Deutschland: NIIP Q1 2020

DeutschlandEin Blick auf die Net International Investment Position (NIIP) der Bundesrepublik Deutschland, den Auslandsvermögensstatus aller Sektoren der deutschen Volkswirtschaft. Das deutsche Nettoauslandsvermögen sank im 1. Quartal 2020, das erste Mal seit 8 Jahren wieder, um -90 Mrd. Euro, auf 2356 Mrd. Euro.

Der Auslandsvermögensstatus (AVS) reflektiert die finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten aller Sektoren der Volkswirtschaft eines Landes gegenüber dem Ausland zu einem bestimmten Stichtag in Form einer marktpreisbewerteten Bestandsrechnung. Der Saldo weist Nettoauslandsvermögen oder eben auch Nettoauslandsschulden aus. Die Veränderungen des Saldos resultieren aus der Leistungsbilanz respektive der Kapitalbilanz als entsprechende Stromgröße. Die stetigen deutschen Nettokapitalexporte schaffen Nettoauslandsvermögen, aber die Höhe dieser Bestandsgröße wird auch beeinflusst von der Wertentwicklung der finanziellen Vermögenswerte im Ausland und der finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland in Deutschland.

Das NIIP setzt sich zusammen aus dem Vermögensstatus der öffentlichen Haushalte, der privaten Haushalten und nichtfinanziellen Unternehmen, den Monetary Financial Institutions (MFIs – deutsches Bankensystem) und der Deutschen Bundesbank (BUBA) aus Sonstigen Anlagen (inkl. Target2) und den Währungsreserven.

Die Entwicklung des Vermögensstatus (NIIP) von Deutschland seit 1950 bis 2003 auf Jahresbasis und von Q1 2004 bis Q1 2020 auf Quartalsbasis in Mrd. Euro im Chart. 

Das sieht auf den ersten Blick gut aus, bis auf den äußersten Rand steigt im Trend das Nettoauslandsvermögen stetig, aber weit gefehlt, denn die Nettoexporte sind viel höher…

Die Entwicklung des Leistungsbilanzüberschusses (blau/ kumulierte Stromgröße), des Nettoauslandsvermögen (rot/ Bestand) und des Gaps (grün) seit 1956 bis 2019 und für Q1 2020 im Chart.

Während sich die Leistungsbilanzüberschüsse in Q1 2020 auf 3257 Mrd. Euro akkumulierten, betrug der bewertete Bestand an Nettoauslandsvermögen aller Sektoren der deutschen Volkswirtschaft 2356 Mrd. Euro. Es manifestiert sich ein Gap (grün/ akkumulierter Leistungsbilanzüberschuss minus Nettoauslandsvermögen) von 901 Mrd. Euro, welche im Finanzmarktcasino oder via abgeschriebener Forderungen/Kredite, Wertberichtigungen usw. verlustig gingen. Das Gap wird noch kaschiert, da ein signifikanter Anteil des Nettoauslandsvermögens am äußeren Rand aus Target2 Netto-Forderungen besteht, nicht fungibel und höchstwahrscheinlich nicht einbringbar, aber zu 100% bewertet und im Vermögen bilanziert.

Und jetzt wird es interessant, denn es gibt einige Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten die meinen, Target2 Forderungen wären keine wirklichen Forderungen, nur irgendwelche uninteressanten Verrechnungssalden. Was zwingend aus dieser Sicht folgt, es wäre auch kein Auslandsvermögen, schauen wir mal, wie es ohne die Target2 Forderung aussieht das deutsche Nettoauslandsvermögen:

Die Entwicklung des Leistungsbilanzüberschusses (blau/ kumulierte Stromgröße), des Nettoauslandsvermögen ohne die Target2 Forderung (rot) und des Gaps (grün) seit 1999 bis 2019 und für Q1 2020 im Chart.

Nun wird es richtig bitter für die Target2-Verharmloser, wenn das also keine Forderung ist, dann kann es auch kein finanzieller Vermögenswert sein und nun stellt sich noch viel dringender die Frage, was geht da ab, das Gap ist größer, als das Nettoauslandsvermögen, was soll das für ein Geschäftsmodell sein, Waren und Güter im endlosen Strom an die Welt und dem steht weniger als die Hälfte als finanzielle Forderung gegenüber?

