BuBa zur Buchgeld-Schöpfung der Banken

von am 1. Mai 2017 in Allgemein

Was lange als latente Verschwörungstheorie abgetan wurde, die Geldschöpfung von Buchgeld durch Banken, ist nun im Monatsbericht April 2017 auch von der Deutschen Bundesbank bestätigt worden. Im Jahr 2014 hatte es bereits die Bank of England getan, im Quarterly Bulletin Q1 2014 (Money creation in the modern economy). So schreiben die Bundesbanker im Aufsatz (“Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess”) im Monatsbericht April 2017: “Die Buchgeldschöpfung ist das Ergebnis eines Buchungsvorgangs: Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, verbucht sie die damit verbundene Gutschrift für den Kunden als dessen Sichteinlage und somit als eine Verbindlichkeit auf der Passivseite ihrer Bilanz. Dies widerlegt einen weitverbreiteten Irrtum, wonach die Bank im Augenblick der Kreditvergabe nur als Intermediär auftritt, also Kredite lediglich mit Mitteln vergeben kann, die sie zuvor als Einlage von anderen Kunden erhalten hat.” …Die Banken können also Buch(Giral)geld aus dem NICHTS schöpfen, in dem man die Bilanz verlängert (Kreditvergabe/ Gutschrift Einlage). Die Bank vermittelt nicht die Einlagen von Kunden an Kreditnehmer, sondern der Kredit selbst schafft Einlagen und nur wenn diese Einlage abfließt benötigt die Bank Zentralbankgeld.

Infos zum Login-Bereich

Noch etwas unbekannter, Banken können nicht nur mittels Kredit Buchgeld aus dem NICHTS schöpfen, auch für sich selbst können Banken Geld schöpfen, für den Erwerb von Immobilien und anderen Vermögenswerten:

Quelle: Bundesbank.de/Häufig gestellte Fragen zum Thema Geldschöpfung

Zur rechtlichen Frage der Buchgeldschöpfung:

Quelle: Bundesbank.de/Häufig gestellte Fragen zum Thema Geldschöpfung

Die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt.” …Das ist eine Ansage!!

Da wo Geld aus Kredit entsteht, verschwindet es auch wieder bei seiner Tilgung:

Quelle: Bundesbank.de/Häufig gestellte Fragen zum Thema Geldschöpfung

Quelle. Bundesbank.de/Häufig gestellte Fragen zum Thema Geldschöpfung

Die Buchgeldschöpfung der Banken als Buchung:

“Das klassische Beispiel für die Buchgeldschöpfung einer Bank ist die Buchkreditgewährung an eine inländische Nichtbank, bei der der Kreditbetrag dem Kreditnehmer nicht bar ausbezahlt, sondern auf seinem Konto als Sichteinlage gutgeschrieben wird. Hierzu wird im Beispiel angenommen, dass die Bank  A ihrem Kunden X nach entsprechender Prüfung einen Buchkredit über 1000 € gewährt. Die Gutschrift des Geldbetrages in Form der Bankeinlage erscheint in der Bilanz des Kunden X als Forderung gegenüber der Bank; die Verpflichtung zur späteren Zurückzahlung des Kredits stellt in gleicher Höhe eine Verbindlichkeit des Kunden X gegenüber der Bank dar (siehe nebenstehende Darstellung, oberes Konto). Spiegelbildlich zum Kundenkonto erhöhen sich in der Bilanz der Bank A deren Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Kunden (siehe mittleres Konto). Im Ergebnis kommt es in beiden Fällen zu einer Bilanzverlängerung; zugleich wurden durch diese Buchungsvorgänge 1000 € Buch- oder Giralgeld geschaffen.”

“Die Bilanz der Zentralbank hat sich dagegen nicht verändert (siehe nebenstehende Darstellung, unteres Konto). Dennoch kommt der Zentralbank als Produzent von Zentralbankguthaben eine wichtige Rolle zu. Denn Bank  A muss davon ausgehen, dass Kunde X den Kreditbetrag für Zahlungsvorgänge verwenden wird. Diese führen in der Regel dazu, dass die von Bank A geschaffenen Sichteinlagen (zumindest teilweise) an andere Banken abfließen, bei denen die Zahlungsempfänger ihre Konten unterhalten. Ist dies der Fall, so benötigt Bank A in der Regel Zentralbankguthaben, um den Einlagenabfluss abzuwickeln, denn ein Großteil der bargeldlosen Zahlungsvorgänge zwischen Banken wird über Zentralbankkonten verrechnet.”

Die Bedeutung der Zentralbankguthaben für die Buchgeldschöpfung der Banken kann man hier auf Seite 19 der BuBa PDF vertiefen: Monatsbericht April 2017, hier die Darstellung dazu, wenn das geschaffene Buchgeld vom Kunden (Kreditnehmer) an eine andere Bank für deren Kunden (z.B. Verkäufer einer Maschine) überwiesen wird:

Nur wenn das geschöpfte Buchgeld an eine andere Bank abfließt, dann braucht die Bank Zentralbankgeld, in Form von einem Guthaben auf dem Zentralbankgeldkonto der BuBa. Dieses Zentralbankgeld kann sich die Bank auf dem Interbankenmarkt besorgen (leihen) oder direkt bei der BuBa über ein reguläres Refinanzierungsgeschäft oder über Wertpapiere (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen), welche die BuBa der Bank über das Asset Purchase Programm abkauft. Überschussliquidität in Zentralbankgeld, wie es gerade zu vielen hunderten Mrd. Euro durch die EZB über das Eurosystem (nationale NZBs) geschaffen wird, ist für die Buchgeldschöpfung der Banken gar nicht nötig. Sie müssen nur ihre tatsächlichen Nettoabflüsse von Sichteinlagen mit Zentralbankgeld bestreiten.

Nur Banken schaffen über die Buchgeldschöpfung realwirtschaftliches Wachstum, so wie ein Stocken der Buchgeldschöpfung zu wirtschaftlicher Kontraktion führt. Die welche Zugang zur Geldschöpfung haben, akkumulieren Vermögensgegenstände, Produktivkräfte, können Marktmacht entwickeln. Zentral ist auch wofür die Buchgeldschöpfung verwendet wird, für realwirtschaftliche Leistungen, spekulative Verwendungen, Staatsfinanzierung, Rüstung usw.

Nicht auszudenken, die Geldschöpfung würde ausschließlich für das gesamtwirtschaftliche Wohl eingesetzt, zum Anpeitschen gesellschaftlichen und sozialen Fortschrittes. Eine Frage stellt sich unweigerlich, ob für solche Ziele, das Privileg der Geldschöpfung in den richtigen Händen liegt?

Man könnte noch viel dazu schreiben, aber wichtig ist eigentlich nur, dass das was Interessierte schon immer wussten, das Banken Geld aus dem NICHTS (Buchgeld) schöpfen, dies nun auch offiziell von der Deutschen Bundesbank offen eingeräumt wird! Lesenswert dazu ist die Pressemitteilung, der komplette Aufsatz und die Antworten auf häufig gestellte Fragen durch die BuBa, hier die Links:

Bundesbank.de/Wie Geld entsteht

Bundesbank.de/Monatsbericht April 2017 ab Seite 15

Bundesbank.de/Vertiefung: Häufig gestellte Fragen zum Thema Geldschöpfung

Kontakt: info@querschuesse.de

Print article

131 KommentareKommentieren

  • Jeha - 2. Mai 2017 Antworten

    Und das geschöpfte Geld ist nicht einmal gesetzliches Zahlungsmittel. Das ist meines Wissens nur Bargeld.

  • Ert - 2. Mai 2017 Antworten

    Hallo allerseits,

    ich kan mich noch gut an die Beiträge von FESTAN hier im Blog aus ca. 2008/9 erinnern in denen der die Buchgeldschöpfung anhand von Bilanz & Co. – sehr ähnlich dessen was jetzt im BuBa Bericht steht – erklärt hat.

    Damals musste ich echt zig mal durch alles lesen – weil es, auch der Implikationen und des Weltbildes wegen, so unglaublich schien. Schön das der BuBa Bericht auch klarstellt, das die Banken das Buchgeld auch für eigene Geschäfte schöpfen können. Das hatte ich immer angenommen – und endlich habe ich es schwarz auf weiss.

    Nun ist mir auch klar, wie eine lokale Volksbank – die jetzt schon mehrfach fusioniert hat (wegen Problemen…) . hier ein riesiges Immobilen-Projekt in Eigenregie finanziert hat. Das ist ja wirklich komfortabel…. weil die Bank hier faktisch mit 0% Zinsen kalkulieren kann, denn Zinsen bzw. Gewinne aus dem Immogeschäft landen ja alle bei der Bank. Da die Banken alle noch einen Anlagestau in Bezug auf die Kundeneinlagen haben braucht es dann ggf. nicht mal eine Refi bei der BuBa,

    Das dieser Zugewinn aus dem Nichts einfach bei privaten Banken bleibt ist das wirklich absurde – gerade weil genau diese privaten Banken , in Notlagen, auch durch den Staat gerettet werden (müssen…). Genau diese Thematik ist gefühlt aus den Blogs & Co. komplett verschwunden.

    Mal schauen wann es die nächste Bankenkrise gibt – oder wie die Politik die Banken ‘hintenrum’ refinanziert.

    • FESTAN - 2. Mai 2017 Antworten

      Hallo Ert,

      schön, dass Du Dich noch an mich erinnerst, schaue hier auch täglich noch vorbei.

      Hatte das damals anhand des Büchlein “Modern Money Mechanics” (FED Chicago s.o.) nach einem Hinweis von Ellen Brown (Der Dollar Crash) herausgefunden und hier und im Gelben Forum ausführlich dargestellt. Im Jahr 2009 hat dann die Buba auf Veranlassung von Axel Weber ihr Schulbuch “Geld und Geldpolitik” in dieser Hinsicht angepasst. Anschließend habe ich hierüber einen Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Der damalige Pressesprecher der Buba bat mich davon abzusehen, dass sei so „nicht richtig“ (Zentralbankgeld nur benötigt, wenn Abfluss von “Einlagen” an andere Banken). Nun bestätigt die Buba, acht Jahre später, auch diesen Punkt und nähert sich immer weiter der Modern-Money-Theory (MMT) an, wie sie auch von den südeuropäischen Zentralbanken vertreten wird. (Primer on MMT hier: http://neweconomicperspectives.org/)

      Wir können also davon ausgehen, dass es einen Crash nie geben wird, falls sie es nicht wollen, da die Zentralbanken immer neues Geld – über die Monetisierung von Staatsanleihen – herausgeben können, um damit das System zu Inflationieren. Sie werden darüber aber ihre Glaubwürdigkeit verlieren, und darauf basiert ihr Geld.

      Grüße, FESTAN

      • sadoma - 2. Mai 2017 Antworten

        Wir können also davon ausgehen, dass es einen Crash nie geben wird, falls sie es nicht wollen, da die Zentralbanken immer neues Geld – über die Monetisierung von Staatsanleihen – herausgeben können, um damit das System zu Inflationieren. Sie werden darüber aber ihre Glaubwürdigkeit verlieren, und darauf basiert ihr Geld.

        Ist die finale Hyper-Inflation durch Vertrauensverlust in die Zentralbanken dieser Welt kein Crash?

      • Ert - 2. Mai 2017 Antworten

        Hi FESTAN,

        schön zu lesen das es Dich noch gibt – hatte damals sehr, sehr viel hier auf Basis Deiner Artikel gelernt und viel Verständnis aufgebaut. Ab und Zu habe ich dein Nickname auch noch im DGF gesehen – was es ggf. in ein paar Wochen nicht mehr gibt…

        In Bezug auf einen Crash stimme ich Dir zu. Auch in anderen Themenbereichen habe ich heute – 8 Jahre später andere Perspektiven als noch vor einigen Jahren. Schon spannend das ganze immer wieder abzugleichen und zu betrachten wo das Verständnis oder ein Auge blind war. Für mich war das ganze eine große Reise des Wissens, der Gefühle, Ängste, Emotionen – und heute einer ganz anderen inneren Ruhe + viele andere Veränderungen welche ich, könnte ich mich noch mal entscheiden, nicht ungeschehen machen würde.

        Da Du hier und im DGF weniger aktiv bist – genau wie ich – schätze ich mal, das auch Du durch viele Themen einfach ‘durch’ bist und einen eigenen Weg gefunden hast mit all dem umzugehen und ggf. ‘auf Sicht’ zu Leben bzw. das Leben nicht in die Zukunft zu verschieben… wie so viele die Meinen das Sie jetzt Hamstern müssen, damit es Ihnen in 20 oder 30 Jahren gut geht und Sie dannn (noch) Ihre ‘Rente’ geniessen können (höhö… 😉 Mal schauen wie es am Ende aus geht.

        Danke nochmal für alles und alles Gute für die Zukunft.
        LG
        Ert

        • FESTAN - 3. Mai 2017 Antworten

          Hallo Steffen, zuviel der Ehre!

          Hallo Ert, ja alles Schnee von gestern, carpe diem!

  • Georg Trappe - 2. Mai 2017 Antworten

    “….Dies widerlegt einen weitverbreiteten Irrtum, wonach die Bank im Augenblick der Kreditvergabe nur als Intermediär auftritt, also Kredite lediglich mit Mitteln vergeben kann, die sie zuvor als Einlage von anderen Kunden erhalten hat.”

    Aus der Sicht eines “latenten Verschwoerungstheoretikers” der sich seit einiger Zeit Aufklaerung in dieser Angelegenheit auf die Fahnen geschrieben hat, stellen sich da eine Reihe interessanter Fragen:

    Wer hat diesen “Irrtum” weit verbreitet und warum?

    Wie geht es mit den Fake Scientists und deren Theorien weiter, die auf diesem “Irrtum” basieren?

    Wird die Politikberatung durch diese Fake Scientists auf Basis des “Irrtums” fortgesetzt?

    Oder wird die Entdeckung des “Irrtums” Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik haben?

    Und was geschieht mit den Fake Nobelpreisen, die Fake Scientists von einer Bank und nicht von der Stiftung Alfred Nobels verliehen wurden?

    • Holly01 - 2. Mai 2017 Antworten

      Hallo Hr.Trappe,
      nichts wird sich ändern. Diese Berater zielen einfach auf das Bilanzrecht.
      Mit der Bilanzverlängerung entstehen Rechte und Pflichten und die sind verbindlich.
      Das kann man in Griechenland sehr schön beobachten.
      Ich muss auch für mich selbst einräumen, dass ich das noch garnicht verinnerlicht habe. Weil ja nun die ganzen “Ableitungen” schlagend werden.
      Das verändert meinen Blick auf die Welt gerade extrem und ich könnte nicht sagen das es ein gutes Gefühl ist.
      Vielles war ja “könnte”, nun ist das ja quasi Fakt.
      lg Holly

      • Marja - 2. Mai 2017 Antworten

        Hallo Holly,

        zwischen Fake und Fakt sind es halt im Alphabet nur ein paar Schritte.
        Schön ist auch das Gedicht über die Lüge von den kurzen Beinen (Erich Fried).

        Man muss halt auf die Sachwerte, nicht auf das Konto gucken. Je mehr ich hier lese, um so besser verstehe ich den Schnakenhascher. Der hat wenigstens lecker Brot und Hühnerfrikassee.

        http://schnake.square7.ch/wp/

        Sozial habe wir eine klare Dreiteilung:
        – die 50 %, die kein Nettovermögen haben,
        – die 49,9 %, die sich über ihr Buchgeld und ihre Anlagen freuen und dafür ordentlich arbeiten, und
        – die 0,1 %, die davon profitieren

        Übrigens sind unter den 10 reichten Menschen=Männern die meisten, welche durch neue Technologien dorthin gekommen sind. Also Innovation schlägt altes Geld, zumindest in den USA. Deutschland spielt auch nicht in dieser Liga.

        Grüße Marja

        • Holly01 - 2. Mai 2017 Antworten

          Bewertungsgewinner.
          Finanzierungen brauchen Bewertungen.
          Das ist alles Fantasy.
          Reich?
          Die sind IM Geldsystem und im besten Fall Gewinner der Umverteilung INNERHALB.
          Für die Systembetreiber ist das völlig egal.
          Geld ist Schuldgeld.
          Alles wird erworben mit Schuldgeld und jeder Käufer ist Schuldner im System.
          Alle Sicherheiten gehören dem System.
          Alle Rechte gehören dem System.
          Jeder Konsum nährt das System.
          Innerhalb kann jeder rumrennen und fett werden.
          Wer das System als solches beherrscht beherrscht aber alles.
          Meine Bank ist verschuldet bei meiner Notenbank.
          Meine Notenbank ist verschuldet bei der Ankerwährung, also dem FED System.
          Das FED System wird vom Hegemon mit jeder zur Verfügung stehenden Gewalt geschützt.
          Die Besitzer der FED halten nicht nur die Bank, sie halten das komplette System mit allen Inhalten, vom kleinsten µ bis zum fettesten Bonzen.
          Geldschöpfung ist genial.
          lg Holly

          • Marja - 2. Mai 2017 Antworten

            Hallo Holly,

            das Individuum ist ja nun nicht zu 100 % Marionette des Systems. Man muss ja nicht in der Mitte des Stroms schwimmen. Nur gibt es Freiheiten nicht im Mainstream und der, der sich eine Nische am Rand des Stroms sucht, muss mit den Anfeindungen leben und diese aushalten können.

            Das System funtioniert ja nur so lange, wie es genug Mitläufer gibt, die dem Mainstream genügend Volumen und Geschwindigkeit geben. Offenbar ist den meisten ein Aufenthalt im Mainstream noch sehr viel wert. Mir scheint, die Mainstream-Hoffnung ist in den letzten Jahren eher noch gewachsen. Außerhalb des Mainstreams stehen die Gewinner und die Verlierer des Systems, wobei diese Einschätzung natürlich immer nur vom Mainstream aus vorgenommen wird.

            Ich persönlich halte das Abseits für einen sicheren Ort, der mir persönlich sicherlich mehr Lebensqualität bietet.

            Irgendwie ist es heute auch wie im Mittelalter: der Glaube an den lieben Gott damals und der Glaube an das Buchgeld heute bedeuten für eine Minderheit Glück und für die Mehrheit ein (nicht einlösbares) Glücksversprechen.

            Spannend fand ich immer die Suche nach der Lücke im System oder besser, wie sich dieses System für mich selbst nutzen lässt. Solange die Mehrheit am Glücksversprechen festhält, ist solch ein System stabil. Die Hoffnung stirbt bekannterweise zuletzt. Auf absehbare Zeit sehe ich nicht, dass sich etwas am System ändern wird oder lässt.

