Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 4: Transatlantische „Partnerschaft“ – oder die länderspezifischen Folgen der Euro-Krise für das finanzielle Privatvermögen

von am 1. Februar 2014 in Allgemein

In Teil 3 standen die Vermögenszusammensetzung und die Frage nach den Krisengewinnern und –verlierern auf der Ebene der Weltregionen im Mittelpunkt. Weil am Ende festgestellt worden war, dass der Anteil der privaten Schulden am Brutto-Privatvermögen in Nordamerika nach 2008 kontinuierlich und signifikant gesunken ist, bleibt erstens noch zu klären, ob dies eine Folge des Schuldenabbaus oder des Anstiegs des Brutto-Privatvermögens gewesen ist und zweitens, welchen Anteil die USA und Kanada an dieser Entwicklung hatten. Das erfordert einen näheren Blick auf die Verschiebungen bei den Anteilen des finanziellen und nicht-finanziellen Privatvermögens sowie bei den privaten Schulden am Bruttovermögen auf Länderebene im Zuge der Krise und welche Folgen dies für die Entwicklung der Privatvermögen in den verschiedenen Ländern hatte, die im Zuge dieser Aufsatzreihe in den Fokus genommen worden sind.

Entwicklung des Brutto-Privatvermögens und der privaten Schulden in drei Weltregionen

Aus den Daten im Global Wealth Databook lässt sich die Entwicklung des Brutto-Privatvermögens für die Weltregionen Nordamerika (USA und Kanada), China und Indien rechnerisch ermitteln. In Abbildung 16 sind für diese drei Regionen sowohl die Entwicklung des Brutto- als auch die des Netto-Privatvermögens dargestellt.

SLE_A16_Vermögensmix in 3 Weltregionen_Brutto-,Netto-Vermög, priv Schulden 2000-2013

Abbildung 16

Für Indien und China sind die Abweichungen in der Entwicklung des Privatvermögens mit und ohne Berücksichtigung der privaten Schulden erwartungsgemäß nicht gravierend. Bemerkenswert ist allerdings, dass in China – wie Abbildung 15 am Ende von Teil 3 verdeutlicht – der Anteil der privaten Schulden am Brutto-Privatvermögen kontinuierlich gestiegen ist und sich dies auch in den absoluten Zahlen für die privaten Schulden in Abbildung 16 widerspiegelt.

Für Indien weisen die in Abbildung 15 grafisch umgesetzten Daten sogar für den gesamten Zeitraum 2000-2013 einen annähernd ununterbrochenen Anstieg des Anteils der privaten Schulden aus. Im Unterschied zu China kommt das aber in der Entwicklung der Schulden in absoluten Zahlen nicht zum Ausdruck. Wie Abbildung 16 zeigt, sind die privaten Schulden in Indien immer auf einem sehr niedrigen Niveau geblieben. Es hat allerdings, wenn man sich die Daten im Detail anschaut, nach 2008 tatsächlich einen marginalen Anstieg gegeben. Die Erhöhung des Anteils der privaten Schulden am Bruttovermögen lässt sich folglich eher aus der im Vergleich zu China schwachen Entwicklung des Brutto-Privatvermögens erklären (siehe Abbildung 16).

In Nordamerika ergibt sich natürlich ein deutlich höheres Niveau der Entwicklung des Privatvermögens, wenn die privaten Schulden unberücksichtigt bleiben, das heißt beim Blick auf das Brutto-Privatvermögen. Die in Teil 3 in Abbildung 15 ausgewiesene kontinuierliche Reduktion des Anteils der privaten Schulden am Brutto-Privatvermögen nach 2008 findet jedoch keine Entsprechung in der Entwicklung der privaten Schulden in absoluten Zahlen, wie aus Abbildung 16 deutlich zu ersehen ist. Tatsächlich stagnieren die privaten Schulden in Nordamerika seit 2007.

Es stellt sich insofern die Frage, wie stark die Entwicklung in Nordamerika von den USA geprägt ist.

Das verdeutlicht Abbildung 17, in der die Entwicklung des Brutto- und Netto-Privatvermögens und der privaten Schulden in den USA und Kanada dargestellt ist, die sich rechnerisch aus den Daten des Global Wealth Databook 2013 ermitteln lässt.

 SLE_A17_Vermögensmix in Nordamerika_Brutto-,Netto-Vermög, priv Schulden 2000-2013

Abbildung 17

Zwar haben sich die privaten Schulden in Kanada im Unterschied zu den USA in absoluten Zahlen ausgedrückt nach 2008 Jahr für Jahr erhöht – von 1.100 Milliarden Dollar (2008) auf knapp 1.700 Milliarden Dollar, was einem Anstieg um 52 Prozent entspricht. Auch sind die privaten Schulden in den USA zwischen 2007 und 2012 fortlaufend gesunken, allerdings – angesichts des hohen Niveaus von 14.300 Milliarden Dollar in 2007 – „nur“ um 6,7 Prozent bzw. rund 950 Milliarden Dollar.

