Die Fed und die EZB: Nie war der Druck auf die Notenbanken größer

von am 2. August 2012 in Allgemein

… nie waren sie stärker mit den Grenzen ihrer Möglichkeiten konfrontiert, die Krisendynamik zu brechen, die längst nicht mehr nur auf den Finanzmärkten existiert, sondern ebenso bei den Staatsfinanzen und erneut auch wieder verstärkt in der Wirtschaft.

Und weil die Politik, die Märkte und die Medien den Notenbanken seit der US-Hypothekenkrise sowie noch verstärkt nach der Lehman-Pleite im September 2008 die Hauptlast der Krisenbewältigung auf die Schultern geladen haben, war auch noch nie der auf den führenden Notenbanken lastende Druck größer, sich von dieser – zu Unrecht zugewiesenen, aber anfangs stillschweigend, weil hoffnungsfroh, akzeptierten – Last zu befreien. Nie dürfte der Druck größer gewesen sein, sich quasi freizuschwimmen und ans rettende Ufer des Manövrierens innerhalb der altvertrauten Grenzen der Geldpolitik zu gelangen.

Auch wenn es dieses rettende Ufer in diesem Sinne vielleicht gar nicht mehr gibt, weil die zurückliegenden Jahre uns eine Geschichte davon erzählen, wie löcherig die theoretische Basis und die von den Notenbanken angewandten Modelle tatsächlich sind, so schwimmen die Notenbanker dennoch in diese Richtung. Was bleibt ihnen auch anderes übrig, wenn sie sich nicht in der Situation wiederfinden wollen, in der ihnen die Hauptverantwortung für das zugewiesen wird, was viele erwarten und worauf die enorme gestiegene Nervosität an den Märkten wie vor allem auch unter den führenden Politikern in den USA und Europa hinweist: eine Eskalation des Krisengebräus.

Mervyn King, der Chef der Bank of England, die aktuell zusätzlich auch noch wegen des Libor-Skandals unter Beschuss steht, ist dennoch in gewisser Weise der lachende Dritte. Denn im Krisenfokus stehen wegen ihrer Größe und weltwirtschaftlichen Bedeutung viel stärker die USA und vor allem die Euro-Zone. Mario Draghi und Ben Bernanke sind folglich diejenigen, auf die sich alle Augen richten. In Großbritannien ist zudem schon längst die Diskussion über Kings Nachfolger im Gange, der ihn in weniger als einem Jahr ablösen wird.

Die Fed hat gestern entschieden, nichts zu tun, das heißt, keine neuen Maßnahmen zu ergreifen. Der Leitzins blieb unverändert, eine dritte Runde des „Quantitative Easing“, also des Aufkaufs von US-Staatsanleihen, gibt es vorerst nicht. Ben Bernanke wartet ab.

Heute entscheidet die EZB, aber vorab wurde bereits berichtet, Mario Draghi wolle eine neue Strategie vorstellen, Entscheidungen darüber würden aber voraussichtlich erst im September fallen – nachdem das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum Europäischen Stabilitätsmechanismus gefällt hat. Im September wird auch erst der Griechenland-Bericht der Troika vorliegen, der darüber entscheidet, wie es mit dem Land weitergeht.

Andererseits wird die Euro-Zone seit Monaten als zentraler Krisenherd betrachtet – nicht die USA. Der auf der EZB lastende Druck ist also heute besonders hoch.

Doch selbst wenn die EZB heute den Ankauf von Staatsanleihen oder andere neue Schritte beschließt, dürfte sie damit im günstigsten Fall kurzfristig für Entspannung sorgen können. Das wissen die Ratsmitglieder. Die Halbwertszeit von Notenbankaktionen ist in den zurückliegenden Monaten kontinuierlich gesunken.

Freilich wäre das dann aber auch alles andere als ein Befreiungsschlag für die EZB und für Mario Draghi schon gar nicht, weil er nun – seitens kritischer konservativer Politiker und wegen der vom Europäischen Bürgerbeauftragten eingeleiteten Untersuchung seiner Unabhängigkeit – auch persönlich unter Beschuss steht.

Ben Bernanke hat gegenüber Mario Draghi zudem einen wichtigen Trumpf in der Hand, den er behutsam, aber konsequent ausspielen kann: In den USA wird gewählt. Dort sind es jetzt die Politiker, die für das was sie tun oder nicht tun beurteilt werden und die Anfang November bei den Präsidentschaftswahlen um ihren Job bangen müssen. Eine bessere Chance, zumindest einen Teil der Verantwortungslast an die Politik zurückzuspielen, wird Bernanke wohl nicht mehr bekommen.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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139 KommentareKommentieren

  • Roland - 2. August 2012

    Ob der Druck auf die Notenbanken noch “nie größer” war, müsste ein genauerer Blick in die Wirtschaftsgeschichte z.B. der 30iger Jahre aufklären.
    Geldflutungen und Staatsfinanzierungen aus dem Blauen heraus sind auf jeden Fall nichts Neues.

    Ansonsten erleben wir eine recht typische Verlaufsform einer Krise verursacht durch die Überproduktion von Kapital:
    Enorme Disallokationen von Kapital und Konsumtion mit der Folge schon so häufig vorgekomener kapitalistischen Krisen und Kräche.

    Der Herbst wird heiss.

    • Michael - 3. August 2012

      Ohne Experte zu sein. Ich denke die “Krise” wird maßlos übertrieben. Sie ist ziemlich eindeutig durch die Bankenregulierung (Basel II) befeuert worden (bei schlechterem Rating muß für Staatsanleihen mehr Eigenkapital hinterlegt werden, was zu einer Abwärtsspirale zwischen Banken und Staatsanleihen führen MUSS!). Dagegen waren Hypotheken und die früher beliebten ABS nicht durch Eigenkapital zu hinterlegen (Asmussen [EZB-Deutschland!] brachte durch den Bundestag, dass dieses Zeug hierzulande gehandelt werden durfte), das führte zum boom, dem der zwingende bust folgte. Sowohl die SubPrime-Krise, als auch die €urokrise haben ihre Ursache im politischem Versagen. Unabhängig der Farbe der jeweiligen Bundesregierungen.

      Man kann sich von dieser “Politik-Krise” nur verarscht fühlen, wenn man liest, was bei den Südstaaten und in den USA durch das Verheizen unserer Spareinlagen abging und wie jetzt irgendwelche Komiker sich einbilden, wir würden nach Lösungen für diese “Krise” suchen. Die liegen auf der Hand. Vernünftigerweise hieße die Lösung Austritt Deutschlands aus dem Euro. Mitnahme riesiger Verluste und Neuanfang. Nur so haben die Deutschen eine Zukunft, sonst glüht ihnen auf lange Sicht einfach nur Siechtum.

      Bei den Amis ist es so, dass durch SubPrime 4 Billionen $ verdampft sind. Auf die Schulden zum Zeitpunkt Amtsübernahme Obama von 10 Bill. $ ist das natürlich heftig. Obama wurde, trotz völlig richtiger Lösungsansätze zum Buh-Mann der Nation gemacht, weil er das Kuckucksei, das ihm sein Vorgänger ins Nest legte, ausbrüten durfte. Bush ging es auch so, er durfte Clintons Brut aufziehen. Diese beiden waren es, die aus dem Dollar ein “Finanzprodukt” statt einer Währung gemacht haben. Die Amis haben auch gute Gründe stocksauer zu sein. Es ist an der Zeit den Volkswirten das Handwerk zu legen und aus Geld wieder Geld zu machen.

      Prinzipiell wäre es angemessen, den “Finanzmärkten” eine gewaltige Schrumpfkur zu verpassen. Das wagt sich aber niemand. Deshalb wird sowohl innerhalb der Eurozone Reise nach Jerusalem gespielt. Weltweit dann euro und andere Währungen dasselbe Spiel.

      Zum Herbst sind noch keine Probleme zu erkennen, wenn man von diversen seit Monaten existierenden Blasen der Superlative absieht, die selbstverständlich irgendwann der Nadel, die sie platzen läßt, entgegensehen.

  • ergo sum - 2. August 2012

    Draghi verkündete, die EZB besitze “unbegrenzte Feuerkraft”. Hatte die Reichsbank im Jahr 1923 nicht auch unbegrenzte Feuerkraft? Und was verursachten ihre Billionen-Bazookas?

  • Bernd Rickert - 2. August 2012

    Altvertraut ist in dem Artikel das Schlüsselwort und eine der Problemursachen zugleich. In Zeiten “verlorener” Generationen beziehungsweise einer verlorenen Zukunft in massiver sozialer Verteilungsungerechtigkeit gibt es altvertraut nicht. Diese ärmliche Zukunft findet nicht morgen, nicht nächste Woche und nicht nächsten Monat, diese Zukunft findet jeden Tag heute statt.
    Tagtäglich stürzt ein weiteres Stück Lügengebäude ein. Die Bewohner dieses Phantasiegebildes, politische und wirtschaftliche, elitäre Verflechtungen, sind aus purem Selbsterhaltungstrieb die einzigen, die ihren Lügen noch Kredit gewähren. Um des Wissens ihres Betrugs – eine treffendere Umschreibung für sogenannte “Verantwortung” fällt mir nicht ein – gegenseitiger Abhängigkeiten und persönlicher Interessenkonflikte hauen sich Politik, Wirtschaft und Banken sowie sich eine Gelegenheit zeigt gegenseitig übers Ohr, weil sie im Laufe ihrer persönlichen Karrieren nichts anderes als den Betrug gelernt haben. In diesem Spiel gibt es nur Verlierer.

  • Johannes - 2. August 2012

    Sind Politik und Zentralbank soweit von einander getrennt, wie wir das aus BuBa Zeiten kennen?

    Ich denke nicht: die FED agiert in meinen Augen höchst politisch und die EZB ist auf dem besten Weg dahin. Auch die BoJ oder die BoE agieren zutiefst politisch; “Käufe” von Staatsanleihen sind für beide ZB´s selbstverständlich an der Tagesordnung.

    Dieser “Selbstvertändlichkeit” soll sich auch endlich die EZB anschließen, so der überwältigender Tenor der südeuropäischen Länder (Frankreich inbegriffen).

    Politik mit der “Notenpresse on demand” nenne ich das.

    Ich befürchte, das der Widerstand der BuBa im EZB-Rat über kurz oder lang überrannt wird und wir uns in Europa mit dem angelsächsischen Verständnis der Aufgaben einer Notenbank begnügen müssen.

    Mit allen neagtiven Konsequenzen.

  • Stefan Wehmeier - 2. August 2012

    “Die Bemühungen der Notenbanken zur Stabilisierung des Geldumlaufs und damit der Geldkaufkraft ähneln dem Versuch eines Autofahrers, der seinen Wagen auf der Fahrbahnmitte halten möchte, aber wegen schlechter Sicht die Abweichungen erst bemerkt, wenn er mit den Rädern auf den Randstreifen geraten ist.”

    http://www.humane-wirtschaft.de/2011_05/HW_2011_05_S32-39.pdf

    Helmut Creutz, dessen selbsterworbenes, echtes Wissen in krassem Gegensatz zu seiner übertriebenen Bescheidenheit steht, würde gar nicht erst versuchen, “EZB-Chef” zu spielen, gerade weil er sehr viel mehr vom „Geld, wie es (noch) ist“ versteht als alle an Hochschulen indoktrinierte “Wirtschaftsexperten”, die vom „Geld, wie es sein soll“ noch nie etwas gehört haben. Denn bei der Verwendung von Zinsgeld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion kann die Kaufkraft des Geldes prinzipiell nicht stabil gehalten werden (selbst wenn man unter “Geldwertstabilität” eine schleichende Inflation von 2% pro Jahr versteht).

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

    Eine auf unbegrenzte Zeit absolut stabile Währung ist nur mit einer staatlichen Liquiditätsgebühr auf alles Zentralbankgeld (Bargeld plus Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) und einer direkten Geldmengensteuerung möglich (konstruktiv umlaufgesichte Indexwährung), bei der das Geld nicht mehr über immer mehr kurzfristige Kredite (um eine schleichende Inflation trotz Rückgang der effektiven Umlauffrequenz zu erzeugen) an die Geschäftsbanken, sondern über öffentliche Investitionen (von relativ geringem Umfang, da nur die Liquiditätsgebühr regelmäßig ersetzt werden muss) in den Kreislauf gelangt. “Ganz nebenbei” ist in Verbindung mit einem allgemeinen Bodennutzungsrecht (Erbpachtrecht) die “Finanzkrise” damit gelöst:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/10/vollinvestition.html

  • unglaublich - 2. August 2012

    http://pigbonds.info/

    .. geht schon wieder los, Spanien über 7% und Italien über 6%.

    Ich werde nicht schlau draus.

    Warum tönt Draghi ausgrechnet bei einem Treffen von Investmentbankern in London, die EZB würde alles tun um den Euro zu retten(!) und legt noch verbal nach in dem er sagt ” glaubt mir, es ist mehr als genug”
    Warum fühlt sich Merkel und Hollande einen Tag später genötigt, die Weltpresse darauf hinzuweisen “man wird alles ( jeder für sich ) tun um die Eurozone zu stabilisieren”
    Herr Monti bläst einen Tag später ins gleiche Horn.

    Das kann doch nicht eine gemeinsames abgesprochenes Bekenntnis gewesen sein, dem dann eine gemeinam abgesprochene Aktion auf dem Markt erfolgt?

    Warum hat Draghi vor Investmentbankern diese martialische Worte gewählt, die ganz sicher nicht unter den Politgranden abgesprochen waren?
    Er muß doch wissen daß jedes Wort, jedes Zucken seiner Nasenflügeln als Zeichen Gottes bewertet wird.
    Warum dieser Vorstoß?

    Ich denke der ist heute in der EZB Sitzung von einer kopfmäßigen Minderheit (Nordländer) so richtig zurechtgestutzt worden. Anders kann ich mir seine 08/15 Aussagen nicht erklären.

    Vielleicht sollte man mal überprüfen wie das Ergebnis der letzten Handelstage bei seinem Sohn war, der bei Goldman Sax/ JP Morgan? arbeitet.

    • Stefan Wehmeier - 2. August 2012

      “Das kann doch nicht eine gemeinsames abgesprochenes Bekenntnis gewesen sein, dem dann eine gemeinam abgesprochene Aktion auf dem Markt erfolgt?”

      Wer nicht versteht, dass, warum und wie “Spitzenpolitiker” in “dieser Welt” (Zinsgeld-Ökonomie, zivilisatorisches Mittelalter) vom kollektiv Unbewussten gesteuert werden, würde an Stelle des jeweiligen Politikers genauso handeln! Die “hohe Politik” lässt sich nicht aus der “Sicht” eines Untertanen (nicht jemand, der arm an Geld und Macht ist, sondern jemand, der die Welt nicht versteht – “Spitzenpolitiker” verstehen sie am allerwenigsten) beurteilen, sondern nur aus der übergeordneten Perspektive eines aus der religiösen Verblendung Auferstandenen:

      http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/09/verantwortung.html

      • Futur - 2. August 2012

        Hallo, ich mag Ihre Webseite sehr. Ich bin auch ein großer Einstein-Fan, und 2001 Odyssee im Weltraum ist mein Lieblingsfilm. Aber am meisten interessiert mich doch die Wirklichkeit. Zu behaupten, Spitzenpolitiker seien nicht informiert, oder zu einfach gestrickt, die Lage zu verstehen, halte ich für falsch. Es ist nur fast unmöglich zu erklären, warum sie so entscheiden.
        Überlegen Sie mal, wo Europa in 100 Jahren stehen sollte!
        Theoretisch sind die alternativen Geldsysteme richtig, real sind sie aber leider nicht durchsetzbar.

        • Stefan Wehmeier - 2. August 2012

          “Theoretisch sind die alternativen Geldsysteme richtig, real sind sie aber leider nicht durchsetzbar.”

          Erstens gibt es keine “alternativen Geldsysteme”, sondern als einzige Möglichkeit, die wirklich funktioniert, nur eine professionell durchgeführte, freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform.

          Zweitens ist alles andere als diese einzige Möglichkeit nicht mehr durchsetzbar, weil die einzige “Alternative” der Rückfall in die Steinzeit wäre.

          Alles nur eine Frage des selbständigen, vorurteilsfreien und konsequenten Denkens:

          http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/01/2012.html

  • Futur - 2. August 2012

    1. Der Finanzoligarchie gehören nicht nur alle großen Banken, sondern auch alle weltweit agierenden Konzerne,insbesondere der Öl- und Pharmaindustrie, aber auch andere Branchen.
    http://www.google.de/search?q=youtube+der+wirtschaftskiller+doku+in+deutsch&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&client=safari

    2. Es wird immer das Problem “Machtmissbrauch” geben, dagegen hilft nur: Transparenz.

    3. Alle relevanten Politiker, etc. wissen über das Geldsystem Bescheid (Mathe, 9. Klasse!).

    4. Die Bilderberger-Treffen sind kein “Kaffeekränzchen”, ein Reset des Geldsystems im Rahmen der NWO ist geplant – Geheimhaltung ist deshalb sinnvoll!

    5. Die NWO kann nicht in der geplanten Form durchgeführt werden. Die BRICS-Staaten haben z.B. Intern den Dollar als Leitwährung abgeschafft: http://www.owc.de/2012/03/30/brics-laender-beschliessen-handel-in-nationalwaehrungen/

    6.Die Machtblöcke der Zukunft werden somit die USA-EU-Länder und die BRICS Staaten sein!

  • Christian A. Wittke - 2. August 2012

    So wie eine kaputte Ecomony die entsprechende Währung zerstört, so zerstört eine kaputte Währung die sie unterbauende Economy.

    Im Falle des Euro sind das künstlich zusammengetriebene Economies wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten; deshalb, der Euro muß dringend beendet werden; dringendst, sofort!

    Alle noch so phantasievollen, immer (ehemals) illegalen Mittel, ob geponziet, gelibort, gedraghiet oder gemontiet, werden an den der Eurokonstruktion immanenten Fehlern nichts ändern; sie erhöhen die Fallhöhe, aber erst recht den Abstand, den Europa sich fortlaufend selbst ins Knie schießt, insbesondere gegenüber dem Gewinner eines ungleichen Globalismusspielchens, China, das sich ob der Möglichkeiten, mit grünem Papier die zum Überleben der Rasse dringend notwendigen Ressourcen dieser Welt zu sichern, laufend und schallend lachend aufs eigene Knie hauen kann.

    Für die Kugeln im Knie Europas und das Lachen Chinas sind die gleichen … was… Täter, Verräter, Idioten, Ignoranten, Betrüger (?) zuständig; die Rechenschaft folgt, wenn auch wohl folgenlos für die Täter. Im Zweifel taten sie Ihr Bestes für die Opfer.

    caw

    • SLE - 2. August 2012

      Interessant.

      Grüße
      SLE

    • dank - 3. August 2012

      “And when crises arise, economically disarmed nations have little to do but wipe away government regulations wholesale, privatize state industries en masse, slash taxes and send the European welfare state down the drain.”

      Offensichtlich, scheinen sich viele Gerüchte immer weiter zu verdichten. Jeden Tag eine neue Welt – für alle, die bislang nicht paranoid genug waren.