            Der Hegemon ist ja auch nur Hegemon, weil man ihn in der Rolle lässt. Gerade bereitet er ja mit japanischer (!) Unterstützung einen Krieg in Nord-Korea vor. Das Geschwafel über Kim ist ja auch nicht anders als das über Hussein.

            Der Hegemon und das System entsteht durch die Mitläufer und derzeit scheint das Mitlaufen für die meisten interessanter oder risikoloser zu sein, als einen eigenen Lebensweg zu gehen. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Irgendwie gehört das Mitlaufen zum biologisch determinierten, sozialen Wesen des Menschen, denke ich manchmal.

            “Alle Sicherheiten gehören dem System”: Wenn die “survival rate” auf “zero” gefallen ist, bleibt was über oder nichts über. So ist es.

            Grüße Marja

            • Holly01 - 2. Mai 2017 Antworten

              “Informelle Tätigkeiten” aka “Informelle Wirtschaft” sind das Schlüsselwort. Das heisst geldloses Leben.
              Es gibt dazu Konzepte.
              Geld aka materielle Befriedigung, sind mit Glück sowieso nicht gleich zu setzen.
              Also quasi der Vorwurf dem ich hier gelegentlich bei meiner Kritik begegne, ich sei zu materiell verankert und auf Geld fixiert.
              Das bedeutet man löst sich davon gewerblich zu arbeiten und schaut ganz gezielt welches Wissen man möchte und welche Tätigkeiten man anbieten kann und möchte.
              Das bedeutet aber eben auch eine Loslösung von dem etablierten Blick auf “Mein Auto, Meine Frau, Mein Klops im Kopf” …
              Genossenschaften.
              Tausch.
              Verleih.
              lg Holly

              • Holly01 - 2. Mai 2017 Antworten

                “Der Hegemon ist ja auch nur Hegemon, weil man ihn in der Rolle lässt.”

                Der Hegemon ist Hegemon weil er mit seinem 5eyes Kampfgeschwader plus Israel zu absolut jeder Sauerrei fähig und bereit ist.
                So lange man das sagen kann und es geglaubt wird, ist der Hegemon genau das.

  • sadoma - 2. Mai 2017 Antworten

    Hallo Holly,

    inwieweit verändert diese Erkenntnis dein Weltbild? Ich war bisher immer im Glauben du gehörst zu den
    Verschwörungsjüngern 😉

    Wie ich schon wiederholt zu sagen pflegte ohne eine grundlegende Gesundung/Reform der Geld-Ordnung ist die soziale Ordnung gefährdet. Unsere Geld-Orndung ist “krank” über Rezepte und Behandlungsmethoden darf man streiten, die Diagnose ist jedoch für jeden der hinschaut offensichtlich.

    • Holly01 - 2. Mai 2017 Antworten

      Hallo sadoma,
      ich fange mit dem Wichtigsten an: Ich lehne Gewalt als Gestaltungsmittel ab. Dieses soziale waterboarding durch das Zinssystem und seine Ausgestalter ist für mich ganz klare Gewalt.
      H4, Austeritätspolitik, Rüstung, Wirtschafts- und Währungskriege das ist aus meiner Sicht alles Gewalt.

      Gesetzt war für mich, dass der Kaiser irgendwann dem Spott ausgesetzt ist, weil jemand ruft “der ist ja nackt”.
      Jetzt hat der Kaiser aber gerufen “was glotzt ihr so doof, ich weiss das ich nackt bin”.
      Ich höre niemanden lachen.
      Ohne Marjas Hinweis wäre das komplett an mir vorbei gegangen.
      Alternative Medien? Grabesruhe.
      MM? Grabesruhe.

      Also für wen steht das da? Wer ist der gewünschte Empfänger?
      Ich? Kaum ….

      Ich weiss rational das ich in einer Blase lebe, die ich für Wahrheit halte und an deren Ausgestaltung ich nur sehr bedingt arbeiten kann. Ich kann nur Informationen wichten und verarbeiten die ich habe.
      Ich weiss, dass es einen gigantischen Apparat gibt, der diese Informationen zuteilt. Das bringt dann individuelle wahrheiten hervor die (je nach Dotierung) kompatibel sind oder sich gegenseitig ausschliessen.
      Die Steuerung dieser Blasen bringt die Kommunikationsfähigkeit innerhalb der Gesellschaft hervor.
      Ich fange also (rational) immer von hinten an:
      – an wen geht die Information
      – was soll diese Information bewirken
      – in welchen Zusammenhang gehört diese Information
      – ist diese Information eine Verzerrung, eine Verallgemeinerung
      – welche Quelle darf diese Information exklusiv verbreiten

      Ich bin an einem Punkt wo ich schlicht Angst habe.
      Diese Information ist für ,mich auf der Alpha-Ebene, eine Dotierung der “Nachrichtenmacher”.
      Die Wahrheitsblasen, die ich so wahr nehme, sind auf diese Information nicht vorbereitet.
      Die Wirtschaftswissenschaften können zu machen.
      Nach der Tatsache, dass so ein Faktor wie Geld in den Theorien komplett fehlt, kommt nun die Tatsache, das es so etwas wie Märkte nie gab.
      Es gibt/gab Finanzierte und nicht Finanzierte.
      Fleiss?
      Glück?
      Weisheit?
      Ausdauer?
      Alles egal. Du musst jemanden haben der Dich finanziert.
      In einer Gesellschaft, in der die Menge der direkten und gefühlten Verlierer zunimmt, kann das Gros mit den Informationen (nach meinem Eindruck) nicht umgehen.
      Bisher war das einfach. Als “Informant” hat man 2 Antworten (wenn es Antworten gab):
      – Greenspan: on the long term we are all dead
      – Volkesmund: Was geht das mich an?

      Ich sehe das auch im Kontext des Brexit, der (gepushten) nationalen Bewegungen, Der EU Erosion, des Vertrauenverlustes gegerüber Politik und Medien, Gladio, regime change, arabischer Frühling, Ukraine, Syrien usw usf.
      Die gesellschaftliche Erosion ist aber gemacht.
      Die Informationen werden gezielt gestreut.
      Wenn diese Information auf ihre Folgen hin betrachtet wird (von mir) dann mit dem Ergebniss, dass die gesellschaftliche Entwicklung komplett gesteuert ist und komplett durchfinanziert ist.

      Die Leute, die das System betreiben sind noch viel viel mächtiger und abgehobener als ich es für möglich gehalten hätte .. und das will schon etwas heissen, denn ich habe den schon lange einiges zugetraut.
      Die Information als solche ist KEIN Zeichen von Schwäche. Es ist ein Fanal. Es ist ein Kampfschrei. Es ist ein weiter Stachel, der den Menschen gesetzt wird, um sie in Bewegung zu bringen. “Die” wollen ihren sozialen Krieg, um ihre Position auf Generationen hinaus zu verfestigen.
      Jo, ich denke meine Gefühle sind mit Angst gut beschrieben.
      Ob ich damit VT´ler bin weiss ich nicht, es ist mir auch völlig egal. Diese Begriffe VT, Rechts, Links, Antisemit, doof, halbgebildet usw usf sind mir auch völlig egal. Das sind alles unqualifizierte Worthülsen. Mich kennt niemand und eine Beurteilung meiner Person ist lächerlich.
      mag mich jeder einsortieren wo er/sie/es mag, mir ist das wumpe, ich bin das liebenswerte kleine Arschloch, das ich schon immer war 🙂 und das ist auch gut so.
      lg Holly

  • Bubblegum - 2. Mai 2017 Antworten

    @Alle ,

    In letzter Konsequenz weiter gedacht bedeutet das, dass jede Existenz einer Bank gegen die EU Verträge verstößt. Den es liegt ein quasi Monopol vor, das die Freizügigkeit des Kapitalverkehrs und die Gewerbefreiheit behindert. Nur, die kleine Gruppe von natürlichen und juristischen Personen, die eine Banklizenz besitzt, darf Buchgeld schaffen und sich ein müheloses Zinseinkommen verschaffen.
    Kein Wunder also, dass massiv gegen Bitcoin und andere Internetwährungen zu Felde gezogen wird.
    Denn diese Varianten stellen eine Demokratisierung des Geldwesens und der Geldschöpfung dar.
    Viele Grüsse
    Bubblegum

  • Voltaire - 2. Mai 2017 Antworten

    Mal ein hypothetisches Beispiel:

    Zur Finanzierung einer Immobilie von 500.000 EUR und einem EK von 30 % ist bei der Bank ein Kredit von 350.000 EUR aufzunehmen. Durch Bilanzverlängerung in Verbindung mit einer Grundschuldeintragung als Sicherheit finanziert der Bauherr seine Immobilie. Zahlt der Bauherr seine Zinsen und Tilgung (Annuitätenkredit!) pflichtgemäß zurück ist für die Bank alles in bester Ordnung.

    Kommt es jedoch zur Zwangsversteigerung bei der sich kein Käufer findet, entschließt sich die Bank, die Immobilie selbst zu erwerben – natürlich maximal zum Preis der eingetragenen Grundschuld. Die 150k Eigenkapital vom Bauherrn sind dann schon mal weg.

    – Muss die Bank zum Erwerb der Immobilie dann selbst eine Grundschuld wegen fehlendem EK zu Erwerb des Anlagevermögens eintragen lassen bez.

    – kann die Bank im eigenen Namen durch eine Bilanzverlängerung sich den notwendigen Kredit selbst verschaffen?

    Nach Ablauf der gesetzlichen Schonfrist für Gewinne aus Anlagevermögen verkauft die Bank die Immobilie nach – sagen wir mal 2 Jahren – für 480.000 EUR.

    Neben die Mieteinnahmen für die vorgenannten Zeitraum würde die Bank 480.000 EUR Vorsteuergewinn neben den Mieteinnahmen abzgl. der Zinsen (welche sich die Bank selbstverständlich selbst gutschreibt!) erlösen und das mit 0 EUR Eigenkapital.

    Das ist doch ein Geschäftsmodell oder übersehe ich da etwas?

    • Holly01 - 2. Mai 2017 Antworten

      Nicht ganz:
      Der Käufer bringt 150k und nimmt 350k auf. Der Käufer scheitert. Die Bank zieht die Sicherheit und bringt das Objekt auf den Markt.
      Ergebniss:
      Altbesitzer zahlt die Restschuld und verliert das Eigenkapital.
      Neubesitzer finanziert das Objekt komplett neu und zahlt es ab.
      Bank hat weiterhin die Grundschuld und 2 tilgende Kunden.
      Es ist schon lange bekannt, das banken extrem gerne Kunden wegditschen, die nur noch eine sehr kleine Schuld haben, aber eine hohe Absicherung im Grundbuch..
      Fällig stellt die Bank die komplette Grundschuld.
      Der Kunde kann nicht neu finanzieren (das Objekt ist ja belastet).
      Das Objekt geht an den Markt und wird neu finanziert.
      Der Altbesitzer zahlt Miete und die Restschuld (maximale Verwertung, da maximaler Zinsanteil).
      Der Neubesitzer zahlt seine Schuld.
      Das ist das Geschäftsmodell.
      Altimmobilien die abgewohnt werden sind absolut uninteressant.
      Darum gibt es ja diesen Hype um Dämmung, Heizen und Renovieren. Die Leute sollen gefälligst Schulden machen.
      Schulden abzahlen ist total unsexy ….

  • Marja - 2. Mai 2017 Antworten

    Hallo Voltaire,

    die eingetragene Grundschuld dient nur der Absicherung des Kreditgebers. Man braucht sie nicht, wenn man sich z. B. das Geld von einem Kumpel leiht, der einem vertraut.

    Die BuBa schreibt, die Bank kann die Immobilie aus neu geschöpften Geld bezahlen. Sie muss nur das neu geschöpfte Geld mit Eigenkapital unterlegen. (Ich glaube 10 %).

    Wenn die Bank die Immobilie ersteigert, muss sie auch noch ihre Personalkosten, ihren Geschäftskostenanteil, die Gerichtskosten und die Grundsteuer bezahlen. Sie muss also zur eingetragenen Grundschuld noch ein paar Prozent draufschlagen. Ich denke, so um die 15 bis 20 %, weil 20 % auch ungefähr der empfohlene Eigenanteil bei Immobilien ist.

    Vor 10 Jahren sagte mir ein Banker, dass die Immobilienpreise aus demographischen Gründen langsam sinken müssten und man in der Bankenwelt hoffe, dass die Tilgung höher ist als der Preisverfall.

    Wenn die Bank die Immobilie längere Zeit behält, muss sie die Immobilie – wie jedermannn – mit 2% pro Jahr abschreiben und die Immobilie mit 2 % Instand halten, macht also 4% Kosten pro Jahr (für den Gebäudeanteil), wenn es keinen Leerstand gäbe. Eine Immobilie ist nämlich i. d. R. ein Gebrauchsgegenstand (Sieht man, wenn man versucht, ein Siedlungshaus Bj 1950 in Gelsenkirchen zu verkaufen). 5% Kosten sind m. E. minimal. Macht also bei 500.000,- € ca. 25.000,- € Kosten=Mieteinnahmen (ohne Kreditzinsen). Nur das Grundstück behält formal seinen Wert, allerdings nur wenn man die Abrisskosten mit einrechnet.

    Wenn die Bank nach Abzug aller Kosten einen Spekulationsgewinn von 35.000,- € machen könnte, hätte sie eine Rendite von 100%, nämlich 35.000,- Gewinn/35.000,- Eigenkapital.

    Wenn man sich die Entwicklung von Immobilienpreisen für Bestandsimmobilien in den letzten 50 Jahren, also über die Abschreibungsdauer ansieht, ist es in Schland im Durchschnitt etwas mau mit den Spekulationsgewinnen.

    Dass die Leute unbedingt Immobilien kaufen sollen, liegt m. E. daran, dass die Immobilienkredite der größte Anteil der privaten Kreditsumme ist und somit den Banken durch Geldschöpfung und Zinsen stetige Einkünfte erzeugt. Von allen Geldanlagen ist die Immobilie im Durchschnitt und langfristig die schlechteste. Rein rechnerisch dürfte es besser sein, seine Immobilien ohne Kredit zu kaufen und so lange zu sparen, oder sich mit dem Geld sinnvoll selbstständig zu machen und “richtig” Geld zu verdienen.

    Außer die Volksbanken, die genossenschaftlich von den Landwirten und “kleinen” Selbstständigen am Wohnort getragen werden, kauft keine Bank Immobilien, wenn sie es nicht muss. Dass die Sparkassen als Immobilieneigentümer auftreten, habe ich eigentlich noch nicht gesehen. Die Großbanken wollten selbst die großen Pakete in den letzten Jahren nicht haben.

    Ich denke, dass man am tatsächlichen Verhalten der Banken sieht, dass sich trotz exzellenter Finanzierungsmöglichkeit (der Bank selbst) mit Immobilien kein Geld verdienen lässt.

    Grüße Marja

  • paernu - 2. Mai 2017 Antworten

    Dieser Artikel einschliesslich der Diskussion sollte Standardlektüre an deutschen Berufsschulen, Gymnasien und Unis werden, dann leben wir in einer anderen Welt.

  • Gast aus Österreich - 3. Mai 2017 Antworten

    Hallo zusammen!

    Geld entsteht durch die Aufnahme einer Schuld, was bedeutet, dass das Geld durch die Tilgung der Schuld wieder verschwindet.

    Ist das nicht das tatsächliche Problem an der Misere, dass zu viel Kredit an Schuldner, die nicht tilgen konnten und nicht genügend Sicherheit gaben, verliehen wurde und mit allen möglichen Tricks versucht wurde, die Schulden – anstelle sie unter Verlust von Eigenkapital – abzuschreiben, an andere abzuwälzen.
    Dazu kommen die Schulden der Staaten, die sich einfach weigern ihre Schulden zurückzubezahlen und sie stattdessen immer mehr erhöhen.

    Die Geldmenge würde sich ganz leicht regeln lassen, wenn Geld nur an potente Schuldner verliehen würde, die durch die durch ihre Schulden veranlassten Käufe Produkte produzieren, die am Markt wieder das Geld einspielen, dass sie zur Tilgung des Kredites benötigen.

    Ich denke, das System ist ganz einfach und würde gut funktionieren, wenn es keinen Betrug gäbe und sich die Leute nicht betrügen lassen wollten, nicht zuletzt um – wie Marja sagt – im Mainstream zu schwimmen.

    Schöne Grüße aus Österreich

  • David - 3. Mai 2017 Antworten

    >> “Die Banken können also Buch(Giral)geld aus dem NICHTS schöpfen”

    Das war schon immer und bleibt auch weiterhin Quatsch.

    Das Geld wird nicht aus dem NICHTS geschöpft, sondern aus dem (durch Staatsgewalt besicherten) Versprechen des Bankkunden, das Geld (samt Zins und Zinseszins) zurückzuzahlen.

    Dies geschieht beispielsweise, indem der Bankkunde sich auf den Hosenboden setzt und abschuftet, und somit Güter erschafft, die dem Gegenwert des geschöpften Giralgelds entsprechen.

    Mit dem Erlös dieser Güter zahlt er den Kredit zurück, worauf das geschaffene Geld wieder verschwindet.

    • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

      Hallo David (oder besser Zara?),
      das ist doch klar, Buchgeld aus dem Nichts ist nur eine flappsige Umschreibung bzw. Verdeutlichung dafür, das Banken dafür keine Einlagen, Ersparnisse von irgendwem brauchen, sondern mit dem Kredit, die Sichteinlagen selber schaffen. Buchgeld wird nicht nur durch Kredit geschaffen, sondern auch durch den Erwerb von Immobilien und anderen Vermögenswerten durch die Bank selbst. Für das Buchgeldschöpfen um Staatsanleihen zu kaufen, bedarf es nicht einmal Eigenkapital. Letztlich werden Banken nur durch Eigenkapitalvorschriften, Regulierungen und Aufsicht limitiert. Wenn das nicht funktioniert und Kredite an Kreditnehmer mit schlechter Bonität vergeben werden und fragwürdige Vermögenswerte durch die Bank selbst aufgekauft werden, ist die Theorie des auf den Hosenboden setzen schnell Makulatur, im großen Stil führt dies zu einer systemischen Finanzkrise, Staatsgewalt hilft dann nur in dem Sinne, das der Staat die Banken retten muss, dies ist aber in einem ganz anderen Sinne, als ursprünglich mit Staatsgewalt besicherten Versprechen unterstellt.

      In einem System was permanent aufschuldet verschwinden zwar einzelne Kredite, dar getilgt, aber in Summe verschwindet das geschaffene Geld eben nicht, es wird immer mehr (aufgeschuldet), siehe Bilanzverlängerungen, Geldmengenwachstum.

