Die Welt ist nicht stabiler geworden – es ist nur eine Frage, wohin man schaut. Ideale Crash-Bedingungen – eigentlich

von am 22. Juni 2017 in Allgemein

Es ist selten, dass ich einen Aufsatz mit einer schlichten, wenn auch unvollständigen Aufzählung beginne. Der Post wird dafür aber auch nicht sehr lang geraten. Denn das ist gar nicht nötig. Die Bedeutsamkeit der einzelnen Punkte ergeben zusammen betrachtet zwar keine Fakten, an denen sich Beobachter und Teilnehmer der Märkte vorrangig orientieren, auf denen sich aber ebenso vor allem Anleger und Entscheider in der Wirtschaft ihre strategischen Entscheidungen abstützen.

Politik, nicht mehr die Notenbanken sind die Treiber!

  • US-Präsident Trump, die Russland-Affäre,
  • Theresa Mays´ scheinbar nicht endender Fall vom politischen oder genauer gesagt britischen Olymp,
  • Russland und die immer neuen, aber nie in einem juristischen Sinne bewiesenen Vorwürfe (russische Hacker beherrschen scheinbar inzwischen die Welt, zumindest wenn man ungenannten Offiziellen aus den britischen Geheimdienst Glauben schenken mag),
  • Chinas Wirtschaftsdaten, die kaum jemand wirklich für korrekt hält – wie auch, wenn das Politbüro in Beijing Quartal für Quartal berichtet, das z. B. die Wachstumsziele punktgenau erreicht wurden und die Zensur, seit Xi Jinping an der Mach ist (Anfang 2013), nie seit Maos Zeiten so scharf war und seitdem noch nie so harte Strafen verhängen kann, ganz abgesehen vom nach wie vor anhaltenden innerparteilich Machtkampf zwischen Xis´ “Fraktion“, den Tuanpai oder Youth League (Hu Jintao) und natürlich der Shanghai Gang (Jiang Zemin);
    sie befindet sich eigentlich gerade erst im Aufbau – wenn es sie überhaupt gibt – und das wenige Monate vor dem überaus wichtigen Stühlerücken im obersten Führungsgremium (der siebenköpfige „Ständige Ausschuss“ mit Xi an der Spitze und natürlich im 20 köpfige „Politbüro“) im kommenden Herbst. Sehr aufschlussreich ist i.d.Z. eine politische Brookings-Analyse von 2010 zum Machtwechsel Ende 2012, aus der hier der entsprechende relevante Abschnitt zitiert wird (farbliche Hervorhebungen im Text von S.L.E.) (1)):

Quelle: China´s Midterm jockeying: gearing up for 2012 (Part 3; Military Leaders“), by Cheng Li, Brookings Institution), page 3-4
Anmerkung S.L.E: PLA = Peoples Liberation Army (Volksbefreiungs armee; CMC = Central Military Commission (oberstes Führungsgremium der PLA)

Xi Jinping war damals, 2012, der Kompromisskandidat von Jiang Zemin, (Hu Jintaos Amtsvorgänger) und eben Hu Jintao, dem damals noch amtierenden Staats- und Parteichef. Jiang   wollte den heutigen Premier Li Keqiang verhindern. Ein „macht- und netzwerkloser“ Prinzling namens Xi Jinping hingegen – so wird er im obigen Chart auch vom China-Experten bei Brookings beschrieben (siehe rote Markierung) – war hingegen für beide akzeptabel.  Die Entwicklungen zeigen jedoch, dass Xi von seinen heutigen Gegnern (Jiang Zemin, Hu Jintao) ebenso krass unterschätzt wurde wie damals von den China-Experten. Das heißt aber eben nicht, dass die Geschichte für Xi Jinping am Ende auch gut ausgeht. Aufgund der stark verschärften Zensur erfährt man heute darüber allerdings viel weniger als vor Xis Machtantritt – und was die chinesischen Staatsmedien schreiben, was ist das wirklich wert?
Fazit: weder wirtschaftlich gesehen noch politisch ist China ein sicherer, stabiler Kandidat.

  • diverse – man kann es nicht anders sagen – „Mega“-Korruptionsskandale die ganze Schwellenländer immer tiefer ins politische und wirtschaftliche Chaos zu stürzen scheinen, insbesondere in den sog. BRICS-Staaten (Brasilen und Südafrika), die aber auch große europäische Wirtschaftsnationen auf Raten politisch erschüttern (wie die Wahlergebnisse der letzten Jahre zeigen (insbesondere Frankreich, Italien, Spanien);
  • der jüngst Im Anschluss Donald Trumps erste Nahostreise und dem, was er dort so alles sagte, ausgebrochene, schwere diplomatische Konflikt zwischen den Golfstaaten und Katar und last but not least,
  • der schwelende diplomatische und angedrohte militärische Konflikt zwischen den USA und Nordkorea (Raketentests, Atomprogramm) hat sich bedingt vor allem durch Donald Trumps scharfe (Twitter-)Eskalationsrhetorik über Wochen immer weiter verschärft; es scheint, als sei ein militärischer Konflikt in der Region inzwischen eher unwahrscheinlich geworden; ein neuer, viele Jahre währender „kalter Krieg“ (2), der sich immer noch zu einem konventionellen auswachsen könnte, jedoch nicht; Südkoreas neuer, gemäßigter Präsident Moon Jae-in jedenfalls ist sofort auf den Verhandlungsweg eingeschwenkt – mit Nordkorea (2), China (3), Japan (4) und Russland (5) (6) und er hat bereits im Wahlkampf eine Überprüfung der Stationierung des US-Raketenabwehrsystem THAAD angekündigt (7), was im Extrem zu einer Revision der Stationierungsentscheidung führen oder einen weiteren Ausbau (8) stoppen kann – vor allem da China höchst erbost darüber war, bereits Sanktionen gegen Südkorea verhängte und Moon genau weiß, wie wichtig China als Handelspartner für Südkorea ist und dann sind da natürlich noch
  • die Ölpreise, welche die OPEC und nicht-OPEC-Staaten (insb. Russland) mit einer Ende 2016 beschlossenen und jüngst bis Ende 2017 verlängerten, aber freilich nicht wirklich signifikanten Ölförderkürzung wieder in die Balance bringen wollten; seit der Förderverlängerung sind die Ölpreise rund 8 Prozent gefallen, seit Anfang des Jahres um mehr als 20 Prozent; warum? Weil in derselben Zeit sowohl die US-Shale-Industrie immer mehr Öl aus dem Boden presste (Fracking) und auf den Markt warf und zugleich die Öllagerbestände – wen wundert es – auf neue Rekordhöhen kletterten, insbesondere in den USA.

Strategisch relevante, obwohl keine wie üblich auf Daten basierenden Informationen

Dies alles sind in gewisser Weise zwar ebenfalls strategisch relevante Informationen. Aber sie beziehen ihren möglich Wert eher aus einer abstrahierenden Gesamtschau des „Big Pictures“, das quasi aus der Vogelperspektive, d. h. im Zusammenhang der Punkte gesehen, eine eindringliche Intensität ergibt und einem absolut die Sorgenfalten ins Gesicht treiben sollte. Zumal es sich um eine anhaltende, dynamische Entwicklung handelt, die – im Grunde – dieselbe Richtung läuft und deswegen erahnen, wenn auch keinesfalls berechnen, lässt, was weiter geschehen wird:

  • politisch, geopolitisch und was sich dadurch bedingt,
  • seit spätestens Beginn des Jahres 2017 an den Finanzmärkten und in der globalen Wirtschaft zusammenbraut.