  • Christian A. Wittke - 2. August 2012

    Noch was zu Mervyn King,
    das ist ein durch die 60-Jahre-im-Amt-Queen zum Ritter geschlagener Gentleman,
    nicht etwa ein Bankster,
    oder Gangster,
    oder so was.

    Er sagt so nett naiv und dummdreist, eben so wie man sich einen Sir unter dem Druck,
    nichts gewußt haben zu dürfen, so vorstellt:

    „… Sie diskutierten es [Libor], wir diskutieren es, die Presse diskutierte es …“ aber
    there was no suggestion of “fraudulent behaviour or wrong doing in anything that we saw”.

    http://www.bbc.co.uk/news/business-18870207

    Gutes Beispiel für eine bessere Gesellschaft, Sir!

    caw

  • Freiberufler - 2. August 2012

    Stehen die Notenbanken unter Druck?

    Helikopter-Ben ist ein größenwahnsinniger Irrer. Den brauchte man nicht unter Druck zu setzen, der war total happy, als man ihm in einer epischen Wirtschaftskrise die Kontrolle über die größte Druckerpresse der Welt übertrug. Jetzt konnte er endlcih mal das tun, was er in seinen Seminaren gelehrt hatte! Dass er es inzwischen langsamer angehen lässt, liegt womöglich daran, dass seine Theorien gescheitert sind.

    Und der Draghi macht, was Notenbanker im Club Med schon immer machen: Staatsschulden monetisieren und inflationieren. Der braucht keinen Druck. Macht er von sich aus. Nur. Wie es scheint, geht ohne Deutschland gar nichts.

  • Eurelios - 2. August 2012

    Kann mir da mal einer weiterhelfen?

    Vor ein paar Tagen sagte der EZB Oberjodler Draghi der Euro wird verteidigt bis zum jüngsten Tag und noch als Nachsatz:

    Glauben Sie mir wir haben die Mittel dafür.

    Jubel, Jubel bei den Zockern und der Dax geht innerhalb von Stunden durch die Decke weil alle denken jetzt kommt derGoldesel aufs Parkett und jeder darf seinen Sack aufmachen so lange er will und die Golddukaten fallen da hinein, immer und immer wieder zeitlich unbegrenzt.

    Einfach das Geldparadies auf Erden.

    Heute sagt Draghi das er den Goldesel bereitstellen wird nur kann er jetzt noch nicht sagen (bildlich gesprochen) welche Farbe das Fell haben wird.

    Was passiert.

    Die Zocker sind geschockt und der Dax geht innerhalb von Stunden in den Keller:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/anleihenkaeufe-der-ezb-so-funktioniert-draghis-masterplan-a-847813.html

    Ich habe den Eindruck die Zocker und Geldeliten haben gedacht der Draghi stellt 100 Goldesel aufs Parkett dann geht das einsammeln von den Golddukaten schneller für jeden einzelnen Geldbonzen den bei einem Goldesel müsste ja der einzelne warten bis
    er drankommt um seinen leeren Sack zu füllen.

    Und dann die erschreckende Erkenntnis des Einzelnen, aber Hallo wenn ich nicht der Erste bin bei dem einen Goldesel komm ich überhaupt nicht mehr dran weil der Erste gar nicht mehr weg geht vom Goldesel den Geld kann man nie genug besitzen und das was ich habe bekommt kein anderer.

    Mach ich da vieleicht einen Denkfehler?

    • Freiberufler - 3. August 2012

      “Die Zocker sind geschockt und der Dax geht innerhalb von Stunden in den Keller:”

      Die Zocker hatten sich darauf eingestellt, dass ab Montag die dicke Berta mit unbegrenzter Feuerkraft schießt.

      Kritisieren kann man sie nicht dafür. Schließlich waren es die Notenbanken, die die Börsen politisiert und es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kurse zu pflegen.

    • SLE - 3. August 2012

      Ich weiß es leider auch nicht. Aber ich habe ja schon zuvor darauf hingewisen, dass die Aussagen von Draghi in London auslegungsfähig sind und von dem Märkten nur als Auftakt für ein “weiter wie bisher” interpretiert worden sind. Was die EZB gestern gesagt hat, war insofern durchaus erwartbar, wenn auch nicht das, was sich die Märkte gewünscht haben.

      Zudem sieht es danach aus, als hätten sich Fed, BoE und EZB genau abgesprochen – alle haben keine neuen Maßnahmen ergriffen und damit den Märkten zunächst einen Korb gegeben. Das Resultat ist, dass die Märkte weiterhin nicht klar erkennen können, was die EZB tun wird: Kann an den Märkten so weiter gemacht werden wie bisher oder bahnt sich bei den Notenbanken ein anderer Kurs an?

      Dass Fed, BoE und EZB abwarten und zwar zunächst scheinbar bis zur Entscheidung des BVerfG über den ESM, könnte, sofern das überhaupt zutrifft, aus der Ungewissheit über die zu erwartende Gerichtsentscheidung resultieren, aber ebenso auch aus einer recht hohen Gewissheit darüber.

      Grüße
      SLE

    • zerotrader - 3. August 2012

      An den Börsen gibt man sich natürlich geschockt,wer gibt schon gerne zu,dass er sich während der Krise dumm und dämlich verdient!
      Wer nach geschätzten 30 Ankündigungen zur “Endlösung”der Eurokrise durch unsere geliebten Spezialisten und der jeweils sofort folgenden Ernüchterung noch immer keine Regelmässigkeit erkennt und noch immer an ein happy End glaubt,der sollte schnellstmöglich in die Politik wechseln!
      Denke bei den Zockern lautet die Devise bei den Rettungsankündigungen eher:
      Short eindecken,ein wenig warten und sich freuen…
      Wer nach der Enttäuschung durch EZB Chef Draghi geschockt ist sollte seine Schlafgewohnheiten ändern und nicht 4Jahre duchschlafen!!

  • Appaloosa - 2. August 2012

    “Und dann die erschreckende Erkenntnis des Einzelnen, aber Hallo wenn ich nicht der Erste bin bei dem einen Goldesel komm ich überhaupt nicht mehr dran weil der Erste gar nicht mehr weg geht vom Goldesel den Geld kann man nie genug besitzen und das was ich habe bekommt kein anderer.

    Mach ich da vieleicht einen Denkfehler?”
    Ja da ist ein Denkfehler.
    Du musst dir das so vorstellen:
    Ein Goldesel (ECB) an dem alle in der ersten Reihe sitzen und das Geld einsacken.

    Aber darin sieht man wie verkommen das System ist. Wir leben in einer Mischung aus Demokratur, Plutokratie und Finanzoligarchie.

  • Frank Bell - 3. August 2012

    Krisendynamik. Ja, ist sie wirklich so gross?

    Kurzarbeit war 2008, die deutsche Exportwirtschaft hat seitdem einen schönen Boom gehabt. Niemand hat seine Ersparnisse verloren, wer in 2009 Aktien gekauft hat, hat sogar gut daran verdient.

    Ganz ehrlich: Eine Krise fühlt sich ganz, ganz anders an. Geht doch mal in Gedanken zurück in das Jahr 2008. Oder 2002. Und?

    Sicherlich sieht die Situation in Spanien oder gar Griechenland anders aus als hier. Aber warum muss man 14 Monatsgehälter bekommen? Warum muss man Flughäfen bauen, die anschliessend nicht benutzt werden?

    • Zorro - 3. August 2012

      Ja, die Krisendynamik ist wirklich groß.

      Der Boom, nach 2008, kam doch nur dadurch überhaupt zustande, weil man die alten auslaufenden Schulden, die ganzen Bankprobleme, nur durch neue Schulden und noch 2 Schippen Schulden drauf, politisch zwangsverordnet hat.

      Man kann auf Dauer jedoch kein Feuer = Schuld mit noch mehr Benzin = noch mehr Schuld, löschen. So schlau ist Tante Emma um die Ecke.

      Der Staat will hier wie immer, in der gesamten Finanzgeschichte ablesbar, über eine weitere unsinnige Bilanzverlängerung und quasi Insolvenzverschleppung, mit sämtlichen legalen und illegalen Tricks, wo ein jeder Selbständiger oder privater Schuldner längst ins Gefängnis gewandert wäre, die Kernschmelze verhindern.
      Darüber kann man sich gar freuen, er schenkt damit uns allen Zeit. Der Preis dafür ist eine noch höhere Fallhöhe und ein noch derberer Aufschlag und den Staat mit einem ganz neuen (alten), politischem Gesicht, eine Zerstörung der Demokratie – das entsteht daraus.

      Dies macht der Staat und seine Verwalter vornehmlich zum Selbsterhalt, denn das Ende in einem jedem zinsbasierten Geldsystem, unter einer Eigentumsökonomik ist systemisch programmiert, normal. Nur erleben wir solche Prozesse i.d.R nur ein- maximal zweimal in einer “normalen” Lebensspanne. Die Fehlkonditionierungen dazwischen, beginnend mit Schule, Studium etc. verhindert ein erkennen dieser Situation, da alle irgendwie profitieren. Doch der Schein trügt.

      Herr Bell was tut die Politik denn gerade!? Sie versucht verzweifelt die Psychologiekarte „der Ruhe bewahren und wir haben alles im Griff” auszuspielen, welche ja auch noch funktioniert. Kann und wird sie aber auf Dauer nie können. Immer mehr und immer schneller werden die Aktionen, nein müssen die Aktionen hier von statten gehen. Dies um das System weiter ruhig zu stellen bis es einfach nicht mehr geht. Dann werden die Gesichter lang. Dies alles wird nichts nutzen. Warten Sie noch ein paar Zeiteinheiten, wie lange, kann man sicher schlecht abschätzen, aber die längste Zeit hat dies alles nun schon gedauert.

      Sie können dann mit Sicherheit bald erleben was hier noch kommt. So gesehen war 2008 gerade mal die Aufwärmphase.

      Die Flughäfen und der ganze Konsumzwang, darüber und darunter, ist dem unabdingbaren Aufschuldungszwang geschuldet welches diese aktuelle Geldsystem nun mal fordert. Wären und hätten diese Prozesse, dieses „Konsums“ und der Beschäftigungsprogramm so nicht stattgefunden, wäre das System schon früher zusammen geklappt. Wir leben in einem Schneeballsystem, nichts anderes. Der Zins und Zinseszins sind schlicht nicht zu beherrschen – ein Krebs, das ist der Zinseszins.

    • Don Juan - 3. August 2012

      Lieber Frank,

      Kennst Du das Problem mit der Ketchup-Flasche? Erst passiert nix – und schwupps hast Du den ganzen Teller voll und das Drama ist perfekt! Genau das wird passieren!

      Im Augenblick stecken alle Schulden und Verbindlichkeiten in irgendwelchen Buchhaltungen und sind verbürgt mit Haftungen, durchgreifenden Haftungen und sonstigen Sicherheiten.
      Sollte einer der relavanten Beteiligten diese Einfordern oder auf Gewinnauszahlung von irgendwelchen dämlichen Derivate-Wetten bestehen, ist sofort “Feuer unterm Dach”!

      Schau Dir nur mal die Charakteristik der Target2 Salden an.

      STOPPT endlich den Wahnsinn! -Target2 der BUBA bei +698,567 Mrd. Euro

      oder auch “ganz amüsant” die Nummer mit den Lastwagen hier:

      Es ist also reichlich optimistisch, wenn nicht gar naiv, zu glauben: “Ja, ach so schlimm ist es ja noch gar nicht”!

      Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!

      Best regards
      Don Juan

    • SLE - 3. August 2012

      Wir reden von Europa von den USA und der Weltwirtschaft, nicht wahr!?

      Gruß
      SLE

  • Frankenfurter - 3. August 2012

    “Kann an den Märkten so weiter gemacht werden wie bisher oder bahnt sich bei den Notenbanken ein anderer Kurs an?”

    Ein anderer Kurs der Notenbanken? Die werden weiter Marktpflege im Dienste der Marktbesitzer, betreiben. Was erwarten Sie anderes?

  • Frank Bell - 3. August 2012

    Aber der Langzeitblick zeigt doch, dass diese “Kriselchen” immer nur kurz waren.

    Seit 1950 geht es in den westlichen Staaten immer weiter aufwärts, mit (privatem) Vermögen, grösseren Häusern, besseren Autos, Fortschritten bei den Verkehrsmitteln (Bahn, Flugzeug). Man kann 2 bis 3 Wochen in Urlaub fahren, hat eine gute Gesundheitsversorgung, kann Dinge kaufen, die man nicht benötigt (iPad, iPhone, Handy generell), die PCs sind um längen leistungsfähiger als Großrechner in den 60ern etc. Jede “Krise” war nach wenigen Jahren überstanden, und der anschliessende Boom noch stärker.

    Wer so schlau war, in den 50er oder 60er Jahren Aktien zu kaufen und bis in die 90er oder länger zu halten, konnte satte Gewinne machen, weil die Unternehmensgewinne stiegen – durch die steigende Produktivität und den Fleiss der Menschen.

    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, was da für ein Einbruch kommen soll (und das meine ich im Rückblick auf die letzten 60 Jahre wirklich) – ausser es kommt eine Riesen-Katastrophe wie Krieg oder Bürgerkrieg.

    • Don Juan - 3. August 2012

      Nochmal lieber Frank, 😉

      Hast Du meine empfohlenen Video´s gesehen?

      Ich habe im anderen Thread, da ging´s um diese G30 Nummer beste Hinweise gegeben wie unser Geldsystem tickt! Ich erlaube mir nochmal dies zu kopieren.

      Ich biete hier einen Schnelleinstiegskurs für alle die es wirklich interessiert, wer & was sich hinter dem ganzen Machtkrimi verbirgt. Zum einen ist es der “Goldschmied Fabian”, und ich bitte die Sache Ernst zu nehmen! …es ist auch leichte Kost…;-)

      Als nächstes, und jetzt werden die meisten feststellen wie schlecht ihre Geschichtskenntnisse sind, kommt das “Hallo-Wach-Programm”! Hier gilt es genau zuzuhören! Die Wurzel vielen Übels, der Plan, die “Achse des Bösen” findet man nicht in den Bergen des Hindukusch – vielmehr wenn man verstanden hat, was gewisse Spitzbuben, die mehr durch Weinherstellung bekannt sind so treiben! (Das sind alles Fakten hier im Video – leider etwas dröge vorgetragen)

      Zitat: Mayer Amschel Rothschild: “Gib mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und es ist mir egal wer die Gesetze macht.”

      Zitat: David Rockefellers: “Alles, was wir brauchen, ist die richtige große Krise und die Nationen werden die New World Order akzeptieren.”

      Gruß
      Don Juan

      PS: ich bin übrigen etwas enttäuscht, daß sich niemand traut aus diesem Schach-Beispiel Namen zu nennen für König & Dame 😉

    • Zorro - 3. August 2012

      Sehr geehrter Herr Bell,

      viele können sich das was kommen wird nicht im Ansatz vorstellen. Andere wollen es nicht und schwerlich lässt sich überhaupt zu Gänze abschätzen, was denn alles in Folge passieren wird. Wer eine Glaskugel hat, möge sie uns zeigen. Zu glauben dass dies ohne extreme Reibung abgeht, halte ich für naiv, wenn man in die Geschichtsbücher von 300 Währungsbankrotten in den letzten 1.200 Jahre Historie schaut UND wir waren nie vernetzter, nie zentralistischer aufgestellt als jemals zuvor.

      Nur wie ist denn dieses “aufwärts, immer höher” nur gekommen?

      Mit einem gigantischen Aufschuldungsprozess und ich kann Ihnen nur raten, lesen Sie sich die Links hier – welche doch fortwährend in einer gemeinschaftlichen Kommunikation erarbeitet werden, bitte tiefer eingehend nochmals durch.

      Mich beschleicht das Gefühl, dass dies i.d.R. sehr wenig getan wird und dies ist doch im Grunde schade.

      Es stehen wirklich so viele Querverweise in diesen Links von allen Kommentatoren. Dies sollte genutzt werden denn nur durch einen weiteren Überblick, welcher nur in einem selbst verschafft werden kann, ist diese Krise annähernd zu erfassten und zu begreifen.

      Bedenken sie weiterhin WAS denn die Haupttriebfeder dieses BOOMS gewesen ist… weiterhin ist! Es ist und war nicht das Geld alleine, denn dies war nur das Benzin der ganzen Historie. Nein, der Motor er war und ist die Energie, Öl, Kohle, Gas, Uran… teils Biokraftstoffe und regenerative Energien… diese werden – Stand heute – ein weiter so wie gehabt (Stichwort EROEI „energy return on energy invest“… googeln) in punkto WACHSTUM, nicht im Ansatz für uns erlauben.

      Wir haben die leicht zugänglichen Energiereserven via gespeichertem Sonnenlicht, und nichts anderes sind die fossilen Energieträger, über Jahrmillionen aufgebaut, in Rekordzeit – 150, 200 Jahren – via diesem Geldsystem verbraucht.

      Dies war im Übrigen Teil des Startmodus dieses Blogs 2008 und davor, wenn Sie so lange schon hier mitlesen. Bis dato ist diese Verbindung seitens Politik UND Ökonomie zu 98 % komplett verdrängt! Sie werden keine „namhaften“ Ökonomiker im Mainstream finden, welcher diesen Zusammenhang auf seiner Agenda hat. Und nur am Rande… wussten Staaten nicht mehr weiter… wurde ein Zusammenbuch einer Währung, ultima, immer mit einem Krieg zumindest mit extremen Verwerfungen aufgelöst.

      Alternativen sind schwerlich gewünscht. Auch dies eine für mich ausgemachte Erkenntnis bis dato in der aktuellen, bis heute gelaufenen, Krisenforschung.

  • Georg Trappe - 3. August 2012

    Ich wuerde sagen, dass Zentralbanken, die in den vergangenen fuenf Jahren die Probleme mit den ihnen zur Verfuegung stehenden Mitteln nicht loesen konnten, dies auch in den naechsten fuenf Jahren nicht schaffen werden. Bernanke hat das, zumindestest ansatzweise, bereits realisiert. Bei Draghi bin ich mir nicht ganz sicher, aber es koennte durchaus sein, dass die Notenbankchefs sich vor der Aufgabe sehen, einen Weg zu finden, der es ihnen erlaubt, den “Maerkten” schonend beizubringen, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind.
    Denn bei Licht betrachtet ist das Nettoergebnis der massiven Zentralbankbilanzausweitungen, die diese Herren zu verantworten haben, doch eher bescheiden. Die USA haben es zwar geschafft, aus den negativen Schlagzeilen heraus zu kommen und ihren tiefen Fall zu stoppen aber eine wirkliche Erholung sieht anders aus. Und Europa eskaliert, trotz oder wegen des einen oder anderen “Felsen in der Brandung” und trotz massiver Ausweitung der Bilanz des Eurosystems um mehr als 70% alleine in den letzten 18 Monaten.

    Solange eine tiefergehende, ueberzeugende Ursachenanalyse und daraus abgeleitete Massnahmen fehlen und sich die wirtschaftspolitische Zukunftsvision Europas in nur einem Wort = Eurorettung zusammenfassen laesst, wird sich an diesem traurigen Ergebnis wohl auch nichts aendern.

  • Frank Bell - 3. August 2012

    @ ALL: vielen Dank für die Informationen!