      Gruß Steffen

    • Deutscher im Exil - 3. Mai 2017 Antworten

      @ David (oder gelber Zara?)

      Lernen Sie bei Prof. Franz Hörmann (Wien) auf Youtube.com, daß Banken nur und allein “Geld aus dem nichts erschaffen” und Sie komplett falsch liegen mit Ihren Verdrehungen.

      Hörmann erklärt das jedem Laien einfach, verständlich und vor allem richtig.

      Das ergibt sich allein aus der Buchhaltung der Banken direkt nach dem Akt der Geld-Erschaffung. Aber offensichtlich verstehen Sie nichts von Buchhaltung!

    • Jeha - 4. Mai 2017 Antworten

      Zitat:
      “Das Geld wird nicht aus dem NICHTS geschöpft, sondern aus dem (durch Staatsgewalt besicherten) Versprechen des Bankkunden, das Geld (samt Zins und Zinseszins) zurückzuzahlen.”

      Ein Versprechen also. Sorry, das ist NICHTS.

      Vor allem dann, wenn das Versprechen nicht gehalten wird 😉

  • Voltaire - 3. Mai 2017 Antworten

    @ Gast aus Österreich
    Sehe ich genauso! Vereinfacht ausgedrückt:

    Trennung Geschäftsbanken ./. Investmentbanken (Glass-Steagall Act)
    Geschäftsbanken mit einer EK-Quote > 50 %, Investmentbanken 100 %

  • Deutscher im Exil - 3. Mai 2017 Antworten

    Das Wort “schöpfen” ist falsch und irreführend!

    In Wirklichkeit ist es ein “Erschaffen aus dem Nichts” – und darin liegt der Skandal!

    Das Wort “schöpfen” impliziert zu sehr das Umfüllen von einem Topf in einen anderen und genau darum geht es hier NICHT. Die Analogie zu “Schöpfer”, der erschafft, ist sekundär und zu fern.

    Wirklich präzise ist nur die “Geld-Erschaffung” – und da wird jedem klar, wie er betrogen wird.

    • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

      jetzt aber nicht kleinlich werden, schöpfen aus dem Nichts, ist nicht schöpfen von einem Topf in den anderen. Ich denke die Masse der Leser versteht was gemeint ist, Geldschöpfung ist nun mal die in der Regel verwendete Vokabel, auch wenn Geld-Erschaffung präziser sein sollte.

      Gruß Steffen

      • Ert - 3. Mai 2017 Antworten

        Naja, Geld wird ja auch nicht erschaffen (so wie ich es verstehe) – sondern es ist erst einmal eine Bilanzverlängerung basierend auf einer Nachfrage eines (nun neuen) Schuldners nach Kredit (also erst einmal nur Buchgeld – die bunten Zahlen auf dem Kontoauszug) welcher hoffentlich auch (in ‘Geld’ bewertbare) Sicherheiten anbieten kann.

        ‘Geld’ im Sinne von Bargeld wird es ja nur, wenn es physisch angehoben wird – und das ist bei den großen Summen für eine Haus- oder Firmenfinanzierung faktisch nie der Fall. Durch das Netting (des Buchungs- hin- und hers) zwischen den Geschäftsbanken hebt sich auch das was real an ZBG zwischen den Banken verschoben werden ‘muss’ recht stark auf.

        Die Politik bez. die Notenbank steuert dann ja auch noch das was die Banken ‘hebeln’ können – Mindestreserve, Refisätze, Basel II/III – also die Eigenkapitalvorschriften. So ist das was jede Bank effektiv tun kann – also wem Sie einen Kredit in welcher Höhe geben kann bzw. darf – limitiert.

        Ich hoffe das ich jetzt nicht auch wieder die Begriffe verwurstet habe.. aber ‘Geld’ ist ein sehr unscharfer Begriff. Bargeld (M0), Buchgeld (M1…), in ‘Geldeinheiten’ bewertete Assets (Immos, Aktien, Anleihe, Schuldschein, etc.) die selber kein ‘Geld’ sind…. sind für viele ja ‘wie’ Geld – ‘oder’ sogar Geld – bzw. werden in der Bilanz wie Geld behandelt, obwohl sie keins sind.

        Das ganze Thema ist deutlich diffiziler als der nun erschienene Aufsatz der BuBa vermuten lässt. Das was die BuBa schreibt ist richtig – aber eben nur ein kleiner Aspekt des Gesamtsystems.

        • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

          Hallo Ert,
          ist ja alles richtig und natürlich ist es diffizil und komplex, nur der Artikel hatte ja nicht den Sinn die gesamte Komplexität aufzuzeigen und die Zusammenhänge in einem zweistufigen Bankensystem (Zentralbank und Banken) darzustellen, da klinken sich eh die meisten aus, sondern mein Artikel stellt heraus, dass die Bundesbank erstmals offen zu gibt, das Banken Buchgeld schöpfen können, auch Buchgeld für den Kauf von Vermögenswerten auf eigene Rechnung und das die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken vom deutschen Recht vorausgesetzt wird. Dies in einem frei zugänglichen Artikel vielen Lesern zugänglich zu machen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, darum gings, um mehr nicht.

          Das Wort Bilanzverlängerung kommt im Artikel und in meinen Kommentaren doch vor und meint natürlich das Buchgeldschöpfen, Bilanz verlängern ist.

          Die Rolle von ZBG, wie das Bankensystem durch die EZB mit ZBG geflutet wird, dass also die Banken mehr ZBG in der Barreserve als Aktiva in ihrer Bilanz halten (Gegenstück zur ZBG-Einlage beim Eurosystem), als sie zur Kreditvergabe momentan brauchen (Mindestreserve, ZBG für Nettoabfluss von Sichteinlagen), wird doch stetig bei den Bilanzausweisen des Eurosystem bei Querschuesse dokumentiert und dargestellt.
          Die ZBG-Guthaben der Banken beim Eurosystem stiegen im März 2017 um fast 40% zum Vorjahresmonat, das ausstehende Kreditvolumen des Privatsektors um +1,5% in der Eurozone. Die Banken müssen wenn sie aktuell Kredite vergeben sich nicht erst, für einen Abfluss der Sichteinlage oder Auszahlung von Bargeld, ZBG besorgen und dafür Sicherheiten hinterlegen, sondern die EZB hat durch Vollzuteilung bei Refinanzierungsgeschäften und durch das Wertpapieraufkaufprogramm für historisch einmalige Überschussliquidität in ZBG bei den Banken gesorgt. Die Guthaben sind prall!


          Die ZBG Einlagen im Eurosystem

          “Naja, Geld wird ja auch nicht erschaffen (so wie ich es verstehe) – sondern es ist erst einmal eine Bilanzverlängerung basierend auf einer Nachfrage eines (nun neuen) Schuldners nach Kredit (also erst einmal nur Buchgeld – die bunten Zahlen auf dem Kontoauszug)…” Von etwas anderem als Buch(Giral)geld war hier nie die Rede und der Hinweis stand auch im Artikel, erst wenn die Sichteinlagen Netto abfließen braucht man das Zentralbankgeld.

          Gruß Steffen

      • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

        @Steffen schreibt:
        “Geldschöpfung ist nun mal die in der Regel verwendete Vokabel”

        Leider genauso richtig wie irreführend! Und wenn etwas “in der Regel” geschieht, wird es dadurch nicht richtig(er).

        Was für Sie “kleinlich” ist, nenne ich präzise Verbalität, die jedes Mißverständnis ausschleßt.

        Leider schalten die meisten Menschen das Hirn nicht ein, bevor sie den Mund aufmachen oder den Computer bedienen. Darauf basiert das Lügengebäude, in dem wir leben.

        • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

          das Problem beginnt immer, wenn nicht mehr um die eigentliche Nachricht an sich, hier von der BuBa zur Buchgeldschöpfung und deren Implikationen diskutiert wird, sondern um einzelne Wörter und Formulierungen, um Details der Zusammenhänge in einem zweistufigen Bankensystem, die hier im Artikel gar nicht Gegenstand waren usw.

          Das Banken Buchgeld schöpfen und erschaffen können ohne das entsprechende Einlagen, Ersparnisse anderer vermittelt werden, ist der Kern, dies und was daraus resultiert, was dies für ein Privileg ist und ob dies in den richtigen Händen liegt, das der Mißbrauch des Privilegs zu schweren Finanzkrisen führt, das die Verwendung des Privileg zentral ist und das die Verwendung die Konjunktur antreibt oder zur Kontraktion bringen kann, ob die Verwendung dem gesamtwirtschaftlichen Wohl dient oder Partikularinteressen. Wir können natürlich auch stattdessen über die richtige oder falsche Verwendung von Vokabeln diskutieren.

          Gruß Steffen

          • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

            @ Steffen schreibt:

            ” Wir können natürlich auch stattdessen über die richtige oder falsche Verwendung von Vokabeln diskutieren.”

            Falsche Verwendung von Vokalen ist ident mit falschem Denken und der Beweis eben dafür.

            Daß Sie da Probleme haben, zeigt schon Ihr Mangel an Unterscheidungsfähigkeit zwischen “das” und “daß” (oder meinetwegen neu und falsch als “dass” geschrieben).

            Beispiel: “Das[ß] Banken Buchgeld schöpfen” sonst hieße es “Die Banken…”.

            Aber um ein Vielfaches schlimmer ist der von Paul Martin verursachte Schwachsinn, den im Gelben die Systemlinge Zara und Ashitaka dazu verzapfen. Da ich dort aber schon lange nicht mehr schreibe, werden die ihren debitistisch verseuchten Unsinn weiter propagieren können.

            Man muß nur in die Buchhaltung schauen, dann wird das ganz einfach und offensichtlich. Hörmann erklärt das bestens (mir als Fibu-Experten war das aber schon immer bewußt).

            • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

              Jetzt haben sie es mir aber gegeben 🙂

              • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

                “Jetzt haben sie es mir aber gegeben
                Das war und ist nie mein Anliegen. Ich spiele hier nicht Krieg.

                Aber wenn jemand – offensichtlich kritiklos – die gängige Redewendung übernimmt wie bei Ihrem:
                “Geldschöpfung ist nun mal die in der Regel verwendete Vokabel”
                und das dann noch damit begründet, es ist die Regel und implizit deswegen richtig, dann ist das schon mal ein naheliegender Ansatzpunkt zur Kritik – meine ich.

            • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

              Hallo Frank,
              Rechtschreibschwächen sind natürlich schlimm und für die Wissenden schwer zu ertragen.
              Ich habe in den mittlerweile etwa 5 Jahren aber noch nie erlebt, das Steffen über jemanden geschrieben hätte.
              Er zitiert.
              Er fragt.
              Er beantwortet.
              Aber die Betroffenen sind immer “zugegen” und können immer Stellung beziehen.
              Hier Nicks zu benutzen und die Inhaber herabzusetzen, empfinde ich als ganz schlechten Stil.
              Es ist mir dabei auch völlig egal ob Ihre Kritik berechtigt ist oder nicht.
              Scheint so als hätte jeder so eine Schwächen …. ich habe zum Beispiel ein viel zu großes Maul ^^
              lg Holly

      • sadoma - 3. Mai 2017 Antworten

        “Geldschöpfung ist nun mal die in der Regel verwendete Vokabel, auch wenn es Geld-Erschaffung präziser sein sollte.”

        da war “Deutscher im Exil” doch nicht kleinlich, die ganze Diskussion über die Geld-Ordnung krankt doch stetig daran dass wir mit einem Vokabular das System zu besschreiben suchen, dass auf eine ganz andere Geld-Ordnungszeit (Münzgeld) stammte, die 2000 Jahre lange unsere Sprache/Denken geprägt hat. Da sollten wir uns schon bemühen die richtigen Begriffe zu etablieren auch wenns auf den ersten Blick kleinlich wirkt. 😉

        • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

          Hallo sadoma,
          Wort ist Inhalt. Der Sprachgebrauch ist verinnerlicht. Neue Begriffe für bestehende Inhalte sind durchaus nicht trivial.
          Geldschöpfung beinhaltet natürlich Inhalte die verwirren (sollen).
          Aber damit muss man dann leben. Korrekt erkläre erkennen aber auch alle diese Doppelmoral und dann ist der Begriff mehr als treffend.
          Der Anspruch der Bankster (und nicht jeder Banker ist ein Bankster) einen göttlichen Akt der Schöpfung zu begehen, ist ja für sich schon in dem Begriff gefangen.
          War das Blankstein der vom göttlichen Werk fabuliert hat?
          Ich denke wir sollten zur allgemeinen Begriffsicherheit die etablierten Begriffe benutzen. Nur so hat man eine Chance texte aus verschiedenen Quellen übergreifend zu verstehen.
          Das wir da Inhalte einkaufen, die wir nicht wollen erklärt Prof Mausfeld sehr schön, wir werden es aber ertragen müssen.
          lg Holly

        • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

          @ Sadoma

          Volle Zustimmung!

          Wer bei komplexen Themen verbal schludert, also keine exakt definierte Verbalität verwendet, der hat schon im Ansatz verloren. Er bleibt in der Lügen-Matrix gefangen.

          Gerade darum habe ich mir angewöhnt, wo sinnvoll und möglich, die üblichen Worte zu meiden und mit unserer einziartigen und genialen Deutschen Sprache Begriffe zu prägen, die den Sachverhalt exakt beschreiben.

          • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

            sehen wir doch nochmal, was im Artikel im Original steht: “Die Banken können also Buch(Giral)geld aus dem NICHTS schöpfen, in dem man die Bilanz verlängert (Kreditvergabe/ Gutschrift Einlage).” Das Schöpfen wird doch beschrieben, verifiziert. Stünde da jetzt: Die Banken können also Buch(Giral)geld aus dem NICHTS erschaffen, in dem man die Bilanz verlängert (Kreditvergabe/ Gutschrift Einlage), wäre es nahezu dasselbe, zumindest wird in beiden Fällen die Bilanz verlängert durch eine Buchung (Kreditvergabe/ Gutschrift Einlage).

            Sie übertreiben also maßlos, wenn es sie aber glücklich macht, bin ich in der Lügen-Matrix gefangen, sie jedoch dem entronnen – meinen Glückwunsch!

            Gruß Steffen

            • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

              @ Steffen

              Um dieses Thema – friedlich – abzuschließen:

              Generell prägen Worte das Denken und selten umgedreht. Wir sind uns einig, daß mit Geld-Schöpfung” i.d.R. dasselbe gemeint ist wie mit “meiner” Geld-Erschaffung. Wir streiten um eine Marginalie, was ich eingangs auch schon sinngemäß schrieb.

              Unpräzise Worte sind oft Nachlässigkeit, noch öfter aber Absicht, um damit vom eigentlichen Inhalt abzulenken. Beispiel: “Faschismus”. Das hatte ursprünglich eine ganz andere Bedeutung von “fasci”, die die absolute Macht des Staates (durch römische Senatoren und deren Büttel) ausdrückten.

              Dieses Wort wurde wie viele andere von “Kollketivisten” gekapert, um von den eigenen Ansprüchen auf absolute Gewalt abzulenken und den pöhsen vermeintlichen Feind zu diskreditieren.

              Daß die dabei unterschlagen, daß die vermeintlich “Rechten” und “Faschisten” sich nahezu alle auch als Sozialisten – also “LInke” – definieren und ALLE dieselben Wurzeln haben – im Satanisten Mordechai Levy (Tarn- und Lügenname Karl Marx, auch 100% Täuschung, um von seinen Auftraggebern abzulenken) ist Teil dieser Wort-Kaperung.

              Denn sonst hätte die Masse schon längst begriffen, daß ALLE Kollektivisten, ob die Soz*** Varianten oder die nationalen Sozialisten (Kunstwort: “Nazi” zur verbalen Abgrenzung) absolut und total derselben (nicht nur der gleichen) Quelle entstammen und idente Denke und Machtansprüche haben.

              Lügen kann man nur mit Wahrheit (hier: wahren Worten) aufdecken. Und “nur die Wahrheit wird uns befreien”.

              Hammas jetzt?

              • Querschuesse - 5. Mai 2017 Antworten

                • Frank - 7. Mai 2017 Antworten

                  @ Querschüsse

                  Danke für das Einstellen. Das ist einer von vielen Hörmann-Filmen.

                  Den Lesern sei empfohlen, auf Youtube zu suchen. Da gibt es noch viel mehr Material.

                  Hörmann ist nicht nur gut, sondern auch eloquent im Vortrag dank seines Wianer Charmes. Und niemand kann ihm unterstellen, ein “Systemling” zu sein.

            • sadoma - 4. Mai 2017 Antworten

              Hallo Steffen,

              ich wollte keinerlei Kritik an deiner Arbeit üben. Oft verstecken sich hinter abstrakten Wörtern jedoch ganze Weltbilder. Wenn die Banken Geld aus dem Nichts schöpfen sind sie Schöpfer.

              Andere Begriffe dafür sind: Allmächtiger · Allvater · Gott · Weltenlenker ·

              Somit sind Banken durch Ihr “Geldschöfungs-Privileg” (dass Sie sich durch unsere Unkenntnis/Passivität vereinnahmt/ausgebaut haben) zur Weltlenkern geworden.

              Ich denke mit dieser traurigen Feststellung können hier Alle leben 🙁

  • Marja - 3. Mai 2017 Antworten

    @Gast aus Österreich

    Moin,

    ich bin hier auch Newbie und habe mit Wirtschaft eigentlich nichts am Hut, aber ich sehe das Problem so:

    Die Wirtschaftsleistung wird in Geld gemessen. Eine Ausweitung der Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft (also eines geschlossenen Wirtschaftsraums) geht nur durch neue Geldschöpfung.

    Der Geldmenge eines Wirtschaftsraums steht (fast) die gleiche Kreditmenge gegenüber.
    Wenn die Kredite zu zukünftig höheren Einnahmen führen und damit die Kredite zurückgezahlt werden können und wenn die Zinslast geringer ist als das gesamte Wirtschaftswachstum (stark vereinfacht: Zins BIP-Wachstum), tritt der Zinseszinseffekt ein, den FESTAN im achten Weltwunder (s.o.) beschrieben hat. Das heist, zukünftig wird es für einen geschlossenen Wirtschaftsraum immer schwieriger, die Zinsen zurückzuzahlen, bzw. ein immer größerer Beitrag der Volkswirtschaft wird für die Zahlung der Zinsen erforderlich und es wird in der Realwirtschaft immer schwieriger, Gewinne zu erwirtschaften. Der Anteil der Realwirtschaft an der Wirtschaftsleistung muss dann (zunächst) sinken.