Andererseits sind sie in 2013 aber auch wieder um rund 250 Milliarden Dollar gestiegen und insgesamt ist der Einfluss der Entwicklung der Privatschulden in Kanada auf die in Nordamerika im betrachteten Zeitabschnitt 2000-2013 gering. Letzteres gilt ebenso für die Entwicklung des Brutto- und Nettovermögens.

Das Netto-Privatvermögen in Nordamerika hat sich von 2008 bis 2013 (siehe Abbildung 9 in Teil 3) um 27.700 Milliarden Dollar (+54,1%) erhöht. Das Brutto-Privatvermögen (finanzielles + nicht-finanzielles Privatvermögen) vergrößerte sich im gleichen Zeitraum um rund 27.600 Milliarden Dollar (+41,4%).

Mit anderen Worten erklärt sich der steile Anstieg des Privatvermögens in Nordamerika nach 2008 (Abbildung 16) im Wesentlichen durch die signifikante Vergrößerung des Brutto-Privatvermögens in den USA im Zuge der Krise (siehe zur Entwicklung des (Netto-)Privatvermögens in den USA Abbildung 4 in Teil 2). Die Entwicklung der privaten Schulden in den USA und Kanada hat dazu nicht beigetragen, die Vermehrung des Brutto-Privatvermögens in Kanada im Krisenabschnitt 2008-2013 allenfalls marginal.

In Anbetracht des überdurchschnittlich hohen und zudem von 2009-2012 gestiegenen Anteils des finanziellen Privatvermögens (von 64,9 (2009) auf 67,2 Prozent (2012)) am Brutto-Privatvermögen in Nordamerika (siehe Abbildung 14 in Teil 3), ist es darüber hinaus naheliegend anzunehmen, dass die Vergrößerung des Privatvermögens in Nordamerika hauptsächlich auf eine beträchtliche Vermehrung des finanziellen Privatvermögens in der Krise zurückzuführen ist.

Veränderung der Anteile des finanziellen Vermögens und der privaten Schulden in der Krise nach Ländern

Der Anteil des finanziellen Privatvermögens am Brutto-Privatvermögen ist zudem, wie Abbildung 18 für den Zeitraum 2000-2013 für 12 Länder veranschaulicht, sowohl in Kanada als auch in den USA überdurchschnittlich hoch. Das gilt ganz besonders für die USA, aber interessanterweise sogar in noch stärkerem Maße für die Niederlande.

SLE_A18_Vermögensmix 12Länder_finanzPVer+PSchuld 2000-2013 Abbildung 18

Erläuterung von Abbildung 18 zur Vermögenszusammensetzung in 12 Ländern

In Abbildung 18 ist die Vermögenszusammensetzung in ausgewählten Ländern dargestellt und wie sich diese zwischen 2000 und 2013 verändert hat. Dabei geben die blauen Säulen den Anteil des finanziellen Privatvermögens und die roten Säulen den Anteil der privaten Schulden am Brutto-Privatvermögen in diesen Ländern an.

Das nicht-finanzielle Privatvermögen ist nicht abgebildet.

Das ist im Grunde auch nicht erforderlich. Denn finanzielles und nicht-finanzielles Privatvermögen zusammengerechnet ergeben für jedes Land (oder jede Weltregion) das Brutto-Privatvermögen und damit immer 100 Prozent. Wenn also beispielsweise das finanzielle Privatvermögen in Australien im Jahr 2000 37,2 Prozent betragen hat, wie aus der Abbildung ersichtlich ist, dann bedeutet das, dass der Anteil des nicht-finanziellen Privatvermögens im gleichen Jahr bei 62,8 Prozent lag.

Aus der Addition von nicht-finanziellem und finanziellem Privatvermögen abzüglich der privaten Schulden ergibt sich das Netto-Privatvermögen. Wenn also vom „Privatvermögen“ die Rede ist – im Global Wealth Databook der Credit Suisse und in dieser Aufsatzreihe, dann ist damit immer das Netto-Privatvermögen gemeint.

Die Ländernamen unter den Säulen sind teils gelb, teils weiß gehalten, damit die EU-Mitgliedstaaten (weiß) auch visuell gleich den ersten Blick leichter zu erfassen sind.

Abbildung 18 schließt die Top 9 Länder ein (USA, Japan, China, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, Kanada und Australien) sowie Nummer 11 (Indien), Nummer 17 (Niederlande) und Nummer 25 (Dänemark) des Rankings der nach Privatvermögen reichsten Länder beim Stand von 2013.