    Mario Draghis Sohn Giacomo arbeitet übrigens bei Morgan Stanley London. Falls sich jemand über die Kurskapriolen wundert…

  • lottchen - 3. August 2012

    Die Fed und die EZB können machen, was sie wollen, solange die Fiskalpolitik mit brachialen Kamikaze-Maßnahmen jede Hoffnung auf Erholung im Keim ersticken.

    Hier ist der neueste Irrsinn.
    “Deutlich verschärfter Sparkurs in Madrid
    Die spanische Regierung erhöht ihre Sparanstrengungen. Statt der bisher geplanten 65 will sie nun 102 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 einsparen.”
    http://www.faz.net/aktuell/neue-haushaltsplaene-deutlich-verschaerfter-sparkurs-in-madrid-11843254.html

    Parallel hierzu haben Italien und Spanien angekündigt, dass sie Hilfsanträge nicht mehr ausschließen.

  • unglaublich - 3. August 2012

    @lottchen

    ..scheint die seltsamen “Märkte” nicht zu interessieren.

    Die Zinsen sinken, die Aktien steigen..

    Realwirtschaftliche Daten, die in der Eurozone unisono gen Süden gehen, werden ausgeblendet.
    Ob Arbeitslosenqoute, Gesamtverschuldung, Schuldentragfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit ..es ist egal, ganz nach dem Motto “Draghi liefert keine Begründung, ok, dann der US-Arbeitsmarkt oder Apple oder wer auch immer”

    Es ist Asche ohne Ende auf den Märkten, die flehen darum irgendwie irgendwo angelegt zu werden. Die absurdesten Begründungen sind noch viel zu seriös um nicht noch mehr irgendwie irgendwo anzulegen.

    Diesen Hype aus der Not heraus kennen wir aus 2000. Garagenbastler sind mit Kohle überschüttet worden, während alteingesessene Unternehmen mit intakter Führungsstruktur und klarer strategischer Ausrichtung als “zu defensiv” gerated wurden.

    Das Ende ist bekannt.

    • lottchen - 3. August 2012

      Das geht nur solange, bis wegen zunehmender Rezession und sozialen Unruhen Spanien weiter abgestuft wird. Dann werden Sie sehen, wie die Spreads in die Höhe schießen.

      Ja, es ist Asche ohne Ende da. Es gibt aber auch Anleger, zum Beispiel Anbieter von privaten Rentenversicherung, die nicht in jedes x-beliebige Unternehmen investieren dürfen, sondern gesetzlich zu bestimmten Anlageformen verpflichtet sind.

  • schnauzevoll - 3. August 2012

    Gold und Öl sind bald wieder auf Rekordhoch. DAX nähert sich (aus welchem Grund auch immer) wieder der 7000er Marke und ich bin schon wieder deprimiert, warum ich bei 5800 nicht eingestiegen bin. Beim nächsten Rückgang auf 6200 stecke ich mein Geld in Gold und Öl. Nein, ich werde es nicht tun, aber ich habe darüber nachgedacht. 😉

  • jl - 4. August 2012

    Sehr geehrter Stefan L. Eichner,

    Ben Bernanke hat wohl noch einen anderen Trumpf in der „Hinterhand“. Die automatischen Einschnitte beim US- Bundeshaushalt, die ab 2013 in Kraft treten, umfassen 1200 Milliarden Dollar. Diese Summe ist zwar auf 10 Jahre gestreckt, aber die Hälfte dieser Einsparungen würde den amerikanischen Militärhaushalt treffen. Der- nicht nur- politische „Aufschrei“ hierzu würde entsprechend groß werden. Wartet er bis 2013 ab- und dies scheint so zu sein- mutiert er über Nacht vom bösen FED Vorsitzenden- dessen Karten nun endlich mal auf den Tisch gelegt werden sollten- zum Retter der amerikanischen Nation. Er müsste die geforderten Einsparungen – politisch gewollt- nur „geschickt umbuchen“. Dieser “Schachzug” würde die amerikanische Politprominenz daran erinnern wer der eigentliche CEO ist.

    Und klar scheint auch zu sein: Die USA können Schulden (noch) exportieren, da deren Geld die Weltreservewährung darstellt. Die EU kann dies nicht, deren Schulden bleiben überwiegend im EU- Raum. Entsprechend können diese „EU- Probleme“ auch nicht- nach amerikanischer Art- „weiter gereicht“ werden. Und genau deshalb steht der Euroraum vornehmlich im Kreuzfeuer- meiner Meinung nach.

    Der internationale Währungskrieg hierzu ist sicher einer gesonderten Betrachtung wert.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • ZwarAber - 4. August 2012

      Sehe ich ähnlich. Zurzeit liegt der Fokus allzu einseitig auf Europa. Ein Zitat dazu:

      Obwohl er weiß, dass ihm die Finanzmärkte an den Lippen hängen und mit scharfen Kurseinbrüchen auf seine Offenheit reagieren könnten, sprach Bernanke die möglichen Konsequenzen vergangene Woche bei seiner Anhörung im Bankenausschuss des Senats offen an: “Wir könnten eine Finanzkrise mit steigenden Zinsen erleben, wie wir sie gerade in Europa beobachten, und das wäre sehr teuer für unsere Volkswirtschaft.”

      Quelle (20.07.2012): http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,845445,00.html

      Lesenswerter Artikel!

  • klaus - 4. August 2012

    Bald sind die Lebensversicherungen und
    Renten ganz weg.
    Hier noch ein Treffer.
    Moodys am 16.Juli 13 Italienische Banken

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9404574/Debt-crisis-Moodys-downgrades-13-Italian-banks.html

    S&P heute 15 Banken.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9450986/Debt-crisis-SandP-downgrades-15-Italian-banks.html
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/S-P-stuft-italienische-Banken-herab-article6889596.html
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/15-banken-herabgestuft-sundp-knoepft-sich-italienische-banken-vor/6961518.html

    Alles harmlos. Blöd nur, das die UniCredit in
    Bayern sehr wichtig ist.
    Wenn da was auf die BayernLB durchschlägt,
    ist politischer Aschermittwoch mitten im Jahr.
    Gut, das S&P die vergessen hat. Puuhhh.

    Aber auch englische Renten sind sicherlich
    nicht besser abgesichert.
    http://www.telegraph.co.uk/finance/personalfinance/pensions/9448830/Pensions-face-death-spiral-says-Ros-Altmann.html

    Ascheinend, rettet man die Banken soweit
    möglich mit dem Emergency Liquidity Program (ELA),
    einem ESM für den man Schimpfe ertragen muß.
    Wenn das nicht reicht, werden die Banken
    schlanker, im Moment sofort, siehe DB.

    Egal wie.
    Geldmengenvergrößerung oder ELA.
    Besonders heftig bei ELA dürfte der
    Verkauf von den Wackel-Hypotheken
    wieder anlaufen.

    Weiß jemand, warum das ELA heißt?
    Es ist doch ein Verscherbeln von Wackel-Hypotheken,
    wobei nur erst die geschätzte Zahlung gedruckt wird
    und danach mit +/- Versteigerung betrieben wird.
    Also ein Fleischwolf, der mit indebted loans
    gefüttert wird und das Geld läuft sofort raus.

    Naja, der Effekt ist wohl das Schlimmere.
    🙁

    • micdinger - 4. August 2012

      Noch etwas passendes aus der Industrie. Die Ratingagentur Standard & Poor´s senkt die Kreditbonität des internationalen Stahlriesen ArcelorMittal auf Junkstatus.

      http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=22869

  • Heiner - 4. August 2012

    Habt ihr jetzt die Kommentarfunktion bei den neueren Artikeln ganz abgeschafft,
    damit keiner mehr euren ideologischen Blödsinn kommentiert?

    • micdinger - 4. August 2012

      Ja, es gab dann leider doch zu viele blödsinnige Kommentare, wie man es an deinem ja selbst sehen kann.

    • Futur - 4. August 2012

      @ Heiner

      Was ist denn, Ihrer Meinung nach, “ideologischer Blödsinn”?

      P.S. Die Kommentarfunktion ist grundsätzlich nur bei den Artikeln von SLE, viele Grüße,
      aktiviert.

    • Querschuss - 4. August 2012

      Hallo Heiner,
      was ist denn der ideologische Blödsinn konkret?

      Vielleicht – das wenn der Staat in einer Rezession massive undifferenzierte Sparmaßnahmen durchführt, dieses nur die Rezession weiter verstärkt und damit auch weitere Kreditausfälle der privaten Haushalte und Unternehmen herbeiführt? Das ist mitnichten eine ideologische Sicht sondern pure Arithmetik.

      Der Kommentarbereich ist nur unter meinen Artikeln nicht verfügbar, dies liegt vor allem an meinem Zeitbudget, dieses gibt es nicht her auch noch einen Kommentarbereich aktiv zu begleiten. Zugegeben, auch meine Motivation mich mit solchen Kommentaren wie deinen auseinanderzusetzen hält sich in Grenzen.

      Gruß Querschuss

  • HansB - 4. August 2012

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob auf den Noten- bzw. Zentralbanken wirklich ein ernstzunehmender Druck lastet. Der Druck an sich, der meinetwegen tatsächlich in gewisser Weise auf die Zentralbanken und deren Vertreter ausgeübt wird, ist wohl eher Ablenkung und Augenwischerei, so etwa, wie wenn ich einen enormen Druck auf einen Backstein ausübe in der Hoffnung, daß dann etwas Orangensaft herauskommt, wenn nur der Druck hoch genug ist.

    Der wahre, der echte Druck lastet letzten Endes doch auf den wenigen noch verbliebenen Nettosteuerzahlern, auf Privatpersonen sowie auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, die (noch) über Eigentum verfügen und die in ihren Unternehmen (noch) Wert zu schöpfen in der Lage sind.

    HansB

  • micdinger - 4. August 2012

    Monopoli mit unbegrenztem Kredit mal wieder in Griechenland.

    Bank A leiht Bank B 100 Millionen. Bank B schreitet zur Erhöhung ihres Aktienkapitals um 100 Millionen, die sie mit den 100 Millionen deckt, welche sie sich bei der Bank A geliehen hat. Somit scheint sofort Bank B ihre Kapitalisierung um 100 Millionen aufgestockt zu haben. “Und was hat unsere arme Bank dabei zu gewinnen?“, wird sich der Repräsentant der Bank A fragen. Darauf antwortet ihm der Schlaumeier: “Aber, das ist doch ganz einfach: die Bank B leiht nun der Bank A 100 Millionen, mit denen Bank A im Rahmen einer Erhöhung ihres Aktienkapitals ihre eigenen Aktien kaufen wird. Dies können die beiden Banken sogar fortgesetzt tun und die selben 100 Millionen hin und her schieben, bis ihr “imaginäres” Kapital den von den Regulierungsbehörden geforderten Rahmen erreicht.” Dann werden die Bankiers dem Schlaumeier ihre letzte Frage stellen: “Und die Zentralbank? Werden uns die Regulierungsbehörden, allgemein, gewähren lassen?“

    Die griechischen anscheinend ja, und die EZB schaut erstmal weg.

    http://www.griechenland-blog.gr/2012/der-schleier-des-schweigens-in-griechenland/9092/

    • Futur - 4. August 2012

      Weil es der Wahrheit dient, hier die Information eines Insiders:

      http://www.welt.de/wirtschaft/article106609236/Im-Notfall-koennte-Griechenland-selbst-Euros-drucken.html

      • lottchen - 4. August 2012

        Das ist keine “Insider-Information”, sondern ein allgemein bekanntes Instrument. Über die ELAs berichtet Querschuss-Steffen hier ständig. Sie wurden auch bisher schon verwendet. Aktuell – heute in der Presse – hat die EZB einen Notkredit über ELA bewilligt und den Kreditrahmen von 3 auf 7 Mrd. erhöht.

  • Zorro - 4. August 2012

    Wir sind auf dem Weg in die Finanzdiktatur! Wann wachen die Bürger endlich in der Masse auf?

    http://www.godmode-trader.de/nachricht/Die-Regierung-hat-gelogen,a2889181.html

    Andreas Hoose spricht Klartext.

  • Futur - 4. August 2012

    Der Grüne Ministerpräsident von Baden Württemberg Winfried Kretschmann will 11.000 Lehrer
    entlassen. Warum wohl?

    Konkret finanziert also der Steuerzahler aus Baden-Württemberg die griechischen, spanischen,…
    Banken! Für die Ausbildung, d.h. die Zukunft seiner Kinder, ist dann kein Geld mehr da!

    Warum wird nicht dagegen demonstriert? Das verstehe ich auch nicht.

    Ich glaube ganz persönlich, ohne dazu aufzurufen, dass nur ganz radikale Maßnahmen helfen würden…so etwas, wie der Hungerstreik in Argentinien, oder die Montagsdemonstrationen in Leipzig. Also, etwas Wirksames…aber soweit sind wir wohl noch nicht!

    • lottchen - 4. August 2012

      > Der Grüne Ministerpräsident von Baden Württemberg Winfried Kretschmann will 11.000 Lehrer
      entlassen. Warum wohl?

      Weil die Schülerzahlen in Baden-Württemberg massiv rückläufig sind.

      • klaus - 5. August 2012

        Vielleicht, weil die Atomkraftwerke zu teuer wurden?

        Vielleicht werden auch die Subventionen bundesweit
        zurückgefahren?

        Gute Zeiten für Immo-Erwerber.
        Ohne Geld vom Staat macht das Dämmen spass.
        Ob Alt, ob Neu. Vor Subventionen hat doch keiner Scheu.

        Das gute Beton-Gold.
        Am besten auf Pump erworben.

        Da geht kein Erwerb für den Finanzierer
        ohne Träne ab.

        Dann darf man das auch diese
        Lücke wieder gesetzmäßig ausbessern.

        So langsam fängt es an zu boomen.

        😉

        • lottchen - 5. August 2012

          Was genau haben jetzt Atomkraftwerke mit den Schülerzahlen zu tun? Haushaltsmittel sind im zweckgebunden.

          Die Planungen, die Lehrerzahlen runterzufahren, stammen noch von der Vorgängerregierung, die von möglichen EnBW-Verlusten gar nichts wusste (und auch nicht von EFSF und ESM). Abgesehen davon, dass die EnBW-Verluste im Moment gar nicht quantifizierbar sind.

    • Zorro - 5. August 2012

      Futur – als Ergänzung diese Studie

      http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary2855/Lehrerbedarfsprognose2015.pdf

      Gruß

  • klaus - 5. August 2012

    Das ELA – Emergency Liquidity Assistence Programm
    ist ganz neu!

    Keiner weiß davon !
    Nur Eingeweihte !

    http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/8723588/Greece-forced-to-tap-emergency-fund.html

    http://openeuropeblog.blogspot.com/2012/02/selective-greek-default-and-some.html
    http://www.bloomberg.com/news/2012-05-24/frozen-europe-means-ecb-must-resort-to-ela-as-finance-lights-dim.html
    http://www.reuters.com/article/2012/02/28/us-ecb-greece-collateral-idUSTRE81R0FZ20120228

    Und hier in seiner Funktion.

    Das geheime INFLATIONS-LOCH

    http://politeia-dbase.blogspot.com/2008/06/building-of-state-of-europe-eu-navy.html

    Also eine völlig unbekannte Sache.
    Hat schon der Opa beim Enkel gemacht,
    wenn der Vater knauserig war.

    Tja, und mittlerweile hat sich Draghi über
    den bösen Betonkopf-Vater Weidmann mit
    Namensnennung geäußert.

    Da wird wohl das ELA bis 12.September bis
    weiter benutzt.
    Und da die Geldmenge wohl etwas knapp ist,
    wird erst gedruckt und dann verkauft.

    Tja, sonst gibt es dieses Jahr keinen Bonus
    und keine Dividende.

    Vielleicht bin ich ja ein Schwarzseher.

    😉

    • lottchen - 5. August 2012

      Nein, zum dritten Mal jetzt. Das ELA-Programm ist nicht “ganz neu” und auch nicht “ganz geheim”, auch wenn Telegraph und WO das noch zweiundreißig Mal wiederholen. Das ELA-Programm existiert seit Bestand der Währungsunion und steht sogar in der Wikipedia drin.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Emergency_Liquidity_Assistance

      Das ELA-Programm ist nicht einmal erstmalig in Betrieb. Steffen berichtet seit Jahr und Tag darüber.

      Mein Gott, es fällt doch auch jeder auf jede vermeintliche Sensationsmeldung über irgendwelche “Geheimprogramme” rein. Wenn nur irgendwer schreit, “geheim!” und “nur Eingeweihten zugänglich!” wird es sofort geglaubt – hach, wie aufregend, man weiß wieder mal was, was man nicht wissen sollte! Zu dumm nur, dass man es seit Jahr und Tag in den offiziellen EZB-Veröffentlichungen nachlesen kann.

      • Don Juan - 5. August 2012

        @ lottchen, @all,

        liebes lottchen, Du bist ein „Schlitzohr“ 😉

        Du bist schnell bei der Sache und am tippen, wenn Du ein posting entdeckst, wo Kommentatoren sich nicht in alle Winkel des Netzes durchgelesen haben und das ELA-SYSTEM noch nicht kannten oder Du keck feststellt: „Haushaltsmittel sind zweckgebunden“! Hier trumphst Du auf und glänzt mit scharfen Meldungen.
        Der ein oder andere Autor könnte sich aufgrund deiner Antworten schon brüskiert fühlen – ich mahne zur „Sensibilisierung“ – nicht, daß Du eines Tages der Zensur zum Opfer fällst.

        Du magst zwar mit scharfsinnigem Detailwissen glänzen, jedoch wer hätte jemals gedacht, daß mit Deutscher Haftung private spanische Banken gerettet werden müssen?
        Du siehst, die Gesetzgebung ist volatil geworden. Vielleicht bekommen wir bald Notstandsverordnungen – mal sehen, für was deine zweckgebundenen Haushaltsmittel dann herhalten müssen 😉

        Ich gehöre, wie Du auch, zur Gruppe der erklärten Kritiker von Verschwörungen und deren Theorien. Doch zappalott, liefert uns das System ein Rätsel, welches seid seiner Erfindung nie friedlich gelöst wurde: „Unser Zins und Zinseszins basierendes Geldsystem“

        Unser geschätzter „Dirk Müller“ von cashkurs hat hierzu eine interessante Beobachtung gemacht: (ich zitiere)

        Wir begeben uns 2000 Jahre in die Vergangenheit, und stellen Sie sich folgendes vor, Joseph hätte für seinen Sohn Jesus einen einzigen Eurocent – so es ihn damals gegeben hätte – angelegt bei der Volksbank von Judäa. Er hat ein Sparbuch eröffnet und einen tollen Zins von 5 Prozent ausgehandelt. Dann ging das Sparbuch in den Wirren der Geschichte verloren, und Sie finden dieses Sparbuch nun beim Aufräumen im Keller. „Hey, schau mal! ein alter Papyrus …mit Volksbanklogo…“ Am nächsten Morgen stehen Sie erwartungsvoll vor dem Bankverkäufer Ihres Vertrauens und bitten ihn: „Tragen Sie mir bitte die Zinsen nach“ Vergessen wir solch Nebensächlichkeiten wie Verjährungsfristen und Inflation.
        Was schätzen Sie, welches Vermögen Ihnen nun nach 2000 Jahren Zins und Zinseszins zur Verfügung stehen würde?
        Beim aktuellen Goldpreis von etwa 1000,- € pro Unze (schon etwas her) wären das grob 191 Millionen Weltkugeln aus puren Gold. Wer es gerne wärmer hätte, für den wären es alternativ 573000 Sonnen und ein paar Monde je nach Wechelkurs! (Zitat ende)

        So, liebes lottchen! Bei diesem Thema und ich habe hier schon hervorragende links gegeben, wirst Du ganz leise und sagst keinen „Piep“ mehr!