Man kann die Wirrungen pragmatisch sehen, was “virtuelle” Target2 Forderungen noch gerade so mühsam überdecken, legen Target2-Verharmloser gnadenlos offen, ohne das dies ihr Begehr wäre! Die deutschen Nettoexporte werden nicht nur selbst finanziert, im Zeitstrahl betrachtet wurde faktisch mehr als die Hälfte verschenkt.

Ist irgendwie auch logisch, denn den chronischen, exzessiven deutschen Leistungsbilanzüberschüssen, respektive den Nettokapitalexporten, können gar nicht so viele werthaltige Assets der Schuldnerländer gegenüber stehen, denn zwingende Logik von deren chronischen Defiziten ist ja, dass man nicht in der Lage ist, realwirtschaftliche Gegenwerte zu leisten, sondern den deutschen Anspruch darauf parkt, in Forderungen, Krediten, Finanzanlagen, Wertpapieren und Unternehmensbeteiligungen.

Wenn also die deutsche Target2 Forderung keinen Wert darstellt, dann stellt das deutsche Geschäftsmodell auch keinen Wert dar, inklusive die Währungsunion, wo Deutschland Netto real leistet aber Netto keine entsprechenden finanziellen Assets, Ansprüche auf Gegenleistungen horten kann. Verschenken kann man auch an sich selbst, die Bundesbank könnte es anschreiben…., Wohlstand für Alle, die “hier leben”, aber das wäre jetzt egoistisch und nationalistisch 🙂

Quelle Daten: Bundesbank.de/Deutsches Netto-Auslandsvermögen erstmals seit acht Jahren gesunken

Kontakt: info@querschuesse.de

23 Antworten zu “Deutschland: NIIP Q1 2020”

    1. Querschuesse

      Du hast ja noch richtig Furor.
      Da haben dich der FAZ Blog Artikel und wohl auch die Kommentare aber ordentlich angepiekst.

      Eine richtig gute Erwiderung. Danke für die Klarstellung.

        1. Dachte ich mir: man muß nur den Urlaub im Außland madig machen. … schon bleibt das “Geld” bei den Vemögenden im Land.
          Und ist nach “Stelter” sinnvoll investiert!.
          So ist die EU: Macht die Eliten reich, sch….. auf die Menschen. Lafontaine forderte die euweite Mindeststeuer.
          Heute fordert dies die “rechtsradikale” AfD. Ähem, radikal ist die AfD, siehe Thüringen, dort forderte sie Recht vom Verfassungsgericht.

        2. Steffen, ich kann dir immer nur wieder mein Kompliment aussprechen. Deine pragmatische Herangehensweise ist beispielhaft – und wird (in der Allgemeinheit) immer weniger.
          Erinnert mich immer wieder an den religiösen Bereich. Wo die Atheisten glauben, daß sie ohne Glauben sind. Aber das sind nur die Agnostiker!
          Mann, vermisse ich Stefan Wietzke.

    1. Ist leider in solchen Runden immer etwas durcheinander und das gilt auch hier. Höre den Gästen daher lieber im Einzelgespräch zu. Dennoch absolut sehenswert!

    2. Neues von Fridays for Future

      https://climateemergencyeu.org/

      Auszug:​
      Aiming to ‘recover’ an economic system that inherently fuels the climate crisis in order to finance climate action is just as absurd as it sounds. Our current system is not ‘broken’ – the system is doing exactly what it’s supposed and designed to be doing. It can no longer be ‘fixed’. We need a new system.

      Da wird bisher nur die Absicht bekundet das gegenwärtige System überwinden zu wollen. Erwähnt, wie das Neue aussehen soll, wird nicht.
      Doch die Verteidiger des Bisherigen bauen schon die Verteidigungswälle auf.

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fridays-for-future-die-freitags-revolutionaere-kolumne-a-cb4e0d5a-fd2c-4edd-8114-eb38bb155256

      1. Naja, was will man von einem Nikolaus Blome auch erwarten. Den würde sogar ich als Systemknecht bezeichnen.
        Wie sollen Herausforderungen, wie sie die Menschheit noch nie erlebt hat (die Klimakrise ist nur eine davon, aber eine sehr wichtige) anders zu lösen sein als mit radikalen Veränderungen unserer Lebens- und Wirtschaftsweise?
        Dass selbst FFF davor zurückschrecken, genauer die strukturellen Ausmaße dieser Veränderungen zu beschreiben, ist nur zu verständlich. Immerhin sind auch sie in diese Welt materieller Annehmlichkeiten hineingeboren worden und eine Beschreibung des Nötigen würde selbst sie ernüchtern. Das hieße nämlich, auf Dauer auf vieles verzichten zu müssen, was uns jetzt als höchst selbstverständlich und “verdient” erscheint.