Das Global Wealth Databook weist die Vermögenszusammensetzung nicht für alle Länder aus. Deswegen können in dieser Hinsicht in Teil 4 und Teil 5 dieser Aufsatzreihe nicht alle Top 19 Länder und EU-Mitgliedstaaten untersucht werden. Die Länderauswahl erfolgte deswegen unter dem Gesichtspunkt, die wichtigsten bzw. reichsten EU- und Top 19 Länder einzubeziehen, für die Daten vorliegen. Die zwölf Länder in Abbildung 18 stehen im Global Wealth Databook 2013 zusammen allerdings für rund 80 Prozent des privaten Weltvermögens (2013). Insofern kann die Analyse dieser Länderauswahl unter dem Aspekt der Veränderungen in der Vermögenszusammensetzung im Krisenverlauf bereits sehr aufschlussreich sein.

Für alle zwölf Länder in der Abbildung 18 sind ergänzend die Prozentwerte für die Jahre 2000 (dunkelblau bzw. rot) und 2013 (weiß) ausgewiesen, um zu verdeutlichen, wie stark sich die Anteile in den Ländern in Zahlen ausgedrückt in diesem Zeitabschnitt verändert haben.

Für einige Länder sind aus demselben Grund zudem die – in unterschiedlichen Jahren erreichten – Tiefstwerte beim Anteil des finanziellen Privatvermögens angegeben (türkisfarben), z.B. für Dänemark 48,9 Prozent im Jahr 2003 und für die USA 64,1 Prozent im Jahr 2005. In gleicher Weise werden auch Höchstwerte beim Schuldenanteil (orange) angegeben, etwa 36,1 Prozent in 2008 in Dänemark und 23,4 Prozent in 2008 in den USA. Die beiden mittelblauen Werte über den Säulen für den Anteil des finanziellen Privatvermögens in China und Japan beziehen sich im Falle Chinas auf das Jahr 2007 und im Falle Japans auf das Jahr 2005. Sie wurden ergänzend angegeben, weil dies die – ansonsten visuell schwer zu auszumachenden – Höchstwerte für die beiden Länder im gesamten Betrachtungszeitraum waren.

Auswertung von Abbildung 18

Auf die Entwicklung der privaten Schulden in Indien, China, Kanada und den USA wurde in absoluten Zahlen bereits im Zusammenhang mit den Abbildungen 16 und 17 eingegangen. Die in Abbildung 18 veranschaulichte Entwicklung des Anteils der privaten Schulden am Brutto-Privatvermögen in diesen Ländern vervollständigt somit nur noch das Bild.

Generell lässt sich feststellen, dass sowohl die Entwicklung des Anteils der privaten Schulden als auch die des Anteils des finanziellen Privatvermögens in den zwölf Ländern sehr unterschiedlich verlaufen ist.

Es fällt auf, dass der Schuldenanteil in den industrialisierten Ländern offensichtlich signifikant höher ist als in den Schwellenländern. Insofern ist jedoch der Anteil der privaten Schulden in Frankreich und insbesondere in Italien eigentlich bemerkenswert gering. Überdurchschnittlich hoch ist er hingegen in Dänemark und in den Niederlanden, wobei die Entwicklung des Schuldenanteils in Dänemark ähnlich wie in den USA verlaufen ist.

Beim Anteil des finanziellen Privatvermögens hat es in den Ländern im betrachteten Zeitraum teils beträchtliche Schwankungen und Veränderungen gegeben.

In Dänemark ist dieser Anteil von 48,9 Prozent (2003) auf 56,7 in 2013 gestiegen (+7,8 Prozentpunkte) und erhöht hat er sich über die Zeit auch in Australien (+4,3 Prozentpunkte). Dasselbe gilt für Japan für 2000-2005 (+7,3 Prozentpunkte). Danach stagnierte dort aber der Anteil des privaten Finanzvermögens.

In Kanada hingegen ist er zwischen 2000 und 2012 um gut 9 Prozentpunkte gesunken. In Italien ist der Anteil des Finanzvermögens von 2000 bis 2013 kontinuierlich und deutlich zurückgegangen (‑11,7 Prozentpunkte). In Frankreich ist er von 2000-2005 regelrecht abgestürzt (‑10,2 Prozentpunkte), erreichte 2008 seinen Tiefststand (33,7 Prozent) und stagnierte seitdem. Enorm gefallen ist er auch in Großbritannien, wo er mit 45,2 Prozent (‑11 Prozentpunkte) ebenfalls in 2008 seinen Tiefststand erreichte. Danach ist er jedoch wieder deutlich gestiegen. Die Entwicklung des Anteils des finanziellen Privatvermögens in den USA war sehr ähnlich. Allerdings war der Rückgang in den USA nicht so groß wie in Großbritannien.