        Und DAS, liebe Leser und auch verehrter SLE, ist leider das Kernproblem, welches von nun an niemand mehr bei jeglicher Berichterstattung aus seinem Hinterkopf verlieren möge!

        Wir müssen uns dieser Thematik stellen – es ist keine Verschwörung – es wirkt nur auf jeden einzelnen Menschen so unglaublich, dass er hofft, es müsse eine Verschwörung sein!

        Best regards
        Don Juan

        • lottchen - 5. August 2012

          @Don Juan
          Es geht nicht darum, dass irgendwo in irgendeiner Ecke des www von ELAs die Rede war. Es ist HIER, auf dieser Webseite, regelmäßig von ELAs die Rede. Wenn das dann in den Kommentaren hier als “völlige Neuigkeit” und “großes Geheimnis” auftaucht, dann frage ich mich schon, ob die Blogbeiträge hier überhaupt gelesen werden – oder ob der Blog nur als Forum zum Abgeben eigener “Meldungen” verwendet wird. Dass ich selber vorher schon mindestens zweimal drauf verwiesen habe, dass es die ELAs schon lange gibt – darunter in einem Beitrag grade mal ein halbes Dutzend weiter oben, sei nur am Rande erwähnt.

          Was ist an der Binsenweisheit, dass Haushaltsmittel zweckgebunden sind und nicht einfach mal eben von Atomkraftwerken auf Lehrerstellen umgewidmet werden können, eine “scharfe Meldung”? Soll man offensichtlichen Blödsinn Ihrer Ansicht nach einfach unkommentiert stehen lassen?

          Ihr Dirk Müller-Beispiel ist nun auch nichts, von dem keiner jemals was gehört hat. Nicht nur, dass der Müller es seit ca drei Jahren überall erzählt, wo er aufscheint, der Zinseszins-Effekt wird auch hier regelmäßig erwähnt.

          Also halten Sie mal den Ball flach mit Ihren erzieherischen Maßnahmen. Was den Ton und Diskussionsstil angeht, kehren Sie erstmal vor Ihrer eigenen Tür.

          • Don Juan - 5. August 2012

            @lottchen

            Nun gut, wir werden uns sicher einig, daß je nach Bildungsstand, Informationsstand und persönlichem Geschick des Schreibstils, der eine oder andere Leser sich freut, wenn er der Allgemeinheit etwas – aus seiner Sicht – mitteilungswertes posten kann.

            Das es hierbei zu Wiederholungen kommt lässt sich leider kaum vermeiden. Wir haben hier auf “Querschüsse” leider keine Suchfunktion…! Auch ein Endlos-Thread hat seine Tücken.

            Es sei natürlich erlaubt Fehlinformationen zu berichtigen. Allerdings ist es geradezu ulkig über die Einhaltung von Haushaltsmittel zu debattieren, wo unsere Regierung im Walzer-Rhythmus rote Linien versucht zu überschreiten, offensichtlich flunkert (siehe ESM Haftung) und ein Füllhorn an neuen Problemen schafft, ohne sich dem Hauptproblem zu stellen!

            Ein Herr Dirk Müller (man mag ihn mögen oder nicht) hat sicher tiefere Einblicke wie wir beide zusammen – spricht Klartext – und das mag “mantrahaft” klingen – kommt aber dem Kernproblem näher, als das ganze Drumherumgeschwafel.

            Mit Argusaugen kann ich jeden hier beobachten, der die traurige Wahrheit wenigstens begriffen
            hat, wenn sie auch selbst nicht zu lösen im Stande ist. (Trotzdem vollen Respekt!)

            Ernüchternd daher, trotz ihres Detailwissens, den klaren Eindruck zu gewinnen Sie meilenweit vom wahren Kern der Sache entfernt zu sehen! Es sie denn, sie repräsentieren “die Elite” selbst und sind gezwungen den systemischen Verstrickungen noch ein paar Wollmaschen hinzuzufügen!

            Ich werde das weiterhin beobachten.

            Mit sportlichen Grüßen
            Don Juan

          • klaus - 5. August 2012

            @lottchen

            Völlig richtig. Haushaltsmittel sind zweckgebunden.

            Blöd nur, das in jedem Haushalt ein Opportunity Prinzip herrscht,
            da nicht ausreichend Geld zur Verfügung ist oder durch
            Missetaten verschleudert wurde.

            Wer nur 5 Euro hat, sollte sich wohl überlegen, ob er die
            schwäbische Bahn oder 2 Öttinger bis nach Hause braucht.

            Schätze mal, das auf kurz oder lang selbst Ministerin Schröder
            mit dem Opportunity Cost-Prinzip Bekanntschaft macht.
            Dann ist das Erziehungsgeld weg.
            Schließlich wird ja dafür der Euro dann gerettet.

            Und auch Zweckgebundenes muß nicht zwangsweise
            weitergefördert werden !

            Mir fällt da ganz spontan die Solarbranche ein.

            Wenn wirtschaftliche Zwänge herrschen, wir wohl
            bei einigen staatl. Zusicherungen der Umfang und
            auch die Bewilligung anders aussehen.
            Wenn gleich kaum die Gründe genannt werden.

            Oder glaubt jemand, das die Kosten des Flugplatzes Berlin so
            ganz ohne Schramme für die Berliner Bürger abgeht?

            Vielleicht hören wir ja bald von Richling mehr dazu.
            Der macht die Schwaben soo schön nach.
            Besonders den Grrrrrretschmann.

            😉

          • lottchen - 5. August 2012

            @Don Juan
            Ich sehe schon, mit Ihrem überlegenen Intellekt kann ich es eh nicht aufnehmen, deshalb spare ich mir die Antwort.

            @klaus
            Nichts von diesen Was-Wäre-Wenn Überlegungen ist auf die angesprochene Maßnahme (Lehrerstellen werden gekürzt, weil Atomkraftwerke zu teuer werden) anwendbar. Die Atomkraftwerke gehören der EnBW, deren Verluste momentan noch nicht einmal im Landeshaushalt auftauchen. Die Pläne zur Lehrerstellenstreichung stammen aus einer Zeit, als weder von EnBW-Kauf noch von Energiewende die Rede gewesen ist. Eine kurzfristige Umwidmung von Haushaltsmitteln ist haushaltsrechtlich nicht möglich.

            Warum verteidigen Sie eine abwegige Behauptung, anstatt einfach zuzugeben, dass sie abwegig ist?

        • SLE - 5. August 2012

          Hallo Don Juan,

          geht´s auch ein bisschen weniger überheblich?

          Grüße
          SLE

          • Don Juan - 5. August 2012

            Hallo SLE,

            Don Juan eben, es liegt in der Natur meines Avatars 😉

            Ich gelobe Milderung.

            Beste Grüße
            Don Juan

          • lottchen - 5. August 2012

            Ich bewundere Ihren Langmut mit dieser Armee von Erleuchteten hier.

          • Zorro - 6. August 2012

            lottchen – dies ist wirklich anmaßend Ihrerseits. Unsachlich und anmaßend.

          • lottchen - 6. August 2012

            Splitter – Balken?
            Weiter ob schrieb jemand, die Zusammenhänge seien nur Erleuchteten ersichtlich.

          • lottchen - 6. August 2012

            Wenn wir schon beim Thema Anmaßung sind: Vielleicht überlegen Sie sich einmal, was für eine ungeheuerliche Anmaßung es darstellt, eine komplette Wissenschaftsdisziplin samt aller darin Ausgebildeten als religiös verblendet, ideologisch indoktriniert, inkompetent… etc abzuqualifizieren und zu glauben, man selber habe die alleinige Wahrheit und die Universallösung aller Probleme gepachtet.

          • Zorro - 6. August 2012

            lottchen – darüber liesse sich noch diskutieren, aber Ihre Versuche einer Keiltreiberei und hier SLE mit ins Boot zu nehmen, aka Zitat: “Ich bewundere Ihren Langmut mit dieser Armee von Erleuchteten hier.” ist nur eines – schwach. Gruß.

            • SLE - 6. August 2012

              Es wäre schön, wenn wir uns solche Diskussionen einfach sparen könnten. Die kosten einfach nur Zeit und erbringen gar nichts.

              Grüße
              SLE

          • lottchen - 6. August 2012

            Lieber Zorro, einfach den Gesprächsverlauf nochmal lesen, im Hinblick darauf, wer wen versucht hat ins Boot zu holen. Splitter – Balken, wissen Sie?

          • Zorro - 6. August 2012

            Schwach. Es bleibt dabei. Egal wer wie anfängt. Splitter und Balken sind aus dem selben Holz. Aber es wird nichts nutzen, wir beide kommen nie zusammen. Zu starke Egos. Zwei Meinungen. Darum plädiere ich niemanden ins Boot zu holen und sachargumentativ zu bleiben. Weniger Spitzfindigkeit. Dies sollte doch auch Ihnen möglich sein. Ihr Ton ist mitunter ebenfalls alles andere als ungiftig. Das was sie anderen vorwerfen tun sie selbst desöftern. Mit 25 Jahren Erfahrung in der Öknomie müssten Sie hier etliches beitragen können. Dann bitte weiter dahingehend. Dann kann und werde ich meine Sicht der Dinge anbringen. Dies der Sinn eines Blogs. Oder? Im Grunde wäre es wünschenswert nicht fortwährend die Ellenbogen auszufahren, sondern auch mal argumentativ sich seinem Gegenüber auseinander zu setzen oder es einfach in Bezug eban mal auch zu unterlassen. Sie weichen – und ich muss ich DJ recht geben – vielem schlicht nur aus. Plakativ abgewehrt mit billigen Floskeln. Auch dies müsste doch anders lösbar sein. Gruß.

            • SLE - 6. August 2012

              Meine Kommentare sind nie polemisch und wenn ich mal wirklich kritisch mit einem Kommentator umgehe, dann hat er dazu zuvor auch mehrfach Anlass gegeben. Ich wehre auch nichts mit billigen Floskeln ab. Allerdings müssen Sie einen Unterschied zwischen Aufsatz und Diskussion über den Aufsatz machen. Wenn die Diskussion zu weit weg vom Thema und den Inhalten des Aufsatzes führt, dann lasse ich mich mithin natürlich nicht darauf ein. Es ist mir auch aus zeitlichen Gründen nicht immer möglich auf alles einzugehen und wenn ich das bereits in früheren Aufsätzen erläutert und in den dazugehörigen Threads dazu Stellung bezogen habe, dann macht das auch wenig Sinn – besonders dann nicht, wenn zu erkennen ist, dass jemand sich gar nicht die Mühe macht sich zu orientieren, was ich dazu bereits geschrieben habe. Die Kommentarfunktion zuzulassen, bedeutet viel Aufwand – woran vielleicht nicht jeder denkt. Ich muss mir gezwungenermaßen immer die Frage stellen, wo die Grenze für mich liegt, was ich leisten kann und hier auch leisten will. Es gibt hier keinen Anspruch auf Leistungen meinerseits.

              Viele Grüße
              SLE

          • lottchen - 6. August 2012

            War wohl nichts mit der Übereinkunft…

          • lottchen - 6. August 2012

            Es ist vollkommen sinnlos, sich mit jemandem auseinanderzusetzen, der jeden normalsterblichen Ökonomen von vornherein als religiös verblendet, ideologisch indoktriniert, hoffnungslos naiv etc. etc. abqualifiziert und glaubt, im Alleinbesitz der Wahrheit zu sein. Gegen eine solche Haltung kann ich nicht an-argumentieren – will ich auch gar nicht. Dazu sind mir Zeit, Nerven und Energie zu schade.

            Da das mit der Übereinkunft wohl nichts mehr wird und ich es leid bin, alle Naselang von Ihnen attackiert zu werden, werde ich mich fortan aufs Lesen beschränken.

          • Zorro - 6. August 2012

            SLE – mein letzte Kommentar galt nicht im Ansatz Ihnen sondern lottchen.

            lottchen – mit Ihren Aussagen sich auseinander zu setzten ist nicht machbar. Rest ist geschrieben.

          • Zorro - 6. August 2012

            lottchen – was mich mal wirklich interessieren würde Ihrerseits:

            ganz konkret und ernsthaft gemeint – Annahme Sie hätten die Verantwortung,

            – welchen Maßnahmenkatalog würden Sie vorgeben um die Krise in den Griff zu bekommen?
            – wäre diese Krise Ihre Ansicht nach überhaupt zu überwinden?Stichwort Aufschuldungszwang, sehen Sie diesen systemisch ja oder nein?
            – sehen Sie einen Vorteil in einer Vereinigung der Staaten in einem Europa und wenn ja warum?
            – was würden Sie politisch angehen um diese Krise nicht wieder zu erhalten?
            – können Sie ein VWL Modell angeben, was nach Ihrer Ansicht nach eine Wiederholung bei “korrekter” Anwendung im System, sprich eine erneute Krise unmöglich machen würde?

            Sehr gerne auch ausführlich und ich bin wirklich nun gespannt ob Sie mal Butter bei die Fische geben können oder nur wieder mal ausweichen. Besten Gruß

          • lottchen - 6. August 2012

            @Zorro
            Ich glaube, ich habe mich klar und deutlich genug ausgedrückt. Ich bin nicht bereit, mich mit Ihnen und Ihrer Hybris auseinanderzusetzen.

            Wenn Sie sich für klüger halten als die Besten unseres Fachs, und bei denen keine Lösungsvorschläge finden, die für Sie bedenkensewrt sind, dann kann ich als kleine normalsterbliche Ökonomin Ihrem überlegenen Wissen sicher auch nichts hinzufügen.

            Ich habe keine allgemeingültigen Wahrheiten, keine Patentrezepte und keine todsicheren Universalrezepte, die alle Probleme mit einem Handschlag lösen. Da geht es mir ganz wie den Rest der seriösen Wissenschaftler meiner Profession. Allenfalls einige Lösungsansätze, die ich auch nicht erfunden habe, sondern die man bei Leuten wie Roubini, Hellwig, Krugman etc. nachlesen kann. Aber die sind Ihnen ja nach Ihrer eigenen Aussage allesamt bekannt.

          • lottchen - 6. August 2012

            Mal eine Frage, @Zorro: Haben Sie schonmal in der wirtschaftspolitischen Beratung ein Projekt gemacht?

            Die ganzen Überlegungen über die Abschaffung des Zinseszinses und Etablierung alternativer Geldsysteme sind ja als akademische Turnübung ganz nett. Das als Krisenlösung zu verkaufen ist aber schlichtweg unlauter. Warum?

            Was meinen Sie mit “wenn Sie politische Verantwortung hätten”? Wollen Sie eine weltweite Diktatur ausrufen? Andernfalls sind sämtliche Überlegungen, soweit sie als Krisenbewältigung gedacht sind, geistige Selbstbefriedigung, mehr nicht.

            Mal ein paar Sachen, was ich richtig fände, in Angriff zu nehmen.
            – Eine EU-weite Finanztransaktionssteuer, die Besteuerung von Derivaten einschließt. Geht nicht, ist mit UK, Schweden, Irland nicht umsetzbar.
            – Verbot von ungedeckten Derivaten und Leerverkäufen EU-Weit. Geht nicht, ist mit UK, Schweden, Irland nicht umsetzbar.
            – Direkte Vergabe von Krediten an Länder unter dem Rettungsschirm durch die EZB, ohne Umweg über die Banken. Braucht eine einstimmige Änderung der Verträge über die EZB – ist mit Sicherheit nicht umsetzbar.
            – Umbau des Target-Systems, indem eine Deckelung und Ausgleichsverpflichtung nach Vorbild USA eingeführt wird. Geht nicht, ist mit den Mehrheiten im EZB-Rat nicht durchsetzbar.

            Selbst diese vergleichsweise minimalinvasiven Eingriffe sind politisch nicht durchsetzbar. Hirngespinste aufstellen und Luftschlösser bauen kann jeder. Politikberatung in einer Demokratie heißt, man muss Mehrheiten organisieren, und das gilt im vorliegenden Fall international. Krisenberatung, die ihren Namen verdient, muss praktikabel und politisch mehrheitsfähig sein, und zwar hier und heute, nicht irgendwann in 50 Jahren einmal,

          • lottchen - 6. August 2012

            Deshalb machen die Ökonomen, die als wirtschaftspolitische Berater auftreten und auf die Sie so arrogant herabsehen, keine “großen Würfe” und grundlegend systemverändernden Vorschläge. Nicht weil sie zu dumm und zu unfähig oder zu korrupt dazu sind. Sondern weil es für sie nicht damit getan ist, die Maulhelden zu spielen, sondern sie Vorschläge liefern müssen, die im hier und heute tatsächlich praktikabel sind.

          • Zorro - 6. August 2012

            lottchen – wenn ich jetzt mal wieder Ihre provokanten Versuche der Diskreditierung abziehe Dank für die Antwort.

            1.) Sie haben nicht den Mut gehabt auf nur EINE einzige Frage richtig einzugehen. Nur heisse Luft und Wortfetzen, indirekte Angriffe, sowie erweitert Ihre alte Überheblichkeit, welche Sie anderen fortwährend vorwerfen. Sowie die schon angesprochenen wiederholten Versuche der Diskreditierung erweitert. Somit ist dies alles von Ihnen, ich habe es vermutet.

            2.) Bitte verwechseln Sie nie den Bezahlökonomen, den Bezahlwissenschaftler, welche von einer Förderung der Wohltäter schlicht abhängig sind in Ihren Budgets und in Ihren Etats UND diesen somit in erweiterter Form auch wohlwollend gerne zuarbeiten. Gerne wieder im Konter Ihrerseits dies sei VT. Zumindest könnte ich mir solch eine lottchen Antwort gut vorstellen.

            3.) Nein, ich habe kein wirtschaftlich, politisches Beratungsprojekt gemacht, sondern mehrere erfolgreiche Unternehmen aufgebaut und viele tausend Stunden studiert. Dies weil ich jede Menge Zeit darin investiert habe. In Breite und in Tiefe, In Theorie und Praxis.

            Somit ist mein Bild über Ihrer Sicht und Denke, in Ökonomie und vielem mehr nun komplett.

          • lottchen - 6. August 2012

            Ja, meinetwegen. Ich war jahrelang in der wirtschaftspolitischen Beratung, das was Sie vermutlich “Bezahl-Ökonomin” nennen würden, und weiß ziemlich gut, was da läuft und was VT ist.

            Ihre Fragen waren beantwortet mit der Aussage, dass ich im Gegensatz zu Ihnen keine Patentrezepte habe und dass man ohne Ausrufen einer Diktatur keine weltverändernden Entwürfe umsetzen kann. Tut mir leid, wenn dies zu unangenehm für Sie ist.