Denn jeder weiß inzwischen aus seiner eigenen Beobachtung, dass die großen Notenbanken und ihre Geldpolitik ihre politische Dominanz und ihren Einfluss auf Märkte und Wirtschaft im Unterschied zu den weltweiten Krisenjahren September 2008-Juli 2012 (EZB-Chef Draghi beendete mit einem einzelnen Satz die Eurokrise) an die Politiker wie Trump, May und Merkel etc. abgegeben haben.

Das hängt vor allen Dingen auch damit zusammen, dass die Marktteilnehmer bei jedem späteren Aufflackern der Krise sogleich hyper-nervös reagierten – mit der Folge von Börsen-Turbulenzen. Die wurden jedoch mit jeder eindeutig besser als erwartet von der Notenbanken gehandhabten und wieder eingefangenen potentiellen Krise (China-Börsen-Crash, Anfang 2015, das unerwartet ausgegangene Brexit-Votum von Juni 2016) schwächer und nunmehr gibt es sie fast gar nicht mehr.

Was im Übrigen eher eine Eigenart ist, die angesichts der – wie zuvor skizzierten – steigenden Abhängigkeit der Finanzmärkte, Börsen und Weltwirtschaft von der Politik bzw. genauer gesagt von Politikern, deren Krisenvermeidungs-Kompetenzen bekanntermaßen recht begrenzt, in jedem Fall aber keineswegs vertrauenerweckend sind (Stichworte: Krise der EU, Brexit, Theresa Mays politischer Absturz). Oder um eine steigende Abhängigkeit von Politikern, die weder über politisch-administrative Kompetenz verfügen, sich auch nicht dafür interessieren, wohl auch gar nicht die erforderliche Konzentration dafür aufbringen können und für anderer Länder Politiker, Firmenlenker und die Weltgemeinschaft derart unberechenbar und sprunghaft sind wie Donald Trump, dass einige bereits einen Übergang von einer mono- (USA) zu einer multipolaren Weltordnung (USA, China, Russland) sprechen. Doch das Hauptproblem ist: Unter US-Präsident kann tatsächlich jederzeit alles geschehen.

In den USA hat eine Revolution begonnen, die sich in ihr Gegenteil verkehrt: nicht aufwärts, sondern abwärts, ins Chaos

Und vor allem sind bereits drei Dinge glasklar:

  1. Seine großspurigen politischen Versprechen wird Donald Trump – wenn überhaupt – nur mit erheblichen zeitlichen Verzögerungen und massiven Zugeständnissen einlösen können.
  2. Mehr noch schaukelt sich Trumps Russland-Affäre in den USA immer weiter auf. Republikaner, die nächst Wahl und insbesondere natürlich ihre Wiederwahl im Auge haben, stehen offiziell zwar noch hinter Trump; sie beginnen aber hinter vorgehaltener Hand bereits Abstand zu nehmen oder sollte man besser sagen, ihre politische Karriere abzusichern.
  3. Das heißt sowohl die Wirtschaft und die Börsianer, die Trumps Versprechen noch Anfang des Jahres mit großen Vorschusslorbeeren bedachten, sehen jetzt ebenso wie die Republikaner die Hoffnung zunehmen schwinden, dass auf absehbare Zeit etwas daraus wird; die US-Wirtschaft, bzw. das US-BIP-Wachstum zeigte für das erste Quartal 2017 bereits entsprechende Schleifspuren

Doch was ist seitdem geschehen in der Wirtschaft und insbesondere an den Finanzmärkten geschehen? Es wird weiter gefeiert.

Was an Finanzmärkten und in der Firmenwelt geschieht, scheint eine völlig andere Welt widerzuspiegeln

Die großen Börsen-Indizes, ob Dow Industrial, S&P 500, Nasdaq Composite oder Dax oder auch – man höre und staune –der  FTSE 100, sind seit ca. November 2016 nahezu im Gleichklang kontinuierlich gestiegen und legen seit Anfang 2017 immer neue Allzeithochs vor, nur um sie kurz darauf erneut zu knacken.

Und jetzt sind Sie dran.

Würden Sie vor dem Hintergrund der oben skizzierten Punkte, der inzwischen von den Notenbanken auf die Politik übergegangenen Verantwortung und Einfluss für die wirtschaftliche und Finanzmarkt-Entwicklung weiter mitjubeln und mitfeiern?

Ich will Ihnen meine ehrliche Meinung sagen: Die Notenbanken haben eindeutig nicht immer alles richtig gemacht – bis heute nicht! Aber Sie haben in den Krisenjahren 2008-2012 m.E. eindeutig einen wesentlich besseren Job gemacht als die damals verantwortlichen Politiker. Die alten Politiker sind freilich teils immer noch an der Macht (Merkel, Shinzo Abe, Mariano Rajoy). Aber den neuen Politikern auf dem globalen Parkett ist noch viel weniger zuzutrauen oder nicht!?

Die Wirtschafts- und Finanzwelt, das Wirtschafts- und Finanzmarkt-System ist kein sich selbst korrigierender Mechanismus

Und dass sich die globale „Maschinerie“ (denn das ist sie ja im Sinne der herrschenden ökonomischen und wirtschaftspolitischen Doktrin) trotz May-Desaster und Trump-Chaos schon irgendwie weiterdrehen und sich erhalten wird, ist dazu das globale Wirtschafts- und Finanzsystem nicht längst – auch aufgrund der ultralockeren Geldpolitik – bis an die Grenze und darüber hinaus ausgereizt worden? Viele sehen da gegenwärtig – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – vielleicht eine Stabilität, die es gar nicht gibt. Sozusagen eine Phantom-Stabilität, vergleichbar mit dem sogenannten Phantomschmerz.

Es ist doch gerade bezeichnender Weise das Ziel Donald Trumps, den nicht mehr weiter wachsenden globalen Kuchen auf dem Neu-Verhandlungswege und mit Importzöllen zugunsten der USA neu zu verteilen. Welche andere Nation wird sich das gefallen lassen? Wer begibt sich freiwillig in die größer werdende Gemeinschaft der globalen Verlierer? Und wohin führt es, wen man dies einmal bis zu einem Endpunkt durchdekliniert?

Ich will es hier gar nicht tun. Klar ist indes – und das ist das wirklich Beunruhigende –, dass sich die Märkte und bis zu einem gewissen Maße offensichtlich auch große Teile der Wirtschaft noch nicht darauf umgestellt haben, dass die Musik, die die Welt tanzen lässt, nicht mehr von den Notenbanken kommt, sondern von den politischen Führern dieser Welt.

Man braucht also kein Prophet zu sein, um sagen zu können, dass die meisten es wieder viel zu spät realisieren werden, wenn die Musik zu spielen aufhört. Denn sie schauen offensichtlich wieder einmal ganz woanders hin. Mag sein, dass sie es nicht anders wollen. Denn für viele ist eine Lebenslüge weitaus erträglicher als die Wahrheit.

PS: Nun ist der Aufsatz doch ein wenig länger geraten als angekündigt. Ich hoffe, Sie sehen es mir nach.
SLE

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.se

Print article

42 KommentareKommentieren

  • Systemfrager - 22. Juni 2017

    Ein paar Punkte ein bisschen aufgebauschte Tatsachen
    Aber für mich:
    Der bisher beste Aufsatz von SLE in dieser Site
    Tja:
    Die schlecht gertegelten Systeme sind unstabil, pariodisch brechen sie zusammen
    Die freie Marktwirtschaft ist ein schlecht geregeltes System
    Als es zusammenbricht, die Macht übernimmt die Politik:

    Der liberale Staat war immer so stark, wie die politische und soziale Situation und die bürgerlichen Interessen es erforderten. Er führte Kriege und schlug Streiks nieder, er schützte seine Investitionen mit starken Flotten, er verteidigte und erweiterte seine Grenzen mit starken Heeren, er stellte mit der Polizei ,Ruhe und Ordnung‘ her. Er war stark genau in den Sphären, in denen er stark sein mußte und wollte.