Bemerkenswert stabil geblieben ist im Ländervergleich nur der Anteil des privaten Finanzvermögens in Deutschland, wo im Übrigen auch der Anteil der privaten Schulden am Bruttovermögen Jahr für Jahr gesunken ist. Auch in dieser Hinsicht stellt Deutschland eine Ausnahme dar.

Veränderung des finanziellen Privatvermögens im Krisenabschnitt 2008-2013 nach Ländern

Richtig zu bewerten sind die aufgezeigten Verschiebungen der Anteile am Brutto-Privatvermögen innerhalb der Länder jedoch erst, wenn man ergänzend dazu die Entwicklung in absoluten Zahlen betrachtet. Die Frage, die zu beantworten ist, lautet:

Wie haben sich diese Verschiebungen auf die Entwicklung des finanziellen Privatvermögens in diesen Ländern im Zuge der Krise ausgewirkt?

Der schon in den vorangegangenen Teilen der Aufsatzreihe verwendeten Systematik folgend, wurden die entsprechenden Daten aus dem Global Wealth Databook rechnerisch aufbereitet, um zeigen zu können, wie sich finanzielles und nicht-finanzielles Privatvermögen und private Schulden in den Ländern in zwei verschiedenen Krisenabschnitten (2008-2013 und 2009-2012 (Euro-Krise)) verändert haben.

In Abbildung 19 ist dies zunächst für den Zeitraum 2008-2013 geschehen.

2008 war das Jahr der Lehman-Pleite und des Beginns der Finanzmark- und Weltwirtschaftskrise. Es war zugleich, wie in Teil 1 und Teil 2 der Aufsatzreihe aufgezeigt wurde, das Jahr, in dem das Privatvermögen sowohl in den führenden (und reichsten) EU-Mitgliedstaaten als auch in vielen Top 19 Ländern auf den tiefsten Stand gefallen war.

Was sich oben bei der Analyse der Entwicklung von Brutto-, Netto-Privatvermögen und privaten Schulden in Nordamerika bereits abzeichnete, bestätigt die Auswertung auf der Ebene der Länder.

SLE_A19_Veränderung finanzielles+nicht-finanzVermögen+privSchulden_12Länder 2008-2013 Abbildung 19

Von 2008 bis 2013 haben sich zwar sowohl das private finanzielle als auch das private nicht-finanzielle Vermögen in Nordamerika (USA und Kanada) Jahr für Jahr vergrößert (siehe oben Abbildung 17). Allerdings gehen 65,7 Prozent oder 18.100 Milliarden Dollar des Anstiegs des Brutto-Privatvermögens in Nordamerika zwischen 2008 und 2013 auf die Vergrößerung des finanziellen Privatvermögens (+27.500 Mrd. Dollar) zurück. Dieser Prozentwert ändert sich so gut wie gar nicht, wenn man das Netto-Privatvermögen als Bezugsgröße nimmt, weil sich die privaten Schulden in Nordamerika im gleichen Zeitraum praktisch nicht verändert haben (siehe Abbildung 17).

Das wird auch beim Blick auf Abbildung 19 verständlich. Denn während die privaten Schulden in den USA von 2008-2013 um rund 600 Milliarden Dollar gesunken sind, sind sie in Kanada um denselben Betrag gestiegen.

Mehr als alles andere verdeutlicht Abbildung 19 jedoch wie außergewöhnlich stark das Brutto-Privatvermögen im Ländervergleich alleine in den USA in diesem Krisenabschnitt gewonnen hat.

Dabei ist der Anteil, den das finanzielle Privatvermögen am Anstieg des Brutto-Privatvermögens in den USA im betrachteten Krisenzeitraum hatte, mit 67,6 Prozent sogar noch größer als im Falle ganz Nordamerikas.

Bemerkenswert ist bei Abbildung 19 des Weiteren, dass es, gemessen an den absoluten Zahlen, in dieser – in 2013 für rund 80 Prozent des privaten Weltvermögens stehenden – Ländergruppe neben den USA nur wenige weitere echte Krisengewinner gibt, nämlich China, Australien und Großbritannien.

Interessant ist zudem, dass in dieser kleinen Gewinner-Gruppe das finanzielle Privatvermögen außer in den USA nur in einem weiteren Land überproportional zum Anstieg des Brutto-Privatvermögens beigetragen hat, nämlich in Großbritannien (80%).

In den Sinn kommt einem dabei natürlich, dass in diesen beiden Ländern zugleich auch die beiden wichtigsten Finanzzentren der Welt liegen und die Finanzindustrie in einem hohem Maße zur Wirtschaftsleistung beiträgt – ganz besonders in Großbritannien.

Allein aus der Entwicklung der auf Länderebene aggregierten Daten zur Entwicklung des Privatvermögens lässt sich indes sicher nicht klären, inwieweit hier ein Zusammenhang besteht. So oder so kann man angesichts dieses Krisenergebnisses bei den Privatvermögen ins Grübeln kommen, worin wohl der Informationsvorsprung der Finanzprofis speziell in den USA bestehen mag und was sie so viel besser machen als ihre Kollegen in allen anderen Ländern des Vergleichs.