            Von mir aus nennen Sie mich weiter feige, bezichtigen Sie mich gerne auch noch der Korruption, und was noch alles in Ihr verdrehtes Weltbild passt. Sie wissen ja ohnehin alles besser. Ihr Bild von der Ökonomie ist komplett – mein Gott, wenn das kein Beweis der Hybris ist, was soll dann noch einer sein. Ich überlasse jetzt Ihnen und dem Rest der Erleuchteten hier das Feld.

  • Futur - 5. August 2012

    @ Zorro

    Vielen Dank für den Link!

    Grün-Rot setzt wegen massiven Spardrucks in Baden-Württemberg in den Schulen den Rotstift an:
    http://www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/kretschmann-11-600-lehrer-fallen-weg-1.642895

    GEW-Landesvorsitzende Moritz: “Die Landesregierung habe “bessere Bildung für alle” versprochen.
    Jetzt, mit der geplanten Streichung von 11600 Lehrerstellen, werde sie es noch nicht mal schaffen, den Satus quo der schlechten Bildungspolitik von CDU und FDP zu halten”.

    Mit unseren Steuergeldern werden also eher spanische, griechische,…Banken finanziert und an der
    Ausbildung der Kinder wird gespart!

    In Spanien kann man riesige, fertiggestellte, völlig unverkäufliche Feriensiedlungen besichtigen. Z.B. Terrassen mit Whirlpool direkt an der Durchfahrtsstraße, usw.,
    Es ist absolut an jedem Bedarf vorbei gebaut worden.

    @ Don Juan, Zorro

    Das Geldsystem ist das eigentliche Problem!
    Was meinen Sie, wie sollte ein besseres Geldsystem
    konstruiert sein? Als Schwundgeldsystem? Ganz ohne Zinsen? Mit einer Bindung an ein Edelmetall?

    MLG
    Futur

    • Zorro - 6. August 2012

      Futur – jegliches Geldsystem unter Zins, folglich Eigentumsökonomie hat einen eingebauten Zerfall, eben über den Zins selbst. Auch wenn noch so gerudert wird seitens jeglicher Ökonomen, er ist nicht in den Griff zu bekommen. Somit ist die Eigentumsökonomie nicht in den Griff zu bekommen. Die Umverteilung wird immer in einem Konzentrationsprozess enden, der Staat als Machtkonstrukt in seinem Bestreben des Erhalts, wird immer diese Umverteilung wieder per Dekret – Zwang – zurückdrehen.

      Sollten alle Stricke reissen, war und ist Krieg ein “wundersames” Mittel der Problemlösung. Dies dies wohl die härteste Art dasMachtkonstrukt zu nutzen. Ein zinsbasiertes System unter dem Terminus Eigentum ist ein System der Umverteilung, egal welche Farbe man diesem schlussendlich gibt. Nun ist es schlicht momentan unmöglich das Thema Eigentum auch nur ansatzweise in der heutigen Form in Frage zu stellen. Hier gibt keiner freiwillig ab – was über die lange Konditionierung über Generationen auch absolut verständlich. Steffen würde mich wohl hier wieder darauf aufmerksam machen, dass es eben quasi utopisch sei. Dies ist mir im Grunde bewusst und eine andere Verteilung als dieser völlig aus dem Ruder gelaufene Neoliberalismus würde mit Sicherheit eine Verlängerung des Geldsystems erlauben. Ebenso würde es eine Verlängerung geben, würde Keynes in seiner zweiten Hälfte – spare in der Zeit, dann hast Du in der Not – auch mal angewendet. Dies war nie der Fall. Alleine über den Zins lassen sich dermassen kontroverse Diskussionen führen welche immer in dieselbe Sackgasse führen.

      Ein zweites Problem kommt hinzu – hier im Blog schon etliche male erwähnt – was ist wirklich der Grund für unser aller Wohlstand.. es ist doch nicht das Geld alleine und dessen Lenkungsmöglichkeit, sofern vorhanden. Geld ist wie beschrieben nur das Benzin im Motor welcher über die frei verfügbaren, günstigen Energieressourcen zu beschreiben wäre. Geld ohne Energie fertigt keinen Tisch, kein Auto, keine Landmaschine, keine Automation… alles Energiesklaven welche den Motor darstellen. Geld ist das Benzin. Die Aufgabe des Glass Steagall Acts 1999 – nur als eines von vielen Beispielen – war der Turbo. Ebenfalls der Euro, wo die Schuldsituation der Südschiene so richtig Feuer gefangen hatte. Niedrige Zinsen, nicht gerechtfertigt, Feuer frei… so war das nunmal.

      Die frei verfügbaren Energieressourcen, Erdöl, Kohle, Gas, Uran etc. sind der Schlüssel zur Wirtschaft. KEINE VWL Theorie des aktuellen Mainstreams bezieht diesen Faktor mit ein – für alle Ökonomen ist diese Energie Gott gegeben, klar vorhanden. Es wird nicht drüber nachgedacht. In keiner Gleichung eingebaut. ABER die Energie bestimmt das wirtschaften in der Makroebene. Die Energie muss günstig sein, günstig in seiner Erreichbarkeit. Jeden Tag. Nun haben wir aber die leicht erreichbaren Reserven längst verbraucht. Bitte die Gesetze der Thermodynamik betrachten. Energie geht nie verloren, jedoch sie wird gebraucht, um nur schon aus verbrauchten Rohstoffen diese wieder zu recyceln um aus den alten, neue Produkte herzustellen. Bsp, um Stahl wieder zu schmelzen und neue Produkte daraus zu erzeugen… diese Umwandlungsenergie wird gebraucht.

      Unsere aktuelle Konditionierung heisst aber von der Schule bis zum Studium und im Beruf – Wachstum, Wachstum.. damit begründen 98 % der Menschen im aktiven Wirtschaftskreislauf ihr Dasein. Arbeit ist zum maßgeblichen Mittelpunkt des Lebens geworden. Sie soll Spaß machen, individuell sein etc.

      Somit müsste ein funktionierendes Geldsystem hier ansetzten und diesen Teil der Energie mit in die Rechnung einbeziehen… und die Menschen müssten vom Mittelpunkt dieser Arbeit wieder abweichen, denn diesen Fußabdruck halten wir auf Dauer einfach nicht aus. In knapp ca. 200 Jahren haben wir die erste, leicht erreichbare Hälfte der Umwandlungsenergie verbraucht. Die zweite Hälfte ist schon wesentlich schwerer zu erreichen. 200 Jahre Verbrauch, aufgebaut über Jahrmillionen Futur… und es spielt keine Rolle mehr ob Peak Oil etc. Peak andere Energien, jetzt statt findet oder in 30 Jahren. 30 Jahre sind nichts in dieser Zeitrechnung.

      Fazit: Eine sehr komplexe Materie. Aber ich sehe einzig noch den radikalen Weg hin zu einer natürliche Wirtschaftsordnung als überhaupt gangbar an. Alles anders ist selbstverständlich machbar – immer und immer wieder in der Schleife. Das Ergebnis der gesamten Geld- und Finanzhistorie ist schlicht niederschmetternd. Vordergründig könnten wir das noch mal versuchen. Tun wir vermutlich auch. Es wird uns gesagt, man hätte Fehler gemacht, die würde man nun nicht mehr machen. Mit Sicherheit, wäre dies viel leichter zu erreichen, wie über einen größeren Schritt nachzudenken. Der Preis in der nächsten Runde wäre mit Sicherheit die Ausdehnung des Staates. Das klassische Wechselspiel der letzten Jahrzehnte wieder Richtung Sozialismus – in neuem Gewand. Dem Gegenpart des bestehenden Neoliberalismus – nun halt suggeriert, funktionierend.

      Ich glaube eben nicht, denn der Preis wäre nun noch mehr Staat, noch mehr Kontrolle, mehr Zentralismus, mehr Macht konzentriert und somit mehr menschlichem Versagen. Mehr Korruption der Macht. Somit erfolgt genau politisch dieser Weg – mehr Flucht nach vorne. Die vereinigten Staaten von Europa und dabei wird es nicht bleiben, denn das Grundproblem ist nie angegangen worden. Aber diese Richtung der natürlichen Wirtschaftsordnung als möglichst lange Zeiteinheit wo es funktioniert, ist nicht auf der Agenda der Politik und auch wohl wenig der Bürger. Es gibt da nämlich weniger zu verteilen.

    • Zorro - 6. August 2012

      Futur – habe gestern einen langen Text geschrieben, kommt aber irgendwie nicht? Obwohl gesendet… und abgegangen. Deweles hat die Antwort, welche ich für richtig erachte. Eine natürliche Wirtschaftsordnung unter einer neuen Eigentumsökonomie. Sprich einer neuen Nutzung des Bodenrechts. Aber zuviel Opium für´s Volk in vielerelei Hinsicht verhindert diesen Weg leider bis heute.

  • lottchen - 5. August 2012

    Die bizarren Sparvorschläge der spanischen Regierung
    http://www.welt.de/wirtschaft/article108485275/Die-bizarren-Sparvorschlaege-der-spanischen-Regierung.html
    “Der Sparzwang, der auf den Regionen lastet, nimmt teilweise bizarre Formen an. So will Katalonien künftig eine Art Steuer für Lunchpakete einführen. Immer mehr Eltern verzichten nämlich auf das kostenpflichtige Mittagessen an der Schule und geben ihren Kindern lieber eine selbst gemachte Mahlzeit mit. Doch die Schulleiter rechneten jetzt vor, dass weiterhin Kosten für Mikrowelle, Platzbenutzung und Reinigungspersonal anfällt und wollen bei den Kindern pro Tag drei Euro abkassieren.”

    Überall nur Irre an der Regierung.

  • Eurelios - 5. August 2012

    Überall nur Irre an der Regierung.

    Tja lottchen wenn es so weitergeht wird es nicht mehr lange dauer bis folgendes
    passiert.

    http://www.google.de/imgres?q=massenselbstmord+jonestown+1978&um=1&hl=de&sa=N&tbm=isch&tbnid=oZurSBdhHgkCuM:&imgrefurl=http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/875831/bilder/image_main/&docid=LWBdMnkd1CPcbM&imgurl=http://www.dradio.de/images/37472/landscape/&w=448&h=336&ei=kKQeUPT2EbSL4gT34YHADg&zoom=1&iact=hc&vpx=383&vpy=207&dur=221&hovh=194&hovw=259&tx=134&ty=117&sig=105739068733685082356&page=1&tbnh=138&tbnw=188&start=0&ndsp=30&ved=1t:429,r:1,s:0,i:75&biw=1441&bih=809

    Dann haben der IWF und unser derzeitiges perfiedes Geldsystem ganze Arbeit geleistet und
    die sehr wenigen Geldeliten können sogar mit Stolz behaupten das sie damit die Umweltzerstörung schlagartig gestoppt haben.

    Ich weis es ist sehr übespitzt aber in der Sache könnte es das Ziel der ganz wenigen
    Geldeliten sein.

    • Frank Bell - 6. August 2012

      Die Behauptung, in Jonestown hätte es einen “Massenselbstmord” gegeben, wird durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer.
      KEIN EINZIGES Kind dort hat freiwillig das Gift geschluckt, wie man unschwer auf den Tonbandaufnahmen hören kann!
      Und selbst bei den fanatisierten Erwachsenen hat man mit vorgehaltener Waffe durch eine Art “Sicherheitsdienst” für Nachdruck gesorgt.
      Es war ein Verbrechen, das auf wenige Männer (und auch Frauen) zurückzuführen ist.

  • klaus - 5. August 2012

    @lottchen

    Vielen Dank für deine Meinung zum Schlachten des
    spanischen Bildungssystems.
    Ja, es ist irrational.
    Aber bei wem hätte man Sparen sollen?
    Bei Regierungsbeamten und Bankversagern?
    Das ist für eine Regierung auch Opportunity Cost.
    Da steht ja dann auch das eigene Gehalt in Gefahr.

    @Eurelios

    Tja, es wird schlimmer kommen.
    Wenn man sich des ELA bedient, ohne den
    12.September abzuwarten.
    Dann fragt man vielleicht den Schäuble,
    anstatt den Weidmann um Geld.
    Denn der Weidmann macht seinen Job bisher
    mit vollster Verantwortung.
    Draghi würde es anders bezeichnen.

    Nennen wir es mal so.
    Weidmann tut exakt das, was sein Mandat vorschreibt.
    Da hatte man sich wohl “kooperativ” mehr erwartet.
    Nicht nochmal einen harten,ehrlichen Knochen.

    Tja, auch hohe Herren ärgern sich.
    Selbst Draghi’s.

    😉

    • lottchen - 5. August 2012

      >Ja, es ist irrational. Aber bei wem hätte man Sparen sollen?

      Vielleicht sollte man einfach mal einsehen, dass man nicht innerhalb von drei Jahren ein Drittel des deutschen Bundeshaushalts einsparen kann.

      • Argonaut - 5. August 2012

        @Steffen,

        wie wäre es dieser tollen Seite eine Suchfunktion zu verpassen – also einfach nur Suche
        nach “Threads” , “Posts” und “Comments” zzgl. ein paar evtl. weiterer Features ?

        Bin gerne bereit bei der technischen Umsetzung mitzuhelfen zu versuchen.

        Euch allen hier eine gute Woche bzw. schönen Urlaub 🙂

      • Don Juan - 5. August 2012

        @ liebes lottchen,

        ich habe SLE versprochen Milderung in meinen Postings Dir gegenüber anzuwenden!

        Ich eröffne daher exklusiv für Dich mit einem weisen Chinesischen Sprichwort:

        “Wenn die Menschen nur von dem sprächen, was sie verstehen,
        würde bald ein großes Schweigen auf der Erde herrschen”

        …ich muß zugeben, es fällt mir sehr schwer meine spanischen Hormone im Zaum zu halten, wenn ich Deine Postings lese…!

        Du gehst auf nicht´s ein, wenn man Dich in einer Pro-Aktiven Diskussion herausfordert Stellung zu nehmen – kommst aber auf die Idee man müsse Einsehen, daß die Einsparungen des Bundeshaushaltes so nicht stattfinden können.

        Ich teile mit Dir, mit SLE, mit jedem der hier mitdiskutiert die selbe große Sorge, daß ALLES den Bach runtergeht!

        Aber eines unterscheidet Dich von vielen hier gewaltig! Ein jeder mehr oder weniger, hat erkannt oder ist im Findungsprozess, daß die “Entscheider” nicht auf der Regierungsbank sitzen, nicht im Plenarsaal rumturnen oder im Kirchenchor singen!

        Wärest Du geneigt, ohne das ich den interlektuellen und rethorischen Filetiermodus anwende und mir den maximalen Zorn von SLE zuziehe, solch populistische Postings zu unterlassen?

        Glaubst Du denn immer noch die “Mähr” vom unendlichen Wachstum auf einem Planeten dessen Ressourcen mehr als begrenzt sind?

        Wir müssen doch mal in unseren Diskussionen nach der traurigen Feststellungen, daß das “perfide Geldsystem” (hab´ ich hier gelesen – hat mir gefallen!) uns alle ausbeutet, einen Schritt weiter kommen!

        Wie lange willst Du denn noch Zeit verlieren mit sinnlosen Ideen von Wachstum, Subvensionen, Förderungen – natürlich auf Kredit mit weiterer und größerer Aufschuldung…?

        Nochmal für Jeden: “die Guthaben der “Eliten”, sind die Schulden von “Jedem” hier – verbürgt durch Grundbucheinträge, Übereignung, Verpfändung und im schlimmsten Fall Vollstreckung!!

        …und ich rede hier nicht von eine paar “armen” Schweizer Steuerflüchtlingen…!!!

        Eine Fortführung des aktuellen Geldsystems, bedeutet lediglich eine Hinauszögerung des Leidens mit einem lauteren Endknall! …die Finanzoligarchie bekommt Zeit geschenkt sich vollzusaugen für die Zeit danach!

        Ich hoffe, auch von Ihnen geschätzer SLE, auf konstruktive Unterstützung bei meinem Anliegen hier eine Phalanx zu führen und mit vereinten Kräften dem “angelsächischen Wahnsinn” zu begegnen!

        Vamos!
        Don Juan

        • lottchen - 6. August 2012

          Ich habe wirklich keine Ahnung, wie Sie zu diesen ganzen “Interpretationen” dessen kommen, was ich nach Ihrer Vorstellung denke und meine, oder was ich nach Ihrer Vorstellung alles nicht weiß Leider muss ich arbeiten und habe keine Zeit, die endlose Liste an MIssverständnissen auszuräumen. Ich beschäftige mich seit 25 Jahren von morgens bis abends mit nichts als Ökonomie, und was sich da an Erkenntnissen und Überzeugungen angesammelt hat, lässt sich nicht in ein, zwei Forenbeiträgen zusammenfassen.

          Mein Vorschlag wäre, hören Sie einfach auf, mir irgendwelche vermeintlichen Überzeugungen anzudichten, das dürfte auch Ihrem Blutdruck guttun.

        • SLE - 6. August 2012

          Hallo Don Juan,
          diese Unterstützung werden Sie von mir in der gewünschten Form nicht bekommen. In ihrem Kommentar – ich beziehe mich jetzt der Einfachheit halber nur auf den, auf den ich hier antworte – nehmen sie bestimmte Wertungen vor und unterstellen, dass Sie objektiv sind und Recht haben. Wenn Sie sich genauer damit auseinandersetzen und detailliert prüfen, welche Belege sich für UND auch GEGEN ihre Aussagen finden lassen, dann werden Sie feststellen, dass die gesammelten Belege keine ausreichende Beweiskraft erbringen und Sie sich streng genommen – wenn auch nicht notwendigerweise – ebenso gut irren könnten. Genau genommen tun Sie also Ihre Meinung kund, wofür Sie mithin auch gute Argumente haben. Das ist o.k. Bitte verkaufen Sie sie dann aber auch nicht als letzte Wahrheit.

          Ich denke, dass ist das, was Ihnen lottchen auch vermitteln möchte. Dafür können Sie sie kaum kritisieren.

          Grüße
          SLE

        • Niemand - 7. August 2012

          @zorro. Ihre Meinung in allen Ehren. Dennoch moechte ich bemerken, dass auch mir Fakten von @lottchen wesentlich lieber sind als irgendwelche Verdaechtigungen. Von daher denke auch ich, die hier seit vielen Jahren mitliest, dass es schoen waere, sie wuerden sich etwas zurueck nehmen. Dieser blog ist einer derjenigen, in dem ich am liebsten lese, und gern auch mal fuer deren Erhalt spende. Allerdings finde ich, dass manchen hier ein wenig Zurueckhaltung nicht schaden koennte. Vielleicht waere es fuer sie, da sie scheinbar ueber viel Zeit verfuegen, besser einen eigenen Blog zu kreieren?

          • Don Juan - 7. August 2012

            @niemand

            Es tut mir leid feststellen zu müssen, daß Zorro´s Betrachtungen und Berichterstattung um ein vielfaches tiefgründiger und kritischer ist. Bei “lottchen” hat man leider den kernigen Verdacht, daß sie ausschließlich den Mainstreem ausposaunt oder zu den “Systemlemmingen” gehört.

            Ferner ist sie nicht in der Lage in einer Pro-Aktiven Diskussion mitzumischen. Mich würde heute noch interessieren welche Antwort sie auf das systemische Dilemma unseres Schuldgeldsystems mit Zins und Zinseszins findet…!?
            Solchen Fragen weichen Ökonomen nur zu gerne aus oder erzählen die “Mähr” vom Wachstum…!