        Ich bin froh, dass endlich eine Jugendbewegung sich einem der großen Themen stellt. Nur, ein Problem zu benennen und mit viel Idealismus in den öffentlichen Diskurs zu bringen ist das eine, die konkreten Konsequenzen zu benennen und vor allem auch in konkretes Handeln zu überführen ist dann schon weitaus komplizierter.
        Und noch komplizierter ist es, eine breite Mehrheit der Bevölkerungen davon zu überzeugen.

        Egal. Vor uns steht eine Ära der Zumutungen. Zumutungen, vor deren Hintergrund sich Maskendiskussionen als absolute Peanuts herausstellen werden.
        Und diese Zumutungen wird es völlig unabhängig davon geben, ob wir es freiwillig machen (höchst wahrscheilich nicht!) oder ob wir die Lektion der sich verändernden Erde auf die harte Tour erzwungenermaßen lernen.

        Jetzt bitte ich um die gewohnten Hirnregen-Reaktionen. Mir fehlt sonst etwas.

          1. dann richten “wir” in Zella Mehlis noch zwei Tempo 30 Zonen ein, du zahlt eine 10%-ige Klimasteuer und alles wird gut… 🙂

            Wo ist denn deine Lösung? Eben es gibt keine, nur Pseudolösungen ohne Wirkung, wie die obigen.

        1. an Querschuesse 20.36

          Anders herum. Wir leben bereits in einem totalitären System. Gesichtserkennungssoftware, Überwachung (Standort), Medien im Gleichschritt. In einem Land mehr in anderen weniger. Orwell lässt grüßen.

          https://www.cio.de/a/merkel-in-der-hochburg-der-kuenstlichen-intelligenz,3581462

          Und nur die Erwägung grundsätzlicher Änderungen daran, werden schon mit der Macht von Medien und Lobbygruppen abgeschmettert oder soweit verwässert das sie für den Status Quo nicht mehr bedrohlich sind.

          Das es mit unserer Lebensweise so nicht weiter gehen kann ist vielen Menschen bewusst. Die Konsequenzen daraus eher weniger.

          https://medium.com/insurge-intelligence/green-economic-growth-is-an-article-of-faith-devoid-of-scientific-evidence-5e63c4c0bb5e

          Daraus der letzte Satz: (übersetzt mit DeeplÜbersetzer)
          Das BIOS-Team kommt daher zu dem Schluss, dass “mehr Aufmerksamkeit auf Konzeptualisierungen der Wirtschaft gelegt werden sollte, die sich nicht auf wirtschaftliches Wachstum als den Schlüsselweg zu ökologischer Nachhaltigkeit und menschlichem Wohlergehen stützen”.

          Jedenfalls ist das ein Ansatz, mit dem ich etwas anfangen kann.
          Dein TINA, vulgo Anerkennung der Realität, ist letztlich Kapitulation. Dann können wir hier auch gleich einpacken. Lassen die Mächtigen, die Politiker und die ihnen zugehörigen Ökonomen einfach ihr Werk tun und brauchen keine Gedanken mehr zu verschwenden.

          1. Du versteht meine Intention nicht richtig, wenn freie, mündige, selbstbestimmte Bürger etwas tun was Nachhaltigkeit und menschlichem Wohlergehen nutzt, ist das zu begrüßen. Wogegen ich mich wende, wenn Quasi-Totalitäre uns Schein- und Pseudolösungen/ Maßnahmen aufoktroyieren, die an den zu Grunde liegenden Problemen nix ändern. Ob wir nun schon in einem totalitären System sind oder auf dem Weg dahin ist nichts worüber wir einen Diskurs führen müssen. Wir sind uns sicher einig, das wir aktuell bereits totalitäre Züge sehen, viele Dinge ohne demokratische Legitimation, ein Verletzten von Grundrechten und von Recht und Gesetz.