Bei der Bewertung des Vermögensanstieges in den USA und in China, ist selbstverständlich zu berücksichtigen, dass China ein aufstrebendes Schwellenland ist und in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich hohe, überwiegend sogar zweistellige Wirtschaftswachstumsraten aufzuweisen hatte. Es ist evident, dass diese hohe wirtschaftliche Dynamik sich in einem entsprechenden Anstieg des privaten Wohlstandes niederschlägt.

Aus den auf Ländereben aggregierten Daten zur Privatvermögensentwicklung, die in Abbildung 19 verwendet wurden, geht freilich nicht hervor, wie ungleich die Verteilung des Wohlstandsanstieges in China verläuft. Doch das gilt ebenso für die USA, wo das Vermögenskonzentration ähnlich hoch ist und die Ungleichheit darüber hinaus weiter zugenommen hat.

In jedem Falle aber bleibt festzuhalten, dass sich der Wohlstandsanstieg in den USA nicht in einer mit China vergleichbaren Weise durch die wirtschaftliche Entwicklung erklären lässt. Das Wirtschaftswachstum ist in den USA nach 2008 schwach geblieben und hat sich erst in jüngster Zeit wieder leicht erhöht.

Das schlechte Abschneiden des Privatvermögens in Japan erklärt sich – so wie schon in den vorangegangenen Analysen – vor allem durch im Zuge der Abenomics stark gelockerte Geldpolitik, die zu einer starken Abwertung des Yen führte.

Veränderung des finanziellen Privatvermögens in der Euro-Krise nach Ländern

Wie bereits zuvor Teil 2 erläutert, geben die Daten im Global Wealth Databook der Credit Suisse für die Jahre 2000-2011 jeweils den Stand des Privatvermögens zum Jahresende und ab 2012 den zur Jahresmitte an.

Das heißt folglich, dass die Daten für das Jahr 2009 den Stand des Privatvermögens zum Ende desselben Jahres wiedergeben. Das Ende des Jahres 2009 stellt zugleich den Beginn der Griechenlandkrise und damit der Euro-Krise dar.

Die akute Euro-Krise endete de facto mit dem im Juli 2012 vom EZB-Präsidenten Mario Draghi gegebenen Versprechen, alles zu tun, um den Euro zu erhalten. Die Vermögensdaten der Credit Suisse für das Jahr 2012 geben den Stand zur Mitte des Jahres wider. Insofern ergibt sich als Zeitabschnitt für die Euro-Krise im Rahmen der Analyse der Veränderungen des finanziellen und nicht finanziellen Privatvermögens sowie der privaten Schulden in der Euro-Krise schlüssig der Zeitraum 2009-2012. Das Ergebnis dieser Analyse zeigt Abbildung 20.

Auswertung von Abbildung 20 für den Krisenabschnitt 2009-2012 (Euro-Krise)

Abbildung 20 zeigt, wie sich finanzielles und nicht-finanzielles Privatvermögen sowie private Schulden in der Euro-Krise (2009-2012) in den gleichen zwölf Ländern verändert haben. Es ergibt sich ein stark verändertes Bild, aber im Kern doch ein sehr ähnliches Muster. Denn auch in diesem Krisenabschnitt gibt es nur wenige Gewinner und der größte Gewinner sind wieder die USA.

SLE_A20_Veränderung finanzielles+nicht-finanzVermögen+privSchulden_12Länder 2009-2012 Abbildung 20

Die Abbildung veranschaulicht, dass es unter den EU-Mitgliedstaaten der Länderauswahl keine Gewinner gab. Das war aufgrund der Ergebnisse der Analyse in Teil 2 und Teil 3 auch nicht anders zu erwarten gewesen (siehe dazu Abbildung 6, 7 und 8).

Was man hier jedoch sehen kann, ist, dass die Verluste in Italien, Deutschland und Großbritannien in dieser Länderauswahl am höchsten waren. Während jedoch in Italien und Deutschland die höchsten Verluste beim finanziellen Privatvermögen angefallen sind, war das in Großbritannien nicht der Fall. Dort gab es den höchsten Verlust beim nicht-finanziellen Privatvermögen (das insbesondere Immobilien und Land umfasst). Letzteres ist allerdings in der Euro-Krise auch in Deutschland und Italien vergleichsweise deutlich geschrumpft. In Frankreich gab es wiederum nur beim finanziellen Privatvermögen eine negative Entwicklung.