    Neumann, F.: Demokratischer und autoritärer Staat, S. 31.

  • Holly01 - 22. Juni 2017

    Hallo,
    Danke für den Beitrag 🙂 .

    Zu:
    “Würden Sie vor dem Hintergrund der oben skizzierten Punkte, der inzwischen von den Notenbanken auf die Politik übergegangenen Verantwortung und Einfluss für die wirtschaftliche und Finanzmarkt-Entwicklung weiter mitjubeln und mitfeiern?”

    Ja würde ich, zumindest wenn ich in der Situation der 0,01% wäre.
    Es läuft eindeutig: perfekt.
    Man treibt die Menschen vor sich her.
    Die “Ängstlichen” sind blockiert.
    Die “Bewahrer” sind blockiert, weil sich der Ist-Zustand offensichtlich nicht bewahren lässt.
    Die “Progressiven” sind blockiert, weil die vielen Aspekte keine Richtung erkennen lassen.
    Die “Interessierten” sind blockiert, denn was sich abzeichnet kann nicht sein und was sein kann, passt nicht.
    Die “Desinteressierten” sind blockiert, weil die Gesetzgebung und die Gesellschaft keine Freiräume zum Abtauchen lässt.

    Die Fragmentierung der Meinungen und Nachrichten zwingt zur persönlichen Selektion von “Wahrheit”.
    Die Selektion ist aber inkompatibel und die Menschen verlieren die Möglichkeit überhaupt noch zu kommunizieren.
    Gleichzeitig verlieren die Gesellschaftlichen ihren inneren Halt. Die verbindenden Elemente werden systematisch zersetzt.
    Welchen Inhalt hat zum Beispiel Deutschland der alle Deutschen inhaltlich einvernehmlich verbindet? Es gibt gar keinen.
    Aber die Zersetzung läuft perfekt.
    H4, prekäre Beschäftigung, Besitzstandswahrung bei Gewinnmaximierung, Vermögensgefällt, MM Monopole, Gladio, rechts-links, Migranten, Nationalismus, Egalisierung, Gender, Egoismus und Einkommenschere sind nur so Schlagwörter, die jeder anderes interpretiert, aber auch jeder iwie versteht.

    Es läuft perfekt für die 0,01%. Die Solidarität in den Gesellschaften und den Bündnissen zerfällt.
    Überall wird herumgerührt. Überall wird “das Wasser trübe”.
    Im Trüben ist gut fischen.

    lg Holly

  • Holly01 - 22. Juni 2017

    Im weitesten Sinne:

    oder

    Nur 2 von tausenden Beispielen wie alle möglichen Menschen mehr oder weniger versuchen sich ein Bild zu machen und so etwas wie eine persönliche Sicht zu finden, trotz aller offensichtlichen Manipulationen.
    lg Holly

  • Fekub - 22. Juni 2017

    Die Politik positioniert sich wahlwirksam vor der Zentralbank um für die Stabilität und Haushaltsüberschüsse Stimmen zu sammeln. Sogar Frankreich besserte sich zu Wahl, d.h. die Kreditvergabe. Zum ersten Mal findet ein Bundestagswahlkampf statt und Wirtschaft ist kein Thema mehr!.
    Die Euroeinführung hatte politische Gründe und war vor der politischen Einheit historisch zu früh. Genauso wird jetzt mit den Eurobonds verfahren, man schafft Tatsachen, denn eine politische Einigung ist aus nationalistischen Gründen ausgeschlossen. Der Umweg heißt target2 und die Stimmenmehrheit der Nordländer ist seit Brexit (unabsichtlich) Geschichte. An diesen Zufall glaube ich ebenso wenig wie an die zufällige Grenzziehung in ALLEN britischen Kolonien, wo seit “Unabhängigkeit” fast ununterbrochen ethnische u.o. religiöse Konflikte Kriege verursachen.

    Trump mag ein August sein und der tiefe Staat unnachgiebig. Nur entfällt mit Trump nicht das Motiv zum Wechsel der amerikanischen Wähler oder der “Wahlauszähler”. Ausgerechnet die Schicht der Tumpwähler trug den Blutzoll der Kriege seit 9/11 und erträgt die Umverteilung der Gewinne nach irgendwohin.

    Seit Libyen ist offener Krieg wieder politisches Mittel für Europa. Gleichzeitig absorbiert man kriegstaugliche Flüchtlinge aus den selbst verschuldeten Kriegen und glaubt die Männer zu prekären Fachkräften und willigen Beitragszahlern machen zu können.

    Es ist den Wählern nicht zu verdenken, wenn sie sich an jeden Strohhalm klammern, in der Hoffnung dieser Alptraum könnte enden.

    • Systemfrager - 22. Juni 2017

      Gleichzeitig absorbiert man kriegstaugliche Flüchtlinge aus den selbst verschuldeten Kriegen und glaubt die Männer zu prekären Fachkräften und willigen Beitragszahlern machen zu können.

      Nicht nur das.
      Man will nich mit der Polizei (Gewalt) das verarschte Volk bekämpfen – ist zu offensichtlich und auch zu teuer -, dieses sollte seine Unzufriedenheit und die Energie in den Konflikten mit den endogenisierten Fremden erschöpfen.
      Die “Eliten” lassen sich zwar medienwirksam mit den Kindern und Flüchtlingen fotografieren, aber in ihrer Nähe wird man sie nie ansiedeln.

      • BLB - 22. Juni 2017

        Zu Fachkräften und Beitragzahler machen? Das macht man der Bevölkerung weiß. Oder wegen der Demografie. Oder wegen der Moral.

        In Wirklichkeit rennt die Geldmenge der Realwirtschaft weg. Es ist nur eine Frage der Zeit wan es wieder Crasht. Die Flüchtlinge sind nur mittel zum Zweck und zwar den Konsum anzukurbeln. Man hoffte auf eine neues Wirtschaftswunder, wie man in einigen Medien lesen konnte. Nur ist das ein verquertes politisches Wirtschaftsdenken. Planwirtschaft halt.

        Der Crash wird kommen und dann fällt Deutschland am tiefsten.

    • BLB - 22. Juni 2017

      “Die Euroeinführung hatte politische Gründe und war vor der politischen Einheit historisch zu früh.”

      Das würde bedeuten, gäbe es eine politiche Einheit, wäre die Euroeinführung in Ordnung?
      Wir hatten mal ein stabiles Europa und wirtschaftlich starkes Europa …, vor der Ambition, daraus ein Groß-Europa zu machen. Und es waren die Unterschiede die Europa groß gemacht haben. Man schaute von einander ab und man war im Wettbewerb.

      Die DM war stark und die Bundesbank machte einen guten Job, so das sich z.B. Österreich und die Niederlande dieser restriktiven Politik unterwarfen. Und zwar freiwillig.
      Ein Industrieland hat ganz andere Prämissen wie z.B. ein Agrarland. Genauso ein Exportausgerichtetes Land, wie ein Binnenmarkt ausgerichtetes Land. Auf Grund globaler Ereignisse kann es sein, dass das eine Land niedrigere Zinsen, aber gleichzeitig ein anderes Land höhere Zinsen benötigt. Schon aus diesem Grund ist es unsinnig sich gegenseitig an die Kette zu legen. Eine Währung muss atmen können, sie muss mit der Wirtschaft mitgehen.

