Frankreich: PKW-Neuzulassungen mit -20,2% im Februar zum Vorjahresmonat

von am 3. März 2012 in Allgemein

Wie der französische Automobilherstellerverband (Le Comité des Constructeurs Français d’Automobiles/CCFA) gestern mitteilte sanken auch im Februar 2012 die PKW-Neuzulassungen in Frankreich um kräftige -20,2% zum Vorjahresmonat (-20,7% im Januar). Damit verfestigt sich auch in Frankreich der Abstieg der PKW-Neuzulassungen, wie bereits in Portugal, Italien, Griechenland und Spanien gesehen.

Die Entwicklung der französischen PKW-Neuzulassungen in Prozent zum Vorjahresmonat seit Januar 2000 bis Februar 2012 im Chart. Im Februar 2012 sanken die PKW-Neuzulassungen um -20,2% zum Vorjahresmonat.

Die Entwicklung der PKW-Neuzulassungen in Frankreich seit Januar 1990 bis Februar 2012 im Chart. Im Februar 2012 wurden 163’063 PKWs neu zugelassen, nach 147’143 im Vormonat und nach 204’400 neuen PKWs im Vorjahresmonat.

Auch in Frankreich könnten die schwachen PKW-Neuzulassungen, auf eine Schwäche beim privaten Konsum hindeuten und dies dürfte relevant sein, denn Frankreich war bisher der letzte ernstzunehmende Konsummotor in der Eurozone.

Quelle Daten: Ccfa.fr/Portal

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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9 KommentareKommentieren

  • wonko - 3. März 2012

    “Frankreich war bisher der letzte ernstzunehmende Konsummotor in der Eurozone.”

    allerdings auch “auf Pump” – wie das Handelsbilanzdefizit verrät:

    Handelsbilanz bei Waren und Gütern mit der Welt in Mrd. Euro je Quartal

    Die Franzosen haben die Euroeinführung demnach für eine Wohlstandsmehrung im Volke genutzt,
    wie der Chart der Lohnentwicklung beweist:

    Entwicklung der realen Arbeitnehmerentgelte

    und in Deutschland? na ja, wissen wir eh ….

    wer davon wohl profitiert hat?

    … man kann natürlich orakeln und sagen:
    “die Produktionskapazitäten; das KnowHow; das schaffende, die Arbeit gewohnte Volk; … sind in die Zukunft gewandt mehr wert als der Wohlstand und der Konsum in der Vergangenheit …”

    Nun gut.
    Ob es den zukünftigen Generationen in Frankreich oder jenen in Deutschland ein angenehmeres Leben beschert, darf abgewartet werden.

    Laut diversen Studien geht es ja jenen Völkern am besten, in welchen die größte Gleichheit im Volke besteht, also jene mit den geringsten Unterschieden und demzufolge mit dem geringsten psycho-sozialen Stress.

    Es wird also darauf ankommen, in welchem Land das einfache Volk sich schneller darauf einigt, ………., und im Gegenzug unter sich eine Einigkeit schafft.

    Kapitalerträge zu BGE.

  • Roland - 3. März 2012

    Erstaunlich, dass Sarkozy auch schon vor den Wahlen eine Strangulations-Politik für die Wirtschaft fährt. So wird z.B. nur jede 2. durch Pensionierung frei werdende Stelle im Öffentlichen Dienst wieder besetzt.
    So dumm ist Obama nicht. In den USA lässt er wenigstens noch bis zur Wahl “buttern”.

    • Frank Bell - 4. März 2012

      Sarkozy hat m.E. keinen Ernst zu nehmenden Konkurrenten.

  • MFK - 3. März 2012

    Gut dass bsw. Peugeot eine angeschlossene Bank hat. Da kann die EZB neben den Banken auch die Schlüsselunternehmen mit durchziehen. Dass Europa im Verhältnis zum IP overbanked ist, wissen wir bereits. Aber wie viele Autohersteller braucht ein Land eigentlich?

  • M.E. - 3. März 2012

    “Aber wie viele Autohersteller braucht ein Land eigentlich?”
    In 30 Jahren Null. Bis dahin also auf diesen Wert langsam sinkend.
    Das heißt: für Autoexporte in die Golfstaaten, Venezuela, Russland und Kanada könnte auch dann eventuell noch ein Hersteller in einem größeren Land wie Frankreich übrig bleiben. Mit bregrenzten Kapazitäten.
    Für heute gilt: jeder Hersteller, der schwaeze Zahlen schreibt, hat eine Daseinsberechtigung. Der Trend zu Fusionen wie bei PSA Peugeot Citroen wird weitergehen und die Zahl der unabhängigen Hersteller immer mehr reduzieren.