Australien und Kanada zählen in der Euro-Krise ebenso wie im Krisenabschnitt 2008-2013 zu den Vermögensgewinnern. Aber in beiden Ländern ist der Anstieg beim finanziellen Privatvermögen in der Euro-Krise hinter den Anstieg des nicht-finanziellen Privatvermögens zurückgefallen. Im Falle Kanada sogar signifikant (siehe dazu oben Abbildung 19). Das Wachstum des finanziellen Privatvermögens hat also in beiden Ländern weniger stark zum Anstieg des Brutto-Privatvermögens beigetragen als im Abschnitt 2008-2013.

Dasselbe gilt auch für China. Nur in den USA und Japan ist das nicht der Fall.

Dass die Japaner in der Euro-Krise beim Brutto-Privatvermögen als Gewinner dastehen, nicht aber im Abschnitt 2008-2013, hängt wie bereits ausgeführt damit zusammen, dass 2013 die starke Yen-Abwertung zum Tragen kommt. Im Falle Japans hat der Vergleich der Entwicklung in den beiden Krisenabschnitten deswegen wenig Aussagekraft. Es fällt lediglich auf, dass das der Unterschied der Beiträge des finanziellen und des nicht-finanziellen Privatvermögens zum Wachstum des Brutto-Privatvermögens in Japan nicht so groß ist wie in den USA.

Der Anteil des finanziellen Privatvermögens am Plus beim Brutto-Privatvermögen liegt in Japan in der Euro-Krise bei 58,1 Prozent. In den USA hingegen trägt das Wachstum des finanziellen Privatvermögens mit 88 Prozent den größten Teil des Anstiegs des Brutto-Privatvermögens. Beim finanziellen Privatvermögen haben die USA zudem in der Euro-Krise weit stärker hinzugewonnen als im Krisenabschnitt 2008-2013 (+67,6%).

Gibt es ein Geheimnis des finanziellen Erfolgs?

Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Anteils des finanziellen Privatvermögens am Bruttovermögen in Nordamerika und in den USA ist evident, dass das Privatvermögen dort überdurchschnittlich stark von boomenden Finanzmärkten profitiert. Umgekehrt ist zu erwarten, dass es im Falle von Finanzkrisen auch überproportional stark negativ betroffen ist.

Zur Erinnerung: Nach der Finanzmarktkrise infolge der Pleite von Lehman Brothers boomten die Finanzmärkte und auch die europäische Schuldenkrise hat daran nichts geändert. Insofern ist es absolut schlüssig, dass sich das Privatvermögen nach 2008 in den USA Jahr für Jahr vergrößert hat.

Es ist allerdings nicht ohne weiteres nachvollziehbar, wieso das Privatvermögen in anderen reichen Ländern, in denen das finanzielle Privatvermögen ebenfalls einen überdurchschnittlich hohen Anteil am Brutto-Privatvermögen hat (siehe oben Abbildung 18), offensichtlich bei weitem nicht so stark davon profitierte wie das in den USA (siehe oben Abbildungen 19 und 20 sowie Abbildung 4), was sich ja auch in der starken Vergrößerung des Anteils der USA am privaten Weltvermögen in der Krise und eben besonders im Zeitraum 2008-2013 widerspiegelt (siehe dazu Abbildung 7 in Teil 2).

Ausblick auf Teil 5

In Teil 5 soll es deswegen um die schon am Ende von Teil 3 angekündigte Analyse der Zusammensetzung des finanziellen Privatvermögens auf Länderebene gehen, um zu überprüfen, ob sich daraus ein weitergehender Aufschluss gewinnen lässt. Unterschieden wird dabei zwischen liquiden Mitteln, Aktien und anderen Beteiligungen sowie sonstigen Finanzanlagen. (Die anderen Aufsätze der Reihe finden sich hier: Teil 1 “Vermögensbilanz des Euro-Krisenmanagements” und Teil 2 “Gewinner und Verlierer der Euro-Krise im Klub der reichsten Länder”)

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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10 KommentareKommentieren

  • Frank Bell - 1. Februar 2014

    Vielen Dank für den Beitrag.

    Vermögensentwicklung: Tja, wer vor 5 Jahren einen Call auf den DAX oder den DOW gekauft hätte, hätte sein Vermögen schön “entwickeln” können.

    Hätte, wäre, wenn…

    • Holly01 - 2. Februar 2014

      Hätte, hätte Fahrradkette,
      bei einem Pokerspiel kann man auch schön mitspielen. Aber wenn ein Spieler 80% vom Tischgeld hat, dann darf nie zu viel im pott sein, sonst wird fer pott “gekauft”.
      So ist das in unausgewogenen Systemen nun einmal. Die Kleinen dürfen die Nase nie zu weit rausstrecken ….

    • Holly01 - 2. Februar 2014

      Hinter “Hätte, hätte Fahrradkette” gehört zumindest ein ;-) oder auch ein :-)

      Das wäre vergossene Milch, als man hätte realistisch spekulieren können. So ist das alles nur der Tanz auf dem Vulkan und jemand wird sich die Füsse verbrennen.