      Auch ein Grund warum Gold als gedeckte Währung in unserer globalen Welt nie funktionieren kann.

      Ein gemeinsames Europa schafft man nicht über eine Einheitswährung, sondern über sein gemeinsames Handeln.

      • Fekub - 22. Juni 2017

        Der Althistoriker Egon Flaig beschreibt es hier wunderbar https://www.youtube.com/watch?v=giDiwJRkj6w

        Ginge es nach den Menschen wäre Europa weiter als es die gewählten Eliten zulassen. Der Nationalismus kommt heute von den Versorgungspfründen der Parlamente, vor allem dort, wo Korruption und Vetternwirtschaft nicht kontrolliert werden will – also überall.

        • Holly01 - 23. Juni 2017

          Danke für den link. Den Herrn klopf ich mal ab, der erscheint mir sehr hörenswert.
          lg Holly

  • Peel - 22. Juni 2017

    Weder die Notenbank, noch die Politiker hatten und haben die Macht. Sie sind ausführende Organe des “Sumpfes”, der sich im letzten Jahr unverhohlen gezeigt hat.

    Sieht man am Duterte von den Philippinen – kaum will er sich mehr an China orientieren, “erkrankt” er und hat Probleme mit dem IS, den terroristischen Auxiliarii des “Sumpfes”!

  • JL - 22. Juni 2017

    Ja, es gibt viele Risikoevents auf dieser Welt- China, Saudi-Arabien, Wirtschaftsabschwünge, politische Eskalationen (Venezuela, Brasilien zum Beispiel) und andere dahinköchelnde Krisenherde seit 2008.

    Allen gemein ist aber eines: Verschuldung.

    Die westliche Welt ist im Großen und Ganzen bis zum Limit verschuldet. Dies ist vor allem der „Krisenbewältigung“ zwischen 2008 und 2010 geschuldet. Hier hatten einst Politiker (!) die Rettungen maroder Banken forciert und durchgepeitscht. Das Ergebnis ist bekannt- die Banken sind immer noch marode, nur leider größer. Das Politiker in Fiskalfragen besser sind als Notenbanken- die auch nur ihre Klientel Pflegen- ist mehr als fragwürdig und eher als Drohung zu verstehen.

    Aber es lohnt sich ein Rückblick von 2008-2010 auf die Gegenwart.

    In den Krisenjahren 2008- 2010 standen alle westlichen Industriestaaten einschließlich China und Russland mehr oder weniger zusammen um die Finanzkriese einzudämmen (bewältigt wurde sie ja nie). Hier hatte man mit immensen Summen gemeinsam das weltweite Bankwesen gerettet.
    Gegenwärtig ist auszuschließe, daß es einen solchen „Schulterschluß“ nochmals geben wird. Im Gegenteil, jeder wird froh sei wenn der andere Probleme hat, ohne selbst gefordert zu werden. Strategisch ist es heute eher sinnvoll andere Staaten ihre Finanzprobleme ausleben zu lassen um selbst daraus profitieren zu können.

    Die Zeiten ändern sich eben- aber Machtpoker bleibt Machtpoker.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Holly01 - 23. Juni 2017

      Ich habe den Eindruck die lokalen Eliten haben den USA den Bretton-Wood Bruch verziehen, aber die Eskalation 2008 nicht.
      Das die FED und die USA das nicht unter der Decke halten konnten und weltweit alle Eliten in die Erklärungsnot getrieben haben, scheint mir unverzeihlich.
      So entwickelt sich das “Eigenleben”, aka die USA verlieren fließend ihren Einfluss.
      Auch und vor allem, weil die USA sich unfähig zeigen die Krise als solche zu beenden.
      Kein nationaler “new deal”, nur Egoismen und Eitelkeit gepaart mit panischem festhalten am status quo.
      Wer existenziell an einem Status hängt, ist bereits Geschichte.
      lg Holly

  • Holly01 - 22. Juni 2017

    94min. zum Thema, absolut sehenswert:

    lg Holly

  • Holly01 - 23. Juni 2017

    Ein wenig input, also Inhalt über Techniken und Basics (80min):

    • Holly01 - 23. Juni 2017

      Das wird zwar jeden/r klar sein, aber ich schreib es trotzdem, damit ich mich selbst damit wohler fühle:
      Das Alles muss man natürlich in dem Zusammenhang mit der “Industrie 4.0” einbetten.
      Wir erleben die Ausbildung des “Sprungbretts”, mit dem man die gesellschaftliche Transformation vorbereitet.
      Man kann das unter der vollständigen Freizügigkeit von allen Produktionsfaktoren bezeichnen.
      Damit ist die Kontrolle jeglicher Wirtschaftstätigkeit auf relativ schwierig.
      Die gesellschaftliche Wertschöpfung ist fast unmöglich, weil es ja keine gesellschaftliche Verankerung mehr gibt.
      lg Holly

      • Holly01 - 23. Juni 2017

        Die Reaktionen sind natürlich differenziert nationalistisch:

        Die Argumentationslinien sind rational nachvollziehbar und die Argumente sind durchaus schlüssig.
        Deshalb muss man das inhaltlich natürlich nicht teilen, aber man müsste sich dem selbstverständlich mit Argumenten stellen.
        Und das ist die Krux.
        Türkei, Ungarn und Polen = doof = nationalistisch
        Gegenseite
        Türkei, Ungarn und Polen = im Endkampf um ihre Gesellschaft = Selbstverteidigung

        Die Basis ist aber das Gesellschaftsdesigne, das geprägt wird und eine Diskussionsunfähigkeit erzeugt.
        Wir werden systematisch sprachlos aka kommunikationsunfähig GEMACHT.
        Weil nach meinem Eindruck alle Lobbyisten eine grandiose Endkampfstimmung verbreiten.
        Diese Grundsatzentscheidung SOLL nicht diskutiert werden, es soll gefälligst im Sinne der jeweiligen Gruppen gemacht werden.
        (und wieder überrepräsentiert, Entschuldigung)
        lg Holly

  • MFK - 23. Juni 2017

    Wr werden alle störben.

  • Georg Trappe - 24. Juni 2017

    “Politik, nicht mehr die Notenbanken sind die Treiber!”

    Provokante Ueberschrift oder Wunschdenken?

    1a) Trump wird fuer die Umsetzung seines Programms Geld brauchen. Das kann er aber nur bei denen holen, die es bereits massenhaft haben, was im Widerspruch zu seinen Steuerplaenen steht, oder bei denen, die es in beliebigiger Menge aus dem Nichts schoepfen koennen. Und das ist das US Bankensystem mit der FED an der Spitze. Dort spielt sich aber gerade etwas anderes ab.

    Die FED erhoeht, wenn auch sehr vorsichtig, schrittweise die Zinsen und die Geschaeftsbanken senken die Rate der Kreditausweitung deutlich. D.h. meiner Meinung nach, Trump findet sich gerade in einem finanziellen Straitjacket wieder, das enger geschnallt wird, als es bei seinem Vorgaenger der Fall war. Das ist zwar nicht untypisch in einem Nachwahljahr, aber es hat bisher immer geholfen ambitionierten Neulingen im Praesidentenamt, und hoffnungsvollen Waehlern = Demokratieglaeubigen, klar zu machen, wo der Hammer haengt.
    Das funktioniert in einem Europa mit einer Zentralbank und x Regierungen, wo eigentlich immer irgendwo Wahl ist, natuerlich nicht so gut. Daher vielleicht der Traum “aufgeklaerter” Historiker, wie Flaig, von der Weltrepublik. Da hat man dann eine demokratisch gewaehlte Weltregierung und eine unabhaengige Weltzentralbank mit privaten Geschaeftsbanken und Weltwaehrung, die sich dann gut synchronisiert um die Umsetzung der universalen Ideale der Aufklaerung kuemmern (koennten ;-).