        2. Meine Lösung: freiwilliges Üben von Bescheidenheit auf persönlicher Ebene, ohne anderen etwas aufzuoktroyieren. Klar, ist nicht “die Lösung”, weil die meisten ja nicht mitmachen. Aber besser als nichts.
          Zur Totalitarismusdiskussion: für mich hat die heutige Zeit ganz klar etwas Totalitäres. Der Wachstums-Totalitarismus. Jede wirtschaftliche Chartkurve, die nicht beständig nach oben geht, wird als etwas ganz schlimmes betrachtet. Wenn das kein Totalitarismus ist.
          Ein Zeitalter der Exzesse: der Verschwendungsexzesse, der Vermüllungsexzesse, der Urbanisierungsexzesse usw.
          Nur da wir ja alle Kinder dieses exzessiven Zeitalters sind, halten wir das für normal und sogar erstrebenswert. In einem Zeitalter der Exzesse ist der Exzess das neue Normal.

          1. Das wichtigste fehlt, das Bevölkerungswachstum, das bildet zusammen mit dem Geldsystem, dem daraus resultierenden Wachstumszwang, die Grundlage aller weiteren Exzesse.

        3. Stimmt. Meine Aufzählung der Exzesse war keineswegs vollständig. Und ist logische Konsequenz unserer 11000-jährigen Erfolgsgeschichte. Wahrscheinlich muss ein solcher phänomenaler Erfolg einer Spezie in Exzessen enden. Insofern will ich garkeine ideologischen Schuldzuweisungen formulieren. Es handelt sich um nichts Profaneres als eine Naturgesetzlichkeit.
          Nachdem ich in der Vergangenheit die Themen Klima und Ernährung angesprochen habe, will ich demnächst das Thema “Infrastrukturen” ansprechen. Ein weiterer riesiger Problemkomplex für die nächsten 80 Jahre.

        4. Ob es überhaupt 10 Mrd Menschen geben wird steht noch in den Sternen.
          Und ob es in Zukunft jährlich mehr Energieverbrauch, als 2019 weltweit verbraucht, geben wird, auch.
          Fossile Energie ist der Treiber unseres Wirtschaftssystems. Die ist endlich.
          Noch dazu mit immer mehr Energieaufwand zur Förderung verbunden.
          Das ist die Realität. Jene die uns immer mehr auf die Füße fällt.
          Was eher eintritt, das Klimachaos oder der Energiemangel wird sich zeigen.
          Es sei denn, die Menschheit machte einen riesigen Entwicklungsschritt.
          Weg von der Wachstumsgesellschaft, dem Kapitalismus, hin zu einer Wirtschaft, die dem Bedürfnis der Menschen und nicht deren Gier dient.
          Da bin ich dann bei FFF.
          Sie suchen zumindest den Weg dahin.
          Wenn sie ihn dann hoffentlich unter mithilfe kritischer Ökonomen und Geldsystemkritikern auch finden, es ist die Welt der tief negativen Notenbankzinsen, werden sie mich, trotz manch unsinniger Forderungen, als Unterstützer gewinnen.
          Es wäre der Schritt hinaus aus der totalitären Welt, in die uns der Kapitalismus mehr und mehr zwingt, in eine freiheitlichere und menschlichere Welt.
          Es wäre eine Chance.

          1. Jeder mag unterstützen, was er für richtig hält, Vielflieger-Luisa und andere Führungskids aus Millionärshaushalten bzw. wohlsituierten Umfeld, mit entsprechender moralischer Keule, ohne selbstreflektiert so zu leben, mit unverantwortlichen und unrealistischen Maximalforderungen sind nicht mein Ding.

            Per Saldo wächst die Weltbevölkerung Jahr für Jahr weiter, der Trend ist ungebrochen, da die Masse ein Leben wie unseres anstrebt, wächst auch der Energie- und Ressourcenverbrauch weiter, das ist die Realität.