  • M.E. - 3. März 2012

    Weil es ja hier um Frankreich geht: ich finde es empörend, wie respektlos mit der demokratischen Meinungsbildung eines wichtigen europäischen Landes umgegangen wird.
    Unsere Bundesphysikerin wieder ganz vornedran:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819095,00.html

    Ich weiß nicht, wie gut oder schlecht Hollande als Präsident wäre. Aber diese Einmischung ist beschämend.

    • dank - 4. März 2012

      “Das Eingreifen einer ausländischen Regierung in den Wahlkampf eines souveränen Staats gilt international als verpönt.”

      Sollten sich die Zahlen von F weiter so verschlimmbessern, und dass nicht nur bei den Autokäufen, werden die Franzosen Sarkozy samt Merkel und den anderen Clows abstrafen müssen – zeichnet sich bisher ab. Sollte Hollande dann wirklich hinterfragen, was da alles auf dem Europäischen Parkett passiert, werden sich Einträge in den Geschichtsbüchern ändern.
      Ist Markel sich denn bewusst, wie die Einstellung von Hollande nach seiner Wahl (bei Gewinn) sein wird?
      In D gibts ja nicht mal einen Gegengewicht, dass dieses Vorgehen aufs schlimmste verurteilt.
      Falls das Ergebnis nicht passt, wird einfach ein zweites mal gewählt 😉
      Hoffentlich hat Hollande nicht auch Freizeitbeschäftigungen, die in ala Strauss-Kahn aus den Latschen wuchten, auch wenns vielleicht auch nur mal wieder ein Fake ist. Die Wahlverzerrung würde mich nicht freuen.
      Oder Hollande wird dank seines Namens verunglimpft – “Niederlande will Amtsgeschäfte in Frankreich übernehmen” (solche Schlagzeilen basierend auf Gehirnmangel gibt es bei jedem Wahlkampf in Gottes eigenem Land am großen Teich)
      Was dann vorher echt noch fehlt: Das sich die ganzen Polit-Verschwörer für Sarkozy mit ihm zu einer Großveranstaltung in Paris vor den Eiffelturm stellen und zusammen singen: http://www.youtube.com/watch?v=9BIF0f5WkuY Mai 2010 – beim Text gehen einem jetzt ganz andere Bilder durch den Kopf. Sparzwänge, Diktate, Brennende Häuser, Straßenschlachten, unendliche Geldmengen, Polizei, Demos, Mollis, Unzufriedenheit… Und nun sing ich: “Mhm Europa, so schön war es noch nie…” “…in voller Harmonie…”

      Na ja, wenn in Deutschland schon kein Wahlkampf stattfindet, da sich (fast) alle einig sind, verlagern wir das eben nach draußen – damit lenken wir auch schön von den eigenen Leichen im Keller ab.

      Weiß ebenso nicht, wie es mit Hollande würde – aber jemand der mal ein wenig hinterfragt, kann nicht gänzlich ungeeignet sein.
      Evtl. kommt ja die Zeit, oohooh in der das Wünschen wieder hilft. 🙂

      Das Eingreifen ausländischen Bürger in den Wahlkampf eines souveränen Staates gilt international sicherlich nicht als verpönt, könnte ich mir vorstellen…

  • M.U. - 4. März 2012

    OT: Für den einen oder den anderen aber vielleicht doch Interessant.

    http://www.anti-atom-piraten.de/2012/03/freitagsfilm-yellow-cake-die-quelle-der-sauberen-kernenergie/

  • Frank Bell - 4. März 2012

    @ M.U.

    Was hast du nur? 😉

    Die “Berliner Morgenpost” schreibt:

    “Die Auswirkungen der im vergangenen Jahr freigesetzten Strahlung sind allerdings niedriger als ursprünglich befürchtet. Das meinte in Köln Professor Christoph Reiners vom Uniklinikum Würzburg, Strahlenmediziner mit dem Fachgebiet Schilddrüse.

    Es habe – entgegen der allgemeinen Meinung – in Fukushima bislang nicht einen einzigen Strahlentoten gegeben, berichtete er. (…)”

    Nicht einen einzigen Strahlentoten! Also sind alle, die gegen Atomenergie sind, einfach nur hysterisch – so die Logik der “Berliner Morgenpost”.