    1b) Russlandaffaere. Absurd!
    https://drive.google.com/file/d/0B02aBb5dN0EwN0FFTG9qRFFYTkE/view?usp=sharing

    2) Theresa May und der Brexit bzw. die Rolle des UK´s in diesem Spiel ist meinem Eindruck nach nicht so dramtisch anders, wie das, was uns bisher geboten wurde:
    https://drive.google.com/file/d/0B02aBb5dN0EwN3NIeUk3cEQ1Qmc/view?usp=sharing

    3) Russland siehe 1b) Wenn man Syrien und die Ukraine unter diesem Punkt hinzu nimmt, dann kann man feststellen, dass Russland offensichtlich nicht gewillt ist, seine Interessen dem Expansionsstreben des Westens zu opfern. Und wie die verlaengerte Achse des Guten, Die Zeit, zu berichten weiss, wird nun auch dort, nachdem die russische Entschlossenheit erkannt wurde, ein “Kompromiss” = eine Teilung des Landes vom Westen als “Loesung” ins Spiel gebracht.
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/kriegsstrategie-syrien-usa-iran-russland
    Toll!

    4) China: Wachstum und Wettbewerb, also das allgemeine Streben nach “Mehr” in den Dimensionen Zeit und soziale Umwelt (auf den Ebenen Individuen, Firmen, Volkswirtschaften) sind immer und zwangslaeufig von Konzentrationsprozessen und ihren Folgen begleitet, wenn das Wachstum ueber Population und Zeit streut (was bei einem Wettbewerb, bei dem das Ziel ist, Gewinner und Verlierer zu ermitteln, immer der Fall ist). So also auch in China und das wusste man sogar auch schon 2010 im Westen;-). Wenn das unbeachtet bleibt, koennen die Folgen der stetig zunehmenden Konzentrationauf allen Ebenen, wie in Ihrem zitierten Artikel beschrieben, zu erheblichen Schwierigkeiten fuehren. Die Wirtschaftsgeschichte des Westens ist voll mit Beispielen und es nicht zu erwarten, das es in China vollkommen anders verlaeuft.

    5.) Diverse. BRICS: Durch ein mehr oder weniger zentralisiertes Bankensystem finanzierte Wachstumsschuebe fuehren in einer durch Wettbewerb (um die Ergebnisse) gekennzeichneten Wirtschaftsweise grundsaetzlich zur Aufrichtung von Gradienten des Wohlstands, der Firmengroessen etc.. Die dadurch entstehenden Spannungen werden in Phasen restrektiver Geldpolitik eskaliert und so zur Entladung gebracht. Die “Kunst” der 1% besteht darin, aus solchen Krisen gestaerkt hervor zu gehen. Der “Rest” interessiert eher weniger. Obwohl er natuerlich mit seinen Auseinandersetzungen, Kaempfen und Kriegen die Schlagzeilen liefert. Kommen die 1% dann doch mal unter die Raeder, z.B. Pol Phot Kambodscha, oder verlieren die Kontrolle wie z.B. ueber Hitler in Deutschland, dann ist ja immer noch die Weltgemeinschaft der kosmopolitischen Eliten da und hilft den Verunglueckten wieder auf die Beine bzw. widmet ihnen imposante Filme, Buecher, also Geschichtsschreibung im weistesten Sinne, um der Welt ein systemkonformes Lernen aus solchen “Fehlern” zu ermoeglichen.

    6.) Naher Osten: Ein Pulverfass mit seit langem brennender Lunte und merkwuerd nach benzin und Oel stinkenden “Loeschversuchen”.
    http://www.bangkokpost.com/news/world/1274911/saudis-foil-mecca-bomb-plot
    http://www.dw.com/en/german-spy-agency-warns-of-saudi-intervention-destabilizing-arab-world/a-18889664

    7.) Oelpreise: Ich kann mich an Zeiten erinnern, da musste jeder laue Wind mit Sturmpotential im Golf von Mexiko dazu herhalten eine weitere Oelpreissteigerung zu rechtfertigen.

    http://www.reuters.com/article/us-storm-ike-energy-idUSN1339789020080913

    Die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Und das obwohl die Krisen in den Hauptfoerdergebieten (siehe 6.) sich zuspitzen. Die magischen Haende des Marktes scheine da etwas zu wissen, was der Berichterstattung nicht zugaenglich ist.

    https://drive.google.com/file/d/0B02aBb5dN0EwazJCMVRDQTdLcTA/view?usp=sharing

    Also ein weites Feld fuer “Verschwoerungstheoretiker”, die moeglicherweise im Licht der “neuesten Erkenntnisse” der BoE, BuBa, IWF und EZB die Macht des zentralen Fuehrungsinstruments kapitalistischer Wirtschaftsweise ueberschaetzen.

    Wie dem auch sei. Ich bedanke mich fuer den anregenden Artikel und die Gelegenheit mit diesem Kommentar der funktionalen, mechanistischen Interpretation der angesprochenen Dinge Raum zu geben.

    Wenn ich mich in die Rolle der 1% versetze, dann machen die Bankster der Notenbanken und Banken, die CEOs der Grosskonzerne, die Politiker und die Verstaendnis vermittelnden Medien, Experten etc. ihre Sache wirklich gut. Denn aus der Froschperspektive desjenigen betrachtet, auf den das Alles runter regnet, sieht es tatsaechlich wie ein undurchdringliches Chaos aus.

    Viele Gruesse

    Georg Trappe

  • JL - 25. Juni 2017

    Nun, nach sieben Jahren im zinslosen Nimmer Land kann selbst die FED nicht voraussagen was die 1%- 1,25% an gegenwärtigen Zinsen bewirken werden. Dieses mickrige 1 % bedeuten 630 Milliarden an Mehrkosten durch Schuldtilgungen allein in den USA- und die FED hat weitere Zinserhöhungen bereits angekündigt.

    Damit haut man nicht nur Trump in die Pfanne, sondern die amerikanische Wirtschaft, sofern noch vorhanden, gleich mit. Dieses lumpige 1 % wird mittelfristig Fehlinvestitionen aufzeigen die es sonst nicht gegeben hätte und für einiges Chaos in den Vorstandsetagen mancher Firmen sorgen.

    Nun ist es ja nicht so das nur die Amerikaner irgendwelche Wirtschaftsprobleme haben. Die Briten bewegt dasselbe Thema auch- nur schreibt man dies dem BREXIT zu.

    http://finanzmarktwelt.de/brexit-die-todesspirale-sendet-das-naechste-signal-subprime-kreditgeber-provident-financial-stuerzt-ab-61858/

    In China steht die Anbang Insurance Group vor dem aus, daß zweitgrößte Versicherungsunternehmen in diesem Land mit weitreichenden Verflechtungen in die Bankenwelt und Politik.

    http://finanzmarktwelt.de/macht-china-denselben-fehler-wie-die-usa-mit-lehman-brothers-systemrelevantes-unternehmen-anbang-vor-dem-aus-61571/

    In Italien sind soeben zwei Banken Pleite gegangen, Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca scheinen wohl nicht überlebensfähig. Diese zwei Banken sind/ waren übrigens im wirtschaftsstarken Norden Italiens präsent. Die laut Mainstream überfällige „Bereinigungen“ in diesem Bereich vergrößert nur die Systemrelevanz der Big Player und vertuscht die Sorglosigkeit bisherigen Geschäftsgebarens- frei nach dem Motto „Wenn uns nicht mehr zu helfen ist, helfen uns eben andere“. Und wie es mit MdP weitergeht wissen wohl auch nur die Götter.