            Nur als Beispiel, selbst wenn wir alle unsere 145 Kohlekraftwerke sofort abschalten und unsere Energiesicherheit damit akut gefährden, weltweit entstehen gerade 1500 neue Kohlekraftwerke, das ist die Realität und Luisa fliegt gerade 🙂 …ok. das war Polemik…

          2. Zum Bevölkerungswachstum. Ich verstehe: the trend is your friend.

            Wenn die Millionärskids die von mir skizzierte Lösung zum Ausstieg aus dem Wachstumszwang umsetzen wollten, wäre das schon ein Statement.
            Dann stellen sich Fragen: Werden sie bereit sein eine der Hauptquellen des Familienreichtums versiegen zu lassen? Wäre ihnen das bewusst? Was würde die Familie dazu sagen? Hätte das Einfluss auf die persönliche Entscheidung?

            Über deren Glaubwürdigkeit will ich nicht richten. Ich kenne sie nicht persönlich.
            Die Mitstreiter halten sie wohl für integer.

            Das wir weltweit endlos weiterwachsen können ist eine Mär. Endloses Wachstum in einer endlichen Welt geht nun mal nicht.
            Und das es idiotisch ist, hier in Deutschland Kohlekraftwerke zu schließen, wenn woanders, in einer Vielzahl höher, genau das Gegenteil passiert, ist unwidersprochen.

            Meine Lösung zielt auf Wachstumsende.
            Was bietest du an?

            1. Wir sind uns vielleicht einiger als du denkst, ich nenne es qualitatives Wachstum, mehr Effizienz, Ressourcenschonung, alles mit Maß und Verstand, mehr Selbstbestimmung, aber auch mehr Selbstverantwortung, regionaleres Wirtschaften und trotzdem ein gutes Leben für Alle.
              OK. Klingt ein wenig naiv, mehr Wunschdenken, als Lösung und ist ein langsamer Weg.
              Aber besser Step by Step, denn wer definiert denn, was nach dem Kapitalismus kommt, im schlimmsten Fall designed die Hybris?

              Gier und Machtstreben ist leider Bestandteil des menschlichen Wesens, mal mehr und mal weniger ausgeprägt, davon waren auch alle bisherigen Revoluzzer nicht frei, manche schufen Schlimmeres, als sie Vorgaben zu bekämpfen.

          3. “Aber besser Step by Step, denn wer definiert denn, was nach dem Kapitalismus kommt, im schlimmsten Fall designed die Hybris?”

            Da komme ich bei Gelegenheit noch einmal drauf zurück.

  1. Interessant ist auch der Zeitpunkt an dem die grüne Linie die rote Linie von unten nach oben kreuzt ;-).

    Ein Schelm wer denkt, dass könnte etwas mit der Bewertung / dem Ranking von Titeln durch anglo amerikanische Ratingagenturen zu tun haben.
    Nein, nein das ist VT. Die Ratingalgorithmen sind ja absolut objektiv und an Fakten und nicht an “politischen Notwendigkeiten” orientiert. Oder?

    Was für ein billiges Schurkenstück. Die Märkte, dominiert von den magischen Händen der Bankster mit endlos tiefen Taschen, und anglo amerikanische Ratingagenturen fahren mit dem “Rest” der Welt nach belieben Schlitten. Und kaum einer merkt es. Denn alle sind begeistert von den unbegrenzten Möglichkeiten und opfern sich auf dem Altar, auf dem in grossen Leuchtbuchstaben geschrieben steht: “Auch Du kannst es schaffen!” Offensichtlich ohne das Kleingedruckte zu lesen. Denn da steht: “Wenn es den Bankstern und Ratingagenturen in den Kram passt.” Wer hätte es gedacht, das Freiheit von Willkür und Tyrannei so schön sein kann.

  2. Der krisengeplagte Aachener Elektroautohersteller e.Go Mobile befindet sich in einem Insolvenzverfahren.

    Den vielleicht größten medizintechnischen Beitrag zur Verbesserung der Situation von Covid-19 Erkrankten steuerte das Formel 1-Team von Mercedes-AMG zu. Es handelt sich um eine Atemhilfe, die in Großbritannien zum flächendeckend zum Einsatz kommen soll.

    Audi arbeitet im Einschichtbetrieb und will aktuell bis 2025 – das sind 8 Halbjahre – 9500 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Pro Halbjahr verlieren also über 1000 Menschen ihren Arbeitsplatz.

    Die VW Kernmarke arbeitet im Einschichtbetrieb, auf ca. 35%-50% der Produktionskapazität.
    Wie dort die Arbeitsplätze gehalten werden sollen, wenn VW viel billiger im Ausland produziert, steht noch in den Sternen.

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