            Unser Staat/EU wird vor nichts zurückschrecken um an “die Kohle” des Bürgers zu kommen!

            http://iknews.de/2012/08/06/eudssr-von-der-zwangsanleihe-zum-lastenausgleich/

            …und eine der fähigsten Helferinnen – damit das auch in Erfüllung geht findet man hier:

            http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html

            Das tragische an unserer Zeit ist, daß nachgewieser Betrug & Rechtsbruch schon gar nicht mehr ernsthaft verfolgt wird. Schäuble hat mit seiner begrenzten Haftung glatt gelogen – der wissenschaftliche Dienst hat das ja jetzt zu Tage gefördert. Was passiert: Nix!

            Die EZB ist gewillt Anleihen zu kaufen (nicht ihr Mandat). Was passiert: wahrscheinlich Nix

            Wenn “lottchen” da hofft, daß der ESM bald in Kraft tritt – und Monti quasi die parlamentarische Demokratie einschränken/ am Besten abschaffen will – fällt ihr dazu nur folgende Bemerkung ein: (ich zitiere:)

            “Ein paar Wochen vor der Entscheidung des BVerfG sind solche Äüßerungen taktisch, gelinde ausgedrückt, unklug.”

            Hallo? Hat das überhaupt schon jemand hier gemerkt, “wes geistes Kind diese Dame ist?”

            schönen Abend noch
            Don Juan

            • SLE - 7. August 2012

              Hallo Don Juan,

              Ihre Kritik an lottchen ist unsachlich und schlechter Stil. Sie unterstellen ihr Intentionen und konstruieren sich Ihre Auffassung, die Sie meinen, hier zum besten geben zu müssen. Sie kommen dabei reichlich selbstgerecht daher und alles in allem ist das zuviel des Guten. Unterlassen Sie das bitte. Bleiben Sie sachlich und höflich und wenn nicht, dann rechnen Sie damit, dass ich etwas dagegen unternehme.

              Viele Grüße
              SLE

          • JL - 7. August 2012

            Hallo Niemand, hallo lottchen,

            ich möchte Ihnen bei diesen- gegen Sie angeführten unsachlichen Äußerungen- zumindest gedanklich zur “Seite ” stehen. Es ist schon unverstädlich wie “ad verecundiam” manche mit Ihren Äußerungen andere bedrängen, eigentlich eine bodenlose Ungeheuerlichkeit!.
            Unglaublich unsachlich ist die Betrachtungsweise z. B. das- je kritischer man sich darstellt- automatisch tiefgründiger Denkt.
            Logik ist was anderes!
            Scheinbar hat auch nicht einer dieser “Helden” vernommen- auch wenn man sonst so kritisch ist- aka deweles u. a. auch an die “Zeugen Jehovas” angelehnt werden könnte. Auch diese haben der “Weisheit letzten Schluß” für sich gepachtet (weiter unten zu lesen).

            Da freut man sich doch echt auf ein sachlichen Disput.

            Mit freundlichen Grüßen

            JL

  • klaus - 6. August 2012

    Aktionäre der verstaatlichten Northern Rock Bausparkasse
    gehen durch Urteil der EU ohne Kompensationszahlung, als leer aus.

    http://www.guardian.co.uk/business/2012/aug/05/northern-rock-shareholders-compensation-claim

    Danach werden jetzt wohl einige Banker ihre Aktien
    schnellstens verkümmeln.

    Wir werden die nächsten Tage sehen.

    Gruß klaus

  • Heiner Hannappel - 6. August 2012

    5.8.2012
    Die Notenbanken sind die Prügelknaben, weil die Politik versagt!

    Ob es die amerikanische FED ist, oder die europäische EZB, beide haben eines gemeinsam, beide müssen für die Fehler entschlussloser, inkompetenter Politiker gerade stehen.
    Wenn aus Profitgier amerikanische Kapitalgeber, ihre Konzerne, die Produktion, also inneramerikanische Wertschöpfung ins Ausland, China oder anderswo, auslagert, so inneramerikanische Nachfrage abwürgen lässt, so den Staat mit Arbeitslosigkeit, dadurch entstehenden höhere Sozialkosten belastet, sinken logisch die Staatseinnahmen.
    Wenn zum Beispiel die USA sich jenseits ihrer geschrumpften ökonomischen Realitäten, einen Militärapparat unterhält, welcher größer ist als alle anderen der Welt zusammengenommen (649 Milliarden Dollar USA-Deutschland 37,5 Milliarden ), Ressourcen auszehrende Kriege führt, kauft die FED, um den US Haushalt nicht austrocknen zu lassen, US Staatanleihen auf, indem sie so Dollars druckt, so die schon existierenden Dollars entwertet, mit denen die Welt handeln muss, mangels Alternativen zum Dollar als Weltleitwährung!

    Die europäische Zentralbank wurde einzig und alleine zum Zweck der Geldwertstabilität nach dem Vorbild der deutschen Bundesbank geschaffen.Punkt!

    Die EZB, mit dem Euro erst geschaffen, rutscht nun durch die Unfähigkeit europäischer Politik, in Europa b.z.w. Euroraum einheitliche gesamteuropäische Strukturen in Wirtschaft, Fiskalischen, Rechtswesen wie Sozialen zu installieren in eine Funktion hinein, für die sie keinerlei Legitimation hat, nämlich über direkte Anleihekäufe Staaten zu finanzieren.
    Sie macht es aber, mit dem Umweg über die Banken, alles stillschweigend von der hilflos in der Schuldenkrise umhertapsenden Politik erwünscht. Um überschuldeten Staaten am Markt Staatsanleihen zur Refinanzierung mit erträglichen Renditen zu ermöglichen, kauft sie diesen marode Anleihen über die Banken ab, schwebt so an der Grenze der Legalität. Die Banken verdienen(?), mal wieder ohne eigene Leistungen erbringen zu müssen, sozialisieren ihre Verlußte in Richtung der Bürger in Europa, wie schon immer!
    Durch Überschwemmung des Marktes mit Billiggeld bei 0,75% Verzinsung, um die Liquidität der Banken und das Vertrauen dieser untereinander wiederherzustellen, mit dem Hintergedanken, dass diese so schon wieder bevorzugten Banken mit diesem, aus dem Nichts geschaffenen Geld die Staaten refinanzieren riskiert die EZB die ihr anvertraute Geldwertstabilität durch Inflation!
    Hier wächst die EZB in das gleiche Handlungsschema hinein wie die FED, sie wird zur Gelddruckmaschine missbraucht um hausgemachte Probleme einzelner Banken wie Staaten durch Geldflutung zu ertränken.
    Das aber, mit immer geringeren, temporär positiven Effekten, denn Schulden bleiben eben Schulden, werden nur durch Abtragung weniger, nicht durch Neuverschuldungen!
    Diese Denkweise scheint sich nirgends durchsetzten zu wollen und führt letztlich zu einem fatalen Verlauf aller Eurorettungsbemühungen!
    Die FED hat nur mit einem Staat dieses Problem, den USA, einem Bundesstaat mit einem Staatsoberhaupt als Regierungschef, einer Regierung, die den Gesamtstaat nach außen vertritt welcher heute mit über 16 Billionen Dollar verschuldet ist, die wohl niemals zurückgezahlt werden können!
    Fürwahr kein Vorbild für Europa, doch dieses scheint nicht lernfähig, ahmt diesen finanziellen Katastrophenkurs eifrig nach.
    Nur sind in Europa nicht die Verhältnisse wie in den Vereinigten Staaten! Schon vom Namen her, denn hier auf unseren Kontinent existiert nur ein egoistischer, untereinander zerstrittener Haufen verschuldeter Staaten, der zur Zeit heftigst bemüht ist, diese Schulden aus der Vergangenheit wie in Zukunft zu verallgemeinern und diese Risiken nur einem Staat aufzubürden, nämlich Deutschland.
    In den USA wäre so ein Verhalten jedoch unmöglich!

    Bei Erfolg dieser Schuldenverallgemeinerung mit Euro-Bonds wäre Europa, die Welt zufrieden! Und Deutschland, bis zur Selbstverleugnung Europäer, ist es das wert? Dazu ist diesen Staaten, unter Führung von Frankreich, Italien, Spanien kein Mittel zu schade um Deutschland zu Wahrung ihrer Interessen, zulasten seiner eigenen Interessen zu zwingen. Der Italienische Premier Monti spricht schon davon, das Regierungen ihre Parlamente disziplinieren sollten, die Verfassungen wohl gleich mit, am 5.8.2012 in der FAZ zu lesen. Was für ein Demokratieverständnis.
    Damit kann ja wohl nur das deutsche Parlament, wie auch nur Karlsruhe gemeint sein.
    Unsere Verfassung soll sich europäischen Interessen biegen!
    Oder werden im Zuge der fortschreitenden Schuldenkrise gleich alle Demokratien erodieren um den Euro zu stabilisieren, da bei Anwendung demokratischer Prozesse zu viel Zeit benötigr wird, rasche Lösungen nicht möglich sind?
    Wie weit werden unsere “Freunde” in Europa im Zuge der sich mit Sicherheit weiter vergrößernden Europrobleme noch gehen, explizit in den kommenden Monaten?
    Ich möchte nicht wissen , was unsere Verfassungsrichter alles an Druck, in welcher Form auch immer in den Tagen bis zum Richterspruch am 12.9.2012 ertragen müssen!

    So wächst der EZB jenseits ihrer Bestimmung, politische Verantwortung zu, die europäische Regierungen nicht wahrnehmen wollen und aus jeweils innenpolitischen Gründen egoistisch geprägt…..nicht können!
    Alle verschuldeten Staaten, welcher hat keine Schulden (?), stehen ungeduldig in den Startlöchern, um die Segnungen der Verträge ESM , wie den nicht beliebten, sicher bald in Neuverhandlungen bei Schuldnermehrheit relativierten Fiskalpakt zu erfahren!
    So erwartet nach neuesten Äußerungen des EZB Chefs Draghi, wie alle anderen Euro-Akteure darauf, dass die deutschen Verfassungsrichter in Karlsruhe den ESM wie Fiskalpakt durchwinken.
    Und wenn das nicht so glatt geht, gravierende, neu zu verhandelnde Auflagen gemacht werden, oder die beiden Verträge gar abgelehnt werden, was dann?
    Die Zeiträume werden immer enger für Europroblemlösungen, diese müssen jetzt, nicht später, jetzt vorgelegt werden.
    Schummeln wird nicht mehr möglich sein bei den riesigen, anstehenden Refinanzierungswünschen an die Finanzmärkte, die nun „Butter bei die Fische“ sehen wollen, wie zum Beispiel möglichst mit konkreten Zeitvorgaben ausgestatteten Verhandlungen zu einem zeitnahen europäischen Gesamtgebilde, welchen Namens auch immer!
    Europa muss sich nun erklären, da einzelne Staaten keine genügenden Sicherheiten bieten können, gerade bei diesen Unsummen an Schulden und Wünschen.
    Von Schuldenreduktion spricht schon keiner mehr!
    Wenn aber dennoch Europa weiterhin keinerlei Weichenstellungen erkennen lässt, rasen auf diesem Kontinent in den kommenden Monaten die gegensätzlichen Interessen aufeinander zu, prallen mir voller Wucht zusammen bis die Fetzen fliegen, nicht wie bisher nur Wortfetzen.
    Bei diesem Zusammenprall könnten sich dann Eurostrukturen bilden, die mit einer Einheitswährung nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun haben. Ob die EZB dann noch Freude an dem neuen Sitz in Frankfurt hat, ob dieser dann noch nötig ist, steht in den Sternen!
    Eventuell besteht dann nur noch eine Kerneurozone Nord und eine Eurozone Süd mit allen sich daraus ergebenen Spannungen. Doch, Europa hat heute schon außer der Eurozone 10 andere Staaten mit eigenen Währungen.

    Muss das zwingend zu einem unüberwindlichen Problem werden, wenn der Euro sich spaltet(?), ein Spaltpilz ist er sowieso! Ein “Zurück zur DM” ist unrealistisch, sollte man jemals diesen Gedanken aufgreifen !

    Nur, sollte eine EZB in welcher Form auch immer als Institution bestand haben, wird diese viele Scherben aufzusammeln haben und weiter als Prügelknabe dienen müssen.
    Die Schuld an diesem Desaster trügen dann nicht jene, welche auf beschlossenen Verträgen bestehen, sondern die, welche diese nur zum eigenen Nutzen auf Kosten der anderen Vertragspartner relativieren wollen!!!

    Heiner Hannappel
    Koblenz.
    E-Mail heiner.hannappel@gmx.de

  • Zorro - 6. August 2012

    “In den USA wäre so ein Verhalten jedoch unmöglich!”

    Nein, denn dort gilt die Vergemeinschaftung der Schulden längst. Dort herrscht längsten nur noch der Schatten einer Demokratie über ein 2 Parteiensystem welches wahrlich eine schwache Wahlmöglichkeit, aus meiner Sicht KEINE, zulässt. Dort wird seit Jahrzehnten ein Handelsbilanzdefizit gefahren auf Kosten anderer und bist du nicht willig so brauche ich meine Militärmacht. Dort wird mit der Ölwaffe, mit dem Petrodollar Staat gemacht. Dort herrschen nach shadowstats fast 20 % Arbeitslosigkeit. Dort brauchen fast 50 Millionen Bürger Lebensmittelmarken. Dort herrscht Korruption und ein Überwachungsfetisch der ein menschliches Miteinander mit den Füssen tritt. Jeden Tag. Kein Land hat mehr Geheimdienstmitarbeiter im Verhältnis zu seiner Bevölkerung als in den VSA. Dieser Weg ist der Weg des Zentralismus und man möge bitte nicht glauben, dass eine Einheit: Die Vereingten Staaten von Europa hier nun urplötzlich eine Lösung bieten würden. Mit Sicherheit nicht, denn die Ursache im Geldsystem, dem eingebautem Fehler dessen selbst, wird dies nicht ändern.

    Denn Schulden, in diesem zinsbasierten System sind der Normalzustand. Es geht nur weiter mit immer mehr Schulden. Ohne Schulden Herr Hannappel läuft nichts. Würden alle Bürger nur noch sparen, alle gleichzeitig und brav der schwäbischen Hausfrau nachahmen, wäre dieses System längsten pulverisiert. Immer nur kann gespart werden, wenn sich andere verschulden. Bitte dies auf der Makrobene betrachten und nicht auf einer kleineren, persönlicheren Eben.

    Wir sind in Europa immer noch auf dem Weg ordo ab chao. Es gibt keine Europroblemlösung ohne Schmerzen und ein zentralistisches Europa wird mit Sicherheit keine Lösung für dieses Geldsystem sein.

    Ich sehe die EZB als aktuellen Willhelfer der Politik, denn die EZB Banker werden von Politkern eingesetzt und abgesetzt. Sobald man von einer payroll abhängig ist, spurt man i.d.R. oder man hat seinen Charakter im Vordergrund und dankt ab. Was ja schon gesehen ist. Die Politik hat nie Verträge eingahlten – nur verändert, angepasst, ausgelegt. Für sich genutzt. War nie anders in der Geschichte. Das Schuldgeldsystem an sich muss überwunden werden. Sonst sind wir weiter und weiter gefangen in der Ewigschleife. Von einer Versprechenskaste zur nächsten. Es wechseln die Anzüge, die Krawatten, das System aber – es bleibt leider.

    Damit es nicht untergeht:

    http://goldseiten.de/artikel/145522–Interview-mit-Peter-Boehringer.html

  • Zorro - 6. August 2012

    und genau dies

    Merkel ist gefährlich – und mit ihr sämtliche aktuellen Spitzenpolitker Schäuble, Trittin, Gabriel und so weiter und so fort – weit weg von “Spitze”. Alles Willhelfer zur Zerstörung der Demokratie:

    Ein sehr lesenswerter Artikel, wobei ich anmerken möchte, dass die Namen der anderen Fraktionsspitzen mit diesem Namen Merkel übergeordnet und angepasst in der Formulierung austauschbar wären.

    Wie erwähnt die Blogpartei Bundestag spielt hier fast unisono den Totenegräber für eine politische irrsinnige Idee “Europa unter einer Währung”. Dafür werden sämtliche demokratischen Errungenschaften in den Abfluss gekippt. Monat für Monat mehr. Alternativlos.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html

  • lottchen - 6. August 2012

    Der Professore als Elefant im Porzellanladen.

    Alle gegen Monti
    http://www.stern.de/politik/ausland/europaeische-schuldenkrise-alle-gegen-monti-1873041.html

    “Mit der Forderung, nationale Parlamente in der Europolitik zu schwächen, zieht Italiens Staatschef Mario Monti den Zorn deutscher Politiker auf sich. Auch die EU-Kommission pocht auf die Regeln.”

    Ein paar Wochen vor der Entscheidung des BVerfG sind solche Äüßerungen taktisch, gelinde ausgedrückt, unklug.

    • JL - 7. August 2012

      Hallo lottchen,

      man sollte eigentlich froh sein das Monti die “Katze aus den Sack” gelassen hat. Man hat wohl (auch) seinerseits festgestellt- und angedeutet, daß gewählte Politiker hinderlich sind weil diese möglicherweise ihrem Wählerauftrag folgen könnten.

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

    • MARKT - 7. August 2012

      “Ein paar Wochen vor der Entscheidung des BVerfG sind solche Äüßerungen taktisch, gelinde ausgedrückt, unklug.”

      dieser Satz sagt sehr viel über ihre Denkstrukturen aus liebes verehrtes lottchen.

      Monti ist einfach noch ein Stück arroganter und hat es vielleicht deshalb nicht nötig, Halbwahrheiten zu erzählen und von Demokratie als höchstem Gut zu schafeln.

      Aber in der Tat, die große Chance von uns allen, besteht darin, dass wir irgendwann unsere Interessen wahrnehmen. Das trauen uns diese Herren ebensowenig wie die Mainstreamökonomen nämlich zu.
      Wir sind Stimmvieh. In der Mehrheit, jederzeit durch Angst und Medien in die gewünschte Richtung manipulierbar.
      Parrallelen im Verhalten der Mehrzahl der Bürger mit dem Verhalten unserer verehrten Bundeskanzlerin sind dabei sicherlich reiner Zufall. Aber für die Masse einfach alternativlos.

      Vielleicht aber gibt es ja tatsächlich ein “Wunder”.
      In einem Land in dem die Übernahme von Verantwortung systematisch “abtrainiert” wird ist aber davon in der Tat nicht auszugehen.

  • Don Juan - 6. August 2012

    @Zorro
    Danke für den Links (Peter Boehringer) und (faz)

    @Future
    Danke auch für deinen Link (Wirtschaftskiller) Ich habe mal etwas weitergesucht, es gibt auch eine 88 Minuten Doku-Version – fand ich auch ganz spannend…!

    Auf die generelle Frage wie wir aus dem ganzen Dilemma rauskommen, möchte ich folgende Anregungen liefern. Da das Wort Dilemma quasi Zwickmühle oder Ausweglosigkeit bedeutet, muß zunächst leider akzeptiert werden, dass es keinen „goldenen Wurf“ geben wird!