    In Saudi-Arabien fördert man zwar profitabel Öl für unter 20 Dollar, braucht aber mindestens 70 Dollar pro Faß um die orientalische Scheinwelt aufrecht halten zu können. Hier braucht man also dringend neue Einnahmequellen die sich bedauerlicherweise aber in Form von Gas im Scheichtum von Katar befinden. Sollte es dort zum Krieg kommen, werden die Amerikaner sicher Mäßigungen anmahnen aber an alle Kriegsparteien pausenlos Waffen liefern. Moral ist halt Moral und Geschäft ist Geschäft- wenn man das eine Predigt und das andere tut ist die Welt ja auch in Ordnung. Schlecht für die dortigen Kriegsspieler sind da wohl nur die Russen und Türken. Die einen haben eine anerkannt überzeugende Waffentechnik zur Verfügung, die anderen die größte Armee innerhalb der NATO (ohne USA). Eine mögliche Konfliktverschärfung könnte unter diesen Umständen den neuen Kronprinz Mohammed bin Salman durchaus die Krone kosten.

    Und dann gibt es auch noch die Krisenregion Lateinamerika. Entweder sind dortige Staaten politisch instabil und korrupt ohne Ende (Brasilien zum Beispiel) oder wirtschaftlich schwer angeschlagen (Venezuela zum Beispiel). Wie ernst die Lage in der Region ist verdeutlicht auch der Pleitestaat Argentinien. Dort möchte man neuerdings 100- jährige Staatsanleihen an den Mann bringen. Man braucht eigentlich, neben einer robusten Gesundheit, nur noch eine gehörige Portion Optimismus, um den Ereignisfall genießen zu können. Dabei hängt über die gesamte Region die Zinskeule der FED, da man sich vornehmlich in US- Dollar verschuldet hatte. Die oben erwähnte Zinsanhebung der FED wird beim „Überrollen“ der Schulden sicher schmerzhafte Nebenwirkungen haben, die vor allem die ärmeren Bevölkerungsgruppen dort zu spüren bekommen werden, wenn es zwangsläufig zu Subventionsabbau und Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst kommt.

    Es gibt also genug Krisenherde, auch ohne schwarze Schwäne- die Welt befindet sich im Umbruch und wird sicher auch die deutsche „Trauminsel“ erreichen.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • Holly01 - 25. Juni 2017

      Hallo JL,
      zwei Dinge sind dazu anzumerken:
      – Alles was Sie beschreiben ist absolut richtig.
      – Alle diese Dinge sind “gemacht”.

      Klar kann niemand sagen, wo die Decke zuerst “kurz” wird.
      Aber wenn man so eine Geld- und Gesellschaftspolitik wie die USA betreibt, dann ist das Ergebniss vorhersehbar.
      Die deutsche Gesellschaft ist desorientiert und entwurzelt.
      Auch kein Zufall.
      Man kann da durchaus eine “gemachte” Entwicklung unterstellen.

      Schwarze Schwäne? Ja, kann sein, aber die werden von den Kulissenschiebern über die Bühne geschoben.
      Die Frage ist doch, wer rührt da welche weltweite Suppe an.
      Ich würde die Antwort nicht in VT suchen (obwohl es viele sehr gute gibt), sondern ich führe fundamentale Zahlen und 2 oder 3 Argumente aus dem Umfeld an:
      Die Rüstung der USA ist hoch genug, um Krieg gegen die gesamte Welt führen zu können. Das ist ebenso ein harter Fakt, wie die tatsache, das das schon seit jahrzehnten so ist, also ein gigantisches Arsenal aufgebaut wurde.
      Argument 1: Die USA kontrollieren die gesamte IT.
      Argument 2: Die USA überwachen die gesamt Welt umfassend.
      Argument 3: Die USA destabilisieren praktisch alle Regionen gleichzeitig.

      Ich schliesse daraus, das die Idioten in den USA eine komplette Weltherrschaft mit dem Dollar als einzige Währung anstreben.
      Da die EU gescheitert ist und die OAU nie in die Startlöcher nie verlassen hat und die Länder in Lateinamerika, Asien und im nahen Osten kein Interesse an “Zusammenarbeit” zeigen, dürfte der Weg ein anderer sein, als erst Blöcke zu schmieden, die man dann verschmelzen kann.
      Der Spannungsbogen dieser Krise wird noch eine ganze Weile steigen.
      Die Decke wird überall kürzer.
      Die Frage wird darin bestehen, wie die Gesellschaften mit den Verlusten umgehen (können).

      Die Kulissenschieber zu entlarven wäre schon schön. Ich sehe nur die Möglichkeit nicht.
      lg Holly

      • JL - 25. Juni 2017

        Hallo Holly

        Meiner Meinung nach gibt es ein Amerika vor 1990 und ein Amerika nach 1990.
        Das Amerika vor 1990 war wirtschaftlich, militärisch und politisch stark. Es vereinte den „Westen“ durch verschiedene Verträge die oft genug vertretbare Kompromisse für alle Vertragspartner beinhaltete mit denen alle leben konnten. Das damalige Amerika war auch realistisch genug die militärischen Kapazitäten des Ostblocks anzuerkennen. Man arrangierte sich gegenüber den anderen über gewisse Einflußzonen und Machtbereiche. Das dies damals schon den Hardlinern nicht gefiel zeigt am deutlichsten die Ermordung von J. F. Kennedy.

        Seit 1990 wurde Amerika wirtschaftlich immer schwächer, man lagerte Industrien aus und vernichtete damit „nebenbei“ auch Ingenieurwissen. Beispiel: Die Amis sind heutzutage unfähig eigene Raketenantriebe zu fertigen, der letzte Versuch vor etwa zwei Monaten ging voll daneben. Hier ist man auf die Russen angewiesen.

        Und die Amerikaner hatten über eine Dekade hinweg keine Konkurrenz auf Augenhöhe. Das bekräftigte die Jungs in Übersee im Glauben irgendwie einmalig zu sein. Das Ergebnis waren militärische Alleingänge und wenn notwendig politisch- militärische Vorgaben im Befehlston- die Amerikaner wurden also überheblich und Arrogant.

        Noch immer glaubt man irgendwie der Tollste zu sein, aber die Welt hat sich geändert. Die Russen haben in Syrien ihre militärischen Fähigkeiten knallhart unter Beweis gestellt und wenn die Chinesen in den strittigen Gewässern überreizt werden wird es dort knallen. Damit findet die „Kanonenbootpolitik“ der Amerikaner ihr jähes Ende.

        Es ist also festzustellen, daß das Amerika von Heute wirtschaftlich schwach, militärisch stark und politisch unglaubwürdig ist. Gleichzeitig ist man dringend von der Dollarhegemonie und vom Geldfluß in die USA (Anleihen) angewiesen. Fällt eines von beiden aus steht der Kaiser ohne Kleider da.

        Wenigen ist das Verhältnis GB zu den USA aufgefallen.
        Das britische Engagement Seite an Seite mit amerikanischen Truppen irgendwelche Kriege zu führen hat deutlich nachgelassen. Und, die Briten sind im Dollarraum (Der Euro gehört quasi zum Dollarraum) zwar nach wie vor präsent, ihr finanzieller Schwerpunkt hat sich allerdings nach Asien verlagert. Vor diesem Hintergrund kann man auch den BREXIT verstehen. Man agiert weiter wie bisher aber löst sich vorsorglich von möglichen Verpflichtungen. Zudem hat man sich sozusagen bei der AIIG eingekauft, dem asiatischen Gegenstück zum IWF. Es hatte die Amerikaner ziemlich verschupft das die Briten dort eingestiegen sind, aber für die CoL ist der Dollar nur eine Parodie in ihrer 1000- jährigen Geschichte.

