugenommen haben? Das man lieber erstmal studiert bevor man arbeitslos wird ist doch sogar hier schon ueblich. Und dann noch ein zweites Studium.

    • macsoja - 6. Mai 2012

      @Lothar:
      Nur dass man bei uns nicht im Durchschnitt ca. 8000€ (staatl.) – 18.000€ (privat) bezahlen muß. D.h. das Argument “ich habe keine Arbeit und kein Geld, aber geh erst mal studieren” ist aus meiner Sicht keine Variante, die diese Zahlen erklärt.

      Eher würde ich sagen, dass die Zahl der Studenten langsam abnehmen müßte in den USA, da sich die Amerikaner das Studium nicht mehr leisten können.
      Könnte natürlich sein, dass ausländische Asiaten die Anzahl der Studenten oben halten, aber die dürften dann ja auch nicht die NIL-Quote beeinflussen.

  • Roland - 4. Mai 2012

    Kein Wunder, dass die “occupy wallstreet” – Bewegung nicht tot zu kriegen ist und sich am 1. Mai mit spektakulären Aktionen (über 25.000 Teilnehmer in New York z.B.) wieder zurückgemeldet hat.

    http://www.occupywallst.org

  • gilga - 4. Mai 2012

    Hallo Steffen: Ein kleiner Fehler hat sich im folgenden Satz eingeschlichen:
    “Im April 2012 standen 154,365 Erwerbsfähige dem Arbeitsmarkt zur Verfügung (-342’000 zum Vormonat) bei 242,784 Millionen Erwerbsfähigen im Alter ab 16 Jahre (+180’000 zum Vormonat).”

    Das soll sicher “Im April 2012 standen 154,365 MILLIONEN Erwerbsfähige dem…” heißen, oder?

    • Querschuss - 4. Mai 2012

      Hallo gilga,
      ja Millionen, Danke, hier liest niemand Korrektur, ihr müsst das also machen!

      Gruß Steffen

      • gilga - 5. Mai 2012

        Bei dem Service den Quersch+üsse darstellt mache zumindest ich das selbstverständlich gern!

        War keine Kritik (und “Fehler” dieser Art sind auch verständlich). Vielen Dank für Deine Arbeit!

  • Martin Kb. - 4. Mai 2012

    Zum Thema “Not in labor force” und den knapp 90 Millionen: Laut Statistik sind in den USA da neben den schon genannten Studenten auch die gesamte Bevölkerung über 65 Jahren mit drin. Ich will die Zahlenbiegerei nicht beschönigen, aber weil in den USA die Bevölkerung über 65 momentan deutlich ansteigt (geburtenstarke Jahrgänge ab 1945!), sehen die Zahlen (etwas) schlimmer aus als sie tatsächlich sind.

    • Querschuss - 4. Mai 2012

      Hallo Martin Kb.,
      wenn du aufmerksam gelesen hättest, es stand im Artikel: “In der Rubrik Not in Labor Force befanden sich im April 2012 55,080 Millionen Erwerbsfähige im Alter zwischen 16 und 64 Jahren, nach 54,585 Millionen im März 2012.”
      Läßt sich also keineswegs auf die Rentner schieben, wie der kräftige Anstieg von Not in Labor Force bei den 16-64 jährigen zum Vormonat zeigt.

      Gruß Steffen

  • Mickleel - 4. Mai 2012

    ich kann mir nicht vorstellen, dass auf einmal so viele mehr, wie hier in d, an die unis gehen, zumal das doch in den usa finanziell viel schwieriger ist als zb in der brd

  • klaus - 5. Mai 2012

    Hallo an Alle, Hallo Mickleel.

    Die Uni laufen auch nicht mehr über.
    Reine Reklame.

    Wenn du mal schaust, wie das Fernlernangebot ausgebaut wird,
    stellst du fest, das alles nur noch gezielt auf Münze losgeht.
    Und im Fernlehrangebot ist jede Menge Konkurrenz.

    Dank den Neoliberalen stehen die Unis vor erheblichen finanziellen
    Belastungen. Genauso wie Lehrinstitute.
    Öffentliche Förderung geht Richtung Erliegen, wie die Solarindustrie.

    Daher, die ganze Werbung der Fernlehrinstitute ist eher mit
    einer Riesenmenge an Hilferufen gleichzusetzen.
    Wieviele demnächst die Pleite anvisieren werden wir sehen.

    Wieviel da im Moment um das Abschöpfen von Geld geht,
    ist schwer zu beurteilen. Schlecht bezahlte Dozenten ohne Vertrag
    und Zukunft zu Löhnen unter einer Putzfrau sind in Sendungen
    wie Monitor bereits angeprangert worden.
    Man weiß davon und tut nix. Es muß ja gespart werden.

    Es ist nicht nur die Knie-OP für die Alten,
    es ist das Kita-Problem der Kleinen, das Grundschulproblem
    ohne Geld, die Perspektivlosigkeit von Hauptschule und
    der Krach um Gesamtschule/Gymnasium wo Doktoren
    wie Schavan nix Gutes hinterlassen.

    Im Grunde genommen, werden die späteren Hochschulabgänger
    im Ausland zu finden sein, weil wohlhabend von zu Haus.
    Die Anderen werden wohl zukünftig erzählen, das es mit dem
    Geld nicht zum Studium reichte.
    Wir hatten die Nachkriegsgeneration ja bereits so.
    Die Leute, die zu jung für Hitler und zu alt für Adenauer waren.
    Mit Schmuggel von Alkohol und Zigaretten sind sie aufgewachsen,
    Freitags sind sie eingeschult worden und der darauffolgende
    Montag gehörte bereits zu den großen Ferien.
    Viele dieser Leute erzählen heute von Ihrer Erfahrung.
    Das wars auch schon.
    Man könnte es eine verlorene Generation zum alleinigen Arbeiten
    und Kinderkriegen aufgepeppt mit Sarazin-Parolen bezeichnen.