    Fangen wir mal mit den Positionen an, die sowieso JEDEN aufregen und stellen ihre Fortführung zur Disposition:

    – Abschaffung/Trennung systemrelevanter Banken, Versicherungen & Konzerne
    (mMn: Nicht´s und niemand hat das Recht in einer freien Marktwirtschaft auf Systemrelevanz zu pochen und den „Niedergang des Abendlandes“ auszulösen!
    Möglichkeiten: Trennbankensystem – Zockerbanken pleite gehen lassen!

    Hier sollte der Staat (oder besser das Volk per Referendum) einschreiten:

    – Abschaffung und Verbot von dubiosen Finanzinstrumenten
    – Maximale Regulierung des Derivatehandels!
    – Verbot von HFT (Trading im Millisekunden-Bereich an den Börsen)
    – Überprüfung/Regulierung des Thema´s „Leerverkäufe“

    …dies nur mal ein kleiner Anfang, der von 99% der Bevölkerung sofort Unterstützung finden würde…!

    Um für alle hier, speziell für unsere Ökonomen, VWL´er & BWL´er den Horizont etwas zu erweitern, möchte ich folgendes zur Verfügung stellen:

    Spätestens jetzt, sollten einige hier, wenn es das eigene EGO zulässt, Bereitschaft
    zeigen, die eigene Position neu zu überdenken.
    Andere wiederum wird es freuen, vieles was sie schon wussten oder gefühlt haben, wodurch unser Geldsystem im Argen liegt, mit Bestätigung und weiterführenden Erklärungen plausibel aufgezeigt zu bekommen.

    Auf bessere Zeiten
    Don Juan

    • Argonaut - 6. August 2012

      @Don Juan

      den vier aufgeführten Punkten kann ich voll zustimmen.

      (Fast) volle Punktzahl 😉

      ich würde einen sehr wesentlichen Punkt noch hinzufügen den wohl auch 99% der Bevölkerung
      zustimmen würden:

      – Nämlich eine sehr starke Regulierung bei sämtlichen Spekulationsgeschäften mit Rohstoffen und insbesondere ! Nahrungsmitteln !

      Es kann nicht angehen dass binnen eines Handelstag oder sogar nur weniger Stunden z.B. auf mehr als die gesamte Jahresproduktion einer Ressource gezockt werden kann.

      Es ging früher auch mit “einfachen” Optionsscheinen um zu “hedgen” also um Geschäfte
      in erster(!) Linie abzusichern – was ja auch Sinn macht(e).

      Was – nicht nur – diesbezgl. mittlerweile von vielen Geldnistituten angeboten wird sind
      einfach nur Wetten für die man a, eine Buchmacherlizenz braucht und b, hohe Steuern zahlen
      muss.
      Also ganz klare Abtrennung vom Kreditgeschäft und somit auch nur Zugang zu Liquidität zu wesentlich schlechteren Konditionen !!!

      Schaut Euch mal den Glückspielmarkt in Deutschland an (Lotto,Casinos, Wettbüros)
      und wie die EU der BRD seit Jahren Druck bezgl. Liberalisierung macht !!!

      Meiner Meinung nach gibt es nur einen Hebel um das Schlimmste zu verhindern:

      Liquidität ja – einhergehend mit massiver Regulierung !!!!!!

      Ansonsten:
      “Rien ne va plus”

      Schönen Abend noch 🙂

  • Futur - 6. August 2012

    @ Zorro @ Don Juan

    Vielen Dank für die Informationen.

    Hier skizziere ich mal ein besseres Geldsystem, dessen Kennzeichen es ist, dass es Elemente des bestehenden Geldsystems mit integriert. Der Hintergrund ist der, dass ich glaube, dass es besser ist, kein radikal neues Geldsystem einzuführen, da dies sehr wahrscheinlich sehr große Konflikte
    hervorrufen würde.

    Ich wäre also für eine Art Geldsystem-Kompromiss, der sicherlich nicht

    1. Das Trennbanken-System wird eingeführt.

    2. Kein Fractional-Banking

    3. Maximale Regulierung des Derivatehandels, der Leerverkäufe, usw.

    4. Verbot von HFT

    5. Zinsen ja, aber kein Zinseszins – so wird der Fremdkapitalmarkt abgesichert.

    6. Giralgeld darf nur von den Zentralbanken generiert werden, ist nicht zinstragend und wird
    umgehend dem Staatshaushalt zur Verfügung gestellt.

    7. Die Geldmenge wird an das BIP gekoppelt, welches bevorzugt energieeffiziente,
    umweltfreundliche, zukunftsweisende Produkte ausweist.

    Der Vorteil dieses Kompromiss-Vorschlags wäre es, dass man die Punkte einzeln umsetzen kann, in einem friedlichen Übergang, ohne einen großen Umsturz, kriegerische Auseinandersetzungen,
    oder ähnliches.

    Ich bitte um konstruktive Kritik.

    Die “Natürliche Wirtschaftsordnung”, die richtig ist, kann als ein Fernziel bestehen bleiben.

    Viele Grüße
    Futur

  • Argonaut - 6. August 2012

    @Futur,

    Was wird mit 2. Kein Fractional-Banking gemeint ?

    Definition 1:

    Ein Banksystem, in dem nur ein Bruchteil der Bankeinlagen durch wirklichen Kassenbestand gestützt wird und verfügbar ist, um abgehoben werden zu können. Das wird getan, um die Wirtschaft zu expandieren, indem Kapital freigesetzt wird, das dann anderen Parteien geliehen werden kann. Die meisten Länder funktionieren nach dieser Art von System.

    Auch bekannt als “fractional deposit lending”.

    Viele US Banken wurden gezwungen, während der Weltwirtschaftskrise dichtzumachen, weil so viele Menschen gleichzeitig versucht haben, ihr Vermögen abzuheben. Heute gibt es viele Schutzmaßnahmen, um zu verhindern, dass solch ein Vorkommnis noch einmal geschieht, aber das Fractional Reserve Banking System bleibt bestehen.

    Definition 2:

    In einem System, das auf dem Bankwesen mit Mindestreserven beruht, haben die Privatbanken und die Zentralbank die Monopolmacht, Währung zu schaffen. Der Gesamtwert der Depots in einer Bank, und deshalb der Gesamtbetrag des Geldumlaufs, der von einer Bank geschaffen werden kann, wird auf ein Vielfaches der Reserven der Bank beschränkt. Wenn zum Beispiel die Reservevoraussetzung 10% ist (ein typischer Wert), dann muss die Bank für alle 100 $ an Depots an einer Bank mindestens 10 $ Reserven haben (Reserven, die Banknoten sind).

    Die Zentralbank beaufsichtigt die Privatbanken, um sicherzustellen, dass Reserven an oder über dem erforderlichen Niveau beibehalten werden. In den Vereinigten Staaten fügt die Fed zum System Reserven hinzu, indem sie US-Regierungsschuldtitel von den Banken kauft (‘Coupon-Pass’ genannt). In seltenen Fällen kann sie sich auch dafür entscheiden, Reserven vom System abzuziehen, indem sie Regierungsschuldtitel an die Banken verkauft. Wenn außerdem eine Bank knapp an Reserven ist, kann sie zum ‘Discount-Schalter’ der Fed gehen und zusätzliche Reserven zum ‘Diskontsatz’ leihen.

    Gruß,
    Argonaut

  • Don Juan - 6. August 2012

    @argonaut @future @zorro

    ich bin begeistert! Selbst wenn einzelne Ideen nur gemildert oder zeitlich getacktet umgesetzt werden können – ist dies ein Anfang!

    Und richtig: Lebenmittel, Mais, Weizen, etc – natürlich Spekulationsverbot!

    Headging erlaubt als Absicherungsgeschäfte für Währungsschwankungen.

    Begrenzung von Zinssätzen in beide Richtungen (und selbst da wird mir schon schlecht, weil wir ja gelernt haben, daß die 5 Taler Zinsen vom “Goldschmied Fabian” Video gar nicht da sind…! 🙁

    Die härteste Maßnahme kommt aber noch – “Der Fisch stinkt ja bekanntlich vom Kopf”!

    !!! SCHULDENERLASS !!! …und zwar von den allerallerhöchsten “Eliten” aus!

    Wie ich aus einem anderen Thread gelernt habe 😉 machten das schon die alten Herrscher vor 2400 Jahren!

    Grüße
    Don Juan

  • Zorro - 6. August 2012

    Futur – besten Dank für Deinen Beitrag, ja ein guter Anfang, sicher alles gute Ansätze, aber solange die Eigentumsökonomie bestehend aktuell nicht angegangen wird – was freiwillig fast zu 100 % auszuschliessen ist – wird es nicht funktionieren. Die Lösung von Boehringer in seinen Ansätzen sehe ich als zweitbeste Lösung an. Die Lösung aka deweles als die “beste”, nein besser formuliert, die natürlichste. Wir sollten nicht das Thema Energie aussen vor lassen. Das Wachstumsdogma führt unweigerlich ins “off”. Es ist das zentrale Thema welches bis dato fast nirgends politische angegangen wird. Für mich gar keine Frage, hier ist der Kernstein zu sehen.

    Don J – sehr gute Links. Besten Dank dafür. Vor allem Andreas P ist immer wieder ein Genuss des radikalen Neudenkens, abseits der alten Dogmen. Gruß

  • Futur - 7. August 2012

    @ Argonaut

    Fractional-Banking führt zu einer unkontrollierbaren Geldmenge und damit direkt in die Inflation.
    Diese ist in einem verbesserten, zweckmäßigen Geldsystem nicht erwünscht. Außerdem verleitet das Fractional-Banking zu einem unkontrollierbaren Interbanken-Geschäft – Geschäfte ja, wenn aber transparent und zweckmäßig.

    Weiterhin begünstigt das Prinzip des Fractional-Banking eine unkontrollierbare, weil relativ risikolose, Kreditvergabe, deren Scheitern die Allgemeinheit zu tragen hat. Völlig unzweckmäßig!

    Für die Expansion der Wirtschaft können die Banken zinsfrei Geld von den Zentralbanken generieren.

    @ Don Juan

    Natürlich: Verbot von Spekulationen auf Lebensmittel und Rohstoffe!

    Der ‘Schuldenerlass’, dernatülich kommen muss, würde ich lieber “Functional Reset” des Geldsystems nennen.

    @ Zorro

    Alle Besitztümer bleiben beim “Functional Reset” unangetastet. Nur Die zu erwartenden Kapitalerträge werden auf 1 Millionen € pro Kreditgeber reduziert. So ändert sich für 97 Prozent aller Marktteilnehmer nichts, und sie können direkt und übergangslos vom verbesserten Geldsystem profitieren.

    Ich sortiere das zweckmäßige Geldsystem also mit einem erforderlichen “Functional Reset” (Schuldenerlass):

    1. Verbot von Spekulationen auf Nahrungsmittel und Rohstoffe.

    2. Kein HFT

    3. Maximale Transparenz und Regulierung des Derivatehandels, der Leerverkäufe, etc..

    “Functional Reset” des Geldsystems

    4. Giralgeld darf nur von den Zentralbanken generiert werden, ist nicht zinstragend und wird umgehend dem Staatshaushalt zur Verfügung gestellt.

    5. Kein Fractional-Banking – Banken bekommen das Geld zinsfrei von den Zentralbanken.

    6. Zinsen ja – zur Sicherung des Fremdkapitalmarkts, kein Zinseszins

    7. Die Geldmenge wird an das BIP gekoppelt, welches bevorzugt energieeffiziente, umweltfreundliche, zukunftsweisende Produkte ausweist.

    Konstruktive Kritik erwünscht!

    Viele Grüße
    Futur

  • Don Juan - 7. August 2012

    Sehr geehrter SLE,

    zunächst kann ich nicht an der richtigen Stelle ihres mahnenden Posts antworten, der Antwort Button ist deaktiviert, daher hänge ich mich unten dran!

    Es ist definitiv mehreren Lesern aufgefallen, daß “lottchen” fast schon (ich übertreibe jetzt extra) “konspirative” Äußerungen von sich gibt!

    Dem Leser “Markt” ist dies heute Mittag schon aufgefallen und er hat es wirklich nett formuliert.
    Ich kopiere hiermit den Abschnitt:

    ***MARKT – 7. August 2012 Antworten

    “Ein paar Wochen vor der Entscheidung des BVerfG sind solche Äüßerungen taktisch, gelinde ausgedrückt, unklug.”

    dieser Satz sagt sehr viel über ihre Denkstrukturen aus liebes verehrtes lottchen. ***

    Nachdem eine Person namens “niemand” die “extra” erwähnt ihren Blog durch Geldspenden zu bereichern, eine Beleidigungsorgie gegen einen Klartext redenden Leser fährt ist schon ein starkes Stück! (Auch hier schreiten sie nicht ein!)

    Herr SLE,

    die Aussage von lottchen in “Sachen Monti” ist in jeglicher Hinsicht SO bedenklich – warum wurde das von ihnen nicht zurückgepfiffen?

    Haben Sie das überlesen oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

    Beste Grüße
    Don Juan

    • SLE - 7. August 2012

      Hallo Don Juan,

      Sie haben das auf Montis äußerungen bezogene Monti-Zitat scheinbar nicht verstanden. Natürlich ist es aus Montis Sicht, der ja unbedingt Hilfe durch den ESM ohne zusätzliche Sparauflagen haben will, um den Zinsdruck zu reduzieren, kontraproduktiv, wenn er Äußerungen tätigt, die beim BVerfG, das über den ESM zu urteilen hat, alle Alarmglocken schrillen lassen muss.

      Lesen Sie bitte richtig und reißen Sie Sätze nicht aus dem Zusammenhang und konstruieren sie nichts. Um nur ein Beipsiel zu nennen, das hat Ihnen JL hier auch schon nahegelegt, Zitat JL:

      “Im übrigen ist es völlig unüblich Zitate aus verschiedenen Beiträgen zusammenzuführen. Die somit falsch entstehende Darstellung können zu Fehlschlüssen seitens Dritter führen!
      Unterlassen Sie dies bitte zukünftig!

      Im übrigen:
      Die Schule bringt einen bei das geschriebene zu lesen. Das Leben bringt einen bei das geschriebene zu verstehen.”

      Ich habe keine Zeit, mich mit Ihnen immer wieder wegen solcher Sachen auseinanderzusetzen. Ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe an, Ihnen das richtige Lesen sowie höfliches und sachliches Diskutieren beizubringen. Halten Sie sich bitte an das, was ich Ihnen in meiner vorangegangenen Stellungnahme gesagt habe. Ansonsten empfehle ich Ihnen ein anderes Blog zu suchen, bei dem Sie in all den genannten Punkten auf mehr Verständnis stoßen. Ich sage jetzt nichts mehr dazu, sondern schließe Sie schlicht künftig aus der Diskussion aus.

      Viele Grüße
      SLE

  • klaus - 8. August 2012

    @Futur

    Hab noch ne Ergänzung.

    Die Entlohnung muß neu definiert werden.

    Alle Arbeit körperlich,geistig,risikobehaftet,schmutzig,….
    muß einem gemeinsamen Maßstab folgen.

    Ein Studium muß sich ebenso lohnen wie höhere Schulbildung.
    Risikoträchtige Arbeit, siehe Bewertungsschnlüssel der
    Lebensversicherungen muß auch zwingend zu mehr Lohn führen.
    Ja, auch für Ungelernte.
    Arbeit in Atomkraftwerken,Bundeswehr,Polizei,…. sowie
    Schichtarbeit müssen kategorisiert werden.
    Nur ein späterer Multiplikator soll dann entscheiden ob die
    Löhne/Gehälter und Diäten steigen.

    Es kann nicht sein, das die Diäten für den bisherig geleisteten
    Unfug überproportional steigen und der Normalo Kaufkraftverluste
    einstreichen muß.

    Und auch das Einkommen aus Kapitaleinkünften müß stärker
    besteuert werden.
    Grund sind exakt die Verwerfungen und Vorteile durch die
    Krise.
    Denn exakt hier wurde seit dem Betrug, angefangen mit der Depfa
    das Meiste an Ungleichgewicht eingebracht.

    Und nicht zuletzt müssen wir von sämtlichen Dax-Unternehmen
    eine eidesstattliche Erklärung für die Korrektheit/Wahrhaftigkeit der
    der Bilanzen erzwingen.

    Und das Anti-Korruptionsgesetz muß in Deutschland gegenüber
    internationalen Maßstäben nicht angeglichen werden, sondern
    noch verschärft werden.
    Es kann nicht sein das eine Bundesdeutsche Regierung in der
    Transparenz und Korruption mit Staaten wie Syrien und Saudi-Arabien
    gleichauf liegt.
    Das wäre nämlich Demokratie=Diktatur !

    Hier sollte man vehemnt nachgehen.

    Und es kann nicht sein, das Leute wie Schäuble
    im Waffenhandel sich nicht an ein 2tes Treffen mit
    Schreiber erinnern, obwohl sie zugeben es im Terminkalender zu finden.

    Bericht Report München / Rückblick 50 Jahre , – gestern.

    Also allein für solche fälle sollte die sofortige Entlassung aus
    bundesdeutschen Diensten gefordert werden, um dem
    Eindruck einer Bananenrepublik entschieden zu Begegnen.

    Entweder bekennt sich die Politik zum selbst geschaffenen Grundgesetz
    oder alle machen Freistil-Schwimmen.

    D.h. Rechtsbruch muß bis in das höchste Amt der Politik und
    auch des Bankwesens geahndet werden.

    Denn auch Banken, die die Autonomie Deutschlands gefährden
    sollten hier konsequent bestraft werden.

    Vaterlandsverrat ist schließlich kein Kavaliersdelikt.

    N’est ce pas?

    😉

  • Don Juan - 8. August 2012

    !!! BREAKING NEWS !!!

    Fraport schafft den € ab

    …und das mitten in der Krise!

    http://www.bild.de/regional/frankfurt/flughafen-frankfurt/fraport-schafft-den-euro-ab-25542432.bild.html

    Ausgerechnet in der EZB Stadt Frankfurt! Sicher eine vorsorgliche Maßnahme!

    …vielleicht schafft man aber auch schon Platz für die Zukunft:

    Ich hoffe zu Scherzen
    Don Juan

  • Markt - 8. August 2012

    ich wehre mich entschieden die Äüßerung von Lottchen nicht zu verstehen.
    Die vorangegangenen Beiträge über die vergangenen Wochen ließen KEINERLEI Interpretationsspielraum.
    Wer an Wachstum durch weiteres “Aufschulden” glaubt und immer wieder längst (die letzten 40 Jahre) wiederlegte Konzepte glaubt darf auch kritisiert werden, auch wenn er neben den MAinstreammedien auch alle “systemkonformen” Ökonomen hinter sich hat.
    Jeder der abweicht wir gesellschaftlich gebrandmarkt.
    wie dieses Beispiel beweist.