      Ein Ende der Vorfinanzierung bedingt immer einen extremen Anpassungsprozess. Das die Politik das bisher aufschieben und strecken konnte, ist auf den Vorgang bezogen durchaus eine starke Leistung.

  • Frankenfurter - 1. Februar 2014

    Hallo SLE, kann man das Privatvermögen, besonders das der wirklichen Reichen 1 Prozent, heute überhaupt noch nach Nationalität zuordnen? Verbuddeln die ihre Schatzkistenchen nicht überall auf der Welt und schreiben draußen irgendwelche Nonames dran?

    • SLE - 2. Februar 2014

      Hallo Frankenfurter,

      alle wichtigen internationalen Institutionen (Notenbanken, UN, EU-Kommission, IWF, Weltbank, OECD) tun es gemäß des von ihnen international festgelegten Sytems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (SNA93 bzw. für Europa mit einigen Differenzierungen ESVG95 bzw. novellierte Fassungen). Gerade erst letzte Woche hat die Bundesbank die entsprechenden neuen Daten für Deutschland veröffentlicht.

      Viele Grüße
      SLE

  • JL - 2. Februar 2014

    Sehr geehrter Stefan L. Eichner

    Ihre Abbildung 20 ist sehr interessant.

    Zum einen erkennt man, dass im Euroraum die wirtschaftliche reale Erholung nicht geglückt ist- man Investiert halt nicht mehr-, stattdessen sich aber die Investitionen von Realwerten sich klar nach China und dessen Zulieferer Australien, Japan und Kanada anteilig verschoben haben.

    Bemerkenswert ist auch, dass überall dort wo der Verschuldungsgrad bei den privaten Schulden steigt es ein erkennbares Wachstum an nichtfinanziellen Vermögenswerten gibt. Da auch hier in Europa die Privatverschuldungen „zurückgefahren“ werden, erklärt sich auch die mangelnde Investitionsbereitschaft bei den nichtfinanziellen Privatvermögen.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Gratislogin1 - 3. Februar 2014

    Sehr geehrter SLE,

    sry ihre überaus interessante Arbeit und wissenschaftliche Herangehensweise ruft mehr Fragezeichen hervor als es sie klärt (alte Hausfrau:) )

    Wie kann eine Volkswirtschaft mit verrottenden Immobilien reicher werden?
    Welche Rolle spielt die Fed?
    Wenn Draghi morgen einigen EU Bürgern 1 Billon Euro überweist, ist dann die EU der größte Gewinner?
    Schulden und Guthaben sind Null, warum steigen Vermögen während US Schulden sinken?

    Konsequenz: Die Fed druckt noch mehr als angegeben oder die NSA Finanzexperten haben “übermenschliche” Kräfte bzw. das Dollarmonopol geniesst Narrenfreiheit.
    Das ganze nennt man Inflation ohne Inflationswirksamkeit. Warum die Asiaten der FED :) keinen Besitz zugestehen wird dadurch klarer.

    • Querschuss - 3. Februar 2014

      “Schulden und Guthaben sind Null, warum steigen Vermögen während US Schulden sinken?” Geldvermögen und Geldschulden sind Null, davon unbenommen sind Sach- und Realvermögen. Bewertet man die Sachvermögen, nach aktuellen Marktpreisen, kann immer das ausgewiesene Gesamtvermögen über den ausstehenden Schulden stehen.

      Gruß Steffen

    • SLE - 3. Februar 2014

      Hallo Gratislogin1,

      Steffen hat Ihnen ja netter Weise schon ein Frage beantwortet.

      Was die (verrottenden) Immobilien anbelangt, so wurden für deren Bewertung ebenso wie für alle anderen Asssets internationale Standards festgelegt, um eine einheitliche und vergleichbare Erfassung im Rahmen des Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu ermöglichen.

      Welche Rolle die Fed und die EZB bei der Vermögensentwicklung spielen, lässt sich aus dieser Analyse nicht direkt ableiten. Oder anders ausgedrückt ist es unwahrscheinlich, dass die lockere Geldpolitik der Fed der zentrale Grund dafür ist, dass die privaten Vermögen in den USA so viel stärker gestiegen sind als anderswo. Aber natürlich ist, wie schon in Teil 2 und Teil 3 ausgeführt, auffällig, dass die Talfahrt der privaten Vermögen in Europa nach Mario Draghis Versprechen, alles für den Erhalt des Euro zu tun, gestoppt wurde und es in 2013 wieder aufwärts ging. Ob dies eine nachhaltige Trendwende ist, lässt sich allerdings wohl erst dann sagen, wenn die Vermögensdaten für 2014 vorliegen und sich die positive Entwicklung bestätigt.