    Es ist nicht so sehr die Frage, ob der einzelne Kreditnehmer potent ist, sondern ob die Gesamtheit der Kreditnehmer aus der Kreditsumme einen Gewinn erwirtschaftet, der den Kreditzins übersteigt. Wenn nicht (was immer gilt, wenn die Summe der Zinslasten aus Konsumentenkrediten die Summe der Zinslasten aus Investitionskrediten übersteigt), wird der Zinseszins (des gesamten Wirtschaftsraums) die Realwirtschaft (des gesamten Wirtschaftsraums) zukünftig erdrücken.

    Nun ist es aber das Wesen der Kreditwirtschaft, dass die Zinsen i. d. R. höher sind als das Wirtschaftswachstum. Denn: Wenn Geld am Kreditmarkt langfristig weniger kostet, als sich in der Realwirtschaft anzustrengen, führt das dazu, dass der Michel lieber das Geld von der Bank nimmt, als dafür zu arbeiten.

    Außerdem sind ein großer Anteil der Kredite vorgezogene Konsumausgaben, d. h. sie sind keine Investitionen in zukünftiges Wachstum. Das zukünftige Wachstum wird schon heute verfrühstückt.

    Das System führt also zwingend dazu, dass die Schuldentragbarkeit im geschlossenen Wirtschaftsraum abnimmt und die zukünftige Realwirtschaft erdrückt, d. h. es zukünftig immer weniger potente Kreditnehmer gibt.

    Und wenn die Zinsforderung die Potenz der Kreditnehmer in der Gesamtheit überfordert, ist die Krise da.

    So sehe ich das.

    Das Recht zur Geldschöpfung in der Hand weniger, führt zur Fehlallokation auf Kosten der Gesamtheit. Denn das kurzfristige Ziel der Gewinnmaximierung des Banksters führt langfristig zum realwirtschaftlichen Niedergang des Gesamtsystems.

    Vielleicht irre ich mich ja auch. Dann danke ich für Hinweise.

    Grüße Marja

    • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

      Hallo Marja,
      ich schreibe einmal den inhaltlich sinnigen Teil der Erklärung, damit sich das gegenüber der jetzigen Situation (hoffentlich) abgrenzt:

      Geld wird durch Bilanzverlängerungen erzeugt.
      Diese Bilanzverlängerungen entstehen aus dem Bedarf der Wirtschaftsteilnehmer, beruht also auf realen Vorgängen zwischen realen Personen und ordnet sich um reale Sachgüter an.
      Es gibt das verwandte Versicherungsgeschäft, das alle wirtschaftlichen Vorgänge begleitet, aber eben ein sekundäres Feld sind.
      Mehr ist es nicht.
      Die Folgen sind nur zu beachten und das ist eine Abwägung und eine Frage der Herangehensweise.
      Geld ist wie eine Meerschweinchenzucht. Einmal in der Welt vermehrt es sich bis zur Selbstzerstörung.
      Die Selbstzerstörung hat viele Gesichter, führt aber zu verallgemeinerbaren Folgen:
      Zinseszins erzeugt immer einen Sparzwang auf allen Ebenen.
      Zinseszins zwingt dazu immer neue Sicherheiten zu schaffen, also permanent neue beleihbare Rechte, Güter, Rohstoffe und Arbeitsbereiche zu erschliessen. Die Frauenarbeit von heute und die gewerbliche Pflege könnte man sehr gut als eine Zinseszinsfolge erklären.

      Aber dem Zinseszins kann man nicht weglaufen. Er wächst exponentiell und damit schneller als alle linearen Vorgänge einer Gesellschaft.
      Zinseszins MUSS immer zu einer Krise führen.
      Diese Krisen haben natürlich individuelle Auslöser, Abläufe und Krisenherde.
      Der Zins frisst aber, durch seine abolutistische Verdrängung aller gesellschaftlichen Werte, seine eigene reale Grundlage immer selbst auf.

      Die Kardinalfrage für jede Gesellschaft lautet immer:
      Was hat Vorrang? Der Mensch hat Vorrang oder der Vertrag der den Zinseszins erzwingt hat Vorrang.
      Die Austeritätspolitik gibt uns die Antwort. Oder wie unser gast aus Östereich das so schön schreibt: Pacta sunt servanda
      Zinseszins verdrängt damit Menschlichkeit.
      lg Holly

      • Marja - 3. Mai 2017 Antworten

        Hallo Holly,

        wir lassen mal die Semantiker weg.

        Das Zauberwort, welches mir fehlte waren, die “beleihbaren” Sachwerte. Wenn die beleihbaren Sachwerte mit 5 % steigen und der Zinssatz 3 % beträgt, wachsen beide exponentiell und die beleihbaren Sachwerte nehmen relativ zum Zinsbetrag zu. So ist es aus unterschiedlichen Gründen nicht.

        Wenn die beleihbaren Sachwerte um 3 % bei einem Zinssatz von 5 % steigen, enteilt der Zinsbetrag den “beleihbaren” Sachwerten. Dadurch nimmt der Zuwachs der beleihbaren Sachwerte immer weiter ab.

        Leider bekommt man Kredit=Geldmengenwachstum auch für allerlei Schwachsinn, z. B. für explodierende Atomkraftwerke, olympische Spiele, Sultanspaläste, Kriege, Puts und Calls etc., so dass dem Kredit nicht immer beleihbare Sachwerte gegenüber stehen. Manchmal steht dem Kredit gar kein Wert gegenüber.

        D. h. die Geldmenge = Kreditvolumen steigt schneller als die beleihbaren Sachwerte.

        Irgendwann gibt es mehr Geld als Sachwerte. Diesen Zustand haben die USA und UK bereits erreicht.

        Das Geld=Kredit kann sich dann durch Vernichtung (wie Materie und Antimaterie) neutralisieren, z. B. durch Hyperinflation oder Währungsreform, – die Sachwerte bleiben dann aber bestehen. Deshalb ist Schuldgeld immer nur ein zeitlich befristetes Geldversprechen (Geld ist also eine Glaubensangelegenheit).

        QE bewirkt, dass es Kredit gibt, der nicht besichert sein muss. Das unterscheidet die Zentralbank von der Geschäftsbank. QE verbessert also das Verhältnis von beleihbaren Sachwerten zu Zinsforderungen, stabilisiert also auch so das System, insbesondere solange QE exponentiell zunimmt. Außerdem senkt QE (bisher) den Zins unter das Wirtschaftswachstum, nimmt also Druck aus dem Zinseszins-Mechanismus.

        Zweifelsfrei führt die Geldschöpfung in der Hand weniger zu Fehlallokationen, die den Zinseszins-Effekt beschleunigen.

        Also Danke für den Hinweis.

        Grüße Marja

        • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

          Der Irrsinn geht sogar real noch weiter:
          Jeder Sachwert unterliegt einer Beurteilung aka raiting.
          Reale Werte tatsächliche sächliche Dinge unterliegen einer Abschreibung. Ganz grob kaufwert geteilt durch Gebrauchsdauer in Jahren.
          Häuser werden mit 100 Jahren gerechnet. Also 1%/a
          Computer verlieren durch den kauf bereits ihren Wert. Die Restwerte sind tatsächlich nur vorhanden wenn es Lizenzen gibt, z.B. für Betriebssystem öä.
          PKW verlieren meist so um ein Drittel durch Zulassung und dann pa.
          Kleidung hat auch als Qualitätsware nach der Kasse nur noch Liebhaberwert.
          Essen hat nur sehr überschaubare Werte.
          Ganz grob: nur ideelle Werte können durch die Beurteilung im Wert steigen. alles andere schreibt munter ab.
          Wahnsinn die zweite: Geld einmal im Umlauf wird ja nicht nur einmal benutzt. Es gibt ja eine Wirkkette. Geld egal ob Bar (längere Wirkkette) oder Giral (eher kürzere Wirkkette) das einmal im Umlauf ist, bleibt dort.
          Kreditausfall? Hypothenausfall? Egal, Der Bankkunde steht blank, aber alle dahinter, die ihr Geld bekommen haben, behalten das (Treu und Glauben nennt sich der Grundsatz, denke ich).
          Wahnsinn die dritte: Zinsen auf Zinsen sind in Deutschland ansich nach HGB verboten.
          aber der Lohn ist vorfinanziert und ermöglicht einen Konsum von Waren die ihrerseits vorfinanziert sind, die aus Rohstoffen gefertigt sind die (natürlich) ihrerseits vorfinanziert sind.
          Eine Multiplikation mit Zinsanreicherung.
          Wahnsinn die vierte: Geld kann verschwinden. Bargeld weil es kaputt geht. Giralgeld durch Tilgung. Zinsen sind Vertragsgegenstände und abgeleitete Rechte. Egal was einmal die Quelle war, der Zins verschwindet nie UND natürlich ist der Zins eine Grundlage für Geldschöpfung und Neuverzinseszinsung.

          Man zieht für so etwas die Umlaufgeschwindigkeit heran. Die liegt derzeit im Euroraum (so weit meine Infos stimmen) unter Eins.
          Eins galt einmal als magische Grenze. Darunter bedeutet ….. ja und da scheiden sich die Quellen. Aber es ist ein Indiz für Krise. Wieviel Krise ist genauso wenig klärbar, wie die Daten dahinter, das ist BuBa Kram.

          Geld wächst in jedem Fall IMMER schneller und nachhaltiger als alles Andere in einer Gesellschaft. Das kann auch niemanden überraschen, das ist systemisch so eingestellt.

          Der Anlagenotstand in Geld ist damit ein Dauerzustand. Banken wollen alles mögliche, aber nie Sachwerte in den Büchern oder Geld auf den eigenen Konten.
          Sachwerte werden immer mit Hebel beliehen und an die Kunden weiter gegeben, deieRaten leisten sollen und Zinsen schaffen.
          Eigenes Geld auf eigenen Konten bedeutet immer nicht genutzte Kapazitäten zur Geldschöpfung.
          Fehlallokationen sind im permanenten Anlagenotstand kein Sonderfall, sondern der Normalfall, die Frage ist immer nur, ob das bedrohlich ist, also schlagend wird.
          Politiker und Banker meinen mit Fehlallokation auch nur, dass Geld nicht in ihrem Sinne angelegt wird. Ansonsten wird Geld schlicht in alles handelbare hineingestopft, bis die Bereiche “satt” sind.
          In Schland ist die Bereicherung durch Produktion bereits Anfang der 70er jahre durch die Bereicherung durch Zins überholt worden. Man nennt den Wechsel von “Produktions getriebener” hin zu “Geld getriebener” Wirtschaft.
          Das fällt dann zeitlich auch in etwa mit dem Beginn der Massenarbeitslosigkeit zusammen.
          Altkanzler Schmidt meinte irgendwann in der Mitte der 80er, dei Massenarbeitslosigkeit würde Deutschland so lange begleiten, bis die geburtsschwachen Jahrgänge das Problem lindern oder beheben.
          Das ist alle mehr oder weniger Allgemeingut, nur eben wenig kommuniziert.
          lg Holly

  • Gast aus Österreich - 3. Mai 2017 Antworten

    Wenn man annimmt, dass die Banken Geld aus dem Nichts schaffen würden ginge man davon aus, dass Versprechen und die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Kreditverträge und die Sicherheiten Nichts wären.

    Das würde wohl die Grundfesten jeder Gesellschaft zusammenbrechen lassen. Pacta sunt servanda – am Verstoß gegen diesen Grundsatz liegt das Problem.

    Schöne Grüße aus Österreich

  • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

    Ich möchte das noch einmal ganz klar abgrenzen !!

    Dieser thread ist keine semantische Betrachtung oder eine Erklärung der Geldschaffung.
    Es geht um einen ganz klaren Punkt:
    Die BuBA hat zum (so weit ich das weiss) ersten Mal einen ganzen Themenkomplex klar bestätigt, der (hier im Blog) bekannt und erklärt war und ist.

    Der Sachverhalt ist etwas polemisch geschrieben so:
    – Jede Bank kann jedem Kunden jede beliebige Summe auszahlen.
    – Es gibt für diesen Vorgang keinen gesetzlichen Rahmen.
    – Es ist ein Vertrag zwischen Bank und Kunde zu Lasten der BuBa, die aus dem Vertrag verbindlich das Zahlungsmittel zur Verfügung stellen muss.
    – Die BuBa prüft die Verträge nicht.
    – Der Vertrag liest sich etwas gedreht so: Kunde bekommt Geld und stellt dafür Sicherheit. Sicherheit wird nicht fällig, wenn der Kunde einen Rückführung des Geldes im festgelegten Rahmen erfüllt und die zusätzlichen Zinsen begleicht.
    Leistung der Bank? Keine. Ausfallrisiko? Keines.
    – Die Bank kann sich selbst Geld leihen, mit allen Folgen.
    – Die Bank kann im Eigengeschäft ebenso tätig sein, wie jeder ihrer Kunden.

    Dies war und ist so schon lange bekannt.

    Das Neue besteht im Eingeständniss der BuBa.

    Wir können über die Folgen viel reden.
    Wir können über den Sinn diskutieren.
    Wir können uns über Änderungen austauschen.

    Was wir nicht mehr brauchen, ist die Tatsache als solche zu diskutieren.
    Das ist nun ein Fakt.
    … und das ist Neu.
    Danke an Querschuesse für den thread der genau DAS noch einmal betonen möchte !!
    lg Holly

    • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

      Kaskadengeschäft:

      Bank hat 10€. Geldschaffungskosten 3%.
      Bank leiht sich selbst 90€, Rest für Mindestreserve und Eigenkosten.
      Bank leiht sich selbst 810€.
      Bank leiht sich selbst 7290€.
      Bank leiht sich selbst 65619€.
      …..
      Die müssen nicht einmal die 10 Euro haben. Die brauchen nur 10€ an Kundeneinlagen auf ihren Konten.
      DAS ist im System völlig ok und benötigt exakt die Zeit die die Rechner zum bearbeiten benötigen, also Millisekunden.
      So funktioniert der Handel an den Hochfrequenzbörsen.

      Und um den Unsinn auf die Spitze zu treiben, bei den com ex Geschäften hat man gerichtlich bereits festgelegt, dass der Besitz nicht festgelegt ist.
      Ein Recht im Handel kann zwei Besitzer haben (oder rechtlich treffender keinen).

      Also die Folgen sind real …
      lg Holly

      • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

        Kurzer Blich zur Deutschen Bank:
        50 Billionen?
        Beeindruckend ………..

    • Thorsten Eckau - 4. Mai 2017 Antworten

      “Es ist ein Vertrag zwischen Bank und Kunde zu Lasten der BuBa”

      Ich habe von Jura keine Ahnung, zugegeben, aber ich meine: “Verträge zu Lasten Dritter sind nichtig” im Kopf zu haben. Und dann bitte ich Dich, Holly, noch mal den Sachverhalt zu schildern! Ist NICHT böse gemeint, ich schätzte Dich, außerdem ist es möglich dass das kein “veto” ist, sondern ein “so kann man im Rechtssystem dagegen klagen”-Punkt!

      LG
      Thorsten

      • Holly01 - 4. Mai 2017 Antworten

        Hallo Hr. Eckau,
        diese Antwort habe ich extra überschlafen. Ich habe dazu eine klare Meinung. Die kann ich auch gerne kund tun.
        Ich bin aber nicht qualifiziert genug, um Anderen zu raten oder um wirklich beurteilen zu können, ob diese politisch/rechtlichen Lücken reichen, um ein Urteil im gewünschten Sinn zu erhalten.
        Also meine Meinung:
        Immer wenn der explizite Rechtsrahmen (Gesetze) fehlt, greift das allgemeine Recht.
        Die BuBa schreibt, es gäbe keinen gesetzlichen Rahmen, was für mich bedeutet es greift das allgemeine Recht.
        Nach meinem Wissen (diese Relativierungen werde ich durchgehend benutzen) ist es verboten Geld herzustellen. GELD herzustellen.
        Geld ist nicht Zahlungsmittel.
        Die Herstellung von Zahlungsmitteln ist ebenfalls verboten.
        Nach meinem Wissen ist der gesamte Rechtsrahmen auf dem Grundsatz aufgebaut, dass Banken Vermittler sind, also vorhandenes Geld immer und immer wieder neu verteilen.
        Ich denke bis hier her ist das schon “sonderbar”.

        Nächster Punkt ist Vertrag als solches.
        Die Bank gewährt dem Kunden im Tagesgeschäft Gutschriften aus Kreditverträgen.
        Da steht “Euro” dran.
        Der “Euro” ist das offizielle Zahlungsmittel in Deutschland (und mangels erweitertem Wissen kann ich überhaupt noch über Deutschland reden).
        Nun schreibt die BuBa, das die Bank eine Gutschrift an Kunden gibt, mit Geld das es nicht gibt.
        Die machen das einfach.
        Dieser Vorgang ist folgenlos, weil die BuBa eine Funktion einnimmt, die die Folgen für die Bank ausschliesst.
        Die Buba führt ein “netting” durch, das heisst, alle Buchungen zwischen Banken werden verrechnet und die tatsächlichen Differenzen müssen dann mit Bundesbankgeld beglichen werden.
        Hm. Bundesbankgeld?
        Ja das ist Geld das es nur auf der Ebene Geschäftsbank – Bundesbank gibt.
        Woher kommt das?
        Die Banken beleihen Sicherheiten bei der BuBa.
        Aha.
        Woher kommen die?
        Aus den Kreditverträgen kommen die.
        Öhm???
        Der Kunde der Geschäftsbank schliesst einen Vertrag ab, den der Kunde besichern muss, damit er ihn bekommt. dann bekommt er Geld von der Bank das die nicht hat. DieBbank kann das aber nur tun, weil sie den Vertragsgegenstand (also das einzige was einen realen Wert hat, die Sicherheit) an die BuBa abgibt, die die Geschäftsbank im Gegenzug gewähren lässt.
        Da fällt mir nur eine kriminelle Vereinigung als Vergleich ein oder ein organisiertes Verbrechersyndikat.
        Für den Fall, das der Kunde das Geld Gassi führt, also von einer Bank zur anderen schickt, gibt die Buba dann so genanntes Bargeld heraus.
        Dieses Bargeld ist das das alleinige offizielle Zahlungsmittel für alle, die keine Bank sind und das einzige Zahlungsmittel das gesetzlich geschützt ist.
        Ich überweise aber Geld und ich bekomme Geld überwiesen.
        Arbeiter erbringen eine Leistung und die wird in Geld abgegolten.
        Geld ist aber kein Zahlungsmittel, sondern eine Konsortiumseinheit die eins zu eins mit Zahlungsmitteln verrechnet wird.
        Wobei die Zahlungsmittel als Quelle überwiegend dem Betrieb des Konsortiums dient.