    Und so auch in diesem Wirtschaftssytem.
    Merkel und Gauck wollen länger Arbeiten lassen.
    Damit der Geldadel konserviert werden kann.
    Leute, die Sozialkassen
    als Wurzel für überzogene Lohnforderungen ansehen.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/deutscher-seniorentag-kanzlerin-haelt-hoehere-lebensarbeitszeit-fuer-noetig/6593150.html

    Jetzt wird also Lohndumping made in Deutschland in andere Euro-Länder
    ausgerollt, als ob es Nudelteig zu walzen gäbe.

    Man vergrößert nur den Produktionsfaktor Arbeit und will so
    die Substitution durch Maschinen in günstiges Verhältnis rücken.
    Ohne Kranke halt, die fallen sofort durchs Sieb.

    Dank des Fiskalpakts wird dies auch in den Euro-Ländern
    dann gesetzlich möglich.

    Demographie heißt das Wort, das es rechtfertigt, dir Bildung,
    Gesundheit und später Rente ein wenig einzukürzen.

    Natürlich ist es alternativlos zum Euro.

    Man könnte sagen, Demographie bezeichnet die Opportunitätskosten
    zum Erhalt des Euros.

    Der Große bekommt den Euro, der Kleine verliert Bildung,Gesundheit, Sicherheit und Rente.

    Eine Generation muß büßen für Krieg. Auch für Finanzkrieg.

    Da versteht man, warum Wilders in den Niederlanden soviel Zulauf hat.

    Er meinte, er werde die Zunkunft seiner Rentner nicht den Brüsseler Diktatoren überlassen.

    Darum wird es auch am Sonntag in Frankreich gehen.

    Noch ist Frankreich ein stolzes, wenn auch eigenes Volk.
    Nach Austerität sind Sie in einem Jahr bei BBB+ bei den Banken.

    Aber das wissen die Franzosen und werden Sarkozy abwählen.

    Würden wir auch besser mit Merkel und Gauck.
    Und deren Renten in Ostmark zahlen.
    Damit Sie im Osten als rüstige Rentner helfen können.
    Und die schöne Gegend loben.

    ;)

    • dank - 5. Mai 2012

      Hallo klaus,

      das war viel Wahrheit. Fast schon in dichterischer Form. Wenn auch sarkastisch gewürzt.
      “Viele dieser Leute erzählen heute von Ihrer Erfahrung.”
      Das hörte ich ebenfalls schon öfter – leider ists kaum möglich das zu konservieren. Leider. Nur jeder für sich. Derweilen würde es nicht schaden viel mehr dazu zu lesen – zusammengefasst. Von anderen lernen heißt die Erfahrung nicht selbst machen zu müssen.
      OT but ebenfalls lernen: https://fragdenstaat.de/anfrage/finanzverfassungsrechtliche-fragen-zur-ausgestaltung-des-europaischen-stabilitatsmechanismus-esm-6/ Leider nur zum persönlichen Gebrauch – sodass ich dazu nichts posten darf.
      Grüße&
      dank

  • klaus - 5. Mai 2012

    Hallo dank,

    sehe es mal so.
    Erfahrung ist, was man gezwungenerweise macht,
    wenn Intelligenz,Schulbildung und Gemütsbildung es nicht verhindern können.

    Es ist relativ dumm, sich auf Erfahrung zu verlassen.
    Und Menschen mit Trends,Statistiken und Psychologie
    kalkulieren wollen, ist Unrecht tun.
    Es ist als ob man Wespen mit Brandgeruch in der Nase
    kalkulieren könnte.
    Immer anders.

    ;)

  • Bernd Rickert - 5. Mai 2012

    Das Net Birth/Death Model ist die Perversion des Hamsterades, genauso wie die deutsche Ich-AG.
    Ein paar Alibi-Unternehmer werden heraus geholt, damit alle anderen weiter laufen. Die ernähren sich zumeist von der Verwandtschaft bis denen auch die Luft ausgegangen ist. Von Durchbruch oder Einstieg in eine besser gestellte soziale Klasse ist da keine Spur. Im Gegenteil fällt man durch Fleiss auf, lassen die Radbetreiber höchstens mal ein paar harte Brotkrümel fallen, die auch noch mit Dank gefressen werden sollen. Das finden die dann erfahrungsgemäß lustig.

    • Bernd Rickert - 5. Mai 2012

      Das Perverse daran ist, dass die Radbetreiber – Banken und Ämterfilz – es noch lustiger finden den meist jungen Unternehmer crashen zu lassen, sobald er stolz auf sein Werk beginnt Hoffnung zu schöpfen, dass seine harte und fleißige Arbeit sich auszahlt. Der besondere Spaß begründet sich darin ihn nur soweit crashen zu lassen, dass er nicht aufgibt, sondern sogleich wieder anfängt zu laufen.

  • Klaus G. - 7. Mai 2012

    Wie lange wird es dauern, bis die kritische Masse so groß ist, dass es richtig im Gebälk kracht?
    Hier in Europa hat man es durch die Fiskalpolitik geschafft Griechenland explodieren zu lassen.
    Dieser Prozess hat keine zwei Jahre gedauert. Alternativlos und beherrschbar heißt es heute. Die leicht abgewandelte Losung der Regierenden aus früheren Zeiten von damals:
    “den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.”