        Perikles sagte einst

        „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

        • Holly01 - 25. Juni 2017

          Gibt es etwas schlimmeres, als das Urteil, das da ein extrem überrüsteter Staat inhaltlich entleert, seiner industriellen Fähigkeiten verlustig und von hunderten Treffern taumelnd im Ring steht und auf Krawall aus ist?
          Die fahren jetzt die Kreditlinien zurück. Bei den PKW haben die angefangen, ich schätze danach kommen direkt die Kreditkarten und die Studentenkredite dran.
          Die FED will die Bilanz zurück fahren, also Assets raus und Geld einsammeln.
          Raketenantriebe? Hm, ihre Kernkompetenz soll ja IT sein, Fefe hat das heute gelinkt:
          https://lists.debian.org/debian-devel/2017/06/msg00308.html
          Schaut aus, als stände neben den USA die EU auf der Resterampe.
          Ich halte aber das Gros der Infos für Theater. Wir sehen ja nur die Wirkungen und haben von den Auslösern und der Grundplanung keine Ahnung.
          Also wirklich Mal, so einem Totalüberwacher kann doch nun wirklich nicht Alles nur schief gehen oder?
          lg Holly

          • Holly01 - 26. Juni 2017

            Der Rest Hoffnung ruht auf der deutschen Einsicht, dass man mit Frankreich und Polen sehr feste Bündnisse schmieden MUSS und dafür einen Preis zu zahlen hat.
            Im Windschatten dieser Bündnisse bräuchte es eine ganz klare Ansage:
            Russland hat noch vor Deutschland die schwierigste strategische Situation und hat daher logischer Weise das (relativ) höchste Militärbudget.
            Deutschland mit seinen Verbündeten zusammen sollte nicht mehr für Militär ausgeben als Russland.
            Der Rest bedeutet dann logischer Weise, wenn alle in Europa ihren Teil machen (wollen) im militärischen Bereich, dann kann Deutschland dort eine Menge Geld sparen.
            Auf der Basis sollte man auch inhaltlich sinnvolle Gespräche führen können, denn egal wie man das sieht, Russland ist ein zentraler Faktor in Europa.
            Also sollte jede strategische Ausrichtung auch ein Bündnis oder zumindest ein sehr breites Vertragsverhältnis mit Russland beinhalten ohne zu vergessen, das zwischen Russland und Deutschland ein dutzend Staaten liegen, die keine Lust haben wieder als Einflusszone zu enden.
            Die Amis …. ja die Amis müssen wir los werden (also militärisch).
            Das ist wie ein tollwütiger Hund der im Wohnzimmer wohnt, keine Hilfe für niemanden.
            lg Holly

            • Holly01 - 26. Juni 2017

              Die Reihenfolge wäre dann:
              Datenhoheit/Datensicherheit
              Befriedung
              Aussengrenze
              Lufthoheit
              Sicherung der Transportwege
              Sicherung der Ressourcenlage

              Militärisch ist nur der kleinere Teil, aber man muss große Teile des Militärs auflösen bzw in paramilitärische Verbände überführen für die Sicherung der Aussengrenzen.
              Politisch ist das ein Minenfeld, das viele Opfer fordern wird.
              Da geht freiwillig keine/r rein.
              Also muss der Druck noch viel viel ….. viel .. größer werden.
              lg Holly

              • Holly01 - 26. Juni 2017

                Dann sind da immer noch diese Briten. Die seit 800 Jahren nur Unfrieden in Europa produzieren und gerade in eine neue Runde gehen wollen.
                Make britain great again.

    • Georg Trappe - 26. Juni 2017

      Hallo JL,

      vielen Dank fuer die Hinweise. Ich fuege zur Unterstreichung noch zwei hinzu:

      http://finanzmarktwelt.de/warum-die-asiatische-iwf-alternative-den-usa-angst-macht-10726/

      http://finanzmarktwelt.de/der-iwf-bereitet-sich-auf-das-ende-der-us-dollar-aera-vor-10466/

      Wenn einem klar ist, das Geld nicht nur ein Schleier ist, sondern das per Geld die Arbeitskraft der Vielen in die Ziele der Wenigen gelenkt wird, dann ahnt man vielleicht, was Sie da mit Umbruch umschreiben und an welch seidenen Faeden die hiesige Illusion vom Leben auf der Insel der Glueckseligen haengt.
      Der Volksmund sagt: “Geld regiert die Welt”. Und hier geht es um die Frage wessen Geld die Welt in Zukunft (mit)regiert. Seit Ewigkeiten gilt, der Schuldner dient dem Glaeubiger. Die USA, also die Volkswirtschaft, die sich mit Abstand am hoechsten im Rest der Welt verschuldet hat, versuchen gerade dies auf den Kopf zu stellen. Das interessante dabei ist, das dieser Schuldner bis zu den Zaehnen bewaffnet ist und sich bisher auch nicht gescheut hat, die daraus resultierenden Moeglichkeiten fuer die Durchsetzung seiner Interessen zu nutzen. Grosse Teile der Welt haben da merkwuerdig geduldig ueber lange Zeit mitgespielt. Die Ereignisse 2007/08 ff., die ja im Grunde einer Wiederholung der Kuendigung des Bretton Woods Abkommens (Aufhebung der Umtauschverpflichtung von US$ in Gold) entspricht, indem US Ratingagenturen die Verpflichtung zuvor von ihnen mit triple A bewerteter US Schuldtitel in US$ zu tauschen von heute auf morgen durch radikale Herabstufungen in grossem Umfang aufgehoben haben, haben dieser Geduld zumindest in Teilen eine Ende gesetzt.

      Nur eine Weltleitwaehrung gegen eine andere auszutauschen, wird am prinzipiellen Problem und den teiferen Ursachen fuer die eskalierenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte nichts grundlegendes aendern. So verstaendlich das chinesische Anliegen ist, sich endlich auf Augenhoehe mit den Volkswirtschaften gestellt zu sehen, die sich in unglaublichem Umfang aus China beliefern lassen und sich dabei bis ueber beide Ohren verschulden, so naiv scheint mir die Vorstellung zu sein, dass das alleine die tieferen Ursachen fuer die sich stetig zuspitzenden Probleme loest.

      Viele Gruesse

      Georg Trappe

      • Holly01 - 26. Juni 2017

        Hallo Hr.Trappe,
        genau darum geht es nicht. Es geht nicht um das Drecksgeld.
        Die Frage ist die deutscheste aller Fragen und auch das Volk der Dichter und Denker konnte sie nicht beantworten:

        Darf sich ein Mensch über andere Menschen erheben?
        oder
        Darf Erfolg in welcher Form auch immer, als Erhöhung der Persönlichkeit des Glücklichen betrachtet werden?
        oder
        Ist Zins eine Sünde/ein Rechtsbruch an den /gegenüber den Mitmenschen?

        DAS ist viel grundsätzlicher. Das Geldsystem ist das perfekte System zur Entmenschlichung und Erhöhung der Erfolgreichen.
        Aber es ist nur ein Werkzeug. Die Vorfinanzierung ist nur ein Werkzeug.

        Diese Grundsatzfrage hat unter anderem zur Reformation und zur Aufklärung geführt und ganz nebenbei Europa über Jahrhunderte zum Schlachtfeld gemacht.