        Aber nicht nur das.
        Die Banken beurteilen selbst was eine Sicherheit ist, die sie akzeptieren.
        Die BuBa ist das “Dachinstitut” der Banken und gehört den Banken anteilig.
        Der Staat (also mein Staat, meine Gesellschaft auf allen Ebenen) KANN sich nur beim Konsortium Geld leihen.
        Bezeichnender Weise kann ich nicht herausfinden, bei wem mein Staat verschuldet ist und wer auf den Auktionen mit bieten darf, auf denen mein Staat sich finanziert.

        Inhaltlich denke ich das stinkt.
        Rechtlich stinkt das für mich ganz abscheulich.
        Ob es ein Gericht gibt, das diese Dinge tatsächlich hinterfragt, wage ich wegen der Abhängigkeit des Staates vom Konsortium einerseits und der Abhängigkeit der Gerichte vom politischen Staat andererseits zu bezweifeln.
        lg Holly

        PS: Ich setze das extra ab, denn hier verlasse ich mein “Rechtsgefühl” und bin voll auf der Ebene der gefühlten Realität:
        Deutschland hat in den EU Vertragen jeden Einfluss auf diese Zusammenhänge abgegeben.
        Die BuBa hat das längst an die EZB überführt.
        Die EZB ist aber ausserhalb jeden Rechts. Also nicht nur ausserhalb deutschen Rechts sondern auch innerhalb des europäischen Rechts unangreifbar.
        Nicht einmal die Einzelpersonen in der EZB sind angreifbar.
        Dahinter lauert der ESM, dessen Geschäftsräume sogar exterretorial sind und von keinem Rechtsvertreter oder Ermittler ohne ausdrückliche Genehmigung BETRETEN werden dürfen, von Durchsuchungen rede ich gar nicht.
        Es gibt dieses Zitat, ich weiss das gerade nur sinngemäß:
        Wenn ich das Geld kontrolliere ist es mir egal wer regiert.
        Ich denke die BuBa kann das so veröffentlichen, weil man den Punkt schon lange hinter sich gelassen hat, wo eine nationale Einflussnahme (in welcher Form auch immer) noch möglich gewesen wäre.
        lg Holly

        • Holly01 - 4. Mai 2017 Antworten

          Ganz ordinär hat die Buba nach meinem Eindruck in der Kurzform geschrieben:
          Wir wissen, das Ihr das wisst und ihr könnt uns am, im und um den Arsch herum lecken, denn Ihr könnt mal gar nichts dagegen tun.
          Aber so sehe ich das wahrscheinlich als Einziger….

          • Holly01 - 4. Mai 2017 Antworten

            Die Adressaten dieser Nachricht sind aber nicht die Bürger, es sind die Justiziare in Banken, Versicherungen, Fonds, mittleren und großen Unternehmen.
            Weht ein rauer Wind bei den Herrschaften …..
            Eine Kampfansage an alle die vielleicht aus dem System raus wollen?
            Eine Kampfansage an alle die die Inhalte der monetären Institutionen hinterfragen?
            who cares
            Wir geniessen ja nur die show…..

        • Voltaire - 4. Mai 2017 Antworten

          Zur Info

          http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Bundesbank/Organisation/Rechtliche_Grundlagen/rechtliche_grundlagen.html

          Gesetz über die Deutsche Bundesbank (Letzte Änderung Ende Dezember 2011)

          Erster Abschnitt

          Rechtsform und Aufgabe

          § 1 (aufgehoben)

          § 2 Rechtsform, Grundkapital und Sitz
          Die Deutsche Bundesbank ist eine bundesunmittelbare juristische Person des öffentlichen Rechts. Ihr Grundkapital im Betrage von 2,5 Milliarden Euro steht dem Bund zu. Die Bank hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

          § 3 Aufgaben
          Die Deutsche Bundesbank ist als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland integraler Bestandteil des Europäischen Systems der Zentralbanken. Sie wirkt an der Erfüllung seiner Aufgaben mit dem vorrangigen Ziel mit, die Preisstabilität zu gewährleisten, hält und verwaltet die Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland, sorgt für die bankmäßige Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Inland und mit dem Ausland und trägt zur Stabilität der Zahlungs- und Verrechnungssysteme bei. Sie nimmt darüber hinaus die ihr nach diesem Gesetz oder anderen Rechtsvorschriften übertragenen Aufgaben wahr.

          § 4 Beteiligungen
          Die Deutsche Bundesbank ist unbeschadet des Artikels 6 Abs. 2 der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank berechtigt, sich an der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und mit Zustimmung der Bundesregierung an anderen Einrichtungen zu beteiligen, die einer übernationalen Währungspolitik oder dem internationalen Zahlungs- und Kreditverkehr dienen oder sonst geeignet sind, die Erfüllung ihrer Aufgabe zu fördern.

          Zweiter Abschnitt

          Organisation

          § 5 (aufgehoben)

          § 6 (aufgehoben)

          GG Artikel 88 in der aktuellen Fassung:
          Der Bund errichtet eine Währungs- und Notenbank als Bundesbank. Ihre Aufgaben und Befugnisse können im Rahmen der Europäischen Union der Europäischen Zentralbank übertragen werden, die unabhängig ist und dem vorrangigen Ziel der Sicherung der Preisstabilität verpflichtet.

          GG Artikel 88 in der Ursprungsfassung vom 23. Mai 1949

          Der Bund errichtet eine Währungs- und Notenbank als Bundesbank.

          C 115/230 Amtsblatt der Europäischen Union DE vom 9.5.2008


          14.3.
          Die nationalen Zentralbanken sind integraler Bestandteil des ESZB und handeln gemäß den Leitlinien und Weisungen der EZB. Der EZB-Rat trifft die notwendigen Maßnahmen, um die Einhaltung der Leitlinien und Weisungen der EZB sicherzustellen, und kann verlangen, dass ihm hierzu alle erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt werden.

          Die Deutsche Bundesbank hat keine Befugnisse mehr, da die EZB diese inzwischen komplett vereinnahmt hat! In den Medien ist davon bisher leider nahezu nichts berichtet worden!!!

          Bundesgesetzblatt Teil 1 (Nr. 33), Ausgegeben zu Bonn am 18. Juli 2012

          Verordnung zur Übertragung der Verordnungsermächtigung nach § 36a des Gesetzes über die
          Deutsche Bundesbank

          Auf Grund des § 36a Satz 4 des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank, der durch Artikel 9 Nummer 3 des Gesetzes vom 22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2959) eingefügt worden ist, verordnet das Bundesministerium der Finanzen:

          §1 Übertragung der Ermächtigung

          Die in § 36a Satz 1 bis 3 des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank enthaltene Ermächtigung wird auf den Vorstand der Deutschen Bundesbank übertragen. Der Erlass entsprechender Rechtsverordnungen bedarf des Einvernehmens mit dem Bundesministerium der Finanzen.

          §2 Inkrafttreten

          Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
          Berlin, den 9. Juli 2012

            • Voltaire - 4. Mai 2017 Antworten

              Zu Beginn meiner Lehrzeit habe ich am Monatsende den Lohn vom Meister noch persönlich in der Lohntüte zusammen mit dem Lohnstreifen ausgehändigt bekommen … und da wären wir bei der Ausgangsfrage angelangt:

              Buchgeld (aka bargeldlose Gesellschaft) vs. “Bares ist Wahres”?

              • Holly01 - 4. Mai 2017 Antworten

                Das macht ja für 80% der Gesellschaft keinen Unterschied mehr.
                Die restlichen 20% werden schon noch feststellen, dass sich das Recht gerade in Luft auflöst …

  • Gast aus Österreich - 3. Mai 2017 Antworten

    Hallo Marja,

    ” Eine Ausweitung der Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft (also eines geschlossenen Wirtschaftsraums) geht nur durch neue Geldschöpfung ”

    Die Frage ist doch, ob wir ( die 90% sag ich mal ) eine solche Ausweitung überhaupt wollen. Es werden Unmengen an Ressourcen verschwendet um damit Dinge zu schaffen, die keiner braucht und niemandem nützen, außer den Inhabern von Papieren. Irgendwann hat man halt genug. Die Wirtschaft sollte zurückgehen. Warum schaffen die Deutschen ihren Überschuss ins Ausland anstatt sich zu Hause das Leben schöner zu machen.

    Bin leider am Thema vorbei.
    Trotzdem schöne Grüße

  • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

    Falsch ist:
    “Das Neue besteht im Eingeständniss der BuBa.”

    Dazu gab es schon vor Jahren ein PDF der Buba, in dem das ganz klar zugegeben und dargestellt wurde. Ich habe es irgendwo in meinem mehrere TB großen Arichiv gesichert, aber weder Lust noch Zeit, es rauszusuchen.

    Ich weiß es so genau, weil das damals Thema heftiger Diskussionen im Gelben war, wo ich als Ketzer es wagte, die dort herrschende Religion des Debitismus damit als falsch zu beweisen – auch anhand der relevanten Buchhaltungs-Vorgänge in einer Bank.

    Geld-Erschaffung heißt in der Fibu: per Kunden-Forderung (Aktiva) an Kunden-Guthaben (Passiva), wenn ich mich richtig erinnere (keine Zeit zum Suchen).

    Prof. Hörmanns Filme gab es damals noch nicht (Prof. für betriebliches Rechnungswesen).

    Das wollten die dortigen Hohen Priester des Debitismus aber nicht akzeptieren, ganz einfach weil die von Fibu keine blasse Ahnung hatten / haben und von Herrn Martin verblendet sind.

    Nota Bene: Besicherungen sind (1) kein Teil der Buchhaltung und (2) für den eigentlichen Vorgang der Geld-Erschaffung irrelevant, solange das Guthaben nicht ausbezahlt wird, und (3) für die Buchung (= Erschaffung) selbst komplett irrelevant, weil diese Besicherungen und ihre Qualität Bank-Interna sind.

    @ Moderator:
    Warum werden sachliche Beiträge von mir unterdrückt?. Tut mir leid, daß ich mal den falschen Nick vewendet hat. War ein Versehen. Wenn ich mit mehreren Eintitäten auftreten wollte, würde ich einen meinder Server in DE benutzen. Das wäre ein Leichtes (andere IP-Nummern). Aber in der Schnelle bassiert einem sowas schon mal. Oder darf man den Hausherrn hier nicht kritisieren?!

    • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

      Hallo Frank,
      Sie mögen Semantik. das finde ich schön, ich auch.
      “Falsch ist”

      Also “Falsch” ist ein Begriff ohne eigenen Inhalt. “Falsch” ist, was Sie als “Falsch” klassifizieren und “Falsch” gilt nur für Sie als “Falsch”.
      Ich könnte mit “Richtig” kontern. Aber “Richtig” ist ebenfalls eine Klassifizierung, dei dann von mir vorgenommen, auch nur für mich gelten würde.
      Da steht aber auch:
      “Die BuBA hat zum (so weit ich das weiss) ersten Mal einen ganzen Themenkomplex klar bestätigt, der (hier im Blog) bekannt und erklärt war und ist.”
      Das steht über diesem “Das Neue besteht im Eingeständniss der BuBa” und ich halte das für eine zulässige und allgemein verständliche Relativierung.
      Wenn Sie inhaltlich etwas haben, dann gerne.
      Wenn Sie “hase und Igel” spielen wollen also das gute alte “ich kann mehr dummes Zeugs posten und euch missverstehen, als ihr in Jahren aufarbeiten könntet” dann rate ich Ihnen zu Beruhigungsmitteln. Ich habe heute etwas Zeit und kann sehr nickelig werden.
      lg Holly

      PS: Prof Dr Hörmann ist mir ein Begriff, ich halte Ihn nur nicht für gut.
      Zu Diskussionen Ihrerseits zu denen ich keinen Zugriff habe, kann ich auch keine Stellung nehmen und wenn ich Zugriff hätte, müsste sich erst zeigen ob ich Stellung nehmen möchte.
      Inhaltlich scheinen Sie mir etwas abseits vom Thema zu laufen.
      Bisher finde ich sie eher unterhaltsam als interessant, machen Sie mich doch mal neugierig ….

      • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

        Wenn ich schreibe: “Falsch ist: Das Neue besteht im..:” dann ist das plakativ aber semantisch identisch mit z.B. “Es ist falsch, daß das Neue im … besteht”.

        “Prof Dr Hörmann ist mir ein Begriff, ich halte Ihn nur nicht für gut.”

        Irgendwelche Argumente, damit man Sie ernst nehmen kann? Widerlegen Sie ihn!

        “machen Sie mich doch mal neugierig”

        Na wie wär’s denn, wenn Sie mal die interne Bank-Fibu betreachten, den NUR dort geschieht “es”, nämlich die Erschaffung aus dem Nichts durch einen simplen Buchungssatz.

        Wenn Sie auf die Bnk-Fibu NICHT eingehen, brauchen wir gar nicht weiter zu diskutieren – denn NUR da passiert „es“ und NUR die ist relevant. Alles andere sind Nebenkriegsschauplätze.

        Ich lerne immer gern hinzu und habe keinerlei Probleme, Irrtümer und Fehler einszusehen.

        Bin gespannt!

        • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

          Tja sehen Sie, das ist schade, denn wir schon am Ende angelangt.
          Sie sehen einen Buchungssatz, ich sehe einen Auslöser.
          Sie möchten über über FiBu reden, ich über gesellschaftliche Wirkungen.
          Für mich ist das wir Holz hacken. Sie möchten darüber reden das eine Axt genau dafür da ist und für diesen Zweck das perfekte Mittel ist.
          Ich sehe Wälder und Ökosysteme und Lebensraum. Mir ist es wurscht ob die Axt optimal ist.
          Ich schreibe übrigens regelmässig: “Das Geldsystem ist perfekt” und ergänze gerne “Die Nutzung ist das Problem”.

          Wenn ich Hr. Prof.Dr.Hörmann etwas zu sagen hätte müsste ich mich dazu erst qualifizieren. also auf den neuesten Stand bringen.
          Seine Beiträge fand ich so lange gut, bis er das ganze (nach meinem Eindruck) kommerzialisiert hat.
          … und das wäre ein Thema MIT ihm zu sprechen und nicht um ÜBER ihn zu sprechen und es ist eine ganz persönliche Einschätzung mit der ausdrücklichen Betonung auf :
          “Prof Dr Hörmann ist mir ein Begriff, ICH halte Ihn nur nicht für gut”
          Vielleicht bin ich auch nur zu vernagelt und/oder doof, um Ihn zu verstehen. Auch das wäre nicht das erste Mal für mich. Ich habe schon ganz andere erst im nachhinein zu schätzen gelernt.
          Ich wollte also nur darauf hinaus: Name bekannt ..
          Tja, war nett mit Ihnen lg Holly

          • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

            @ Hollly01

            Sie haben m.E. Probleme mit logischer Analyse (und das ist mein täglicher Job).

            Die Diskussion ging allein um eine klare Definition: “Geld-Erschaffung” (oder Schöpfung, das macht hier keinen Unterschied, solange dasselbe gemeint bleibt).

            Ich habe NIE über die gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen diskutiert, denn die waren bei mir nie das Thema.

            Sie aber weigern sich – offensichtlich aus Mangel an (ziemlich simplem) Fachwissen in Sachen Fibu – stur, diesen formalen Akt eines Buchhungssatzes zu berücksichtigen.

            Aber DA und NUR DA und ALLEIN DA in der Fibu erfolgt die Geld-Erschaffung.

            Zum Prof. Hörmann geben Sie zwar eine Meinung ab, können diese aber nicht begründen, denn daß er sein Wissen “kommerzialisiert” ist erstens legitim und stellt zweitens keinerlei Argument GEGEN seine Lehre oder Kompetenz dar. Sie haben und wissen dazu nix – außer einer negativen Meinung.

            Ich habe Hörmann mal wirklich “durch Zufall” in privater Umgebung (Kurzurlaub) getroffen und ich habe einen privaten Eindruck von ihm erhalten. Er ist nicht nur Prof. für betriebliches Rechnungswesen, sondern von Haus aus Informatiker, kann also daher logisch analysieren und strukturiert denken. Das fehlt den meisten Menschen (m.E. Ihnen auch).

            Mein Baugefühl – auf das ich mich immer verlassen kann – sagte mir, der ist ehrlich, seriös und – im besten Sinne des Wortes – ein “Überzeugungstäter”. Abgesehen davon, daß seine Äußerungen zur formalen Fibu richtig sind – und da bin ich schon ein recht guter Spezialist aus meinem Job heraus, der Prof. Hörmann – zumindest zur Technik der Fibu – auf Augenhöhe begegnen kann.

            Also mal kurz und provokativ:

            Sie sind als Arguments-Tiger gesprungen, haben dabei zu laut gebrüllt und dann sind Sie als Bettvorleger gelandet.

            Kein Wunder, daß Sie sich aus dieser Diskussion DESHALB zurückziehen (ganz unten).

            Adieu!

            • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

              Habe ich zur Kenntniss genommen und lasse ich so unkommentiert als Ihre (unwidersprochene) Meinungsäusserung stehen.
              lg Holly

    • Querschuesse - 3. Mai 2017 Antworten

      Alle ihre Kommentare (von Frank und Deutscher im Exil)
      sind online, auch der von Frank, welcher ohne mein Zutun im Spamordner landete und dann von mir freigeschaltet wurde. Wo ist das Problem?

      Sie können mich also kritisieren und sie können auch Rechtschreibfehler machen, wie man sieht 🙂

      • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

        Ich habe ja schon vermutet, dass Aufmerksamkeit/Bandbreite auch ziemlich anstrengend sein/werden kann …. 😉 tut mir leid, dass dafür deine Zeit drauf geht.
        lg Holly

      • Frank - 3. Mai 2017 Antworten

        “Wo ist das Problem?”