      Die Entwicklung der Privatvermögen und speziell der finanziellen Vermögen ist in gewisser Weise ein Erfolgsindikator für die Finanzmarktakteure in den den verschiendenen Ländern. Was die Analyse zeigt, ist, dass sich die Finanzmarkt und Immobilienkrise, die 2007/2008 in den USA ihren Ausgang nahm und in deren Zuge von vielen Regierungen enorme Mittel aufgebracht wurden, um deswegen in Schieflage geratene Großbanken zu retten und die Finanzmärkte zu stabilisieren, sich in der Entwicklung der Privatvermögen zwar widerspiegelt. Gleichwohl lässt sich aber festhalten, dass das Privatvermögen in den USA sich rasch und kräftig erholt hat und der mit Abstand görßte Krisengewinner ist. Das Privatvermögen in Europa ist indes Krisenverlierer und das gilt ganz besonders für die Phase der Euro-Krise, in der ebenfalls das Privatvermögen in den USA massiv profitierte.

      In der Euro-Krise ist von vielen immer wieder der Vorwurf erhoben worden, es werde gegen den Euro spekuliert. Mario Draghis Versprechen stellt eine Zäsur bei der Entwicklung der Privatverögen in Europa dar. Ferner ist es vor dem Hintergrund des Ursprungs der Immobilien- und Finanzmarktkrise schon erstaunlich, das sich gerade das Privatvermögen in den USA in der Krise ab 2008 so viel besser entwickelt hat als anderswo. Zwar haben dabei ganz sicher auch noch andere Faktoren eine Rolle gespielt. Aber ich denke schon, dass die Analyse schon die Frage aufwirft, wie die Finanzmarktakteure das gemacht haben.

      Die Inflation hat im Übrigen keine Bedeutung für die vergleichende Analyse der Entwicklung der (in Dollar bewerteten) Privatvermögen. Hier kommte es nur auf die Differenzen zwischen den Beträgen an, nicht auf die absoluten Höhe.

      Viele Grüße
      SLE

  • zykliker - 3. Februar 2014

    Frage & Anmerkungen:

    Enthält die Summe der Schulden auch die Schulden von Personen, deren Nettovermögen negativ ist? Also z.B. Studienkredite, Kreditkartenschulden ohne positive Gegenposten, Hypothekenkredite “unter Wasser”?

    Ich frage mich, in welchen Positionen sich die unterschiedliche Entwicklung der Finanzvermögen in USA und z.B. D realisiert:

    Also nicht Südeuropa, wo die Depression die Ersparnisse aufzehrt; Aktien sind in USA & D ungefähr gleich stark seit 2009 gestiegen; allerdings unterschiedliche Aktienkultur! Sind die Besitzanteile an US- und deutschen Aktien durch das jeweilige Ausland so krass verschieden?
    Wenn in den USA mehr als anderswo auf Kredit spekuliert wird, steigt das (Brutto-) Finanzvermögen überproportional.
    Wenn, wie geschehen, die Staatsschulden in USA & D verschieden stark steigen, entwickeln sich spiegelbildlich die Forderungen unterschiedlich; werden wirklich immer noch große Teile der US-Anleihe-Emissionen privat oder über Fonds im Inland gezeichnet (man hört von den Käufen der Chinesen – bis vor kurzem – und den Käufen der FED)
    Die Altersvorsorge-Systeme sind in USA & D verschieden; die Rentenansprüche der Deutschen sind nicht Teil der Vermögensstatistik, wohl aber die Anlagen der US-Pensionsfonds?
    Alle Statistiken sind wohl zur Vergleichbarkeit in US-$ erstellt; könnte es sein, dass sich der Wechselkurs des US-$ aus verschiedenen Gründen seit 2008 nicht gemäß den Fundamentals entwickelt hat, sondern inzwischen verzerrt (zu hoch) ist? Andererseits, der € ist als Krisenwährung ja auch nicht gerade unterbewertet. Die Entwicklung der Kaufkraftparität, z.B. gemäß Big-Mac-Index, kenne ich allerdings nicht.
    Enthalten die Statistiken auch die Vermögensposten in den Bilanzen der Unternehmen? Wenn also Konzerne wie Apple oder Siemens ihre Erträge (nach Steuern(!?)) selbst beim besten Willen nicht in die Realwirtschaft investieren können und auch nicht ausschütten wollen, müssen sie in Finanz-assets anlegen. kann es hier zu Doppel-/Mehrfach-Zählungen kommen (bei der AG, evt ihren Töchtern & bei den Aktionären)? Wenn wir die anders als in D wesentlich ungleichere BIP-Verteilung in den USA zugunsten z.B. ihrer Konzerne berücksichtigen, könnte auch hier eine Erklärung für die aus meiner Sicht sehr ungesunde Entwicklung der Finanzvermögen zu finden sein.