        Die 5eyes und die aktuelle Elite in Deutschland sind alle (inhaltlich) Reformierte.
        Inhaltlich ist Deutschland das 6 Auge mit seinem Merkantilismus.
        Der Erfolg als Exportweltmeister mach aus dieser Sicht die Elite zu Vorbildern, weil sie quasi mit dem göttlichen Glück den Erfolg haben, der ihnen zusteht.

        Inhaltlich ist die Situation viel schwieriger, als wenn es nur um das Drecksgeld ginge.
        lg Holly

        • Holly01 - 26. Juni 2017

          Ist “höher, weiter, besser” ein Ziel oder eine Sünde an den Mitmenschen?

          • Holly01 - 26. Juni 2017

            Bei 43:00 ff erfahren wir warum Neoliberalismus “geil” für die Elite ist:

            lg Holly

  • Holly01 - 26. Juni 2017

    Ebenfalls zum Thema:
    Die SZ über die Trump Anreise zur G20 und den kleinen “Schlenker” nach Polen:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/g-gipfel-am-ufer-des-zwischenmeers-1.3559660
    Es geht ausdrücklich nicht um Visegard sondern um die Staaten die eine Linie vom schwarzen Meer zur Ostsee bilden.
    Und hier haben wir dieses “Spinnervideo”, wo diese Linie ebenfalls bei 11:20ff vorkommt.

    Wer also solche “think tanks” für theoretische Debattiervereine hält, sollte noch einmal tief durchatmen und sich den Teil bis zu der Karte eventuelle noch einmal genauer ansehen 🙂
    lg Holly

  • Holly01 - 27. Juni 2017

    • Holly01 - 27. Juni 2017

      Die Amis haben also 2008 den Stecker für die EU gezogen und für maximal unterschiedliche Situationen und Lebensverhältnisse gesorgt.
      Die Flüchtlingskrise hat die Visegrad Staaten zusammen geführt.
      Die Ukraine Krise hat Russland isoliert.
      Nun will (zumindest ein Teil der USA) die britishe Polenpolitik vor und während des DoppelWK wiederholen.
      Wäre das ein romanisches Land könnte das klappen.
      Das ist aber ein slawisches Land.
      Die Polen wissen vielleicht nicht wer die Maschine bei Smolensk abgeschossen hat, aber sie sehen wer da angerobt kommt.
      Die Polen haben auch sehr gut in Erinnerung wer ihnen im DoppelWK null Hilfe gewährt und ihr Blut vergossen und danach das Land für 50 Jahre in Vasallentum gegeben hat.
      Aus polnischer Sicht dürfte eine Festlandslösung Lösung viel attraktiver sein.
      Frankreich und Polen haben durchaus vergleichbare Sorgen und Interessen.
      Beide gemeinsam in einem starken Bündnis mit Deutschland könnten sowohl militärisch wie politisch dominieren.
      Ja da wäre Deutschland das fünfte Rad am Wagen. Aber wir könne ja als Alternative den strammen Max geben und den Amis auf den Leim gehen.

      Wer denkt das es Zufälle bei Geopolitik gibt, der wartet auch jedes Jahr auf das Christkind.
      Wer denkt die Amis wären gerade schwach, der glaubt auch an diese Schlafwandler Theorie zum DoppelWK.
      Die Amis brauchen einen richtig lukrativen Krieg, um sich zu refinanzieren.
      Die brauchen etwas zum beleihen.
      Die sind nicht schwach.
      Die rüsten auf Teufel komm raus, um irgend einem armem Irren anzufallen der dumm genug war denen im Weg zu stehen.
      Friedman sagt es, 2008 hat die USA der EU den Stecker raus gezogen. Die Party ist vorbei und sie kommt nicht wieder. Der Frieden ist vorbei. Nach dem Währungs- und Wirtschaftskrieg gieren die USA danach sich an Europa zu sanieren.
      Keiner sollte sich in der Bösartigkeit der anglikanischen Globalstrategen täuschen.
      Make America great again …. das ist wörtlich gemeint. Die haben in Trump ein ebenso skrupelloses wie williges Werkzeug wie es Reagan war.
      lg Holly

      • Holly01 - 27. Juni 2017

        …. und ich glaube fest an Chimerika. Also an ein strategisches Bündnis aus der USA und China.
        Die maschieren nur getrennt, schlagen werden die gemeinsam.
        Die wollen die russischen Rohstoffe.
        Europa ist der einzige Anker den Russland hat.
        Deutschland muss einfach das Maul weniger aufreißen und andere in die erste Reihe lassen.
        lg Holly

        • Holly01 - 27. Juni 2017

          Man sollte also bei jeder Konstellation bedenken, das Russland dazu gehört und eingebunden werden könnte, sollte oder MUSS.
          lg Holly

  • Holly01 - 28. Juni 2017

    OT bzw eher OT (65min):
    Hier erklärt jemand in der Ableitung, wie man durch Gesellschaftspolitik, die Mängel und Überversorgungen erzeugen kann, mit denen man dann eine bestimmte Gesellschaft bekommt, mit der man angedachte Umbrüche besser hinbekommt:

    lg Holly

    • Holly01 - 28. Juni 2017

      Wenn ich resümiere, dass Preussen mit seinem Größenwahn nur dem Narzismus des Biedermeier entspringen konnte und das das 3.reich nur dem Narzismus des WKI und der Weimarer Zeit entspringen konnte, dann ist Deutschland mit dem Narzismus der der Kapitalisierung der Gesellschaft wahrlich auf neue Schandtaten vorbereitet …………..
      H4, die “neue Verantwortung von 2014” sind nur Boten der “neuen” Zeit.
      Ich wage die (garnicht so gewagte) Hypothese das die Erfolge Europas nach dem DoppelWK ihre primäre Ursache der Empathie der Menschen entspringen, die den Narzismus in jeder Hinsicht gedämpft hat.
      Aus diesem Resümee muss ich dann folgern, das wir erst am Beginn der Krise sind und das diese extreme Wirkungen haben wird.
      Am wahrscheinlichsten ist ein narzisstischer Wettlauf an Gewalt, Egoismus, Rücksichtslosigkeit und völlig sinnloser Zerstörung.
      lg Holly

      – Monolog Ende –

  • Georg Trappe - 28. Juni 2017

    https://www.forbes.com/sites/stevekeen/2017/06/28/there-is-no-excuse-for-janet-yellens-complacency/#4a99d7df430e

    “Would I say there will never, ever be another financial crisis? You know probably that would be going too far but I do think we’re much safer and I hope that it will not be in our lifetimes and I don’t believe it will be,” Yellen said at an event in London. ”

    https://www.macrobusiness.com.au/2017/06/steve-keen-on-the-secret-source-of-eternal-australian-growth/

    “Much was made of the fact that Australia recently replaced The Netherlands as the world record holder for the longest period without a recession (using the colloquial definition of two consecutive quarters of negative growth). The Netherlands went just under 26 years (103 quarters between 1982 and 2008) without a recession, and Australia surpassed this when it recorded 0.3% growth in the March 2017 quarter (for an annual growth rate of 1.7%).”

    • Holly01 - 29. Juni 2017

      Ich denke, Hr.Putin sagt hier mit seiner Mimik und Körpersprache eine Menge zu diesen Inhalten aus.
      Die lachen inzwischen alle nur noch, wenn die von russischen Kackern hören und von diesen neuen super Hackern aus …. öhm …. Nordkorea.
      lg Holly

      • Holly01 - 29. Juni 2017

        Narzismus:
        Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen, hier macht jeder nur seinen Job :