        Jetzt keines mehr. Danke sehr und Gruß

  • Bubblegum - 3. Mai 2017 Antworten

    @Maja,
    @Gast aus Österreich,

    wie Holly ganz zu recht schreibt, ist jede Kreditvergabe einer Bank zunächst einmal eine simple Bilanzverlängerung, die erst dann das Eigenkapital einer Bank tangiert, wenn das von der Bank bereit gestellte Bar-/Buchgeld vom Kreditnehmer abgerufen wird. Und: es sich dann später herausstellt, dass der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen sprich dem pacta sunt servanda Prinzip nicht nachkommt.
    Nur hält sich die Bank nie an das pacta sunt servanda Prinzip. Denn dann wäre sie gezwungen, die Kalkulation des Zinsertrages, der automatisch an dem Kredit hängt, offen zu legen. Denn ein Kunde als Vertragspartner kann überhaupt nicht überprüfen, ob nicht nach 138 BGB Wucher vorliegt.
    Er kann es nur vermuten, dass die Zinskalkulation vollkommen überhöht ist. Denn bei Zentralbankgeld
    das zu 0% an die Banken abgegeben wird ist jeder Zinssatz von mehr als 0 als Wucher anzusehen.
    Hinzu kommt, dass im Zeitalter von Ela und der Vernetzung der Banken untereinander gar kein Risiko mehr für eine Bank existiert, der Staat oder auch die EZB müssen schlecht geführte Banken auffangen, um eine Kettenreaktion zu verhindern.
    Insofern wäre der Risikoanteil in einer Zinskalkultion aktuell mit Null anzusetzen. Was natürlich nicht geschieht. Es ist ja auch meines Wissens noch immer so, dass für Sparkassen die Gewährträgerhaftung der Gebietskörperschaften existiert, dieser Wettbewerbsvorteil aber nicht in Form billiger Zinsen an die Sparkassenkunden weitergegeben wird. Das sacken sich die Sparkassenbosse in Form höherer Boni ein.
    Auch müsste meiner Auffassung nach der Barwert der Zinserträge der aus jedem Kredit entsteht, als Vermögenswert in einer Bankbilanz auftauchen. Was aber nicht geschieht. OBWOHL BEI IHRER KREDITVERGABE DIE DURATION eine wichtige Rolle spielt.
    Insofern begeht meiner Auffassung nach jede Bank notorisch eine permanente Bilanzfälschung.
    An Maria gewandt:
    Bitte bedenke, dass nicht nur die Kreditvergabe und damit die Geldmengenausweitung Wachstum bewirkt. Auch Bartergeschäfte ermöglichen das. Wurde in den 50ger und 60ger Jahren sehr gerne mit der notorisch Devisen schwachen Sowjetunion praktiziert. Ein Baustein für das Westdeutsche Wirtschaftswunder!

    Viele Grüsse Bubblegum

    • sadoma - 3. Mai 2017 Antworten

      “Insofern begeht meiner Auffassung nach jede Bank notorisch eine permanente Bilanzfälschung.”

      Ein Satz für die Ewigkeit 😉

      Bitte die Begrifflichkeit “Wachstum” nicht auch noch in die Debatte einführen, das Geld-Vokabular ist schon schwierig genug 😉

      P.S es kommt immer darauf an was wächst die Erkenntnis oder die Habgier

  • Bubblegum - 3. Mai 2017 Antworten

    Sorry Steffen , dass ich beim Stichwort Bilanzverlängerung versehentlich Deinen Namen weggelassen habe.
    Hole ich hiermit nach

  • Bubblegum - 3. Mai 2017 Antworten

    Sorry Steffen , dass ich beim Stichwort Bilanzverlängerung versehentlich Deinen Namen weggelassen habe.
    Hole ich hiermit nach.

  • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

    @ Marja: Das zieh ich einmal raus:
    “QE bewirkt, dass es Kredit gibt, der nicht besichert sein muss. Das unterscheidet die Zentralbank von der Geschäftsbank. QE verbessert also das Verhältnis von beleihbaren Sachwerten zu Zinsforderungen, stabilisiert also auch so das System, insbesondere solange QE exponentiell zunimmt. Außerdem senkt QE (bisher) den Zins unter das Wirtschaftswachstum, nimmt also Druck aus dem Zinseszins-Mechanismus.”

    Ich ziehe ja gerne die Nummer mit dem Schlüsselanhänger ab, den brauch ich einmal als Kurzversion:

    Draghi nimmt seinen Schlüsselanhänger und sagt “so, der ist nun 10Billionen Euronen” wert.
    Der Wert ist real denn es gibt einen Markt und einen Käufer (Draghi selbst)
    Die EZB kauft den Schlüsselanhänger für 10 Billionen.
    Buchungssatz entsteht.
    Draghi kauft für 10 Billionen alle Staatschulden des Euroraumes auf.
    Draghi nimmt seinen Schlüsselanhänger zurück und liefert dafür alle Staatsschulden an die EZB ab.
    Der Buchungssatz verschwindet.
    Es gibt keinen Cent mehr als vorher.
    Es hat Niemand einen Cent verloren.
    Die Staatsschulden sind weg.

    QE macht genau das, nur ohne Schlüsselanhänger. Eine so profane Krücke hat die EZB nicht nötig.
    Die Schulden verschwinden.
    Die Schuldtitel aka Sicherheiten landen bei der EZB.
    Das Bankensystem wird monetarisiert.

    Nebenbei verschieben sich die Schulden in einen Pool aus never ending story. Notenbanken können keinen Verlust machen. Es gibt keinen Vertragspartner bei Eigengeschäften.
    thats it
    lg Holly

    • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

      Das ist das geniale bei Buchungssätzen, die Summe ist immer Null ^^

      • Holly01 - 3. Mai 2017 Antworten

        Da ich sowieso völlig überrepräsentiert bin in dem thread, ziehe ich mich jetzt zurück und mach Platz für möglichst viele Beiträge mit anderer Sicht.

        Der Abschluss von QE ist selbstverständlich, das die banken die Sicherheiten von der EZB zurück kaufen.
        Die EZB benötigt keine Sicherheiten und die Banken benötigen nicht diese enorme Menge an Zentralbank Geld.
        Es bleibt trotzdem noch genug Geld in den Bankentaschen.
        Die EZB kauft zum Nominalwert.
        Die banken werden nur den tatsächlichen Zeitwert bezahlen.
        Also alles gut ….
        lg Holly

  • Jeha - 4. Mai 2017 Antworten

    Ne kleine Frage

    Wie entsteht Giralgeld durch den Ankauf von Vermögenswerten?

    Sind das die Vermögenswerte die die Bank selber ankauft, z.B. die Immobilie aus dem Beispiel davor?

    Gruß Jens

    • QuestionMark - 5. Mai 2017 Antworten

      Wie du bereits in der letzten Frage angedeutet hast. Es läuft genau so wie mit dem Ankauf einer Immbolie durch die Bank.
      Dasselbe Spiel kann man mit Fondsanteilen oder Aktien etc treiben. Die Bank bestimmt also wer Top und wer Flop ist am “Markt”.
      Wenn man das alles kapiert hat, dann wäre da doch die Machtfrage zu stellen, oder?
      Will man weiterhin, dass eine Gesellschaft von Bankstern tyrannisiert wird?

  • QuestionMark - 5. Mai 2017 Antworten

    Weiter oben wurde bereits darauf hingewiesen: Die Sache ist eigentlich ein alter Hut. Bereits im (uralten) “Modern Money Mechanics” (FED Chicago 1971) wurde die Sache sehr schön und ausführlich dargestellt. Einen großen Verdienst bei der Verbreitung der entsprechenden “Erkenntnisse” haben sich wohl die Macher der Zeitgeist-Filmserie erworben.
    s.a. https://www.youtube.com/watch?v=S0pQNkX8jLM
    Desweiteren wurde auch bereits vor Jahren in der BuBa-Publikation “Geld und Geldpolitik” wiederholt die Sache beschrieben. Je nach Auflage mal mehr oder weniger ausführlich.

    Die eigentliche Herrschaftsfrage hätte man im obigen Artikel mehr in den Mittelpunkt rücken sollen. Denn: Offensichtlich befindet sich einiges an wirtschaftlicher Macht bereits konzeptionell in den Händen von Bankstern. Also: In den Händen von Einkommensbeziehern die sich völlig leistungslos durchschmarotzen und den Rest der Gesellschaft versklaven und tyrannisieren.

    • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

      Hallo QuestonMark.
      Die Frage in Schland ist nicht unbedingt die nach der Technik. Es ist die inhaltliche Frage nach dem Sinn und der Moral und das drückt sich im Rechtsempfinden und im Gesetz aus.
      Die Zahl der Deutschen die das Wissen zu lassen wächst. Damit wächst auch relativ die Zahl derer, die das ablehnen.
      Das Geldsystem verdrängt Gewinn und Lohn und Qualität und persönliche Freiheit und Menschlichkeit.
      Das Geldsystem ist gesättigt. Damit meine ich es hat den Grenzwert erreicht, wo es noch Nutzen hat.

      Ich nehme nicht an, dass dieses Agression innerhalb des Systems aus der Tatsache kommt, dass die Banken alles besitzen.
      Ich nehme an, das es inzwischen einen riesigen Bereich gibt, wo sich durch die strukturelle Zinssatz das Geschäft als solches überhaupt nicht mehr lohnt.
      Selbst frisch geschaffenes/geschöpftes Geld ist so Zins belastet, dass sich viele Geschäftsbereiche überhaupt keine Rendite mehr erarbeiten KÖNNEN.
      Man könnte jetzt sagen: Na und, dann gibt es eben etwas weniger Müll auf dem Planeten.
      Der gesamte Nahrungsbereich ist aber nach meinem Eindruck betroffen.
      Es lohnt sich selbst groß industriell nicht mehr Nahrung herzustellen und anzubieten.
      Nutzfahrzeuge? Ich denke ohne eigene Bank ist das auch so ein Bereich.
      Die Wirtschaft stirbt am Zinseszins.
      Nur aus der Betrachtung werden viele derzeitige Entwicklungen erklärbar.
      Industrie 4.0 ist eine Monetarisierung, bei der Menschen endgültig verdrängt werden.
      Das Geld ist endlos?
      Das Geld verliert nie seinen Sinn?
      Das weiss ich nicht, ich denke aber Menschen sind eigentlich der Inhalt der Gesellschaft, nicht das Geld.
      Tja. Ich denke die Frage nach dem Recht im Sinne von Gesetz das die Gesellschaft schützt, war hier die zentrale Frage.
      Die Politik muss umsteuern.
      Kann die gesamte Politik beim erkennen der Fehlentwicklung überhaupt noch steuern?
      Ich denke diese BuBa Publikation möchte das mit einem “Nein” beantworten.
      just my 5 cent

      • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

        Ich verweise einmal auf die “Abgasaffäre.
        Die gesamte Rolle der Poltik und aller Beteiligten, die dem Gesetz und dem gesellschaftlichen Schutz dienen sollten und es nich tgetan haben.
        Ich verweise auf die Milliarden mit denen US-Käufer kompensiert werden und diese Gesetze die gerade gemacht werden, um VW in Deutschland und der EU vor Regress zu schützen.

        Die Politik soll die Gesellschaft entwickeln, schützen und ausgleichen.
        Die Politik ist die Deligierung der Gesellschaftlichen Macht, um die Gesellschaft zu schützen.
        Das Machtmonopol des Staates beruht genau darauf.

        Was erleben wir aber Tag ein Tag aus?
        Das Geldwesen ist um Zehnerpotenzen größer ……
        Denkt jemand der politische Hund wedelt mit dem monetären Schwanz oder wedelt der Schwanz mit dem Hund?
        lg Holly

        • Marja - 5. Mai 2017 Antworten

          Hallo Holly,

          wenn ein Wirtschaftsraum in der Realwirtschaft 3 % verdienen kann und in der Finanzwirtschaft 5 %, dann gibt es mehr Anreize, sein Geld in der Finanzwirtschaft anzulegen. Da die Ressourcen, z.B. die Arbeitsplätze dem Geld folgen, wird es in der Realwirtschaft immer weniger Arbeitsplätze geben. Man kann alternativ die Kosten für diese Arbeitsplätze senken, indem man den Leuten weniger bezahlt (H4-Druck) oder die Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlegt. Letzteres funzt nicht, wenn die Arbeit am Ort erbracht werden muss, wie z.B. in der sozialen Arbeit. Bei der AA gibt es auf 100 freie Stellen in der Altenpflege (die das AA kennt), 40 Altenpfleger, die alo sind. Wenn es auf dem Arbeitsmarkt freie Märkte geben täte, müssten dort die Preise steigen. Das passiert aber gerade nicht, da durch politische Maßnahmen die Löhne gesenkt werden. Lieber werden die Einrichtungen geschlossen, z. B. im geburtenstarken LK Diepholz die einzige geburtshilfliche Krankenhausstation, weil es keine Gynäkologen mehr gibt. In Südniedersachsen gibt es Gegenden, wo die Rettung eine Stunde braucht, um einen Patienten in eine angemessene Notfalleinrichtung zu schicken. Lieber lässt man die Menschen sterben, als angemessene Löhne zu zahlen.
          Wenn immer mehr Menschen für den Erhalt des Zinseszinses arbeiten müssen, man mehr produzieren muss, als man selbst verbrauchen kann, damit Geld=Kredite angehäuft werden, …. das ist krank. Und wenn man bedenkt, dass die einen eine Buchung vornehmen müssen, für die ein Anderer sein Leben lang arbeitet, um die Forderung auszugleichen, … das ist noch mehr krank.

          Grüße Marja

          • Marja - 5. Mai 2017 Antworten

            Das hat auch nichts mit Fristentransformation zu tun, wie die BuBa schreibt, zumal der Geldmenge überhaupt kein ausreichender Gegenwert an realen Gütern mehr entgegensteht.

            • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

              Hallo Marja, da gehen Ursachen, Wirkungen und Meinung aber eine schicke Mischung ein 🙂 .
              Insgesamt würde ich das alles bestätigen und vielleicht selbst auch so schreiben.
              Ursachen und Wirkungen sehen ich teilweise anders, das bedeutet aber nichts, meine Meinugn hat nicht mehr Inhalt als Deine.
              lg Holly

              • Marja - 5. Mai 2017 Antworten

                Tja Holly, je länger ich mich damit beschäftige, um so weniger bin ich emotional frei. Da ich gestern etwas Geld bekommen habe, konnte ich heute neue Eimer kaufen, — zum Kotzen :-((.

                Ich meinte nur, es gibt einen Zusammenhang zwischen Geldschöpfung, Zinseszins und Daseinsfürsorge. Da das Geld wichtig ist, bleibt die Daseinsfürsorge auf der Strecke.

                Dein Satz beschreibt es gut: “Ich denke aber Menschen sind eigentlich der Inhalt der Gesellschaft, nicht das Geld.“ Sollte so sein, ist so aber nicht.

                Grüße :-))

                • Holly01 - 6. Mai 2017 Antworten

                  Man muss sich das inhaltlich klar machen (und das fällt mir zB imme rnoch schwer):

                  Nachkriegsdeutschland hat eine Rente aufgesetzt, als Grundversorgung. Das land war geteilt, hatte Millionen Flüchtlinge, Wohnungsmangel, keine gesicherte Zukunft und lag wirtschaftlich komplett am Boden. Einkommen aus Arbeit waren absolute Mangelware.

                  Deutschland der Exportweltmeister mit 65 Jahren “Erfolgsgeschichte” und NIIP in Billionenhöhe erklärt sich für unfähig die Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten und kürzt diese Minimalversorgung um von 60% vom letzten Netto auf 40% vom letzen Netto ein und sorgt gleichzeitig über das Bündniss für Arbeit, die Enteignung der Gewerkschaften und die “Wende” die nur neoliberaler Betonkopfmist ist für sinkende Löhne.
                  Das Alles gipfelt in einem Vorgang den diese ….. Politiker …. Agenda und Zukunftsprogramm nennen.

                  Ich denke damit ist hinreichend erklärt warum ich ersten NICHT wähle (never ever) und Polltiker verachte. Man muss Zyniker sein, um diese Realität zu ertragen.
                  lg Holly

  • Friedensblick - 5. Mai 2017 Antworten

    “Querschüsse” weist nur unzureichend darauf hin, dass die Bundesbank auf die Notwendigkeit der Refinanzierung des gewährten Kredits hinwies, etwa mit Sichteinlagen von Bankkunden, der “Fristentransformation”. Weil sich die Bank immer selbst den Kreditbetrag vorher ausgeliehen hat, muss der Betrag immer komplett refinanziert werden – am Ende durch Rückzahlung des Kredits.

    Spielen wir dazu einen speziellen Fall durch:

    Die Geschäftsbank vergibt einen Kredit und bucht ihn auf dem Sichtguthaben des Kreditnehmers (=Geldschöpfung). Der Kreditnehmer überweist das Geld an eine andere Bank, weil er etwas kauft. Zu dem Zeitpunkt müsste die kreditgebende Bank Zentralbankgeld zur anderen Bank überweisen.

    Mal angenommen, die andere Bank macht das-gleiche. Sie gewährt einen Kredit, bucht es auf ein Sichtguthaben des Kreditnehmers. Dann wird gesagt: Die Banken brauchen ja gar kein Zentralbankgeld, weil sie untereinander abrechnen (Clearing). Das ist richtig, aber nur solange beide Kredite zurückgezahlt werden. Beide Banken sind auf diesen Rückfluss von Zentralbankgeld durch die Kreditnehmer angewiesen – unabhängig vom Clearing.

    Wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird, fehlt der Bank das Zentralbankgeld. Deswegen, weil sie sich das Zentralbankgeld irgendwo (andere Bank, Zentralbank, Einleger) ausgeliehen hat. Auch wenn beide Kredite von beiden Banken ausfallen, ist der gleiche Fall eingetreten: Beide müssen das verlorene Zentralbankgeld refinanzieren, weil sie selbst dafür in der Schuld bei irgendjemanden stehen. Deswegen können Bank pleite gehen.

    Daher ist folgende Aussage der “Querschüsse” irreführend, da die Bank immer das verliehene Geld zurückbraucht.

    “Nur wenn das geschöpfte Buchgeld an eine andere Bank abfließt, dann braucht die Bank Zentralbankgeld, in Form von einem Guthaben auf dem Zentralbankgeldkonto der BuBa. Dieses Zentralbankgeld kann sich die Bank auf dem Interbankenmarkt besorgen (leihen) oder direkt bei der BuBa über ein reguläres Refinanzierungsgeschäft oder über Wertpapiere (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen), welche die BuBa der Bank über das Asset Purchase Programm abkauft. Überschussliquidität in Zentralbankgeld, wie es gerade zu vielen hunderten Mrd. Euro durch die EZB über das Eurosystem (nationale NZBs) geschaffen wird, ist für die Buchgeldschöpfung der Banken gar nicht nötig. Sie müssen nur ihre tatsächlichen Nettoabflüsse von Sichteinlagen mit Zentralbankgeld bestreiten.”

    Ich werde diesen Kommentar auf meinen Blog veröffentlichen.
    http://friedensblick.de/24267/so-reagieren-vollgeld-befuerworter-und-blogger-auf-bundesbank-stellungsnahme/

    • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

      Hallo Friedensblick,
      ich habe diesen Schattentanz um die Fristentransformation (naturgemäß) aus der Ferne mitgelesen.

      Die Fristentransformation hat KEINE Relevanz.