    Ein weiterer “Dummkopf” der seinem querdenken zum Opfer viel. Leider mit Sachargumenten kaum/bzw. gar nicht zu wiederlegen.

    vielen Dank für Ihre Beiträge, die ich im Grunde sehr schätze. Ihre Schlussfolgerungen daraus sind abschließend aber inkonsequent. Im Grundsatz plädieren Sie für ein weiteres Aufschulden als Lösung. Ob durch Staatschulden oder durch Rettungsschirme ist dabei aber weitgehend unrelevant. Aber die Zeit wird es zeigen. Ich wünsche uns allen dass es nicht so kommt, wie es jeder der Zeit in dieses Thema gesteckt hat und weitgehend ideologiefrei ist, errechnen kann. Eine “wundersame” Innovation wäre nötig.
    Weiters so bedeutet: Alles läuft nach Plan
    Schade dass es auch hier nur noch erlaubt ist darüber zu diskutieren, wer sich verschulden soll und für was. Ein Hinterfragen des Ganzen aber auf NULL Toleranz stößt.

    • Zorro - 8. August 2012

      Markt – ich kann Sie nur zu gut verstehen. Sehen Sie es doch als Lernweg. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. Wer denn so argeumentiert hat aufgehört zu lernen und stellt sich über dieses weitere lernen. Sachargumentativ hier mitwirken, es war und ist ein zäher Weg. Der Widerstand war immer groß die alten Muster nicht aufzugeben. Ist doch normal. Ich freue mich über Ihre klare Ansage und sehe sie als einen völlig normalen, gar notwendigen Prozess an. Welcher vielfach jedoch auch verloren gegangen ist.

      Hinterfragen ist doch der einzige Schlüssel um neue Rezeptoren bilden zu können, für ein neues denken. Die Zeit wird vieles zeigen. Willkommen hier auf einem Wirtschaftsblog, welcher froh sein sollte Gegenargumente in sich zu haben. Gleichschaltung ist selten von Vorteil, dies zumindest Teil meiner Lebenserfahrung.

    • SLE - 8. August 2012

      Aber was meinen Sie denn, was wir hier in den Posts anderes tun, als zu hinterfragen?

      Ich würde gerne auch erfahren, wie Sie darauf kommen, dass ich im Grundsatz für ein weiteres Aufschulden plädiere. Schließen Sie das aus der Tatsache, dass ich einseitiges und noch dazu offensichtlich am falschen Ende ansetzendes Sparen als Vorgehensweise bewerte, die die Krise nicht lösen hilft, sondern sie nur verschärft? Das ist genau so, als bohrte man Löcher in einen Wassereimer und beklagte sich anschließend darüber, immer neues Wasser hineischütten zu müssen. In meinen Afsätzen hier habe ich immer wieder betont, dass mit viel Geld Zeit erkauft, aber die Zeit nicht für die Entwicklung einer tragfähigen Krisenstrategie genutzt wird. Ihre Wahrnehmung kann ich insofern nicht nachvollziehen.

      Viele Grüße
      SLE

  • Zorro - 8. August 2012

    UND endlich einmal Klartext aus dem Mund eines Vermögensverwalter.

    mehr Klartext liest man selten:

    Titel: Auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt!

    ==> http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/euro-krise-eine-auf-scheingeld-aufgebaute-scheinwelt/6848088.html

    „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

    “Die Hoffnung, dass an diesem Punkt nicht nur das sozialistische Einheits-Euro-Projekt – wie einst schon der Versuch, Esperanto als eine Einheits-Sprache einzuführen – scheitert, sondern auch die jetzige von Schreibtischtätern geführte und von Lobbyisten infiltrierte „Bananen- und Glühbirnen-Diktatur“ Europas zerbrechen wird, ist also durchaus berechtigt.”

    ” Banken und Staaten haben in den letzten 40 Jahren Hand in Hand ein verschuldungsfinanziertes, auf ewiges Zinseszins-Wachstum angewiesenes Schneeballsystems aufgebaut, so dass die Frage nicht lauten kann, ob diese mit dem US-Dollar als Weltreservewährung auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt zusammenbrechen wird, sondern nur noch wann.”

    ==> Ich hoffe auf ein scheitern, denn der Karren ist so oder so im Dreck und die Schmerzen so oder so nicht verhinderbar. Wenistens aber dann doch bitte -im unausweichlichen Neuaufbau – ohne diesen Gang in ein Diktat seitens ESM und anderen diversen “Ratskonstrukten”.

    Schlimm genug wie selbst “Altgediente” hier im Wochentakt aus Ihren Rentenkellern ziehen (Helmut Schmidt ganz vorne dran) und hier aka Sigmar Gebriel medial in der Schuldenverallgemeinschaftung auch irrsinnigerweise DAS Allheil sehen und dies mit lauter Stimme mehr und mehr fordern. Wo bleibt der Aufschrei der vielen Mittelständler und mittleren Einkommen welche – wenn dies nicht gestoppt wird – in absehbarer Zeit die blauen Briefe ins Haus gestellt bekommen, was denn nun an neuer Abgabe für diesen politisch verordneten Irrsinn abzuzahlen wäre?

    Dann werden wir lange Gesichter sehen, welch hier der akutellen Politik noch einen seltsamen Verstand zubilligen, immer noch ruhend und nur grummelnd über das Geschehen, aktuell. Hoffend, dies würde sich von alleine – ohne praktischen Widerstand – vielleicht dann auch irgendwie schon regeln! Wird es nicht. Es muß wohl immer erst auch in Praxis “wehtun”. Geschichte wiederholt sich leider immer wieder.

  • Markt - 8. August 2012

    @Zorro
    ich bin für jedes Argument offen und gerne bereit es auf seine Plausibilität zu prüfen und auch meine langjährig angesammelten Erkenntnisse zu hinterfragen.
    Aber “Verschwörungstheorie” oder “ich bin nicht Ihrer Meinung” sehe ich nicht/nicht mehr als ein solches Argument.
    Da eben dieses hier aber auf durchaus fruchtbaren Boden fällt und die Unterstützung erfährt, suche ich weiter ggf. eben anderweitig nach Innovation, Mut und neuen Erkenntnissen.

    Die auch hier auf dieser Seite deutlich gemachten Fakten sind schlimm und natürlich absehbar.

    Die “geduldeten” Lösungsvorschläge beruhen aber darauf, einem Ertrinkenden, der sich weit ab vom Ufer befindet zu empfehlen, sich seines Balastes zu entledigen.

    PS: Wenn er derzeit mehr als eine Badehose anhat wird das auch noch einige Zeit funktionieren. Am Ende dürfte er aber trotzdem ertrinken.

    • Don Juan - 8. August 2012

      @Markt @Zorro

      euch beiden brauche ich den großen Haken unseres Systems ja nicht mehr Erklären.

      “Henry Ford, 1863 – 1947” hat es mit einem Satz präzise beschrieben:

      “Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.”

      Ich habe hier in einem menschlich/verständlich geschriebenen Text für alle zum Nachlesen, wodurch genau der Game Over entsteht.

      http://www.wahrheitssuche.org/zins.html

      PS: Mir unverständlich, daß ausgerechnet der qualifizierte und belesene Hausherr & die “Ökomen” dieses Blogs zu diesem Thema wenig beizutragen haben.
      Vor allem aber, daß die Bereitschaft “Umzudenken” mundtot gemacht werden soll. Nun ja!?

      Was meinen denn die anderen zu unserem Disput?
      @argonaut @Futur @Eurelios @Klaus @micdinger @Heiner @ALLE

      • dank - 8. August 2012

        @Don Juan
        Sehe es so, dass es einigen nicht reicht, dass querschuesse mit Statistiken und Texten; Aufsätzen aufzeigt, dass dieses unser System mit Fehlern behaftet ist und die Zahlen samt Statistiken allzu oft lügen. Nun gut, das ist eine Ansicht – die aber nicht jeder teilen muss und teilen wird.

        Eine andere wäre aber, durchaus anzuerkennen, dass es querschuesse aber genau darauf ankommt, diese und nicht andere Fehler oder eine ständige Gesamtkritik aufzuzeigen. Gründe dafür gibts mit Sicherheit genügend und es sollte doch dem Betreiber (und Machern) überlassen sein, was er mit seinem Blog ausdrückt. Persönlich finde es zu Allerst mal sinnvoll, wenn die medialen Lügen vom “noch besser” und “alles in Ordnung” hier regelmäßig von Steffen und Steffen zerlegt werden.

        Gesamtkritik an Finanz und Wirtschaft, samt Aufrollen dieser, gibts im Gelben.
        Gesamtsystemkritik auf genügend anderen Seiten und
        Diskussionen über die globale loosing chance sind in endlosen For(m)en im Web zu finden. An Kanten angeschnitten hat es mMn auch völlig in Ordnung, aber darauf spezialisiert sind andere (Blogs, Foren etc pp). Querschuesse ist auf Statistiken, den dazugehörigen Auswertungen und aktuelles wirtschaftspolitisches Geschehen spezialisiert – oder hab ich da was falsch verstanden?

        Warum sollte jemand anstatt an den Vorteilen des Blogs zu partizipieren, versuchen die Blogbetreiber von deren Weg mit aller Penetranz abzubringen? Und dabei spreche ich nicht von einer reinen Diskussion über den Artikelinhalt!
        Mit ähnlicher Methodik samt Totschlagargumenten arbeitet im Übrigen “unsere aller Gegenseite” .

        Sollte das Ziel der Gesamtkritik aber darin liegen, die letzte Möglichkeit des Kommentierens auf querschuesse zunichte zu machen, tja, dann schätze ich, ist der Weg nicht mehr all zu weit.
        Ermahnungen von Blogbetreibern ist im Übrigen Folge zu leisten – warum das einige Menschen, nicht können, ist und bleibt mir ein Rätsel und zeigt von keinerlei Anstand. Aufsässigkeit muss sich meiner Ansicht nach kein Mensch bieten lassen; mit Bevormundung verhält es sich ähnlich. Dazu wollen viele auf die sanfte Tour selbst ihren richtigen Weg finden, was zu begrüßen ist, da nachhaltiger – solange es noch auf diese Weise geht und kein Zwang durch akutere Probleme entstanden ist.

        • Don Juan - 8. August 2012

          @dank

          Danke für Deine offenen Antwort! Ja, Du bringst es auf den Punkt! Es reicht einigen/vielen nicht mehr irgendwelche Statistiken rauf – & runterzurattern und das übliche “chichi” zu hören!

          Ob Herrn Schäuble, Gabriel, Rössler, Trittin, Draghi, Monti, Frau Merkel & Konsorten der linke oder rechte Ärmel bei der endlosen – sinnlosen – Flickschusterei rauf- oder runterrutscht, interessiert bald keinen Menschen mehr. Das haben sehr viele hier in diesem Blog begriffen – draußen auf dem Land und in der Stadt nennt man es “Politikverdrossenheit”!

          Den Übergang von “weiter so” bis zur “Neuen Denke” ist sicher schwierig!

          Das – und hier muß ich lottchen 100% bestätigen – es schwierig ist “Mehrheiten” zu besorgen, um überhaupt irgendetwas zu beschließen – zu verabschieden, ist in der Tat keine leichte Aufgabe. Trotzdem muß das: “Mit den Wölfen heulen” vorbei sein.

          Wir können HEUTE nicht mehr über Regenschauer, Nieselregen, Platzregen & Gewitterregen verhandeln, wenn von hinten ein 200 Meter Tsunami anrollt!

          …………..
          Dann muß das System resetet werden und mit neuen “Spielregeln” ausgestattet uns und unsere Kinder in ein lebenswertes Zeitalter führen ohne Diktatur und Armut!
          Das alte Zinseszinssystem hat da sicher keinen Platz mehr!

          Wenn es unsere Politiker nicht schaffen unregulierten Derivatehandel, HFT, Schattenbanken, Lebensmittelspekulationen, Functional Reset, etc. – nur um einige Punkte zu nennen die hier angesprochen wurden – nicht nach Bürgerwillen, sondern nur nach Lobbywillen umzustellen und/oder zu unterbinden, werden wir uns zu Millionen auf der Straße treffen oder es gibt Krieg.

          Wie eng das Zeitfenster ist, in dem überhaupt noch was zu Regeln ist, liegt klar auf der Hand.

          Wer dann diversifizierte Maßnahmen privat ergreifen will, kann sicherlich im Gelben Forum die Spezialisten finden!

          Bitte weiterhin um konstruktive Meinungen, ob das kritische Beleuchten der Realität gewünscht ist hier in diesem Blog!

          Beste Grüße
          Don Juan

          • Don Juan - 8. August 2012

            Hallo SLE

            Wieso wurden in meinem Post an “dank” Zeilen gelöscht und durch
            ……………………..

            ersetzt?

            Gruß Don Juan

            • Querschuss - 9. August 2012

              Hallo Don Juan,
              als Betreiber des Blogs Querschuesse bin ich letztlich auch für die Kommentare verantwortlich zu machen. Das durch ……ersetzte könnte man im weitesten Sinne auch als eine Art Aufruf zur Gewalt interpretieren.

              Ob es dir reicht Statistiken hier rauf und runter zu rattern oder auch nicht interessiert mich nicht die Bohne. Dieser Blog hatte nie eine andere Ausrichtung als mittels Daten die Entwicklung nachzuzeichnen und kritisch zu begleiten und mittels dieser Daten konnte man sehr wohl die Zuspitzung der Krise und viele Fehlentwicklungen sehen. Die Ausrichtung dieses Blogs wird mit Sicherheit nicht von dir bestimmt, also troll dich.

              Ich hoffe dies war deutlich genug.

        • MARKT - 8. August 2012

          @ dank

          Ebenfalls vielen Dank für Ihren Kommentar. Deshalb halte ich es für angebracht, mich für meine offensichtlich subjektive Wahrnehmung zu entschuldigen.
          Ich bedanke ich mich auch nochmals für die Aufbereitung der Daten und deren Erläuterung.

          Allerdings erschließt sich für mich der Nutzen der Kommentarfunktion nicht.
          Dies soll aber keinesfalls so gedeutet werden, dass deshalb das Ziel verfolgt wird, die Möglichkeit des kommentierens zunichte zu machen.
          Ich werde also zukünftig keine Verdacht der Aufsässigkeit mehr auslösen.
          Die Lukrativität des Blogs lag für mich, neben der Aufbereitung von Statistiken und Wirtschaftsdaten, sowie deren Erläuterungen auch in der Meinungsvielfalt und dem zusammentragen von vielen unterschiedlichen Informationen und verschiedener Sichtweisen.

          Allerdings fiel mir in den letzten Wochen auf, dass sich eine Blogteilnehmerin genötigt sah, jedes von der Mainstreamökonomie abweichendes Gedankengut, mit immer dem gleichen Totschlagargument niederzubügeln. Eben diese Person, wurde niemals persönlich beleidigt stellte sich aber regelmäßig (meine subjektive Wahrnehmung) über alle anderen Blogger. Dies haben offenbar ebenfalls einige vermutlich aber nur wenige entsprechend wahrgenommen (DJ, Zorro, meine Wenigkeit) .
          Dass diese Blogteilnehmerin dabei von verantwortlicher Stelle nachhaltige Unterstützung erfuhr respektiere ich nunmehr vollumfänglich.

          Für alle hoffe ich, das dieser Blog seine Lukrativität trotzdem weiter erhält. Meine Aufmerksamkeit wird sich zukünftig ausschließlich auf die zur Verfügung gestellten Informationen der Blogbetreiber konzentrieren. Denn die Lott….. dieser Welt äußern sich täglich und zur Genüge in den Mainstreammedien. Dagegen erhalten dort innovative Querdenker mit Lösungsvorschlägen keine oder nur eine sehr eingeschränkte Aufmerksamkeit erhalten.
          Zum meinem Bedauern musste ich erst gestern wieder erleben wie “ein verdienter Politiker” Seine Wahrheiten unwidersprochen verbreiten durfte und dafür mit seinen verdiensten angemessener Sonderbehandlung belohnt wurde.
          Ich bitte gleich aber auch um Verzeihung für meine Aufsässigkeit gegenüber unserem öffentlich rechtlichen Fernsehen.

          • JL - 8. August 2012

            Hallo MARKT,

            Sie schrieben unter andern: “Allerdings erschließt sich für mich der Nutzen der Kommentarfunktion nicht.”
            Also sollten Sie unter der Kommentarfunktion nicht schreiben. Tun Sie aber. Dies ist Sinnfremd.
            Also lassen Sie es- entsprechend Ihrer eigenen Überzeugung.

            Im übrigen möchte ich keinen Kommentar von Ihnen, da Sie schrieben: “Allerdings erschließt sich für mich der Nutzen der Kommentarfunktion nicht.”

            JL

  • Eurelios - 8. August 2012

    @ dank

    Danke für dein Posting.

    Ich sehe es genauso wie Du.

    Du schreibst zum Schluss:

    Dazu wollen viele auf die sanfte Tour selbst ihren richtigen Weg finden, was zu begrüßen ist, da nachhaltiger – solange es noch auf diese Weise geht und kein Zwang durch akutere Probleme entstanden ist.

    Genau dies ist die Knackpunkt. Ich möchte wirklich nicht wissen wenn es dann, gelinde gesagt,
    zu den akuteren Problemen für den Einzelnen kommt der hier sein Kommentar abgibt wie
    dann sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen ist.

    Die Geschichte zeigt ja, wenns ums Sein oder nicht Sein für jeden Einzelnen geht ist der
    Mensch schlimmer als ein Raubtier.

    Beste Grüße von

    Eurelios

  • Niemand - 8. August 2012

    Sehr geehrter Herr Eichner. Vielen Dank fuer ihre Muehen, ebenso Dank fuer die Darstellungen des Herrn Bogs 🙂

  • MARKT - 9. August 2012

    @ JL

    selbstverständlich lieber JL.
    Insbesondere für die Berücksichtigung des zeitlichen Ablaufes.

  • MARKT - 9. August 2012

    einer noch, extra für Sie lieber, verehrter JL

    http://www.freiwilligfrei.info/archives/3154

    • Zorro - 9. August 2012

      diesen Link bzw. die hompage ist wirklich eine Fundgrube. Kannte ich bis dato nicht, besten Dank.

  • klaus - 9. August 2012

    Der Exodus des Investitionskapitals.
    Prof. Sinn dazu.
    http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/die-besten-sinn-zitate-die-krise-ist-ein-fass-ohne-boden/6949112.html?slp=false&p=2&a=false#image

    Deutschland AAA bis alle Rettungspakete und ESM durchgewunken sind.
    Danach fällt Deutschland auf Grund der Verbindlichkeiten ab 12.September
    schätzungsweise auf BBB+.

    Tja, dann steht ein heißer Herbst vor der Tür.

    😉

    • ergo sum - 17. August 2012

      @ klaus: Diese Zusammenstellung der besten “Sinn”-Sprüche verdeutlicht es nur, dass es im Grunde gar nicht um eine “Krise” – also ein vorübergehendes Ereignis – sondern um die langfristige gegenseitige Verschuldung der Eurostaaten untereinander handelt, die sich nur durch permanente Umgestaltung der Struktur der Eurozone lösen lässt.

  • Wolfgang - 20. August 2012

    Im Prinzip wird sich die nächsten Jahre nichts ändern:

    Griechenland bleibt im Euo, um auf den Target-Saldo mittels ELA zugreifen zu können.
    Deutschland bleibt im Euro, da für diesen Kurs eine 2/3-Mehrheit im Bundestag besteht (CDU, SPD, Grüne).

    Das ganze Spiel endet erst dann, wenn Deutschland von den Kapitalmärkten keine Mittel mehr bekommt. Das kann leicht 15 bis 30 Jahre dauern.