      Ein Kreditvertrag hat (nach meiner Auffassung ^^) folgenden Aufbau:
      Ablaufvertrag
      Phase 1:
      Der Kunde bekommt seine Gutschrift und gibt eine Sicherheit.
      Phase 2:
      Der Kunde hat einen festgelegten Ablauf, mit dem er seine Sicherheit zurück erwerben kann.
      Phase 3:
      Abzahlung
      Phase 4:
      Rückgabe der Sicherheit durch die Bank an den Kunden.

      Begründung:
      Die Gutschrift die der Kunde erhält ist sofort zur freien Verfügung. Wer über den Zustand, Aufenthalt und die Verwendung eines gegenstandes bestimmt ist Besitzer.
      Es hat also ein Besitztransfer statt gefunden.
      Die Sicherheit geht mit dem Vertragsabschluss an die Bank die ebenfalls unmittelbar über sie Sicherheit verfügen kann und mit ihr verfährt, wie es ihr beliebt.
      Unterschied: die Sicherheit unterliegt dem Vorbehalt der Rückgabe, bei Vertragserfüllung. Die Bank ist also nicht besitzer, sondern für die Vertragszeit “nur” Eigentümer.

      DAS ist der Kreditvertrag zwischen Kunde und Bank.

      Die Bank hat aber bei Vertragsabschluss noch einen anderen Vertragspartner, nämlich die Notenbank.
      Dieses Verhältniss hat die BuBa nun ganz klar offen gelegt.

      Phase 1:
      Die Geschäftsbank schliesst mit einem Kunden einen Kreditvertrag auf namen und Rechnung der Bank ab.
      Phase 2:
      Die Geschäftsbank schreibt dem Kunden eine Gutschrigt auf ein Giralgeldkonto.
      Die Notenbank GARANTIERT die Deckung, d.h. die freie Verfügbarkeit durch den Kunden.
      Phase 3:
      Die Notenbank führt zwischen ihren Geschäftsbanken ein netting durch.
      Das bedeutet, ALLE Konten werden glatt gestellt.
      Phase 4:
      Hat die Geschäftsbank keine Notenbankguthaben, so muss sie Sicherheiten aus (und das ist ein extrem wichtiger Punkt) beliebigen Kreditverträgen, Geschäften und/oder Eigentumsrechten an dei Notenbank abtreten und erhält dafür Notenbankgeld, welches ausschliesslich für den Umgang zwischen Geschäftsbank und Notenbank Gültigkeit hat, also weder Geld noch Zahlungsmittel ist sondern eine “Verrechnungseinheit”.

      Ist es wichtig wie lange die Phasen laufen?
      Nein !
      Es ist nur wichtig ob der Vertrag (oder besser die verträge) erfüllt werden.
      Ist es wichtig für den Kreditvertrag, was die Geschäftsbank und dei Notenbank tun?
      Nein !
      Der Kunde erhält seine Gutschrift und diese wird in KEINEM Fall widerrufen.
      Ist es wichtig ob die Geschäftsbank sich refinanzieren muss?
      Nein !
      Dem Vertrag ist es egal ob das Geld innert der Bank rechte Tasche linke Tasche läuft oder als Bargeld die Geschäftsbank für immer verläßt und in einer Matratze landet.

      Fristentransformation ist nonsens.
      lg Holly

    • Querschuesse - 5. Mai 2017 Antworten

      Hallo Friedensblick,
      “Wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird, fehlt der Bank das Zentralbankgeld.”
      ….Der Kredit einer Bank an einem Kunden wird vom Kunden nicht in Zentralbankgeld zurückgezahlt, sondern in Buchgeld, an die Bank, welche ihm den Kredit gegeben hat. Es wird also Buchgeld durch die Rückzahlung vernichtet, wie vorher durch den Kredit Buchgeld geschaffen wurde.

      Wenn der Kunde nicht zurückzahlt, hat die Bank auf der Aktiva-Seite ein Problem, sie muss Teile des Kredits, oder den Kredit abschreiben bzw. die Sicherheit z.B. bei einem Hypothekenkredit verwerten. Da fehlt kein Zentralbankgeld, sondern Eigenkapital geht flöten. ZBG fehlt nur, wenn mehr Sichteinlagen in Form von Zentralbankgeld abfließen als zufließen, dass hat mit der Rückzahlung eines Kredites des Kunden in Buchgeld nichts zu tun.
      Das sind verschiedene Vorgänge.

      Es gibt kein Problem an Zentralbankgeldliquidität, denn das Ergebnis der Geldpolitik ist ja, dass die Banken in ZBG schwimmen, wohl mehr als das dreifache an ZBG zur Verfügung haben, als sie benötigen, um irgendwelche Nettoabflüsse in ZBG zu bewältigen.

      Eine Bank kann durch faule Kredite einen Großteil des Eigenkapitals durch Abschreibungen und Wertberichtigungen verlieren, aber sie kann weiter liquide in ZBG sein, wenn die EZB will und genau dies passiert die ganze Zeit, die Überschussliquidität verhindert auch den Bank-Run, es muss niemand “rennen”, da genug ZBG für Überweisungen auf andere Banken und zur Auszahlung in Bargeld vorhanden ist.
      Die Bank muss nur rekapitalisiert werden, im Notfall übernehmen das staatliche Rettungsprogramme, wenn sich kein privates Kapital findet.

      Das “irreführend” können sie gerne für sich selbst behalten.

      Gruß Steffen

      • Friedensblick - 5. Mai 2017 Antworten

        Der Kreditausfall kann durch die Sicherheiten zum Teil finanziert werden, auch durch Eigenkapital. Warum muss der Verlust aber überhaupt finanziert werden, wenn die Bank das verliehene Geld aus dem Nichts geschaffen hat? Weil die Bank Geld verliehen hat, welches ihr nicht gehörte: Zentralbankgeld.

        Auch wenn die Bank Zentralbankgeld zu 0% sich ausleihen kann, muss sie das Geld an die Zentralbank komplett zurückzahlen. Auch die hinterlegten Sicherheiten (Wertpapiere) bekommt die Bank nicht umsonst. Deswegen kann die Bank auch nicht unbeschränkt Zentralbankgeld sich ausleihen. Die Bundesbank sieht deswegen “Vollgeld” kritisch:

        “Denn in dem Maße wie eine
        verstärkte Refinanzierung über die Notenbank infolge
        einer Anhebung des Reservesatzes erforderlich
        wird, müssen Banken für sich genommen mehr
        notenbankfähige Sicherheiten für die nachgefragte
        Menge an Reserven hinterlegen. Je strenger die Vorgaben
        hinsichtlich des Sicherheitenrahmens, desto
        eher geht eine Anhebung des Reservesatzes auf
        100% mit einer entsprechenden Einschränkung der
        Bereitstellung von Krediten und Liquidität einher.”
        https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2017/2017_04_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile

        • Querschuesse - 5. Mai 2017 Antworten

          “Weil die Bank Geld verliehen hat, welches ihr nicht gehörte: Zentralbankgeld.” ….Die Bank verleiht an den Kreditnehmer kein Zentralbankgeld (!!), sondern Buchgeld, was als Sichteinlage dem Bankkunden gut geschrieben wird, nur wenn Netto Sichteinlagen zu anderen Banken abfließen oder der Kunde es als Bargeld abhebt, dann braucht die Bank Zentralbankgeld, in der Regel fließen nie die gesamten Sichteinlagen ab, sondern Teile, es fließen aber auch Teile von anderen Banken zu (Clearing), so wie auch Bargeld eingezahlt wird. Nur für Bruchteile der geschaffenen Sichteinlagen durch Buchgeldschöpfung ist Zentralbankgeld nötig. Nur Bruchteile landen im Bargeldumlauf.

          Verkauft eine Bank an das Eurosystem über das Wertpapieraufkaufprogramm Staatsanleihen, muss sie gar nichts zurückzahlen. Sie bleiben bis Laufzeitende in den Büchern des Eurosystems (NZBs bzw. EZB) außer die Zentralbanken versuchen die Papiere wieder am Markt abzustoßen, aber Banken müssen nichts zurückzahlen, denn sie haben die Vermögenswerte an die Zentralbanken verkauft!

          Nur wenn Banken ein reguläres Refinanzierungsgeschäft (Zentralbankgeldkredit bei einer NZB) tätigen, müssen sie zurückzahlen. Aber auch da gibt es kein Problem, weil die Ansprüche an Sicherheiten nicht gestiegen sind, sondern weich wie Butter und weil zum Beispiel bei der letzten Targeted Longer-Term Refinancing Operations (TLTRO II) am 29.03.2017 Vollzuteilung herrschte, alle ZBG-Nachfragewünsche wurden erfüllt, mit 233,474 Mrd. Euro. Im Zweifel bekommen Banken mehr ZBG als sie bei Laufzeitende eines alten Refinanzierungsgeschäftes zurückzahlen müssen.

          “Warum muss der Verlust aber überhaupt finanziert werden, wenn die Bank das verliehene Geld aus dem Nichts geschaffen hat?” ….Weil der Kredit ein Asset auf Aktiva-Seite der Bilanz ist und bei einem Kreditausfall dieses Asset wertberichtigt (Abschreibung) werden muss, dies kann über verwertbare Sicherheiten gepuffert werden, wenn es nicht reicht, glaubt das Eigenkapital dran. Eigenkapital kann eine Bank nicht schöpfen, dies muss erwirtschaftet werden über die GuV, akkumulierte Gewinne oder durch Kapitalerhöhungen vermehrt werden.

          Gruß Steffen

          • Friedensblick - 6. Mai 2017 Antworten

            “Die Bank verleiht an den Kreditnehmer kein Zentralbankgeld (!!), sondern Buchgeld, was als Sichteinlage dem Bankkunden gut geschrieben wird, nur wenn Netto Sichteinlagen zu anderen Banken abfließen oder der Kunde es als Bargeld abhebt, dann braucht die Bank Zentralbankgeld, in der Regel fließen nie die gesamten Sichteinlagen ab, sondern Teile, es fließen aber auch Teile von anderen Banken zu (Clearing), so wie auch Bargeld eingezahlt wird. Nur für Bruchteile der geschaffenen Sichteinlagen durch Buchgeldschöpfung ist Zentralbankgeld nötig. Nur Bruchteile landen im Bargeldumlauf.”

            Ja, aber Buchgeld muss mit Zentralbankgeld gedeckt sein! Jede Überweisung muss gedeckt sein, sonst könnte jeder eine Bank eröffnen. Ohne Zentralbankgeld kann keine Geschäftsbank den Kreditbetrag refinanzieren. Die Bank muss -zwingend- refinanzieren – das versucht die Bundesbank zu erklären. Warum refinanzieren trotz Geldschöpfung?
            Der Krediteur gibt immer den Kreditbetrag aus. Es gibt keine Einschränkungen, auch beim Clearing fließt Zentralbankgeld ab. Die kreditvergebende (=geldschöpfende) Bank überweist nur nicht das Zentralbankgeld an die andere Bank, sondern an ihren Kunden, der die Überweisung von der anderen Bank bekommen hat. Zwar rechnen die beiden Banken ab, so dass keine Forderung zwischen ihnen besteht, aber der Kunde hat eine Forderung über Zentralbankgeld und kann sich das Geld bar ausbezahlen lassen und per Überweisung etwas einkaufen.

            • Querschuesse - 6. Mai 2017 Antworten

              “Ja, aber Buchgeld muss mit Zentralbankgeld gedeckt sein!” …Nicht ja aber, eine weitere irreführende Aussage! Das Buchgeld ist nur in Bruchteilen mit Zentralbankgeld gedeckt. Andere ihrer Sätze sind ebenso schwammig bis falsch.

              Sie verstehen scheinbar nicht, wie ein zweistufiges Bankensystem funktioniert. Bei der Sichteinlage eines Kunden handelt es sich nicht um Zentralbankgeld, sondern um Buchgeld, erst wenn der Kunde z.B. das Geld bar abhebt, leistet die Bank in ZBG. Dies kommt dann aus dem ZBG-Kassenbestand der Bank oder bei größeren Summen muss der Kunde die Abhebung anmelden, die Bank besorgt sich das Zentralbankgeld in Form von Bargeld bei der NZB, dort wird das ZBG-Konto der Bank um diesen Betrag belastet und die NZB liefert das Bargeld. Zentralbankgeldüberweisungen werden nur über die ZBG-Konten der Banken bei den jeweiligen NZBen ausgeführt (belastet/gutgeschrieben), nach den Verrechnungen der Banken untereinander Clearing, nicht auf Kundenkonten bei den Geschäftsbanken.

        • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

          https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Aufgaben/Geldpolitik/Mindestreserven/mindestreserven.html

          Ich enttäusche Sie nur ungerne, aber die BuBa berechnet die Mindestreserve im Auftrag der EZB entsprechen zur Eigenkapitaldecke Tier1, Tier2, Tier3.
          Zur Zeit 1% der Reserven, wobei die ersten 100000€ Freibetrag sind, also die ersten 10Mio. Reserve nicht belastet werden.
          Die Kosten der Banken bei der Kreditschöpfung sind andere ^^.
          https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Schule_und_Bildung/geldschoepfung.html
          Zitat:
          “Neben “Kreditgewährung und Gutschrift” gibt es einen zweiten Weg, wie die Zentralbank den Banken zu einer Sichteinlage – also zu Zentralbankgeld – verhelfen kann: Dazu kauft die Zentralbank einer Bank einen Vermögenswert ab, beispielsweise Gold, Devisen oder Anleihen, und schreibt ihr den Verkaufserlös gut. Auch dadurch entsteht Zentralbankgeld. Die Gold- und Devisenreserven der Zentralbanken sind historisch durch solche Ankäufe entstanden.”

          Ich denke wir sind da ziemlich nah dran mit unseren Erklärungen.
          lg Holly

          • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

            Ja kolar erklären wir den ersten Weg, der steht direkt drüber, Zentralbankgeld gegen Sicherheiten, als Kredit ….

          • Querschuesse - 5. Mai 2017 Antworten

            Hallo Holly,
            mit jemand (Friedensblick) zu diskutieren der behauptet Geschäftsbanken verleihen Zentralbankgeld an Kunden (Nichtbanken) ist eigentlich verlorene Zeit! Meine Zeitkonto ist nun ausgereizt 🙂

            Gruß Steffen

            • Holly01 - 6. Mai 2017 Antworten

              ja und nein
              Ja inhaltlich ist das schwierig.
              Nein man darf niemanden abhängen, nur weil er/sie/es nicht oder (was natürlich für den Betroffenen*Innen schlimmer ist) völlig falsch verstanden hat.
              Aber ich hoffe, das hier im Blog genug Leute sind die da helfen können, wo es erwünscht ist.
              Das Deine Arbeit darunter leidet wäre extrem schade, denn diese Arbeit kannst nur Du machen 🙂
              Man sollte immer versuchen jeden abzuholen und mitzunehmen, jedes mal auf Neue; jedenfalls wenn es Aussicht auf Erfolg gibt. Viele sind agressiv, völlig fixiert oder können nicht an ihrem Ego verbei, da ist das sinnlos, die müssen sich erst weiter abarbeiten, damit sie einsichtiger werden.
              lg Holly und schönes WE Steffen, mach die auch mal einen gemütlichen 😉

              • Querschuesse - 6. Mai 2017 Antworten

                Hallo Holly,
                ja schwierig, wenn bei solchen Themen jeder irgendwas postet, bleibt am Ende ein Leser, der noch nicht unser Geldsystem verstanden hat, die Schöpfung von Zentralbankgeld durch die Zentralbank, die Buchgeldschöpfung durch die Banken, wie ein zweistufiges Banksystem funktioniert, eher verwirrt auf der Strecke.

                Deshalb nochmal der Kern dessen was die BuBa bestätigt, ausgesagt hat. Banken erschaffen Buchgeld, in dem man die Bilanz verlängert (Kreditvergabe/ Gutschrift Einlage). Banken können mit selbst geschöpften Buchgeld Immobilien und Vermögenswerte erwerben!
                Es gibt dafür keine rechtlichen Grundlagen, die Möglichkeit zur Buchgeldschöpfung durch Banken wird vom deutschen Recht vorausgesetzt.
                Buchgeld wird vernichtet, wenn Kredite zurückgezahlt werden, davon unberührt bleibt der Buchgeldanteil, welcher für Vermögenswertkäufe der Bank geschöpft wurde. Abgesehen vom Bargeld sind alle in den Geldmengenaggregaten M1 und M2 enthaltenen Komponenten Buchgeld. Damit reflektieren alle Veränderungen dieser Geldmengen – bereinigt um die Veränderung der Bargeldhaltung – die Schöpfung von Buchgeld.

                Gruß Steffen

                • sadoma - 6. Mai 2017 Antworten

                  “bleibt am Ende ein Leser, der noch nicht unser Geldsystem verstanden hat”

                  Das wäre doch ein Riesenerfolg. In der Realwelt haben 99 % der Bevölkerung keinen blassen Schimmer in welcher Geld-Ordnung sie leben. Sie dürfen sich gerne noch ein paar Jahre (oder Jahrzehnte) an diesem Thema abarbeiten 😉

  • Jeha - 5. Mai 2017 Antworten

    @Friedensblick

    Das ist schon klar. Es geht hier auch “nur” um die allgemein verbreitete Annahme, dass die Banken Zwischenhändler sind und sich Geld bei Bankkunden leihen und dieses dann mit Aufschlag weiter verleihen.

    kannst du die Frage klären, wie Giralgeld durch den Ankauf Vermögenswerten entsteht, das dann nicht mehr verschwindet???

    Sind das Vermögenswerte die die Bank selbst auf eigene Rechnung kauft?

    Gruß Jens

    • Querschuesse - 5. Mai 2017 Antworten

      So ist es, Immobilien und andere Vermögenswerte, Anleihen, Aktien…., welche die Bank selbst aus Buchgeld geschaffen, “gekauft” hat.

      Gruß Steffen

    • Friedensblick - 5. Mai 2017 Antworten

      Ich verstehe nicht die Frage / Widerspruch.

      • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

        Der “Sonderfall” läuft so ab:
        Bank erwirbt Sachwert.
        bank bewertet Sachwert.
        Bank verbucht Sachwert als Geldwert.
        Bank beleiht Geldwert mit Faktor X.
        Ergo Transformation sachwert -> Giralgeld durch eine Bank aka alternative Geldschöpfung.
        lg Holly

        • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

          … und damit mir keiner vorwirft ich sei weltfremd:
          natürlich macht eine Bank das nicht mit einem Sachwert. Eine bank hat ein portfolio das Zugänge und Abgänge verzeichnet und dieser Pool wird bewirtschaftet, aka beliehen.
          Zu diesem Pool gehören (selbstverständlich) alle Sicherheiten, die die Bank unter ihrer Kontrolle hat.
          Das ist das Tagesgeschäft einer Bank.
          lg Holly

  • Eurelios - 5. Mai 2017 Antworten

    Danke für die vielen inhaltsreiche Beiträge. Der beste Gedanke kam mE von Holly:

    “ ich denke aber Menschen sind eigentlich der Inhalt der Gesellschaft, nicht das Geld.“

    Damit ist eigentlich alles gesagt.

  • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

    @ Traumschau:
    Ich ziehe das mal seperat:
    “Wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird, fehlt der Bank das Zentralbankgeld. Deswegen, weil sie sich das Zentralbankgeld irgendwo (andere Bank, Zentralbank, Einleger) ausgeliehen hat. Auch wenn beide Kredite von beiden Banken ausfallen, ist der gleiche Fall eingetreten: Beide müssen das verlorene Zentralbankgeld refinanzieren, weil sie selbst dafür in der Schuld bei irgendjemanden stehen. Deswegen können Bank pleite gehen.”

    Antwort:
    Wenn ein Marktteilnehmer eine Banklizens erwirbt und sich seine Kunden frei auswählt und die Sicherheiten die er für sein tun verlangt frei auswählt, bzw bestimmt, wie kann der durch den Vorgang Pleite gehen?

    • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

      Eine Bank “geht Pleite” wenn sie mit Zinserwartungen wirtschaftet……..
      Das ist Eigenhandel.
      Das ist die gerechte Strafe wenn bevorteilte Marktteilnehmer an ihrer Gier verrecken.
      Lasst sie sterben sage ich …..
      lg Holly

  • Bubblegum - 5. Mai 2017 Antworten

    @Friedensblick

    Ihre Argumentation stimmt deswegen nicht, weil sie die seit ca. 30 Jahren wirklich weit verbreiteten
    RefinanzierungsInstrumente wie ABS , CDO etc. vollkommen ausser Acht lassen.
    Auch die Auswirkungen der CDS , die eine Versicherung für diese windigen Papiere darstellt, wären zu beachten.
    Ebenso die Patronatserklärungen von Staaten. Italien macht das seit Jahren, dass es Patronatserklärungen für die Wertpapierportefeuilles der italienischen Banken abgibt.
    Bitte prüfen Sie doch mal ob ihre Argumentation dann noch stimmig ist.
    Viele Grüsse
    Bubblegum

  • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

    Ich möchte darauf hinweisen, “Friedensblick” zitiert auf seinem Blog extrem selektiv.
    Das finde ich ebenso wenig akzeptabel, wie das aufstellen von Inhalt ohne auf die Antworten einzugehen.
    Ich bitte Sie da dringend um Nachbesserung, “lieber” Friedensblick.
    lg Holly

    • Holly01 - 5. Mai 2017 Antworten

      PS: Ihre Verlinkung auf “Querschuesse” funktioniert nicht …….

  • Gast aus Österreich - 6. Mai 2017 Antworten

    MÜSSEN Geschäftsbanken den Staaten Staatsanleihen in bestimmter Höhe abkaufen?

    Vielen Dank für die Antwort!
    Falls sie schon gegeben wurde, bitte ich um Verzeihung, aber leider kann ich der Diskussion auf so hohem Niveau nicht mehr folgen.

    Mit schönen Grüßen

    • Holly01 - 6. Mai 2017 Antworten

      Hallo Gast aus Österreich,
      die Antwort lautet “Nein”.
      Eine bestimmte Geschäftsbank ist nicht verpflichtet prozentuale oder nominale Anteile an Staatspapieren zu erwerben.
      In Deutschland gibt es die “Schuldenagentur” (ja auch die haben real einen schickeren Namen), von der es Informationen zum Thema gibt.
      Vorbehaltlich meinem kenntisstand der nicht aktuell und wahrscheinlich nicht umfassend ist:
      Der Staat gibt über die Schuldenagentur ein Papier auf den Mark und nennt bei dem Angebot seinen Zins den er zu zahlen bereit ist.
      Die Auktion hat feste Teilnehmer, also Käufer sidn ausgewählt.
      Die Auktion bezieht sich jeweils nur auf den angebotenen Posten.
      So weit meine Erinnerung zum harten Inhalt.
      Was nicht bekannt ist, sind die zugelassenen Teilnehmer.
      Was nicht bekannt ist, sind die Folgen, also wer wie hohe Posten hält.
      Was ebenfalls nicht bekannt ist, ist die tatsächliche Abwicklung im Detail.
      Papiere können überzeichnet werden, das heisst die Menge der Angebote ist höher als das Volumen des angebotenen Posten.
      Es ist ein Zeitfenster, also Gebote von x MEZ bis y MEZ.
      Ob die Zuteilung nach Zeitstempel oder nach Schlüssel auf alle Käufer erfolgt hat sich (mir) nicht wirklich erschlossen.
      Ich hoffe das hat geholfen.
      lg Holly

  • Gast aus Österreich - 6. Mai 2017 Antworten

    Vielen Dank für Deine Nachricht, Holly!

    Könnte es sein, dass die GB indirekt gezwungen werden, Staatsanleihen zu erwerben? Ua. auch die von de facto zahlungsunfähigen Staaten, um ihre Bilanzen zu stützen. Oder ist es ihnen gleichgültig, wenn die Staatsanleihen ihren Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht halten, weil die EZB ihnen ohnehin alle Papiere zum gleichen Preis abkauft unabhängig vom Wert.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-grandt/verrueckt-banken-muessen-bald-mehr-staatsanleihen-kaufen.html

    Schöne Grüße

    • Holly01 - 6. Mai 2017 Antworten

      Das ist eine Frage der Betrachtung.
      Meinung: Nach Basel ist jede Geschäftsbank verpflichtet Rücklagen entsprechend der Risiken zu halten.
      Risiko ist aber eine Bewertungsfrage.
      Tendenziell kann man klar erkennen, das Notenbanken und Politik ein hohes Interesse haben Staatsanleihen bei der (und das ist der entscheidende Punkt) -Bewertung- besser zu stellen.
      Zwang?
      Wenn eine Geschäftsbank beleihbare Staatsanleihen nicht mit einem Risikopuffer absichern muss, aber die anderen Anlageformen schon, dann ist das zunächst kein Zwang.
      So etwas nennt man Steuerung.
      Ich hoffe das hilft Ihnen weiter.
      Danke für den link zu Kopp, ich habe ihn nicht benutzt, gehe da also auch auf keine Inhalte ein, nicht wegen “Kopp” sondern aus Zeitmangel 🙂 RL und so ….
      lg Holly

  • Gast aus Österreich - 6. Mai 2017 Antworten

    Die Frage ist, ob die GB konkurrenzfähig sind, wenn sie sich nicht darauf einlassen, “schlechte” Papiere zu kaufen.

    Aber Sie haben vollkommen recht: das nennt man Steuerung. Schließlich gibt es keine Sanktionen vom Staat, der Markt soll regulieren. Aber wird eine Regulierung zugunsten der Gemeinschaft oder zugunsten Privilegierter getroffen?

    Schöne Grüße

    • Marja - 6. Mai 2017 Antworten

      Hallo Österreicher,

      Es gibt natürlich unterschiedliche Zwänge. Es gibt gesetzliche Zwänge. Und es gibt soziale Regeln unter guten Freunden. Gesetzliche Zwänge, dass GB Staatsanleihen kaufen, gibt es in der EU wohl eher nicht. Soziale Zwänge gibt es schon.

      Hoch liquide Staatsanleihen sind natürlich praktisch, um Geld mit Zinsgewinn zu parken. Wenn ich Chef einer GB in GR wäre und der Finanzminister würde mich – ggf. persönlich – bitten (lassen), Staatsanleihen aufzukaufen, könnte ich mir ja überlegen, ob es für die Bank schlechter ist, die Risiken einzukaufen, oder schlechter ist, eine Kreditklemme zu provozieren. Ich denke, die Leute wissen dann schon, was sie zu tun haben, auch wenn es kein Gesetz gibt.

      Grüße Marja

  • Gast aus Österreich - 6. Mai 2017 Antworten

    Ich habe mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt:
    es geht in diesem Artikel um die Geldschöpfung.
    Ich denke, dieses System würde gut funktionieren, wenn vorwiegende Personen Kredit gewährt wird, die ihn auch wieder in angemessener Zeit ( dadurch wäre die Zinseszins-Kurve noch nicht so steil ) zurückzahlen würden.
    Jetzt haben wir das Problem, dass viel zu viel Geld in Umlauf ist. Ein Grund dafür ist ua., dass Personen/Gebietskörperschaften/.. das geliehene Geld nicht zurückzahlen, weil es andernfalls wieder verschwinden würde.
    Wenn aber jetzt die Banken wirtschaftlich (oder auch gesetzlich-dass ist ja anscheinend nicht ausgeschlossen) dazu genötigt werden, faule Papiere zu kaufen, dann würde das doch ein relativ großes Problem darstellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Holly01 - 6. Mai 2017 Antworten

      Hm,
      Ihre Meinung ist so gut wie meine und jede andere. Wenn Sie das so empfinden und das für sie ein “geschlossenes Bild” ergibt ist das doch ok.
      Ich kann meine Meinung einmal dagegen setzen, nur zur Verifikation:
      Deutschland hat mit der Agenda 2010 auf 210-260Mrd Euronen pro Jahr verzichtet.
      Das ist der beispiellose Höhepunkt dieses Unsinns.
      Strukturell hat Deutschland seit den Reagan Jahren den Kapitalinhabern tausende Milliarden Euronen geschenkt, die Rentenkassen geplündert, große Teile des öffentlichen Vermögens verschleudet, Subventionen in Unternehmen gepumpt, die ihrerseits hohe Gewinne ausgewiesen haben und in Deutschland scheint so so als zahlten nur noch abhängig Beschäftigte Steuern.
      Der Staat Deutschland mit allen seinen Gliederungen wäre ohne diese politischen Massnahmen finanziell hervorragend aufgestellt und schuldenfrei.
      Das könnte ja nur deutsche Dummeit sein…..
      Kurzer Blick in die EU-Runde.
      Überall das selbe Bild. Ruinierte Stasten die bei den Kapitalinhabern Geschenke abliefern, Steuern nicht kassieren und gemeinsam Schlupfloch an Schlupfloch nähen damit auch der dümmste bauer siene Kartoffeln steuerfrei hat.
      Es scheint mir ein System zu sein.
      Das Spiel läuft in deutschland so:
      Rot/Grün verschenken 260Mrd/a.
      Alle Folgeregierungen sparen den Leuten den Hintern ab,
      CDU/SPD präsentieren stolz ihre schwarze Null und schiessen so über das Ziel hinaus, das die nun auch noch fette Überschüsse ausweisen.
      Also was kommt?
      Klar, die Politik muss den Reichen Geschenke machen, damit der Staat weiter verarmt und man tun kann was ja offensichlich der Sinn des Ganzen ist.
      Der Sinn ist alles zu kapitalisieren, was die gesellschaft hat, einschliesslich die Gesellschaft selbst.
      Kolonialherren haben so etwas getan, um sich so richtig gesund zu stossen, weil denen verbrannte Erde egal war.
      Ich resümiere: Die öffentlichen Schulden wurden fahrlässig (wahrscheinlich absichtlich) herbeigeführt.

      Zu viel Geld?
      Das kann ich nicht beurteilen. Mir fehlen die harten Daten.
      Ich kann aber ziemlich sicher sagen, das die SOEP ausweist, dass etwa 60% der deutschen keinerlei Vermögen hat.
      Der hochwertigste Besitz ist der PKW und das ist ein Konsumartikel mit hoher Abschreibung.
      Der Rest sind Möbel, Kleidung, Hausrat, also wertloser ideell aufgeladener Müll.
      Da ist nicht zu viel Geld.
      Die Arbeitgeber sparen auch nicht wirklich an den Arbeitskosten. Die höheren Chargen saugen nach meinem Eindruck weit merh weg, als unten eingespart wird.

      Ich denke die Hegemonialkosten, also der Unterhalt der USA erfordert diesesn ganzen Mist. aber das ist Spekulation.
      Ich denke die USA hängen mit dem ganzen Derivatmarkt, den Auslandsschulden, dem Doppeldefizit, den Langzeitarbeitslosen, den Veteranen, den immensen Militär-/Überwachungs- und Geheimdienstkosten der artig im Minus und sind der artig einseitig aufgestellt, dass die alle aussaugen.
      Das ist aber alles nur mein Keks im Kopf. Ich wette Hr.Kohler von der FAz sieht das ganz anders….
      Also muss jeder sehen, wei er sich das zusammen strikt.
      lg Holly

      • Holly01 - 6. Mai 2017 Antworten

        Kleiner Hinweis:
        Wir haben 122 Beiträge zum Thema “Bilanzverlängerung” und Verwandte.
        Wenn die EZB morgen per Bilanzverkürzung 5 Bill Euronen vernichtet, würde sich das real überhaupt nicht auswirken und ich meine Billionen mit 12 Nullen, nicht diese US peanuts.
        Die EZB hat die absolute Macht und Freiheit mit der Währung und dem Geld zu tun, was immer ihr beliebt.
        lg Holly

  • Gast aus Österreich - 7. Mai 2017 Antworten

    Hallo Holly,

    ich glaub nicht, dass wir verschiedener Meinung sind.

    Ich behaupte mal: in D herrscht ein Oligopol und das schafft Gesetze und sonstige Vorschriften, die die Bevölkerung veranlasst, das von ihnen sauer verdiente Geld zu verschenken. Da hilft der ganze Apparat mit, Gesetzgebung gesteuert durch Lobbyismus, Verwaltung, die die Großen deckt und die Kleinen ausnimmt und schikaniert, Medien, Werbung, Wirtschaft, Bildung und wer weiß noch aller. Die Bevölkerung merkt, dass was nicht stimmt, können aber nicht erkennen, woran es liegt, weil sie ständig belogen werden. Sie trauen sich auch nicht zugeben, dass sie nichts verstehen, um nicht als Idioten hingestellt zu werden.

    Ich glaube auch, dass in vielen Gesellschaften Personen an die Macht kommen, die andere ausnehmen wollen, um sich selbst zu bereichern.
    Womit ich ein Problem hab ist, dass wir doch schon ein Stück weiter sein müssten nach 250 Jahren Aufklärung, nach 100 Jahren Demokratie. Ich sehe nur, dass sie uns in der Schule versucht haben, die Ursachen für den 2.Weltkrieg und den Holocaust nahezubringen und sie ein System aufbauen, das die Menschen so wütend werden lassen wird, dass sie wieder aufeinander einschlagen werden.

    Und damit zu Ihrem zweiten Punkt:
    Dieser Betrug, der stattfindet, plündert die Taschen der Gesellschaft, mit Ausnahme der paar Prozent Profiteure. Die Kleinen haben keine Geld, da stimme ich vollkommen mit Ihnen überein.

    Ich meinte, das zu viel Geld weltweit existiert, soviel ich weiß, das 10 fache der Menge, die die Wirtschaft für einen reibungslosen Ablauf benötigt. Ich kann die Quelle auf die Schnelle nicht genau bekanntgeben, aber ua. Wilhelm Hankel hab alles gesammelt und auch versucht, mit diversen Verfassungsbeschwerden etwas zu erreichen.

    Womit ich ein Problem hab sind nicht die, die betrügen, weil die wird´s immer geben, sondern die, die sich´s gefallen lassen. Daran erkennt man, dass wir weit weg sind von einer Demokratie.

    Schöne Grüße

    PS: aber eines glaub ich nicht: Wenn die EZB Geld vernichtet, indem sie Papiere verkauft, dann hat das Auswirkungen. Man muss sich doch nur den umgekehrten Fall seit dem “Kaufprogramm” ansehen: die Kurse steigen und steigen. Die Aktionäre haben große Freude daran, auch wenn es tatsächlich nur eine nominale Steigerung und keine substanzielle Steigerung des Unternehmens gibt, aber wen interessiert das schon.
    Und sie können dann wieder einkaufen mit dem (geschenkten) Geld, das ihnen ermöglicht, Wirtschaftsgüter zu erlangen ohne dafür zu arbeiten.
    Die EZB ist ihr Handlanger.

    • Holly01 - 8. Mai 2017 Antworten

      Hallo,
      Prof. Mausfeld sagt, wir sind in der Gegenaufklärung.

      Vieles von dem was er sagt finde ich treffend und die Argumentation ist auch auf der Zeitachse geschlossen und passend.
      Ich denke wir erleben die Auswirkungen von dem was passiert, wenn Wissen massiv missbraucht wird.
      Die Folgen werden nicht unsere Gesellschaft bedrohen, sondern unsere Existenzgrundlagen.
      Hawking meint in 100 Jahren wird die Welt für die Menschen unbewohnbar sein.
      Unerträglich wird sie schon sehr viel früher werden …
      Die 5777er meinen wir werden in 2017 die Wiederkehr des Schöpfern erleben und die letzte Schlacht Gut gegen Böse schlagen. Ich finde die Menschheit inhaltlich für das “jüngste Gericht” gerade nicht besonders gut aufgestellt, da winkt kaum das Paradies als Belohnung.
      lg Holly

  • Gast aus Österreich - 8. Mai 2017 Antworten

    Vielen Dank für den Hinweis, Holly.

    Komischerweise habe ich am Sonntagvormittag auf DLF einen Beitrag gehört der lautete: “Wie Rousseau Trump vorhersagte”
    Dabei ging´s auch um das von Ihnen angesprochene Problem.

    Ich wünsch Ihnen einen schönen Tag!

  • sadoma - 9. Mai 2017 Antworten

    Danke für diesen tollen Link Holly,

    die Elitendemokratie führt in den Weg der Zerstörung da die Nutznießer uns perfekt indoktriniert haben “Damit wir vergessen wofür es sich zu kämpfen lohnt”

    wie wahr, wie wahr

  • Holly01 - 9. Mai 2017 Antworten

    OT:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/johannes-vogel-von-der-fdp-fordert-zukunftsagenda-15004580.html

    Die FAZ gibt dem FDP Mann kurz vor der Landtagswahl in NRW noch mal Raum herumzusülzen.
    Inhalt wie immer ….. bei der FDP nichts Neues, schade das es die noch gibt.
    lg Holly

  • sadoma - 10. Mai 2017 Antworten

    Hi Holly,

    ich bin mir Sicher das die “Eliten-Presse” alles daran setzen wird die Zombiepartei nicht nur in NRW sondern auch auf Budesebene als Steigbügelhalter der Zombie-Ideologie ins Parlament zu heben. Ein paar Woodo-Arikel und Woodo-Fernsehauftritte mit und über den Ober-Zombie der ja fast so gut aussieht wie Macon werden schon für die notwendige Indoktrination sorgen.

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen